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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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1. Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft die Unterdrückung von Feuer durch einen
Wassernebel mit extrem feinen Tröpfchen
und genauer gesagt, jedoch nicht in einschränkender Weise, ein verbessertes Verfahren
und eine verbesserte Vorrichtung zur Erzeugung eines extrem feinen
Wassernebels von Submikrometer-Größe unter Verwendung einer elektronischen
Ultraschall-Vorrichtung, welche den Nebel bei Umgebungsdruck herstellt
und den Nebel zur Anwendung bei der Unterdrückung von Feuer abgibt.
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2. Beschreibung des Stands
der Technik
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Feuerunterdrückungssysteme
auf Wasserbasis existieren seit vielen Jahren. Allerdings wurden derartige
Systeme größtenteils
ersetzt, und die Technologie wurde vergessen auf Grund des Aufkommens
von Halon-Gassystemen in den 1960er-Jahren. In den letzten Jahren
wurde entdeckt, dass Halon-Gas hinsichtlich der Umwelt nicht sicher
ist, und seine fortgesetzte Anwendung wurde wegen seines vermutlichen
Potenzials, das Ozon in der Atmosphäre zu verringern, verboten.
Daher besteht ein dringender Bedarf nach einem alternativen Feuerunterdrückungssystem,
welches wirkungsvoll und umweltfreundlich und sicher anzuwenden
ist.
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Wegen
mehrerer günstiger
Eigenschaften ist Wasser erneut als ein potenzielles Mittel zum
Ersetzen von Halon-Gas in Betracht gezogen worden.
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Wasser
ist umweltfreundlich und besitzt keine bekannten toxischen Eigenschaften.
Wasser besitzt eine spezifische Wärme von 4,18 J/g, und eine hohe
latente Verdampfungswärme
von 2260 J/g, welche dabei helfen, eine Flamme zu kühlen. Schließlich ist
Wasser ohne Weiteres verfügbar
und kostengünstig.
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Wassernebel
unterdrückt
Feuer durch verschiedene Mechanismen. Jeder Mechanismus zeigt einen
unterschiedlichen Grad des Einflusses auf die Gesamtunterdrückungseffizienz
eines Wassernebels. Die vier bedeutenden Betriebsmechanismen sind
Wärmeextraktion,
Sauerstoffverdrängung,
Abschwächung
von ausstrahlender Hitze und Verdünnung des Dampf/Luftgemischs.
Wärmeextraktion und
Kühlung
der Flamme weisen den Maximaleffekt auf die Wirksamkeit der Feuerunterdrückung auf,
und die anderen Mechanismen ergänzen
gewöhnlicherweise
den Wärmeextraktions-Mechanismus.
Die Erfinder haben durch Computersimulation und Experimente herausgefunden,
dass der Erfolg von Wassernebel bei seiner Anwendung auf die Feuerunterdrückung von
der Fähigkeit
abhängt,
Tröpfchen
von Wassernebel fast im Nanometer-Maßstab und mit Submikrometer-Größe herzustellen
und den Nebel an verschiedene Feuer-Szenarien zuzuführen. Extrem
kleine Tröpfchen
verdampfen unverzüglich
und absorbieren Energie, wodurch Wärme aus der Flamme extrahiert
wird. Wassernebeltröpfchen
mit größeren Durchmessern
verdampfen langsamer und sind nicht so wirkungsvoll bei der Unterdrückung von
Feuern. Des Weiteren werden größere Tröpfchen nicht so
leicht in das Feuer hineingezogen und benötigen einen zusätzlichen
Impuls, wenn der Nebel entfernt von der Feuerbasis eingebracht werden
muss.
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Eine äußerst kleine
Menge an Wasser wird benötigt
zum Unterdrücken
eines Feuers unter Verwendung von Nebel mit extrem kleinen Submikrometer-Tröpfchen,
auf Grund der beträchtlichen
Volumenausdehnung, begleitet vom Übergang vom flüssigen Zustand
zum Nebel (etwa 1700-fach). Diese Was serausdehnung basiert auf dem
Verhältnis
der Dichte von flüssigem
Wasser und dem gasartigen Nanomaßstab-Nebel.
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Ein
extrem feiner Nebel von Submikrometer-großen Wassertröpfchen vermeidet
mehrere der Nachteile, welche normalerweise mit der herkömmlichen
Wassernebel-Feuerunterdrückungs-Technologie
verbunden sind. Zum Beispiel können
typische Wassernebel-Anwendungen mit einer größeren Tröpfchengröße einen kinetischen Effekt
auf Flammen verursachen, welcher ein Aufflackern verursacht, weil
die Wassertröpfchen
auf der Brennstoffoberfläche
auftreffen. Auf Grund der langsameren Verdampfung und des größeren benötigten Impulses
befeuchten größere Tröpfchen fernerhin
Oberflächen innerhalb
des Anwendungsareals, leiten Elektrizität und führen oft zur Beschädigung von
Gegenständen. Daher
besteht ein Schlüsselelement
für den
Erfolg von Wassernebel-Technologie in der Verwendung von sehr feinem
Submikrometer-Wassernebel im Nanometer-Maßstab, erzeugt unter Anwendung
eines kosteneffektiven und bei Umgebungsdruck durchgeführten Verfahrens.
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Früher ist
die Herstellung von feinem Wassernebel für die Feuerunterdrückung eine
kostspielige Technologie in Hinsicht auf Installation und Wartung
gewesen. Diese Systeme nach dem Stand der Technik haben eine oder
mehrere kostspielige Komponenten, wie eine Hochdruckaufbewahrung
von Fluiden, Leitungsrohre, welche häufig unter Hochdruck standen,
und Pumpen, welche das druckbeaufschlagte Fluid spezialisierten
Zerstäuberdüsen zuführten, eingeschlossen.
Neben den Unkosten für
die Komponenten, erfordern diese Komponenten und Leitungsrohre wertvollen
Platz für
die Installation. Der Platz kann aber bei bestimmten Anwendungen beschränkt sein,
wie bei Schiffen für
die Hochseefahrt, im Maschinenraum und in Computer-Datenzentren.
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Zusätzlich zu
den Unkosten des Installierens von bekannten Wassernebel-Feuerunterdrückungssystemen,
leiden diese Systeme unter Bedenken hin sichtlich Sicherheit und
der Mechanik. Insbesondere sind druckbeaufschlagte Systeme Leckagen
und Risiken des Zerplatzens unterworfen, welche durch das Halten
von Fluiden unter Druck aufkommen. Diese Systeme benötigen Düsen, welche
einer Verstopfung wegen der kleinen Düsendurchmesser unterliegen, und
sind des Weiteren wegen ihrer präzisen
Spezifikationen kostspielig und schwierig zu konstruieren.
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Selbst
bei mechanischen Zerstäubern
des Stands der Technik liegt die in diesen Systemen nach der bisherigen
Technik erhältliche
Tröpfchengröße im Größenbereich
von 50–200
Mikrometern. Für
viele Anwendungen sind diese Tröpfchen
effektiv zur Kühlung
der Flamme. Allerdings können
die Wassernebeltröpfchen
immer noch Oberflächen
befeuchten und elektrische Leitfähigkeit
hervorrufen. Dies beschränkt
die Fähigkeit,
die Wassernebel-Feuerunterdrückung
in Computer- und Datenzentren-Anwendungen oder in Aufbewahrungsräumen für kostbare Gegenstände in Bibliotheken
und Museen anzuwenden. Darüber
hinaus ist die von herkömmlichen
Feinwassernebel-Feuerunterdrückungssystemen
erforderliche mechanische Zerstäubungs-Technologie immer
noch sehr kostspielig.
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Die
Nebelerzeugungsverfahren für
die Feuerunterdrückung
nach dem Stand der Technik beinhalten gut dokumentierte Verfahren,
wie druckbeaufschlagtes Wasser oder Zwillings-Fluid-Zerstäuber. Druckbasierende
Einzel-Fluid-Zerstäuber verwenden
Wasser, aufbewahrt oder gepumpt bei hohem Druck (40 bis 200 Bar)
und Sprühdüsen mit
relativ kleinen Mündungsgrößen. Zwillings-Fluid-Systeme verwenden
Luft, Stickstoff oder andere Gase, um Wasser an einer Düse zu zerstäuben, wie
beschrieben z. B. im später
veröffentlichten
U.S.-Patent Nr. 6 390 203. Obwohl selten, gibt es einige Bezugsstellen hinsichtlich
der Verwendung von extrem hohen (Überschallgeschwindigkeit) Gasströmungen zum Erzeugen
von Ultraschallwellen, um Nebel zum Unterdrücken von Feuern und Explosionen
zu erzeugen. Zum Beispiel beschreibt das U.S.-Patent Nr. 4 378 851
von Egbert de Vries Ultraschalldüsen
eines allgemeinen Typs, in welchen eine Gasmündung eine Flüssigkeitsfilm bildende
Oberfläche
durchstößt. Das
Verfahren verwendet einen Hochgeschwindigkeits-Gasstrom, um die
dünne Schicht
von Flüssigkeit
zu scheren und sie zu zerstäuben.
Von anderer Seite, U.S.-Patente Nr. 5 211 336 und 5 323 861, wird ein
Verfahren zur Herstellung eines Nebels unter Verwendung eines Druckluftstroms
gelehrt, und das U.S.-Patent Nr. 5 597 044 lehrt die Verwendung
eines Trägergases,
welches Überschallgeschwindigkeit aufweist.
Alle früheren
Verfahren verwenden entweder druckbeaufschlagtes Wasser oder komprimiertes Gas
bzw. Druckgas als Mittel zur Zerstäubung von Wasser, um einen
Wassernebel zu produzieren. Als ein Ergebnis erzeugen diese früheren Technologien zerstäubten Wassernebel
unter Anwendung von mechanischen Mitteln, welche nicht benutzerfreundlich sind
und welche nicht sehr ökonomisch
zur Erzeugung von Wassernebel zur Feuerunterdrückung sind.
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Somit
besteht ein Ziel dieser Erfindung darin, ein Wassernebel-Feuerunterdrückungs-Verfahren unter
Verwendung einer elektronischen Ultraschallvorrichtung zum Erzeugen
eines Wassernebels mit Submikrometer-Durchmesser-Wassertröpfchen bereitzustellen.
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Ein
weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, eine Feuerunterdrückungsvorrichtung
bereitzustellen, welche eine elektronische Ultraschallvorrichtung verwendet,
um einen Wassernebel herzustellen, und wahlfrei angetrieben wird
durch aus der Leitung zugeführte
elektrische Leistung oder eine tragbare Leistungsquelle, wie eine
Batterie.
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Ein
anderes Ziel der Erfindung besteht darin, ein Feuerunterdrückungs-Verfahren bereitzustellen, unter
Verwendung einer Nebelerzeugungsmethode, welche kein druckbeaufschlagtes
Wasser oder Gas benötigt.
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Ein
weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, ein Verfahren zur Erzeugung
von Nebel zur Feuerunterdrückung
zu verwenden, welches keine Zerstäu bungsdüse verwendet und welches frei
von Düsenverstopfung
und Strömungsblockierung
ist.
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Ein
weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung und
ein Verfahren bereitzustellen, um einen Submikrometer-Durchmesser-Nebel
so an ein Feuer abzugeben, dass der Nebel von dem Feuer eingezogen
wird.
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Ein
anderes Ziel besteht darin, einen Nebel zur Feuerunterdrückung ohne
mechanisches Zuführen
eines übermäßigen Impulses
an den Nebel bereitzustellen.
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Ein
anderes Ziel besteht darin, einen Nebel zur Feuerunterdrückung bereitzustellen,
in welchem der Nebel von der Basis des Feuers her eingeführt wird.
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Ein
anderes Ziel besteht darin, den Wasserverbrauch und die Menge an
Nebel, die zum Unterdrücken
eines Feuers benötigt
wird zu minimieren, durch Abgeben des Nebels an die reaktivste Zone
in der Feuerbasis unter Anwendung einer sehr niedrigen Injektionsgeschwindigkeit.
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Ein
anderes Ziel besteht darin, die zur Unterdrückung eines Feuers benötigte Wassermenge
um mehrere Größenordnungen
zu reduzieren, verglichen mit herkömmlichen Nebeln, durch Verwendung von
Wassernebel, der Submikrometer-Durchmesser-Tröpfchen aufweist.
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Ein
weiteres Ziel besteht darin, einen Submikrometer-Nebel so an ein
Feuer zuführen,
dass der Nebel vor dem Auftreffen auf Oberflächenbereichen verdampfen und
Oberflächenbereiche
oder Gerätschaften
nicht befeuchten wird.
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Ein
anderes Ziel besteht darin, einen tangentialen Fluss von Luft oder
Gas zum Tragen des Nebels heraus aus dem Nebelerzeuger bereitzustellen, ohne
die Mittellinien-Nebelerzeugungs-Wasserfontäne zu beeinflussen.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Diese
Erfindung betrifft ein Feuerunterdrückungs-Verfahren, basierend
auf Wassernebel, erzeugt von einer elektronischen Hochfrequenz-Ultraschallvorrichtung,
und unterscheidet sich von früheren
Verfahren zur Erzeugung von Wassernebel unter Verwendung von Hochdruckelementen
oder Hochgeschwindigkeits-Gasströmen.
Genauer gesagt offenbart die vorliegende Erfindung die Anwendung
eines Nebelerzeugungsverfahrens, welches keine Düsen zum Erzeugen eines ultrafeinen
Nebels verwendet, und somit frei von Düsenverstopfung ist und weder Wasser
bei erhöhtem
Druck noch komprimiertes Gas erfordert. Die vorteilhaften Merkmale
der Erfindung steigern in positiver Weise die Sicherheit und Wirtschaftlichkeit
von Feuerschutz und -unterdrückung, während die
Effektivität
verbessert wird.
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Im
vorliegenden Verfahren wird ein Wasserbett bei Umgebungsdruck Ultraschallwellen
ausgesetzt, angetrieben von einem piezoelektrischen Wandler. Die
Schwingungsfrequenz des Wandlers liefert die Ultraschallwellen,
welche das Wasser zerstäuben,
um Tröpfchen
mit einem Durchmesser von weniger als 1 Mikrometer, zum Beispiel
500 Nanometer, zu erzeugen. Typische, kommerziell verfügbare Wandler
werden in medizinischen Anwendungen, zur Reinigung und Luftbefeuchtung
verwendet und arbeiten mit Schwingungsfrequenzen bis zu 2,4 MHz.
Diese Wandler erzeugen äußerst kleine
Tröpfchen,
welche weniger als 1 Mikrometer messen könnten, bei einer gewissen Abwandlung
des Designs. Zum Erzeugen eines Nebels mit größtenteils Submikrometer-Größe, wie
in der vorliegenden Erfindung erfordert, können diese Wandler modifiziert
und angepasst werden, um noch höhere
Schwingungsfrequenzen vorzusehen.
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Zusätzlich zur
Erhöhung
der Frequenz des Wandlers gibt es andere Faktoren, welche variiert werden
können,
um die Tröpfchengröße des resultierenden
Wassernebels zu verringern, wie durch Reduzieren der Oberflächenspannung
des Wassers und Erhöhen
der Wasserbadtemperatur oder bei dem. Der sensible bzw. schwache
Enthalpie-Anstieg auf Grund von erhöhter Wasserbadtemperatur ist
nicht signifikant im Vergleich zu der großen Größenordnung der latenten Verdampfungswärme von
Wasser. Basierend hierauf ist die Erhöhung der Badtemperatur ein
effizienter Weg zur Reduzierung der Nebeltropfengröße. Tatsächlich hilft
die natürliche
Erwärmung,
welche während
des Betriebs des Oszillators stattfindet, dabei, diese nutzbringende
Eigenschaft zu erreichen.
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Die
von der Erfindung erzeugten Submikrometer-Durchmesser-Wassernebeltröpfchen werden bei
Umgebungsdruck erzeugt. Daher wird der Nebel kostengünstig erzeugt,
weil keine kostspielige Technik erforderlich ist, und der Nebel
wird des Weiteren sehr sicher und ruhig erzeugt. Anstatt der Verwendung
einer lauten und gefährlichen
Hochdruckausrüstung,
wird der Wassernebel durch Ultraschallschwingungen, bereitgestellt
von elektronischen Einrichtungen, ohne Notwendigkeit für druckbeaufschlagte
Fluide oder komplizierte Düsen,
hergestellt.
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Der
sehr feine Nebel, welcher durch die Ultraschallwellen erzeugt wird,
wird durch Schwerkraft, ein Trägergas,
bestehend aus einem Inertgas, oder Luft zu einem Feuer transportiert
und dort abgegeben. Unter Verwendung von Luft könnte der Nebel auch aus dem
Generator unter Verwendung eines Gebläses am Auslass herausgezogen
werden, ohne Verwendung irgendwelcher zusätzlicher Trägerfluide. Jedes der bevorzugten
Abgabeverfahren vermeidet die Probleme, welche mit einem übermäßigen Impuls
verbunden sind, die in Nebelzuführungssystemen
des Stands der Technik unter Verwendung von Hochgeschwindigkeitsdüsen und
dergleichen bestehen.
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Die
spezifischen Ausführungsformen
der Vorrichtung und des Zuführungsverfahrens,
welche in der Erfindung verwendet werden, können gemäß der gewählten besonderen Feuerunterdrückungsanwendung
variieren. Vorgeschlagene Anwendungsbereiche schließen Computerdaten-Speicherungsbereiche,
Maschinenraum, Bodenfahrzeuge, Luftfahrzeuge, Schiffe und Un terseeboote,
eine Vielzahl von Gebäude-Feuern
und eine Vielzahl von Feuern im Freien ein. Spezialfälle können die
Anwendung für Wildfeuer,
wie in Wäldern,
einschließen,
wobei Nebelvorhänge
bei berechneten Abständen
installiert werden können,
um Wärmeenergie
zu absorbieren und die Hitzewellenausbreitung zu zerstreuen. Diese verschiedenen
Anwendungsgebiete können
unter Verwendung von fixierten Systemen, tragbaren Handgeräten oder
tragbaren Einheiten für
Innen/Außeneinsatz
behandelt werden. Ungeachtet dessen sollte jedes spezifische System
unter Anwendung des vorliegenden Verfahrens zur Erzeugung eines Wassernebels
und mit einer geeigneten Abgabe-Einrichtung für das spezifische Feuerszenario
entworfen werden.
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Weil
die Submikrometer-Durchmesser-Tröpfchen
so fein sind, befeuchten die Tröpfchen keine
Oberflächenbereiche,
wenn sie auf ein Feuer angewandt werden. Stattdessen verdampfen
die Tröpfchen
rasch, um das Feuer abzukühlen
und zu unterdrücken.
Gleicherweise werden die Tröpfchen nicht
dazu gelangen, sich auf Gegenständen
abzuscheiden und elektrische Leitung zu verursachen oder wertvolle
Gegenstände
zu beschädigen.
Unter Betrachtung dieser Vorteile der Erfindung besitzen das Verfahren
und die Vorrichtung zur Erzeugung eines Submikrometer-Tröpfchennebels
zur Anwendung in der Feuerunterdrückung das Potenzial, Halon
und andere Chemikalien, welche derzeitig anstatt von Halonen verwendet
werden, für
die Feuerunterdrückung
zu ersetzen.
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Ultraschall-Zerstäuber, bestehend
aus einer Kombination von Oszillator und Zerstäubungs-Nadel oder -Sonde, sind
Alternativen, um das Konzept der Erzeugung von Nebel zu demonstrieren
und sind kommerziell erhältlich.
Allerdings sind diese Zerstäuber
nicht kostengünstig
und wären
untragbar kostspielig zur Verwendung bei der Feuerunterdrückung. Die
Oszillator-und-Nadel-Kombination
wendet ähnliche
Prinzipien an, wie hierin beschrieben, aber diese verfügbaren Zerstäuber besitzen
einen geringen Durchsatz und sind spezifisch ausgelegt für Niedrigimpuls-Beschichtungs-
oder -Sprühanwendungen. Bei
diesen wandert die Flüssigkeit
durch eine Sonde durch eine enge Bohrung und breitet sich als ein
dünner
Film auf der Zerstäubungsoberfläche aus.
Die Oszillationen an der Spitze der Sonde geben die Flüssigkeit
in Mikrotröpfchen
ab und schleudern diese dann aus, um einen zarten Niederviskositäts-Nebel
zu bilden. Die Flüssigkeitsviskosität kann ein
limitierender Faktor sein, und die kommerziellen Ultraschallzerstäuber dieses
Typs sind kostspielig und können
für Anwendungen
im großen
Maßstab,
wie bei Feuerunterdrückung
oder -schutz, nicht im breiten Umfang verwendet werden. Gemäß der Erfindung
wird ein Feuerunterdrückungs-Verfahren vorgeschlagen,
welches die folgenden Schritte umfasst:
- a.
Zuführen
einer Hochfrequenzdruckwelle an ein Reservoir, enthaltend Wasser
mit einer bestimmten Oberflächenspannung,
so dass die Hochfrequenzdruckwelle eine Wechselwirkung mit dem Wasser
aufweist;
- b. Erzeugen eines Nebels mit einem Anteil von Submikrometer-Durchmesser-Tröpfchen aus
der Wechselwirkung der Hochfrequenzdruckwelle mit dem Wasser;
- c. Richten des Nebels in Richtung auf eine Basis eines Feuers;
- d. Zuführen
eines ausreichenden Impulses an den Nebel, damit das Feuer den Nebel
von selbst in das Feuer hineinzieht;
- e. Zuführen
eines ausreichenden Durchsatzes von Nebel, um das Feuer zu kühlen und
zu unterdrücken.
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Bei
diesen erfindungsgemäßen Feuerunterdrückungs-Verfahren
ist es vorteilhaft, dass der Nebel aus einer Wasserfontänen-Fahne
strömt,
erzeugt durch das Zuführen
der Hochfrequenzdruckwelle an das Wasserreservoir. Vorzugsweise
wird der Nebel in einen Fluss von Trägermedium eingeführt, um
eine Masse des Nebels und des Trägermediums
mit einem ausreichenden Anteil an Nebel zu erzeugen, um das Feuer
zu kühlen
und zu unterdrücken,
und der Fluss des Trägermediums
ist tangential zu der Wasserfontänen-Fahne,
sodass die Wasserfontänen-Fahne
nicht bedeutend gestört
wird.
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Vorzugsweise
wird der Nebel bei Umgebungsdruck erzeugt. Vorteilhafterweise wird
der Nebel in einen Fluss von Trägermedium
eingeführt,
um eine Masse von Nebel und Trägermedium
zu erzeugen, die einen ausreichenden Anteil an Nebel aufweist, um
das Feuer zu kühlen
und zu unterdrücken. Vorzugsweise
ist das Trägermedium
Luft. In einer anderen vorteilhaften Ausführungsform schließt das Trägermedium
ein Inertgas ein. Vorzugsweise ist das Inertgas Stickstoff. Gemäß einer
anderen bevorzugten Ausführungsform
ist das Inertgas Kohlendioxid. In vorteilhafter Weise wird der Fluss
des Trägermediums
erzeugt durch Antreiben des Trägermediums mittels
eines Gebläses.
Vorzugsweise wird das Trägermedium
erzeugt durch Antreiben des Trägermediums
mittels Druck. In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Hochfrequenzdruckwelle
eine Schallwelle.
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Es
ist vorteilhaft, dass die Hochfrequenzdruckwelle erzeugt wird durch
Umwandeln von elektronischen Schwingungen in mechanische Vibrationen.
Vorzugsweise wird die Hochfrequenzdruckwelle durch einen piezoelektrischen
Wandler erzeugt. In vorteilhafter Weise kann die Leistung für den piezoelektrischen
Wandler durch Anschließen
des piezoelektrischen Wandlers an eine tragbare Leistungsquelle
bereitgestellt werden. Vorzugsweise ist die Hochfrequenzdruckwelle
variabel. Gemäß einer
anderen bevorzugten Ausführungsform
wird die Hochfrequenzdruckwelle durch eine Laservorrichtung erzeugt.
Der Schritt des Richtens des Nebels zur Basis des Feuers hin kann
in vorteilhafter Weise das Einführen
des Nebels nahe der Basis einschließen. Vorzugsweise besitzt die
Hochfrequenzdruckwelle eine Frequenz von mindestens 2,5 MHz. Das
erfindungsgemäße Verfahren
kann den Schritt des Erwärmens des
Wassers in dem Reservoir vor der Erzeugung des Nebels einschließen. Es
ist vorteilhaft, den Schritt des Reduzierens der Oberflächenspannung des
Wassers in dem Reservoir einzuschließen. Hierfür kann die Oberflächenspannung
des Wassers durch Zugeben eines oberflächenaktiven Mittels zu dem
Wasser verringert werden. Die Oberflächenspannung des Wassers kann
auch verringert werden durch Zugeben eines Tensids zu dem Wasser.
Es kann vorteilhaft sein, das Wasser mit wasserunmischbaren Zusatzstoffen
zu vermengen, um die Fähigkeit
des Nebels, das Feuer zu kühlen
und zu unterdrücken,
zu steigern. Vorzugsweise wird das Wasser mit einem wasserunmischbaren
flüssigen
Feuerunterdrückungsmittel
vermengt, um mechanisch stabilisierte Makro-Emulsionen zu erhalten,
welche die Fähigkeit
des Nebels steigern, das Feuer zu kühlen und zu unterdrücken. Vorteilhafterweise
wird das Wasser mit einem wasserunmischbaren flüssigen Feuerunterdrückungsmittel
vermengt, um mechanisch stabilisierte Mikro-Emulsionen zu erhalten, welche die Fähigkeit
des Nebels steigern, das Feuer zu kühlen und zu unterdrücken. Gemäß einer
vorteilhaften Ausführungsform
wird der Schritt des Richtens des Nebels in Richtung auf die Basis
des Feuers durch die Gravitationskraft auf den Nebel ausgeführt. In
vorteilhafter Weise wird der Schritt des Richtens des Nebels in
Richtung auf die Basis des Feuers in Speicherungsarealen für elektronische
Daten bereitgestellt, und der Impuls und der Durchsatz des Nebels
werden reguliert, um Feuchtigkeitsschaden und Datenverlust zu verhindern.
In vorteilhafter Weise wird der Nebel gegen die Basis des Feuers
in einem Maschinenraum gerichtet. In vorteilhafter Weise wird der
Nebel gegen die Basis des Feuers in einem Transportmittel oder Fahrzeug
gerichtet. Es wird bevorzugt, den Nebel gegen die Basis des Feuers
zu richten indem eine tragbaren Einheit, welche den in Erzeugung
begriffenen Nebel enthält,
zu einer Stelle transportiert wird, wo das Feuer auftritt. Hierbei
kann es bevorzugt werden, dass der Schritt des Zuführens eines
ausreichenden Impulses an den Nebel, damit das Feuer den Nebel von
selbst in das Feuer hineinzieht, das Einführen eines Niedergeschwindigkeits-Strahls
eines Trägermediums
zu dem Nebel unter Erzeugen einer Masse des Nebels und des Trägermediums
mit einem ausreichenden Anteil an Nebel, um das Feuer zu kühlen und
zu unterdrücken, einschließt. Hierbei
kann die Nebelkonzentration in der Masse wenigstens 75 Prozent Nebel
betragen. Der Schritt des Zuführens
eines ausreichenden Impulses an den Nebel, damit das Feuer den Nebel
von selbst in das Feuer hineinzieht, schließt vorzugsweise das Einführen eines
Trägermediums
zu dem Nebel und das Beeinflussen des Verhältnisses von Nebel zu Trägermedium
ein, um eine Masse bereitzustellen, die einen ausreichenden Prozent satz
des Nebels aufweist, um das Feuer zu kühlen und zu unterdrücken. In
vorteilhafter Weise bildet der Nebel wenigstens 75 Prozent der Masse.
In vorteilhafter Weise bildet der Nebel zwischen 80 und 90 Prozent der
Masse.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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Für ein vollständigeres
Verständnis
der Natur und der Ziele der Erfindung sollte Bezug genommen werden
auf die nachfolgende ausführliche
Beschreibung, welche im Zusammenhang mit den begleitenden Zeichnungen
heranzuziehen ist, in welchen:
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1 eine
schematische Aufrissansicht eines beispielhaften Wassernebelgenerators
zur Feuerunterdrückung
ist, wobei das System des von einer Ultraschallvorrichtung erzeugten
Wassernebels im Nanometer-Bereich der vorliegenden Erfindung gezeigt
wird.
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2 eine
schematische Aufrissansicht einer Feuerunterdrückungsvorrichtung unter Anwendung
einer elektronischen Ultraschallvorrichtung zum Erzeugen eines Wassernebels
im Nanometer-Bereich
ist.
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3 ein Schema einer Draufsicht von Flussgeschwindigkeits-Vektoren an den Gebläse- oder
Gaseingangs- und Nebelausgangs-Ebenen ist.
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AUSFÜHRLICHE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Unter
Bezugnahme auf die Figuren wird die vorliegende Erfindung in alternativen
Ausführungsformen
gezeigt. Insbesondere veranschaulichen die Figuren zwei Ausführungsformen
einer Vorrichtung, aufweisend einen Nebelgenerator 8 zur
Erzeugung eines ultrafeinen Nebels mit Submikrometer-Tröpfchen.
Die Ausführungsformen
offenbaren verschiedene Wege zur Zu führung des Nebels an ein Feuer, konsistent
mit Anwendungen der vorliegenden Erfindung auf verschiedene Feuerszenarien.
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Wie
gezeigt in der 1, wird ein piezoelektrischer
Wandler 10, angeschlossen an eine geeignete Leistungsquelle
durch Anschlüsse 12,
in ein Wasserbad getaucht oder in physikalischer Kommunikation mit
Wasser 14 platziert. Der piezoelektrische Wandler 10 empfängt ein
elektrisches Signal und wandelt elektrische Schwingungen in mechanische Hochfrequenzvibrationen
um, welche die Zerstäubung
von Fluiden durch Erzeugen von Ultraschall-Druck- oder Schallwellen
mit Verdünnungs- und
Verdichtungs-Zyklen erleichtern. Die erforderlichen Hochfrequenzdruckwellen
können
auch durch Vorsehen einer Hochfrequenzwellen erzeugenden Laservorrichtung
bereitgestellt werden. Oberhalb einer gewissen Grenze erzeugt Verdünnung Kavitationen,
welche zu Blasen führen,
welche während
der Negativdruck-Exkursion
expandieren und heftig während
der Positiv-Exkursion implodieren. Die Kavitationen verursachen,
dass die implodierenden Blasen als kleine Tröpfchen während der Kompression aus der
Oberfläche
austreten und einen dunstartigen Nebel bilden. Deshalb verursachen
die durch Hochfrequenzvibration erzeugten Ultraschallwellen die
Zerstäubung
des Wassers zu einer Wolke von Tröpfchen.
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Oberhalb
der oszillierenden Scheibe des Wandlers 10 wird eine Wasserfontänen-Fahne 16 gebildet
mit Höhen,
welche von einigen wenigen Inch bis zu einem Fuß reichen, abhängig von
der Oszillatorgröße und -frequenz.
Extrem kleine Tröpfchen
von Wasser 18 oder Nebel stammen und kommen aus dieser
Fontäne 16.
Versuche, diese Fontäne 16 zu unterdrücken oder
den Fluss zu blockieren, führen entweder
zur Beendigung oder Reduktion des Durchsatzes an Nebel 18.
Die Folge, wenn ein Gebläse verwendet
wird, um den Nebel aus dem Generatorbehälter 8 herauszudrücken, ist,
dass der Luftfluss die Tendenz haben wird, den Fontänenfluss
zu stören.
Fließverhaltensweisen
am Eingang zum Flusseintritt 20 des Nebelgenerators 8 und
beim Verlassen des Nebelausgangs 22 sollten gut organisiert sein,
wie gezeigt in der 3. Um die Funktion
der Erfindung zu optimieren wird das gut organisierte Flussverhalten
typischerweise ein Merkmal der Erfindung sein, welches hierin weiter
erörtert
wird.
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Die
beim Zerstäubungsprozess
erzeugte Größe der Wassertröpfchen 18 hängt von
der Oberflächenspannung
des Wassers 14, der Dichte des Wassers und der Schwingungsfrequenz
des Wandlers 10 ab. Der Durchmesser des Tröpfchens 18 verringert
sich mit abnehmender Oberflächenspannung der
Flüssigkeit 14.
Die Größe des Tröpfchens 18 verringert
sich auch mit steigender Temperatur der Flüssigkeit 14. Des Weiteren
sinkt der Durchmesser des Tröpfchens 18 mit
steigender Dichte der Flüssigkeit 14 und
Schwingungsfrequenz des Wandlers 10. Um einen Nebel 18 mit
einem bedeutenden Anteil an Tröpfchen
mit Tröpfchendurchmessern
von weniger als einem Mikrometer, wie empfohlen von der Erfindung,
zu erzeugen, kann die von dem piezoelektrischen Wandler 10 hierin
erzeugte Frequenz größer als
gewöhnlich
sein. Die Frequenzen von ungefähr
1 bis 2 MHz, verwendet in früheren
Funktionen, sind angemessen zur Herstellung von Nebeln mit 1- bis 10-Mikrometer-Teilchen,
nützlich
in Luftbefeuchtern, Nebelmaschinen, bei der Reinigung und anderen Funktionen.
Allerdings können
Frequenzen von mehr als 2,5 MHz in bestimmten Fällen notwendig sein, um die
Submikrometer-Partikel-Nebel 18 zu
produzieren, nützlich
im Feuerunterdrückungs-Verfahren, welches
von der Erfindung gelehrt wird, und eine gewisse Modifikation an
derzeitigen kommerziellen Wandlern kann erforderlich sein, außer es werden andere
Verfahren angewandt, wie oben vorgeschlagen, um den erzeugten Durchmesser
der Nebeltröpfchen 18 zu
verringern. Ein Oszillator mit variabler Frequenz kann verwendet
werden, um ein breiteres Größenspektrum
der Tröpfchen 18 zu
erhalten.
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Wie
zuvor angedeutet, können
Tröpfchen 18 mit
kleinerem Durchmesser hergestellt werden durch Verringern der Oberflächenspannung
des Wassers 14, was durch Zugeben von Tensiden oder oberflächenaktiven
Mitteln oder auf andere Weise erreicht werden kann. Darüber hinaus
kann die Tempera tur des Wassers 14 erhöht werden, um den erzeugten Durchmesser
der Tröpfchen 18 zu
verringern. Während
des Vorgangs der Schwingungen und der Schallwellenausbreitung findet
eine gewisse Erwärmung
statt, welche eine weitere Reduktion der Tröpfchengröße 18 fördert.
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Die
wolkenartige Ansammlung von extrem kleinen Tröpfchen 18, welche
den Nebel bildet, erzeugt durch das Zerstäubungsverfahren, hängt in der Luft,
wie ein dichtes Gas und fällt
langsam zusammen bzw. erliegt langsam den Gravitationskräften, wenn
nicht irgendein anderer Antrieb vorgesehen wird. Der zugeführte Antrieb
und, deshalb, das in der Erfindung verwendete Nebelabgabeverfahren
ist ein bedeutender Faktor in der Effektivität des Nebels 18 bei
der Feuerbekämpfung,
weil der Nebel 18 zu der Feuerbasis geführt werden sollte. Deshalb
ist das Zuführungsverfahren,
verwendet von der Erfindung, gemäß der jeweiligen
Feuerunterdrückungsanwendung,
wie offenen Feuern, Raumfeuern, Maschinenraum oder anderen Szenarien
maßgeschneidert.
Die Zuführung
des Nebels 18 kann in Hinsicht auf Richtung, Durchsatz,
dem Nebel 18 zugeführten
Impuls, Zusammensetzung des Trägergases,
welches verwendet werden kann, und hinsichtlich der Nebelkonzentration
im Massenfluss variieren. Die nebelerzeugenden Vorrichtungen 8 in
den Figuren zeigen repräsentative
Abgabeaustritte 22 und 24.
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Die
Zuführungsrichtung
des Nebels 18 kann manipuliert werden durch die Lage der
Austritte 22 und 24 und die Anwendung eines Gebläses oder
einer anderen Vorrichtung, um den austretenden Nebel 18 zu
lenken. In manchen Feuerunterdrückungsanwendungen
wird der Nebel 18 den Generator 8 verlassen und
wird durch Gravitation einem Feuer zugeführt und von selbst hineingezogen,
während
in anderen Anwendungen der Nebel 18 zu einem Feuer durch
ein Treibmittel-Träger-Inertgas,
wie Stickstoff oder Kohlendioxid, transportiert werden muss. Oder der
Nebel 18 kann durch Luft unter Verwendung eines Gebläses zum
Drücken
des Nebels 18 in Richtung zur Feuerbasis hin und zum Erzeugen
eines geeigneten Flusses transportiert werden, unter Verwendung
der Optimalgeschwindigkeit des divergierenden Luft strahls. Der Anteil
von Nebel 18 zu Trägergas oder
Luft muss richtig geregelt werden, damit ein ausreichendes Nebel-Verhältnis das
Feuer erfolgreich unterdrückt,
und der Durchsatz des Nebels 18 muss ausreichend sein,
um ein Feuer zu unterdrücken.
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Das
Ausgleichen des Impulses der Nebelzuführung ist ein bedeutendes Merkmal
des vorliegenden Verfahrens. Der Nebel-Impuls sollte niedrig genug
sein, damit ein Feuer den Nebel 18 von selbst einziehen
kann, wenn der Nebel 18 in einen Bereich in der Umgebung
der Anwendung zugeführt
wird. Der Injektions-Impuls des Nebels 18 sollte gerade
genügen,
um die Feuerbasis zu erreichen. Wenn der Nebel-Impuls zu hoch ist,
wird der kalte Nebel 18 nicht von der Auftriebskraft des
Feuers eingezogen und wird nicht effektiv zur Unterdrückung sein.
Wenn der Nebel-Impuls ungenügend
ist, kann der Nebel 18 nicht die Nachbarschaft des Feuers
erreichen und in die Feuerbasis hineingezogen werden.
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Eine
Schemazeichnung einer Ausführungsform
der Nebelerzeugungseinheit 8, welche die Erfindung veranschaulicht,
ist in der 2 gezeigt, angepasst zur Bereitstellung
eines geeigneten Flusses von Nebel 18 für einige Feuerunterdrückungsanwendungen.
Ein erster Bodenabschnitt der Einheit 8 sieht einen Abschnitt
für die
Leistungsversorgung 26 vor. Dieser Abschnitt enthält einen
Netzanschlusskasten 28, einschließend einen 48V-Abwärtstransformator. Der
Netzanschlusskasten 28 und der Transformator sind operativ
angeschlossen an einen Wandler 10, welcher in einem zweiten
Abschnitt enthalten ist, hierin bezeichnet als der Nebelerzeugungsabschnitt 30.
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In
der in 2 gezeigten Ausführungsform wird der Wandler 10 in
ein Wasserbad 14 eingetaucht. Der Nebelerzeugungsabschnitt 30 kann
einen Eintritts-Einlass 32 und einen Austritts-Auslass 34 beinhalten,
um Wasser bereitzustellen, um ein Wasserreservoir 14 zu
erzeugen. In manchen Anwendungen kann ein Sensor 36 vorgesehen
werden, wie in diesem zweiten Abschnitt 30 gezeigt, um
den Spiegel des Wasserreservoirs 14 zu überwachen, sowie ein System
zum Steuern des Einlasses 32 und des Auslasses 34 des
Wasserreservoirs 14 bereitgestellt werden, um den Wasserspiegel
entsprechend einzustellen.
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Ein
Nebel-Austritt- oder Nebel-Auslassabschnitt 40 ist oberhalb
oder nahe des Nebelerzeugungsabschnitts 30 situiert, und
ein Luft- oder Trägergasfluss-Eintrittabschnitt 38 ist
oberhalb oder nahe des Nebel-Austritts-Abschnitts 40 gelegen. Alternativ
dazu können
die relativen Positionen des Nebel-Austritts-Abschnitts 40 und
Gasfluss-Eintrittabschnitts 38 miteinander vertauscht werden,
der Nebel-Austritt-Abschnitt 40 kann nämlich oberhalb des Gasfluss-Eintrittabschnitts 38 liegen.
Der Nebel 18 fließt
entweder aus der Einheit als Ergebnis der Gravitation heraus oder
kann durch eine sekundäre
Kraft geschoben werden. Ein Gebläse
kann bereitgestellt werden, um mit dem Nebel-Auslassabschnitt 40 durch
den Fluss-Eintrittabschnitt 38 zu kommunizieren und den
Nebel 18 durch den Austritts-Mündungsstutzen 22 bei
dem gewünschten
Impuls und der richtigen Luft-zu-Nebel-Mischung zu lenken. Alternativ dazu
kann ein komprimiertes Inertgas oder komprimierte Luft angeordnet
werden, um mit dem Nebel-Austrittsabschnitt 40 durch einen
Kanal des Fluss-Eintrittabschnitts 38, wie dem Eintritts-Mündungsstutzen,
repräsentiert
durch den Eintritt-Einlass 20, zu kommunizieren.
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Ungeachtet
dessen, ob ein Gebläse
oder Druckluft oder irgendein Gas in der vorliegenden Erfindung
verwendet wird, um den Nebel 18 zur Feuerbasis zu lenken,
muss der Strom 42 des Trägermediums durch den Nebelgenerator 8 gut
organisiert sein, um eine Störung
der Wasserfontäne 16 zu
vermeiden, welche sich aufwärts
von dem Wasserbad oder Reservoir 14 erstreckt, wie oben
erörtert.
Ein Weg zum Vermeiden, dass der Fluss 42 die Fontäne 16 stört, besteht
darin, den Eintritts-Einlass 20 und den Austritts-Auslass 22 für Gas- und
Fluid-Fluss 42 tangential zu dem Behälter 8 zu halten,
wie gezeigt in der 3. In der gezeigten
Ausführungsform
zirkuliert der Fluss 42 von Gas und Fluid peripher zur Wasserfontäne 16,
während
das Zentrum des Nebelgenerators 8, wo die Wasserfontäne 16 existiert,
relativ ruhig ist. Unter der Annahme, dass die Fontäne 16 in
der Mitte des Wasserbads 14 ist, wird der Fluss 42 von
Gas und Fluid den Fluss der Wasserfontäne 16, welche den
Nebel 18 erzeugt, nicht beeinflussen. Die 3 zeigt
die Fluss-Vektoren 42 entlang der Seite des zylindrischen
Behälters 8,
unter letztendlichem Ausstoß des
Nebels 18 aus dem Behälter 8 bei der
gewählten
Auslassstelle 22.
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Eine
rechteckige Geometrie nimmt den Typ von tangentialem Wand-Seitenfluss 42,
gezeigt in 3, nicht gut auf. Deshalb
sollte die Generatoreinheit 8 vorzugsweise eine zylindrische
Geometrie aufweisen, wie gezeigt in 3,
anstatt einer rechteckigen. Allerdings können andere Variationen bei
bestimmten Anwendungen mit entsprechender Achtsamkeit nutzbringend
sein, um zu gewährleisten, dass
der Wasserfontänen-Fluss 16 nicht
von dem Fluss des Nebelträgermediums
gestört
wird. Zum Beispiel wird in der 1 ein Wasserfluss
bereitgestellt durch einen Einlass 48 und einen Auslass 50, welcher
mit dem Wandler 10 kommuniziert, um den Nebel 18 herzustellen.
Der Nebel 18 fließt
aus der Wasserfontäne 16 nach
oben und liefert den Antrieb für
die Lenkung zur Feuerbasis mittels des Flusses 52 von Trägermedium
durch den Fluss-Einlass 54, welcher oberhalb der Wasserfontänen-Fahne gelegen ist,
so dass selbige nicht gestört
wird.
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Einige
bestehende Hochdurchsatz-Luftbefeuchter-Auslegungen verwenden ein
Gebläse,
um den Nebel direkt nach oben aus dem Behälter heraus auszustoßen. Als
ein Ergebnis des direkten Luftstroms, welcher auf die Wasserfontäne in diesen Hochdurchsatz-Luftbefeuchtern
aufprallt, enthält
der Nebel, der aus dem Befeuchter heraustritt, große Anteile
von groben Wassertröpfchen.
Dieser Nebel, welcher grobe Tröpfchen
enthält,
ist für
Feuerunterdrückungsanwendungen
nicht effizient. Darüber
hinaus ist die Gebläsegeschwindigkeit
dieser kommerziellen Luftbefeuchter nicht kalibriert, um wenigstens
0,8 bis 0,9 Massenanteile an Nebel zu transportieren, und der Impuls
des aus kommerziellen Luftbefeuchtereinheiten austretenden Nebels
wird nicht gesteuert, um einer spezifischen Feueranwendung zu entsprechen. Somit
weisen die kommerziell verfügbaren
Hochdurchsatz- Luftbefeuchter
nicht die hierin erörterten Nebeldurchsatz-
und Zuführungsstrategien
auf und werden zur Verwendung bei der Feuerunterdrückung nicht
gut geeignet sein oder in Betracht gezogen werden.
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Obgleich
eine bevorzugte Ausführungsform der
Erfindung offenbart wird, werden verschiedene Alternativen zur Konfigurierung
der Vorrichtung durch Entwicklung innerhalb des Umfangs der vorliegenden
Erfindung gefunden werden. Insbesondere können die Lokalisierungen des
Nebel-Auslass-Abschnitts 40 und
des Trägergas-Einlass-Abschnitts 38 vertauscht
werden. Zum Beispiel kann der Trägergas-Einlass 38 unterhalb
des Nebel-Auslass-Abschnitts 40 sein.
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Der
Leistungsversorgungsabschnitt 26, der Nebelerzeugungsabschnitt 30 und
der Nebel-Auslass-Abschnitt 40 der Nebelerzeugungseinheit 8 sind vertikal
in der 2 angeordnet und stellen eine Spitze 44 mit
einem Handgriff 46 bereit. Die Einheit 8 könnte mit
einer vorwiegend horizontalen oder vertikalen Konstruktion ausgelegt
sein. Eine unabhängige tragbare
Leistungsquelle bzw. Stromquelle kann der Konfiguration der Nebelerzeugungseinheit 8 in
erwünschten
Anwendungen hinzugefügt
werden. Zum Beispiel kann eine wiederaufladbare Batterie für eine tragbare
Nebelerzeugungseinheit 8 vorgesehen werden, wie einer handgetragenen
Einheit, um als tragbare Feuerlöscher
für Einsatz
in Gebäuden
oder im Freien oder dergleichen, wie sie manchmal bei offenen Raumfeuern
verwendet werden, eingesetzt zu werden.
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Das
Zusetzen von wasserlöslichen
chemischen Zusatzstoffen zum Wasserbad 14 kann die Effektivität des Wassernebels 18,
erzeugt durch die Feuerunterdrückungseinheit,
erhöhen.
Des Weiteren können
wasser-unmischbare flüssige
Zusatzstoffe zum Wasserbad 14 zugegeben werden, um die
Feuerunterdrückung
zu steigern, weil die Kavitationen und der Zerstäubungsprozess verursachen werden, dass
sich die Zusatzstoffe gleichmäßig mit
dem erzeugten Wassernebel 18 vermischen. Einige Beispiele
schließen
die Bil dung von Makro-Emulsionen oder Mikro-Emulsionen ein, enthaltend
Wasser oder andere mit Wasser nicht mischbare Feuerlöschchemikalien-Flüssigkeiten,
vermischt während
der Ultraschall-Oszillationen. Diese mechanischen Mikro-Emulsionen
erfordern nicht Tensid-Chemikalien, um die Tröpfchen innerhalb der Mikrostruktur
zu halten, was den einzigartigen Vorteil einer Hybrid-Mikro-Emulsion
aus einer chemischen Unterdrückungsflüssigkeit
und Wasser bietet, um als ein Fluid verwendet zu werden. Das resultierende
Hybrid-Fluidsystem liefert Möglichkeiten,
wie die Verringerung des effektiven Gewichts an Wasser, welches
in Flugzeugen für
Feuersituationen während
des Flugs getragen werden muss.
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Es
gibt viele Feuerunterdrückungs-Szenarien,
in welchen das vorliegende Verfahren und die vorliegende Vorrichtung
effektiv angewandt werden können.
Anstelle einer erschöpfenden
Liste von Anwendungen werden mehrere exemplarische Ausführungsformen
und Szenarien zur Betrachtung präsentiert,
ohne dass beabsichtigt ist, andere Feuerunterdrückungsanwendungen auszuschließen, in
welchen die Erfindung nützlich
sein wird. Zuerst kann die Erfindung in tragbaren Feuerlöschern für den Handeinsatz
verwendet werden. In diesen tragbaren Handeinsatz-Einheiten kann
der gewünschte
Wassernebel 18 bei Umgebungsdruck hergestellt werden, ohne Aufbewahrung
von Fluiden unter Druck. Das Nachfüllen einer tragbaren Einheit
könnte
unter Verwendung einer verschließbaren Öffnung durchgeführt werden,
um Leitungswasser aus einem Wasserhahn aufzunehmen. Ferner kann
die tragbare Einheit batteriebetrieben sein.
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In
einer zweiten Ausführungsform
kann die Erfindung in Aufbewahrungsräumen für Computer/elektronische Daten
und elektronisch empfindlichen Arealen verwendet werden. Der durch
die Erfindung erzeugte ultrafeine Submikrometer-Wassernebel 18 ist
speziell vorteilhaft für
diese Anwendung, weil der Wassernebel 18 sich nicht abscheiden
wird oder ansammeln wird auf empfindlichen elektronischen Gerätschaften.
In dieser Ausführungsform kann
der Wassernebel 18 in einem Behälter produziert werden, sodass
die Nebeler zeugungseinheit 8 und der Nebel 18,
der aus dem Behälter
herausfließt, unter
Verwendung eines Gebläses
oder eines induzierten Inertgasflusses verteilt werden könnten. Tatsächlich stellt,
für viele
Computerdatenzentren-Räume, die
erhöhte
Grundbodenstruktur darin eine gute Gelegenheit dar, das vorliegende
Nebelabgabesystem zu implementieren. Weil die Luftschächte in
Datenzentren dieses Typs sich im Boden befinden, und der Fluss der
Luft stets nach oben erfolgt, kann ein Wassernebel 18 unter
Anwendung des vorliegenden Systems leicht aus dem Grundfußboden ausgeteilt werden.
Gegebenenfalls kann ein System, basierend auf der Erfindung, ausgelegt
für diese
Umgebung, in der Deckenstruktur eines Raumes zur selektiven Ausgabe
durch Schwerkraft untergebracht sein, um von dem Feuer von selbst
hineingezogen zu werden.
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In
einer dritten Ausführungsform
kann die Erfindung in Maschinenräumen,
wie großen
Maschinenflächen,
Hangars, Turbinen, Maschinen-Verkaufsläden oder Schalträumen verwendet
werden. Der Wassernebel kann erzeugt werden durch die Nebelerzeugungseinheit 8 und
zu der Feuerstelle durch Gebläse
oder induzierten Inertgasfluss zugeführt werden. Gegebenenfalls
könnten
Nebelgeneratoren auf einem Boden unterhalb des Maschinenbereichs installiert
werden, um leicht von unten her von einem Feuer von selbst eingezogen
zu werden.
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In
einer vierten Ausführungsform
kann die Erfindung in Bodenfahrzeugen, Flugzeugen, Schiffen und
Unterseebooten verwendet werden. In allen diesen Anwendungen kann
der erzeugte Nebel 18 durch Gebläse oder einem induzierten Inertgas-Strom
umverteilt werden, abhängig
von dem Raum, für
welchen er ausgelegt ist. Wenn die Fläche vollständig mit dem Nebel 18 geflutet
werden kann und eine Belüftung
sichergestellt ist, dann kann der Nebel 18 durch Gravitation
zugeführt
und von dem Feuer-Strömungsfeld
hineingezogen werden.
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In
einer fünften
Ausführungsform
kann die Erfindung verwendet werden, um offene Feuer zu unterdrücken. In
diesem Szenario wird der Nebel 18 zu der Feuerbasis durch
einen gerichteten Strahl mit sehr niedriger Geschwindigkeit zugeführt, aufweisend
eine Nebelkonzentration von mindestens 75–80% des gesamten Massenflusses.
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In
einer sechsten Ausführungsform
kann die vorliegende Erfindung verwendet werden, um die Ausbreitung
von Waldbränden
zu blockieren. Ein Nebelvorhang einer gewünschten Dicke oder von mehreren
Metern könnte
erzeugt werden im direkten Weg der Ausbreitung des Feuers. Der Nebelvorhang
wird Energie aus der Vorderkante des Feuers absorbieren und verlangsamt
das Feuer. Durch Einrichten von mehreren Schichten von Wassernebelvorhängen könnte die
Feuerausbreitungsgeschwindigkeit beträchtlich verlangsamt und schließlich zum
vollständigen
Stillstand gebracht werden.
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Obgleich
die Erfindung in Hinsicht auf gewisse spezifische Ausführungsformen
beschrieben worden ist, wird es offensichtlich sein, dass viele
Modifikationen und Änderungen
vom Fachmann auf dem Gebiet vorgenommen werden können ohne vom Umfang der Erfindung
abzuweichen, wie er von den Patentansprüchen definiert wird.