-
Technisches
Gebiet
-
Die
Erfindung betrifft eine Kraftstoffpumpe für eine Verwendung in einem
Speichereinspritzungssystem (common rail), um Kraftstoff unter einem
hohen Druck einer Kompressionszündung
einer Verbrennungskraftmaschine zuzuführen.
-
Stand der
Technik
-
Eine
bekannte Common rail Kraftstoffpumpe in radialer Pumpenausführung wird
beispielsweise in
EP
1 184 568 A beschrieben. Bei dieser sind 3 Pumpenkolben
in gleichwinklig voneinander beabstandeten Stellungen um eine motorgetriebene
Steuerkurve herum angeordnet. Die Oberfläche der Steuerkurve wirkt mit
sämtlichen
der drei Kolben zusammen, so dass jeder der Kolben bei angetriebener
Steuerkurve dazu gebracht wird, sich innerhalb einer Kolbenbohrung
hin und her zu bewegen, um eine Verdichtung des Kraftstoffs innerhalb
der entsprechenden Kammer der Pumpe zu verursachen. Die Ausgabe
des Kraftstoffs von den Pumpkammern zu einer gewöhnlichen Hochdruck-Versorgungsleitung
wird mittels entsprechender Auslassventile, die mit jeder der Pumpen
verbunden sind, gesteuert. Die Hochdruckleitung gibt den Kraftstoff
an eine gemeinsame Leitung oder ein anderes Speichervolumen aus,
um ihn an die in Förderrichtung
nachfolgenden Einspritzdüsen
des Common rail Kraftstoffsystems auszugeben.
-
Bei
einer bekannten Kraftstoffpumpe der zuvor erläuterten Art ist jeder der Kolben
mit einem zugehörigen
Nocken verbunden, der dazu dient, die Bewegung des Kolbens innerhalb
dessen Bohrung anzutreiben. Die Steuerkurve trägt einen Ring oder einen Reiter,
der sich bei rotierender Steuerscheibe über deren Oberfläche bewegt,
um den Antrieb an die Stößel und
damit an die Kolben weiterzugeben. Dadurch wird verursacht, dass
sich die Kolben phasengesteuert in einer zyklischen Weise hin- und
her bewegen. Die Exzentrizität
der Oberfläche
der Steuerscheibe verursacht, dass jeder Stößel und dessen entsprechender
Kolben in seine Bohrung hinein angetrieben wird, um das Volumen
in der Pumpenkammer zu vermindern. Während dieses nach vorne gerichteten
Pumpenhubs wird der Treibstoff in der entsprechenden Pumpenkammer
auf ein verhältnismäßig hohes
Maß verdichtet.
Die Nocken werden von den Nockenbohrungen mittels des Fluiddruckes
innerhalb einer Arbeitskammer nach außen gedrängt. Der Fluiddruck dient zusätzlich zu
einer Kraft einer Kolbenrückholfeder
dazu, den Kolben in eine nach außen gerichtete Richtung vorzuspannen,
um einen Rückhub
auszuführen,
bei dem das Volumen der Pumpenkammer vergrößert wird.
-
Das
Gehäuse
für Pumpenanordnungen
dieser Art besitzt drei radial hervorstehende Nasen, von denen jede
jeweils einen der Kolben und mit diesem verbundenen Komponenten
umhüllt.
Derartige Anordnungen können
schwierig zu montieren sein und erfordern zusätzlich auf Grund der radialen
Bauart der Kolben einen verhältnismäßig großen Einbauraum.
Auf Grund des großen
radialen Abstandes zwischen den drei Pumpeneinheiten ist es schwierig,
die Hochdruckströmung
jeder Pumpenkammer in einem gemeinsamen Hochdruckauslass zu kombinieren.
-
Es
ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Kraftstoffpumpe
zur Verwendung in einem Common rail Kraftstoffeinspritzungssystem
zu schaffen, die wenigstens eines der zuvor erläuterten Probleme verringert
oder vermeidet.
-
Zusammenfassung
der Erfindung
-
Mit
der vorliegenden Erfindung wird eine Kraftstoffpumpe zur Verwendung
bei der Abgabe von Kraftstoff an eine gemeinsame Leitung einer Verbrennungs(kraft)maschine
geschaffen, die wenigstens eine erste und eine zweite Pumpeneinheit
umfasst, die entlang einer Nockenwelle zur Bildung einer Pumpen-Reihenanordnung
axial beabstandet sind, wobei jede Pumpeneinheit einen Pumpenkolben,
ein Antriebselement, das mit dem Pumpenkolben zusammenwirken kann
und im Gebrauch durch eine zugeordnete Nockenanordnung angetrieben wird,
um den Kolben bei Drehung der Nockenwelle anzutreiben, und eine
Pumpenkammer, innerhalb der der Kraftstoff zur Zuführung zu
der gemeinsamen Leitung (common rail) unter Druck gesetzt wird,
beinhaltet, wobei die Pumpenkammern der ersten und zweiten Pumpeneinheit
innerhalb eines gemeinsamen Pumpenkopfes angeordnet sind, der auf
einem Haupt- Pumpengehäuse angebracht
ist, das eine Haupt-Gehäuseöffnung aufweist,
durch die sich die Nockenwelle erstreckt, und wobei der Pumpenkopf einen
unter hohem Druck stehenden Zuführungsdurchlass
bildet, dem unter Druck stehender oder "verdichteter" Kraftstoff von jeder der Pumpenkammern
zugeführt
wird und von wo aus unter Druck stehender oder verdichteter Kraftstoff
der gemeinsamen Leitung – bei
Gebrauch – zugeführt wird.
-
In
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung beinhaltet die Kraftstoffpumpe eine erste, zweite
und dritte Pumpeneinheit von im Wesentlichen ähnlicher Form.
-
Es
ist ein Vorteil der vorliegenden Erfindung, dass die Kolben axial
entlang einer Nockenwelle befestigt sind, weshalb die Pumpe verhältnismäßig kompakt
ist. Der von der montierten Pumpe eingenommene Einbauraum ist viel
kleiner als der für
Pumpen von radialer Gestalt erforderliche Raum, auch wenn drei Pumpeneinheiten
vorgesehen sind, da der Bedarf nach zwei radialen Nasen zur Aufnahme zweier
der Kolben vermieden wird. Ebenfalls wird die Anforderung an eine
hohe Genauigkeit des Winkelabstandes der Abflachung auf den Steuerscheibenreitern
und der entsprechenden Merkmale des Gehäuses, wie sie in bekannten
radialen Pumpengestalten vorliegen, vermieden.
-
Da
die Gesamtlänge
der Pumpe deutlich geringer ist als die von bekannten Formen in
Reihe geschalteter Pumpen, besitzt die Pumpe – in dem eingeschränkten Raum,
der in gegenwärtigen
Motorformen zur Verfügung
steht – Stabilitätsvorteile.
Durch die kompakte Form ist es ebenfalls möglich, die Pumpe innerhalb
des Motors so zu befestigen, dass der Massenschwerpunkt der Pumpe
sich verhältnismäßig nahe
bei den Befestigungen am Motor befindet, wodurch die auf die Pumpe
auf Grund von Vibrationen des Motors und von Fahrbahnunebenheiten
wirkenden dynamischen Kräfte
sowie Dehnungen oder Verlagerungen der Pumpe verringert werden.
-
Es
ist ein weiterer Vorteil, dass die hydraulischen Mittel, die für eine Verbindung
der Pumpenkammern mit einem gemeinsamen Auslass oder einer Hochdruck-Zuführungsleitung
erforderlich sind, vereinfacht werden, da alle drei Pumpenkammern nahe
beieinander, insbesondere entlang einer – zu der Achse der Nockenwelle
parallelen – Achse
angeordnet sind.
-
Die
vorliegende Erfindung erfordert nur eine Komponente (den Pumpenkopf),
die den hohen Kraftstoffdrücken
widerstehen muss. Das Haupt-Pumpengehäuse ist keinem "hoch verdichteten" Kraftstoff ausgesetzt.
Es ist ebenfalls nicht erforderlich, unter einem hohen Druck stehenden
Kraftstoff durch ineinander greifende Gehäuseteile zu leiten, da sich
dieser fortwährend
innerhalb der Pumpenkopfeinheit befindet.
-
In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist der Pumpenkopf mit einer ersten, einer zweiten und einer dritten
Kolbenbohrung versehen, innerhalb der der Pumpenkolben der jeweiligen
der ersten, der zweiten und der dritten Pumpeneinheit bewegbar ist. Die
erste, zweite und dritte Kolbenbohrung ist vorzugsweise integral
in dem Pumpenkopf und dem Pumpengehäuse ausgebildet. Der Hauptpumpenkopf
beinhaltet vorzugsweise eine Auskragung oder einen Vorsprung, der
sich in die in dem Hauptpumpengehäuse vorgesehene Öffnung erstreckt,
um dadurch eine vergrößerte Länge für die erste,
die zweite und die dritte Kolbenbohrung zu schaffen. Es ist einfach,
einen Vorsprung an dem Pumpenkopf auszubilden. Dieses schafft den
Vorteil, dass die Dichtlängen der
Kolben verhältnismäßig lang
sind, so dass ein Austreten von unter hohem Druck stehenden Kraftstoff
aus den Pumpenkammern vermindert wird.
-
In
einer Ausführungsform
ist das Hauptpumpengehäuse
mit einer zusätzlichen Öffnung oder
einer Ausnehmung versehen, die sich vorzugsweise ungefähr lateral
zu der Achse der Nockenwelle erstreckt, wobei die zusätzliche Öffnung für ein Zusammenwirkung
mit einer äußeren Oberfläche jedes
der Antriebselemente zur Führung
einer axialen Bewegung der Antriebselemente geformt ist, wobei allerdings
deren laterale Bewegung (das heißt lateral relativ zu der Achse
des Antriebselementes) sowie Drehbewegung im Wesentlichen verhindert
wird. In diesem Fall ist das Hauptpumpengehäuse vorzugsweise aus einem
Material ausgebildet, das gute Verschleißwiderstands-Eigenschaften
besitzt, beispielsweise aus Gußeisen.
-
Vorzugsweise
ist die äußere Oberfläche jedes
Antriebselementes von teilzylinderförmiger Form. In vorteilhafter
Weise besitzt die Hauptgehäuseöffnung eine
entsprechend geformte Wandung, um mit diesen teilzylinderförmigen äußeren Oberflächen zusammenzuwirken.
Der Pumpenkopf besitzt eine Unterseite zum Anlegen oder Anschlagen
am Hauptpumpengehäuse.
Vorzugsweise ist die innere Oberfläche jedes Antriebselementes
ebenfalls von teilzylinderförmiger
Form. Die äußeren Wandungen
besitzen vorzugsweise ein größeres Krümmungsmaß als die
inneren Wandungen, wobei der Radius der äußeren Wandungen vorzugsweise
so ausgewählt
ist, dass er kleiner ist als die Hälfte der Gesamtbreite des Antriebselementes.
-
In
einer Ausführungsform
kann der Pumpenkopf für
ein Zusammenwirken mit den äußeren Oberflächen der
Antriebselemente geformt sein, um eine axiale Bewegung der Antriebselemente
während
im Wesentlichen eines ganzes Vorwärtshubes jedes Antriebselementes
zu führen,
wobei allerdings eine laterale Bewegung (das heißt lateral in einer Richtung
relativ zu der Achse des Antriebselementes) und eine Drehbewegung
der Antriebselemente im Wesentlichen verhindert wird.
-
In
dieser Ausführungsform
kann der Pumpenkopf mit einer vor-ragenden oder erweiternden Randleiste
oder Schürze
versehen sein, ausgebildet für
ein Zusammenwirken mit den äußeren Oberflächen der
Antriebselemente, um deren axiale Bewegung zu führen. Bevorzugt sind die äußeren Oberflächen der
Antriebselemente erneut von teilzylinderförmiger Form.
-
In
einer bevorzugten Ausführungsform
besitzt das Antriebselement jeder Pumpeneinheit die Form eines Mitnehmers
als Stößel oder
Nockenstößel (tappet),
der während
des Einsatzes mit einem Nocken- oder Steuerscheibenreiter der zugehörigen Nocken-
oder Steuerscheibenanordnung zusammenwirken kann, um die Bewegung
auf den entsprechenden Kolben auf Grund einer Rotation der Nockenwelle
zu übertragen.
-
Der
Pumpenkopf ist vorzugsweise mit (einem) ersten, zweiten und dritten
Einlasszuführungsdurchlass
(supply passage) zum Zuführen
von Kraftstoff zu den Pumpenkammern der ersten, der zweiten beziehungsweise
der dritten Pumpeneinheit versehen, wobei die Einlassdurchlässe im Wesentlichen parallel
zueinander und im Wesentlichen rechtwinklig zu den Hochdruck-Zuführungsdurchlässen angeordnet
sind.
-
Die
Kraftstoffpumpe der vorliegenden Erfindung kann, aber muss nicht
hergestellt sein, eine erste, eine zweite und eine dritte Steuerscheibenanordnung
zur Übertragung
des Antriebs (zum Aufbringen von Bewegung) auf die Pumpenkolben
zu beinhalten.
-
Falls
vorgesehen, beinhalten die erste und die zweite Steuerscheibenanordnung
erste beziehungsweise zweite Steuerscheibe(n), die mit der Nockenwelle
einteilig ausgebildet sind, während
die dritte Steuerscheibenanordnung eine dritte Steuerscheibe beinhaltet,
die eine separate Komponente ist. Dabei sind die erste, die zweite
und die dritte Steuerscheibe an axial voneinander beabstandeten
Stellen entlang der Nockenwelle angeordnet.
-
Es
ist daher zu beachten, dass die Bezugnahmen dieses Dokumentes auf
die erste, die zweite und die dritte Steuerscheibe, die an der Nockenwelle angeordnet
sind, so verstanden werden sollen, dass sie Steuerscheiben beinhalten,
die mit der Welle einteilig sind oder auf der Welle befestigte,
separate Teile sind.
-
Es
kann bevorzugt sein, vordere und rückwärtige Lagerstützen (bearing
journals), beispielsweise Lagerhülsen,
auf der Nockenwelle vorzusehen, um eine erste beziehungsweise zweite
Lagerfläche
für eine
entsprechende endseitige Steuerscheibe zu definieren. Die Achslager
können
einteilig mit der Welle ausgebildet sein oder können separate Teile sein, die
mit der Welle eine Presspassung ausbilden.
-
Der
rückwärtige Lagerzapfen
besitzt vorzugsweise einen Durchmesser, der größer ist als der des vorderen
Lagerzapfens, wobei der Durchmesser des rückwärtigen Lagerzapfens größer oder
gleich dem Durchmesser der Hauptgehäuseöffnung ist, um eine direkte
Befestigung des rückwärtigen Lagerzapfens
an dem Hauptgehäuse
oder dessen Abstützung durch
dieses zu gestatten.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
beinhaltet jede der ersten, zweiten und dritten Steuerscheibenanordnung
ein Steuerscheibenreiterelement von rohrförmiger Gestalt, das während des
Einsatzes durch eine zugehörige
Steuerscheibe angetrieben wird und dazu dient, den Antrieb oder
eine Bewegung auf das jeweilige Antriebselement zu übertragen,
wobei oder während
es sich über
die Oberfläche
der zugeordneten Steuerscheibe bewegt.
-
Es
ist zu beachten, dass die Kraftstoffpumpe gemäß der vorliegenden Erfindung
nicht darauf beschränkt
ist, drei Pumpeneinheiten zu besitzen, und dass eine größere oder
kleinere Anzahl von Pumpeneinheiten vorgesehen sein kann, falls
dieses erforderlich ist.
-
Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
-
Die
vorliegende Erfindung wird nun mittels eines Beispiels unter Bezugnahme
auf die beigefügten
Zeichnungen beschrieben werden, in denen:
-
1 eine
seitliche Schnittansicht einer ersten Ausführungsform der Kraftstoffpumpe
gemäß der vorliegenden
Erfindung ist,
-
2 eine
Endansicht im Schnitt auf die in der 1 dargestellte
Kraftstoffpumpe ist,
-
3 eine
perspektivische Ansicht eines Hauptpumpengehäuse-Teils der Kraftstoffpumpe
der 1 und 2 ist, wobei der Pumpenkopf
entfernt ist,
-
4a eine
perspektivische Ansicht eines Nockens ist, der einen Teil der Kraftstoffpumpe
der 1 bis 3 ausbildet,
-
4b eine
Aufsicht auf den in der 4a dargestellten
Nocken ist,
-
5 eine
perspektivische Ansicht des Pumpenkopfes ist zur Befestigung auf
dem in der 3 dargestellten Hauptpumpengehäuse ist,
von der Unterseite dargestellt,
-
6 eine
perspektivische Ansicht der in den 1 bis 5 montiert
dargestellten Kraftstoffpumpe ist, wobei der Pumpenkopf auf dem
Hauptpumpengehäuse
befestigt ist,
-
7 einen
Pumpenkopf zeigt, der Teil einer alternativen Ausführungsform
der Kraftstoffpumpe ist, in der die Stößel der Pumpe – anstelle
vom Hauptpumpengehäuse – vom Pumpenkopf
geführt werden,
-
8 eine
perspektivische Ansicht einer ersten Art einer Steuerscheiben-Anordnung ist, für eine Verwendung
mit der in den 1 bis 7 dargestellten
Kraftstoffpumpe, wobei zwei der Steuerscheiben einteilig mit der
Steuerscheiben-Antriebswelle ausgebildet sind; und
-
9 eine
perspektivische Ansicht einer zweiten Art einer Steuerscheiben-Anordnung für eine Verwendung
mit der in den 1 bis 7 dargestellten
Kraftstoffpumpe ist, wobei die Steuerscheiben von der Steuerscheibenantriebswelle
getrennt sind (oder eigenständig,
nicht einstückig
sind).
-
Ausführliche
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
-
In
den 1 bis 3 ist eine Kraftstoffpumpe einer
ersten Ausführungsform
für eine
Zufuhr von Kraftstoff unter hohem Druck zu einer gemeinsamen Leitung
(common rail) oder einem Speichervolumen eines Kraftstoffeinspritzsystems
dargestellt. Die Kraftstoffpumpe beinhaltet ein erstes Gehäuseteil
in der Form eines Hauptpumpengehäuses 10,
das eine sich axial erstreckende Hauptgehäuseöffnung oder -bohrung 13 besitzt,
durch welche sich eine Antriebsnockenwelle 12 erstreckt.
Das Hauptpumpengehäuse 10 steht
an seinem vorderseitigen Ende 10a vor, um nahezu die gesamte
Länge der
Nockenwelle 12 aufzunehmen, und ist an seinem rückwärtigen Ende
mittels einer rückwärtigen Verschlussplatte 29 verschlossen.
-
Ein
zweites Gehäuseteil
in der Form eines Pumpenkopfes oder -blockes 34 ist als
von dem Hauptpumpengehäuse 10 separates
Teil ausgebildet und auf diesem montiert und erstreckt sich lateral
zu der Hauptgehäuseöffnung 13 für die Nockenwelle 12. Der
Pumpenkopf 34 beinhaltet eine Auskragung oder einen Vorsprung 34a,
der sich in eine zusätzliche Öffnung oder
einen Durchbruch 11 erstreckt, welche(r) in dem Hauptpumpengehäuse 10 vorgesehen
ist. Das Hauptpumpengehäuse 10 ist
mit zwei (nur in den 2 und 3 sichtbaren)
Ohren 55 versehen, die dazu dienen, das Gehäuse 10 um
die Öffnung 11 herum
auszusteifen.
-
Die
Nockenwelle 12 besitzt eine zentrale Antriebsachse 14,
um die die Welle 12 während
des Gebrauches angetrieben wird, um eine Rotation auf eine erste,
eine zweite und eine dritte Steuerkurve oder Steuerkurvenform 16, 18 und 20 einer
ersten, einer zweiten beziehungsweise einer dritten Steuerkurvenanordnung
zu übertragen.
Die Steuerkurven 16, 18 und 20 sind an
axial voneinander beabstandeten Stellen/Positionen auf der Welle 12 angeordnet
und mit einem Winkelversatz um die Antriebsachse 14 orientiert.
Die erste, die zweite und die dritte Steuerscheibe 16, 18 und 20 sind
von im Wesentlichen identischer Form, wobei jede exzentrisch auf
der Nockenwelle 12 angeordnet oder ausgebildet ist, so dass
sie bezüglich
der anderen beiden Steuerscheiben um im Wesentlichen 120° versetzt
ist.
-
Wenn
die Nockenwelle 12 während
des Betriebes gedreht wird, übertragen
die Steuerscheiben 16, 18 und 20 den
Antrieb auf einen entsprechenden ersten, zweiten und dritten Pumpkolben 22, 24 und 26,
so dass die Bewegung jedes Kolbens um 120° bezüglich der der anderen beiden
Kolben versetzt ist. Jeder Kolben 22, 24 und 26 bildet
einen Teil einer von drei Pumpeneinheiten 2, 4 und 6 aus,
die entlang der Antriebsachse 12 axial von einander beabstandet sind,
um eine Reihenschaltungsanordnung "in-line" auszubilden. Die drei Pumpeneinheiten 2, 4 und 6 sind
von im Wesentlichen identischer Konstruktion, weshalb dort, wo es
zum Zwecke einer Vereinfachung möglich
ist, nur eine erste der Pumpeneinheiten 2 detailliert beschrieben
wird. Die Pumpenkolben 22, 24 und 26 jeder
Einheit 2, 4 und 6 werden durch ihre
entsprechende Steuerscheibe 16, 18 und 20 angetrieben,
um einen Pumpenzyklus auszuführen. Wenn
sich die Nockenwelle 12 dreht, wird jeder Kolben 22, 24 und 26 dazu
gebracht, sich innerhalb einer entsprechenden Kolbenbohrung 28, 30 und 32, die
in dem Pumpenkopf 34 vorgesehen sind, hin- und herzubewegen,
um so eine Druckbeaufschlagung des Kraftstoffs in der entsprechenden
Pumpenkammer 23, 25 und 27 zu verursachen,
die durch das Blindende der jeweiligen Bohrung 28, 30 und 32 ausgebildet
ist.
-
Jede
der ersten, zweiten und dritten Steuerscheibe 16, 18 und 20 ist
angeordnet, mit einem entsprechenden Steuerscheibenreiter 36, 38 und 40 zusammenzuwirken,
der wiederum mit einem entsprechenden ersten, zweiten oder dritten
Antriebselement 48, 50 und 52 zusammenwirkt.
Die Steuerscheibenreiter 36, 38 und 40 sind
von im Wesentlichen rohr- oder ringförmiger Gestalt und relativ
zu der Welle 12 bezüglich
ihrer Achsen parallel zur Wellenachse 14 befestigt. Die
Antriebselemente besitzen die Form von Nocken oder Stößeln 48, 50 und 52 (sogenannte
tappets), von denen jeder mit dem jeweiligen Kolben 22, 24 und 26 gekoppelt
ist, so dass sich die Steuerscheibenreiter 36, 38 und 40 bei
einer Rotation der Welle 12 über die Oberfläche der
jeweiligen Steuerscheibe 16, 18 und 20 bewegen,
einen Antrieb oder Bewegung auf die Nocken 48, 50 und 52 und damit
auf die Kolben 22, 24 und 26 ausüben, so
dass sich die Kolben innerhalb der Kolbenbohrungen 28, 30 und 32 hin-
und her bewegen.
-
Bei
einer Rotation der Nockenwelle werden die Nocken 48, 50 und 52 und
die Pumpenkolben 22, 24 und 26 miteinander
angetrieben, um einen Pump- oder Vorwärtshub auszuführen, während dem
der Nockenstößel (Mitnehmer)
und dessen Kolben bezüglich
der Welle 12 radial nach außen angetrieben werden (das
heißt
in den 1 und 2 vertikal nach oben), um das
Volumen derjeweiligen Pumpenkammer zu vermindern. Es folgt ein Rückwärtshub, während dem
der Kolben und sein Mitnehmer in eine radial nach innen gerichtete
Richtung (das heißt
in den 1 und 2 vertikal nach unten) gezwungen
werden, um das Volumen der Pumpenkammer zu vergrößern. Während des Rückhubes des Kolbens und dessen
Mitnehmers (tappet) füllt
Treibstoff unter einem verhältnismäßig geringen
Druck die jeweilige Pumpenkammer und wird während des Pumphubes innerhalb
der Pumpenkammer auf ein verhältnismäßig hohes
Maß unter
Druck gesetzt, wie im nachfolgenden erläutert werden wird.
-
Die 2 stellt
eine endseitige Schnittansicht der Pumpe dar, in der nur einer der
Kolben 22 und dessen entsprechender Mitnehmer 48 sichtbar sind.
Wie gut erkennbar ist, besitzt der "Nocken" 48 einen im Wesentlichen U-förmigen oder
eingeschnittenen (kanalartigen) Querschnitt und beinhaltet einen Basisbereich 48a und
erste und zweite im Wesentlichen vertikale seitliche Bereiche oder
Wandungen 48b. Die (in der dargestellten Orientierung)
untere Oberfläche
des Basisbereiches 48a des Nockens steht mit einer Abflachung 42 des
jeweiligen Steuerscheibenreiters 36 in Eingriff. Die mit
dem zweiten und dem dritten Kolben 24 und 26 verbundenen
zweiten und dritten Nocken 50 und 52 sind von
im Wesentlichen identischer Form, besitzen seitliche Wandungen 50b beziehungsweise 52b (wie
in der 3 dargestellt ist), weshalb aus Gründen der
Annehmlichkeit nur die Merkmale des ersten Nockens 48 detailliert
nachfolgend gezeigt und beschrieben werden.
-
Ebenfalls
Bezug nehmend auf die 4a ist die obere Oberfläche des
Basisbereiches 48a des "Nockens" mit einer ersten
und einer zweiten Ausnehmung 60 und 62 versehen,
um jeweils eine eines ersten Paares von Kolbenrückholfedern 50a und 50b zu
platzieren. Das gegenüberliegende
Ende jeder Kolbenrückholfeder 50a und 50b stößt, wie
in der 2 dargestellt ist, gegen den Pumpenkopf 34a.
In dieser Ausführungsform
sind der Kolben 22 und der Nocken 48 nicht miteinander
verbunden, um eine relative Bewegung zwischen diesen Teilen während des
Pumpenzykluses zu ermöglichen.
Die Kolbenrückholfedern 50a und 50b üben eine
rückstellende Vorspannungskraft
auf den Nocken und daher auf dessen Kolben aus, um den Kolbenrückhub hervorzurufen
und sicherzustellen, dass zwischen dem Nocken 48 und dem
Steuerscheibenreiter 36 während des Pumpenzykluses jederzeit
ein Kontakt bewahrt wird. Der Basisbereich 48a des Nockens 48 ist
ebenfalls mit einem (ebenfalls nur in der 2 sichtbaren) zentrisch
angeordneten Vorsprung 58 versehen, um den für eine genaue
Bearbeitung zur Einstellung der Höhe des Kolbens relativ zu der
Pumpenkammer 23 erforderlichen Bereich einzuschränken.
-
Ebenfalls
Bezug nehmend auf die 4b besitzen die seitlichen Wandungen 48b des "Nockens" 48 äußere Oberflächen 56 von
teilzylinderförmiger
Gestalt mit einem Radius R1 sowie innere Oberflächen 59 von ebenfalls
teilzylinderförmiger Gestalt.
Die äußeren Oberflächen 56 der
Seitenwandungen 48b des Nockens sind so geformt, dass sie ein
größeres Krümmungsmaß als die
inneren Oberflächen 59 besitzen.
Genauer ausgeführt
ist der Radius R1 der äußeren Oberflächen 56 so
ausgewählt, dass
er kleiner als die Breite W des Nockens (Mitnehmers) ist, wobei
W = 2·R2
ist und R2 der Radius des (mittels der gestrichelten Linie 51 dargestellten)
Kreises ist, der das gleiche Krümmungsmaß wie die
inneren Oberflächen 59 der
seitlichen Wandungen 48b besitzt. Der Nocken 48 ist
daher nicht nur ein genau kreisförmiger
Zylinder mit abgeschnittenen Seiten, sondern ist so genau geformt
und dimensioniert, um während
des Einsatzes eine nicht gewollte Winkelbewegung des Nockens (tappet)
um eine bezüglich
der Kolbenachse ausgerichtete Achse zu schaffen. Der zweite und
der dritte Kolben 24 und 26 ist ebenfalls mit
entsprechenden Paaren von Kolbenrückholfedern in einer ähnlichen
Weise versehen, obwohl dieses in den Schnittansichten nicht sichtbar
dargestellt ist.
-
In
einer alternativen Ausführungsform
(die in den beigefügten
Zeichnungen nicht dargestellt ist) können der Kolben 22 und
der Mitnehmer 48 mittels einer mit dem unteren Ende des
Kolbens 22 in Verbindung stehenden Platte miteinander gekoppelt sein.
Die Platte kann an dem Kolben mittels eines Clips, durch eine Presspassung
oder durch einen anderen integralen Vorsprung oder Teil von diesem,
der mit dem Kolben zusammenwirkt, um ein sicheres Mittel zur Befestigung
zu schaffen, befestigt sein. Die Platte ist innerhalb der seitlichen
Wandungen 48b des Nockens (wie er beispielsweise in der 3 gekennzeichnet
ist) angeordnet und schafft eine Plattform auf jeder Seite des Kolbens 22,
um eine Anschlagfläche
für eine
entsprechende der Kolbenrückholfedern 50a und 50b zu
definieren. Eine Seite der Platte kann mit einer geeignet geformten
Ausnehmung versehen sein, jede zur Aufnahme eines Endes der jeweiligen
Feder 50a und 50b. Auf der gegenüberliegenden
Seite der Platte kann beispielsweise ein Nocken vorgesehen sein,
um mit einer der Ausnehmungen 60 oder 62 an der
gegenüber
liegenden Seite des Nockens 48 zusammenzuwirken. Die auf diese
Weise erreichte Zusammenwirkung des Nockens 48 und der
Platte sowie des Kolbens und des Nockens dient dazu, während des
Betriebs eine ungewollte Rotation in der Platte zu verhindern.
-
Die 3 zeigt
das Hauptpumpengehäuse 10,
wobei der Pumpenkopf 34 entfernt wurde, um die Stellung
der Nocken 48, 50 und 52 darzustellen.
Die Öffnung 11 des
Pumpengehäuses 10 besitzt
einander gegenüberliegende
seitliche Wandungen, die jeweils so geformt sind, dass sie drei
Bereiche von teilzylinderförmiger
Gestalt ausbilden. Jede der insgesamt sechs teilzylinderförmigen Wandbereiche
ist so geformt, dass er mit einer entsprechend geformten äußeren Oberfläche der
seitlichen Wandungen 48b, 50b und 52b eines
der jeweiligen Nocken zusammenwirkt. Dieses Zusammenwirken der Teile
und die Gestalt sowie die Abmessungen der äußeren Oberflächen 56 der
Wandungen 48b, 50b und 52b der Nocken
dient dazu, eine Bewegung der Nocken 48, 50 und 52 in
einer axialen Richtung (das heißt
in der Richtung entlang der Achse der Nocken, die sich radial von
der Nockenwelle 12 erstreckt) über deren gesamten Hub zu führen, wobei
allerdings unerwünschte
laterale Bewegungen und Drehbewegungen der Nocken 48, 50 und 52 im
Wesentlichen verhindert werden. Aus der Stellung des dritten Nockens 52 der in
der 3 dargestellten Ansicht kann erkannt werden, dass
die Nocken 48, 50 und 52 während des
Betriebs derart angetrieben werden, dass die seitlichen Wandungen 48b, 50b und 52b der
Nocken an dem Ende deren Vorwärtshübe durch
das obere, offene Ende der Öffnung 11 hindurch
und in einen freien Raum 61 (der in der 2 sichtbar
ist) ragen, der durch eine Ausnehmung an der Unterseite des Pumpenkopfes 34 ausgebildet
ist.
-
Die 5 zeigt
den Pumpenkopf 34 zur Befestigung auf dem Hauptpumpengehäuse 10 der 3.
Es ist eine Ansicht des Pumpenkopfes 34 von der Unterseite
dargestellt, die gegen die obere Oberfläche des Hauptpumpengehäuses 10 stößt, wenn die
Pumpe montiert ist. Die Oberfläche
der Unterseite des Pumpenkopfes 34 ist mit Ausnehmungen 54 versehen,
die innere Wandungen besitzen, die drei Bereiche von teilzylinderförmiger Gestalt
ausbilden. Einen Teil des Weges des Vorwärtshubes ragen die Nocken 48, 50 und 52 aus
der Öffnung 11 des
Hauptpumpengehäuses 10 (wie
in der 3 dargestellt ist) in den Freiraum 61 hinein,
obwohl sie die inneren Wandungen der Ausnehmungen 54 nicht
kontaktieren.
-
Wenn
der Pumpenkopf 34 auf dem Hauptpumpengehäuse 10 befestigt
ist, sind die teilzylinderförmigen
Bereiche der Ausnehmungen 54 im Allgemeinen bezüglich der
teilzylinderförmigen
Bereiche der Wandung der Öffnung 11 ausgerichtet.
Der Vorsprung 34a des Pumpenkopfes 34 ist in der 5 deutlich
dargestellt und erstreckt sich bei einem auf dem Hauptpumpengehäuse 10 befestigten
Pumpenkopf 34 zwischen den Kolben 22, 24 und 26 und
den Rückholfederpaaren 50a und 50b,
um eine vergrößerte Länge der
Kolbenbohrungen 28, 30 und 32 zu schaffen.
Durch die Schaffung einer vergrößerten Länge der
Kolbenbohrungen 28, 30 und 32 wird die Dichtungslänge jedes
Kolbens vergrößert, weshalb Verluste
auf Grund eines Austretens von Treibstoff aus den Pumpenkammern 23, 25 und 27 vermindert werden
können.
Die 6 zeigt eine montierte Kraftstoffpumpe, wobei
der Pumpenkopf 34 der 5 auf dem
Hauptpumpengehäuse 10 der 3 befestigt ist.
-
Wiederum
Bezug nehmend auf die 1 ist die zum ersten Kolben 22 gehörende Pumpenkammer 23 mit
einem in dem Pumpenkopf 34 vorgesehenen Einlasszuführungsdurchlass 24 verbunden
(der ebenfalls in der 6 sichtbar ist). Insgesamt sind drei
Einlasszuführungsdurchlässe 64 vorgesehen,
einer für
jede Pumpenkammer 23, 25 und 27, wobei
jeder Kraftstoff von einer Kraftstoffquelle relativ geringen Druckes
erhält,
beispielsweise von einer Förderpumpe.
Die Einlassdurchlässe 64 sind
in dem Pumpenkopf 34 in einer im Wesentlichen im parallelen Anordnung
vorgesehen.
-
Jeder
Einlassdurchlass 64 ist mit einer entsprechenden Einlassventilanordnung
versehen, die ein Einlassventil 66 beinhaltet, das als
Reaktion auf die Druckdifferenz zwischen dem Kraftstoff in dem Einlassversorgungsdurchlass 64 und
dem Kraftstoff innerhalb der entsprechenden Pumpenkammern 23, 25 und 27 betätigbar ist,
um sich zwischen einem geöffneten
und einem geschlossenen Zustand zu bewegen. Wenn sich ein Einlassventil 66 in
seinem geöffneten
Zustand befindet, wird Kraftstoff durch den Einlasszuführungsdurchlass 64 in
die Pumpenkammer geleitet. Wenn sich das Einlassventil 66 in
seinem geschlossenen Zustand befindet, wird eine Zufuhr von Kraftstoff
in die Pumpenkammer verhindert.
-
Jede
Pumpenkammer 23, 25 und 27 ist ebenfalls
mit einem entsprechenden Hochdruckauslassdurchlass 68 verbunden,
der in dem Pumpenkopf 34 zum Zwecke einer Ausgabe von Kraftstoff
an die gemeinsame Leitung vorgesehen ist. Jeder Auslassdurchlass 68 ist
mit einer Auslassventilanordnung versehen, die ein Auslassventil 70 beinhaltet,
das als Reaktion auf die Druckdifferenz zwischen dem Kraftstoff
in der jeweiligen Pumpenkammer und dem Kraftstoff in dem Auslassdurchlass 68 betätigbar ist, um
sich zwischen einem geschlossenen und einem geöffneten Zustand zu bewegen.
Wenn sich ein Auslassventil 70 in seinem geöffneten
Zustand befindet, wird Kraftstoff von der Pumpenkammer zu dem Auslassdurchlass 68 und
damit zu der gemeinsamen Leitung gefördert. Wenn sich das Auslassventil 70 in
seinem geschlossenen Zustand befindet, wird ein Rückfluss
von unter hohem Druck stehendem Kraftstoff aus der gemeinsamen Leitung
in die Pumpenkammer 23 verhindert.
-
Wie
in den 5 und 6 erkannt werden kann, ist der
Pumpenkopf 34 mit einem gemeinsamen Hochdruck-Zuführungsdurchlass 72 versehen, der
im Wesentlichen senkrecht zu den Einlassdurchlässen 64 orientiert
ist und sich axial von dem rückwärtigen Ende
der Pumpe aus erstreckt. Der Hochdruckzuführungsdurchlass 72 nimmt
unter einem hohen Druck stehenden Kraftstoff von den Auslassdurchlässen jeder
Pumpenkammer 23, 25 und 27 auf und liefert
den Kraftstoff von der Pumpe zu einer in Förderrichtung nachfolgenden
gemeinsamen Leitung (common rail) oder einem anderen Speichervolumen für den Kraftstoff.
-
Die
Einlass- und Auslassventile
66 und
70 sind von
bekannter Konstruktion. Weitere Einzelheiten können beispielsweise aus unserer
parallel anhängigen
europäischen
Patentanmeldung
EP
1 184 568 A2 und der britischen Patentanmeldung
GB 2,384,529A entnommen
werden. Die Verdichtung des Kraftstoffs innerhalb der Pumpenkammern
tritt während
des Pumpenhubes des jeweiligen Kolbens während der Zeitdauer auf, für die sowohl
die Einlass- als auch die Auslassventile verschlossen sind. Wenn
der Kraftstoff auf ein zum Öffnen
des Auslassventils
70 ausreichendes Maß "verdichtet" ist, wird der verdichtete Kraftstoff
durch den Versorgungsdurchlass zu dem gemeinsamen Zuführungsdurchlass
72 und
damit der gemeinsamen Leitung (common rail) zugeführt.
-
Während des
Rückhubes
des Kolbens ist der Druck des Kraftstoffes in Förderrichtung nach der Pumpenkammer 23 höher als
der innerhalb der Pumpenkammer 23, wodurch das Auslassventil 70 in
seine Schließstellung
gezwungen wird. Während
der Zeitdauer des Rückhubes,
für die
das Einlassventil 66 in eine geöffnete Stellung gezwungen wird,
wird Kraftstoff unter einem verhältnismäßig geringen Druck
durch den Einlasszuführungsdurchlass 64 rechtzeitig
vor Beginn des nachfolgenden Pumpenhubes in die Pumpenkammer 23 gefördert. Dieser Zyklus
des Pumpens ist ausführlicher
in den zuvor erwähnten
Patentanmeldungen beschrieben und wird Fachleuten jedenfalls bekannt
sein und daher hier nicht ausführlicher
beschrieben werden.
-
Die
in den 1 bis 6 dargestellte Kraftstoffpumpe
ist für
eine Verwendung mit einer Niederdruck-Kraftstoffpumpe, wie beispielsweise
einer Transferpumpe bestimmt, die den Kraftstoff durch einen gemeinsamen
Einlassdurchlass 57 (der in der 1 mittels
gestrichelter Linien dargestellt ist) zu den in dem Pumpenkopf vorgesehenen
Einlasszuführungsdurchlässen 64 fördert. Der
gemeinsame Einlassdurchlass 57 ist mit einer die Zufuhr
messenden Ventilanordnung (die ebenfalls nicht dargestellt ist)
versehen und ist in Richtung des vorderen Endes 10a des
Hauptpumpengehäuses 10 angeordnet.
-
Obwohl
dieses in den beigefügten
Zeichnungen nicht dargestellt ist, ist es zweckmäßig, die Transferpumpe auf
der rückwärtigen Verschlussplatte 29 des
Hauptpumpengehäuses 10 zu
befestigen und sie mittels einer mit der Nockenwelle 12 in
Verbindung stehenden Wellenverlängerung
anzutreiben. Die Pumpe liefert den Kraftstoff unter einem Förderdruck
an den gemeinsamen Einlassdurchlass 57 zum Zwecke einer
Zufuhr zu den Einlassdurchlässen 64 und
damit zu den Pumpenkammern 23, 25 und 27.
Um den Kraftstoff von und zu der Transferpumpe zu leiten, kann in
jedem der Ohren 55 des Hauptpumpengehäuses 10 eine Verbindungsöffnung vorgesehen
sein. Eine, durch die der Kraftstoff in die Transferpumpe an dem
rückwärtigen Ende
des Hauptpumpengehäuses 10 eingesaugt
wird, und eine, durch die der Kraftstoff von der Transferpumpe zu
der den Einlass messenden Ventilanordnung und nachfolgend zu dem
gemeinsamen Einlassdurchlass 57 gefördert wird.
-
Bei
der Kraftstoffpumpe gemäß dieser
Ausführungsform
ist es insbesondere vorteilhaft, das eine Kombination der Strömung des
unter hohem Druck stehenden Kraftstoffs von jeder Pumpenkammer 23, 25 und 27 in
den gemeinsamen Hochdruckzuführungsdurchlass 72 zweckmäßig ist,
da alle drei Pumpenkammern 23, 25 und 27 und
ihre entsprechenden Auslassdurchlässe 68 in dem gemeinsamen
Pumpenkopf 34 vorgesehen sind. Dieses ermöglicht einen
Vorteil gegenüber
bekannten radialen Pumpengestaltungen, bei denen die Pumpenkammern
radial voneinander beabstandet um die Achse angeordnet sind und
daher die Kombination der drei Hochdruckströmungen in einem gemeinsamen
Zuführungsdurchlass
schwierig zu erreichen ist. Es besteht ebenfalls ein Erfordernis
danach, dass nur der Pumpenkopf 34 dazu geeignet ist, den
hohen Drücken
des Kraftstoffs innerhalb der Pumpenkammern 23, 25 und 27 zu
widerstehen, weshalb die Komponente des Pumpenkopfes einfach mit
der Auskragung 34a zum Zwecke einer Steigerung der Dichtlänge der
Kolben ausgebildet sein kann.
-
Es
ist ein weiterer Vorteil der Reihenanordnung der Pumpeneinheit,
dass die Länge
des Kolbenhubes zu der bei bekannten radialen Pumpengestaltungen
erreichten vergleichbar ist, wobei allerdings die Höhe der montierten
Pumpe über
der Achse 14 der Nockenwelle 12 moderat ist und
die gesamte Höhe
der Pumpe deutlich geringer ist als bei radialen Pumpenformen. Die
verminderte Höhe
wird im Wesentlichen erreicht, indem ein erweiteter Vorsprung von
zwei Pumpeneinheiten neben der Achse 14 der Nockenwelle – wie bei
bekannten radialen Pumpenformen – vermieden wird. Das Erfordernis
eines extrem genauen Winkelabstandes der Abflachungen der Steuerscheibenreiter
und der entsprechenden Merkmale des Gehäuses einer radialen Pumpenform
wird ebenfalls vermieden.
-
In
der Ausführungsform
der zuvor beschriebenen Kraftstoffpumpe ist das Hauptpumpengehäuse 10 gewöhnlicherweise
aus Gußstahl
ausgebildet. Die Verwendung eines Gußstahlgehäuses 10 ist vorteilhaft,
da sie hilft, den Verschleiß der
Nocken 48, 50 und 52 während des
Betriebes einzuschränken,
da deren Bewegung entlang der vertikalen Achse der Nocken durch
ein Zusammenwirken mit den teilzylinderförmigen Bereichen in der Wandung
der Öffnung 11 geführt wird.
Die Verschleißbeständigkeitseigenschaften
von Gußeisen
gehen aus dem hohen Kohlenstoffgehalt hervor, der als ein festes
Schmiermittel agiert.
-
In
einer zu der mit Bezug auf die 1 bis 6 beschriebenen
alternativen Ausführungsform der
Pumpe kann das Erfordernis, das Hauptpumpengehäuse 20 aus Gußstahl auszubilden,
vermieden werden, indem die Bewegung der Mitnehmer nicht von der
Wandung der Öffnung 11 in
dem Hauptpumpengehäuse 10,
sondern durch ein Zusammenwirken mit einem Teil des Pumpenkopfes
geführt
wird. Diese alternative Ausführungsform
ist in der 7 dargestellt. Nur die Unterschiede
zwischen dieser Ausführungsform
und der Ausführungsform
der 1 bis 6 werden detailliert beschrieben
werden, wobei ähnliche
und identische Teile mit gleichen Bezugsnummern gekennzeichnet werden.
-
Der
Pumpenkopf 134 der 7 ist mit
einer Randleistenverlängerung 75 versehen,
die eine zusätzliche
Verlängerung
von der Unterseite des Pumpenkopfes 134 ausbildet und die
Auskragung 34a umschließt. In dieser Ausführungsform
ist die Öffnung 11 des
Hauptpumpengehäuses 10 mit
im Wesentlichen geraden Wandungen ausgebildet (was nicht in der 7 dargestellt
ist), anstelle die teilzylinderförmigen
Wandbereiche vorzusehen. Wenn der Pumpenkopf 134 auf dem
Hauptpumpengehäuse 10 befestigt
ist, sind die Randleistenverlängerung 75 und
die Auskragung 34a innerhalb der Öffnung 11 aufgenommen.
Die geraden Wandungen in der Öffnung 11 des
Hauptpumpengehäuses 10 sind
mit den äußeren geraden
Wandungen 78 der Randleiste 75 ausgerichtet, um
den Pumpenkopf 134 auszurichten. Die Randleistenverlängerung 75 besitzt
eine nach innen weisende Oberfläche 80,
die mit Bereichen von teilzylinderförmiger Gestalt versehen ist,
um mit den entsprechend geformten teilzylinderförmigen äußeren Oberflächen der
Seitenwandungen 48b, 50b und 52b des
Nockens zusammenzuwirken. Die Randleistenverlängerung 75 dient daher
dazu, die Bewegung der Nocken 48, 50 und 52 in
einer axialen Richtung (das heißt
in der Richtung entlang der Achse des Nockens, die sich radial von
der Nockenwelle 12 erstreckt) zu führen, wobei allerdings deren
unerwünschte
laterale Bewegung und Drehbewegung verhindert wird.
-
Die
Verschleißbeständigkeit
als Eigenschaft von einsatzgehärtetem
Legierungsstahl, aus dem der Pumpenkopf 134 ausgebildet
ist, ist im Vergleich zu Gußeisen
verbessert. Da die Anforderungen an die Verschleißbeständigkeit
des Hauptpumpengehäuses 10 fortfallen,
kann das Hauptpumpengehäuse 10 des Weiteren
beispielsweise anstelle aus Gußstahl
aus Aluminium ausgebildet sein. Dieses bietet einen Vorteil hinsichtlich
der Herstellung, da ein preisgünstiger und
genauer Prozess zur Ausbildung des Gehäuses 10 verwendet
werden kann, beispielsweise Druckguß.
-
Es
wird begrüßt werden,
dass ein Unterschied zwischen dem Pumpenkopf 34 der 5 und dem
Pumpenkopf 134 der 7 ist, dass
in der Ausführungsform
der 5 der Pumpenkopf 34 keine Rolle bei der
Führung
der Mitnehmer 48, 50 und 52 spielt, da
diese "Nocken" 48, 50 und 52 am
Ende ihres Vorwärtshubes
und am Beginn ihres Rückhubes von
dem Hauptpumpengehäuse 10 in
den Freiraum 61 hinein ragen. Im Gegensatz dazu wird die
Bewegung der "Nocken" 48, 50 und 52 in
der Ausführungsform
der 7 durch ein Zusammenwirken mit der Verlängerung 75 des
Pumpenkopfes im Wesentlichen über
den gesamten Pumpenhub geführt.
Die Ausführungsform
der 7 ermöglicht
auch sämtliche
der zuvor erwähnten
Vorteile der ersten Ausführungsform
der Erfindung.
-
Insbesondere
Bezug nehmend auf die 2 und ebenfalls auf die 8 ist
die äußere Oberfläche jedes
Steuerscheibenreiters 36, 38 und 40 mit
einer Abflachung 42, 44 beziehungsweise 46 versehen (wobei
in der 8 nur der Steuerscheibenreiter 38 dargestellt
ist). Die Abflachung 42 des ersten Steuerscheibenreiters 36 steht
beispielhaft mit dem mit dem ersten Kolben verbundenen Nocken 48 in
Eingriff. Die Steuerscheibenreiter 38 und 40 für die zweite und
die dritte Einheit 4 und 6 sind in einer ähnlichen Weise
angeordnet.
-
Die
zweite und die dritte Steuerscheibe 18 und 20 sind
mit der Welle 12 einteilig ausgebildet, da es aber problematisch
ist, sämtliche
drei Steuerscheiben 16, 18 und 20 einteilig
mit der Welle 12 herzustellen, ist die erste Steuerscheibe 20 ein
separates Teil. Die erste Steuerscheibe 16 bildet mit der Welle 12 eine
Presspassung und ist von größerem Durchmesser
als die dritte Steuerscheibe 20, so dass die Welle bei
der Montage durch sie hindurchgeführt werden kann, während in
der Steuerscheibe 16 eine ausreichende Stärke bewahrt
wird, um den erforderlichen Presssitz einzubringen.
-
An
der Welle 12 können
vordere und rückwärtige Achslager
(bearing journals) befestigt sein, so dass das vordere Achslager
an der ersten Steuerscheibe 16 angrenzt und der rückwärtige Lagerzapfen
gegen die dritte Steuerscheibe 20 anliegt. Die Lagerstellen
bilden mit der Welle 12 eine Presspassung aus und dienen
dazu, den ersten und den dritten Steuerscheibenreiter 36 und 40 in
seiner Stellung zu fixieren. Die Lagerstellen sind dazu geeignet,
hohe Umlaufgeschwindigkeiten zu erreichen und sind so ausgewählt, dass
sie einen verhältnismäßig großen Durchmesser
besitzen, um so einen zusätzlichen
Bereich pro Längeneinheit
der Welle zu schaffen und daher eine Stütze für hohe Nockenwellenlasten zu schaffen.
Die Lagerstellen schaffen daher einfache Lagerregionen von vergrößertem Bereich
(definiert durch ihre axiale Länge
und ihren Durchmesser) und daher eine "Lastlagereignung" (load-bearing capability).
-
In
einer in der 9 dargestellten alternativen
Ausführungsform
sind alle drei Steuerscheiben 16, 18 und 20 im
Wesentlichen identische Komponenten, getrennt von der Welle 12 und
auf dieser mittels eines Presssitzes befestigt. Die Steuerscheibenreiter 36, 38 und 40 sind
auf ihren entsprechenden Steuerscheiben 16, 18 und 20 befestigt,
wobei der zweite, mittlere Steuerscheibenreiter 38 zwischen dem
ersten und dem dritten Steuerscheibenreiter 36 beziehungsweise 40 eingekeilt
ist. In dieser Ausführungsform
sind sowohl die vordere als auch die rückwärtige Lagerstelle 74 und 76 sichtbar,
wobei das erste Achslager 74 gegen die erste Steuerscheibe 16 stößt und das
zweite Achslager 76 gegen die dritte Steuerscheibe 20 stößt.
-
Die
axiale Länge
des rückwärtigen Achslagers 76 (das
heißt
die Länge
des "Zapfens" 76 entlang
der Achse der Welle 12) ist kleiner als die des vorderen
Achslager 74, um so die gesamte axiale Länge der
Einheit zu begrenzen. Obwohl es in den beigefügten Zeichnungen nicht dargestellt
ist, ist der Durchmesser des rückwärtigen Achslagers 76 so ausgewählt, das
er größer oder
gleich dem Durchmesser der Hauptgehäusebohrung 13 ist,
um zu ermöglichen,
dass die Achslagerstelle 76 in dem Gehäuse 10 befestigt ist
oder durch dieses getragen wird, ohne dass ein Erfordernis nach
einer Zwischenkomponente oder -komponenten besteht.
-
Es
ist ein Vorteil der Ausführungsform
der 9, dass die Welle 12 von einfacher, stabförmiger Konstruktion
ist, wobei die geeigneten Endmerkmale in der Form der Achslager 74 und 76 daher
eine einfache und ökonomische
Herstellung ermöglichen.
Es ist ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Kraftstoffpumpe, dass die
Gesamtlänge
der Einheit deutlich geringer ist als die bekannter Reihenpumpengestaltungen.
Die Pumpe besitzt daher Vorteile bezüglich der Stabilität in dem
in geläufigen
Motorformen nutzbaren begrenzten Raum. Durch die Wirkung ihrer kompakten
Gestalt ist es möglich,
die Pumpe derart innerhalb des Motors zu befestigen, dass das Massenzentrum
der Pumpe sich relativ nahe an dem Teil befindet, mit dem die Pumpe
an den Motor befestigt ist (zum Beispiel die in der 1 dargestellten Ohren 55).
Die Pumpe muss daher keine übermäßigen dynamischen
Kräfte
und Dehnungen aushalten, die durch eine Vibration des Motors und
Straßenstöße verursacht
werden.
-
Um
die Montage der Steuerscheibe, der Lagerzapfen und der Steuerscheibenreiter
auf der Nockenwelle zu unterstützen,
ist es zweckmäßig, ein temporäres Werkzeug
wie beispielsweise einen Stab zu verwenden, dass sich durch die Öffnungen
dieser Komponenten erstreckt. Der Stab besitzt bezüglich der Öffnungen
eine enge Passung und dient dazu, die Komponenten vor dem Einsetzen
der Nockenwelle in ihren korrekten axialen Stellungen und Winkelstellungen
relativ zu der Achse anzuordnen, wobei die eingesetzte Nockenwelle
eine Presspassung mit den Öffnungen
ausbildet und die zuvor erwähnten Teile
trägt/lagert.
-
Im
Falle eines Gußstahlgehäuses 10 können erste
und zweite statische Lagerflächen 79 und 81 (wie
sie in der 1 gekennzeichnet sind) für die vordere
beziehungsweise rückwärtige Lagerstelle 74 und 76 direkt
in das vordere Ende 10a des Hauptpumpengehäuses 10 geschnitten
werden, wodurch es unnötig
wird, für
die Achslager zusätzliche,
die Lager tragenden Buchsen vorzusehen. Der Pumpenkopf 34 ist
gewöhnlicherweise
aus einem einsatzgehärteten
Legierungsstahl ausgebildet.
-
Es
wird begrüßt werden,
dass die Verwendung des Begriffes "gemeinsame Leitung" (common rail) in keiner Weise als beschränkend beabsichtigt ist
und dass die in diesem Dokument beschriebene Einspritzpumpe für eine Zufuhr
von Kraftstoff zu einer beliebigen Form eines Speichervolumens oder
eines Speichers für
unter Druck stehenden Kraftstoff verwendet werden kann, von dem
der Kraftstoff nachfolgend zu Einspritzdüsen eines entsprechenden Motors
geliefert wird.