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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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GEBIET DER
ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine neuartige Switch-Architektur,
die von der Art des Mediums unabhängig ist, wobei das Medium
aus den physikalischen Verbindungen und Protokollen besteht, die
es ermöglichen,
Daten zu empfangen und zu verarbeiten. Im Besonderen ermöglicht es
die Architektur, eine Switch-Konfiguration
an die Anforderungen der Switching-Umgebung anzupassen, insbesondere wenn
die Switching-Umgebung auf gemischte Medienarten gerichtet ist.
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BESCHREIBUNG
DES RELEVANTEN STANDES DER TECHNIK
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Ein
Switch wird als Netzwerkkomponente definiert, die ankommende Daten
empfängt,
die Daten temporär
speichert und die ankommenden Daten (entweder unberührt oder
möglicherweise
nach gewissen Modifikationen) an einen anderen Port sendet. Das
Switching (Vermitteln) wird durch Ermitteln einer Bestimmungsadresse
aus den ankommenden Daten und Senden der Daten an einen oder mehrere Ports
erzielt, die der Bestimmungsadresse zugeordnet sind. Die Verwendung
von Switches ist bei der Handhabung des Datenstroms in Hochgeschwindigkeitsnetzwerken
unverzichtbar.
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Ein
Schalter für
Netzwerkanwendungen dient im Allgemeinen dazu, eine bestimmte Medienart-
und Netzwerktechnologie zu handhaben. Die Architektur eines solchen
Switch, die eng mit einer Medienart verbunden ist, ist häufig nur
schwer an zukünftige
Medienarten und sich entwickelnde Paket-Switching-Technologien anzupassen.
Beispielsweise basiert die Architektur von Carrier-Sense-Multiple-Access/Collision-Detection-(CSMA/CD)-Ethernet-Netzwerk-Switches
auf durch den 802.3-Standard definierten Media-Access-Controllern
(MAC) und einem Bitübertragungsschicht-(PHY)-Untersystem
als deren Bausteine. Die aktuellen auf dem 802.3-Standard basierenden Ethernet-Switches
sind dicht mit der MAC-Schicht integriert und hängen hinsichtlich des Verbindungsstatus
bis zu einem gewissen Grad von der PHY ab. Die aktuellen Netzwerk-Switches
müssten
neu konzipiert werden, um an andere Netzwerktechnologien oder unterschiedliche
Medienschnittstellen angepasst zu werden.
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Da
aktuelle Switch-Architekturen media-centric (medienkonzentriert)
sind, d.h. auf die Medienart konzentriert sind, für die sie
Daten vermitteln, schränkt
dieser Aspekt häufig
zusätzlich
die Struktur der Switches ein. Somit kann ein Switch, der zum Vermitteln
(Switching) von Ethernet-Paketen entwickelt wurde, nicht dazu in
der Lage sein, Daten zu vermitteln, die ein kabelsatzartiger Kasten
(cable set type box) empfangen würde,
wobei beide Switches aufgrund der Medienarten, die sie handhaben,
ziemlich unterschiedlich konfiguriert sein könnten. Aufgrund dessen bestimmt
die Medienart die Switch-Architektur in großem Maße. Häufig sind die Abschnitte des
Switch, die die MAC-, Adressenauflösungs- und Content-Aware-Filterlogik
bestimmen, in einem Block integriert, um ein mit dem 802.3-Standard
konformes Ethernet-Switching
bereitzustellen.
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Die
Architekturen, die spezifischen Medienarten zugeordnet sind, haben
die Vorteile, dass sie als Einzel-Chip-Lösung für diese Medienart hoch integriert
und hoch optimiert sind. Sie unterliegen jedoch hinsichtlich der
Flexibilität
mehreren Einschränkungen.
Im Besonderen unterstützen
sie nur eine Medienart (z.B. Standard-802.3-, Ethernet-II-Switching
und -Routing) und sie brauchen spezielle externe Chips oder eine
Umsetzerlogik, um an andere Medienarten, wie etwa drahtlose Medien,
ADSL/VDSL, Sonet, etc., angeschlossen werden zu können und häufig benötigen sie
neue Siliziumimplementierungen, um eine höhere oder niedrigere Portdichte
unterstützen
zu können.
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Die
bekannten Switches hindern außerdem Anbieter
der Switches daran, die spezifischen Anforderungen der Benutzer
dieser Switches zu erfüllen. Nehmen
wir beispielsweise einen spezifischen Switch auf einem Chip, der
34 Fast-Ethernet-Ports und 2-Gigabit-Ports bereitstellt. Ein Kunde
für diesen Chip
möchte
vielleicht 40 Fast-Ethernet-Ports,
ein anderer eine Kapazität
von 4 Gig-Ports und ein dritter vielleicht nur 24 Fast-Ethernet-Ports
haben. Da die Chiparchitektur vorgegeben ist, müssten für den ersten Kunden zwei der
spezifischen Chips so konfiguriert werden, dass ihre Anforderungen
erfüllt
werden. Der zweite Kunde würde
ebenfalls zwei spezifische Switches brauchen, um den Bedarf von
4 Gig-Ports zu befriedigen, während
der dritte Kunde nur einen einzelnen Switch benötigen würde, wobei der Chip jedoch
unter seiner Kapazität
genutzt würde.
In jedem Fall muss der Kunde eine Kapazität kaufen, die er nicht braucht,
was es einem Hersteller erschwert, die spezifischen Bedürfnisse
des Verbrauchers zu erfüllen.
Darüber
hinaus ist es, wie vorstehend besprochen, wenn die Kunden die Switches
unter Verwendung "gemischter
Medienarten" benutzen
oder diese zukünftig
mit neuen Medienarten verwenden möchten, nicht möglich, die
gekauften Switches bei diesen Kapazitäten einzusetzen. Nehmen wir
beispielsweise einen Kunden, der ein auf dem 802.11-Standard basierendes
LAN-Netzwerk, ein auf dem 802.3-Standard basierendes LAN-Netzwerk
und ein auf irgendeinem Industriestandard basierendes Heimanwendungsnetzwerk
(Home Appliance Network) hat. Wenn der Kunde zwischen diesen drei
verschiedenen Medienarten Verkehr vermitteln möchte, benötigen die aktuellen Architekturen
eine Überbrückung zwischen
allen drei LAN-Netzwerken unter Verwendung eines unterschiedlichen
Satzes von ASIC-Lösungen.
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Somit
besteht Bedarf an einer Switch-Architektur, die es ermöglicht,
die Anzahl und Art der Ports an Kundenwünsche anzupassen, ohne die
Verarbeitungskapazitäten
der Switches zu wenig zu nutzen. Darüber hinaus besteht Bedarf an
einer Switch-Architektur, die es ermöglicht, die ursprüngliche Switch-Konfiguration
auch nach dem Verkauf zu erweitern und weiterhin an Kundenwünsche anzupassen.
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Ein
Ziel der Erfindung ist es, die Nachteile der vorstehend beschriebenen
herkömmlichen
Netzwerkvorrichtungen und -verfahren zu überwinden.
D1 betrifft
einen Netzwerk-Router und insbesondere einen Mechanismus, der es
ermöglicht,
die Anzahl an Ports zu verringern, die erforderlich ist, um mehrere verschiedene
Netzwerke durch den Router miteinander zu verbinden. Der Router
umfasst einen Port zur Verbindung mit einem Multiplexing-Fabric,
das den Verkehr zwischen mehreren verschiedenen Netzwerken und einer
Routing-Engine durchführt,
welche den Verkehr zwischen den mehreren Netzwerken steuert, die
diesen Port benutzen.
D2 betrifft ein Verfahren zum Bereitstellen
einer erweiterten Steuerbefehlschnittstelle zum Unterstützen von
Netzwerkverbindungen zu Gateway-Einrichtungen (Netzübergangseinrichtungen),
wie etwa Routern.
D3 betrifft eine Docking-Station für tragbare
Computer.
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Ein
Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, es Switches oder
Routern, welche Datenpakete unterschiedlicher Medienarten handhaben,
zu ermöglichen,
Pakete, die zwischen unterschiedlichen Netzwerken bewegt werden,
voneinander zu unterscheiden.
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Dieses
Ziel wird durch die Netzwerkvorrichtung gemäß Anspruch 1 und das Verfahren
gemäß Anspruch
10 erreicht. Vorteilhafte Ausführungsformen
der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen
definiert.
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In
dieser Offenbarung ist eine neue Architektur für die nächsten Generationen von Switches
dargelegt, die von den Eingangsteil-PHY- und -MAC-Schichten unabhängig sind.
Die vorliegende Erfindung sieht eine äußerst flexible und hoch integrierte
Lösung
vor, bei der sich die gesamte Adressenauflösungs- und Filterlogik an einer
zentralen Stelle befindet. Die vorliegende Erfindung kann auf Silizium
basieren und könnte
auf einem einzelnen Chip (Kostenoptimierung) ausgeführt werden
oder kann auf einem Chipsatz (sorgt für maximale Flexibilität) zur System-Level-Implementierung
basieren.
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Gemäß einem
Aspekt der Erfindung ist eine Netzwerkvorrichtung zur Handhabung
von Daten offenbart. Die Netzwerkvorrichtung umfasst wenigstens
einen Media-Port und wenigstens eine Hochgeschwindigkeits-Docking-Station,
die mit dem wenigstens einen Media-Port kommuniziert. Wenigstens
ein Master ist mit der wenigstens einen Hochgeschwindigkeits-Docking-Station
verbunden, wobei der wenigstens eine Master dafür konfiguriert ist, Daten zu handhaben
und zu verarbeiten, die von dem wenigstens einen Media-Port empfangen
und über
die wenigstens eine Hochgeschwindigkeits-Docking-Station an den
wenigstens einen Master weitergeleitet wurden. Die Netzwerkvorrichtung
ist dafür
konfiguriert, die Media-Ports unterschiedlicher Medienarten zu handhaben.
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Darüber hinaus
kann die Netzwerkvorrichtung dafür
konfiguriert sein, Media-Ports
unterschiedlicher Medienarten zu handhaben, die dieselbe Hochgeschwindigkeits-Docking-Station
oder unterschiedliche Hochgeschwindigkeits-Docking-Stationen nutzen.
Der wenigstens eine Media-Port kann außerdem ankommende Daten mit
Tags versehen, die von dem wenigstens einen Master dafür verwendet
werden können,
die Daten zu kategorisieren. Diese Tags stellen Informationen über einen
Quellenport und einen Bestimmungsport für empfangene Daten und eine
Medienart-ID für den wenigstens
einen Media-Port bereit.
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Bei
der Netzwerkvorrichtung kann der Master auch mit einer dedizierten
CPU kommunizieren, um empfangene Daten zu verarbeiten. Der wenigstens
eine Master kann für
jeden Media-Port einen Service-Agent umfassen und der Service-Agent
zugeordnete Speicher- und Logikblöcke aufweisen. Die Service-Agents
dienen dazu, von der wenigstens einen Hochgeschwindigkeits-Docking-Station
empfangene Daten zu komprimieren, dekomprimieren oder zwischenzuspeichern.
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Darüber hinaus
kann die Netzwerkvorrichtung außerdem
wenigstens eine Hochgeschwindigkeits-Docking-Station aufweisen,
die gegenüber
von dem wenigstens einen Media-Port ankommenden Daten keinen Gegendruck
erzeugt. Dies kann erreicht werden, wenn jeder Media-Port der Netzwerkvorrichtung
eine maximale Bandbreite und die wenigstens eine Hochgeschwindigkeits-Docking-Station
eine Bandbreite hat, die größer als
eine Summe jeder maximalen Bandbreite eines jeden Media-Ports der
Netzwerkvorrichtung ist.
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Darüber hinaus
umfasst der wenigstens eine Media-Port mindestens einen Port und
mindestens einen Paketweg, der zwischen dem wenigstens einen Port
und der wenigstens einen Hochgeschwindigkeits-Docking-Station kommuniziert.
Dieser wenigstens eine Paketweg kann ein Punkt-zu-Punkt-Bus sein,
der eine direkte Verbindung zwischen dem wenigstens einen Port und
der wenigstens einen Hochgeschwindigkeits-Docking-Station vorsieht.
Alternativ kann dieser wenigstens eine Paketweg ein Shared-Bus sein,
wobei ein Shared-Bus-Protokoll den Datenstrom zwischen dem wenigstens
einen Port und der wenigstens einen Hochgeschwindigkeits-Docking-Station
vermittelt.
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Die
Netzwerkvorrichtung kann viele Medienarten handhaben, die gemäß IEEE802.3-Spezifikationen,
IEEE802.11-Spezifikationen, einer Spezifikation für drahtlose
Kommunikation, die Daten-, Sprach- und Content-Centric-Anwendungen
unterstützt, IEEE1394-Spezifikationen,
Kommunikationsspezifikationen für
Kabelmodems, Sonet-Spezifikationen (Synchronous-Optical-Network-Spezifikationen)
und Spezifikationen für
eine auf Switches basierende serielle I/O-Verbindungsarchitektur,
die für
Fehlertoleranz und Skalierbarkeit aufgebaut ist, ausgeführt sind.
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Die
Netzwerkvorrichtung kann wenigstens zwei Master und wenigstens zwei
Hochgeschwindigkeits-Docking-Stationen umfassen, wobei die Master über eine
erste Hochgeschwindigkeits-Docking-Station miteinander verbunden
sind und wenigstens einer der Master über eine zweite Hochgeschwindigkeits-Docking-Station
mit dem wenigstens einen Media-Port verbunden ist.
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Gemäß einem
anderen Aspekt der Erfindung ist ein Verfahren zum Handhaben von
Daten in einer Netzwerkvorrichtung offenbart. Ankommende Daten werden
an einem Media-Port empfangen und dann an eine Hochgeschwindigkeits-Docking- Station übermittelt.
Die Daten werden verdichtet und an einen Master weitergeleitet,
wo wenigstens ein Teil der verdichteten Daten verarbeitet wird.
Die Daten werden basierend auf dem verarbeiteten Inhalt des wenigstens
einen Teils der Daten an einen anderen Media-Port übermittelt.
Eine erste Medienart des Media-Ports entspricht einer zweiten Medienart
des anderen Media-Ports oder unterscheidet sich von dieser.
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Die
Erfindung wird außerdem
durch ein Verfahren zum Handhaben von Daten in einer Netzwerkvorrichtung
verkörpert.
Ankommende Daten werden an einem Media-Port empfangen und dann an
eine Hochgeschwindigkeits-Docking-Station übermittelt. Die Daten werden
verdichtet und an einen Master weitergeleitet, wo wenigstens ein
Teil der verdichteten Daten verarbeitet wird. Die Daten werden basierend
auf dem verarbeiteten Inhalt des wenigstens einen Teils der Daten
an einen anderen Media-Port übermittelt.
Eine erste Medienart des Media-Ports entspricht einer zweiten Medienart
des anderen Media-Ports oder unterscheidet sich von dieser.
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Darüber hinaus
kann das Verfahren das Übermitteln
(Forwarding) der Daten an eine zweite Hochgeschwindigkeits-Docking-Station
umfassen, die mit dem anderen Media-Port kommuniziert. Der Übermittlungsschritt
kann auch das Durchlaufen eines zweiten Masters und einer anderen
Hochgeschwindigkeits-Docking-Station
umfassen, um den Bestimmungs-Media-Port für die Daten zu erreichen.
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Gemäß einem
Aspekt der Erfindung ist eine Netzwerkvorrichtung zur Handhabung
von Daten vorgesehen, die umfasst:
wenigstens einen Media-Port,
wenigstens
eine Hochgeschwindigkeits-Docking-Station, die mit dem wenigstens
einen Media-Port kommuniziert, und
wenigstens einen Master,
der mit der wenigstens einen Hochgeschwindigkeits-Docking-Station
verbunden ist, wobei der wenigstens eine Master dafür konfiguriert
ist, Daten zu handhaben und zu verarbeiten, die durch den wenigstens
einen Media-Port empfangen und über
die wenigstens eine Hochgeschwindigkeits-Docking-Station an den wenigstens einen
Master weitergeleitet wurden,
wobei die Netzwerkvorrichtung
dafür konfiguriert
ist, Media-Ports unterschiedlicher Medienarten zu handhaben.
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Der
wenigstens eine Master umfasst vorteilhafterweise mindestens einen
Service-Agent, wobei die
Anzahl der Service-Agents gleich der oder kleiner als die Anzahl
der Media-Ports sein könnte.
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Der
wenigstens eine Service-Agent umfasst vorteilhafterweise ihm zugeordnete
Speicher- und Logikblöcke.
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Der
wenigstens eine Service-Agent ist vorteilhafterweise dafür konfiguriert,
von der wenigstens einen Hochgeschwindigkeits-Docking-Station empfangene
Daten zu komprimieren, dekomprimieren und zwischenzuspeichern.
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Der
wenigstens eine Media-Port versieht vorteilhafterweise ankommende
Daten mit Tags, die von dem wenigstens einen Master dazu verwendet werden,
die Daten zu kategorisieren.
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Die
Tags stellen vorteilhafterweise Informationen über einen Quellenport und einen
Bestimmungsport für
die empfangenen Daten und eine Medienart-ID für den wenigstens einen Media-Port
bereit.
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Die
Medienarten umfassen vorteilhafterweise Medienarten gemäß IEEE802.3-Spezifikationen.
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Die
Medienarten umfassen vorteilhafterweise Medienarten gemäß IEEE802.11-Spezifikationen.
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Die
Medienarten umfassen vorteilhafterweise Medienarten gemäß einer
Spezifikation für
drahtlose Kommunikation, die Daten-, Sprach- und Content-Centric-Anwendungen
unterstützt.
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Die
Medienarten umfassen vorteilhafterweise Medienarten gemäß IEEE1394-Spezifikationen.
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Die
Medienarten umfassen vorteilhafterweise Medienarten gemäß Kommunikationsspezifikationen
für Kabelmodems.
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Die
Medienarten umfassen vorteilhafterweise Medienarten gemäß Sonet-Spezifikationen
(Synchronous-Optical-Network-Spezifikationen).
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Die
Medienarten umfassen vorteilhafterweise Medienarten gemäß Spezifikationen
für eine
auf Switches basierende serielle I/O-Verbindungsarchitektur, die
für Fehlertoleranz
und Skalierbarkeit aufgebaut ist.
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Der
wenigstens eine Master umfasst vorteilhafterweise wenigstens zwei
Master und die wenigstens eine Hochgeschwindigkeits-Docking-Station wenigstens
zwei Hochgeschwindigkeits-Docking-Stationen, wobei die wenigstens
zwei Master durch eine erste der wenigstens zwei Hochgeschwindigkeits-Docking-Stationen
miteinander verbunden sind und wenigstens einer der wenigstens zwei
Master über
eine zweite der wenigstens zwei Hochgeschwindigkeits-Docking-Stationen
mit dem wenigstens einen Media-Port verbunden ist.
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Diese
und andere Ziele der vorliegenden Erfindung sind in der folgenden
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen ausgeführt oder
gehen aus dieser hervor.
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KURZBESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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Zum
besseren Verständnis
der vorliegenden Erfindung und zur leichteren Umsetzung derselben
in die Praxis werden nun, aus Gründen
der Veranschaulichung und nicht der Einschränkung, bevorzugte Ausführungsformen
in Zusammenhang mit den folgenden Figuren beschrieben.
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1 ist
ein schematisches Diagramm, das eine Ausgestaltung des Netzwerk-Switch
mit einem einzelnen Master und mehreren Docking-Stationen zeigt,
und
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2 ist
ein schematisches Diagramm, das eine Ausgestaltung des Netzwerk-Switch
mit mehreren Mastern und mehreren Docking-Stationen zeigt.
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GENAUE BESCHREIBUNG
DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Die
vorliegende Erfindung ist auf einen Switch gerichtet, der einen
zentralisierten "Master" mit abnehmbaren
Flügeln
aus "Media-Ports" als Bausteine des
Switch aufweist. Der erfindungsgemäße Switch kann "n" Ports zur Paketvermittlung mittels
einer Pro-Port-Verarbeitungsmaschine (per port processing engine)
aufweisen, die in einem Master zentralisiert ist. Die Medienschnittstellen
für "n" Ports (die aus gleichen oder sogar
einer Mischung unterschiedlicher Medienarten bestehen können) sind
als Kammern in einem Flügel
einer bausteinartigen Ausgestaltung organisiert. Diese Flügel oder "Docking-Stationen" docken über einen üblichen
Hochgeschwindigkeits-Schnittstellenbus
an diesen Master an. Dieser Schnittstellenbus sollte eine summierte
Bandbreite haben, die die Gesamtsumme der von jedem Flügel benötigen maximalen
Bandbreite übersteigt.
Dies ist in 1 dargestellt.
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1 ist
ein schematisches Diagramm einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung. Die erfindungsgemäße medienunabhängige Switch-Architektur
hat drei Hauptbausteine: 1. den Master 101, 2. das/die
Docks) 102 und 3. die Media-Ports 103. Diese sind nachfolgend
jeweils im Detail beschrieben.
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Der
Master 101 ist der Haupt-"Administrator", der sämtliche, bevorzugt in Form
von Paketen, empfangenen Daten handhabt und verarbeitet sowie die
Paketdaten schließlich
an den geeigneten Port vermittelt. Der Master 101 ist konfigurierbar
durch eine dedizierte CPU, Memory-Engine und andere Logik, um mit
der Benutzersoftware zu interagieren. Um ein Hochleistungs-Switching
zu erreichen, wird der Master von den "n" Service-Agents
unterstützt,
die jeweils einem Media-Port 103 zugeordnet sind, d.h.
je einer für
eine Anzahl von "n" Media-Ports, oder
es könnte
ein Service-Agent für
mehrere Media-Ports vorhanden sein. Diese Entscheidung hängt von
der Spitzenbandbreite jedes Media-Ports und der maximalen Bandbreitenhandhabungsfähigkeit
eines Service-Agent ab.
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Die
Docking-Station 102 gleicht im Grunde einer "Durchgangshalle" zwischen dem Master
und den Media-Ports ohne Wartezeit und mit verlustfreiem Bytetransfer.
Das bedeutet die Docking-Station blockiert keine von den Media-Ports
ankommenden Bytes oder erzeugt gegenüber diesen keinen Gegendruck.
Außerdem
bringt die Docking-Station zwischen den Media-Ports und dem Master
keine Taktlücken
in den Bytestrom ein. Die Docking-Station dient als Vermittler (Facilitator)
und schiebt einfach beständig
die Bytes von einem Ende zum anderen, wobei geeignete Tag-Bits verwendet werden,
um den Start oder das Ende von gültigen
Byteströmen
zu kennzeichnen. Die tatsächliche
Paketbildung wird jeweils seitens des Masters oder der Media-Ports durchgeführt.
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Diese
Docking-Station muss eine solche Überschussbandbreite haben,
dass die Gesamtsumme größer als
die Summe der maximalen Bandbreiten aller Media-Ports ist. Die Überschussbandbreite ist erforderlich,
um dem Overhead zusätzlicher
Bytes aus der Tag-Einfügung
und den durch sie durchgeführten
Verarbeitungstätigkeiten
Rechnung zu tragen.
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Der
Media-Portblock besteht aus einer Ansammlung von mehreren PHY-MAC-Paaren, die in einem
einzelnen Baustein mit der Hochgeschwindigkeits-Docking-Station-Schnittstelle integriert
sind. Die Architektur dieses Blocks ist äußerst einfach und klar, wie
die folgenden Schritte zeigen:
- 1. Jeder Media-Port übermittelt
den ankommenden Paketstrom an seinen zugeordneten Ausgangspaketweg,
- 2. die Paketwege übertragen
Datenströme
zwischen Media-Ports und der Docking-Schnittstelle,
- 3. der vom Master ankommende Datenstrom wird in Pakete und auf
jeweilige IN-Paketwege aufgeteilt, und
- 4. jeder Media-Port, der auf seinen IN-Paketwegen Pakete empfängt, sendet
sie nach draußen an
die externe Welt.
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Der
Paketweg 104 ist der Kanal oder die Leitung zum Übertragen
von Informationen als Pakete oder Bytes zwischen einzelnen Media-Ports
und der Docking-Station.
Der Paketweg modifiziert im Allgemeinen die von ihm transportierten
Informationen nicht, sofern dies nicht ausdrücklich von einer Implementierung
verlangt wird.
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Der
Paketweg kann als Shared-Bus oder als Punkt-zu-Punkt-Voll-(oder
Halb-) Duplexbus zwischen einem Media-Port und der Docking-Station ausgeführt werden.
Die exakte Implementierung hängt
von der Bandbreite, Latenzzeit und anderen Faktoren gemäß den spezifischen
Implementierungsanforderungen ab.
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Implementierungsbeispiele
umfassen Punkt-zu-Punkt- und Shared-Bus-Beispiele. Bei Punkt-zu-Punkt ist der
MAC jedes Media-Ports direkt mit der Docking-Station verbunden und die Docking-Station übernimmt
die Steuerung der Pakete zwischen dem Master und dem jeweiligen
MAC des Media-Ports. Bei einem Shared-Bus verbindet ein Hochgeschwindigkeits-Shared-Bus
alle Media-Ports und die Docking-Station. Das Shared-Bus-Protokoll übernimmt
die Steuerung der Pakete oder Bytes zwischen dem Media-Port und
der Docking-Station.
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Obgleich
die hierin angegebenen allgemeinen Richtlinien dazu verwendet werden,
die Komponenten des Switch vorzusehen, können die genauen Details basierend
auf den Kosten, der Anzahl und Art der Media-Ports sowie den Leistungsanforderungen vom
Benutzer gewählt
werden.
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Der
Master wird durch eine CPU gesteuert und konfiguriert seine Service-Agents. Die Service-Agents
verfügen über einen
gewissen Umfang an zugeordnetem Speicherpool, um ankommenden Verkehr
zu handhaben. Die Service-Agents sehen eine Vielzahl an Funktionen
vor, die das Komprimieren und Dekomprimieren, die Zwischenspeicherung von
eingehenden und abgehenden Paketen, die Speicherverwaltung für die Paketspeicherung,
Regeln- und Tabellen-Lookups, die Paketverarbeitung gemäß spezifizierten
Arbeitsgängen,
die Über-
und Vermittlung (Forwarding und Switching) von Paketen an andere
Media-Port-Service-Agents oder sogar an die CPU sowie eine Aufnahme
der Pakete in eine Statistik umfassen. Bei der Komprimierungsfunktion werden
die von der Hochgeschwindigkeits-Docking-Station-Schnittstelle aufgefangenen Bytes durch
den jeweiligen Service-Agent innerhalb gültiger Paketgrenzen verdichtet.
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Beim
Dekomprimierungsverfahren werden die Pakete, die vom Master über die
Hochgeschwindigkeits-Docking-Schnittstelle an die Media-Ports gesendet
werden, durch die jeweiligen Service-Agents zu Bytes dekomprimiert.
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Die
Docking-Station verfügt über einen
Kommunikationskanal (eine Hochgeschwindigkeitsverbindungsleitung)
mit einer Bandbreite, die die Gesamtsumme der maximalen Bandbreiten
aller Media-Ports übersteigt.
Die Überschussbandbreite
ist nötig,
um den Overhead aus den durch sie durchgeführten Tätigkeiten, welche das Tagging,
Komprimieren und Aufteilen (Splitting) umfassen, zu kompensieren.
Beim Tagging werden den Byteströmen
zusätzliche
Bits hinzugefügt,
um gültige
Bytegrenzen zu kennzeichnen. Beim Komprimieren werden Bytes von
den Media-Ports (auf die Paketwege) für diese Hochgeschwindigkeitsverbindungsleitung
serialisiert. Die Aufteilungsfunktion wird durch Deserialisieren
des Bitstroms von der Hochgeschwindigkeitsverbindungsleitung in
Bytes durchgeführt,
die an jeweilige Bestimmungs-Media-Ports
oder Master-Service-Agents gesendet werden sollen.
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Beispielsweise
bei einem integrierten Medienmodul mit 48 Ports und 100 MBit + 4
Ports und 1 Gigabit (gesamte summierte Bandbreite: 17,6 Gigabit/sec),
ist eine Docking-Station, die einen 10-Gigabit-XGMII-MAC verwendet
(maximal unterstützte Bandbreite:
20,0 Gigabit/sec), sowohl in das Master- als auch das Media-Dock-Ende
integriert. Die Media-Ports sind an die Docking-Station über zugeordnete
Bytewege von jedem Media-Port angeschlossen. Die Docking-Station
am Media-Port-Ende multiplext die Bytewege kontinuierlich im Round-Robin-Modus
zu ihrer XGMII. Die Docking-Station am Master-Modul-Ende empfängt diese
Bytes an ihrem Ende der XGMII-Schnittstelle im Round-Robin-Modus.
In ähnlicher
Weise werden Bytes vom Master-Modul an den Media-Port übertragen.
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Eine
Tagging-Technik wird in Abhängigkeit von
den Implementierungsanforderungen so definiert, dass sie gültige Byte-,
Quellen- und Bestimmungs-Media-Port-IDs anzeigt. In Abhängigkeit von der für die Docking-Station
verwendeten Hochgeschwindigkeitsverbindungsschnittstelle werden
die von den Media-Ports eingehenden Bytes in ein Zellenformat (CF)
komprimiert oder verdichtet. Dieses Format (CF) ist ein implementierungsanforderungsspezifischer
Standard, der beliebige Medienarten übergreift und einen grundlegenden
Informationssatz hinsichtlich der Quellen-Media-Port-ID, der Medienart-ID, der
Länge der
gültigen
Datenbytes und, je nach Bedarf, weiterer Felder vorsieht. Die weiteren
Felder können
CRC oder Prüfsummen
und andere Informationen enthalten, wenn eine Überschussbandbreite zur Verfügung steht.
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Der
Media-Portblock ist eine Anhäufung
von "n" Ports, bestehend
aus einer beliebigen Kombination der folgenden darin integrierten
Logikblöcke:
PHY, MAC und Paket- oder Informationsverarbeitungslogik. Der Wert "n" hängt
mehr von der Siliziumausführung
des Masters hinsichtlich der Fähigkeit
des Masters ab, "n" Service-Agents und entsprechende
Speicher- und Logikblöcke
vorzusehen. Er hängt
auch von der Tatsache ab, dass die durch die Docking-Station unterstützte maximale
Bandbreite größer als
die summierte Bandbreite von "n" Media-Portblöcken sein
muss.
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Der
Media-Portblock kann Ports unterschiedlicher Medienarten umfassen.
Einige Beispiele dieser Medienarten umfassen:
- – IEEE 802.3
basierend auf 10-/100-/1000-/10G- und zukünftigen Spezifikationen,
- – IEEE
802.11 basierend auf drahtlosen Medien,
- – BLUETOOTH,
eine drahtlose Kommunikationsspezifikation, die Daten-, Sprach-
und Content-Centric-Anwendungen und andere drahtlose Medien unterstützt,
- – Firewire
(IEEE 1394) für
Audio- und Videomedien,
- – Kabelmodem,
- – Synchronous
Optical Network, SONET (OC-48-/OC-192-/OC-768- und zukünftige Spezifikationen),
und
- – INFINIBAND,
eine auf Switches basierende serielle I/O-Verbindungsarchitektur,
die für
Fehlertoleranz und Skalierbarkeit aufgebaut ist.
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Die
vorstehende Liste ist nicht als Einschränkung zu verstehen, vielmehr
kann in den Media-Ports jeder beliebige Bus, jedes beliebige Netzwerkmedium
oder jeder beliebige Kanal verwendet werden, der/das beliebige Informationen
(Daten oder Multimedia) bereitstellt. Jeder der Ports im Media-Portblock
kann Informationen als Pakete oder Bytes über die Paketwege senden oder
empfangen.
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Die
Architektur der vorliegenden Erfindung sieht eine innovative Lösung für eine Vielzahl
an Anwendungen vor, wobei die folgenden Ziele erreicht werden. Die
Architektur ist universell einsetzbar und hat einen breiten Anwendungsbereich,
der Multimedia, Networking und Speicherung umfasst. Die Architektur
ist außerdem
einzigartig und lässt
sich schnell vermarkten. Die Architektur lässt sich leicht an jede beliebige
neue MAC/PHY-Technologie anpassen. Die Architektur ist auch skalierbar,
so dass Stapel aus mehreren Mastern Lösungen für größere Konfigurationen bereitstellen
können.
Eine solche Ausführungsform
ist in 2 dargestellt, wobei mehrere Master 201 über die
Paketwege 204 und mehrere Hochgeschwindigkeits-Docking-Stationen 202 mit den
Media-Ports 203 verbunden sind.
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Die
Architektur der vorliegenden Erfindung ist auch dahingehend kosteneffizient,
dass derselbe Master-Kern für
mehrere Lösungen
verwendet werden kann, d.h. ein großes Volumenpotential hat. Darüber hinaus
ist die Architektur flexibel und sieht Lösungen für einen breiten Marktbereich
bei einer umfangreichen Mischung von Medien (drahtlose Medien, Kabel,
ADSL, etc.) vor.
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Die
vorliegende Erfindung hat den Vorteil, dass sie nicht auf bestimmte
Medien konzentriert (media-centric) ist und dafür ausgelegt werden kann, mit
unterschiedlichen Medienarten verwendet zu werden. Dies macht das
Konfigurierungsverfahren des Switch zur Erfüllung von Kundenwünschen einfach
und verbessert die Vermarktbarkeit des Switch. Die vorliegende Erfindung
verhindert außerdem Backups
an den Ports, da die Media-Ports keine echte Verarbeitung durchführen, sie
leiten lediglich Daten an den Master weiter. Bei der bekannten Architektur
summieren sich die Verzögerungen
an jedem Port und tragen zu Backups von Paketen an den Ports bei.
Diese Verzögerungen
werden, wie vorstehend ausgeführt,
beseitigt, da der Master einen größeren Durchsatz als alle Ports
zusammen hat.
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Ein
weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass
Daten über
unterschiedliche Medien verteilt werden können. Daher kann ein gegebener
Fast-Ethernet-Port
an einem Port gespiegelt werden, der kein Fast-Ethernet-Port ist.
Es können
auch Ports unterschiedlicher Medienarten miteinander verbunden werden,
um eine große
Kapazität
bereitzustellen. Die vorliegende Erfindung verringert außerdem die
Notwendigkeit, Switches zu stapeln, um gewisse Anforderungen zu
erfüllen,
während
sie dennoch ein Stapeln von Switches unter Verwendung einer Medienart
ermöglicht,
die für
die Anwendung am besten geeignet sein kann.
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Die
vorstehend besprochene Ausgestaltung der Erfindung ist bei einer
Ausführungsform
auf einem Halbleitersubstrat, wie etwa Silizium, mittels geeigneter
Halbleiterherstellungstechniken ausgeführt und basiert auf einem Schaltungslayout,
das auf der Basis der vorstehend ausgeführten Ausführungsformen für Fachleute
auf dem Gebiet offensichtlich sein dürfte. Ein Fachmann auf dem
Gebiet der Halbleiterkonzipierung und -herstellung sollte dazu in
der Lage sein, basierend auf der vorstehend ausgeführten architektonischen
Beschreibung die verschiedenen Module, Schnittstellen und Komponenten,
etc. der vorliegenden Erfindung auf einem einzelnen Halbleitersubstrat
zu implementieren. Es liegt ebenfalls im Rahmen der Erfindung, die
erfindungsgemäß offenbarten
Elemente als diskrete elektronische Komponenten auszuführen, wodurch
die funktionellen Aspekte der Erfindung vorteilhaft genutzt würden, ohne durch
die Verwendung eines einzelnen Halbleitersubstrats die Vorteile
zu maximieren.
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Es
wird darauf hingewiesen, dass, obgleich die vorliegende Erfindung
als Beispiel einen Switch zur Verarbeitung von Paketdaten anführt, die
vorliegende Erfindung nicht auf Policy-Based-Frame-Verarbeitung
und -Klassifizierung beschränkt
ist. Obgleich die Erfindung basierend auf diesen bevorzugten Ausführungsformen
beschrieben worden ist, dürfte
es für
Fachleute auf dem Gebiet offensichtlich sein, dass gewisse Modifikationen,
Variationen und alternative Ausgestaltungen möglich sind, ohne den Schutzumfang
der Erfindung zu verlassen. Zur Bestimmung des Maßes und
Ziels der Erfindung sollte daher auf die anhängigen Ansprüche Bezug
genommen werden.