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Die
Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Leitweglenkung von
Nachrichten, die zuvor von einem Endgerät auf dem allgemeinen Steuerkanal CCCH
einer Zelle gesendet wurden, von einer Zellensteuerung CC, die der
Zelle zugeordnet ist, zu einer Mobilsteuerung MC einer verteilten
Funknetzwerk-Steuerung
RNC eines Funkzugangsnetzes RAN, dem die Endeinrichtung zugeordnet
ist. Sowohl die Mobil-, als auch die Zellkontrollfunktionseinheit gehören zu einem
verteilten Funkzugangsnetz RAN, dem die Endeinrichtung zugeordnet
ist.
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Die
Erfindung bezieht sich weiterhin auf ein Verfahren zur Leitweglenkung
einer Nachricht von einer Mobilkontrollfunktionseinheit zu einer
Zellkontrollfunktionseinheit einer bestimmten Zelle, die mit der
Nachricht adressiert wird, wobei beide, die Mobilkontrollfunktionseinheit
und die Zellkontrollfunktionseinheit Funktionseinheiten innerhalb
der verteilten Funknetzwerk-Steuerung darstellen. Darüber hinaus bezieht
sich die Erfindung auf eine verteilte Funknetzwerk-Steuerung, ein Funkzugangsnetz
und ein Computerprogramm, das von der verteilten Funknetzwerk-Steuerung
verwendet wird.
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Solche
Verfahren, Steuerungen und Netzwerke sind im Wesentlichen in der
Technik bekannt, insbesondere sind sie für die Technologie der universellen
mobilen Telekommunikationssysteme (UMTS) bekannt.
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In
der europäischen
Patentanmeldung 1 202 586 A1 wird das Grundkonzept eines UMTS-Funknetzes
beschrieben. In einer Minimalkonfiguration enthält ein solches Funknetz mindestens
ein Endgerät,
mindestens eine Basisstation, mindestens eine Funknetzwerk-Steuerung
und mindestens eine Vermittlungsanlage. Die Funknetzwerk-Steuerung
RNC steuert alle Zellen in einem ziemlich großen geographischen Bereich.
Zur Signalisierung zwischen den Endgeräten und der Funknetzwerk-Steuerung
wurden verschiedene Protokolle und insbesondere ein Protokoll zur
Steuerung von Funk-Ressourcen (Radio Resource Control Protocol)
definiert. Diese Protokolle bieten eine standardisierte Struktur
für die
zu übertragenden
Nachrichten in der Weise, dass diese Nachrichten eine bestimmte
Anzahl von Informationsfeldern für
einen vordefinierten Inhalt umfassen. In der ursprünglichen
UMTS-Funkzugangsnetz-Architektur UTRAN wurden zur Identifizierung
eines Endgerätes
zwei Parameter spezifiziert: SRNC-ID, der den für die Teilnehmerverbindung
verantwortlichen bedienenden RNC kennzeichnet, und S-RNTI, wobei
es sich um eine Kennung für
den Teilnehmer oder das Endgerät
handelt, die vom bedienenden RNC beim RRC-Aufbau erzeugt wird und
die in diesem bedienenden RNC eindeutig ist. Auf die gleiche Weise
wurden zur Kennzeichnung einer bestimmten Zelle zwei Parameter spezifiziert:
CRNC-ID, der den kontrollierenden RNC kennzeichnet, der für die Steuerung
eines bestimmten Bereichs verantwortlich ist, und C-ID, der eine
Zelle innerhalb des vom CRNC kontrollierten Bereichs eindeutig kennzeichnet.
Daher enthalten mehrere Nachrichten, deren interne Struktur standardisiert
wurde, diese Felder, die mit der entsprechenden Information gefüllt werden
müssen.
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In
der Zeit nach dem Einreichen der europäischen Patentanmeldung
EP 1 202 586 A1 hat
sich jedoch die darin beschriebene Architektur weiterentwickelt.
Insbesondere wurde die Funknetzwerk-Steuerung RNC in mehrere Funktionseinheiten
aufgeteilt. Die weiterentwickelte Architektur wird in der nicht
vorveröffentlichten
europäischen
Patentanmeldung mit der Anmelde-Nummer 02360168.5 beschrieben und wird
in
4 der vorliegenden Patentanmeldung gezeigt. Die
gezeigten Funktionseinheiten haben verschiedenen Umfang, zum Beispiel
einen Teilnehmer-Umfang, d.h. es gibt eine Instanz pro angeschlossenem
Teilnehmer, einen Zellen-Umfang, d.h. es gibt eine Instanz pro Zelle,
oder einen Mehr-Zellen-Umfang, d.h. es gibt eine Instanz für eine Gruppe von
Zellen.
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Die
für die
vorliegende Beschreibung relevanten Funktionseinheiten sind die
Paging- und Rundsende-Funktionseinheit
P&B, eine Zellkontrollfunktionseinheit
CC und eine Mobilkontrollfunktionseinheit MC. Zur Vereinfachung
der folgenden Beschreibung wird im Folgenden der Begriff Funktionseinheit
typischerweise weggelassen.
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Die
Paging- und Rundsende-Funktionseinheit P&B hat einen Mehr-Zellen-Umfang. Sie ist neben anderen
Funktionen dafür
verantwortlich, Paging-Nachrichten zu verteilen, die dazu verwendet werden,
einen bestimmten Teilnehmer zu lokalisieren, wenn ein Anruf eintrifft,
sowie für
Zellen-Rundsende-Systemnachrichten,
die dazu benutzt werden, bestimmte Informationen zu senden, z.B.
einen Kurzmitteilungs-Nachrichtendienst
an alle Teilnehmer in einer Zelle, in der die Nachrichten gesendet
werden müssen.
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Die
Zellkontrollfunktionseinheit hat einen Zellen-Umfang. Sie ist für Kontrollfunktionen
bezüglich
einer bestimmten Zelle verantwortlich und sie schließt die Steuerkanäle ab, die
dieser Zelle zugeordnet sind, wie z.B. den allgemeinen Steuerkanal (Common
Control Channel CCCH).
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Die
Mobilkontrollfunktionseinheit hat einen Teilnehmer-Umfang. Sie wird
dynamisch instantiiert, d.h. sie wird erzeugt, wenn eine neue Signalisierungsverbindung,
die als RRC-(Radio Resource Control)-Verbindung bekannt ist, für einen
bestimmten Teilnehmer aufgebaut wird. Sie schließt die RRC-Verbindung und einen
speziellen Steuerkanal (Dedicated Control Channel) DCCH für den Teilnehmer
ab, der durch einen RRC-Verbindungsaufbau aufgebaut wird.
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Wie
später
beschrieben wird, ist eine Paging- und Rundsende-Funktionseinheit an der Erzeugung (Istantiierung)
einer bestimmten Mobilkontrollfunktionseinheit beteiligt. Von nun
an wird diese Paging- und Rundsende-Funktionseinheit als Eltern-Paging- und Rundsende-Funktionseinheit
PP&B der Mobilkontrollfunktionseinheit
bezeichnet.
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Wie
man in 4 sieht, ist das Funkzugangsnetz RAN und insbesondere
die Funknetzwerk-Steuerung RNC an ein Kernnetz CN angeschlossen.
Zur Leitweglenkung der Nachrichten, die von einem Endgerät/Teilnehmer
UE am CCCH einer bestimmten Zelle zwischen der, der Basisstation
NB zugeordneten Zellkontrollfunktionseinheit CC und der für die Teilnehmerverbindung
verantwortlichen Mobilkontrollfunktionseinheit MC gesendet werden, müssen die
erwähnten
Funktionseinheiten untereinander kommunizieren.
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In
der internationalen Patentanmeldung WO 00/54521 wird ein Verfahren
zur Zuweisung von Kennungen offen gelegt. Das Verfahren betrifft
Signalisierungsverfahren in Zellular-Telekommunikationssystemen, speziell
in so genannten zellularen Systemen der dritten Generation, wie
z.B. das UMTS-System.
In dem Verfahren überprüft das Netzwerk,
ob sich die Mobilstation in einem solchen Zustand befindet oder
dabei ist, ihn einzunehmen, in dem die Mobilstation eine kontrollierte
temporäre
Funknetz-Kennung, eine c-RNTI, benötigt, und wenn dies der Fall ist,
wird die c-RNTI der Mobilstation angezeigt. Vorzugsweise wird die
Anzeige bewirkt, indem die Kennung c-RNTI an eine Nachricht angehängt wird,
die bewirkt, dass die Mobilstation in diesen Zustand wechselt, in
dem die Mobilstation die Kennung c-RNTI benötigt.
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Weiterhin
wird im technischen Bericht MTR-007 Version v1.0.0, am 4. September
2001 (2001-09-04) angenommen und ratifiziert, auf den Seiten 1–64, XP002221482
eine "Offene RAN-Architektur in
Mobilsystemen der 3. Generation" offen
gelegt. Diese Architektur ermöglicht
eine nahtlose Integration von auf mobilem Fernsprechen und Internet basierenden
Diensten, wie Sprache, Video, Daten, usw. und ist unabhängig von
der Technologie des drahtlosen Zugangs.
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Weiterhin
bezieht sich die internationale Patentanmeldung WO 02/063912 A1
auf ein Paging-Verfahren und -System für ein Funkzugangsnetz, das
Zugang zu einem Kernnetz bietet. Das System umfasst eine zentrale
Einrichtung zur Netzwerksteuerung zum Empfang von Paging-Nachrichten und
zur Verteilung dieser Paging-Nachrichten an andere Einrichtungen
zur Netzwerksteuerung auf der Grundlage einer an die zentrale Einrichtung
zur Netzwerksteuerung gelieferten Paging-Information. Entsprechend wird, während das
Zugangsnetz viele Funknetzwerk-Steuerungen RNC und/oder Funkzugangsnetze
RNAS enthält,
die für
das Paging oder die Mobilitätsverwaltung
benötigte
Information an einer Stelle in einem Ort oder Leitweglenkungs-Bereich
bereitgestellt. Wenn das anrufende Netz eine Paging-Anforderung
sendet, muss daher die Anforderung nicht an viele RNCs und/oder
RNASs gesendet werden, und ein zusätzliches Paging in den Zugangsnetzen
kann vermieden werden. Darüber
hinaus ist eine Paging-Koordination unabhängig von der Anzahl unterschiedlicher
Kernnetze möglich.
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Die
Aufgabe wird durch den Gegenstand des Anspruchs 1 gelöst. Speziell
wird diese Aufgabe durch ein Verfahren zur Leitweglenkung einer Funk-Ressourcen-Steuerungs-Nachricht
(Radio Resource Control Message) RRC gelöst, die zuvor von einem Endgerät auf dem
allgemeinen Steuerkanal CCCH einer Zelle gesendet wird, von der
Zellkontrollfunktionseinheit, die für die Kontrolle von Funktionen bezüglich einer
bestimmten Zelle und für
den Abschluss von der Zelle zugeordneten Steuerkanälen verantwortlich
ist, und wobei die Zellkontrollfunktionseinheit der Zelle zugeordnet
ist, zu einer Mobilkontrollfunktionseinheit einer verteilten Einrichtung zur
Funknetzwerk-Steuerung des Funkzugangsnetzes, dem das Endgerät zugeordnet
ist. Die Mobilkontrollfunktionseinheit schließt die Radio-Resource-Control-RRC-Verbindung
und einen speziellen Steuerkanal DCCH für den Teilnehmer ab, der durch einen
Radio-Resource-Control-RRC-Verbindungsaufbau
aufgebaut wird. Die Mobilkontrollfunktionseinheit wird dynamisch
erzeugt, wenn eine neue Signalisierungsverbindung, die als Radio-Resource-Control-Verbindung
bekannt ist, für
einen bestimmten Teilnehmer aufgebaut wird, wobei das Verfahren
folgende Schritte umfasst:
- 1a) Vorheriger Aufbau
einer Radio-Resource-Control-Kommunikation
zwischen dem Endgerät
und dem Funkzugangsnetz, was dazu führt, dass die Mobilkontrollfunktionseinheit
instantiiert wird und sowohl die Mobilkontrollfunktionseinheit als
auch das Endgerät
mit einer Kennung USER-ID, sowie einer Kennung PP&B-ID einer der
Mobilkontrollfunktionseinheit zugeordneten Eltern-Paging- und Rundsende-Funktionseinheit konfiguriert
werden, wobei diese Kennungen in den schon vorhandenen Feldern S-RNTI
und SRNC-ID der Radio-Resource-Control-RRC-Nachricht
gespeichert und dazu verwendet werden, ein Endgerät in weiteren
Radio-Resource-Control-RRC-Nachrichten
eindeutig zu kennzeichnen;
- 1b) Senden der Radio-Resource-Control-Nachricht vom Endgerät über einen
allgemeinen Steuerkanal der Zelle, in der sich das Endgerät befindet,
an eine der Zelle zugeordnete Zellkontrollfunktionseinheit in dem
verteilten Funkzugangsnetz;
- 1c) Weiterleiten der Nachricht von der Zellkontrollfunktionseinheit
zu der dieser Zelle zugeordneten Paging- und Rundsende-Funktionseinheit;
und
- 1d) Weiterleiten der Nachricht von der Paging- und Rundsende-Funktionseinheit
zur Mobilkontrollfunktionseinheit, die durch die USER-ID gekennzeichnet
wird, in dem Fall, dass die der Zelle zugeordnete Paging- und Rundsende-Funktionseinheit
der Eltern-Paging- und Rundsende-Funktionseinheit entspricht.
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Die
Aufgabe wird weiterhin durch den Gegenstand des Anspruchs 4 gelöst. Insbesondere
wird die Aufgabe durch ein Verfahren zur Leitweglenkung einer Nachricht
von einer Mobilkontrollfunktionseinheit gelöst, die dynamisch erzeugt wird,
wenn eine neue Signalisierungsverbindung, die als Radio-Resource-Control-RRC-Verbindung
bekannt ist, für
einen bestimmten Teilnehmer aufgebaut wird, zu einer Zellkontrollfunktionseinheit
einer bestimmten Zelle, die in der Nachricht adressiert wird. Die
Zellkontrollfunktionseinheit schließt der Zelle zugeordnete kontrollierte
Kanäle
ab. Sowohl die Mobilkontrollfunktionseinheit als auch die Zellkontrollfunktionseinheit stellen
Funktionseinheiten in einer verteilten Funknetzwerk-Steuerung eines
Funkzugangsnetzes dar, wobei das Verfahren folgende Schritte umfasst:
- 4a) Vorheriger Aufbau der Radio-Resource-Control-Verbindung,
was dazu führt,
dass die Mobilkontrollfunktionseinheit instantiiert wird und eine USER-ID,
welche sie selbst kennzeichnet und ihr zugeordnetes Endgerät, sowie
eine PP&B-ID
und die Transportadresse ihrer zugehörigen Eltern-Paging- und Rundsende-Funktionseinheit kennt,
und das Endgerät
wird auch über
die USER-ID und die PP&B-ID
in Kenntnis gesetzt, indem sie in den schon vorhandenen Feldern S-RNTI
und SRNC-ID der vom Netzwerk zur Beendigung des Verbindungsaufbaus
gesendeten Radio-Resource-Control-Nachricht gesendet werden;
- 4b) Senden der Nachricht, welche die USER-ID und die PP&B-ID der Mobilkontrollfunktionseinheit
und seiner zugehörigen
Eltern-Paging- und Rundsende-Funktionseinheit enthält, und
weiterhin Aufnahme der Zellen-ID der adressierten Zelle und der
P&B-ID der zur
adressierten Zelle zugeordneten Paging- und Rundsende-Funktionseinheit
von der Mobilkontrollfunktionseinheit zur Eltern-Paging- und Rundsende-Funktionseinheit, die
durch ihre P&B-ID
und die der Mobilkontrollfunktionseinheit schon bekannten Transportadresse
gekennzeichnet ist;
- 4c) Weiterleitung der Nachricht von der Eltern-Paging- und Rundsende-Funktionseinheit
zur von der Nachricht adressierten Zellkontrollfunktionseinheit;
und
- 4d) Senden der Nachricht direkt auf dem allgemeinen Steuerkanal
CCCH der zugehörigen
Zelle an das adressierte Endgerät.
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Die
beanspruchten Verfahren bieten den Vorteil, dass, obwohl die Funknetzwerk-Steuerung RNC
nicht mehr als einzelnes Netzwerkelement existiert, sondern in die
erwähnten
unterschiedlichen kleineren Funktionseinheiten aufgeteilt wurde
(die sich möglicherweise
in verschiedenen Netzwerkelementen befinden), die ursprünglich benutzten
Endgeräte, d.h.
die in der UTRAN-Architektur benutzen Endgeräte, nicht geändert werden
müssen,
weil das zur Leitweglenkung von Nachrichten in der erwähnten Architektur
benutzte Radio-Resource-Control-Protokoll in der weiterentwickelten
Architektur ebenfalls unverändert
bleiben kann. Dies wird erreicht, indem die erwähnten Änderungen in der RNC vor den
Endgeräten
verborgen werden. Spezieller wird dieses Verbergen realisiert, indem
dieselben standardisierten Felder innerhalb des Protokolls benutzt
werden, diesen Feldern aber eine neue Bedeutung gegeben wird und
sie mit geeigneten Werten gefüllt
werden.
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Speziell
wird das Feld SRNC-ID, das bereits in verschiedenen Steuer-Nachrichten
vorhanden ist, nicht mit einer RNC-ID gefüllt, weil die RNC als Netzwerkelement
nicht mehr existiert.
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Stattdessen
wird das Feld SRNC-ID mit einer PP&B-ID gefüllt, die eine Eltern-Paging-
und Rundsende-Funktionseinheit kennzeichnet, die dafür verantwortlich
ist, eine Mobilkontrollfunktionseinheit zu instantiieren, die einem
bestimmten Endgerät
zugeordnet ist. In dem Feld S-RNTI, das im bekannten Protokoll ebenfalls
vorhanden ist, wird der codierte Wert die USER-ID sein, die von
der Eltern-Paging- und Rundsende-Funktionseinheit PP&B erzeugt und an
die Mobilkontrollfunktionseinheit gesendet wird, wenn sie während eines
RRC-Aufbaus instantiiert wird.
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Auf
die gleiche Weise wird der Wert, der im Feld CRNC-ID codiert wird,
das in verschiedenen Steuernachrichten bereits vorhanden ist, nicht
eine RNC-ID sein, sondern stattdessen die P&B-ID der Paging- und Rundsende-Funktionseinheit,
die einer bestimmten Zellkontrollfunktionseinheit zugeordnet ist.
Im Feld C-ID wird der codierte Wert die Zellen-ID sein, die der
Zellkontrollfunktionseinheit entspricht, die unter allen Zellkontrollfunktionseinheiten,
welche dieselbe zugeordnete Paging- und Rundsende-Funktionseinheit
haben, einzigartig ist.
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Weitere
vorteilhafte Ausführungen
sind Gegenstand der abhängigen
Ansprüche.
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Die
Aufgabe der Erfindung wird weiterhin durch eine verteilte Funknetzwerk-Steuerungseinrichtung,
durch ein Funkzugangsnetz und durch ein Kernnetz zur Ausführung der
beanspruchten Verfahren, durch eine verteilte Server-Plattform und
durch mindestens ein Computerprogramm, das auf der Server-Plattform
läuft,
gelöst.
Die Vorteile der Lösungen
sind gleich den oben mit Bezug auf die beanspruchten Verfahren erwähnten Vorteilen.
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Der
Beschreibung beigefügt
sind vier Figuren, wobei
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1a das
erste Verfahren gemäß der Erfindung
zeigt;
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1b eine
andere Ausführung
des ersten Verfahrens der Erfindung zeigt;
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2a ein
zweites Verfahren der Erfindung zeigt;
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2b eine
andere Ausführung
des zweiten Verfahrens der Erfindung zeigt;
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3 einen
RRC-Verbindungsaufbau gemäß der Erfindung
zeigt; und
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4 ein
UMTS-Netzwerk zeigt, wie es in der Technik bekannt ist.
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Im
Folgenden wird die Erfindung detaillierter mit Bezug auf die begleitenden
Figuren beschrieben. Da 4 jedoch bereits oben beschrieben
wurde, wird im Folgenden nur auf die darin gezeigten Referenznummern
Bezug genommen.
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1a zeigt
ein Verfahren gemäß der Erfindung
zur Leitweglenkung einer Nachricht, insbesondere einer Radio-Resource-Control-Nachricht,
die von einem Endgerät
UE von einer Zellkontrollfunktionseinheit zu einer Mobilkontrollfunktionseinheit
MC einer verteilten Funknetzwerk-Steuerung RNC eines Funkzugangsnetzes
RAN, dem das Endgerät
zugeordnet ist, gesendet wird.
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Im
Detail umfasst das Verfahren einen vorherigen Schritt 1a) des Aufbaus
einer Radio-Ressource-Kommunikation RRC zwischen dem Endgerät und dem
Funkzugangsnetz RAN. Der Aufbau-Schritt führt dazu, dass eine Mobilkontrollfunktionseinheit MC
instantiiert, d.h. erzeugt und mit einer USER-ID versorgt wird,
welche das Endgerät
UE und die Mobilkontrollfunktionseinheit MC selbst kennzeichnet, sowie
mit einer PP&B-ID
zur Kennzeichnung der der Mobilkontrollfunktionseinheit MC zugeordneten
Eltern-Paging- und
Rundsende-Funktionseinheit PP&B,
sowie der Transportadresse der PP&B
versorgt wird. Darüber
hinaus wird die USER-ID in der Eltern-Paging- und Rundsende-Funktionseinheit PP&B zusammen mit
der der neu instantiierten Mobilkontrollfunktionseinheit MC zugeordneten
Transportadresse gespeichert. Schließlich werden die PP&B-ID und die USER-ID
in den schon vorhandenen Feldern SRNC-ID, bzw. S-RNTI zum Endgerät UE gesendet.
Von diesem Moment an wird das Endgerät UE sich immer selbst kennzeichnen,
indem es diese Information in die Felder SRNC-ID und S-RNTI der
RRC-Nachrichten aufnimmt, die es auf dem allgemeinen Steuerkanal
CCCH jeder Zelle sendet.
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Der
Schritt zum Aufbau der RRC-Kommunikation wird später mit Bezug auf 3 detaillierter beschrieben.
Dieser Schritt ist jedoch für
das in den 1a und 1b, sowie
für das
in den 2a und 2b beschriebene
Verfahren erforderlich, um die Mobilkontrollfunktionseinheit MC
zu instantiieren und die erforderlichen Kennungen ID an das Endgerät oder die
Mobilkontrollfunktionseinheit zu liefern.
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Nachdem
die Kommunikation aufgebaut wurde, wird das Verfahren ausgeführt, wie
in 1a gezeigt. Insbesondere wird in einem Schritt
1b) die Nachricht vom Endgerät
UE über
einen allgemeinen Steuerkanal CCCH der Zelle, in der sich das Endgerät UE befindet,
an eine der Zelle zugeordnete Zellkontrollfunktionseinheit CC in
der verteilten Funknetzwerk-Steuerung RNC gesendet. Das Endgerät kennzeichnet
sich selbst, indem es die Felder SRNC-ID und S-RNTI benutzt, wo
es die zuvor beim RRC-Aufbau vom Netzwerk gelieferte Information unterbringt,
d.h. die PP&B-ID
der Eltern-Paging- und Rundsende-Funktionseinheit
seiner zugeordneten Mobilkontrollfunktionseinheit und die USER-id,
welche die Mobilkontrollfunktionseinheit kennzeichnet (da sie eine
der seiner Eltern-Paging- und Rundsende-Funktionseinheit zugeordneten
Mobilkontrollfunktionseinheiten eindeutig kennzeichnet). Anschließend leitet
in Schritt 1c) die Zellkontrollfunktionseinheit CC die vom Endgerät UE empfangene
Nachricht zur dieser Zellkontrollfunktionseinheit CC zugeordneten
Paging- und Rundsende-Funktionseinheit P&B weiter. Wenn diese der Zellkontrollfunktionseinheit zugeordnete
Paging- und Rundsende-Funktionseinheit identisch zu der in der Nachricht
gekennzeichneten und der Mobilkontrollfunktionseinheit MC zugeordneten
Eltern-Paging- und
Rundsende-Funktionseinheit ist, leitet die Paging- und Rundsende-Funktionseinheit
P&B die Nachricht
an die Mobilkontrollfunktionseinheit weiter, die durch die USER-id
gekennzeichnet ist (Schritt 1d). Die Transportadresse der Mobilkontrollfunktionseinheit
ist bekannt, weil sie in der PP&B
gespeichert wird, wenn die Mobilkontrollfunktionseinheit instantiiert
wird (während
des RRC-Verbindungsaufbaus).
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1b zeigt
den Fall, dass die der Zellkontrollfunktionseinheit CC zugeordnete
Paging- und Rundsende-Funktionseinheit P&B nicht identisch zur so genannten
Eltern-Paging- und Rundsende-Funktionseinheit PP&B ist, die der Mobilkontrollfunktionseinheit
MC zugeordnet ist. In diesem Fall entspricht Schritt b) dem oben
mit Bezug auf 1a beschriebenen Schritt b).
Entsprechend Schritt 1c-1) wird die Nachricht durch die Zellkontrollfunktionseinheit
zu der der Zellkontrollfunktionseinheit zugeordneten Paging- und
Rundsende-Funktionseinheit P&B
weitergeleitet. Anschließend
sendet die Paging- und Rundsende-Funktionseinheit die Nachricht
an die Eltern-Paging- und Rundsende-Funktionseinheit, die der Mobilkontrollfunktionseinheit
zugeordnet ist (Schritt 1c-2). Dies ist möglich, weil die vom Endgerät UE erzeugte
Nachricht die SRNC-ID enthält,
welche die Eltern-Paging- und Rundsende-Funktionseinheit kennzeichnet.
Schließlich
wird die Nachricht wieder von der Eltern-Paging- und Rundsende-Funktionseinheit zur
Mobilkontrollfunktionseinheit MC gesendet (Schritt 1d).
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In
dem Fall, dass die der Zelle zugeordnete Paging- und Rundsende-Funktionseinheit
nicht der Eltern-Paging- und Rundsende-Funktionseinheit entspricht,
leitet die der Zellkontrollfunktionseinheit zugeordnete Paging-
und Rundsende-Funktionseinheit P&B
die Nachricht zur Eltern-Paging-
und Rundsende-Funktionseinheit PP&B
weiter, die der Mobilkontrollfunktionseinheit zugeordnet ist (gekennzeichnet durch
die im Feld SRNC-ID der Nachricht gesendete PP&B-ID), die wiederum die Nachricht
an die Mobilkontrollfunktionseinheit weiterleitet, wozu sie die
im Feld S-RNTI der Nachricht enthaltene USER-ID verwendet.
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2a zeigt
das Verfahren zur Leitweglenkung einer Nachricht in Gegenrichtung,
d.h. von der Mobilkontrollfunktionseinheit MC zur Zellkontrollfunktionseinheit
oder zum Endgerät
UE. Dieses Verfahren erfordert auch den vorherigen Aufbau einer
Radio-Resource-Control-RRC-Verbindung,
um die Mobilkontrollfunktionseinheit zu instantiieren und die Mobilkontrollfunktionseinheit
und das zugehörige Endgerät mit den
benötigten
Kennungen zu versorgen, insbesondere mit der USER-ID, sowie der PP&B-ID und einer
Transportadresse, die beide die der Mobilkontrollfunktionseinheit
zugeordnete Eltern-Paging- und Rundsende-Funktionseinheit PP&B kennzeichnen
(Schritt 4a).
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Entsprechend 2a umfasst
das Verfahren einen Schritt 4b), in dem die Nachricht von der Mobilkontrollfunktionseinheit
MC zur Eltern-Paging- und Rundsende-Funktionseinheit PP&B gesendet wird, die
durch ihre RNC-ID und ihre Transportadresse gekennzeichnet wird,
welche die Mobilkontrollfunktionseinheit MC kennt. Die weiterzuleitende
Nachricht enthält
nicht nur die USER-ID der Mobilkontrollfunktionseinheit und die
PP&B-ID der Eltern-Paging-
und Rundsende-Funktionseinheit, sondern auch die Zellen-ID der von
der Nachricht adressierten Zelle und die RNC-ID der Paging- und
Rundsende-Funktionseinheit P&B,
die der adressierten Zelle zugeordnet ist. Mit Hilfe insbesondere
der beiden zuletzt erwähnten
Kennungen ist es möglich,
dass die Eltern-Paging- und Rundsende-Funktionseinheit die Nachricht an
ihre zugeordnete Zellkontrollfunktionseinheit in dem Fall weiterleitet,
dass die Eltern-Paging- und Rundsende-Funktionseinheit PP&B identisch zur Paging- und Rundsende-Funktionseinheit
P&B ist, die der
Zellkontrollfunktionseinheit zugeordnet ist (Schritt 4c).
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Im
umgekehrten Fall leitet die Eltern-Paging- und Rundsende-Funktionseinheit
PP&B die Nachricht
zur Paging- und Rundsende-Funktionseinheit weiter,
die der Ziel-Zellkontrollfunktionseinheit
zugeordnet ist, welche durch die P&B-ID gekennzeichnet wird, die zusammen
mit der Nachricht gesendet wird, die wiederum unter Verwendung der
Zellen-ID die Nachricht an die Zellkontrollfunktionseinheit weiterleitet.
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Schließlich sendet
die Zellkontrollfunktionseinheit CC die Nachricht über den
allgemeinen Steuerkanal CCCH, der von allen Endgeräten empfangen wird,
die sich in der Zelle befinden, die der Zellkontrollfunktionseinheit
zugeordnet ist. Mit Hilfe der PP&B-id
und der USER-ID, die in den Feldern SRNC-id, bzw. S- RNTI gesendet werden,
ist das adressierte Endgerät
in der Lage, zu erkennen, dass die empfangene Nachricht an es adressiert
ist (Schritt 4d).
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2b zeigt
einen Fall, der dem in 1b ähnlich ist, nämlich dass
die Eltern-Paging- und Rundsende-Funktionseinheit PP&B, die der Mobilkontrollfunktionseinheit
MC zugeordnet ist, nicht zu der Eltern- und Rundsende-Funktionseinheit
P&B identisch
ist, die der Zellkontrollfunktionseinheit zugeordnet ist, welche
in der Nachricht adressiert wird. Wie bereits mit 1 beschrieben,
wird in diesem Fall die Nachricht von der Eltern-Paging- und Rundsende-Funktionseinheit über die
Paging- und Rundsende-Funktionseinheit
gesendet, die der Zellkontrollfunktionseinheit der adressierten
Zelle zugeordnet ist (Schritt 4c-1, 4c-2).
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Zur
Leitweglenkung zwischen der Mobilkontrollfunktionseinheit und der
Zellkontrollfunktionseinheit oder umgekehrt muss jede Paging- und
Rundsende-Funktionseinheit P&B
anfangs mit einer Liste aller anderen Paging- und Rundsende-Funktionseinheiten
P&Bs konfiguriert
werden, die sowohl ihre P&B-id,
als auch ihre zugeordnete Transport-Adressse, sowie eine Liste der
zugeordneten Zellkontrollfunktionseinheiten CCs enthält, welche
sowohl ihre Zellen-ID, als auch ihre zugeordnete Transportadresse
enthält.
Darüber
hinaus muss jede Zellkontrollfunktionseinheit anfangs mit der P&B-id und der Transportadresse
der zugeordneten Paging- und Rundsende-Funktionseinheit P&B konfiguriert werden.
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3 zeigt
den Aufbau der bereits oben erwähnten
Radio-Resource-Control-Verbindung
RRC. Der Prozess dient zur Instantiierung einer Mobilkontrollfunktionseinheit
in dem Fall, dass ein Endgerät die
Kommunikation in Richtung zum Funk-Zugangs-Netz aufbauen möchte. Darüber hinaus
dient er zur Anwendung der erforderlichen Kennungen IDs auf die
Mobilkontrollfunktionseinheit MC und auf das Endgerät UE.
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Insbesondere
wird in dem Prozess zum Aufbau der Kommunikation eine RRC-Nachricht
vom Endgerät
UE über
den allgemeinen Steuerkanal CCCH an die Zellkontrollfunktionseinheit
CC der Zelle gesendet, in der sich das Endgerät UE befindet (Schritt a1).
Die Zellkontrollfunktionseinheit CC benachrichtigt in Schritt a2)
die ihr zugeordnete Paging- und Rundsende-Funktionseinheit P&B über die empfangene RRC-Nachricht.
Als Reaktion auf die Benachrichtigung wird in Schritt a3) von der
Paging- und Rundsende-Funktionseinheit eine neue Mobilkontrollfunktionseinheit
MC instantiiert, das heißt
erzeugt. Auf diese Weise wird die Paging- und Rundsende-Funktionseinheit,
die der Zelle zugeordnet ist, welche die RRC-Nachricht empfängt, die
Eltern-Paging- und Rundsende-Funktionseinheit
PP&B der neu
erzeugten Mobilkontrollfunktionseinheit.
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Weiterhin
weist die Eltern-Paging- und Rundsende-Funktionseinheit der neu erzeugten Mobilkontrollfunktionseinheit
MC eine eindeutige USER-ID zu, welche sowohl das Endgerät als auch
die neue Mobilkontrollfunktionseinheit kennzeichnet (Schritt a4). Anschließend speichert
die Eltern-Paging- und Rundsende-Funktionseinheit
PP&B die USER-ID und
die Transportadresse der Mobilkontrollfunktionseinheit (Schritt
a5) und sendet die USER-ID sowie ihre eigene PP&B-ID und ihre eigene Transportadresse
an die Mobilkontrollfunktionseinheit MC (Schritt a6).
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In
einem letzten Schritt a7) wird eine Bestätigungs-Nachricht, welche die
Beendigung des Aufbaus bestätigt,
von der Mobilkontrollfunktionseinheit MC zurück zum Endgerät UE gesendet.
Die Bestätigungs-Nachricht
enthält
die USER-ID der Mobilkontrollfunktionseinheit MC und die RNC-ID,
welche die Eltern-Paging- und Rundsende-Funktionseinheit der Mobilkontrollfunktionseinheit
in den bereits vorhandenen Feldern S-RNTI, bzw. SRNC-id kennzeichnet. Beide
Kennungen versetzen das Endgerät
in die Lage, sich selbst zu identifizieren, wenn es Nachrichten auf
dem allgemeinen Steuerkanal CCCH einer Zelle sendet, und werden
dazu benutzt, Nachrichten insbesondere an die instantiierte Mobilkontrollfunktionseinheit
zu senden, wie oben mit Bezug auf die 1a und 1b beschrieben.
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Die
oben beschriebenen Verfahren und die verteilten Funknetzwerk-Steuerungseinrichtungen und
das Funkzugangsnetz werden vorzugsweise als verteilte Server-Plattformen
ausgeführt,
auf denen eine spezielle Software läuft.