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Die
vorliegende Erfindung betrifft Weiterbildungen von Vorrichtungen
zum Blasformen oder Streckblasformen, die eine spezielle Düse, einen
so genannten glockenförmigen
Blasdorn für
die Herstellung von Behältern
ausgehend von Rohlingen aus thermoplastischem Polymer, insbesondere
aus PET, verwenden, wobei diese Vorrichtungen eine Blasdüse in der
Art eines glockenförmigen
Blasdorns zum Einblasen eines Druckfluids innen in einen in einer Form
angeordneten Rohling umfassen, wobei das Ende der Düse in Form
einer Glocke ausgebildet ist, die beim Blasformen in der Lage ist,
gegen eine Seitenwand der Form stirnseitig dicht zur Anlage gebracht
zu werden und hierbei den Hals des Rohlings zu bedecken, der aus
der Seitenwand vorsteht, an der sie durch einen ringförmigen Kragen
anliegt, während
ihr Körper
in die Höhlung
der Form eingeführt
ist.
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In
dem Dokument DE-A-100 63 553 ist eine Blasformvorrichtung mit Blasdüse beschrieben,
deren Endteil eine allgemein glockenförmige Ausbildung aufweist.
Gemäß diesem
Dokument wird die Düse
durch eine Vorrichtung gegen die Seitenwand der Form gedrückt.
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Eine
andere Blasformvorrichtung mit glockenförmigem Blasdorn ist in dem
Dokument FR-A-2 764 544 dargelegt. Bei dieser bekannten Anordnung, wie
insbesondere in 1 und 2 dieses
Dokuments dargestellt, wird das glockenförmige Endteil der Düse am Ende
eines länglichen,
röhrenförmigen Körpers gehalten,
bei dem ein Teil mit vergrößertem Durchmesser
einen Kolben bildet, der axial in einem feststehenden Zylinder gleitet,
der mit äußeren Öffnungen
zum Einlassen und Ableiten eines Arbeitsmediums versehen ist. Mit
Hilfe dieses pneumatischen Antriebs kann die Glocke der Düse zum Ausführen des
Formblasvorgangs stirnseitig gegen die Seitenwand der Form dicht
in Kontakt gebracht werden oder nach diesem Vorgang zum Entfernen
von der Form in entgegengesetzter Richtung verschoben werden.
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Das
Dokument FR-A-2 790 704 beschreibt eine Blasformvorrichtung mit
glockenförmigem
Blasdorn, bei der das Verschieben der Düse durch eine mechanische Einrichtung
mit Kniehebelgelenk betätigt
wird, die durch einen seitlichen Pneumatikzylinder bewegt wird.
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In
den beiden letztgenannten Fällen
muss die Glocke der Düse
mit einer Kraft gegen die Form gepresst werden, die größer ist
als die durch den Druck des Blasformfluids erzeugte Abstoßungskraft (zum
Beispiel in der Regel etwa 40 × 105 PA). Hieraus folgt, dass einerseits der
Träger
der Form und andererseits der Träger
der Düse
sehr hohen Rückstoßkräften ausgesetzt
sind, deren Auswirkungen insofern umso spürbarer sind, als diese Träger allgemein fliegend
gelagert sind oder Überstände aufweisen. Insbesondere
ist es üblich,
dass die Düse
von einem quer laufenden Arm getragen wird, der an einem seiner
Enden gehalten wird.
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Diese
strukturelle Anordnungen und die Bedingungen, unter denen diese
bekannten Blasformvorrichtungen betrieben werden, führen zu
einer Verstärkung
der Halteorgane, woraus eine Erhöhung des
Gewichts und größere Trägheiten
der sich bewegenden Teile resultieren, was jedoch einer von Anwenderseite
gewünschten
Erhöhung
der Betriebsgeschwindigkeit der Maschinen entgegensteht.
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Aufgabe
der Erfindung ist es daher eine weitergebildete Anordnung der mit
einem glockenförmigen
Blasdorn ausgestatteten Blasformmaschinen vorzuschlagen, damit diese
imstande sind, einem Betrieb mit hoher Taktfrequenz, ja sogar mit
einer höheren
Taktfrequenz als zur Zeit üblich
standzuhalten, wobei jedoch auch nach Möglichkeit die Struktur der Maschine
insbesondere an der Blasdüse
und ihren Betätigungsmitteln
vereinfacht werden soll.
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Hierzu
zeichnet sich eine erfindungsgemäß ausgebildete
Blasformvorrichtung mit glockenförmigem
Blasdorn, wie eingangs erwähnt,
dadurch aus, dass sie Mittel zum lösbaren Verbinden von Düse und Seitenwand
der Form durch gegenseitige Anziehung umfasst, Mittel, die aktivierbar
sind, nachdem die Düse
mit der Seitenwand der Form ohne Druckverformung der Dichtung stirnseitig
in Kontakt gebracht worden ist, so dass sich die Düse und die
Seitenwand mit einer Anziehungskraft, die größer ist als die durch den Druck
des Blasformfluids bedingte Abstoßungskraft, gegenseitig anziehen.
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Durch
die erfindungsgemäßen Einrichtungen wirkt
die Verbindungskraft nur zwischen den zusammenwirkenden Teilen – Seitenwand
der Form/Düse-, und
werden diese beiden Elemente bei Verwendung geeigneter Mittel gegenseitig
angezogen. Bei einer derartigen Ausbildung sind die Träger der
Form bzw. der Düse
keinen hohen Rückstoßkräften mehr
ausgesetzt, wie dies bei den früheren
Vorrichtungen der Fall war. Da den Trägern nur mehr eine Haltefunktion zukommt,
müssen
die Träger
der Form bzw. der Düse
nur noch unter Berücksichtigung
dieser Funktion ausgelegt sein: Sie können somit im Vergleich zu den
früheren
Strukturen in einer leichteren Form ausgeführt werden, was zu einer Verringerung
ihres Gewichts und somit einer erheblichen Verringerung ihrer Trägheit führt, was
für höhere Betriebsgeschwindigkeiten
durchaus nicht unerheblich ist.
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Derartige
Mittel zum Verbinden durch gegenseitige Anziehung können zu
zahlreichen Ausführungsformen
unterschiedlicher Art führen.
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So
können
auch mechanische Mittel eingesetzt werden. Derartige mechanische
Mittel zum Verbinden durch gegenseitige Anziehung können zum Beispiel
wenigstens eine Verbindungseinrichtung durch Einhaken der Düse an der
Seitenwand der Form aufweisen, welche auf einer Seite wenigstens einen
mit der Seitenwand der Form fest verbundenen Stab und auf einer
anderen Seite wenigstens einen gebogenen Finger umfasst, der von
der Glocke der Düse
drehbar gehalten wird, wobei der Finger eine variable Krümmung hat
und in der Lage ist, unter den Stab eingeführt zu werden, wobei eine Kraft
zur Annäherung
der Düse
und der Seitenwand der Form erzeugt wird. Mehrere Einrichtungen
dieser Art (zum Beispiel zwei) können über den
Umfang der Form und des glockenförmigen
Blasdorns gleichmäßig verteilt
eingesetzt werden.
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Auch
können
die Mittel zum Verbinden durch gegenseitige Anziehung fluidische
Mittel sein, die in der Lage sind, an der Oberfläche der Seitenwand der Form
gegenüber
der Stirnseite der Glocke der Düse einen
Unterdruck zu erzeugen. Unter Berücksichtigung des technischen
Umfeldes der Vorrichtung, deren Antriebe im Wesentlichen pneumatischer
Art sind, ist es zum Beispiel vorteilhaft, dass die fluidischen
Mittel zum Verbinden durch gegenseitige Anziehung pneumatische Mittel
sind, die eine Ringnut aufweisen, die in der Seitenwand der Form
eingearbeitet ist und in die wenigstens ein Kanal mündet, der mit
den Mitteln zum Erzeugen eines Unterdrucks in Verbindung steht,
wobei die Ringnut einen Durchmesser hat, der im Wesentlichen dem
der Stirnseite der gegenüber
angeordneten Glocke der Düse
entspricht.
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Auch
kann es sich bei den Mitteln zum Verbinden durch gegenseitige Anziehung
um magnetische Mittel handeln. Die magnetischen Mittel zum Verbinden
durch gegenseitige Anziehung weisen praktischerweise wenigstens
eine magnetische Einrichtung auf, die von der Düse getragen wird, wobei die
magnetische Einrichtung selektive Steuermittel zum Herstellen oder
Unterbrechen des magnetischen Flusses umfasst, sowie einen Bereich
aus ferromagnetischem Material, der an der Seitenwand der Form gegenüber der
Düse vorgesehen
ist. Es ist zwar möglich,
so zu verfahren, dass die magnetische Einrichtung wenigstens einen
von der Düse
gehaltenen Permanentmagneten und eine bewegliche Abschirmung umfasst,
die funktionell dem Magneten zugeordnet ist, um dessen magnetischen
Fluss hindurchzulassen oder zu unterbrechen. Möchte man jedoch den Einsatz
beweglicher Teile vermeiden, die angesichts der erwünschten
hohen Betriebsgeschwindigkeiten zu lange Laufzeiten aufweisen können, kann
eine magnetische Einrichtung mit Permanentmagnet verwendet werden,
die mit einem elektrischen Antrieb versehen ist, der, wenn er angeregt wird,
in der Lage ist, einen magnetischen Fluss zu erzeugen, der annähernd den
gleichen Wert wie der des Permanentmagneten hat und entgegengesetzt zu
dem des Permanentmagneten ist. Über
den Umfang der Form und der Düse
können
vorzugsweise mehrere magnetische Einrichtungen verteilt sein.
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Schließlich können die
Verbindungsmittel in bevorzugter Weise auch elektromagnetische Mittel sein,
die wenigstens eine Einrichtung mit einem Elektromagneten mit einer
einem Kern zugeordneten Spule aufweisen, die von der Düse gehalten
werden und in der Lage sind, mit der Form oder einem Teil der Form,
der aus einem ferromagnetischen Material gebildet ist, funktionell
zusammenzuwirken. Auch wenn die Verwendung mehrerer über den
Umfang der Form und der Düse
verteilte Einrichtungen mit Elektromagnet erwogen werden kann, so
ist es doch hinsichtlich Gewicht und Raumbedarf einfacher und weniger
aufwändig,
nur eine einzige, koaxial am glockenförmigen Ende der Düse angebrachte
ringförmige
Einrichtung mit Elektromagnet zu verwenden.
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Bei
den Blasformvorrichtungen mit Düse,
auf die sich die Erfindung bezieht, ist die Form häufig mit einer
Halsplatte versehen, die mit der Seitenwand der Form fest verbunden
ist, und gelangt die Glocke der Düse gegen diese Halsplatte stirnseitig
dicht zur Anlage. Eine derartige aus Stahl gebildete Halsplatte wird
insbesondere bei Formen verwendet, die aus einer Aluminiumlegierung
gebildet sind, um die durch den Kontakt der Glocke der Düse bedingte
Abnutzung zu verringern, um der Auflagefläche der Düse eine Planheit zu verschaffen,
die für
eine gute Dichtheit besser und beständiger ist, und um die Verwendung
der Form durch die Austauschbarkeit der Halsplatte mit mittigen Öffnungen
unterschiedlicher Durchmesser zur Herstellung von Behältern zu
erleichtern, die mit Hälsen
unterschiedlicher Durchmesser versehen sind. In einem solchen Fall
wird das Vorhandensein der Halsplatte dahingehend genutzt, dass
diese den Teil der Mittel zum Verbinden durch gegenseitige Anziehung
umfasst, der ansonsten auf die Form entfällt. Es ist besonders einfach,
die Halsplatte so auszustatten, dass sie die Nut der vorstehend
genannten pneumatischen Mittel aufweist, und vor allem ist es einfach,
die Halsplatte aus einem ferromagnetischen Material auszuführen, das
für die Verwendung
der vorstehend genannten magnetischen oder elektromagnetischen Mitteln
geeignet ist.
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Die
Erfindung wird durch die nachfolgende detaillierte Beschreibung
bestimmter nur beispielhaft angeführter, nicht einschränkender
Ausführungsformen
verdeutlicht. Die Beschreibung nimmt auf die beigefügten Zeichnungen
Bezug. Es zeigen:
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1 eine
Teilansicht einer Form und einer Düse im Querschnitt, die mit
mechanischen Mitteln zum Einhaken ausgestattet sind, durch die das
Verbinden durch gegenseitige Anziehung möglich ist,
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2 eine
Teilansicht einer Form im Querschnitt, die mit einer Halsplatte
und einer Düse
versehen ist, welche mit pneumatischen Mitteln zum Verbinden durch
gegenseitige Anziehung ausgestattet sind,
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3 und 5 Teilansichten
einer Form im Querschnitt, die mit einer Halsplatte und einer Düse versehen
ist, welche mit magnetischen Mitteln mit Permanentmagnet zum Verbinden
durch gegenseitige Anziehung ausgestattet sind, mit einer elektrischen
Betätigung
bzw. einer mechanischen Betätigung
durch bewegliche Abschirmung, und
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4 eine
Teilansicht einer Form im Querschnitt, die mit einer Halsplatte
und einer Düse
versehen ist, welche mit elektromagnetischen Mitteln zum Verbinden
durch gegenseitige Anziehung ausgestattet sind.
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In
den einzelnen Figuren der beigefügten Zeichnungen
sind nur die zusammenwirkenden Teile der Form und der Blasdüse dargestellt,
die zum Verständnis
der Erfindung erforderlich sind. Gleiche Elemente oder Teile sind
in diesen Figuren mit denselben Bezugszeichen gekennzeichnet.
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1 zeigt
zunächst
eine Form 1 mit einer Formhöhlung 2, die die Form
eines Behälters
hat, der durch Verformung eines Rohlings 3 (zum Beispiel
eines Vorformlings) erlangt werden soll. Da es sich insbesondere
um eine Form in der Art einer aufklappbaren Form handelt, umfasst
die Form 1 zwei Formhälften 4,
die jeweils mit einem Hohlraum 5 versehen sind, die zusammen
(bei geschlossener Form) die Formhöhlung 2 oder einen überwiegenden
Teil davon bilden, wenn die Form zudem ein Zusatzteil umfasst, in
das der Eindruck des Behälterbodens
eingeprägt ist.
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Die
Form 2 weist eine äußere Wand
F (in 1 obere Seitenwand) auf, in die die Formhöhlung 2 durch
einen Durchgang 6 (Halsdurchgang) mündet, durch den der Rohling 3 eingeführt wird.
Der Hals 7 des Rohlings 3 hat seine endgültige Form
und Größe, und
liegt durch einen ringförmigen
Kragen 8 an der Seitenwand F der Form an. In die Formhöhlung 2 erstreckt
sich nur der Körper 9 des
Rohlings 3.
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Bei
den Blasformmitteln ist nur das Endteil der Blasdüse 10 dargestellt.
Dieses Endteil in Form einer Glocke 11 wird von einem röhrenförmigen Körper 12 gehalten,
der zum Zuführen
des Druckfluids dient. Die ringförmige
Stirnwand der Glocke 11 ist mit einer ringförmigen Dichtung 13 versehen.
Form und Größe der Glocke 11 sind
dergestalt, dass sie den Hals 7 des über die Seitenwand F hinausstehenden Rohlings
bedeckt, wenn sie stirnseitig gegen die Seitenwand F der Form zur
Anlage gebracht wird.
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Die
(nicht dargestellten) Haltemittel der Düse 10 sind so ausgebildet,
dass ein axiales Verschieben der Düse in beide Richtungen (Pfeil 15)
möglich
ist, um diese für
den Formblasvorgang an die Form heranzuführen oder zum Füllen/Entleeren
der Form zu entfernen.
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In 1 ist
auch eine Reckstange 14 dargestellt, die koaxial durch
den röhrenförmigen Körper 12 der
Glocke 11 eingeführt
wird und sich bis zum inneren Boden des Rohlings 3 erstreckt,
um den Körper
des Rohlings 3 durch ihr axiales Verschieben in Richtung
des Formbodens mechanisch zu strecken, während dieser gleichzeitig während des
Blasvorgangs pneumatisch gedehnt wird.
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Die
genaue Anordnung der Blasdüse
und ihre Funktionsweise sind in dem Dokument FR-A-7 764 544 beschrieben
und dargestellt.
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Bei
den früheren
Anordnungen wird die Düse 10 durch
die Haltemittel der Düse 10 mit
einer Kraft gegen die Seitenwand F der Form gedrückt, die größer ist als die Abstoßungskraft,
die während
des Blasformvorgangs durch den sehr hohen Druck (von zum Beispiel
normalerweise 40 × 105 Pa) des Blasformfluids (allgemein Luft)
erzeugt wird, das in dem Raum vorhanden ist, der durch die Glocke 11 gebildet
wird, die durch die Seitenwand F geschlossen ist. Diese durch die
Haltemittel der Düse
ausgebildete Auflagekraft verursacht sowohl bei den Trägern der Form
als auch bei den Trägern
der Düse
Rückstoßkräfte, die
in mechanischer Hinsicht umso störender sind,
als diese Träger
allgemein fliegend gelagert sind, was zu ihrer Überdimensionierung führt.
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Um
diese Nachteile zu vermeiden, schlägt die Erfindung daher vor,
die Schubkraft der Düse
gegen die Seitenwand F der Form durch eine gegenseitige Anziehung
von Düse
(genauer gesagt der Glocke 11 der Düse) und Seitenwand F der Form
zu erset zen, so dass die Rückstoßkräfte somit
in Höhe
der Träger
beseitigt werden, die somit mit geringerem Gewicht ausgeführt werden
können.
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Unter
diesen Umständen
müssen
die Haltemittel der Düse 10,
die das axiale Verschieben in beide Richtungen 15 der Düse gewährleisten,
nur noch die Stirnseite der Glocke 11 mit der Seitenwand
F ohne Druckverformung der Dichtung 13 in Kontakt bringen
(Position dargestellt in 1). Durch die an der Seitenwand
F und/oder an der Düse 10 und
insbesondere an deren Glocke 11 vorgesehenen Mittel zum
Verbinden durch gegenseitige Anziehung wird die Glocke 11 anschließend gegen
die Seitenwand F mit einer Anziehungskraft stirnseitig dicht zur
Anlage gebracht, die größer ist
als die Abstoßungskraft
des Blasformfluids.
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Die
Mittel zum Verbinden durch gegenseitige Anziehung können in
jeder gewünschten
Art ausgeführt
sein, die für
die zu gewährleistende
Funktion insbesondere angesichts des mechanischen Widerstands gegenüber der
hohen Abstoßungskraft,
die dazu tendiert, die Glocke 11 zurückzustoßen, und angesichts der Betriebsgeschwindigkeit
in Zusammenhang mit einer hohen Taktfrequenz geeignet ist.
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Die
Mittel zum Verbinden durch gegenseitige Anziehung können mechanische
Mittel 161 sein, die mit einer
möglichen
Ausführungsform
in 1 dargestellt sind. Um ein gleichmäßiges Festklemmen der
Glocke 11 über
ihren gesamten Rand sicherzustellen, können mehrere mechanische Mittel 161 vorgesehen sein, die jeweils von einer
mechanischen Klemmvorrichtung gebildet sind und über den Rand verteilt sind
(in 1 sind zwei sich diametral gegenüberliegend
dargestellt).
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Jede
Klemmvorrichtung 161 weist einen
mit der Seitenwand F der Form fest verbundenen Stab 17 auf.
Der Stab 17 kann, wie in 1 dargestellt, über die
Seitenwand F hinausragen oder in einer in der Seitenwand F ausgebildeten
Vertiefung vorgesehen sein.
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Ein
vorstehender Bügel 18 trägt auf der äußeren Wand
der Glocke 11 frei beweglich auf einem Drehzapfen 19 einen
gebogenen Finger 20, dessen freies Ende 21 zu
dem Stab 17 gewandt ist und wie in 1 dargestellt
unmittelbar in Höhe
von dessen Unterkante positioniert ist, wenn die Klemmvorrichtung
nicht aktiv ist.
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An
seinem entgegengesetzten Ende auf der anderen Seite des Drehzapfens 19 ist
der gebogene Finger 20 am Ende einer Mitnehmerstange 22 angelenkt,
die durch nicht dargestellte Bedienungsmittel etwa parallel zur
Achse der Düse
bewegt wird (Doppelpfeil 23).
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Da
der Innenrand 24 des Fingers 20 mit einer geeigneten
Krümmung
mit allmählich
abnehmendem Radius versehen ist, bewirkt eine Verlagerung der Stange 22 nach
oben das Eingreifen des gebogenen Fingers 20 unter den
Stab 17, und durch beweglichen Kontakt des Rands 24 des
Fingers an der Unterkante des Stabs wird ein kräftiges mechanisches Festklemmen
der Glocke 11 der Düse
an der Seitenwand F der Form erreicht.
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Die
Mittel zum Verbinden durch gegenseitige Anziehung können auch
pneumatische Unterdruckmittel 162 sein,
die mit einer möglichen
Ausführungsform
in 2 dargestellt sind.
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An
ihrer Basis ist die Glocke 11 mit einem ringförmigen Rand 25 versehen,
der so ausgebildet ist, dass er eine verbreiterte Stirnseite 27 aufweist.
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Die
Form 1 ist ihrerseits mit einer ringförmigen Rinne 27 versehen,
die in deren Seitenwand F konzentrisch zu dem Durchgang des Halses
ausgebildet ist. Die Rinne 27 ist so bemessen, dass sie
gegenüber
der verbreiterten Stirnseite 26 des ringförmigen Rands 25 der
Glocke 11 verläuft,
und weist eine Breite auf, die geringfügig kleiner ist als die Breite
der Stirnseite 26.
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Von
der Rinne 27 ausgehend verläuft wenigstens ein Kanal 28,
der in der Form 1 ausgebildet ist und in eine Seitenwand
der Form, zum Beispiel die Seitenwand F, durch einen Anschluss 29 mündet, an den
eine Leitung 30 zur Verbindung mit einer Unterdruckpumpe 31 angeschlossen
ist.
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Wird
die Glocke 11 in die unmittelbare Nähe der Seitenwand F gebracht,
erzeugt die Verbindung (gekennzeichnet mit 30a zum Beispiel
durch elektrischen, (elektro)pneumatischen oder magnetischen Antrieb)
der Leitung 30 zur Unterdruckpumpe 31 ein Vakuum
in der Rinne 27, das zum Anziehen der Glocke 11 geeignet
ist, wobei die Stirnseite 26 die Öffnung der Rinne dicht bedeckt.
Die Anziehung der Glocke 11 der Düse 10 an die Seitenwand
F der Form 1 hängt
von der gegenseitigen Berührungsfläche der Rinne 27 und
der Stirnseite 26 ab, mit anderen Wort vom Durchmesser
und der Breite der Rinne und dem durch die Pumpe 31 erzeugten
Unterdruckwert.
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Um
zu vermeiden, dass die Rinne 27 und der Kanal 28 in
der Masse der Form 1 ausgebildet werden müssen, kann
vorteilhafterweise vorgesehen werden, diese Einrichtungen in Verbindung
mit einer Halsplatte 32 auszuführen, die häufig bei dieser Art von Blasform
mit glockenförmigem
Blasdorn verwendet wird, um der Glocke einen stabileren und dichteren
Halt zu geben und die Herstellung von Behältern mit Hälsen unterschiedlicher Durchmesser
ohne Veränderung
der Form selbst zu ermöglichen.
Im Fall der hier vorliegenden Form 1 ist die Halsplatte 32 in
Form von zwei Plattenhälften 33 gebildet,
die jeweils in zwei in den beiden Formhälften 4 vorgesehenen
Senken lösbar
eingesetzt sind. Die Rinne 27 und der Kanal 28 sind
somit in beiden Halsplattenhälften 31 ausgebildet.
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Die
Mittel zum Verbinden durch gegenseitige Anziehung können auch
magnetische Mittel 163 sein, die
mit einer möglichen
Ausführungsform
in 3 dargestellt sind.
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Die
Glocke 11 trägt
zum Beispiel mittels radial vorstehender Klammern 34 magnetische
Einrichtungen 35, so genannte "Magnetgreifer", die, wie dargestellt, elektrisch betätigt werden
können,
zum Beispiel wie im Handel unter Nummer 01320 bei der Firma BINDER
MAGNETIC erhältlich.
Diese magnetischen Einrichtungen 35 umfassen einen Permanentmagneten,
der zwischen dem mittleren Pol und dem Rand der Haltefläche 36 ein
magnetisches Feld erzeugt. Diese Einrichtung umfasst eine (nicht
sichtbare) Ausschaltspule, die durch Leitungen 37 mit einer Gleichspannungsquelle
verbunden ist; wird die Spule angeregt, erzeugt sie ein magnetisches
Feld mit Polen, die denen des Permanentmagneten entgegengesetzt
sind, wodurch das magnetische Feld des Permanentmagneten im Wesentlichen
neutralisiert wird.
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Durch
derartige magnetische Mittel 163 ,
die Einrichtungen 35 mit elektrisch betätigtem Magnetgreifer umfassen,
die über
den Rand der Glocke verteilt zum Beispiel mehrfach (zwei, drei oder
vier) angeordnet sind, ist es möglich,
die Glocke 11 der Düse 10 und
die Form 1 durch gegenseitige Anziehung lösbar miteinander
zu verbinden.
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Um
das Schließen
des magnetischen Kreises sicherzustellen, wenn die Form 1 aus
nicht magnetischem Metall (zum Beispiel aus Aluminium oder Aluminiumlegierung)
ausgeführt
ist, kann auch hier eine Halsplatte 32, wie bei der vorstehenden
Ausführungsform
erwähnt,
vorgesehen werden, wobei diese Halsplatte 32 aus Stahl
gebildet ist.
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Die
Mittel zum Verbinden durch gegenseitige Anziehung können wegen
der einfachen Ausführung und
der Eignung für
einen Betrieb mit hoher Taktgeschwindigkeit in bevorzugter Weise
auch elektromagnetische Mittel 164 sein,
die mit einer möglichen Ausführungsform
in 4 dargestellt sind.
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Die
dargestellten elektromagnetischen Mittel 164 sind
durch einen Elektromagnetgreifer 38 mit ringförmigem Aufbau
gebildet, der im Endstück
der Glocke 11 koaxial integriert ist und in Form eines
ringförmigen
Mantels aus nicht magnetischem Material ausgebildet ist. Der Elektromagnetgreifer 38 umfasst einen
ringförmigen
Magneten 39 zum Beispiel mit einer Legierung aus Aluminium-Nickel-Kobalt
(AlNiCo), der von einer Spule 40 umgeben ist. Vor dem mit der
Spule umgebenen Magneten ist ein Kern 41 aus Stahl angeordnet,
der von einem Ring 42 zum Beispiel mit einer Legierung
aus Neodym-Eisen-Bor (NdFeB) umgeben ist. Die ringförmige Dichtung 13 wird
durch jedes geeignete Mittel an der Stirnseite des Stahlkerns 41 getragen.
Alle Bestandteile können
in der Glocke 11 mittels Schrauben 43 montiert werden.
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Die
Ausführung
eines derartigen Elektromagnetgreifers 38 ist vor allem
dann besonders interessant, wenn die Form 1 mit einer Halsplatte 32 entsprechend
den vorstehend ausgeführten
Bedingungen versehen ist, wobei die Halsplatte dann aus einem ferromagnetischen
Material, insbesondere Stahl gebildet ist.
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Zum
Erregen der Spule 40 ist diese durch Leitungen 44 mit
einer elektrischen Leistungsquelle S mittels eines Schalters 45 verbunden,
dem funktionell eine Steuervorrichtung 46 zugeordnet ist.
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Interessant
an dieser Lösung
ist, dass keine sich bewegenden Teile vorhanden sind:
es ist
daher ohne größere Schwierigkeit
möglich,
einen Betrieb mit hoher Taktfrequenz zu erreichen, der von Anwenderseite
immer mehr nachgefragt wird.
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In
Zusammenhang mit dem Einsatz magnetischer Mittel kann auch die Verwendung
von magnetischen Mittel 165 mit
Magneten 47 erwogen werden, die, wie in 4 dargestellt,
durch Abschirmungen 48 abdeckbar sind, welche durch ein
geeignetes Betätigungsorgan 49 verschoben
werden können.
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Es
versteht sich, dass jede vorstehend beschriebene und dargestellte
Art der Verbindungsmittel – mechanisch,
pneumatisch, magnetisch oder elektromagnetisch – nur als veranschaulichende
Beispiele angeführt
sind und auch andere, im Rahmen der Erfindung liegende Lösungen für jede Art
ausgeführt
werden können.
Jede vorstehend beschriebene Verbindungsvorrichtung, ob mechanischer,
fluidischer, magnetischer oder elektromagnetischer Art, umfasst
Antriebsmittel, die jede erwünschte
Form haben können,
insbesondere im Hinblick auf die in der übrigen Anlage verwendeten Antriebe:
mechanische (bei diesen Anlagen sehr häufig insbesondere Nocken/Rollen-System), pneumatische
(oder eventuell hydraulische) oder elektropneumatische Mittel oder elektrische
Mittel (in Verbindung mit einer Steuereinheit der gesamten Anlage).