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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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1. Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur Herstellung von Monolagen aus Partikeln oder Molekülen und
insbesondere solche Verfahren und Vorrichtungen, die für Industrien
mit Massenproduktion geeignet sind.
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2. Beschreibung des Standes
der Technik
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Bei
heutigen Industrien mit Spitzentechnologie erreicht die Miniaturisierung
bei elektronischen Schaltkreisen, bei Informationsspeichern mit
hoher Dichte, bei Bildschirmen und bei anderen Geräten Bereiche
unterhalb des Mikrometerbereiches. Bereits vor Jahrzehnten wurden
verschiedene Verfahren erfunden, um kleine Geräte zu erzeugen und haben sich
im Submillimeterbereich bewährt,
wie beispielsweise Glasieren, Versprühen, Aufstreichen, Feinzerstäubung, Extrudieren
oder das Durchführen zwischen
Walzen, um dünnere
Elemente zu erhalten. Wenn diese Verfahren sich dem Mikrometerbereich nähern, ist
es sehr wahrscheinlich, dass Defekte, wie Löcher, Unebenheiten, Desorientierung,
Risse usw. auftreten. Die Herstellung von Lagen durch Sublimation
von Material unter Vakuum ist für
anorganisches Material interessant und Lagen mit Dicken im Nanometerbereich
konnten erzeugt werden. Unglücklicherweise
erfordert dies für
Metalle die Verwendung von erhöhten
Temperaturen, die empfindliche Materialien, wie Proteine oder magnetische
Cluster, die an dem Verfahren beteiligt sein könnten, zerstören. Darüber hinaus
ist die Orientierung oder allgemeiner gesagt die Organisierung der
Materie bei diesen Vorgehensweisen nicht möglich, da Atome oder Moleküle willkürlich aufeinander
gehäuft
werden.
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Es
wurde daher vorgeschlagen, Partikel auf glatte Flächen aufzubringen
und sie Seite an Seite zu packen, um Lagen herzustellen. Die Organisierung der
Materie bei derartig dünnen
Lagen ergibt interessante Eigenschaften in den Bereichen Optik,
Elektronik, biologische Detektion, Filtration, magnetische Speichervorrichtungen
usw. Die Größe der zu
manipulierenden Objekte kann tatsächlich in der Größenordnung
von 1 Millimeter bis zu einem Zehntel eines Nanometers liegen. Daher
wurden im Laufe der Jahrzehnte verschiedene zweidimensionale Herstellungsverfahren
erfunden, um eine derartige Organisierung zu erzielen, wobei die
meisten von ihnen sich jedoch als unbrauchbar für die Massenproduktionsindustrie
erwiesen haben.
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Das
erste zweidimensionale Herstellungsverfahren wurde Anfang des 20.
Jahrhunderts erfunden. Es bestand lediglich aus der Ablagerung von Partikeln
auf einer flachen Grenzfläche
Gas/Flüssigkeit
und dem Zusammenbringen der Partikel mittels beweglicher Barrieren,
um eine Monolage zu bilden. Obwohl anfangs angenommen wurde, dass
das Verfahren konstant und fehlerfrei ist, führten die aus aus allen Richtungen
zugeführten
Partikeln bestehenden Monolagen zu Löchern und lokalem Zerfall der
Monolage.
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Die
kanadische Patentanmeldung Nr. 2,291,825, veröffentlicht am 3. Dezember 1998,
offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen von
Monolagen aus Partikeln. Insbesondere offenbart dieses Dokument
ein Verfahren mit einer dynamischen dünnen laminaren Strömung (DTLF), bei
dem ein flüssiger,
eine Suspension aus Partikeln enthaltender Film auf einen rotierenden
Zylinder gespritzt wird. Die Rotation des Zylinders drückt die Partikel
gegeneinander, um eine kontinuierliche Monolage auf dem rotierenden
Zylinder zu bilden. Der rotierende Zylinder wird relativ zu einem
Substrat, das mit der Monolage beschichtet wird, in Längsrichtung
vorwärts
bewegt. Gemäß diesem
Verfahren sind mechanische Vorrichtungen erforderlich, um die Antriebskraft
bereitzustellen, die benötigt
wird, um die Partikel aneinander anzulagern. Darüber hinaus beschränken die
Abmessungen des rotierenden Zylinders die Größe der Monolage, die mit diesem
Verfahren hergestellt werden kann. Der rotierende Zylinder trägt ferner
dazu bei, dass die Überwachungszone eingeschränkt wird,
die zum Kontrollieren der Herstellung der Monolagen erforderlich
ist.
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Obwohl
das in der oben genannten Patentanmeldung beschriebene Verfahren
effizient ist, hat sich herausgestellt, dass es einen Bedarf an
einem neuen Verfahren und einer neuen Vorrichtung gibt, die Flexibilität bezüglich der
Produktion bietet, während
sie gleichzeitig eine einfachere Überwachung und Kontrolle darüber erlaubt.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung hat sich daher zum Ziel gesetzt, ein Verfahren
und eine Vorrichtung zur Herstellung von dünnen Lagen aus Partikeln bereitzustellen,
die für
einen Einsatz in der Massenproduktion geeignet sind.
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Es
ist ferner eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren
und eine Vorrichtung bereitzustellen, die Flexibilität bei der
Herstellung bieten.
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Es
ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren
und eine Vorrichtung bereitzustellen, die die Kontrolle über die
Herstellung der dünnen
Partikellagen vereinfacht.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung ist eine Vorrichtung zur Herstellung von Monolagen aus
Partikeln vorgesehen, wie sie in dem beigefügten Anspruch 1 beschrieben
wird, die eine filmbildende Oberfläche, ein Fluidzufuhrsystem,
mit dem ein Film aus sich bewegendem Fluid auf diese filmbildende Oberfläche zugeführt wird,
ein Partikelzufuhrsystem zum Aufbringen von Partikeln auf diesen
Film, während
das Fluid entlang der filmbildenden Oberfläche fließt, wobei dieser Fluidfilm
die Partikel bis zu einem Damm befördert, wobei dieser Damm die
einlaufenden Partikel veranlasst, sich nebeneinander anzusammeln
und allmählich
eine einzelne Partikelschicht zu bilden.
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Gemäß einem
weiteren allgemeinen Aspekt der vorliegenden Erfindung, wie er in
dem beigefügten
Anspruch 20 beschrieben ist, ist ein Verfahren zur Herstellung von
Monolagen aus Partikeln vorgesehen, umfassend die Schritte von:
Aufbringen von Partikeln auf ein entlang einer Oberfläche fließendes Trägerfluid
derart, dass die Partikel von diesem Trägerfluid einer Bildungszone
zugeführt
werden, und Anstauen der durch den Fluidträger in diese Bildungszone transportierten
Partikel, so dass sich die Partikel allmählich aneinander lagern und
eine dünne Schicht
bilden.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUGEN
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Nachdem
das Wesen der Erfindung im Allgemeinen beschrieben wurde, wird jetzt
auf die beigefügten
Zeichnungen Bezug genommen, die in beispielhafter Weise eine bevorzugte
Ausführungsform zeigen.
In den Zeichnungen ist:
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1 eine
schematische perspektivische Ansicht einer Vorrichtung zur Herstellung
dünner
Lagen aus Partikeln gemäß einer
ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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2 eine
schematische Seitenansicht der Vorrichtung der 1;
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3 eine
schematische perspektivische Ansicht einer hydrophilen Platte, auf
die ein Trägerfluid
mittels eines ersten porösen
Injektors aufgebracht wird, um die auf dem Trägerfluid mittels eines zweiten
porösen
Injektors gemäß einer
zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung angelagerten Partikel zu befördern;
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4 ein
Diagramm eines Trägerfluidzufuhrsystems
für die
Zufuhr zum in der 3 gezeigten ersten porösen Injektor;
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5 ein
Diagramm eines Suspensionszufuhrsystems für die Zufuhr zum in der 3 gezeigten
zweiten porösen
Injektor;
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6 eine
schematische Seitensicht, die zeigt, wie das Wachstum der Monolage
am unteren Ende der hydrophilen Platte überwacht wird; und
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7 eine
schematische Seitenansicht, die die hinter der Überwachung der Monolagen-Herstellung
stehenden Prinzipien zeigt.
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BESCHREIBUNG
DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Unter
Bezugnahme auf die Zeichnungen werden ein Verfahren und eine Vorrichtung 10 beschrieben,
die zur Herstellung von dünnen
Lagen aus Partikeln für
industrielle Anwendungen geeignet sind. Wie aus dem folgenden Text
hervorgeht, können
die Lagen zu zweidimensionalen Arrays oder Kristallen angeordnet
werden oder sie können
amorph oder sogar porös
sein, wenn dies erforderlich ist.
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Die
Konstruktion der Vorrichtung 10 ist durch seine Einfachheit
gekennzeichnet, was die größte Verbesserung
darstellt. Wie in den 1 und 2 gezeigt
ist, umfasst die Vorrichtung 10 oder die Monolagen-Erzeugungseinrichtung
im Allgemeinen eine hydrophile Oberfläche, die typischerweise die
Form einer Rampe 12 mit einer einstellbaren Neigung hat, ein
Trägerfluidzufuhrsystem 14 und
ein Partikelzufuhrsystem 16, die beide an einem oberen
Endabschnitt der Rampe 12 angeordnet sind, einen Damm 18 an
einem unteren Endabschnitt der Rampe 12 und eine Monolagen-Überführungseinrichtung 20.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung hat die Rampe 12 die Form einer
rechteckigen Platte (50 cm lang, 10 cm breit und 0,5 cm stark) und
wird von einer geeigneten Trägerkonstruktion 22 in
einer geneigten Stellung gehalten. Die Trägerkonstruktion 22 kann
verstellt werden, um die Neigung der rechteckigen Platte 21 nach Wunsch
zu verändern.
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Die
rechteckige Platte 21 besitzt eine flache Oberfläche 24,
der über
das Trägerfluidzufuhrsystem 14 kontinuierlich
ein dünner
Film 26 (weniger als ein Millimeter) des Trägerfluids
zugeführt
wird. Das Trägerfluid
wird durch eine Anzahl von mit seitlichem Abstand voneinander angeordneten
Injektoren 27 mit leichtem Druck auf die geneigte Oberfläche 24 zwangsgeführt. Ein paar
Zentimeter stromabwärts der
Injektoren 27 wird die Strömung des Trägerfluids unter Ausnutzung
der Kapillarwirkung eines geeigneten Filters über die gesamte Breite der
Oberfläche 24 verteilt.
Auf diese Weise bedeckt die Strömung
die gesamte Breite der Rampe 12 gleichmäßig. Die Anzahl der Injektoren 27 ist
abhängig
von der Breite der Rampe 12 selbst. Das Trägerfluid
fließt
durch die Gravitation entlang der geneigten Oberfläche 24 und wird
von einem am unteren Ende der Rampe 12 vorgesehenen Fluidbehälter 28 aufgenommen.
Eine Wiederaufbereitungseinheit (nicht dargestellt) kann vorgesehen
sein, um das Trägerfluid
wieder in das Zufuhrsystem 14 zurückzuführen. Es ist selbstverständlich,
dass die Art des Trägerfluids
in Übereinstimmung
mit den physikalisch-chemischen Merkmalen der Partikel gewählt wird.
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Das
Partikelzufuhrsystem 16 unterscheidet sich von dem Trägerfluidzufuhrsystem 14 und
umfasst eine Anzahl von mit seitlichem Abstand voneinander angeordneten
Injektoren 30. Es enthält
eine Partikelsuspension, die der Oberfläche des Films 26 aus
Trägerfluid
unter Anwendung eines leichten Differenzdruckes durch die Injektoren 30 zugeführt wird. Die
Anzahl der Injektoren 30 ist abermals eine Funktion der
Breite der Rampe. Nach dem Injizieren können sich die Partikel 32 frei über die
gesamte Oberfläche
des Trägerfluids
bewegen und verteilen sich schnell in alle Richtungen, um die Oberfläche 24 von einem
Rand zum anderen zu bedecken.
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Das
Trägerfluidzufuhrsystem 14 und
das Partikelzufuhrsystem 16 arbeiten zusammen, um die Gleichmäßigkeit
und die Homogenität
der fertigen Lage sicherzustellen, wobei die Eigenschaft der Partikel,
sich selbsttätig
zu gruppieren, berücksichtigt wird.
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Das
Trägerfluid
befördert
die Partikel 32 die Rampe 12 hinunter bis zu dem
Damm 18. Der Damm 18 wird durch das Trägerfluidbecken
im Behälter 28 gebildet.
Die hauptsächliche
Rolle des Dammes 18 besteht darin, die Partikel am unteren
Ende der Rampe 12 zurückzuhalten,
so dass die Partikel sich nebeneinander ansammeln und allmählich eine
Monolage 34 aus ge ordneten Partikeln auf dem Trägerfluid bilden.
Wie in den 1 und 2 gezeigt
ist, wächst
die Monolage aus Partikeln allmählich
die Rampe 12 hinauf.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, die nicht dargestellt ist, kann der
Damm 18 aus einer beweglichen Barriere bestehen, die in
die Strömung
des Trägerfluids
hinein bewegt werden kann, um die auf dem Trägerfluid treibenden Partikel 32 zurückzuhalten,
während
das Trägerfluid
auf die stromabwärts
gelegene Seite der Barriere fließen kann. Jede andere Konstruktion,
die zu einer Ansammlung von Partikeln 32 am unteren Abschnitt
der Rampe 12 führt,
kann ebenfalls verwendet werden.
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Die
Monolagen-Überführungseinrichtung 20 ist
in Form eines Förderbandes 36 vorgesehen
und hat die Funktion, die so gebildete Monolage aus Partikeln an
einen gewünschten
Ort zur Weiterverarbeitung oder Lagerung zu befördern.
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Die
geneigte Fläche 24 ist
der Kern der Vorrichtung 10, da sie der Ort ist, an dem
das Zusammenfügen
der Monolage stattfindet. Unter Berücksichtigung der Tatsache,
dass eine ziemlich große Anzahl
von physikalischen und chemischen Variablen an dem Vorgang des Zusammenfügens beteiligt ist,
muss darauf hingewiesen werden, dass die endgültige Einstellung der Strömungsgeschwindigkeit der
Partikel von der Stellung der Rampe 12 abhängig ist.
In der Tat erlaubt dies die Anpassung der Stärke der Gravitationskomponente
der Antriebskraft: je steiler die Neigung ist, desto schneller strömen der Partikel 32.
Die Parameter, die die Geschwindigkeit der Strömung bestimmen, sind die Steilheit
der Rampe 12, die Viskosität des Trägerfluids und die Adhäsionsfähigkeit
seiner Moleküle
an der obersten Fläche 24 der
Rampe 12 gemäß dem folgenden
Verhältnis: V ∝ d. Sin θ/η A, wobei
V die Geschwindigkeit, η die Viskosität, A der
Adhäsionskoeffizient
zwischen der geneigten Fläche 24 und
dem Trägerfluid,
d die Dicke des Films und θ der
Winkel der Rampe 12 relativ zur Horizontalen ist.
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Die
Verwendung der Gravitationskraft, um die Partikel 32 nebeneinander
auf der Fläche 24 anzusammeln,
vermeidet in vorteilhafter Weise die Notwendigkeit, auf mechanische
Vorrichtungen zurückzugreifen,
um die An triebskraft aufzubringen, die erforderlich ist, um die
Partikel 32 auf der Oberfläche des auf der geneigten Fläche 24 fließenden Trägerfluids
aneinander zu lagern.
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Die
Leistungsfähigkeit
des vorliegenden Verfahrens beruht im Wesentlichen auf einer Anzahl
von Eigenschaften und Merkmalen, die wie folgt zusammengefasst werden
können:
- 1 – die
das Trägerfluid
antreibende Kraft wird durch das natürliche Gravitationsfeld der
Erde erzeugt;
- 2 – die
Partikel 32 lagern sich auf der Gas/Flüssigkeitsgrenzschicht des Fluids
ab, das dadurch die Partikel 32 vorwärts bewegt;
- 3 – durch
das Ansammeln der Partikel 32 Stück für Stück und Seite an Seite wächst eine
Monolage auf der Fluidgrenzfläche,
- 4 – die
Monolage wird eventuell auf die Fördereinrichtung 36 für eine weitere
Behandlung überführt.
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Die
vorliegende Erfindung weist aus folgenden Gründen Vorteile im Vergleich
zu konventionellen Verfahren und Vorrichtungen auf:
- 1 – Es
gibt keine beweglichen Teile für
die Herstellung der Monolage. Dies bedeutet, keine aufwändige Kontrolle
von mechanischen Teilen, kein Einrichten und Unterhalten eines teuren
Maschinenparks.
- 2 – Die Überwachung
der verschiedenen Phasen der Herstellung ist wesentlich einfacher
auf einer flachen und unbeweglichen Tafel oder Platte als auf einem
runden und rotierenden Zylinder.
- 3 – Die
industrielle Herstellung von großen Oberflächen ist aufgrund der Abwesenheit
von beweglichen Teilen einfacher als jedes andere existierende Verfahren.
- 4 – Der Überwachungsbereich
zum Kontrollieren der Herstellung von Monolagen kann so groß sein,
wie es erforderlich ist.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, die in der 3 dargestellt ist,
hat der Trägerfluidinjektor
die Form eines porösen zylindrischen
Injektors 50, der sich quer zu dem oberen Endabschnitt
der Rampe 12 erstreckt. Der Injektor besitzt einen zylindrischen
Körper,
der von einer sich um seinen Umfang erstreckenden Wand gebildet
wird, die aus einem porösen
Material oder als Alternative aus einem undurchlässigen Material, das perforiert
wurde, um eine Vielzahl von Auslassöffnungen zu bilden, hergestellt
sein kann. Im Fall eines perforierten Rohres kann eine poröse Filterschicht um
das Rohr herumgewickelt sein, um eine gleichmäßigere Strömung des Trägerfluids radial nach außen aus
dem zylindrischen, zum Verteilen dienenden Injektor 50 zu
erhalten. Auf diese Weise strömt
das Trägerfluid
nach unten über
die gesamte Oberfläche der
Rampe 12, ohne dass es zu Oberflächenturbulenzen kommt.
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Wie
in der 3 gezeigt ist, können sich die Partikel auf
der obersten Fläche
des Trägerfluids
unter Verwendung eines Suspensions-Injektors 52 ablagern
und befördert
werden. Der Suspensions-Injektor 52 kann die Form eines
zylindrischen porösen
Injektors haben und demjenigen ähnlich
sein, der für die
Verteilung des Trägerfluids
verwendet wird. Wie in der 3 gezeigt
ist, erstreckt sich der Suspensions-Injektor 52 stromabwärts der
Stelle des Injizierens des Trägerfluids,
d.h. unterhalb des Zylinders 50, quer zur Rampe 12.
Gemäß der dargestellten Ausführungsform
sind die Partikel, die sich aneinander lagern sollen, um die Monolage
zu bilden, in einer Flüssigkeit
suspendiert. Die Suspensionsflüssigkeit wird
dem Injektor 52 zugeführt
und dazu gebracht, durch dessen Wände radial nach außen auf
das unter dem Injektor 52 strömende Trägerfluid zu fließen.
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Die
zylindrischen porösen
Injektoren 50 und 52 stehen jeweils in Strömungsverbindung
mit einem Trägerfluidzufuhrsystem 54 und
einem Suspensionszufuhrsystem 56.
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Wie
in der 4 gezeigt ist, umfasst das Trägerfluidzufuhrsystem 52 eine
Gasverteil- und Reguliereinheit 57, die funktionell mit
einem Verteilerbehälter 58,
ersten und zweiten Trägerfluidbehältern 60 und 62 und
einem Feineinstellungsbehälter 64 verbunden
ist. Die Rolle der Gasverteil- und Reguliereinheit 57 besteht
darin, die Behälter 58, 60, 62 und 64 unter
Druck zu setzen und den darin herrschenden Druck auf einem gewünschten
Wert zu halten. Der Druck wird in Übereinstimmung mit der gewünschten Ausgabeströmung bestimmt.
Das Trägerfluid
wird in dem ersten und dem zweiten Behälter 60 und 62 gelagert.
Ein Wechselsystem 68 ist funktionell mit dem ersten und
dem zweiten Behälter 60 und 62 verbunden,
um wahlweise einen der Behälter 60 oder 62 zu öffnen. Während der
eine Behälter
aufgefüllt
wird, kann das System auf diese Weise durch den anderen Behälter gespeist
werden. Wenn nur ein einziger Behälter verwendet wird, muss das
System abgeschaltet werden, um das Füllen des Behälters zu
ermöglichen.
Dementsprechend fließt
das Trägerfluid
aus einem aus den beiden Behältern 60 und 62 ausgewählten Behälter zu
einer Trägerfluid-Mischeinheit 66,
in der das Trägerfluid
mit einem von einem Feineinstellungsbehälter 64 zugeführten Zusatzstoff,
wie beispielsweise einem säurehaltigen
Mittel, gemischt wird.
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Das
Trägerfluid
wird, nachdem es mit dem Zusatzstoff vermischt wurde, in den Verteilerbehälter 58 weitergeleitet,
der als Puffer wirkt, um sicherzustellen, dass das Fluid dem porösen Injektor 50 mit dem
gewünschten
Druck zugeführt
wird. Ein Ventil (nicht dargestellt) ist funktionell mit einem Steuersystem
(nicht dargestellt) verbunden und ist der Auslassöffnung des
Verteilerbehälters 58 funktionell
zugeordnet, um die Strömung
des Fluids, das dem porösen
Injektor 50 zugeführt
wird, zu regulieren. Es ist selbstverständlich, dass auch an der Auslassöffnung des
Feineinstellungsbehälters 64 ein
Regulierventil vorgesehen ist, um das Herausströmen des Fluids zu regulieren.
Ebenso wird vorausgesetzt, dass das Wechselsystem 68 ein
Paar Ventile an den entsprechenden Auslässen des ersten und des zweiten
Behälters 60 und 62 umfasst.
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Stromabwärts des
porösen
Injektors 50 ist eine Strömungsdrossel 70 vorgesehen,
um sicherzustellen, dass der größte Teil
des Trägerfluids
aus dem porösen
Injektor 50 radial nach außen und nicht entlang eines
geraden Weges in Längsrichtung
durch den Injektor hindurch fließt. Der kleine Teil des Trägerfluids,
der durch die Strömungsdrossel 70 fließt, wird
jedoch in einen Abfluss 72 oder alternativ zurück in den
Verteilerbehälter 58 geleitet.
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Die 5 zeigt
das Suspensionszufuhrsystem 56. Wie der 5 zu
entnehmen ist, ähnelt
das Suspensionszufuhrsystem 56 dem Trägerfluidzufuhrsystem 54 insofern,
dass es eine Gasverteil- und Reguliereinheit 57' umfasst, um
den Innendruck der Behälter
des Systems zu regulieren. Das System umfasst erste und zweite Behälter 60' und 62', einen Verteilerbehälter 58', einen Feineinstellungsbehälter 64' und einen Suspensionsbehälter 63.
Die Partikel sind in einer in dem Suspensionsbehälter 63 enthaltenen
Flüssigkeit
suspendiert. Die Suspensionsflüssigkeit
wird einer Suspensionsmischeinheit 66' zugeführt, in der die Suspensionsflüssigkeit
mit einem von dem Feineinstellungsbehälter 64' zugeführten Zusatzstoff vermischt
wird. Die Suspensionsflüssigkeit wird
dann einer Wiederaufbereitungseinheit 74 zugeführt, in
der die Suspensionsflüssigkeit,
die den porösen
Injektor 52 in Längsrichtung
durchflossen hat zurückgeleitet
wird. Die Wiederaufbereitungseinheit speist den ersten oder den
zweiten Behälter 60' oder 62', während der
andere der beiden Behälter 60'/62' in Strömungsverbindung
mit dem Verteilerbehälter 58' steht. Eine
Suspensionsverteilereinheit 68' ist vorgesehen, um von einem Behälter auf
den anderen Behälter
zu wechseln, indem das Öffnen
und Schließen
der Einlass- und Auslassöffnungen
des ersten und des zweiten Behälters 60' und 62' gesteuert wird. Wenn
der erste Behälter 60' aufgefüllt wird, öffnet die Suspensionsverteilereinheit 68' somit die Auslassöffnung des
zweiten Behälters 62', um es der
Suspensionsflüssigkeit
zu ermöglichen,
aus dem zweiten Behälter 62' zu dem Verteilerbehälter 58' zu fließen. Die
Strömung
der Suspensionsflüssigkeit
aus dem Verteilerbehälter 58' wird durch
ein mit der Reguliereinheit verbundenes Regulierventil (nicht dargestellt) gesteuert.
Die Suspensionsflüssigkeit
verlässt
den Verteilerbehälter 58' mit einem von
der Gasverteil- und Reguliereinheit 57' festgelegten gewünschten Druck
und fließt
in den porösen
Injektor 52'.
Stromabwärts
des porösen
Injektors 52 ist eine Strömungsdrossel 70' vorgesehen,
um die Sus pensionsflüssigkeit
zwangsweise aus den porösen
Wänden
des Injektors 52 radial nach außen fließen zu lassen.
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Wie
in den 6 und 7 gezeigt ist, umfasst die Vorrichtung 10 ebenfalls
vorzugsweise ein Überwachungssystem 80,
um online Rückmeldungen über die
Herstellung der Monolagen zu erhalten. Es wurde festgestellt, dass
die Bildung der Monolage mit der Erzeugung einer Welle 82 oder
Woge an der Oberfläche
des Trägerfluids
ungefähr
1 oder 2 cm stromaufwärts
des nachlaufenden Endes der Monolage einhergeht. Diese Welle oder
Woge kann in vorteilhafter Weise benutzt werden, um das Wachstum der
Monolage zu verfolgen. Durch Ermittlung der Position der Welle 82 kann
man feststellen, wie viele Partikel sich aneinandergelagert haben.
Auf diese Weise ist es möglich,
die Geschwindigkeit der Ausgabefördereinrichtung 20 und
die Verteilrate der Partikel zu steuern, so dass die Anzahl der
zugeführten Partikel
gleich der Anzahl der aneinandergelagerten Partikel der Monolage
ist, die von der Ausgabefördereinrichtung
von dem Damm 18 entfernt werden.
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Die
Position der Welle und somit des nachlaufenden Endes der entstehenden
Monolage wird beispielsweise erfasst, indem ein Strahl aus Licht oder
Ultraschall auf die Oberfläche
des Trägerfluids stromabwärts des
zweiten porösen
Injektors 52 gerichtet und der reflektierte Strahl empfangen
wird. Wie in der 7 gezeigt ist, wird die Position
der Welle als Funktion des Reflexionswinkels des einfallenden Strahls
erfasst.
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Versuchsanordnungen
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Der
dem Schema der 1 folgende Prototyp wurde bei
einigen vorausgegangenen Versuchen mit dem vorliegenden Verfahren
verwendet. Bei dem Prototyp wurden im oberen Abschnitt der Rampe
angeordnete Spritzen als Injektoren sowohl für das Trägerfluid als auch für die Partikelsuspension
verwendet. Der Kolben der Spritzen wurde durch ein Betätigungselement
angetrieben, dass aus einer auf den Kolbenkopf drückenden
Platte bestand, die durch eine sich mit konstanter Geschwindigkeit
drehende Schraube betä tigt
wurde. Ein Betätigungselement, das
unter dem Namen "Harvard
Apparatus 22 Syringe Pusher" bekannt ist, kann verwendet werden.
Vor dem Injizieren wurden das Volumen jeder Spritze und die Oberfläche des
Kolbens verwendet, um die Geschwindigkeit der Längsverschiebung des Kolbens zu
bestimmen und die gewünschte
Injektionsrate zu erhalten. Die Nadel jeder Spritze wurde in einem Rohr
ausgerichtet, das an der Grenzfläche
Luft/Wasser endete. Das Trägerfluid
wurde so gewählt,
dass es in der Lage ist, Partikel problemlos auf seiner Oberfläche die
Rampe hinab zu befördern.
Gemäß diesem
speziellen Beispiel handelte es sich bei dem Trägerfluid um Wasser.
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Es
wurden Partikel im Mikrometerbereich gewählt, um für das bloße Auge sichtbare optische
Effekte zu erzielen: die Änderung
des Aussehens der Oberfläche
der Flüssigkeit
von milchig zu schillernd wurde benutzt, um die Bildung von dünnen Filmen
zu überwachen.
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Das
Verfahren bestand aus dem Ausrichten der Partikel auf der Oberfläche der
Trägerflüssigkeit, die
durch Gravitation entlang der obersten Fläche der Rampe floss. Als ein
Damm in Form einer beweglichen Barriere am unteren Ende der Rampe
angeordnet wurde, kam es zu dem Schillern, wodurch der Beginn der
Bildung eines dünnen
Films auf der Oberfläche
des Trägerfluids
angezeigt wurde. Bei vorausgegangenen Versuchen wurde die Zufuhr
der Partikel unterbrochen, sobald eine ausreichend große Filmfläche oder
Monolage erzeugt worden war. Nach dem Verdunsten der Trägerflüssigkeit
von der obersten Fläche
der Rampe war der so erhaltene Film gleichmäßig und zeigte keine sichtbaren
Fehler, wobei das Schillern permanent blieb.
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Auf
die gleiche Weise wurden ebenfalls Monolagen aus Lipiden hergestellt.
Die Monolagen wurden erzeugt, indem ein amphiphiles Molekül, Dioleoylphosphaticdylcholin
(DOPC), verwendet wurde. Dieses Molekül wurde mit Benzol gemischt
und die Lösung
(typischerweise 10–4 M) auf die Grenzfläche Luft/Wasser
unter Verwendung des oben beschriebenen Injektors aufgebracht. Die
Konzentration wurde so eingestellt, dass die Injek torströmung und
die Herstellungsrate der Monolage in einem Verhältnis von ungefähr 1 mm
pro Sekunde ausgeglichen waren. Die Existenz der Monolage wurde
durch die hydrophoben Eigenschaften des Substrats, auf das die Monolage überführt wurde,
nachgewiesen. Die Effizienz der Monolagenherstellung konnte ebenfalls
ermittelt werden, da das Volumen der injizierten Lösung sowie
die Konzentration der Lösung
und die molekulare Fläche
sowie ferner die Gesamtfläche
der bedeckten Oberfläche
des festen Substrats bekannt waren.
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Aufnahmesystem
für Monolagen
und Multilagen
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Es
gibt zwei Situationen, die das Aufnehmen der sich bildenden Monolage
betreffen.
- (a) im ersten Fall kann die Partikellage
direkt auf der Rampe aufgenommen werden, so dass sie nicht auf ein
Substrat überführt werden
muss. Unter diesen Umständen
hält eine
am unteren Ende der Rampe angeordnete Barriere den Partikelstrom
zurück,
um die Monolage wachsen zu lassen. Wenn der Prozess angehalten wird,
kann das Trägerfluid
verdunsten oder unterhalb der Barriere hindurchfließen oder
von der Rampe absorbiert werden oder an Ort und Stelle (durch Kühlen, Polymerisation
oder andere Verfahren) verfestigt werden. Nach diesem Prozess wird
die beschichtete Platte entfernt.
- (b) im zweiten Fall wird die Barriere durch einen Träger ersetzt,
der das Substrat hält,
auf dem die Monolage platziert werden soll. Dieses Substrat kann
starr, flexibel oder sogar fließfähig sein.
Im Fall von starren Substraten, wie beispielsweise Objektträgern von
Mikroskopen, ist die Größe der herstellbaren
Monolage eindeutig durch die Abmessungen des Substrats selbst begrenzt.
Wenn das Substrat in Form eines Fluids vorliegt, ist die Grenze
im Wesentlichen die Fläche
der zu bedeckenden Oberfläche.
Andererseits erlaubt die Verwendung von flexiblen Substraten, wie
aufgerollten Kunststoffbändern,
Teflon, Papier oder Seide (wobei diese Aufzählung kei nesfalls vollständig ist)
eine kontinuierliche Herstellung und Überführung von Partikeln, die nur
durch die Injektionskapazität
eingeschränkt
wird.
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Die Überführung der
Monolage von der Oberfläche
des Trägerfluids
auf das Substrat wird durch Manipulation der Wechselbeziehungen
der drei Substanzen durchgeführt:
den aneinandergelagerten Partikeln, dem Trägerfluid und dem Substrat. Beispiele
für eine
derartige Manipulation können sein:
abstoßende
oder anziehende Kräfte,
hydrophile, hydrophobe oder chemische Affinität, Wechselbeziehungen, die
auf elektrischer Ladung oder magnetischen Feldern beruhen. Durch
das Übereinanderlegen
von aufeinander folgenden Lagen, die durch das oben beschriebene
Verfahren gebildet wurden, können
auch Multilagen erzeugt werden.
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Arten von
Partikeln
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung können Partikel
aller Größen und
Formen verwendet werden. Das endgültige für die Industrie bestimmte Produkt legt
die Größe, Form,
Art, Zusammensetzung und Oberflächeneigenschaften
der Partikel fest. Die Partikel können einen Nanometer klein
sein (Fettsäuren, Fettalkohol,
C60 (Buckminster Fulleren), Pigmente, magnetische
Cluster), einige Nanometer (Proteine: Enzyme, molekulare Pumpen,
Ionenkanäle,
Antikörper),
ein paar Dutzend Nanometer (Viren, große Makromoleküle, kleine
metallische und nichtmetallische Kolloide), Hunderte von Nanometern
(Latexpartikel, durchschnittliche Kolloide, große Viren) groß sein, Partikel
im Mikrometerbereich (Bakterien, kleine Zellen, Glaskügelchen,
optische Partikel) und Partikel in der Größenordnung von zehn Mikron
(Zellen, große Kolloide,
Fasern, Linsen) sein.
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Gravitationsfeld:
es wird das natürliche
Gravitationsfeld der Erde benutzt. Jeder massive Körper kann
jedoch sein eigenes Gravitationsfeld erzeugen. Darüber hinaus
kann in der Zukunft ein künstliches Gravitationsfeld
oder ein physikalischer Effekt, der ähnliche Effekte auf die Masse
erzeugen kann (beispielsweise die Zentrifugalkraft) als geeignet
angesehen werden, um die auf das Trägerfluid wirkende Antriebskraft
zu erzeugen.
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Das
die Partikel vorwärts
tragende Fluid kann jede beliebige Flüssigkeit sein und wird manchmal
Subphase genannt. Es kann wässrig
oder nichtwässrig,
reines Wasser, geschmolzene Metalle, flüssiger Stickstoff usw. sein.
Seine Rolle besteht darin, die Partikel durch jede beliebige Kombination
von Kräften,
darunter auch das Archimedische Prinzip, Elektrostatik, Magnetismus,
Auftrieb, Hydrophobie usw., an seiner Oberfläche zu halten.
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Behandlung
von Monolagen
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Die
mechanischen, thermischen, elektrischen, magnetischen, optischen,
chemischen und biologischen Eigenschaften von Monolagen werden durch
die Wahl und die Orientierung der Partikel bestimmt. Durch die extreme
Dünne der
Monolagen und die Orientierung der Partikel werden außergewöhnliche
Leistungsfähigkeiten
geschaffen: schnelle Wärmeableitung,
hohe Kapazität,
hohe Durchlässigkeit,
sensible Massen, chemische und biologische Detektion, zweidimensionale
Kristalle, Quantenpunkt-Arrays, Tunneleffekte, hohe Informationsdichte,
Supraleitfähigkeit
usw.
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Das
sequentielle Aneinanderlagern der Partikel kann parallel zu einer
physikalischen oder chemischen Behandlung der Partikel erfolgen,
beispielsweise durch elektromagnetsicher Bestrahlung: sie kann irgendwo
zwischen Mikrowellen und Gammastrahlen liegen, um zu schmelzen,
zu ionisieren, zu polymerisieren, zu oxidieren und weitere chemische Reaktionen
hervorzurufen. Das Hinzufügen
von Enzymen, chemischen Reagenzien, Katalysatoren, Bindemitteln
für die
Vernetzung von Partikeln, Reinigungsmitteln, Lösungsmitteln usw. ist möglich.
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Arten von Monolagen und
Multilagen
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Eine
Monolage ist ein zweidimensionales Gebilde. In diesem Gebilde können sich
die Partikel so frei wie in einem Gas oder mit einigen Einschränkungen
wie in einer Flüssigkeit
bewegen oder wie in einem Feststoff fixiert sein. Der Feststoff
kann entweder amorph oder kristallin sein.
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Mit
dem vorliegenden Verfahren können
kontinuierlich mehrere Meter große Monolagen für sehr große industrielle
Produktionen hergestellt werden. Im entgegengesetzten Fall können die
Monolagenstreifen für
Mikroelektronik und biologische Detektion nur einen Mikrometer groß sein.
Durch die Schnelligkeit und Vielseitigkeit des vorliegenden Verfahrens, kann
die Art der zu Monolagen zusammengefügten Partikel während der
Herstellung verändert
werden, um Monolagen aus verschiedenen Arten von Material herzustellen.
Die Gleichmäßigkeit
des Verfahrens kann ausgenutzt werden, um unterschiedliche Streifen
parallel oder senkrecht zur Hauptachse der Herstellung zu erzeugen.
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Das
vorliegende Verfahren ist in der Lage, Monolagen jeder beliebigen
Art auf jede Art von Oberfläche,
Flüssigkeit
oder Feststoff aufzubringen. Diese Vielseitigkeit bei der Beschichtung
bietet ein enormes Anwendungspotential. Die Oberflächen können entweder
hydrophob oder hydrophil sein. Darüber hinaus ist die Rauheit
der Oberfläche
für die Effizienz
der Überführung der
Monolage auf die Oberfläche
selbst nicht wichtig. Gewissermaßen kann jede beliebige Oberfläche mittels
des vorliegenden Verfahrens beschichtet werden.
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Wenn
eine einzelne Monolage hergestellt worden ist, kann eine weitere
Lage auf ihr platziert werden. Dieses Übereinanderlagern von Lagen
wird Multilage genannt. Da das vorliegende Verfahren sehr schnell
und kontinuierlich ist, kann eine unbegrenzte Anzahl von Übereinanderlagerungen
erreicht werden, indem die Lagen beispielsweise auf ein Rad aufgewickelt
werden. Das vorliegende Verfahren ist in der Lage, Monolagen übereinander
zu lagern, die aus dem gleichen Material oder aus unterschiedlichen
Materialien gefertigt wurden. Dieses Übereinanderlagern oder gut
orientierte und arrangierte Partikel werden molekulare Architektur
genannt.
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Anwendungsbeispiele
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Wie
oben erwähnt
wurde, wird eine Monolage aus Partikeln hergestellt. Sie können aus
einer einzigen Art von Partikeln bestehen, die die Monolage bilden,
sie können
jedoch auch aus einer Kombination von Partikeln bestehen, um die
Monolage mit bestimmten erwünschten
Effekten auszustatten. Durch die unermessliche Auswahl von derzeit
auf dem Markt erhältlichen
Partikeln in Kombination mit Partikeln, die beim derzeitigen Stand
der Technik in Physik/Chemie-Laboratorien synthetisch hergestellt werden
können,
schafft das vorliegende Verfahren eine quasi unbegrenzte Auswahl
von verwendbaren Materialien und daher daraus herzustellenden Monolagen.
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Mechanik
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Das
vorliegende Verfahren erzeugt fehlerfreie Monolagen. Die gewählten Partikel
können weich
oder hart, beweglich oder fixiert sein. Somit können die Oberflächeneigenschaften
von reibungsfrei bis stark reibend, von nicht nichtklebend bis klebend,
von hart bis weich, von plastisch bis elastisch eingestellt werden.
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Durch
die Dünne
der Monolage werden die mechanischen Eigenschaften wie die spezifische Masse
pro Fläche,
Wellengeschwindigkeit und Elastizität stark gestört, wenn
sie von einem Fremdkörper berührt werden.
Diese spezifischen Eigenschaften können bei der Erkennung von
kleinen Objekten, wie Staub, Viren oder speziellen anhaftenden Substanzen
(Antikörper
oder chemischen Reagenzien) nützlich
sein.
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Thermik
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Das
sehr große
Oberflächen/Volumenverhältnis verleiht
der Monolage eine enorm schnelle Wärmeableitungskapazität. Es könnte sich
hier ein Weg zeigen, um die Wärmemauer
zu durchbrechen, mit der die heutige Computer-Industrie zu kämpfen hat.
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Chemie
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Aufgrund
des hohen Oberflächen/Massenverhältnisses
zeigt eine Feststoffkatalyse in einem Monolagenverband eine höhere Aktivität. Die Beförderung
von reaktiven Elementen und Produkten ist einfacher und die Fluidsensoren
können
empfindlicher eingestellt werden.
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Monolagen
oder Multilagen können
zwischen zwei verschiedenen Fluidphasen platziert werden, um Reaktionen
an ihrer Grenzfläche
zu steuern und zu katalysieren. Einem exzellenten Beispiel für eine derartige
Strategie begegnet man in der Natur bei der Photosynthese. Blätter bestehen
aus Lipid-Doppelschichten, in denen Proteine, die die Nanofabriken
für die
Umwandlung der Sonnenenergie darstellen, eingebettet sind. Sie sind
nanoelektrolytische Zellen, die Sauerstoff und Nahrung für das gesamte
Leben auf der Erde liefern. Daher können synthetische chemische
oder biochemische Vorrichtungen, die auf Nanofabriken enthaltenden
Monolagen basieren, hergestellt werden.
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Elektrik
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Die
Wahl von leitenden Materialien erlaubt die Herstellung von dünnen Leitern.
Die Anordnung derartigen Folien im Wechsel mit Monolagen aus nichtleitenden
Materialien führt
zu großen
Oberflächen,
die durch dünne
Isolatoren in Nanometerstärke getrennt
sind. Der Qualitätsgrad
der Monolagen muss jedoch hoch genug sein, damit es nicht zu Defekten
kommt, durch die elektrische Ladungen fließen könnten. Beispielsweise ist die
Lipid-Doppelschicht,
die die äußere Hülle von
Nervenfasern bildet, nur ungefähr
4 Nanometer dick, und sie kann Spannungen von ungefähr 0,2 Volt
aushalten, woraus sich ein gewaltiges elektrisches Feld in der Größenordnung
von 100 Millionen Volt pro Meter für ihren Querschnitt errechnen
lässt.
Das vorliegende Verfahren bietet einen Weg, durch den Anordnungen
mit hoher Kapazität
direkt auf dem Silikon von integrierten Schaltkreisen aufgebaut
werden können.
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Elektronik
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Das
vorliegende Verfahren kann sehr dünne Isolierschichten für bessere
Feldeffekttransistoren erzeugen. Durch die hohe Qualität der Monolage
und die riesige Auswahl von Isoliermaterialien kann die elektrische
Ladung länger
gehalten und es ist weniger Energie zum Aufladen erforderlich. Dies
ist für lange
haltende elektrostatische Speicher von Bedeutung.
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Auf
dem Gebiet der Nanolithografie hat sich vor kurzem herausgestellt,
dass die Linien schärfer sind,
wenn sie auf Monolagen geschrieben werden, was durch die extreme
Dünne verursacht
wird. Es wurden Linien mit nur wenigen Nanometern Breite und mit
ebensolchem Abstand gezeichnet, was den Weg für einen neuen Durchbruch in
der Nanotechnologie öffnet.
Das vorliegende Verfahren schafft eine gleichmäßige Beschichtung, wodurch
die Produktion von Schaltkreisen mit sehr hoher Dichte ermöglicht wird.
Darüber
hinaus bedeutet die Möglichkeit,
die Monolagen übereinander
zu lagern, dass die Dichte der Nanoschaltkreise mit der Anzahl der übereinander
gestapelten Monolagen vervielfacht werden kann.
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Die
Abmessungen im Nanometerbereich bedeuten auch, dass Quantenelektronik,
wie beispielsweise das Tunneln von Elektronen, in profitabler Weise
durchgeführt
werden kann.
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Magnetismus
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Die
magnetische Induktion ist schneller, einfacher und intensiver auf
einer sehr dünnen
Membran, wie einer Monolage. Es können mehr Spulen in einem vorgegebenen
Raum angeordnet werden.
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Mit
Monolagen können
dünne Vorrichtungen zum
Messen und unter Verwendung des Hall-Effekts und Quanten-Magnetfeldern
geschaffen werden.
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Das
vorliegende Verfahren bietet hohe Gleichmäßigkeit und perfekte Steuerung
für die
Ablagerung von magnetischen Partikeln zum Herstellen von Oberflächen mit
hoher Dichte für
magnetische Anwendungsbereiche für
die Massenspeicherung von Daten.
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Supraleiter
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Entsprechend
der gegenwärtigen
Entwicklung auf dem Forschungsgebiet der Supraleiter, handelt es
sich bei den besten Supraleitern tatsächlich um Multilagen mit zweidimensionalen
Leitern. Das vorliegende Verfahren erzeugt zweidimensionale kristalline,
kristallähnliche
und amorphe Strukturen mit hoher Qualität für einen großen Dickenbereich und mit großer Materialauswahl.
Monolagen von zweidimensionalen Supraleitern, Leitern oder Isolatoren
mit speziellen magnetischen Eigenschaften können in beliebiger Reihenfolge übereinander
gelagert werden, um Multilagenanordnungen zu schalten.
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Optik
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Die
Dünne der
Monolagen kann eingestellt werden, um eine große Auswahl von Interferenzfiltern,
Linsen oder Reflektoren für
Wellenlängen
vom Röntgenbereich
bis zum Infrarotbereich herzustellen. Kontrollierte Dünne ist
ebenfalls wichtig für
optische Tunneleffekte.
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Wenn
optisch aktive oder doppeltbrechende Materialien verwendet werden,
steht eine große
Anzahl von chiralen Effekten zur Verfügung, einschließlich ellipsometrischer
Effekte und Kerr-Effekte.
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Mit
zweidimensionalen (2D) Arrays aus Partikeln können auch Interferenz-Effekte
erzielt werden, da das vorliegende Verfahren hohe Gleichmä ßigkeit und
perfekte Steuerung der Ablagerung von optischen Partikeln und 2D-Kristallen
bietet.
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Sämtliche
Effekte können
verwendet werden, um Holografien, elektronische Flachbildschirme und
andere Bilder darstellende Geräte
herzustellen. Eine gemäß dem Stand
der Technik erzeugte Kombination von Monolagen kann Oberflächen erzeugen, die
mit allen anderen Verfahren nicht nachgeahmt werden können. Daher
ist die vorliegende Erfindung besonders geeignet, um Kreditkarten,
Geldkarten, Papiergeld, Ausweise, Diebstahlsicherungen, Sicherheitssiegel
und andere flächenartige
Gebilde zur Identifikation zu erzeugen.
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Filtration
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Poren
mit vorbestimmten Abmessungen, Formen und chemischen Eigenschaften
können
hergestellt werden, indem molekulare Pumpen oder ionische Kanäle in Monolagen
eingefügt
oder einige spezielle Partikel entfernt werden. Ferner können Fluide aufgrund
der kurzen Längenausdehnung
der Poren schnell durch die Monolagen fließen. Mit dem vorliegenden Verfahren
sind die Poren gleich und optimiert, da ihre Anordnung sehr gut
kontrolliert wird. Darüber
hinaus kontrolliert das vorliegende Verfahren unter Ausnutzung der
Eigenschaft der Partikel, sich selbsttätig zu gruppieren, ihre Anordnung
im Nanometerbereich, was die Optimierung ihrer gleichmäßigen und
homogenen Verteilung sicherstellt.
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Abhängig von
der Wahl des Durchmessers und der Form der Pore können Ionen,
kleine Moleküle,
Proteine, Viren, Zellen, Staub und andere in der Luft enthaltene
Teilchen, Wasser oder andere Fluide zurückgehalten werden oder dürfen wahlweise
passieren. Aufgrund der Vielseitigkeit der Kanäle, Poren oder anderer vorbestimmter Öffnungen,
die durch die Monolage führen,
gibt es Einsatzmöglichkeiten
für Makrofiltration,
Ultrafiltration, Osmose und Dialyse. Durch die Dünne der Monolage ist nur ein
sehr kleines Druckgefälle
für schnellen
Durchfluss erforderlich.
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Gesundheit, Nahrung und
Umwelt
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Das
vorliegende Verfahren ist besonders gut geeignet, um mit weichen
Materialien umzugehen, da die Beförderungszeit an der Grenzfläche während der
Herstellung der Monolage nur sehr kurz ist. Daher können bei
der Verwendung von Komponenten, die in Lebenssystemen anzutreffen
sind, deren biologische Funktionen benutzt werden, um insbesondere Moleküle wie Proteine
oder komplette Lebenssysteme wie Viren, Tumore oder Bakterien zu
entdecken. In Kombination mit dem großen Verhältnis von Fläche zu Volumen
der Monolagen kann ein hochempfindlicher Biosensor erzeugt werden.
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Das
vorliegende Verfahren ist für
die zweidimensionale Kristallisation von Proteinen sehr gut geeignet.
Dies könnte
ein Verfahren für
die Reinigung und Charakterisierung von Proteinen sein.
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Wie
das Langmuir-Verfahren kann das vorliegende Verfahren verwendet
werden, um biomimetische Modelle herzustellen und lebende Systeme
zu studieren. Es ist ein besseres Verfahren, da es schneller und
gegenüber
biologischem Material weniger aggressiv ist. Es ist nicht erforderlich,
flüchtige Substanzen
zu verwenden.
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Die
Effizienz der Filter aus Monolagen führt zu niedrigen Energiekosten
für eine
wirksame Entfernung von verschmutzenden Teilchen.