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Erfindungsgebiet
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Die
vorliegende Erfindung betrifft allgemein Kommunikationssysteme und
insbesondere drahtlose Kommunikationssysteme.
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Stand der
Technik
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Mit
der Weiterentwicklung von drahtlosen Kommunikationssystemen steigt
der Bedarf, drahtlose Kommunikationssysteme zu berücksichtigen,
die nicht nur Sprache übermitteln
(d.h. Übertragen und/oder
Empfangen), sondern auch die Übermittlung
von Dateninformationen zwischen Benutzern des Kommunikationssystems
zulassen. Die Dateninformationen sind verschiedene Arten von Digitalinformationen
wie beispielsweise Text, Graphik und sonstige Digitalinformationen,
die typischerweise nicht zeitempfindlich sind. Informationen wie
Sprache oder Video sind zeitempfindlich, indem, wenn die Übertragung
einmal begonnen hat, es keine nennenswerte Verzögerung nachfolgender Übertragungen
geben darf. Jede nennenswerte Verzögerung aufeinanderfolgender Übertragungen
der zeitempfindlichen Informationen bewirkt, daß die Informationen für eine empfangende
Benutzereinrichtung (d.h. eine Mobilstation) unverständlich werden.
Dateninformationen können
andererseits Verzögerungen
aufeinanderfolgender Übertragungen
tolerieren und können
daher anders als zeitempfindliche Signale verarbeitet werden.
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Drahtlose
Kommunikationssysteme wie beispielsweise Systeme, die den wohlbekannten
Standards 1x-EV-DO (CDMA 2001x-Evolution-Data Optimized) und 1xEV-DV
(CDMA 2001x-Evolution-Data Voice) wie auch der HSDPA-Spezifikation (High Speed
Downlink Packet Access) im UMTS-Standard (Universal Mobile Telekommunication
System) entsprechen, können
die Übermittlung
von Dateninformationen berücksichtigen
und werden hiernach als drahtlose Datensysteme bezeichnet. Ein Standard
ist eine Menge von Protokollen, die durch Standardkörperschaften
wie beispielsweise Industriegruppen und/oder Regierungs-Regelbehörden aufgestellt worden
sind. Ein Protokoll ist allgemein eine Menge von Regeln, die angeben,
wie Kommunikation zwischen Systemeinrichtungen und/oder Benutzereinrichtungen
des Kommunikationssystems einzuleiten, aufrechtzuerhalten und abzuschließen ist.
Die drahtlosen Datensysteme sind im wesentlichen auf die gleiche
Weise wie andere drahtlose Kommunikationssysteme aufgebaut, indem
sie eine Mehrzahl von Basisstationen umfassen, die sich jeweils
in einer Zelle befinden. Eine Zelle ist ein durch physikalische Grenzen
definierter geographischer Bereich. Jede Zelle weist Basisstationseinrichtungen
(bzw. einen Zellenstandort) auf, die in dieser Zelle befindliche
Benutzereinrichtungen (UE – user
equipment) versorgen. Die UE wird versorgt, wenn die Basisstationseinrichtung
zutreffende Beträge
von einem oder mehreren Ressourcen (z.B. Leistung, Bandbreite) für die UE
bereitstellt, damit die UE ausreichend Informationen zu anderen
Benutzern oder anderen Systemeinrichtungen übermitteln kann. Basisstationseinrichtungen
sind allgemein Systemeinrichtungen mit Kommunikationseinrichtungen
(z.B. Funksendern, Empfängern,
Verarbeitungseinrichtungen), die Eigentum von Systemanbietern sind
und von diesen gesteuert und betrieben werden. Systemanbieter sind
Instanzen wie beispielsweise örtliche
Telefongesellschaften, Fernverkehrs-Telefongesellschaften, Internet-Diensteanbieter
(ISP – Internet
Service Providers) und sonstige Kommunikationsdiensteanbieter. Beispiele
von UE umfassen Zellulartelefone, Funkrufgeräte und drahtlose Personal Computer.
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Eine
UE empfängt
Informationen von der Basisstationseinrichtung über eine Abwärtsstrecke
und überträgt Informationen
zur Basisstationseinrichtung über
eine Aufwärtsstrecke.
Die Aufwärtsstrecke
umfaßt
mindestens einen Verkehrskanal und mindestens einen Zeichengabekanal.
Auf ähnliche
Weise umfaßt
die Abwärtsstrecke
mindestens einen Zeichengabekanal und mindestens einen Verkehrskanal.
Die Zeichengabekanäle
sind vom System benutzte Kommunikationskanäle, um die Funktionsweise von
Kommunikationskanälen
des Kommunikationssystems zu verwalten und sonstwie zu regeln. Bei einem
UMTS wird der Abwärts-Zeichengabekanal der
HS-SCCH (High Speed Shared Control Channel – gemeinsamer Hochgeschwindigkeits-Organisationskanal)
genannt und der Aufwärts-Zeichengabekanal
wird der HS-DPCCH (High Speed Dedicated Physical Control Channel – festgeschalteter
physikalischer Hochgeschwindigkeits-Organisationskanal) genannt. Der Verkehrskanal
ist ein Kommunikationskanal, über
den Benutzerinformationen (z.B. Sprache, Video, Daten) zwischen
UE des Kommunikationssystems übermittelt
werden.
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Bei
drahtlosen Datensystemen ist die UE nunmehr in der Lage, Daten drahtlos
zu örtlichen
Vorrichtungen wie beispielsweise einem tragbaren Computer und einem
PDA (Personal Digital Assistant) zu übertragen und von diesen zu
empfangen. Durch Kommunikationsstandards wie beispielsweise Bluetooth
und Wi-Fi werden Protokolle definiert, die einer UE die drahtlose
Kommunikation mit örtlichen
Vorrichtungen erlauben. Sowohl bei Wi-Fi als auch bei Bluetooth
ist die Kommunikation zwischen der UE und der örtlichen Vorrichtung auf einige
100 Meter begrenzt. So wird die UE nunmehr zu einem Kommunikationsknoten,
der Teil des gesamten drahtlosen Datensystems ist. Beispielsweise
empfängt
in vielen Lagen die UE Daten über
einen Abwärts-Verkehrskanal
von einer Basisstation und überträgt die Daten
zu einer örtlichen
Vorrichtung. So besteht ein örtlicher drahtloser
Kommunikationskanal zwischen der UE und der örtlichen Vorrichtung; die Funktionsweise des örtlichen
drahtlosen Kommunikationskanals wird wie schon besprochen durch
solche Standards wie Bluetooth und Wi- Fi angegeben.
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Die
Datenrate des Abwärts-Verkehrskanals ist
typischerweise wesentliche größer als
die Datenrate des örtlichen
Kanals. Beispielsweise kann die Abwärts-Verkehrskanaldatenrate für ein UMTS-System
1,2–10
MB/s betragen, während
die Bitrate für
einen Bluetooth für
einen Kommunikationskanal auf 728 kB/s begrenzt ist. An der UE kann
daher unter Umständen,
wo eine Basisstation Daten zur UE mit relativ höherer Rate überträgt als die Rate, mit der die UE
die Daten zu einer örtlichen
Vorrichtung überträgt, ein
Engpaß auftreten.
Bei einem Engpaß wird
die UE einfach zu irgendeinem Zeitpunkt nicht in der Lage sein,
ankommende Daten schnell genug zu verarbeiten, mit dem Ergebnis
eines Verlusts von bedeutenden Datenmengen. Die UE kann zum Puffern
einiger der ankommenden Daten ausgerüstet sein, aber am Ende wird
ein Pufferüberlauf
eintreten. Eine weitere Ursache eines Engpasses besteht darin, daß die UE nicht
in der Lage ist, die Daten so schnell zu verarbeiten, wie sie über die
Abwärtsstrecke
empfangen werden.
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Ein
Versuch, den Engpaß zu
lösen,
besteht darin, daß die
UE ein Umkonfigurierungssignal zur Basisstation sendet, das die
Basisstation informiert, entweder die Übertragung anzuhalten oder
auf eine relativ viel niedrigere Datenrate umzuschalten. Eine solche
Lösung
wird in der Schrift WO 00 42 792 von Nokia Networks OY vorgeschlagen.
Ein Nachteil bei diesem Umkonfigurierungssignal besteht darin, daß es über einen
Aufwärts-Zeichengabekanal
zur Basisstation übertragen
wird. Bei vielen Systemen wie beispielsweise dem UMTS ist die Aufwärtszeichengabe nicht
so schwer codiert wie der Abwärts-Zeichengabekanal.
Codierung bezieht sich auf ein Verfahren zum Hinzufügen von
Redundanz bei den übertragenen
Informationen, damit die übertragenen
Informationen robuster gegen Kommunikationskanalabnormalitäten werden,
die einen fehlerhaften Empfang der übertragenen Informationen verursachen.
So besteht die Möglichkeit,
daß das
Umkonfigurierungssignal fehlerhaft empfangen wird und die Basisstation daher
dieses Signal nicht erkennt, in welchem Fall die Basisstation weiterhin
Daten mit der relativ hohen Datenrate zur UE übertragen würde. Ein weiterer Nachteil
der Verwendung eines Umkonfigurierungssignals besteht darin, daß die Basisstation
etwas Zeit in Anspruch nimmt, um bei Empfang und Erkennung des Umkonfigurierungssignals
auf eine relativ niedrigere Datenrate umzuschalten. Die Basisstation
würde daher
weiterhin Daten mit den relativ hohen Datenraten zur UE übertragen.
Es besteht daher ein Erfordernis zur Durchführung der Datenflußsteuerung zwischen
der Basisstation und der UE, um das Auftreten eines Engpasses an
der UE zu vermeiden.
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„Q.931
ISDN user-network interface layer 3, specs for basic control" (Q.931 ISDN-Benutzer-Netz-Schnittstellenschicht
3, Spezifikationen für Grund-Verbindungssteuerung)
ITU-T Mai 1998 (1998-05), XP002252310 ist ein Standard für Drahtleitungs-
oder Festnetz-Telefonsysteme.
Im allgemeinen gibt er an, wie Sprachsignale zu verwalten sind (Übertragungsbeginn, Übertragung, Übertragungsende),
wenn eine Sprachverbindung hergestellt wird.
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In
US-A-5 701 312 ist ein Kommunikationssystem für die selektive Bereitstellung
von Wiederholungsnachrichten offenbart, das eine Nachrichtenübertragungsvorrichtung
für die
normale Übertragung von
Nachrichten für
ein einziges Mal, zum Empfangen von Wiederholungsanforderungen,
die anzeigen, daß eine
vorher übertragene
Nachricht wiederholt werden soll, und zum automatischen Übertragen
von zukünftigen
Nachrichten mehr als einmal als Reaktion auf die Bestimmung, daß eine Anzahl
von Wiederholungsanforderungen einen Übertragungsschwellwert überschreitet,
umfaßt.
In dem Kommunikationssystem ist eine Funkkommunikationsvorrichtung
zum Empfangen der Nachrichten und zum Erzeugen einer Wiederholungsanforderung
als Reaktion auf die Bestimmung, daß die vorher übertragene
Nachricht nicht richtig empfangen worden ist, enthalten.
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Kurze Beschreibung
der Erfindung
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Erfindungsgemäße Verfahren
entsprechen den unabhängigen
Ansprüchen.
Bevorzugte Ausführungsformen
entsprechen den abhängigen
Ansprüchen.
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Die
vorliegende Erfindung bietet ein Verfahren zur Datenflußsteuerung
zwischen einer UE und Systemeinrichtung. Das Verfahren benutzt zur Durchführung von
Datenflußsteuerung
Zweiweg-Zeichengabe zwischen der UE und der Systemeinrichtung. Zuerst
wird eine Menge von Datenflußsteuerungsbefehlen
bereitgestellt, die von der UE zum Steuern des Datenflusses über den
Abwärtsverkehrskanal
und/oder der Datenrate des Abwärtsverkehrskanals
benutzt wird. Das System reagiert auf einen Befehl von der UE mit
einer Bestätigungsantwort,
die die UE darüber
informiert, daß der
Befehl empfangen und verstanden worden ist. Die Befehle von der
UE und die Bestätigungsantwort
von der Systemeinrichtung werden über einen Aufwärts-Zeichengabekanal
bzw. einen Abwärts-Zeichengabekanal übertragen.
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Beispielsweise
bestimmt die UE zuerst auf Grundlage eines oder mehrerer Zustände, die
zu einem Verlust von Empfangsdaten durch die UE führen, daß Flußsteuerung
benötigt
wird. Die UE befindet sich im RECEIVE-Modus, in dem sie die Daten von
der Systemeinrichtung empfängt
und mindestens einen Teil der empfangenen Daten über einen örtlichen drahtlosen oder Drahtleitungs-Kommunikationskanal
zu einer Vorrichtung überträgt. Auch überträgt die UE
im RECEIVE-Modus CQI-Informationen zur Systemeinrichtung, die von
der Systemeinrichtung zur Abänderung
von Parametern ihrer Sendersignale benutzt wird, die die von der
UE empfangenen Daten führen.
Nach Bestimmung, daß Flußsteuerung benötigt wird, überträgt die UE
STOP-Befehle zur Systemeinrichtung, bis sie eine Bestätigungsantwort ACK-STOP
von der Systemeinrichtung empfängt. Bei
Empfang der ACK-STOP-Bestätigungsantwort tritt
die UE in einen SUSPEND-Modus ein. Bei Empfang der STOP-Befehle
durch die Systemeinrichtung überträgt sie eine
ACK-STOP-Antwort zur UE und sie hört auf, Daten zur UE über den
Verkehrskanal zu übertragen
und tritt ebenfalls in einen SUSPEND-Modus ein. Während des
SUSPEND-Modus sendet die UE HOLD-Befehle zur Systemeinrichtung, bis
sich die Zustände ändern, um
Empfang von Daten zu erlauben. Wenn die UE bestimmt, daß günstige Zustände bestehen,
um Empfang von Daten von der Systemeinrichtung zu erlauben, überträgt sie START-Befehle
zur Systemeinrichtung. Die Systemeinrichtung reagiert mit einer
ACK-START-Bestätigungsantwort,
die bei Empfang durch die UE die UE veranlaßt, in den RECEIVE-Modus einzutreten.
Bei einer anderen Ausführungsform
sendet die UE, wenn sie eine Bestätigungsantwort (z.B. ACK-START, ACK-STOP)
von der Systemeinrichtung empfängt, eine
Antwort, die bestätigt,
daß sie
die Bestätigung von
der Systemeinrichtung empfangen hat, ehe sie in den RECEIVE- und
SUSPEND-Modus eintritt.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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1 zeigt
ein Datenflußsteuerungsverfahren
zwischen einer UE und einer Basisstation nach dem Verfahren der
vorliegenden Erfindung;
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2 zeigt
ein Flußdiagramm
des durch Systemeinrichtungen eines Kommunikationssystems durchgeführten Verfahrens
der vorliegenden Erfindung;
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3 zeigt
ein Flußdiagramm
des durch Benutzereinrichtungen eins Kommunikationssystems durchgeführten Verfahrens
der vorliegenden Erfindung.
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Ausführliche
Beschreibung
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Die
vorliegende Erfindung bietet ein Verfahren zur Datenflußsteuerung
zwischen einer UE und Systemeinrichtung. Das Verfahren benutzt zur Durchführung von
Datenflußsteuerung
Zweiweg-Zeichengabe zwischen der UE und der Systemeinrichtung. Zuerst
wird eine Menge von Datenflußsteuerungsbefehlen
bereitgestellt, die von der UE zum Steuern des Datenflusses über den
Abwärtsverkehrskanal
und/oder der Datenrate des Abwärtsverkehrskanals
benutzt wird. Das System reagiert auf einen Befehl von der UE mit
einer Bestätigungsantwort,
die die UE darüber
informiert, daß der
Befehl empfangen und verstanden worden ist. Die Befehle von der
UE und die Bestätigungsantwort
von der Systemeinrichtung werden über einen Aufwärts-Zeichengabekanal
bzw. einen Abwärts-Zeichengabekanal übertragen.
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Beispielsweise
bestimmt die UE zuerst auf Grundlage eines oder mehrerer Zustände, die
zu einem Verlust von Empfangsdaten durch die UE führen, daß Flußsteuerung
benötigt
wird. Die UE befindet sich im RECEIVE-Modus, in dem sie die Daten von
der Systemeinrichtung empfängt
und mindestens einen Teil der empfangenen Daten über einen örtlichen drahtlosen oder Drahtleitungs-Kommunikationskanal
zu einer Vorrichtung überträgt. Auch überträgt die UE
im RECEIVE-Modus CQI-Informationen zur Systemeinrichtung, die von
der Systemeinrichtung zur Abänderung
von Parametern ihrer Sendersignale benutzt wird, die die von der
UE empfangenen Daten führen.
Nach Bestimmung, daß Flußsteuerung benötigt wird, überträgt die UE
STOP-Befehle zur Systemeinrichtung, bis sie eine Bestätigungsantwort ACK-STOP
von der Systemeinrichtung empfängt. Bei
Empfang der ACK-STOP-Bestätigungsantwort tritt
die UE in einen SUSPEND-Modus ein. Bei Empfang der STOP-Befehle
durch die Systemeinrichtung überträgt sie eine
ACK-STOP-Antwort zur UE und sie hört auf, Daten zur UE über den
Verkehrskanal zu übertragen
und tritt ebenfalls in einen SUSPEND-Modus ein. Während des
SUSPEND-Modus sendet die UE HOLD-Befehle zur Systemeinrichtung, bis
sich die Zustände ändern, um
Empfang von Daten zu erlauben. Wenn die UE bestimmt, daß günstige Zustände bestehen,
um Empfang von Daten von der Systemeinrichtung zu erlauben, überträgt sie START-Befehle
zur Systemeinrichtung. Die Systemeinrichtung reagiert mit einer
ACK-START-Bestätigungsantwort,
die bei Empfang durch die UE die UE veranlaßt, in den RECEIVE-Modus einzutreten.
Bei einer anderen Ausführungsform
sendet die UE, wenn sie eine Bestätigungsantwort (z.B. ACK-START, ACK-STOP)
von der Systemeinrichtung empfängt, eine
Antwort, die bestätigt,
daß sie
die Bestätigung von
der Systemeinrichtung empfangen hat, ehe sie in den RECEIVE- und
SUSPEND-Modus eintritt.
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Nunmehr
Bezug nehmend auf 1 ist dort ein Beispiel eines
Datenflußsteuerungsverfahrens zwischen
einer UE und einer Basisstation dargestellt. Es wird darauf hingewiesen,
daß das
Beispiel des Verfahrens der vorliegenden Erfindung im Zusammenhang
mit einem Kommunikationssystem besprochen wird, daß dem UMTS-Standard entspricht.
Die Datenflußsteuerungsbefehle
von der UE werden über
den Zeichengabekanal HS-DPCCH übertragen und
die Bestätigungsantworten
von der Basisstation werden über
den HS-SCCH-Kanal übertragen.
Die Systemeinrichtung ist typischerweise die Basisstationseinrichtung,
die im UMTS-Sprachgebrauch ein Knoten-B genannt wird. Die UE überträgt typischerweise
CQI-Informationen (Channel Quality Indicator – Kanalgüteanzeige) zur Basisstation über den HS-DPCCH.
Die Kanalgüteinformationen
sind Informationen, die die Güte
eines Kommunikationskanals zwischen einer UE und einem Knoten-B
charakterisieren. Vom Knoten-B werden die CQI-Informationen zur
Abänderung
von Parametern (d.h. Modulation, Codierung und Anzahl von Kanaleinteilungscodes bzw.
Walsh-Codes) seiner übertragenen
Signale benutzt, um die Auswirkungen von Kanalabnormalitäten auf
die übertragenen
Signale zu reduzieren, die die vom UE empfangenen Informationen
führen.
Für Systeme,
die dem UMTS-Standard entsprechen, wird der CQI als TFRC bezeichnet
(Transport Format and Resource Control). Es versteht sich, daß das Verfahren
der vorliegenden Erfindung auf andere Kommunikationssysteme (Drahtleitung-
und drahtlos) anwendbar ist, die Sprach- und Dateninformationen übermitteln.
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Bei 1 fortfahrend
befindet sich die UE in einem RECEIVE-Modus, in dem sie TFRC-Informationen
zum Knoten-B überträgt, um dem
Knoten-B zu erlauben, seine übertragenen
Signale abzuändern, um
die abnormalen Auswirkungen des Abwärts-Verkehrskanals auf die übertragenen
Signale zu reduzieren. Von der UE wird eine TFRC während eines Übertragungszeitintervalls
(TTI – Transmission
Time Interval) übertragen,
das eine definierte Zeitdauer ist, während der Zeichengabeinformationen
und Benutzerinformationen übermittelt
werden. Die TFRC ist durch einen 5-Bit-Block von Informationen wiedergegeben,
wodurch 32 mögliche
TFRC-Informationen (TFRC
0–TFRC
31) erzeugt werden. Im Verfahren der vorliegenden Erfindung werden
drei der TFRC-Informationen zur Darstellung von Datenflußsteuerungsbefehlen
STOP, HOLD und START benutzt. Insbesondere bleiben die ersten 29
TFRC-Informationen (TFRC 0–TFRC
28) die gleichen, während
TFRC 29 nunmehr einen STOP-Befehl, TFRC 30 einen HOLD-Befehl und
TFRC 31 einen START-Befehl darstellen.
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Zwischen
dem zweiten und dritten TTI hat die UE zur zeit t1 bestimmt,
daß Datenflußsteuerung benötigt wird.
Von der UE wird diese Bestimmung auf Grundlage von Zuständen getroffen,
die zur Erzeugung eines Überlaufs
neigen. Empfangsdaten werden typischerweise an der UE gepuffert;
Ereignisse, wie beispielsweise wenn der Puffer über einen Schwellwert hinaus
angefüllt
wird oder wenn der Puffer zu überlaufen
anfängt,
lösen eine Notwendigkeit zur
Datenflußsteuerung
durch die UE aus. Beim dritten TTI überträgt die UE einen STOP-Befehl
zum Knoten-B und fährt
damit in nachfolgenden TTIs fort, bis sie eine Antwort vom Knoten-B
empfängt.
In dem dargestellten Beispiel antwortet der Knoten-B mit einer Bestätigungsnachricht
zur UE während
des fünften
TTI. Insbesondere überträgt der Knoten-B
eine ACK-STOP-Bestätigungsnachricht,
die der UE anzeigt, daß der
STOP-Befehl empfangen und verstanden worden ist.
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Sobald
der Knoten-B einen STOP-Flußsteuerungsbefehl
von einer UE empfängt,
hält der
Knoten-B die Übertragung
von Daten über
den Abwärts-Verkehrskanal
zur UE an. Sowohl die UE als auch der Knoten-B treten in einen SUSPEND-Modus ein,
während
dem keine Daten über
den Abwärts-Verkehrskanal übertragen
werden. Während des
SUSPEND-Modus überträgt die UE
HOLD-Flußsteuerungsbefehle
(über den
HS-DPCCH), um den Knoten-B im SUSPEND-Modus zu halten. Bei einer weiteren
Ausführungsform
fährt der
Knoten-B, anstatt die Datenübertragungen
anzuhalten, mit der Übertragung
von Daten zur UE fort, aber mit einer niedrigeren Datenrate, als
eine festgelegte Datenrate zwischen der UE und dem Knoten-B; diese
niedrigere Datenrate kann vom Systemanbieter definiert werden. Die
UE und der Knoten-B bleiben so lange im SUSPEND-Modus, bis die UE
bestimmt hat, daß die Zustände derart
sind, daß sie
mit dem Empfang von Daten von Knoten-B anfangen kann. Von der UE
wird diese Bestimmung zwischen dem achten und neunten TTI zur Zeit
t2 getroffen. Die UE überträgt einen START-Befehl und fährt damit
so lange fort, bis sie eine ACK-START-Bestätigungsnachricht vom Knoten-B
empfängt.
Bei Empfang der ACK-START-Bestätigungsnachricht
während
des 11. TTI fährt
die UE zum RECEIVE-Modus zurück,
in dem sie Daten vom Knoten-B empfängt. Der Knoten-B beginnt die
Wiederaufnahme der Übertragung
von Daten (oder fährt mit
der Übertragung
von Daten fort, aber mit der ursprünglich festgelegten Rate oder
mit einer höheren Rate
als der niedrigeren Datenrate) zur UE, nachdem er TFRC-Informationen
(während
dem 12. und 13. TTI) von der UE empfangen hat, die den Knoten-B darüber informiert,
wie er seine Übertragungen
abzuändern
hat, um die Auswirkungen von Kanalabnormalitäten auf die übertragenen
Signale zu reduzieren.
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Nunmehr
Bezug nehmend auf 2 ist dort das Verfahren der
vorliegenden Erfindung dargestellt, wie es durch Systemeinrichtungen
ausgeübt wird.
Im Schritt 200 empfängt
die Systemeinrichtung (z.B. Knoten-B) Zeichengabeinformationen über einen
Aufwärts-Zeichengabekanal
von einer UE. Die Systemeinrichtung befindet sich in einem RECEIVE-Modus,
in dem sie Daten mit einer festgelegten Datenrate zu einer UE über einen
Abwärts-Verkehrskanal überträgt. Die
festgelegte Datenrate ist eine vom Systemanbieter oder durch das
vom Kommunikationssystem befolgte Protokoll definierte Rate. Die festgelegte
Datenrate kann sich von TTI zu TTI ändern und ist von den in CQI-Rückmeldung
empfangenen Abwärts-Kanalgüteschätzungen
abhängig.
Im Schritt 202 bestimmt die Systemeinrichtung, ob die empfangenen
Informationen CQI-Informationen sind. Wenn die empfangenen Zeichengabeinformationen CQI
sind, schreitet das Verfahren der vorliegenden Erfindung zum Schritt 204 fort,
wo es die empfangene CQI nach einem vom Kommunikationssystem befolgten
Protokoll verarbeitet und überwacht
weiterhin den Aufwärts-Zeichengabekanal
auf nachfolgende Zeichengabeinformationen.
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Wenn
im Schritt 206 die empfangenen Zeichengabeinformationen
nicht CQI sind und kein Datenflußsteuerungsbefehl sind, werden
die empfangenen Zeichengabeinformationen verworfen und die Systemeinrichtung überwacht
weiterhin den Aufwärts-Zeichengabekanal
auf nachfolgende Zeichengabeinformationen. Wenn die empfangene Zeichengabeinformationen
ein Datenflußsteuerungsbefehl sind
schreitet das Verfahren der vorliegenden Erfindung zum Schritt 210 fort.
Wenn im Schritt 210 der aktuelle Befehl ein HOLD-Befehl
ist, der einem STOP-Befehl folgt, befinden sich die UE und die Systemeinrichtung
im SUSPEND-Modus, in dem keine Daten von der Systemeinrichtung zur
UE übertragen werden.
Bei einer weiteren Ausführungsform überträgt die Systemeinrichtung
während
des SUSPEND-Modus weiterhin Daten zur UE, aber mit einer niedrigeren
Rate als der festgelegten Datenrate, d.h. in der alternativen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird im SUSPEND-Modus die niedrigere Rate
benutzt. Dementsprechend schreitet das Verfahren der vorliegenden
Erfindung zum Schritt 218 fort, wo die Systemeinrichtung
so lange im SUSPEND-Modus bleibt, bis sie einen START-Befehl von der
UE empfängt.
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Wenn
der aktuelle Befehl kein HOLD-Befehl ist, wird von der Systemeinrichtung
der Befehl bestimmt, der empfangen wurde, und diese Befehlszählung um
1 erhöht.
Das Verfahren der vorliegenden Erfindung erfordert, daß ein Befehl
eine gewisse Anzahl von Malen zur Systemeinrichtung gesendet wird.
Insbesondere soll ein START-Befehl L-Male gesendet wird, wobei L
eine Ganzzahl gleich 1 oder größer ist.
Ein STOP-Befehl soll K-Male gesendet werden, wobei K eine Ganzzahl
gleich 1 oder größer ist. K
und L sind nicht unbedingt einander gleich. So zählt die Systemeinrichtung,
wie viele Male ein STOP- oder START-Befehl gesendet wird. Wenn die
erforderliche Anzahl von Malen nicht erfüllt worden ist, schreitet das
Verfahren der vorliegenden Erfindung zum Schritt 200 fort,
um auf nachfolgende Zeichengabeinformationen zu warten. Sobald die
erforderliche Anzahl von Malen erfüllt worden ist, schreitet das Verfahren
der vorliegenden Erfindung zum Schritt 216 fort, wo die
Systemeinrichtung zum RECEIVE-Modus
fortschreitet (Schritt 220), wenn der Befehl ein START-Befehl
war. In dem RECEIVE-Modus wird von der Systemeinrichtung die Übertragung
von Daten zur UE wiederaufgenommen und überträgt in der alternativen Ausführungsform
Daten zur UE mit der festgelegten Datenrate oder einer höheren Rate als
die niedrigere Rate des SUSPEND-Modus. Wenn der Befehl ein STOP-Befehl
war, schreitet die Systemeinrichtung in einen SUSPEND-Modus fort (Schritt 218)
und bleibt in diesem Modus, bis sie einen START-Befehl von der UE
empfängt.
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Nunmehr
auf 3 Bezug nehmend ist dort das Verfahren der vorliegenden
Erfindung dargestellt, wie es durch eine UE ausgeübt wird.
Im Schritt 300 befindet sich die UE im RECEIVE-Modus; das heißt die UE
kann Datenverkehr von der Systemeinrichtung (z.B. Knoten-B) mit
einer festgelegten Datenrate empfangen und die UE überträgt CQI-Informationen
(z.B. TFRC) zur Systemeinrichtung, die diese CQI-Informationen zur
Abänderung
verschiedener Parameter (z.B. Signalphase, Signalamplitude) ihre übertragenen
Signale benutzt. Die übertragenen
Signale führen
die von der UE empfangenen Informationen. Im Schritt 304 bestimmt
die UE, ob Datenflußsteuerung
benötigt
wird. Die UE entscheidet auf Grundlage eines oder mehrerer Faktoren
darüber,
ob Datenflußsteuerung
benötigt
wird. Zu diesen Faktoren gehört,
ob ein Überlauf
im Datenpuffer der UE aufgetreten ist oder ob der Puffer der UE über einen
definierten Schwellwert hinaus angefüllt worden ist. Die UE kann
andere Faktoren in Betracht ziehen, die die Fähigkeit der UE beeinflussen,
die empfangenen Daten zu einer Vorrichtung über einen örtlichen Kommunikationskanal
zu. übertragen,
der einem Standard wie beispielsweise Bluetooth oder Wi-Fi entspricht.
Durch Bluetooth werden drahtlose Kurzstreckenverbindungen zwischen
mobilen Computern, Mobiltelefonen, tragbaren Handvorrichtungen und
Verbindbarkeit mit dem Internet ermöglicht. Wi-Fi ist kurz für wireless
fidelity und ist eine andere Bezeichnung für auf IEEE 802.11b-basierende drahtlose
LAN (Local Area Networks – Ortsnetze).
Die UE kann auch die Daten über
Drahtverbindungen wie beispielsweise ein RS-232-Druckerkabel oder ein mit einem Personal
Computer verbundenes USB-Kabel übertragen.
Wenn Flußsteuerung nicht
benötigt
wird, schreitet das Verfahren der vorliegenden Erfindung zum Schritt 302 fort
und verarbeitet die empfangenen Zeichengabeinformationen entsprechend
dem durch das Kommunikationssystem befolgten Protokoll; in einem
derartigen Fall bleibt die UE im RECEIVE-Modus. Wenn Flußsteuerung
benötigt
wird, schreitet das Verfahren der vorliegenden Erfindung zum Schritt 306 fort.
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Im
Schritt 306 sendet die UE einen STOP-Befehl über den
Aufwärts-Zeichengabekanal zur
Systemeinrichtung. Der STOP-Befehl wird eine erforderliche vom Systemanbieter
definierte Anzahl von Malen gesendet. Im Schritt 308 wartet
die UE auf den Empfang einer Bestätigungsantwort vom Knoten-B.
Insbesondere wartet die UE auf eine ACK-STOP-Antwort, die bestätigt, daß die Systemeinrichtung
den STOP-Befehl empfangen und verstanden hat. Die UE und die Systemeinrichtung
treten nunmehr in Schritten 310, 312 und 314 in
den SUSPEND-Modus ein, die UE sendet einen HOLD-Befehl während jedes
verfügbaren
TTI und fährt
damit solange fort, bis die Zustände
günstig sind,
so daß die
UE den Empfang von Daten ohne eine relativ geringe Wahrscheinlichkeit
von Datenverlust durch die UE wiederaufnehmen kann. Bei einer weiteren
Ausführungsform
sendet die UE eine Bestätigung
zur Systemeinrichtung, die die ACK-STOP-Bestätigungsantwort von der Systemeinrichtung
bestätigt,
ehe die UE in den SUSPEND-Modus eintritt. Auf gleiche Weise tritt
bei dieser anderen Ausführungsform
die Systemeinrichtung nach Empfang einer Antwort von der UE, die
die ACK-STOP-Bestätigungsantwort
von der Systemeinrichtung bestätigt,
in den SUSPEND-Modus ein.
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Im
SUSPEND-Modus hört
die UE mit dem Empfang von Daten von der Systemeinrichtung auf oder
in einer alternativen Ausführungsform
empfängt die
UE weiterhin Daten, aber mit einer niedrigeren Rate als der festgelegten
Rate. Die UE tritt aus dem SUSPEND-Modus aus, wenn ein oder mehrere günstige Zustände eintreten.
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Ein
Beispiel eines günstigen
Zustandes besteht darin, daß die
UE ihren Puffer entleert hat und nunmehr bereit ist, weiterhin Daten
zu empfangen. Ein weiteres Beispiel eines günstigen Zustandes besteht darin,
daß die
UE genügend
Daten aus ihrem Puffer entfernt hat, so daß die im Puffer verbleibende Informationsmenge
unter einem definierten Schwellwert liegt. Es ist eindeutig, daß die UE
entscheiden kann, den Empfang von Daten von der Systemeinrichtung
auf Grundlage anderer Faktoren und nicht nur der oben angesprochenen
Faktoren wiederaufzunehmen. Sobald die UE günstige Zustände erkannt hat, tritt sie
in den RECEIVE-Modus ein.
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In
Schritt 316 tritt die UE in den RECEIVE-Modus ein, indem
sie einen START-Datenflußsteuerungsbefehl
eine erforderliche Anzahl von Malen überträgt und auf eine Bestätigungsantwort
von der Systemeinrichtung wartet. Die erforderliche Anzahl von Malen
wird durch den Systemanbieter definiert. Die erforderliche Anzahl
ist gleich K, wobei K eine Ganzzahl gleich 1 oder größer ist.
Im Schritt 318 empfängt
die UE eine ACK-START-Bestätigungsantwort
von der Systemeinrichtung. Bei einer weiteren Ausführungsform überträgt die UE
eine Bestätigungsantwort
zur Systemeinrichtung, die den Empfang der ACK-START bestätigt, ehe
die UE in den RECEIVE-Modus eintritt. Auch tritt bei dieser anderen
Ausführungsform
die Systemeinrichtung in den RECEIVE-Modus ein, nachdem sie eine Bestätigungsantwort
auf die ACK-START von der UE empfangen hat. Die UE befindet sich
nunmehr im RECEIVE-Modus, im Schritt 320, wo sie CQI-Informationen zur
Systemeinrichtung über
einen Aufwärts-Zeichengabekanal überträgt und den
Empfang von Daten mit der vorher festgelegten Rate (oder einer höheren Rate
als der niedrigeren Rate des SUSPEND-Modus) von der Systemeinrichtung über einen
Abwärts-Verkehrskanal wiederaufnimmt.