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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Düse für ein Kraftstoffventil in einem
Dieselmotor, insbesondere einem Zweitakt-Kreuzkopfmotor, mit einem
zentralen Längskanal,
der mit einer Anzahl Düsenbohrungen
verbunden ist, wobei die Düse
von einem Mittelglied mit einem unteren Abschnitt und einer Ummantelung
gebildet wird, und wobei das Mittelglied und die Ummantelung miteinander
verlötet
bzw. hartverlötet
sind und die Ummantelung zumindest den unteren Abschnitt des Mittelglieds
mit den Düsenbohrungen
umhüllt
bzw. umgibt.
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DE 100 42 956 beschreibt
eine derartige Düse,
bei der eine Ummantelung aus einem keramischen Material auf die
Außenoberfläche eines
Mittelglieds aufgelötet
oder damit reibungsverschweißt
ist, wobei das Mittelglied aus einem metallischen Material besteht.
Bei dieser bekannten Düse
ist die Ummantelung eine Isolationsummantelung, welche den Wärmeeinfluss
auf das metallische Material verringert. Das isolierende, keramische
Material ist relativ spröde,
wodurch das Risiko verursacht wird, dass kleine Stücke keramischen
Materials im Bereich um die Düsenbohrungen
herum abbrechen, wo die Düse
eine komplexe Geometrie aufweist.
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EP 0 982 493A1 beschreibt
ein Kraftstoffventil mit einer sich weit in das Ventilgehäuse hinein
hinter den Hauptventilsitz und weiter hinter die Gleitführung erstreckenden
Düse. Diese
Teile des Kraftstoffventils sind aus Stahl hergestellt, um dem Ventilsitz
etc. eine geeignete Härte
zu geben. Der unterste Teil der Düse ist durch Laserschweißen, Plasmaschweißen oder
Pulverbeschichten mit einem Korrosionsschutzüberzug versehen, wodurch in
einem Mischbereich vollständig
oder teilweise geschmolzenes Material mit dem Stahl verbunden wird.
Das Material in dem Mischbereich hat Eigenschaften, die ein Abbröckeln bzw.
Abplatzen der korrosionsbeständigen
Legierung nach einer bestimmten Betriebsdauer auslösen können. Im
Betrieb ist die Düse
starken thermischen, zyklischen Belastungen ausgesetzt, welche ein
Risiko einer Schwächung
der Haftung der korrosionsbeständigen
Legierung verursachen.
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Im
Kontext der vorliegenden Erfindung sind die Wörter Löten, bzw. hartlöten oder
schweißlöten in einem
breiten Sinne zu verstehen, so dass sie auch weichlöten umfassen
und ohne dass sie auf die Verwendung eines bestimmten Lots bzw.
Lötmittels
oder Lötmaterials
beschränkt
wären.
Löten und
Hartlöten
sind dementsprechend nicht als Angabe von lediglich Hochtemperaturschmelz-Materialien
anzusehen, welche bei Temperaturen oberhalb von 450°C aktiviert
werden, sondern auch als für
unterhalb von 450°C
aktivierte Materialien geltend.
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Es
ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Düse mit einer vorteilhaften
Langlebigkeit zu schaffen.
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Im
Hinblick darauf zeichnet sich die erstgenannte Düse gemäß der Erfindung dadurch aus,
dass die Ummantelung aus einer korrosionsbeständigen Legierung hergestellt
ist und dass das Mittelglied aus einer eisenbasierten Legierung
mit einer Dauerfestigkeit σA von zumindest ± 500 MPa hergestellt ist.
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Die
Verwendung einer Legierung als das Ummantelungsmaterial anstatt
eines keramischen Materials ermöglicht
es, eine geeignete Duktilität
des Ummantelungsmaterials zu erzielen, welche dem Abbrechen von Material
entgegenwirkt. Darüberhinaus
versetzt die korrosionsbeständige
Legierung das Ummantelungsmaterial in die Lage, Temperatureinflüssen zu
widerstehen. Verglichen mit der Verwendung von isolierendem Keramikmaterial
bietet die Verwendung der Legierung den Vorteil einer niedrigeren
Betriebstemperatur der Düse an
der Oberfläche
der Ummantelung. Der Grund dafür
ist, dass die nicht sehr isolierende Legierung einen größeren Anteil
der in dem Ummantelungsmaterial angesammelten Wärme nach innen zu dem kälteren Mittelglied
ableitet, von wo aus die Wärme
an den in die Motorbrennkammer eingespritzten Kraftstoff abgegeben wird.
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Da
die Ummantelung vor dem Verlöten
als ein separates Rohteil hergestellt wird, hat die korrosionsbeständige Legierung
in der Ummantelung vorteilhaft gleichför mige Eigenschaften, bewertet
in Relation zu einem durch Schweißen aufgetragenem Material,
welches typischerweise sowohl Schwankungen in der Legierungszusammensetzung
zeigt, als auch Mikrorisse in dem durch die Hitze beim Schweißen beeinflussten
Bereich verursachen kann. Die vorteilhaften Eigenschaften der Ummantelung
werden beim Löten
bzw. Verlöten bewahrt,
mit dem ein Kraft- oder Formschluss bzw. eine mechanisch oder geometrisch
bedingte Verriegelung der Ummantelung mit dem Mittelglied ohne das
materialverändernde
Schmelzen und/oder einen Wärmeeinfluss
der Grenzbereiche, welche von dem Aufschweißen einer Beschichtung bzw.
eines Überzugs
bekannt sind, bereitgestellt wird. Das Verbinden durch Löten trägt an sich
zu einer Verlängerung
des Düsenlebens
bei, da keine Mikrorisse im Lötbereich
sind, und ermöglicht
es ferner, eine weitere Verlängerung
des Düsenlebens durch
Verwendung eines Materials mit einer höheren Dauerfestigkeit zu erzielen.
Die Lebensdauer bzw. das Leben der Düse wird wesentlich verlängert, da
das Mittelglied aus einer eisenbasierten Legierung mit einer Dauerfestigkeit σA von
zumindest ± 500
MPa hergestellt wird. Im Allgemeinen bietet die für das Mittelglied
verwendete, eisenbasierte Legierung eine hohe Festigkeit in dem
Bereich der Düse,
welcher eine komplexe Geometrie aufweist, weil eine Anzahl von Düsenbohrungen
innerhalb eines kleinen Bereichs angeordnet sind, welche in den
zentralen Längskanal
an verschiedenen Winkeln eingeschnitten sind.
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Der
Grund dafür,
warum die Dauerfestigkeit von besonderer Wichtigkeit für die Düsenlebensdauer
ist, liegt darin, dass zusätzlich
zu den in herkömmlicher
Weise thermisch basierten Lasten auf die Düse ein bedenkenswerter Anstieg
der Dauerbelastung als Konsequenz der Verwendung von höheren als
bisher aufgebrachten Einspritzdrücken
und schnelleren Druckschwankungen zu erwarten ist, um eine genauere
Steuerung der Einspritzung und dadurch eine bessere Verbrennung
des Kraftstoffs und eine verringerte Bildung von verschmutzenden
Verbindungen zu erzielen.
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Gegenüber jeder
in der obenstehend genannten Veröffentlichung,
DE 100 42 956 genannten
Düsenbohrung
hat die Ummantelung eine konische Bohrung mit einem wesentlich größeren Durchmesser
als die Düsenbohrung.
Dies bedeutet, dass in dem Bereich um die Düsenbohrungen die Oberfläche des
Mittelglieds sowohl durch die Hitze als auch durch die korrodierenden
Verbrennungsprodukte in der Brennkammer beeinflusst werden. In einer
Ausführungsform
gemäß der vorliegenden
Erfindung haben die Düsenbohrungen
in dem Übergangsbereich
zwischen dem Mittelglied und der Ummantelung im wesentlichen den
gleichen Durchmesser in der Ummantelung und in dem Mittelglied.
D.h. zunächst,
dass das Material in dem Mittelglied vollständig von der korrosionsbeständigen Legierung
der Ummantelung bedeckt ist, so dass die korrodierenden Verbrennungsprodukte
an einem die eisenbasierende Legierung des Mittelglieds schädigenden
Zugang gehindert sind. Zweitens bildet die Ummantelung einen tatsächlichen
Teil der Düsenbohrungen,
so dass der kalte Kraftstoff nah an der Oberfläche des Ummantelungsmaterials
entlang fließt
und es entlang des gesamten Wegs an der Außenoberfläche der Ummantelung kühlt, wo
die größten Wärmeeinflüsse auftreten.
Dies führt zu
einem Abfall der Temperatur des Ummantelungsmaterials um die Düsenbohrungen
und dadurch zu einer wesentlich niedrigeren Betriebstemperatur in
den empfindlichen Übergangsbereichen
der Düsenbohrungen zwischen
dem Mittelglied und der Ummantelung.
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Vorzugsweise
ist die korrosionsbeständige
Legierung eine nickelbasierte Legierung, da diese Legierungen erfahrungsgemäß gute Eigenschaften
in der aggressiven Umgebung aufweisen, welche in den Brennkammern
von Dieselmotoren vorherrschen. Anwendbare Alternativen zu nickelbasierten
Legierungen sind kobaltbasierte Legierungen, wie beispielsweise
Hartmetall, bzw. Stellit.
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In
einer geeigneten Ausführungsform
ist das zwischen der Ummantelung und dem Mittelglied befindliche
Lötmittel
aus einer nickelbasierten Legierung hergestellt. Nickelbasierte
Lötmittel
erlauben eine gute Anpassung der Löttemperatur an die Temperaturbedingungen,
welche bei einer Wärmebehandlung
von Düsen gemäß der Erfindung
und beim Betrieb des Motors auftreten. Ferner wirkt die nickelbasierte
Legierung in der Verbindungsoberfläche gut mit den nickelbasierenden,
korrosionsbeständigen
Legierungen zusammen.
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Die
Ummantelung kann durch Pulvermetallurgie hergestellt werden, beispielsweise
in Form eines gesinterten Rohteils oder aus zusammengelötetem Pulver.
In einer Ausführungsform
ist die gesamte Ummantelung oder ein Teil der Ummante lung aus einem
Guss- oder Schmiedematerial, welches gute und gleichförmige Materialeigenschaften
mit relativ niedrigen Herstellungskosten für die Ummantelung verbindet.
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Die
Düse ist
geeignet als eine separate Einheit aufgebaut, die in dem Kraftstoffventil
in Fortsetzung einer Axialführung
angeordnet ist, welche den Hauptventilsitz des Kraftstoffventils
enthält.
Mit diesem Aufbau wird die Düse
nicht oder nur in minimalem Umfang durch die ziemlich hohen Belastungen
beeinflusst, die an dem Hauptventilsitz auftreten. Beim Düsenaustausch
ist der Austausch ferner auf ein kleineres Teil beschränkt, welches
hauptsächlich
aus dem Stück
des Kraftstoffventils besteht, welches in die Brennkammer hinein
ragt.
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Es
kann wünschenswert
sein, ein Lötmittel
zu verwenden, welches eine Komponente enthält, die mit unerwünschten
Verbindungen mit den benachbarten Materialien in der Ummantelung
oder dem Mittelglied reagieren kann, oder es kann erwünscht sein,
eine effizientere Trennung von den benachbarten Materialien zu erzielen,
als mit der durch das Lötmittel
erzielbaren Trennung. In diesen Fällen kann es ein Vorteil sein,
die Düse
so aufzubauen, dass die Innenoberfläche der Ummantelung und/oder
die Außenoberfläche des
Mittelglieds mit einer Diffusionsbarriere versehen ist/sind. Eine
solche Diffusionsbarriere kann beispielsweise Nikkel, Kupfer, eine
Nickellegierung oder eine Kupferlegierung sein, da sowohl Nickel
als auch Kupfer geeignet zum Ausbilden einer dichten und stabilen
Beschichtung sind. Alternativen können eine Kobaltbeschichtung,
eine Kobaltlegierung oder eine Chrombeschichtung sein. Besonders
bevorzugt ist ein elektrolythisch abgelagertes Nickel, welches eine
sehr dichte Beschichtung mit guten Festigkeitseigenschaften bildet
und einen relativ hohen Schmelzpunkt, verglichen mit den verwendeten
Lötmaterialien
aufweist. Die Diffusionsbarriere verhindert oder beschränkt die
Diffusion von insbesondere kleinen Elementen, wie beispielsweise
C, Bor und Silikon, so dass sie nicht aus einer Legierung oder einem
Lötmaterial
mit einem höheren
Anteil des Elements in seiner freien Form in eine Legierung mit
einem niedrigeren Anteil des Elements diffundieren können.
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Zur
weiteren Verbesserung der Düsenlebensdauer
der besonders hohen lastenunterworfenen Düsen kann das Mittelglied eine
Dauerfestigkeit σA von zumindest ± 750 MPa aufweisen.
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In
einer Ausführungsform
befindet sich ein Isolierstück
aus Keramikmaterial in dem Endgrund bzw. Endboden der Ummantelung
unterhalb des Endes des zentralen Längskanals, wobei die untere
Oberfläche des
Isolierstücks
bzw. isolierenden Stücks
vollständig
von der korrosionsbeständigen
Legierung der Ummantelung bedeckt ist. Das isolierende Keramikmaterial
ist durch das Ummantelungsmaterial eingekapselt und daher gegen
die korrodierenden Einflüsse
aus der Brennkammer geschützt.
Darüber
hinaus befindet sich das Keramikmaterial im Ummantelungsgrund bzw.
-boden in einem Bereich, in dem das Spannungsniveau im Allgemeinen
und insbesondere die Dauer- bzw. Ermüdungsbelastung relativ niedrig
sind. Durch diesen Einbauort und mit dieser Isolierung von der Brennkammer
ist es möglich,
die Vorteile des Abschirmens der überlagerten Düsenabschnitte
von den größten Wärmeeinflüssen auszunutzen,
ohne jeden wesentlichen negativen Einfluss auf die Düseneigenschaften,
die durch die Verwendung von einem Keramikmaterial verursacht werden.
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Nach
einem anderen Aspekt bezieht sich die vorliegende Erfindung auf
ein Verfahren zur Herstellung einer Düse für ein Kraftstoffventil in einen
Dieselmotor, insbesondere einen Zweitakt-Kreuzkopfmotor mit einem
zentralen Längskanal,
der mit einer Anzahl von Düsenbohrungen
verbunden ist, wobei ein Mittelglied mit einem unteren Abschnitt
mit einer Ummantelung verlötet
ist, welche zumindest den unteren Abschnitt des Mittelglieds umhüllt bzw.
einschließt.
Was das Erreichen einer längeren
Düsenlebensdauer
betrifft, zeichnet sich das Verfahren gemäß der Erfindung dadurch aus,
dass das verwendete Ummantelungsmaterial eine korrosionsbeständige Legierung
ist, dass für
das Mittelglied eine eisenbasierte Legierung mit einer Dauerfestigkeit σA von
zumindest ± 500
MPa verwendet wird, und dass das Mittelglied und die Ummantelung
durch Vakuumlöten zusammengelötet sind.
Was die Vorteile einer Verwendung einer Ummantelung aus einer korrosionsbeständigen Legierung
betrifft, die an ein aus einer Legierung mit einer Dauerfestigkeit
von zumindest ± 500
MPa hergestelltes Mittelglied angelötet ist, wird auf die oben
stehende Beschreibung in Verbindung mit der Düse gemäß des ersten Aspekts der Erfindung
verwiesen. Eine Verwendung von Vakuumlöten bietet zusätzliche
Vorteile, unter anderem, dass weder die Ummantelung und das Mittelglied,
noch das Lötmittel
während
dem Löten oxidieren,
noch das Risiko einer Lufttaschenbildung in dem Material relevant
ist. Darüber
hinaus kann die Temperatur in dem Vakuumofen vorteilhaft schnell
geändert
werden, so dass der Zeitraum der Löttemperatur und die Ist- bzw.
tatsächliche
Löttemperatur
genau gesteuert sind.
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In
einer weiteren Weiterbildung des Verfahrens wird das Vakuumlöten während einer
Härtungsbehandlung
ausgeführt.
Mit diesem kombinierten Löten
und Härten
ist es möglich,
das Durchführen
einer speziellen Wärmebehandlung
für das
Löten zu
vermeiden. Darüber
hinaus wird ein besonderer Vorteil in Verbindung mit der Herstellung
von Düsen
in Kleinserien erreicht, wie beispielsweise von 10 bis 200 Düsen pro
Serie. Die Wärmebehandlung
wird normalerweise in speziellen Arbeitsräumen oder Betrieben ausgeführt, welche
einen festgelegten Produktionsablauf haben, der einige Wochen im
Voraus geplant ist. In einem solchen Betrieb wird ein Härten typischerweise
jeden Tag ausgeführt,
während
spezielle Wärmebehandlungen
nur an ziemlich langen Intervallen ausgeführt werden. Durch Ausführen des
Lötens
zur gleichen Zeit wie das Härten
bei den gewöhnlichen
Härtungstemperaturen
kann die Kleinserie laufend wärmebehandelt
werden, da die Düsen
aufgrund ihrer geringen Abmessungen immer Raum für die Wärmebehandlung in dem Ofen zusammen
mit dem schon für
die Wärmebehandlung
eingeplanten anderen Objekten finden können.
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In
Verbindung mit der kombinierten Behandlung werden die Herstellungsschritte
der Düse
vorzugsweise so geplant, dass das Mittelglied und die Ummantelung
zusammengefügt
und in Beziehung zueinander fixiert werden, wonach die Düsenbohrungen
erstellt werden, wonach das kombinierte Vakuumlöten und Härten ausgeführt wird. Obwohl dieses Verfahren
ein wechselseitiges Befestigen der Ummantelung und des Mittelglieds
erfordert, um die Koaxialität
der Bohrungen in der Ummantelung und dem Mittelglied beibehalten
zu können
bis das Löten
ausgeführt
worden ist, wird dies normalerweise einem Ausführen des zeitaufwendigeren Funkenerosionsbearbeitens
der Düsenbohrungen
in dem gehärteten
Mittel glied vorgezogen. Die wechselseitige bzw. gegenseitige Befestigung
kann beispielsweise durch mechanisches Sichern ausgeführt werden,
beispielsweise in der Form eines Kurzgewindes aus dem Mittelglied
und der Ummantelung, oder durch Einpressen von einem oder mehreren
Stiften in den Raum zwischen dem Mittelglied und der Ummantelung,
oder möglicherweise
durch Klebstoffauftrag an einzelnen Punkten zwischen der Ummantelung
und dem Mittelglied.
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Eine
Alternative zu der kombinierten Behandlung ist eine Behandlungsabfolge,
bei der das Vakuumlöten
des Mittelglieds und der Ummantelung durchgeführt wird und die Düsenbohrungen
in der zusammengelöteten
Düse erstellt
werden, wonach die Düse
gehärtet
wird. Bei diesem Verfahren wird das Löten als eine unabhängige Wärmebehandlung
ausgeführt,
mit der die Düsenteile
zu einer Einheit verbunden werden, bevor die Düsenbohrungen in die noch ungehärtete Düse eingearbeitet
werden, was eine schnellere Einarbeitung liefert. Wenn die Löttemperatur
oberhalb der Austenitisierungstemperatur des Mittelglieds liegt,
wird das Abkühlen
von der Löttemperatur
auf die Bearbeitungstemperatur geeignet so langsam ausgeführt, dass
kein Härten
in nennenswertem Umfang bei diesem Abkühlen stattfindet. Wenn die
Düsenbearbeitung
abgeschlossen ist, wird das Härten
in einer separaten Wärmebehandlung
ausgeführt.
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Wenn
das Härten
in einer separaten Wärmebehandlung
nach dem Löten
ausgeführt
wird, ist das Lötmittel
für das
Vakuumlöten
vorzugsweise ein Lötmittel,
dessen Löttemperatur
höher als
die für
das Härten
aufgebrachte Härtungstemperatur
ist. Dies bietet den Vorteil, dass das Lötmittel beim Härten nicht
flüssig
werden kann, was ansonsten Anlass für eine erneute Entbearbeitung
geben könnte.
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Nach
Löten und
Härten
wird vorzugsweise ein Tempern ausgeführt, um die Eigenschaften des
Düsenmaterials
einzustellen, incl. der Dauerfestigkeit von insbesondere dem eisenbasierten
Material.
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Es
ist möglich,
partikel- bzw. pulver- oder staubförmiges Material zur Herstellung
der Ummantelung zu verwenden, wobei in diesem Fall die gesamte Ummantelung
oder ein Teil des Ummantelungsmaterials vorzugsweise dadurch erstellt
wird, dass das Mittelglied mit nach oben gerichtetem unteren Abschnitt
angeordnet wird, ein röhrenförmiger Halter
auf dem Mittelglied angeordnet wird, das Partikelmaterial in den
Halter eingefüllt wird,
Lötmittel über dem
Pulver angeordnet wird und das Löten
ausgeführt
wird, wodurch das Pulver zu dem Ummantelungsmaterial zusammengelötet wird.
Der Vorteil davon ist, dass ein einfacher Röhrenabschnitt als Halter verwendet
werden kann, anstatt dass ein Ummantelungsrohteil in eine Hut- bzw.
Zwingenform mit der inneren Geometrie gearbeitet wird, die der Außengeometrie
des Mittelglieds entspricht.
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Die
Erfindung wird nun untenstehend im Einzelnen unter Bezugnahme auf
die höchst
schematischen Zeichnungen beschrieben, in denen
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1 eine
Längsschnittansicht
durch eine in einem grob umrissenen Beispiel des unteren Endes eines
Kraftstoffventils montierten Düse
ist,
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2 eine
Schnittansicht durch Düsenteile
einer Düse
vor einem Löten,
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3 einen
Abschnitt durch die Düse
von 2 nach einem Löten
und einer Einarbeitung einer Düsenbohrung
zeigt,
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4 eine
der 2 entsprechende Schnittansicht eines weiteren
Beispiels von zum Löten
hergerichteten Düsenteilen
ist,
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5 u. 6 ein
drittes Beispiel von Düsenteilen
vor und nach einem Löten
zeigen,
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7 ein
viertes Beispiel von Düsenteilen
vor einem Löten
zeigt, und
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8 eine
weitere Ausführungsform
mit einem eingekapselten Isoliermaterial zeigt.
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1 zeigt
eine allgemein mit 1 bezeichnete Düse eines Kraftstoffventils
einer Brennkraftmaschine bzw. eines Verbrennungsmotors, welches
ein Viertaktmotor sein kann, aber vorzugsweise ein Zweitakt-Kreuzkopfmotor
mit mehr als einem Kraftstoffventil an jedem Zylinder ist. Der letztere
Motor stellt typischerweise strenge Anforderungen an die Lebensdauer
der Düse,
unter anderem weil diese Motoren oft mit Schwerölkraftstoff betrieben werden,
welcher auch Schwefel enthalten kann.
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Die
Düse steht
durch eine Mittelbohrung am Ende eines Ventilgehäuses 2 heraus, dessen
ringförmige Oberfläche 3 gegen
eine entsprechende Anschlagoberfläche in einer Zylinderabdeckung
bzw. einem Zylinderkopf 14 gepresst sein kann, so dass
die Spitze der Düse
mit Düsenbohrungen 4 in
die Brennkammer 15 des Zylinders vorsteht und Kraftstoff
einspritzen kann, wenn das Kraftstoffventil offen ist. Das Kraftstoffventil
hat einen Ventilschieber 5 mit einer Ventilnadel 6 und
einem Ventilsitz 7, welche bei dem gezeigten Ventilaufbau am
unteren Ende einer Schieberführung 8 angeordnet
sind. Die Schieberführung
wird gegen eine aufwärts
gerichtete Oberfläche
der Düse 1 herunter
gedrückt.
Die Düsennadel
kann ein Sekundärschließglied 12 in
der Form eines Rings tragen, welches in eine Bohrung in den Ventilvorsprung 7 über eine
relativ lange und dünne Spindel
oder Welle 13 eingeschraubt ist oder anderweitig darin
befestigt ist. Ein derartiges Sekundärschließglied zum schnellen Schließen der
Düsenbohrungen
am Ende der Zerstäubung
ist in Zusammenhang mit Düsen
für große Zweitakt-Kreuzkopfmotoren
weit verbreitet bzw. bekannt. Das Sekundärschließglied kann vorteilhaft aus
einem Werkzeugstahl hergestellt sein, da es entlang der Innenoberfläche des
Längskanals
gleitet, welcher ebenfalls aus einem Werkzeugstahl hergestellt sein
kann. Dies ist ein Einsatz der Tatsache, dass zwei Werkzeugstähle gut
aneinander entlang laufen.
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Die
Düse gemäß der vorliegenden
Erfindung kann auch für
Kraftstoffventile verwendet werden, welche keine derartigen Sekundärschließglieder
aufweisen und für
Kraftstoffventile, bei denen der Hauptventilsitz unten in der Düse angeordnet
ist, was zu einem Minimalvolumen des Kraftstoffkanals unterhalb
des Ventilsitzes führt.
Es ist darüber
hinaus möglich,
dass die Düsenbohrungen
nicht nur nach einer Seite der Düse
gerichtet sind, sondern anstatt dessen sowohl auf die eine als auch
auf die andere Seite oder über
den gesamten Umfang der Düse
verteilt sind.
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Die
Düse hat
einen zentralen Längskanal 9,
von dem die Düsenbohrungen 4 hinaus
zur Außenoberfläche der
Düse führen. Die
Düse wird
von einer aus einer kor rosionsbeständigen Legierung hergestellten
Ummantelung 10 und einem aus einer eisenbasierten Legierung
hergestellten Mittelglied 11 gebildet. Die Ummantelung 10 bildet
zumindest den äußersten
Bereich der Düse
im Bereich um die Düsenbohrungen
herum und kann sich nach oben erstrecken und die Außenoberfläche der
Düse über dem
gesamten Teil der Düse
bilden, der von dem Ventilgehäuse 2 vorspringt.
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Die
aus der korrosionsbeständigen
Legierung hergestellte Ummantelung 10 kann aus einem Pulver- bzw.
Partikelausgangsmaterial hergestellt sein, ist aber vorzugsweise
aus einem Guß-
oder Schmiedematerial hergestellt. Beispiele für einsetzbare Legierungen zum
Verwenden als Ummantelungsmaterial können nickelbasierte Legierungen
sein, welche beispielsweise in Gewichtsprozent und abgesehen von
allgemein auftretenden Unreinheiten von 15 bis 30 % Cr aufweisen,
von 0,02 bis 0,55 % C und optional eine oder mehrere der folgenden
Komponenten: von 0 bis 15 % W, von 0 bis 8 % Al, von 0 bis 5 % Ti,
von 0 bis 20 % Co, von 0 bis 2 % Hf, von 0 bis 5 % Nb und/oder Ta,
von 0 bis 35 % Mo, von 0 bis 10 % Si, von 0 bis 1,5 % Y, und von
0 bis 20 % Fe. Die Legierung kann unvermeidbare Unreinheiten enthalten,
wobei der Rest Nickel ist.
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Ein
Beispiel einer solchen Legierung hat die folgende Zusammensetzung:
23
% Cr, 7 % W, 5,6 % Al, 1 % Si, 0,5 % C und 0,4 % Y. Diese Legierung
kann beispielsweise eine Dauerfestigkeit σA in
dem Intervall von ± 350
MPa bis ± 440
MPa aufweisen.
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Die
nickelbasierten Legierungen können
auch von dem Typ sein, der in Gewichtsprozent und abgesehen von
allgemein auftretenden Unreinheiten von 35 bis 60 Cr aufweist, von
0,02 bis 0,55 % C und optional eine oder mehrere der folgenden Komponenten:
von
0 bis weniger als 1,0 % Si, von 0 bis 5,0 % Mn, von 0 bis 5,0 %
Mo und/oder W, von 0 bis weniger als 0,5 % B, von 0 bis 8,0 % Al,
von 0 bis 1,5 % Ti, von 0 bis 0,2 % Zr, von 0 bis 3,0 % Nb, von
0 bis zu einem Maximum von 2 % Hf, von 0 bis zu einem Maximum von
1,5 % Y, von 0 bis zu 1 % N und einen zusätzlichen Gehalt von 0 bis zu
einem Maximum von 5 % Co und Fe.
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Die
Legierung kann unvermeidbare Unreinheiten enthalten, wobei der Rest
aus Nickel besteht. Dieses Material hat eine hohe Dauerfestigkeit
und einen extrem hohen Widerstand sowohl gegen Heißkorrosion
als auch gegen Erosionseinflüsse
des Kraftstoffs.
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Weitere
Beispiele von Legierungen für
das Ummantelungsmaterial sind in Tabelle 1 wiedergegeben. Tabelle
1:
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Der
thermische Ausdehnungskoeffizient wird oben stehend als der durchschnittliche,
lineare Ausdehnungskoeffizient zum Erwärmen von 20°C auf 500°C wiedergegeben, d.h. er ist
relevant für
500°C. Vorzugsweise
hat das Ummantelungsmaterial einen höheren thermischen Ausdehnungskoeffizient
als das Mittelglied, so dass die Lötlücke bzw. der Lötspalt beim
Erwärmen
wächst.
Dies führt
zu einem Auftreten von Drucklasten bzw. -spannungen in dem Mittelglied
in Verbindung mit dem Abkühlen
von der Löttemperatur
auf 20°C.
Wenn das Ummantelungsmaterial einen niedrigeren thermischen Ausdehnungskoeffizient
als das Material des Mittelglieds aufweist, sollte die Ummantelung
und das Mittelglied so aufeinander abgestimmt sein, dass die Lücke zwischen
den beiden Teilen bei 20°C
größer als
die gewünschte
Lötlücke ist.
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Es
ist ebenfalls möglich,
kobaltbasierte Legierungen zu verwenden, wie beispielsweise Celsit
50-P, wobei diese jedoch niedrigere Dauerfestigkeiten σA von
weniger als ± 150
MPa haben, weshalb sie nicht die bevorzugten Materialien sind.
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Legierungsmaterialien,
die für
das Mittelglied 11 der Düse verwendet werden, können eisenbasierte Legierungen
sein, vorzugsweise vom Werkzeugstahltyp. Das Mittelglied kann durch
herkömmliche
Verfahren für
Werkzeugstahl gefertigt werden oder durch ein ESU-(Elektroschlacke-Abscheiden) – Umgießen. Das
Mittelglied kann beispielsweise geschmiedet oder anderweitig verformt
sein, wie beispielsweise extrudiert. Erwähnenswerte Beispiele sind der
Werkzeugstahl AISI H13 mit der Zusammensetzung
0,4 % C, 1,0
% Si, 0,4 % Mn, 5,2 % Cr, 1 % V, 1,3 % Mo und dem Rest Fe, oder
der Werkzeugstahl AISI H19 mit der Zusammensetzung 0,45 % C, 0,4
% Si, 0,4 % Mn, 4,5 % Co, 4,5 % Cr, 0,5 Mo, 2 % V, 4,5 % W und dem
Rest Fe, oder die Werkzeugstähle
CPM 1V und CPM 3V von Crucible Research, U.S.A., die durch Pulvermetallurgie
unter Umständen
mit nachfolgender Extrussion oder Bearbeitung hergestellt sind,
wobei CPM 1V 0,5 % C, 4,5 % Cr, 1 % V, 2,75 % Mo, 2 % W, 0,4 % Si,
0,5 % Mn und den Rest Fe enthält,
sowie CPM 3V 0,8 % C, 7,5 % Cr, 2,5 % V, 1,3 % Mo, 0,9 % Si, 0,4
% Mn und den Rest Fe.
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Weitere
Beispiele von Legierungen für
das Mittelglied werden in, Tabelle 2 erwähnt, in der die thermischen
Ausdehnungskoeffizienten in gleicher Weise wie in Tabelle 1 wiedergegeben
werden.
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Das
Löten kann
beispielsweise wie untenstehend beschrieben ausgeführt werden.
In den einzelnen Ausführungsformen
und Beispielen werden die gleichen Bezugszeichen für gleichartige
Elemente verwendet. Eine Ummantelung 10 und ein Mittelglied 11 sind,
wie in 2 gezeigt, mit der Ummantelung um den unteren Abschnitt
des Mittelglieds angeordnet. Die Ummantelung 10 ist hutförmig und
schließt
den gesamten unteren Abschnitt 11a ein, welcher einen kleineren
Außendurchmesser
als der obere Abschnitt 11b des Mittelglieds aufweist.
Der Außendurchmesser
des unteren Abschnitts 11a ist um 0 bis 0,5 mm kleiner
als der Innendurchmesser der Ummantelung, so dass eine Lücke zwischen
den beiden Oberflächen
besteht, die von 0 bis 0,25 mm beträgt, wobei die Durchmesser vorzugsweise
so aufeinander abgestimmt sind, dass die Lückengröße in dem Intervall von 0,05
bis 0,1 mm liegt.
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Das
Lötmittel 14 ist
in einem ringförmigen
Pfad entlang des oberen Endes der Ummantelung 10 in Verbindung
mit der Schnittstelle oder der Lücke
zwischen der Ummantelung und dem Mittelglied 11 angeordnet. Das
Lötmittel
kann in einer kleinen Ausnehmung an der Schnittstelle oder, wie
in 2 gezeigt, oberhalb eines kleinen, vorstehenden
Kragens 15 an der Oberkante der Ummantelung angeordnet
sein. Der Kragen 15 dient lediglich zum Halten des Lötmittels
vor einem Löten
und dazu, um das Lötmittel
während
eines Lötens
in die Lücke
zu lenken. Nach dem Löten
kann der Kragen beispielsweise durch Schleifen entfernt werden.
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Das
Düsenrohteil
wird in einem Ofen angeordnet und auf die Löttemperatur erwärmt, bei
der das Lötmaterial
in die Lücke
zwischen der Ummantelung und dem Mittelglied durch die Kapillarwirkung
gesaugt wird und deren Oberflächen
benetzt bzw. anfeuchtet, wonach das Lötmittel 16 sich verfestigt
und die Oberflächen miteinander
verschließt
bzw. aneinander sichert, vergleiche 3. Die Löttemperatur
kann beispielsweise in dem Intervall von 925°C bis 1230°C liegen. Wenn das Härten in
einer separaten Wärmebehandlung
stattfindet, liegt die Löttemperatur
vorzugsweise in dem Intervall von 1100°C bis 1230°C.
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Das
Lötmittel
kann beispielsweise ein Nickellot mit einem Anteil von Cr, Si oder
B sein. Die relevanten Nickellote enthalten typischerweise von 5
bis 20 % Cr und/oder von 4 bis 10 % Si und/oder C, B oder Cu. Beispiele
sind Lötmittel
von der Fa. Wall Colmomoy Corporation, Madison Heights, Michigan,
U.S.A. Die Lötmittel dieser
Firma in den Nicrobraz-Serien können
verwendet werden, welche es erlauben, ein Lötmittel mit einer geeigneten
Löttemperatur
und Lötzusammensetzung
zu verwenden. Nicrobraz 30 enthält beispielsweise 19 % Cr,
10,2 % Si, ein Maximum von 0,06 % C und den Rest Ni und hat eine
näherungsweise
Löttemperatur
von 1190°C.
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Nach
dem Löten
des Düsenrohteils
können
die äußeren und
inneren Geometrien des Düsenrohteils endbearbeitet
werden. Dies heißt
insbesondere, dass die Düsenbohrungen 4 in
das Rohteil eingearbeitet bzw. eingebohrt werden können und
die Außenoberfläche des
Rohteils in ihre endgültige
Form gedreht oder geschliffen werden kann. Vorzugsweise haben die
Düsenbohrungen 4,
wie in 3 gezeigt, einen konstanten Durchmesser von der
Außenummantelungsoberfläche bis
zum Bereich des Innenendes der Düsenbohrungen in
oder am zentralen bzw. Mittelka nal 9. Der Durchmesser der
Düsenbohrungen
kann beispielsweise in dem Intervall von 0,5 mm bis 1,5 mm liegen.
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Wenn
die Geometriebearbeitung abgeschlossen ist, kann das Düsenrohteil
auf eine geeignete Härte des
Mittelglieds gehärtet
werden. Das Härten
kann beispielsweise bei einer Temperatur in dem Intervall von 1000°C bis 1100°C mit einer
Haltezeit von 10 bis 40 Minuten ausgeführt werden. Dann wird eine
Endwärmebehandlung
in der Form von einer oder mehreren Temperbehandlungen ausgeführt, was
von Wichtigkeit für die
resultierende Dauertestigkeit der fertigen Düse ist. Das Tempern kann beispielsweise
mit einer Haltezeit von 2 Stunden bei einer Temperatur im Intervall
von 450°C
bis 600°C
ausgeführt
werden. Vorzugsweise wird ein zweifach- oder dreifach Tempern mit
zwei oder drei Perioden von 2 Stunden in einem Vakuumofen oder in einem
Ofen bei Normaldruck und einer speziellen Atmosphäre ausgeführt, wie
beispielsweise einer Reduzier- oder inaktiven Atmosphäre.
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4 zeigt
eine alternative Anordnung des Lötmittels 14 vor
dem Ausführen
des Lötens.
Das Lötmittel 14 ist
hier auf der Spitze bzw. oberhalb eines Kanals 17 angeordnet,
welcher nach innen durch das aufwärts gerichtete Ende der Ummantelung 10 zu
der Schnittstelle zwischen der Ummantelung 10 und dem Mittelglied führt. Das
Lötmittel
kann von einem kleinen ringförmigen
Vorsprung umgeben sein, um zu verhindern, dass das Lötmittel
während
des Lötens
wegläuft.
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Es
ist ebenfalls möglich,
das Löten
gleichzeitig mit dem Härten
auszuführen,
wobei in diesem Fall das Lötmittel
vorzugsweise eine Löttemperatur
in dem Intervall von 925°C
bis 1100°C
aufweist, und geeigneterweise von 1000°C bis 1100°C. Nach dem Anordnen der Ummantelung
auf dem Mittelglied und des Lötmittels 14 wird
das Rohteil in einem Ofen angeordnet, welcher evakuiert und auf
die Härtungstemperatur
erhitzt ist, welche beispielsweise über 30 Minuten bei einer Temperatur
von 1025°C
oder über
15 Minuten bei einer Temperatur von 1050°C anhält.
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Für einen
bestimmten Werkzeugstahl ist die Dauerfestigkeit durch die dem Düsenrohteil
zugefügte Wärmebehandlung
einstellbar. Die erwähnten
Werkzeugstähle
haben Dauerfestigkeiten σA von um die ± 500 bis zu 900 MPa in der
fertig gestellten Düse.
Vorzugsweise beträgt
die Dauerfestigkeit σA zumindest ± 750 MPa. Gleichzeitig haben
die Werkzeugstähle
vorteilhaft hohe Abnutzungswiderstände und Härten.
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Anstatt
ein der 2 entsprechendes Ummantelungsrohteil
der hutartigen Form mit genauer Innengeometrie zu fertigen, kann
die gesamte Ummantelung oder ein Teil der Ummantelung aus einem
bestimmten Ausgangsmaterial hergestellt werden. Dies kann beispielsweise,
wie in 5 gezeigt, dadurch geschehen, dass ein abgestochener
Rohrabschnitt genommen und wie ein Halter 18 um den unteren
Abschnitt 11a des Mittelglieds angeordnet wird, welcher
vorher aufwärts
gedreht wurde. Partikel-Ausgangsmaterial 19 wird in den Halter
eingefüllt,
bis der gesamte untere Abschnitt 11a bedeckt ist, wobei
das Pulver in einer geeigneten Höhe über der
Spitze des unteren Abschnitts 11a liegt. Das Pulver kann
aus verriebenen Pulvergrößen gemischt sein,
wobei es ebenfalls möglich
ist, Pulver von mehreren unterschiedlichen Metalllegierungen zu
verwenden, die von der gleichen Art wie die obenstehend als Ummantelungsmaterial
erwähnten
sind. Es ist ferner möglich, ein
Keramikpulver beizumischen, um einen Isoliereffekt zu erzielen.
Das Keramikpulver kann beispielsweise in einer Schicht in kurzer
Entfernung oberhalb der Spitze des unteren Abschnitts 11a angeordnet
werden und dann durch das Pulver der korrosionsbeständigen Legierungen
bedeckt werden. Abgestufte Gemische der verschiedenen Pulver können ebenfalls
verwendet werden.
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Über dem
Pulver wird das Lötmittel 14 in
genügender
Menge angeordnet, um das Pulver beim Löten in eine dichte Struktur
zu binden. Nach dem Löten
befindet sich der Halter 18 auf der Außenoberfläche der Ummantelung 10,
wie in 6 gezeigt. Der Halter 18 wird beim Entbearbeiten
der Düse
entfernt.
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In
einem weiteren Beispiel ist der Halter 18 als ein Rohr
aus Ummantelungsmaterial ausgeformt und um den unteren Abschnitt 11a angeordnet,
wie in 7 gezeigt. Der Halter ist hier Teil der Ummantelung,
wobei das Pulver nur überhalb
des unteren Abschnitts 11a eingefüllt werden muss. Mit diesem
Aufbau des Halters und der Ummantelung wird der Bedarf für eine Um-
bzw. Endbearbeitung minimiert.
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8 zeigt
eine Ausführungsform,
in der die Ummantelung ein Isolierstück aus keramischem Material 20 enthält, welches
vollständig
in dem Ummantelungsmaterial eingekapselt ist. Dort kann beispielsweise
wenigstens 1 mm des Ummantelungsmaterials auf der Außenoberfläche des
keramischen Materials sein, so dass die Korrosionsbeständigkeit
der Düse
nicht vermindert wird.
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Wenn
nötig kann
eine Diffusionsbarriere verwendet werden. Die Barriere kann eine
Beschichtung sein, beispielsweise auf das Mittelglied oder die Ummantelung
durch eine elektrolythische Ablagerung oder durch andere Oberflächenbehandlungsverfahren,
wie beispielsweise Galvanisation bzw. Metallisierung, aufgebracht.
Die Barriere kann beispielsweise aus Nickel, Kupfer, Kobalt oder
Nickelphosphor gemacht sein. Alternativ dazu kann die Beschichtung
durch Besprühen
bzw. Aufsprayen aufgetragen sein. Die Barriere kann beispielsweise
eine Dicke in dem Intervall von 5 bis 400 μm aufweisen, vorzugsweise von
10 bis 100 μm.
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Die
Düse kann
einen anderen Aufbau als den in 1 gezeigten
aufweisen. Einzelheiten der verschiedenen Ausführungsformen und Beispiele
können
zu neuen Ausführungsformen
kombiniert werden.