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GEBIET DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung liegt innerhalb des pharmazeutischen Gebietes,
speziell zur Behandlung von Gelenkerkrankungen wie rheumatoide Arthritis
und Osteoarthritis.
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STAND DER TECHNIK
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Chitin
und Chitosan sind Biopolymere, die typischerweise aus dem Abfall
von Krebsschalen erhalten werden, aber auch von bestimmten Pilzen
erhalten werden können.
Chitosan kann aus Chitin durch chemische Deacetylierung hergestellt
werden. Dies wird normalerweise durch Hydrolysieren der N-Acetylbindung
in Chitin mit konzentriertem Alkali (40–50% NaOH oder KOH) erreicht.
Definitionsgemäß wird Chitosan
generell als ein Copolymer von D-Glucosamin (GlcN) und N-Acetyl-D-Glucosamin
(GlcNAc oder NAG) beschrieben, das in Wasser bei pH-Werten oberhalb
von 6,2 – dem
isoelektrischen Punkt der freien Aminogruppe – unlöslich ist, aber bei pH-Werten
unterhalb von 6,2 sich löst
(Siehe Schema 1 und 2). In Chitosan sind 65–100% der Monomereinheiten
D-Glucosamin, was
gewöhnlich
als 65–100%
deacetyliertes Chitin bezeichnet wird. Die chemischen und biologischen
Eigenschaften von Chitosan werden direkt durch den Deacetylierungsgrad
(DDA) und den Polymerisationsgrad (DP) beeinflusst, d.h. der Kettenlänge von
dem Polymer.
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In
Lösung
bei einem pH-Wert unterhalb von 6.2, und wenn die Amingruppen der
D-Glucosaminreste protoniert sind, ist Chitosan ein positiv geladenes
Polymer. Als Amin ist Chitosan eine schwache Base und kann mit Säuren, wie
Carbon- und Mineralsäuren,
Salze bilden. Die meisten dieser Salz sind wasserlöslich.
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In
seiner natürlichen
Form ist Chitin in Wasser unlöslich.
Es kann jedoch durch partielle Deacetylierung mittels Alkalibehandlung
wasserlöslich
gemacht werden [1]. Teilweise deacetyliertes Chitin mit einem DDA
von 35–50
ist über
einen weiten PH-Bereich in Wasser löslich. Diese Form des wasserlöslichen
Chitins ist als ein exzellentes Substrat für Chitin-umwandelnde Enzyme
[2, 3] aufgezeigt worden. Darüber
hinaus ist gezeigt worden, dass die Herstellung von wasserlöslichem
Chitin ein notwendiger Schritt ist, um eine hohe Ausbeute von Chito-Oligomeren
bei der Verwendung von Chitinasen zu erhalten, da unlösliches
Chitin sehr langsam durch Chitinasen hydrolysiert wird [1].
Schema
1. Struktur des vollständig
acetylierten Chitins (Poly-N-Acetyl-D-Glucosamin).
Schema
2. Struktur des vollständig
deacetylierten Chitosans (Poly-D-Glucosamin, protonierte Form bei
niedrigem pH-Wert).
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Chito-Oligomere
(COs) und Chitin und Chitosan mit niedrigem Molekulargewicht sind
kürzere
Segmente, die aus den Polysacchariden mit höherem Molekulargewicht durch
Hydrolyse der beta-(1,4)-Bindungen, die die Monomere verbinden,
hergestellt werden. Chito-Oligomere bezeichnet hierin kurze bis
mittellange Polymere, die vorzugsweise einen Polymerisationsgrad
(DP) in dem Bereich von 2 bis 50 aufweisen, entsprechend einer Molekularmasse
von etwa 360 bis etwa 10.000 Dalton. COs, die aus wasserlöslichem
Chitin hergestellt sind (DDA 35–50%),
behalten ihre Wasserlöslichkeit
bei. COs werden entweder chemisch unter Verwendung starker Säuren wie
Salzsäure
hergestellt, was die Hydrolyse von der beta-(1,4)-Bindung bei hohen Temperaturen
katalysiert, oder unter Verwendung der enzymatischen Hydrolyse [4,
5]. Die enzymatische Hydrolyse wird bevorzugt, da der Prozess einfacher
zu kontrollieren ist und die Bedingungen viel milder sind und ein
geringeres Risiko an Nebenreaktionen beinhalten, die in chemischen
Modifikationen von dem Material resultieren.
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Arthritis
ist eine allgemeine Bezeichnung für Gelenkentzündung(en)
und wurde ehemals verwendet, um alle Gelenkerkrankungen einzuschließen. Osteoarthritis
ist die gewöhnlichste
Form der Gelenkerkrankung, wobei eine Schädigung der Oberfläche des
Gelenkes und eine krankhafte Reaktion in dem darunterliegenden Knochen
vorliegt. Andere Begriffe, wie „Osteoarthrose", „Arthrose" und „degenerative
Gelenkerkrankung", werden
auch verwendet, um diese Erkrankung zu beschreiben. Die Krankheit
befällt
hauptsächlich
die Knie, Hüften
und Hände
(am häufigsten),
sowie den Fuß und
den Hals und den Rücken.
Die rheumatoide Arthritis ist eine verbreitete entzündliche
Erkrankung der Gelenke, die eine Entzündung der auskleidenden Membran des
Gelenkes (Synovium) verursacht. Dies resultiert in einem stärkeren Anschwellen
und anderen Entzündungsanzeichen
als in der Osteoarthritis üblich
und kann zu schwerer Schädigung
von den Gelenken führen.
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Bioaktivität der Chito-Oligosaccharide:
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Die
biologische Aktivität
von Chitin und Chitosan ist mehr als reichlich in der Literatur
dokumentiert. Bioaktivitätsuntersuchungen
haben deutlich die Bedeutung des Polymerisationsgrades (DP) sowie
des Deacetylierungsgrades (DDA) nachgewiesen [6]. In Pflanzen sind
die Oligomere mit DP 5–7
mehr aktiv als mit DP 1–4
[7]. Die Ursache ist mit der Fähigkeit
der sogenannten Chitinase-ähnlichen
Proteine (CLPs), Chito-Oligomere zu binden, verbunden worden. Diese
Proteine teilen eine hohe Sequenzhomologie und eine strukturelle Verwandtschaft
mit den Chitinasen der Familie 18 [8]. Den CLPs fehlt die katalytische
Aktivität
aufgrund einer einzelnen Punktmutation in ihrer katalytischen Domäne, aber
sie behalten ihre Fähigkeit
der Oligosaccharidbindung, die normalerweise 5–7 Chitosan-Oligosaccharideinheiten
einschließt.
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N-Acetylglucosamin, Chito-Oligosaccharide
und Hyaluronan:
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Glucosamin
(GN oder GlcN) ist eine modifizierte Glucose, wobei NH2 die
OH-Gruppe an dem Kohlenstoff in dem Zuckermolekül ersetzt. In tierischen Zellen
wird Glucosamin nur in zwei Formen gefunden; als Glucosamin-6-phosphat
(GN-6-P) und N-Acetylglucosamin
(NAG oder GlcNAc). Der Aminozucker GN-6-P wird aus Glutamin und
Fructose-6-phosphat (F-6-P)
synthetisiert. Diese Reaktion wird durch Glucosaminsynthase katalysiert
und ist der geschwindigkeitsbestimmende Schritt in der Biosynthese
von Aminozuckern. GN-6-P ist der Vorläufer für alle Hexosamine und Hexosamin-Derivate.
GN-6-P kann nachträglich
durch Acetyl-Coenzym A zu N-Acetylglucosamin (NAG) acetyliert werden.
NAG kann anschließend
in N-Aceytl-Galactosamin
oder N-Acetyl-Mannosamin umgewandelt werden. Diese drei Aminozucker
sind bedeutend in der Glykosylierung von Proteinen sowie als Bausteine
für Glycoli pide,
Glycosaminoglycane (GAG), Hyaluronan und Proteoglycane. Hyaluronan
(HA), das Rückgrat
von vielen Proteoglycanen, ist ein Polysaccharid (bis zu 25.000
Zuckereinheiten), das aus sich wiederholenden Disaccharideinheiten
von NAG und Glucuronsäure
(GlcA) zusammengesetzt ist. HA wird als die früheste evolutionäre Form
von GAG angesehen. HA ist nicht nur ein bedeutendes Polysaccharid
in dem Knorpel, der Synovialflüssigkeit,
dem Glaskörper
des Auges und in der Haut von Wirbeltieren, sondern kann auch eine
bedeutende Rolle in der Gewebeorganisation, der Morphogenese, der
Krebsmetastasenbildung, der Wundheilung und der Entzündung spielen
[9]. Es wird in großen
Mengen während
der Wundheilung produziert und ist ein essentieller Bestandteil
der Gelenkflüssigkeit
(Synovialflüssigkeit),
wo es als Schmiermittel dient [10]. NAG erhöht in einer dosisabhängigen Weise
die Synthese von Hyaluronan durch Mesothelzellen und Fibroblasten
[11]. HA wird von Zellen durch einen Enzymkomplex sezerniert, genannt HA-Synthasen
(HAS), der in der Plasmamembran eingebettet ist [9]. Von diesen
Enzymen wird angenommen, dass sie sich aus Chitinsynthasen oder
Cellulosesynthasen entwickelt haben [9]. Eine HA-Synthase (HAST) der
Maus ist in der Lage, HA in vitro zu synthetisieren, wenn sie mit
UDP-GlcA und UDP-NAG versorgt wird [12]. Wenn HAS1 mit UDP-NAG alleine
inkubiert wird, synthetisiert sie Chito-Oligosaccharide (COs) [12]. Ein Nachweis
einer ähnlichen
Aktivität
von eukariotischen HA-Synthasen in vivo, würde auf neuartige Funktionen für COs in
Säugern
hinweisen [9]. COs werden in vivo während der Entwicklung von Wirbeltieren
(Xenopus, Zebrafisch und Maus) produziert, wo die Chitinase-ähnliche
DG42/HAS Unterfamilie sowohl COs als auch HA während der Differenzierung der
Zellen synthetisiert und für
die COs ist gezeigt worden, dass sie für die Bildung einer normalen
anterior-posterior Achse in der späten Gastrula lebensnotwendig
sind [9, 12–16], Übersichtsartikel
in [8].
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Neueste
Untersuchungen haben auf Verfahren zur Behandlung von Arthritis
durch Verabreichen von Glucosamin hingewiesen. Diese Untersuchungen
haben gezeigt, dass das Verabreichen von Glucosamin die Tendenz
hat, den Knorpelmetabolismus zu normalisieren, den Abbau zu inhibieren
und die Synthese von Proteoglycanen zu stimulieren, was in der aortialen
Wiederherstellung der Gelenkfunktion resultiert. Die therapeutische
Wirksamkeit der Behandlung mit Glucosamin ist in einer Anzahl von
Tier- und Humanstudien nachgewiesen worden.
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Die
U.S. Patentschrift Nr. 6,117,851 [17]
lehrt, dass (Poly)-N-Acetylglucosamin (poly-NAG), d.h. Chitin verwendet
werden kann, um Osteoarthritis zu behandeln und/oder die Symptome
davon zu lindern. Jedoch ist es unwahrscheinlich, dass Chitin, das
sich im Darm wie unlösliche
Fasern verhält,
verdaut und absorbiert wird. Des Weiteren ist es aufgrund seiner
schlechten Löslichkeit
in dem Darmmilieu nicht wahrscheinlich, dass Chitin durch die kürzlich entdeckte
saure Säugerchitinase
(AMCase) [18] oder Darmbakterien wirkungsvoll hydrolysiert wird,
um niedermolekulare Chitinfragmente, die für die Absorption nutzbar sind,
zu produzieren. Teilweise deacetyliertes Chitin ist jedoch bei jedem
pH-Wert wasserlöslich
und jederzeit als Substrat für
die AMCase oder die Darmflora verfügbar.
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Chito-Oligomer-Aktivität bei Immunantwort und entzündlichen
Reaktionen – Chondrozyten
und Makrophagen:
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Für Chitin
und Chitosan ist vorgeschlagen worden, dass sie immunostimulatorische
Aktivität
in Säugetieren
besitzen [19–22].
Des Weiteren sind Chitin und Chitosan in der Wundheilung und künstlichen
Hautersatzstoffen für
einige Jahre untersucht worden [19–22]. In diesen Untersuchungen
haben Chitin und Chitosan einen signifikanten hemmenden Effekt auf
die Stickstoffmonoxid- (NO) Produktion durch aktivierte Makrophagen
gezeigt. Hexa-N-Acetylchitohexaose (GlcNAc)6 und
Penta-N-Acetylchitopentaose (GlcNAc)5 hemmten auch
die NO-Produktion, aber mit geringerer Wirksamkeit. Diese Ergebnisse
weisen darauf hin, dass die positive Wirkung des aus Chitin bestehenden
Materials auf die Wundheilung zumindest teilweise zurückzuführen ist
auf die Hemmung der NO-Produktion von den aktivierten Makrophagen
[23]. Es ist auch gezeigt worden, dass sowohl Glucosamin als auch
N-Acetylglucosamin die NO-Produktion in normalen menschlichen Gelenkchondrozyten
hemmen und das N-Acetylglucosamin einen neuartigen Mechanismus für die Hemmung
von entzündlichen
Prozessen aufweist [24].
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Das
Chitinase-ähnliche
Protein YKL-40, auch menschliches Knorpel-Glycoprotein-39 (HC gp-39)
genannt, ist ein Mitglied der Chitinasen der Familie 18 [25]. YK-40
wird durch Chondrozyten, Synovialzellen und Makrophagen sezerniert
[26]. HC gp-39 (YKL-40) scheint in alternden Menschen und jungen
Osteoarthritis-Patienten induziert zu werden [28]. Es ist berichtet
worden, dass YKL-40 eine Rolle als Autoantigen in der rheumatischen
Arthritis (RA) aufweist [29–31]
und es in erkranktem osteoarthritischen Knorpel und in Osteophyten, aber
nicht in nicht-erkranktem Gewebe exprimiert wird [32].
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KURZDARSTELLUNG DER ERFINDUNG
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Wir
haben nun gefunden, dass Zusammensetzungen, die Chito-Oligomere
(2- bis 50-mer) umfassen, bemerkenswert gute Ergebnisse in der Linderung
der Symptome von Gelenkerkrankungen wie Arthritis bereitstellen.
Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass in dieser Beziehung die Chito-Oligomere überraschenderweise
wirksamer zu sein scheinen als monomeres Glucosamin, insbesondere
da die Verabreichung der Oligomere die Entzündungen wesentlich vermindert.
Wir schlagen vor, dass chitinöse
Liganden, d.h. Chito-Oligosaccharide (COs), durch Bindung an YKL-40
oder gleichartige Chitinase-ähnliche
Proteine wirken können,
ihre Expression und/oder ihre Autoantigen-Aktivität durch
Maskieren oder durch Verändern
ihrer Epitope zu reduzieren.
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Wir
haben entzündungshemmende
Wirkungen in menschlichen Testpersonen, die an rheumatoider Arthritis
leiden, nach der Verabreichung von Chito-Oligomeren für 3–4 Wochen
beobachtet. Diese entzündungshemmenden
Wirkungen könnten
möglicherweise
Chondrozyten, Makrophagen und möglicherweise auch
Osteoblasten via YKL-40 beeinflussen.
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Vorläufige Ergebnisse
weisen auf die Induktion des Wachstums menschlicher Chondrozyten
in vitro hin, wenn sie mit Chito-Oligomeren inkubiert werden (unveröffentlichte
Daten).
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Gemäß der hierin
vorgestellten Hypothese stellen die Oligomer-Zusammensetzungen der
Erfindung vorteilhafte oligomere Substrate bereit, die Chitinase-ähnliche
Proteine blockieren, und sie stellen auch die bekannten vorteilhaften
Wirkungen der monomeren NAG und GlcN bereit, wenn die Oligomere
abgebaut werden.
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Es
ist hierin weiter postuliert, dass teilweise deacetyliertes, polymeres,
wasserlösliches
Chitin desgleichen entzündungshemmende
Wirkungen und einen therapeutischen Effekt gegen Gelenkerkrankungen
bereitstellen wird, da solche wasserlöslichen Polymere einigen Abbau
durch saure Chitinase und möglicherweise chitolytische
Enzyme zulassen, die durch die Darmflora bereitgestellt werden,
durch die in situ Bereitstellung wasserlöslicher Chito-Oligomere und NAG-
und Glucosamin-Monomeren.
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In
einem ersten Aspekt stellt die Erfindung eine pharmazeutische Zusammensetzung,
wie in Anspruch 8 festgelegt, bereit, wobei die Oligomere Kettenlängen in
dem Bereich von etwa DP 2–50
aufweisen und wobei der Deacetylierungsgrad von den Oligomeren in
dem Bereich von etwa 0–70
ist.
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Ein
weiterer Aspekt der Erfindung stellt die Verwendung der Chito-Oligomere
für die
Herstellung von einem Arzneimittel zur Behandlung von Gelenkerkrankungen
bereit, wobei die Chito-Oligomere Oligomere von N-Acetylglucosamin
(NAG) und Glucosamin umfassen, wobei die Kettenlänge von den Chito-Oligomeren
in dem Bereich von etwa 1–50
ist, wobei mindestens 60 Gew.-% von den Chito-Oligomeren eine Kettenlänge von 2
oder höher
aufweisen und wobei der Deacetylierungsgrad von Glucosamin in dem
Bereich von etwa 0–50 liegt.
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Die
Erfindung stellt in einem weiteren Aspekt die Verwendung von Chito-Oligomeren
zur Herstellung von einem Arzneimittel für die Behandlung gegen entzündliche
Aktivität
in dem menschlichen Körper
bereit.
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LEGENDEN ZU DEN FIGUREN
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1.
Biogel P4 GPC-Analyse von Probe 1. DP (Polymerkettenlänge) und
Homologe von jeder Kettenlänge
sind in Tabelle 1 aufgeführt.
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2.
Homolog-Verteilung der Chito-Oligomere in Probe 1 und 2, wie durch
MALDI-TOF von den gesamten Proben bestimmt. Das relative Signal
von der Analyse ist durch Addition der Signale für alle Homologe von DP 2 bis
DP 10 und Anpassen auf 100 kalkuliert. Das Signal für jedes
Homolog ist als relatives Signal (%) wiedergegeben.
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3.
Kombinierte DP-Verteilung von Chito-Oligomeren von Probe 1 und 2,
wie durch MALDI-TOF MS beurteilt. Homologe für jedes DP, von DP 2 bis DP
10, werden, wie in 2 gezeigt, addiert und als kombinierte
relative Signale (%) wiedergegeben.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
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Die
Zusammensetzung der Erfindung umfasst Oligomere von N-Acetylglucosamin
(NAG) und Glucosamin, wobei die Chito-Oligomere eine Kettenlänge in dem
Bereich von etwa 2–50
aufweisen und wobei der Deacetylierungsgrad von den Oligomeren in
dem Bereich von etwa 30–50%
(FA = 0,5 – 0,7) liegt.
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Die
Bezeichnung Chito-Oligomere, wie sie hierin verwendet wird, bezieht
sich auf Oligomere und Polymere von einem oder von beiden von N-Acetylglucosamin
(NAG) und Glucosamin, d.h. Oligomerketten mit einer minimalen Kettenlänge von
2 (Dimere). Wie hierin und in den dargelegten Beispielen beschrieben,
ist die Zusammensetzung insbesondere nützlich für die Verwendung als ein Arzneimittel.
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Die
Bezeichnung Homolog definiert gleich lange Oligomerketten mit demselben
Verhältnis
an Monomeren, welche eine unterschiedliche Sequenz aufweisen können, d.h.
das Homolog A3D2 kann z.B. die Oligomersequenzen A-A-A-D-D und A-A-D-A-D
umfassen. (A und D beziehen sich auf N-Acetylglucosamin, beziehungsweise Glucosamin).
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Vorzugsweise
befindet sich der Deacetylierungsgrad von den Chito-Oligomeren in
dem Bereich von etwa 35–50%,
wie zum Beispiel etwa 40–50%,
einschließlich
etwa 40% oder etwa 50%. Der Deacetylierungsgrad DDA kann auch als
Acetylierungsfaktor FA wiedergegeben werden,
wo z.B. DDA von 30% einem FR = 0,7 entspricht.
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Vorzugsweise
weisen mindestens etwa 60% von den Chito-Oligomeren eine Kettenlänge in dem
Bereich von etwa 2–50
auf und insbesondere mindestens etwa 75% und noch bevorzugter mindestens
etwa 85%.
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Die
Zusammensetzungen der Erfindung können geeigneterweise aus chitinhaltigem
Rohmaterial, wie zum Beispiel Krabbenschalen, erhalten werden. Chitin
wird vorteilhafterweise mit einer starken Base deacetyliert, wie
zum Beispiel durch Auflösen
von im Wesentlichen trockenem Chitin in einer konzentrierten Baselösung (z.B.
40–60%
NaOH oder KOH), bei einer Temperatur in dem Bereich von etwa 70–100°C, einschließlich von
dem Bereich von etwa 70–85°C, wie zum
Beispiel etwa 70 bis 90°C,
z.B. etwa 70°C,
etwa 80°C
oder etwa 90°C.
Die Zeit der Reaktion und der Konzentration von Chitin kann abhängig von
dem gewünschten
Deacetylierungsgrad abgewandelt werden und kann leicht für irgendeine
besondere Verarbeitungseinheit und einen besonderen erwünschten
Deacetylierungsgrad optimiert werden. Die Reaktion wird durch Waschen
des erhaltenen Chitin/Chitosan mit kaltem Wasser angehalten und
die resultierende lösliche
Chitinlösung
kann einer Hydrolyse unterzogen werden, um Chito-Oligomere zu erhalten
oder das Material kann mit geeigneten Trocknungsmitteln für eine nachfolgende
weitere Verarbeitung oder Lagerung getrocknet werden.
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Wie
erwähnt,
ist die enzymatische Hydrolyse von dem Chitin/Chitosan bevorzugt,
um die Chito-Oligomere zu erhalten, jedoch ist die Verwendung von
geeigneten Mineralsäuren
zur Depolymerisation (z.B. Salzsäure
oder salpetrige Säure)
auch durch die gegenwärtige
Erfindung umschlossen. Verschiedene Chitinase-aktive Enzyme sind
erhältlich
und können
in dieser Hinsicht eingesetzt werden, z.B. Chitinase (EC Nr. 3.2.1.14),
erhältlich
von Sigma-Aldrich, auch für
Lysozym (EC Nr. 3.2.1.17) wurde gefunden, dass es Chitinase-Aktivität aufweist
(siehe z. B.
U.S. Patentschrift
Nr. 5,262,310 ). Die Enzyminkubationsbedingungen (Enzym/Substrat-Verhältnis, Temperatur,
pH-Wert, Reaktionszeit) können
variiert werden, abhängig
von der spezifischen Aktivität
und den optimalen Reaktionsbedingungen von dem eingesetzten Enzym.
Wie in Beispiel 2 demonstriert (siehe Probe 1 und 2; Herstellung)
können
die Bedingungen optimiert werden, um ein erwünschtes Verhältnis von
kleinen und mittelgroßen
Oligomeren zu erhalten. Längere
Oligomere und Polymere (DP 30 und höher) können wahlweise von den erwünschten
kurzen und mittellangen Oligomeren abgetrennt werden, entweder durch
präparative
Chromatographie oder durch Präzipitation
bei einem hohen pH-Wert (etwa pH 9 oder höher).
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Die
Chito-Oligomer-Zusammensetzung kann in geeigneter Weise in einer
im Wesentlichen trockenen Form bereitgestellt werden, umfassend
ein Pulver, Flocken oder Fasermaterial, welches zur Einnahme verkapselt
oder gelöst
oder in einer wässrigen
Lösung
suspendiert sein kann. Solch eine Zusammensetzung kann im Wesentlichen
nur aus den oben erwähnten
Oligomeren bestehen, d. h. in dem Bereich von etwa 80–100 Gew.-%
der Chito-Oligomere. In nützlichen
Ausführungsformen
umfasst die Zusammensetzung in dem Bereich von 20–100 nach
Gewicht die Oligomere, einschließlich etwa 25–95 Gew.-%,
wie zum Beispiel 50–90 Gew.-%.
Abhängig
von dem Herstellungsverfahren kann die Zusammensetzung signifikante
Mengen von Salz außer
dem Salz der Oligomere enthalten, z.B. NaCl oder KCl, aber vorzugsweise
ist der Gehalt von solchen Extra-Salzen minimal gehalten. Abhängig von
dem Verfahren und den Bedingungen, die während der Hydrolyse von dem
Rohmaterialpolymer angewendet wurden, sind normalerweise irgendeine
Menge der Monomere von Glucosamin und NAG in den Zusammensetzungen
der Erfindung enthalten, wie zum Beispiel in der Menge von 0–60 Gew.-%
der gesamten Saccharidmenge, wie zum Beispiel weniger als etwa 50
Gew.-%, aber vorzugsweise sind die Monomere weniger als etwa 40
Gew.-% von der gesamten Saccharidmenge und als da sind weniger als
etwa 25 Gew.-%, einschließlich
weniger als etwa 20 Gew.-%. Unsere Testergebnisse deuten jedoch
darauf hin, dass eine gewisse Menge der Monomere, insbesondere NAG,
die in den Zusammensetzungen von der Erfindung vorhanden sind, einen
positiven synergistischen Effekt aufweisen können.
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Die
Zusammensetzung kann weiterhin ein pharmazeutisch unbedenkliches
Hilfsmittel oder Verdünnungsmittel,
eine Geschmackssubstanz, ein Nährstoff
oder einen Farbstoff umfassen.
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Von
den kürzeren
Oligomeren wird postuliert, dass sie für die Aktivität von der
Zusammensetzung der Erfindung höchst
wichtig sind. In einer gebräuchlichen
Ausführungsform
weisen mindestens etwa 10 Gew.-% der Oligomere von der Zusammensetzung
eine Kettenlänge
von 2 bis 12 auf, insbesondere mindestens 15 Gew.-%, einschließlich mindestens
25 Gew.-% und sogar noch bevorzugter weisen mindestens 50 Gew.-% von
den Oligomeren eine Kettenlänge
von 2 bis 12 auf. In einer bestimmten Ausführungsform weisen etwa 15 bis
75 Gew.-% der Oligomere eine Kettenlänge von 2 bis 12 auf, wie etwa
zum Beispiel 50 Gew.-% der Oligomere, vorzugsweise weisen etwa 15
bis 75 Gew.-% von den Oligomeren eine Kettenlänge in dem Bereich von 2 bis
9 auf. In bestimmten Ausführungsformen
weisen mindestens 50 Gew.-% der Oligomere eine Kettenlänge in dem
Bereich von 2 bis 15 auf, wie zum Beispiel mindestens 60 Gew.-%,
einschließlich
mindestens 70% oder mindestens etwa 80%.
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In
einem weiteren Aspekt der Erfindung wird eine pharmazeutische Zusammensetzung
bereitgestellt, die die Oligomerzusammensetzung der Erfindung, wie
hierin beschrieben, umfasst.
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Die
pharmazeutische Zusammensetzung soll vorzugsweise in einer Form
sein, die für
die orale Verabreichung geeignet ist, wie zum Beispiel als eine
Trockenform, welche leicht aufgelöst werden kann, z.B. in einem
Glas Wasser. Solche Formen schließen Trockenpulver-, Granulat-,
Flocken-, Faser- und Pastenformen ein. Die Zusammensetzung kann
jedoch auch in Pillen oder Kapseln enthalten sein.
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In
anderen gebräuchlichen
Ausführungsformen
ist die Zusammensetzung der Erfindung in einer Form, die für die systemische
Verabreichung geeignet ist, wie zum Beispiel intramuskuläre, subkutane
oder intravenöse
Verabreichung. Solche geeigneten Formen sind Lösungsformen mit einem pharmazeutisch
unbedenklichen Trägerstoff
oder Hilfsstoff gemäß pharmazeutischen
Standardverfahren. Die Lösungsformen
sind steril und der pH-Wert ist geeignet eingestellt und gepuffert.
Für die
intravenöse
Verwendung sollte die Gesamtkonzentration der gelösten Substanz
kontrolliert werden, um die Präparation
isotonisch zu machen.
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Wie
in den begleitenden Beispielen demonstriert, ist die pharmazeutische
Zusammensetzung brauchbar gefunden worden als Behandlung von rheumatischen
Gelenkerkrankungen in einer Testperson, die diese braucht, sie ist
insbesondere brauchbar gefunden worden für die Behandlung von einer
Gelenkerkrankung ausgewählt
aus der Gruppe die Osteoarthritis und rheumatoide Arthritis umfasst.
In diesem Zusammenhang umschließt
die Behandlung das Lindern der Symptome von der Gelenkerkrankung
in einer Testperson, an welche die Zusammensetzung verabreicht wird.
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In
noch einem weiteren Aspekt wird eine Zusammensetzung bereitgestellt
für die
entzündungshemmende
Behandlung und die Behandlung von Gelenkerkrankungen, die wasserlösliches
teilweise deacetyliertes Chitin mit einem Deacetylierungsgrad in
dem Bereich von etwa 35 bis etwa 50% umfasst. Die Wasserlöslichkeit
von dem Polymer gestattet einen geringen Abbau von dem Polymer durch
chitolytische Enzyme, die durch die Darmflora produziert werden,
folglich stellt die Zusammensetzung, wenn sie eingenommen wird,
in situ wasserlösliche
Chito-Oligomere und Glucosamin-Monomere bereit, dabei mit demselben
Ausmaß wie
die vorhergehend diskutierten hydrolysierten Chito-Oligomere.
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In
noch einem weiteren Aspekt stellt die Erfindung die Verwendung von
solchen Chito-Oligomeren wie oben beschrieben für die Herstellung von einem
Arzneimittel zur Behandlung von Gelenkerkrankungen wie zum Beispiel
Osteoarthritis und rheumatoide Arthritis bereit.
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In
einem weiteren Aspekt wird die Verwendung von den vorstehend beschriebenen
Zusammensetzungen zur Behandlung gegen entzündliche Aktivität in dem
menschlichen Körper
bereitgestellt, sowie die Verwendung von den Zusammensetzungen zur
Herstellung von einem Arzneimittel zur Behandlung gegen entzündliche
Aktivität
in Knochen- und Magergeweben.
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BEISPIELE
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Beispiel 1: Charakterisierung von Chito-Oligomeren:
Analytische Methoden
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1A: Bestimmung des Wasser- und Aschegehaltes
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Eine
Probe von 4–5
g sprühgetrockneter
Chito-Oligomere
wurde durch Gewichtsbestimmung vor und nach der Inkubation bei 105°C für 3 Stunden
auf den Wassergehalt analysiert. Der Aschegehalt wurde durch vollständige Verbrennung
bei 800°C
für 3 Stunden
bestimmt und als Gewichtsprozent des anorganischen Rückstandes
auf der Basis des Trockengewichtes berechnet.
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1B: Bestimmung des Deacetylierungsgrades
durch direkte Titration
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Chito-Oligomere
(500 mg, korrigiert für
Feuchtigkeit und Asche) wurden mit 125 ml 0,060 N HCl in einem abgedichteten
Erlenmeyer-Kolben gemischt und über
Nacht bei 22°C
in einem Rotationsschüttler
(150 min–1)
aufgelöst. Nachfolgend
wurden 125 ml destilliertes Wasser hinzugefügt und die Lösung wurde
weiter für
mindestens 15 Minuten geschüttelt.
50,0 g der Lösung
wurden in ein Becherglas überführt und
mit 0,500 N NaOH-Lösung
unter Verwendung einer Flussgeschwindigkeit von 1,00 ml/min (HPLC-Pumpe)
titriert. Der pH-Wert wurde zwischen pH 1,8 bis 9 kontrolliert und
der DDA wurde auf der Basis von dem zwischen den Wendepunkten der
Titrationskurve, von pH 3,75 bis 8,0, verbrauchten Volumen NaOH
unter Verwendung der Gleichung DDA = Vol. (ml) NaOH * 0,0500/100
mg Chitosan berechnet. Jede Probe wurde in dreifacher Ausfertigung
titriert.
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1C: DNS-Assay zur Bestimmung des durchschnittlichen
Polymerisationsgrades (DP)
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Der
durchschnittliche Polymerisationsgrad (DP-Wert) von der 0,50% Oligomerlösung wurde
durch einen Endpunkttest der Zuckerreduzierung unter Verwendung
von 3,5-Dinitrosalicylsäure
(DNS) als Reagenz und Glucose als Standard gemessen. Diese Methode
ist ursprünglich
durch Miller [34] beschrieben. Ein Volumen von 1,00 ml Chitosan-Oligomerlösung (5,00
mg/ml, korrigiert für
Feuchtigkeit und Asche in 0,5% Essigsäure) wurde mit 2,00 ml DNS-Reagenz
gemischt, für
8 Minuten gekocht, abgekühlt
und bei 2.000 × g
für 3 Minuten
zentrifugiert. Die optische Dichte von dem Überstand wurde in einem Spektralfotometer
bei 540 nm gemessen und der durchschnittliche DP-Wert wurde unter
Verwendung der Absorption von 1,00 mg/ml (5,55 mM) Glucose als Standard
berechnet. Wasser (1,00 ml in 2,00 ml DNS-Lösung) diente als eine Leerprobe
bei 540 nm. Das Durchschnittsmolekulargewicht, das für die Berechnung
von DP verwendet wurde, war 200 Da. Jede Probe wurde in zweifacher
Ausfertigung getestet.
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1D: BioGel-P4 Gelpermeationschromatographie-Analyse
(GPC)
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Zwei
serielle Säulen
(Pharmacia) mit BioGel-P4, feine Qualität (BioRad, München, Deutschland),
wurden unter Verwendung von 0,05 M Ammoniumacetat-Puffer als mobile
Phase, eingestellt auf pH 4,2 mit 0,23 M Essigsäure, äquilibriert. Die Flussgeschwindigkeit
betrug 27,7 ml/Std. Der Nachweis wurde mit einem Shimadzu RID 6A
Brechungsindex-Detektor
durchgeführt.
Die Fraktionen wurden gesammelt, entsprechend vereinigt und vor
der MALDI-TOF MS-Analyse lyophilisiert.
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1E: MALDI-TOF Massenspektrometrie-Analyse
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Probenaufbereitung:
Lösungen
von den Proben in H2O (1 μL) wurden
auf das Target aufgetragen und mit 1 μL einer 5%-igen Lösung von
THAP oder DHB in MeOH gemischt. Nach dem Trocknen bei Raumtemperatur
wurde die Probe in 1 μL
MeOH wieder aufgelöst,
um eine dünne
Schicht von sehr feinen Kristallen zu ergeben, wenn sie bei Raumtemperatur
getrocknet wurde.
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Die
Massenspektren wurden mit einem Bruker Reflex II Instrument (Bruker
Daltonik, Bremen, Deutschland) aufgenommen, wie weiter ausführlich beschrieben
in [34].
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Beispiel 2: Herstellung von Chito-Oligomeren
(COs), die für
die orale Verabreichung gegen Arthritis verwendet wurden.
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Herstellung von Probe 1 (G000823-1K):
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Natriumhydroxid,
25 kg, wurde in 25 kg Wasser in einem 80-L Mixgerät aufgelöst und auf
70°C erhitzt. Krabbenchitin
(Primex ehf.), 2,5 kg, wurden hinzugefügt und für 20 Minuten gerührt (15
min–1).
Die Aufschlämmung
wurde dann mit Wasser gekühlt,
durch einen Baumwollbeutel (200 × 40 cm) filtriert und für 10–15 Minuten
gewaschen. Das Chitin-Gel wurde zurück in das Mixgerät überführt, der
pH-Wert auf 4 durch Hinzufügen von
30 HCl eingestellt und Wasser hinzugefügt, um ein Volumen von 80 L
zu ergeben. Chitinase-Lösung, 380 g
(750 U/g), wurden hinzugefügt
und das Gel für 16
Stunden bei 30°C
gerührt.
Das Enzym wurde durch Einstellen des pH-Wertes auf 7 und Erhitzen
der Lösung
auf 70°C
für 10
Minuten denaturiert. Nach dem Abkühlen wurde die Oligomerlösung durch
ein Sieb mit 280 μm
Maschenweite gegossen. Die Lösung
wurde einer Sprühtrocknung
unter Verwendung eines rotierenden Zerstäubungstrockner-Gerätes bei
einer Lufteinlasstemperatur von 190 00 und einer Luftaustrittstemperatur
von 80°C
unterzogen. Die Rotorgeschwindigkeit des Trockners betrug 20.000
min–1.
Das feine weiße
Chitosanpulver, 2.0 kg, bezeichnet als Probe 1, wurde gesammelt
und bei Raumtemperatur aufbewahrt.
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Analyse von Probe 1
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Die
sprühgetrocknete
Chito-Oligomer-Probe wurde auf Wasser- und Aschegehalt analysiert.
Der Aschegehalt betrug 53,7% (w/w) und Wasser 5,4% (w/w). Chito-Oligomere
und Monomere betrugen 40,9% (w/w). Der Deacetylierungsgrad (DDA)
betrug 42,3% +/– 0,1%
(SD). Biogel-P4 GPC (
1) gefolgt durch MALDI-TOF-Analyse
(Tabelle 1) zeigte, dass das Monomer (DP 1) hauptsächlich N-Acetylglucosamin (GlcNAc)
ist, mit einem geringfügigen
Vorkommen von N-Glucosamin (GlcN). Die Dimere (DP 2) waren eine Gemisch
aus (GlcNAc) und (GlcNAc)(GlcN). Die Trimere (DP 3) enthielten (GlcNAc)
2(GlcN) als Hauptprodukt und (GlcNAc)
3 als ein Nebenprodukt. Die Sequenz von dem
hauptsächlichen
Trimerprodukt wurde bestimmt als GlcN-GlcNAc-GlcNAc oder D-A-A. Längere Oligomere
(DP 4 bis DP 20) wurden in kleineren Mengen gefunden, wie nach der
Biogel-P4 Analyse zu urteilen. Die Existenz von mittellangen Oligomeren
wurde sowohl durch Biogel-P4 und MALDI-TOF MS-Analyse bestätigt. Tabelle 1. MALDI-TOF MS von Biogel-P4
GPC-Höchstwerten
aus Probe 1, wie in Figur 1 gezeigt. Jeder nummerierte Höchstwert
wurde gesammelt und durch MALDI-TOF MS analysiert. Die Tabelle zeigt
die Fraktionsnummer und die berechneten Oligomere und Homologe von
jeder Fraktion.
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 |
| D8A4 | D6A3 | D4A3 | D3A3 | D2A3 | D1A3 | D2A2 | D1A2 | A2 | A2 | A |
| D7A5 | D5A4 | D3A4 | | D3A3 | D3A2 | D1A3 | | D1A2 | | |
| D6A6 | D4A5 | D2A5 | | D4A2 | D2A3 | | | | | |
| | D7A3 | | | | | | | | | |
| | D6A4 | | | | | | | | | |
| | D5A5 | | | | | | | | | |
| A = GlcNAc
und D = GlcN. |
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Herstellung von Probe 2 (G010430-1K):
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Diese
Probe wurde im Wesentlichen durch dasselbe Protokoll hergestellt
wie für
Probe 1 beschrieben, abgesehen von der Enzyminaktivierung (pH-Wert
eingestellt auf 8,0 durch 10% NaOH) und dem Sieben, die Lösung wurde
geklärt
durch Verwendung von einer Alfa-Laval Durchflusszentrifuge (Type:
LAPX) bei 9.800 min–1. Der Flüssigkeitsstrom
betrug 520 ml/Min. und der Rotor wurde alle 3–5 Minuten entleert. Das Pellet
wurde verworfen und die klare Oligomerlösung wurde wie in Beispiel
2 sprühgetrocknet.
Die Produktausbeute betrug 1,74 kg Pulver.
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Analyse von Probe 2
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Der
Aschegehalt dieser Probe wurde mit 48,3% (w/w) gemessen, wobei der
NaCl-Gehalt 47,0% betrug. Der Wassergehalt betrug 5,0% (w/w). Chito-Oligomere
und Monomere betrugen 46,7% (w/w). Der Deacetylierungsgrad (DDA)
betrug 38,7% +/– 0,9.
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Die
MALDI-TOF MS-Analysen von Probe 1 und 2 sind in 2 und 3 gezeigt. 2 lässt die
Homologverteilung der Chito-Oligomere von DP 2 bis DP 10 erkennen.
Die Homologverteilung ist zwischen den zwei Proben ein bisschen
verschieden. Durch Hinzufügen
der unterschiedlichen Homologen für dasselbe DP ist es offensichtlich,
dass die DP-Verteilung
für beide
Proben ähnlich
ist, wie in 3 gezeigt. Es ist von großer Wichtigkeit
zu berücksichtigen,
dass die Intensitätssignale
für die
unterschiedlichen Oligomere in der MALDI-TOF-Analyse qualitative
Signale sind, und nicht quantitative, und insbesondere dass die
Höchstwerte
der höheren
Oligomere mit relativ niedriger Intensität als die Höchstwerte der niederen Oligomeren
auftreten können.
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Beispiel 3: Orale Verabreichung von Chito-Oligomeren
(COs)
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Testpersonen,
die an Arthritis leiden, nahmen täglich Dosen von 3,0 g (1 Teelöffel; 5,0
ml, 1223 mg COs) des sprühgetrockneten
Chito-Oligomer-Pulvers von Probe 1, aufgelöst in Wasser, für mindestens
5 Wochen bis zu zwei Jahren ein. Zwei von diesen Patienten unterbrachen
die Verabreichung für
die Dauer von 5–6 Wochen
nach einer durchgehenden Einnahme und starteten dann mit der Einnahme
von 2.9 g von Probe 2 (1 Teelöffel;
5,0 ml, 1331 mg COs).
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Ergebnisse der Verabreichung
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Testperson 1: Behandlung von rheumatoider
Arthritis
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Eine
weibliche Testperson, Alter 55 Jahre, litt an rheumatoider Arthritis.
Die Gelenke von beiden Händen
waren stark geschwollen. Die Finger waren steif und ihre Bewegung
verursachte Schmerzen. Die Testperson nahm 3 g des Chito-Oligomer-Pulvers
von Probe 1 täglich
ein. Die Testperson bemerkte eine signifikante Verbesserung nach
4 bis 5 Wochen. Es war eine bemerkenswerte Linderung der Symptome
vorhanden, die Entzündung
ließen
nach und die Gelenke der Finger erschienen wieder normal. Es gab
eine Linderung der Schmerzen und die Testperson konnte ihre Finger
freier bewegen, was es ihr ermöglichte,
schwierige Arbeit wieder zu tun. Nach etwa 2 Monaten unterbrach
sie die Einnahme des Chito-Oligomer-Pulvers für 5–6 Wochen. Nach 3 bis 4 Wochen
kamen die Arthritis-Symptome schrittweise wieder zurück. Zwei
bis drei Wochen nach dem Einstellen startete sie die tägliche Verabreichung
wieder unter Verwendung von 2,9 g von Probe 2 (1331 mg COs), was
in der berichteten Linderung in 4 bis 5 Wochen nach dem zweiten
Start von der Verabreichung resultierte. Die Testperson hat eine
tägliche
Dosis von Probe 1, 2 und gleichartiger Chito-Oligomer Produktion
ohne Entzündung
und Schmerzen für
etwa 21 Monate eingenommen.
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Testpersonen 2–4: Behandlung von rheumatoider
Arthritis
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Die
Testpersonen litten an rheumatoider Arthritis. Sie nahmen 3,0 g
des Chito-Oligomer-Pulvers von Probe 2 täglich ein. Nach einem Monat
berichteten die Testpersonen eine signifikante Linderung der RA-Symptome.
Die Entzündung
(geschwollene Gelenke) war gelindert und die Gelenke waren weniger
steif.
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Testpersonen 5–14: Behandlung von Osteoarthritis
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Zehn
Testpersonen, die an Osteoarthritis leiden, nahmen jeweils täglich 3,0
g von Probe 1, 2,9 g von Probe 2 und gleichartiger Chito-Oligomer
Produktion. Nach 2 bis 4 Wochen berichteten 8 Testpersonen positive
Ergebnisse, die Entzündung
und der Schmerz waren vermindert. Zwei Testpersonen berichteten
keine Linderung der Symptome.
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Für alle untersuchten
Testpersonen wurde kein signifikanter Unterschied in der Linderung
der Symptome zwischen Probe 1 und 2 gefunden. Variationen in der
Probenherstellung, verschieden zu Probe 1 und 2 (höherer DDA,
höherer
DP) haben nicht zu einer Verbesserung in der Anti-Arthritis-Aktivität geführt, wie
durch die Testpersonen beurteilt. Weitergehende Untersuchungen sind
im Gange.