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Technisches
Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine synergistische Zusammensetzung,
die sich als Bioinoculans eignet, wobei die Zusammensetzung bakterielle
Stämme
mit den Hinterlegungsnummern NRRL B-30486, NRRLB-30487 und NRRL-B-30488,
einzeln oder in sämtlichen
möglichen
Kombinationen, und gegebenenfalls einen Träger umfasst, wobei jeder der
Stämme
eine das Pflanzenwachstum fördernde
Aktivität,
eine Aktivität zur
Bekämpfung
von phytopathogenen Pilzen, das Vermögen, abiotische Stressbedingungen
auszuhalten und das Vermögen
zur Solubilisierung von Phosphat unter abiotischen Stressbedingungen
aufweist. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung
einer derartigen Zusammensetzung sowie ein Verfahren zur Isolierung
dieser bakteriellen Stämme
aus der "Sahiwal"-Kuh.
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Technischer Hintergrund
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Die
Welt der Mikroben stellt einen Mikrokosmos dar, dessen Aktivitäten von
zentraler Bedeutung für die
Biosphäre
sind. Mikrobielle Produkte tragen zu einem gesunden Zustand der
Umgebung, von Pflanzen, der Menschen und des Bodens bei. Es gibt
eine auffallende Vielfalt von Mikroorganismen bezüglich ihrer ökologischen
und physiologischen Spezialisierung. Sie haben die Fähigkeit
entwickelt, in fast allen Nischen zu überleben und zu gedeihen, unabhängig davon,
wie unwirtlich ihre Lebensräume
sind. Mikroorganismen bilden auch Assoziationen mit anderen Mikroben
und mit anderen Pflanzen und Tieren. Sie können Pathogene, Parasiten,
Symbionten, Kommensale und Saprophyten darstellen, so dass ihr ökologischer
Einfluss sich auf sämtliche
trophischen Bereiche des Lebens und die gesamte Skala von möglichen Ökosystemen
auswirkt. Mikroben haben sich als eine außerordentlich reiche Quelle
für neue
Produkte erwiesen und alles spricht dafür, dass dies auch in der Zukunft
der Fall sein wird. Somit ist die Erforschung der Biodiversität von neuen
Mikroorganismen, die von ökologischer
Bedeutung oder von wirtschaftlichem Wert sind, wichtig. Aufgrund
dieser Tatsache wurden Mikrobiologen veranlasst, die Suche nach
neuen wertvollen Mikroben aus Quellen, die nicht charakterisiert
sind, fortzusetzen.
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Gemäß der Hindu-Mythologie
sowie gemäß der traditionellen
indischen medizinischen Praxis (sowohl die klassischen Systeme,
wie Ayurveda und Siddha, als auch die mündlichen Überlieferungen der ländlichen Bevölkerung)
hat Kuhmilch verjüngende
und die Gesundheit erhaltende und fördernde Eigenschaften und gilt somit
als das beste Vitalisierungsmittel (Caraka-Samhita, Hrsg.-Übersetzer
P. Sharma, Chaukhambha Orientalia, Varanasi, Indien, Bd. 1 (1981),
S. 213; P. Pushpangadan, Ethnobiology in India: A status report,
Ministry of Environment and Forests, Government of India, New Delhi
(1999); P. Pushpangadan, All India Coordinated research project
on ethnobiology: Final technical report 1982-1998, Ministry of Environment
and Forests, Government of India, New Delhi (1998)).
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Milch
lässt sich
als das normale Sekret der Brustdrüse von Säugetieren definieren. Milch
ist bei der Sekretion durch die Drüse von Säugetieren frei von Mikroorganismen.
Jedoch wandern Mikroorganismen, die in Verbindung mit den Zitzen
stehen, im Zitzenkanal nach oben und gelangen in das Innere des
Euters (J. C. Olsen und G. Mocquot. Milk and milk products. In:
International commission on microbiological specifications for foods.
Microbial ecology of foods. Food commodities. Bd. 2, New York: Academic
Press (1980), S. 470-486). Dies führt dazu, dass Milch selbst
bei aseptischer Entnahme Mikroorganismen enthält, zumeist Bakterien. Bakterien
in aseptisch entnommener Milch sind üblicherweise in ihrer Anzahl
beschränkt
und umfassen hauptsächlich
Mikrokokken, Lactokokken, Staphylokokken, Streptokokken und Bacillus
(F. L. Bryan, Journal of Food Protection, Bd. 46 (1983), S. 637-649;
R. A. Ledford. Raw milk and fluid milk products. In: Applied dairy microbiology.
Hrsg. E. H. Marth und J. L. Steele, New York, Marcel Dekker, Inc.
(1998), S. 55-64). Wagner Bettiol (Crop Protection, Bd. 18 (1999),
S. 489-492) berichtete über
die Verwendung von Kuhmilch zur Bekämpfung von pulvrigem Mehltau
an in Gewächshäusern gezüchteten
Zucchinifrüchten.
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Seit
mehr als 40 Jahren weiß man,
dass Milch für
zahlreiche der in Milch vorkommenden Bakterien ein relativ ungünstiges
Medium darstellt, so dass Milch offensichtlich ausgeprägte selektive
Eigenschaften besitzt (T. Gibson und Y. A. Abd-El-Malek, Canadian
Journal of Microbiology, Bd. 3 (1957), S. 203-213). Somit muss die
bakterielle Flora, die in die Zitzen und/oder das Euter gelangt
ist, unter diesen suboptimalen Bedingungen die Fähigkeit zum Überleben
und zur Vermehrung besitzen. Somit betreffen die in der vorliegenden
Anmeldung enthaltenen Ausführungen über Milch
die bakterielle Flora, die in den Zitzen und/oder im Euter vorhanden
sind und in aseptisch entnommene Milch gelangen. Unsere Arbeiten
wurden im Rahmen einer Suche nach neuen Mikroben in ökologischen
Nischen, die bisher nicht charakterisiert worden sind, durchgeführt.
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Eine
Verbesserung der Fruchtbarkeit des Bodens stellt eine der häufigsten
Maßnahmen
zur Erhöhung der
landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Produktion dar. Wir
haben aus Kuhmilch Bakterien isoliert, die für Pflanzen nützlich sind.
Die Inokulation von Saatgut oder Erdreich mit nützlichen Mikroorganismen zur Erzielung
besserer Ergebnisse bei der Pflanzenzucht wird seit einer Reihe
von Jahren praktiziert. Es wurden verschiedene Mechanismen identifiziert,
die für
eine derartige, das Pflanzenwachstum fördernde Wirkung verantwortlich
sind. Beispielsweise fördern
bestimmte Mikroorganismen indirekt das Pflanzenwachstum, indem sie
das Wachstum von schädlichen
Mikroorganismen hemmen; oder sie verstärken direkt das Pflanzenwachstum,
indem sie Wachstumshormone produzieren; und/oder indem sie die Aufnahme
von Nährstoffen
durch die Pflanzen unterstützen,
z. B. von Phosphor (P) (C. S. Nautiyal et al., FEMS Microbiology
Letters, Bd. 182 (2000), S. 291-296).
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Jedoch
besteht ein Hauptfaktor beim mangelnden Erfolg der Vermarktung von
Bioinoculantien in der Inkonsistenz der Ergebnisse von Feldtests,
da deren Einrichtung und Durchführung
stark durch Umweltfaktoren beeinflusst werden, insbesondere unter
den im Erdreich auftretenden Stressbedingungen, z. B. Salz, pH-Wert
und Temperatur (C. S. Nautiyal et al., FEMS Microbiology Letters,
Bd. 182 (2000), S. 291-296). Daher ist es erstrebenswert, stresstolerante
Bakterienstämme
als Bioinoculantien bereitzustellen (C. S. Nautiyal, Biocontrol
of plant diseases for agricultural sustainability. In: Biocontrol
potential and its exploitation in sustainable agriculture, Bd. 1,
Hrsg. R. K. Upahyay, K. G. Mukerji und B. P. Chamola, Kluwer Academic/Plenum
Publishers, New York (2000), S. 9-23). Zu das Pflanzenwachstum fördernden
Mikroorganismen gehören
(ohne Beschränkung
hierauf) Rhizobium, Pseudomonas, Azospirillum und Bacillus und dergl.
(A. K. Saxena et. al., Bacterial Biocontrol agents and their role
in plant disease management. In: Biocontrol potential and its exploitation in
sustainable agriculture, Bd. 1, Hrsg. R. K. Upadhyay, K. G. Mukerji
und B. P. Chamola, Kluwer Academic/Plenum Publishers, New York (2000),
S. 25-37).
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Die
Eignung von B. subtilis als Quelle für Antagonisten des pflanzenpathogenen
Pilzes Sclerotium rolfsii ist bekannt (P. Broadbent et al., Australian
Journal of Biological Sciences, Bd. 24 (1971), S. 975). Baker et al.
(Phytopathology, Bd. 73 (1983), S. 1148-1152) berichten ebenfalls über die
Verwendung von B. subtilis als biologisches Bekämpfungsmittel von fungalen
Pflanzenpathogenen. Pusey et al. (Plant Disease, Bd. 72 (1988),
S. 622-626) und P. L. Pusey (US-Patent 5 047 239) beschreiben die
Bekämpfung
von Rostkrankheiten an geernteten Früchten unter Verwendung von
B. subtilis. S. D. Heins et al. (US-Patent 6 103 228) beschreiben Verfahren
zum Schützen
oder Behandeln von Pflanzen bei fungalen und bakteriellen Infektionen
und bei Befall mit Mais-Rootworm
unter Verwendung von B. subtilis. EP-0 276 132 beschreibt die B.
subtilis-Stämme
NCIB 12375, NCIB 12376 und NCIB 12616 mit antimikrobieller Aktivität. WO-00149875
beschreibt die B. subtilis-Stämme
FERM BP-1738 und FERM BP-1739 und WO-98/21964 beschreibt den B.
subtilis-Stamm ATCC 55614,
wobei alle drei Stämme
für die
Behandlung von Pflanzen gegen fungale und bakterielle Infektionen
vorgeschlagen werden. US-6
060 051 beschreibt den B. subtilis-Stamm NRRL B21661 mit insektizider,
antifungaler und antibakterieller Aktivität.
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B.
lentimorbus ist der Verursacher der "milky desease" bei japanischen Käfer- und verwandten Skarabäus-Larven
(K. E. Rippere et al., International Journal of Systematic Bacteriology,
Bd. 48 (1998), S. 395-402) und
wird daher für
die biologische Bekämpfung
von Larven bestimmter Insekten verwendet (R. E. Gordon et al., The
genus Bacillus, Agriculture handbook Nr. 427, United States Department
of Agriculture, U. S. Government Printing Office, Washington D.
C. (1973)). US-2 258 319 berichtet über die Verwendung des resistenten Stadiums
von B. lentimorbus- oder B. popilliae-Bakterien bei der Behandlung
einer derartigen Milchkrankheit bei Insektenlarven. B. lentimorbus
wird auch zur Erhöhung
der Fischproduktion verwendet (W. T. Logan et al., US-Patent 5 746
155) sowie zur Behandlung von Junggeflügel (W. T. Logan et al., US-Patent 6 017 525).
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Üblicherweise
verwendete Träger
zur Vermehrung von Bakterien für
gewerbliche Inoculantien sind Vermiculit, Aktivkohle, Caboxymethylcellulose,
Torf, Perlit, Polyvinylpyrrolidon und Talcum. Pressschlamm, ein "Abfallprodukt", das bei der Zuckerherstellung
anfällt,
wird ebenfalls als Träger
für Azotobacter
chrococcum und Rhizobium japonicum verwendet (K. S. Jauhri, Indian
Journal Agriculture Research, Bd. 24 (1990), S. 189-197). Pressschlamm
beeinflusst wie beliebige andere organische Düngemittel die physikalischen,
chemischen und biologischen Eigenschaften von Böden. Er trägt auch dazu bei, die gegen
Wasser stabilen Aggregate in Böden
zu vermehren. Er kann zusammen mit gebrauchten Waschflüssigkeiten
von Destillerien kompostiert und als im Vergleich zu Pressschlamm
allein besseres organisches Düngemittel
verwendet werden (D. P. Yadav, Recycling of sugar factory press
mud in agriculture. In: Recycling of crop, animal, human, and industrial
wastes in agriculture, Hrsg. H. L. S. Tandon, Fertilizer development
and consultation organization, New Delhi (1995), S. 91-108). Die
landwirtschaftliche und umweltbezogene Industrie würde daher
klare Vorteile aus einem einfachen, billigeren Verfahren zur Herstellung
von mikrobiellen Inoculantien für
Pflanzen, Saatgut und Erdreich ziehen.
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Obgleich
die Arbeiten über
die Mikrobiologie der Milch sich bisher mit psychrotrophen Bakterien
befasst haben, und zwar aufgrund ihrer Bedeutung in Milch- und Molkereiprodukten
(M. A. Cousin, Journal of food protection, Bd. 45 (1982), S. 172-207;
R. A. Ledford, Raw milk and fluid milk products. In: Applied dairy microbiology,
Hrsg. E. H. Martha und J. L. Steele, New York, Marcel Dekker, Inc.
(1998), S. 55-64), wurde bisher kein bakterieller Stamm in Kuhmilch
gefunden, der die Fähigkeit
besitzt, phytopathogene Pilze zu bekämpfen, das Pflanzenwachstum
zu fördern,
Toleranz gegen abiotische Belastungen zu erreichen und Phosphat
unter abiotischen Stressbedingungen zu solubilisieren.
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Indien
ist eines der wenigen Länder
in der Welt, die in reichem Maße
zum internationalen Livestock-Genpool und zur Verbesserung der Tierpopulation
in der Welt beigetragen haben. Rinder und Büffel leisten einen Beitrag
von nahezu 15% des Bruttonationaleinkommens. Das Land besitzt 23%
der Rinderpopulation der Welt. Rind ist ein allgemeiner Ausdruck
für domestizierte
pflanzenfressende Säugetiere,
die zur Gattung Bos, Familie Bovidae, gehören. Moderne Rinder werden
in zwei Spezies eingeteilt: B. taurus, ein Rind, das aus Europa
stammt und die meisten modernen Zuchtformen von Rindern für die Milch-
und Fleischerzeugung umfasst, und B. indicus, ein Rind, das aus
Indien stammt und das durch einen Höcker und den Widerrist gekennzeichnet
ist. Das letztgenannte Rind ist heutzutage in Afrika und Asien weit
verbreitet, wobei es in geringerer Zahl nach Nordamerika (vorwiegend
in die südlichen
USA) und Mittelamerika importiert worden ist.
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Bei
Milchrindern handelt es sich um Rassen, die vorwiegend zur Milcherzeugung
entwickelt worden sind. In Nordamerika handelt es sich bei den Hauptrassen
für Milchrinder
um die Holstein-Friesische Rasse, Ayrashire-, Brown-, Swiss- und
Jersey-Rassen. Unter den hauptsächlichen
Milchrassen von B. indicus finden sich in Indien hauptsächlich die
Gir-, Hariana-, Red Sindhi-, Tharparker und Sahiwal-Rasse. Sahiwal
stellt mit Abstand die beste Rasse des Subkontinents dar. Es handelt
sich um eine vergleichsweise schwere Rasse mit einem symmetrischen
Körper
und einer losen Haut im Vergleich zu Red Sindhi, mit der sie eine
starke Ähnlichkeit
aufweist. Die Tiere sind üblicherweise
lang und fleischig und schwerer gebaut. Ihre Farbe ist rotstichig graubraun
oder blassrot, gelegentlich mit weißen Flecken durchsetzt. In
Indien werden zahlreiche Herden dieser Rassen gehalten. Die Milchausbeute
beträgt
1 400 bis 2 500 kg. Die Vererbbarkeit dieses Merkmals beträgt 0,2 bis
0,3. Die Kühe
kalben erstmals im Alter von 37 bis 48 Monaten, wobei sie im Abstand
von 430 bis 580 Tagen kalben. Sahiwal ist eine der populärsten Rassen
des Subkontinents. Sie wurde nach Sri Lanka, Kenia und zahlreiche
Länder
in Lateinamerika und Westindien exportiert, wo eine neue Rasse mit
der Bezeichnung Jamaica Hope aus Sahiwal- und Jersey-Kreuzungen
entwickelt wurde (P. N. Bhat, Handbook of Animal Husbandry, Directorate
of Publication and Information on Agriculture, Krishi Anusandhan
Bhawan, Pusa, New Delhi (1997)). Bisher gibt es keine klaren Hinweise
dafür,
dass irgendwelche Bakterien, die aus Kühen isoliert werden, als biologische
Bekämpfungsmittel
geeignet sein könnten,
und sicherlich gibt es keine Hinweise auf eine direkte, durch Bakterien
vermittelte Stimulation des Pflanzenwachstums an sich. Ein Bakterienstamm,
der zur Förderung
des Pflanzenwachstums, zur Erzielung von Toleranz gegen abiotischen
Stress und zur Solubilisierung von Phosphat unter abiotischen Stressbedingungen
befähigt
ist, könnte
nach seiner Isolierung unmittelbar beispielsweise in Böden, die
von Phytopathogenen betroffen sind, eine schlechte Verfügbarkeit
von Nährstoffen,
wie Phosphor, aufweisen und die Umweltbelastungen und dergl. ausgesetzt
sind, verwendet werden. Bisher wurde aber noch nicht über eine
derartige angestrebte Verbesserung bei der Pflanzenzüchtung und auch
nicht über
ein Verfahren zur Auswahl eines derartigen bakteriellen Stammes
berichtet. Wir haben durch direkten Vergleich an einer Vielzahl
von Pflanzentypen festgestellt, dass die besondere Kombination von
ausgewählten
bakteriellen Stämmen
in Bezug auf die Förderung
des Wachstums und die Gesundheit von Pflanzen wirksam ist.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft neue, aus Kühen isolierte Stämme von
Bakterien, die die Fähigkeit zur
Bekämpfung
von phytopathogenen Pilzen, zur Förderung des Pflanzenwachstums,
zur Erzielung von Toleranz gegen abiotische Belastungen und zur
Solubilisierung von Phosphat unter abiotischen Stressbedingungen
besitzen. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Auswählen dieser
Stämme.
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Aufgaben der vorliegenden
Erfindung
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Die
Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Isolierung
von bakteriellen Stämmen
aus Kühen,
die sich als Bioinoculantien eignen.
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Eine
weitere Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Isolierung
von bakteriellen Stämmen
mit einer das Pflanzenwachstum fördernden
Aktivität
aus Sahiwal-Kühen.
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Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Isolierung
von bakteriellen Stämmen aus
Sahiwal-Kühen,
die eine pflanzenwuchsfördernde
Aktivität
von mindestens 5% des Trockengewichts aufweisen.
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Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Isolierung
von bakteriellen Stämmen aus
Sahiwal-Kühen,
die eine pflanzenwuchsfördernde
Wirkung in Bezug auf eine geringere Sämlingssterblichkeit, eine bessere
Sämlingskeimung,
die Pflanzenhöhe,
die Anzahl der Schoten und das Samentrockengewicht aufweisen.
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Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Isolierung
von bakteriellen Stämmen aus
Sahiwal-Kühen
mit einer Bekämpfungswirkung
gegen phytopathogene Pilze.
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Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Isolierung
von bakteriellen Stämmen aus
Sahiwal-Kühen
mit der Fähigkeit
zur Solubilisierung von Phosphat.
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Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Isolierung
von bakteriellen Stämmen aus
Sahiwal-Kühen
mit der Fähigkeit
zur Erzielung von Toleranz gegen abiotische Stresszustände.
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Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Isolierung
von bakteriellen Stämmen aus
Sahiwal-Kühen
mit Toleranz gegen 4-8% Salz.
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Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Isolierung
von bakteriellen Stämmen aus
Sahiwal-Kühen
mit Toleranz gegen einen pH-Wert von 4-10.
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Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Isolierung
von bakteriellen Stämmen aus
Sahiwal-Kühen
mit Toleranz gegen Temperaturen von 50-60°C.
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Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Entwicklung
einer synergistischen Zubereitung, die drei Stämme, die aus Sahiwal-Kühen isoliert
worden sind, umfasst, wobei die Zusammensetzung Eigenschaften besitzt,
die die Bekämpfung
von phytopathogenen Pilzen, die Förderung des Pflanzenwachstums,
Toleranz gegen abiotische Stressbelastungen, Solubilisierung von
Phosphat unter abiotischen Stresszuständen und die Erzeugung von
antifungalen Metaboliten umfasst.
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Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Entwicklung
einer Zubereitung, die drei aus Sahiwal-Kühen isolierte Stämme umfasst,
wobei sich die Zubereitung als Bioinoculans eignet und die Stämme unter
verschiedenen Lager-, Gewächshaus-
oder Feldbedingungen eine maximale Lebensfähigkeit aufweisen.
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Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Entwicklung
einer Zubereitung, die die drei isolierten Stämme aus Sahiwal-Kühen mit
den Hinterlegungsnummern NRRL B-30486, NRRL B-30487 und NRRL-B-30488
umfasst, wobei die Zubereitung in flüssiger oder trockener Form
auf Saatgut, Pflanzen und Erdreich angewandt werden kann.
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Zusammenfassende
Darstellung der vorliegenden Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine synergistische Zusammensetzung,
die sich als Bioinoculans eignet, wobei die Zusammensetzung bakterielle
Stämme
mit den Hinterlegungsnummern NRRL B-30486, NRRL B-30487 und NRRL-B-30488
einzeln oder in sämtlichen
möglichen
Kombinationen und gegebenenfalls einen Träger umfasst, wobei die Stämme jeweils
eine pflanzenwuchsfördernde
Aktivität,
eine Aktivität
zur Bekämpfung
von phytopathogenen Pilzen, die Fähigkeit zur Toleranz gegenüber abiotischen
Stressbedingungen und die Fähigkeit
zur Solubilisierung von Phosphat unter abiotischen Stressbedingungen
aufweisen. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung
einer derartigen Zusammensetzung sowie ein Verfahren zum Isolieren
von bakteriellen Stämmen
aus Sahiwal-Kühen.
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Ausführliche Beschreibung der vorliegenden
Erfindung
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Demgemäß betrifft
die vorliegende Erfindung eine synergistische Zusammensetzung, die
sich als Bioinoculans eignet, wobei die Zusammensetzung bakterielle
Stämme
mit den Hinterlegungsnummern NRRL B-30486, NRRL B-30487 und NRRL-B-30488
einzeln oder in sämtlichen
möglichen
Kombinationen und gegebenenfalls einen Träger umfasst, wobei jeder der
Stämme
eine pflanzenwuchsfördernde
Aktivität,
eine Aktivität zur
Bekämpfung
von phytopathogenen Pilzen, die Fähigkeit zur Toleranz gegenüber abiotischen
Stressbedingungen und die Fähigkeit
zur Solubilisierung von Phosphat unter abiotischen Stressbedingungen
aufweist. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung
einer derartigen Zusammensetzung und ferner ein Verfahren zum Isolieren
von bakteriellen Stämmen
aus Sahiwal-Kühen.
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Eine
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung besteht in einer synergistischen Zusammensetzung,
die sich als Bioinoculans eignet, wobei die Zusammensetzung bakterielle
Stämme
mit den Hinterlegungsnummern NRRL B-30486, NRRL B-30487 und NRRL-B
30488 einzeln oder in sämtlichen
möglichen Kombinationen
und gegebenenfalls einen Träger
umfasst.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung gehören
die Stämme
NRRL B-30486 und NRRL B-30488 zur Gruppe Bacillus lentimorbus.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung gehört
der Stamm NRRL B-30487 zur Gruppe Bacillus subtilis.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt der Stamm NRRL B-30486 die nachstehend
angegebenen Eigenschaften:
| Eigenschaften | NRRL
B-30486 |
| Gestalt | Stäbchen |
| Größe | |
| Breite, μm | 1,5-2,0 |
| Länge, μm | 3,0-6,0 |
| Gram-Reaktion | + |
| Katalase-Reaktion | – |
| Anaerobes
Wachstum | + |
| Voges-Proskauer-Reaktion | – |
| pH-Wert
in V-P-Brühe | 5,5 |
| Säure aus | |
| D-Glucose | + |
| L-Arabinose | – |
| D-Xylose | – |
| D-Mannit | – |
| Gas
aus Glucose | + |
| Hydrolyse
von | |
| Casein | – |
| Gelatine | – |
| Stärke | – |
| Verwertung
von Citrat | – |
| Nitrat
zu Nitrit | – |
| Indol-Bildung | – |
| Wachstum
bei pH-Wert in Nährbrühe | |
| 6,8 | + |
| 5,7 | + |
| Wachstum
in NaCl | |
| 2% | + |
| 5% | + |
| 7% | + |
| 10% | + |
| Wachstum
bei | |
| 30°C | + |
| 40°C | + |
| 50°C | + |
| 55°C | + |
| 65°C | – |
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung weist der Stamm NRRL B-30487 die nachstehend
angegebenen Eigenschaften auf:
| Eigenschaften | NRRL
B-30487 |
| Gestalt | oval |
| Größe | |
| Breite, μm | 2,5 |
| Gram-Reaktion | + |
| Katalase-Reaktion | + |
| Anaerobes
Wachstum | – |
| Voges-Proskauer-Reaktion | + |
| pH-Wert
in V-P-Brühe | 5,8 |
| Säure aus | |
| D-Glucose | + |
| L-Arabinose | + |
| D-Xylose | + |
| D-Mannit | + |
| Gas
aus Glucose | – |
| Hydrolyse
von | |
| Casein | + |
| Gelatine | + |
| Stärke | + |
| Verwertung
von Citrat | + |
| Nitrat
zu Nitrit | + |
| Indol-Bildung | – |
| Wachstum
bei pH-Wert in Nährbrühe | |
| 6,8 | + |
| 5,7 | + |
| Wachstum
in NaCl | |
| 2% | + |
| 5% | + |
| 7% | – |
| 10% | – |
| Wachstum
bei | |
| 30°C | + |
| 40°C | + |
| 50°C | + |
| 55°C | + |
| 65°C | – |
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung weist der Stamm NRRL B-30488 die nachstehend
angegebenen Eigenschaften auf:
| Eigenschaften | NRRL
B-30488 |
| Gestalt | Stäbchen |
| Größe | |
| Breite, μm | 1,5-2,0 |
| Länge, μm | 5,0-10,0 |
| Gram-Reaktion | + |
| Katalase-Reaktion | – |
| Anaerobes
Wachstum | + |
| Voges-Proskauer-Reaktion | – |
| pH-Wert
in V-P-Brühe | 5,2 |
| Säure aus | |
| D-Glucose | + |
| L-Arabinose | – |
| D-Xylose | – |
| D-Mannit | – |
| Gas
aus Glucose | + |
| Hydrolyse
von | |
| Casein | – |
| Gelatine | – |
| Stärke | – |
| Verwertung
von Citrat | – |
| Nitrat
zu Nitrit | – |
| Indol-Bildung | – |
| Wachstum
bei pH-Wert in Nährbrühe | |
| 6,8 | + |
| 5,7 | + |
| Wachstum
in NaCl | |
| 2% | + |
| 5% | + |
| 7% | + |
| 10% | + |
| Wachstum
bei | |
| 30°C | + |
| 40°C | + |
| 50°C | + |
| 55°C | + |
| 65°C | – |
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist der Träger aus einer Gruppe ausgewählt, die
Vermiculit, Aktivkohle, ein Gemisch von fermentiertem Sulfitierungspressschlamm
von Zuckerfabriken mit gebrauchter Waschflüssigkeit von Destillerien und
Carbonisierungsschlamm von Zuckerfabriken umfasst.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung beträgt
das Verhältnis
der drei Stämme
etwa 1:1:1.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung beträgt
die Gesamtkonzentration der Stämme
4-10 KBE/g Träger
und vorzugsweise 6-8 KBE/g (cfu/g) Träger.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung beträgt
die Konzentration eines jeden Stammes 4-10 KBE/g Träger und
vorzugsweise 7-8 KBE/g (cfu/g) Träger.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung beträgt
die Generationszeit der Stämme
55-65 Minuten bei 30°C.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung kolonisieren die Stämme Pflanzenwurzeln.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung überleben
die Stämme
jede Saison der Pflanze.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung überleben
die Stämme
mindestens 2/3 Jahre in der Zusammensetzung.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird ein in vitro-Verfahren zum Isolieren
bakterieller Stämme
mit den Hinterlegungsnummern NRRL B-30486, NRRL B-30487 und NRRL-B 30488
aus der Milch der "Sahiwal"-Kuh bereitgestellt,
wobei die Stämme
Eigenschaften aufweisen, die das Kontrollieren von phytopathogenen
Pilzen, die Förderung
des Pflanzenwachstums, Toleranz gegen abiotische Stressfaktoren,
Solubilisierung von Phosphat unter abiotischen Stresszuständen und
Erzeugung von antimykotischen Metaboliten umfassen, wobei das Verfahren
das Gewinnen von Milch der "Sahiwal"-Kuh, umfasst.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird die Milch auf einem Kulturmedium
ausgestrichen.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird die Kultur etwa 1-3 Tage bei Temperaturen
von 25-35°C
inkubiert.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung werden sämtliche morphologisch unterschiedlichen
Bakterien aus der Kultur ausgewählt.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung werden die in der vorhergehenden Stufe
ausgewählten
Stämme,
die phytopathogene Pilze unterdrücken,
indem sie eine Hemmzone von mindestens 2 mm bei einer Inkubation
bei 30-35°C
und vorzugsweise 28°C
für eine
Zeitspanne von 20-35 Tagen und vorzugsweise von 27 Tagen zeigen,
einem Screening unterworfen.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung werden die in der vorhergehenden Stufe
ausgewählten
Stämme
einem Screening auf das Pflanzenwachstum fördernde Bakterien, die eine mindestens
5%ige Zunahme des Pflanzentrockengewichts zeigen, durch Züchten von
Pflanzen in Gegenwart von ausgewählten
Bakterien bei einer Bakterienkonzentratiön von etwa log 6 bis 10 KBE/Samen
oder etwa log 6 bis 8 KBE/g Erdreich unterworfen.
-
Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung werden die in der vorhergehenden Stufe
ausgewählten
Stämme
einem Screening bei 4-8% Salzstresstoleranz für die weitere Selektion unterworfen.
-
Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung werden die in der vorhergehenden Stufe
ausgewählten
Stämme
einem Screening beim pH-Wert 4-10 auf Stresstoleranz für die weitere
Selektion unterworfen.
-
Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung werden die in der vorhergehenden Stufe
ausgewählten
Stämme
bei 50-60°C
einem Screening auf Temperaturstresstoleranz für die weitere Selektion unterworfen.
-
Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung werden die in der vorhergehenden Stufe
ausgewählten
Stämme
einem Screening auf die Fähigkeit
zur Solubilisierung von Phosphat unter abiotischen Stressbedingungen
bei hohen Werten in Bezug auf Salzgehalt, pH-Wert und Temperatur
zur weiteren Selektion unterworfen.
-
Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung werden die erwünschten drei Bakterienstämme isoliert.
-
Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird die Pflanze für die wachstumsfördernde
Aktivität
aus der Gruppe Zea mays, Abelmoschus esculentus, Luffa cylindrica,
Lycopersicon esculentum, Abelmoschus esculentus und Cucumis sativus
ausgewählt.
-
Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung handelt es sich beim Kulturmedium um
Nähragar,
wobei das Medium Rindfleischextrakt (2-10 g), Pepton (5-15 g), Natriumchlorid
(2-10 g), Agar (10-20 g) und destilliertes Wasser (etwa 1,0 Liter)
bei einem pH-Wert
von 7,0-7,4 umfasst.
-
Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird die pH-Toleranz bei 30°C
getestet.
-
Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens
beträgt
die Erdreichfeuchtigkeit 15-30% und vorzugsweise 20%.
-
Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens
handelt es sich beim Salz vorzugsweise um NaCl.
-
Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens
werden die Stämme
auf Nährlösungsmedium
(NB-Medium) gezüchtet,
das aus Rindfleischextrakt (0,5%), Pepton (1%), NaCl (0,5%) und
destilliertem Wasser besteht, wobei der pH-Wert des Mediums 7,2
beträgt.
-
Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird der pathogene Pilz aus einer Gruppe ausgewählt, die F. moniliforme, C.
falcatum, F. oxysporum f. sp. ciceri, R. solani, Pythium sp., Phoma
sorghii, Sclerotium rolfsii, Alternaria solani, Curvularia lunata,
Sclerotinia sclerotiorum und Aspergillus niger umfasst.
-
Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens
liegt die Konzentration der Stämme
im Bereich von 4-10 KBE/ml.
-
Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung nimmt die Phosphatsolubilisierung bei
einer kombinierten Erhöhung
von Temperatur, Salz und pH-Wert um etwa 428% zu.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung nimmt die Phosphatsolubilisierung bei
Erhöhung
der Salzkonzentration um etwa 160% zu.
-
Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung nimmt die Phosphatsolubilisierung bei
pH-Erhöhung
um etwa 130% zu.
-
Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung werden die Stämme auf hohe pH-Stresstoleranz
bei einem pH-Wert von vorzugsweise 9 ausgewählt.
-
Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung werden die Stämme auf Temperaturstresstoleranz
bei 55°C
ausgewählt.
-
Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung werden Bakterien ausgewählt, die
die günstigsten
Ergebnisse in Bezug auf eine geringere Sämlingsmortalität und eine
bessere Sämlingskeimung,
Pflanzenhöhe,
Anzahl von Schoten und Samentrockengewicht zeigen.
-
Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung steigt die den Pflanzenwuchs fördernde
Aktivität
um 3-400%.
-
Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung beträgt
die Pilzkonzentration 4-7 Sporen/ml Kulturmedium.
-
Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung werden die abiotischen Stressbedingungen
für die
Solubilisierung von Phosphat aus einer Gruppe von Bedingungen ausgewählt, die
einen hohen pH-Wert
im Bereich von 7-9, hohe Temperaturen im Bereich von 30-45°C und eine
Salzkonzentration im Bereich von 0,1-4% umfassen.
-
Eine
weitere Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
einer den Pflanzenwuchs fördernden
Zubereitung, die bakterielle Stämme
mit den Hinterlegungsnummern NRRL B-30486, NRRL B-30487 und NRRL-B
30488 einzeln oder in sämtlichen
möglichen
Kombinationen und einen Träger
umfasst.
-
Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung werden Bakterien in einer Kultur in individueller
Weise bis zu einer Konzentration von etwa log 8 bis 11 KBE/ml und
vorzugsweise log 9 bis 10 KBE/ml, gegebenenfalls gefolgt von einem
Vermischen der Kulturen in einem gleichen Verhältnis im Fall der Herstellung
einer Kombination, gezüchtet.
-
Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird die Kultur mit Wasser im Verhältnis von
1:50 bis 1:150 und vorzugsweise von 1:100 verdünnt, wobei etwa log 8-9 KBE/ml
Bakterien enthalten sind.
-
Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung werden etwa 1-3 Liter der Kultur/Tonne
frisch homogenisiertem Träger
und vorzugsweise 2 Liter der Kultur/Tonne frisch homogenisiertem Träger versprüht und vermischt.
-
Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung werden die Schwaden mindestens zweimal
täglich
für etwa
2 Tage aufgerührt,
um die Temperatur der Schwaden auf 70-75°C zu erhöhen.
-
Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird gebrauchte Waschflüssigkeit oder
Wasser in die aufgerührten
Schwaden für
etwa 40 Tage gesprüht,
um einen Feuchtigkeitsgrad von etwa 55-65% aufrechtzuerhalten.
-
Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung werden die Schwaden für weitere 3-5 Tage aufgerührt, um
nunmehr die Feuchtigkeit und die Temperatur des fermentierten Produkts
auf etwa 30% bzw. 40-45°C
zu verringern.
-
Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird das gebrauchsfertige, das Pflanzenwachstum
fördernde
Bioinoculans abgepackt.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird der Träger aus der Gruppe ausgewählt, die
frisch sulfinierten Pressschlamm und Carbonisierungspressschlamm
umfasst.
-
Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung handelt es sich beim Kulturmedium um
NB-Medium.
-
Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird das Gemisch manuell oder unter Verwendung
eines "Aero-Tillers" homogenisiert.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt die Zubereitung unter variierten
Lagerungs- oder Gewächshaus-
oder Feldbedingungen eine maximale Lebensfähigkeit.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung beträgt
das Verhältnis
der Stämme
etwa 1:1:1.
-
Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird die Zubereitung auf Pflanzen, Samen
und Erdreich angewendet.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Verwendung einer
den Pflanzenwuchs fördernden Zubereitung
bereitgestellt, die bakterielle Stämme mit den Hinterlegungsnummern
NRRL B-30486, NRRL B-30487 und NRRL-B 30488 einzeln oder in sämtlichen
möglichen Kombinationen
und einen Träger
umfasst, wobei das Verfahren die Stufe des Auftragens des Bioinoculans
in flüssiger
oder trockener Form auf Samen, Pflanzen und Erdreich umfasst.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung enthält
das Bioinoculans ferner Gummen oder Zucker zur Verbesserung der
Haftung.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung liegen die Stämme im Verhältnis von 1:1:1 vor.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung weist die Zubereitung unter variierten
Lagerungs- oder Gewächshaus-
oder Feldbedingungen eine maximale Lebensfähigkeit auf.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird der Träger aus einer Gruppe ausgewählt, die
frisch sulfinierten Pressschlamm und Carbonisierungspressschlamm
umfasst.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung werden die Pflanzen der Varietät auf die
Förderung
von Pflanzenwachstum auf dem Feld in Gegenwart von Bakterien in
einer Konzentration von etwa log 7-9 KBE/Samen oder etwa log 6-8
KBE/g Erdreich getestet.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird eine Zubereitung allein oder in
Kombination mit anderen Chemikalien, die für das Wachstum und das Überleben
von Bakterien unschädlich sind,
verwendet.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung werden die Chemikalien aus einer Gruppe
ausgewählt,
die Pestizide, Düngemittel,
Nematizide und Herbizide umfasst, wobei gegebenenfalls eine Kalk-Pelletisierung
vorgenommen wird, um die Schwere der Wirkung dieser Materialien
zu begrenzen.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung einer
Zusammensetzung, die sich als Bioinoculans eignet, bereitgestellt,
wobei die Zusammensetzung einen oder mehrere der neuen Bakterienstämme mit
den Hinterlegungsnummern NRRL B-30486,
NRRL B-30487 und NRRL-B 30488 und einen Träger umfasst.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung werden die bakteriellen Stämme in einem
Wachstumsmedium bis zur logarithmischen Phase gezüchtet.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird die Kultur mit Wasser im Verhältnis 1:10
bis 1:100 000 und vorzugsweise von 1:100 verdünnt.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird die verdünnte Kultur mit einem inerten
pulverisierten Träger
vermischt, wobei der Feuchtigkeitsgehalt des Gemisches 20-40% und
vorzugsweise etwa 30%, bezogen auf eine feuchte Basis, beträgt.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird das Gemisch für mindestens etwa 2 Tage inkubiert,
wobei im Gemisch ein konstanter Feuchtigkeitsgehalt aufrechterhalten
wird.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird die Bakterienzahl im Gemisch auf
einen Bereich von etwa log 4-10 KBE/g Träger erhöht.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird die Überlebensrate der Bakterien über einen
Zeitraum von mindestens 1 Jahr in der Zusammensetzung überwacht,
wobei die Bakterienstämme
vorzugsweise in einem Bereich von etwa log 7 bis 9 KBE/g Träger vorhanden
sind und eine lange Überlebensdauer
der Mikroorganismen als Inokulat zeigen.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird der Träger aus einer Gruppe ausgewählt, die
Vermiculit, Aktivkohle, ein Gemisch aus fermentiertem Sulfitierungspressschlamm
von Zuckerfabriken und gebrauchter Waschflüssigkeit von Destillerien,
sowie Carbonisierungsschlamm von Zuckerfabriken, Reisspelzen, Carboxymethylcellulose,
Torf, Perlit, Talcum und Polyvinylpyrrolidon umfasst.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung werden die Träger vorzugsweise aus einer
Gruppe ausgewählt,
die Vermiculit, Aktivkohle und fermentierten Pressschlamm umfasst.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung beträgt
die Bakterienzahl vorzugsweise etwa log 8 KBE/g Träger.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung werden die Pflanzen für die Wachstumsförderung
aus einer Gruppe ausgewählt,
die Kichererbsen, A. esculentus und C. sativus und Z. mays und Triticum
aestivum und Glycine max und Pisum sativum und Impatiens balsamina
umfasst.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung beträgt
das Verhältnis
der Stämme
im Falle einer Kombination etwa 1:1:1.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung handelt es sich beim Wachstumsmedium
um NB-Medium.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung werden die Bakterien individuell bis
zu einer Konzentration von etwa log 9 bis 10 KBE/ml gezüchtet, wonach
das Vermischen der Kulturen im Verhältnis von etwa 1:1:1 erfolgt.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird die Kultur mit Wasser vorzugsweise
im Verhältnis
von 1:10 mit einem Gehalt an etwa log 8-9 KBE/ml verdünnt.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird die Feuchtigkeit des Produkts mit
Schwaden reguliert.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung hat die Anmelderin ein neues Verfahren
zum Screening von Bakterien zur Auswahl von solchen Bakterienstämmen aufgefunden,
die die Fähigkeit
besitzen, phytopathogene Pilze zu bekämpfen, das Pflanzenwachstum
zu fördern,
Toleranz gegenüber abiotischen
Belastungen zu erreichen und Phosphat unter abiotischen Stressbedingungen
zu solubilisieren. Bei Verwendung als Bioinoculantien besitzen die
nach unserem Verfahren erhaltenen neuen Bakterien die Fähigkeit
zur Bekämpfung
von phytopathogenen Pilzen und zur Förderung des Pflanzenwachstums
unter Feldbedingungen.
-
Die
Anmelderin hat ferner drei neue Stämme von Bacillus aufgefunden,
die bei einzelner Verwendung oder bei Verwendung in Form eines neuartigen
Gemisches von Bestandteilen, das einen besonderen Synergismus ergibt,
die Fähigkeit
besitzen, phytopathogene Pilze unter Feldbedingungen zu bekämpfen, das
Pflanzenwachstum unter Feldbedingungen zu fördern, Toleranz gegen abiotische
Stressbelastungen zu erreichen und Phosphat unter abiotischen Stressbedingungen
zu solubilisieren.
-
Das
Screening-Verfahren umfasst folgendes:
- 1. Isolieren
von Stämmen
von Bakterien aus Milch und Auswählen
der Bakterien mit Potential zur Unterdrückung des Wachstums der phytopathogenen
Pilze Colletotrichum falcatum, Sclerotium rolfsii, Alternaria solani,
Penicillium sp., Pythium aphanidermatum, Phytophthora palmivora,
Curvularia lunata, Sclerotinia sclerotiorum und Aspergillus niger
unter in vitro-Bedingungen auf Nähragarplatten
(NA) auf folgende Weise: Ausstreichen von 1 bis 4 einzelnen Bakterienkolonien
rings um den Rand einer Petri-Schale mit 90 mm Durchmesser und 2-tägige Inkubation
bei 28°C; Übertragen
eines Agar-Pfropfen-Inokulums der Pilze (5 mm-Quadrat) auf die Mitte
der Platte in individueller Weise von einer Platte mit einer Quelle
der zu testenden Pilze auf NA für
2 bis 7 Tage; und Auswählen
der bakteriellen Stämme
mit biologischer Kontrollwirkung zur Hemmung des Pilzwachstums.
- 2. Screening von in Stufe 1 ausgewählten Bakterien im Gewächshaus
(mit Potential zur Unterdrückung
des Wachstums von pathogenen Pilzen unter in vitro-Bedingungen)
auf ihre das Pflanzenwachstum fördernde Wirkung
in folgender Weise: Züchten
von Maispflanzen in Gegenwart von in Stufe 1 ausgewählten Bakterien
im Gewächshaus
in einer Konzentration von etwa log 8 KBE/Sämling in nicht-sterilem Erdreich;
Züchten
von Kontroll-Maispflanzen auf die vorstehend angegebene Weise ohne
Zusatz der Bakterien; und Auswählen
von Bakterienstämmen
mit das Pflanzenwachstum fördernder
Wirkung, die die behandelten Pflanzen veranlassen, ein höheres Trockengewicht
zu entwickeln.
- 3. Screening von in Stufe 2 ausgewählten Bakterien als Pflanzenwuchs-Promotoren
in Bezug auf abiotische Stress-Toleranz (Salz, pH-Wert und Temperatur)
unter in vitro-Bedingungen auf folgende Weise: Auswählen von
stresstoleranten Bakterien aus den in Stufe 2 ausgewählten Stämmen, die
eine Toleranz gegen 6% Salz (NaCl), einen pH-Wert von 5-9 und eine
Temperatur von 55°C
aufweisen.
- 4. Charakterisieren von in Stufe 3 in Bezug auf abiotischen
Stress ausgewählten
Bakterien bezüglich
ihrer Fähigkeit
zur Solubilisierung von Phosphat unter abiotischen Stressbedingungen
(Salz, pH-Wert und Temperatur) auf folgende Weise: quantitative
Bestimmung der Phosphat-Solubilisierung in Brühe unter Verwendung des National
Botanical Research Institute-Phosphat-Wachstumsmediums (NBRIP);
Ermitteln des Einflusses von Salz (NaCl), des pH-Werts und der Temperatur
auf die Solubilisierung von Phosphat durch Züchten der Stämme auf
NBRIP mit einem Gehalt an verschiedenen Mengen an NaCl (Gew./Vol.),
einem pH-Wert und einer Temperatur gemäß den gemachten Angaben; Inokulieren
von NBRIP-Medium
mit dem Bakterienstamm mit etwa log 9 KBE/ml; und Autoklavisieren
von als Kontrolle dienendem, nicht-inokuliertem Medium.
- 5. Screening von in Stufe 3 ausgewählten Bakterien in Bezug auf
die Überlebenstoleranz
in Trägern
zur Ermittlung ihres gewerblichen Werts als Bioinoculans auf folgende
Weise: Züchten
der Bakterien in einem Wachstumsmedium; Zugeben von Zellen in der
logarithmischen Phase zu verschiedenen Trägern, insbesondere Vermiculit,
Aktivkohle und fermentiertem Pressschlamm; anschließend Auftragen
des Inokulums auf Sämlinge
(z. B. durch Herstellen einer Aufschlämmung mit einem Gehalt an dem
Träger/Bakterien-Gemisch
und Gummen oder Zuckern zur Verbesserung der Haftung) oder durch
direktes Aufbringen auf Erdreich oder durch Eintropfen von Träger/Bakterien-Suspensionen
in Pflanzfurchen oder durch Vermischen mit anderem Pflanzmaterial;
Verwenden der Zubereitung, die eine maximale Lebensfähigkeit
zeigt (unter verschiedenen Lager- oder Gewächshaus- oder Feldbedingungen)
für Pflanzen,
Sämlinge
und Erdreich.
- 6. Feldversuch an in Stufe 3 ausgewählten, in Bezug auf abiotischen
Stress toleranten Bakterien zur Ermittlung der Fähigkeit zur Bekämpfung von
Pflanzenpathogenen, insbesondere Pilzen, wie Fusarium oxysporum
f. sp. ciceri, d. h. zur Verringerung des Auftretens oder der Schwere
der Krankheit an auf dem Feld wachsenden Kichererbsen oder auf die
Fähigkeit
zur Bekämpfung
von Pflanzenpathogenen, insbesondere Pilzen, wie Fusarium moniliforme
und Colletotrichum falcatum, an auf dem Feld wachsendem Zuckerrohr, unter
Verwendung von verschiedenen Trägern,
wie Vermiculit.
- 7. Feldversuch mit in Stufe 3 in Bezug auf abiotischen Stress
ausgewählten
Bakterien zur Ermittlung der Fähigkeit
zur Förderung
des Pflanzenwachstums an auf dem Feld gezüchteten Pflanzen, wie Zuckerrohr, unter
Verwendung verschiedener Träger,
wie Vermiculit und fermentierter Pressschlamm.
-
Die
nach dem vorstehenden Verfahren ausgewählten Bakterienstämme besitzen
die Fähigkeit
zur Bekämpfung
von phytopathogenen Pilzen, zur Förderung des Pflanzenwachstums,
zur Erzielung von Toleranz gegen abiotischen Stress und zur Solubilisierung
von Phosphat unter abiotischen Stressbedingungen.
-
Gemäß diesem
Befund besteht eine Aufgabe der Erfindung in der Bereitstellung
eines Verfahrens zur Auswahl von solchen Stämmen, die die Fähigkeit
zur Bekämpfung
von phytopathogenen Pilzen, zur Förderung des Pflanzenwachstums,
zur Erzielung von Toleranz gegen abiotischen Stress und zur Solubilisierung
von Phosphat unter abiotischen Stressbedingungen besitzen, wobei
man die auf diese Weise ausgewählten
Bakterienstämme
verwendet.
-
Eine
weitere Aufgabe der Erfindung besteht in der Bereitstellung von
Maßnahmen
zum Screening von Bakterien, um solche Bakterien auszuwählen, die
die Fähigkeit
zur Bekämpfung
von phytopathogenen Pilzen und zur Förderung des Pflanzenwachstums
unter Feldbedingen besitzen.
-
Eine
weitere Aufgabe der Erfindung besteht in der Bereitstellung neuer
Stämme
von B. lentimorbus und B. subtilis, die die Fähigkeit zur Bekämpfung von
phytopathogenen Pilzen, zur Förderung
des Pflanzenwachstums, zur Erzielung von Toleranz gegen abiotischen
Stress und zur Solubilisierung von Phosphat unter abiotischen Stressbedingungen
besitzen.
-
Eine
weitere Aufgabe der Erfindung besteht in der Bereitstellung von
geeigneten Trägern
für Bakterienstämme, insbesondere
für neue
Stämme
von B. lentimorbus und B. subtilis, die in Stufe 3 in Bezug auf
das Überleben
in verschiedenen Trägern
ausgewählt
worden sind, für
die gewerbliche Herstellung eines Bioinoculans für Pflanzen, Saatgut und Erdreich.
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Eine
weitere Aufgabe der Erfindung besteht in der Bereitstellung von
neuen Stämmen
von B. lentimorbus und B. subtilis, die die Fähigkeit zur Bekämpfung von
phytopathogenen Pilzen unter Feldbedingungen besitzen.
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Eine
weitere Aufgabe der Erfindung besteht in der Bereitstellung von
neuen Stämmen
von B. lentimorbus und B. subtilis, die die Fähigkeit zur Förderung
des Pflanzenwachstums unter Feldbedingungen besitzen.
-
Weitere
Ziele und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden
Beschreibung. Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass die ausführliche
Beschreibung und die speziellen Beispiele zwar bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung wiedergeben, jedoch nur der Erläuterung dienen, da verschiedene
Abänderungen
und Modifikationen innerhalb des Erfindungsgedankens und des Schutzumfangs
der Erfindung sich für den
Fachmann aus dieser ausführlichen
Beschreibung ergeben.
-
In
der Beschreibung wird der Ausdruck "Bakterien aus Milch" zur Bezeichnung von Bakterien verwendet,
die in auf aseptischem Wege gemolkene Milch gelangt sind, indem
sie in die Zitzen und/oder das Euter eingedrungen sind und dort
unter suboptimalen Bedingungen überleben
und sich vermehren. Somit gehören die
in der vorliegenden Anmeldung beschriebenen Bakterien zur bakteriellen
Flora, die in den Zitzen und/oder im Euter vorhanden sind und zu
einer nicht charakterisierten ökologischen
Nische gehören.
-
Es
wurde festgestellt, dass der prozentuale Anteil an Bakterienstämmen, die
eine biologische Bekämpfungswirkung
gegen phytopathogene Pilze zeigen, in der Milch der Sahiwal-Kuh
am größten war,
gefolgt von humaner Milch, der Milch der Holstein-Kuh und der Büffel-Milch. In Bezug auf
diesen Parameter war die Milch der Sahiwal-Kuh der humanen Milch,
der Milch der Holstein-Kuh und der Büffel-Milch überlegen.
-
Ausgedehnte
Auswahlverfahren aus einer großen
Anzahl von Bakterienstämmen,
die aus humaner Milch, Milch der Sahiwal-Kuh, Milch der Holstein-Kuh
und Büffel-Milch
gewonnen worden sind, haben gezeigt, dass einige dieser Stämme (wie
nachstehend beschrieben) die Fähigkeit
zur Stimulierung des Pflanzenwachstums besitzen.
-
Daher
besteht ein Aspekt der vorliegenden Erfindung in einem Verfahren
zum Screening von wertvollen Bakterien aus humaner Milch, Milch
der Sahiwal-Kuh, Milch der Holstein-Kuh und Büffel-Milch sowie in der Anwendung
der Bakterien zur Förderung
des Pflanzenwachstums.
-
Zunächst werden
die Bakterien durch übliche
Verfahren isoliert, wie sie beispielsweise von Eklund und Lankford,
Laboratory manual for general microbiology (Prentice-Hall, Inc.,
USA, (1967), S. 21-27) beschrieben worden sind. Beispielsweise werden
serielle Verdünnungen
der Milchproben hergestellt. Diese Verdünnungen können auf verschiedene allgemeine
Medien ausgestrichen werden. Zu Beispielen für allgemeine Medien, die sich
zur Vermehrung einer Vielzahl von Bakterien eignen, gehören NA und
dergl. Anschließend
werden die NA-Platten 1 bis 3 Tage bei einer für bakterielles Wachstum geeigneten
Temperatur, im allgemeinen bei etwa 25 bis 35°C, inkubiert. Die bevorzugte
Inkubationstemperatur für
die Platten beträgt
30°C.
-
Anschließend werden
einzelne Stämme
der Bakterien einem ersten Screening zur Auswahl von solchen Bakterien
unterworfen, die das Potential zur Unterdrückung von phytopathogenen Pilzen
unter in vitro-Bedingungen
gemäß Literaturangaben
besitzen (C. S. Nautiyal, Current Microbiology, Bd. 35 (1997), S. 52-58).
Bakterielle Kolonien auf NA-Platten
wurden rings um den Rand herum einer Petri-Schale mit einem Durchmesser
von 90 mm ausgestrichen und die Platten wurden 1 bis 2 Tage bei
25-35°C
inkubiert. Ein Agar-Pfropfen-Inokulum der zu testenden Pilze (5
mm-Quadrat) wurde sodann auf die Mitte der Platte in individueller
Weise aus einer Quellenplatte der Pilze übertragen. Nach 5- bis 7-tägiger Inkubation
ließen
sich im Fall von Bakterienstämmen
mit biologischer Bekämpfungswirkung
leicht Hemmzonen feststellen.
-
Die
Wahl der Inkubationszeit der bakteriellen Kolonien auf den Platten
vor der Belastung mit den zu testenden pathogenen Pilzen und die
Wahl der späteren
Inkubationszeit bis zur Beobachtung der Hemmzone hängt von
der Wachstumsgeschwindigkeit der zu testenden pathogenen Pilze ab.
Wenn es sich beispielsweise um rascher wachsende Pilze, wie Rhizoctonia,
handelt, ist es bevorzugt, die bakteriellen Kolonien auf NA-Platten
rings um den Rand einer Petri-Schale mit einem Durchmesser von 90
mm mindestens 2 Tage vor Übertragung
eines Agar-Pfropfen-Inokulums der zu testenden Pilze auf die Mitte
der Platte auszustreichen. Wenn es sich dagegen um langsamer wachsende
Pilze, z. B. Fusarium, handelt, ist es bevorzugt, ein Agar-Pfropfen-Inokulum
der zu testenden Pilze auf die Mitte der Platte zu übertragen
und die Platten 2 bis 3 Tage zu inkubieren, um den Pilzen eine ausreichende
Zeit zum Wachstum zu geben, bevor die bakteriellen Kolonien auf
NA-Platten rings um den Rand der Petri-Schale herum ausgestrichen
werden.
-
In
der vorstehenden Stufe isolierte Bakterienstämme werden einem Screening
unterworfen, um solche Stämme
auszuwählen,
die in einer bestimmten Konzentration das Pflanzenwachstum unter
Gewächshausbedingungen
gemäß Literaturangaben
fördern
(C. S. Nautiyal, Current Microbiology, Bd. 34, (1997), S. 12-17). Bei
diesem Test werden sterilisierte Maissamen in nicht-sterilisiertem
Erdreich gezüchtet
und mit den bakteriellen Stämmen
in individueller Weise in einer Konzentration von log 6-10 KBE/Samen
inokuliert. Die bevorzugte Konzentration des Inokulums beträgt log 8
KBE/Samen. Schalen (35 × 35
cm) mit 16 (4 × 4)
Plätzen
pro Schale (jeder Raum wies eine Breite von 7 cm und eine Tiefe
von 10 cm auf, wobei ein Abstand von 1 cm zwischen den Räumen eingehalten
wurde), haben sich als eine zweckmäßige Größe zur Züchtung von Mais und anderen
Pflanzen für
den Gewächshaustest
erwiesen. Jeder Platz wurde in einer Höhe von 8 cm mit nicht-sterilisiertem
Erdreich gefüllt.
Obgleich auch sterilisiertes Erdreich oder ein anderes Trägermaterial
für Pflanzenwachstum,
wie Vermiculit, anstelle von nicht-sterilem Erdreich verwendet werden kann,
ist es bevorzugt, im Gewächshaustest
nicht-steriles Erdreich von dem Feld zu verwenden, auf dem die Bakterien
freigesetzt werden sollen.
-
Vor
dem Pflanzen der Samen wird Leitungswasser in jedes Loch gegeben,
um die Feuchtigkeit des Bodens auf 15 bis 30% einzustellen. Vorzugsweise
beträgt
die Bodenfeuchtigkeit 20%. Vier mit Bakterien behandelte Samen wurden
pro Vertiefung eingesetzt. Das Experiment im Gewächshaus wurde in vier verschiedenen
Sätzen
mit jeweils 16 Maissämlingen
für nicht
mit Bakterien behandelte Samen (Kontrolle) und für mit Bakterien behandelte
Samen (Behandlungsgruppe) durchgeführt. In jedem Satz wurden die
Daten von Sämlingen
mit einem Alter von 21 Tagen in Bezug auf das durchschnittliche
Trockengewicht von 16 Pflanzen aufgezeichnet. Damit ein bakterieller
Stamm als Pflanzenwuchsförderer
in Betracht kommt, müssen
die mit den Bakterien behandelten Samen ein mindestens 10% höheres durchschnittliches
Trockengewicht als die nicht mit Bakterien behandelten Vergleichspflanzen
aufweisen.
-
Die
auf diese Weise ausgewählten
bakteriellen Stämme
wurden ferner auf abiotische Stresstoleranz geprüft, indem sie zunächst einem
Screening auf ihre Fähigkeit
zum Wachstum in Nährbrühe (NB)
mit einem Gehalt an 6% Salz (NaCl; pH-Wert 7 und eine Temperatur
von 30°C) über Nacht
(14-16 Stunden) auf einem gekühlten
Inkubator-Schüttler
(New Brunswick Scientific, USA, Innova Modell 4230) bei 180 U/min
unterworfen. Die gegenüber
6% Salz toleranten Stämme
wurden beim pH-Wert 9 (6% NaCl und eine Temperatur von 30°C) gezüchtet. Schließlich wurden
die gegenüber
6% Salz und pH-Wert 9 toleranten Stämme bei einer Temperatur von
55°C gezüchtet. Lebensfähige Zellen
wurden gezählt,
indem Proben zu verschiedenen Zeitpunkten in Gegenwart oder Abwesenheit
von Stressbelastung (gemäß den Angaben)
ausgezählt
wurden. Serielle Verdünnungen
der einzelnen Proben wurden auf NA-Platten aufgetragen (25 μl) und im
Dreifachversuch gemäß Literaturangaben
bei 30°C
inkubiert (C. S. Nautiyal et al., FEMS Microbiology Letters, Bd.
182 (2000), S. 291-296). Lebensfähige
Zellen wurden nach 2-3 Tagen gezählt.
-
Die
3 gegenüber
abiotischem Stress (Salz, pH-Wert und Temperatur) toleranten Stämme, die
gemäß den vorstehenden
Angaben ausgewählt
worden waren, wurden ferner auf ihre Fähigkeit zur Solubilisierung von
Phosphat unter abiotischen Stressbedingungen einem Screening unterworfen.
Eine quantitative Bestimmung der Solubilisierung von Phosphat in
Brühe wurde
unter Verwendung des Phosphat-Wachstumsmediums des National Botanical
Research Institute (NBRIP) gemäß Literaturangaben
durchgeführt
(C. S. Nautiyal, FEMS Microbiology Letters, Bd. 170 (1999), S. 265-270).
-
Der
Einfluss von Salz (NaCl), pH-Wert und Temperatur auf die Solubilisierung
von Phosphat wurde durch Züchtung
auf NBRIP in Gegenwart von NaCl sowie beim angegebenen pH-Wert und
der angegebenen Temperatur gemäß dem Verfahren
von Fiske und Subbarow (C. H. Fiske und Y. Subbarow, Journal of
Biological Chemistry, Bd. 66 (1925), S. 375-400) getestet.
-
Die
vorliegenden Stämme
Bacillus lentimorbus NBRI0725, Bacillus subtilis NBRI1205 und Bacillus lentimorbus
NBRI3009 weisen die in Tabelle 1 aufgeführten taxonomischen Eigenschaften
auf, verglichen mit den herkömmlichen
Stämmen
B. lentimorbus und B. subtilis. Vergleich
von biochemischen und physikalischen Eigenschaften von B. lentimorbus
NBRI0725 (Erfindung), B. lentimorbus NBRI3009 (Erfindung), B. lentimorbus
(Vergleich), B. subtilis NBRI1205 (Erfindung) und B. subtilis (Vergleich)
- *Gemäß Beschreibung
in R. E. Gordon et al., The genus Bacillus, Agriculture handbook
Nr. 427, United States Department of Agriculture, U. S. Government
Printing Office, Washington D. C. (1973); ND = Keine Daten verfügbar.
-
Die
3 Stämme
B. lentimorbus NBRI0725, B. subtilis NBRI1205 und B. lentimorbus
NBRI3009, die aus der Sahiwal-Kuh nach dem vorstehend beschriebenen
Screening-Verfahren ausgewählt
worden sind, weisen die Fähigkeit
zur Bekämpfung
von phytopathogenen Pilzen, zur Förderung des Pflanzenwachstums,
zur Erzielung von Toleranz gegen abiotische Stressbelastungen und
zur Solubilisierung von Phosphat unter abiotischen Stressbedingungen
auf. B. lentimorbus NBRI0725, B. subtilis NBRI1205 und B. lentimorbus
NBRI3009 wurden gemäß dem Budapester
Vertrag vom 5. Juli 2001 bei der ARS Patent Culture Collection,
United States Department of Agriculture, 1815 North University Street,
Peoria, Illinois 61604, USA, hinterlegt. Die bakteriellen Stämme B. lentimorbus
NBRI0725, B. subtilis NBRI1205 und B. lentimorbus NBRI3009 erhielten
die folgenden NRRL-Hinterlegungsnummern:
B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487 bzw. B. lentimorbus NRRL B-30488.
-
Zusätzlich zu
den vorerwähnten übrigen Eigenschaften
umfassen die unerwarteten und überraschenden
Merkmale dieser spezifischen B. lentimorbus- und B. subtilis-Stämme die
folgenden Charakteristika. Sämtliche
drei Stämme
wurden aus der Milch der Sahiwal-Kuh isoliert. Die Stämme weisen
in Kultur eine rasche Generationszeit (55-65 Minuten bei 30°C) auf. In
Reinkultur hemmen die Stämme
das Wachstum zahlreicher pathogener Pilze von Pflanzen. Die Stämme sind
zur Kolonisierung von Pflanzenwurzeln befähigt. Diese Bakterien verringern
Pflanzenkrankheiten im Erdreich sowohl unter Gewächshaus- als auch unter Feldbedingungen.
Die erfindungsgemäßen Stämme sind
zur Förderung
des Wachstums von Pflanzen in Erdreich sowohl unter Gewächshaus-
als auch unter Feldbedingungen befähigt. Außerdem überleben die Stämme im Erdreich
während
der gesamten Wachstumssaison der Pflanze.
-
Die
vorliegenden Bacillus-Stämme
zeigen Toleranz gegen abiotische Stressbelastungen, wie 6% Salz (NaCl),
pH-Werte von 5-9 und eine Temperatur von 55°C.
-
Die
vorliegenden Bacillus-Stämme
besitzen die Fähigkeit
zur Solubilisierung von Phosphat unter abiotischen Stressbedingungen,
z. B. 0-4% Salz (NaCl), pH-Wert 7-9 und eine Temperatur von 30-45°C. Die Aktivität der Stämme in Bezug
auf die Solubilisierung von Phosphat wird in Gegenwart von hohen
Salzkonzentrationen, bei einem hohen pH-Wert und bei einer hohen
Temperatur induziert.
-
Es
fällt unter
den Umfang der Erfindung, einen beliebigen Typ von Bakterien mit
der Fähigkeit
zur Bekämpfung
von phytopathogenen Pilzen, zur Förderung des Pflanzenwachstums,
zur Erzielung von Toleranz gegen abiotische Stressbelastungen und
zur Solubilisierung von Phosphat unter abiotischen Stressbedingungen
zu isolieren, wobei jedoch Bacillus die Bakterien der Wahl darstellen,
da sie folgende Eigenschaften aufweisen: (1) sie lassen sich leicht
isolieren, züchten
und identifizieren; (2) sie stellen ein natürlich auftretendes Isolat oder
Stämme
dar, die zu ihrer Wirksamkeit keiner gentechnischen Manipulation
bedürfen;
(3) sie sind in Bezug auf den Nährstoffbedarf
vielseitig und zur Verwertung einer großen Anzahl von organischen
Substraten befähigt,
unter Einschluss von Wurzelexsudaten; (4) sie unterdrücken einen
oder mehrere pathogene Pilze; (5) sie weisen ein Stadium in ihrem
Lebenszyklus auf, indem sie gegenüber drastischen Umweltbedingungen resistent
sind; (6) sie zeigen Toleranz gegen abiotische Stressbelastungen
(hoher Salzgehalt, hoher pH-Wert und hohe Temperatur); (7) sie sind
zur Solubilisierung von Phosphat unter abiotischen Stressbedingungen
(hoher Salzgehalt, hoher pH-Wert und hohe Temperatur) befähigt; (8)
sie kolonisieren die Rhizosphäre
des Wurzelsystems der Wirtspflanze(n) für die gesamte Wachstumssaison
auf dem Feld; (9) sie erhöhen
die Ausbeute der Wirtspflanze(n) unter Feldbedingungen; und (10)
sie lassen sich relativ leicht für
gewerbliche Zwecke entwickeln.
-
Ein
weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bekämpfung von
Pflanzenkrankheiten und zur Förderung
des Wachstums von Pflanzen in Erdreich sowohl unter Gewächshaus-
als auch unter Feldbedingungen. Die drei Bakterienstämme mit
den Bezeichnungen B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487
und B. lentimorbus NRRL B-30488 sind bei diesem Verfahren besonders
bevorzugt. Ein Inoculans des betreffenden Stammes wird so verwendet,
dass die Kolonisierung im Bereich von etwa log 4-10 kolonienbildenden
Einheiten/g Wurzel (KBE/g) und vorzugsweise im Bereich von log 6-8
KBE/g erfolgt. Ein Gemisch der 3 Stämme (Kombination) mit den Bezeichnungen
B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487 und B. lentimorbus
NRRL B-30488 im Verhältnis
von 1:1:1, bestehend aus jeweils etwa log 6-10 KBE/ml und vorzugsweise
jeweils log 7-8 KBE/ml wird bei diesem Verfahren besonders bevorzugt.
Das Inokulum kann direkt auf die Samen oder Pflanzen aufgebracht
werden, kann im Erdreich vor dem Pflanzen vorhanden sein oder es
kann auf die Pflanzen oder die Bodenoberfläche oder in Pflanzenfurchen,
wo die Pflanzung bereits erfolgt ist, durch Verteilen, Zerstäuben oder
dergl. ausgebracht werden.
-
Samen
können
behandelt werden, indem man sie mit einer Zusammensetzung mit einem
Gehalt an den vorliegenden Bakterien unter Eintauchen in eine diese
Bakterien enthaltende Flüssigkeit
beschichtet, indem man sie mit der Flüssigkeit besprüht oder
indem man ein anderes bekanntes Verfahren zum Aufbringen von Bakterien
auf Samen anwendet.
-
Gemäß einem
weiteren Aspekt der Erfindung können
Kulturen von B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487
und B. lentimorbus NRRL B-30488 individuell in Melassen gezüchtet werden,
die mit Wasser im Verhältnis
von 1:1 bis 1:10 verdünnt
sind. Eine Verdünnung
von 1:5 wird bei diesem Verfahren besonders bevorzugt. Die bakteriellen
Stämme
können
individuell oder als eine Kombination im Verhältnis von 1:1:1 verwendet werden,
die jeweils aus etwa log 6-11 KBE/ml besteht, wobei bei diesem Verfahren
ein Wert von log 8-9 KBE/ml besonders bevorzugt wird. Die auf diese
Weise erhaltene Kombination kann ferner mit Wasser im Verhältnis von
1:10 bis 1:10 000 verdünnt
werden. Jedoch wird eine Verdünnung
von 1:100 bei diesem Verfahren besonders bevorzugt.
-
Das
Züchten
der Bakterien in Melassen macht das Verfahren wirtschaftlich sehr
wertvoll. Auf diese Weise gezüchtete
Bakterien können
ferner zur Behandlung von Samen verwendet werden, indem man sie
mit einer die vorliegenden Bakterien enthaltenden Zusammensetzung
durch Eintauchen in eine diese Bakterien enthaltende Flüssigkeit
beschichtet, indem man sie mit der Flüssigkeit besprüht oder
indem man sie einem anderen bekannten Verfahren zum Aufbringen von
Bakterien auf Samen unterwirft.
-
Gemäß einem
weiteren Aspekt der Erfindung kann das erfindungsgemäße Verfahren
mit einer beliebigen Art von Bakterien oder anderen Mikroorganismen
angewandt werden, die zum Überleben
unter abiotischen Stressbedingungen (z. B. Toleranz gegen Salz,
pH-Wert und Temperatur) befähigt
sind. Von besonderem Interesse sind Bakterien, die biozide Eigenschaften,
z. B. biofungizide, pestizide und andere entsprechende Eigenschaften,
aufweisen, das Pflanzenwachstum fördern und Phosphat unter abiotischen
Stressbedingungen solubilisieren (z. B. bei hohem Salzgehalt, hohem
pH-Wert und hoher Temperatur), und die zum Überleben im Erdreich in Gegenwart
der Pflanzen befähigt
sind.
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Die
Träger,
die zum Dispergieren der vorliegenden Stämme verwendet werden können, umfassen
alle Träger,
die üblicherweise
für die
Inokulation von Nutzpflanzen verwendet werden. Hierzu gehören Träger, wie Reiskleie,
Carboxymethylcellulose, Torf, Perlit, Polyvinylpyrrolidon und Talcum.
Die Bakterien liegen in derartigen Zusammensetzungen in einer Konzentration
von etwa log 4-10 KBE/g Träger
vor. Träger,
wie Vermiculit, Aktivkohle oder fermentierter Pressschlamm, sind
bei diesem Verfahren besonders bevorzugt. Die Bakterien werden in
Brühe bis
zur erforderlichen Menge gezüchtet
und sodann mit dem Träger
zum gewünschten
Inokulum vermischt, wonach die Härtung
des Gemisches durch bekannte Verfahren erfolgt.
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Gemäß dieser
Ausführungsform
der Erfindung kann der optimale Träger von den verwendeten Bakterien
abhängen.
Beliebige der vorstehenden Zusammensetzungen, Flüssigkeiten, Pulver, Torfprodukte,
Erdreich, Vermiculit, Aktivkohle, fermentierter Pressschlamm und
dergl. können
Nährstoffe
darin enthalten, oder es kann ein geeignetes Trägermedium, wie Wasser, Öle oder
Feststoffe, z. B. Pulver, Torf, Erdreich, Vermiculit, Aktivkohle,
fermentierter Pressschlamm und beliebige andere Trägermittel,
vorliegen. Jedoch werden, wie in den nachstehenden Beispielen belegt,
Vermiculit, Aktivkohle und fermentierter Pressschlamm bevorzugt.
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Ein
weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren, bei dem die
auf diese Weise hergestellte synergistische Zusammensetzung der
Erfindung in einer aus dem Stand der Technik bekannten Art und Weise verwendet
werden kann, wozu eine Vorbehandlung von Erdreich oder Samen oder
von vorgekeimten Pflanzenwurzeln allein oder in Kombination mit
anderen Chemikalien, die für
das Wachstum und das Überleben
von Bakterien unschädlich
sind, z. B. das Pflanzenwachstum fördernde Verbindungen, Pestizide,
Düngemittel,
Nematizide, Herbizide mit oder ohne Kalkpelletisierung, um die Schwere
des Einflusses dieser Materialien zu begrenzen, gehören. Jedoch
werden, wie durch die nachstehenden Beispiele belegt, verträgliche Pestizide
bevorzugt.
-
Die
nachstehenden Beispiele stellen keine Beschränkung dar und ermöglichen
ein besseres Verständnis
der Erfindung.
-
Beispiel 1
-
Isolierung von Bakterienstämmen aus
Milch
-
50
bakterielle Vertreter der vorherrschenden, morphologisch unterschiedlichen
Kolonien, die auf den Platten vorhanden waren, wurden von jeweils
3 individuellen Milchproben von gesunden Frauen, von einheimischen
Kühen (Sahiwal),
von fremdländischen
Kühen (Holstein-Friesische Rasse)
und von Büffeln
ausgewählt.
Somit wurden insgesamt 600 Bakterienstämme für den weiteren Screening-Vorgang
gewonnen. Humane Milch wurde von drei Müttern mit Stillkindern im Alter
von 6 bis 12 Wochen gewonnen. Milch von reinrassigen einheimischen
Sahiwal-Kühen
# 12, # 217 und # 249 wurde von der Gajaria-Farm, Department of
Animal Husbandry, Government of Uttar Pradesh, Lucknow, gewonnen.
Milch von Kühen
der fremden Holstein-Friesischen Rasse (15/16) # 154, # 412 und
# 667 wurde von der Indian Military Farm, Central Command Headquarters,
Indian Army, Lucknow, erhalten. Milchproben von Büffeln wurden
von einer lokalen gewerblichen Milchfarm bezogen. Die Milch wurde
nach der Entnahme in sterilen Behältern gesammelt, wobei auf
eine Hygiene der Zitzen und des Entnahmepersonals geachtet wurde.
Die Milchproben wurden am Morgen aus dem mittleren Milchstrom aus
der Zitze direkt in den sterilen Behälter ohne jeglichen Kontakt
gegeben und während des
Transports in einem eisgekühlten
Behälter
aufbewahrt. Serienverdünnungen
der Milchproben wurden sodann innerhalb von 2 Stunden nach dem Gewinnen
auf Nähragar
(NA)-Platten (Rindfleischextrakt 5,0 g, Pepton 10,0 g, Natriumchlorid
5,0 g, Agar 15 g, destilliertes Wasser 1 000 ml, pH-Wert 7,2) ausgestrichen.
-
Reine
Isolate der einzelnen Stämme
wurden von Bakterien, die repräsentativ
für die
vorherrschenden, morphologisch verschiedenen Kolonien auf den Platten
waren, willkürlich
ausgewählt
und durch Subkultur einzelner Stämme
an NA-Platten gereinigt. Man erhielt reine Kulturen. Die einzelnen
Isolate wurden bei –25°C in einer
wässrigen,
30%igen Glycerinlösung
aufbewahrt.
-
Die
Gesamtbakterienzahlen von drei individuellen Milchproben, die von
gesunden Frauen, Sahiwal-Kühen
und Holstein-Kühen
erhalten worden waren, betrugen log 3 KBE/ml, verglichen mit dem
um eine logarithmische Einheit höheren
Wert von log 4 KBE/ml von Büffelmilch
(Tabelle 2).
-
-
Beispiel 2
-
Screening von Bakterienstämmen unter
in vitro-Bedingungen auf die Fähigkeit
zur Unterdrückung
von pathogenen Pilzen und Bakterien
-
Die
gemäß dem Verfahren
von Beispiel 1 erhaltenen 600 Bakterienstämme wurden einem Screening auf
ihre Fähigkeit
zur Hemmung des Wachstums von Colletotrichum falcatum, Sclerotium
rolfsii, Alternaria solani, Penicillium sp., Pythium aphanidermatum,
Phytophthora palmivora, Curvularia lunata, Sclerotinia sclerotiorum
und Aspergillus niger unter in vitro-Bedingungen auf folgende Weise
unterzogen: vier einzelne bakterielle Kolonien auf NA-Platten wurden
rings um den Rand einer Petri-Schale
mit 90 mm Durchmesser ausgestrichen und die Platten wurden 2 Tage
bei 28°C
inkubiert. Ein Agar-Pfropfen-Inokulum der zu testenden Pilze (5 mm-Quadrat)
wurde sodann auf die Mitte der Platte jeweils einzeln von einer
Quellenplatte der Pilze übertragen.
Nach 5- bis 7-tägiger
Inkubation ließen
sich leicht Hemmzonen im Fall von bakteriellen Stämmen mit
einer Biokontrollwirkung feststellen, da das Pilzwachstum um die
Ausstrichstelle herum gehemmt war. Dagegen wurde im Fall von bakteriellen
Stämmen
ohne Biokontrollwirkung das Pilzwachstum um die Ausstrichstelle nicht
gehemmt und die Pilze wuchsen zum Plattenrand hin (Tabelle 3). Stämme, die
eine Hemmzone von mindestens 2 mm zeigten, wurden als positiv ausgewählt und
für die
weiteren Arbeiten herangezogen.
-
-
Es
wurde festgestellt, dass der prozentuale Anteil von Bakterienstämmen mit
Biokontrollwirkung gegen phytopathogene Pilze bei der Sahiwal-Kuh
am größten war,
gefolgt von humaner Milch, Holstein-Kuh und Büffel. In Bezug auf diesen Parameter
ist die Milch der Sahiwal-Kuh der humanen Milch, der Holstein-Milch und
der Büffelmilch überlegen
(Tabelle 2). Stämme,
die eine Hemmzone von mindestens 2 mm zeigten, wurden als positiv
ausgewählt
und für
die weiteren Arbeiten herangezogen.
-
Von
600 in vitro getesteten Stämmen
wurde nur bei 150 festgestellt, dass sie gemäß den vorstehenden Kriterien
eine Biokontrollwirkung besitzen.
-
Beispiel 3
-
Screening von Bakterienstämmen auf
die Fähigkeit
zur Förderung
des Pflanzenwachstums im Gewächshaus
-
Die
150 Bakterienstämme,
die pathogene Pilze in vivo unterdrückten, wurden im Gewächshaus
einem Screening unterworfen, indem mit Bakterien behandelte Maissamen
in nicht-sterilem Erdreich gezüchtet
wurden und die behandelten Maispflanzen mit Kontrollmaispflanzen,
die ohne bakterielle Behandlung gezüchtet worden waren, verglichen
wurden.
-
Das
erfindungsgemäße Verfahren
zum Screening von Bakterienstämmen
auf ihre Fähigkeit
zur Förderung
des Pflanzenwachstums im Gewächshaus
wird unter spezieller Bezugnahme auf Mais als Pflanze beschrieben.
Dies soll jedoch nicht bedeuten, dass das Verfahren zum Screening
von Bakterienstämmen
auf ihre Fähigkeit
zur Förderung
des Pflanzenwachstums im Gewächshaus
auf diese Pflanze beschränkt
ist, vielmehr können
beliebige geeignete andere Pflanzen verwendet werden.
-
Nicht-steriler
Feldboden aus der Farm des National Botanical Research Institute,
Lucknow, wurde zur Bewertung des das Pflanzenwachstum fördernden
Potentials der 150 Stämme
im Gewächshaus
verwendet.
-
Bakterielles
Inokulum für
Maissamen wurde hergestellt, indem eine 48 Stunden gezüchtete Kultur
von Platten mit 10 ml einer Lösung
von 0,85% Kochsalz in Wasser abgeschabt wurde. Maissamen wurden
an der Oberfläche
durch mäßiges Schütteln (80
U/min bei 28°C
mit einer Schüttelvorrichtung)
mit 70% Ethanol (5 Minuten), 20% Chlorox-Bleiche (10 Minuten) und
durch anschließendes
3-maliges Spülen
in sterilem Wasser sterilisiert. Nach der Oberflächensterilisation wurden die
Samen 4 Stunden bei 28°C
auf einer Schüttelvorrichtung mit
100 U/min in der bakteriellen Suspension eingeweicht. Kontrollsamen
(nicht mit Bakterien behandelt) wurden in einer 0,85% Lösung von
Kochsalz in Wasser, mit dem nicht-inokulierte Platten abgewaschen
worden waren, eingeweicht. Der Grad des Bakterienbesatzes der Samen
wurde durch Bewegen von 4 Samen einer jeden Behandlung und durch
Ausstreichen nach serieller Verdünnung
auf einer NA-Platte bestimmt. Die durchschnittlichen KBE-Werte/Samen
wurden bestimmt, indem die KBE/g-Werte der drei Populationen in
drei Wiederholungsversuchen pro Behandlung nach 48-stündiger Inkubation
der Platten bei 28°C
gemittelt wurden. Samen für
Behandlungen, bei denen Gemische der drei Isolate verwendet wurden,
wurden inokuliert, indem die gleiche Gesamtzahl an Bakterien für das Inokulum
verwendet wurde, wie es für
die Behandlungen mit einzelnen Isolaten eingesetzt worden war. Somit
wurde ein Drittel der normalen Menge eines jeden Isolats im Gemisch
verwendet.
-
Schalen
(35 × 35
cm) mit 16 (4 × 4)
Plätzen
pro Schale (jeder Raum wies eine Breite von 7 cm und eine Tiefe
von 10 cm auf, wobei der Abstand der Räume voneinander 1 cm betrug)
wurden zum Züchten
von Mais verwendet. Jeder Platz wurde in einer Höhe von 8 cm mit nicht-sterilisiertem
Erdreich gefüllt.
Leitungswasser (25 ml) wurde vor dem Pflanzen der Samen in jedes
Loch gegeben, um das Erdreich auf eine Feuchtigkeit von 20% einzustellen.
Vier mit Bakterien behandelte Samen wurden pro Loch zugegeben. Das
Experiment im Gewächshaus
wurde in vier verschiedenen Ansätzen
von jeweils 16 Maissämlingen
für die
nicht mit Bakterien behandelten Samen (Kontrolle) und die mit Bakterien
behandelten Samen (Behandlungsgruppe) durchgeführt. Bei jedem Ansatz wurden
die Daten von 21 Tage alten Sämlingen
in Bezug auf das Trockengewicht der Pflanzen festgehalten. Damit
sich der bakterielle Stamm als Pflanzenwuchsförderer eignet, müssen die
mit den Bakterien behandelten Sämlinge
im Durchschnitt ein mindestens 10% höheres Trockengewicht als vergleichbare,
nicht mit Bakterien behandelte Pflanzen aufweisen.
-
Von
den 150 im Gewächshaustest
getesteten Bakterienstämmen
wurde bei 50 Stämmen
festgestellt, dass sie gemäß den vorstehenden
Kriterien eine den Pflanzenwuchs fördernde Wirkung besitzen.
-
Beispiel 4
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Screening
von Bakterienstämmen
auf abiotische Stresstoleranz
-
Die
Bakterienstämme,
die in vitro pathogene Pilze unterdrückten und das Pflanzenwachstum
von Mais beim Gewächshaustest
durch Züchten
von mit Bakterien behandelten Maissamen in nicht-sterilem Erdreich (verglichen
mit Kontrollmaispflanzen, die ohne bakterielle Behandlung gezüchtet worden
waren) verstärkten, wurden
ferner auf folgende Weise einem Screening auf abiotische Stresstoleranz
unterworfen: Die Stresstoleranz der Stämme gegen Salz (NaCl), pH-Wert
und Temperatur wurde getestet, indem sie auf Nährbrühe (NB; Fleischextrakt 5,0
g, Pepton 10,0 g, Natriumchlorid 5,0 g, destilliertes Wasser 1 000
ml, pH-Wert 7,2) unter verschiedenen Stressbedingungen, z. B. 6%
Salz (NaCl), pH-Wert 5-9 und eine Temperatur von 55°C, gezüchtet wurden.
Lebensfähige
Zellen wurden gezählt,
indem zu verschiedenen Zeitpunkten in Gegenwart oder Abwesenheit
von Stress, wie angegeben, Proben entnommen wurden. Zunächst wurden
sämtliche
50 Stämme
einer 6%igen Salzbelastung unterzogen. 15 Stämme von 50 waren zum Wachstum
in Gegenwart von 6% Salzbelastung über Nacht (14-16 Stunden) bei 30°C auf einen
gekühlten
Inkubator/Schüttler
bei 180 U/min (New Brunswick Scientific, USA, Innova Modell 4230)
befähigt.
Die 15 Stämme,
die Toleranz gegen 6% Salzbelastung zeigten, waren auch fähig, über Nacht
bei einem pH-Stress von 9,0 zu wachsen. Jedoch waren nur 3 Stämme von
den 15 Stämmen
dazu befähigt, über Nacht
bei einem Temperaturstress von 55°C
zu wachsen. Serielle Verdünnungen
der einzelnen Proben wurden auf NA-Platten aufgesetzt (25 μl) und bei
30°C im
Dreifachversuch gemäß Literaturangaben
inkubiert (C. S. Nautiyal et al., FEMS Microbiology Letters, Bd.
182 (2000), S. 291-296). Lebensfähige
Zellen wurden nach 2-3 Tagen gezählt.
-
Von
den 50 Bakterienstämmen,
die beim Stresstoleranztest getestet worden waren, wurden somit
die drei Stämme
mit NRRL-Nummern B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487
und B. lentimorbus NRRL B-30488 als stresstolerante Stämme gemäß den vorstehenden
Kriterien bestimmt.
-
Beispiel 5
-
Fähigkeit von B. lentimorbus
NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488
zur Solubilisierung von Phosphat unter abiotischen Stressbedingungen
-
Die
3 bakteriellen Stämme
B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487 und B. lentimorbus
NRRL B-30488, die pathogene Pilze in vitro unterdrückten, ein
verstärktes
Pflanzenwachstum von Mais beim Screening im Gewächshaus durch Züchten von
mit Bakterien behandelten Maissamen in nicht-sterilem Erdreich (verglichen
mit Kontrollmaispflanzen, die ohne bakterielle Behandlung gezüchtet worden
waren) aufwiesen und sich gegenüber
abiotischen Stressbelastungen (Salz, pH-Wert und Temperatur) als
tolerant erwiesen, wurden ferner einem Screening auf ihre Fähigkeit
zur Solubilisierung von Phosphat unter abiotischen Stressbedingungen
auf folgende Weise unterworfen: Eine quantitative Ermittlung der
Phosphat-Solubilisierung in Brühe
wurde unter Verwendung von Erlenmeyer-Kolben (150 ml) mit einem
Gehalt an 10 ml Medium, das im Dreifachversuch mit dem Bakterienstamm
(100 μl
Inokulum mit etwa log 9 KBE/ml) inokuliert worden war, durchgeführt.
-
Die
Werte beziehen sich auf die Menge des durch die Stämme solubilisierten
P (μg/ml)
bei individueller 3-tägiger
Züchtung
im Phosphat-Wachstumsmedium des National Botanical Research Institute
(NBRIP; Glucose 10 g; Ca3(PO4)2 (Tricalciumphosphat) 5 g; MgCl2·6H2O 5 g; MgSO4·7H2O 0,25 g; KCl 0,2 g und (NH4)2SO4 0,1 g (C. S.
Nautiyal, FEMS Microbiology Letters, Bd. 170 (1999), S. 265-270)
bei 30°C
in Gegenwart von 0% Salz (NaCl) beim pH-Wert 7 gezüchtet worden
waren. Der Einfluss von Salz (NaCl), pH-Wert und Temperatur auf
die Solubilisierung von Phosphat wurde getestet, indem eine Züchtung auf
NBRIP in Gegenwart von NaCl (0, 1, 2 und 4%), pH-Wert 7 und 9, und
bei einer Temperatur von 30 und 45°C gemäß den Angaben in Tabelle 4
durchgeführt
wurde. Autoklavisierte, nicht inokulierte absatzweise Kulturen dienten
als negative Kontrollen. Kolben wurden 3 Tage bei 30°C auf einem
gekühlten
Inkubator/Schüttler
(New Brunswick Scientific, USA, Innova Modell 4230) bei 180 U/min
inkubiert. Die Stämme
wurden durch 10-minüte
Zentrifugation mit 10 000 U/min unter Verwendung einer Sorvall RC
5C-Zentrifuge, (Dupont, USA) geerntet. Die Konzentration an Phosphat
im Kulturüberstand
wurde unter Anwendung des Verfahrens von Fiske und Subbarow bestimmt
(C. H. Fiske und Y. Subbarow, Journal of Biological Chemistry, Bd.
66 (1925), S. 375-400).
-
-
Sämtliche
3 Bakterienstämme,
nämlich
B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487 und B. lentimorbus
NRRL B-30488, zeigten eine variable Induktionsfähigkeit der Phosphat-Solubilisierung
unter in vitro-Bedingungen
in Gegenwart von hohem Salzgehalt bei einem hohen pH-Wert und bei
hoher Temperaturbelastung.
-
Beispiel 6
-
Fähigkeit von B. lentimorbus
NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488
unter in vitro-Bedingungen zur Unterdrückung von pathogenen Pilzen
in Gegenwart oder Abwesenheit von hohen Salzmengen und pH-Belastung
-
Die
3 Bakterienstämme
B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL
B-30488 wurden einem Screening auf ihre Biokontrollwirkung gegen
verschiedene pflanzenpathogene Pilze unter in vitro-Bedingungen
in Gegenwart oder Abwesenheit von großen Salzmengen und pH-Belastung unterworfen
(Tabelle 5). Tabelle
5
- NG*
= Kein Wachstum von Pilzen; NZ** = Keine Hemmzone
-
Sämtliche
3 Bakterienstämme
B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487 und B. lentimorbus
NRRL B-30488 zeigten eine variable Biokontrollwirkung gegen verschiedene
phytopathogene Pilze unter in vitro-Bedingungen in Gegenwart von
großen
Salzmengen und/oder von pH-Belastung.
Die Stämme zeigten
auch eine variable Biokontrollwirkung gegen verschiedene phytopathogene
Pilze unter in vitro-Bedingungen in Gegenwart oder Abwesenheit von
großen
Salzmengen und pH-Belastung. Daher wurde die Möglichkeit der Verwendung einer
Kombination sämtlicher
3 Bakterien untersucht.
-
Beispiel 7
-
Wechselwirkung von B.
lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488
einzeln oder in Kombination unter in vitro-Bedingungen mit für Kichererbsen
phytopathogenen Pilzen
-
Die
Wechselwirkung von F. oxysporum f. sp. ciceri, Rhizoctonia solani,
Pythium sp. und S. sclerotiorum mit B. lentimorbus NRRL B-30486,
B. subtilis NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488 einzeln
und in Kombination in einem flüssigen
Medium wurde in einem doppelten Kulturtest durch Züchtung des
Bakteriums/Kombination auf Nährbrühe in Gegenwart
und Abwesenheit der Pilze untersucht. Eine Agar-Platte (5 mm Durchmesser)
von F. oxysporum f. sp. ciceri, Rhizoctonia solani, Pythium sp.
und S. sclerotiorum wurde einzeln in 150 ml fassenden Erlenmeyer-Kolben
mit einem Gehalt an 50 ml Nährbrühe inokuliert.
-
Eine
Suspension von B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL
B-30488 einzeln und als Kombination mit einem Gehalt an log 8,0
KBE/ml wurde inokuliert und die Kolben wurden 7 Tage unter statischen
Bedingungen in einem Inkubator/Schüttler bei 30°C inkubiert.
Die Kontrollkulturen wurden ohne Bakterien gezüchtet. Die Kombination der
3 Bakterienstämme
B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487 und B. lentimorbus
NRRL B-30488 wurde hergestellt, indem die 3 Kulturen mit etwa log
8,0 KBE/ml im Verhältnis
von 1:1:1 hergestellt wurden. Das Myzel-Trockengewicht des in Gegenwart
und Abwesenheit von B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL
B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488 einzeln und als Kombination
gezüchteten
Pilzes wurde bestimmt, indem das gebrauchte Medium unter Verwendung
von Whatman-Filterpapier Nr. 1 filtriert wurde und die Pilzmasse
auf dem Filterpapier 3 Tage bei 60°C getrocknet wurde. Die Testergebnisse
der Wechselwirkung von B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis
NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488 einzeln und als Kombination
unter in vitro-Bedingungen mit F. oxysporum f. sp. ciceri, Rhizoctonia
solani, Pythium sp. und S. sclerotiorum sind in Tabelle 6 aufgeführt.
-
-
-
Aus
den in Tabelle 6 vorgelegten Ergebnissen ist ersichtlich, dass sämtliche
3 Bakterienstämme
B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487 und B. lentimorbus
NRRL B-30488 einzeln und in Kombination in wirksamer Weise das Wachstum
von F. oxysporum f. sp. ciceri, Rhizoctonia solani, Pythium sp.
und S. sclerotiorum unter in vitro-Bedingungen hemmten. Jedoch war
die Kombination der Bakterienstämme
in Bezug auf die Hemmung des Wachstums der Testpilze am wirksamsten.
-
Beispiel 8
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Überleben von B. lentimorbus
NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488 einzeln
und als Kombination auf Vermiculit als Träger
-
Die
Bestimmung der Überlebensfähigkeit
der 3 Bakterienstämme
B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487 und B. lentimorbus
NRRL B-30488 einzeln und als Kombination auf Vermiculit als Träger wurde über einen
Zeitraum von 12 Monaten bei 10°C
gemäß dem folgenden
Verfahren durchgeführt.
Die 3 Bakterienstämme
B. lentimorbus NRRL B-30486,
B. subtilis NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488 wurden
einzeln in flüssigem
Wachstumsmedium NB gezüchtet.
Kulturen wurden in 2 Liter fassenden Kolben mit einem Gehalt an
1,5 Liter NB-Medium gezüchtet
und 2 Tage auf einem gekühlten
Inkubator/Schüttler
(New Brunswick Scientific, USA, Innova Modell 4230) mit 180 U/min
inkubiert. Nach 2-tägigem Wachstum wurden
300 ml der Kultur zu 1 kg sterilem Vermiculit in einem autoklavisierbaren
Kunststoffbeutel gegeben, was zu einer etwa 30%igen Feuchtigkeit
des Produkts führte.
Die Kombination der 3 Bakterienstämme B. lentimorbus NRRL B-30486,
B. subtilis NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488 wurde hergestellt,
indem die 3 Kulturen mit etwa log 8,5 KBE/ml im Verhältnis 1:1:1
vermischt wurden. Durch Inkubation der verschlossenen Beutel für 2 Tage
bei 30°C
ergab sich eine Härtung
der Bioinoculans-Zubereitung. Nach der Härtung wurden die verschlossenen
Beutel bei 10°C
aufbewahrt. Aliquotanteile wurden periodisch zur Durchführung von
Messungen der Überlebensfähigkeit
entnommen (Tabelle 7). Die Überlebensfähigkeit
des Produkts wurde durch das übliche
serielle Verdünnungsverfahren
auf NA-Platten bestimmt.
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Wie
aus Tabelle 7 ersichtlich ist, ergaben alle 3 Stämme B. lentimorbus NRRL B-30486,
B. subtilis NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488 einzeln
und als Kombination gute Überlebensraten
während
einer Langzeitlagerung in Vermiculit bei 10°C. Nach 12-monatiger Lagerung
waren etwa log 8 KBE/g Vermiculit vorhanden. Diese Daten zeigen,
dass Vermiculit ein hervorragendes Trägermaterial für die später auf Samen,
Pflanzen oder Erdreich zu inokulierenden Stämme darstellt, da kein merklicher
Verlust der Zelllebensfähigkeit
beobachtet wurde.
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Beispiel 9
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Biokontrollwirkung von
B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487 und B. lentimorbus
NRRL B-30488 einzeln und als Kombination im Gewächshaus gegen für Kichererbsen
phytopathogene Pilze
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Die
3 Bakterienstämme
B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL
B-30488 wurden einzeln und als Kombination einem Screening im Gewächshaus
auf ihre Wirkung gegen für
Kichererbsen phytopathogene Pilze unterworfen. Die Züchtung von
Pilzen für
den Pflanzentest wurde durchgeführt,
indem ein 1 000 ml fassender Erlenmeyer-Kolben mit 100 g Mais und
400 g grobem Sand autoklavisiert wurde und die Feuchtigkeit nach
dem Autoklavisieren mit sterilem, destilliertem Wasser auf 15% eingestellt
wurde. Der Kolben wurde bei 30°C
einzeln mit einem Agar-Pfropfen von 10 mm Durchmesser aus einer Nähragar-Kultur
von F. oxysporum f. sp. ciceri, R. solani und Pythium sp. im Dunkeln
4 Wochen lang inkubiert. Nach den 4 Wochen wurde das Gemisch an
der Luft getrocknet, gemahlen und zur Gewinnung von Teilchen mit
einer Größe von 0,5
mm gesiebt. Jedes Inokulum wurde innig mit sterilem Erdreich in
einer Menge von 0,15% Inokulum pro Gesamtgewicht des Erdreichs vermischt,
wodurch ein fertiges Gemisch von 0,45% Inokulum F. oxysporum f.
sp. ciceri, R. solani und Pythium sp. pro Gesamtgewicht Erdreich
gemäß Literaturangaben
erhalten wurde (C. S. Nautiyal, Current Microbiology, Bd. 35 (1997),
S. 52-58).
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Das
Experiment zur Prüfung
der Biokontrollwirkung von B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL
B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488 einzeln und als Kombination
wurde in vier verschiedenen Ansätzen
mit jeweils 30 Kichererbsen-Sämlingen
mit behandelten und nicht-behandelten Samen (Kontrolle) durchgeführt. Kichererbsen-Samen
wurden für
das Inokulum mit B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487
und B. lentimorbus NRRL B-30488 einzeln und als Gemisch gemäß den Angaben
in Beispiel 3 vorbereitet, mit der Ausnahme, dass Vermiculit gemäß Beispiel
8 als Träger
verwendet wurde, anstelle eines direkten Inokulums aus der Petri-Schale.
In jedem Ansatz wurden die Daten für das Pflanzenwachstum 5 Monate
lang in Bezug auf Keimung des Sämlings,
Sämlingsmortalität (abgestorbene
Sämlinge,
im Höhenwachstum
gehemmte Sämlinge,
Erschlaffen der Blätter,
Wurzelentfärbung),
Pflanzenhöhe,
Anzahl der Schoten und Samentrockengewicht festgehalten. Die Ergebnisse
sind tabellenförmig
in der folgenden Tabelle 8 aufgeführt.
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Aus
den in Tabelle 8 vorgelegten Ergebnissen ist ersichtlich, dass inokulierte
Pflanzen eine geringere Sämlingssterblichkeit
und eine bessere Entwicklung in Bezug auf Sämlingskeimung, Pflanzenhöhe, Anzahl
an Schoten und Samentrockengewicht zeigten, verglichen mit der nicht-inokulierten Kontrolle.
Unter den inokulierten Pflanzen zeigte die Kombination die besten
Ergebnisse in Form einer geringeren Sämlingssterblichkeit und einer
besseren Entwicklung in Bezug auf Sämlingskeimung, Pflanzenhöhe, Anzahl
an Schoten und Samentrockengewicht.
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Beispiel 10
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Förderungswirkung des Pflanzenwachstums
von B. lentimorbus NRRL B-30486,
B. subtilis NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488 einzeln
und in Form einer Kombination im Gewächshaus unter Verwendung von
Kichererbsen
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Das
Experiment zur Prüfung
der Förderungswirkung
des Pflanzenwachstums von B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis
NRRL B-30487 und
B. lentimorbus NRRL B-30488 einzeln und in Form einer Kombination
wurde in vier verschiedenen Ansätzen
mit jeweils 30 Kichererbsen-Sämlingen
für behandelte
und nicht-behandelte Samen (Kontrolle) durchgeführt. Kichererbsen-Sämlinge wurden
für die
Inokulation mit B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487
und B. lentimorbus NRRL B-30488 einzeln und in Form einer Kombination
unter Verwendung von Vermiculit als Träger gemäß den Angaben in Beispiel 9
vorbereitet. In jedem Ansatz wurden die Daten für das Pflanzenwachstum 5 Monate
lang in Bezug auf Sämlingskeimung, Pflanzenhöhe, Anzahl
der Schoten und Samentrockengewicht festgehalten. Die Ergebnisse
sind tabellarisch in Tabelle 9 aufgeführt.
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Aus
den in Tabelle 9 aufgeführten
Ergebnissen ist ersichtlich, dass inokulierte Pflanzen eine bessere Beschaffenheit
in Bezug auf Sämlingskeimung,
Pflanzenhöhe,
Anzahl an Schoten und Samentrockengewicht zeigten, verglichen mit
einer nicht-inokulierten Kontrolle. Unter den inokulierten Pflanzen
zeigte die Kombination die besten Ergebnisse in Bezug auf eine bessere
Sämlingskeimung,
Pflanzenhöhe,
Anzahl an Schoten und Samentrockengewicht.
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Beispiel 11
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Das Pflanzenwachstum fördernde
Aktivität
der Kombination aus B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL
B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488 im Gewächshaus bei verschiedenen Pflanzen
-
Samen
wurden gemäß den vorstehenden
Angaben in Beispiel 8 vorbereitet und inokuliert, um die das Pflanzenwachstum
fördernde
Wirkung der Kombination von B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis
NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488 im Gewächshaus
an verschiedenen Pflanzen zu testen. Das Experiment im Gewächshaus
wurde in vier verschiedenen Ansätzen
mit jeweils 16 Sämlingen
für nicht
mit Bakterien behandelte Samen (Kontrolle) und für mit Bakterien behandelte
Samen (Behandlungsgruppe) von Zea mays, Abelmoschus esculentus,
Luffa cylindrica, Lycopersicon esculentum und Cucumis sativus durchgeführt. Bei
jedem Ansatz wurde das Pflanzentrockengewicht von 21 Tage alten
Sämlingen
festgehalten. Die Ergebnisse der das Pflanzenwachstum fördernden
Wirkung der Kombination aus B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis
NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488 im Gewächshaus
an verschiedenen Pflanzen sind in Tabelle 10 aufgeführt.
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Die
Daten in Tabelle 10 zeigen eine unterschiedliche, das Pflanzenwachstum
fördernde
Wirkung, angegeben als Trockengewicht, bei Zea mays, Abelmoschus
esculentus, Luffa cylindrica, Lycopersicon esculentum und Cucumis
sativus durch die Kombination aus B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis
NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488 im Gewächshaus.
Wie aus den Ergebnissen ersichtlich ist, war das Trockengewicht
der mit Bakterien behandelten Sämlinge
um 18-340% höher
als das der nicht mit Bakterien behandelten Sämlinge.
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Beispiel 12
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Feldversuch der Biokontrollwirkung
der Kombination aus B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487
und B. lentimorbus NRRL B-30488 gegen für Kichererbsen phytopathogene
Pilze
-
Die
Biokontrollwirkung der Kombination aus B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis
NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488 gegen für Kichererbsen
phytopathogene Pilze wurde in Feldversuchen auf den Farmen der Banaras
Hindu University, Varanasi; Chandra Shelchar Azad University of
Agriculture & Technology,
Kanpur; und Indian Agricultural Research Institute, New Delhi, auf
Parzellen mit einer übereinstimmenden
Vorgeschichte einer schweren Infektion von Kichererbsen der Varietät Radhey
durch F. oxysporum f. sp. ciceri getestet. Die Bakterienstämme wurden
gemäß den Angaben
in Beispiel 8 vermehrt. Bei allen Versuchen wurde die Aussaat im
Oktober 2000 durchgeführt.
Die Ernte wurde nach 5-monatigem
Wachstum im März 2001
durchgeführt.
Die Feuchtigkeit des Feldbodens zum Zeitpunkt der Aussaat lag im
Bereich von 25-30% und die Kulturpflanzen wurden vollständig mit
Regen versorgt. Nach der Aussaat wurden keine mechanischen Kultivationstechniken
durchgeführt.
Jedes Experiment wurde in einer randomisierten Blockanordnung durchgeführt. 6 Wiederholungsversuche
pro Behandlung innerhalb der Blöcke
bestanden aus Parzellen mit drei 4 m-Reihen (30 cm Abstand). Nach
10-tägiger
Keimung wurden die Sämlinge
auf 50 Sämlinge
pro Reihe ausgedünnt.
Sämtliche
Ergebnisse wurden aus den mittleren Reihen gewonnen, wobei die beiden
Nachbarreihen als Schutzreihen ausgeschlossen wurden. Dies galt
sowohl für
die nicht-mit Bakterien behandelten Samen (Kontrolle) als auch für die mit
Bakterien behandelten Samen (Behandlungsgruppe) von Kichererbsen
mit der Kombination aus B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis
NRRL B-30487 und
B. lentimorbus NRRL B-30488 (log 8 KBE/ml). Bei den Werten handelt
es sich um Mittelwerte von 6 Wiederholungsversuchen mit jeweils
10 Pflanzen, während
es sich bei den Werten für
das Trockengewicht (g) um den Mittelwert von 100 Samen, die willkürlich aus
6 Wiederholungsversuchen mit jeweils 10 Pflanzen ausgewählt wurden,
handelt.
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Aus
den Daten von Tabelle 11 ist ersichtlich, dass im Vergleich zur
Kontrolle an allen drei Orten die mit der Kombination aus B. lentimorbus
NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488
behandelten Kichererbsen-Samen ein verbessertes Verhalten der Pflanzen
in Bezug auf prozentuale Zunahme des Überlebens der Sämlinge,
Pflanzenhöhe,
Anzahl an Schoten/Pflanze und Gewicht von 100 Samen sowie Ausbeute/Parzelle
zeigten.
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Beispiel 13
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Überleben von B. lentimorbus
NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488 einzeln
und in Form einer Kombination auf Aktivkohle als Träger
-
Die
Bestimmung der Überlebensfähigkeit
der 3 Bakterienstämme
B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL
B-30488 einzeln und in Form einer Kombination auf Aktivkohle als
Träger über einen
Zeitraum von 6 Monaten bei 10°C
wurde gemäß dem folgenden
Verfahren durchgeführt.
Die 3 Bakterienstämme
B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL
B-30488 wurden einzeln in flüssigem
Wachstumsmedium NB gezüchtet.
Die Kulturen wurden in 2 Liter fassenden Kolben mit einem Gehalt
an 1,5 Liter NB-Medium
gezüchtet
und 2 Tage bei 30°C
auf einem gekühlten
Inkubator/Schüttler
(New Brunswick Scientific, USA, Innova Modell 4230) bei 180 U/min
inkubiert. Nach 2-tägigem
Wachstum wurden 600 ml der Kultur zu 1 kg steriler Aktivkohle in
einem autoklavisierbaren Kunststoffbeutel gegeben, wodurch sich
eine Feuchtigkeit des Produkts von etwa 30% ergab. Die Kombination
der 3 Bakterienstämme
B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487 und B. lentimorbus
NRRL B-30488 wurde hergestellt, indem die 3 Kulturen mit etwa log
8,5 KBE/ml im Verhältnis
1:1:1 vermischt wurden. Durch 2-tägige Inkubation der verschlossenen
Beutel bei 30°C
ergab sich eine Härtung
der Bioinoculans-Zubereitung. Nach der Härtung wurden die verschlossenen
Beutel bei 10°C
aufbewahrt und Aliquotanteile wurden periodisch zur Durchführung von
Messungen der Lebensfähigkeit
entnommen. Die Lebensfähigkeit
des Produkts wurde durch das standardmäßige serielle Verdünnungsverfahren
auf NA-Platten bestimmt.
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Tabelle
12 zeigt die Überlebensfähigkeit
der 3 Bakterienstämme
B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487 und B. lentimorbus
NRRL B-30488 einzeln und in Form einer Kombination auf Aktivkohle
als Träger über einen
Zeitraum von 6 Monaten nach der Ernte bei 10°C.
-
-
Aus
Tabelle 12 ist ersichtlich, dass die 3 Stämme B. lentimorbus NRRL B-30486,
B. subtilis NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488 einzeln
und in Form einer Kombination gute Überlebensraten während einer
Langzeitlagerung auf Aktivkohle bei 10°C zeigten. Nach 6-monatiger
Lagerung waren etwa log 7 KBE/g vorhanden. Diese Daten zeigen, dass Aktivkohle
ein hervorragendes Trägermaterial
(obgleich nicht ebenso wirksam wie Vermiculit) für die später auf die Samen, Pflanzen
oder Erdreich als Inokulum aufzubringen Stämme darstellt. Jedoch sind
die Kosten für
Aktivkohle als Trägermaterial
im Vergleich zu Vermiculit 8-mal niederer. Daher stellt die kostengünstigere
Aktivkohle ein sehr attraktives Trägermaterial für eine gewerbliche
Anwendung im Großmaßstab dar.
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Beispiel 14
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Verwendung von Sulfitierungspressschlamm
von Zuckerfabriken und gebrauchten Waschflüssigkeiten von Destillerien
als Träger
zur Herstellung einer Kombination von B. lentimorbus NRRL B-30486,
B. subtilis NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488 im gewerblichen
Maßstab
-
Die
folgenden Verfahren wurden durchgeführt, um Sulfitierungspressschlamm
von Zuckerfabriken und gebrauchte Waschflüssigkeiten von Destillerien
als Träger
zur Herstellung eines Produkts im gewerblichen Maßstab nach
Fermentation unter Verwendung einer Kombination aus B. lentimorbus
NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488
herzustellen.
-
Kulturen
von B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487 und B.
lentimorbus NRRL B-30488 wurden einzeln in Melassen, die mit Wasser
im Verhältnis
von 1:5 verdünnt
waren, gezüchtet.
Die Kulturen wurden in 2 Liter fassenden Kolben mit einem Gehalt
an 1,5 Liter Melassen, die mit Wasser im Verhältnis von 1:5 verdünnt waren,
gezüchtet
und 3 Tage bei 30°C
auf einem gekühlten
Inkubator/Schüttler
(New Brunswick Scientific, USA, Innova Modell 4230) bei 180 U/min
inkubiert. Nach 3-tägigem
Wachstum wurde eine Kombination der 3 Bakterienstämme B. lentimorbus
NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488
durch Vermischen der 3 Kulturen mit etwa log 9 KBE/ml im Verhältnis von
1:1:1 hergestellt. Die auf diese Weise erhaltene Kombination der
3 Bakterienstämme
wurde ferner mit Wasser im Verhältnis
von 1:10 verdünnt,
wodurch sich etwa log 8-9 KBE/ml ergaben. Die Züchtung der Bakterien in Melassen macht
das Verfahren vom wirtschaftlichen Standpunkt aus sehr leistungsfähig.
-
Etwa
300 Tonnen frisch sulfinierter Pressschlamm, der durch Klären von
Zuckerrohrsaft mit Kalk und Schwefeldioxid erhalten worden war,
wurde auf einem Betonboden in Form von Schwaden mit einer Breite
von 2,5 m, einer Höhe
von 1,5 m und einer Länge
von 150 m ausgebreitet. Der Pressschlamm wurde entweder manuell
oder mit Hilfe eines "Aero-Tillers" aufgerührt und
homogenisiert und anschließend
mit etwa 600 Liter der vorstehend hergestellten Kombination von
B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487 und B. lentimorbus
NRRL B-30488, d. h. 2 Liter Kombination/Tonne Pressschlamm, versetzt
und erneut vermischt. Innerhalb von 2-3 Tagen stieg die Temperatur
der Schwaden auf 70-75°C.
Anschließend
wurden die Schwaden 2-mal täglich
aufgerührt
und gebrauchte Waschflüssigkeit
wurde 40 Tage lang täglich
aufgesprüht,
um eine Feuchtigkeit von 55-65% aufrechtzuerhalten. Nach etwa 40
Sprühvorgängen wurde
das Besprühen
mit gebrauchter Waschflüssigkeit
beendet und die Schwaden wurden regelmäßig alle 3-5 Tage gewendet,
um den Feuchtigkeitsgehalt des fermentierten Produkts auf etwa 30%
zu senken. Üblicherweise
sank die Temperatur der Schwaden nach 45 Tagen auf 40-45°C. Das Produkt
in diesem Stadium war vollständig
fermentiert und für die
Anwendung und Verpackung gebrauchsfertig.
-
Um
die Anwesenheit von Bacillus-Stämmen
während
des Fermentierungsvorgangs der Schwaden zu überwachen, wurde das spontan
gegen Rifampicin resistente (Rif)R-Stammderivat
von B. lentimorbus NRRL B-30488R auf NA-Platten mit einem Gehalt
an 100 μg
Rifampicin isoliert. Der spontane B. lentimorbus NRRL B-30488R-Stamm,
der ein vergleichbares Wachstum wie der Wildtypstamm B. lentimorbus
NRRL B-30488 auf der Grundlage der Koloniengröße auf Agarplatten mit einem
Gehalt an 100 μg
Rifampicin zeigte, wurde für
weitere Studien ausgewählt.
Agarplatten mit einem Gehalt an 100 μg Rifampicin/ml, d. h. eine
Menge, die zur Hemmung des Wachstums von anderen Bakterien in nicht-sterilisiertem
Pressschlamm und gebrauchter Waschflüssigkeit ausreicht, wurden
zur Gewinnung von B. lentimorbus NRRL B-30488R aus den Schwaden während des
Fermentationsvorgangs verwendet. Die Anwesenheit von B. lentimorbus
NRRL B-30488R log 8 KBE/g im fermentierten Produkt nach 45 Tagen
stellt ein Anzeichen für
das Überleben,
die Vermehrung und die anhaltende Anwesenheit von B. lentimorbus
NRRL B-30488R während
des Fermentationsvorgangs dar.
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Beispiel 15
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Verwendung von Carbonisierungspressschlamm
von Zuckerfabriken als Träger
zur Herstellung einer Kombination von B. lentimorbus NRRL B-30486,
B. subtilis NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488 im gewerblichen
Maßstab
-
Die
Verfahren zur Fermentation von Carbonisierungspressschlamm von Zuckerfabriken
als Träger
zur Herstellung im gewerblichen Maßstab unter Verwendung einer
Kombination von B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487
und B. lentimorbus NRRL B-30488 waren die gleichen wie in Beispiel
14, mit der Ausnahme, dass Wasser anstelle der gebrauchten Waschflüssigkeit
zur Aufrechterhaltung der Feuchtigkeit während der Fermentation verwendet
wurde.
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Beispiel 16
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Vergleichende Analyse
der den Pflanzenwuchs fördernden
Wirkung der Kombination von B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis
NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488 im Gewächshaus
unter Verwendung von Vermiculit, Aktivkohle, fermentiertem Sulfitierungspressschlamm
von Zuckerfabriken und gebrauchter Waschflüssigkeit von Destillerien sowie
von Carbonisierungspressschlamm von Zuckerfabriken als Träger
-
Gemäß den Angaben
in den vorstehenden Beispielen 8, 13, 14 und 15 wurden Samen vorbereitet
und mit der Kombination von B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis
NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488 im Gewächshaus
unter Verwendung von Vermiculit, Aktivkohle, fermentiertem Sulfitierungspressschlamm
von Zuckerfabriken und gebrauchter Waschflüssigkeit von Destillerien sowie
von Carbonisierungspressschlamm von Zuckerfabriken als Trägern inokuliert,
um die das Pflanzenwachstum fördernde
Wirkung der Kombination von B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis
NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488 im Gewächshaus
auf verschiedene Pflanzen zu testen. Das Experiment im Gewächshaus
wurde in vier verschiedenen Ansätzen
mit jeweils 16 Sämlingen
für nicht-mit
Bakterien behandelte Samen (Kontrolle) und für mit Bakterien behandelte
Samen (Behandlungsgruppe) von A. esculentus, C. sativus, Z. mays,
Triticum aestivum, Glycine max, Pisum sativum und Impatiens balsamina
durchgeführt.
In jedem Ansatz wurden die Daten von Sämlingen im Alter von 21 Tagen
in Bezug auf das Trockengewicht der Pflanzen aufgezeichnet. Die Ergebnisse
der das Pflanzenwachstum fördernden
Wirkung der Kombination von B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis
NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488 im Gewächshaus
auf verschiedene Pflanzen unter Verwendung von Vermiculit, Aktivkohle,
fermentiertem Sulfitierungspressschlamm von Zuckerfabriken und gebrauchter
Waschflüssigkeit
von Destillerien sowie von Carbonisierungspressschlamm von Zuckerfabriken
als Träger
sind in Tabelle 13 aufgeführt.
-
-
Die
Daten in Tabelle 13 zeigen, dass sich eine variable, den Pflanzenwuchs
fördernde
Wirkung (angegeben als Trockengewicht) auf verschiedene Pflanzen
durch die Kombination von B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487 und
B. lentimorbus NRRL B-30488 im Gewächshaus ergibt. Wie aus den Ergebnisse
ersichtlich ist, war das Trockengewicht der mit Bakterien behandelten
Sämlinge
von A. esculentus, C. sativus, Z. mays, Triticum aestivum, Glycine
max, Pisum sativum und Impatiens balsamina um 21-150% höher (verglichen
mit nicht mit Bakterien behandelten Sämlingen) und zwar bei Verwendung
von Vermiculit, Aktivkohle, fermentiertem Sulfitierungspressschlamm
von Zuckerfabriken und gebrauchter Waschflüssigkeit von Destillerien sowie
Carbonisierungspressschlamm von Zuckerfabriken als Träger.
-
Beispiel 17
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Feldversuch der Biokontrollwirkung
der Kombination von B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487
und B. lentimorbus NRRL B-30488 gegen für Zuckerrohr phytopathogene
Pilze unter Verwendung von Vermiculit als Träger
-
Die
Parzellengröße betrug
bei allen Feldversuchen 9,0 × 3,5
m, wobei jeweils für
jede Behandlung vier Reihen im Dreifachversuch herangezogen wurden.
-
Feldversuche
wurden unter Verwendung der Zuckerrohr-Varietät Cos 95255 durchgeführt, indem
Zuckerrohr-Sets zum Zeitpunkt des Aussäens direkt auf Vermiculit,
der die Kombination aus B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487 und
B. lentimorbus NRRL B-30488 in einer Sättigung von 20% enthielt, platziert
wurden.
-
Ein
Inokulum der beiden Pathogene Fusarium moniliforme und Colletotrichum
falcatum, das in flüssigem
Medium vermehrt worden war, wurde für einen 2-fachen Kulturtest
hergestellt, indem die Pilze einzeln auf NB gezüchtet wurden. Agar-Platten
(Durchmesser 5 mm) für
F. moniliforme und C. falcatum wurden einzeln in 250 ml fassenden
Erlenmeyer-Kolben mit einem Gehalt an 100 ml NB inokuliert. Die
Kolben wurden 10 Tage unter statischen Bedingungen bei 30°C inkubiert.
Das Inokulum wurde mit sterilem Milli Q-Wasser mit einem Gehalt
an 0,85 Kochsalz (MQW) auf eine Sporenkonzentration von log 5-6
Sporen/ml verdünnt.
Sets wurden 30 Minuten vor dem Pflanzen in das auf diese Weise hergestellte
Inokulum von F. moniliforme oder C. falcatum getaucht. Das Inokulum
wurde auch zum Tränken
der Reihen vor dem Pflanzen von Zuckerrohr verwendet. Ferner wurde
das Experiment in einer Parzelle mit Welkekrankheit, in der im vorausgehenden
Jahr der Welkebefall eine Höhe
von 95% erreicht hatte, durchgeführt.
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Der
erste Zuckerrohr-Versuch wurde unter Verwendung von Töpfen (9
Zoll Durchmesser) im August 2000 bei Dhampur Sugar Mills Ltd., Rozagaon,
Faizabad, unter Verwendung der Kombination durchgeführt. Nach
3 Monaten wurden die in den Töpfen
gezogenen Pflanzen auf das Feld ausgepflanzt. Die Anzahl an infizierten
Pflanzen, die Pflanzenhöhe,
die Anzahl an Schösslingen
und der Rohrumfang wurden im August 2001 aufgezeichnet. Die Testergebnisse
sind in Tabelle 14 aufgeführt. Tabelle
14
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Die
in Tabelle 14 aufgeführten
Ergebnisse zeigen klar die wirksame Biokontrolle von Zuckerrohr-Welke und
Wurzelröte-Pilzen,
die Zunahme der Anzahl an Schösslingen,
der Pflanzenhöhe
und des Rohrumfangs bei mit der Kombination aus B. lentimorbus NRRL
B-30486, B. subtilis NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488
unter Verwendung von Vermiculit als Träger inokulierten Pflanzen,
verglichen mit der nicht-inokulierten Kontrolle.
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Beispiel 18
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Feldversuch bezüglich der
das Pflanzenwachstum fördernden
Wirkung der Kombination aus B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis
NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488 unter Verwendung von
Vermiculit als Träger
auf Zuckerrohr in Rozagaon
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Feldversuche
unter Verwendung von Zuckerrohr wurden durchgeführt, indem Zuckerrohr-Sets
zum Zeitpunkt der Aussaat direkt auf Vermiculit mit einem Gehalt
an der Kombination aus B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis
NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488, die gemäß Beispiel
8 hergestellt worden war, platziert wurden. Der Versuch mit Zuckerrohr
wurde im Oktober 2000 bei Dhampur Sugar Mills Ltd., Rozagaon, eingerichtet.
Nach 9-monatigem Pflanzenwachstum wurden die Anzahl an Schösslingen,
die Pflanzenhöhe,
der Umfang, mahlfähiges
Zuckerrohr und die Zuckerrohrausbeute im Dezember 2001 festgehalten. Für die Feldversuche
wurde die Zuckerrohr-Varietät
Cos-95255 bei Dhampur Sugar Mills Ltd., Rozagaon, verwendet. Die
Testergebnisse der Feldversuche bezüglich der das Pflanzenwachstum
fördernden
Aktivität
der Kombination aus B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL
B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488 unter Verwendung von Vermiculit
als Träger
auf Zuckerrohr sind in Tabelle 15 aufgeführt.
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Die
in Tabelle 15 aufgeführten
Ergebnisse zeigen klar die Zunahme an Schösslingen, Pflanzenhöhe, Umfang,
mahlfähigem
Zuckerrohr und Rohrausbeute von Zuckerrohr, das mit der Kombination
aus B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487 und B.
lentimorbus NRRL B-30488 unter Verwendung von Vermiculit als Träger erzielt
wurde, verglichen mit der nicht-inokulierten Kontrolle.
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Beispiel 19
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Feldversuch bezüglich der
das Pflanzenwachstum fördernden
Wirkung der Kombination aus B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis
NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488 unter Verwendung von
Vermiculit als Träger
auf Zuckerrohr in Dhampur
-
Feldversuche
unter Verwendung von Zuckerrohr wurden durchgeführt, indem Zuckerrohr-Sets
zum Zeitpunkt der Aussaat direkt auf Vermiculit mit einem Gehalt
an der Kombination aus B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis
NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488, die gemäß Beispiel
8 hergestellt worden war, platziert wurden. Zuckerrohr-Versuche
wurden im November 2000 bei Dhampur Sugar Mills Ltd., Dhampur, Bijnour,
eingerichtet. Nach 13-monatigem Pflanzenwachstum wurden die Anzahl
an Schösslingen, die
Pflanzenhöhe
und der Umfang des Zuckerrohrs im Dezember 2001 aufgezeichnet. Für die Feldversuche wurde
die Zuckerrohr-Varietät
Cos-95255 verwendet. Die Testergebnisse der Feldversuche bezüglich der
das Pflanzenwachstum fördernden
Aktivität
der Kombination aus B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487
und B. lentimorbus NRRL B-30488 unter Verwendung von Vermiculit
als Träger
auf Zuckerrohr sind in Tabelle 16 aufgeführt.
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Die
in Tabelle 16 aufgeführten
Ergebnisse zeigen klar die Zunahme an Schösslingen, Pflanzenhöhe, Umfang,
mahlfähigem
Zuckerrohr und Rohrausbeute von Zuckerrohr, das mit der Kombination
aus B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487 und B.
lentimorbus NRRL B-30488 unter Verwendung von Vermiculit als Träger erzielt
wurde, verglichen mit der nicht-inokulierten Kontrolle.
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Beispiel 20
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Feldversuch bezüglich der
das Pflanzenwachstum fördernden
Wirkung der Kombination aus B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis
NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488 unter Verwendung von
Aktivkohle als Träger
auf Zuckerrohr
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Feldversuche
unter Verwendung von Zuckerrohr wurden durchgeführt, indem Zuckerrohr-Sets
zum Zeitpunkt der Aussaat direkt auf Vermiculit mit einem Gehalt
an der Kombination aus B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis
NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488, die gemäß Beispiel
13 hergestellt worden war, platziert wurden. Der Zuckerrohr-Versuch
wurde im April 2001 bei Dhampur Sugar Mills Ltd., Dhampur, eingerichtet.
Nach 10-monatigem Pflanzenwachstum wurden die Anzahl der Schösslinge,
die Pflanzenhöhe,
der Umfang, mahlfähiges
Rohr und die Rohrausbeute des Zuckerrohrs im Dezember 2001 aufgezeichnet. Für die Feldversuche
wurde die Zuckerrohr-Varietät
Cos-89003 bei Dhampur Sugar Mills Ltd., Dhampur, verwendet. Die
Testergebnisse der Feldversuche bezüglich der das Pflanzenwachstum
fördernden
Aktivität
der Kombination aus B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL
B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488 unter Verwendung von Aktivkohle
als Träger
auf Zuckerrohr sind in Tabelle 17 aufgeführt.
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Die
in Tabelle 17 aufgeführten
Ergebnisse zeigen klar die Zunahme an Schösslingen, Pflanzenhöhe, Umfang,
mahlfähigem
Zuckerrohr und Rohrausbeute von Zuckerrohr, das mit der Kombination
aus B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30987 und B.
lentimorbus NRRL B-30488 unter Verwendung von Aktivkohle als Träger erzielt
wurde, verglichen mit der nicht-inokulierten Kontrolle.
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Beispiel 21
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Feldversuch bezüglich der
das Pflanzenwachstum fördernden
Wirkung der Kombination aus B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis
NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488 unter Verwendung von
fermentiertem Sulfitierungspressschlamm von Zuckerfabriken und gebrauchter
Waschflüssigkeit
von Destillerien als Träger
auf Zuckerrohr in Dhampur
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Feldversuche
unter Verwendung von Zuckerrohr wurden durchgeführt, indem Zuckerrohr-Sets
zum Zeitpunkt der Aussaat direkt auf fermentiertem Sulfitierungspressschlamm
von Zuckerfabriken und Waschflüssigkeiten
von Destillerien als Träger,
der eine Kombination aus B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487 und
B. lentimorbus NRRL B-30488, die gemäß Beispiel 14 hergestellt worden
war, enthielt, platziert wurde. Der Zuckerrohr-Versuch wurde im
Mai 2001 bei Dhampur Sugar Mills Ltd., Dhampur, eingerichtet. Nach 10-monatigem
Pflanzenwachstum wurden die Anzahl der Schösslinge, die Pflanzenhöhe, der
Zuckerrohrumfang, mahlfähiges
Rohr und die Rohrausbeute im Dezember 2001 festgehalten. Für die Feldversuche
wurde die Zuckerrohr-Varietät
Cos-89003 bei Dhampur Sugar Mills Ltd., Dhampur, verwendet. Die
Testergebnisse der Feldversuche über
die das Pflanzenwachstum fördernde
Wirkung der Kombination aus B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis
NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488 unter Verwendung von
fermentiertem Sulfitierungspressschlamm von Zuckerfabriken und gebrauchter
Waschflüssigkeit
von Destillerien als Träger
auf Zuckerrohr sind in Tabelle 18 aufgeführt.
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Die
in Tabelle 18 aufgeführten
Ergebnisse zeigen die Zunahme der Anzahl an Schösslingen, Pflanzenhöhe, Rohrumfang,
mahlfähigem
Rohr und Rohrausbeute bei Inokulation mit der Kombination aus B.
lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487 und B. lentimorbus
NRRL B-30488 unter Verwendung von fermentiertem Sulfitierungspressschlamm
von Zuckerfabriken und gebrauchten Waschflüssigkeiten als Träger im Vergleich
mit einer nicht-inokulierten Kontrolle.
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Beispiel 22
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Feldversuch bezüglich der
das Pflanzenwachstum fördernden
Wirkung der Kombination aus B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis
NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488 unter Verwendung von
fermentiertem Sulfitierungspressschlamm von Zuckerfabriken als Träger auf
Zuckerrohr bei Dhampur
-
Feldversuche
unter Verwendung von Zuckerrohr wurden durchgeführt, indem Zuckerrohr-Sets
zum Zeitpunkt der Aussaat direkt auf fermentiertem Sulfitierungspressschlamm
von Zuckerfabriken und gebrauchten Waschflüssigkeiten von Destillerien
als Träger,
der eine Kombination aus B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis
NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488, die gemäß Beispiel
14 hergestellt worden war, enthielt, platziert wurde. Der Zuckerrohr-Versuch
wurde im Mai 2001 bei Dhampur Sugar Mills Ltd., Dhampur, eingerichtet.
Nach 10-monatigem Pflanzenwachstum wurden die Anzahl an Schösslingen,
die Pflanzenhöhe, der
Zuckerrohrumfang, mahlfähiges
Zuckerrohr und die Rohrausbeute im Dezember 2001 festgehalten. Für die Feldversuche
wurde die Zuckerrohr-Varietät
Cos-89003 bei Dhampur Sugar Mills Ltd., Dhampur, verwendet. Die
Testergebnisse der Feldversuche über
die das Pflanzenwachstum fördernde
Wirkung der Kombination aus B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis
NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488 unter Verwendung von
fermentiertem Sulfitierungspressschlamm von Zuckerfabriken als Träger auf
Zuckerrohr sind in Tabelle 19 aufgeführt.
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Die
in Tabelle 19 aufgeführten
Ergebnisse zeigen eine Zunahme der Anzahl an Schösslingen, der Pflanzenhöhe, des
Rohrumfangs, des mahlfähigen
Rohrs und der Rohrausbeute bei Inokulation mit der Kombination aus
B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487 und B. lentimorbus
NRRL B-30488 unter Verwendung von fermentiertem Sulfitierungspressschlamm
von Zuckerfabriken als Träger,
verglichen mit einer nicht-inokulierten Kontrolle.
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Beispiel 23
-
Feldversuch bezüglich der
das Pflanzenwachstum fördernden
Wirkung der Kombination aus B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis
NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488 unter Verwendung von
fermentiertem Carbonisierungspressschlamm von Zuckerfabriken als
Träger
auf Zuckerrohr bei Rozagaon
-
Feldversuche
wurden unter Verwendung von Zuckerrohr durchgeführt, indem Zuckerrohr-Sets
zum Zeitpunkt der Aussaat direkt auf fermentiertem Carbonisierungspressschlamm
von Zuckerfabriken als Träger, der
die Kombination aus B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL
B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488, die gemäß Beispiel 15 hergestellt worden
war, enthielt, platziert wurde. Der Zuckerrohr-Versuch wurde im
Mai 2001 bei Dhampur Sugar Mills Ltd., Rozagaon, eingerichtet. Nach
8-monatigem Pflanzenwachstum wurden die Anzahl an Schösslingen,
die Pflanzenhöhe,
der Zuckerrohrumfang, mahlfähiges
Zuckerrohr und die Rohrausbeute im Dezember 2001 aufgezeichnet.
Für die
Feldversuche wurde die Zuckerrohr-Varietät Cos-96258 bei Dhampur Sugar
Mills Ltd., Rozagaon, verwendet. Die Ergebnisse der Feldversuche über die das
Pflanzenwachstum fördernde
Wirkung der Kombination aus B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL
B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488 unter Verwendung von fermentiertem
Carbonisierungspressschlamm von Zuckerfabriken als Träger auf
Zuckerrohr sind in Tabelle 20 aufgeführt.
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Die
in Tabelle 20 aufgeführten
Ergebnisse zeigen die Zunahme der Anzahl an Schösslingen, der Pflanzenhöhe, des
Rohrumfangs, des mahlfähigen
Rohrs und der Rohrausbeute bei Inokulation mit der Kombination aus
B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487 und B. lentimorbus
NRRL B-30488 unter Verwendung von fermentiertem Carbonisierungspressschlamm
von Zuckerfabriken als Träger,
verglichen mit der nicht-inokulierten Kontrolle.
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Beispiel 24
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Vergleichende Analyse
des Einflusses von Pestiziden auf das Wachstum von B. lentimorbus
NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL B-30488
-
Die
3 Bakterienstämme
B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487 und B. lentimorbus NRRL
B-30488 wurden einem Screening zur Bewertung der Wirkung von Pestiziden
auf ihr Wachstum in folgender Weise unterzogen. Die Bewertung des
Einflusses von Pestiziden auf das Wachstum der bakteriellen Stämme in Brühe wurde
unter Verwendung von Erlenmeyer-Kolben
(150 ml) mit einem Gehalt an 40 ml Medium, das im Dreifachversuch
mit dem bakteriellen Stamm (100 μl
Inokulum mit etwa log 6 KBE/ml) inokuliert war, durchgeführt. Der
Wert bezieht sich auf die Anzahl an Zellen (log KBE/ml) der Stämme bei
1-tägigem
individuellem Wachstum in NB bei 30°C in Gegenwart des Pestizids,
als empfohlene Anwendungsdosis. Der Einfluss des Pestizids auf das
Wachstum ist in Tabelle 20 dargelegt. Inokulierte absatzweise Kulturen
ohne jegliche Pestizide dienten als Kontrolle. Die Kolben wurden
1 Tag bei 30°C
auf einem gekühlten
Inkubator/Schüttler (New
Brunswick Scientific, USA, Innova Modell 4230) bei 180 U/min inkubiert. Tabelle
21

- *WP = Benetzbares Pulver; **NG = Kein
Wachstum; ***EC = Emulgierendes Konzentrat; ****SL = Lösliche Flüssigkeit
-
Die
in Tabelle 21 aufgeführten
Ergebnisse zeigen eine verschiedene Reaktion von Pestiziden auf
das Wachstum von B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487
und B. lentimorbus NRRL B-30488. Unter den verschiedenen getesteten
Pestiziden waren Carbendazim 50% WP, Metalaxyl 8% + Mancozeb 64% WP
und Deltamethrin 2,8% EC am verträglichsten mit der Anwendung
von B. lentimorbus NRRL B-30486, B. subtilis NRRL B-30487 und B.
lentimorbus NRRL B-30488.
-
Es
ist darauf hinzuweisen, dass die vorstehende ausführliche
Beschreibung nur der Erläuterung
dient und dass Modifikationen und Variationen daran vorgenommen
werden können.