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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Zusammensetzung
für die
Behandlung von Haaren, und genauer auf ein Verfahren und eine Zusammensetzung
für die Änderung
der Form und/oder der Farbe des Haares.
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Die Kunst des Haarfärbens
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Haarbehandlungszusammensetzungen
werden häufig
zum Ändern
der Farbe der Haare verwendet. Die Fähigkeit des exakten Produzierens
des gewünschten
Grades der Farbänderung
ist von erster Wichtigkeit für
alle Haarfärbungstechniken.
Zum Beispiel muß die
Haarfärbungsbehandlung
in kürzest
möglicher
Zeit effektiv abgeschlossen werden, um für die Person, welche sich dieser
Prozedur unterzieht, akzeptabel zu sein; jedoch waren bisher typischer
Weise längere
Behandlungszeiten erforderlich, um die häufig gewünschten tiefen Töne der Farbe
zu erhalten. Darüber
hinaus waren viele der Inhaltsstoffe der Zusammensetzungen für das Haarfärben dafür bekannt,
daß sie
ernsthafte Haut- und/oder
Kopfhautirritationen auslösen,
insbesondere, wenn sie in Konzentrationen verwendet wurden, die
für die
maximale Farbänderung
eingestellt waren. Aus dem Blickwinkel des Haarpflegefachmanns ist
es auch sehr wünschenswert,
daß die
Behandlungsverfahren so einfach wie möglich sind; jedoch sind einstufige
Verfahren für
das Haarfärben
bisher selten und/oder verhältnismäßig unwirksam
gewesen.
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Im
Allgemeinen ist die Farbe menschlichen Haars bisher entweder durch
Bleichen, Färben
oder eine Kombination dieser Verfahren verändert worden. Säugetierfasern,
einschließlich
menschliches Haar, sind von drei Hauptbestandteilen zusammengesetzt:
Einer Oberhaut, einer Rinde und einem Knochenmark. Das Knochenmark
liegt zentral zum Haarschaft und ist von Kerstin umgeben, welcher
die Rinde bildet. Die Oberhaut besteht aus einander überlappenden
flachen Schuppen, welche die Rinde bedecken. Melanin ist der Hauptfarbstoff,
der für
die Farbe menschlichen Haars verantwortlich ist. Chemisches Bleichen
verändert
die Haarfärbung
durch das Entfernen und/oder Verändern
des Melanin. Dies wird typischer Weise durch Auftragen von sauerstofffreigebenden
Zusammensetzungen zum Haar vollendet. Vielleicht die meistgenutzte
von solchen Zusammensetzungen ist Wasserstoffperoxyd, welches normalerweise
in Form einer wässerigen
Lösung
verwendet wird. Solche Wasserstoffperoxydelösungen wirken durch Öffnen der
Verschuppungen der Oberhaut, Durchdringen und Angreifen der Keratinstruktur
und allmählichem
Aufhellen des Farbtones des Haars durch Oxydieren des Melanins.
Das „Aufhellen" des Haars nimmt
mit der Einwirkzeit und steigender Konzentration des Wasserstoffperoxyds
zu. Gemäß den früheren Bleichverfahren
aber neigen diese Bedingungen auch dazu, die Kopfhaut zu reizen
und den Haarschaft unerwünscht
zu schwächen.
Ferner führt
die Änderung
der Farbe menschlichen Haars mit Bleichmitteln alleine nicht unbedingt
zu der gewünschten
Farbe oder der Form des Haars. Vor allem führt das Bleichen von Haar mit
Oxidationsmitteln alleine oft zu Haar mit einer „ausgewaschen" Erscheinung.
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Eine
andere Methode zum Verändern
der Haarfarbe umfaßt
das Färben
des Haars. In den meisten Haarfärbeverfahren
werden künstliche
organische Mittel auf das Haar aufgetragen, um dem Haar entweder vorübergehend
oder permanent Farbe zuzufügen.
Beispiele für
einen vorübergehenden
oder semipermanenten Farbstoff umfassen zum Beispiel, Azo- und Nitroverbindungen
sowie Derivate von Naphthalin und Anthrachinon. Semipermanente Farbstoffe
sind direkte Farbstoffe und erfordern gewöhnlich kein Bleichen zum Färben des
Haars. Jedoch bleiben semipermanente Farbstoffe gewöhnlich nur
vorübergehend
auf dem Haar und werden allmählich
von nachfolgend angewendetem, gewöhnlichem Shampoo ausgewaschen.
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Permanente
Farbstoffe andererseits schließen
Oxydationenfarbstoffe, auch als Peroxydfarbstoffe bekannt, ein.
Die meisten dieser Farbstoffe schließen künstliche organische Zusammensetzungen
ein, welche gewöhnlich
eine gewisse Menge von Wasserstoffperoxyd oder einer anderen nicht
kontaminierenden Zusammensetzung erfordern, die bereitwillig Sauerstoff
für die
Entwicklung der Farbe des Haars freisetzt. Die Zusammensetzungen,
die oft als Oxydationsfarbstoffe bezeichnet werden, werden richtiger
als Zwischenfarbstoff bezeichnet, weil ihre eigentlichen Färbungseigenschaften
nur auf Oxydation beruhen. Während
eine große
Zahl von Zusammensetzungen das Potential für die Verwendung als Zwischenfarbstoff
für das
In-vivo-färben
von Haar verbessern, wurden nur wenige solcher Zusammensetzungen
in bekannten Verfahren verwendet. Zum Beispiel verbessern viele
Nitro- und Alkylverbindungen wünschenswerte
Färbungseigenschaften,
waren aber für
den Gebrauch nicht verfügbar,
weil sie dafür
gekannt sind, die Haut zu reizen. Siehe Wall, F. E, "Bleaches, Hair Colorings,
and Dye Removers," Cosmetics:
Science and Technology, Bd. 2, 2. Auflage, John Wiley & Söhne, Seite
307 (1972).
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Änderung
der Haarfarbe durch Verwendung eines Färbungsmittels alleine führt öfter zu
weniger als dem gewünschten
Ergebnis. Zum Beispiel sind die Haarfärbeverfahren nach dem Stand
der Technik dafür
gekannt, öfter
zu einem Haar zu führen,
welches eine unnatürlich „angestrichene" oder „schroffe" Erscheinung hat.
Dieses unerwünschte
Ergebnis ist bisher dadurch durch Aufhellen des Haars vor dem Färben überwunden worden,
indem das Haar einem Bleichprozeß unterzogen wurde. Jedoch
erschwert und verlängert
dieses das Färbeverfahren.
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Um
dieses zweischrittige Verfahren zu vermeiden, sind Zusammensetzungen
vorgeschlagen worden, die sowohl ein Bleichmittel als auch ein Färbungsmittel
enthalten. Diese Zusammensetzungen enthalten gewöhnlich Wasserstoffperoxyd sowohl
als Bleichmittel als auch als entwickelndes Mittel. Diese Bleichmittel-Farbstoffkombinationen
leiden an ernsten Nachteilen. Insbesondere sind für gewöhnlich exakte
Proportionen der Bestandteile erforderlich, so daß eine präzise Menge
des Sauerstoffs freigesetzt wird, um sicher zu stellen, daß das Haar
geblichen wird, während
der Farbstoff eindringt. Darüber
hinaus für
ein übermäßiges Freisetzen
des Sauerstoffs zu einem Bleichen des Farbstoffs selbst. Siehe Wall,
F. E, "Bleaches,
Hair Colorings, and Dye Removers," Cosmetics: Science and Technology,
Bd. 2, 2. Auflage, John Wiley & Söhne, Seiten 279
bis 343 (1972).
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U. S. Patent Nr. 5 560 750 offenbart
Haarfärbezusammensetzungen,
welche nicht-reduzierende Disaccharid, wie zum Beispiel Saccharose,
umfassen um die Haarfärbeigenschaften
der Farbstoffbestandteile zu verbessern und Keratinfasern im Haar
vor Schaden zu schützen.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Dementsprechend
ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Haarbehandlungszusammensetzung
und ein Haarbehandlungsverfahren zur Verfügung zu stellen, welche eine
gewünschte
Farbänderung, vorzugsweise
in relativ kurzer Zeit, hervorbringen.
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Es
ist weiterhin eine Aufgabe der Erfindung, Haarbehandlungszusammensetzungen
zur Verfügung
zu stellen, welche relativ nicht-reizend zur Haut ist.
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Darüber hinaus
ist es eine Aufgabe der Erfindung, Haarbehandlungszusammensetzungen
zur Verfügung
zu stellen, welche keine unerwünschten
Schäden
an dem Haar hervorrufen und leicht für die In-vivo-Verwendung geeignet
sind.
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Es
ist eine weitere Aufgaben von bestimmten Ausführungsbeispielen der Erfindung,
ein effektives Haarfärbeverfahren
zur Verfügung
zu stellen, welches Bleichen und Färben in einem einzigen Schritt
ermöglicht.
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Die
Anmelder haben entdeckt, daß diese
und andere Aufgaben der vorliegenden Erfindung Behandlungszusammensetzungen
und insbesondere Haarfärbezusammensetzungen
gelöst
werden, die ein Behandlungsmittel, insbesondere ein Färbemittel,
und ein reduzierendes Saccharid umfassen. Gemäß bevorzugten Ausführungsbeispielen
schließen
das reduzierende Saccharid Glucose und das Färbemittel ein, welches wenigstens
ein oxydierendes Mittel zum Bleichen des Haars und/oder Entwickeln
des Färbemittels,
sowie ein Färbemittel
zum Zufügen
von Farbe zum Haar umfaßt.
Solche Zusammensetzungen haben sich als geeignet zum Herstellen
von außergewöhnlich tiefer
und wünschenswerter
Farbe sogar ohne vorbleichen erwiesen. Darüber hinaus haben sich solche
Zusammensetzungen erstaunlicherweise als effektiv nach nur verhältnismäßig kurze Zeit
der Anwendung erwiesen, während
sie außergewöhnlich nicht-reizend
zur Haut und der Kopfhaut sind und das Haar nicht beschädigen.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren zum Verändern der
Farbe des Haars zu einem vorausbestimmten Grad zur Verfügung, welches
umfaßt:
(a), das Haar mit einer Haarfärbezusammensetzung
zu behandeln, wobei die Haarfärbezusammensetzung
ein färbendes
Mittel und ein reduzierendes Saccharid, vorzugsweise Glucose, aufweist;
(b) der Zusammensetzung zu erlauben, mit dem Haar für eine ausreichend
lange Zeit in Kontakt zu bleiben, um den vorausbestimmten Grad der
Farbenveränderung
zu erreichen; und (c) im wesentlichen entfernen der besagten Zusammensetzung
von dem Haar.
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Ferner
ist gemäß gewissen
Aspekten der vorliegenden Erfindung nun herausgefunden worden, daß die Eigenschaften
von den Haarbehandlungszusammensetzungen, welche durch die
US-Patente Nr. 4 947 878 ,
5 101 841 ,
5 415 856 ,
5 560 750 und
5 639 451 offenbart sind, durch den
Gebrauch eines reduzierenden Saccharids anstelle des in diesen Schriften
offenbarten nicht-reduzierenden Disaccharids verbessert werden können, wenn
die Zusammensetzungen stark ätzende
Bestandteile aufweisen. Das reduzierende Saccharid schützt das
Haar und die Kopfhaut vor den ätzenden
Bestandteilen, verbessert die Wirksamkeit (insbesondere in Anwendungen
in Verbindung mit dem Ändern
der Farbe des Haars), und kontrolliert unangenehmen Geruch, der
bisher mit solchen Haarpflegezusammensetzungen verbunden war.
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Bevorzugtes
reduzierendes Saccharid für
den Gebrauch in der vorliegenden Erfindung schließt Disaccharid,
wie zum Beispiel Maltose oder Laktose, und Monosaccharid, wie zum
Beispiel Glucose, ein, wobei Glucose generell bevorzugt ist.
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Detaillierte Beschreibung
der Erfindung
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I. Chemie des Haares
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Um
die Zusammensetzung und das Verfahren nach der vorliegenden Erfindung
besser zu verstehen, ist es hilfreich, den grundlegenden Aufbau
des Haars zu verstehen. Haar ist eine komplizierte organische Substanz,
welche größtenteils
aus dem Protein Kerstin besteht. Genauer ist Haar eine proteinöse Faser,
die ein Bündel
von langen einzelnen Eiweißmolekülen aufweist,
die miteinander verschlungen und in unterschiedlichen Abständen vernetzt
sind. Jedes einzelne Eiweißmolekül weist
zusammengefaßte
Aminosäuren
auf, in welchen die Säureenden
eines Moleküls
mit dem Aminoende vom Nächsten
zusammengefaßt
sind. Die Aminosäuren
sind einander ähnlich
indem sie alle eine Säuregruppe
und eine Aminogruppe enthalten, aber sie können einander in anderen Details
der Anordnung ihrer Atome unähnlich
sein. Haareiweiß enthält gewöhnlich ungefähr 5 Gew.-%
bis zu ungefähr
15 Gew.-% der Aminosäure
Zystin, welche die empirische chemische Formel C6H12N2O4S2 hat und gewöhnlich der molekularen chemischen
Formel entspricht, die unten dargestellt:
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Es
ist postuliert worden, daß Zystin
oft in faserigen Bündeln
von Keratineiweißmolekülen als
eine Brücke
zwischen angrenzenden Peptidenketten erscheint und daß es auch
oft als eine Schleife oder Brücke
zwischen zwei Abschnitten von der gleichen Peptidkette erscheinen
kann. Es wird angenommen, daß diese
Zystinbrücken
die physische Gestalt und die Konstellation des Haares beeinflussen
und zum Großteil
bestimmen. Es ist auch postuliert worden, daß Brücken zwischen angrenzenden
Peptidenketten auch durch die Ionisation der Carboxylgruppen und
der Aminogruppen auftreten können,
indem eine Salzbrücke
gebildet wird. Es wird angenommen, daß Wasserstoffbindungen ein
drittes Mittel sind, durch die eine Verbindung zwischen angrenzenden
Peptidenketten erreicht werden kann. Es wird angenommen, daß diese
zusätzlichen
Verbindungsmechanismen auch die physische Gestalt und die Konstellation
des Haars beeinflussen. Siehe Kapitel 26 des Buchs „Chemical
and Manufacture of Cosmetics" von
Mason G. Denavarre und das erste Kapitel des Buchs „The Proteins
Volume 4", dritte
Auflage, herausgegeben von Hans Nuroff und Robert L. Hill, 1979.
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II. Die Färbezusammensetzungen
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Die
vorliegenden Färbezusammensetzungen
schließen
zwei wichtige Bestandteile ein: Färbende Mittel und reduzierendes
Saccharid. Die Anmelder haben herausgefunden, daß die Einbeziehung von reduzierendem
Saccharid, und vorzugsweise Monosacharid, wie zum Beispiel Glucose,
in Zusammensetzungen gemäß der Lehre
der vorliegenden Erfindung die Zusammensetzung mit sehr wünschenswerten
und unerwarteten Eigenschaften ausstattet. Vor allem hat sich gezeigt,
daß die
vorliegenden Zusammensetzungen nicht-schädigend zum Haar im Vergleich
zu früheren
Produkten sind. Darüber
hinaus hat sich gezeigt, daß die Zusammensetzungen,
wenn sie in Haarfärbe-Gleichungsanwendungen
eingesetzt werden, einen außergewöhnlich „Lift" des Haars hervorrufen.
Insbesondere hat sich unerwarteter Weise gezeigt, daß die vorliegende Zusammensetzung
eine volle 35%ige Verbesserung in Bezug auf den „Lift" bietet. Wie den Fachleuten bekannt ist,
bezieht sich „Lift" auf den Grad der
Aufhellung, welcher der Haarfarbe als Ergebnis der Anwendung der Zusammensetzung
verliehen wird.
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Ferner
hat sich in unerwarteter Weise gezeigt, daß die vorliegenden Zusammensetzungen
dem Haar eine außergewöhnlich tiefe
Farbe geben. Obwohl die Anmelder nicht wünschen, durch oder an irgendeine
besondere Theorie der Anwendung gebunden zu werden, wird angenommen,
daß die
synergetische Kombination der Bestandteile, die in der vorliegenden
Erfindung verwendet werden, oder wenigstens die Selbstoxidation der
in der Zusammensetzung enthaltenen Farbstoffmolekülen hemmt,
was zur Folge hat, daß das
Haar tief gefärbt
wird, im Gegensatz zur nur oberflächlichen Färbung von jenem Haar mit den
früheren
Produkten nach dem Stand der Technik. Gemäß bestimmten Ausführungsbeispielen
wird diese wünschenswerte
Farbveränderung
ohne die Anwendung eines vorbleichenden Schrittes erreicht.
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A. Die färbenden Mittel
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Die
vorliegenden Zusammensetzungen schließen färbende Mittel, vorzugsweise
einen Hauptanteil des färbenden
Mittels, und mehr bevorzugt von ungefähr 85 Gew.-% bis ungefähr 99 Gew.-%
des färbenden Mittels
und noch bevorzugter von ungefähr
95 Gew.-% bis ungefähr
99 Gew.-% des färbenden
Mittels ein. Der Begriff des färbenden
Mittels ist hierin in einem nicht einschränkenden Sinn benutzt, um auf
irgendein Mittel, eine Verbindung oder Zusammensetzung hinzuweisen,
welche(s) dazu geeignet ist, die Farbe des Haars zu verändern. Folglich
schließen
die färbenden
Mittel der vorliegenden Erfindung die Zusammensetzungen mit ein,
die dazu neigen, Farbe aus dem Haar zu entfernen, wie auch Farbe
hinzuzufügen.
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Es
ist vorgesehen, daß die
färbenden
Mittel der vorliegenden Erfindung gewöhnlich eine oder mehrere aktive
färbende
Zusammensetzungen und Träger
für die
aktiven Zusammensetzungen umfassen. Es ist ersichtlich, daß die Begriffe
aktive färbende
Zusammensetzung und Träger
hierin zwecks Bequemlichkeit und Illustration aber nicht notwendig
einschränkend
benutzt sind. Vor allem bezieht sich der Begriff aktive färbende Zusammensetzung
auf die Bestandteile des färbenden
Mittels, die chemisch oder physikalisch mit dem Haar oder mit anderen
Bestandteilen von färbenden
Mitteln interagieren, um Farbe zum Haar hinzuzufügen oder von ihm zu entfernen.
Im Gegensatz dazu dient der Träger
dazu, für
die passende Umgebungsbedingungen für die aktiven Zusammensetzungen
zu sorgen, und die Zuführung
und Anwendung der aktiven Zusammensetzungen zum Haar zu erleichtern,
verbessern und/oder zu modifizieren. Das bevorzugte färbende Mittel
der vorliegenden Erfindung weist ungefähr 3 Gew.-% bis ungefähr 20 Gew.-%
der aktiven färbenden
Zusammensetzungen und ungefähr
80 Gew.-% bis ungefähr
95 Gew.-% des Trägers,
und besonders bevorzugt ungefähr 5
Gew.-% bis ungefähr
15 Gew.-% der aktiven färbenden
Zusammensetzung und ungefähr
80 Gew.-% bis ungefähr
90 Gew.-% des Trägers,
auf.
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Ein
wichtiger Aspekt der vorliegenden Erfindung liegt im Gewichtverhältnis des
reduzierenden Saccharids zu den aktiven färbenden Zusammensetzungen.
Die Anmelder glauben, daß dieses
Verhältnis
sich in einem weiten Bereich ändern
darf, abhängig
von zahlreichen Faktoren, wie zum Beispiel dem Haartyp und dem Grad
der gewünschten
Farbenveränderung.
Es ist aber bevorzugt, daß das
Verhältnis
von reduzierendem Saccharid zur aktiven färbenden Zusammensetzung ein
Gewichtverhältnis
von ungefähr
0,01:1 bis ungefähr 1:1,
und besonders bevorzugt von ungefähr 0,02:1 bis ungefähr 0,05:1
ist. Die Anmelder haben herausgefunden, daß, gemäß bestimmten Ausführungsbeispielen,
ein Verhältnis
von weniger als ungefähr
0,01:1 eine Zusammensetzung liefern, die eine verminderte Fähigkeit
aufweisen, das Haar und die Haut des Verbrauchers zu schützen, während Zusammensetzungen
mit einem Verhältnis
größer als
ungefähr
1:1 eine verminderte Fähigkeit
aufweisen, die gewünschte
Farbenveränderung
herzustellen.
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1. Aktive Zusammensetzung
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Gemäß gewissen
Ausführungsbeispielen
der vorliegenden Erfindung umfaßt
das färbende
Mittel ein oxydierendes Mittel. Wie den Fachleuten bekannt ist,
werden die oxydierenden Mittel üblicherweise
als aktive Zusammensetzungen sowohl zum Entfernen von Farbe als
auch Hinzufügen
von Farbe zum Haar verwendet. In dem Sinne, in dem der Begriff hierin
benutzt ist, bezieht sich oxydierendes Mittel auf solche Verbindungen, welche
Oxydationsmittel in Bezug auf Melanin im Haar oder in Bezug auf
den Zwischenfarbstoff sind, welcher im oxidativen Färbemittel
der vorliegenden Erfindung verwendet wird. Zum Beispiel greift das
oxydierende Mittel in Bleichverfahren das Melanin im Haar an und
entfernt Farbe, so daß die
Haarfarbe heller wird. In Färbeverfahren
wird ein oxydierendes Mittel typischer Weise einbezogen, um die
Konversion des Zwischenfarbstoffs zu unterstützen, wie sie in den permanenten
Färbeverfahren
benutzt wird. Es hat sich daher herausgestellt, daß die Menge
des oxydierenden Mittels, welches in der vorliegenden Zusammensetzung
enthalten ist, stark schwanken wird, abhängig von den besonderen Umständen jedes
Ausführungsbeispiels.
Im Allgemeinen ist aber bevorzugt, daß die vorliegende Zusammensetzung
ungefähr
3 Gew.-% bis ungefähr
20 Gew.-% des oxydierenden Mittels enthält. Für Ausführungsbeispiele, in denen Bleich-
und Färbeschritte
getrennt voneinander ausgeführt
werden, weist die Zusammensetzung vorzugsweise ungefähr 10 Gew.-%
bis ungefähr
20 Gew.-% des oxydierenden Mittels für Bleichzusammensetzungen und
von ungefähr
1,5 Gew.-% bis ungefähr
15 Gew.-%, und besonders bevorzugt von ungefähr 1,5 Gew.-% bis ungefähr 10 Gew.-%,
des oxydierenden Mittels für
Färbezusammensetzungen
auf.
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Für bestimmte
bevorzugte Ausführungsbeispiele,
in denen das Bleichen und Färben
mit einer einzelnen Zusammensetzung ausgeführt wird, weist die Zusammensetzung
vorzugsweise ungefähr
4 Gew.-% bis ungefähr
10 Gew.-% des oxydierenden Mittels und besonders bevorzugt ungefähr 5 Gew.-%
bis ungefähr
9 Gew.-% des oxydierenden Mittels auf.
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Das
oxydierende Mittel, welches gemäß der vorliegenden
Erfindung benutzt wird, kann irgendein von einigen konventionellen
oder unkonventionellen Oxydationsmitteln einschließen. Gewöhnlich ist
es nur erforderlich, daß das
oxydierende Mittel ungiftig, mild in der Anwendung und frei von
schädlichem
Rückstand
ist. Für
das Entfernen der Farbe aus dem Haar, wie zum Beispiel in Bleichverfahren,
ist es bevorzugt, daß das oxydierende
Mittel ein Salz (H2S2O8), und vorzugsweise Alkalimetallsalze und
Ammoniumsalze der Perschwefelsäure,
aufweist. Es ist besonders für
Bleichverfahren bevorzugt, daß das
oxydierende Mittel aus einer Gruppe ausgewählt wird, die aus Natriumpersulfat
(Na2S2O8),
Kaliumpersulfat (K2S2O8), Ammoniumpersulfat ((NH4)2S2O8)
und Mischungen von zwei oder mehreren dieser Sulfate besteht Andere
geeignete oxydierende Mittel, wie zum Beispiel Peroxide, für die Verwendung
in Bleichverfahren sind zusätzlich
zu den oben genannten im Hinblick auf die vorliegende Offenbarung
offensichtlich.
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Gemäß anderen
Ausführungsbeispielen
der vorliegenden Erfindung weist die Haarfärbezusammensetzung ein Färbemittel
zum Hinzufügen
von Farbe zum Haar auf. Es ist in Betracht zu ziehen, daß die Typen des
Färbemittels,
welche für
den Gebrauch gemäß der vorliegenden
Erfindung geeignet sind, zahlreich sind und variieren, einschließlich vorübergehender,
semi-permanenter und permanenter Farbstoffe, wie sie den Fachleuten
bekannt sind. Beispiele für
semipermanente Farbstoffe umfassen zum Beispiel, Azo- und Nitroverbindungen
und Derivate von Naphthalin und Anthrachinon. Solche Färbemittel
werden gewöhnlich
als „nicht-oxidative" Färbemittel
bezeichnet, da diese Färbemittel
keine Oxydation zum Färben
des Haars erfordern.
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Gewöhnlich ist
es aber bevorzugt, daß das
Färbemittel
nach der vorliegenden Erfindung ein oxidatives Färbemittel einschließt. In dem
Sinne, in dem der Begriff hierin benutzt ist, bedeutet oxidatives
Färbemittel
auf solche Zwischenfarbstoff oder Vorläufer, welche Farbe aufgrund
von Oxydation bilden. Die oxidativen Färbemittel nach der vorliegenden
Erfindung umfassen vorzugsweise monomere aromatische Verbindungen,
welche, aufgrund von Oxydation, Oligomere oder Polymere bilden,
welche ausgedehnte konjugierte Systeme der Elektronen in ihrer molekularen
Struktur aufweisen. Diese oxidative Reaktion bildet Oligomere und
Polymere mit Elektronenstrukturen im sichtbaren Spektrum. Demzufolge
resultiert die Oxydation des Zwischenfarbstoffs oder Vorläufers in
der Bildung von Farbe.
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Besonders
bevorzugte oxidative Färbemittel
umfassen substituiertes Phenol, Aminophenole, Diamine einschließlich der
o- und p-Diamine, Aminohydroxy-Verbindungen
des Benzols, und Derivate dieser Stoffe, welche eine quinoide Phase
während
der Oxydation durchlaufen. Gemäß bestimmten
Ausführungsbeispielen sind
aromatische Amine mit zwei aktive Gruppen, wie zum Beispiel p-Phenylendiamin, aufgrund
ihrer Fähigkeit bevorzugt,
gefärbte
Materialien höheren
molekularen Gewichts durch oxidative Polymerisation zu ergeben. Monofunktionelle
aromatische Amine, welche geeignet sind, gefärbte konjugierte Imine hervorzubringen,
sowie quinoide Dimer, Trimer usw. sind gemäß anderen Ausführungsbeispielen
bevorzugt. Es wird auch überlegt, Kombinationen
dieser verschiedenen Farbstoffvorläufern zu benutzen.
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Geeignete
oxidative Färbemittel
für die
vorliegende Erfindung sind zum Beispiel in den
US-Patenten Nr. 4 473 375 und
4 840 639 sowie in F. E.
Wall, „Bleaches,
Hair Colorings, and Dye Removers," Cosmetics: Science and Technology,
Band 2, Seiten 300 bis 320 (1972) offenbart. Andere Färbemittel,
welche für
die vorliegende Erfindung benutzt werden können, sind den Fachleuten bekannt.
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Für Ausführungsbeispiele,
die ein oxidatives Färbemittel
einschließen,
ist es sehr bevorzugt, daß die Zusammensetzung
ein oxydierendes Mittel einschließlich Wasserstoffperoxid aufweist.
Den Fachleuten ist bewußt,
daß solche
oxydierenden Mittel die Entwicklung der Farbe des Zwischenfarbstoffs
bewirken und daß andere
Entwicklungsmittel, entweder für
sich oder in Kombination mit dem vorliegenden oxydierenden Mittel,
innerhalb des Schutzbereichs der vorliegenden Erfindung benutzt
werden können.
Was in solchen Ausführungsbeispielen
erforderlich ist, ist, daß das
Entwicklungsmittel, welches vorzugsweise ein oxydierendes Mittel
ist, die synthetische organische Haarzwischenfarbe zur gewünschten
Farbe verwandelt.
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Die
Anmelder haben herausgefunden, daß die vorliegende Erfindung
ein überraschendes
und förderliches
Ergebnis in Bezug auf die Menge des oxydierenden Mittels, welches
für die
Entwicklung der Farbe der gebräuchlichen
oxidativen Färbemittel
erforderlich ist. Bisher war es allgemeine Praxis, eine 6 gew.-%-ige wässerige
Lösung
des Wasserstoffperoxids für
die Entwickelung der Zwischenfarbe zu benutzen. Darüber hinaus war
es allgemeine Praxis, ungefähr
2 Volumenteile dieser Wasserstoffperoxidlösung für jeden Volumenteil der Farbstoffbasis
(Färbemittel
plus Träger)
einzustellen. Im Gegensatz dazu verwenden bestimmte Ausführungsbeispiele
der vorliegenden Erfindung so wenig wie 0,5 Volumenteile der Wasserstoffperoxidlösung (6
Gew.-%) für
jeden Volumenteil der Farbstoffbasis ohne irgendeine bemerkbare
Abnahme der Haarfarbenveränderung. Tatsächlich haben
die Anmelder entdeckt, daß sogar
mit diesem verringerten Verhältnis,
die Haarfarbenveränderung
in wesentlich kürzeren
Zeiträumen
bewirkt wird, als nach dem Stand der Technik erforderlich.
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2. Der Färbemittelträger
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Den
Fachleuten ist bekannt, daß viele
von den hierin beschriebenen aktiven Zusammensetzungen, von denen
die Meisten unmittelbar in der Form von Dispersionen oder Lösungen einer
oder mehr Flüssigkeiten,
typisch wässeriger
Lösungen
verfügbar
sind. Es ist in Betracht zu ziehen, die aktiven Inhaltsstoffe der
vorliegenden Erfindung, die oft in dieser Form verwendet werden
und dementsprechend die vorliegende Zusammensetzung vorzugsweise
einen Träger
für das
färbende
Mittel mit einschließen.
Im Allgemeinen ist es in Betracht zu ziehen, daß eine große Vielfalt von Materialien
geeignet sein wird, als ein Träger
benutzt zu werden, und alle diese Materialien innerhalb des Schutzbereichs
der vorliegenden Erfindung liegen. Es wird gewöhnlich bevorzugt, daß der Träger eine
Flüssigkeit
umfaßt,
vorzugsweise eine polare Flüssigkeit,
um das Auftragen und die Anwendung des vorliegenden Färbemittels
auf das Haar zu erleichtern. Den Fachleuten ist bekannt, daß die physische
Bedingung des Trägers
daher stark schwanken kann, zum Beispiel in einem Bereich von einer
dünnen
klaren Flüssigkeit
bis zu einer cremigen Paste, abhängend
von den Bedürfnissen
der besonderen Anwendung.
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Der
Träger
der vorliegenden Erfindung umfaßt
vorzugsweise ein Lösungsmittel
für ein
oder mehrere den aktiven Bestandteilen des färbenden Mittels. Folglich umfaßt für Zusammensetzungen,
die polaren Oxydationsmittel und/oder polare Färbemittel enthalten, der Träger vorzugsweise
eine polare Flüssigkeit,
wie zum Beispiel Wasser, Alkohol und Mischungen von diesen. Der
Begriff Lösungsmittel
wird in diesem Kontext in einem breiten Sinn benutzt, einschließlich der
flüssigen
Bestandteile und Mischungen flüssiger
Bestandteile, die wenigstens eine Tendenz zum Lösen wenigstens eines aktiven
Bestandteils des färbenden
Mittels haben. Es ist besonders bevorzugt, daß der Träger eine Mischung von Wasser
und einem Alkohol und/oder Glykol, wie zum Beispiel C2-C6-Alkohole, vorzugsweise Isopropylalkohol
und C2-C6-Glycole,
vorzugsweise Propylenglykol und/oder Hexylenglykol, einschließt. Die
Zusammensetzung umfaßt
vorzugsweise Lösungsmittel
in einer Menge von ungefähr
40 Gew.-% bis ungefähr
85 Gew.-% der Zusammensetzung.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung umfaßt
der Träger
ein Verdickungsmittel zum Einstellen des Rheology der Zusammensetzung.
Der Typ und die Menge solcher Verdickungsmittel kann innerhalb des
Schutzbereichs der vorliegenden Erfindung stark variieren. Folglich
sind die Verdickungsmittel, die für den Gebrauch in den vorliegenden
Zusammensetzungen geeignet sind, die Verdickungsmittel, die typischer
Weise in Kosmetika benutzt werden und üblicher Weise organische und
anorganische Verbindungen einschließen. Beispiele für geeignete
Verdickungsmittel umfassen Kieselerde, Carboxymethylcellulose, Fettalkohole
und Mischungen von zwei oder mehreren dieser Stoffe. Es ist bevorzugt,
daß der Fettalkohol
Laurylalkohol umfaßt.
Ein geeigneter Laurylalkohol ist CO-1214, gewerblich erhältlich bei
Procter & Gamble
in Cincinnati, Ohio. Eine geeignete Carboxymethylcellulose ist CMC-7H3 SF, gewerblich
erhältlich bei
Herkules, Inc. in Wilmington, Del. Der Träger weist vorzugsweise eine
Menge des Verdickungsmittels auf, um die wässerige Zusammensetzung mit
der gewünschten
Dicke oder der Viskosität
einzustellen. Es ist im Allgemeinen aber bevorzugt, daß die vorliegende
färbende
Zusammensetzung ungefähr
5 Gew.-% bis ungefähr
15 Gew.-% des Verdickungsmittels aufweist, wobei ungefähr 8 Gew.-%
ungefähr
12 Gew.-% sogar mehr besonders bevorzugt in bestimmten Ausführungsbeispielen
sind.
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Für Ausführungsbeispiele,
in den die Zusammensetzung ein Färbemittel,
und insbesondere ein oxidatives Färbemittel, umfaßt, weißt der Träger auch
vorzugsweise einen Alkalisierer oder Puffer auf, um für die passende
Umgebung für
den Zwischenfarbstoff zu sorgen, wie es allgemein auf diesem Gebiet
bekannt ist. In bestimmten Ausführungsbeispielen
umfaßt
der Träger
vorzugsweise eine wässerige
Lösung,
und vorzugsweise eine 28 Gew.-%ige Lösung, von Ammoniumhydroxid
als Alkalisierer. In anderen Ausführungsbeispielen weist der
Alkalisierer Natriumborat und/oder Harnstoff auf. Die Menge des
Alkalisierer wird selbstverständlich vom
jeweiligen Färbemittel
und anderen Faktoren abhängen.
Es ist im Allgemeinen aber bevorzugt, daß die Zusammensetzung der vorliegenden
Erfindung ungefähr
5 Gew.-% bis ungefähr
10 Gew.-% der 28 Gew.-%igen wässerige
Ammoniumhydroxidlösung
oder ungefähr
0,5 Gew.-% bis ungefähr
5 Gew.-% des Harnstoff enthält
(pelletiertes Granulat von EM Science).
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Ausführungsbeispiele
mit Färbemitteln
weisen vorzugsweise auch ein Spreizungsmittel auf, um zu Unterstützen, daß das Färbemittel
gleichmäßig entlang
des Haarschafts verteilt wird. Geeignete Spreizungsmittel schließen die
meisten gut bekannten Netzmittel, wie zum Beispiel ethoxylierte
Alkylphenole, und vorzugsweise Octylphenoxy-Poly(ethyleneoxy)-Ethanol,
welcher gewerblich als Igepal CA-630 von Rhone-Poulenc/GAF aus Wayne,
N. J. erhältlich
ist, ein. Spreizungsmittel in Form von Polyethylen-Glycol-Octophenol-Ether
(vertrieben unter dem Handelsnamen TRITON X-100) sind in bestimmen
Ausführungsbeispielen
ebenfalls bevorzugt.
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Der
Träger
weist auch vorzugsweise ein Detergens auf, um das Haar geschmeidig
und weich nach der Behandlung mit Zusammensetzungen der vorliegenden
Erfindung zu halten. Geeignete Detergensen umfassen die Detergensen,
die den Fachleuten auf diesem Gebiet unmittelbar bekannt sind, einschließlich primärer Alkylsulfate
der C12–C18
Serien, Salze der Ölsäure, Ammoniumhydroxid,
zwitterionische Verbindungen und Mischungen von zwei oder mehren
dieser Substanzen. Vorzugsweise weist das Detergens Ammoniumlaurylsulfat
auf. Ein geeignetes ammoniumlaurylsulfat ist Emersal 633LL.sup.R,
gewerblich erhältlich
bei Emery Chemicals Personal Care and Specialties Group in Linde,
N. J. Beispiele für Ölsäure und
wässeriges
Ammoniumhydroxid, die leicht verfügbar sind, sind Emersal 6333LL.sup.R,
gewerblich erhältlich
bei Emery Industries, Inc., Fatty and Dibasic Acids Group, Cincinnati,
Ohio. Ein Beispiel für
eine geeignete zwitterionische Verbindung welche in der vorliegenden
Erfindung benutzt werden kann, ist Lauramidpropylbetain, gewerblich
erhältlich
bei Mona Industries, Inc. in Patterson, N. J. Andere für Gebrauch
im Träger
der wässerigen
Lösung
der vorliegenden Erfindung geeignete Detergensen ergeben sich unmittelbar
basierend auf der vorliegenden Offenbarung.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung weist der Träger einen auf. Der Zweck des
Chelatbildners in den vorliegenden Zusammensetzungen ist, Schwermetalle
zu chelatieren oder zu binden, die im Wasser der wässerigen
Zusammensetzung vorhanden sein können.
Ohne solche Chelatbildner können
solche Metallionen die Leistung der aktiven Farbbestandteile schädlich beeinflussen.
Dementsprechend sind die Menge und der Typ des Chelatbildners abhängig von,
zum Beispiel, der Qualität
des Wassers, das im Träger
enthalten ist, und der Empfindlichkeit der aktiven Farbbestandteile.
Folglich kann der Chelatbildner irgendein von einigen konventionellen
oder unkonventionellen Chelatbildner sein, die in konventionellen Mengen
benutzt werden. Es ist aber bevorzugt, daß der Chelatbildner aufweist,
und vorzugsweise besteht aus, Ethylenediaminetetraacetsäure („EDTA"). Ein Beispiel für eine geeignete
EDTA, die gemäß der vorliegenden Erfindung
benutzt werden kann, ist Hamp-ene acid®, gewerblich
erhältlich
bei W. R. Grace and Co. in Nashua, N. H.
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Für Ausführungsbeispiele,
in denen das färbende
Mittel ein oxidatives färbendes
Mittel umfaßt,
ist es gewöhnlich
bevorzugt, daß der
Träger
ein Antioxidant aufweist, um die Verhinderung einer verfrühten Auflösung des
Zwischenfarbstoffs zu unterstützen.
Es wird in Betracht gezogen, daß übliche Typen
und Mengen des Antioxidants innerhalb des Schutzbereichs der vorliegenden
Erfindung benutzt werden können.
Natriumsulfit und Ascorbinsäure
sind Antioxidanten, die in üblichen
Mengen in den Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung benutzt
werden können.
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B. Das reduzierende Saccharid
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Ein
wichtiger Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die Beschaffenheit
der Haarfärbezusammensetzungen
mit reduzierendem Saccharid. Vor allem wird in Betracht gezogen,
daß das
reduzierende Saccharid der vorliegenden Erfindung als ein Schutzmittel
zum Schützen
der Keratinfasern des Haars vor unvorteilhaftem Schaden und Degeneration
wirkt, während
es auch die Oxydation des Melanins, das im Haar enthalten ist, erlaubt,
und vorzugsweise verbessert. Ferner haben die Anmelder heraus gefunden,
daß die
Anwesenheit von reduzierendem Saccharid in Haarbehandlungszusammensetzungen
auch dazu neigt, die Kopfhaut der zu behandelnden Person und die
Hände des
Haarpflegefachmanns vor Reizung und Verbrennen zu schützen. In Ausführungsbeispielen,
in den die Zusammensetzung oxidative Färbemittel aufweist, zeigt sich,
daß das
reduzierende Saccharid auch als ein Schutzmittel wirkt, bis zum
Grade, daß es
verfrühte
oder übermäßige Entwicklung
des Zwischenfarbstoffs hemmt.
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Eine
besonders bevorzugte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung stellt färbende Zusammensetzungen bereit,
in dem das färbende
Mittel oxidative Färbemittel
und oxydierende Mittel aufweist, wobei die Menge und der Typ der
oxydierenden Mittel einschließlich
dazu geeignet sind, das besagte oxidative Färbemittel zu entwickeln und
Farbe aus dem Haar zu entfernen. Solche Ausführungsbeispiele sind aufgrund
des Vorteils bevorzugt, eine Zusammensetzung bereit zu stellen,
die sehr effektiv für
im Wesentlichen gleichzeitiges Entfernen und Hinzufügen von
Farbe aus bzw. zum Haar; eine Eigenschaft, nach der lang gesucht
aber bisher nicht völlig
erreicht wurde. Die Schwierigkeit, die mit früheren Zusammensetzungen nach
dem Stand der Technik verbunden waren, stammen von dem Konflikt
und widersprüchlichen
Bedingungen der Bestandteile solcher Zusammensetzungen. Vor allem
das Bleichen von Haar, um Farbe zu entfernen, hat bisher gewöhnlich einen
Typ und eine Menge des oxydierenden Mittels erfordert, die nachteilig
für eine
effektive Leistung des Zwischenfarbstoffs gewesen ist. Folglich
ist es bisher schwierig gewesen, wenn nicht gar unmöglich, Zusammensetzungen
effektiv zu formulieren, die einen Typ und eine Menge des oxydierenden
Mittels enthalten, die sowohl für
die Durchführung
des Aufhellens als auch der Entwicklungsfunktionen zu bewirken.
Die Anmelder haben unerwartet heraus gefunden, daß so eine
Eigenschaft durch gewisse bevorzugte Ausführungsbeispiele der vorliegenden
Zusammensetzung beherrscht wird.
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Ohne
gebunden zu sein durch oder beschränkt auf irgendeine besondere
Theorie des Ablaufs, wird angenommen, daß die Fähigkeit der vorliegenden Zusammensetzung
sowohl das Haar aufzuhellen als auch Zwischenfarbstoff zu entwickeln,
wenigstens in Teilen auf die förderlichen
Wirkungen von reduzierendem Saccharid in den vorliegenden Zusammensetzungen
zurückzuführen ist.
Vor allem wird angenommen, daß die
reduzierende Saccharidkomponente, und vorzugsweise Glucose, Maltose
und Kombinationen von diesen, die Entwicklung des Zwischenfarbstoffs
günstig
regeln, die oxidative Reaktion des Melanin im Haar verbessern und
schädliche
oxidative Angriffe auf die Keratinfasern im Haar mäßigen. Im
Zusammenhang mit der Regelung der Reaktion des Zwischenfarbstoffs
wird angenommen, daß das
reduzierende Saccharid in einem günstigen Umfang in die chemische
Wechselwirkung des oxydierenden Mittels und des Zwischenfarbstoffs
eingreift. Ferner wird angenommen, daß in Abwesenheit von reduzierendem
Saccharid das Bleichen des Haars durch Aussetzung mit einem oxydierenden
Mittel eine nachteilige Degeneration der Keratinfasern verursacht,
und daß diese
Degeneration die Bindung des entwickelten Farbstoffs an die Keratinfaser
hemmt. Entsprechend der vorliegenden Erfindung wird erwartet, daß das reduzierende
Saccharid zur bevorzugten günstigen
Reaktion des oxydierenden Mittels mit dem Melanin beiträgt, während gleichzeitig
die Keratinfasern vor Degeneration geschützt werden. Die Anmelder haben
folglich entdeckt daß die
Einbeziehung von reduzierendem Saccharid, wie zum Beispiel Glucose,
in Zusammensetzungen für
das Färben
von Haar solchen Zusammensetzungen mehrere wünschenswerte Eigenschaften
verleiht.
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Wie
den Fachleuten auf diesem Gebiet bekannt ist, sind reduzierende
Disaccharid Kohlenhydrate, die von zwei monosacchariden Einheiten
gebildet werden. Wie er hierin benutzt wird, bezieht sich der Begriff
reduzierendes Saccharid auf alle bekannten und verfügbaren reduzierende
Saccharidverbindungen, einschließlich aller stereoisomeren
und enantiomeren Formen derselben. Während es angenommen wird, daß alle solche
reduzierenden Saccharide verwendbar für Gebrauch in den Zusammensetzungen
der vorliegenden Erfindung sind, wird es sehr bevorzugt, daß das reduzierende
Saccharid D-Glucose aufweist, und für ein Ausführungsbeispiel vorzugsweise
im Wesentlichen hieraus besteht, für den Gebrauch für aktive
Färbemittel.
Für Ausführungsbeispiele,
die den Gebrauch von Bleiche ohne notwendigerweise zu färben einschließen, wird
es sehr bevorzugt, daß das
reduzierende Saccharid Maltose aufweist, und vorzugsweise im Wesentlichen
hieraus besteht, und sogar mehr vorzugsweise Maltosemonohydrat.
Es wird auch bevorzugt, daß das
reduzierende Saccharid der vorliegenden Erfindung Tollens' oder Fehlings'-Reagenzien verringert
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Es
wird angenommen, daß die
Menge des reduzierenden Saccharids, welches gemäß der vorliegenden Erfindung
verwendet wird, sich stark ändern
darf, abhängend
von zahlreichen Faktoren, wie zum Beispiel dem Haartyp und der gewünschten
Farbänderung.
Es ist im Allgemeinen aber bevorzugt, daß die färbenden Zusammensetzungen der
vorliegenden Erfindung ungefähr
0,1 Gew.-% bis ungefähr
5 Gew.-% des reduzierenden Saccharids, wobei ungefähr 0,5 Gew.-%
bis ungefähr
3 Gew.-% noch bevorzugter sind, und 0,1 Gew.-% bis ungefähr 2 Gew.-%
gemäß gewissen
Ausführungsformen
besonders bevorzugt sind. Gemäß besonders
bevorzugten Ausführungsbeispielen,
in denen die Bleiche und die Färbemittel
im Zeitpunkt des Gebrauchs zusammengebracht werden, um eine Zusammensetzung
gemäß der vorliegenden
Erfindung zu bilden, weisen die färbenden Zusammensetzungen ungefähr 1 Gew.-%
ungefähr
2 Gew.-% des reduzierenden Saccharids auf.
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Wie
zuvor erwähnt,
ist das Verhältnis
des reduzierenden Saccharids zu aktiven Farbverbindungen ein wichtiger
Aspekt bestimmter Ausführungsbeispiele
der vorliegenden Erfindung. Es ist im Allgemeinen bevorzugt, daß dieses
Verhältnis,
auf einer Gewichtbasis, ungefähr
0,01:1 bis ungefähr
0,1:10, und sogar besonders vorzugsweise ungefähr 0,01:1 bis ungefähr 0,1:1
ist. Für
Färbezusammensetzungen,
die keine oxidativen Färbemittel
enthalten, zum Beispiel Bleichzusammensetzungen, ist das Gewichtsverhältnis des
reduzierenden Dissaccharids zu aktiver Färbezusammensetzung vorzugsweise
ungefähr
0,1:1 bis ungefähr
0,3:1. Für
Färbezusammensetzungen,
die oxidative Färbemittel
enthalten, ist das Gewichtverhältnis
von reduzierendem Saccharid zu aktiver Färbezusammensetzung vorzugsweise
ungefähr
0,02:1 bis ungefähr
0,04:1.
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II. Die Baukästen
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Gemäß bestimmten
Ausführungsbeispielen
der Erfindung werden die vorliegenden Zusammensetzungen in Baukastenform
bereitgestellt und weisen vorzugsweise einen ersten Behälter, der
eine erste Zusammensetzung zum Zuführen von Farbe zum Haar enthält, einen
zweiten Behälter,
der eine zweite Zusammensetzung enthält, die Trägerbestandteile und einen dritten
Behälter
auf, der ein oxydierendes Mittel enthält. In solchen Ausführungsbeispielen
wird es in Betracht gezogen, das reduzierende Saccharid vorzugsweise
mit in entweder der ersten Zusammensetzung oder der zweiten Zusammensetzung
oder sowohl der ersten als auch der zweiten Zusammensetzung enthalten
ist. Es wird in Betracht gezogen, daß der Haarpflegefachmann oder ein
Heimbenutzer den Inhalt des Baukastens kombinieren kann, um zahlreich
und variierende Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung herzustellen,
wodurch die Möglichkeit
gegeben ist, einen Bereich von Haarfärbewirkungen zu erreichen.
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Der
erste Behälter
enthält
vorzugsweise eine Zusammensetzung, die ein färbendes Mittel aufweist, und
besonders vorzugsweise eine Zusammensetzung mit einem oxidativen
Färbmittel.
Aus Gründen
der Bequemlichkeit werden die ersten Zusammensetzungen, welche das
färbende
Mittel enthalten, hierin manchmal als Farbbasis bezeichnet. Es wird
bevorzugt, daß die
erste Zusammensetzung des Baukastens der vorliegenden Erfindung
selbst eine Zusammensetzung gemäß der vorliegenden
Erfindung ist. Daß heißt, es ist
bevorzugt, daß die
erste Zusammensetzung ebenfalls reduzierendes Saccharid enthält. In solchen
Ausführungsbeispielen
weist die Zusammensetzungen im ersten Behälter vorzugsweise ungefähr 0,2 Gew.-%
bis ungefähr
5 Gew.-% des oxidative Färbemittels
und ungefähr
1 Gew.-% bis ungefähr
5 Gew.-% des reduzierenden Saccharids und ungefähr 85 Gew.-% bis ungefähr 95 Gew.-%
des Trägers
auf.
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Die
zweite Zusammensetzung, welche ebenfalls vorzugsweise eine Zusammensetzung
nach der vorliegenden Erfindung mit einem Träger und reduzierendem Saccharid
ist, ist hierin manchmal als Bleichöl bezeichnet. Das Bleichöl besteht
vorzugsweise im Wesentlichen von Trägerbestandteilen und reduzierendem Saccharid,
worin Menge des reduzierenden Saccharids vorzugsweise ungefähr 3 Gew.-%
bis 5 Gew.-% des Bleichöls
beträgt.
Andere Bestandteile die verwendbar sind für Gebrauch in den vorliegenden
Zusammensetzungen zum Beeinflussen der Handhabung, der Rheology
usw., wie oben beschrieben, können
ebenfalls in der Zusammensetzungen im zweiten Behälter enthalten
sein.
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Der
dritte Behälter
enthält
eine Zusammensetzung, und vorzugsweise eine Zusammensetzungen in fester
Pulverform, mit einem oxydierenden Mittel. Das oxydierende Mittel
ist vorzugsweise ausgewählt,
um Farbe aus dem Haar zu entfernen. Folglich wird aus Gründen der
Bequemlichkeit die dritte Zusammensetzung hierin manchmal als Bleichverstärkungspulver
bezeichnet. Zum Beispiel weist die Zusammensetzung, die im dritten
Behälter
enthalten ist, vorzugsweise ein oxydierendes Mittel auf, das ein
Salz der Perschwefelsäure (H2S2O8),
und vorzugsweise Alkalimetall- und Ammoniumsalze der Perschwefelsäure umfaßt, wie
zum Beispiel Natriumpersulfat (Na2S2O8), Kaliumpersulfat
(K2S2O8),
Ammoniumpersulfat ((NH4)2S2O8). Andere Bestandteile,
die für
den Gebrauch in den vorliegenden Zusammensetzungen verwendbar sind,
wie sie weiter oben beschrieben sind, können ebenfalls in der Zusammensetzung
des dritten Behälters
enthalten sein.
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In
Gebrauch ist das Bleichöl
dafür geeignet,
mit einem Anteil vom Inhalt des ersten Behälters kombiniert zu werden,
oder mit einem Anteil vom Inhalt vom dritten Behälter, oder mit einem Anteil
vom Inhalt sowohl von dem ersten als auch dem dritten Behälter, um
eine Zusammensetzung gemäß der vorliegenden
Erfindung herzustellen. Zum Beispiel ist das oxydierende Mittel
im dritten Behälter
besonders dafür
geeignet, Farbe aus dem Haar zu entfernen, wenn es mit dem oben
beschriebenen Bleichöl
kombiniert wird. Folglich wird eine bleichende Zusammensetzungen
gemäß der vorliegenden
Erfindung durch Mischen eines Anteils aus dem ersten und dem dritten
Behälter
hergestellt. Darüber
hinaus ist die Zusammensetzung im ersten Behälter für den Gebrauch alleine oder
in Kombination mit einer Peroxidlösung geeignet, dem Haar Farbe
zuzufügen.
Für Ausführungsbeispiele,
in denen sowohl Entfernen der Farbe, als auch Zufügung der
Farbe zum Haar gewünscht
ist, können
Anteile vom Inhalt von allen drei Behältern kombiniert werden.
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In
allen Fällen
wird es in Betracht gezogen, daß eine
wässerige
Peroxidlösung,
und vorzugsweise eine 20 vol Lösung,
die normalerweise nicht Teil des Baukastens ist, vorzugsweise verwendet
wird, eine endgültige Zusammensetzung
gemäß der vorliegenden
Erfindung herzustellen.
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III. Die Verfahren
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Die
vorliegende Erfindung bietet Verfahren für bequemes Färben von
Haar mit den Schritten Auftragen einer Zusammensetzung der vorliegenden
Erfindung auf das Haar, der besagten Zusammensetzung ermöglichen,
in Kontakt mit dem Haar für
eine ausreichende Zeit zu bleiben, um die Farbe des Haars zu verändern, im
Wesentlichen Entfernen der besagten Zusammensetzung aus dem Haar.
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Gemäß besonders
bevorzugten Aspekten der vorliegenden Erfindung erreichen die Verfahren
Bleichen und Färben
des Haars in einem einschrittigen Verfahren. Diese Verfahren umfassen
das Auftragen einer wässerigen
Haarfärbezusammensetzung
mit einem oxidativen Färbemittel,
reduzierendem Saccharid und einem oxydierenden Mittel auf das Haar,
wobei die Menge und der Typ des oxydierenden Mittels dafür geeignet sind,
das besagte oxidative Färbemittel
zu entwickeln und Farbe aus dem Haar zu entfernen. Solche Verfahren aufgrund
ihrer Fähigkeit
bevorzugt, ein effektives Entfernen der Farbe aus dem Haar und Zufügung der
Farbe zu dem Haar in einem einzigen Schritt zu erreichen. Der Zusammensetzung
wird vorzugsweise erlaubt, in Kontakt mit dem Haar für eine ausreichende
Zeit zu bleiben, um das Haar zu bleichen und bis zum gewünschten Grad
zu färben.
Die Zusammensetzung wird dann aus dem Haar, vorzugsweise durch Schritte,
die das Spülen mit
Wasser einschließen,
entfernt.
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Die
Anwendung der Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung an dem
Haar schließt
Anwendungsverfahren ein, die den Fachleuten auf diesem Gebiet gewöhnlich bekannt
sind. Zum Beispiel kann das Haar für die Anwendung der Zusammensetzungen
trocken sein. Umgekehrt kann das Haar mit Wasser vor der Anwendung
der Zusammensetzungen angefeuchtet werden. In beiden Fällen wird
die Zusammensetzung in einer Menge verwendet, so daß sie sich
im Wesentlichen vollständig
und gleichmäßig auf
das Haar verteilt.
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In Übereinstimmung
mit dem Verfahrensaspekt der vorliegenden Erfindung wird der Zusammensetzung
ein Kontakt mit dem Haar für
eine Zeitspanne ermöglicht,
das Haar zu färben
durch sowohl Bleichen als auch Färben
des Haars. Vorzugsweise wird der Zusammensetzung erlaubt, in Kontakt
mit dem Haar für
ungefähr
5 bis ungefähr
20 Minuten zu bleiben. Die Anmelder haben herausgefunden das, in
großem
Teil durch die förderlichen
Eigenschaften der vorliegenden Zusammensetzungen, die erforderlichen
Kontaktzeiten durch das bevorzugte Verfahren der vorliegenden Erfindung
zur Erlangung einer gewünschten
Farbenveränderung
wesentlich kürzer
ist, als die erforderliche Kontaktzeit durch frühere Verfahren nach dem Stand
der Technik. Dementsprechend werden den Farbänderungszusammensetzungen der
vorliegenden Erfindung vorzugsweise erlaubt, in Kontakt mit dem
Haar für
nicht mehr als ungefähr
10 Minuten, und besonders vorzugsweise ungefähr 5 bis ungefähr 10 Minuten,
zu bleiben.
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Nachdem
die Farbe des Haars im gewünschten
Umfang verändert
worden ist, werden die Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung
vorzugsweise aus dem Haar durch Spülen des Haars mit Wasser entfernt.
Danach darf das Haar in irgendeiner wünschenswerten Weise geschnitten,
gestaltet und getrocknet werden.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung werden die reduzierenden Saccharid in Kombination mit
verschiedenen ätzenden
Haarbehandlungszusammensetzungen benutzt, um das Haar und die Kopfhaut
von den Wirkungen der ätzenden
Bestandteile zu schützen,
um die Leistung der Zusammensetzung zu verbessern, und/oder den
Geruch der Zusammensetzung zu verringern.
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Das reduzierende Saccharid
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Ein
wichtiger Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung
von haarverändernden
Zusammensetzungen, welche ein reduzierendes Saccharid enthalten.
Vor allem wird es in Betracht gezogen, daß das Saccharid der vorliegenden
Erfindung als ein Antioxidant wirkt und folglich das Haar und die
Kopfhaut vor Oxydation schützt.
Der reduzierende Zucker hilft, die Tätigkeit der Bestandteile von
Zystein und Zysteamin, soweit vorhanden, zu unterstützen, welche
bei einem Reduzierungsverfahren tätig werden. Ferner hilft der
reduzierende Zucker, unangenehme Gerüche durch Verringern der Produktionen
von Di-thiol Nebenprodukten zu kontrollieren, welche gebildet werden
können.
Folglich beschleunigt der reduzierende Zucker die Tätigkeit
von reduzierenden Mitteln in Haargestaltungszusammensetzungen, verringert
Oxydation dieser Mittel sowohl in der Flasche als auch beim Gebrauch,
und verhindert Oberflächenoxydation
des Haars und der Kopfhaut während des
Gebrauchs.
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Die
Bleichölzusammensetzung
der vorliegenden Erfindung weist reduzierend Mittel auf, wie zum
Beispiel Natriumsulfit und/oder Trinatriumphosphat. In jedem Fall
fördert
der reduzierende Zucker die Tätigkeit von
diesen reduzierenden Mittelbestandteilen, während unerwünschte Oxydation in der Flasche
und in Gebrauch verringert wird, und schützt das Haar und die Kopfhaut
vor Oberflächenoxydation.
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Wie
in dem '451 Patente
diskutiert, agiert der Zucker auch als ein Schutzmittel zum Schützen der
Keratinfasern des Haars vor unerwünschtem Schaden und Degeneration,
während
er auch das Einweichen des Haars erlaubt, und vorzugsweise fördert. Ferner
schützt
das reduzierende Saccharid auch die Kopfhaut der zu behandelnden
Person und die Hände
des Haarpflegefachmanns vor Reizung und Verbrennen. Während die Anmelder
nicht möchten,
durch oder an irgendeine bestimmte Theorie begrenzt oder gebunden
zu werden, wird angenommen, daß das
reduzierende Saccharid reichliche Stellen für Wasserstoffbindungen mit
den Molekülen,
die das Haar ausmachen, sorgt. Der Verfügbarkeit solcher Stellen wird
zugeschrieben, um anderweitige intermolekulare Wasserstoffverbindungen
zu konkurrieren, die unter den Eiweißsträngen vorhanden sind. Dieses öffnet im
Gegenzug die tertiäre
oder räumliche
Struktur der Eiweißfasern
und unterstützt
dadurch die Reduktion des Disulfids, Zystin, bezwingen des Thiol,
Zystein.
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Wie
den Fachleuten auf diesem Gebiet bekannt ist, sind Saccharide Kohlenhydrate
und in dem Sinne, wie der Begriff hierin benutzt wird, bezieht sich
der Begriff Saccharid auf alle bekannten und verfügbaren Saccharidzusammensetzungen,
einschließlich
aller stereoisomerischen und antiomerischen Formen. Die reduzierenden
Saccharide der vorliegenden Erfindung sind charakterisiert als „reduzierend" weil sie Tollens' oder Fehlings'-Reagenzien reduzieren,
wie auf diesem Gebiet bekannt. Bevorzugte reduzierende Saccharide
umfassen die Disaccharide Maltose und Laktose sowie das Monosaccharid
Glucose. Maltose hat sich als besonders bevorzugt für die Verwendung
in Zusammenhang mit den Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung
erwiesen. Gemäß bevorzugten
Ausführungsbeispielen
weisen das reduzierende Saccharid D-(+)-Glukose auf, oder besteht
vorzugsweise im wesentlichen hieraus. Glukoseprodukte, die für den Gebrauch
gemäß der vorliegenden
Erfindung geeignet sind, sind erhältlich bei Corn Products International
unter, als eine Familie von Produkten, die unter dem Handelsnamen
Cerelose® Dextrose
verkauft werden, und von allen diesen Produkten wird angenommen,
daß sie
für den
Gebrauch in den bevorzugten Ausführungsbeispielen
der vorliegenden Erfindung geeignet sind, wobei monohydrate Formen
gewöhnlich
bevorzugt werden.
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Es
wird in Betracht gezogen, daß die
Menge des reduzierenden Saccharids in den Zusammensetzungen der
vorliegenden Erfindung, sich stark ändern darf, abhängig von
zahlreichen Faktoren, wie zum Beispiel dem Haartyp und der gewünschten
Form oder Farbenveränderung.
Wie oben dargelegt, ist es im Allgemeinen aber bevorzugt, daß die Zusammensetzung
der vorliegenden Erfindung ungefähr
0,1 Gew.-% ungefähr
12 Gew.-% des reduzierenden Saccharids enthält, wobei Mengen von ungefähr 0,1 Gew.-%
bis ungefähr
5 Gew.-% stärker,
und Mengen von ungefähr
1 Gew.-% bis ungefähr
3 Gew.-% noch stärker
bevorzugt werden.
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Die Verfahren
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Die
vorliegende Erfindung bietet auch ein Verfahren zum Modifizieren
der natürlichen
Gestalt von existierendem Haar. In dem Sinne, in dem der Begriff
hierin benutzt wird, bezieht sich existierendes Haar auf völlig entwickeltes
außerhalb
der Kopfhaut befindliches Haar. In dem Sinne, in dem er hierin benutzt
wird, bezieht sich der Begriff „natürliche Gestalt auf die Gestalt
des Haars, bevor es gemäß den Verfahren
der vorliegenden Erfindung behandelt wird. Das heißt, der
Begriff „natürliche Gestalt" wird nur aus Bequemlichkeitsgründen verwendet
und schränkt
die Verfahren der vorliegenden Erfindung nicht auf die Behandlung
von Haar ein, das nicht vorher behandelt worden ist. Erstaunlicher
Weise und vorteilhafter Weise ermöglicht der Gebrauch der Methoden
und der Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung die Behandlung
von vorher behandeltem Haar auf effektive und nicht schädigende
Weise. Im Gegensatz zu den bisher angewendeten Verfahren und Zusammensetzungen,
erreicht die vorliegende Erfindung, das Weichmachen oder Entspannen
des Haars durch verhältnismäßig liebevolle
Repositionierung der natürlichen
Bestandteile des Haars ohne an ihm permanenten Schaden zu verursachen.
Demzufolge kann das Haar einer Mehrzahl von Behandlungen unterzogen werden,
ohne in irgendeinem wesentlichen Umfang beschädigt zu werden.
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Ein
wichtiger Aspekt der Verfahren der vorliegenden Erfindung ist die
Anwendung der Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung am Haar
der zu behandelnden Person. Während
den Fachleuten auf diesem Gebiet viele Verfahren für die Anwendung
von weichmachenden Lösungen
und solcher Verfahren, die sogleich für Gebrauch mit den vorliegenden
Zusammensetzungen angepaßt
werden können,
ist es bevorzugt, daß die
vorliegenden Zusammensetzungen direkt auf das Haar aufgetragen werden.
Vor allem wird es bevorzugt, daß die
Anwendung an der Kopfhaut begonnen wird und stufenweise nach außen zu den
Spitzen des Haars fortgesetzt wird, bis das zu behandelnde Haar
gründlich
bedeckt ist. Es wird von den Fachleuten auf diesem Gebiet verstanden
werden, daß der
oben beschriebene, bestimmte Schritt des Anwendungsverfahrens einmalige
und wesentliche Vorteile gegenüber
den Verfahren gegenüber
den Verfahren bietet, die gewöhnlich nach
dem früheren
Stand der Technik benutzt werden. Zum Beispiel hatte das Anwenden
der gewöhnlich
vorher benutzten sehr alkalischen weichmachenden Zusammensetzungen
ein ernstes Risiko ätzender
Brandwunde für
beide, der zu behandelnden Person und der Person, welche die Behandlung
durchführte
(nachfolgend „der
Bediener" genannt).
Dementsprechend erforderten frühere
Verfahren, daß Vorsichtsmaßnahmen
ergriffen wurden, um, sowohl den Verbraucher als auch den Bediener
vor ätzender
Brandwunde zu schützen. Zum
Beispiel enthielten Sätze,
die solche Lösungen
gewöhnlich
enthalten, Anweisungen, die empfahlen oder forderten, daß der Bediener
Handschuhe während
des Anwendungsschritts trägt,
und daß die
Haut der mit der Lösung
zu behandelten Person durch dicke und sehr viskose Gele geschützt wird.
Auf Grund der verhältnismäßig gutartigen
Natur der vorliegenden Zusammensetzungen sind solche unhandlichen
und unbequemen Vorsichtsmaßnahmen
nicht notwendig. Außerdem
ist es gemäß den vorher
verwendeten Verfahren unumgänglich,
daß die
Anwendungszeit streng kontrolliert und minimiert wird, um, Schaden
an der Kopfhaut und dem Haar der Person zu vermeiden. Übermäßiges Aussetzen
des Haars mit solchen sehr ätzenden
Lösungen verursachten
gewöhnlich
schwere und unwiderrufliche Degeneration der Struktur des Haars.
Im Vergleich dazu beseitigen die gutartigen Naturenbestandteile
der weichmachenden Lösungen
gemäß der vorliegenden Erfindung
die Signifikanz der Anwendungszeit und dehnt die maximale Anwendungszeit
beinahe auf unbestimmte Zeit besonders für Ausführungsbeispiele aus, welche
die aktive Zusammensetzung Zystein als hauptsächlichen Anteil aufweist.
-
Wie
es den Fachleuten auf diesem Gebiet bekannt ist, wird sich die Menge
der weichmachenden Zusammensetzung, welche gemäß der vorliegenden Erfindung
verwendet wird, abhängend
von einer Vielzahl von einzelnen Umständen stark ändern. Zum Beispiel wird der
besondere Typ des Haars, die behandelt werden, einen großen Einfluß auf Menge
der zu verwendenden Zusammensetzung haben. Vor allem ist es gut bekannt,
daß verschiedene
Typen von Haaren unterschiedliche Grade von Feuchtigkeitsabsorptionsfähigkeit haben.
Da die weichmachenden Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung
vorzugsweise eine wässerige
Lösung
enthalten, wird die Fähigkeit
der Zusammensetzung, das Haar weich zu machen, in einem gewissen
Maße von
dieser Eigenschaft des betreffenden Haar abhängen. Ebenso wird die Menge
des Haars, welches zu behandeln ist, die Anwendungsrate der weichmachenden
Zusammensetzung bestimmen. Zusätzlich wird
der Umfang, zu dem die natürliche
Gestalt des Haars zu modifizieren ist, die Menge der zu verwendenden Zusammensetzung
beeinflussen. Dementsprechend liegen alle Anwendungsmengen innerhalb
des Schutzbereichs der vorliegenden Erfindung. Die Anmelder haben
aber herausgefunden, daß,
basierend hauptsächlich auf
der Berücksichtigung
von Kosten und Bequemlichkeit, die Menge der zu verwendenden Lösung vorzugsweise
ungefähr
89 ml bis ungefähr
118 ml (3 Unzen ungefähr
4 Unzen) und mehr vorzugsweise von ungefähr 104 ml bis ungefähr 118 ml
(3,5 Unzen ungefähr
4 Unzen) ist.
-
Die
Anwendungszeit für
die Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung wird sieh im Allgemeinen
auch abhängig
von verschiedenen einzelnen Umständen ändern. Wichtiger
und erstaunlicher weise haben die Anmelder herausgefunden, daß die Anwendung
von bestimmten Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung auf
das Haar und die Kopfhaut für
eine ausgedehnte Zeitspanne nicht in irgendeiner wesentlichen Degeneration
des Haars resultieren oder schädliche
Wirkungen auf die Kopfhaut verursacht. Im Gegenteil wird vermutet,
daß die
ausgedehnte Anwendung der Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung
auf das Haar, insbesondere den Zusammensetzungen, die ein pH-Wert
von ungefähr
7 haben, dazu neigen können
das Haar zu kräftigen
und wieder zu beleben, anstatt dessen Degeneration zu verursachen.
-
Während die
Anmelder nicht wünschen,
durch oder an irgendeine besondere Theorie gebunden zu werden, sind
sowohl Zystein als auch Zystin in Kerstin natürlich vorkommende Aminosäuren und
es wird daher angenommen, daß die
ausgedehnte Anwendung der Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung
mit Zystein auf das Haar dazu neigt, diese Bestandteile im Haar
aufzufüllen.
Es wird von Fachleuten auf diesem Gebiet auch erkannt werden, daß sehr kurze
Anwendungszeiten ebenfalls innerhalb des Schutzbereichs der vorliegenden
Erfindung liegen. Das heißt,
eine sehr kurze Anwendungszeit kann wünschenswert sein, wenn nur eine
bescheidene Änderung
der natürlichen
Haarkonfiguration zu erreichen ist. Dementsprechend liegen alle Anwendungszeiten
innerhalb des Schutzbereichs der vorliegenden Erfindung. Die Anmelder
haben aber hauptsächlich
basierend auf Bequemlichkeitserwägungen
herausgefunden, daß es
bevorzugt ist, die folgenden Anwendungszeiten gemäß dem folgenden
ungefähren
Haartyp zu benutzen:
| Haartyp | Ungefähre Anwendungszeit
in Minuten |
| Feines
Haar | 10
bis 12 |
| Mittleres
Haar | 15
bis 20 |
| Grobes
Haar | 20
bis 30 |
-
Ein
anderer Schritt gemäß den Verfahren
der vorliegenden Erfindung schließt das Bringen des Haars in
die gewünschte
Gestaltung ein. Viele bestimmte Techniken zum Bringen des Haars
in einer Vielzahl unterschiedlichster Gestaltungen sind gut bekannt
und verfügbar.
Obwohl der Schritt des Bringens der vorliegenden Erfindung stattfinden
kann entweder vor, während
oder nach der Anwendungszeit, ist es gewöhnlich bevorzugte Praxis, beim
Glätten
gelockter oder gekräuselter
Haare, das Haar in die gewünschte
Gestaltung nur zu bringen, nachdem die Anwendungszeit abgelaufen
ist. Das heißt,
daß das
Haar während
der Anwendungszeit gewöhnlich
nicht manipuliert wird. Wenn die vorliegende Erfindung zur Behandlung
von Haar benutzt wird, das eine natürliche glatte Gestalt hat,
ist es aber gewöhnlich
bevorzugt, daß das
Haar in die modifizierte Gestalt entweder vor oder während der
Anwendung von der weichmachenden Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung
gebracht wird. Es wird angenommen, daß die Details der Verfahren,
die in irgendeinem besonderen Fall zum Erreichen der gewünschten
neuen Gestaltung des Haars angewendet werden, den Fachleuten auf diesem
Gebiet zur Verfügung
stehen und gut bekannt sind. In Anwendungen, die zum Beispiel Kräuseln oder Wellen
natürlich
glatten Haars erfordern, wird es erwartet, daß die Verfahren der vorliegenden
Erfindung Wickeln oder Umwickeln des Haars um Lockenwickler oder
Stäbchen
umfassen wird, nachdem das weichmachende Mittel verwendet worden
ist.
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Die
Verfahren der vorliegenden Erfindung schließen auch das Prüfen der
Wirksamkeit des weichmachenden Verfahrens mit ein. In bestimmten
bevorzugten Ausführungsbeispielen,
insbesondere den Ausführungsbeispielen
für das
Glätten
lockigen oder gekräuselten
Haars, umfaßt
der Prüfungsschritt
der vorliegenden Erfindung das Ziehen eines feinen Zahnkamms durch
das Haar und das Beobachten der Spannfähigkeit des Haars mit. Wenn
der Kamm mit dem gewünschten
Grad des Widerstands durch das Haar bewegt wird, ist dies ein Zeichen,
daß das
weichmachende Verfahren den gewünschten
Grad der Wirksamkeit gehabt hat. Abhängig vom besonderen Haartyp,
dem Umfang der gewünschten
Glättung
und anderer Faktoren, kann dieser Schritt ein paar Sekunden bis
zu mehreren Minuten dauern.
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Gemäß einem
bevorzugten Aspekt der vorliegenden Erfindung schließen die
Verfahren der vorliegenden Erfindung weiterhin den Schritt mit ein,
das Haar zu oxydieren, nachdem es die weichmachende Zusammensetzung
empfangen hat und in die neue Gestaltung gebracht worden ist. Dieser
Oxydationsschritt kann das Anwenden von Luft oder Sauerstoff auf
das Haar einschließen.
In bestimmten anderen bevorzugten Ausführungsbeispielen wird das Haar
durch Kontaktieren mit einem chemischen oxydierenden Mittel oder
Neutralisierer oxydiert. Der Oxydationsschritt der vorliegenden
Erfindung „löscht" die Tätigkeit
der weichmachenden Zusammensetzung. Das heißt, durch Unterziehen der weichmachenden
Lösung
der Oxydation, wird die Fähigkeit
der Zusammensetzung, das Haar weich zu machen, verringert oder beseitigt.
Auf diese Weise kann der präzise
Grad der erforderlichen Erweichung kontrolliert werden. Der Oxydationsschritt
unterstützt
auch das Ersetzen der Disulfid-Zystin-Verbindungen, welche helfen,
dem Haar seine Gestalt zu geben. Wie oben diskutiert, verursacht
die Anwendung der weichmachenden Zusammensetzung Spaltung dieser
Disulfid-Verbindungen
und, auf einer makroskopischen Skala, macht das Haar verhältnismäßig formbar.
Während
nicht beabsichtigt ist, durch oder an irgendeine besondere Theorie
gebunden zu werden, glauben die Anmelder, daß solch Formbarkeit stattfindet,
weil wenigstens ein Anteil der einzelnen Eiweißketten, die das Haar ausmachen, „entkoppelt" werden und ihnen
ermöglicht,
sich leichter zu bewegen oder relativ zueinander zu verschieben, wenn
die Disulfid-Verbindungen gebrochen sind. Wenn das Haar folglich
der Spannung unterliegt, die vom Bringen des Haars in die gewünschte Gestaltung
verursacht wird, wird diese Spannung von der Bewegung der einzelnen
Eiweißketten
relativ zueinander entlastet. Der Oxydationsschritt gemäß den Verfahren
der vorliegenden Erfindung erlaubt, daß solche Disulfid-Verbindungen
wiederhergestellt werden und bewirken dadurch eine permanente Neugestaltung
des Haars. Standardneutralisierungsmittel stehen den Fachleuten
auf diesem Gebiet zur Verfügung
und sind gut bekannt und der Gebrauch von allen solchen neutralisierenden
Mitteln liegen dementsprechend innerhalb des Schutzbereichs der
vorliegenden Erfindung. Die Anmelder haben aber herausgefunden,
daß es
bevorzugt wird, neutralisierende Mittel von der Gruppe, bestehend
aus Wasserstoffperoxyden und Metallbromatsalzen, vorzugsweise Kalium-
und Natriumbromate, auszuwählen.
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Andere
gut bekannte Haarbehandlungsschritte können vorzugsweise in Verbindung
mit den oben beschrieben Verfahrensschritten benutzt werden. Zum
Beispiel wird in bestimmten bevorzugten Ausführungsbeispielen das Haar vor
der Anwendung der vorliegenden Erfindung schamponiert. Schamponieren
in dieser Weise entfernt fettige Säuren und Öle aus dem Haar und erlaubt
erhöhte
Durchdringung durch die weichmachende Zusammensetzung. In einer ähnlichen
Weise, kann es auch bevorzugt sein, das Haar vor der Anwendung der weichmachenden
Zusammensetzung zu konditionieren. In bestimmten Ausführungsbeispielen
ist es auch bevorzugt, daß das
Haar mit lauwarmem Wasser gespült
wird, nachdem die Anwendungszeit abgelaufen ist. Im Allgemeinen
wird die Lösung,
die vom Haar gespült
wird, klar werden, wenn der Spülungsschritt
vollständig abgeschlossen
ist. Genauer wird erwartet, daß der
Spülungsschritt
ungefähr
fünf Minuten
dauern wird. In einer analogen Weise wird es bevorzugt, daß das Haar
auch gespült
wird, nachdem der Neutralisationsschritt vollständig abgeschlossen ist. Um
die Langlebigkeit vom Locken und des Glättungsverfahrens zu verbessern,
haben die Anmelder auch heraus gefunden, daß es wünschenswert sein kann, das
Haar nach Neutralisation mit einer Ammoniumsulfat-Lösung zu
bespritzen.
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Während viele
Techniken zum effektiven Herstellen von Zusammensetzungen der vorliegenden
Erfindung gekannt und verfügbar
sind, haben die Anmelder heraus gefunden, daß jene bestimmte Zubereitungsverfahren
für Zusammensetzungen
bevorzugt sind, in denen die aktive Formgebungsverbindung Zystein
als Hauptteil aufweist. Vor allem wird es bevorzugt, daß Zystein
in die Lösung
in der Form von hydratisiertem L-Zystein-Hydrochlorid eingeführt wird, da solch ein Material
leicht verfügbar
ist und eine verhältnismäßig genau bekannte
Zahl von Milliäquivalente
von Thiol pro Gramm enthält.
Aufgrund der saueren Natur des hydratisierten L-Zystein-Hydrochlorids
in Lösung
wird es aber bevorzugt, daß ein
Metallhydroxid zu der Lösung
während Zubereitung
hinzugefügt
wird, um den sauren Bestandteil vom L-Zystein-Hydrochlorid zu neutralisieren. Aus einem ähnlichen
Grund wird es bevorzugt, ein Metallhydroxid Neutralisieren der saure
Bestandteil beim Auflösen
des Zysteaminhydrochlorids hinzuzufügen. Dementsprechend wird es
bevorzugt, daß Kalium-
oder Natriumhydroxid zur Lösung
in einer Menge hinzugefügt
werden, die ausreichend ist, die erforderliche Zahl von Milliäquivalenten
des Hydroxids bereit zu stellen, um den sauren Bestandteil des L-Zystein-Hydrochlorids
zu neutralisieren. In den Verfahren der vorliegenden Erfindung zum
Zubereiten der weichmachenden Zusammensetzungen der Erfindung, wird
es auch bevorzugt, einen normalen Antioxidanten in die Lösung während des
Zubereitungsverfahrens einzuführen.
Obwohl solche Antioxidanten nicht generell effektiv zum Stabilisieren
der Lösung
sind, sind sie förderlich,
indem sie als Absorbierer für
den Sauerstoff wirken, der in die Lösung während des Zubereitungsverfahrens
eingeführt
wird.
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Die
Erfindung wird jetzt weiter mit Hinweis auf das Folgende erläuternde
aber nicht begrenzende Beispiele beschrieben werden.
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Beispiel
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Bleichöl
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Eine
Bleichölzusammensetzung
kann mit der erlaubten Rezeptur hergestellt werden. Tabelle
| Beschreibung | Gew.-% |
| Natriumsulfit | 0,5 |
| Trinatriumphosphat | 1,5 |
| Maltose,
Glukose oder Kombination | 5 |
| Isopropylalkohol | 9,6 |
| Ethanolamin | 5,3 |
| Fettsäure | 7,1 |
| Octoxynol-9 | 8,3 |
| Lauramidoprobylbetain | 9,3 |
| Cocamid
DEA | 5,4 |
| Laurylalkohol | 11,4 |
| Propylenglykol | 4,8 |
| Dinatrium-EDTA | 0,25 |
| Sorbotol | 9,2 |
| Entionisiertes
Wasser | Ausgleich |