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DE60215825T2 - Rill- und faltvorrichtung und verfahren - Google Patents

Rill- und faltvorrichtung und verfahren Download PDF

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Publication number
DE60215825T2
DE60215825T2 DE60215825T DE60215825T DE60215825T2 DE 60215825 T2 DE60215825 T2 DE 60215825T2 DE 60215825 T DE60215825 T DE 60215825T DE 60215825 T DE60215825 T DE 60215825T DE 60215825 T2 DE60215825 T2 DE 60215825T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
folding
creasing
sheet
rollers
knife
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE60215825T
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DE60215825D1 (de
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Wilfrid MacLeod Leighton Buzzard GARNER
Paul Stuart Salford Village GARRATT
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Morgana Systems Ltd
Original Assignee
Morgana Systems Ltd
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Publication date
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Publication of DE60215825D1 publication Critical patent/DE60215825D1/de
Publication of DE60215825T2 publication Critical patent/DE60215825T2/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H45/00Folding thin material
    • B65H45/12Folding articles or webs with application of pressure to define or form crease lines
    • B65H45/18Oscillating or reciprocating blade folders
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B31MAKING ARTICLES OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER; WORKING PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER
    • B31FMECHANICAL WORKING OR DEFORMATION OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER
    • B31F1/00Mechanical deformation without removing material, e.g. in combination with laminating
    • B31F1/08Creasing
    • B31F1/10Creasing by rotary tools
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
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  • Bending Of Plates, Rods, And Pipes (AREA)
  • Basic Packing Technique (AREA)
  • Air Bags (AREA)
  • Making Paper Articles (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Rill- und Falzvorrichtung und ein Rill- und Falzverfahren zur Verwendung in der Erzeugung und Endbearbeitung von gedruckten Dokumenten. Konkret kann das System verwendet werden, um flexible blattförmige Materialien, zum Beispiel Papier und papierähnliche Materialien, die Drucksachen enthalten, zu rillen und zu falzen.
  • Herkömmliche Drucktechniken, wie beispielsweise Buchdruck und Offsetdruck, tragen einen dünnen Film Tinte auf die Oberfläche eines Druckträgermaterials auf. Die Tinte wird durch das Druckträgermaterial absorbiert und hinterlässt eine unauslöschliche Markierung. Im Gegensatz zu herkömmlichen Drucktechniken ist der Xerografie-Ansatz, der durch moderne Digitaldruckwerke verwendet wird, ein Trockenprozess, bei welchem ein Pulver auf die Oberfläche der zu bedruckenden Medien aufgetragen wird. Das Pulver wird an die Oberfläche der Medien, bei welchen es sich im Allgemeinen um Papier handelt, zum Beispiel durch einen Heizprozess gebunden. Die Steuerung des Pulverauftrags auf das Druckträgermaterial, um Wörter und Bilder zu erzeugen, erfolgt normalerweise automatisch durch ein Rechnersystem.
  • Digitaldruckmaschinen weisen mehrere Vorteile gegenüber den Offsetdruckmaschinen auf. Zum Beispiel ist der Offsetdruckeinstellprozess lang und erfordert die Herstellung von Platten durch einen Facharbeiter, und der Bedrucktstoff braucht Zeit zum Trocknen, bevor er endbearbeitet werden kann. Vergleichsweise weisen Digitaldruckmaschinen sehr kurze Einstellzeiten auf, haben keine Tintentrocknungszeiten und erfordern einen geringeren Grad an Fachkönnen, um den Digitaldruckprozess durchzuführen. Das schnellste Wachstum in der Druckindustrie ist im Bereich von Kleinauflagen hochwertigen Vollfarbdrucks auf Anforderung. Dem wird zurzeit durch Digitaldruckmaschinen am besten entsprochen.
  • Die derzeitigen Endbearbeitungseinrichtungen, die auf dem Marktsektor des Digitaldrucks verfügbar sind, wie beispielsweise Rill- und Falzmaschinen, wurden für Drucksachen entwickelt, die durch herkömmliche Drucktechniken hergestellt werden. Diese Art von Einrichtungen ist nicht imstande, digital bedruckte Drucksachen zu verarbeiten, ohne sie zu beschädigen. Zum Beispiel erfordert ein digital erzeugter Qualitätsdruck die Verwendung von speziell behandeltem Papier- oder Pappdruckträgermaterial. Diese Art von Papier ist von solch einer Qualität, dass es äußerst anfällig ist für Markierungen bei Abschürfen der Oberfläche durch Gegenstände und für Rissbildung beim Falzen oder Rillen.
  • Außerdem ist der Toner auf der Oberfläche des Papiers eine brüchige Schicht mit einer sehr niedrigen Elastizitätsgrenze, die bricht, wenn sie den Zugspannungen ausgesetzt wird, die beim Biegeprozess durch bestehende Falzmaschinen erzeugt werden. Wenn der Toner bricht, verliert er seine Haftung und bröckelt ab.
  • Um Druckmedien sauber zu falzen, müssen sie zuerst gerillt werden. Herkömmlicherweise wurden die Rill- und Falzvorgänge unter Verwendung verschiedener Maschinen getrennt ausgeführt. Dies ist jedoch zeitaufwändig und ineffizient, nicht zuletzt deshalb, weil das Druckträgermaterial für jeden Vorgang getrennt ausgerichtet werden muss.
  • Es wurden Versuche unternommen, eine kombinierte Rill- und Falzmaschine zu konstruieren, indem getrennte, nebeneinander stehende Rillmaschinen und Falzmaschinen miteinander verbunden wurden. Zum Beispiel umfasst eine verfügbare Maschine ein Zuführsystem, eine Rillvorrichtung und eine Stauchfalzmaschine. Die drei Einheiten sind der Reihe nach angeordnet, um Papier- und Pappdruckträger zuzuführen, zu rillen und zu falzen. Das Zuführsystem zieht Papier von einem Stapel und liefert Bögen zum Eingang der Rillmaschine. Der Ausgang der Rillmaschine ist mit einer Papierzwischenlagerungseinheit verbunden. Der Eingang der Falzmaschine wird mit Bögen von der Papierzwischenlagerungseinheit beschickt. Jede der Maschinen weist ihr eigenes Steuersystem auf, welches von den Steuersystemen der anderen Maschinen unabhängig ist.
  • Das Zuführsystem liefert den Papierdruckträger vom Stapel zur Rillmaschine. Das Zuführsystem verwendet eine Hauptsteuerung, welche keine Unterbrechung der Beförderung des Bogens, zum Beispiel durch vorübergehendes Anhalten des Betriebs, erlaubt, sobald der Bogen vom Stapel abgehoben wurde. Die Rilleinheit empfängt den Bogen, stoppt ihn in einer geeigneten Position und führt den Rillvorgang durch. Der Bogen wird dann zur Papierzwischenlagerungseinheit befördert.
  • Der gerillte Bogen wird dann von der Papierzwischenlagerungseinheit der Stauchfalzmaschine zugeführt. Der Stauchfalzprozess erfordert, dass der Bogen sich kontinuierlich durch die Maschine bewegt, damit das Falzen stattfinden kann. Die Stauchfalzmaschine weist Falztaschen zum Führen des Druckträgermaterials durch die Falzmaschine auf. Diese sind üblicherweise auf etwa 45° zum Papierweg eingestellt und umfassen einen Endanschlag. Das Papier wird durch Walzen zwischen den Falztaschen zugeführt und stößt an den Endanschlag, welcher bewirkt, dass das Papier zu einem Walzenspalt, der durch ein Paar von Falzwalzen gebildet wird, gestaucht wird. Das Papier wird im Walzenspalt zwischen den Falzwalzen eingeklemmt, welche eine Kraft auf das Papier ausüben, um einen Dauerfalz zu erzeugen. Diese Art von Falzmaschine verursacht eine extensive Markierung auf Druckträgermaterialien, die für Digitaldruckwerke geeignet sind. Diese Art von Maschine muss bei einer konstanten Geschwindigkeit kontinuierlich arbeiten, andernfalls wird der Falzprozess unvorhersagbar.
  • Das Zuführ-, Rill- und Falzsystem funktioniert demnach auf eine kontinuierliche/diskontinuierliche/kontinuierliche Weise.
  • In dem zuvor beschriebenen Rill- und Falzsystem muss jeder der einzelnen Zuführ-, Rill- und Falzvorgänge abgeschlossen sein, bevor der nächste Prozess stattfinden kann, da das System nicht integriert ist. Dies führt zu einem Gesamtsystem mit einer Länge von wenigstens 5-mal der Länge des Druckträgers, der verarbeitet wird. Ein weiterer Nachteil dieser Nebeneinanderstellung von getrennten Maschinen ist, dass die Papierbögen zuerst für den Rillvorgang ausgerichtet werden müssen und dann für den anschließenden Falzvorgang erneut ausgerichtet werden müssen.
  • Demgemäß ist die vorliegende Erfindung bestrebt, eine Rill- und Falzvorrichtung und ein Rill- und Falzverfahren bereitzustellen, welche einige der zuvor erwähnten Probleme mindern.
  • Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Vorrichtung zum Rillen und Falzen von Bögen aus flexiblen blattförmigen Materialien bereitgestellt, die einen Rillmechanismus, einen Zuführmechanismus, einen Falzmechanismus und ein Steuersystem zum Steuern der Vorrichtung umfasst, wobei der Zuführmechanismus so ausgelegt ist, dass er Bögen vom Rillmechanismus zum Falzmechanismus zuführt, der Falzmechanismus ein Paar von Walzen mit einem Walzenspalt, in welchen ein Bogen von Material eingeführt wird, um einen Falz zu erzeugen, und einen Einführmechanismus zum Einführen eines Bogens in den Walzenspalt umfasst, und der Einführmechanismus ein Messerelement mit einer Kante umfasst, die so ausgelegt ist, dass sie in einen Bogen entlang einer Rille eingreift und den Bogen in den Walzenspalt einführt, um einen Falz entlang der Rille zu erzeugen, und das Steuersystem den Betrieb der Rill-, Zuführ- und Falzmechanismen synchronisiert.
  • Die Vorrichtung kann als eine hoch kompakte, integrierte Rill- und Falzmaschine erzeugt werden, welche genaue Falze in Bögen aus flexiblem Material erzeugt, wie beispielsweise Papier und Pappe. Das Bilden einer Rille im Bogen lokalisiert die Position des Falzes genauer, wodurch der Falzprozess vorhersagbar wird. Außerdem verringert die Anordnung die Menge von Markierungen, die auf dem Druckträgermaterial hervorgerufen werden, was die Erfindung zum Rillen und Falzen von digital bedrucktem Druckträgermaterial bestens geeignet macht. Die Vorrichtung ist außerdem sehr vielseitig. Das Steuersystem kann durch die Bedienungsperson so konfiguriert werden, dass es Rillvorgänge, Falzvorgänge und kombinierte Rill- und Falzvorgänge durchführt.
  • Vorzugsweise umfasst das Steuersystem Mittel zum Abfühlen des blattförmigen Materials in wenigstens einer Position entlang seines Zuführwegs durch die Vorrichtung und Mittel zum Bestimmen der momentanen Position des blattförmigen Materials, wenn es entlang des Zuführwegs befördert wird. Es ist außerdem vorzuziehen, dass das Steuersystem so aufgebaut und ausgelegt ist, dass es den Betrieb der Rill- und Falzmechanismen gemäß der bestimmten Position des blattförmigen Materials steuert.
  • Vorteilhafterweise ist das Steuersystem programmierbar und so aufgebaut und ausgelegt, dass es die Anordnung und die Anzahl von Falzen und/oder Rillen steuert, die durch die Vorrichtung gemäß vorgegebenen Anforderungen erzeugt werden.
  • Vorzugsweise umfasst der Rillmechanismus ein Paar von Rillelementen, wobei wenigstens eines der Elemente zum anderen Element hin bewegbar ist, um eine Rille in einem Bogen zu erzeugen, der sich zwischen den Elementen befindet, und einen Antriebsmechanismus zum Antreiben des beweglichen Elements.
  • Der Rillmechanismus kann Rillen an vorgegebenen Stellen im Bogen erzeugen und ist zu automatischem Betrieb imstande. Er kann demnach verwendet werden, um eine Partie von Dokumenten verhältnismäßig schnell zu rillen. Außerdem kann er verhältnismäßig leicht neu programmiert werden, um einen anderen Satz von Rillen zu erzeugen. Er ist daher äußerst anpassungsfähig. Es besteht keine Notwendigkeit, eine neue Matrize für jeden Auftrag herstellen zu müssen, und demgemäß ist er wirtschaftlich in der Verwendung, selbst für die Produktion von Kleinauflagen.
  • Vorteilhafterweise umfasst der Antriebsmechanismus eine Inkrement-Steuervorrichtung. Die Inkrement-Steuervorrichtung kann durch das Steuersystem gesteuert werden. In einer Ausführungsform ist die Inkrement-Steuervorrichtung eine Kupplungsanordnung. Die Verwendung einer Kupplungsanordnung ermöglicht es, dass der Antriebsmotor für den Rillmechanismus kontinuierlich läuft. Es besteht daher keine Notwendigkeit, den Motor auf eine Geschwindigkeit beschleunigen zu müssen, und dies sorgt für einen schnellen Betrieb. Da außerdem der laufende Motor eine erhebliche Trägheit aufweist, welche den Betrieb des Rillenmechanismus fördert, braucht der Motor nicht so stark zu sein, als er es sonst sein müsste. In einer anderen Ausführungsform ist die Inkrement-Steuervorrichtung ein Schrittmotor.
  • Vorzugsweise umfasst die Vorrichtung einen Beförderungsantriebsmotor und ein Paar von Eingabewalzen zum Befördern von Bögen von Material in den Rillmechanismus. Die Vorrichtung kann ferner einen Codierer, der so aufgebaut und ausgelegt ist, dass er ein Ausgangssignal erzeugt, das die Drehposition wenigstens einer der Eingabewalzen an zeigt, und einen Sensor, wie beispielsweise einen optischen Sensor, zum Abfühlen der vorderen Kante eines Bogens, wenn er zwischen den Eingabewalzen durchtritt, umfassen, wobei das Steuersystem mit dem Codierer und dem Sensor verbunden ist, um Signale davon zu empfangen. Dies befähigt das Steuersystem, die Position des Bogens von Material kontinuierlich zu überwachen, während er durch den Rillmechanismus durchtritt, was es ermöglicht, die Rillen korrekt anzuordnen.
  • Vorteilhafterweise ist der Zuführmechanismus so aufgebaut und ausgelegt, dass er die Position des blattförmigen Materials während seiner ganzen Bewegung vom Rillmechanismus zum Falzmechanismus steuert. Vorzugsweise ist der Zuführmechanismus so ausgelegt, dass er das blattförmige Material während seiner ganzen Bewegung vom Rillmechanismus zum Falzmechanismus ergreift. Zum Beispiel umfasst der Zuführmechanismus ein Paar von Ausgabewalzen zum Entfernen von Bögen von Material aus dem Rillmechanismus und ein Paar von Eingabewalzen zum Befördern des Bogens zum Falzmechanismus, die den Bogen ergreifen, bis er durch den Falzmechanismus in Eingriff gebracht ist. Folglich ist keine Neuausrichtung des Bogens erforderlich, wenn er sich vom Rillmechanismus zum Falzmechanismus bewegt.
  • Im Normalbetrieb falzt der Falzmechanismus die blattförmigen Materialien dynamisch und das Messer dient als eine dynamische Ablenkvorrichtung. Konkret führt der Zuführmechanismus den Papierbogen steuerbar entlang eines Zuführwegs zu, wo er durch das Messerelement in Eingriff gebracht werden kann. Der dynamische Falzprozess verringert das Ausmaß des Schadens, der den blattförmigen Materialien zugefügt wird, durch Vermeiden der Zugwirkung einiger herkömmlicher Vorrichtungen erheblich.
  • Vorteilhafterweise ist der Einführmechanismus so aufgebaut und ausgelegt, dass er den Bogen in den Walzenspalt einführt, während der Bogen durch den Zuführmechanismus reibschlüssig in Eingriff gebracht ist.
  • Vorteilhafterweise ist der Einführmechanismus so aufgebaut und ausgelegt, dass während des Einführvorgangs im Wesentlichen keine relative Bewegung zwischen der Messerkante und dem Bereich, in dem sie den Bogen berührt, stattfindet. Vorzugsweise wird dies durch Abstimmen der Position der Messerkante mit der Drehposition der Walzen und infolgedessen mit der Position des Papierbogens erreicht. Die Position des Bogens und die Position der Messerkante werden durch das Steuersystem gesteuert, welches die Geometrie des Papierzuführwegs, der Walzen und des Messers berücksichtigt, um sicherzustellen, dass keine wesentliche relative Bewegung zwischen der Messerkante und dem Papierbogen im Kontaktbereich stattfindet, wenn die Messerkante mit dem Bogen in Eingriff gebracht wird. Diese Anordnung führt zu einer Verringerung des Ausmaßes des Schadens am Papier, wenn es durch die Falzvorrichtung durchtritt.
  • Vorteilhafterweise bewegt das Messerelement sich in einer Ausführungsform in einer Richtung mit einer Bewegungskomponente in der Zuführrichtung des blattförmigen Materials. Vorteilsweise bewegt das Messerelement sich drehend und verschiebend. Zum Beispiel bewegt die Messerkante sich in einem gekrümmten Weg, und vorzugsweise ist der Krümmungsmittelpunkt des gekrümmten Wegs verstellbar. Im Allgemeinen folgt die Messerkante einem Weg, derart dass die Distanz zwischen der Messerkante und einer ersten Falzwalze abnimmt, wenn die Messerkante den Bogen in den Walzenspalt einführt.
  • Vorzugsweise sind die Paare von Walzen im Zuführmechanismus und im Falzmechanismus so ausgelegt, dass das blattförmige Material während des ganzen Falzprozesses ergriffen wird, um die Position des Bogens genau zu steuern. Es ist auch vorzuziehen, dass das Steuersystem die Geschwindigkeit des Zuführmechanismus mit den Falzmechanismuswalzen abstimmt. Wahlweise wird die Geschwindigkeit des Zuführmechanismus mit den Eingabewalzen des Rillmechanismus abgestimmt.
  • Der Falzmechanismus umfasst auch einen Sensor zum Abfühlen der Position eines Bogens, welcher vorzugsweise ein optischer Sensor ist, und einen Codierer, der so aufgebaut und ausgelegt ist, dass er ein Ausgangssignal erzeugt, das die Position des Bogens gemäß der Drehrichtung der Walzen anzeigt, wobei das Steuersystem mit dem Codierer und dem Sensor verbunden ist, um Signale davon zu empfangen. Das Steuersystem steuert die Drehung der Walzen und infolgedessen die Position des Papierbogens über einen Inkrement-gesteuerten Motor, zum Beispiel einen Schrittmotor, Servomotor oder einen bürstenlosen GS-Motor.
  • In einer Ausführungsform umfasst der Zuführmechanismus eine Falzwalze, die mit einer Zuführwalze zusammenwirkt. Dies ist eine effiziente Anordnung, welch die Anzahl von erforderlichen Komponenten verringert.
  • Vorzugsweise sind die Bogenzuführrichtung und die Einführrichtung für jeden Falzmechanismus im Wesentlichen senkrecht.
  • Vorzugsweise umfasst die Falzvorrichtung einen ersten Falzmechanismus zum Erzeugen von Falzen in einer Richtung (d.h. auf einer Seite eines Bogens) und einen zweiten Falzmechanismus zum Erzeugen von Falzen in einer zweiten Richtung (d.h. auf der zweiten Seite eines Bogens), welcher so aufgebaut und ausgelegt ist, dass er einen Bogen empfängt, der ihm vom ersten Falzmechanismus zugeführt wird. Die Falzvorrichtung kann auch nachfolgende Falzmechanismen umfassen, welche vorzugsweise in Reihe mit den ersten und zweiten Falzmechanismen angeordnet sind. Zum Beispiel kann eine Falzvorrichtung mit vier Falzmechanismen so angeordnet sein, dass die ersten und dritten Falz mechanismen Falze in einer ersten Richtung erzeugen und die zweiten und vierten Falzmechanismen Falze in einer zweiten Richtung erzeugen.
  • Gemäß einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum Rillen und Falzen von Bögen aus flexiblen blattförmigen Materialien bereitgestellt, das die folgenden Schritte umfasst: Zuführen eines Bogens zu einem Rillmechanismus; Bilden wenigstens einer Rille im Bogen mit dem Rillmechanismus; Zuführen des Bogens zu einem Falzmechanismus mit einem Paar von Falzwalzen, welche einen Walzenspalt bilden, und einem Einführmechanismus, wobei der Einführmechanismus ein Messerelement aufweist, das eine Messerkante umfasst; Bewegen des Messerelements derart, dass die Messerkante in den Bogen entlang der Rille eingreift und den Bogen in den Walzenspalt einführt, und Falzen des blattförmigen Materials entlang der Rille mit den Falzwalzen, wobei der Betrieb der Rill-, Zuführ- und Falzmechanismen durch ein Steuersystem synchronisiert wird.
  • Vorteilhafterweise kann das Verfahren den zusätzlichen Schritt des Ergreifens des Bogens durch Walzen während des ganzen Rill- und Falzprozesses umfassen.
  • Vorteilhafterweise kann das Verfahren den zusätzlichen Schritt des Erfassens des Bogens durch einen ersten Sensor in einer bekannten Position umfassen, und vorzugsweise erfasst der Sensor wenigstens eine der vorderen und hinteren Kante des Bogens.
  • Voreilhafterweise kann das Verfahren den zusätzlichen Schritt des Bestimmens der Position des Bogens innerhalb des Rillmechanismus gemäß der Distanz, die der Bogen in Bezug auf die bekannte Position zugeführt wurde, umfassen.
  • Vorteilhafterweise kann das Verfahren den zusätzlichen Schritt des Steuerns der Betätigung des Rillmechanismus gemäß der Position des blattförmigen Materials innerhalb der Vorrichtung umfassen.
  • Vorteilhafterweise wird der Bogen steuerbar vom Rillmechanismus zum Falzmechanismus zugeführt.
  • Vorzugsweise findet keine wesentliche relative Bewegung zwischen der Messerkante und dem Bogen im Kontaktbereich während der Einführung des Bogens in den Falzmechanismus statt.
  • Vorteilhafterweise kann das Verfahren den zusätzlichen Schritt des Erfassens des Bogens durch einen zweiten Sensor in einer zweiten bekannten Position umfassen, und vor zugsweise erfasst der zweite Sensor wenigstens eine der vorderen und hinteren Kante des Bogens.
  • Vorteilhafterweise kann das Verfahren den zusätzlichen Schritt des Bestimmens der Position des Bogens innerhalb der Falzvorrichtung gemäß der Distanz, welche der Bogen in Bezug auf die zweite bekannte Position zugeführt wurde, umfassen.
  • Vorteilhafterweise kann das Verfahren den zusätzlichen Schritt des Steuerns der Betätigung des Einführmechanismus gemäß der Position des blattförmigen Materials innerhalb der Falzvorrichtung umfassen.
  • Das Dokument JP 04327996 offenbart eine Vorrichtung zum Rillen und Falzen von Bögen gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1, sowie ein Verfahren zum Rillen und Falzen von Bögen gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 13.
  • Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen, in welchen gleiche Bezugszeichen entsprechende Merkmale anzeigen, lediglich als ein Beispiel beschrieben, wobei:
  • 1a eine schematische Seitenansicht einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist;
  • 1b eine isometrische Ansicht ist, welche innere Komponenten des Rillmechanismus darstellt;
  • 1c eine isometrische Ansicht in einem vergrößerten Maßstab ist, welche Komponenten des Rillmechanismus darstellt;
  • 1d eine Endansicht der linken Seite im Schnitt ist, welche Komponenten des Rillmechanismus darstellt;
  • 1e Vorderansicht teilweise im Schnitt ist, welche Komponenten des Rillmechanismus darstellt;
  • 1f eine teilweise Endansicht der linken Seite ist, welche Komponenten des Rillmechanismus darstellt;
  • 2 bis 7 schematische Seitenansichten sind, welche die aufeinander folgenden Schritte eines ersten Falzvorgangs darstellen, und
  • 8 bis 11 schematische Seitenansichten sind, welche die aufeinander folgenden Schritte eines Rillvorgangs und erster und zweiter Falzvorgänge darstellen.
  • 1 ist eine schematische Darstellung einer integrierten Rill- und Falzmaschine gemäß der gegenwärtigen Erfindung, welche einen Rillmechanismus, der im Allgemeinen mit dem Bezugszeichen 1 versehen ist, einen Falzmechanismus, der im Algemeinen mit dem Bezugszeichen 100 versehen ist, und ein Mikroprozessorsteuersystem (nicht dargestellt), welches den Betrieb der gesamten Maschine steuert, umfasst.
  • Der Rillmechanismus 1 umfasst ein Paar von Eingabewalzen 3 und ein Paar von Ausgabewalzen 5, die so ausgelegt sind, dass sie einen Papierbogen 7 durch den Mechanismus befördern. Beide Paare von Walzen 4, 5 werden durch einen Schritt- oder Servomotor 9 durch ein Untersetzungsgetriebe 11 und einen Riemenantrieb 13 angetrieben, welcher so angeordnet ist, dass die Walzen sich alle synchron drehen (siehe 1b).
  • Der Dokumentenrillmechanismus 1 umfasst auch einen Zuführmechanismus (nicht dargestellt) einer herkömmlichen Art, zum Beispiel von der Art, die als „Saugzuführsystem von unten" bekannt ist. Dieser Zuführmechanismus, welcher nicht ausführlich beschrieben wird, führt einem Papierbeförderungsmechanismus des Rillmechanismus Papier- oder Pappbögen 7 einen nach dem anderen von einem Stapel zu.
  • Ein Infrarotsensor 15 mit durchgehendem Strahl ist unmittelbar hinter dem Walzenspalt der Eingabewalzen angeordnet, um die vordere Kante eines Bogens 7 zu erfassen, der zwischen diesen Walzen 3 durchtritt. Ein Codierer 17 ist an einem Ende der oberen Eingabewalze vorgesehen (siehe 1d). Der Sensor 15 und der Codierer 17 sind mit dem Mikroprozessorsteuersystem verbunden. Durch Abfühlen der vorderen Kante des Papiers und der Drehposition der oberen Eingabewalze ist der Mikroprozessor imstande, die genaue Position des Papierbogens 7 zu überwachen, wenn es durch den Rillmechanismus durchtritt.
  • Die untere Eingabewalze ist mit dem Zuführmechanismus verbunden, um sicherzustellen, dass dem Rillmechanismus kein Papierbogen 7 zugeführt wird, während die Eingabewalzen 3 stillstehen.
  • Der Rillmechanismus 1 umfasst ein Paar von Rillkomponenten, die zwischen den beiden Sätzen von Walzen 3, 5 montiert sind und eine obere Rillkomponente 19, die normalerweise fixiert ist (obwohl ihre Position verstellbar ist, wenn die Maschine nicht im Einsatz ist), und eine untere Rillkomponente 21, die zur vertikalen Bewegung montiert ist, umfassen. In der Anordnung, die in 1a dargestellt ist, umfasst die obere Rillkomponente ein Messer, und die untere Rillkomponente umfasst einen Amboss. Die Positionen des Messers und des Ambosses können jedoch vertauscht werden, derart dass zum Beispiel das Messer die fixierte untere Rillkomponente 21 ist, und der Amboss die sich bewegende obere Rillkomponente 19 ist. Beide Rillkomponenten 19, 21 umfassen längliche Metallstangen mit einem im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt, wobei das Messer eine profilierte Rippe 23 auf seiner Unterkante aufweist, und der Amboss eine profilierte Aussparung 25 auf seiner Oberkante aufweist, in welche die Rippe passt. Das Profil der Rippe 23 und der Aussparung kann gemäß der gewünschten Form der Rille geändert werden.
  • Jede der Rillkomponenten 19, 21 umfasst an jedem ihrer Enden Stifte 27a, 27b, welche in einen vertikalen Schlitz im Rahmen der Rillvorrichtung eingreifen (siehe 1e und 1f). Die inneren Stifte 27b sind exzentrisch und können eingestellt werden, um die seitlichen Positionen der Rillkomponenten zu verstellen. Die obere Rillkomponente ist durch einen Einstellmechanismus 28, der an jedem Ende der Komponente vorgesehen ist, in Position verriegelt. Dies ermöglicht es, die vertikale Position und Ausrichtung der Komponente zu verstellen. Die untere Rillkomponente kann nur seitlich verstellt werden, kann sich aber vertikal bewegen, wobei die Stifte 27a, 27b durch den Schlitz 36 geführt werden.
  • Die untere Komponente 21 wird durch einen Motor 29 (siehe 1b), zum Beispiel einen Induktionsmotor, angetrieben. Der Motor ist durch einen Antriebsriemen 31 mit einer Inkrement-Steuervorrichtung 33 (zum Beispiel einer Kupplung) verbunden, die auf einer Kurbelwelle 35 montiert ist. Der Betrieb der Steuervorrichtung 33 wird durch den Mikroprozessor elektronisch gesteuert. Zwei Leistungsverbindungen (oder Pleuelstangen) 37 sind auf exzentrischen Kurbeln 39 an den Enden der Kurbelwelle montiert und an ihren oberen Enden mit der unteren Rillkomponente 21 verbunden. Der Motor 29 funktioniert kontinuierlich, aber da die Steuervorrichtung 33 normalerweise außer Eingriff ist, treibt er die Kurbelwelle 35 normalerweise nicht an. Wenn die Steuervorrichtung 33 ein Signal „Eingreifen" vom Mikroprozessor empfängt, schließt es, und die Kurbelwelle wird durch eine vollständige Drehung angetrieben. Dies treibt die untere Rillkomponente 21 nach oben gegen die obere Rillkomponente 19 an, wodurch eine Rille in einem Papp- oder Papierbogen zwischen diesen Komponenten erzeugt wird, bevor sie in ihre untere Ausgangsposition zurückkehrt. Ein Mikroschalter 41, der sich unterhalb der unteren Rillkomponente 21 befindet, erfasst, dass sie in die untere Position zurückgekehrt ist, und sendet ein Signal an den Mikroprozessor, welcher dann die Kupplung aus dem Eingriff bringt, derart dass keine weitere Bewegung der Rillkomponente 21 mehr stattfindet, bis die nächste Rille zu bilden ist.
  • Die Inkrement-Steuervorrichtung 33 ist nicht auf eine Kupplungsanordnung beschränkt, die Inkrement-Steuervorrichtung 33 kann zum Beispiel ein Schrittmotor sein, der so aus gelegt ist, dass er die Kurbelwelle direkt antreibt, um Rillvorgänge durchzuführen, und welcher durch das Mikroprozessorsteuersystem gesteuert wird.
  • Der gesamte Rillmechanismus kann unter Verwendung eines Kipphebels 43 in Bezug auf den Zuführtisch gekippt werden. Dies ermöglicht es, den Winkel der Rille so einzustellen, derart dass er stets senkrecht auf die Anlegekante des Papiers ist.
  • Das Mikroprozessorsteuersystem kann programmiert werden, um eine Mehrzahl von Rillen in vordefinierten Positionen zu erzeugen. Sobald das Mikroprozessorsteuersystem programmiert ist, ist der Betrieb der Maschine vollautomatisch, und die Maschine nimmt Bögen vom Zuführtisch, rillt sie wie erforderlich und liefert sie zu den Eingabewalzen 101, 103 des Falzmechanismus.
  • Der Falzmechanismus 100 weist obere und untere gegenläufige Eingabewalzen 101, 103 auf, die parallel und in unmittelbarer Nähe zueinander angeordnet sind, derart dass die gekrümmten Oberflächen der Eingabewalzen 101, 103 einen ersten Walzenspalt 105 bilden. Die Eingabewalzen 101, 103 sind so ausgelegt, dass sie einen Papierbogen 7 direkt vom Rillmechanismus 1 empfangen und den Papierbogen 7 horizontal entlang eines Zuführwegs dem Falzmechanismus 100 zuführen.
  • Nach dem ersten Walzenspalt 105 kommt ein Sensor 109, welcher die vordere Kante eines Papierbogens 7 erfasst, wenn er sich entlang des Zuführwegs bewegt. Alternativerweise kann der Sensor 109 so angeordnet sein, dass er die hintere Kante eines Papierbogens 7 erfasst. Vorzugsweise ist der Sensor 109 ein optischer Sensor mit einem lichtdurchlässigen Element unter dem Papierzuführweg und einem Lichterfassungselement über dem Papierzuführweg.
  • Nach dem Sensor 109 kommen erste, zweite und dritte Falzwalzen 11, 113, 115 und eine Eingabefalzwalze 117.
  • Die erste Falzwalze 111 und die Eingabefalzwalze 117 sind parallel und in unmittelbarer Nähe angeordnet, derart dass die gekrümmten Oberflächen der Walzen 111, 117 einen zweiten Walzenspalt 119 bilden, welcher so ausgelegt ist, dass der einen Papierbogen 7 von den Eingabewalzen 101, 103 empfängt und dann den Papierbogen 7 einem ersten Einführmechanismus 121 im Wesentlichen horizontal zuführt. Der Durchmesser der Eingabefalzwalze 117 liegt normalerweise im Bereich von 30 bis 60 mm.
  • Die ersten und zweiten Falzwalzen 111, 113 sind parallel und in unmittelbarer Nähe angeordnet, derart dass die gekrümmten Oberflächen der Walzen 111, 113 einen dritten Walzenspalt 123 bilden, welcher so ausgelegt ist, dass er einen Papierbogen 7 einem zweiten Einführmechanismus 125 vertikal zuführt. Die zweiten und dritten Falzwalzen 113, 115 sind parallel und in unmittelbarer Nähe angeordnet, derart dass die gekrümmten Oberflächen der Falzwalzen 113, 115 einen vierten Walzenspalt 127 bilden, welcher so ausgelegt ist, dass er einen Papierbogen 7 horizontal zuführt. Die Durchmesser der ersten, zweiten und dritten Falzwalzen sind im Wesentlichen gleich und liegen vorzugsweise im Bereich von ungefähr 50 bis 80 mm, zum Beispiel 60 mm.
  • Die Distanz zwischen den operativen Paaren von Walzen (allgemein als „Walzenabstand" bekannt) an jedem Walzenspalt 105, 119, 123, 127 liegt im Bereich von 0 bis 3 mm und wird durch die Dicke und die Anzahl von Schichten des Papiers 7 bestimmt, das durch jeden einzelnen Walzenspalt durchtreten soll.
  • Die Walzen 101, 103, 111, 113, 115, 117 sind durch einen Zahnradmechanismus miteinander verbunden und werden durch einen Schrittmotor angetrieben, um sich mit derselben Tangentialgeschwindigkeit an den gekrümmten Oberflächen zu drehen. Der Schrittmotor wird durch das Mikroprozessorsteuersystem gesteuert, welches Informationen von einem Drehcodierer empfängt, der entweder auf dem Motor oder einer der Walzen montiert ist, um die tatsächliche Drehposition der Walzen zu überwachen. Die obere Eingabewalze 101, die erste Falzwalze 111 und die dritte Falzwalze 115 drehen sich in einer ersten Richtung (in 1a im Uhrzeigersinn), während die untere Eingabewalze 103, die Eingabefalzwalze 117 und die zweite Falzwalze 113 sich alle in einer zweiten Richtung drehen (in 1a gegen den Uhrzeigersinn). Die Antriebsrichtung der Walzen kann umgekehrt werden, um zum Beispiel fehlerhafte Zuführungen oder Papierstaus zu beheben, aber dies erfolgt nicht während des Normalbetriebs. Die Verwendung eines Schrittmotors und des verbundenen Steuersystems ermöglichen es, die genaue Drehposition der Walzen und infolgedessen des Papierbogens 7 zu kennen.
  • Die Verwendung eines Schrittmotors und des Mikroprozessorsteuersystems ermöglichen eine bessere Steuerung von verschiedenen Dicken von Bögen 7. Dies ist besonders vorteilhaft, da Änderungen in der Feuchtigkeit eine erhebliche Auswirkung auf Druckträgermaterialien haben, die für Digitaldruckwerke verwendet werden.
  • Der erste Einführmechanismus 121 ist so ausgelegt, dass er einen Papierbogen 7 in den dritten Walzenspalt 123 einführt, der durch die ersten und zweiten Falzwalzen 111, 113 gebildet wird. Der zweite Einführmechanismus 125 ist so ausgelegt, dass er einen Papierbogen 7 in den vierten Walzenspalt 127 einführt, der durch die zweiten und dritten Falzwalzen 113, 115 gebildet wird.
  • Der erste Einführmechanismus 121 umfasst ein Messer 129 mit einem im Wesentlichen dreieckigen Abschnitt, einer Messerkante 131 und zwei konkaven Führungsflächen 133 und 135, welche sich von der Messerkante 131 zu einer konvexen Basis 137 erstrecken. Vorzugsweise weist das Messer 129 eine hohe Steifheit und eine geringe Trägheit auf.
  • An jedem Ende ist das Messer 129 an einem Messerträger 139 befestigt. Der Messerträger umfasst eine L-förmige Platte, welche sich von der Messerbasis 137 über die Messerkante 131 hinaus erstreckt. Jeder Messerträger 139 wird durch zwei Stifte 141, 143 getragen. Der erste Stift 141 ist zur hinteren Kante des Messerträgers 139 positioniert und zur freien Gleitbewegung in einem Messerschieber 145 angeordnet, welcher unter der zweiten Falzrolle 113 positioniert ist. Der zweite Stift 143 ist auf dem Messerträger 139 vor der Messerkante 131 angeordnet und mittels einer Drehverbindung am freien Ende eines drehbaren Messerantriebs 147 befestigt.
  • Der Messerantrieb 147 ist an seinem gegenüberliegenden Ende zur Drehung um eine Drehachse herum montiert, die etwas unter der Drehachse der ersten Falzwalze 111 angeordnet ist, derart dass, wenn der Messerantrieb 147 sich dreht, die Messerkante 131 einem gekrümmten Weg in den dritten Walzenspalt 123 folgt, der durch die ersten und zweiten Falzwalzen 111, 113 gebildet wird, und sich einem Punkt annähert, der in gleichem Abstand zwischen den ersten und zweiten Falzwalzen 111, 113 im Wesentlichen ist.
  • Der zweite Einführmechanismus 125 ist dem ersten Einführmechanismus 121 ähnlich und umfasst ein Messer 149 mit konkaven Führungsflächen 151 und 153 und einer Messerkante 155, einem Messerschieber 157, einem Messerträger 159 mit einem ersten Stift 161, der in einem Längsschlitz im Messerschieber 157 angeordnet ist, und mit einem zweiten Stift 163, der an einem Messerantrieb 165 drehbar befestigt ist. Der zweite Einführmechanismus 125 ist so ausgelegt, dass die Messerkante 155 einem gekrümmten Weg in den vierten Walzenspalt 127 folgt, der durch die zweiten und dritten Falzwalzen 113, 115 gebildet wird.
  • Die Komponenten in der Falzvorrichtung der zweiten Stufe sind im Wesentlichen dieselben wie entsprechende Komponenten in der ersten Falzstufe.
  • Die ersten und zweiten Einführmechanismen 121, 125 werden durch einen Messerantriebsschrittmotor gleichzeitig angetrieben. Der Betrieb der ersten und zweiten Einführmechanismen 121, 125 ist um 180 Grad phasenverschoben, derart dass, wenn die Messerkante 131 des ersten Einführmechanismus 121 sich von der Ausgangsposition zum dritten Walzenspalt 123 bewegt, der durch die ersten und zweiten Falzwalzen 111, 113 gebildet wird, die Messerkante 155 des zweiten Einführmechanismus 125 sich vom vierten Walzenspalt 127, der durch die zweiten und dritten Falzwalzen 113, 115 gebildet wird, wegbewegt. Der Messerantriebsschrittmotor dreht sich nicht kontinuierlich in einer Rich tung, sondern kehrt vielmehr die Richtung um, um abwechselnd die Messerkante 131 des ersten Einführmechanismus 121 zum dritten Walzenspalt 123 und die Messerkante 155 des zweiten Einführmechanismus 125 zum vierten Walzenspalt 127 anzutreiben.
  • Der Sensor 109, der Walzenantriebsschrittmotor und der Messerantriebsschrittmotor sind mit dem Mikroprozessorsteuersystem (nicht dargestellt) verbunden, welches die Geschwindigkeit und Drehrichtung beider Motoren steuert und den Betrieb der Einführmechanismen mit der Drehung der Walzen 101, 103, 111, 113, 115, 117 und mit dem Betrieb der Rillkomponenten 19, 21 und der Drehung der Eingabe- und Ausgabewalzen 3, 5 des Rillmechanismus synchronisiert.
  • Außerdem umfasst die Falzmaschine eine Anzahl von Führungsplatten. Diese umfassen ein erstes Paar von Führungsplatten 167, das unterhalb der zweiten Falzwalze 113 angeordnet ist, um einen Papierbogen 7, der durch den ersten Walzenspalt 105 zugeführt wird, der durch die erste Falzwalze 111 und die Eingabefalzwalze 117 gebildet wird, aufzunehmen, zu führen und zu tragen. Ein zweites Paar von Führungsplatten 169 ist über dem dritten Walzenspalt 123, der durch die ersten und zweiten Falzwalzen 111, 113 gebildet wird, angeordnet, um einen Bogen, der zwischen den Walzen 111, 113 zugeführt wird, aufzunehmen, zu führen und zu tragen.
  • Wahlweise kann die Falzmaschine auch zusätzliche Sensoren umfassen, um Papierstaus abzufühlen und nötigenfalls den Betrieb der Einfuhrvorrichtung und der Falzwalzen neu zu synchronisieren. Zum Beispiel sind im Mechanismus, der in 1a dargestellt ist, zusätzliche Sensoren 171 entlang des Papierzuführwegs nach dem ersten Einführmechanismus 121 und nach dem zweiten Einführmechanismus 125 vorgesehen.
  • Die Funktionsweise der Rill- und Falzmaschine wird nun unter Bezugnahme auf 2 bis 11 beschrieben.
  • Während des Einstellens gibt die Bedienungsperson unter Verwendung einer Tastatur die Positionen jedes Falzes in das Mikroprozessorsteuersystem ein. Das Mikroprozessorsteuersystem kann zum Beispiel die Positionen von bis zu neun Falzen in neun getrennten Speicherplätzen speichern.
  • Der Abstand zwischen jedem operativen Paar von Walzen, zum Beispiel des Paares von Eingabewalzen 3 im Rillmechanismus 1 und der ersten und zweiten Falzwalzen 111, 113 oder der ersten Falzwalze 111 und der Eingabefalzwalze 117 im Falzmechanismus 100 wird normalerweise eingestellt, bevor die Rill- und Falzprozesse beginnen, und er kann manuell oder durch automatische Mittel eingestellt werden. Alternativerweise kann der Abstand zwischen operativen Paaren von Walzen während des Falzprozesses durch Er fassen der Dicke des Druckträgermaterials 7, das in die Vorrichtung eingespeist wird, und automatisches Einstellen des Abstands zwischen den Walzen dynamisch geändert werden. In jedem Fall ist der Abstand zwischen den Walzen derart, dass die operativen Paare von Walzen das Papier 7 ergreifen können, ohne die bedruckte Oberfläche des Papiers 7 zu beschädigen.
  • Ein Papier- oder Pappbogen 7 wird vom Zuführmechanismus in den Walzenspalt zwischen den Eingabewalzen 3 zugeführt, welche dann die Beförderung des Bogens übernehmen (siehe 8 bis 11). Unmittelbar nachdem die vordere Kante des Bogens aus den Eingabewalzen 3 tritt, wird sie durch den Infrarotsensor 15 abgefühlt. Das Signal vom Sensor 15 wird zusammen mit einem Drehpositionssignal vom Codierer 17, der auf der oberen Eingabewalze montiert ist, durch das Mikroprozessorsteuersystem aufgezeichnet. An diesem Punkt gilt der Bogen 7 als registriert, und auf seinem ganzen Weg durch die Rill- und Falzmechanismen 1, 100 ist seine genaue Position stets bekannt.
  • Nach dem Registrieren der Position des Bogens 7 stimmt das Mikroprozessorsteuersystem die Zuführgeschwindigkeit der Rillmechamismuswalzen 3, 5 und der Falzmechanismuswalzen 101, 103, 111, 113, 115 117 ab und synchronisiert den Betrieb der Rillkomponenten 19, 21 und des Einführmechanismus 121 mit der Position des Bogens 7.
  • Wenn der Bogen 7 sich der Position der ersten Rille 7a nähert, verlangsamt der Schrittmotor die Walzen 3, 5 zuerst und stoppt sie dann (und infolgedessen die Walzen 101, 103, 111, 113, 115, 117) mit dem Bogen 7 genau an der richtigen Stelle, um diese Rille 7a zu bilden (innerhalb einer Genauigkeit von zum Beispiel 0,09 mm oder genauer). An diesem Punkt wird die Inkrement-Steuervorrichtung aktiviert, und die Kurbelwelle wird durch eine vollständige Drehung angetrieben, wodurch die untere Rillkomponente 21 zur oberen Rillkomponente 19 hin angetrieben und der Bogen 7 eingeschlossen wird, um eine Rille 7a zu bilden. Die untere Rillkomponente 21 fällt dann in ihre ursprüngliche Ausgangsposition zurück, und der Bogen 7 wird zur nächsten voreingestellten Rillposition wieder auf volle Geschwindigkeit beschleunigt. Dieselbe Prozedur wird für alle folgenden Rillen ausgeführt. Diese Prozedur wird für jeden der nachfolgenden Bögen 7 wiederholt, wenn sie dem Rillmechanismus 1 einer nach dem anderen vom Zuführmechanismus zugeführt werden.
  • Solange der Bogen 7 angehalten wird, damit die Rillkomponenten 19, 21 Rillen im Bogen 7 bilden können, wird auch der Betrieb der Einführmechanismen 121, 125 und der Walzen 101, 103, 111, 113, 115, 117 unterbrochen. Wenn der Bogen 7 sich wieder zu bewegen beginnt, wird auch der Betrieb der Einführmechanismen 121, 125 und der Walzen 101, 103, 111, 113, 115, 117 wieder aufgenommen. Wenn während des Rillvorgangs ein Bogen 7 im Falzmechanismus angeordnet ist, wird aufgrund der Unterbrechung weder der Falzvorgang negativ beeinflusst, noch wird die Qualität des Falzes beeinträchtigt. Dies ist infolge der Anordnung des Falzmechanismus und des Steuersystems.
  • Wenn die hintere Kante des Bogens 7 aus dem Walzenspalt der Eingabewalzen 3 tritt, erfasst der Sensor 15 die hintere Kante und signalisiert dem Mikroprozessorsteuersystem, dass es dem Zuführsystem einen anderen Bogen 7 vom Stapel von Dokumenten zuführen soll.
  • Der Papierbogen 7 mit wenigstens einer Rille 7a darin wird vom Rillmechanismus 1 durch die Ausgabewalzen 5 den Eingabewalzen 101, 103 des Falzmechanismus 100 zugeführt. Es wird nun die Funktionsweise des Falzmechanismus 100 unter Bezugnahme auf 2 bis 7 beschrieben, welche eine vereinfachte Version des Falzmechanismus mit nur einem Paar von Falzwalzen 111, 113 und einem Einführmechanismus 121 darstellen. Die Eingabewalzen 101, 103 und der Papiersensor 109 wurden der Klarheit halber weggelassen.
  • Ein Papierbogen 7 wird durch die oberen und unteren Eingabewalzen 101, 103 von den Ausgabewalzen 5 des Rillmechanismus empfangen und über den Sensor 109 entlang eines horizontalen Zuführwegs steuerbar dem zweiten Walzenspalt 119 zugeführt. Der Sensor 109 erfasst die vordere Kante des Papierbogens 7 und sendet ein Signal an das Mikroprozessorsteuersystem, die Drehung der Walzen und den Betrieb des Einführmechanismus 121 mit der Position des Papierbogens 7 neu zu synchronisieren.
  • Der Papierbogen 7 wird am zweiten Walzenspalt 119 durch die erste Falzwalze 111 und die Eingabefalzwalze 117 empfangen, bevor er aus dem Griff der oberen und unteren Eingabewalzen 101, 103 freigegeben wird, um sicherzustellen, dass die Position des Bogens 7 bekannt ist, wenn er sich durch den Mechanismus bewegt. Die erste Falzwalze 111 und die Eingabefalzwalze 117 führen den Papierbogen 7 entlang eines horizontalen Wegs zu, welcher unter den ersten und zweiten Falzwalzen 111, 113 ist und im Wesentlichen senkrecht zu den Drehachsen der ersten und zweiten Falzwalzen 111, 113 verläuft.
  • Anfänglich ist das Messer 129 des Einführmechanismus 121 in einer Ausgangsposition, welche sich unter dem Papierzuführweg befindet. In dieser Position ist der Messerantrieb 147 an der Grenze seines Bewegungsbereichs gegen den Uhrzeigersinn. Die Messerkante 131 ist parallel zu den Drehachsen der ersten und zweiten Falzwalzen 111, 113 angeordnet.
  • Wenn der Papierbogen 7 die Position erreicht hat, in welcher ein Falz zu bilden ist (d.h. in welcher die Rille 7a angeordnet ist), dreht der Messerantrieb 147 sich im Uhrzeigersinn und zieht die Messerkante 131 in den dritten Walzenspalt 123 zwischen den Falzwalzen.
  • Die Drehung der Walzen und infolgedessen die Bewegung des Papierbogens 7 ist mit der Bewegung des Messers 129 synchronisiert, und die Messerkante 131 wird entlang der vorgegebenen Falzlinie 7a in Eingriff mit dem Papierbogen 7 angetrieben. Dies wird durch Steuern der Position des Papiers 7 und/oder der Position des Messers 129 erreicht. Konkret wird die Position der Messerkante 131 mit der Position des Papiers 7 und infolgedessen der Drehposition der Walzen abgestimmt, um sicherzustellen, dass im Wesentlichen keine relative Bewegung zwischen der Messerkante 131 und dem Papier 7 im Kontaktbereich 7a stattfindet. Dies vermeidet das Markieren der bedruckten Oberfläche des Papiers.
  • Dies kann zum Beispiel durch Verringern der Geschwindigkeit der Walzen und infolgedessen der Papierzuführgeschwindigkeit erreicht werden, wenn das Messer 129 beschleunigt, derart dass, wenn die Messerkante 131 in das Papier 7 eingreift, die Messerkante 131 sich im Wesentlichen mit derselben Geschwindigkeit bewegt wie das Papier 7. Die Beziehung zwischen der Papiergeschwindigkeit und der Messergeschwindigkeit hängt jedoch nur von den Geometrien des Messers und der Walze ab und, sobald sie festgelegt ist, muss sie anschließend für diese jeweilige Messer- und Walzenkombination nicht mehr eingestellt werden.
  • Die Messerkante 131 bewegt sich entlang eines genauen Wegs, der sich dem dritten Walzenspalt 123 nähert, der durch die ersten und zweiten Falzwalzen 111, 113 gebildet wird. Die Bewegung des Messers 129 wird durch eine lineare Hin- und Herbewegung des Stifts 141 entlang des Schlitzes im Messerschieber 145 und durch die Drehung des Messers 129 um den Stift 141 herum angepasst (siehe zum Beispiel 4).
  • Wenn das Messer 129 sich gegen den Uhrzeigersinn dreht, erhebt die Messerkante 131 sich über den Zuführweg des Papiers, greift entlang der Rille 7a in den Bogen 7 ein und hebt den Bogen 7 zum dritten Walzenspalt 123 hin an. Wenn das Messer 129 sich dreht, beginnt der Papierbogen 7, sich um die Messerkante 131 zu falzen.
  • Die kombinierte Wirkung der linearen und drehenden Bewegung des Messers 129 lokalisiert die Messerkante 131 in einer Position, die im Wesentlichen in Linie mit dem dritten Walzenspalt 123 und im Wesentlichen senkrecht zur Richtung des Papierzuführwegs, wie durch den Pfeil A angezeigt, ist, wobei die Messerkante 131 benachbart zum dritten Walzenspalt 123 und in gleichem Abstand zwischen den ersten und zweiten Falzwalzen 111, 113 ist. Diese Position stellt die Position maximaler Höhe der Messerkante 131 dar (siehe 6). Die Distanz zwischen der Messerkante 131 und den ersten und zweiten Falzwalzen 111, 113 in der Position maximaler Höhe kann gemäß den Eigenschaften des zu falzenden Papiers 7, insbesondere der Dickenabmessung des Papiers 7, und dem Abstand zwischen den ersten und zweiten Falzwalzen 111, 113 gesteuert werden.
  • Wenn die Messerkante 131 die Position maximaler Höhe erreicht oder im Wesentlichen erreicht, wird der Papierbogen 7 durch die ersten und zweiten Falzwalzen 111, 113 in Eingriff gebracht und in den dritten Walzenspalt 123 gezogen (siehe 7). Die ersten und zweiten Falzwalzen 111, 113 erzeugen einen Dauerfalz 7b im Papier 7 im Wesentlichen entlang der Rille 7a. Die Rille 7a hat die Wirkung, die Position des Falzes genauer zu lokalisieren und insbesondere sicherzustellen, dass der Falz senkrecht zu den entsprechenden Kanten des Bogens 7 ist.
  • Solange die Messerkante 131 mit dem Papierbogen 7 in Eingriff bleibt, wird die Position der Messerkante 131 durch das Steuersystem über Schrittmotoren mit der Drehposition der Walzen und infolgedessen der Position des Papiers 7 abgestimmt, derart dass keine relative Bewegung zwischen dem Papierbogen 7 und der Messerkante 131 im Kontaktbereich 7a stattfindet. Die Messerkante 131 bewegt sich kontinuierlich mit dem Papier 7 und stellt demnach einen dynamischen Falzprozess bereit. Dies hat die Wirkung, dass das Ausmaß des Schadens, der and er Oberfläche des Papiers 7 verursacht wird, im Vergleich zu herkömmlichen Falzmaschinen erheblich verringert wird.
  • Die Beziehung zwischen der Position der Messerkante 131 und der Drehposition der Walzen und infolgedessen der Position des Papiers 7 hängt von der Geometrie des Papierzuführwegs, der Walzen und des Messers ab.
  • Da die Position des Messers 129 durch das Steuersystem mit der Position des Papiers 7 abgestimmt wird, ist es möglich, die Papierzuführgeschwindigkeit zu ändern, ohne den Falzprozess zu beeinträchtigen. Dies bezieht das vollständige Anhalten und Neustarten des Prozesses ohne negative Beeinflussung des Ergebnisses ein. Dies ist so, da die Walzen den Papierbogen 7 während des gesamten Falzprozesses ergreifen und dadurch die Position des Papiers 7 genau steuern, und da die Messerposition mit der Position des Bogens 7 abgestimmt ist, wenn die Papierzuführgeschwindigkeit erhöht oder gesenkt wird, nimmt die Messergeschwindigkeit im Verhältnis zu oder ab.
  • Nach dem Durchtritt zwischen den ersten und zweiten Falzwalzen 111, 113 kann das Papier 7 einer Stapeleinheit zugeführt werden, und das Messer 129 wird durch Umschalten der Richtung des Messerschrittmotors und infolgedessen der Drehrichtungen des Messerantriebs 147 und des Messers 129 in seine Ausgangsposition zurückgeführt.
  • In der Ausgangsposition wartet das Messer 129 auf eine Neuaktivierung durch Erfassen von nachfolgenden Papierbögen 7 durch das Abfühlgerät 109. Die Walzen werden während des Umkehrvorgangs des Messers 129 noch weiter in ihren jeweiligen Originalrichtungen angetrieben, da sie durch einen getrennten Schrittmotor angetrieben werden.
  • Alternativerweise kann das Papier nach dem Durchtritt zwischen den ersten und zweiten Falzwalzen 111, 113 einer zweiten oder (nachfolgenden) Falzstation zugeführt werden, um einen zweiten (oder nachfolgenden) Falz 7d in der entgegengesetzten Richtung (d.h. auf der gegenüberliegenden Seite des Papiers 7) zu erzeugen. Diese Ausführungsform ist in 1a und 8 bis 11 dargestellt. Der zweite Falzprozess wird durch die zweiten und dritten Falzwalzen 113, 115 durchgeführt. Der gefalzte Papierbogen 7 wird durch den zweiten Einführmechanismus 125 in den vierten Walzenspalt 127 geführt.
  • Die Komponenten des zweiten Einführmechanismus 125 wurden zuvor beschrieben, und die Funktionsweise des zweiten Einführmechanismus 125 ist Wesentlichen übereinstimmend mit dem ersten Einführmechanismus 121. Daher konzentriert sich der Rest dieser Beschreibung auf die Funktionsweise einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung mit zwei Falzstufen unter Bezugnahme auf 8 bis 11.
  • Der Papierbogen 7 mit einem Dauerfalz 7b wird zwischen die ersten und zweiten Falzwalzen 111, 113 gezogen, und der Messerschrittmotor wird umgeschaltet, um das Messer 129 der ersten Stufe zur Ausgangsposition und das Messer 149 der zweiten Stufe über den Messerantrieb 165 in den Eingriff mit dem Papierbogen 7 anzutreiben. Das Messer 149 greift mit der Messerkante 155 entlang einer zweiten Rille 7c in das Papier 7 ein, wobei durch die zweiten und dritten Falzwalzen 113, 115 ein zweiter (oder nachfolgender) Dauerfalz 7d in der entgegengesetzten Richtung erzeugt wird. Die Messerkante 155 greift in das Papier 7 ein, derart dass im Wesentlichen keine relative Bewegung zwischen dem Papier 7 und der Messerkante 155 im Kontaktbereich 7c stattfindet.
  • Das Messer 149 dreht sich in einer Richtung im Uhrzeigersinn, angetrieben durch den Messerantrieb 165, welcher in einer Richtung gegen den Uhrzeigersinn dreht. Wenn das Messer 149 sich dreht, falzt das Papier 7 sich um die Messerkante 155 herum und wird zum vierten Walzenspalt 147 geführt, der durch die gekrümmten Oberflächen der zweiten und dritten Falzwalzen 113, 115 gebildet wird. Der Papierbogen 7 wird durch das Messer 149 im Wesentlichen gemäß dem Prinzip der Funktionsweise des zuvor beschriebenen Messers 129 geführt.
  • Die Messer 129 und 149 können eine Führungsfunktion bereitstellen. Dies wird dadurch erreicht, dass das Steuersystem das Messer aktiviert, um an oder benachbart zu der vorderen Kante in den Papierbogen 7 einzugreifen (d.h. als ob es versuchen würde, einen Falz an der vorderen Kante des Bogens anzuordnen). Das System funktioniert auf dieselbe Art und Weise, wie zuvor beschrieben, mit der Ausnahme, dass infolge der relativen Positionen der vorderen Kante des Bogens und der Messerkante 131, 155 kein Falz gebildet wird. Stattdessen führt das Messer 129, 149 die vordere Kante des Bogens einfach in den Walzenspalt 23, 27, derart dass der Bogen zwischen den Falzwalzen durchtritt, ohne einen Falz im Bogen 7 zu bilden. Wenn zum Beispiel nur ein Falz erforderlich ist, kann das Messer 129 des ersten Einführmechanismus 21 den Bogen 7, ohne einen Falz zu erzeugen, einfach durch die ersten Falzwalzen 111, 113 zum zweiten Einführmechanismus 125 führen, welcher den Bogen in den Walzenspalt 127 einführen kann, derart dass die zweiten und dritten Falzwalzen 113, 115 einen Falz im Bogen erzeugen.
  • Die Führungsflächen 133, 135, 151, 153 der Messer 129, 149 sind konkav geformt, um eine Führungsfunktion bereitzustellen, wenn der Bogen 7 sich durch den Falzmechanismus 100 bewegt. Wenn zum Beispiel die Vorrichtung verwendet wird, um einen Wickelfalz zu erzeugen (in welchem zwei Falze auf derselben Seite des Bogens 7 bereitgestellt werden), wird eine Klappe erzeugt, nachdem der erste Dauerfalz 7b im Bogen gemacht wurde. Während des Falzvorgangs der zweiten Stufe lenkt die konkave Führungsfläche 151 die Klappe zum vierten Walzenspalt 127, um sicherzustellen, dass der erste Falz 7b nicht rückgängig gemacht wird.
  • 10 stellt das Messer 129 der ersten Stufe in seiner Ausgangsposition dar, wenn die Messerkante 155 der zweiten Stufe in ihrer Position maximaler Höhe ist. Daher kann ein zweiter Papierbogen 7 durch den Falzprozess der ersten Stufe laufen, wenn der erste Papierbogen 7 durch die zweiten und dritten Falzwalzen 113, 115 am vierten Walzenspalt 127 in Eingriff gebracht wird. Wenn das Messer 129 der ersten Stufe sich von der Ausgangsposition zum Eingriff mit dem Papierbogen 7 bewegt, bewegt das Messer 149 der zweiten Stufe sich von der Position maximaler Höhe in seine Ausgangsposition.
  • Zusätzliche Falzmechanismen können in die Falzvorrichtung eingebunden werden, zum Beispiel kann die Falzvorrichtung so ausgelegt werden, dass sie drei oder vier Falzmechanismen aufweist. Im Allgemeinen kann die Erfindung jede durchführbare Anzahl von Falzmechanismen einbinden.
  • Die Falzvorrichtung kann zum Falzen von blattförmigem Material auf zahlreiche Arten und Weisen, wie beispielsweise die so genannten „Z"-Form-, „V"-Form-, „Wickel"- und „Fenster"-Falztechniken, ausgelegt werden.
  • Das Steuersystem ist mikroprozessorbasiert. In einer Ausführungsform verwendet das Steuersystem Techniken künstlicher Intelligenz, um die Maschine von Daten in Bezug auf verschiedene Falzarten einzustellen und zu betreiben, die normalerweise von der Bedienungsperson verlangt werden. Vorteilhafterweise reduziert dies den Grad an Fachkönnen, der zum Bedienen der Falzvorrichtung erforderlich ist, wodurch das Fachkönnen, das von der Bedienungsperson verlangt wird, in Übereinstimmung mit dem Fachkönnen zum Bedienen anderer Maschinen in Digitaldruckereien gebracht wird.
  • Der Betrieb der gesamten Rill- und Falzvorrichtung wird durch das Mikroprozessorsteuersystem gesteuert. Die Rill- und Falzvorrichtung arbeitet kontinuierlich. Durch die Rillelemente 19, 21 werden Rillen in Papierbögen 7 gebildet, welche dann direkt vom Rillmechanismus 1 zum Falzmechanismus 100 befördert werden. Da das Steuersystem den Falzmechanismus 100 anhält, wenn der Bogen 7 im Rillmechanismus 1 gestoppt wird, damit die Rillkomponenten 19, 21 Rillen in den Papierbögen 7 bilden können, ist ein wichtiger Aspekt der gegenwärtigen Erfindung die Fähigkeit des Falzmechanismus 100, den Falzprozess mitten im Vorgang zu unterbrechen, ohne den Falzprozess negativ zu beeinflussen oder die Qualität des Falzes, der in den Bögen 7 gebildet wird, wesentlich zu beeinträchtigen. Dieses Merkmal ermöglicht es, dass die Rill- und Falzvorrichtung kontinuierlich arbeitet, wobei das Papier 7 dem Falzmechanismus 100 direkt vom Rillmechanismus 1 zugeführt wird.
  • Es ist zu erkennen, dass Änderungen an der zuvor beschriebenen Ausführungsform vorgenommen werden können, ohne sich vom Geist der vorliegenden Erfindung zu entfernen. Zum Beispiel können Walzen so ausgelegt werden, dass sie sich in entgegengesetzten Richtung drehen, die Form des Messers kann geändert werden, und das blattförmige Material, das gefalzt wird, ist nicht auf Papier beschränkt.
  • Außerdem kann der Weg des Messers 129 (und/oder 149) von einem gekrümmten Weg zu einem linearen Weg geändert werden. Zum Beispiel kann das Messer 129 sich diagonal zu den ersten und zweiten Falzwalzen 111, 113 in irgendeinem Winkel in Bezug auf die Durchlaufrichtung des Papiers 7, wie durch Pfeil A angezeigt, bewegen. Vorzugsweise weist das Messer 129 eine Bewegungskomponente in der Bewegungsrichtung des Papierbogens 7, angezeigt durch Pfeil A, auf, die Erfindung ist jedoch nicht auf dieses Merkmal beschränkt, da das Messer 129 so ausgelegt werden kann, dass es sich vertikal in den dritten Walzenspalt 123 bewegt, wobei die erste Falzwalze 111 und die Eingabefalzwalze 117 den Papierbogen 7 synchron mit der Bewegung der Messerkante 131 zuführen.

Claims (27)

  1. Vorrichtung zum Rillen und Falzen von Bögen (7) aus flexiblen blattförmigen Materialien, die einen Rillmechanismus (1), einen Zuführmechanismus, einen Falzmechanismus (100) und ein Steuersystem zum Steuern der Vorrichtung umfasst, wobei der Zuführmechanismus so ausgelegt ist, dass er Bögen (7) vom Rillmechanismus (1) zum Falzmechanismus (100) zuführt, der Falzmechanismus (100) ein Paar von Walzen (111, 113) mit einem Walzenspalt (123), in welchen ein Bogen (7) von Material eingeführt wird, um einen Falz (7b) zu erzeugen, und einen Einführmechanismus (121) zum Einführen eines Bogens (7) in den Walzenspalt (123) umfasst, und der Einführmechanismus (121) ein Messerelement (129) mit einer Kante (131) umfasst, die so ausgelegt ist, dass sie in einen Bogen (7) entlang einer Rille eingreift und den Bogen (7) in den Walzenspalt (123) einführt, um einen Falz (7b) entlang der Rille zu erzeugen, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuersystem den Betrieb der Rill- (1), Zuführ- und Falz- (100) Mechanismen synchronisiert.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei der Zuführmechanismus so aufgebaut und ausgelegt ist, dass er die Position des blattförmigen Materials während seiner gesamten Bewegung vom Rillmechanismus zum Falzmechanismus steuert.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, wobei der Zuführmechanismus so ausgelegt ist, dass er das blattförmige Material während seiner gesamten Bewegung vom Rillmechanismus zum Falzmechanismus ergreift.
  4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend einen Sensor zum Abfühlen der Position eines Bogens, wobei der Sensor entlang des Zuführwegs zwischen dem Rillmechanismus und dem Falzmechanismus positioniert ist.
  5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend einen Codierer zum Bestimmen der Position des Bogens gemäß der Drehung der Walzen.
  6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Steuersystem Mittel zum Abfühlen des blattförmigen Materials in wenigstens einer Position entlang seines Zuführwegs und Mittel zum Bestimmen der momentanen Position des blattförmigen Materials, wenn es entlang des Zuführwegs befördert wird, umfasst.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 6, in welcher das Steuersystem so aufgebaut und ausgelegt ist, dass es den Betrieb der Rill- und Falzmechanismen gemäß der bestimmten Position des blattförmigen Materials steuert.
  8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Rillmechanismus ein Paar von Rillelementen umfasst, und wenigstens eines der Elemente zum anderen Element hin bewegbar ist, um eine Rille in einem Bogen zu erzeugen, der sich zwischen den Elementen befindet.
  9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend ein Paar von Eingabewalzen zum Zuführen von Bögen aus flexiblem Material zum Rillmechanismus.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 9, umfassend einen Codierer, der so aufgebaut und ausgelegt ist, dass er ein Ausgangssignal erzeugt, das die Drehposition wenigstens einer der Eingabewalzen anzeigt.
  11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das blattförmige Material während des gesamten Rillprozesses durch Walzen ergriffen wird.
  12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das blattförmige Material während des gesamten Falzprozesses durch Walzen ergriffen wird, um die Position des blattförmigen Materials genau zu steuern.
  13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Einführmechanismus so aufgebaut und ausgelegt ist, dass er den Bogen in den Walzenspalt einführt, während der Bogen durch den Zuführmechanismus reibschlüssig in Eingriff gebracht ist.
  14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Einführmechanismus so aufgebaut und ausgelegt ist, dass während des Einführvorgangs im Wesentlichen keine relative Bewegung zwischen der Messerkante und dem Bereich, in dem sie den Bogen berührt, stattfindet.
  15. Vorrichtung nach Anspruch 14, wobei die Position der Messerkante mit der Drehposition der Falzwalzen und infolgedessen mit der Position des Bogens abgestimmt ist.
  16. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Messerelement sich in einer Richtung mit einer Bewegungskomponente in der Zuführrichtung des blattförmigen Materials bewegt.
  17. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend einen ersten Falzmechanismus zum Erzeugen von Falzen in einer ersten Richtung und einen zweiten Falzmechanismus zum Erzeugen von Falzen in einer zweiten Richtung, welcher so aufgebaut und ausgelegt ist, dass er einen Bogen empfängt, der ihm vom ersten Falzmechanismus zugeführt wird.
  18. Verfahren zum Rillen und Falzen von Bögen (7) aus flexiblen blattförmigen Materialien, das die folgenden Schritte umfasst: Zuführen eines Bogens zu einem Rillmechanismus (1); Bilden wenigstens einer Rille im Bogen (7) mit dem Rillmechanismus (1); Zuführen des Bogens zu einem Falzmechanismus (100) mit einem Paar von Falzwalzen (111, 113), welche einen Walzenspalt (123) bilden, und einem Einführmechanismus (121), wobei der Einführmechanismus (121) ein Messerelement (129) aufweist, das eine Messerkante (131) umfasst; Bewegen des Messerelements (129) derart, dass die Messerkante (131) in den Bogen (7) entlang der Rille eingreift und den Bogen (7) in den Walzenspalt (123) einführt, und Falzen des blattförmigen Materials entlang der Rille mit den Falzwalzen (111, 113), dadurch gekennzeichnet, dass der Betrieb der Rill- (1), Zuführ- und Falz- (100) Mechanismen durch ein Steuersystem synchronisiert wird.
  19. Verfahren nach Anspruch 18, umfassend den zusätzlichen Schritt des Ergreifens des Bogens durch Walzen während des gesamten Rill- und Falzprozesses.
  20. Verfahren nach Anspruch 18 oder 19, umfassend den zusätzlichen Schritt des Erfassens des Bogens durch einen ersten Sensor in einer bekannten Position.
  21. Verfahren nach Anspruch 20, umfassend den zusätzlichen Schritt des Bestimmens der Position des Bogens innerhalb des Rillmechanismus gemäß der Distanz, die der Bogen in Bezug auf die bekannte Position zugeführt wurde.
  22. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 bis 21, umfassend den zusätzlichen Schritt des Steuerns der Betätigung des Rillmechanismus gemäß der Position des blattförmigen Materials innerhalb der Rillvorrichtung.
  23. Verfahren nach einem der Ansprühe 18 bis 22, wobei der Bogen steuerbar vom Rillmechanismus zum Falzmechanismus zugeführt wird.
  24. Verfahren nach einem der Ansprühe 18 bis 23, wobei keine wesentliche relative Bewegung zwischen der Messerkante und dem Bogen im Kontaktbereich während der Einführung des Bogens in den Falzmechanismus stattfindet.
  25. Verfahren nach einem der Ansprühe 18 bis 24, umfassend den zusätzlichen Schritt des Erfassens des Bogens durch einen zweiten Sensor in einer zweiten bekannten Position.
  26. Verfahren nach Anspruch 25, umfassend den zusätzlichen Schritt des Bestimmens der Position des Bogens innerhalb der Falzvorrichtung gemäß der Distanz, welche der Bogen in Bezug auf die zweite bekannte Position zugeführt wurde.
  27. Verfahren nach einem der Ansprühe 18 bis 26, umfassend den zusätzlichen Schritt des Steuerns der Betätigung des Einführmechanismus gemäß der Position des blattförmigen Materials innerhalb der Falzvorrichtung.
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