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Wie
bekannt werden auf dem Gebiet der Bearbeitung und Herstellung von
Kunststoffteilen Schneckenextruder verwendet, bei denen der Kunststoff
in Granulatform eingebracht wird, um am Ausgang ein Gemisch zu erhalten,
das für
nachfolgende Zieh-, Spritzarbeiten in geeigneten Druckgussformen und
anderen geeignet ist. In vielen Fällen gehört der Extruder der sogenannten "Plastifiziereinheit" an, die unmittelbar
mit einem Werkzeug bzw. Form, Walzeinheit oder einer anderen Art
von Formvorrichtung des vom Extruder abgegebenen Kunststoffes verbunden ist.
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Die
Extruder bestehen aus einem zylindrischen Körper, innerhalb dem axial eine
durch geeignete Antriebe in Drehbewegung versetzte Schnecke angebracht
ist. Der Grunddurchmesser des Schneckengewindes nimmt längs der
axialen Abwicklung desselben, ausgehend von einer Eingangsöffnung in Richtung
einer Ausgangsöffnung
zu; die Wandungen des Zylinders sind überdies mit geeigneten Heizwiderständen versehen.
Das in der Rille des Schneckengewindes vorrückende Material ist einer Temperatur- und Druckerhöhung ausgesetzt,
die notwendig ist, um die verlangten physikalischen langten physikalischen
Eigenschaften zu erhalten.
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Eines
der den Extrusionsschnecken herkömmlicher
Art eigenen Hauptprobleme ist die ungenügende Homogenität des Materials,
die sich auf das durch Ziehen oder durch Spritzgießen erhaltene
Endprodukt auswirkt.
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Dadurch
gegeben, dass die Wärme
durch die Wandungen des Zylinders zugeführt wird, wurde beispielsweise
die Anwesenheit einer Druckänderung
in der Materialstärke
zwischen den Schraubenkern und der Innenwandung des Zylinders bemerkt. Diese
Temperaturänderung
entspricht einer Änderung
der Materialdichte selbst. Die Dichteänderung des Materials kann
beispielsweise eine ungleichmäßige Verteilung
in der Form verursachen. Die Moleküle der jedes Harz zusammensetzenden
Polymeren neigen dazu, unter Bildung von sogenannten "Spurennetzen" miteinander verbunden
zu werden, in denen die Moleküle
des Polymers aneinander gebunden werden, wobei der Mischung ein
krümeliger
Aspekt erteilt wird, wobei ihre kompakten Materialanhäufungen
feststellbar sind, die in einem flüssigeren Strom eingetaucht
sind.
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Werden
Harze verschiedener Natur und Farbe verarbeitet, führt die
unvollständige
Vermischung derselben schließlich
zu einer Herstellung von Teilen, an denen Bereiche verschiedener
Farben wegen des Vorherrschens eines Harzes gegenüber den
anderen festgestellt werden.
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Zur
teilweisen Lösung
dieser Probleme sind Extrusionsschnecken bekannt, die im Bereich
des eigenen Endes in der Nähe
des Austritts mit einer Mischvorrichtung versehen sind, die die
Aufgabe besitzt, die Homogenität
des Materials zu verbessern und die Temperaturverteilung zu vereinheitlichen.
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Das
Dokument
US 5,318,357 zeigt
beispielsweise eine Extrusionsschnecke, die einen Mischabschnitt
aufweist, der mit einer Vielzahl von primären Schneckengängen versehen
ist, die abschnittsweise längs
ihrer Abwicklung unterbrochen sind. Unterschiedliche Gänge sind
miteinander durch Platten verbunden, die sich längs des Umfanges um den Schneckenkern
erstrecken und Bereiche mit herabgesetzter Tiefe in den durch die
Gewinde begrenzten Gängen
festlegen.
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Das
Dokument
US 5,056,925 beschreibt
gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1, einen Schneckenförderer, der eine beschleunigte
und verbesserte Schmelzung der in die Plastifizierextruder eingebrachten
Festkörper
erreicht, indem dieser Schneckenförderer verwendet wird. Der
Schneckenförderer umfasst
ein Hauptelement mit Platten und ein Absperrelement mit Platten.
Das Hauptelement mit Platten legt einen Kanal fest und dieser Kanal
ist durch das Absperrelement mit Platten in einer Weise unterteilt,
die im Schneckenförderer
mit Absperrelementen mit Platten gut bekannt ist. Verlagerungsmittel
der Schmelze in der Form von Kerben, die sich radial ins Innere
vom Außenumfang
des Hauptelementes mit Platten erstrecken, liefern Leitungen zwischen
den ersten Stellungen im Bereich der Vorderstirnseite des Hauptelementes
mit Platten und zweiten Stellungen im Bereich der Hinterstirnseite
des Hauptelementes mit Platten.
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Das
Dokument US zeigt schließlich
einen Schneckenextruder zur Behandlung von Thermoplasten, bei dem
der durch den Schraubenförderer gebildete
Spiralschneckendurchgang in zwei Abteilungen verschiedenen Querschnitts
unterteilt ist, der in entgegengesetzter Richtung über eine
dazwischenliegende Schneidschnecke veränderlich ist, die eine radiale
lichte Weite für
die Aufnahme des Extruderzylinders besitzt, die mindestens zweimal
so groß ist,
wie jene der Förderschnecke.
Die Tiefe des Gewindes in jeder Unterteilung oder Abteilung des Durchgangs
der endlosen Schnecke ändert
sich kontinuierlich längs
der Länge
der Schnecke zwischen Höchst- und Mindestwerten,
wobei so ein vorgegebener Strom des Thermoplasten über den
vollen Teil der Plattenelemente der Schneidschnecke verursacht wird.
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Die
Anmelderin hat nun gefunden, dass das durch die Vorrichtungen des
Standes der Technik erzielte Mischniveau weiter verbesserbar ist.
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher, eine Mischvorrichtung
für Extruder
vorzuschlagen, die eine hohe Homogenität des Materials am Ausgang
aus den Extrusionszylinder gewährleistet.
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Insbesondere
ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Mischvorrichtung
für Extruder vorzuschlagen,
die erlaubt, eine ausgezeichnete Plastifizierung des Materials zu
erhalten, ohne übermäßig die
Temperatur des Zylinders zu erhöhen.
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist auch, eine Mischvorrichtung
für Extruder
zu liefern, welche die Mischung der Harze durch Herabsetzung der
Spurennetze der sie zusammensetzenden Polymere optimal gestaltet.
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Diese
und weitere Aufgaben, die näher
im Verlauf der vorliegenden Beschreibung hervorgehen, werden im
wesentlichen durch eine Mischvorrichtung für Extruder gelöst, welche
die in einem oder mehreren der beigefügten Ansprüche angegebenen Merkmale umfasst.
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Insbesondere
werden diese Aufgabe durch eine Mischvorrichtung für Extruder
gelöst,
umfassend einen im wesentlichen zylindrischen Körper, der endseitig mit einer
Extruderschnecke in Eingriff gebracht werden kann, die einen Schaft
und einen schraubenförmig
den Schaft umwickelnden Fördergang
umfasst; mindestens einen prima ren Mischgang, der schraubenförmig mindestens
teilweise den im wesentlichen zylindrischen Körper gemäß einer vorgegebenen Umwickelrichtung
umwickelt und einen vorgegebenen Kammdurchmesser aufweist; mindestens
einen sekundären
Mischgang, der schraubenförmig
mindestens teilweise den im wesentlichen zylindrischen Körper gleichsinnig
mit der vorgegebenen Aufwickelrichtung umwickelt und einen Kammdurchmesser
aufweist, der kleiner ist als der Kammdurchmesser des primären Mischganges; wobei
der mindestens eine primäre
Mischgang mindestens einen primären
Fließkanal
und mindestens einen sekundären
Fließkanal
begrenzt, die im wesentlichen parallel sind, wobei der mindestens
eine primäre
Mischgang überdies
am eigenen Kamm mindestens eine Verbindungsausnehmung zwischen dem
entsprechenden, primären
Fließkanal
und dem entsprechenden sekundären
Fließkanal
aufweist; dadurch gekennzeichnet, dass der zylindrische Körper einen
ersten Abschnitt und einen zweiten Abschnitt aufweist, die in Axialrichtung
aufeinanderfolgen, wobei die Aufwickelrichtung des primären Mischganges und
des sekundären
Mischganges am ersten Abschnitt gegenüber der Aufwickelrichtung des
primären
Mischganges und des sekundären
Mischganges am zweiten Abschnitt gegensinnig ist.
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Weitere
Merkmale und Vorteile gehen näher aus
der eingehenden Beschreibung einer bevorzugten, jedoch nicht ausschließenden Ausführungsform einer
Mischvorrichtung für
Extruder gemäß der vorliegenden
Erfindung hervor.
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Diese
Beschreibung erfolgt nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügten, nur
beispielsweise gelieferten und daher nicht begrenzenden Zeichnungen.
Es zeigen,
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1 einen Seitenaufriss und
teilweise im Schnitt eines Schneckenextruders, umfassend eine Mischvorrichtung
gemäß der vorliegenden
Erfindung;
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2 einen Querschnitt der
Vorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung, gemäß der Linie II–II aus 1;
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3 einen Querschnitt der
Vorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung, gemäß der Linie III–III aus 1;
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4 einen Querschnitt der
Vorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung, gemäß der Linie IV–IV aus 1;
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5 einen Querschnitt der
Vorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung gemäß der Linie
V-V aus 1; und
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6 einen Querschnitt der
Vorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung gemäß der Linie VI-VI
aus 1; Unter besonderer
Bezugnahme auf die obigen Figuren, ist mit 1 insgesamt
eine Mischvorrichtung für
Extruder gemäß der vorliegenden
Erfindung angegeben.
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Die
Vorrichtung 1 ist koaxial an einer Extrusionsschnecke 2,
bevorzugter Weise an einem Austrittsende 3 des Materials
angebracht. Die Schnecke 2 ist in einem rohrförmigen Körper 4 bekannter
Art untergebracht, und ist daher nur teilweise in 1 erläutert,
und wird durch nicht gezeigte, geeignete Antriebsmittel drehangetrieben.
Die Schnecke 2, der rohrförmige Körper 4 und die Antriebsmittel
legen ein Extrusionsgerät 5 oder
Extruder fest.
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Der
Extruder 5 weist eine Eintrittsöffnung 6 auf, die
an einer Seitenwandung 7 des rohrförmigen Körpers 4 ausgenommen
und in der 1 schematisch
dargestellt ist, und eine Austrittsöffnung 8, die an einer
Basis 9 des rohrförmigen
Körpers 4 im
Bereich des Austrittsendes 3 der Schnecke 2 angeordnet
ist. Der rohrförmige
Körper 4 ist überdies
mit zweckmäßigen, nicht
dargestellten Heizelementen versehen, die bevorzugter Weise durch
einen oder mehrere in der Wandstärke
des Körpers 4 selbst
eingebetteten Widerstände
festgelegt sind.
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Die
Schnecke 2 erstreckt sich zwischen dem Eintritt 6 und
dem Austritt 8 und besitzt die Aufgabe das eingebrachte
Material in Richtung des Austritts zu fördern, indem es einer Temperatur-
und Druckerhöhung
ausgesetzt wird.
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Die
Schnecke 2 umfasst einen Schaft 10 oder Kern und
einen Fördergang 11,
der schraubenförmig
um den Schaft 10 gemäß einer
vorgegebenen Richtung R gewickelt ist. Der Außendurchmesser "d1" des Förderganges 11 ist
im wesentlichen gleich dem Innendurchmesser des rohrförmigen Körpers 4,
außer
die Spiele, die für
die freie Drehung der Schnecke 2 im Zylinder 4 selbst
notwendig sind.
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Wie
klar aus 1 ersichtlich,
begrenzen der Fördergang 11,
der Schaft 10 und die Innenfläche 12 der Wandung 7 des
rohrförmigen
Körpers 4 einen schraubenförmigen,
zwangsweisen Weg 13 für
den Kunststoff.
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Der
Schaft 10 weist überdies
einen Durchmesser auf, der von der Eintrittsöffnung 6 in Richtung des
Austrittes 8 zunimmt, um allmählich den Durchgangsquerschnitt
des schraubenförmigen
Zwangswegs herabzusetzen und den Kunststoff zu zwingen, sich zu
vermischen.
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Im
einzelnen umfasst die Mischvorrichtung 1 einen im wesentlichen
zylindrischen Körper 14,
der zur Schnecke 2 koaxial ist und bevorzugter Weise in Endstellung
in der Nähe
des Austritts 3 an der Schnecke 2 selbst angreift.
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In
der bevorzugten und erläuterten
Ausführungsform,
ist die Vorrichtung 1 mit der Schnecke 2 einstöckig, jedoch
gemäß alternativen
und nicht dargestellten Ausführungsformen
könnte
sie als ein für sich
stehendes Teil ausgeführt
werden, das dann abnehmbar oder nicht abnehmbar an der Schnecke 2 angebracht
wird.
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Die
Vorrichtung 1 umfasst mindestens einen primären Mischgang 15 und
mindestens einen sekundären
Mischgang 16, die spiralförmig um den zylindrischen Körper 14 gemäß einer
vorgegebenen Aufwickelrichtung V aufgewickelt sind. Die Mischgänge 15, 16 erstrecken
sich von einem Eintrittsende 14a des zylindrischen Körpers 14,
zur Extrusionsschnecke 2 gerichtet, zu einem Austrittsende 14b des
zylindrischen Körpers 14 selbst,
in Richtung zur Austrittsöffnung 8 des
zylindrischen Körpers 4 gerichtet.
Die beiden Gänge 15, 16 wickeln
sich überdies
im wesentlichen parallel ab und begrenzen zwischen ihnen mindestens
einen primären
Fließkanal 17 und mindestens
einen sekundären
Fließkanal 18,
die im wesentlichen parallel und spiralförmig um den zylindrischen Körper 14 gemäß der vorgegebenen
Richtung V gewickelt sind.
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Bevorzugter
Weise umfasst die Vorrichtung eine Vielzahl von primären Mischgängen 15 und
eine Vielzahl von sekundären
Mischgängen 16,
die gemäß einer
wechselweisen Reihenfolge längs
der Umfangsabwicklung des zylindrischen Körpers 14 angeordnet
sind.
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Die
bevorzugte und in den beigefügten
Figuren erläuterte
Ausführungsform
weist insbesondere eine Vorrichtung 1 auf, die mit drei
primären
Mischgängen 15a, 15b, 15c und
mit drei sekundären Mischgängen 16a, 16b, 16c versehen
ist, die drei primäre
Fließkanäle 17a, 17b und 17c und
drei sekundäre
Fließkanäle 18a, 18b und 18c bilden.
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Die
Mischgänge 14, 15 besitzen
eine Steigung, die verschieden von der Steigung des Förderganges 11 der
Schnecke 2 sind, bevorzugter Weise größer als die Steigung der Schnecke 2 und
wickelt sich bloß teilweise
um den zylindrischen Körper 14.
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Vorteilhafter
Weise weist jeder der primären Mischgänge 15 einen
Kamm 19 mit konstantem Höchstdurchmesser "d2" auf, der gleich
dem Kammdurchmesser "d1" der
Extrusionsschnecke 2 ist. Auf diese Weise, wie aus 2, 3, 4, 5 und 6 ersichtlich, läuft der primäre Gang 15 im
wesentlichen in Berührung
mit der Innenfläche 12 des
rohrförmigen
Körpers 4,
um den Durchtritt des Kunststoffes längs der gesamten Abwicklung
des Kammes 19 des primären Ganges
selbst zu verhindern. Eine oder mehrere Ausnehmungen 20 sind
am Kamm 19 eines jeden primären Mischganges 15 ausgenommen,
um den entsprechenden, primären
Fließkanal 17 und
den entsprechenden sekundären
Fließkanal 18 in
Verbindung zu setzen und dem Kunststoff einen gezwungenen Durchgangsweg
zwischen den beiden Kanälen 17, 18 zu
liefern. Die Ausnehmungen 20 entwickeln sich quer zum entsprechenden
Kanal 19, bevorzugter Weise gemäß einer Richtung, die zur Abwicklung des
Kamms 19 selbst senkrecht ist.
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Die
Ausnehmungen 20 weisen überdies
eine Grundoberfläche 21 auf,
gemäß einem
Querschnitt zur Längsachse
X der Schnecke 2 (3 und 6) gesehen, ausgebildet gemäß einem
Bogenprofil mit einer Tiefe "h1",
die kleiner ist als die Tiefe der Mischkanäle 17, 18 und
beispielsweise zwischen 20% und 90% der Tiefe der Kanäle selbst
liegt.
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Jeder
der sekundären
Mischgänge 16 weist einen
Höchstdurchmesser "d3" des Kammes 22 auf, der
kleiner ist als der Kammdurchmesser "d1" des Ganges 11 der
Extrusionsschnecke 2, um eine Durchtrittsöffnung 23 zwischen
dem sekundären Gang 16 selbst
und der Innenfläche 12 des
rohrförmigen
Körpers 4 (2 – 5)
zu lassen. Die Höhe "h2" der Durchtrittsöffnung 23 liegt
bevorzugter Weise zwischen 0,5 mm und 5 mm, beispielsweise in der Größenordung
von 1,5 mm zirka für
einen Kammdurchmesser "d1" gleich
80 mm.
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Die
primären
Kanäle 17 und
die sekundären Kanäle 18,
die durch die Mischgänge 15, 16 begrenzt werden,
weisen im Querschnitt eine Ausbildung mit Bogenprofil mit Konkavität auf, die
gegenüber
der Längsachse
X der Schnecke 2 abgewandt ist.
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Bevorzugter
Weise weist jeder der primären Fließkanäle 17 einen
Grunddurchmesser "d4" auf,
der vom Eintrittsende 14a in Richtung des Austrittsendes 14b des
zylindrischen Körpers 14 zunimmt.
Die Tiefe "h3" der
primären
Fließkanäle 17,
gemessen gegenüber
dem Durchmesser "d2" des
Kammes 19 der primären
Mischgänge 15 nimmt
ab, indem sie in Richtung des Austritts 8 des rohrförmigen Körpers 4 läuft.
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Jeder
der primären
Kanäle 17 ist überdies stromabwärts zum
entsprechenden primären
Mischgang 15 gegenüber
einer vorgegebenen Drehrichtung angeordnet, die den zylindrischen
Körper 14 zugeteilt
wird, gleichsinnig mit dem Drehsinn "ω" (1) der Schnecke 2 und gegensinnig
zur Aufwickelrichtung R des Ganges 11.
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Jeder
der sekundären
Fließkanäle 18 weist einen
Grunddurchmesser "d5" auf,
der vom Eintrittsende 14a in Richtung des Austrittsendes 14b des im
wesentlichen zylindrischen Körpers 14 abnimmt. Die
Tiefe "h4" der
sekundären
Fließkanäle 18 nimmt daher
zu, bei Verlauf in Richtung des Ausgangs 8 des rohrförmigen Körpers 4.
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Jeder
der sekundären
Kanäle 18 ist
stromaufwärts
zum entsprechenden primären
Mischgang 15 gegenüber
einer Drehrichtung angeordnet, die dem zylindrischen Körper 14 zugeteilt
ist.
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Der
Höchstwert
der Tiefe "h3" und "h4" sowohl der
primären
Kanäle 17 als
auch der sekundären
Kanäle 18 liegt
bevorzugter Weise zwischen 1/5 und 1/20 und ist gleich etwa 1/10
dem Außendurchmesser "d1" der Extrusionsschnecke.
Der Mindestwert der Tiefe "h3" und "h9" der primären Kanäle 17 und der
sekundären
Kanäle 18 liegt
seinerseits zwischen 1/3 und 2/3, bevorzugter Weise gleich etwa ½ des genannten
Höchstwertes.
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Die
Aufwickelrichtung V1, V2,
V3 der primären 15 und sekundären 16 Mischgänge und
daher auch der primären 17 und
sekundären 18 Kanäle, kann
gegenüber
der Aufwickelrichtung R des Förderganges 11 an
der Extrusionsschnecke 2 gleich- oder gegensinnig sein.
Bevorzugter und vorteilhafter Weise, weist der zylindrische Körper 14 einen
ersten 24, einen zweiten 25 und einen dritten 26 Abschnitt
auf, die nacheinander längs
der Längsachse
X der Schnecke 2 angeordnet sind, die mit der Drehachse
des zylindrischen Körpers 14 zusammenfällt. Die
Aufwickelrichtung V2 der Gänge 15, 16 der
am zweiten Abschnitt 25 angeordneten Strecken sind gegensinnig gegenüber den
Aufwickelrichtungen V1, V3 der Schnecken
der Gänge 15, 16 am
ersten und am zweiten Abschnitt 24, 26. An der
jeden der Abschnitte 24, 25, 26 zugeordneten
Strecke des primären
Ganges 15 sind mindestens zwei, bevorzugter Weise drei Durchgangsausnehmungen 20 bereitgestellt,
die zueinander mit gleichem Abstand angeordnet sind.
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Im
einzelnen ist der erste Abschnitt 24 im Bereich des ersten
Eintrittsendes 14a des zylindrischen Körpers 14 angeordnet
und weist eine Aufwickelrichtung V1 der
eigenen Mischgänge 15, 16 auf,
die gegensinnig zur Aufwickelrichtung R des Förderganges 11 der
Extrusionsschnecke 2 ist. In der dargestellten Ausführungsform
wickelt sich der Fördergang 11 in Uhrzeigersinn
vom Eintritt 6 zum Austritt 8 des Extruders 5 auf,
während
die Mischgänge 15, 16 des
ersten Abschnittes 24 in Gegenuhrzeigersinn aufwickeln.
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Die
Aufwickelrichtung V2 der Gänge 15, 16 des
zweiten, am ersten Abschnitt 14 anliegenden Abschnittes 25,
ist gleichsinnig mit der Aufwickelrichtung R des Förderganges 11 und
gegensinnig gegenüber
der Aufwickelrichtung V1 der Gänge 15, 16 des zweiten
Abschnittes 24.
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Die
Mischgänge 15, 16 des
dritten Abschnittes 26 entwickeln sich schließlich gemäß einer
Aufwickelrichtung V3 ab, die gegensinnig
zur Aufwickelrichtung R des Förderganges 11 ist
und daher gleichsinnig mit der Aufwickelrichtung V1 des
ersten Abschnittes 24 ist.
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Gemäß dem, was
in den beigefügten
Figuren dargestellt ist, weist jeder Abschnitt 24, 25, 26 eine axiale
Länge "L" auf, die im wesentlichen gleich dem Außendurchmesser "D1" des Förderganges 11 ist, und
jedenfalls bevorzugter Weise zwischen 0,5 und 1,5 mal den Kammdurchmesser "d3" der primären Gänge 15 liegt.
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Bevorzugter
Weise wickeln sich die Mischgänge 15, 16 nur
teilweise um den zylindrischen Körper 14.
Insbesondere wickelt sich jeder der primären 15 und sekundären 16 Gänge am entsprechenden Abschnitt 24, 25, 26 gemäß einem
Bogen auf, der um die Drehachse des zylindrischen Körpers 14 unter
einem Winkel zwischen 45° und
180°, bevorzugter Weise
gleich 60° liegt.
Auch die primären 17 und
sekundären
Kanäle 18 wickeln
sich gemäß demselben Winkelbereich
auf. Wird der in 2 angegebene primäre Kanal 17c,
dem Eintrittsquerschnitt des ersten Abschnittes 24 des
zylindrischen Körpers 14 entsprechend
und, in der 4, dem Austrittsquerschnitt
des ersten Abschnittes 24 entsprechend, betrachtet, kann
bemerkt werden, wie der Kanal sich in Gegenuhrzeigersinn um einen
Winkel gleich ungefähr
60° aufwickelt.
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Jeder
der primären
15 und sekundären
16 Kanäle
ist gegenüber
einer zur Drehachse X des zylindrischen Körpers 14 senkrechten
Ebene gemäß einem
Winkel β (1) zwischen 30° und 80°, bevorzugter
Weise gleich 60° geneigt.
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Vorteilhafter
Weise ist jede Strecke des primären,
dem zweiten Abschnitt 25 angehörenden Mischganges 15 endseitig,
an jedem der eigenen abgewandten Enden mit einer entsprechenden
Strecke eines der sekundären
Mischgänge
verbun den, die dem ersten Abschnitt 24 und/oder dem dritten
Abschnitt 26 angehören.
Jede am zweiten Abschnitt 25 angeordnete Strecke des sekundären Mischganges 16 ist
endseitig, an jedem der eigenen abgewandten Enden, mit einer entsprechenden
Strecke eines der primären
Mischgänge 15 verbunden,
die dem ersten Abschnitt 24 und/oder dem dritten Abschnitt 26 angehören.
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Es
geht überdies
hervor, dass die Strecke eines jeden primären Fließkanals 17, der am
zweiten Abschnitt 15 angeordnet ist, endseitig mit einer
entsprechenden Strecke des sekundären Fließkanals 18 zusammenfließt, der
dem ersten Abschnitt 24 und dem zweiten Abschnitt 26 zugeordnet
ist. Die sekundären
Fließkanäle 18 am
zweiten Abschnitt 25 fließen ihrerseits mit den entsprechenden
Fließkanälen 17 zusammen,
die am ersten Abschnitt 24 und dritten Abschnitt 26 angeordnet
sind.
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Unter
Bezugnahme auf die 4,
die den Querschnitt des Ausganges des ersten Abschnittes 24 darstellt,
und auf 5, die den Querschnitt
des Einganges des zweiten Abschnittes 25 darstellt, der am
Querschnitt des Austrittes des ersten Abschnittes 24 anliegt,
kann bemerkt werden, wie die Kämme
der primären 15 und
sekundären 16 Gänge zueinander umgekehrte
Positionen aufweisen.
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In
der Übergangssektion
von einem jeden Abschnitt 24, 25, 26 auf
den nachfolgenden, weist jeder Gang eine Stufe auf, die auf die
verschiedene Höhe
der primären
Gänge 15 gegenüber den
sekundären
Gängen 16 zurückzuführen ist.
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Der
Grund eines jeden primären
Fließkanals 17 des
zweiten Abschnittes 25 geht hingegen bevorzugter Weise
in den Grund des entsprechenden sekundären Fließkanals 18 des ersten
und des dritten Abschnittes 24, 26 über und
der Grund eines jeden sekundären
Fließkanals 18 des
zweiten Abschnittes 25 geht seinerseits in den Grund des
entsprechenden primären
Fließkanals 17 des
ersten und des dritten Abschnittes 24, 26 über. Mit
anderen Worten, der Grunddurchmesser eines jeden Paars von zueinander
gegenüberliegenden
Kanälen
im Bereich der Durchgangssektion von einem Abschnitt auf den anderen,
weist denselben Betrag auf.
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Wie
in den beigefügten
Figuren dargestellt, ist überdies
bevorzugter Weise vorgesehen, dass der erste 24 und der
dritte 26 Abschnitt strukturell identisch sind.
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Die
erläuterte
Vorrichtung weist daher sechs Wegläufe auf, die sich längs der
Achse X vom Eintrittsende 14a zum Austrittsende 14b des
zylindrischen Körpers 14 abwickeln.
Jeder dieser Wegläufe ist
durch eine Strecke des primären
Kanals 15 und aus zwei Strecken der sekundären Kanäle 16 oder aus
zwei Strecken der primären
Kanäle 15 und
aus einer Strecke des sekundären
Kanals 16 gebildet. In der beigefügten 1 sind zwei solcher Wegläufe P1, P2 teilweise ersichtlich.
Der erste Weglauf P1 ist durch eine Strecke
des primären
Kanals 17 gebildet, der dem ersten Abschnitt 24 zugehört, einer
Strecke des sekundären
Kanals 18, die dem zweiten Abschnitt 25 zugehört, und
einer Strecke des primären Kanals 17 gebildet,
die dem dritten Abschnitt 26 zugehört. Der zweite Weglauf P2 ist durch eine Strecke des sekundären Kanals 17 gebildet,
die dem ersten Abschnitt 24 angehört, eine Strecke des primären Kanals 18,
die dem zweiten Abschnitt 25 angehört, und eine Strecke des sekundären Kanals 17 gebildet, die
dem dritten Abschnitt 26 angehört.
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Unter
Bezugnahme auf die bevorzugte und erläuterte Ausführungsform, tritt während des
Betriebes der Kunststoff, in flüssiger,
noch nicht angemessen homogener Form, herkommend vom schraubenförmigen Zwangsweglauf 13 der
Schnecke 2, in die primären 17 und
sekundären 18 Kanäle des ersten Abschnittes 24 im
Bereich des Eintrittsendes 14a des zylindrischen Körpers 14 ein.
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Die
dem die Kanäle 17, 18 eindringende
flüssige
Masse besitzt einen Bewegungshauptanteil, der wie die Aufwickelrichtung
R des Ganges 11 der Extrusionsschnecke 2 gerichtet
ist. Der Verlauf der primären
und sekundären
Kanäle 17, 18,
die im ersten Abschnitt 24 sich gemäß der Aufwickelrichtung V1 gegenseitig zur Aufwickelrichtung R des
Förderganges 11 der
Extrusionsschne cke 2 abwickelt, neigt dazu, die Bewegung
der Kunststoffmasse zu bremsen.
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Teil
des Kunststoffes tritt in die primären Kanäle 17 mit einer Tiefe
ein, die anfänglich
zunimmt und darauffolgend abnimmt, und, gegeben durch die allmähliche Abnahme
des Durchgangsquerschnittes längs
ihrer Abwicklung, ist das Material gezwungen, oberhalb der Kämme 22 der
sekundären
Gänge 16 durchzuziehen,
die stromabwärts
des primären
Kanals 17 gegenüber
der Drehrichtung ω der
Schnecke 2 liegen, sowie durch die Verbindungsausnehmungen 20,
die an den Kämmen 19 der
primären
Gänge 15 gelegen
sind, die stromaufwärts
des Kanals 17 gegenüber
der Drehrichtung ω der
Schnecke 2 angeordnet sind. Der von den Ausnehmungen 20 angebotene
herabgesetzte Durchgangsquerschnitt verursacht eine Geschwindigkeitserhöhung der
Masse, derart, dass erhebliche Verwirbelungen im sekundären Kanal 18 erzeugt
werden, in welchem sich diese Ausnehmungen 20 öffnen.
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Die
aus den primären
Kanälen 17 austretende
Masse vergießt
sich in die sekundären
Kanäle 18, die
umfangsmäßig an den
primären
Kanälen 17 anliegen,
deren Querschnitt in Richtung des zweiten Abschnittes 15 des
zylindrischen Körpers 14 zunimmt.
Jeder sekundäre
Kanal 18 nimmt Material auf, das vom Kamm 22 des
anliegenden sekundären
Kanals 16 gemäß vielfältigen Richtungen
und Geschwindigkeiten stammt, wobei ein erheblicher Mischeffekt
mit der Masse bewirkt wird, die schon im sekundären Kanal 18 selbst
fließt.
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Insbesondere
bewirken die Ausnehmungen 20 der primären Gänge 15 einen vorwiegenden,
verwirbelnden Mischeffekt, während
die Kämme 22 der sekundären Gänge 16 vor
allem einen Schneideffekt verursachen, verstanden als Streckung
und Trennung der polymeren Strukturen, die jeden in den Extruder
eingegebenen Harz zusammensetzen.
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Die
Plastikmasse, bei Erreichen des zweiten Abschnittes 25,
neigt dazu, insgesamt die eigene Geschwindigkeit zu erhöhen, dadurch
gegeben, dass die Kanäle 17, 18,
in die sie eintritt, gleichsinnig mit der Aufwickelrichtung R des
Ganges 11 der Schnecke 2 sind.
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Jeder
Wegverlauf P1, P2 im
Bereich des zweiten Abschnittes 25 bewirkt überdies
auf der Plastikmasse eine Wirkung, die zu jener im ersten Abschnitt 24 entgegengesetzt
ist, da die sekundären Kanäle 18 ihre
eigene Abwicklung wie die primären Kanäle 17 und
umgekehrt fortsetzen.
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Die
Bewegungen der Plastikmasse sind ähnlich wie oben eingehend für den ersten
Abschnitt beschrieben, jedoch durch höhere Geschwindigkeiten gekennzeichnet.
Um die verschiedenen Bewegungsanteile auszugleichen, ist bevorzugter
Weise vorgesehen, dass im zweiten Abschnitt 25 jede Verbindungsausnehmung 20 sich
gemäß einer
Richtung abwickelt, die im wesentlichen zur Drehachse des im wesentlichen
zylindrischen Körpers 14,
anstatt senkrecht zum primären
Gang 15 abwickelt, wie im ersten und dritten Abschnitt 24, 26 vorfindbar.
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Im
dritten 26 und letztem Abschnitt hat man einen neuen Wechsel
der Betriebsweise der Kanäle 17, 18 und
eine neue Neigung zur Verlangsamung der Bewegungen der Masse in
Richtung des Austritts, dadurch gegeben, dass die Ausrichtung der
Kanäle
gegenüber
der Aufwickelrichtung R des Ganges 11 an der Schnecke 2,
wie für
den ersten Abschnitt 24 geschehen, gegensinnig ist.
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Der
flüssige
Kunststoff, der durch die Mischvorrichtung 1 fließt, wird
schließlich
von einem Wegverlauf P1, P2 zum
anderen während
des Vorrückens in
Richtung der Austrittsöffnung 8 des
Extruders 5 verdrängt.
Die die Masse zusammensetzende Materialströme kreuzen sich gegenseitig
und unterliegen den Geschwindigkeitszunahmen und -abnahmen, sowie
Schließrichtungsänderungen,
derart, dass das Material selbst den Schneid-, Misch- und Walzarbeiten
ausgesetzt wird.
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Die
vorliegende Erfindung erzielt so die vorgeschlagenen Aufgaben.
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Die
von der Erfindung vorgeschlagenen, neuen Vorkehrungen tragen nämlich zu
erheblichen Verbesserungen in der Homogenität des Materials am Ausgang
aus dem Extruder bei.
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Die
Vorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung erlaubt nämlich
die Dichte des Materials gleichförmig
zu gestalten und die Vermischungen der Harze, aus dem es besteht, über die
Herabsetzung der Spurnetze der die Harze selbst zusammensetzende
Polymere optimal zu gestalten.
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Die
erfindungsgemäße Vorrichtung
erlaubt überdies,
das Plastifizierniveau des Materials zu erhöhen ohne auf eine übermäßige Erhöhung der
Geschwindigkeit zurückgreifen
zu müssen,
die einen physikalischen, chemischen Abbau des zu bearbeitenden
Materials verursachen könnte.
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Die
Heranziehung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
erlaubt, die Verweilzeiten des Materials im Extruder herabzusetzen
und daher die Produktivität
desselben zu erhöhen.
Wird der Extruder beispielsweise zusammen mit einer Spritzgussmaschine
verwendet, erlaubt die Vorrichtung der vorliegenden Erfindung die
Herabsetzung der Einspritzzeiten.