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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung mit einem herkömmlichen
Uhrwerk und einer Chronographenbaugruppe gemäss dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs
1.
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Das
Dokument EP-A-0 620 509 im Namen von HDG SARL offenbart eine Uhr
gemäss
dem besagten Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs 1.
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Der
Markt für
Chronographenuhren mit einer Vorrichtung dieser Art hat sich im
Laufe der letzten Jahre stark entwickelt, insbesondere im Spitzensegment.
Jedoch hat ein sehr grosser Teil solcher Uhren eine Chronographenplatte
(hiernach unterschiedslos Chronographenteil-, -modul/-baugruppe
oder -uhrwerk) mit einem Quarzoszillator, während ein bestimmtes Kundensegment
einen steigenden Anreiz für
mechanische Chronographenuhren verspürt. Bei Letzteren, aus weiter
unten erklärten
Gründen,
stösst jedoch
der Fachmann insbesondere an ein Problem der Lesegenauigkeit (man
spricht auch von Leseresolution).
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Armbanduhren,
deren Gehäuse
ein Chronographenmodul oder -uhrwerk mit einem Quarzoszillator beherbergt,
erlauben dem Träger,
Messungen mit einer je nach Anzeigetyp variierenden Genauigkeit durchzuführen, nämlich in
der Grössenordnung
des Zehntels oder Hundertstels einer Sekunde, je nachdem, ob diese
Anzeige analog bzw. digital ist.
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CH-667,771
beschreibt eine Chronographenuhr mit einem herkömmlichen zentralen Uhrwerk,
welches die Stunden-, Minuten- und Sekundenzeiger antreibt, und
einem autonomen Chronographenuhrwerk, welches einen Präzisionszeitmesser
und mindestens einen von einem elektrischen Motor angetriebenen
Indikator aufweist. Die Organe des Chronographenuhrwerks werden
an der Peripherie des herkömmlichen
Uhrwerks oder Basisuhrwerks angeordnet. Jedes Uhrwerk umfasst einen
eigenen Regulator, der mit der gleichen Frequenz wie der andere
schwingt. Das Chronographenuhrwerk wird mit einem unabhängigen Rohrwerk
in Form einer Glocke versehen, welches das Basisuhrwerk bedeckt
und umgibt. Die beiden Uhrwerke werden mittels einer dazwischen
gesetzten Platte verbunden.
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Diese
Konstruktion hat den Zweck, eine billige Chronographenuhr herzustellen.
Jedoch bleibt die Genauigkeit sehr diskutabel, da der Chronographenzeiger
bei 1/5 Sekunde schlägt
(was einem Oszillator mit 18'000
Halbschwingungen pro Stunde entspricht). Ferner liefert dem Fachmann
dieses Dokument keine Lehre bezüglich
der Anordnung der Organe des Moduls oder Chronographenuhrwerks,
falls dieses Modul mechanisch wäre,
noch bezüglich
der Zusammenarbeit zwischen einem Modul dieses Typs und dem herkömmlichen
Basiszeitchronographen.
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Jedoch
stellen diese Anordnung und diese Zusammenarbeit komplexe Zuverlässigkeits-
und Machbarkeitsprobleme sowohl auf der technischen wie auf der ästhetischen
Ebene dar – welche
durch die Verwendung eines Quarzchronographen nicht gelöst sondern
durch Umgehung lediglich vermieden werden, so dass der Fachmann
immer davon abgebracht wurde, die benannte Anordnung und die benannte
Zusammenarbeit überhaupt
in Betracht zu ziehen und sich die Aufgabe, sie auszuführen, aufzubürden/anzunehmen.
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Tatsächlich ist
die Messgenauigkeit der gegenwärtig
auf dem Markt angebotenen mechanischen Chronographen meistens in
der Grössenordnung
von 0,125 Sekunden, wobei die entsprechende Unruh mit 28'800 Halbschwingungen
pro Stunde schwingt, und seltener, für andere bedeutend teurere mechanische
Chronographen, deren Unruh mit 36'000 Halbschwingungen pro Stunde schwingt,
in der Grössenordnung
von 0,1 Sekunde. Diese Messgenauigkeit kann nicht mit mechanischen
Chronographen, welche eine gemeinsame Zeitbasis für den Zeitteil
und für
den chronographen Teil aufweisen, erhöht werden, und dies aus verschiedenen
Gründen. Die
Verwendung für
den Zeitteil einer Unruh, welche mit einer höheren Frequenz schwingt, würde die
Abwicklungsgeschwindigkeit der Feder des Federhauses verändern und
die Gangreserve des Uhrwerks vermindern. Zudem würde eine Gruppe, bestehend aus
einem Hemmungsrad, einem Anker, einer Ellipse, einem Unruhdrehzapfen,
welche durchgehend einer solchen Betriebsbedienung unterworfen wäre, nach
einigen Monaten schon eine bedeutende Abnutzung aufweisen, was unweigerlich
eine irreversible Veränderung
des guten Laufens des Uhrwerks verursachen würde. Es muss noch betont werden,
dass bei hoher Frequenz die Energieübermittlung vom Federhaus zur
Unruh-Spiralfeder durch das Räderwerk und
die Hemmung bei durchgehender Verwendung Probleme stellt, deren
Lösung
sehr wahrscheinlich die Verwendung von komplexen und nicht zufallsfreien
Mitteln voraussetzen würde.
Als Beispiel sei somit erwähnt,
dass eine mit einer hohen Frequenz schwingende Unruh eine kleinere
Amplitude aufweist als die gleiche Unruh, die mit einer niedrigeren
Frequenz schwingt. Demzufolge wird sie auf Variationen des Motorkräftepaars
der Feder des Federhauses sensibler und wird eine Gangstabilität nur während der Periode
bieten, wo die Variationskurve des benannten Motorkräftepaars
der Feder linear ist.
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Als
Fortsetzung dieser Schwierigkeiten melden sich diejenige an, welche
von Kosten- und Ästhetikfragen
gestellt werden. Einerseits weiss man, dass ein Uhrstück, insbesondere
eine Armbanduhr mit einer Vorrichtung bestehend aus einem Basiszeituhrwerk
und einem „vollmechanischen" Chronographenuhrwerk,
meistens zur Spitzenklasse zählt.
Sein Preis ist also hoch, obwohl die Genauigkeit seines Chronographenuhrwerks
mässig
ist und nicht einmal diejenige eines niederwertigen Quarzchronographenuhrwerks
mit Digitalanzeige erreicht. Andererseits ist es denkbar, dass die
Ausführung
eines Uhrstücks
mit einem zweifachen Uhrwerk, d.h. Zeit- und Chronographenuhrwerk,
wobei beide mechanisch sind, den Uhrmacher mit einem heiklen Problem
des Platzbedarfs oder Volumens des Uhrstücks konfrontiert, ein Problem
das, wenn es ungelöst
bleibt, in einer Unästhetik
resultiert, welche den kommerziellen Erfolg der Uhr gefährden könnte. Eine
Lösung,
die einem einfällt,
würde darin
bestehen, die den mechanischen Chronographen bildenden Organe zu
verkleinern. Jedoch, indem der Ästhetik
gedient wird, ginge dies gegen den Zweck der Kostengünstigkeit
und würde
sicherlich grössere
technische Schwierigkeiten mit sich bringen. Diese zu wählen und
anzuwenden wäre
nicht ohne technische und kommerzielle Risiken. Diese Risiken erscheinen
genügend
abschreckend, um den Fachmann zu überzeugen, andere Lösungsansätze auszudenken
und zu untersuchen, um eine Vorrichtung mit einem Qualitäts-Preis-Verhältnis so
günstig
wie möglich
zu erzielen.
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Das
Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung vorzuschlagen,
welche den Nachteil des Genauigkeitsmangels behebt, während gleichzeitig
ein wirklich zuverlässiges
Lesen gewährleistet wird,
egal welches Merkmal des gewählten
Regulators, und also der vorgesehenen Genauigkeit, gewählt wird
und unter Vermeidung jeglicher (oben erwähnten) Störung auf dem Zeitteil der Uhrwerke
der Vorrichtung.
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Dieses
Ziel wird dank den im unabhängigen Anspruch
1 definierten Mitteln erreicht, wobei die abhängigen Ansprüche Mittel
betreffen, die bevorzugte und, im Sinne des oben erwähnten Qualitäts-Preis-Verhältnisses,
kostengünstige
Ausführungsformen
der Erfindung erlauben.
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Teste,
welche auf den erfindungsgemässen Prototypen
mit einem Chronographen, dessen Unruh mit 3600'000 Halbschwingungen pro Stunde schwang,
durchgeführt
wurden, haben erlaubt festzulegen, dass eine Genauigkeit des Hundertstels
einer Sekunde auch nach einer durchgehenden Verwendung von mindestens
dreissig Minuten gewährleistet
wurde. In anderen Worten erlaubt es die erfindungsgemässe Vorrichtung
einen „vollmechanisches" Zeitstück der Spitzenklasse
anzubieten, dessen Genauigkeit des Chronographen einem hochqualitativen
Quarzchronographen im Nichts nachsteht.
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Eine
Ausführungsform
der Vorrichtung wird hiernach detailliert als nichteinschränkendes
Beispiel beschrieben, mit Hilfe der beigefügten Zeichnungen; es zeigen:
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1 eine
Draufsicht eines Zeitstücks
in der Form einer Armbanduhr mit einer Vorrichtung gemäss der Erfindung,
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2 eine
perspektivische Darstellung der Vorrichtung in unmontiertem Zustand,
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3 eine
perspektivische Darstellung der alleinigen Chronographenbaugruppe,
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4 eine
perspektivische Darstellung des Regulatororgans, des Räderwerks
und des Federhauses der Chronographenbaugruppe,
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5 eine
perspektivische Darstellung eines Wechselrad- und Kleinsekundensystems
der Chronographenbaugruppe,
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6 eine
perspektivische Darstellung eines Aufziehsystem der Chronographenbaugruppe,
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7 eine
perspektivische Darstellung einer Gangreserve der Chronographenbaugruppe,
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8 eine
Variante der in den 1 bis 7 dargestellten
Ausführungsform,
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9 eine
Schnittdarstellung der Zeitstell- und Aufziehvorrichtung in verschiedenen
Teilen,
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10 eine
Schnittdarstellung der Übermittlungsvorrichtung
der Datumskorrektur vom Basisuhrwerk zur auxiliaren Chronographenbaugruppe,
und
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11 ein
Diagramm, welches das für
die Gewährleistung
einer gegebenen Gangreserve benötigte
Kräftepaar
der Feder des Federhauses angibt.
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Die
erfindungsgemässe
Vorrichtung findet vorteilhaft Anwendung in einer Chronographenarmbanduhr
(ohne spezifisches Bezugszeichen), wie in der 1 dargestellt.
Diese Uhr weist auf: um 2 Uhr, eine Drückerkrone 1, die erlaubt,
ein Federhaus der Chronographenbaugruppe – hiernach autonome Chronographenbaugruppe
MCA genannt – der
Vorrichtung aufzuziehen und die Start- und Stopfunktionen der autonomen
Chronographenbaugruppe zu steuern, um 3 Uhr, eine Aufzugskrone 2 des
Zeituhrwerks der Vorrichtung – hiernach
Basisuhrwerk MB genannt – und
um 4 Uhr, einen Drückknopf 3,
der für die
Nullstellung und Flugsrückkehr
(retour à la
volée) der
autonomen Chronographenbaugruppe MCA betätigt wird. In einer bevorzugten
Ausführungsform, weiter
unten in Zusammenhang mit 9 beschrieben,
umfasst die Uhr eine einzige Krone die erlaubt, das Basis Uhrwerk
MB und die auxiliare Chronographenbaugruppe MCA in verschiedenen
axialen Positionen gleichzeitig einzustellen und aufzuziehen.
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Die
Chronographenuhr erlaubt das Anzeigen der aktuellen Zeit mittels
eines Stundenzeigers 4, eines Minutenzeigers 5 und
eines kleinen um 3 Uhr angeordneten Sekundenzeigers 6.
Sie erlaubt auch das Anzeigen einer Messung der abgelaufenen Zeit
mittels eines Dreissigminuten-Zählers 7,
um 9 Uhr angeordnet und versehen mit einem Zeiger 8, einer
zentralen Chronographentrotteuse 9 und einem Hundertstelsekundenzähler 10 um
6 Uhr und mit einem Zeiger 11. Ein Gangreservenzähler 12 der
autonomen Chronographenbaugruppe MCA, mit einem Zeiger 13 und
um 12 Uhr angeordnet, dient dazu, die Autonomie der besagten Baugruppe
bis zum nächsten
Aufzug zu kontrollieren. Die Gradeinteilungen dieser verschiedenen
Zähler
sind auf einem Zifferblatt 14 eingetragen; insbesondere
die Hundertstelsekunden entsprechen Hundert auf einem kreisförmigen Lineal
angebrachten Markierungen, wobei der Zeiger 11 eine Drehung
von 360° pro
Sekunde durchläuft,
um eine bequeme und genaue Lesung des Zeitintervalls zu erlauben.
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2 ist
eine perspektivische Ansicht, welche das Zusammenbauprinzip der
autonomen Chronographenbaugruppe MCA mit dem Basisuhrwerk MB zeigt,
wobei Zentrierungselemente und Fixierungsorgane vorgesehen werden.
Als nicht einschränkendes
Beispiel kann das Basisuhrwerk beispielsweise aus einem durch die
Firma ETA SA vermarkteten Uhrwerk des Typs 2892 bestehen. Eine Basisplatte 76 der
autonomen Chronographenbaugruppe MCA weist zwei Löcher auf
(nicht sichtbar und ohne Bezugszeichen), in welchen zylindrische Füsse 16, 17 eingejagt
werden, welche dazu bestimmt sind, in Zifferblattfusslöcher 18, 19 einer
Platine 15 einzugreifen, um eine korrekte Winkelpositionierung
der Baugruppe MCA in Bezug auf das Uhrwerk MB zu gewährleisten.
Befestigungsmittel verbinden das Basisuhrwerk MB und die autonome Chronographenbaugruppe
MCA an deren Peripherie. Gemäss
der Ausführungsform
durchdringen Schrauben 20A, 21A durch in der Platte 76 gemachte Löcher (nicht
sichtbar und ohne Bezugszeichen) und werden in entsprechende gebohrte
Löcher 20, 21 der Platine 15 geschraubt.
Es sind noch in dieser 2 dargestellt: einerseits, auf
der autonomen Chronographenbaugruppe MCA und aus ihrer Flanke herausragend,
eine Drückwelle 1A zur
Aufnahme der Drückkrone 1 (1),
und aus ihrer Oberseite herausragend, eine Welle 88 des
Minutenzeigerwerkorgans, eine Welle 67 des Sekundenzeigerwerkorgans, eine
Welle 61 des Hundertstelsekundenzeigerwerkorgans und eine
Welle 88 der kleinen Sekunde; und andererseits, auf dem
Basisuhrwerk MB und aus seiner Flanke herausragend, eine Aufzugwelle 2B zur Aufnahme
der Aufzugkrone 2 (1) und,
aus seiner Oberseite herausragend, in der Mitte, ein Rad 86 des Sekundenzeigerwerkorgans
und ein Rad 77 des Minutenzeigerwerkorgans. Wie oben erwähnt könnte eine
einzige Aufzugskrone mittels des auf der 9 dargestellten
Mechanismus verwendet werden, um die beiden Wellen 1A und 2B axial
und drehend zu betätigen.
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3 ist
eine perspektivische Ansicht beider Uhrwerke in zusammengebautem
Zustand, das hauptsächlich
die autonome Chronographenbaugruppe MCA zeigt, welche das Basis
Uhrwerk MB (insb. durch seine Platine 15 und seine Aufzugwelle 2B visualisiert) überdeckt,
und die bemerkenswerte und originale Anordnung und Gestaltung der
Hauptorgane und -elemente der autonomen Chronographenbaugruppe MCA
auf ihrer Basisplatte 76 darstellt. Diese extrem dichtgepackte
und kompakte Anordnung resultiert aus einer optimalen Ausnützung der
Volumen, was eine kostbare Verkleinerung der benannten Organe und
Elemente spart, ohne die Ästhetik
zu opfern, wobei diese Konzeption und Konstruktion die Dimensionen
der Vorrichtung in zusammengebautem Zustand auf sehr reduzierte
Werte einzuschränken
vermag. Gemäss
der beschriebenen Ausführungsform
sind diese Werte in der Grössenordnung
von 7,75 mm (Höhe)
und 30 mm (Aussendurchmesser), wobei die Dimensionen der Chronographenbaugruppe
alleine Werte in der Grössenordnung
von 4 mm (Höhe)
und 30 mm (Durchmesser) nicht übersteigen.
Man wird verstehen, dass diese Dimensionen sehr variierte Ausstattungen
der Vorrichtung und eine bemerkenswerte und erfolgreiche Ästhetik
erlauben.
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Um
die Höhe
des Chronographenuhrwerks noch mehr zu reduzieren kann man in Betracht
ziehen, die Elemente – auf
welche später
in Detail zurückgekommen
wird (insbesondere Regulatororgane, Federhäuser, jeweilige Räderwerke,
Gangreserve, Hebel, Aufziehsysteme) – auf Brücken anzuordnen, welche sachgemäss angeordnet
sind, ab einer einzigen Platine, wobei die Basis- und Chronographenuhrwerke somit in
einander eingreifen, ohne das gute Laufen der Chronographenbaugruppe
einzuschränken,
gemäss
den hiernach beschriebenen Verfahren, jedoch mit einer Verteuerung
der Herstellungskosten.
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Die
autonome Chronographenbaugruppe MCA wird mit ihrem eigenen Federhaus 22 und
ihrem eigenen, eine Unruh 23 umfassenden Regulatororgan
versehen. Dieses Merkmal schafft jegliche Krafteinwirkung auf dem
Basisuhrwerk MB ab und erlaubt es, die Unruh 23 zu stoppen,
ohne die Unruh-Spiralfeder des Basisuhrwerks MB zu stören.
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Der
Chronograph MCA wird durch einen kleinen Druck auf der Drückwelle 1A,
d.h. auf der Krone 1, ein- und ausgeschaltet. Jeder Druck
verursacht eine Verschiebung, in Richtung des Zentrums des Chronographen
MCA, einer Platte 24 mit Rillen in Form von länglichen Öffnungen 25, 26,
wobei diese Verschiebung, die durch Schrauben 27, 28 in
Zusammenarbeit mit den benannten Rillen geführt wird, gleichzeitig einen
Schnabel 29 in Bewegung setzt. Wenn der Druck gelockert
wird, nehmen die Platte 24 und der Schnabel 29 ihre
Ausgangsposition unter der Wirkung einer Drahtfeder 40 bzw.
einer Rückstellfeder 41 wieder
ein.
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Aus
einer Ausgangsposition (Chronograph gestoppt, d.h. bei Null), kommt
das Ende des Schnabels 29, drehend um einen Sperrstift 30,
in Kontakt mit einer Flanke eines Zentralflügels einer Kurvenscheibe 31 und
dreht die besagte Kurvenscheibe 31 um eine Welle 32 mit
einem durch einen Anschlag 33 definierten Winkel. Ein Sporn 34 treibt
dann einen Hebel 35 an, ein Sporn 39 dreht einen
Werfer 36 um seine Welle 37, und eine Federklinge 38 ragt
tangential aus der Aussenseite der Unruh 23 heraus. Dabei liefert
die Feder 38 der Unruh 23 einen Startimpuls, um
sie in Bewegung zu setzen. Ein erneuter Druck auf der Krone führt zu einem
Stopp des Chronographen am Ende eines identischen jedoch umgekehrten
Vorgangs (Position, die der auf der 3 dargestellten
Position entspricht (Unruh in Bewegung)), wobei die Federklinge 38 diesmal
tangential in Kontakt mit der Aussenseite der Unruh 23 in
Kontakt kommt und Letztere anhält.
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Ein
auf dem Druckknopf 3 ausgeübter Druck (1)
provoziert eine Nullstellung der Chronographenbaugruppe MCA.
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Diese
Nullstellung geschieht durch einen einzigen Hammer 48.
Der vorher erwähnte
Druck auf dem Knopf 3 führt
zu einer Drehung einer Wippe 42 und demzufolge seines Schnabels 44 um
eine Säulenachse 43,
was bewirkt, dass ein Wechsler 45 mit seinem Sperrstift 46 angetrieben
wird, wobei Letzterer seinerseits einen Hebel 47 steuert,
der den Hammer 48 dreht, dessen drei Schnabel (ohne Bezugszeichen)
an die Herzen 49, 50, 51 anstossen, welche auf
den jeweiligen Minuten-, Sekunden- und Hundertstelsekunden-Zeigerwerkorganen
montiert sind (siehe auch 4), und
die Nullstellung der Chronographenbaugruppe MCA verursachen.
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Während dem
Drücken
auf die Kippe 42 bleibt der Schnabel 44 in Kontakt
mit dem Wechsler 45 während
ungefähr
zwei Drittel des von der Wippe 42 um die Säulenachse 43 geschlagenen
Winkelraums, dann trennt sich der benannte Schnabel 44 tangential
vom Ende des Wechslers 45 und der Wechsler 45 kehrt
an seinen Ausgangspunkt zurück unter
der Wirkung einer um die Drehachse des benannten Wechslers 45 aufgewickelten
Rückzugsfeder
(auf der 3 hat es Bezugszeichen weder
für diese
Rückzugsfeder
noch für
diese Drehachse und die Drehachse ist ferner vom Wechsler 45 versteckt).
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Der
Hammer 48 wird auf der Räderwerkbrücke 52 mit einer Schraube 53 und
einer exzentrischen Unterlagscheibe 54 befestigt. Die exzentrische Unterlegscheibe 54 erlaubt
es, das Regeln des Hammers 48 so anzupassen, dass die drei
Schnabel des besagten Hammers 48 gleichzeitig auf die drei
Herzen 49, 50 und 51 drücken, wobei
die Nullstellung der Chronographenbaugruppe MCA somit erfolgt, knapp bevor
der Schnabel 44 den Wechsler 45 verlässt.
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Die
Folgen während
der Nullstellung der Chronographenbaugruppe MCA unterscheiden sich, je
nachdem die Unruh 23 gestoppt oder in Bewegung ist.
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Ist
die Unruh 23 gestoppt, so ist die Federklinge 38 in
Kontakt mit der Unruh 23 und die von den Wellen 61, 67, 71 (2 und 4)
auf dem Räderwerk
ausgeübte
Reibung hat keinen Einfluss auf die Unruh 23.
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Ist
hingegen die Unruh in Bewegung, so ist die Federklinge 38 nicht
in Kontakt mit der Unruh 23 und die von den Wellen 61, 67 und 71 auf
dem Räderwerk
ausgeübte
Reibung tendiert dazu, die Unruh 23 zu bremsen.
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Während der
Druck auf die Wippe 42 gelockert wird, kann der Schnabel 44,
durch eine Rückzugfeder 56 gehalten,
um einen Sperrstift 55 drehen, um dem Wechsler 45 auszuweichen
und der Wippe 42 zu erlauben, ihre Ruheposition unter Wirkung
einer Rückzugfeder 57 wieder
einzunehmen.
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Das
hier oben beschriebene Funktionsprinzip dient also dazu, während der
Nullstellung der autonomen Chronographenbaugruppe MCA und unter Bewegung
der Unruh 23, jegliches Stoppen der benannten Unruh zu
verhindern, das auf eine ausdauernde Reibung der Wellen 61, 67 und 71 zurückzuführen wäre.
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So
verursacht der gleiche auf den Drückknopf 3 (1)
ausgeübte
Druck bei gestoppter Unruh 23 eine Nullstellung der Chronographenbaugruppe
MCA und bei sich bewegender Unruh 23 eine Nullstellung
der Chronographenbaugruppe MCA (eine Operation, die Flugsrückkehr genannt
wird), gefolgt von einem automatischen Neustart einer neuen Messung
(ohne dass auf die Drückwelle 1A gedruckt werden
muss).
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Die
Unruh-Spiralfeder-Gruppe des Regulatororgans des Chronographen ist
gestoppt, wenn Letzterer nicht in Betrieb ist.
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4 ist
eine perspektivische Sicht, welche die Anordnung des Regulatororgans,
des Räderwerks
und des Federhauses darstellt, welche auf der Basisplatte 76 der
autonomen Chronographenbaugruppe MCA montiert sind. Gemäss der Ausführungsform,
in dieser Anordnung, wird die Unruh 23-Spiralfeder-Gruppe so dimensioniert,
um mit einer Frequenz von 360'000
Halbschwingungen pro Stunde zu schwingen.
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In
der Formel:
wird man feststellen, dass
für eine
gegebene Spiralfeder, die Frequenz umgekehrt proportional zur Quadratwurzel
des Trägheitsmoments
der Unruh ist, deren Formel derjenigen eines Hohlzylinders assimiliert werden
kann:
l = 1/2m(R2 + r2)
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Wo:
m = πhρ(R2 – r2) l = 1/2πhρ(R4 – r4)was erlaubt zu schreiben:
- – f
- Frequenz [Hz]
- – M
- elastisches Kräftepaar
der Spiralfeder [Nm]
- – I
- Trägheitsmoment der Unruh [kg·m2]
- – R
- Aussenradius der Unruh
[m]
- – r
- Innenradius der Unruh
[m]
- – h
- Dicke der Unruh [m]
- – ρ
- spezifisches Gewicht
der Unruh [kg/m3]
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Indem
Werte für
f, R und r in diese Funktion eingefügt werden wird man feststellen,
dass wenn die Frequenz beispielsweise von 28'800 auf 360'000 Halbschwingungen pro Stunde erhöht wird,
der Durchmesser der Unruh durch ca. 5 geteilt werden könnte. Die
Erfahrung zeigt, dass eine zu kleine Unruh keine gute Laufstabilität mehr bietet
und Regelprobleme verursacht. Die Lösung besteht also darin, einen
Kompromiss zu finden zwischen einer Reduktion des Aussendurchmessers
der Unruh, was deren Integration in der autonomen Chronographenbaugruppe
MCA erleichtert, und einer Erhöhung
der Beschleunigungskraft der Spiralfeder, durch ihre CGS Nummer
definiert.
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In
Anbetracht dieser Überlegungen
wird also eine Spiralfeder gewählt,
deren technische Eigenschaften die Wahl einer Unruh mit einer solchen
Dimension erlauben, dass der Regulator mit der vorbestimmten Frequenz
schwingt, dass der Regulatororgan eine gute Regulierqualität bietet
und dass die Unruh effizient durch die Federklinge 38 angekurbelt werden
kann.
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Auf
der 4 sind ein Anker 113 und ein Hemmungsrad 58 sichtbar,
wobei diese Elemente aus den existierenden Assortimenten gewählt werden
können.
Gemäss
einer als Beispiel beschriebenen Ausführungsform der Vorrichtung,
wird ein auf die Welle des Hemmungsrads 58 gejagtes Rad 59 so gewählt, dass
es mit einer Geschwindigkeit von 2,5 Drehungen pro Sekunde dreht,
wobei die Unruh 23 beispielsgemäss mit 50 Hz (d.h. 360'000 Halbschwingungen
pro Stunde) schwingt. Ein Rad 60 des Zeigerwerkorgans der
Hundertstelsekunde dreht im Uhrzeigersinn mit einer Geschwindigkeit
von einer Drehung pro Sekunde. Ein Rad (auf der Figur nicht sichtbar,
da durch das Herz 51 versteckt), mit dem Rad 60 zusammenhaltend,
wird auf die Welle 61 des Zeigerwerkorgans der Hundertstelsekunde
montiert und greift mit einem auf einen Trieb 63 gejagten
Rad 62 ein, wobei der Trieb mit einem Rad 64 eingreift. Ein
Rad 65 des Zeigerwerkorgans der Sekunde dreht im Uhrzeigersinn
mit der Geschwindigkeit von einer Drehung pro Minute dank einem
Wechsler 66, der es mit dem Rad 64 verbindet.
Ein Rad 84 (auf der 5 dargestellt),
durch das Herz 50 versteckt und mit dem Rad 65 zusammenhaltend,
wird auf die Welle 67 des Zeigerwerkorgans der Sekunde
montiert. Dieses Rad 84 greift mit einem Rad 68 ein,
gejagt auf eine Welle, die mit einem Rad 69 zusammenhält, das
ein auf der Welle 71 des Zeigerwerkorgans der Sekunde montiertes
Rad 70 treibt. Das Rad 70 dreht im Uhrzeigersinn
mit der Geschwindigkeit von einer Drehung pro 30 Minuten, es greift
mit einem Rad 72 ein, gejagt auf eine Welle 73,
das mit einem Rad 74 zusammenhält, das mit einer gezahnten
Krone 75 des Federhauses 22 eingreift, wobei Letzteres
sich unter der Wirkung der (nicht dargestellten) Feder des Federhauses
im Uhrzeigersinn mit der Geschwindigkeit einer Drehung pro 29,7
Minuten abspult.
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In
einem mechanischen Uhrwerk wird die Feder des Federhauses im Allgemeinen
so berechnet, um ca. 7,5 Drehungen zu absolvieren. Gemäss der beschriebenen
Ausführungsform
und aus Gründen der
Platzeinsparung, wird die Feder des Federhauses so dimensioniert,
um dem Federhaus zu erlauben, ca. sechs Drehungen zu absolvieren,
was einer Gangreserve von 178,2 Minuten entspricht. Jedoch, wie
oben erklärt,
reduziert die Verwendung eines Regulatororgans, dessen Unruh-Spiralfeder-Gruppe
mit einer hohen Frequenz (360'000
Halbschwingungen pro Stunde) schwingt, die Verwendung des Motorkräftepaars
der Feder des Federhauses auf die Periode, während der die Funktion Δ Motorkräftepaar/Δ Zeit linear
ist, wobei die nützliche
Gangreserve der autonomen Chronographenbaugruppe MCA in der Grössenordnung
von 120 Minuten liegt (siehe 12).
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Während einer
Messung mittels eines herkömmlichen
mechanischen Chronographen, muss das Räderwerk des Chronographenteils
vom Räderwerk
des Zeitteils entkuppelt werden. Um das Spiel der Zeiger des Chronographen
zu verhindern, ist es unerlässlich,
die Räder
der diese Zeiger tragenden Zeigerwerkorgane still zu halten. Mit
der autonomen mechanischen Chronographenbaugruppe MCA gemäss der vorliegenden
Erfindung ist diese Stillhalteoperation nicht notwendig, da – wie aus
der oberen Beschreibung des Räderwerks
der autonomen Chronographenbaugruppe MCA hervorgeht – das Übersetzungsgetriebe
ständig
von der Feder des Federhauses gezwungen bleibt, da kein Entkupplungssystem
vorgesehen wird und da auf allen Zeigerwerkorganen, welche mehrere
Räder tragen
(wie beispielsweise die Räder 84 und 65 des Zeigerwerkorgans
der Sekunden oder die auf der gleichen Welle montierten Hemmungsrad 58 und
Rad 59), Letztere zusammenhaltend sind. Diese Merkmale
gewährleisten
eine beständige
Kompensierung des Spiels des Getriebes.
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Die
Operationen zur Kupplung des Räderwerks
des Chronographenteils mit dem Räderwerk des
Zeitteils (Basisuhrwerk MB oder in der Chronographenbaugruppe sich
befindende Zeigerstellräder des
Basisuhrwerks) und/oder zur Entkupplung dieser Räderwerke von einander verursachen
zudem auf einem herkömmlichen
Chronographen Sprünge,
insbesondere während
dem Starten des Chronographen, welche die Messung um mehrere Zehntelsekunden
fälschen
können.
Dieser Mangel wird mit der vorliegenden Erfindung behoben. Um die
Nullstellung der Zeiger von den auf den Wellen 61, 67 und 71 (4)
montierten Zählern
durchzuführen,
werden die Wellen auf deren jeweiligen Zeigerwerkorganen mit einem
bekannten Reibungssystem (beispielsweise mit einer elastischen Unterlegscheibe,
durch Kerben, usw.) montiert.
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Im
Vergleich zu einem mechanischen Chronographen mit einem zusätzlichen
herkömmlichen Chronographenmodul,
in welchem das Räderwerk und
die Anordnung der Zähler
geändert
werden können,
bietet die vorliegende Erfindung zusätzlich die Möglichkeit,
die Schwingfrequenz der Unruh-Spiralfeder, die Messresolution und
die Gangreserve der autonomen Chronographenbaugruppe MCA zu ändern. Im
Allgemeinen ist die vom Regulator der autonomen Chronographenbaugruppe
MCA gelieferte Schwingfrequenz gleich N mal die vom Regulatororgan
des Basisuhrwerks MB gelieferte Schwingfrequenz, beispielsweise,
für ein
Basisuhrwerk mit einer Frequenz von 28'800 Halbschwingungen pro Stunde kann
N = 12,50 gewählt
werden, so dass die autonome Chronographenbaugruppe MCA die Hundertstelsekunde
schlägt.
Diese Eigenschaften erlauben es, eine praktisch uneingeschränkte Palette
von Produkten auszuführen,
die alle wirtschaftliche Sektoren und Marktlücken deckt, von der Chronographenuhr für die breite Öffentlichkeit
zur Edeluhr, und bis zu Produkten reserviert für professionelle Verwendungen.
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5 stellt
eine der vielen Arten und Weisen dar, mit welcher die Zeitinformationen,
welche vom Basisuhrwerk MB geliefert werden, durch die autonome
Chronographenbaugruppe MCA an die auf dem Zifferblatt 14 angeordneten
Zeitzeiger 4, 5 und 6 übermittelt
werden können
(1).
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Das
auf dem Minutenrohr des Basisuhrwerks MB montierte Rad 77 greift
mit einem Zeigerstellrad 78 ein, gejagt in eine Welle 79 zusammenhaltend
mit den Zeigerstellräder 80, 81.
Das Zeigerstellrad 80 treibt ein Minutenrohr 82,
welches den Minutenzeiger 5 trägt und frei auf einem Rohr 85 montiert
ist, während
das Zeigerstellrad 81 ein den Stundenzeiger 4 tragendes
Stundenrad 83 antreibt.
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Ein
auf der Sekundenwelle des Basisuhrwerk MB montiertes Rad 86 greift
mit einem Zeigerstellrad 87 ein, das ein auf eine Welle
der kleinen Sekunde 88 um 3 Uhr gejagtes Rad 89 antreibt.
Um das Spiel des Zeigers der kleinen Sekunde 6 zu verhindern,
kann eine (nicht dargestellte) Drahtfeder innerhalb einer Kehle 90 der
Welle 88 der kleinen Sekunde andrücken.
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Diese
Anordnung erlaubt es, gemäss
einer gängigen
Methode, die Welle 67 der Trotteuse 9 des Chronographen
in der Mitte der Baugruppe MCA (siehe auch 4) anzuordnen
und dem Benutzer das Anzeigen der von der autonomen Chronographenbaugruppe
MCA gemessenen Zeitintervalle zu bieten.
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Es
ist selbstverständlich,
dass andere Anordnungen leicht erdenkbar sind. 8 (vergleichbar mit 2)
stellt so eine Variante dar, gemäss
welcher eine Sekundenwelle 67B, ein Minutenrohr 82B und ein
Stundenrad 83B des Basisuhrwerks MB verlängert wurden,
um eine zentrale Öffnung 115 der
autonomen Chronographenbaugruppe MCA zu durchdringen und die Stunde,
Minute und Sekunde im Zentrum des Zifferblatts 14 anzuzeigen.
Gemäss
dieser Ausführungsform
wird der Sekundenzeiger der autonomen Chronographenbaugruppe MCA
von einer um 3 Uhr auf einem Zähler
angeordneten Welle 88A getragen.
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6 ist
eine perspektivische Darstellung eines Aufziehsystems der auf der
Basisplatte 76 montierten autonomen Chronographenbaugruppe
MCA. Das Aufziehen von Hand des Federhauses 22 erfolgt durch
Drehen der Drückwelle 1A,
im Ruhezustand, im gleichen Uhrzeigersinn wie derjenige, der für das Handaufziehen
des mechanischen Basisuhrwerks MB nötig ist, benötigt für eine Wiederinbetriebnahme Letzteres,
wenn es während
einer genügend
langen Zeit nicht getragen wurde und die Feder des Federhauses ganz
abgewickelt ist (automatisches Uhrwerk). Die Drückwelle 1A wird von
einem Klotz 91 geführt
und durch eine Federklinge 92 an ihrem Platz gehalten.
Ein von unten auf das Ende eines Sporns 93 ausgeübter Druck
befreit die Drückwelle 1A und erlaubt
es, das Uhrwerk aus seinem in 1 ohne Bezugszeichen
dargestellten Gehäuse
herauszunehmen, so lange die gleiche Operation auf der Aufzugwelle 2B (auf
dieser Figur nicht dargestellt) durchgeführt wird.
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Ein
von einem Antriebviereck 95 der Drückwelle 1A angekurbeltes
Winkelrad 94 treibt ein Zeigerstellrad 96, das
mit einem Kupplungsrad 97 eingreift. Dieses Rad 97 steht
im Eingriff mit einem Zeigerstellrad 98, wenn es im Gegenuhrzeigersinn dreht,
wobei die Welle 114 in einer Mandelform abgestumpft ist.
Das vom Kupplungsrad 97 angetriebene Zeigerstellrad 98,
wenn es im Gegenuhrzeigersinn dreht, greift mit einem Zeigerstellrad 99 ein,
das ein auf einem Federkern 101 des Federhauses 22 montiertes
Sperrrad 100 ankurbelt. Das Aufziehen der Feder des Federhauses
erfolgt also durch Drehen des Sperrrads 100 im Uhrzeigersinn
(das vom Fachmann bekannte Gesperrsystem, das für die Konservierung der von
der Feder des Federhauses während des
Aufziehens gespeicherten Energie benötigt wird, ist nicht dargestellt).
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7 ist
eine perspektivische Darstellung einer Ausführungsform einer Gangreservenvorrichtung der
autonomen Chronographenbaugruppe MCA, wobei die Information bezüglich der
Gangreserve um 12 Uhr auf dem Zifferblatt 14 durch den
Zeiger 12 angezeigt wird (1). Gemäss der Ausführungsform muss
eine Drehung des Sperrrads 100 (6) während des
Aufziehens eine Winkelverschiebung einer Gangreservenwelle 102 um
ihre Achse verursachen, gleichwertig mit und in entgegen gesetzter
Richtung zu derjenigen, welche von einer Drehung der Krone 75 des
Federhauses 22 auf der gleichen Welle 102 während des
Gangs der autonomen Chronographenbaugruppe MCA erzeugt wird. Während des
Aufziehens drehen das Sperrrad 100 und das auf der Welle 106 gejagte
Rad 98 mit der gleichen Geschwindigkeit und in der gleichen
Richtung (im Uhrzeigersinn), ein mit einer Welle 106 zusammenhaltendes
Rad 103 greift mit einer Aussenverzahnung einer Sonnenkrone 104 ein,
die Innenverzahnung der Sonnenkrone 104 treibt ein Planetenrad 105 an,
wobei das Rad 105 mit einem Planetenrad 107 zusammenhält, das auf
einer Innenverzahnung einer Sonnenkrone 108 andrückt, um
die Gangreservenwelle 102 im Gegenuhrzeigersinn um einen
Winkel von 30,375 Grad pro Drehung des Sperrrads 100 zu
drehen.
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Während dem
Gang der autonomen Chronographenbaugruppe MCA treibt die Krone 75 des
Federhauses 22 ein Rad 109 an, wobei dieses Rad
mit einem Trieb 110 zusammenhält und durch eine Wechselradbrücke 111 gehalten wird.
Der Trieb 110 greift mit einer Aussenverzahnung der Sonnenkrone 108 ein,
die Innenverzahnung der Sonnenkrone 108 treibt das Planetenrad 107 an,
das mit dem Planetenrad 105 zusammenhält, das auf der Innenverzahnung
der Sonnenkrone 104 andrückt, um die Gangreservenwelle 102 im
Uhrzeigersinn um einen Winkel von 30,375 Grad pro Drehung der Krone 75 des
Federhauses 22 zu drehen.
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Gemäss dieser
Ausführungsform
beträgt
die Gangreserve der autonomen Chronographenbaugruppe MCA ungefähr 120 Minuten,
wobei das Federhaus 22 eine Drehung in 29,7 Minuten absolviert, wobei
eine Drehung des Federhauses 22 einer Drehung um 30,375
Grad der Gangreservenwelle 102 entspricht. Die ungefähre Gangreserve
der autonomen Chronographenbaugruppe MCA entspricht also einem Drehwinkel
von 127.72 Grad der Gangreservenwelle 102.
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Um
zu gewährleisten,
dass das Aufziehen oder der Gang der autonomen Chronographenbaugruppe
MCA nicht zu einem Abspulen der Feder des Federhauses über die
hier oben definierten Grenzen hinaus führt, kann eine Sicherheitsvorrichtung
vorgesehen werden, welche das Drehen der Gangreservenwelle 102 einschränkt, wobei
diese (nicht dargestellte) Vorrichtung beispielsweise darin bestehen kann,
dass ein Anschlagsperrstift in ein auf einem Planetenrad 112 eingerichtetes
Loch eingejagt wird, wobei dieser Sperrstift mit einer länglichen Öffnung zusammenarbeitet,
die mit der Achse der Welle 102 konzentrisch ist und auf
einer Mechanismusdeckplatte eingerichtet ist.
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9 ist
eine Darstellung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, in
welcher eine einzige, vorzugsweise um 3 Uhr positionierte Krone 1' erlaubt, sowohl
auf das Basisuhrwerk MB wie auf die zusätzliche Baugruppe MCA zu wirken.
Zu diesem Zweck wird die Welle 2B' des Basismoduls MB durch die Zufügung eines
Knopfs (Poulet) 200 mit einer Verzahnung 201 und
einer Kehle 202 geändert.
Das Gewindeschneiden auf der Welle, das gewöhnlich der Befestigung der
Aussenkrone 2 dient, wird hingegen weggelassen.
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Die
Welle 1A' des
Zusatzmoduls wird mit einem gewindegebohrten Sackloch versehen,
in welchem die Welle 220 der Krone 1' geschraubt
ist. Ein Viereck 213 auf der Welle 220 erlaubt,
mittels eines geeigneten Werkzeugs die Krone 1' mit der Welle 1A' zu befestigen
bzw. von der Welle 1A' abzunehmen. In einer
Variante könnte
die Krone 1' direkt
auf der Welle 1A' befestigt
werden. Ein Aufzugtrieb 211 wird zusammenhaltend auf der
Welle der auxiliaren Baugruppe MCA montiert. Wenn in Position (A),
d.h. wenn die Krone 1' vollständig gegen
das Uhrgehäuse axial
gedrückt
ist, greift dieser Trieb 211 gleichzeitig mit einem Zeigerstellrad 96' des Übersetzungsgetriebes
für das
Aufziehen des Federhauses 22, und mit der Verzahnung 201 des
Knopfes 200 auf der Welle 2B'.
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In
der dargestellten Ausführungsform
wird der Radius des Aufzugtriebs 211 durch den Abstand zwischen
der Achse der Welle 1A' und
der Ebene des Zeigerstellrads 96' diktiert. Das Eingriffverhältnis zwischen
dem Trieb 211 und der Verzahnung 201 wird also
durch die Dicke des Basisuhrwerks und des Zusatzmoduls vorgeschrieben.
Es kann nützlich
sein, ein anderes Eingriffverhältnis
zu wählen,
um die Anzahl der Drehungen und das auf die Krone anzuwendende Kräftepaar
zu ändern,
um das Basismodul aufzuziehen oder die Zeit einzustellen. In der
Praxis ist es beispielsweise bequem, ein Eingriffsverhältnis gleich
eins zu verwenden, welches das Aufziehen und die Zeitstellung des
Basisuhrwerks mit der Anzahl Drehungen und dem optimalen Kräftepaar,
ursprünglich
für dieses
Uhrwerk vorgesehen, erlaubt. In einer nicht dargestellten Variante
könnte
daher der Trieb 211 durch zwei Triebe nebeneinander und
mit unterschiedlichen Durchmessern ersetzt werden, von denen der
eine mit dem Zeigerstellrad 96' und der andere mit der Verzahnung 201 eingreift.
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Das
Zeigerstellrad 96',
auf welches der Trieb 211 eingreift, wird so gewählt, um
das Aufziehen des Basisuhrwerks MB durch Betätigen der Krone 1' in einem ersten
Drehsinn und das Aufziehen der auxiliaren Baugruppe MCA durch Betätigung dieser
Krone im anderen Drehsinn zu ermöglichen,
was erlaubt, diese beiden Elemente unabhängig von einander aufzuziehen.
In einer Variante könnte
es sich als bequemer erweisen, den Aufzugtrieb 211 mit
einem Zeigerstellrad 96' aufzuziehen,
das so gewählt
wird, dass das Uhrwerk MB und das Modul MCA beide aufgezogen werden,
indem die Krone im gleichen Sinn betätigt wird. In einer solchen
Variante könnte
man ein Eingriffsverhältnis
zwischen dem Trieb 211 und der Verzahnung 201 ungleich
1 wählen,
um das für das
gleichzeitige Aufziehen beider Module benötigte Kräftepaar zu reduzieren.
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In
einer nicht dargestellten Variante, um die Umkehrung des Drehsinns
der Krone 1' während des Aufziehens
des Basisuhrwerks MB zu verhindern, könnte ein Zwischenzeigerstellrad
zwischen dem Trieb 211 und der Verzahnung 201 vorgesehen
werden.
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Indem
die Krone 1' auswärts gezogen
wird, treibt das Bördel 212 die
Welle 2B' des
Basisuhrwerks MB durch die Lauffläche 204 auswärts an.
Der Fachmann wird verstehen, dass das Bördel 212 und der Knopf 200 auf
den beiden Achsen 1A' und 2B' ausgetauscht
werden können.
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In
der dargestellten Ausführungsform
zwingt der Zeitstellmechanismus des Basisuhrwerks MB die Welle 2B', vorbestimmte
axiale Positionen einzunehmen und somit das Bördel 212 eine von
drei indexierten axialen Positionen (A), (B) oder (C) einzunehmen.
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In
den Positionen (B) und (C) greift der Trieb 212 nicht mehr
mit dem Zeigerstellrad 96' ein,
sondern lediglich mit der Verzahnung 201 des Knopfes 200,
der sich auswärts
verschoben hat. In der Position (B), erlaubt die Krone 1' die schnelle
Korrektur des Indikators 250 (10) des
Basisuhrwerks. In der dritten Position erlaubt die Krone 1' die Zeitstellung des
Basisuhrwerks.
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Bei
Bedarf könnte
ein Trieb, nicht dargestellt, in der Verlängerung der Welle 2B' montiert werden, um
das Risiko einer Biegung oder eines Bruchs dieser Welle zu verringern.
Dieser Trieb könnte
in einem im Mittelteil der Uhr eingesetzten Lager (nicht dargestellt)
drehen.
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10 ist
eine Schnittdarstellung der Übermittlungsvorrichtung
der Datumskorrektur von der Indikatorscheibe 250 des Basisuhrwerks
zur Datumsscheibe 254 der auxiliaren Chronographenbaugruppe.
Die Datumsscheibe 254 der auxiliaren Chronographenbaugruppe
trägt die
vom Träger
der Uhr gesehenen Datumsangaben.
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Wie
oben erwähnt
erlaubt die in Position B gezogene Krone 1' die Korrektur, beispielsweise
das Vorstellen von Hand, der Winkelposition der Scheibe 250 des
Basisuhrwerks MB durch den Trieb 211, die Verzahnung 201 und
die Welle 2B'.
Erfindungsgemäss
wird die Scheibe 250, im Gegensatz zu den herkömmlichen
Datumsscheiben, aus dem Übersetzungsgetriebe
des Basisuhrwerks freigemacht, beispielsweise indem die Tagescheibe
weggezogen wird; die Scheibe 250 wird somit nicht durch
das Basisuhrwerk angetrieben, was erlaubt, die für ihren Antrieb benötigte Energie
einzusparen und demzufolge die Gangreserve der Uhr zu erhöhen.
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Die
Scheibe 250 wird durch einen Ring 252 gehalten,
der an der auxiliaren Chronographenbaugruppe MCA verbunden oder
angeschraubt ist. Ein auf einer Welle 253 montierter Trieb 2520 arbeitet
mit einer Verzahnung 251 auf der Aussenseite der Scheibe 250 zusammen,
so dass die Datumskorrekturen auf der Scheibe 250 an den
Ring 252 und dann an die Welle 253, welche die
auxiliare Chronographenbaugruppe MCA durchdringt, übermittelt
werden. Die Welle 253 wird durch einen Stein oder ein Lager 255 frei
im Uhrwerk zu drehen gehalten, wobei eine Lauffläche 2530 das Herauskommen
der Welle oben in der Figur verhindert.
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Ein
auf dem oberen Ende der Welle 253 montierter Trieb 2531 greift
mit einer Verzahnung 2540 ein, die mit einer zweiten Datumsscheibe 254 auf
der oberen Fläche
der auxiliaren Baugruppe MCA verbunden ist. Diese Datumsscheibe
wird von der auxiliaren Baugruppe MCA durch ein nicht dargestelltes Tagrad
angetrieben. Die obere Fläche
der Datumsscheibe 254 trägt Tagesangaben, welche für den Träger der
Uhr durch ein Fensterchen im Zifferblatt sichtbar sind, wobei diese
bekannten Elemente nicht dargestellt wurden. Somit wird die Datumsscheibe 254 von
der auxiliaren Hochresolutionsbaugruppe MCA angetrieben und reguliert,
kann jedoch durch das Basisuhrwerk MB korrigiert werden, indem die
Krone 1' betätigt wird.
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In
der auf der 10 dargestellten Variante werden
die Welle 253 und die Scheibe 250 des Basismoduls
(von ausserhalb der Uhr nicht sichtbar) durch die Datumsscheibe 254 drehend
angetrieben. Daraus resultieren eine unnötige Verschiebung von Teilen
und ein Energieverlust. In einer nicht dargestellten Variante wird
das aus der Verzahnung 2540 und dem Trieb 2532 bestehende
Getriebe durch eine freie Kupplung eines vom Fachmann bekannten
Typs ersetzt, welche nur die von der Welle 253 an die obere
Datumsscheibe 254 übermittelten
Korrekturbewegungen jedoch nicht die Drehungen im entgegen gesetzten
Sinn erlaubt.
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Man
wird verstehen, dass es im Rahmen der Erfindung auch möglich ist,
die Angaben der oberen Datumsscheibe direkt mittels der Zeitstellwelle 1A' der auxiliaren
Baugruppe zu korrigieren, ohne den Korrekturmechanismus des Basisuhrwerks
MB zu verwenden. Die auf der 11 dargestellte
Lösung hat jedoch
den Vorteil, den auf dem Basisuhrwerk oft verfügbaren Datumskorrekturmechanismus
zu verwenden und somit die Verdoppelung dieses Mechanismus in der
auxiliaren Baugruppe zu vermeiden.
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Es
ist selbstverständlich,
dass die autonome Chronographenbaugruppe MCA als solche ausgeführt werden
kann, d.h. nicht unbedingt in Verbindung mit dem Basisuhrwerk MB.