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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Einstellung des
Luftstroms im Ansaugkrümmer
eines Verbrennungsmotors. Sie bezieht sich ebenfalls auf ein System
zur Einstellung dieses Luftstroms.
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Genauer
betrifft die Erfindung ein Verfahren und ein System zur Einstellung
des Luftstroms, der in den Ansaugkrümmer eines Verbrennungsmotors
angesaugt wird, welcher mit einem Turbolader zum Aufladen des Motors
mit Luft ausgestattet ist, der von Abgasen des Motors angetrieben
wird.
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Eine
besonders interessante Anwendung eines solchen Verfahrens und eines
solchen Systems ist die Einstellung des Luftstroms im Ansaugkrümmer eines
Kraftfahrzeug-Verbrennungsmotors vom Typ Diesel.
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Die
Kraftfahrzeuge, und insbesondere die Dieselkraftfahrzeuge, sind
sehr oft mit einem Turbolader zum Aufladen des Motors mit Luft ausgestattet, der
dazu bestimmt ist, die in die Zylinder angesaugte Luftmenge zu erhöhen. Dieser
Turbolader besteht allgemein aus einer Turbine, die am Ausgang des Auspuffkrümmers des
Motors angeordnet ist und von den Abgasen angetrieben wird, und
aus einem zum Beispiel auf die gleiche Achse wie die Turbine montierten
Kompressor, der eine Verdichtung der Luft gewährleistet, die in den Ansaugkrümmer eintritt.
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In
diesem Fall ist der Turbolader einem Einstellorgan der Leistung
der Abgase zugeordnet, das dazu bestimmt ist, den im Krümmer herrschenden Druck
um einen Sollwert herum zu regulieren, der zum Beispiel durch einen
vorhergehenden Lernvorgang in Abhängigkeit von der Drehzahl des
Motors und vom Kraftstoffdurchsatz erarbeitet wird. Dieses Einstellorgan
kann aus einer Wastegate-Klappe oder aus Rippen bestehen, im Fall eines
Turboladers mit variabler Geometrie.
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Außerdem werden
heute üblicherweise
die Dieselmotoren mit einem Partikelfilter ausgestattet, der auf
die Auspuffleitung des Motors montiert wird, um die Menge an in
die Atmosphäre
ausgestoßenen Partikeln
zu minimieren.
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Diese
Filter bestehen üblicherweise
aus einer Einheit von Mikrokanälen,
in denen ein großer Teil
der Partikel zurückgehalten
wird.
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Wenn
der Filter voll ist, muss eine Regenerierungsphase durchgeführt werden,
die hauptsächlich
darin besteht, den Filter zu leeren, indem die Partikel verbrannt
werden. Diese Regenerierung kann entweder durch eine für diesen
Zweck vorgesehene Heizvorrichtung oder durch das Vorsehen von Betriebsphasen
des Motors gemäß spezifischen
Parametern erhalten werden.
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Da
der Partikelfilter in der Auspuffleitung hinter dem Turbolader angeordnet
wird, erzeugt das Einfügen
einer solchen Vorrichtung einen Druckanstieg hinter der Turbine
des Turboladers.
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Dieser
Druckanstieg, der umso größer ist, wenn
der Filter mit Partikeln geladen ist, äußert sich in einer Verringerung
des Expansionsverhältnis
des Turboladers, durch eine Reduzierung der von den Abgasen an die
Turbine gelieferten Leistung und durch eine daraus folgende Verringerung
der Leistungsfähigkeit
des Motors.
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Um über den
gleichen Pegel der Leistungsfähigkeit
zu verfügen,
ist es notwendig, das Expansionsverhältnis im Wesentlichen konstant
zu halten. Dies geschieht allgemein durch Erhöhen des Drucks vor der Turbine.
Diese Druckerhöhung
wird allgemein durch Einwirken auf das Einstellorgan erhalten. In dem
Fall, in dem der Turbolader einer Wastegate-Klappe zugeordnet ist,
wird dieser Vorgang durch Schließen der Klappe durchgeführt.
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Die
Erhöhung
des Drucks hinter dem Turbolader, die sich durch eine Verringerung
des im Ansaugkrümmer
herrschenden Drucks äußert, wird dann
von der Zentraleinheit durch eine Erhöhung des Drucks vor der Turbine
kompensiert.
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Man
versteht, dass eine solche Technik es ermöglicht, den Druck der in den
Ansaugkrümmer des
Motors angesaugten Luft relativ wirksam zu regulieren.
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Sie
hat aber einen großen
Nachteil insbesondere aufgrund der Tatsache, dass sie keine Überwachung
des Drucks vor der Turbine vorsieht.
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Ein
zu großer
Druckanstieg vor der Turbine des Turboladers kann nämlich Fehlfunktionen
innerhalb dieses letzteren erzeugen und insbesondere Dichtheitsfehler
bewirken. Er kann auch ein erneutes Öffnen der Ansaugventile und
Leckventile im Luftladekreislauf hervorrufen.
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Aus
der Druckschrift
WO 97/45633 ist
ebenfalls ein Verfahren zur Steuerung eines Turboladers gemäß dem ersten
Teil des Anspruchs 1 (und 12) bekannt, bei dem Steuersignale erarbeitet
werden, um den Druck in den Ansaug- und Auspuffkrümmern und die
Drehgeschwindigkeit des Turboladers zu regulieren.
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Es
ist also das Ziel der Erfindung, die Nachteile des Stands der Technik
zu beseitigen und ein Verfahren und ein System zur Einstellung des
Luftstroms im Ansaugkrümmer
eines Verbrennungsmotors anzugeben, das es ermöglicht, den Druck vor der Turbine
des Turboladers zu begrenzen, um jede Beschädigung dieses letzteren zu
vermeiden.
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So
wird erfindungsgemäß ein Verfahren
zur Einstellung des Luftstroms im Ansaugkrümmer eines Verbrennungsmotors
eines Kraftfahrzeugs vorgeschlagen, das mit einem Turbolader zum
Aufladen des Motors mit Luft ausgestattet ist, der von den Abgasen
des Motors angetrieben wird, das die Messung des im Ansaugkrümmer herrschenden
Drucks und die Steuerung eines Einstellorgans der Leistung der Abgase
aufweist, um den im Krümmer
herrschenden Druck um einen ersten Drucksollwert herum zu regulieren.
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Gemäß einem
Aspekt dieses Verfahrens wird der stromaufwärts vor der Turbine des Turboladers
herrschende Druck gemessen, unter Berücksichtigung der Strömungsrichtung
der Gase in diesem letzteren, und das Einstellorgan wird so gesteuert,
dass der Wert des Drucks stromaufwärts vor der Turbine des Turboladers
um einen zweiten Drucksollwert herum reguliert wird, der einem stromaufwärts vor
der Turbine des Turboladers erlaubten maximalen Druckwert entspricht.
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Gemäß einem
Aspekt dieses Verfahrens wird ein Aktivierungs- und Deaktivierungssignal
der Druckregulierung stromaufwärts
vor der Turbine des Turboladers in Abhängigkeit vom Wert des Drucks
im Ansaugkrümmer
und des Drucks stromaufwärts
vor der Turbine des Turboladers und in Abhängigkeit vom ersten und vom
zweiten Schwellwert erarbeitet.
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Vorzugsweise
wird die Regulierung des Drucks stromaufwärts vor der Turbine des Turboladers
deaktiviert, wenn der Wert des Drucks im Ansaugkrümmer höher als
der oder gleich dem ersten Sollwert ist.
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Vorzugsweise
wird die Regulierung des im Ansaugkrümmer herrschenden Drucks deaktiviert, wenn
der stromaufwärts
vor der Turbine des Turboladers herrschende Druck höher ist
als der zweite Sollwert.
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Gemäß einer
anderen Anwendungsform wird die Regulierung des im Ansaugkrümmer herrschenden
Drucks mittels einer Regelschleife durchgeführt, die am Eingang den ersten
Sollwert und das Messsignal des im Ansaugkrümmer herrschenden Drucks empfängt und
am Ausgang ein Steuersignal des Einstellorgans liefert, und Schaltmittel,
die am Eingang der Regelschleife angeordnet sind, werden so gesteuert,
dass am Eingang der Regelschleife einerseits das eine oder das andere
der Druckmesssignale, das Messsignal des Drucks stromaufwärts vor der
Turbine des Turboladers, oder das Messsignal des Drucks im Krümmer, und
andererseits der eine oder der andere des ersten und des zweiten
Sollwerts in Abhängigkeit
vom Wert des Aktivierungs- und
Deaktivierungssignals der Regulierung des Drucks stromaufwärts vor
der Turbine des Turboladers vorliegen.
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Der
zweite Sollwert kann ausgehend von einem Sollwert im Übergangsbetrieb
und von einem Sollwert im Dauerbetrieb niedriger als der Sollwert
im Übergangsbetrieb
erarbeitet werden, und der zweite Sollwert wird auf einen Wert gleich
dem Sollwert im Übergangsbetrieb
positioniert bei einem Übergang des
Aktivierungs- und Deaktivierungssignals der Regulierung des Drucks
stromaufwärts
vor der Turbine des Turboladers, der die Tendenz hat, diese Regulierung
zu aktivieren, und wird auf einen Wert gleich dem Sollwert im Dauerzustand
positioniert bei Ablauf einer vorbestimmten Zeitperiode.
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Gemäß einem
anderen Merkmal dieses Verfahrens wird die Aktivierung der Regulierung
des Drucks stromaufwärts
vor der Turbine des Turboladers bei Ablauf einer vorbestimmten Zeitperiode nach
dem Auftreten eines Übergangs
des Aktivierungs- und Deaktivierungssignals durchgeführt, der die
Tendenz hat, diese Regulierung zu aktivieren.
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Gemäß einer
anderen vorteilhaften Anwendungsform wird der im Ansaugkrümmer herrschende Druck
im Fall einer Betriebsstörung
von Messmitteln des Drucks im Ansaugkrümmer ausgehend von der Regulierung
des Drucks stromaufwärts
vor der Turbine des Turboladers reguliert.
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Im
Fall einer Betriebsstörung
der Messmittel wird der zweite Drucksollwert vorteilhafterweise
in Abhängigkeit
vom Betriebszustand des Motors und dessen Kraftstoffverbrauch erarbeitet.
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Eine
andere Anwendungsform sieht die Überwachung
der Aktivierungsdauer der Regulierung des Drucks vor der Turbine
des Turboladers vor. Im Fall der Aktivierung dieser Druckregulierung
während
einer Dauer länger
als ein Schwellwert wird eine Regenerierung eines die Auspuffleitung
des Motors bestückenden
Partikelfilters hervorgerufen.
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Gemäß einem
anderen Merkmal des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die Dauer
der Regulierung überwacht,
indem das Ausgangssignal einer Ausführungsschaltung einer Integralfunktion,
die im Fall der Aktivierung der Regulierung aktiviert wird, mit dem
Schwellwert verglichen wird.
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In
diesem Fall moduliert man vorzugsweise den Wert von Proportionalitätsfaktoren
und Integralfaktoren der Ausführungsschaltung
der Integralfunktion in Abhängigkeit
von der Differenz zwischen dem stromaufwärts vor der Turbine des Turboladers
herrschenden Druck und dem zweiten Sollwert.
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Erfindungsgemäß wird ebenfalls
ein System zur Einstellung des Luftstroms in dem Ansaugkrümmer eines
Verbrennungsmotors vorgeschlagen, der mit einem Turbolader zum Aufladen
des Motors mit Luft, der von den Abgasen angetrieben wird, und mit einer
mit einem Partikelfilter versehenen Auspuffleitung ausgestattet
ist, das Messmittel des im Ansaugkrümmer herrschenden Drucks und
ein Einstellorgan der Leistung der Abgase aufweist, die mit einer
Zentraleinheit verbunden sind, die eine Regelschleife aufweist,
die das Einstellorgan so steuert, dass der im Ansaugkrümmer herrschende
Druck um einen ersten Sollwert herum reguliert wird.
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Gemäß einem
Aspekt dieses Systems weist letzteres außerdem Mittel zum Messen des
stromaufwärts
vor der Turbine des Turboladers herrschenden Drucks und Regulierungsmittel
auf, die das Einstellorgan so steuern, dass der Druck stromaufwärts vor dem
Turbolader um einen zweiten Sollwert herum reguliert wird.
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Gemäß einem
Aspekt dieses Systems werden die Regulierungsmittel ausgehend von
der Regelschleife geformt, und es weist Schaltmittel auf, um am
Eingang dieser Regelschleife einerseits das eine oder das andere
der Druckmesssignale, das Messsignal des Drucks stromaufwärts vor
der Turbine des Turboladers oder das Messsignal des Drucks im Krümmer, und
andererseits den einen oder den anderen des ersten und des zweiten
Schwellwerts anzugeben.
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Weitere
Ziele und Vorteile der Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung
hervor, die nur als Beispiel dient und unter Bezug auf die beiliegenden
Zeichnungen erfolgt. Es zeigen:
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1 schematisch
den Aufbau eines Verbrennungsmotors vom Typ Diesel eines Kraftfahrzeugs,
das mit einem Einstellsystem gemäß der Erfindung
ausgestattet ist;
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2 ein
Funktionsschaltbild eines Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen Einstellsystems;
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3 Kurven,
die die Regulierungsstrategie des Luftstroms im Ansaugkrümmer des
Motors veranschaulichen;
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4 Kurven,
die die Erarbeitungsstrategie des zweiten Drucksollwerts veranschaulichen;
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5 ein
Funktionsschaltbild, das ein Erarbeitungsbeispiel des zweiten Sollwerts
im Fall einer Betriebsstörung
des Drucksensors im Ansaugkrümmer
zeigt;
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6 ein
Funktionsschaltbild, das die Regenerierungsprozedur des Partikelfilters
veranschaulicht; und
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die 7a bis 7d Kurven,
die die Veränderung
in Abhängigkeit
von der Zeit von Signalen veranschaulicht, die aus dem Schaltbild
der 6 entnommen werden.
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In 1 sind
schematisch der allgemeine Aufbau eines Verbrennungsmotors 10 eines
Kraftfahrzeugs vom Typ Diesel sowie sein Frischluft-Ansaugkrümmer und
sein Auspuffkrümmer
gezeigt.
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Wie
man in dieser Figur sieht, weist die Frischlufteinlassleitung in
den Motor 10 hauptsächlich
einen Luftfilter 12 auf, der über einen Turbolader 14 und
geeignete Leitungen 16 den Ansaugkrümmer 18 des Motors 10 speist.
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Was
den Auspuffkrümmer 20 betrifft,
so sammelt dieser die von der Verbrennung stammenden Abgase und
führt sie
mittels des Turboladers 14 und eines Partikelfilters 22 nach
außen
ab, der dazu bestimmt ist, die Menge von Partikeln, insbesondere Ruß, zu reduzieren,
die in die Umgebung ausgestoßen
werden.
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Ein
optionaler Wärmetauscher 24,
der die Frischluftzufuhrleitung 16 des Ansaugkrümmers 18 bestückt, ist
in Wärmetauschverbindung
mit den Abgasen angeordnet, um eine Teil der von diesen letzteren
transportierten Kalorien aufzufangen.
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Der
Turbolader 14 weist hauptsächlich eine Turbine 26,
die von den Abgasen angetrieben wird, und einen Kompressor 28 auf,
der auf die gleiche Achse wie die Turbine montiert ist und eine
Verdichtung der vom Luftfilter 12 verteilten Luft mit dem
Ziel gewährleistet,
die in die Zylinder des Motors angesaugte Luftmenge zu erhöhen.
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Außerdem ist
der Motor 10 einem Rückführungskreislauf 30 der
Abgase zugeordnet, der dazu dient, einen Teil dieser Gase wieder
in den Ansaugkrümmer 18 einzuspritzen,
um insbesondere die Menge an erzeugtem Stickstoffoxid zu begrenzen und
gleichzeitig die Bildung von Rauch in den Abgasen zu vermeiden.
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Dieser
Kreislauf 30 weist hauptsächlich ein Elektroventil 32 auf,
das zwischen dem Turbolader 14 und dem Ansaugkrümmer 18 angeordnet
ist und einen Teil der Abgase sammelt, die vom Auspuffkrümmer 20 stammen.
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Außerdem fängt eine
Zentraleinheit mit dem Bezugszeichen 34 Messsignale Pcol und Pavt des
im Ansaugkrümmer
bzw. vor der Turbine 26 des Turboladers herrschenden Drucks
auf, die von zu diesem Zweck vorgesehenen geeigneten Messwertsensoren (nicht
dargestellt) geliefert werden. Sie wirkt auf das Einstellventil 32 und
auf ein Einstellorgan der Leistung der Abgase 35 ein, das
zum Beispiel aus einer geeigneten Wastegate-Klappe besteht, um den
Wert des im Ansaugkrümmer 18 und
vor der Turbine 26 des Turboladers 14 herrschenden
Drucks um jeweilige Sollwerte herum zu regulieren.
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Genauer
enthält
die Zentraleinheit 34 eine Druckregulierungsstüfe 36,
die am Eingang die Druckmesssignale Pcol und
Pavt empfängt, eine erste Stufe 38 der
Erarbeitung eines ersten Sollwerts entsprechend einem maximal erlaubten
Druckwert für den
Ansaugkrümmer 18,
sowie eine zweite Stufe 40 der Erarbeitung eines zweiten
Drucksollwerts, der einem maximal erlaubten Druckwert vor der Turbine 26 des
Turboladers 14 entspricht.
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Die
Regulierungsstufe 36 sowie die erste Stufe 38 der
Erarbeitung des ersten Sollwerts dienen zusammen dazu, den Wert
des Drucks der in den Ansaugkrümmer 18 angesaugten
Luft durch Einwirkung auf die Wastegate-Klappe 35 so zu regulieren,
dass die erforderlichen Leistungen erhalten werden und dass die
Menge an erzeugtem Stickstoffoxid begrenzt wird, wobei gleichzeitig
die Menge an in den Abgasen erzeugtem Rauch begrenzt wird.
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Die
Regulierungsstufe 36 gewährleistet ebenfalls zusammen
mit der zweiten Stufe 40 der Erarbeitung des zweiten Sollwerts
eine Regulierung des vor der Turbine 26 des Turboladers
herrschenden Drucks durch Einwirkung auf die Wastegate-Klappe 35,
um zu verhindern, dass er unter der Wirkung einer erhöhten Ladung
an Partikeln im Partikelfilter 22 über einen Wert ansteigt, ab
dem Lecks im Turbolader 14 und insbesondere in der Turbine 26 auftreten
könnten.
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Die
Regulierung des Drucks vor der Turbine 26 des Turboladers
ist prioritär.
Daher, und wie man es versteht, wird die Begrenzung des Drucks vor
der Turbine, die dazu bestimmt ist, den Turbolader 14 zu schützen, zu
Lasten der Druckregulierung im Krümmer 18 durchgeführt.
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Nun
wird unter Bezug auf 2 der Aufbau der Stufen 36, 38 und 40 beschrieben,
die Bestandteil der Zentraleinheit 34 sind.
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Es
ist anzumerken, dass die Hauptelemente, die Bestandteile dieser
Stufen sind, in Form von Hardware- oder Softwareeinrichtungen in Form
von Codezeilen hergestellt werden können, die in Speichereinrichtungen
gespeichert sind, die in der Zentraleinheit 34 vorhanden
sind.
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Was
die erste Stufe 38 der Erarbeitung des ersten Drucksollwerts
betrifft, so ist zum Beispiel anzumerken, dass diese Stufe aus einer
Speicherzone mit zwei Eingängen
besteht, in die Daten geladen werden, die durch vorheriges Lernen
erhalten werden, bestehend aus einer Einheit von Drucksollwerten
CONS1, die je einer Betriebsdrehzahl des
Motors und einem Kraftstoffverbrauchpegel entsprechen.
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Was
die zweite Stufe 40 der Erarbeitung des zweiten Sollwerts
betrifft, besteht diese ebenfalls aus einer Speicherzone, in die
ein Sollwert CONS2 geladen wird, der einem
maximalen Druckwert entspricht, ausgehend von dem Betriebsstörungen innerhalb des
Turboladers 14 auftreten können.
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Dieser
Sollwert CONS2 wird vorzugsweise durch einen
Sollwert CONS2t, der einem Sollwert im Übergangszustand
entspricht, und durch einen Sollwert CONS2p,
der einem Sollwert im Dauerzustand entspricht, da insbesondere während Beschleunigungsphasen
die Turbine zeitweise einen höheren Druckpegel
aushalten kann, sowie durch andere Daten vervollständigt, die
zur Erarbeitung des zweiten Sollwerts dienen, wie dies nachfolgend
beschrieben wird.
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Wie
man in 2 sieht, weist die Stufe 36 der Druckregulierung
hauptsächlich
eine eigentliche Regulierungsschaltung 42 vom klassischen
Typ auf, die zum Beispiel wie im dargestellten Ausführungsbeispiel
aus einem Regler vom Typ proportional-integralabgeleitet besteht.
In diesem Fall weist sie einen ersten Teil 44 der Regulierung
vom Typ proportional-integral
und einen zweiten Teil 46 der Regulierung vom abgeleiteten
Typ auf.
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Man
könnte
aber in einer Variante einen Regler vom proportional-integralen
Typ verwenden.
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Wie üblich empfängt die
Regulierungsschaltung 42 am Eingang ein Fehlersignal E,
das von einem Komparator 48 geliefert wird, der entweder
den Vergleich zwischen dem ersten Sollwert CONS1 und dem
Messsignal Pcol des Drucks im Ansaugkrümmer, oder
den Vergleich zwischen dem zweiten Sollwert CONS2 und
dem Messsignal Pavt des Drucks vor der Turbine 26 des
Turboladers gewährleistet.
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Die
erste Stufe 38 der Erarbeitung des ersten Sollwerts CONS1 weist ebenfalls Speichermittel auf, in
die eine Einheit von Werten der Vorpositionierung der Wastegate-Klappe 35 in
Form einer Kartographie von Werten geladen wird, die durch vorheriges
Lernen in Abhängigkeit
von der Drehzahl R des Motors und vom Kraftstoffdurchsatz D erhalten
werden, ggf. kombiniert mit einem Korrekturwert, der in Abhängigkeit
von dem Druck hinter der Turbine 26 definiert wird.
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Ein
Addierer 50 addiert das vom integralen Teil 44 der
Regulierungsschaltung 42 stammende Signal und einen Wert
der Vorpositionierung der Klappe 35, der aus der ersten
Stufe 38 extrahiert wird, entsprechend einem Wert R der
Drehzahl des Motors und einem Durchsatz D an Kraftstoff.
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Ein
Schwellwertsetzungsschaltung 52 wird verwendet, um den
vom Addierer 50 stammenden Wert zu begrenzen.
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Die
Zentraleinheit 34 enthält
außerdem
eine Stufe 54 der Erarbeitung eines Signals CPAVT der Aktivierung
und Deaktivierung der Regulierung des Drucks vor der Turbine 26 des
Turboladers. Dieses Signal CPAVT wird in Abhängigkeit vom Wert des Drucks
im Ansaugkrümmer,
des Drucks vor der Turbine 26 des Turboladers und in Abhängigkeit
vom ersten und zweiten Sollwert erarbeitet.
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Dieses
Aktivierungs- und Deaktivierungssignal CPAVT steuert Umschalter 53a und 53b,
die der nichtinvertierenden Klemme und der invertierenden Klemme
des Komparators 48 zugeordnet sind, um diese letzteren
umzuschalten, entweder auf den ersten Sollwert CONS1 und
auf das Druckmesssignal im Ansaugkrümmer Pcol oder
auf den zweiten Sollwert CONS2 und auf das
Messsignal Pavt des Drucks vor der Turbine 26 des
Turboladers 14.
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In
anderen Worten, wie dies in 3 dargestellt
ist, wird das Aktivierungs- und Deaktivierungssignal auf einem hohen
Pegel positioniert, wenn das Messsignal des Drucks vor der Turbine
Pavt über
dem zweiten entsprechenden Sollwert CONS2 liegt.
Der Komparator 48 wird dann so positioniert, dass er einen
Vergleich zwischen diesem Messsignal Pavt und dem
zweiten Sollwert CONS2 durchführt.
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In
diesem Fall wird die Druckregulierung im Ansaugkrümmer deaktiviert,
wobei die Öffnung
der Wastegate-Klappe 35 in diesem Fall ausgehend von dem
Wert des Drucks reguliert wird, der vor der Turbine 26 herrscht.
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Dagegen
wird die Regulierung des Drucks vor der Turbine deaktiviert (CPAVT
= 0), wenn der im Ansaugkrümmer
herrschende Druck höher
als der oder gleich dem entsprechenden Sollwert CONS1 ist. Die
Eingänge
des Komparators 48 werden dann dementsprechend umgeschaltet.
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Zu
diesem Zweck weist die Stufe 54 der Erarbeitung des Signals
CPAVT erste Vergleichsmittel 56, die einen Vergleich zwischen
dem Messsignal Pcol des Drucks im Ansaugkrümmer und
dem entsprechenden Sollwert CONS1 durchführen, sowie
zweite Vergleichsmittel auf, die einen Vergleich zwischen dem Messsignal
Pavt des Drucks vor der Turbine und dem
entsprechenden Sollwert CONS2 durchführen, wobei
das Ergebnis dieser Vergleiche an eine Logikschaltung 60 geliefert
wird, die für
die Erarbeitung des Aktivierungs- und Deaktivierungssignals CPAVT geeignet
ist, das es ermöglicht,
das vorher beschriebene Verhalten zu erhalten.
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Verzögerungsmittel 62 sind
vorzugsweise in die Logikschaltung 60 und die zweiten Vergleichsmittel 58 eingebaut.
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Wie
vorher angegeben, wird das Ausgangssignal der Schaltung 54 der
Erarbeitung des Aktivierungs- und Deaktivierungssignals CPAVT verwendet, um
Umschalter 53a und 53b zu aktivieren, um die invertierenden
und nicht-invertierenden Klemmen des Komparators 48 umzuschalten,
entweder auf Signale entsprechend dem im Ansaugkrümmer herrschenden
Druck oder auf Signale, die dem Druck entsprechen, der vor der Turbine 26 des
Turboladers herrscht.
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Dieses
Aktivierungs- und Deaktivierungssignal CPAVT wird ebenfalls verwendet,
um einen Umschalter 68 zu steuern, der dazu bestimmt ist,
den abgeleiteten Teil 46 der Regulierungsschaltung 42 zu sperren,
und dies fakultativ, wenn die Wastegate-Klappe 35 ausgehend
von einer Regulierung des Drucks vor der Turbine 26 des
Turboladers 14 gesteuert wird.
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Schließlich wird
dieses Aktivierungs- und Deaktivierungssignal CPAVT verwendet, um
einen Umschalter 70 zu steuern, der hauptsächlich zur
Erarbeitung des zweiten Sollwerts CONS2 dient,
entweder ausgehend vom Sollwert CONS2t oder
ausgehend vom Sollwert CONS2p, die, wie
vorher angegeben, Sollwerten im Übergangsbetrieb
und im Dauerbetrieb entsprechen.
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Zu
diesem Zweck positioniert eine Auswahlschaltung 72, die
hauptsächlich
ausgehend von Logikgliedern und einer Verzögerungsschaltung erarbeitet
wird, den zweiten Sollwert CONS2 auf einem Wert
entsprechend dem Sollwert CONS2t des Drucks vor
der Turbine im Übergangsbetrieb,
sobald ein Übergang
des Aktivierungs- und Deaktivierungssignals CPAVT austritt, der
dazu tendiert, die Regulierung des Drucks vor der Turbine zu aktivieren,
und dies während
einer vorbestimmten Zeit, die ausreicht, um den Fahrer des Fahrzeugs
nicht zu benachteiligen.
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Am
Ende dieser Zeitperiode positioniert die Auswahlschaltung 72 den
zweiten Sollwert CONS2 auf einem Wert entsprechend
dem Sollwert CONS2p im Dauerbetrieb oder
stabilisierten Betrieb.
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Außerdem ist
die Zentraleinheit 34 mit Mitteln versehen, die es ermöglichen,
eine Regulierung des Drucks im Ansaugkrümmer selbst im Fall einer Betriebsstörung des
entsprechenden Messwertsensors durchzuführen, um zu verhindern, dass
der Fahrer des Fahrzeugs aufgrund einer solchen Betriebsstörung durch
einen Leistungsmangel des Motors benachteiligt wird.
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Wie
man in 5 sieht, basieren diese Mittel hauptsächlich auf
der Verwendung eines Umschalters 74, der mit dem Ausgang
des Umschalters 70 der Erarbeitung des zweiten Sollwerts
CONS2 verbunden ist.
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Dieser
Umschalter 74 wird von einem Signal DEF gesteuert, das
eine Betriebsstörung
des Druckmesssensors im Ansaugkrümmer
anzeigt. Als Reaktion bewirkt er die Erarbeitung des zweiten Sollwerts CONS2 ausgehend von einer Tabelle 75,
die in der zweiten Stufe 40 der Erarbeitung des zweiten
Sollwerts gespeichert ist und in die wie oben erwähnt eine
Einheit von Sollwerten des Drucks vor Turbine in Abhängigkeit
von der Betriebsdrehzahl R des Motors und vom Durchsatz D an Kraftstoff
geladen werden.
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Dann
erhält
man gemäß diesem
Notbetrieb einen Betriebsmodus ähnlich
einem Betriebsmodus, gemäß dem der
Luftzufuhrkreislauf des Motors keine Mittel der Druckregulierung
vor der Turbine aufweist.
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Man
versteht aber, dass es in einer Variante ebenfalls möglich ist,
die in der ersten Stufe 38 der Erarbeitung des ersten Sollwerts
CONS1 verfügbaren Sollwerte zu verwenden,
um zu verhindern, spezifische Sollwerte für einen solchen Betriebsmodus
vorzusehen.
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Schließlich, nun
unter Bezug auf die 6 und 7,
sieht man, dass das System ebenfalls Mittel enthält, die es ermöglichen,
die Regenerierung des Partikelfilters 22 zu bewirken, wenn
die Regulierung des Drucks vor Turbine zu oft beansprucht wird,
was das Vorhandensein von zu viel Partikeln im Filter 22 ausdrückt.
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Zunächst unter
Bezug auf 6 basieren diese Mittel hauptsächlich auf
der Verwendung eines Komparators 76, der einen Vergleich
zwischen dem Ausgangswert einer Ausführungsschaltung 83 einer Integralfunktion
und einem Schwellwert S durchfuhrt, der aus einer entsprechenden
Speicherzone 78 extrahiert wird, um im Fall einer Überschreitung
des Grenzwerts ein Regenerierungssignal REG zu erarbeiten.
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Zu
diesem Zweck wird ein Umschalter 80 verwendet, der von
dem Aktivierungs- und Deaktivierungssignal der Druckregulierung
CPAVT gesteuert wird und der mit der Ausführungsschaltung 83 der
Integralfunktion verbunden ist, entweder ausgehend von einem negativen Proportionalitätsfaktor
NEG, wenn die Druckregulierung vor der Turbine nicht beansprucht
wird, oder ausgehend von einem positiven Proportionalitätsfaktor
POS, wenn die Druckregulierung vor der Turbine beansprucht wird.
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Vorzugsweise,
wie in 6 zu sehen, hängt der
positive Proportionalitätsfaktor
POS, der verwendet wird, um die Ausführungsschaltung 83 der
Integralfunktion anzusteuern, von dem Fehler zwischen dem Wert des
gemessenen Drucks Pavt vor der Turbine und
dem entsprechenden Sollwert CONS2 ab, um das
von dieser Schaltung 83 gelieferte Signal gemäß einer
steilen Neigung ansteigen zu lassen, wenn die Differenz zwischen
dem Druckmesssignal Pavt vor Turbine und
dem zweiten Sollwert CONS2 wächst.
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So
kann man zum Beispiel das Ausgangssignal des Komparators 58,
der diesem Vergleich dediziert ist, verwenden, um einen Proportionalitätsfaktor POS
aus Speichermitteln 82 zu extrahieren, in die eine Einheit
von Proportionalitätsfaktoren
geladen sind, in Abhängigkeit
vom Fehler zwischen dem Messsignal Pavt und
dem zweiten Sollwert.
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Wie
in 7 zu sehen, verwendet man für die Erarbeitung
des Regenerierungssignals REG des Partikelfilters 22 vorzugsweise
einen Schwellwert S mit Hysterese, um das Regenerierungssignal REG auf
einem hohen Pegel zu positionieren, wenn das von der Schaltung 83 zur
Ausführung
der Integralfunktion gelieferte Signal einen ersten hohen Schwellwert
S1 überschreitet,
und um dieses Regenerierungssignal REG erneut auf niedrigem Pegel
zu positionieren, wenn dieses Ausgangssignal geringer wird als ein
unterer Schwellwert S2.