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Diese
Erfindung betrifft Kommunikationsnetze und insbesondere das Aktualisieren
von Software/Firmware, die auf verschiedenen Elementen des Netzes
installiert ist.
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Es
existieren viele Arten von Telekommunikationsnetzen, einschließlich herkömmlicher
PSTNs, SDH (Synchrondigitalhierarchie), SONST (synchrones optisches
Netz), Lichtwellenleitertechnik und ATM (asynchroner Transfermodus).
In der Regel umfassen diese Netze eine große Anzahl miteinander verbundener
Netzelemente. Innerhalb eines beliebigen Netzes wird es Netzelemente
geben, die von derselben Marke, demselben Modell und derselben Version
von Hardware sowie Firmware sind. Die Netzelemente sind in einer
von einer Reihe Konfigurationen miteinander verbunden, einschließlich Ring,
Stern, Flächennetz
oder seriell durch ein Inband-Datennetz.
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1 zeigt
ein typisches SDH-Netz, in dem vier Netzelemente 10 in
einer Ringkonfiguration miteinander verbunden sind. Eine Elementsteuerung 12 ist
mit einem der Netzelemente verbunden und ein Notebook oder ein anderer
PC 14 ist mit einem anderen Netzelement verbunden. Die
Netzelemente sind durch einen Datenkommunikationskanal miteinander
verbunden.
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Um
die Firmware oder Software auf einem beliebigen Netzelement zu aktualisieren,
und der Ausdruck Firmware wird hierin im Folgenden verwendet, um
sich auf Firmware oder Software zu beziehen, muss jedes Netzelement
der Reihe nach von dem Benutzer entweder aus der Ferne, beispielsweise
von der Elementsteuerung aus, oder lokal durch Anschließen des
Notebooks 14 an ein gegebenes Element aktualisiert werden. Das
Notebook kann auch für
Fernaktualisierungen verwendet werden. Elementsteuerungen aktualisieren
Netzelemente unter Anwendung von Batching-Mechanismen, die nacheinander
ausgeführt
werden und folglich sehr zeitaufwändig sind. Zum Beispiel weist
das Landesnetz Großbritanniens
in der Größenordnung
von 12.000 Netzelementen auf und das Aktualisieren dauert mehr als
sechs Monate. Dies ist ganz klar extrem zeitaufwändig und teuer. Infolgedessen
werden nur Aktualisierungen durchgeführt, wenn es absolut erforderlich ist
und es werden praktisch nur die wichtigsten Verbesserungen implementiert.
Infolgedessen wird die volle Leistungsfähigkeit des Netzes nicht umgesetzt
und es ist es nicht wert, einige unwesentlichere Verbesserungen
zu integrieren.
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Wir
sind uns der Lehre von
GB-A-2348721 (Ideagen
software ltd) bewusst, die ein System der Art offenbart, in der
ein Client einen bekannten Server auffordert zu bestimmen, of eine
Softwareaktualisierung zur Verfügung
steht, und die Aktualisierung herunterlädt, wenn es vorrangig ist,
diese zu installieren. Die Lehre dieses Dokuments wurde als Grundlage
für den
einleitenden Teil von Anspruch 1 verwendet. Wir sind uns auch der
Lehre von
US-A-909581 (Park
Seong-Kab) bewusst, die eine ähnliche
Lehre aufweist.
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Die
Erfindung zielt darauf ab, diesen Nachteil zu überwinden und ein System und
ein Verfahren geltend zu machen, die die zum Aktualisieren eines
Kommunikationsnetzes benötigte
Zeit erheblich reduziert.
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In
ihrer weitesten Form befasst sich die Erfindung mit dem Rundsenden
von Aktualisierungen von einem ersten Netzelement zu anderen Netzelementen,
für die
die Aktualisierungen relevant sind.
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Insbesondere
wird ein Verfahren zum Aktualisieren von Firmware, die auf Netzelementen
eines Kommunikationsnetzes installiert ist, bereitgestellt, wobei
das Verfahren Folgendes umfasst: Laden der Firmware-Aktualisierung
auf ein Quellennetzelement auf dem Netz und Rundsenden der Aktualisierung
durch das Netz an Netzelemente, auf die die Firmware-Aktualisierung
zutrifft; gekennzeichnet dadurch, dass der Schritt des Rundsendens
der Firmware-Aktualisierung das Senden einer Benachrichtigungsmitteilung,
die die Netzelementart identifiziert, auf die die Aktualisierung
zutrifft, an zum Quellennetzelement benachbarte Netzelemente und
das Rundsenden der Benachrichtigungsmitteilung durch das Netz, indem
jedes Netzelement, das die Benachrichtigungsmitteilung empfängt, sie
an benachbarte Netzelemente weiterleitet, umfasst.
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Das
Verfahren umfasst vorzugsweise das Installieren eines Protokollagenten
auf jedem Netzelement zum Ausführen
eines Netzaktualisierungsprotokolls; und das Rundsenden der Firmware-Aktualisierung
durch das Netz an Netzelemente, auf die die Firmware-Aktualisierung
zutrifft, indem das Netzaktualisierungsprotokoll auf jedes Netzelement
angewendet wird, umfasst.
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Die
Erfindung stellt außerdem
ein Kommunikationsnetz bereit, das mehrere Netzelemente umfasst, wobei
jedes Netzelement einen Netzaktualisierungsprotokollagenten zum
Empfangen von Netzaktualisierungsmitteilungen von benachbarten Netzelementen,
Rundsenden von empfangenen Netzaktualisierungsmitteilungen an benachbarte
Netzelemente und Aktualisieren der Firmware der Netzelemente entsprechend
dem Inhalt der Netzaktualisierungsmitteilung aufweist; wobei die
Netzaktualisierungsmitteilungen eine Kennung der Netzelementarten,
die aktualisiert werden sollen, umfassen.
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Die
Erfindung stellt weiterhin ein Netzelement für ein Kommunikationsnetz bereit,
das einen Netzaktualisierungsprotokollagenten zum Empfangen von
Netzaktualisierungsmitteilungen von einem oder mehreren benachbarten
Netzelementen auf einem Kommunikationsnetz, zum Rundsenden von empfangenen
Netzaktualisierungsmitteilungen an benachbarte Netzelemente auf
einem Kommunikationsnetz und zum Aktualisieren der Netzelement-Firmware
entsprechend dem Inhalt der Netzaktualisierungsmitteilung umfasst;
wobei die Netzaktualisierungsmitteilungen eine Kennung der Netzelementarten,
die aktualisiert werden sollen, umfassen.
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Die
Erfindung stellt weiterhin ein Netzaktualisierungsprotokoll zum
Aktualisieren von Firmware, die in Netzelementen eines Kommunikationsnetzes
gespeichert ist, bereit, wobei das Protokoll eine Benachrichtigungsmitteilung,
die die Netzelemente, die aktualisiert werden sollen, identifiziert,
eine Download-Mitteilung zum Herunterladen der Aktualisierung auf
die identifizierten Netzelemente und eine Anwendungsmitteilung zum
Bewirken, dass Netzelemente, die die Firmware-Aktualisierung empfangen
haben, die Aktualisierung anwenden, umfasst.
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Ausführungsformen
der Erfindung haben den Vorteil, dass die zum Durchführen einer
Aktualisierung auf einer Reihe Elemente auf einem Netz benötigte Zeit
erheblich reduziert wird. Zum Beispiel kann bei dem zuvor genannten
Netz Großbritanniens
die Zeit von mehr als sechs Monaten um einen sehr beträchtlichen
Umfang, möglicherweise
auf sogar weniger als einen Tag, reduziert. Während diese Reduktion beim
Reduzieren der Kosten von Aktualisierungen deutlich von Vorteil
ist, ist es auch vorteilhaft, weil sie ermöglicht, dass Aktualisierungen öfter durchgeführt werden,
wodurch ermöglicht
wird, dass unwesentliche Aktualisierungen häufig durchgeführt werden,
ohne dass auf eine wichtige Aktualisierung gewartet werden muss,
wobei es sich um Jahre handeln kann.
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Eine
Firmware-Aktualisierung kann Firmware für eine Reihe unterschiedlicher
Funktionen auf einem Netzelement enthalten. Vorzugsweise wird ein
Firmware-Aktualisierungsbild entsprechend der Netzelementfunktion,
auf die sie zutreffen, in mehrere Teilbilder unterteilt. Dies hat
den Vorteil, dass sogar wenn der Firmware-Download von dem Transportmechanismus
segmentiert wird. Ein Netzelement kann dahingehend selektiv sein,
welche Firmware es empfängt,
entsprechend seinen Erfordernissen. Dies reduziert die Verarbeitungslast
auf dem Netzelement.
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Vorzugsweise
wird periodisch eine Bestandsmitteilung von einem Netzelement an
benachbarte Netzelemente gesendet, die die Firmware, die auf dem
Netzelement gespeichert ist, auflistet, wobei die benachbarten Netzelemente
die empfangene Firmware-Liste mit ihren eigenen Firmware-Listen
vergleichen und dem sendenden Netzelement die Identität etwaiger
Firmware auf der empfangenen Liste, jedoch nicht auf seiner eigenen
Liste anzeigen, wobei die fehlende Firmware dann an den empfangenden
Netzagenten gesendet wird. Dies hat den Vorteil des Bereitstellens
eines sehr wirtschaftlichen Verfahrens zum Sicherstellen der Zuverlässigkeit
von Rundsendungen. Die Alternative besteht darin, jede gesendete
Mitteilung, die einen großen Einfluss
auf die Kommunikationsnetz-Lade- und -Download-Zeit hat, zu bestätigen.
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Ausführungsformen
der Erfindung werden nun beispielhaft und unter Bezugnahme auf die
begleitenden Zeichnungen beschrieben, in denen:
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1,
auf die zuvor verwiesen wurde, ein Beispiel von Netzelementen auf
einem Ring zeigt;
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2 eine
Reihe Netzelemente, die die vorliegende Erfindung verkörpern, zeigt;
und
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3 den
Mitteilungsablauf in einem Vorgang, der die Erfindung verkörpert, zeigt.
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In
dem System und dem Verfahren, die beschrieben werden, werden Firmware-Aktualisierungen durchgeführt, indem
die Firmware durch das gesamte Netz flutet. In nichtseriellen Netzen
werden Netzelemente parallel aktualisiert. Die folgende Beschreibung
betrifft ein SDH-Netz, die Erfindung ist jedoch auf ein beliebiges
Telekommunikationsnetz anwendbar. In ähnlicher Weise betrifft die
folgende Beschreibung TCP/IP-Stapel, obwohl andere Stapel, wie OSI-Kommunikationsstapel,
verwendet werden können. 2 zeigt
drei Netzelemente 10, die durch einen Inband-Datenkommunikationskanal 16 miteinander
verbunden sind. Jedes Netzelement ist herkömmlich und beinhaltet einen
Speicher 18 und einen Kommunikationsstapel 20.
Jedes Netzelement beinhaltet außerdem
einen NUP-Agenten (NUP = Network Upgrade Protocol, Netzaktualisierungsprotokoll) 22,
der unter Anwendung herkömmlicher
Aktualisierungstechniken auf jedes Netzelement heruntergeladen wird
und der Software umfasst, die ein Netzaktualisierungsprotokoll implementiert,
das die Erfindung verkörpert.
Der NUP-Agent handhabt das Empfangen und die Verteilung von NUP-Protokoll-Mitteilungen. Der NUP-Agent
ermöglicht
einem Systembenutzer, den NUP-Agenten 22 über eine
Befehlszeile oder eine andere Benutzerschnittstelle zu konfigurieren
und zu informieren, um das Netzelement-Firmware-Bild rundzusenden.
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Eine
Aktualisierung wird durchgeführt,
indem zunächst
eine erste Quelle, Netzelement (NE) 10, unter Verwendung
des Notebooks 14 oder der Elementsteuerung 12 aktualisiert
wird, wie in Bezug auf 1 beschrieben. Der Vorgang ist
mit bekannten Techniken identisch. Wenn diese Aktualisierung abgeschlossen
ist, weist der Benutzer den ersten, aktualisierten NUP-Agenten 22 an,
den Verteilungsvorgang zu starten. Diese Anweisung kann zu einem
beliebigen Zeitpunkt, nachdem der Quellen-NUP-Agent 22 aktualisiert
wurde, erfolgen.
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Den
NUP-Agenten 22 in jedem NE 10 kann eine Reihe
Zustände
zugeteilt sein, einschließlich „listen" (Zuhören), „receive" (Empfangen) und „broadcast
only" (Nur rundsenden).
Um eine Aktualisierung zu verteilen, die an dem Quellen-NUP-Agenten 22 empfangen
wurde, wechselt der Quellen-NUP- Agent 22 in
den Zustand „broadcast
only" und sendet
eine Benachrichtigungsmitteilung aus, die seine benachbarten NEs
darüber
informiert, dass in Kürze
eine Firmware-Aktualisierung erfolgen wird. Die Benachrichtigungsmitteilung
beinhaltet einen Kopf mit Adressierung, die die Marke und das Modell
und die Version von Ausrüstungen
bezeichnet, die die folgenden Mitteilungen annehmen sollten. Ziel-NEs,
die dieser Adressierung entsprechen, wechseln von einem Zustand „listen", bei dem es sich
um den Standardzustand handelt, in einen Zustand „receive". NEs, die dieser
nicht entsprechen, bleiben im Zustand „listen".
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Nach
Benachrichtigung sendet der Quellen-NUP-Agent 22 die Firmware-Bilder,
die in der Benachrichtigung aufgelistet sind, unter Verwendung der
vom NUP heruntergeladenen Mitteilungen rund. Diese Mitteilung ist
zu einer IS-IS-Verbindungszustand-Paketmitteilung
analog.
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Ein
beliebiger NUP-Agent 22 im Zustand „receive" wird die heruntergeladenen Firmware-Bilder
in ihren Speichern 18 speichern.
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Wenn
ein NE 10 den Firmware-Bestand aufweist, der in der Benachrichtigungsmitteilung
festgesetzt ist, muss das NE angewiesen werden, auf die neue Firmware
zu wechseln. Dies kann auf zweierlei Art vorgenommen werden. Die
erste besteht darin, die Anweisung in der Benachrichtigungsmitteilung
zu haben, und die zweite setzt eine separate Anwendungsmitteilung
ein. Der erstere Ansatz wendet die neue Firmware an, sobald die
gesamte Firmware heruntergeladen wurde. Der zweite ermöglicht,
dass der Wechsel auf einen späteren
Zeitpunkt verschoben wird. Dies wird mittels eines Flags „applystate" (Zustand anwenden)
erzielt, das von dem NUP-Agenten 22 auf „pending" (Schwebend) gesetzt
wird.
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Sobald
ein Download abgeschlossen wurde, ob angewendet oder nicht, kehrt
der NUP-Agent 22 in den Zustand „listen" zurück.
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Während Perioden
von NUP-Mitteilungsaktivität
gibt der NUP-Agent
von NEs eine Bestandsmitteilung an seine benachbarten NEs aus. Dies
kann darauf hinweisen, dass Firmware fehlt. Dies kann beispielsweise auftreten,
wenn ein Download auf ein NE nicht möglich war, beispielsweise wenn
er sich nicht in einem Zustand „receive" befand, als die Originalbestandsmitteilung
gesendet wurde. Diese Mitteilung ist zu einer IS-IS-Sequenznummer-Paketmitteilung
analog. Bei Erfassung fehlender Firmware wird ein NE derselben Marke/desselben
Modells und derselben Version eine Download-Mitteilung mit der fehlenden
Firmware an den NE senden.
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In
einigen Netzszenarios werden Inseln spezifischer Netzelementarten
existieren, die durch NEs anderer Arten getrennt sind. Dies könnte implizieren,
dass Inseln derselben Art Bestandsmitteilungen an und von entfernten
Inseln nicht senden und empfangen können. Dies ist nicht der Fall.
Wie zuvor spezifiziert, wird jede empfangene Mitteilung, die nicht
für sich
selbst ist, an das benachbarte Netzelement weitergeleitet und wird schließlich von
einem NE derselben Art empfangen oder an den End-NEs vergeht. Nach
Empfang durch die entfernte Insel derselben Art kann eine Antwort
gesendet und etwaige fehlende Firmware auf den NE, der die Anforderung
sendete, heruntergeladen werden.
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3 zeigt
den Mitteilungsablauf in dem beschriebenen Vorgang. Die Figur zeigt
Mitteilungen, die von einem Quellennetzelement an ein benachbartes
Netzelement und von diesem Netzelement an ein weiteres Netzelement,
das zu dem zweiten, benachbarten Netzelement benachbart ist, gesendet
wurden. Die Figur ist des besseren Verständnisses halber von einem echten
Fall in hohem Maße
vereinfacht, da jedes Netzelement Mitteilungen an mehr als ein anderes
Element senden wird, um sie durch das Netz rundzusenden.
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Folglich
sendet in 3 das Quellen-NE eine Mitteilung „send notify" (Benachrichtigung
senden) 24, die durch das Netz von Netzelementen gesendet
wird. Auf diese folgt eine Reihe Software-Download-Mitteilungen,
die als „S/W-Download-Mitteilung
1" bis „S/W-Download-Mitteilung
n", 26a bis 26n,
gezeigt sind. Diese Software-Download-Mitteilungen werden bis zum
Abschluss an alle Netzelemente verteilt.
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Periodisch
wird ein Netzelement, hier das mittlere der drei gezeigten, eine
Bestandsmitteilung 28 an benachbarte Netzelemente aussenden.
Der Bestand spezifiziert, welche Bilder von den benachbarten Netzelementen
empfangen werden sollten. In dem gegebenen Beispiel wird dem Quellen-NE
die Bestandsmitteilung gesendet, wird jedoch als das Ursprungselement
nichts von dem mittleren Element empfangen haben und muss keine
Bestandsmitteilung senden. Das andere benachbarte Element, als benachbartes
NE identifiziert, sendet jedoch seine eigene Bestandsmitteilung 28,
aus der das mittlere NE bestimmt, dass die Bilder in S/W-Download-Mitteilung fehlen.
Das mittlere Netzelement überträgt die fehlenden
Bilder 26b erneut an das benachbarte NE. Eine weitere Bestandsmitteilung 30,
die von dem benachbarten NE an das mittlere NE gesendet wurde, informiert
darüber,
dass das benachbarte NE alle erforderlichen Bilder empfangen hat.
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Schließlich, wenn
die Software-Aktualisierung, die durch das Netz gesendet wurde,
angewendet werden soll, wird eine Anwendungsmitteilung 32 von
dem Quellen-NE an das benachbarte NE und weiter an das nächste benachbarte
NE' und somit durch
das Netz gesendet.
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Der
folgende Pseudocode erläutert
den Betrieb der NUP-Agenten.
Um die Deutlichkeit zu verbessern, wurde ein Teil der Ausnahmenbehandlung
weggelassen.
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Nun
wird die Struktur der Firmware beschrieben. Einige aktuelle Firmwarewiederherstellungsmechanismen
liefern ein Bild, das die gesamte Firmware für das Netzelement enthält. Dieses
kann mehrere Megabyte enthalten und wird von der zugrunde liegenden
Anwendung und den Transportmechanismen segmentiert.
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Die
NUP-Agenten wirken auf das Einzelbild ein, um es in konstituierende
Teilbilder aufzubrechen. Dies können
beispielsweise ein Bild für
eine Traffic-Card, ein Bild für
eine Switch-Card usw. beinhalten. Diese Teilbilder können von
dem Transportmechanismus weiter segmentiert werden. Ein Segment
enthält
jedoch jetzt nur Firmware für
nur eine Art von Karte. Infolgedessen kann der Ziel-NUP-Agent dahingehend
selektiv sein, welche Bilder auszuwählen und in dem Speicher des
Netzelements zu speichern sind. Die Bestimmung, welche Bilder auszuwählen und
zu speichern sind, wird von dem NUP-Agenten vorgenommen, indem er
die Liste von Dateien und Versionen in der Benachrichtigungsmitteilung
mit dem gegenwärtigen
Bestand des NE vergleicht. Dieser Ansatz hat den Vorteil, dass ein
Netzelement nur Firmware speichert, die es aktualisieren muss, wodurch
die Verarbeitungslast auf dem NE reduziert wird.
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In
einem großen
Netz, wie einem Telekommunikationsnetz, ist es zwingend, dass Firmware-Aktualisierungen
auf Netzelementen eine hohe Zuverlässigkeit aufweisen, um einen
Dienstausfall zu verhindern. Dies kann vorgenommen werden, indem
jede Mitteilung bestätigt
wird, oder auf eine beliebige andere Weise. Ein Bestätigen jeder
Mitteilung ist unerwünscht
und wirkt sich stark auf das Netz aus. Es erhöht auch die Download-Zeit.
Anstelle des Bestätigens
von Mitteilungen werden Bestandsmitteilungen ausgesendet, wie in
Bezug auf 3 beschrieben. Die Bestandsmitteilungen
enthalten eine Liste aller Firmware-Bilder in einem Spei cher des
Netzelements. Das Ziel-NE, das die Bestandsmitteilung empfängt, vergleicht
den empfangenen Bestand mit seinen eigenen Auflistungen und wenn
es erfasst, dass etwaige Firmware fehlt oder beispielsweise eine frühere Versionsnummer
vorliegt, wird es die fehlenden Bilder unter Verwendung einer NUP-Download-Mitteilung
an die Quelle der Bestandsmitteilung senden.
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Das
Verfahren und das System, die die Erfindung verkörpern, wurden im Hinblick auf
die Firmware-Aktualisierungen beschrieben, die an alle adäquaten Netzelemente
gesendet werden. Es wird einige Ausnahmen geben. Wenn zum Beispiel
ein Netzelement von der korrekten Art ist, jedoch bereits die korrekte
Version der Firmware hat, die aktualisiert wird, wird dieses NE
im Zustand „listen" bleiben, wenn es
eine Benachrichtigungsmitteilung empfängt. Folglich untersucht es
die Aktualisierungsdetails in der Benachrichtigungsmitteilung, bestimmt,
dass es bereits jene Firmware hat, und wechselt nicht in den Zustand „receive".
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Wenn
ein NE der korrekten Art von einem anderen Benutzer, einem Craft-Terminal
oder einer Elementsteuerung verwendet wird, wird es die Aktualisierung
empfangen und speichern, es wird sie jedoch nicht anwenden, bis
sie von ihrem aktuellen Verwendungszweck freigegeben wird.
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Ein
NE, das sich bereits in einem Zustand „receive" oder „broadcast only" befindet, wird eine
neue Download-Anforderung nicht annehmen, bis der gegenwärtige Job
abgeschlossen ist.
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Ein
NE in einem Stilllegungszustand wird keine Downloads annehmen.
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Die
vorstehende Beschreibung geht davon aus, dass das Netz ausreichend
Kapazität
zum Durchführen
der Aktualisierungen aufweist. Wenn das Netz verstopft ist, werden
die Mitteilungen in eine Warteschlange gestellt, bis zu einem Zeitpunkt,
an dem sie zu den benachbarten NEs weitergeleitet werden können.
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Der
Systembenutzer kann den Bestand eines beliebigen Netzelements bestimmen,
indem er sich dieses Netzelement über eine Elementsteuerung oder
ein anderes Diagnosewerkzeug, das mit dem Netz oder einem spezifischen
Netzelement verbunden ist, ansieht.
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Das
Netzaktualisierungsprotokoll umfasst vier Hauptteile: Benachrichtigung,
Bestand, Download und Anwendung. Diese werden der Reihe nach beschrieben.
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BENACHRICHTIGUNG
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Die
Benachrichtigungsmitteilung wird über das Netz gesendet, um die
NEs der in der Mitteilung definierten Art anzuweisen, in einen Firmware-Download-Wartezustand
einzutreten. NEs, die nicht von der relevanten Art sind, treten
nicht in diesen Zustand ein und bleiben in einem Zustand „listen" für weitere
Benachrichtigungsmitteilungen.
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Die
Struktur der Benachrichtigungsmitteilung ist wie folgt:
| Kopf – | NE-Art |
| | Jobkennung |
| | Mitteilungslänge |
| | Prüfsumme |
| | |
| Nutzlast – | Assoziative
Wertepaare von Firmware bzw. |
| | Version. |
| | Flag „apply
immediately" (Sofort
anwenden). |
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Die
Mitteilung enthält
außerdem
eine Jobkennung, um eine Störung
durch andere, gleichzeitig ablaufende Downloads zu verhindern. Ein „Apply
immediately"-Flag
wird dazu verwen det, die NEs anzuweisen, die Aktualisierung anzuwenden,
sobald sie vollständig
empfangen wurde. Wenn dieses Flag gesetzt ist, wird jegliche folgende
Anwendungsmitteilung ignoriert.
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BESTAND
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Eine
Bestandsmitteilung wird von einem Netzelement an seine Nachbarn
rundgesendet, um seinen Firmware-Bestand anzuzeigen. Die Struktur
der Mitteilung ist wie folgt:
| Kopf – | NE-Art |
| | Jobkennung |
| | Mitteilungslänge |
| | Prüfsumme |
| | |
| Nutzlast – | Assoziative
Wertepaare von Firmware bzw. |
| | Version. |
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DOWNLOAD
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Diese
Mitteilung enthält
das eigentliche Firmware-Bild, das herunterzuladen ist. Die Struktur
der Mitteilung ist wie folgt:
| Kopf – | NE-Art |
| | Jobkennung |
| | Mitteilungslänge |
| | Prüfsumme |
| | |
| Nutzlast – | Firmware-Bild,
binär für eine logische |
| | Entität. |
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ANWENDUNG
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Diese
Mitteilung weist die NEs an, die neue Software anzuwenden. Sie ist
nicht erforderlich, wenn das „Apply immediately"-Flag in der Benachrichtigungsmitteilung
gesetzt ist. Die Anwendungsmitteilung kann sofort nach der letzten
Download-Mitteilung oder zu einem späteren Zeitpunkt nach einem
von einem Benutzer hervorgerufenen Ereignis gesendet werden. Die
Struktur der Mitteilung ist wie folgt:
| Kopf – | NE-Art |
| | Jobkennung |
| | Mitteilungslänge |
| | Prüfsumme |
| | |
| Nutzlast – | Assoziative
Wertepaare von Software bzw. |
| | Version |
| | Effektive
Zeit (nur für
verschobene Anwen |
| | dung). |
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Der
Empfang dieser Mitteilung erzeugt einen Alarm, um die Tatsache zu
protokollieren, dass die Firmware sich geändert hat. Wenn das „Apply
immediately"-Flag
in der Benachrichtigungsmitteilung gesetzt wurde, ist diese Mitteilung
nicht erforderlich und wird bei Sendung ignoriert. Sie kann auch
ein Ereignis hervorrufen, das an das NE gesendet wird, von dem aus
die globale Anwendung initiiert wurde.
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Man
wird zu schätzen
wissen, dass die beschriebene Ausführungsform der Erfindung sehr
von Vorteil ist und ermöglicht,
die zum Aktualisieren eines Netzes benötigte Zeit von mehreren Monaten
auf einige wenige Stunden zu reduzieren. Dies ermöglicht das
Schaffen großer
Kosteneinsparungen und das Vornehmen häufiger Aktualisierungen, was
den Netzbetrieb optimieren kann. Zuvor wurden aufgrund der Kosten
und der Schwierigkeit des Aktualisierungsvorgangs nur die wichtigsten
und wesentlichsten Aktualisierungen vorgenommen.
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Viele
Abarten der beschriebenen Ausführungsformen
sind möglich,
ohne vom Schutzumfang der Erfindung abzuweichen, die von den hieran
angefügten
Ansprüchen
definiert wird. Obwohl die Beschreibung beispielsweise im Hinblick
auf ein SDH-Netz angeführt
wurde, ist die Erfindung nicht auf eine bestimmte Art von Netz beschränkt.