[go: up one dir, main page]

DE60218605T2 - Verfahren zur Herstellung von Organosilanen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Organosilanen Download PDF

Info

Publication number
DE60218605T2
DE60218605T2 DE60218605T DE60218605T DE60218605T2 DE 60218605 T2 DE60218605 T2 DE 60218605T2 DE 60218605 T DE60218605 T DE 60218605T DE 60218605 T DE60218605 T DE 60218605T DE 60218605 T2 DE60218605 T2 DE 60218605T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hydrogen silane
trichlorosilane
allyl
allyl chloride
reaction
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE60218605T
Other languages
English (en)
Other versions
DE60218605D1 (de
Inventor
Paul C. Midland Dinh
Dennis E. Midland Phillips
David L. Midland Brandt
William C. Midland Maki
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dow Silicones Corp
Original Assignee
Dow Corning Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dow Corning Corp filed Critical Dow Corning Corp
Publication of DE60218605D1 publication Critical patent/DE60218605D1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE60218605T2 publication Critical patent/DE60218605T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F7/00Compounds containing elements of Groups 4 or 14 of the Periodic Table
    • C07F7/02Silicon compounds
    • C07F7/08Compounds having one or more C—Si linkages
    • C07F7/12Organo silicon halides
    • C07F7/14Preparation thereof from optionally substituted halogenated silanes and hydrocarbons hydrosilylation reactions

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)
  • Silicon Polymers (AREA)

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Organosilanen in einer effizienten Weise, so dass die Ausbeute eines bevorzugten Produktes erhöht ist. Genauer gesagt bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren für die Herstellung von Organosilanen in einer effizienten Weise, indem ein molarer Überschuss eines Alkenhalogenids mit einem Wasserstoffsilan in Reaktion gebracht wird.
  • Organosilane können durch die Reaktion eines Alkenhalogenids mit einem Wasserstoffsilan hergestellt werden und können durch die folgende Gleichung dargestellt werden:
  • Reaktion 1
    • RbXaSiH4-a-b + Rc'Y → RbH3-a-bXaSiR'Y, worin R ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus Alkylen mit 1 bis ungefähr 20 Kohlenstoffatomen, Cycloalkylen mit 4 bis 12 Kohlenstoffatomen und Arylen; X ein Halogen ist; R' ein Alkyl mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen ist und Y ein Halogen ist; a = 0 bis 3 ist, b = 0 bis 3 ist und a+b = 1 bis 3 ist.
  • Insbesondere geeignete Organosilane schließen Halogenpropylorganosilane ein, die allgemein Zwischenprodukte bei der Organosilanchemie sind.
  • Halogenpropylorganosilane werden im Allgemeinen durch eine katalysierte Reaktion eines Allylhalogenids mit einem Wasserstoffsilan in einem Hydrosilierungs- oder Hydrosilylierungsverfahren hergestellt und können durch die folgende allgemeine Reaktionsgleichung beschrieben werden:
  • Reaktion 2
    • RbXaSiH4-a-b + CH2CHCH2Y → RbH3-a-bXaSiCH2CH2CH2Y, worin R ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus Alkylen mit 1 bis ungefähr 20 Kohlenstoffatomen, Cycloalkylen mit 4 bis 12 Kohlenstoffatomen und Arylen; X ein Halogen ist; und Y ein Halogen ist; a = 0 bis 3, b = 0 bis 3 ist und a+b = 1 bis 3 ist.
  • Die Hydrosilierungsreaktion geht mit einer unerwünschten Nebenreaktion einher, bei der ein Nebenprodukt Propylorganosilan hergestellt wird und kann durch die folgende allgemeine Reaktionsgleichung beschrieben werden:
  • Reaktion 3
    • RbXaSiH4-a-b + CH2CHCH2Y → RbXaH3-a-bSiCH2CH2CH3 + RbXaSiH3-a-bY worin R ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Alkylen mit 1 bis ungefähr 20 Kohlenstoffatomen, Cyloalkylen mit 4 bis 12 Kohlenstoffatomen und Arylen; X ein Halogen ist und Y ein Halogen ist; a = 0 bis 3, b = 0 bis 3 ist, und a+b = 1 bis 3 ist.
  • Ein allgemein verwendetes Halogenpropylorganosilan in der chemischen Industrie ist Chlorpropyltrichlorsilan, welches durch die Reaktion eines Trichlorsilans und Allylchlorids gemäß der folgenden Reaktionsgleichung hergestellt wird:
  • Reaktion 4
    • Cl3SiH + CH2CHCH2Cl → Cl3SiCH2CH2CH2Cl
  • Das Nebenprodukt, Propyltrichlorsilan, wird durch eine zweite Reaktion hergestellt und kann durch die folgende Reaktionsgleichung ausgedrückt werden:
  • Reaktion 5
    • 2Cl3SiH + CH2CHCH2Cl → Cl3SiCH2CH2CH3 + SiCl4.
  • Es ist in der Fachwelt bekannt, dass die Wirksamkeit eines Verfahrens zur Herstellung von Halogenpropylorganosilanen verbessert werden kann, wenn die Menge des unerwünschten Nebenproduktes verringert werden kann. Zum Beispiel offenbart US 6,242,630 B1 ein Verfahren für die kontinuierliche Herstellung von Halogenpropylorganosilanen, wobei die Reaktion, die durchgeführt wird, eine partielle Reaktion von 10 bis 80 %, bezogen auf die molare Basis des Ausgangsmaterials, ist. Dieses Verfahren erfordert eine komplexe Kontrolle und ein Beobachten, um die Verfahrensbedingungen aufrecht zu erhalten; dadurch werden die Kosten des Verfahrens erhöht.
  • US 5,177,236 A offenbart ein Verfahren zur Herstellung von Chlorpropyltrichlorsilan aus einem Wasserstoffsilan und Allylchlorid, wobei die Reaktionstemperatur bei dem Siedepunkt des Reaktionspartners mit dem höheren Siedepunkt aufrecht erhalten wird. Die Reaktion findet in Gegenwart eines platinhaltigen Trägermaterials statt, welches oberhalb der Reaktionsmischung vorliegt. Die Dämpfe der Reaktionsmischung werden durch einen Kondensator geleitet, der an dem Trägermaterial vorbeizieht. Das Kondensat wird dann durch das Trägermaterial hindurch in die siedende Reaktionsmischung geführt. Das in dem Kondensator gebildete Kondensat enthält einen stöchiometrischen Überschuss an Allylchlorid, bezogen auf die Wasserstoffsilan-Reaktionsverbindung. Dieses Verfahren ist wiederum komplex und erfordert eine hohe Energiezufuhr, um die Reaktionspartner zu verdampfen. Die Verdampfung der Reaktionspartner beschränkt auch die mögliche überschüssige Menge an Allylchlorid für die Reaktion, da ein Gleichgewicht zwischen dem Dampf und der siedenden Flüssigkeit des Allylchlorids aufrecht erhalten werden wird. Die Verdampfung der Reaktionspartner beschränkt auch die Menge an Überschuss des Allylchlorids, indem die Rate der Verdampfung der Reaktionspartner die Menge an Allylchlorid in dem Kondensat begrenzen wird.
  • Es besteht daher eine Notwendigkeit in der Fachwelt, ein kosten- und energieeffizientes Verfahren für die Herstellung von Halogenpropylorganosilan bereitzustellen, das die Herstellung von ungewünschtem Nebenprodukt minimiert.
  • Die vorliegende Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Organosilanen, umfassend das In-Reaktion-Bringen eines Alkenhalogenids mit einem Wasserstoffsilan in Anwesenheit eines bimetallischen Katalysators. Das Alkenhalogenid und das Wasserstoffsilan werden in einer flüssigen Phase gehalten. Das Alkenhalogenid liegt in einer Menge vor, so dass ein molarer Überschuss von wenigstens 1,1 molen an Alkenhalid pro mol an Wasserstoffsilan aufrecht erhalten wird. Diese Reaktion wird laufen gelassen, so dass eine Umsetzung von mehr als 80 % erreicht wird.
  • Das Verfahren der vorliegenden Erfindung hat den Vorteil, dass ein Verfahren bereitgestellt wird, welches eine komplexe Kontrolle oder Beobachtung nicht erforderlich macht, oder eine hohe Energiezufuhr, um das gewünschte Produkt herzustellen, nicht erforderlich macht.
  • Das Verfahren der vorliegenden Erfindung stellt auch den Vorteil bereit, dass die Ausbeute eines gewünschten Produktes im Vergleich zu dem ungewünschten Produkt erhöht wird, was zu einer höheren Siliciumeffizienz und niedrigeren Verfahrensabfällen führt.
  • Das Verfahren der vorliegenden Erfindung hat den weiteren Vorteil, dass ein Verfahren bereitgestellt wird, das eine Reaktion in einer flüssigen Phase ausführt, unter Verwendung von flüssigen Reaktionspartnern, die die Verwendung einer hohen Energiezufuhr nicht erforderlich machen und die leicht zu verarbeiten sind.
  • 1 ist ein Flussdiagramm, das das Verfahren einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung offenbart.
  • Die vorliegende Erfindung ist ein Hydrosilylierungsverfahren, das das In-Reaktion-Bringen eines Alkenhalogenids mit einem Wasserstoffsilan in Anwesenheit eines Hydrosilylierungskatalysators einschließt. Das Alkenhalogenid liegt in einer Menge vor, so dass ein molarer Überschuss von wenigstens 1,1 molen an Alkenhalogenid pro mol des Wasserstoffsilans aufrecht erhalten wird.
  • Wasserstoffsilane, die in dem vorliegenden Verfahren verwendbar sind, werden durch die Formel RbXaSiH4-a-b beschrieben, worin jedes Rb unabhängig voneinander ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Alkylen, die 1 bis ungefähr 20 Kohlenstoffatome enthalten, Cycloalkylen, die ungefähr 4 bis 12 Kohlenstoffatome enthalten, und Arylen; a = 0 bis 3, b = 0 bis 3; und a+b = 1 bis 3 ist. Rb kann ein substituiertes oder unsubstituiertes Alkyl, Cycloalkyl oder Aryl sein, wie beschrieben. Es ist bevorzugt, dass jedes Rb unabhängig voneinander ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus Alkylen, die 1 bis ungefähr 6 Kohlenstoffatome enthalten. Es ist weiter bevorzugt, wenn jedes Rb Methyl ist. Jedes X ist ein Halogen und bevorzugt ist X Chlor. Beispiele für Wasserstoffsilane, die durch die Formel RbXaSiH4-a-b beschrieben sind, welche in dem vorliegenden Verfahren verwendbar sind, schließen Trimethylsilan, Dimethylsilan, Triethylsilan, Dichlorsilan, Trichlorsilan, Methyldichlorsilan, Dimethylchlorsilan, Ethyldichlorsilan, Cyclopentyldichlorsilan, Methylphenylchlorsilan und (3,3,3-Trifluorpropyl)dichlorsilan ein. Bevorzugt wird das Wasserstoffsilan ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Dimethylchlorsilan, Methyldichlorsilan, Trichlorsilan und Dichlorsilan. Weiter bevorzugt ist das Wasserstoffsilan Trichlorsilan.
  • Verwendbare Alkenhalogenide können z. B. Vinylchlorid, Allylchlorid, Allylbromid, Allyliodid, Methallylchlorid, 3,3,3-Trifluorpropen, 4-Chlormethylstyrol, Chloropren und 4-Chlorstyrol einschließen.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform wird Chlorpropyltrichlorsilan durch In-Reaktion-Bringen von Allylchlorid mit Trichlorsilan in Anwesenheit eines platinhaltigen Katalysators hergestellt. Das Allylchlorid liegt in einer Menge vor, so dass ein molarer Überschuss von 1,1 mol an Allylchlorid pro mol Wasserstoffsilan bis zu 50 mol an Allylhalogenid pro mol Wasserstoffsilan aufrecht erhalten wird.
  • Noch weiter bevorzugt liegt das Allylchlorid in einer Menge vor, so dass der molare Überschuss von 5 bis 20 mol Allylchlorid pro mol Wasserstoffsilan ist.
  • Unerwarteterweise wird durch Aufrechterhaltung von einem Überschuss an Allylchlorid von wenigstens 5 mol pro mol Trichlorsilan die Ausbeute des gewünschten Produktes, Chlorpropyltrichlorsilan, im Verhältnis zu dem unerwünschten Produkt, Propyltrichlorsilan, dramatisch erhöht.
  • Mit Bezug auf 1 wird ein detailliertes Verfahrensflussdiagramm für das Verfahren der vorliegenden Erfindung bereitgestellt. Es kann aus 1 gesehen werden, dass das Verfahren das Bereitstellen von Allylchlorid und Trichlorsilan in einem Reaktor mit anschließenden Trennungsschritten, um die Reaktionsproduk te zu entfernen, ebenso wie um das überschüssige Allylchlorid zu recyceln, einschließt.
  • Das In-Kontakt-Bringen des Allylchlorids mit dem Trichlorsilan kann bewirkt werden, indem geeignete Reaktoren verwendet werden, einschließlich gerührten Kesseln, Schleifenreaktoren und Reaktoren für Flüssigkeits-Feststoff-Kontakte, wie z. B. ein Festbettreaktor. Das Verfahren kann als ein kontinuierliches, halbkontinuierliches oder Chargenverfahren durchgeführt werden. In einer bevorzugten Ausführungsform wird ein Festbettreaktor verwendet, um die flüssigen Reaktionspartner mit einem festen platinhaltigen Katalysator in Kontakt zu bringen. Der platinhaltige Katalysator ist bevorzugt ein bimetallischer Katalysator aus Platin und Kupfer mit einem Kohlenstoffträger. Der bevorzugte Katalysator ist in US 6,177,585 B1 offenbart und gehört dem Besitzer der vorliegenden Erfindung und wird hierin durch Bezugnahme eingeschlossen. Der bevorzugte Katalysator schließt ein aktives Hydrosilylierungsmetall, Platin und ein sich auf der Oberfläche abscheidendes Metall, Kupfer auf einem Kohlenstoffträger ein. Obwohl gemäß der vorliegenden Erfindung bevorzugt ein bimetallischer Katalysator verwendet wird, soll es so verstanden werden, dass andere Hydrosilylierungskatalysatoren ebenfalls in der vorliegenden Erfindung verwendet werden können.
  • Wiederum unter Bezugnahme auf 1, werden die Reaktionspartner, Allylchlorid 1, Trichlorsilan 2 und ein recyceltes Allylchlorid 3 in einen Reaktor 4, bevorzugt einen Festbettreaktor, zugeführt. Der Reaktor enthält den bevorzugten bimetallischen Katalysator, wie er oben beschrieben wird. Die Reaktortemperatur wird zwischen 50°C und 150°C mit einem Reaktionsdruck von 689,5 bis 1.723,8 kPa (100 bis 250 psig) gehalten. Das Reaktionsprodukt wird dann einer ersten Trennungsstufe 5, einer Destillationskolonne unterworfen, in der das gewünschte Produkt Chlorpropyltrichlorsilan 7 als ein Bodenprodukt abgetrennt wird.
  • Das Kopfprodukt aus der Destillation wird einem nachfolgenden Trennungsschritt 6 unterworfen, der das überschüssige Allylchlorid als ein oben befindliches Produkt abtrennt, welches in den Reaktor 4 als ein Recycelstrom 3 zurückgeführt wird. Das Bodenprodukt der zweiten Trennungsstufe 6 wird dann einer dritten Trennung 8 unterworfen, in welcher Siliciumtetrachlorid 9 und Propyltrichlorsilan 10 für die Wiederverwendung in nachfolgenden chemischen Verfahren oder für die Abgabe getrennt werden.
  • Um es zu wiederholen, werden die flüssigen Reaktionspartner durch einen Reaktor hindurchgeführt, in dem die Flüssigkeiten über ein festes Bett eines platinhaltigen Katalysators geführt werden, wodurch das gewünschte Produkt, ebenso wie ein unerwünschtes Sekundärprodukt, hergestellt wird. Durch Erhöhung des Allylchlorid-Reaktionspartners, so dass er in einem Überschuss von wenigstens 1,1 mol Allylchlorid pro mol Trichlorsilan vorliegt, wird die Ausbeute des gewünschten Produkts dramatisch erhöht.
  • Die folgenden Beispiele erläutern die vorliegende Erfindung und werden die Fachleute auf diesem Gebiet in die Lage versetzen, sie in einer vollständigeren Weise zu verstehen. Es soll so verstanden werden, dass die Erfindung nicht auf die speziellen Beispiele, die unten dargestellt sind, beschränkt ist.
  • BEISPIELE
  • Tabelle 1
    Figure 00070001
  • Wie es aus der obigen Tabelle gesehen werden kann, wurde eine Serie von Läufen unter Verwendung eines 1,58 Inch ID-Röhrenreaktor ausgeführt, der 500 g eines bimetallischen Platin-Kupfer-Katalysators enthielt. Der Katalysator wurde mit Stickstoff bei 150°C für 6 h vor der Verwendung in dem Röhrenreaktor vorgetrocknet. Nach dem Trocknen des Katalysators wurde Trichlorsilan in den Reaktor mit einer Rate von 390 g/h zugeführt, während die Allylchlorid-Zuführrate von 175 g/h bis 2.187 g/h variiert wurde, bezogen auf den jeweiligen Lauf. Die Reaktortemperatur wurde zwischen 100°C und 150°C bei einem Reaktionsdruck von 1.034,3 bis 1.723,8 kPa (150 bis 250 psig) aufrecht erhalten. Das Reaktionsrohprodukt wurde bezüglich der Produktzusammensetzung analysiert, unter Verwendung eines Online-Gaschromatographen, der mit einem thermischen Leitfähigkeitsdetektor ausgerüstet war. Die oben gezeigte Tabelle zeigt die Ergebnisse der Reaktion genau in Begriffen des Gewichtsverhältnisses des gewünschten Chlorpropyltrichlorsilans zu dem unerwünschten Propyltrichlorsilan bei verschiedenen Allylchlorid-Zuführraten.
  • Wie es aus den detaillierten Ergebnissen gesehen werden kann, führt ein Anstieg bei der Allylchlorid-Zuführrate, die einem Gewichtsverhältnis von dem 5,61fachen an Allylchlorid zu Trichlorsilan entspricht, was ungefähr einem 10:1 M Verhältnis entspricht, zu einem ungefähren Gewichtsverhältnis von 27 des gewünschten Chlorpropyltrichlorsilans zu dem ungewünschten Propyltrichlorsilan. Dies stellt einen dreifachen Anstieg des gewünschten Produktes zu dem ungewünschten Produkt während des dritten Laufes dar, während ein ungefähres 1:1 Gewichtsverhältnis des Zuführstroms, entsprechend einem ungefähr 2:1 M Verhältnis an Allylchlorid zu Trichlorsilan verwendet wird.

Claims (7)

  1. Verfahren zur Herstellung eines Organosilans, umfassend: Zur Reaktion bringen eines Alkenhalogenids mit einem Hydrogensilan in Anwesenheit eines bimetallischen Katalysators aus Platin und Kupfer mit einem Kohlenstoffträger, worin das Alkenhalogenid und Hydrogensilan in einer flüssigen Phase aufrechterhalten werden; wobei das Alkenhalogenid in einer Menge dergestalt vorliegt, dass ein molarer Überschuss von mindestens 1,1 Molen pro einem Mol Hydrogensilan aufrechterhalten wird und, worin die Reaktion weiter ablaufen darf, bis die Umwandlung von Hydrogensilan bei größer als 80 % liegt.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, worin das Alkenhalogenid ausgewählt ist aus: Vinylchlorid, Allylchlorid, Allylbromid, Allyliodid, Methallylchlorid, 3,3,3-Trifluorpropen, 4-Chlormethylstyrol, Chloropren und 4-Chlorstyrol.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, worin das Hydrogensilan durch die Formel RbXaSiH4-a-b beschrieben ist, worin jedes Rb unabhängig aus Alkylen ausgewählt ist, umfassend 1 bis ca. 20 Kohlenstoffatom(e), Cycloalkyle, umfassend ca. 4 bis 12 Kohlenstoffatome, und Aryle; a = 0 bis 3, b = 0 bis 3 und a + b = 1 bis 3 und Xa ein Halogen darstellt.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, worin das Alkenhalogenid in einer Menge dergestalt vorliegt, dass ein molarer Überschuss von mindestens 10 Molen pro einem Mol Hydrogensilan aufrechterhalten wird.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4 zur Herstellung von Chlorpropyltrichlorsilan, umfassend: Zur Reaktion bringen von Allylchlorid mit Trichlorsilan, worin das Allylhalogenid und Trichlorsilan in einer flüssigen Phase aufrechterhalten werden; wobei das Allylchlorid in einer Menge dergestalt vorliegt, dass ein molarer Überschuss von mindestens 1,1 Molen pro einem Mol Trichlorsilan aufrechterhalten wird.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, worin das Allylchlorid in einer Menge dergestalt vorliegt, dass ein molarer Überschuss von 5 bis 20 Molen pro einem Mol Trichlorsilan aufrechterhalten wird.
  7. Verfahren nach Anspruch 5, worin das Allylchlorid in einer Menge dergestalt vorliegt, dass ein molarer Überschuss von mindestens 10 Molen pro einem Mol Trichlorsilan aufrechterhalten wird.
DE60218605T 2001-11-27 2002-11-19 Verfahren zur Herstellung von Organosilanen Expired - Lifetime DE60218605T2 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US09/995,045 US6500977B1 (en) 2001-11-27 2001-11-27 Process for producing organosilanes
US995045 2001-11-27

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE60218605D1 DE60218605D1 (de) 2007-04-19
DE60218605T2 true DE60218605T2 (de) 2007-11-22

Family

ID=25541328

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE60218605T Expired - Lifetime DE60218605T2 (de) 2001-11-27 2002-11-19 Verfahren zur Herstellung von Organosilanen

Country Status (6)

Country Link
US (1) US6500977B1 (de)
EP (1) EP1314735B1 (de)
JP (1) JP4527351B2 (de)
CN (1) CN1239505C (de)
AT (1) ATE356134T1 (de)
DE (1) DE60218605T2 (de)

Families Citing this family (8)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JP3161354B2 (ja) * 1997-02-07 2001-04-25 日本電気株式会社 半導体装置及びその製造方法
US6713644B1 (en) * 2002-10-03 2004-03-30 Dow Corning Corporation Hydrosilation with platinum free neat copper containing catalyst
FR2856402B1 (fr) * 2003-06-17 2005-08-26 Rhodia Chimie Sa Procede de preparation d'halogenoalkylchlorosilane
AU2003278265A1 (en) * 2003-09-05 2005-04-11 Rhodia Chimie Functionalisation (epoxidation) of silicones and use of said silicones as non-stick coatings
CN1317186C (zh) * 2005-12-29 2007-05-23 上海交通大学 由生物质衍生碳质中间相制备成型活性炭的方法
WO2010002443A1 (en) * 2008-07-01 2010-01-07 Momentive Performance Materials, Inc. Hydrosilylation process for gaseous unsaturated hydrocarbons
CN110508328A (zh) * 2019-07-30 2019-11-29 博润生物科技南通有限公司 一种用于合成γ-氯丙基三氯硅烷的有机硅催化剂及其制备方法
CN115541769B (zh) * 2022-10-20 2024-05-31 山东阳谷华泰化工股份有限公司 一种γ-氯丙基三氯硅烷合成过程中物料含量的检测方法

Family Cites Families (12)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4119994A1 (de) 1991-06-18 1992-12-24 Huels Chemische Werke Ag Verfahren zur herstellung von 3-chlorpropylsilanen
US5359111A (en) * 1991-09-18 1994-10-25 Dow Corning Corporation Method for controlling hydrosilylation in a reaction mixture
US5247109A (en) * 1992-12-30 1993-09-21 Dow Corning Corporation Process for preparation of beta-cyanoalkylsilanes
US5559264A (en) 1994-02-24 1996-09-24 Osi Specialities, Inc. Process for making chloroorganosilicon compounds
DE4442753C2 (de) * 1994-12-01 2002-04-25 Degussa Verfahren zur Herstellung von Alkylhydrogenchlorsilane
DE19632157A1 (de) 1996-08-09 1998-02-12 Huels Chemische Werke Ag Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von 3-Halogen-Propyl-Organosilanen
US6303728B1 (en) * 1997-07-08 2001-10-16 Kaneka Corporation Hydrosilylation process and polymers produced by the process
DE19825793C1 (de) 1998-06-10 2000-01-05 Degussa Verfahren zur Herstellung von in 3-Stellung funktionalisierten Organosilanen
DE19857223C5 (de) 1998-12-11 2010-02-04 Evonik Degussa Gmbh Verfahren zur Herstellung von Propylsilanen
DE19905752C1 (de) * 1999-02-11 2000-02-10 Wacker Chemie Gmbh Verfahren zur Herstellung von Di- und Trialkylsilanen mit sperrigen Alkylresten
US6087523A (en) * 1999-07-23 2000-07-11 Dow Corning Corporation Platinum catalyst for hydrosilations
US6177585B1 (en) 2000-05-19 2001-01-23 Dow Corning Corporation Bimetallic platinum catalysts for hydrosilations

Also Published As

Publication number Publication date
DE60218605D1 (de) 2007-04-19
ATE356134T1 (de) 2007-03-15
CN1421447A (zh) 2003-06-04
JP2003183289A (ja) 2003-07-03
EP1314735A3 (de) 2003-09-17
EP1314735A2 (de) 2003-05-28
JP4527351B2 (ja) 2010-08-18
US6500977B1 (en) 2002-12-31
CN1239505C (zh) 2006-02-01
EP1314735B1 (de) 2007-03-07

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69130599T2 (de) Verfahren zur Herstellung von Vinylalkoxysilanen
DE69516438T2 (de) Verfahren zur Herstellung von chlororganischen Silizium-Verbindungen
EP1894935B1 (de) Kontinuierliche Herstellung von Organosilanen
EP0471164A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Mercaptosilanen
DE2260282A1 (de) Silylierungsverfahren
DE60218605T2 (de) Verfahren zur Herstellung von Organosilanen
DE69619719T2 (de) Ungesättigte Alkohole als Beschleuniger für Hydrosilylierung
DE69700509T2 (de) Verfahren zur Herstellung von Allylsilanen
DE69022491T2 (de) Herstellung von Tertiär-Kohlenwasserstoff-Silyl-Verbindungen.
EP0000184B1 (de) Verfahren zum Umwandeln von Organosilanen
DE19857223C5 (de) Verfahren zur Herstellung von Propylsilanen
DE60123034T2 (de) Herstellung von sekundären aminoisobutylalkoxysilanen
US6242630B1 (en) Process for the continuous preparation of 3-halopropylorganosilanes
EP1229039B1 (de) Verfahren zur Herstellung von in 3-Stellung funktionalisierten Propylsilanen
DE69315297T2 (de) Verfahren zur Herstellung von Omega-Alkenylchlorsilanen
DE69220179T2 (de) Verfahren zur Herstellung von Tertiär-Kohlenwasserstoff-Silylverbindungen
DE69419542T2 (de) Verfahren zur Herstellung von Beta-Zyanalkylsilanen unter Verwendung von Rutheniumkatalysatoren
DE69705432T2 (de) Alkyn-Hydrosilation mit Cycloalkadien-Katalysatormodifikator
DE69316181T2 (de) Phosphinoaliphatische Katalysatoren für die Herstellung von beta-Cyanalkylsilanen
EP2828270A1 (de) Verfahren zur herstellung von aminoalkylalkoxysilanen
DE69325079T3 (de) Verfahren zur Herstellung von Triorganochlorsilane
EP0031436B1 (de) Verfahren zur Spaltung von Siloxanen
DE68921134T2 (de) Herstellung von Organosilanen.
DE69112873T2 (de) Verfahren zur Alkylierung von Silanen.
DE69029373T2 (de) Verfahren zur Herstellung von Organohalogensilanen

Legal Events

Date Code Title Description
8364 No opposition during term of opposition