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Die
Erfindung bezieht sich auf universelle serielle Busschaltungen (USB-Schaltungen),
die in USB-Vorrichtungen und USB-Hubs verwendet werden. Insbesondere
bezieht sich die Erfindung auf eine Schaltung, die verwendet wird,
um zu detektieren, ob der Hub oder die Vorrichtung mit einem USB-Host verbunden ist,
das heißt,
um den Verbindungsstatus der Vorrichtung oder des Hub zu detektieren.
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Es
wurde eine USB-Norm entwickelt, die es erlaubt, bis zu 127 periphere
Vorrichtungen, wie Drucker, Scanner, Tastaturen, Modems, Telefone,
Kameras und Speichervorrichtungen, an einen Host, gewöhnlicherweise
einen Personalcomputer (PC), durch einen vierdrahtigen Bus anzuschließen. Solche
Vorrichtungen können
mit dem PC entweder direkt oder über
Hubs verbunden werden. Die Hubs liefern zusätzliche Verbindungen zum USB.
Der USB hat den Vorteil, dass die Verbindung verschiedener Typen
von Vorrichtungen standardisiert wurde. Weiterhin kann eine Vorrichtung
verbunden werden, während
der PC angeschaltet ist und während
andere Vorrichtungen im Gebrauch sind.
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Es
werde der Betrieb einer Vorrichtung als ein Beispiel genommen, wobei
die Vorrichtung mit einem USB-Anschluss, der vom PC oder einem Hub geliefert
wird, verbunden ist. Wenn der PC mit der Vorrichtung physisch verbunden
ist, so steuert er das Anschießen
und die Konfiguration der Vorrichtung. Um dies zu erreichen, ist
der PC mit einem USB-Treiber installiert, der gewöhnlicherweise
durch das Betriebssystem des PC geliefert wird. Der PC ist auch mit
einem Vorrichtungstreiber installiert, so dass Anwendungssoftware
auf dem PC die Vorrichtung verwenden kann, wenn sie angeschlossen
und konfiguriert wurde. Der Vorrichtungstreiber wird oft vom Betriebssystem
geliefert, wobei es aber bei außergewöhnlichen
Vorrichtungen notwendig sein kann, dass ein Benutzer einen spezifischen
Vorrichtungstreiber unter Verwendung von Installationsdisketten
installieren muss.
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Vorrichtungen
können
hinsichtlich der Anzahl der Funktionen, die sie durchführen, kategorisiert
werden. Viele Vorrichtungen, wie ein Maus, implementieren eine einzige
Funktion. Einige Vorrichtungen, wie ein Monitor, der eingebaute
Lautsprecher aufweist, implementieren mehrere Funktionen und weisen
einen eingebetteten Hub auf. Eine solche Vorrichtung ist als eine
Verbundvorrichtung (compound device) bekannt und erscheint für den PC
wie ein Hub mit einer Sammlung einzelner, nicht entfernbarer Funktionen.
Im speziellen Fall, wenn eine Vorrichtung mit einer einzigen Funktion,
wie eine Maus, in einen PC das erste Mal eingesteckt wird, detektiert,
identifiziert und konfiguriert der USB-Treiber die Vorrichtung,
und das Betriebssystem weist automatisch einen Vorrichtungstreiber
zu, bei dem es sich im Fall einer Maus um einen Maustreiber handelt.
Alternativ und wie das oben erwähnt
wurde, kann ein Benutzer einen spezifischen Vorrichtungstreiber
installieren und/oder zuweisen. Wenn eine Verbundvorrichtung das
erste Mal eingesteckt wird, wird dasselbe Verfahren der Detektion,
Identifikation und Konfiguration für jede jeweilige Funktion ausgeführt, so dass
alle Funktionen der Verbundvorrichtung für den PC verfügbar sind.
Um dieses Verfahren effizient zu machen, muss eine USB-Vorrichtung
detektieren können,
dass sie mit einem USB-Host verbunden worden ist, so dass sie beginnen
kann, auf die Kommunikation vom Host zu antworten. In ähnlicher
Weise muss die USB-Vorrichtung wissen, wann sie vom USB-Host gelöst wurde,
und sie muss zwischen einer Verbindungslösung und einer Ruheperiode
während der
Kommunikation unterscheiden können.
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Obwohl
eine USB-Schaltung im Kontext dieses Dokuments Schaltungen, die
in die Hubs selber eingefügt
sind, eingebettete Hubs und Vorrichtungen mit einer einzigen oder
mehreren Funktionen einschließt,
wird sich aus Gründen
der Einfachheit die folgende Diskussion auf die Anwendung und die Vorteile
der Erfindung unter speziellem Bezug auf USB-Vorrichtungsschaltungen konzentrieren.
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Einfache
Vorrichtungen, wie eine Maus, brauchen keine eigene Energieversorgung
aufzuweisen, sondern sie arbeiten, indem sie Energie vom Host verwenden,
die über
eine 'Vbus'-Leitung mit 5 V gesendet
wird. Die Vorrichtungen sind nur betriebsbereit, wenn sie Energie
vom Host haben, und so ist es relativ einfach, die Vorrichtungen
so zu konfigurieren, dass sie erkennen, dass sie mit einem Host
verbunden sind. Solche Vorrichtungen sind als 'über
den Bus mit Energie versorgte' Vorrichtungen
bekannt. Viele Vorrichtungen benötigen
jedoch mehr Energie, als über
die Vbus-Leitung geliefert werden kann, und können auch unabhängig vom
Host arbeiten, wie beispielsweise Mobiltelefone und MP3-Player.
Somit benötigen
diese Vorrichtungen eine eigene Energieversorgung, das heißt sie weisen
eine eigene Energieversorgung auf. Da diese Vorrichtungen betriebsfähig sind,
ohne dass sie mit einem Host verbunden werden müssen, erfordern sie eine relativ
komplizierte Schaltung, um zu identifizieren, ob sie mit einem Host
verbunden sind, oder ob dies nicht der Fall ist. Die Vbus-Energieversorgungsleitung
weist jedoch sowohl im Fall von über
den Bus mit Energie versorgten Vorrichtungen als auch sich selbst
mit Energie versorgenden Vorrichtungen eine zentrale Bedeutung auf,
um den Verbindungsstatus zu bestimmen (Spezifikation USB 2.0, http://www.usb.org),
da die Verwendung der Vbus Energieversorgungsleitung nicht nur verlässlich ist
bei der Anzeige des Verbindungsstatus sondern auch hilft beim Widerstehen von
Lockup-Zuständen.
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Die
Erfindung ist nur auf sich selbst mit Energie versorgende Vorrichtungen
(oder Hubs) anwendbar, und somit wird nur der existierende Betrieb
solcher Vorrichtungen betrachtet. In der Praxis ist ein Mikroprozessor,
der sich selbst mit Energie versorgenden Vorrichtungsschaltung konfiguriert,
um das Signal von der Vbus-Leitung zu analysieren, und um auf der
Basis des Vorhandenseins oder Fehlens eines Signals zu bestimmen,
ob eine Verbindung hergestellt wurde. Ein Nachteil dieses Verfahrens
besteht darin, dass es einen getrennten Eingangs/Ausgangs-(I/O)-Anschlussstift
eines Mikroprozessor mit stark begrenzter Zahl der Anschlussstifte
nur für
die Bestimmung des Verbindungsstatus verwendet. Weiterhin sind zusätzliche
Schaltungskomponenten erforderlich, um das Signal des Vbus in eine
für den
Mikroprozessor geeignete Form zu bringen. Das ergibt sich daraus,
dass der Mikroprozessor der USB-Vorrichtung bei der heute angewandten
Niederspannungstechnologie nur eine Signalisierung mit einer sehr
viel geringeren Spannung als 5 V verwenden kann. Der Mikroprozessor
kann auch empfindlich gegenüber
Fluktuationen in der Spannung (Rauschen) sein, von denen bekannt
ist, dass sie auf der Vbus-Leitung auftreten. Dies macht es notwendig, dass
das Vbus-Signal anfänglich
durch eine getrennte Spannungsvergleicherschaltung hindurchgeführt wird,
die sowohl die Stärke
des Signals reduziert als auch das Signal, das an den Mikroprozessor
geliefert wird, innerhalb der geforderten engen Toleranz regelt.
Die Vergleichsvorrichtung ist jedoch ein relativ teures Bauteil,
das auch relativ groß ist
und somit wertvollen Platz auf der Leiterplatte belegt. Die Spurführungskomplexität wird auch
erhöht.
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Die
USB-Norm definiert, dass eine Differentialsignalisierung (diffential
signalling) verwendet werden muss, um Rauschen, das den Daten hinzugefügt wurde,
zu entfernen. Eine Differentialsignalisierung ist aus dem Stand
der Technik bekannt und wird verwendet, um ein erstes Datensignal
mit einem entsprechenden inversen zweiten Datensignal zu vergleichen,
wobei jedes dieser Signale auf getrennten Datenleitungen gesendet
wird. Da bekannt ist, dass das zweite Signal im allgemeinen ein
Spiegelbild des ersten Signals sein sollte, ist es möglich, Inkonsistenzen
zwischen den Datensignalen zu identifizieren und zu korrigieren.
Somit sind mindestens zwei getrennte Datensignalisierungsleitungen
in USB-Vorrichtungen aktuell verfügbar.
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Die
WO 00/34878 bezieht sich auf das Vorsehen eines Mikroprozessors
in einer USB-Vorrichtung, der ausgebildet ist, um das Senden eines
vollen Signals an den USB-Host zu ermöglichen, um zu bewirken, dass
der USB-Host annimmt, dass er mit der USB-Vorrichtung verbunden/nicht
verbunden ist, wenn dies nicht der Fall ist. Die Lehren dieses Dokuments
beziehen sich nicht auf die Modifikation der Signalisierung zwischen
dem USB-Sende-Empfänger der
Vorrichtung und dem Prozessor der Vorrichtung.
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Die
vorliegende Erfindung liefert eine USB-Schaltung, umfassend:
einen
Mikroprozessor, der angepasst ist um eine Signalisierung, die den
Verbindungszustand der USB-Schaltung mit einer USB-Hostschaltung
betrifft, zu empfangen;
erste und zweite Datensignalleitungen,
die angepasst sind, um jeweilige erste und zweite Datensignale an
den Mikroprozessor zu übertragen,
eine
USB-Host-Energieversorgungssignalleitung, die angepasst ist, USB-Host-Energiesignalisierung
zu empfangen, um einen Verbindungszustand anzuzeigen; und
wobei
die USB-Schaltung dadurch gekennzeichnet ist, dass sie ein Verbindungszustandssignalisierungsmittel
umfasst, das angepasst ist, die USB-Energieversorgungssignalleitung
zu analysieren und das Datensignal, das über die erste und zweite Datenleitung übertragen
wird, entsprechend dem Verbindungszustand der USB-Schaltung mit
der USB-Host-Schaltung
zu ändern.
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Die
existierenden ersten und zweiten Datenleitungen, die in der USB-Schaltung
verwendet werden, werden nun also verwendet, um dem Mikroprozessor
Information zu liefern, ob die Schaltung mit einem Host verbunden
ist, und somit vermeidet die Erfindung die Notwendigkeit für getrennte
Schaltungskomponenten (beispielsweise eine Vergleichsvorrichtung),
um das Vbus-Signal zum Mikroprozessor zu regeln. Im Gegensatz zur
Vbus-Leitung werden vergleichsweise niedrige Spannungen und Ströme über die
Datenleitungen gesandt, und somit wird beim Senden der Verbindungszustandsinformation zum
Mikroprozessor durch existierende Datenleitungen statt durch die
Vbus-Reglerschaltung
weniger Strom verschwendet. Zusätzlich
führt das
Fehlen der Vbus-Reglerbauteile zu einer Schaltung, die für eine Miniaturisierung
geeigneter ist. Die Verwendung von existierenden (I/O) Verbindungen
zum Mikroprozessor gibt auch einen (I/O) Mikroprozessor-Anschlussstift
frei. Weiterhin reduziert die Erfindung die Komplexität der Spurführung in
der oft dicht gepackten Schaltung.
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Datenpakete
umfassen eine Reihe von 'Einsen' und 'Nullen', und, wie das vorher
erwähnt
wurde, fordert die USB-Spezifikation,
dass Daten, die auf einer ersten Leitung gesandt werden, das Spiegelbild von
Daten, die auf einer zweiten Leitung gesandt werden, darstellen.
Wenn beispielsweise das Datenpaket, das über die erste Leitung gesendet
wird, '1000' ist, so wird das
Datenpaket, das über
die zweite Leitung gesendet wird, '0111' sein.
Somit werden die Daten durch die gleichzeitige Übertragung von '1ern' und '0en' über die jeweiligen Datenleitungen dargestellt,
und somit stellt ein '1'-Signal, das auf
der ersten Datenleitung gesendet wird, und eine gleichzeitige Übertragung
eines '0'-Signals auf der zweiten Datenleitung
Daten dar. Entsprechend ist der umgekehrte Zustand eines '0'-Signals auf der ersten Datenleitung
und eines entsprechenden '1'-Signals auf der
zweiten Datenleitung auch bekannt dafür, dass er Daten darstellt.
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Weiterhin
fordert die USB-Konvention, dass das Ende eines Datenpakets durch
die gleichzeitige Übertragung
eines '0'-Signals auf jeder Datenleitung dargestellt
wird. Der Zustand einer gleichzeitigen Übertragung einer '1' wird jedoch aktuell in der USB-Norm
nicht verwendet.
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Vorteilhafterweise
werden die Verbindungszustandssignalisierungsmittel der USB-Schaltung vorzugsweise
konfiguriert, um gleichzeitig ein '1'-Signal
auf jeder der Datenleitungen an den Mikroprozessor zu senden, wenn
sich die USB-Schaltung in einem Nichtverbindungszustand befindet,
und der Mikroprozessor ist angepasst, um den Zustand der simultanen '1' mit einem Nichtverbindungszustand zu identifizieren.
Somit verwendet die Erfindung den nicht verwendeten Zustand einer
simultanen '1' für eine vorteilhafte
Wirkung.
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Dies
kann mittels Hardware und/oder Software erfolgen. Beispielsweise
kann im Fall von Hardware ein NICHT-Gatter verwendet werden, um
das Signal von der Energieversorgungssignalleitung zu invertieren,
so dass ein '1'-Signal nur im nicht
verbundenen Zustand gesandt wird. Dieses invertierte Signal würde dann
jeweils zu einem Eingang von zwei ODER-Gattern gesandt. Der verbleibende
Eingang der beiden ODER-Gatter würde
jeweils mit dem Host-Ende der Datensignalleitungen verbunden, und der
jeweilige Ausgang der beiden ODER-Gatter würde mit dem Mikroprozessor-Ende
der entsprechenden Datenleitung verbunden. Diese Konfiguration identifiziert
den nicht verbundenen Zustand durch das Analysieren der Signalisierung
in den Datensignalleitungen oder der Energieversorgungssignalleitung.
Offensichtliche alternative Lösungen,
die nur die Energieversorgungssignalleitung untersuchen, liegen
auch im Umfang der Erfindung. Ein Signalfilter kann auch vorgesehen
sein, um die Signalinkonsistenzen zwischen der Signalisierung von
den Datenleitungen zu reduzieren. Eines oder mehrere dieser Logikgatter
können
durch Software ersetzt werden.
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Ein
Ausgangssignal eines NICHT-UND-Logikgatters ist '0',
wenn alle Eingangssignale '1' sind, ansonsten
ist das Ausgangssignal '1'. Passenderweise
kann die USB-Schaltung auch angepasst sein, um ein NICHT-UND-Logikgatter
zu haben, das mit den Datenleitungen verbunden ist, um den Signalisierungszustand
der simultanen '1' in jeder der Datenleitungen
in einen Signalzustand mit einer einzigen '0' umzuwandeln.
In diesem Fall ist der Mikroprozessor angepasst, den '0'-Zustand mit einem nicht verbundenen
Zustand zu identifizieren. Ein Signalfilter kann auch mit dem Eingang
des NICHT-UND-Logikgatters verbunden sein, um Signalinkonsistenzen
zu reduzieren. Das NICHT-UND-Logikgatter/Signalfilter kann
in den Mikroprozessor eingefügt
oder unabhängig
von ihm sein. Alternativ können
eine oder mehrere dieser Komponenten durch Software ersetzt werden.
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USB-Schaltungen
umfassen normalerweise einen Sende-Empfänger, um Signalisierung zu
senden und zu empfangen. Vorzugsweise sind die Verbindungszustandssignalisierungsmittel
in den Sende-Empfänger
eingefügt.
Insbesondere würde das
Einfügen
der Logikgatter in den Sende-Empfänger die Komplexität der Spurführung und
die physikalische Größe der Hardwarelösung reduzieren.
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USB-Schaltungen
umfassen im allgemeinen eine digitale anwendungsspezifische integrierte Schaltung
(ASIC) für
USB, um die Operationen der USB-Schaltung zu analysieren und zu
steuern. Vorzugsweise ist der vorher erwähnte Mikroprozessor in einem
USB-Digital-ASIC enthalten. Der Mikroprozessor kann jedoch getrennt
vom USB-Digital-ASIC sein. Der Mikroprozessor kann auch in den Sende-Empfänger eingefügt werden.
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ASICs
können
nicht verwendete Ersatzschaltungskomponenten, wie Logikgatter, Verstärker und/oder
Widerstände
umfassen. Vorzugsweise sind die Verbindungszustandssignalisiermittel
konfiguriert, um diese Ersatzschaltungskomponenten zu verwenden,
um somit die Ersatzkomponenten zu verwenden, die viel kleiner als
eine externe Hardware sind. Zusätzlich
belegt, obwohl die ASIC-Spurführung
relativ komplex ist, eine solche Spurführung ein viel kleineres Gebiet,
als es für
eine externe PCB-Spurführung
erforderlich wäre.
Obwohl es sein kann, dass der ASIC keine Ersatzschaltungskomponenten
aufweist, würde
es dennoch vorteilhaft sein, diese relativ kleinen Schaltungskomponenten
in den ASIC einzufügen
und dennoch eine Schaltung zu liefern, die kleiner als existierende
USB-Schaltungen ist.
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Vorzugsweise
ist die USB-Schaltung in eine USB-Vorrichtung, wie ein Mobiltelefon
oder eine Kommunikationsvorrichtung eingefügt. Die USB-Schaltung kann
auch in einen USB-Hub eingefügt
sein.
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Spezifische
Ausführungsformen
der Erfindung werden nun unten unter Bezug auf die folgenden Figuren
beschrieben:
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1 ist
eine schematische Darstellung einer Schaltung gemäß dem Stand
der Technik;
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2 ist
eine schematische Darstellung einer Schaltung gemäß der vorliegenden
Erfindung;
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3 ist
eine schematische Darstellung der Schaltung, die verwendet wird,
um die Signalisierungsänderung
gemäß der vorliegenden
Erfindung anzusteuern; und
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4 ist
eine schematische Darstellung einer Filterschaltung, die in der
vorliegenden Erfindung verwendet wird.
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Die
Schaltung 50 des Stands der Technik, die in 1 gezeigt
ist, kann gemeinhin in USB-Vorrichtungen, wie einer Digitalkamera,
gefunden werden. Sie umfasst einen USB-Digital-ASIC 1 (der einen Mikroprozessor
enthält),
einen Sende-Empfänger 2 und
einen USB-Kern 3. Der ASIC 1 steuert und reguliert
den Betrieb der Schaltung 50. Der Sende-Empfänger 2 überträgt Signalisierung
zwischen einem verbundenen (nicht gezeigten) USB-Host und dem ASIC 1.
Der USB-Kern 3 wird verwendet, um die Schaltung 50 gemäß der USB-Norm zu konfigurieren und
ist in Kombination mit dem ASIC 1 gezeigt. Sowohl der ASIC 1 als
auch der Sende-Empfänger 2 ziehen
Energie entlang der Leitung P.
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Der
Sende-Empfänger 2 empfängt die
Signalisierung vom Host entlang einer Anzahl von Leitungen 10, 11 und 12.
Insbesondere überträgt die Leitung 10 die Energiesignalisierung
(Vbus) an den Sende-Empfänger 2,
und die Leitungen 11 und 12 übertragen eine Datensignalisierung
(D+, D–)
zwischen dem Host und dem Sende-Empfänger 2. Im Gegensatz
zur Leitung 10 werden die Leitungen 11 und 12 für eine Zweiwege-Übertragung
zwischen dem Sende-Empfänger 2 und
dem Host verwendet. Die Leitungen 11 und 12 werden
durch Widerstände 40 beziehungsweise 41 unterbrochen,
um die Signale (D+, D–)
in eine geeignete Form für
die Übertragung
zwischen dem Host und dem Sende-Empfänger 2 zu bringen.
Eine weitere Leitung 13 ist vorgesehen, um den Sende-Empfänger 2 zu
erden. Um eine bequeme Verbindung mit dem Host zu erlauben, endet
das Host-Ende jeder dieser Leitungen 10, 11, 12 und 13 in
einem Verbindungsanschluss 4.
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Die
Kommunikation zwischen dem Sende-Empfänger 2 und dem ASIC 1 erfolgt
entlang der Leitungen 20, 21, 22, 23, 24, 25 und 26.
Jede dieser Leitungen ist am ASIC 1 unter Verwendung getrennter
I/O-ASIC-Anschlussstifte befestigt. Die Leitungen 20, 21 und 22 werden
verwendet, um die Signalisierung vom Sende-Empfänger 2 zum ASIC 1 zu übertragen,
wohingegen die Leitungen 23, 24, 25 und 26 verwendet
werden, um die Signalisierung vom ASIC 1 zum Sende-Empfänger 2 zu übertragen.
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Im
Hinblick auf die Datenübertragung
auf den Leitungen 20 und 21 ist der Sende-Empfänger ausgelegt,
die Datensignalisierung (D+, D–)
von den Leitungen 11 und 12 zu nehmen und sie
den Leitungen 20 beziehungsweise 21 zuzuführen. Der
Sende-Empfänger 2 ist
auch ausgelegt, um die Datensignale in eine Form (Vp, Vm), die für den ASIC 1 geeignet
ist, zu modifizieren. Dies erfolgt durch das Hindurchführen der
Signale (D+, D–)
durch unsymmetrische Verstärker 42 beziehungsweise 43.
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Im
Fall der Datenübertragung über die
Leitung 22 wird ein Differentialsignal (RCV) zum ASIC 1 entlang
dieser Leitung 22 gesandt und vom ASIC 1 verwendet,
um Rauschen zu entfernen, das den Datensignalen (D+, D–) eventuell
hinzugefügt
wurde.
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Das
Differentialsignal wird im Sende-Empfänger 2 durch das Vergleichen
der D+ und der D– Datensignale,
die zueinander invers sein sollten, erzeugt.
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Wendet
man sich nun der Signalisierung vom ASIC 1 zum Sende-Empfänger 2 zu,
so wird die Leitung 23 verwendet, um den Sende-Empfänger 2 zwischen
Sende- und Empfangsbetriebsarten umzuschalten. Die Leitung 24 wird
verwendet, um den Sende-Empfänger 2 in
eine Betriebsart geringer Leistung auf einen Befehl vom Host hin
zu versetzen, und die Leitung 25 wird verwendet, um dem
Sende-Empfänger 2 anzuweisen,
den USB-Signalisierungszustand,
der Single ended zero (Se0) genannt wird, bei dem D+ und D– zur selben
Zeit beide auf '0' gesetzt sind, zu übertragen.
Die Leitung 26 ist eine Datenübertragungsleitung und wird
verwendet, um Daten Vo vom ASIC 1 zum Sende-Empfänger 2 zu senden.
Der Sende-Empfänger 2 ist
weiter konfiguriert, um diese Daten Vo zu nehmen und sie entlang der
Leitungen 11 und 12 zum Host zurück zu führen. Eine
alternative Übertragungstechnik
ermöglicht
es dem Sende-Empfänger 2,
D+ Daten gemäß der Anregung
auf einem Vpo-Sende-Empfänger-Anschlussstift,
und D– Daten
gemäß der Anregung
auf einem Vmo-Sende-Empfänger-Anschlussstift
zu übertragen.
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Die
Schaltung 50 umfasst eine weitere Leitung 32,
die verwendet wird, um dem Host mitzuteilen, dass die Schaltung 50 der
Vorrichtung mit dem Host verbunden worden ist. Die Leitung 32 wird
durch einen Widerstand 46 unterbrochen und verbindet das Sende-Empfänger-Ende
der Leitung 10 wirksam zurück mit dem Host über die
Leitung 11. Im Betrieb sendet die Verbindung des Host mit
der Schaltung 50 der Vorrichtung unter Verwendung des Verbindungsanschlusses 4 ein
Vbus-Signal 10 an den Sende-Empfänger 2. Das Vbus-Signal
wird dann entlang der Leitung 32 durch den Widerstand 46 und
zurück zur
Leitung 11 übertragen.
Diese Signal läuft über die Leitung 11 durch
den Verbindungsanschluss 4 und zurück zum Host, wo es vom Host
detektiert wird.
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Die
Schaltung 50 weist auch eine zusätzliche Leitung 30 auf,
die die Leitung 10 mit dem ASIC 1 unter Verwendung
eines getrennten I/O-ASIC-Anschlussstiftes ohne ein Hindurchlaufen
durch den Sende-Empfänger 2 verbindet.
Diese Leitung 30 wird durch die Schaltung 31 unterbrochen,
um das Vbus-Signal von der Leitung 10 in einem Bereich
zu steuern, der für
den ASIC 1 geeignet ist. Dies erfolgt durch eine Vergleichsvorrichtung
(Operationsverstärker) 44 und
einer Potentialteilerschaltung 45. Diese Schaltung 31 wird
verwendet, um dem ASIC 1 den Verbindungszustand der Vorrichtung
zu liefern. Wenn der ASIC 1 ein Signal empfängt, so
erkennt er einfach, dass er mit dem Host verbunden ist. Ansonsten
erkennt der ASIC 1, dass er nicht verbunden ist.
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2 zeigt
eine Schaltung 100 gemäß der Erfindung.
Gemeinsame Komponenten haben entsprechende Bezugszahlen zur Schaltung 50 und
führen
dieselben Funktionen, wie sie vorher beschrieben wurden, durch.
Im Gegensatz zur Schaltung 50 weist die Schaltung 100 jedoch
keine Leitung 30 oder Schaltung 31 (Komponenten 44, 45)
auf. Stattdessen ist der Sende-Empfänger 2 konfiguriert,
um das Signal auf der Leitung 10 zu analysieren. Wenn der
Sende-Empfänger 2 das
Vbus-Signal detektiert, erlaubt er es dem ASIC 1 zu bestimmen,
dass die Schaltung 100 mit einem Host verbunden ist, durch
den Empfang von Datenpaketen von den Leitungen 20 und 21.
Wenn die Schaltung 100 jedoch vom Host getrennt ist, gibt
es kein Vbus-Signal auf der Leitung 10. In so einem Fall
ist der Sende-Empfänger 2 konfiguriert,
um die Vp-, Vm-Signale in Leitung 20 und 21 in den
Zustand der simultanen '1' zu ändern, das
heißt beim
Empfang eines '0'-Signals von der
Vbus-Leitung 10 invertiert der Sende-Empfänger 2 das
Signal in ein '1'-Signal und sendet
dieses Signal für
eine Übertragung
durch die Leitungen 20 und 21. Diese Inversion
der Signalisierung erfolgt unter Verwendung eines NICHT-Gatters 111.
In einer solchen Anordnung ist der ASIC 1 konfiguriert,
diesen simultanen '1'-Zustand als einen
verbindungslosen Zustand zu erkennen.
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Einige
zusätzliche
Schaltungen können
erforderlich sein, um zu verhindern, dass die simultane '1'-Signalisierung zurück entlang der Leitungen 20 und 21 zu
den Leitungen 11 beziehungsweise 12 gesandt wird.
Eine Lösung
besteht darin, die Schaltung 110, die in 3 gezeigt
ist, in den Sende-Empfänger 2 einzufügen. In
dieser Anordnung wird das invertierte Signal vom NICHT-Gatter 111 zu
einem Eingang von jedem der zwei ODER-Gatter 112, 113 gesandt.
Die verbleibenden Eingänge
der zwei ODER-Gatter 112, 113 werden jeweils verbunden, um
die Signalisierung D+, D– von
den Leitungen 11 und 12 zu empfangen, und die
Ausgänge
jeder der ODER-Gatter 112, 113 werden verbunden,
um die Signalisierung Vp, Vm an die entsprechenden Leitungen 20 und 21 zu
senden. Diese Konfiguration verhindert nicht nur, dass die Signalisierung
entlang den Leitungen 11 und 12 zurück gesandt
wird, sondern sie identifiziert auch den nicht verbundenen Zustand durch
das Analysieren der D+, D– Signale
zusammen mit dem Vbus-Signal.
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Die
Schaltung 100 ist konfiguriert, um den Vp-, Vm-Signalzustand positiv
zu ändern,
wenn sie keine Energie vom Host durch die Leitung 10 empfängt. Da
Energie erforderlich ist, um die Vp-, Vm-Signale in den simultanen '1'-Zustand positiv zu ändern, ist die Erfindung nur
auf Schaltungen mit eigenständiger
Energieversorgung, das heißt
auf Schaltungen, die sich nicht auf Energie vom Host stützen, anwendbar.
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Eine
zweckmäßige Ausführungsform
der Erfindung versieht den ASIC 1 mit einem NAND-Gatter 125,
um den simultanen '1'-Zustand der Vp-, Vm-Signale in einen
einzigen eindeutigen '0'-Zustand (Vbus detektiert)
umzuwandeln. Die Wahrheitstabelle der 2 zeigt
die Logik. Natürlich
würde der
ASIC 1 konfiguriert, um den '0'-Zustand
mit einem verbindungslosen Zustand zu identifizieren. In einer alternativen
Ausführungsform
könnte
das NICHT-UND-Gatter 125 durch ein (nicht gezeigtes) UND-Gatter
ersetzt und der ASIC 1 konfiguriert werden, um den '1'-Zustand mit einem verbindungslosen Zustand
zu identifizieren.
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Während des Änderns der
Signalzustände können die
D+ und D– Signale
für bis
zu 14 ns sich im Zustand logisch '1' befinden,
und somit benötigen die
Vp- und Vm-Signale eine Filterung. Eine geeignete Filterschaltung 120,
die das NICHT-UND-Gatter 125 einschließt, ist
in 4 gezeigt, und umfasst zwei Eingänge 121, 122 und
ein UND-Gatter 123, einen Verzögerungspuffer 124 und
einen Ausgang 126. Die Schaltung verhindert, dass der "Übergang von maximale 14 ns" an den ASIC 1 gesendet
wird.
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Es
wird erkennbar, dass die Größe und die Kosten
des NICHT-UND-Gatters 125 und/oder
der Filterschaltung 120, die dem digitalen ASIC 1 hinzugefügt wird/werden,
viel kleiner als die Größe und die Kosten
der externen Vbus-Vergleichsschaltungsdetektionshardware 30, 31 sind.
Dies gilt auch für
die Logikschaltung 110, die in den Sende-Empfänger 2 eingefügt ist.
Es wird auch erkennbar, dass die in 2 gezeigte
Ausführungsform
sowohl die Verwendung eines getrennten I/O-ASIC-Stiftes als auch
einer getrennten externen Leitung und Vergleichsschaltung eliminiert.
Die Spurführungskomplexität der Schaltung
wird somit reduziert, was insbesondere in dicht gepackten Leiterplatten
(PCBs) oder gedruckten Verdrahtungsplatten (PWBs) von Vorteil ist.