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Die
Erfindung betrifft Verteilerrutschen für Übergabebehälter und Lagerungsvorrichtungen
für verschiedene
zerbrechliche pharmazeutische oder chemische Schüttgutprodukte, insbesondere
für die
chemische, die pharmazeutische und die Nahrungsmittelindustrie.
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Unter
Schüttgutprodukten
und -artikeln versteht man im Wesentlichen zerbrechliche Produkte
mit kornförmiger,
verdichteter, agglomerierter oder pulverförmiger Struktur und insbesondere
Artikel, wie zum Beispiel Tabletten beliebiger Form, Gelatine- und
andere Kapseln, Spansule, Pellets, aber auch kristallförmige Produkte
(wie zu Nadeln kristallisiertes Sorbitol) usw.
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Diese
Rutschen werden hier in Verbindung mit Übergabe- oder Lagerungsvorrichtungen verwendet. Ihre
Zweckmäßigkeit
besteht darin, dass sie die kinetische Energie der lose in Behälter geschütteten Artikel oder
Produkte absorbieren, so dass Brüche
und Verdichtungen, die besonders nachteilig sind, wenn es sich insbesondere
um Tabletten handelt, die eine komplexe und/oder zerbrechliche (rautenförmige usw.)
und/oder winklige Form aufweisen, verringert werden.
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Aus
der GB-468 721,
US 1 802 089 oder
US 4 176 997 sind schraubenförmige Vorrichtungen
mit ähnlichem
Erscheinungsbild bekannt, die insbesondere für die Übergabe von Kohle bestimmt
sind. Selbst wenn es nicht wünschenswert
ist, die Kohleblöcke
zu zerbrechen, weisen sie natürlich
keine mit der Zerbrechlichkeit von Arzneimittelprodukten vergleichbare
Zerbrechlichkeit auf. Des Weiteren haben die Geschwindigkeiten für das Entladen
von Kohle und die für
das Lagern von zerbrechlichen Arzneimitteln natürlich nichts gemein.
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Weiterhin
haben sich in der chemischen Industrie viele Hersteller für schraubenförmige Rutschen
entschieden.
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Diese
schraubenförmigen
Rutschen werden im Allgemeinen um eine mittlere Säule herum
angeordnet (siehe
US 5 598 914 ;
US 4 726 546 ). Andere, wie
zum Beispiel die
US 5 083 651 oder
GB 2 213 806 , haben schraubenförmige Rutschen
mit ausgehöhlter
Achse hergestellt. Diese Rutschen weisen im Schnitt einen L- oder U-förmigen Querschnitt
auf. Das eine Bahn bildende Bein des L ist bezüglich der Achse der Spirale
radial angeordnet, wobei der Schenkel des L einen lateralen Rand
bildet, der im Wesentlichen parallel zur Achse des Helikoids angeordnet
ist.
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Die
Wirksamkeit der bekannten schraubenförmigen Rutschen wird durch
inhärente
Eigenschaften begrenzt, die mit der Form und den Abmessungen der
gehandhabten Produkte verbunden sind. Somit unterscheidet sich das
Strömungsverhalten
von kugelförmigen
Körpern
stark von dem von rautenförmigen
Pastillen oder Kapseln. Des Weiteren ist der Oberflächenzustand
der Artikel von Bedeutung. Infolgedessen muss normalerweise jede
Rutsche an eine Produktart angepasst werden. Ist dies nicht der
Fall, kommt es zu Unterbrechungen und Anhäufungen, die die Nützlichkeit
dieser Vorrichtungsart begrenzen oder im äußersten Fall seine Verwendung
abträglich
machen, einerseits, weil sie ein gleichmäßiges Aufstapeln behindern,
und andererseits, weil sie einen hohen Prozentanteil von Brüchen mit
sich bringt. Die Rutschen des Stands der Technik setzen verschiedene
Maßnahmen
ein (Unterbrechung der Bahn usw.), die die Auswirkung dieser Phänomene begrenzen
sollen. Da diese Rutschen sehr schmal sind, können sie darüber hinaus
nicht als Leitflächen
oder Stützen
zur besseren Verteilung der Ladung dienen.
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Ein
weiterer großer
Nachteil der bekannten Vorrichtungen besteht darin, dass sie sie
nur an eine bestimmte Produktform angepasst sind, und sie deshalb
für jeden
neuen Produktionslauf geändert
werden müssen, da
es sonst zu einem hohen Prozentanteil von Ausschuss kommt.
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Das
Ziel der Erfindung besteht in der Entwicklung einer schraubenförmigen Übergaberutsche,
die sich im Hinblick auf Lagerung und Transport in Behältern für die Handhabung
der verschiedensten Produkte und Artikel eignet, ein gleichmäßiges Strömen und
Aufstapeln gestattet und das Zerbrechen zerbrechlicher Artikel begrenzt.
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Gegenstand
der Erfindung ist eine schraubenförmige Verteilerrutsche für Behälter zur Übergabe
von verschiedenen zerbrechlichen pharmazeutischen oder chemischen
Schüttgutprodukten
mit mindestens einer schraubenförmigen
Bahn, die sich um eine vertikale Achse herum erstreckt, wobei das
mittlere Volumen der Rutsche in Form eines Brunnens ausgehöhlt ist;
jede Bahn durchgehend ist und eine im Wesentlichen konstante Steigung
aufweist; jede Bahn eine breite Plattform bildet, deren Querschnitt
im Wesentlichen gerade ist, die quer zur Richtung der Achse geneigt
ist; wobei der Neigungswinkel der Bahn so ist, dass die Teilchen
des übergebenen
Materials, die am oberen Teil jedes Helikoids mit einer ausreichenden
Geschwindigkeit in Bewegung versetzt werden, so dass die Zentrifugalkraft
sie entlang der entsprechenden Piste hält, zur Achse abweichen, wenn
die sie auf der Bahn haltende Zentrifugalkraft außer Kraft
gesetzt wird oder unter einen kritischen Wert abfällt.
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Der
Vorteil dieser Anordnung besteht darin, dass die Artikel, selbst
wenn eine große
Streuung der Eigenschaften des Produkts vorliegt, nicht entlang
dem Helikoid angehäuft
werden: Jeder Artikel, der (aufgrund von Reibung, einer ungleichmäßigen Form
usw.) unvorhergesehen zum Halt kommt, wird von sich aus zum mittleren „Brunnen" abgeführt. Der
Betrieb mit einer breiten Bahn gestattet sowohl einen hohen Durchfluss als auch
eine große
Hilfe gegen Verdichten UNd Zerdrücken.
Des Weiteren gestattet diese große Breite der Bahn die Verwendung
der verschiedensten Produkte, die durch sehr weite Gleiteigenschaften
gekennzeichnet sind.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
wird durch mindestens eine Ladevorrichtung, die das Einspeisen des
Produkts in Abhängigkeit
von seiner Dynamik an eiNer mehr oder weniger weit von der Achse
Z entfernten Stelle gestattet, das transportierte Produkt am oberen
Teil jedes Helikoids mit einer ausreichenden Geschwindigkeit, damit
die Zentrifugalkraft das Produkt entlang der entsprechenden Bahn
hält, fast
tangential zu jeder Bahn einspeist.
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Vorteilhafterweise
ist der Neigungswinkel α jedes
Helikoids größer gleich
dem Ruhewinkel des transportierten Produkts, wodurch ein gleichmäßiges Füllen des
Lagerungsvolumens durch Überlaufen über den Außenrand
der Spirale gewährleistet
wird.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
ist die Neigung α der
Rückseite
jeder schraubenförmigen Bahn
etwas kleiner oder gleich dem Ruhewinkel des transportierten Produkts.
Dadurch kann der auf die sich an der Basis jeder Anhäufung befindenden
Produkte ausgeübte
Druck entlastet werden, indem unmittelbar unter der Ebene der Spirale
ein leerer Produktraum gelassen wird.
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Gemäß einer
vorteilhaften Ausführungsform
ist die erfindungsgemäße Rutsche
mit einem Mechanismus versehen, der eine Änderung der Querneigung α jeder Bahn
gestattet.
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Diese
Vorrichtung umfasst vorzugsweise Stangen, die über Gelenkverbindungen mit
jeder Bahn verbunden sind.
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Insbesondere
kann dieser Mechanismus Stangen umfassen, deren Länge verstellbar
ist.
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Jede
der schraubenförmigen
Bahnen kann vorteilhafterweise mit einem Außenrand versehen sein. Vorzugsweise
nimmt die Höhe
dieses Außenrands
von oben nach unten ab. Er kann mit Aussparungen versehen sein,
die in dem Raum außerhalb
der Spirale münden.
In diesem Fall ist der Außenrand
mit einer Ablenkfläche
versehen, die stromaufwärts
jeder Aussparung angeordnet ist.
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Ein
weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein von unten entleerbarer
Lagerungs-, Transport und Entladebehälter, der mit einer Rutsche
wie oben beschrieben versehen ist. Der Vorteil eines solchen Behälters liegt
darin, dass das Ausmaß von
Brüchen
und Zerquetschen des Produkts wesentlich verringert ist, und zwar sowohl
während
der Übergabe
als auch während
des Transports und während
der Lagerung, was insbesondere darauf zurückzuführen ist, dass die Rutsche
als Stützleitfläche dient.
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Weitere
Besonderheiten und Vorteile der Erfindung gehen aus der nachfolgenden
Beschreibung besonderer Ausführungsformen
der Erfindung hervor, wobei auf die angehängten Zeichnungen Bezug genommen
wird; darin zeigen:
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1 eine
schematische Ansicht eines Aufrisses einer erfindungsgemäßen Rutsche;
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2 eine
schematische Ansicht der Art und Weise, wie sich die verschiedenen
Produkte entlang der erfindungsgemäßen Rutsche fortbewegen;
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3 eine
Draufsicht eines mit einer erfindungsgemäßen Rutsche versehenen Lagerungsbehälters;
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4 eine
weggeschnittene Vorderansicht des Lagerungsbehälters nach 3;
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5 eine
schematische Vorderansicht einer erfindungsgemäßen Rutsche nach der Änderung
des Winkels der schraubenförmigen
Bahn;
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6 eine
Draufsicht einer anderen Form eines Lagerungsbehälters, der mit einer erfindungsgemäßen Rutsche
mit drei Bahnen versehen ist;
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7, 8 und 9 Abwicklungen
des Gestängesystems
einer erfindungsgemäßen Rutsche
mit verschiedenen Neigungswinkeln;
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10 eine
weggeschnittene Vorderansicht des Lagerungsbehälters nach 4,
die das Anhäufen der
Artikel zeigt;
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11 eine
Detailansicht der in 4 gezeigten Gestängeverbindungen;
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12 und 13 eine
schematische Vorderansicht bzw. Draufsicht einer anderen Versorgungsform des
Lagerungsbehälters;
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14 eine
schematische Vorderansicht einer anderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Rutsche;
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15 eine
Vorderansicht einer anderen Ausführungsform
einer Rutsche mit Unterbrechungen im lateralen Rand;
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16 eine
detaillierte Draufsicht einer Ausführungsform einer Rutsche nach 15.
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Die
in 1 dargestellte Rutsche umfasst eine breite schraubenförmige Bahn 2,
die um eine vertikale Achse Z herum verläuft. Diese Bahn 2 erstreckt
sich nicht bis zur Achse Z: die Mitte des Helikoids ist in Form eines
Brunnens 4 ausgehöhlt.
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Eine
sich über
der Bahn 2 befindende Ladevorrichtung 6 schüttet die
zu lagernden zerbrechlichen Produkte oder Artikel 5 mit
einer bestimmten Anfangsgeschwindigkeit fast tangential zur Bahn 2 aus.
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Der
Weg eines entlang der Bahn 2 purzelnden Artikels oder Produktteilchens 5 wird
durch drei Kräfte bestimmt:
die Schwerkraft, die dazu neigt, ihn bzw. es teilweise entlang der
Bahn und teilweise zur Achse Z mitzuführen, die Zentrifugalkraft,
die dazu neigt, ihn bzw. es von der Achse Z zu entfernen, und die
Reibung. Von diesen drei Kräften
ist die Reibung am willkürlichsten.
Es ist sogar ziemlich selten, dass die Artikel 5 in der idealen
Form perfekter Kugeln vorliegen. Im Allgemeinen liegen sie in Formen
vor, die eine große
Streuung dynamischer Verhalten zur Folge haben. Diese Streuung der
Verhalten wird in 2 deutlicher dargestellt. Somit
kann eine Tablette in Form einer dicken Scheibe 5a mit
einer sehr großen
Geschwindigkeit V1 (am Umfang der Bahn 2) genauso gut auf
ihrem Rand rollen wie sehr langsam auf einer ihrer Flächen (nahe
der mittleren Achse der Rutsche) gleiten (Geschwindigkeit V2).
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Tabletten
(Scheiben mit geringerem Durchmesser) 5b neigen ebenfalls
dazu, (am Umfang der Rutsche) schneller auf dem Rand zu rollen,
mit mittlerer Geschwindigkeit auf dem mittleren Teil der Bahn 2 flach zu
gleiten oder sich nahe dem mittleren Brunnen 4 übereinander
geschichtet langsam fortzubewegen.
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Diese
Streuung von Eigenschaften betrifft auch die anderen Produktformen.
Bei zylindrischen Gelatinekapseln mit halbkugelförmigen Enden 5c rollen sie
somit, wenn ihre Achse senkrecht zu der der Bahn verläuft, schneller
(und neigen somit dazu, zum Umfang abzuweichen), als wenn ihre Achse
schrägt
verläuft. Wenn
ihre Achse parallel zu der der Bahn verläuft (dritter dargestellter
Fall), gleiten sie einfach mit hoher Reibung in Längsrichtung.
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Schließlich bewegen
sich rautenförmige
Tabletten 5d durch eine Kombination aus Schlittern und
Zusammenstoßen
mit ziemlich geringer Geschwindigkeit fort.
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Die
erfindungsgemäße Rutsche
soll gemäß ihrer
Ausführung
die mit einer solchen Streuung verbundenen Probleme stark verringern.
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Zunächst ist
vorgesehen, dass die Artikel oder Teilchen, wenn sie mit der Bahn 2 in
Kontakt treten, mit einer ausreichenden Geschwindigkeit in Bewegung
versetzt werden, dass ein Großteil
von ihnen durch die Zentrifugalkraft von oben nach unten der Rutsche
auf der Bahn 2 gehalten wird. Dieses Ergebnis wird insbesondere
durch das Vorhandensein und die Ausführung der Ladevorrichtung 6 erreicht.
Bei der in 1 dargestellten Vorrichtung 6 wird
den Artikeln durch das Passieren in einer vertikalen Leitung mit
einer vorbestimmten Höhe
H die notwendige Geschwindigkeit verliehen. Eine in den 12 und 13 gezeigte
andere Ausführungsform
wird weiter unten beschrieben.
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Der
Weg eines sich entlang der Bahn 2 bewegenden Artikels kann
in zwei senkrecht zueinander verlaufende Richtungen aufgeteilt werden,
wie in 3 gezeigt.
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Eine
erste Richtung L, die so genannte „Längsrichtung", folgt einer an jedem Punkt von der
Achse Z äquidistanten
schraubenförmigen
Kurve. Diese Kurve L bildet mit einer horizontalen Ebene einen Winkel β, der in 1 gezeigt
wird. Eine zweite Richtung T, die so genannte „Querrichtung", ist die Erzeugende
eines Kegelteils mit der mittleren Achse Z, verläuft tangential zum Helikoid
und bildet mit einer horizontalen Ebene (siehe 1)
einen Winkel α.
Die beiden Neigungswinkel α und β sind mit
der Steigung P des Helikoids und dem Durchmesser der Bahn 2 verbunden,
wie in den 4, 5, 7, 8 und 9 gezeigt.
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Die
jeweiligen Werte von α und β werden während der
Konstruktion so bestimmt, dass ein Artikel 5, wenn er sich
aus irgendeinem Grunde verlangsamt oder im äußersten Fall anhält, zur
Achse Z abweicht und in den mittleren Brunnen 4 abgeführt wird,
wodurch verhindert wird, dass er selbst ein Hindernis für eine gute Beförderung
der gesamten Ladung wird, und die Höhe der Rutsche (und somit der
Prozentanteil von Brüchen) der
zerbrechlichen Produkte im Inneren des Behälters minimiert wird.
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Obwohl
die in den Figuren dargestellte Vorrichtung nur eine einzige schraubenförmige Bahn 2 aufweist,
ist offensichtlich, dass in der gleichen Vorrichtung auch zwei,
sogar drei winkelförmig
voneinander versetzte Bahnen 2a, 2b, 2c angeordnet
werden können,
ohne dass diese sich gegenseitig behindern (siehe 6).
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Die
in den 1 und 2 dargestellte Bahn 2 weist
einen Außenrand 8 auf,
der das Nachaußenschleudern
von Artikeln oder Teilchen durch zu hohe Geschwindigkeiten begrenzen
soll.
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Das
Vorhandensein eines solchen Außenrands 8 ist
jedoch nicht zwingend notwendig und hängt im Wesentlichen von der
Art des transportierten Produktes ab. Dieser Rand 8 kann
hier und da mit Aussparungen versehen sein, um das Überlaufen
zu begünstigen
(wie in 15 gezeigt), wenn sich der Behälter füllt.
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Einer
der bekannten Nachteile der schraubenförmigen Rutschen besteht darin,
dass die Rückseiten der
Helikoiden „Winkel" bilden, die die
Produkte oder Artikel 5 nicht füllen können. Jegliches Anhäufen von
Artikeln nimmt nämlich
(siehe 10) im Ruhezustand eine Kegelform 20 an,
deren Winkel δ,
der auch Ruhewinkel (oder Böschungswinkel
genannt wird), eine charakteristische mechanische Eigenschaft ist.
Ein nicht zu vernachlässigender
Anteil des Lagerungsvolumens kann auf diese Weise verloren gehen.
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Um
diesen Nachteil zu vermeiden, wird dem Winkel α durch die Konstruktion ein
Wert verliehen, der größer gleich
dem Ruhewinkel δ der
transportierten Produkte, wie in 10 gezeigt,
ist. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die sich anzuhäufen beginnenden
Artikel oder Produkte sämtliche
durch die Rückseite
der Bahnen 2 begrenzten Volumen füllen.
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Wie
in den 3 und 4 zu sehen, ist die Breite der
Rutsche derart, dass sie ein Volumen einschließt, das im Großen und
Ganzen mit dem des Lagerungsbehälters 10,
in dem sie angeordnet ist, vergleichbar ist. Der Behälter muss
immer etwas größer sein
als die Spirale, um außerhalb
der Letzteren einen ausreichenden Raum bereitzustellen, um das Überlaufen
des Produkts zu gestatten. Ihr Durchmesser kann dabei bis 90 oder
sogar 95% der Breite des Behälters 10 entsprechen.
Diese Anordnung ist besonders zum Lagern und Transport von zerbrechlichen
Produkten 5 und Artikeln vorteilhaft. Die Bahnen 2 fungieren
in diesem Fall als Leitflächen
und nehmen den Großteil
des Gewichts der dort angehäuften
Artikel auf. Innerhalb des durch die Rutsche bestimmten Zylinders
erreicht somit der auf einen Artikel ausgeübte maximale „Druck" einen Maximalwert,
der einer Höhe
einer „Steigung" des Helikoids entspricht.
Im Falle von besonders zerbrechlichen Artikeln 5 wird vorgesehen,
dass α einen
Wert aufweist, der etwas kleiner ist als der Ruhewinkel δ, um die
mechanischen Belastungen abzubauen, die sich aus der Elastizität des Helikoids
ergeben können.
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Die
Streuung der Eigenschaften der zu transportierenden Produkte oder
Artikel ist natürlich
derart, dass es fast unmöglich
erscheint, eine wirklich universelle Rutsche herstellen zu können. Dennoch
gestattet die erfindungsgemäße Rutsche,
sich diesem Ideal so weit wie möglich
anzunähern.
Im Gegensatz zu dem, was bereits im Stand der Technik existiert,
ist die Bahn 2 nämlich
im Vergleich zum Durchmesser der Rutsche äußerst breit, wodurch sie bereits
an sich einer sehr großen
Streuung von Eigenschaften Rechnung tragen kann (siehe 2).
Des Weiteren weist diese Bahn im Querschnitt ein praktisch gerades
Profil auf. Unabhängig
von ihren Strömungseigenschaften
sind die Produkte 5 somit nicht mechanisch dazu „gezwungen", einen bestimmten
Weg einzuschlagen, wie dies der Fall wäre, wenn der Querschnitt ein
Hohlprofil aufweisen würde, können aber
ihrem spiralförmigen
Kurs unabhängig
voneinander folgen. Des Weiteren ist bei einer vorteilhaften Ausführungsform
eine Abstützung
der Bahnen realisiert worden, die es gestattet, die Winkel α und β der Bahnen 2 zu ändern, was
zur Folge hat, dass der Helikoid so eingestellt werden kann, dass
er den für
das eine oder das andere Produkt 5 oder die eine oder andere
Produktart 5 optimalen Eigenschaften entspricht.
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Wie
in den 3 und 4 zu sehen, wird die schraubenförmige Bahn 2 in
gleichmäßigen Winkelabständen durch
eine Reihe von vertikal angeordneten Stangen 12 gehalten.
Dank einer verformbaren Verbindung 14 zwischen diesen Stangen 12 und
dem Rand der Bahn 2 können
alle Stangen 12 bezüglich
ihrer Anfangsposition in die gleiche Richtung geneigt werden, wodurch
entweder ein Zusammenziehen oder ein Ausdehnen der Spirale bewirkt
wird (siehe 5 und 7, 8, 9),
wobei die Bahnen 2 aus einem Material hergestellt sind,
das ein gewisses Verformungsvermögen
aufweist (wie zum Beispiel Kunststoffe, Bleche aus rostfreiem Stahl
usw.)
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Als
verformbare Verbindungen können
Kugelgelenkverbindungen (siehe 11) mit
Blockelastomer 15, Lamellen oder Torsionszylinder genannt
werden.
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Wenn
der geeignete Neigungswinkel erreicht ist, legen Stege 21 die
Bahn 2 und ihre Stützstangen 12 in
ihren jeweiligen Positionen fest (siehe 7, 8, 9).
Das Zusammenziehen des Helikoids bewirkt eine Vergrößerung des
Winkels α,
wobei sein Ausdehnen die umgekehrte Wirkung hat. Die folgende Tabelle wird
als Beispiel angeführt.
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Gemäß einer
anderen Ausführungsform
kann einfach die Steigung geändert
werden (das heißt
der Abstand zwischen den beiden aufeinander folgenden Windungen),
indem Stangen vorgesehen werden, die aus Elementen mit variabler
Länge bestehen
(Teleskopstangen oder austauschbare Stangen 12).
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Die 12 und 13 zeigen
eine andere Ausführungsform
der Ladevorrichtung des Behälters,
die es noch besser gestattet, die Verwendung der erfindungsgemäßen Rutsche
den verschiedenen Produkten anzupassen.
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Die
hier dargestellte Vorrichtung weist keinen vertikalen Abschnitt,
sondern eine in einem Winkel θ geneigte
Rampe 22 auf, die es gestattet, dem transportierten Produktstrom
die erforderliche Anfangsgeschwindigkeit zu verleihen, die dazu
erforderlich ist, zu gewährleisten,
dass er sich entlang der Rutsche abwärts bewegt. Der Winkel θ ist als
Funktion der Strömungseigenschaften
der Artikel bestimmt.
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Um
die bestmögliche
Abwärtsbewegung
der Produkte über
die Breite der Bahn 2 einzuleiten, ist das untere Ende
der Rampe 22 ausrichtbar angeordnet. Im vorliegenden Fall
wird es, wie in 13 gezeigt, an einer Mündung 23 eingesetzt,
die dank einer scheibenförmigen
Montagevorrichtung in einer horizontalen Ebene schwenkbar ist.
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Die
Mündung
kann somit so ausgerichtet werden, dass sie gewisse „langsamere" Produkte am Umfang
der Bahn 2 und Produkte mit schnellerer Strömung näher am mittleren
Brunnen 4 ausschüttet.
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Es
sei darauf hingewiesen, dass das Vorhandensein eines mittleren Brunnens 4 die
Reinigung eines mit der erfindungsgemäßen Rutsche ausgestatteten
Behälters 10 wesentlich
erleichtert, da Sprühelemente (mit
Spritzdüsen
ausgestattete Köpfe)
dort durch eine geeignete Öffnung 24 leicht
eingeführt
werden können.
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Die
erfindungsgemäße Rutsche
ist nicht nur bei der Übergabe
von Artikeln in ein Behältnis
von Vorteil, sondern auch als dauerhaftes Element in einem Behältnis, da
sie die Lagerung von zerbrechlichen Artikeln 5 in großen Volumen
gestattet, ohne ihr Zerbrechen darin zu verursachen, und zwar aufgrund
der Abwärtsbewegung
mit kontrollierter Geschwindigkeit, der von den Bahnen erfüllten Zwischenstützfunktion
(Leitfläche) und
der Vermeidung von Ansammelstellen während des Ausschüttens aus
dem Boden des Behältnisses.
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Wie
weiter oben bereits erwähnt,
kann in Abhängigkeit
von der Art des transportierten Produkts auf das Vorhandensein eines
Rands 8 auch verzichtet werden.
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Die
Höhe dieses
Rands 8 kann bezüglich
der Breite der Bahn 2 sehr gering sein (5 bis 10%).
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Wenn
die Rutsche in einem Lagerungsbehältnis 10 angeordnet
ist, besteht ihre Hauptfunktion darin, eine optimale Verteilung
des Produkts 5 in diesem Lagerungsbehältnis 10 zu erreichen.
Infolgedessen nimmt der Vorteil des Vorhandenseins eines solchen
Rands 8 mit der Höhe
der Rutsche ab. Wie in 14 dargestellt, kann somit die
Höhe dieses
Rands 8 im Verhältnis
zur abnehmenden Höhe
der Rutsche allmählich
verringert werden.
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Diese
Anordnung kann durch Hinzufügen
von Aussparungen 26 ergänzt
werden, die das Verteilen des Produkts begünstigen, wenn das Füllen ihr
Ende erreicht oder bei übermäßiger Anhäufung.
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Um
zu vermeiden, dass durch das Vorhandensein dieser Aussparungen 26 die
Produkte 5, die mit einer größeren Geschwindigkeit in Bewegung
versetzt werden, unter der Wirkung der Zentrifugalkraft zu früh ausgeworfen
werden können,
ist es in diesem Fall von Vorteil, entlang dem Rand 8 Ablenkflächen 28 stromaufwärts dieser
Aussparungen 26 vorzusehen.