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Die
Erfindung betrifft eine Frühverstelleinrichtung
zur Steuerung des Zeitpunkts der Kraftstoffabgabe durch eine Hochdruckkraftstoffpumpe,
die zur Verwendung in einer Brennkraftmaschine mit Kompressionszündung bestimmt
ist.
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In
einer konventionellen Rotationskraftstoffpumpe wird die Winkelposition
eines Nockenrings mithilfe einer Servoverstelleinrichtung angepasst. Die
Frühverstelleinrichtung
umfasst einen Frühverstellkolben,
der innerhalb einer Bohrung verschiebbar ist und der in Betrieb
mit einer Nockenanordnung der Kraftstoffpumpe zusammenwirkt, um
den Zeitpunkt der Kraftstoffabgabe durch die Pumpe zu steuern. Ein
Servokolben ist in einer weiteren Bohrung verschiebbar, die im Frühverstellkolben
vorgesehen ist, und ein Leichtlastmesskolbenelement ist entgegen
der Wirkung einer Leichtlaststeuerfeder relativ zum Frühverstellkolben
beweglich. Eine Servosteuerfeder steht zwischen dem Leichtlastkolbenelement und
dem Servokolben im Eingriff, und ein Regelventil ist betreibbar,
um das Aufbringen von Kraftstoff auf das Leichtlastkolbenelement
zu regeln, um den Zeitpunkt unter Leichtlastbedingungen anzupassen.
Der Kraftstoffdruck, der auf den Lastmesskolben wirkt, ändert sich
abhängig
von der Maschinenlast, und die Position des Lastmesskolbens ändert sich.
Die Bewegung des Lastmesskolbens führt zur Bewegung des Servokolbens,
die ihrerseits die Bewegung eines Frühverstellkolbens bewirkt. Die
Bewegung des Frühverstellkolbens
bewirkt die Bewegung des Nockenrings, wodurch der Zeitpunkt der
Kraftstoffabgabe durch die Pumpe angepasst wird.
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Das
Vorsehen einer Leichtlastverstelleinrichtung erlaubt die Änderung
des Zeitpunkts der Kraftstoffabgabe durch die Pumpe, wenn die Maschine unter
einer leichten Last betrieben wird. Der Servokolben und der Leicht lastkolben
sind angeordnet, um eine Leichtlaststeuerkammer für Kraftstoff
zu definieren, in welcher die Servosteuerfeder angeordnet ist, wobei
eine Kraft, die auf den Kraftstoffdruck in der Leichtlaststeuerkammer
zurückzuführen ist,
auf das Leichtlastkolbenelement wirkt, um in Kombination mit der
Leichtlaststeuerfeder die relativen Axialpositionen des Leichtlastkolbenelements
und des Frühverstellkolbens
zu bestimmen. Solch eine Einrichtung wird in EP-A-0921300 beschrieben.
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Das
Regelventil ist angeordnet, um durch Regulieren des Kraftstoffstroms
zwischen der Leichtlaststeuerkammer und einer Niederdruckableitung den
Kraftstoffdruck in der Leichtlaststeuerkammer zu regeln. Die Leichtlastregelventilanordnung
umfasst typischerweise ein Dosierventilelement, das innerhalb einer
Bohrung winkelverstellbar ist, wobei das Dosierventilelement mit
einer Steuerkante versehen ist, die mit einem Kanal zusammenwirkt,
der in der Bohrung vorgesehen ist, um die Durchflussmenge des Kraftstoffs
aus der Steuerkammer zu regeln. Der Kraftstoffdruck in der Steuerkammer
legt die Position des Leichtlastkolbenelements fest, und diese bestimmt
das maximal zulässige
Frühverstellniveau. Die
Position des Leichtlastkolbenelements legt auch die Beziehung zwischen
der Drehzahl der Maschine und der Anpassungsrate des Zeitpunkts
der Kraftstoffabgabe durch die Pumpe fest.
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Bei
Kraftstoffpumpen des obigen Typs kann ein Problem darin auftreten,
dass die Leichtlastverstelleinrichtung bewirken kann, dass der Druck
des von der Pumpe abgegebenen Kraftstoffs (als „Transferdruck" bezeichnet) mit
zunehmender Maschinenlast abnimmt. Doch es ist wünschenswert, einen im Wesentlichen
konstanten Transferdruck aufrechtzuerhalten, da dies die Drehzahlverstellkurve
der Pumpe verbessert.
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Ein
anderes Problem, das mit der Pumpe des obigen Typs einhergeht, ist,
dass Fertigungsschwankungen in der Steuerkante des Dosierventilelements,
das zur Leichtlastregelventilanordnung gehört, zu unerwünschten
Schwankungen in der Frühverstellung
führen
können.
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Es
ist auch bekannt, die Kraftstoffpumpe mit einer Kaltfrühverstelleinrichtung
zu versehen, um die Anpassung des Kraftstoffabgabezeitpunkts abhängig von
der Maschinentemperatur zu erlauben. Die Pumpe umfasst ein Temperaturregelventil,
das angeordnet ist, um das Aufbringen von Kraftstoff auf das Servo-
oder Leichtlastkolbenelement abhängig
von der Maschinentemperatur zu regeln, um dadurch die Anpassung
des Kraftstoffabgabezeitpunkts zu erlauben, um kalte Bedingungen
zu kompensieren.
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Solche
Einrichtungen leiden aber unter dem Nachteil, dass die Kaltfrühverstelleinrichtung
instabil werden kann, wenn die Drehzahlfrühverstellung eingeleitet wird.
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Eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, mindestens eines der
oben genannten Probleme abzustellen oder zu lindern.
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Nach
einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Frühverstelleinrichtung
zur Steuerung des Zeitpunkts der Kraftstoffabgabe durch eine Kraftstoffpumpe
zur Verwendung in einer Maschine bereitgestellt, umfassend;
einen
Frühverstellkolben,
der in einer ersten Bohrung verschiebbar ist und der in Betrieb
mit einer Nockenanordnung einer Kraftstoffpumpe zusammenwirkt, um
den Zeitpunkt der Kraftstoffabgabe durch die Pumpe anzupassen, wobei
eine zum Frühverstellkolben
gehörige
Fläche
dem Kraftstoffdruck in einer ersten Steuerkammer ausgesetzt ist,
und
einen Leichtlastkolben, der auf lastabhängige Kraftstoffdruckänderungen
in einer Leichtlaststeuerkammer ansprechend entgegen der Wirkung
einer Leichtlaststeuerfeder relativ zum Frühverstellkolben beweglich ist,
um dadurch den Zeitpunkt unter Leichtlastbedingungen anzupassen,
dadurch
gekennzeichnet, dass der Leichtlastkolben erste und zweite Abschnitte
umfasst, die relativ zueinander beweglich sind, um die Anpassung
der Weglänge
des Leichtlastkolbens zu erlauben.
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Eine
spezifische Ausführungsform
der Erfindung stellt eine Frühverstelleinrichtung
bereit, außerdem
umfassend einen Servokolben, der in einer weiteren Bohrung verschiebbar
ist, die im Frühverstellkolben
vorgesehen ist, um den Kraftstoffdruck in der ersten Steuerkammer
zu regeln, wobei der Servokolben auf drehzahlabhängige Kraftstoffdruckänderungen
in einer Servosteuerkammer anspricht, um dadurch die Anpassung des
Zeitpunkts der Drehzahl der Maschine entsprechend zu erlauben.
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Die
Erfindung bietet einen besonderen Vorteil, wenn ein Kaltfrühverstellsystem
vorgesehen ist, und unter Bedingungen, bei denen die Maschine unter
Leichtlastbedingungen betrieben wird. Die Erfindung gewährleistet,
dass der Servokolben unter Bedingungen, bei welchen die Leichtlastfrühverstellung durchgeführt wird,
unwirksam wird, das heißt,
nicht auf drehzahlabhängige Änderungen
im Kraftstoffdruck in der Servosteuerkammer anspricht. Da der Servokolben
deaktiviert ist, wenn das Temperaturregelventil aktiviert ist, kann
jede Instabilität
in der Kaltfrühverstellung,
die sonst auftreten könnte,
wenn die Drehzahlfrühverstellung
eingeleitet wird, vermieden werden. Der Servokolben wird unter Bedingungen,
in denen die Maschine unter Leichtlastbedingungen oder unter kalten
Bedingungen betrieben wird, auf wirksame Weise deaktiviert (d. h.,
nicht auf Kraftstoffdruckänderungen
in der Servosteuerkammer ansprechen).
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Der
Leichtlastkolben kann geformt sein, um zum Teil eine Servokolbenkammer
zu formen, die mit der Leichtlaststeuerkammer in Verbindung steht,
wodurch der Kraftstoffdruck in der Servokolbenkammer auf ein Ende
des Servokolbens wirkt, der von der Servosteuerkammer entfernt liegt.
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Die
Leichtlaststeuerkammer steht bevorzugt durch einen Zwischenraum,
der zwischen jeweiligen Flächen
des Servokolbens und des Leichtlastkolbens geformt ist, mit der
Servokolbenkammer in Verbindung.
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Die
Frühverstelleinrichtung
umfasst bevorzugt Anpassungsmittel, um die Anpassung der Weglänge des
Servokolbens und/oder des Leichtlastkolbens zu erlauben.
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Erfindungsgemäß umfasst
der Leichtlastkolben erste und zweite Abschnitte, die relativ zueinander
beweglich sind, um die Anpassung der Weglänge von mindestens einem vom
Servokolben und vom Leichtlastkolben zu erlauben.
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Der
zweite Abschnitt des Leichtlastkolbens ist bevorzugt mit einer Blindbohrung
versehen, die zusammen mit einer Endfläche des Servokolbens die Servokolbenkammer
definiert.
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Die
Formung des Leichtlastkolbens aus ersten und zweiten Teilen, die
relativ zueinander beweglich sind, erlaubt die Anpassung der Weglänge des Servokolbens
und/oder der Weglänge
des Leichtlastkolbens vor dem Einbau in die Pumpe. Der erste und zweite
Abschnitt stehen praktischerweise in Schraubengewindeverbindung,
sodass die Weglänge
der (des) Kolbens) abhängig
davon verändert
wird, wie weit ein Abschnitt in den anderen eingeschraubt ist.
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Die
Frühverstelleinrichtung
kann auch ein Temperaturregelventil umfassen, das betreibbar ist, um
das Anlegen von Kraftstoff auf den Leichtlastkolben abhängig von
der Maschinentemperatur zu regeln, um dadurch die Anpassung des
Zeitpunkts der Kraftstoffabgabe abhängig von der Maschinentemperatur
zu erlauben.
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Bevorzugt
ist das Temperaturregelventil so angeordnet, dass das Temperaturregelventil
aktiviert ist, wenn die Maschinentemperatur kleiner als eine vorbestimmte
Temperatur ist, um die Erhöhung
des Kraftstoffdrucks in der Leichtlastkammer zu erlauben, während das
Temperaturregelventil deaktiviert ist, wenn die Maschinentemperatur
die vorbestimmte Temperatur übersteigt.
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Der
Frühverstellkolben
ist typischerweise angeordnet, um in der ersten Bohrung in einer
Frühverstellrichtung
beweglich zu sein, in welcher der Zeitpunkt der Kraftstoffabgabe
durch die Pumpe nach früh
verstellt wird, und in einer Spätverstellrichtung,
in welcher der Zeitpunkt der Kraftstoffabgabe durch die Pumpe nach
spät verstellt
wird. Bevorzugt umfasst die Frühverstelleinrichtung
außerdem
einen Kaltfrühverstellungsversorgungskanal,
durch welchen der Leichtlaststeuerkammer Kraftstoff zugeführt wird, wenn
das Temperaturregelventil aktiviert ist, wobei der Kaltfrühverstellungsversorgungskanal
angeordnet ist, um mit der Leichtlaststeuerkammer nur dann in Verbindung
zu stehen, wenn die Bewegungslänge des
Frühverstellkolbens
in der Frühverstellrichtung kleiner
ist als eine vorbestimmte Menge.
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Bevorzugt
weist der Frühverstellkolben
eine Außenfläche auf,
die mit einer mit der Leichtlaststeuerkammer in Verbindung stehenden
Aussparung versehen ist, die eine Steuerkante definiert, und wodurch
die Verbindung zwischen dem Kaltfrühverstellungsversorgungskanal
und der Leichtlaststeuerkammer unterbrochen wird, wenn die Steuerkante
nicht mehr mit dem Kaltfrühverstellungsversorgungskanal ausgerichtet
ist, nachdem der Frühverstellkolben sich über die
vorbestimmte Menge hinaus bewegt hat.
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Die
Frühverstelleinrichtung
kann auch einen Leichtlastversorgungskanal umfassen, um der Leichtlaststeuerkammer
einen Signaldruck zuzuführen,
wobei der Leichtlastversorgungskanal mit einem Strömungsweg
für Kraftstoff
zwischen einer Kraftstoffquelle beim Transferdruck und einer Niederdruckableitung
in Verbindung steht, und eine Leichtlastregelventilanordnung, die
einem lastabhängigen Steuersignal
entsprechend betreibbar ist, um die Durchflussmenge des Kraftstoffs
durch den Strömungsweg
zu variieren und daher den Signaldruck zu variieren, um dadurch
die Anpassung des Zeitpunkts unter Leichtlastbedingungen zu erlauben,
wobei die Leichtlastregelventilanordnung im Strömungsweg an einer Position
vor dem Leichtlastversorgungskanal angeordnet ist.
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Die
Leichtlaststeuerkammer kann mit einer gedrosselten Auslassanordnung
versehen sein, um Kraftstoff in der Leichtlaststeuerkammer zu erlauben, mit
einer gedrosselten Rate in einen Niederdruckkraftstoffbehälter zu
strömen.
Die Frühverstelleinrichtung
kann außerdem
weitere Anpassungsmittel zur Anpassung der effektiven Drosselung
des Kraftstoffstroms durch die gedrosselte Auslassanordnung umfassen.
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Bevorzugt
umfasst die gedrosselte Auslassanordnung einen ersten gedrosselten
Auslass mit einem variablen Durchmesser und einen zweiten gedrosselten
Auslass mit im Wesentlichen feststehendem Durchmesser, wodurch das
weitere Anpassungsmittel angepasst werden kann, um den Durchmesser
des ersten gedrosselten Auslasses zu verändern.
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Das
weitere Anpassungsmittel kann ein Ventilelement umfassen, das in
einer zusätzlichen
Bohrung angeordnet ist, wodurch die Anpassung der Position des Ventilelements
innerhalb der zusätzlichen Bohrung
es erlaubt, den Durchmesser des ersten gedrosselten Auslasses zu
variieren.
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Der
erste gedrosselte Auslass ist praktischerweise ringförmig und
wird zum Teil durch das Ventilelement definiert.
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Der
Servokolben kann angeordnet sein, um eine Hülse zu tragen, die eine enge
Passung auf dem Servokolben formt, wobei die Hülse mit einer Öffnung versehen
ist, um die Durchflussmenge des Kraftstoffs zwischen der Leichtlaststeuerkammer
und der Servokolbenkammer zu drosseln, und die der Dämpfung der
Bewegung des Servokolbens relativ zum Leichtlastkolben dient.
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Bevorzugt
ist die Leichtlaststeuerkammer angeordert, um durch einen Strömungsweg,
der eine im Wesentlichen feststehende Drosselung des Kraftstoffstroms
gewährleistet,
mit einem Kraftstoffbehälter
bei relativ niedrigem Druck in Verbindung zu stehen.
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In
konventionellen Frühverstelleinrichtungen steuert
die Leichtlastregelventilanordnung das Aufbringen von Kraftstoff
an das Leichtlastkolbenelement, indem sie den Kraftstoffstrom zwischen
der Leichtlaststeuerkammer und der Niederdruckableitung regelt,
weshalb die Leichtlastregelventilanordnung hinter dem Leichtlastversorgungskanal
angeordnet ist, zwischen dem Punkt, an dem der Signaldruck vom Strömungsweg
zwi schen dem Transferdruck und der Niederdruckableitung abgezweigt
wird, und der Niederdruckableitung. Dies kann mit zunehmender Maschinenlast
zu einer unerwünschten
Abnahme im Transferdruck führen.
Die vorliegende Erfindung hat einen besonderen Vorteil aufzuweisen, dass
der von der Pumpe abgegebene Transferdruck unter Bedingungen, in
welchen die Leichtlastverstellung aktiviert ist, auf einen im Wesentlichen
konstanten Wert gehalten wird.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
umfasst die Frühverstelleinrichtung
Anpassungsmittel, um die Anpassung der Drosselung durch den Strömungsweg
zu erlauben.
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Bevorzugt
umfasst der Strömungsweg
einen ersten gedrosselten Auslass, wobei das Anpassungsmittel ein
Ventilelement umfasst, das relativ zum gedrosselten Auslass verstellbar
ist, um die Drosselung des Kraftstoffstroms durch den ersten gedrosselten
Auslass zu variieren.
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Der
Strömungsweg
umfasst bevorzugt einen zweiten gedrosselten Auslass, der eine im
Wesentlichen feststehende Drosselung des Kraftstoffstroms gewährleistet.
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Durch
Vorsehen von Anpassungsmitteln, um die Anpassung der Drosselung
durch den Strömungsweg
zu erlauben, kann die Feinsteuerung der Frühverstellkurve der Pumpe erreicht
werden. Das Vorsehen der Anpassungsmittel erlaubt das Variieren des
Frühverstellgrads,
um die erforderliche Kraftstoffversorgung für eine gegebene Drehzahl der
Maschine zu ergeben.
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Die
Erfindung wird nun beispielhaft Bezug nehmend auf die beiliegenden
Zeichnungen ausführlich
beschrieben, wobei:
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1 eine
partielle Schnittansicht einer Frühverstelleinrichtung nach einer
ersten Ausführungsform
der Erfindung ist,
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2 eine
Schnittansicht eines Abschnitts der in 1 gezeigten
Frühverstelleinrichtung
ist,
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3 eine
Schnittansicht entlang der Linie X-X ist, die einen Abschnitt der
Frühverstelleinrichtung
in 2 zeigt,
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4(a) bis 4(d) den
Frühverstellgrad als
eine Funktion der Pumpenabgabemenge für variierende Pumpenparameter
veranschaulichen,
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5 ein
Hydraulikschaltbild für
die in 1 bis 3 gezeigte Frühverstelleinrichtung
ist,
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6 ein
Graph ist, der den Einfluss des Variierens des Durchmessers d3a eines ersten gedrosselten Auslasses auf
den effektiven Durchmesser d3 einer gedrosselten
Auslassanordnung zeigt, die den ersten gedrosselten Auslass und
einen zweiten gedrosselten Auslass mit feststehendem Durchmesser umfasst,
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7 ist
ein Graph, der eine typische Frühverstellkurve
der Frühverstelleinrichtung
in 1 bis 3 für eine gegebenen Drehzahl der
Maschine darstellt, und
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8 ist
eine Schnittansicht, die Abschnitte einer alternativen Ausführungsform
zu der Frühverstelleinrichtung,
die in 1 gezeigt wird, veranschaulicht.
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Eine
konventionelle Rotationskraftstoffpumpe umfasst einen Nockenring
(nicht gezeigt) der in Bezug auf ein Pumpengehäuse winkelverstellbar ist. Der
Nockenring umfasst eine Vielzahl von Nockenvorsprüngen und
umschließt
einen Abschnitt eines Verteilerelements mit Pumpenkolben, die in
jeweiligen Bohrungen des Verteilerelements verschiebbar sind. Jeder
der Pumpenkolben weist eine zugehörige Schuh- und Rollen-Anordnung auf, deren
Rollen mit der Nockenfläche
des Nockenrings in Eingriff gebracht werden können. In Betrieb wird Kraftstoff durch
eine Transferpumpe den Bohrungen des Verteilerelements zugeführt, und
eine Kraft, die auf den Kraftstoffdruck in den Bohrungen zurückzuführen ist, dient
dazu, die Pumpenkolben in eine Richtung radial nach außen zu drücken. Der
Ausgangsdruck der Transferpumpe (als „Transferdruck" bezeichnet) wird so
geregelt, dass er mit der Drehzahl der Maschine in Beziehung steht,
mit welcher die Pumpe verwendet wird. Die Rotation des Verteilerelements
relativ zum Nockenring bewirkt die Bewegung der Rollen relativ zum
Nockenring, wobei der Eingriff zwischen den Rollen und den Nockenvorsprüngen bewirkt,
dass die Pumpenkolben in eine Richtung radial nach innen gedrückt werden,
um Kraftstoff in der jeweiligen Bohrung unter Druck zu setzen und
die Kraftstoffabgabe durch die Pumpe bei relativ hohem Druck zu
bewirken. Durch Variieren der Winkelposition des Nockenrings mithilfe
einer Frühverstelleinrichtung
kann der Zeitpunkt, an dem Kraftstoff von der Pumpe abgegeben wird,
angepasst werden.
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Wie
weiter unten im Detail beschrieben wird, umfasst die Frühverstelleinrichtung
eine Servokolbenanordnung, die angeordnet ist, um den Frühverstellgrad
des Zeitpunkts abhängig
von der Betriebsdrehzahl der Maschine (als „Drehzahlverstellung" bezeichnet) zu beeinflussen,
eine Leichtlastkolbenanordnung einschließlich eines Lastmesskolbens,
die angeordnet ist, um den Frühverstellgrad
des Zeitpunkts abhängig
von der Last zu beeinflussen, bei welcher die Maschine betrieben
wird (als „Leichtlastverstellung" bezeichnet), und
ein Temperaturregelventil, das angeordnet ist, um den Frühverstellgrad des
Zeitpunkts abhängig
von der Betriebstemperatur der Maschine zu beeinflussen (als „Kaltfrühverstellung" bezeichnet).
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1 zeigt
eine Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, in welcher der Nockenring mit einem
Stift (nicht gezeigt) versehen ist, der in eine Öffnung 10 hinein verläuft, die
in einem Frühverstellkolben 12 vorgesehen
ist, um die Anpassung der Winkelposition des Nockenrings zu erlauben.
Der Frühverstellkolben 12 ist
innerhalb einer weiteren Bohrung 14 verschiebbar, die in
einem Frühverstellgehäuse 16 vorgesehen
ist. Die Enden der Bohrung 14 sind durch erste und zweite
Endplatten 18a, 18b verschlossen, die jeweils
durch Bolzen 20 am Frühverstellgehäuse 16 befestigt
sind. Geeignete O-Ringe können
verwendet werden, um die Endplatten 18a, 18b vom
Frühverstellgehäuse 16 abzudichten.
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Der
Frühverstellkolben 12 umfasst
eine axial verlaufende Bohrung 22, in der ein Servokolben 24 verschiebbar
ist. Die Bohrung 22 ist geformt, um eine erweiterte Region
aufzuweisen, innerhalb welcher ein erster Abschnitt 26a eines
Leichtlastkolbens 26 aufgenommen wird. Der erste Abschnitt
des Leichtlastkolbens 26 trägt einen Flansch, dessen innerer Abschnitt
eine zentrale Öffnung
definiert, durch welche der Servokolben 24 verläuft. Der
Servokolben 24 ist ein Gleitsitz in dieser zentralen Öffnung und
in der Bohrung 22, die im Frühverstellkolben 12 vorgesehen
ist, und wirkt, um in Betrieb die Bewegung des Leichtlastkolbens 26 zu
führen.
Der Leichtlastkolben 26 umfasst auch einen zweiten Abschnitt 26b,
typischerweise in der Form eines Schraubengewindeteils, das in einer
Schraubengewindebohrung im ersten Abschnitt 26a des Leichtlastkolbens 26 aufgenommen
wird. Der zweite Abschnitt 26b des Leichtlastkolbens ist
mit einer Blindbohrung versehen, wobei eine Fläche 26c am blinden
Ende der Bohrung zusammen mit einer Endfläche des Servokolbens 24 eine
Servokolbenkammer 27 an einem ersten Ende des Servokolbens 24 definiert.
Ein ringförmiger
Zwischenraum 29 wird zwischen einer Außenfläche des Servokolbens 24 und
einer Innenfläche
des ersten Abschnitts 26a des Leichtlastkolbens 26 definiert,
um die Verbindung zwischen der Servokolbenkammer 27 und
einer Leichtlaststeuerkammer 60 zu erlauben, wie weiter
unten ausführlich
beschrieben.
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Eine
Leichtlaststeuerfeder 28 ist in einer Endkammer 33 angeordnet,
die zum Teil durch die Bohrung 12 im Frühverstellgehäuse 16 und
die erste Endplatte 18a definiert wird, wobei die Leichtlaststeuerfeder 28 zwischen
dem Leichtlastkolben 26 und der ersten Endplatte 18a im
Eingriff steht, um den Leichtlastkolben 26 in den Eingriff
mit einer Stufe 14a vorzuspannen, die durch einen Abschnitt
der Bohrung 14 definiert wird. Eine Servosteuerfeder 30 steht
zwischen dem Leichtlastkolben 26 und einem ersten ringförmigen Element 32a im
Eingriff, das vom Servokolben 24 getragen wird. Eine Abstandsscheibe 34 ist
zwischen der Servosteuerfeder 30 und dem ersten ringförmigen Element 32 angeordnet.
Der Servokolben 24 umfasst auch eine erweiterte Endregion 24a, die
eine Endfläche
des Servokolbens 24 definiert, wobei die Endregion 24a an
ein zweites ringförmiges Element 32b anliegt,
das vom Servokolben getragen wird, der in der in 1 gezeigten
Position gegen eine axial gegenüberliegende
Fläche
am inneren Abschnitt des Flanschs auf dem ersten Leichtlastkolbenabschnitt 26a anliegt.
Die maximal zulässige
Bewegung des Servokolbens 24 relativ zum Leichtlastkolben 26 tritt
auf, wenn eine Endfläche
des Servokolbens 24 mit der Endfläche 26c der Blindbohrung im
zweiten Abschnitt 26b des Leichtlastkolbens 26 im Eingriff
steht.
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Die
Position des zweiten Abschnitts 26b des Leichtlastkolbens 26 relativ
zum ersten Abschnitt 26a bestimmt die Weglänge des
zusammengesetzten Leichtlastkolbens 26, wobei die Weglänge durch
den Abstand zwischen dem Ende des zweiten Abschnitts 26b des
Leichtlastkolbens 26 und der Endplatte 18b bestimmt
wird. Es ist daher anzumerken, dass der Umfang, in welchem der zweite
Abschnitt 26b des Leichtlastkolbens 26 in den
ersten Abschnitt 26a eingeschraubt ist, die Weglänge des
Servokolbens 24 und des Leichtlastkolbens bestimmt. Der
Aufbau des Leichtlastkolbens 26 aus zwei Teilen, die relativ
zueinander axial beweglich sind, stellt daher ein Anpassungsmittel
zur Anpassung der Weglänge
des Servokolbens 24 und des Leichtlastkolbens 26 dar.
Es ist auch anzumerken, dass die Position des Leichtlastkolbens 26 relativ
zur Endplatte 18a das maximal zulässige Frühverstellniveau bestimmt.
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In
der Praxis kann es wünschenswert
sein, den Leichtlastkolben 26a, 26b mit einer
Dichtanordnung (nicht gezeigt) zu versehen, typischerweise in Form
eines O-Rings, um eine im Wesentlichen fluiddichte Abdichtung zwischen
der Servokolbenkammer 37 und der Endkammer 33 vorzusehen.
Eine Sicherungsanordnung (nicht gezeigt), typischerweise in Form
einer Kontermutter, kann auch vorgesehen sein, um den ersten und
zweiten Abschnitt 26a, 26b des Leichtlastkolbens 26 bei
der Montage der Einrichtung zu sichern. In einer alternativen Ausführungsform
kann die Reibung der O-Ring-Dichtung ausreichen, um zu gewährleisten,
dass der erste und zweite Abschnitt 26a, 26b aneinander
befestigt sind, wobei die Notwendigkeit der Sicherungsanordnung dann
entfällt.
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An
dem Ende der Bohrung 22, das vom Leichtlastkolben 26 entfernt
ist, ist ein scheibenförmiges
Element 36 in einer ringförmigen Nut angeordnet, die
im Frühverstellkolben 12 vorgesehen
ist. Die Bewegung des Servokolbens 24 relativ zum Frühverstellkolben 12 wird
durch den Eingriff zwi schen dem ersten ringförmigen Element 32 und
einem Abschnitt der Bohrung 22 begrenzt, die im Frühverstellkolben 12 vorgesehen
ist. Das scheibenförmige
Element 36 definiert zusammen mit einem Abschnitt der im
Frühverstellkolben 12 vorgesehenen
Bohrung 22 eine Servosteuerkammer 37 an einem
zweiten Ende des Servokolbens 24 zur Aufnahme von Kraftstoff,
wobei eine Kraft, die auf den Kraftstoffdruck in der Servosteuerkammer 37 zurückzuführen ist,
auf die Endfläche
der erweiterten Region 24a des Servokolbens 24 wirkt,
um den Servokolben 24 entgegen der Kraft der Servosteuerfeder 30 nach
links in der in 1 gezeigten Zeichnung zu drücken. Kraftstoff
wird der Servosteuerkammer 37 durch einen Servoversorgungskanal 50 zugeführt, der
im Frühverstellgehäuse 16 vorgesehen
ist. In dieser Patentschrift wird der Kraftstoffdruck des in der
Servosteuerkammer 37 als „Servosteuerdruck" bezeichnet, wobei
der Servosteuerdruck von der Drehzahl abhängig ist, bei welcher die Maschine
betrieben wird.
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Eine
erste Steuerkammer 38 wird durch eine Endfläche des
Frühverstellkolbens 12,
die vom Leichtlastkolben 26 entfernt liegt, dem zugehörigen Abschnitt
der Bohrung 14 und die zweite Endplatte 18b definiert.
Die erste Steuerkammer 38 steht über einen Kanal 46,
der im Außenumfang
des Frühverstellkolbens 12 geformt
ist, mit einem radial verlaufenden Durchgang 42 in Verbindung,
in welchem ein Rückschlagventil
(nicht gezeigt) angeordnet ist. Der radial verlaufende Durchgang 42 steht
mit der Bohrung 22 im Frühverstellkolben 12 in
Verbindung, und der radial verlaufende Durchgang 42 kann
abhängig von
der Position des Servokolbens 24 mit einem zweiten radial
verlaufenden Durchgang 44 in Verbindung stehen, der im
Frühverstellkolben 12 vorgesehen
ist. Der zweite radial verlaufende Durchgang 44 mündet in
eine Aussparung 48 ein, die in der Außenfläche des Frühverstellkolbens 12 vorgesehen
ist. Die Aussparung 48 ist so angeordnet, dass die Aussparung 48 bei
allen zulässigen
Positio nen des Frühverstellkolbens 12 relativ
zum Frühverstellgehäuse 16 mit
dem Servoversorgungskanal 50 in Verbindung steht, der im
Frühverstellgehäuse 16 definiert
ist.
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Wie
oben erwähnt,
definieren der Frühverstellkolben 12 und
der Leichtlastkolben 26 zusammen eine Leichtlaststeuerkammer 60,
in welcher die Servosteuerfeder 30 angeordnet ist, wobei
die Leichtlaststeuerkammer 60 durch den Zwischenraum 29 mit
der Servosteuerkammer 27 am linken Ende des Servokolbens 24 (in
der in 1 gezeigten Orientierung) ständig in Verbindung steht. Die
Leichtlaststeuerkammer 60 steht auch mit einer zusätzlichen
Aussparung 62 in Verbindung, die in der Außenfläche des
Frühverstellkolbens 12 vorgesehen
ist. Die zusätzliche
Aussparung 62 ist so angeordnet, dass die zusätzliche
Aussparung 62 bei allen zulässigen Positionen des Frühverstellkolbens 12 mit
einem Leichtlastversorgungskanal 64 in Verbindung steht.
Der Leichtlastversorgungskanal 64 steht mit einer Bohrung 66 in
Verbindung, die im Frühverstellgehäuse 16 vorgesehen
ist, sodass der Leichtlaststeuerkammer 60 und daher der
Servokolbenkammer 27 in Betrieb Kraftstoff zugeführt werden
kann, wobei der Druck des der Leichtlaststeuerkammer 60 zugeführten Kraftstoffs
(als „Signaldruck" bezeichnet) von der
Last abhängig
ist, unter welcher die Maschine betrieben wird.
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Die
Bohrung nimmt ein kanaldefinierendes Element 67 auf, das
gewährleistet,
dass ein zweiter Versorgungskanal 68, der im Vorschubgehäuse 16 definiert
ist, ständig
mit Kraftstoff beim Transferdruck in Verbindung steht. In Betrieb
wird Kraftstoff beim Transferdruck durch den zweiten Versorgungskanal 68 zugeführt, von
wo er in den Servoversorgungskanal 50 strömt.
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Die
zusätzliche
Aussparung 62, die auf der Außenfläche des Frühverstellkolbens 12 vorgesehen ist,
definiert eine Steuerkante 72 und kann abhängig von
der Axialposition des Frühverstellkolbens 12 mit einem
Kaltverstellungsversorgungskanal 74 in Verbindung stehen,
der im Frühverstellgehäuse 16 definiert
ist. Ein elektromagnetisch betriebenes Temperaturregelventil 52 ist
am Frühverstellgehäuse 16 montiert,
um die Kraftstoffversorgung durch den Kaltfrühverstellungsversorgungskanal 74 zu
regeln. Typischerweise nimmt das Temperaturregelventil 52 die
Form eines konventionellen Absperrmagnetventils an, das nur dann
mit elektrischem Strom versorgt wird, wenn die Maschine bei relativ
niedriger Temperatur ist. Das Temperaturregelventil 52 ist
daher nur dann in einer offenen Position, wenn die Maschine kalt
ist. Die Aktivierung des Temperaturregelventils 52 wird
praktischerweise unter Verwendung eines Temperatursensors gesteuert,
der im Kühlwassermantel
der Maschine angeordnet ist.
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Unter
normalen Betriebsbedingungen, wenn die Maschine warm ist, ist das
Temperaturregelventil 52 geschlossen, wodurch Kraftstoff
beim Transferdruck nur durch den zweiten Versorgungskanal 68 durchgeführt wird,
nicht aber dem Kaltfrühverstellungsversorgungskanal 74 durch
das Temperaturregelventil 52 zugeführt wird.
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In
Betrieb wirkt Kraftstoff, der durch den Leichtlastversorgungskanal 64 der
Leichtlaststeuerkammer 60 zugeführt wird, auf den Leichtlastkolben 26,
um der Kraft der Leichtlaststeuerfeder 28 entgegenzuwirken.
Wenn der Signaldruck in der Leichtlaststeuerkammer 60 relativ
niedrig ist, wird der Leichtlastkolben 26 durch die Leichtlaststeuerfeder 28 in den
Eingriff mit der Stufe 14a vorgespannt, die in der Bohrung 14 definiert
ist. Wenn der Druck in der Leichtlaststeuerkammer 60 aber
ausreichend erhöht wird,
wird das Leichtlastkolbenelement 26 von der Stufe 14a fort
in die in
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1 gezeigte
Position gedrückt,
sodass die Frühverstellkurve
verändert
wird.
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Der
Druck des Kraftstoffs, der durch den Leichtlastversorgungskanal 64 der
zusätzlichen
Aussparung 62 zugeführt
wird, wird durch eine Dosierventilanordnung 80 geregelt,
wie in 2 und 3 gezeigt. Die Dosierventilanordnung 80 regelt
daher den Kraftstoffdruck in der Leichtlaststeuerkammer 60,
der die Position des Leichtlastkolbens 26 relativ zum Frühverstellkolben 12 steuert.
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Die
Dosierventilanordnung 80 umfasst ein Dosierventilelement 82,
das in einer Dosierventilbohrung 83 angeordnet ist. Die
Winkelposition des Dosierventilelements 82 in der Bohrung 83 ist
einem lastabhängigen
Steuersignal entsprechend verstellbar, um die Kraftstoffdurchflussmenge
durch einen Einlasskanal 84, der angeordnet ist, um Kraftstoff beim
Transferdruck zu empfangen, zu einem Auslasskanal 88 zu
variieren, der mit dem Leichtlastversorgungskanal 64 in
Verbindung steht. Das Dosierventilelement 82 ist mit einer
Bohrung versehen, die eine Steuerkante 86 definiert, wobei
die Kraftstoffmenge, die durch die Dosierventilanordnung 80 strömt, und
daher der Druck des dem Leichtlastversorgungskanal 64 zugeführten Kraftstoffs,
der zur Leichtlaststeuerkammer 60 geleitet wird, durch
die Position der Steuerkante 86 relativ zum Auslasskanal 88 bestimmt
wird.
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Kraftstoff
aus dem Auslasskanal 88 zum Leichtlastversorgungskanal 64 strömt, fließt daher durch
eine verstellbare Ventilanordnung, allgemein als 90 angegeben,
die ein Ventilelement 92 umfasst, das in einer weiteren
Bohrung 93 angeordnet ist, die eine Kammer 95 definiert.
Das Ventilelement 92 steht in einer Schraubengewindeverbindung
mit der weiteren Bohrung 93, sodass die Axialposition des
Ventilelements 92 in der weite ren Bohrung 93 verstellbar ist.
Die weitere Bohrung 93 ist geformt, um einen Abschnitt
eines Abzweigkanals 96 für Kraftstoff zwischen dem Auslasskanal 88 und
dem Leichtlastversorgungskanal 64 zu definieren. Die weitere
Bohrung 93 ist auch geformt, um eine Region mit relativ
kleinem Durchmesser einzuschließen,
durch welche eine vorspringende Region 92a des Ventilelements 92 verläuft. Es
ist anzumerken, dass die Position der vorspringenden Region 92a des
Ventilelements 92 relativ zur Region mit relativ kleinem
Durchmesser durch Verstellen der Position des Ventilelements 92 in
der weiteren Bohrung 93 angepasst werden kann.
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Die
vorspringende Region 92a des Ventilelements 92 und
die Region mit relativ kleinem Durchmesser in der Abzeigung 96 definieren
zusammen einen ringförmigen
Auslass 100 mit verengtem Durchmesser. Die Kammer 95 steht
durch einen weiteren gedrosselten Auslass 102, der mit
dem ringförmigen Auslass 100 in
Reihe angeordnet ist, mit einem Druckablasskanal 104 in
Verbindung, der mit einem Niederdruckkraftstoffbehälter verbunden
ist. Typischerweise ist der Nockenkasten bei relativ niedrigem Druck
(allgemein als „Nockenkastendruck" bezeichnet), sodass
der Druckablasskanal 104 mit dem Nockenkasten in Verbindung
steht. Es ist aber anzumerken, dass der Nockenkasten nicht bei relativ niedrigem
Druck zu sein braucht, zum Beispiel kann er beim Transferdruck sein,
wobei der Druckablasskanal 104 in diesem Fall mit einem
anderen Niederdruckbehälter
verbunden ist. Wenn Kraftstoff durch die Kanäle 88, 96 in
den Niederlastversorgungskanal 64 strömt, ist eine kleine Kraftstoffmenge
auch in der Lage, mit einer relativ niedrigen Rate durch den ringförmigen Auslass 100 in
die Kammer 95 und durch den weiteren gedrosselten Auslass 102 zum
Nockenkasten zu strömen.
Der ringförmige
Auslass 100 und der weitere gedrosselte Auslass 102 formen
daher eine gedrosselte Auslassanordnung, wobei die Rate, mit der
Kraftstoff in den Nockenkasten strömen kann, durch die effektive
Drosselung des Kraftstoffstroms be stimmt wird, die durch die gedrosselte
Auslassanordnung 100, 102 gewährleistet wird. Es ist deshalb anzumerken,
dass die effektive Drosselung des Kraftstoffstroms, die durch die
gedrosselte Auslassanordnung 100, 102 gewährleistet
wird, durch die Position des Ventilelements 92 im Inneren
der Bohrung 93 bestimmt wird.
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Als
Alternative zu der in 2 und 3 gezeigten
kann es praktischer sein, die Steuerkante 86 durch eine
axial verlaufende Aussparung oder einen Schlitz zu definieren, der
auf der Oberfläche
des Dosierventilelements 82 vorgesehen ist, statt durch
Vorsehen einer radial verlaufenden Bohrung durch das Element 82.
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4(a) veranschaulicht den Frühverstellgrad einer konventionellen
Pumpe als eine Funktion der Kraftstoffabgabemenge sowohl bei einer
Spitzendrehmoment-Drehzahl als auch bei einer Nenndrehzahl, wobei
die Drosselung des Kraftstoffstroms aus der Leichtlaststeuerkammer
durch eine Öffnung
mit feststehendem Durchmesser erfolgt. 4(a) zeigt den
Einfluss des Variierens des Durchmessers der Öffnung von 0,585 mm auf 0,615
mm auf die Frühverstellkurve.
Jeder Fehler bei der Herstellung im gewählten Durchmesser der Öffnung wird
demnach die Verstellkurve der Pumpe beeinflussen.
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Ähnlich zeigt 4(b) den Einfluss des Änderns der Vorspannung der
Leichtlaststeuerfeder 28 auf die Frühverstellkurve, und 4(c) veranschaulicht den Einfluss des Veränderns der
Position der Steuerkante 86 der Dosierventilanordnung 80 auf
die Frühverstellkurve.
Aus 4(c) ist zu ersehen, dass eine Änderung
in der Position der Steuerkante 86 um ein Grad einen wesentlichen
Einfluss auf den Frühverstellgrad
hat, der bei einer gegebenen Durchflussmenge erreicht wird. Jede
Schwankung der Position der Steuerkante 86 bei der Fertigung
wird den Druck des Kraft stoffs beeinflussen, der bei einer gegebenen Position
des Dosierventilelements 82 der Leichtlaststeuerkammer 60 zugeführt wird.
Daher wird die Leichtlastverstellkurve der Pumpe abhängig von
der Präzision
schwanken, mit der die Steuerkante 86 des Dosierventilelements 82 bearbeitet
wird. Es ist anzumerken, dass es eine Änderung in der relativen Lage der
Steuerkante 86 und des Auslasskanals 88 ist, welche
die Leichtlastkurve beeinflusst, und dass dies auch aufgrund von
Fertigungsschwankungen in der Position des Auslasskanals 88 auftreten
kann.
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Wie
in 4(d) zu sehen, ist es vorteilhaft, die
verstellbare Ventilanordnung 90 vorzusehen, da sie die
Feinsteuerung der Leichtlastverstellkurve erlaubt. Jede Schwankung
in der Position der Steuerkante 86 auf dem Dosierventilelement 82 und/oder des
Auslasskanals 88 kann deshalb kompensiert werden. Zusätzlich kann
auch jede Schwankung in der Vorspannung der Leichtlaststeuerfeder 28 kompensiert
werden.
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Vor
dem Einbau in eine Maschine wird die Pumpe an einem Prüfgerät getestet,
und die Position des Ventilelements 92 wird angepasst,
bis die gewünschte
Frühverstellkurve
für die
Abgabemenge erreicht wird. Ein gegen Eingriffe gesichertes Abdeck- oder
Verschlusselement 98 wird dann angeordnet, um das Ventilelement 92 vor
dem Einbau der Pumpe in die Maschine in der gewünschten Position festzustellen.
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5 zeigt
ein schematisches Diagramm des Strömungswegs zwischen einer Transferpumpe, um
der Maschine Kraftstoff zuzuführen,
einem Punkt, an dem der Signaldruck zur Leichtlaststeuerkammer 60 abgezweigt
wird (wie in 1 gezeigt), und dem Nockenkasten.
Der Druck des Kraftstoffs, der dem Leichtlastversorgungskanal 60 durch
den Auslasskanal 88 und den Leichtlastversorgungskanal 64 zugeführt wird,
ist durch den Druckmesser 105 dargestellt, und dieser wird
durch die Winkelposition des Dosierventilventilelements 82 innerhalb
der Bohrung 83 und durch die effektive Drosselung des Kraftstoffstroms bestimmt,
der vom ersten und den weiteren gedrosselten Auslass 100, 102 durch
den Druckablasskanal 104 dem Nockenkasten zugeführt wird.
Die Dosierventilanordnung 80 ist im Strömungsweg zwischen der Transferpumpe
und dem Niederdruck (d. h., dem Nockenkasten) an einer Position
vor der Leichtlaststeuerkammer 60 angeordnet und regelt
die Durchflussrate des Kraftstoffs durch diesen Strömungsweg zwischen
der Transferpumpe und dem Nockenkasten.
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6 veranschaulicht
den Einfluss des Veränderns
des Durchmessers des Auslasses 100 auf den äquivalenten
effektiven Durchmesser der Anordnung beider Auslässe 100, 102.
Es ist zu ersehen, dass bei einer relativ großen Erhöhung im Durchmesser des ringförmigen Auslasses 100 nur
eine relativ kleine Erhöhung
im effektiven Durchmesser der Anordnung beider Auslässe 100, 102 erreicht
wird. 5 veranschaulicht daher, wie das Vorsehen des verstellbaren
gedrosselten Auslasses 100 und der regulierbaren Ventilanordnung 90 die
Feinsteuerung des Drucks des Kraftstoffs erlaubt, der der Leichtlaststeuerkammer 60 zugeführt wird,
und daher der Leichtlastfrühverstellkurve.
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In
einer konventionellen Anordnung ist der Strömungsweg für Kraftstoff zwischen der Transferpumpe
und der Leichtlaststeuerkammer mit einer Drosselung feststehenden
Durchmessers versehen, und eine Dosierventilanordnung ist hinter
der Leichtlaststeuerkammer angeordnet, um den Kraftstoffstrom zwischen
dem Punkt, an dem der Signaldruck vom Strömungsweg abgezweigt wird, und
dem Nockenkasten zu regeln. Doch mit zunehmender Maschinenlast können Probleme
auftreten, die auf den erhöhten
Kraftstoffstrom zum Niederdruck durch die Dosierventilanordnung
zurückzuführen sind.
Der erhöhte
Kraftstoffstrom bei höheren Lasten
kann dazu führen,
dass der Druck des von der Pumpe abgegebenen Kraftstoffs abnimmt.
Dieses Problem kann vermieden werden, indem die Dosierventilanordnung 80 im
Strömungsweg
zwischen der Transferpumpe und dem Nockenkasten an einer Position
angeordnet wird, der vor dem Punkt liegt, an dem der Leichtlaststeuerkammer 60 der
Signaldruck zugeführt
wird (d. h., vor dem Leichtlastversorgungskanal 64), und
indem der Druckablasskanal 104 zum Nockenkasten mit einem
gedrosselten Auslass mit im Wesentlichen feststehendem effektivem
Durchmesser versehen wird,.
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Es
ist anzumerken, dass der Vorteil des Anordnens der Dosierventilanordnung 80 zwischen
der Transferpumpe und der Leichtlaststeuerkammer im Gegensatz zur
Anordnung der Dosierventilanordnung zwischen der Leichtlaststeuerkammer
und dem Nockenkasten auch dann erreicht wird, wenn die verstellbare
Ventilanordnung 90 nicht vorgesehen ist und nur ein einziger
gedrosselter Auslass mit feststehendem Durchmesser im Auslass 104 zum
Nockenkasten vorgesehen ist.
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Im
Betrieb unter normalen Betriebsbedingungen, wenn der Motor warm
ist, wird das Temperaturregelventil 52 so geschaltet, dass
Kraftstoff dem Leichtlastversorgungskanal 64 durch die
Dosierventilanordnung 80 beim Transferdruck zugeführt wird, nicht
aber dem Kaltfrühverstellungsversorgungskanal 74 zugeführt wird.
Unter solchen Bedingungen ist der Kraftstoffdruck in der Leichtlaststeuerkammer 60 relativ
niedrig, und daher wird der Leichtlastkolben 26 durch die
Leichtlastfeder 28 in den Eingriff mit der Stufe 14a vorgespannt,
die von der Bohrung 14 definiert wird. Kraftstoff beim
Transferdruck wird auch durch den Servoversorgungskanal 50 der
Aussparung 48 und durch den Kanal 44, der im Frühverstellkolben 12 vorgesehen
ist, der Servosteuerkammer 37 zugeführt. Wenn der Servokolben 24 in
der in 1 gezeigten Position ist, ist Kraftstoff, der
der Servosteuerkammer zugeführt
wird, nicht in der Lage, durch den radial verlaufenden Durchgang 42 in die
erste Steuerkammer 38 zu strömen.
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Sollte
die Drehzahl der Maschine zunehmen, was einen Anstieg im Transferdruck
zur Folge hat, nimmt der Kraftstoffdruck zu, der der Servosteuerkammer 37 zugeführt wird.
Dadurch wird eine erhöhte
Kraft an die Endfläche 24a des
Servokolbenelements 24 angelegt, die dazu dient, das Servokolbenelement 24 entgegen
der Wirkung der Servosteuerfeder 30 in eine Position zu
drücken,
in welcher die Verbindung zwischen der Servosteuerkammer 37 und dem
radial verlaufenden Durchgang 42 zugelassen wird. Unter
diesen Bedingungen strömt
Kraftstoff aus der Servosteuerkammer 37 durch den radial
verlaufenden Durchgang 42 und am Rückschlagventil vorbei in die
erste Steuerkammer 38. Der Kraftstoffstrom zur Steuerkammer 38 erhöht den Kraftstoffdruck
darin, wodurch an den Frühverstellkolben 12 eine
Kraft angelegt wird, die bewirkt, dass der Frühverstellkolben 12 sich
nach links in der in 1 gezeigten Orientierung bewegt.
Die Bewegung des Frühverstellkolbens 12 in
diese Richtung, die als die Vorschubrichtung bezeichnet wird, bewirkt
durch das Zusammenwirken des Stifts mit der Öffnung 10 die Bewegung
des Nockenrings, und der Zeitpunkt der Kraftstoffabgabe durch die
Pumpe wird daher nach früh verstellt.
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Es
ist anzumerken, dass in Betrieb in dem Moment, an dem die Rollen
sich in den Eingriff mit den Nockenvorsprüngen bewegen, die auf dem Nockenring
vorgesehen sind, eine beträchtliche
Kraft durch den Nockenring und den Stift auf den Frühverstellkolben 12 übertragen
wird, die dazu tendiert, den Frühverstellkolben 12 nach
rechts in der in 1 gezeigten Orientierung zu
drücken.
Das Vorsehen des Rückschlagventils
im Kanal 46 gewährleistet,
dass eine derartige Bewegung des Frühverstellkolbens 12,
die sonst dazu neigen würde,
den Kraftstoffdruck in der Steuerkammer 38 zu erhöhen, vermieden
wird, wodurch ein Gegenstrom des Kraftstoffs in die Servosteuerkammer 37 vermieden
wird.
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Unter
Bedingungen, in welchen die Maschine mit relativ leichter Last betrieben
wird, nimmt der Druck des Kraftstoffs zu, der durch den Leichtlastversorgungskanal 64 der
Leichtlaststeuerkammer 60 (Signaldruck) zugeführt wird.
Wenn der Kraftstoffdruck in der Leichtlaststeuerkammer 60 zunimmt, wird
der Leichtlaststeuerkolben 26 entgegen der Wirkung der
Leichtlastfeder 28 nach links in der in 1 gezeigten
Orientierung gedrückt.
Solch eine Bewegung des Leichtlastkolbens 26 reduziert
die Kompression der Feder 30, wodurch auch der Servokolben 24 veranlasst
wird, sich mit dem Leichtlastkolben 26 zu bewegen. Die
Bewegung des Servokolbens 24 erlaubt Kraftstoff, aus der
Servosteuerkammer 37 zur ersten Steuerkammer 38 zu
strömen,
was die Bewegung des Frühverstellkolbens 12 zur
Folge hat, um den Zeitpunkt der Kraftstoffabgabe durch die Pumpe nach
früh zu
verstellen. Die Position des Leichtlastkolbens 26 beeinflusst
demnach die Beziehung zwischen der Drehzahl der Maschine und der
Anpassungsrate des Zeitpunkts der Kraftstoffabgabe durch die Pumpe.
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Unter
derartigen Leichtlastbedingungen, in welchen der Kraftstoffdruck
in der Leichtlastkammer 60 auf ein relativ hohes Niveau
ansteigt, wird aufgrund des Verbindungswegs zwischen der Leichtlaststeuerkammer 60 und
der Servokolbenkammer 27 durch den Zwischenraum 29 auch
der Kraftstoffdruck in der Servokolbenkammer 27 erhöht. Über einen
kritischen Signaldruck hinaus wird jede Änderung im Kraftstoffdruck
in der Servosteuerkammer 37, die auf einen nachfolgenden
Anstieg im Transferdruck (aufgrund einer erhöhten Maschinendrehzahl) zurückzuführen ist,
nicht ausreichen, um die kombinierte Kraft der Servosteuerfeder 30 und
des erhöhten
Kraftstoffdrucks in der Servokolbenkammer 27 zu überwin den. Über diesen
kritischen Druck hinaus (d. h., bei niedrigeren Lasten) spricht
der Servokolben 24 daher nicht auf drehzahlabhängige Änderungen
im Kraftstoffdruck in der Servokammer 37 an, und dadurch
wird das Drehzahlfrühverstellschema
der Einrichtung auf wirksame Weise deaktiviert.
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7 ist
ein Graph, der den Frühverstellgrad des
Frühverstellkolbens 12 als
eine Funktion der Pumpenabgabemenge (durchgezogene Linie) bei einer
gegebenen Drehzahl/Servodruck darstellt. Auch das Ansprechverhalten
des Servokolbens 24 wird gezeigt (gestrichelte Linie),
und diese stellt die Bewegung des Servokolbens 24 dar,
die auf Änderungen im
Signaldruck in der Leichtlaststeuerkammer 60 zurückzuführen ist.
Es ist zu ersehen, dass das Ansprechverhalten des Servokolbens 24 bis
auf einen kritischen Punkt X abfällt, über den
hinaus (d. h., geringere Abgabemenge) ein zunehmender Signaldruck
in der Leichtlaststeuerkammer 60 keine Servobewegung zur
Folge hat. Auch das Ansprechverhalten des Leichtlastkolbens 26 auf Änderungen
im Signaldruck wird gezeigt (auch als gestrichelte Linie dargestellt).
Es ist zu ersehen, dass die Frühverstellkurve über den
kritischen Punkt X hinaus allein durch das Verhalten des Leichtlastkolbens 26 bestimmt wird.
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Bei
der gegebenen Drehzahl/dem gegebenen Servodruck und bei der Abgabemenge
Y steht der Servokolben 24 mit dem blinden Ende 26c der Bohrung
im zweiten Leichtlastkolbenabschnitt 26b in Eingriff, und
der Leichtlastkolben 26 steht mit der Stufe 14a in
der Bohrung 14 im Eingriff (d. h., eine maximale Verzögerungsposition).
Von der maximalen Verzögerungsposition
aus wird der Leichtlastkolben 26 beginnen, sich zu bewegen
(der Abgabemenge Z entsprechend), wenn der Kraftstoffdruck in der Leichtlastkammer 60 über einen
Betrag hinaus erhöht
wird, der ausreicht, um die Kraft der Leichtlaststeuerfeder 28 zu überwinden.
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Die
Vorspannung der Leichtlaststeuerfeder 28, die Vorspannung
der Servosteuerfeder 30 und die Federraten der Federn 28, 30 sind
bevorzugt gewählt,
um zu gewährleisten,
dass die Abgabemenge Z (für
eine gegebene Drehzahl/Servodruck), bei welcher der Leichtlastkolben 26 beginnt,
sich in Antwort auf den zunehmenden Signaldruck in der Leichtlastkammer 60 entgegen
der Leichtlaststeuerfeder 28 zu bewegen, im Wesentlichen
auf den Punkt abgeglichen ist, an dem der Servokolben 24 beginnt,
sich in Antwort auf den zunehmenden Signaldruck, der auf die Endfläche 24b des
Servokolbens 24 wirkt, zu bewegen, und auch, um zu gewährleisten,
dass die zwei Kolben 26, 24 sich im Wesentlichen
mit der gleichen Geschwindigkeit bewegen.
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In 7 wird
auch die Kaltfrühverstellkurve gezeigt,
und eine weitere Anforderung ist, dass die Federn 28, 30 so
gewählt
werden, dass der Punkt, an dem die Kaltfrühverstellung aktiviert wird,
jenseits des kritischen Punkts X liegt (d. h., bei Abgabemengen
kleiner als X). Dies stellt sicher, dass die Drehzahlverstellung
unter Bedingungen, in denen die Kaltfrühverstellung aktiviert ist,
auf wirksame Weise deaktiviert wird. Wenn das Frühverstellschema zum Beispiel
so konfiguriert wäre,
dass der kritische Punkt bei der Abgabemenge X' liegt, bliebe der Servokolben unter
Bedingungen ansprechend, in denen die Kaltfrühverstellung angewandt wird,
und dies ist unerwünscht.
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In
der Praxis kann es für
den Servodruck, an dem der Servokolben 24 beginnt, sich
entgegen der Servosteuerfeder 30 zu bewegen, und für den Signaldruck,
an dem der Leichtlastkolben 26 beginnt, sich entgegen der
Leichtlaststeuerfeder zu bewegen, wünschenswert sein, dass sie
bei verschiedenen Abgabemengen auftreten, und/oder für die Kolben, dass
sie sich mit verschiedenen Geschwindigkeiten bewegen, und dies kann
durch geeignete Wahl der Vorspannungen und Federraten der Federn 28, 30 erreicht
werden.
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Bei
allen Lastbedingungen des Maschinenbetriebs kann das Temperaturregelventil 52 zur
Anpassung des Zeitpunkts aktiviert werden, um die kalten Maschine
zu kompensieren. Wenn die Maschinentemperatur unter eine bestimmte
Temperatur abfällt,
wird das Temperaturregelventil 52 aktiviert, sodass Kraftstoff
beim Transferdruck durch das Temperaturregelventil 52 in
den Kaltfrühverstellungsversorgungskanal 74 strömen kann.
Wenn der Frühverstellkolben 12 in
der in 1 gezeigten Position ist, ist Kraftstoff aus dem
Kaltfrühverstellungsversorgungskanal 74 in
der Lage, in die zusätzliche
Aussparung 62 zu strömen,
die auf der Außenfläche des
Frühverstellkolbens 12 vorgesehen
ist, wodurch der Kraftstoffdruck in der Leichtlaststeuerkammer 60 weiter erhöht wird.
Das Anlegen des erhöhten
Kraftstoffdrucks auf die Leichtlaststeuerkammer 60 als
Ergebnis der Aktivierung des Temperaturregelventils 52 führt wie
zuvor beschrieben zur Bewegung des Leichtlastkolbens 26,
was die Anpassung der Position des Frühverstellkolbens 12 zur
Folge hat.
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Wenn
die Maschine unter Leichtlastbedingungen läuft, ist die Durchflussmenge
des Kraftstoffs in die Leichtlaststeuerkammer 60 relativ
hoch, sodass selbst dann, wenn der Frühverstellkolben 12 sich
in eine Position bewegt, in welcher der Kaltfrühverstellungsversorgungskanal 74 nicht
mehr mit der Aussparung 62 ausgerichtet ist, Kraftstoff
weiterhin in die Leichtlaststeuerkammer 60 strömt und die
Bewegung des Leichtlastkolbens 26 in der Frühverstellrichtung
dadurch fortgesetzt wird.
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Wenn
aber die Maschine unter Hochlastbedingungen läuft, sodass der Leichtlaststeuerkammer 60 durch
den Leichtlastversorgungskanal 64 Kraftstoff mit reduziertem
Druck zugeführt
wird, ist der Kaltfrühverstel lungsversorgungskanal 74 nicht
mehr mit der Aussparung 62 ausgerichtet, nach dem der Frühverstellkolben 12 sich
um einen vorbestimmten Betrag bewegt hat, und der Kraftstoffstrom
aus dem Kaltfrühverstellungsversorgungskanal 74 in
die Leichtlaststeuerkammer 60 bricht ab. Als Ergebnis wird
die Bewegung des Leichtlastkolbens 26 in der Frühverstellrichtung
(nach links in der gezeigten Orientierung) begrenzt.
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Es
ist anzumerken, dass die Frühverstellkurve
der Einrichtung für
hohe und niedrige Lastbedingungen verschieden ist. Ferner variiert
die Frühverstellkurve
der Einrichtung je nach Maschinentemperatur.
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Das
fehlende Ansprechen des Servokolbens 24 auf Änderungen
des Kraftstoffdrucks in der Servosteuerkammer 37 tritt
nach einem Anstieg im Kraftstoffdruck in der Leichtlaststeuerkammer 60 (und
daher in der Servokolbenkammer 27) über den kritischen Druck hinaus
ein, der entweder als ein Ergebnis des erhöhten Signaldrucks in der Leichtlaststeuerkammer 60 auftritt,
der auf Leichtlastbedingungen zurückzuführen ist, oder aufgrund des
erhöhten
Signaldrucks in der Leichtlaststeuerkammer 60, der auf kalte
Bedingungen zurückzuführen ist,
oder wenn beide Bedingungen gleichzeitig auftreten.
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Das
fehlende Ansprechen des Servokolbens 24 auf drehzahlabhängige Druckänderungen
in der Servosteuerkammer 37 unter Leichtlastbedingungen bietet
einen besonders wichtigen Vorteil, wenn die Maschine unter relativ
kalten Bedingungen betrieben wird, da es gewährleistet, dass keine Drehzahlverstellung
unter Bedingungen angewandt wird, in denen die Kaltfrühverstellung
durchgeführt
wird. Ein anerkanntes Problem bestehender Einrichtungen ist, dass
das Kaltfrühverstellschema
unter Bedingungen, in welchen die Drehzahlfrühverstellung angewandt wird,
instabil werden kann. Mit der vorliegenden Erfindung ist es durch
Vorsehen eines Mittels zur effektiven Deaktivierung des Drehzahlfrühverstellschemas
unter bestimmten Betriebsbedingungen möglich, den Umfang der Leichtlastverstellung
unter kalten Bedingungen zu ändern,
während
Stabilitätsprobleme
vermieden werden.
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Als
eine alternative Ausführungsform
zu der in 1 gezeigten zeigt 8 eine
andere Ausführungsform,
in welcher der Servokolben 24 angeordnet ist, um eine eng
anliegende Hülse 110 zu
tragen, die durch die Servosteuerfeder 30 in den Eingriff
mit dem ersten Abschnitt 26a des Leichtlastkolbens 26 vorgespannt
wird. Der Verbindungsweg zwischen der Leichtlaststeuerkammer 60 und
der Servokolbenkammer 27 wird durch einen Zwischenraum 29 zwischen
der Außenfläche des
Servokolbens 24 und dem inneren Abschnitt des Flansches
auf dem ersten Abschnitt 26a des Leichtlastkolbens 26 definiert,
wie in 1 gezeigt. Zusätzlich
ist die Hülle 110 mit
einer Öffnung 110a versehen,
die dazu dient, die Durchflussmenge des Kraftstoffs zwischen der
Leichtlastkammer 60 und der Servokolbenkammer 27 zu
drosseln, und dadurch die Bewegung des Servokolbens 24 relativ
zum Leichtlastkolben 26 dämpft. Durch Verändern des
Durchmessers der Öffnung 110a kann die
Kraftstoffdurchflussmenge zwischen der Leichtlastkammer 60 und
der Servokolbenkammer 27 verändert werden, wodurch das Ausmaß der Dämpfungswirkung
variiert werden kann. Die Dämpfungswirkung
der Öffnung 110a ist
darin vorteilhaft, dass sie die Glättung von Übergangszuständen der
relativen Bewegung zwischen dem Servokolben 24 und dem
Leichtlastkolben 26 unter Bedingungen nahe an der maximalen
Drehzahlfrühverstellung
gewährleistet.
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Die
Frühverstelleinrichtung,
die Bezug nehmend auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben wurde,
umfasst sowohl Servo- als auch Leichtlastfrühverstellschemata, doch auf
dem Gebiet der Frühverstelleinrichtungen
ist es auch bekannt, nur das eine oder das andere von der Servo- oder Leichtlastfrühverstellung
einzuschließen.
Wenn zum Beispiel nur die Leichtlastfrühverstellung in die Einrichtung von
1 integriert
wird, braucht der Servokolben
24 nicht vorhanden zu sein
(oder kann mit dem Leichtlastkolben aus einem Stück geformt sein oder daran befestigt
sein), wobei der Signaldruck der Leichtlastkammer
60 zugeführt wird
und der Leichtlastkolben
26 lastabhängigen Änderungen im Signaldruck entsprechend
bewegt wird. Wenn demgegenüber
nur die Drehzahlfrühverstellung
erforderlich ist, ist der Leichtlastkolben überflüssig (oder kann am Servokolben
befestigt werden), wobei der Servodruck der Servosteuerkammer
37 zugeführt wird,
um den Servokolben
24 Änderungen
im Transferdruck entsprechend zu bewegen. Ein beispielhaftes Frühverstellschema,
bei dem die Servoverstellung integriert ist, ist zum Beispiel in
US 4408591 zu finden.
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Es
ist daher anzumerken, dass bestimmte Aspekte der Erfindung auf Frühverstelleinrichtungen anwendbar
sind, die nur das eine oder das andere von der Servo- und Leichtlastfrühverstellung
anwenden. Zum Beispiel ist das Vorsehen einer Dosierventilanordnung 80 im
Strömungsweg
zwischen der Transferpumpe und dem Nockenkasten an einer Position,
die vor dem Leichtlastversorgungskanal 64 liegt (wie in 5 gezeigt),
gleichermaßen
auf eine Frühverstelleinrichtung
anwendbar, die nur die Leichtlastfrühverstellung aufweist. Die
Dosierventilanordnung 80 kann auch in eine Frühverstelleinrichtung
integriert sein, die nur die Drehzahlfrühverstellung aufweist, wobei
das Dosierventil dann angeordnet ist, um eine Durchflussmenge zur
Bestimmung eines erforderlichen Servodrucks zu regeln, der auf einen
Servokolben wirkt. Dementsprechend kann die anpassbare Ventilanordnung 90,
die in 2 gezeigt wird, in eine Frühverstelleinrichtung integriert
werden, die nur die Leichtlastverstellung aufweist. Das gleiche
gilt für
den zweiteiligen Leichtlastkolben 26a, 26b, um
die Anpassung der Weglänge
des Leichtlastkolbens 26 zu erlauben.
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Auch
wenn die obige Beschreibung die einer Kraftstoffpumpe des Typs ist,
in welchem Pumpkolben sich in eine radiale Richtung bewegen, um
einer Maschine Kraftstoff mit hohem Druck zuzuführen, ist anzumerken, dass
die Frühverstelleinrichtung
auf Hochdruckkraftstoffpumpen anderen Typs angewandt werden kann.