-
Die
vorliegende Erfindung bezieht sich im Allgemeinen auf Beleuchtungs-
oder Signalisationsvorrichtungen, deren Lichtquellen Glühbirnen
sind und die man durch Lichtquellen mit der Bauart von Elektrolumineszenzdioden
ersetzen möchte.
-
Eine
solche Situation kann z.B. bei Beleuchtungs- oder Signalisationsvorrichtungen
von Automobilen vorliegen, wobei derartige Beleuchtungs- oder Signalisationsvorrichtungen
Glühbirnen-Lichtquellen allein
oder in Verbindung mit Lichtquellen, die durch Elektrolumineszenzdioden
bzw. Leuchtdioden gebildet sind, aufweisen.
-
Leuchtdioden
bzw. Elektrolumineszenzdioden haben bekanntlicherweise eine sehr
viel längere Lebensdauer
als Glühbirnen-Lichtquellen. Die
Verwendung von Elektrolumineszenzdioden ermöglicht es, deren geringen Platzbedarf
auszunutzen, um relativ kompakte Beleuchtungs- oder Signalisationsvorrichtungen
herzustellen. Darüber
hinaus ermöglicht die
durch den Betrieb der Elektrolumineszenzdioden hervorgerufene geringe
Wärmeentwicklung
z.B. die Verwendung von Kunststoffmaterialien in ihrer unmittelbaren
Umgebung, während
Glühlampen
oder Halogenlampen unter denselben Bedingungen die Verwendung von
Materialien erforderlich machen, die erhöhte Temperaturen ertragen können. Hieraus
ergeben sich daher ein verringerter Platzbedarf und verringerte
Kosten.
-
Es
kann daher wünschenswert
sein, Glühquellen
durch Elektrolumineszenzdioden zu ersetzen, doch ist es dann notwendig,
den Aufbau der Beleuchtungs- oder Signalisationsvorrichtung von Grund
auf zu modifizieren, um dies machen zu können. Außerdem müssen die Beleuchtungs- oder
Signalisationsvorrichtungen je nach der Beleuchtungs- oder Signalisationsfunktion, in
der die Glühquelle verwendet
wird, ein Lichtbündel
emittieren, dessen Photometrie durch Vorschriften definiert ist.
Das einfache Ersetzen einer Glühquelle
durch eine Elektrolumineszenzdiode führt daher dazu, dass das Lichtbündel nicht
mehr die vorschriftliche Photometrie besitzt.
-
Es
gibt andere Fälle,
bei denen die Beleuchtungs- oder Signalisationsvorrichtung gleichzeitig Glühquellen
und Elektrolumineszenzdioden aufweist, um unterschiedliche Funktionen
zu gewährleisten. Durch
die Konstruktion ist es daher notwendig, in dieser Beleuchtungs-
oder Signalisationsvorrichtung zwei unterschiedliche gedruckte Schaltungen
vorzusehen, wovon die eine für
die Glühquellen
und die andere für
die Elektrolumineszenzdioden ist, damit die durch diese unterschiedlichen
Quellen emittierten Lichtbündel
den Vorschriften entsprechen.
-
Das
Dokument
US 5947588 beschreibt
ein Positionierungs- und Stromversorgungsmodul für mehrere Elektrolumineszenzdioden,
wobei das Modul ein Gehäuse,
das einen Träger
für mindestens eine
Elektrolumineszenzdiode bildet, und einen Stromversorgungs-Steckverbinder
aufweist. Der Steckverbinder hat die Form und die Abmessungen des
Sockels einer Glühlampe,
wobei das Gehäuse und
der Steckverbinder aus einem Stück
bestehen und die Elektrolumineszenzdioden auf einer gedruckten Schaltung
montiert sind.
-
Die
vorliegende Erfindung ist in diesem Zusammenhang anzusiedeln und
hat die Aufgabe, ein Modul bereitzustellen, das es gestattet, in
einer Beleuchtungs- oder Signalisationsvorrichtung eine Elektrolumineszenzdiode
anstelle einer Glühquelle zu
verwenden, ohne die Architektur der Beleuchtungs- oder Signalisationsvorrichtung
vollständig
umgestalten zu müssen,
und das es auch ermöglicht, eine
Beleuchtungs- oder Signalisationsvorrichtung herzustellen, die gleichzeitig
Glühquellen
und Elektrolumineszenzdioden aufweist und die nur eine einzi ge gedruckte
Schaltung besitzt, um die Stromversorgung der beiden Lichtquellen-Bauarten
zu gewährleisten.
-
Die
vorliegende Erfindung bezieht sich somit auf ein Modul zur Positionierung
und Stromversorgung einer Elektrolumineszenzdiode, wobei das Modul
ein Gehäuse
aufweist, das einen Träger
für mindestens
eine Elektrolumineszenzdiode und einen Stromversorgungs-Steckverbinder
bildet, wobei der Steckverbindung die Form und die Abmessungen des
Sockels einer Glühlampe
hat, das Gehäuse
und der Steckverbinder aus einem einzigen Stück bestehen und jede Elektrolumineszenzdiode
auf einer gedruckten Schaltung montiert ist.
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird das Gehäuse
von einem durchsichtigen Deckel verschlossen, der den Durchlass
von Lichtstrahlen ermöglicht,
die von jeder Elektrolumineszenzdiode in einer allgemeinen Emissionsrichtung
emittiert werden, wobei der Deckel Mittel zur Ablenkung der von jeder
Elektrolumineszenzdiode emittierten Lichtstrahlen aufweist, um einen
Lichtstrahl mit der geforderten Photometrie zu erhalten. Gemäß weiterer
vorteilhafter, nicht einschränkend
aufzufassender Merkmale der Erfindung:
- – besitzt
das Gehäuse
Anschläge
zur Positionierung der gedruckten Schaltung, die die Elektrolumineszenzdiode
trägt;
- – wird
der durchsichtige Deckel durch Einrasten am Gehäuse befestigt;
- – weisen
die Mittel zur Ablenkung der von jeder Elektrolumineszenzdiode emittierten
Lichtstrahlen ein erstes Element auf, das in der Lage ist, das von
jeder Elektrolumineszenzdiode emittierte Licht in einer Ebene hauptsächlich lotrecht
zur allgemeinen Emissionsrichtung hauptsächlich gleichmäßig auf
ein zweites Element mit der allgemeinen Form einer Platte zu verteilen,
das in der Lage ist, das auf ihm einfallende Licht im Wesentli chen
in die allgemeine Emissionsrichtung zurückzurichten; und
- – weist
das Modul zwischen dem Steckverbinder und der die Elektrolumineszenzdiode
tragenden gedruckten Schaltung elektrische Leiter auf.
-
Weitere
Aufgaben, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben
sich aus der folgenden Beschreibung eines nicht einschränkend aufzufassenden
Ausführungsbeispiels
unter Bezugnahme auf die beigefügte
Zeichnung, wobei:
-
1 eine
auseinandergezogene Ansicht eines erfindungsgemäßen Moduls ist;
-
2 eine
Schnittansicht des Moduls von 1 ist; und
-
3 und 4 Perspektivansichten
von elektrischen Leitern sind, die in dem Modul von 1 enthalten
sind.
-
In
den unterschiedlichen Figuren sind identische oder dieselbe Rolle
spielende Elemente mit denselben Bezugszeichen versehen.
-
In
den Figuren wurde ein Modul zur Positionierung und Stromversorgung
einer Elektrolumineszenzdiode dargestellt, wobei dieses Modul insgesamt
das Bezugszeichen 10 trägt.
Das Modul besitzt ein Gehäuse 12,
das einen Träger
für mindestens eine
Elektrolumineszenzdiode 14 bildet, wobei zwei solche Dioden
in 1 dargestellt sind. Die Dioden 14 sind
auf einer gedruckten Schaltung 16 montiert, deren Außenumfang
komplementär
zur Form der Innenwand 18 des Gehäuses 12 ist.
-
Das
Gehäuse 12 ist
durch einen Deckel 20 geschlossen, der aus einem durchsichtigen
Material gefertigt ist, um den Durchlass von Lichtstrahlen zu ermöglichen,
die durch die Elektrolumi neszenzdiode 14 in einer allgemeinen
Emissionsrichtung X emittiert werden.
-
Um
die Positionierung der einen oder mehreren Dioden 14 zu
gewährleisten,
besitzt das Gehäuse Anschläge 22,
an denen die die Dioden 14 tragende gedruckte Schaltung
in Anschlag gelangt. Die Anschläge 22 können z.B.
durch Schultern 22 erhalten werden, die an der Innenwand 18 des
Gehäuses 12 ausgebildet
sind.
-
Das
Gehäuse 12 weist
auch einen Stromversorgungs-Steckverbinder 24 auf.
In vorteilhafter Weise sind das Gehäuse 12 und der Steckverbinder 24 aus
einem einzigen Teil gebildet und werden z.B. durch Spritzgießen eines
thermoplastischen Materials gewonnen.
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung hat der Steckverbinder 24 die Form und die Abmessungen des
Sockels einer Glühlampe.
In der in 1 dargestellten Ausführung ist
der Steckverbinder 24 zylinderförmig und besitzt Vorsprünge 26,
die seine Bajonett-Montage in einer herkömmlichen Hülse ermöglichen, die für die Aufnahme
des Sockels einer Glühlampe
bestimmt ist.
-
Um
die Stromversorgung der einen oder der mehreren Dioden zu gewährleisten
besitzt das Modul zwischen dem Steckverbinder 24 und der
die eine oder die mehreren Leuchtdioden tragenden gedruckten Schaltung 16 elektrische
Leiter 28 und 30. Derartige Leiter sind in 3 und 4 dargestellt
und sind insbesondere dafür
bestimmt, um einen mittigen elektrischen Kontakt in der Achse des
zylinderförmigen
Steckverbinders 24 sowie einen elektrischen Kontakt am
Randbereich des Steckverbinders 24 zu gewährleisten.
-
Z.B.
kann der Leiter 28 Lappen 32 für einen Randkontakt aufweisen,
wobei diese Lappen 32 durch Öffnungen hindurchragen, die
in dem Leiter 24 gebildet sind. Die Lappen 32 können durch
Falten einer Zunge 34 erhalten werden, wobei diese sich über einen
Teil 36 fortsetzen kann, der dazu bestimmt ist, um mit
der gedruckten Schaltung 16 in Kontakt zu gelangen und
z.B. durch Löten
mit ihr verbunden zu werden. Der Leiter 28 wird vorteilhafterweise
aus einem Material mit einer gewissen Elastizität gefertigt, um einen guten
elektrischen Kontakt zwischen den Lappen 32 und den elektrischen
Kontaktklötzen
zu gewährleisten,
die in der den Leiter 24 aufnehmenden Hülse enthalten sind.
-
Ebenso
kann der Leiter 30 in Form eines zylindrischen Metallstücks gefertigt
sein und einen mittigen elektrischen Kontakt in der Achse des zylinderförmigen Steckverbinders 24 gewährleisten.
Der Leiter 30 ist mit einem ersten Ende 38 in
der Mitte des Steckverbinders 24 gebildet, wodurch der
elektrische Kontakt mit einem in der den Steckverbinder aufnehmenden
Hülse enthaltenen
mittigen elektrischen Kontaktklotz gewährleistet wird, und mit einem
zweiten Ende 40 gebildet, das dazu bestimmt ist, um mit der
gedruckten Schaltung 16 in Kontakt zu gelangen und mit
ihr z.B. durch Löten
verbunden zu werden.
-
Die
Leiter 28 und 30 werden in dem Leiter 24 getrennt
voneinander gehalten, wobei der Leiter z.B. durch Ausgießen bzw.
Umgießen
des das Gehäuse 12 und
den Steckverbinder 24 bildenden isolierenden Materials
auf den Leitern 28 und 30 gewonnen wird.
-
Um
das Lichtbündel
mit der durch die Beleuchtungs- und Signalisierungsfunktion erforderlichen
Photometrie zu erhalten, bei der die eine oder mehreren Elektrolumineszenzdioden 14 die
eine oder die mehreren Lichtquellen sind, kann man vorteilhafterweise
vorsehen, dass der durchsichtige Deckel 20 Mittel zur Ablenkung
der von der einen oder den mehreren E lektrolumineszenzdioden 14 emittierten
Lichtstrahlen aufweist.
-
Derartige
Ablenkungsmittel können
z.B. ein erstes Element 42 aufweisen, das von der einen
oder den mehreren Dioden 14 benachbart angeordnet ist und
in der Lage ist, das von der einen oder den mehreren Elektrolumineszenzdioden
emittierte Licht in einer Ebene YZ hauptsächlich lotrecht zur allgemeinen Emissionsrichtung
X hauptsächlich
gleichmäßig auf ein
zweites Element 44 mit der allgemeinen Form einer Platte
zu verteilen, das in der Lage ist, das auf ihm einfallende Licht
je nach der betreffenden Beleuchtungs- oder Signalisierungsfunktion
im Wesentlichen in die allgemeine Emissionsrichtung X zurückzurichten.
-
Derartige
Ablenkungsmittel sind z.B. in dem auf den Namen der Anmelderin lautenden
Dokument FR-A-2813379 beschrieben.
-
Um
die Montage des Deckels 20 auf dem Gehäuse 12 zu erleichtern,
kann vorgesehen werden, dass der durchsichtige Deckel durch Einrasten auf
dem Gehäuse
befestigt wird. Der Deckel 20 kann z.B. Rippen 46 aufweisen,
die dazu bestimmt sind, um mit Furchen 48 zusammenzuwirken,
die in der Innenwand 18 des Gehäuses 12 gebildet sind.
-
Um
das Modul der vorliegenden Erfindung zusammenzubauen, genügt es, die
gedruckte Schaltung 16 auf den Anschlägen 22 anzuordnen
und die Leiter 28 und 30 auf dieser gedruckten
Schaltung anzulöten.
Der Deckel 20 kann dann z.B. durch Einrasten auf dem Gehäuse 12 befestigt
werden.
-
Das
Modul 10 ist dann gebrauchsfertig. Wie in 2 schematisch
im Schnitt dargestellt wurde, genügt es, den Steckverbinder 24 in
die Hülse 50 einzuführen, die
in der auszustattenden Beleuchtungs- oder Signalisierungsvorrichtung
vorgese hen ist. Diese Hülse 50 war
z.B. vorgesehen, um den Sockel einer Glühlampe aufzunehmen, die mit
einem Reflektor 52 zusammenwirkt, um ein Beleuchtungs-
oder Signalisierungs-Lichtbündel zu
erzeugen. Ebenso wie für
diese Lampe befestigt man das Modul in der Hülse 50 durch eine
Drehung, so dass das Modul 10 nach der Art eines Bajonetts
in der Hülse 50 montiert wird.
Der Steckverbinder 24 dient somit gleichzeitig zur Positionierung
des Moduls in der Beleuchtungs- oder Signalisationsvorrichtung sowie
zu seiner Stromversorgung.
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung wurde somit ein Modul hergestellt, das es gestattet, in
einer Beleuchtungs- oder Signalisationsvorrichtung eine Elektrolumineszenzdiode
anstelle einer Glühquelle zu
verwenden, ohne die Architektur der Beleuchtungs- oder Signalisationsvorrichtung
vollständig
umzubauen, und das auch gestattet, eine Beleuchtungs- oder Signalisationsvorrichtung
herzustellen, die gleichzeitig Glühlichtquellen als auch Elektrolumineszenzdioden
aufweist und die nur eine einzige gedruckt Schaltung aufweist, um
die Stromversorgung dieser beiden Lichtquellen-Bauarten zu gewährleisten,
wobei das Modul selbst die gedruckte Schaltung für die Stromversorgung der in
ihm enthaltenen einen oder mehreren Elektrolumineszenzdioden aufweist.
-
Selbstverständlich ist
die vorliegende Erfindung nicht auf die beschriebenen Ausführungsformen
beschränkt,
und ein Fachmann kann zahlreiche Abwandlungen ausführen, die
in ihren Rahmen fallen. So ist es z.B. denkbar, eine Montage des
Moduls durch Schrauben anstelle der beschriebenen Bajonett-Montage vorzusehen.