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TECHNISCHES GEBIET
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Die
vorliegende Erfindung betrifft neuartige Expressionsvektoren, die
exogene "Ziel"- bzw. "Target"-Proteine effizient auf einer mikrobiellen
Zelloberfläche
produzieren können
und die das Protein der äußeren Zellmembran
("cell outer membrane
protein") (pgsBCA),
das an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, das von einem Bacillus sp.-Stamm abgeleitet ist,
nutzen. Zusätzlich
betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Exprimieren
eines exogenen "Ziel"-Proteins auf einer
mikrobiellen Zelloberfläche
durch Ausnutzen des Proteins der äußeren Zellmembran (pgsBCA),
das an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, das von einem Bacillus sp.-Stamm abgeleitet ist.
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WISSENSCHAFTLICHER HINTERGRUND
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Vor
kurzem ist die Verwendung der Oberflächenexpression zum Produzieren
wertvoller exogener Proteine auf Zelloberflächen mit Bakteriophagen, Bakterien
und Hefe zum Zweck des Schaffens neuer Vakzine, des Screenens bzw.
Durchmusterns verschiedener Arten von Antigenen und Antikörpern und
zum Fixieren nützlicher
Enzyme auf Zelloberflächen
versucht worden.
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Die
Idee des Exprimierens exogener Proteine auf einer Zelloberfläche war
ursprünglich,
antigene Regionen von Peptiden, insbesondere zur großtechnischen
stabilen Expression von Vakzinen, zu produzieren. Gegenwärtig werden
pathogene Bakterien zufällig
mutiert, um Vakzine zu produzieren, und durchmustert, um Bakterien
mit beständigen
und stabilen Titern zu sammeln. Unglücklicherweise geht jedoch die
enzymatische Aktivität
nach oraler Verabreichung an Menschen und Tiere ausnahmslos verloren.
Deshalb sind etliche Studien durchgeführt worden, um dieses Problem
zu überwinden.
Normalerweise wird ein Zelloberflächenprotein eines Gram-negativen
Bakteriums ausgewählt,
und sein Gen wird mit einem antigenen Protein ligiert, welches dann
in geeignete Wirtszellen eingeführt
wird, so dass Fusionsproteine effizient auf der Zelloberfläche produziert
werden. Das rekombinante Protein, das durch dieses Verfahren hergestellt
wird, kann ein wirksames Antigen sein, weil es auf die Zelloberfläche hinausgestreckt
bzw. vorgeschoben ("protruded") wird. Es ist insbesondere
berichtet worden, dass Gram-negative Bakterien zur Produktion am
geeignetsten sind, da die Lipopolysaccharide (LPS) in der äußeren Zellmembran
die Antigenität
der Proteine, die auf der Zelloberfläche exprimiert werden, verstärken.
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Um
exogene Proteine auf einer Zelloberfläche zu exprimieren, ist das
Vorhandensein eines Sekretionssignals innerhalb der Primärsequenz
erforderlich, da dieses die biosynthetisierten Zellproteine durch
die Zellmembran führt.
Daneben muss das rekombinante Protein bei Gram-negativen Bakterien
auch durch die innere Zellmembran und den Raum zwischen den Zellmembranen
treten, an der äußeren Zellmembran
eingefügt
und angeheftet und schließlich
stabil auf die Außenseite
der Zellmembran hinausgestreckt bzw. vorgeschoben werden.
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Praktischerweise
gibt es bestimmte Proteine, die solch ein Sekretionssignal und solch
ein Targetierungssignal ("targeting
signal") umfassen
und stabil auf die Zelloberfläche
hinausgestreckt werden, beispielsweise Zelloberflächenproteine,
spezifische Enzyme und Toxinproteine. Exogene Proteine als solche
können erfolgreich
auf einer Bakterienoberfläche
exprimiert werden, wenn diese Sekretions- und Targetierungssignale mit
einem geeigneten Promotor verbunden sind.
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Im
Allgemeinen können
die Zelloberflächenproteine,
die zur Oberflächenexpression
von Fremdproteinen ausgewählt
werden, grundsätzlich
in 4 Arten unterteilt werden, ein Protein der äußeren Zellmembran, Lipoprotein,
Sekretionsprotein und Zelloberflächen-Organprotein
("cell surface organ
protein"). Bis jetzt
sind die Oberflächenproteine,
die in Gram-negativen Bakterien vorhanden sind, beispielsweise LamB,
PhoE und OmpA, hauptsächlich
eingesetzt worden, um nützliche
Fremdproteine zu produzieren. Jedoch stellen diese Proteine strukturelle
Beschränkungen
hinsichtlich der Größe der inserierbaren
Proteine, die in die auf die Zelloberfläche hinausgestreckte Schleife
inseriert werden, dar. Da die C- und N-Termini der inserierten exogenen Proteine
stereochemisch eng benachbart ("close") sein sollten, können verbundene
Peptide ligiert werden, um den Abstand zwischen den zwei Termini
zu verringern, wenn sie voneinander entfernt sind ("distant").
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Konkret
gesagt, falls LamB und PhoE verwendet werden, um ein exogenes Polypeptid,
das aus mehr als 50–60
Aminosäuren
besteht, zu inserieren, werden strukturelle Beschränkungen
heraufbeschworen, die die Schaffung eines stabilen Proteins auf
der Zellmembran verhindern (Charbit et al., J. Immunol., 139: 1658–1664, 1987;
Agterberg et al., Vaccine, 8: 85–91, 1990). Obwohl OmpA eingesetzt
werden kann, um exogene Proteine in die hinausgestreckte bzw. hervorgeschobene
Schleife einzuführen,
kann aufgrund der strukturellen Beschränkung tatsächlich nur ein partielles Fragment
von OmpA, das ein Minimal-Targetierungssignal enthält, hinzugefügt werden. β-Lactamase
ist auf einer Zelloberfläche
durch Verknüpfen
des OmpA-Targetierungssignals
mit dem C-Terminus exprimiert worden.
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Vor
kurzem wurde herausgefunden, dass das Ice-Nucleations-Protein ("ice-nucleation protein") (INP), das von
Pseudomonas sp. abgeleitet ist, eine äußere Zellmembran von Gram-negativen Bakterien
ist, und es wurde zur Oberflächenexpression
eingesetzt (Jung et al., Nat. Biotechnol., 16: 576–560, 1998;
Jung et al., Enzyme Microb. Technol., 22(5): 348–354, 1998; Lee et al., Nat.
Biotechnol., 18: 645–648,
2000). Jung und Kollegen exprimierten Levansucrase aufeiner Zelloberfläche, wobei
sie das Ice-Nucleations-Protein, bestehend aus dem N-Terminus, der
zentralen repetitiven Region und dem C-Terminus, verwendeten und
wobei sie das Levansucrase-Gen mit dem C-Terminus ligierten bzw.
verbanden, während
sie auch Carboxymethylcellulase unter Verwendung des Ice-Nucleations-Proteins,
bestehend aus dem N-Terminus, der deletierten zentralen repetitiven
Region und dem C-Terminus, und Fusionieren des Gens mit dem C-Terminus
exprimierten, um die jeweiligen Enzymaktivitäten zu untersuchen. Zusätzlich dazu
verwendeten Lee und Kollegen das Ice-Nucleations-Protein, das gerade
den N-Terminus oder den N-Terminus und den C-Terminus, ligiert mit
dem Hepatitis-B-Virus-Oberflächen-Antigen und dem Hepatitis-C-Virus-Kern-Antigen
an jedem Terminus umfasst, zur Expression auf der Zelloberfläche eines
Escherichia coli- oder Salmonella typhi Ty21a-Stammes, dann bestätigten sie,
dass diese Proteine für
komplexe Lebendimpfstoffe ("complex
live vaccines")
wirksam waren.
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Lipoproteine
sind auch als ein Oberflächenprotein
zur Oberflächenexpression
eingesetzt worden. Insbesondere können E. coli-Lipoproteine auf
der Basis des Sekretionssignals am N-Terminus durch die innere Zellmembran
wandern und sie enthalten L-Cystein an dem Terminus, der direkt
mit der äußeren Zellmembran oder
inneren Zellmembran verbunden ist. Ein bedeutendes Lipoprotein,
Lpp, ist mit der äußeren Zellmembran am
N-Terminus und mit Peptidoglycan (PG) am C-Terminus assoziiert.
Daher können
exogene Proteine stabil auf der Zelloberfläche der äußeren Zellmembran exprimiert
werden, wenn Lpp mit dem OmpA-Fragment des Proteins der äußeren Zellmembran
verbunden wird (Francisco et al., Proc. Natl. Acad. Sci. USA, 489: 2713–2717, 1992).
Diese Eigenschaft ist auch bei einem weiteren Lipoprotein, TraT,
verwendet worden, um Fremdproteine, z.B. das C3-Epitop des Poliovirus,
auf einer Zelloberfläche
zu exprimieren (Felici et al., J. Mol. Biol., 222: 301–310, 1991).
Darüber
hinaus ist das Peptidoglycan-assoziierte Lipoprotein (PAL) ausgewählt worden,
um rekombinante Antigene durch Oberflächenexpression zu produzieren,
obwohl es hinsichtlich seiner genauen Funktion noch nicht aufgeklärt bzw.
erforscht wurde (Fuchs et al., Bio/Technology, 9: 1369–1372, 1991).
In diesem Fall ist der C-Terminus von PAL mit der Zellwand und der
N-Terminus mit dem rekombinanten Antikörper ligiert bzw. verbunden,
um ein Fusionsprotein auf der Zelloberfläche zu exprimieren.
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Obwohl
mittlerweile sogar Sekretionsproteine, die die äußere Zellmembran passieren
können,
als ein Oberflächenprotein
verwendet werden können,
ist dies bei Gram-negativen Bakterien noch nicht entwickelt worden,
und nur wenige Arten von Sekretionsproteinen können den Durchtritt durch die äußere Zellmembran in
der Gegenwart spezifischer Proteine, die am Sekretionsmechanismus
beteiligt sind, unterstützen.
Beispielsweise wird Klebsiella sp. Pullulanase als ein Lipoprotein
vollständig
in ein Zellkulturmedium sekretiert, nachdem sein N-Terminus mit einer
Lipidsubstanz substituiert und an die äußere Zellmembran angeheftet
wurde. Kornacker und Kollegen exprimierten β-Lactamase auf einer Zelloberfläche, wenn
sie das N-Terminus-Fragment von Pullulanase verwendeten, jedoch
wurde das resultierende Fusionsprotein Pullulanase-β-lactamase unverzüglich auf
der Zelloberfläche
angeheftet, trennte sich dann unglücklicherweise ins Zellkulturmedium
ab. Dieses Verfahren ist außerdem
auch ausgenutzt worden, um alkalische Phosphatase, ein Protein des
periplasmatischen Raums, zu produzieren, jedoch wird das rekombinante
Protein nicht stabil exprimiert, da wenigstens 14 Proteine für die Sekretion
erforderlich sind (Kornacker et al., Mol. Microl., 4: 1101–1109, 1990).
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Darüber hinaus
hat IgA-Protease, die von der pathogenen Mikrobe Neisseria sp. abgeleitet
ist, ein spezifisches Sekretionssystem mit einem Fragmentsignal
("fragment signal"), das am C-Terminus
vorhanden ist, welches bewirkt, dass die Protease, die am N-Terminus
vorhanden ist, stabil an die äußere Zellmembran
angeheftet wird. Sobald sie an der äußeren Zellmembran ankommt und
auf der Zelloberfläche
hervortritt, wird die Protease auf der Basis ihrer hydrolytischen
Fähigkeit
in das Zellkulturmedium sekretiert. Klauser und Kollegen exprimierten
beständig
die B-Untereinheit des Choleratoxins mit einem Molekulargewicht
von etwa 12 kDa auf einer Zelloberfläche unter Verwendung dieses
IgA-Protease-Fragments (Klauser et al., EMBO J., 9: 1991–1999, 1990).
Jedoch wurde die Sekretion des fusionierten Proteins durch die Proteinfaltung,
die während des
Sekretionsvorgangs im Zellmembranraum induziert wurde, inhibiert.
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Außerdem bestehen,
im Fall von Gram-negativen Bakterien, die Zell-Unterorgane ("cell suborgans"), die auf der Zelloberfläche vorhanden
und zur Oberflächenexpression
verwendbar sind, aus Geißeln,
Pili und Fimbrien etc. Genauer gesagt, sind die B-Untereinheit des
Choleratoxins und Peptide, die vom Hepatitis-B-Virus abgeleitet
sind, beständig
unter Verwendung von Flagellin als einer Untereinheit, aus denen
Geißeln
bestehen, exprimiert und als stark mit ihren Antikörpern bindend
identifiziert worden (Newton et al., Science, 244: 70–72, 1989).
Dann ist Fimbrin, eine Untereinheit, bestehend aus fadenartigen
Fimbrien auf der Zelloberfläche,
eingesetzt worden, um exogene Peptide zu exprimieren, jedoch sind
nur kleine Peptide erfolgreich produziert worden (Hedegaard et al.,
Gene, 85: 115–124,
1989).
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Obwohl
die Oberflächenproteine
von Gram-negativen Bakterien auch schon verwendet worden sind, um
Oberflächenexpression
durchzuführen,
sind kürzlich
auch die Oberflächenproteine
von Gram-positiven Bakterien zur Oberflächenexpression verwendet worden
(Samuelson et al., J. Bacteriol., 177: 1470–1476, 1995). Jedoch werden
sogar in diesem Fall ein Sekretionssignal zum Durchtritt durch die
innere Zellmembran und Träger
zur Oberflächenexpression
und zur Anheftung auf der Zellmembran benötigt. In der Tat sind das Sekretionssignal
der Lipase, abgeleitet von Staphylococcus hyicus, und der Membran-Anhaftungsträger ("membrane attachment
carrier") von Protein
A, abgeleitet von Staphylococcus aureus, eingesetzt worden, um ein
Malaria-Blutstadium-Antigen ("malaria
blood stage antigen"),
bestehend aus 80 Aminosäuren,
und Albumin-Anheftungsprotein, abgeleitet von Streptococcus-Protein
G, zu produzieren und die resultierenden Proteine effizient auf
der Zelloberfläche
zu exprimieren.
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Da
sich viele Untersuchungen, wie es oben beschrieben ist, bereits
stark auf Oberflächenexpression mit
Gram-negativen Bakterien und Gram-positiven Bakterien konzentriert
haben, ist bereits eine Anzahl von Expressionssystemen zur Produktion
wertvoller Proteine entwickelt und für Patentanmeldungen eingereicht worden,
insbesondere in den USA, Europa und Japan. Im Detail haben 5 Patentfälle die
Verwendung von Proteinen der äußeren Zellmembran
von Gram-negativen Bakterien offenbart (WO 9504069, WO 9324636,
WO 9310214,
EP 603672 ,
US 5356797 ), eine Patentanmeldung
berichtete über
die Verwendung von Pili als einem Zelloberflächen-Organell (WO 9410330),
und ein Fall verwendet ein Zelloberflächen-Lipoprotein (WO 9504079).
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Wie
es oben dargelegt ist, müssen
zum Exprimieren exogener Proteine auf einer Zelloberfläche unter Verwendung
eines Proteins der äußeren Zellmembran
das geeignete Protein der inneren Zellmembran und das exogene Protein
auf einem Genlevel verknüpft
sein, zur Biosynthese angeregt und auf der äußeren Zellmembran, nachdem
sie die innere Zellmembran stabil passiert haben, beibehalten werden.
Um dieses Verfahren zu bewerkstelligen, sollte eine innere Zellmembran,
die die folgenden Erfordernisse befriedigt, ausgewählt werden,
dann auf den Träger
zur Oberflächenexpression
angewandt werden: Vor allem das Vorhandensein eines Sekretionssignals
zum Durchtritt durch die innere Zellmembran, zweitens das Vorhandensein
eines Targetierungssignals zur stabilen Anheftung an der äußeren Zellmembran,
drittens massive Expression auf der Zelloberfläche und viertens stabile Expression
des Proteins, ungeachtet seiner Größe.
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Jedoch
sind Träger
zur Oberflächenexpression,
die alle diese Erfordernisse erfüllen,
noch nicht entwickelt worden. Gegenwärtig ist nur den folgenden
Nachteilen abgeholfen worden.
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Auf
der Basis eines solchen Hintergrunds untersuchten die Erfinder der
vorliegenden Erfindung die Anwendung eines Poly-γ-glutamat-Synthase-Gens (pgsBCA),
das von einem Bacillus sp.-Stamm abgeleitet ist, als einen neuartigen
Träger
zur Oberflächenexpression.
Als ein Ergebnis wurde ein neuartiger Expressionsdurchlass ("expression vent") oder ein neuartiges
pgsBCA-enthaltendes Gen, das exogene Proteine effizient auf mikrobiellen
Oberflächen
produzieren kann, zusammen mit einem Verfahren zum erfolgreichen
Exprimieren exogener Proteine auf mikrobiellen Oberflächen in
einem großen
Maßstab,
entwickelt.
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OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
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Gegenstand
der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zum Produzieren
exogener "Ziel"-Proteine auf einer
mikrobiellen Zelloberfläche
bereitzustellen.
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Genauer
gesagt, wurde in der vorliegenden Erfindung ein neuer Oberflächenexpressionsträger, der Fremdproteine
auf den Oberflächen
von Gram-negativen und Gram-positiven Mikroben in einem großen Maßstab exprimieren
kann, aus den Proteinen der äußeren Zellmembran,
die an der Synthese von Poly-γ-glutamat beteiligt
sind, aus einem Bacillus sp.-Stamm
ausgewählt.
Dann wurde unter Verwendung dieses Gens ein Oberflächenexpressionsvektor,
der exogene "Ziel"-Proteine oder Peptide
auf mikrobiellen Zelloberflächen
exprimieren kann, konstruiert und in verschiedene Arten von Wirtszellen
transformiert, um Zelltranformanten ("cell transformants") zur Oberflächenexpression zu sammeln.
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Um
die Ziele der vorliegenden Erfindung zu erreichen, wird ein Oberflächenexpressionsvektor
vorgestellt, der ein oder mehrere Gene, die für einen Poly-γ-glutamat-Synthetase-Komplex kodieren,
ausgewählt aus
pgsB, pgsC und pgsA, enthält.
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Genauer
gesagt, stellt die vorliegende Erfindung einen Expressionsvektor
zur Produktion eines Zielproteins auf einer mikrobiellen Zelloberfläche, der
ein oder mehr als zwei Gene, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend
aus pgsB, pgsC und pgsA, das bzw. die für einen Poly-γ- glutamat-Synthetase-Komplex
kodiert (kodieren), und ein Gen, das für ein Zielprotein kodiert,
enthält,
vor. Weiterhin stellt die vorliegende Erfindung einen Oberflächenexpressionsvektor
zum Produzieren eines Zielproteins auf einer mikrobiellen Zelloberfläche vor,
worin die pgsB-, pgsC- und pgsA-Gene Nucleotidsequenzen enthalten,
die 80% homolog zu jenen in SEQ ID NO: 1, SEQ ID NO: 2 bzw. SEQ
ID NO: 3 sind.
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Weiterhin
wird eine Zelltransformante vorgestellt, die unter Verwendung der
oben genannten Expressionsvektoren transformiert ist.
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Schließlich stellt
die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Exprimieren eines Zielproteins
auf einer mikrobiellen Zelloberfläche von Gram-negativen oder
Gram-positiven Wirtszellen bereit, wobei das Verfahren umfasst:
Kultivieren
Gram-negativer oder Gram-positiver Bakterien, die mit den oben genannten
Expressionsvektoren transformiert sind.
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KURZBESCHREIBUNG
DER FIGUREN
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Das
oben genannte und andere Ziele, Eigenschaften und Vorteile der vorliegenden
Erfindung werden aufgrund der folgenden detaillierten Beschreibung
besser verstanden werden, wenn diese in Verbindung mit den begleitenden
Figuren betrachtet wird, wobei:
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1 die
Restriktionskarten des Oberflächenexpressionsvektors
pGNBCA und des rekombinanten Expressionsvektors pGNBCA-HB168, die
Gram-negative Bakterien als die Wirtszelle in der vorliegenden Erfindung
verwenden, darstellt.
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2 die
Oberflächenexpression
des Hepatitis-B-Virus-Oberflächenantigenproteins
in einem Gram-negativen Bakterium, das mit dem rekombinanten Expressionsvektor
pGNBCA-HB168 der
vorliegenden Erfindung transformiert wurde, auf der Basis des Durchführens von
Western-Blotting und fluoreszenzaktivierten Zellsortierungs-Assays
("fluorescence-activated
cell sorting assays")
darstellt.
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3 die
Restriktionskarten des Oberflächenexpressionsvektors
pGNCA und des rekombinanten Expressionsvektors pGNCA-HB168 der vorliegenden
Erfindung darstellt.
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4 die
Oberflächenexpression
des Hepatitis-B-Virus-Oberfächenantigenproteins
in einem Gram-negativen Bakterium, das mit den rekombinanten Oberflächenexpressionsvektoren
pGNCA-HB168:A2, pGNA-HB168:A3 und pGNHB-A:A4 der vorliegenden Erfindung
transformiert wurde, auf der Basis der Durchführung von Western-Blotting
und fluoreszenzaktivierten Zellsortierungs-Assays darstellt.
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5 die
Restriktionskarten des Oberflächenexpressionsvektors
pGNA und des rekombinanten Expressionsvektors pGNA-HB168 der vorliegenden
Erfindung darstellt.
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6 die
Restriktionskarten des Oberflächenexpressionsvektors
pGNCA2 und des rekombinanten Expressionsvektors pGNHB-A der vorliegenden
Erfindung darstellt.
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7 die
Restriktionskarten des Oberflächenexpressionsvektors
pGNC und des rekombinanten Expressionsvektors pGNC-PreS1 der vorliegenden
Erfindung darstellt.
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8 das
Oberflächenexpressionsmuster
des Hepatitis B-Virus-Oberflächenantigenproteins
PreS1 in einem Gram-negativen Bakterium, das unter Verwendung des
rekombinanten Oberflächenexpressionsvektors pGNC-PreS1
der vorliegenden Erfindung transformiert wurde, auf der Basis der
Durchführung
eines Western-Blotting-Assays darstellt.
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9 die
Restriktionskarten des Oberflächenexpressionsvektors
pHCE1LB:BCA und des rekombinanten Expressionsvektors pHCE1LB:BCA-HB168
der vorliegenden Erfindung darstellt.
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10 das
Oberflächenexpressionsmuster
der Hepatitis B-Virus-Oberflächenantigendeterminante
in einem Gram-negativen Bakterium, das unter Verwendung des rekombinanten
Oberflächenexpressionsvektors pHCE1LB:BCA-HB168
der vorliegenden Erfindung transformiert wurde, auf der Basis der
Durchführung
von Western-Blotting und fluoreszenzaktivierten Zellsortierungs-Assays
darstellt.
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11 die
Lebendimpfstoff-Wirksamkeit eines Gram-negativen Bakteriums, das
unter Verwendung des rekombinanten Expressionsvektors pHCE1LB:BCA-HB168
der vorliegenden Erfindung transformiert wurde, darstellt.
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12 die
Oberflächenexpression
der Hepatitis B-Virus-Oberflächenantigendeterminante
in einem Gram-positiven Bakterium, das unter Verwendung des rekombinanten
Expressionsvektors pHCE1LB:BCA-HB168 der vorliegenden Erfindung
transformiert wurde, auf der Basis der Durchführung von Western-Blotting
und fluoreszenzaktivierten Zellsortierungs-Assays darstellt.
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13 die
Lebendimpfstoff-Wirksamkeit eines Gram-positiven Bakteriums, das
unter Verwendung des rekombinanten Expressionsvektors pHCE1LB:BCA-HB168
der vorliegenden Erfindung transformiert wurde, darstellt.
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14 die
Restriktionskarten des Oberflächenexpressionsvektors
pHE1LB:A und der rekombinanten Expressionsvektoren pHCE1LB:A-TGEN1
und pHCE1LB:A-PEDN der vorliegenden Erfindung darstellt.
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15 das
Oberflächenexpressionsmuster
des TGE-Virusproteins N, hergestellt von Gram-negativen (Escherichia
coli) und Gram-positiven Bakterien, die unter Verwendung des rekombinanten
Oberflächenexpressionsvektors
pHCE1LB:A-TGEN1 der vorliegenden Erfindung transformiert wurden,
auf der Basis der Durchführung
eines Western-Blotting-Assays darstellt.
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16 das
Oberflächenexpressionsmuster
des PED-Virusproteins N, hergestellt von Gram-negativen und Gram-positiven
Bakterien, die unter Verwendung des rekombinanten Expressionsvektors pHCE1LB:A-PEDN
der vorliegenden Erfindung transformiert wurden, auf der Basis der
Durchführung
eines Western-Blotting-Assays darstellt.
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17 die
Lebendimpfstoff-Wirksamkeit eines Gram-positiven Bakteriums, das
unter Verwendung der rekombinanten Expressionsvektoren pHCE1LB:A-TGEN1
und pHCE1LB:A-PEDN
der vorliegenden Erfindung transformiert wurde, darstellt.
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18 die
Restriktionskarten des Oberflächenexpressionsvektors
pHCE1LB:A und der rekombinanten Expressionsvektoren pHCE1LB:A-PreS1
und pHCE1LB:A-PreS2 der vorliegenden Erfindung darstellt.
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19 die
Restriktionskarten des Oberflächenexpressionsvektors
pHCE1LB:A und der rekombinanten Expressionsvektoren pHCE1LB:A-PreS1:PreS2
und PHCE1LB:A-L der vorliegenden Erfindung darstellt.
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20 das
Oberflächenexpressionsmuster
von Hepatitis B-Virus-PreS1 und -PreS1:PreS2, produziert von einem
Gram-negativen Bakterium, das unter Verwendung der rekombinanten
Expressionsvektoren pHCE1LB:A-PreS1 bzw. pHCE1LB:A-PreS1:PreS2 der
vorliegenden Erfindung transformiert wurde und das Oberflächenexpressionsmuster
des Hepatitis B-Virusproteins L, hergestellt von einem Gram-negativen
Bakterium, das unter Verwendung des rekombinanten Expressionsvektors
pHCE1LB:A-L der vorliegenden Erfindung transformiert wurde, auf
der Basis der Durchführung
eines Western-Blotting-Assays darstellt.
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21 die
Restriktionskarten des Oberflächenexpressionsvektors
pHCE1LB:A-TNF-α der
vorliegenden Erfindung darstellt.
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22 die
Restriktionskarten des rekombinanten Expressionsvektors pGNA-Lipase
der vorliegenden Erfindung und Lipase-Aktivität, die auf der Zelloberfläche eines
Gram-negativen Bakteriums,
das unter Verwendung des rekombinanten Expressionsvektors pGNA-Lipase transformiert
wurde, darstellt.
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23 die
Restriktionskarten des rekombinanten Expressionsvektors pGNA-Amidase
der vorliegenden Erfindung und Amidase-Aktivität, die auf der Zelloberfläche eines
Gram-negativen Bakteriums,
das unter Verwendung des rekombinanten Expressionsvektors pGNA-Amidase transformiert
wurde, exprimiert wurde, darstellt.
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BESTE WEISE
ZUR AUSFÜHRUNG
DER ERFINDUNG
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Im
Nachstehenden wird die vorliegende Erfindung deutlicher beschrieben.
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Das
Protein, das vom pgsBCA-Gen kodiert wird, ist ein äußeres Zellprotein
("cell outer protein"), das in Bacillus
sp.-Stämmen
vorhanden ist, und seine Polymersubstanz ist essbar, löslich, anionisch,
biologisch abbaubar, wobei es an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist und von Bacillus subtilis (IFO3336; Natto. Biochem.
Biophys. Research Comm., 263, 6–12,
199), Bacillus licheniformis (ATCC 9945; Biotech. Bioeng., 4, 430–437, 1998)
und Bacillus anthracis (J. Bacteriol., 171, 722–730, 1989) etc. produziert
wird.
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Aus
dem Natto-Stamm (Bacillus subtilis IFO3336) wurde ein Zellmembranprotein
(pgsBCA) abgetrennt, das aus einer Gesamtzahl von 922 Aminosäuren, genauer,
393 Aminosäuren,
in pgsB, 149 Aminosäuren
in pgsC und 380 Aminosäuren
in pgsA, zusammengesetzt war. Ashiuchi et al. berichteten über die
Klonierung des vom Bacillus natto-Stamm abgeleiteten Poly-γ-glutamat-Synthetase-Gens,
seine Transformation in Escherichia coli und seine Synthese (Ashiuchi
et al., Biochem. Biophys. Research Comm, 263: 6–12, 1999).
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Trotzdem
sind die Funktionen des pgsBCA-Proteins, das den Poly-γ-Glutamat-Synthetase-Komplex umfasst,
noch nicht im Detail aufgeklärt
worden. Unter den Proteinen, die den Enzymkomplex bilden, ist wenigstens
pgsB ein Amidligase-System und interagiert mit der Zellmembran oder
der Zellwand an einer spezifischen Aminosäure im Endterminus von pgsB.
pgsA hat eine hydrophile Aminosäuresequenz,
die für
den N-Terminus spezifisch ist und einen C-Terminus, der anscheinend
als ein Sekretionssignal, Targetierungssignal und Anheftungssignal
in Verbindung mit pgsB zum Durchtritt durch die innere Zellmembran
funktioniert.
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Die
gegenwärtigen
Erfinder haben aufgezeigt, dass das Protein der äußeren Zellmembran, das an der Synthese
von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, vorteilhaft ist als ein Oberflächenexpressions-Träger und
exogene Proteine auf einer Zelloberfläche auf der Basis der Struktur
und der Eigenschaften seiner primären Aminosäuresequenz exprimieren kann.
Es gibt konkret verschiedene Vorteile. Erstens kann das Protein
der äußeren Zellmembran,
das an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, in großem
Maßstab
zur Synthese von Poly-γ-glutamat
und zur extrazellulären
Sekretion exprimiert werden; zweitens kann das Protein der äußeren Zellmembran,
das auf der Zelloberfläche
exprimiert wird, das an der Synthese von Poly-γ-glutamat beteiligt ist, während der
restlichen Zeitdauer des Zellzyklus stabil erhalten werden; drittens
wird das Protein der äußeren Zellmembran
strukturell auf der Zelloberfläche
hinausgestreckt bzw. hervorgeschoben, insbesondere im Fall von pgsA;
viertens stammt das Protein der äußeren Zellmembran
(pgsBCA), das an der Synthese von Poly-γ-glutamat beteiligt ist, von
der Zelloberfläche
eines Gram-positiven Bakteriums und kann auf der Zelloberfläche von
entweder einem Gram-positiven oder einem Gram-negativen Bakterium
exprimiert werden.
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Die
vorliegende Erfindung stellt rekombinante Expressionsvektoren, die
zur Expression exogener Proteine auf einer Zelloberfläche durch
Ausnutzen der Eigenschaft der äußeren Zellmembran,
an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt zu sein, verwendbar sind, bereit. Genauer gesagt, sind
die Oberflächenexpressionsvektoren
der vorliegenden Erfindung so entworfen, dass sie ein Sekretionssignal
und ein Targetierungssignal in der Primärsequenz des Proteins der äußeren Zellmembran
(pgsBCA), das an der Synthese von Poly-γ-glutamat beteiligt ist, enthalten.
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Weiterhin
stellt die Erfindung ein Verfahren zum Exprimieren exogener Proteine
auf der mikrobiellen Oberfläche
von sowohl Gram-negativen als auch Gram-positiven Bakterien bereit,
wobei der Oberflächenexpressionsvektor
verwendet wird, der auf der Ausnutzung der Merkmale des Proteins
der äußeren Zellmembran,
das an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, basiert. Genauer gesagt, kann das erfindungsgemäße Verfahren
zum Herstellen exogener Proteine bestimmte Verfahren, z.B. Ultraschallbehandlung
von Zellen oder Proteinaufreinigung, weglassen, da exogene Proteine
auf der Zelloberfläche
exprimiert werden, wobei das Protein der äußeren Zellmembran, das an der
Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, verwendet wird.
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Deshalb
stellt die vorliegende Erfindung verschiedene Verwendungen für exogene
Proteine, die durch das Oberflächenexpressionsverfahren
hergestellt werden, bereit. Genauer gesagt, ist das vorgeschlagene Verfahren
wirksam zum Produzieren von Antigenen und Antikörpern, Peptidbibliotheken zum
Durchmustern auf Antigene, Anheftungsproteine oder Adsorptionsproteine
und physiologisch aktiven Substanzen etc.
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Zusätzlich zum
Protein der äußeren Zellmembran,
das an der Synthese von Poly-γ-glutamat beteiligt ist,
das von einem Bacillus sp.-Stamm abgeleitet ist, können alle
Arten von Oberflächenexpressionsvektoren, die
Gene zur Synthese von Poly-γ-glutamat
umfassen, in den Rahmen der vorliegenden Erfindung eingeschlossen
werden.
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Darüber hinaus
können
die Oberflächenexpressionsvektoren,
die das Poly-γ-glutamat-Synthetase-Gen in
der vorliegenden Erfindung verwenden, auf alle Arten mikrobieller
Stämme
zur Oberflächenexpression
angewandt werden. Diese Vektoren können bevorzugt für Gram-negative Bakterien,
insbesondere Escherichia coli, Salmonella typhi, Salmonella typhimurium,
Vibrio cholera, Mycobacterium bovis und Shigella, und für Gram-positive
Bakterien, insbesondere Bacillus, Lactobacillus, Lactococcus, Staphylococcus,
Lysteria, Monocytogenesis und Streptococcus, eingesetzt werden.
Alle Verfahren, die verwendet werden, um exogene Proteine unter
Verwendung dieser Stämme
herzustellen, können
in den Rahmen der vorliegenden Erfindung eingeschlossen werden.
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Abhängig von
den Erfordernissen kann das Poly-γ-glutamat-Synthetase-Gen
verändert
bzw. manipuliert werden, um verschiedene Erkennungsstellen für alle oder
bestimmte Restriktionsenzyme am N-Terminus oder C-Terminus zu inserieren.
Deshalb sind Oberflächenexpressionsvektoren,
die diese Restriktionsenzym-Erkennungsstellen umfassen, auch innerhalb
des Rahmens der vorliegenden Erfindung.
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Genauer
gesagt, deckt die vorliegende Erfindung alle Poly-γ-glutamat-Synthetase-Gene,
die von Bacillus sp.-Stämmen
abgeleitet sind, ab. Unter diesen wird das pgsA-Gen verwendet, um
die Restriktionsenzym-Erkennungsstelle am C-Terminus zu inserieren
und verschiedene Arten exogener Proteine leicht zu klonieren, wodurch
der Oberflächenexpressionsvektor
pGNBCA konstruiert wird.
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Die
vorliegende Erfindung stellt auch den rekombinanten Oberflächenexpressionsvektor
pGNBCA-HB168 vor, der eine Antigendeterminante, die einen neutralisierenden
Antikörper
gegen ein S-Antigen bildet, in einer fusionierten Form auf der Zelloberfläche eines
Gram-negativen Bakteriums
exprimieren kann. Genauer gesagt, ist der Proteinkomplex der äußeren Zellmembran,
der an der Synthese von Poly-γ-glutamat beteiligt
ist, aus pgsB-, pgsC- und pgs-A-Proteinen zusammengesetzt, dann
wird der C-Terminus des pgsA-Protein-Gens mit dem N-Terminus einer
Antigendeterminante ligiert, wodurch ein neutralisierender Antikörper gegen
das Hepatitis B-Virus-S-Antigen gebildet wird.
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Die
vorliegende Erfindung stellt auch die rekombinanten Oberflächenexpressionsvektoren
pGNCA-HB168, pGNA-HB168 und pGNHB-A vor, die eine Antigendeterminante,
die einen neutralisierenden Antikörper gegen ein S-Antigen bilden
kann, in einer fusionierten Form auf der Zelloberfläche eines
Gram-negativen Bakteriums exprimieren können. Genauer ist der Proteinkomplex
der äußeren Zellmembran
("cell outer membrane
protein complex"),
der an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, entweder aus pgsC- und pgsA-Proteinen oder nur aus
pgsA-Proteinen zusammengesetzt, im ersteren Fall wird dann der C-Terminus des
pgsA-Protein-Gens
oder, im letzteren Fall, der N-Terminus oder C-Terminus mit dem
N-Terminus einer Antigendeterminante, die einen neutralisierenden
Antikörper
gegen das Hepatitis B-Virus-S-Antigen
bildet, ligiert.
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Die
vorliegende Erfindung stellt auch den rekombinanten Oberflächenexpressionsvektor
pGNC-PreS1 vor, der eine Antigendeterminante exprimieren kann, die
einen neutralisierenden Antikörper
gegen ein S-Antigen in einer fusionierten Form auf der Zelloberfläche eines
Gram-negativen Bakteriums
bildet. Genauer gesagt, ist der Proteinkomplex der äußeren Zellmembran,
der an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, aus pgsC-Protein zusammengesetzt, dann ist der C-Terminus
des pgsC-Protein-Gens mit dem N-Terminus des PreS1-Antigens aus
den Hepatitis B-Virus-Oberflächenantigenen
ligiert.
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Die
vorliegende Erfindung stellt auch die rekombinanten Oberflächenexpressionsvektoren pHCE1LB:BCA
und pHCE1LB:A vor, die den Oberflächenexpressionsvektor pGNBCA
für ein
Gram-negatives Bakterium modifizieren und sowohl auf Gram-negative
als auch Gram-positive
Bakterien angewandt werden können.
Genauer gesagt ist der Proteinkomplex der äußeren Zellmembran, der an der
Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, entweder aus pgsB-, pgsC- und pgsA-Proteinen oder
nur aus pgsA-Proteinen zusammengesetzt, dann ist der C-Terminus des pgsA-Protein-Gens
mit dem exogenen Protein-Gen ligiert.
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Die
vorliegende Erfindung stellt auch den rekombinanten Oberflächenexpressionsvektor pHCE1LB:BCA-HB168
vor, der sowohl auf Gram-negative als auch Gram-positive Bakterien
angewandt werden kann und eine Antigendeterminante, die einen neutralisierenden
Antikörper
gegen ein S-Antigen bildet, in einer fusionierten Form auf einer
Zelloberfläche
exprimiert. Genauer ist der Proteinkomplex der äußeren Zellmembran, der an der
Synthese von Poly-γ-glutamat beteiligt
ist, aus den pgsB-, pgsC- und pgsA-Proteinen zusammengesetzt, dann
ist der C-Terminus des pgsA-Protein-Gens mit dem N-Terminus einer
Antigendeterminante, die einen neutralisierenden Antikörper gegen
das Hepatitis B-Virus-S-Antigen bildet, ligiert.
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Die
vorliegende Erfindung stellt auch den rekombinanten Oberflächenexpressionsvektor pHCE1LB:A-TGEN1
vor bzw. bereit, der sowohl auf Gram-negative als auch auf Gram-positive Bakterien
angewendet werden kann und Nucleoprotein bzw. Kernprotein N-Protein
auf einer Zelloberfläche
in einer fusionierten Form exprimiert. Genauer ist der Proteinkomplex
der äußeren Zellmembran,
der an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, aus pgsA-Proteinen
zusammengesetzt, dann ist der C-Terminus des pgsA-Protein-Gens mit
dem N-Terminus des
partiellen Nucleoprotein-Gens des porzine transmissible Gastroenteritis (TGE)-Virus ligiert.
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Die
vorliegende Erfindung stellt auch den rekombinanten Oberflächenexpressionsvektor pHCE1LB:A-PEDN
vor bzw. bereit, der sowohl auf Gram-negative als auch Gram-positive
Bakterien angewandt werden kann und ein Nucleoprotein N-Protein
in einer fusionierten Form auf einer Zelloberfläche exprimiert. Genauer ist
der Proteinkomplex der äußeren Zellmembran,
der an der Synthese von Poly-γ-glutamat beteiligt
ist, aus pgsA-Proteinen zusammengesetzt, dann ist der C-Terminus
des pgsA-Protein-Gens mit dem N-Terminus des Nucleoprotein-Gens
des porzine Diarrhoe-Erkrankung (PED)-Virus ("porcine diarrhea disease (PED) virus") ligiert.
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Die
vorliegende Erfindung stellt auch die rekombinanten Oberflächenexpressionsvektoren pHCE1LB:A-PreS1,
pHCE1LB:A-PreS2, pHCE1LB:A-PreS1:PreS2 und pHCE1LB:A-L vor bzw.
bereit, die sowohl auf Gram-negative als auch Gram-positive Bakterien
zur Oberflächenexpression
von exPreS1, PreS2, PreS1-PreS2 bzw. gesamtem L-Protein unter den
Hepatitis B-Virus-Oberflächen-L
(PreS1-PreS2-S)-Proteinen in einer fusionierten Form auf einer Zelloberfläche angewandt
werden können.
Genauer ist der Proteinkomplex der äußeren Zellmembran, der an der
Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, aus pgsA-Proteinen zusammengesetzt, dann ist der
C-Terminus des pgsA-Protein-Gens mit dem N-Terminus von PreS1, PreS2, PreS1-PreS2
bzw. dem gesamten L-Protein ligiert.
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Die
vorliegende Erfindung stellt auch den rekombinanten Oberflächenexpressionsvektor pHCE1LB:A-TNF-α vor bzw.
bereit, der sowohl auf Gram-negative als auch Gram-positive Bakterien
angewandt werden kann und das TNF-α-Protein in einer fusionierten
Form auf einer Zelloberfläche
exprimiert. Genauer ist das Protein der äußeren Zellmembran, das an der
Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, aus pgsA-Protein zusammengesetzt, dann ist der C-Terminus des pgsA-Protein-Gens
mit dem N-Terminus des Tumornekrosefaktors α, ein Cytokin, ligiert.
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Die
vorliegende Erfindung stellt auch die rekombinanten Oberflächenexpressionsvektoren
pGNA-Lipase und pGNA-Amidase, die auf Gram-negative Bakterien angewandt
werden können
und industrielle Enzyme, z.B. Lipase und Amidase, in einer fusionierten
Form auf einer Zelloberfläche
exprimieren, vor bzw. bereit. Genauer ist der Proteinkomplex der äußeren Zellmembran,
der an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, aus pgsA-Proteinen zusammengesetzt, dann ist der
C-Terminus des pgsA-Protein-Gens mit dem N-Terminus einer Lipase
oder Amidase unter Enzymen zur industriellen Verwendung verknüpft.
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BEISPIELE
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Praktische
und gegenwärtig
bevorzugte Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung werden in den folgenden Beispielen erläutert.
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<Beispiel 1> Konstruktion des Oberflächenexpressionsvektors
pGNBCA
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Um
den Oberflächenexpressionsvektor
der vorliegenden Erfindung herzustellen, der das pgsBCA-Gen für das Protein
der äußeren Zellmembran
("cell outer membrane
protein gene pgsBCA"),
das an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, das von einem Bacillus sp.-Stamm abgeleitet ist, und der ein Gram-negatives
Bakterium als Wirtszelle verwendet, wurde die gesamte chromosomale
DNA von Bacillus subtilis var. chungkookjang (Eingangsnummer: KCTC
0697 BP) gereinigt.
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Das
pgsBCA-Gen ist zusammengesetzt aus pgaB als ein DNA-Fragment, das
die Nucleotidsequenz von SEQ ID NO: 1 enthält, pgaC als ein DNA-Fragment,
das die Nucleotidsequenz von SEQ ID NO: 2 enthält und pgaA als ein DNA-Fragment,
das die Nucleotidsequenz von SEQ ID NO: 3 enthält, und hat die obenstehenden
konsekutiven bzw. aufeinanderfolgenden Nucleotidsequenzen.
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Um
die Gene zu erhalten, die für
den N-Terminus und den C-Terminus der inneren Zellmembran kodieren,
die an der Biosynthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, wurde das gesamte Chromosom als die Matrize ausgewählt, und
Oligonucleotide mit der Nucleotidsequenz von SEQ ID NO: 4 (5-gaa
caa tgg gct ggt tac tcc tta tag cct g-3) am N-Terminus und der Nucleotidsequenz
von SEQ ID NO: 5 (5-ctc gga tcc ttt aga ttt tag ttt gtc act-3) am
C-Terminus wurden als die Primer verwendet. Dann wurde eine Polymerasekettenreaktion
(PCR) unter Verwendung der Matrize und der Primer durchgeführt.
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Der
Oligonucleotid-Primer von SEQ ID NO: 4, der dem N-Terminus entspricht,
wurde auch so konstruiert, dass er die Erkennungsstelle des Restriktionsenzyms
NcoI enthält,
die im Expressionsvektor pHCE19T(II) vorhanden ist, wohingegen der
Oligonucleotid-Primer von SEQ ID NO: 5, der dem C-Terminus entspricht,
so konstruiert wurde, dass er die Erkennungsstelle des Restriktionsenzyms
BamHI, die im Expressionsvektor pHCE19T(II) vorhanden ist, enthält. An diesem
Punkt wurde gemessen, dass das amplifizierte Genfragment eine Größe von 2,8
kb hat, was von der N-terminalen Region des pgsB-Gens des Proteins
der äußeren Zellmembran
bis zur C-terminalen Region von pgsA reicht. Das durch die PCR amplifizierte
Genfragment wurde mit den Restriktionsenzymen NcoI und BamHI verdaut
und in den mit NcoI und BamHI verdauten, konstitutiv hohen bzw.
hoch exprimierenden Expressionsvektor pHCE19T(II) inseriert. Als
ein Ergebnis davon umfasste der neue Expressionsvektor, der das
Gen für
das Protein der inneren Zellmembran enthält, das an der Synthese von
Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, kein Translations-Terminations-Kodon, enthielt eine
neue zusätzliche Restriktionsenzym-Erkennungsstelle,
war etwa 6,5 kb groß,
hatte die Nucleotidsequenz von SEQ ID NO: 6 und wurde Expressionsvektor
pGNBCA genannt (siehe 1).
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Der
Oberflächenexpressionsvektor
wurde in Escherichia coli transformiert, und die resultierende Zelltransformante
bei der International Deposit Organization and Korean Collection
for Type Cultures (KCTC: 52 Eoeun-dong, Yusong-gu, Daejon) beim
Korean Research Institute of Bioscience and Biotechnology (KRIBB) am
26. Juli 2001 (Eingangsnummer: KCTC 10025 BP) hinterlegt.
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<Beispiel 2> Konstruktion des Oberflächenexpressionsvektors
pGNBCA-HB168
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Der
rekombinante Expressionsvektor pGNBCA-HB168, der eine Antigendeterminante,
die einen neutralisierenden Antikörper gegen das Hepatitis B-Virus-S-Antigen
bildet, exprimieren kann, wurde unter Verwendung des pgsBCA-Gen
für das
Protein der äußeren Zellmembran, das
an der Synthese von Poly-γ-glutamat beteiligt
ist, das von einem Bacillus sp.-Stamm abgeleitet ist, und eines
Gram-negativen Bakteriums als der Wirtszelle konstruiert.
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Zum
Inserieren des Hepatitis B-Virus-S-Antigen-Gens in den Oberflächenexpressionsvektor
pGNBCA, der ein Gram-negatives Bakterium als Wirtszelle verwendet,
wurde das Hepatitis B-Virus-Gen, etwa 1,4 kb groß, enthalten im allgemeinen
Klonierungsvektor pUC8, als die Matrize ausgewählt, und Oligonucleotide mit
der Nucleotidsequenz von SEQ ID NO: 7 und der Nucleotidsequenz von
SEQ ID NO: 8 wurden als die Primer eingesetzt. Dann wurde eine Polymerasekettenreaktion
(PCR) unter Verwendung der Matrize und der Primer durchgeführt, um
das S-Antigen-Gen zu amplifizieren. Als Ergebnis wurde ein 168 bp
großes
amplifiziertes Genfragment erhalten. An diesem Punkt wurden die
Primer mit der Nucleotidsequenz von SEQ ID NO: 7 und der Nucleotidsequenz
von SEQ ID NO: 8 auch so konstruiert, dass sie die Erkennungsstellen
der Restriktionsenzyme BamHI und HindIII enthielten. Dann wurde
das amplifizierte S-Antigen-Gen des Hepatitis B-Virus mit den Restriktionsenzymen
BamHI und HindIII verdaut und in die bereits vorbereitete C-terminale
Region des Gens für
das Protein der äußeren Zellmembran,
das an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, ligiert, wobei die Translationskodons angepasst wurden.
Der resultierende rekombinante Expressionsvektor pGNBCA-HB168 ist in 1 dargestellt.
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<Beispiel 3> Oberflächenexpression der Antigendeterminante,
die neutralisierende Antikörper
gegen Hepatitis B-Virus-S-Antigen bildet, wobei der rekombinante
Expressionsvektor pGNBCA-HB168 verwendet wird
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Die
Oberflächenexpression
einer Antigendeterminante, die neutralisierende Antikörper gegen
das Hepatitis B-Virus-S-Antigen bildet, wurde unter Verwendung des
rekombinanten Expressionsvektors pGNBCA-HB168 untersucht.
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Der
in Beispiel 2 konstruierte Expressionsvektor wurde in E. coli transformiert
und in einem 500 ml-Kolben kultiviert, der 50 ml eines LB-Mediums
(5 g/l Hefeextrakt, 10 g/l Trypton, 5 g/l Natriumchlorid, pH 7,0)
und 100 mg/l des Antibiotikums Ampicillin zum Induzieren der Oberflächenexpression
enthielt.
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Die
bakterielle Expression der Antigendeterminante, die Antikörper gegen
das S-Antigen, fusioniert
mit dem C-terminalen Gen, das an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, bildet, wurde durch Ausführung von SDS-Polyacrylamid-Gelelektrophorese
und Western-Immunblotting mit Antikörpern gegen das S-Antigen identifiziert
bzw. bestätigt.
Im Wesentlichen wurden die Proteine, die bei der gleichen Zellkonzentration
erhalten wurden, denaturiert, so dass experimentelle Proben hergestellt
und dann durch SDS-Polyacrylamid-Gelelektrophorese
untersucht werden konnten, so dass die aufgetrennten Proteine auf
eine PVDF-Membran transferiert wurden. Die resultierende PVDF-Membran
wurde dann in einem Blockierungspuffer (10 ml Tris HCl, 5% Magermilch,
pH 8,0) für
eine Stunde bewegt, blockiert, und dann für 12 Stunden mit einem von
der Ziege stammenden polyklonalen primären Antikörper gegen das S-Antigen, der
mit dem Blockierungspuffer 1.000-fach verdünnt war, umgesetzt. Nach Abschluss
der Reaktion wurde die resultierende Membran mit der gleichen Pufferlösung gewaschen
und 4 Stunden lang mit einem sekundären Antikörper, der mit Biotinen konjugiert
und mit dem Blockierungspuffer 1.000-fach verdünnt war, umgesetzt. Die umgesetzte
Membran wurde wieder mit dem Puffer gewaschen und für eine Stunden
in ein Avidin-Biotin-Reagens
eingetaucht und gewaschen. Die untergetauchte Membran wurde durch
Zugeben von Substraten und H2O2 und
DAB-Reagentien als Farbstoffe gefärbt, was eine spezifische Bindung
mit den Antikörpern
gegen das S-Antigen und obenstehende Fusionsproteine identifizierte
bzw. bestätigte
(siehe 2, A). In 2 ist Bahn
1 die untransformierte Wirtszelle JM109, während Bahn 2 die Zelltransformante
pGNBCA-HB168/JM109 ist. Wie es dargestellt ist, wurde durch den
Expressionsvektor pGNBCA-HB168 eine Fusionsprotein-Bande von etwa 48
kDa produziert.
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Um
die Expression einer Antigendeterminante, die neutralisierende Antikörper gegen
das Hepatitis B-Virus-S-Antigen bildet und die auf der E. coli-Oberfläche lokalisiert
ist, direkt zu bestätigen,
wurde die die Oberflächenexpression
induzierende E. coli-Transformante Ultraschallbehandelt und auf
der Basis einer Fraktionierung der äußeren Membran in die lösliche Fraktion,
die innere Zellmembran-Fraktion und die äußere Zellmembran-Fraktion aufgetrennt,
dann durch Bewerkstelligung von SDS-Polyacrylamid-Gelelektrophorese
und Western-Immunblotting der Antikörper gegen das S-Antigen untersucht.
Im Wesentlichen wurde die E. coli-Transformante, die zum Induzieren der
Expression des Fusionsproteins auf der Zelloberfläche verwendet wurde,
wie es oben beschrieben ist, und nicht transformierte E. coli geerntet,
auf die gleiche Konzentration eingestellt und mehrfach unter Verwendung
einer Pufferlösung
(10 mM Hepes, pH 7,4) gewaschen. Danach wurde das Endprodukt ("resultant") in einem Puffer,
enthaltend 10 g/ml Lysozym, 1 mM PMSF und 1 mM EDTA, flotiert, für 10 Minuten
bei 4°C
umgesetzt, DNase (0,5 mg/ml) und RNase (0,5 mg/ml) wurden zugegeben,
das Gemisch wurde mit einer Ultraschallsonde ("sonicator") aufgebrochen und die intakten E. coli
und Zell-Debris wurden bei 4°C
für 20
Minuten unter Anwendung von Zentrifugation mit 10.000 × g abgetrennt.
Der abgetrennte Zell-Debris von E. coli wurde dann bei 4°C für 20 Minuten
bei 15.000 × g
zentrifugiert, und die Protein-haltigen Fraktionen von Periplasma
und Cytoplasma wurden gesammelt. Das resultierende Zellpellet wurde
in einen PBS-Puffer (pH 7,4), der 1% Sarcosyl (N-Laurylsarcosinat-Natriumsalz) enthielt,
eingetaucht und bei 4°C für 2 Stunden
bei 15.000 × g
zentrifugiert und abgetrennt. An diesem Punkt wurde der Überstand
in die innere Membran von E. coli und das Zellpellet des Proteins
der äußeren Membran
von E. coli fraktioniert, dann auf der Basis der Durchführung von
SDS-Polyacrylamid-Gelelektrophorese und Western-Blotting unter Verwendung
von Antikörpern
gegen das S-Antigen untersucht. Unter den obenstehenden E. coli-Fraktionen
wurde eine Antigendeterminante, die einen neutralisierenden Antikörper gegen
das S-Antigen bildet, auf der äußeren Zellmembran
identifiziert (siehe 2; A: das Ergebnis der E. coli-Membran-Fraktion
nach Western-Blotting). Wie in 2 dargestellt,
ist Bahn 1 der nicht-transformierte E. coli-Stamm JM109, Bahn 2
ist die ganze Zelle der E. coli- Transformante
pGNBCA-HB168/JM109, Bahn 3 ist die lösliche Fraktion der E. coli-Transformante pGNBCA-HB168/JM109,
Bahn 4 ist die innere Zellmembranfraktion der E. coli-Transformante
pGNBCA-HB168/JM109 und Bahn 5 ist die äußere Zellmembranfraktion der
E. coli-Transformante pGNBCA-HB168/JM109.
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Durch
Durchführen
von fluoreszenzaktivierter Zellsortierungs (FACS)-Durchflusszytometrie
wurde verifiziert, dass eine antigene Determinante, die einen neutralisierenden
Antikörper
gegen S-Antigen bildet, auf der E. coli-Zelloberfläche vom
C-Terminus des Poly-γ-glutamat-Synthetase-Proteins
exprimiert worden war. Zur Immunfluoreszenzfärbung wurde der E. coli, der
verwendet worden war, um die Oberflächenexpression zu induzieren,
bei der gleichen Zellkonzentration geerntet und mehrfach unter Verwendung
eines PBS-Puffers (pH 7,4) gewaschen. Das resultierende Zellpellet
wurde dann unter Verwendung von 1 ml eines Puffers, der 1% Rinderserumalbumin
enthielt, suspendiert und mit von der Ziege stammenden polyklonalen
primären
Antikörpern
gegen das S-Antigen, die 1.000-fach verdünnt waren, bei 4°C 12 Stunden
lang umgesetzt. Nach Abschluss der Reaktion wurden die Zellen wieder
mehrfach gewaschen, unter Verwendung von 1 ml eines Puffers, der
1% Rinderserumalbumin enthielt, suspendiert, dann bei 4°C 3 Stunden
lang mit Biotin-assoziierten sekundären Antikörpern gegen das S-Antigen,
die 1.000-fach verdünnt
waren, umgesetzt. Auch die vollständig umgesetzten Zellen wurden
mehrfach unter Verwendung einer Pufferlösung gewaschen, mit 0,1 ml
eines Puffers, der 1% Rinderserumalbumin enthielt, suspendiert,
dann mit dem 1.000-fach verdünnten
Streptoavidin-R-Phycoerythrin-Farbreagens, welches spezifisch für Biotine
ist, gebunden.
-
Danach
wurden die E. coli-Zellen mehrfach wieder gewaschen und durch Durchführung von
fluoreszenzaktivierter Zellsortierungs-Durchflusszytometrie untersucht.
Als ein Ergebnis wurde bestätigt,
dass ein Antigendeterminante-Protein, das einen neutralisierenden
Antikörper
gegen das S-Antigen bildet, im Gegensatz zu dem nicht-transformierten
E. coli, auf der Zelloberfläche
exprimiert worden war (siehe 2, B). Wie
es in 2 dargestellt ist, stellt die weiße Bande
den nicht-transformierten E. coli-Stamm JM109 dar, während die schwarze
Bande von der E. coli-Transformante pGNBCA-HB168/JM109 abgeleitet
ist. Folglich wurde von dem nicht-transformierten E. coli-Stamm
kein Antigendeterminante-Protein, das einen neutralisierenden Antikörper gegen
das S-Antigen bildet, exprimiert, was jedoch offensichtlich bei
der mit dem Oberflächenexpressionsvektor
der vorliegenden Erfindung transformierten E. coli-Transformante festgestellt
wurde.
-
<Beispiel 4> Konstruktion des rekombinanten Oberflächenexpressionsvektors
pGNCA-HB101 und Oberflächenexpression
einer Antigendeterminante, die neutralisierende Antikörper gegen
Hepatitis B-Virus-S-Antigen bildet
-
- (1) Ein rekombinanter Expressionsvektor, der
eine Antigendeterminante exprimieren kann, die einen neutralisierenden
Antikörper
gegen das Hepatitis B-Virus-S-Antigen bildet, wurde unter Verwendung
des pgsBCA-Gens für
das Protein der äußeren Zellmembran,
das an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, das von einem Bacillus sp.-Stamm abgeleitet ist,
und eines Gram-negativen Bakteriums als der Wirtszelle konstruiert.
Das
pgsCA-Gen hat eine konsekutive Nucleotidsequenz, die die pgsC-DNA
von SEQ ID NO: 2 und die pgaA-DNA von SEQ ID NO: 3 enthält.
Um
die N-terminalen und C-terminalen Gene, die für die pgsC- und pgsA-Proteine
kodieren, aus dem Gen für
das Protein der äußeren Zellmembran,
das an der Synthese von Poly-γ-glutamat beteiligt
ist, zu erhalten, wurde das gesamte Chromosom als die Matrize und
Oligonucleotide, die die Nucleotidsequenzen von SEQ ID NO: 8 am
N-Terminus und von SEQ ID NO: 5 am C-Terminus enthalten, als die
Primer zur Durchführung
einer Polymerasekettenreaktion eingesetzt.
Der Primer, der
dem N-Terminus entspricht und die Sequenz von SEQ ID NO: 9 enthält, wurde
auch so konstruiert, dass er die Erkennungsstelle des Restriktionsenzyms
NdeI umfasst. An diesem Punkt umfasste die amplifizierte Genregion
etwa 1,6 kb von der N-terminalen Region des pgsC-Gens für das Protein
der äußeren Membran,
das an der Synthese von Poly-γ-glutamat beteiligt
ist, bis zur C-terminalen Region von pgsA.
Die durch die Polymerasekettenreaktion
amplifizierten Gene wurden mit den Restriktionsenzymen NdeI und
BamHI verdaut und in dem schon mit BamHI und NdeI verdauten konstitutiv
hoch exprimierenden Expressionsvektor pHCE19T(II) inseriert, wodurch
ein neuer Expressionsvektor, etwa 5,3 kb groß, mit neuen Restriktionsenzym-Erkennungsstellen
und ohne Terminationskodon bzw. Stoppkodon am Ende des Gens für das Protein
der äußeren Zellmembran
geschaffen wurde, der Expressionsvektor pGNCA genannt wurde (siehe 3).
- (2) Der rekombinante Expressionsvektor pGNCA-HB168, der eine
Antigendeterminante, die einen neutralisierenden Antikörper gegen
das Hepatitis B-Virus-S-Antigen exprimieren kann, wurde durch dasselbe
Verfahren, wie es oben in Beispiel 2 beschrieben ist, konstruiert.
Genauer gesagt, wurde der rekombinante Expressionsvektor durch Ausnutzung
der pgsC- und pgsA-Gene der äußeren Zellmembran
aus dem pgsBCA-Gen, das an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, und eines Gram-negativen Bakteriums als der Wirtszelle
hergestellt.
Der obenstehend konstruierte rekombinante Expressionsvektor
pGNCA-HB168 ist in 3 dargestellt.
- (3) Die Expression einer Antigendeterminante, die einen neutralisierenden
Antikörper
gegen das Hepatitis B-Virus-S-Antigen bildet, unter Verwendung des
Oberflächenexpressionsvektors
pGNCA-HB168 wurde wie folgt untersucht:
Der Oberflächenexpressionsvektor
wurde in eine E. coli-Wirtszelle transformiert, und die Expression
wurde unter Verwendung des gleichen Verfahrens, wie es in Beispiel
3 beschrieben ist, induziert. Dann wurde auf der Basis der Durchführung von
SDS-Polyacrylamid-Gelelektrophorese
und Western-Blotting unter Verwendung von Antikörpern gegen das S-Antigen festgestellt,
dass eine Antigendeterminante, die einen neutralisierenden Antikörper gegen
das S-Antigen bildet, fusioniert mit dem pgsCA-Protein der äußeren Zellmembran
in der E. coli-Transformante exprimiert worden ist (siehe 4).
-
Wie
in 4 dargestellt, ist Bahn 1 die nicht-transformierte
Wirtszelle JM109, während
Bahn 2 die Zelltransformante pGNCA-HB168/JM109 ist. Als ein Ergebnis
wurde das fusionierte Protein bzw. Fusionsprotein, das von dem rekombinanten
Expressionsvektor pGNCA-HB168
exprimiert wurde, als eine Bande von etwa 48 kDa identifiziert.
-
<Beispiel 5> Konstruktion des rekombinanten Oberflächenexpressionsvektors
pGNA-HB168 und Oberflächenexpression
der Antigendeterminante, die einen neutralisierenden Antikörper gegen
Hepatitis B-Virus-S-Antigen bildet
-
- (1) Ein rekombinanter Expressionsvektor, der
eine Antigendeterminante, die einen neutralisierenden Antikörper gegen
das Hepatitis B-Virus-S-Antigen bildet, exprimieren kann, wurde
unter Verwendung des pgsA-Gens für
das Protein der äußeren Zellmembran
aus dem pgsBCA-Gen, das an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, das von einem Bacillus sp.-Stamm abgeleitet ist,
und eines Gram-negativen Bakteriums als der Wirtszelle konstruiert.
Das
pgsA-Gen enthält
die Nucleotidsequenz von SEQ ID NO: 3.
Um die N-terminalen
und C-terminalen Gene, die für
das pgsA-Protein kodieren, aus dem Gen für das Protein der äußeren Zellmembran,
das an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, zu erhalten, wurde das gesamte Chromosom als die
Matrize eingesetzt und Oligonucleotide, die die Nucleotidsequenzen
von SEQ ID NO: 10 am N-Terminus und SEQ ID NO: 5 am C-Terminus enthalten,
wurden als die Primer zur Durchführung
einer Polymerasekettenreaktion verwendet.
Der Primer, der dem
N-Terminus entspricht und die Sequenz von SEQ ID NO: 10 enthält, wurde
auch so konstruiert, dass er die Erkennungsstelle des Restriktionsenzyms
NdeI enthält.
An diesem Punkt war der amplifizierte Genbereich etwa 1,1 kb von
der N-terminalen Region des pgsA-Gens für das Protein der äußeren Membran,
das an der Synthese von Poly-γ-glutamat beteiligt
ist, bis zur C-terminalen Region von pgsA.
Die durch die Polymerasekettenreaktion
amplifizierten Gene wurden mit den Restriktionsenzymen NdeI und
BamHI verdaut und in den schon mit BamHI und NdeI verdauten konstitutiv
hoch exprimierenden Expressionsvektor pHCE19T(II) inseriert, wodurch
ein neuer Expressionsvektor, etwa 4,8 kb groß, mit neuen Restriktionsenzym-Erkennungsstellen
und ohne Terminationskodon am Ende des Gens für das Protein der äußeren Zellmembran
geschaffen wurde, der Expressionsvektor pGNA genannt wurde (siehe 5).
- (2) Der rekombinante Expressionsvektor pGNA-HB168, der eine
Antigendeterminante, die einen neutralisierenden Antikörper gegen
das Hepatitis B-Virus-S-Antigen bildet, exprimieren kann, wurde
durch das gleiche Verfahren, wie es oben in Beispiel 2 beschrieben
ist, konstruiert. Genauer gesagt, wurde der rekombinante Expressionsvektor
durch Ausnutzung des pgsA-Gens für
das Protein der äußeren Zellemembran
aus dem pgsBCA-Gen, das an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, und eines Gram-negativen Bakteriums als der Wirtszelle
hergestellt.
Der obenstehend konstruierte rekombinante Expressionsvektor
pGNA-HB168 ist in 5 dargestellt.
- (3) Die Expression einer Antigendeterminante, die einen neutralisierenden
Antikörper
gegen das Hepatitis B-Virus-S-Antigen bildet, unter Verwendung des
Oberflächenexpressionsvektors
pGNA-HB168 wurde wie folgt untersucht:
Der Oberflächenexpressionsvektor
wurde in die E. coli-Wirtszelle transformiert, und Expression wurde durch
das gleiche Verfahren, wie es oben in Beispiel 3 beschrieben ist,
induziert. Dann wurde durch Durchführung von SDS-Polyacrylamid-Gelelektrophorese
und Western-Blotting unter Verwendung von Antikörpern gegen das S-Antigen festgestellt,
dass eine Antigendeterminante, die einen neutralisierenden Antikörper gegen
das S-Antigen bildet, die mit dem pgsCA-Protein der äußeren Zellmembran
fusioniert ist, in der E. coli-Transformante exprimiert worden war
(siehe 5).
-
Wie
in 5 dargestellt, ist Bahn 1 die nicht-transformierte
Wirtszelle JM109, während
Bahn 2 die Zelltransformante pGNA-HB168/JM109 ist. Als ein Ergebnis
wurde das fusionierte Protein bzw. Fusionsprotein, das von dem rekombinanten
Expressionsvektor pGNA-HB168
exprimiert wurde, als eine Bande von etwa 48 kDa identifiziert.
-
Außerdem wurde
die Expression einer Antigendeterminante, die einen neutralisierenden
Antikörper gegen
S-Antigen bildet, auf der E. coli-Zelloberfläche durch das pgsA-Protein
in der äußeren Zellmembran auch
auf der Basis der Durchführung
von fluoreszenzaktivierter Zellsortierung (FACS)-Durchflusszytometrie verifiziert.
Zu diesem Zweck wurde das gleiche Verfahren, wie es oben in Beispiel
3 beschrieben ist, verwendet, und eine Antigendeterminante, die
einen neutralisierenden Antikörper
gegen das S-Antigen bildet, wurde auf der Zelloberfläche detektiert,
was von den Ergebnissen für
die nicht-transformierten E. coli verschieden ist (siehe 4).
Wie in 4 dargestellt, ist die weiße Bande der nicht-transformierten
E. coli JM109, während die
schwarze Bande von der E. coli-Transformante pGNA-HB168/JM109 abgeleitet
ist. Als ein Ergebnis wiesen die nicht-transformierten E. coli keine
Expression einer Antigendeterminante, die einen neutralisierenden Antikörper gegen
das S-Antigen bildet, auf, wohingegen die E. coli-Transformante,
die mit dem Oberflächenexpressionsvektor,
der nur das pgsA-Gen enthält,
transformiert ist, deutlich die Expression einer Antigendeterminante,
die einen neutralisierenden Antikörper gegen das S-Antigen bildet,
auf der Zelloberfläche
offenbarte.
-
<Beispiel 6> Konstruktion des rekombinanten Oberflächenexpressionsvektors
pGNHB-A und Oberflächenexpression
der Antigendeterminante, die einen neutralisierenden Antikörper gegen
Hepatitis B-Virus-S-Antigen bildet
-
- (1) Ein rekombinanter Expressionsvektor, der
eine Antigendeterminante, die einen neutralisierenden Antikörper gegen
das Hepatitis B-Virus-S-Antigen bildet, exprimieren kann, wurde
unter Verwendung des N-terminalen pgsA-Gens aus dem pgsBCA-Gen für das Protein der äußeren Zellmembran,
das an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, das von einem Bacillus sp.-Stamm abgeleitet ist,
und eines Gram-negativen Bakteriums als der Wirtszelle konstruiert.
Das
pgsA-Gen enthält
die Nucleotidsequenz von SEQ ID NO: 3.
Um die N-terminalen
und C-terminalen Gene, die für
das pgsA-Protein aus dem Gen für
das Protein der äußeren Zellmembran,
das an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, kodieren, zu erhalten, wurde das gesamte Chromosom
als die Matrize eingesetzt, und Oligonucleotide, die die Nucleotidsequenzen
von SEQ ID NO: 11 am N-Terminus und SEQ ID NO: 12 am C-Terminus
enthalten, wurden als die Primer zur Durchführung einer Polymerasekettenreaktion
verwendet.
Der Primer, der dem N-Terminus entspricht und die
Sequenz von SEQ ID NO: 11 enthält,
war auch so konstruiert, dass er die Erkennungsstelle des Restriktionsenzyms
BamHI umfasst. An diesem Punkt war die amplifizierte Genregion etwa
1,1 kb von der N-Terminalen Region des pgsA-Gens für das Protein
der äußeren Membran,
das an der Synthese von Poly-γ-glutamat beteiligt
ist, bis zur C-terminalen Region von pgsA. Die durch die Polymerasekettenreaktion
amplifizierten Gene wurden mit den Restriktionsenzymen BamHI und
HindIII verdaut und in den schon mit BamHI und HindIII verdauten,
konstitutiv hoch exprimierenden Expressionsvektor pHCE19T(II) inseriert,
wodurch ein neuer, pGNA2 genannter Expressionsvektor, etwa 4,8 kb
groß,
mit neuen Restriktionsenzym-Erkennungsstellen am Anfang des pgsA-Gens
und ohne Terminationskodon am Ende des Gens für das Protein der äußeren Zellmembran,
das an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, geschaffen wurde (siehe 6).
- (2) Der rekombinante Expressionsvektor pGNHB-A, der eine Antigendeterminante,
die einen neutralisierenden Antikörper gegen das Hepatitis B-Virus-S-Antigen
bildet, exprimieren kann, wurde auch konstruiert. Genauer gesagt,
wurde der rekombinante Expressionsvektor durch Ausnutzen der N-terminalen
Sequenz des pgsA-Gens für
das Protein der äußeren Zellmembran
aus dem pgsBCA-Gen des Proteins, das an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, und eines Gram-negativen Bakteriums als der Wirtszelle
hergestellt.
Um das Hepatitis B-Virus-S-Antigen-Gen in den
Oberflächenexpressionsvektor
pGNA2 zu inserieren, wobei ein Gram-negatives Bakterium als die
Wirtszelle genutzt wird, wurden etwa 1,4 kb des Hepatitis-Virus-Gens,
kloniert im allgemeinen Klonierungsvektor pUC18, als die Matrize
ausgewählt,
und Oligonucleotide mit den Nucleotidsequenzen von SEQ ID NO: 13
und SEQ ID NO: 14 wurden als die Primer zur Amplifikation des S-Antigen-Gens
durch eine Polymerasekettenreaktion eingesetzt. Zu diesem Zeitpunkt
war die amplifizierte Genregion 1,6 bp groß. Die Primer mit den Nucleotidsequenzen
von SEQ ID NO: 13 und SEQ ID NO: 14 wurden auch so konstruiert,
dass sie die Erkennungsstellen der Restriktionsenzyme NdeI und BamHI,
die im Oberflächenexpressionsvektor
pGNA vorhanden sind, enthalten. Die amplifizierten Gene des Hepatitis
B-Virus-S-Antigens wurden mit den Restriktionsenzymen NdeI und BamHI
verdaut und mit der N-terminalen Region des pgsA-Gens aus den Genen
der äußeren Zellmembran,
die an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt sind, im Oberflächenexpressionsvektor
pGNA2 ligiert, der bereits durch Anpassung der Translationskodons
vorbereitet worden war. Der konstruierte rekombinante Expressionsvektor pGNHB-A
ist in 6 dargestellt.
- (3) Die Expression einer Antigendeterminante, die einen neutralisierenden
Antikörper
gegen das Hepatitis B-Virus-S-Antigen bildet, unter Verwendung des
Oberflächenexpressionsvektors
pGNHB-A wurde wie folgt untersucht:
Der Oberflächenexpressionsvektor
wurde in die E. coli-Wirtszelle transformiert, und Expression wurde
unter Verwendung des gleichen Verfahrens, das oben in Beispiel 3
beschrieben ist, induziert. Dann wurde die Identifizierung einer
Antigendeterminante, die einen neutralisierenden Antikörper gegen
das S-Antigen bildet, fusioniert mit dem pgsCA-Protein der äußeren Zellmembran,
die in der E. coli-Transformante exprimiert wurde, auf der Basis
von SDS-Polyacrylamid-Gelelektrophorese
und Western-Blotting unter Verwendung von Antikörpern gegen das S-Antigen durchgeführt (siehe 5).
-
Wie
in 5 dargestellt, ist Bahn 1 die nicht-transformierte
Wirtszelle JM109, während
Bahn 2 die Zelltransformante pGNHB-A/JM109 ist. Demzufolge wurde
das fusionierte Protein, das von dem rekombinanten Expressionsvektor
pGNHB-A exprimiert wurde, als eine Bande von etwa 48 kDa identifiziert.
-
<Beispiel 7> Konstruktion des rekombinanten Expressionsvektors
pGNC-PreS1 und Oberflächenexpression der
Antigendeterminante, die einen neutralisierenden Antikörper gegen
Hepatitis B-Virus-PreS1-Antigen bildet
-
- (1) Ein rekombinanter Expressionsvektor, der
eine Antigendeterminante, die einen neutralisierenden Antikörper gegen
das Hepatitis B-Virus-S-Antigen bildet, exprimieren kann, wurde
unter Verwendung des C-terminalen pgsC-Gens aus dem pgsBCA-Gen für das Protein
der äußeren Zellmembran,
das an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, das von einem Bacillus sp.-Stamm abgeleitet ist,
und eines Gram-negativen Bakteriums als der Wirtszelle konstruiert.
Das
pgsC-Gen enthält
die Nucleotidsequenz von SEQ ID NO: 2.
Um das N-terminale und
C-terminale Gen, das für
das pgsA-Protein unter den Proteinen der äußeren Zellmembran, die an der
Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt sind, kodiert, zu erhalten, wurde das gesamte Chromosom
als die Matrize eingesetzt, und Oligonucleotide, die die Nucleotidsequenzen
von SEQ ID NO: 15 am N-Terminus und von SEQ ID NO: 16 am C-Terminus enthalten,
wurden als die Primer zur Durchführung
einer Polymerasekettenreaktion verwendet.
Der Primer, der dem
N-Terminus entspricht und die Sequenz von SEQ ID NO: 15 enthält, war
auch so konstruiert, dass er die Erkennungsstelle des Restriktionsenzyms
NdeI umfasst, die im Oberflächenexpressionsvektor
pHCE19T(II) vorhanden ist, während
der Primer, der die Sequenz von SEQ ID NO: 16 enthält, so konstruiert
wurde, dass er die Erkennungsstelle des Restriktionsenzyms BamHI
umfasst, die im Oberflächenexpressionsvektor
pHCE19T(II) vorhanden ist. An diesem Punkt war die amplifizierte
Genregion von der N-terminalen Region des pgsC-Gens für das Protein
der äußeren Membran,
das an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, bis zur C-terminalen Region von pgsC etwa 0,45 kb
groß.
Die durch die Polymerasekettenreaktion amplifizierten Gene wurden
mit den Restriktionsenzymen BamHI und NdeI verdaut und in den schon
mit BamHI und NdeI verdauten, konstitutiv hoch exprimierenden Expressionsvektor pHCE19T(II)
inseriert, wodurch ein neuer, pGNC genannter Expressionsvektor,
etwa 4,1 kb groß,
mit neuen Restriktionsenzym-Erkennungsstellen und ohne Terminationskodon
am Ende des Gens für
das Protein der äußeren Zellmembran,
das an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, geschaffen wurde (siehe 7).
- (2) Der rekombinante Expressionsvektor pGNC-PreS1, der eine
Antigendeterminante, die einen neutralisierenden Antikörper gegen
das Hepatitis B-Virus-PreS1-Oberflächenantigen bildet, exprimieren
kann, wurde auch konstruiert. Genauer gesagt, wurde der rekombinante
Expressionsvektor durch Ausnutzung der N-terminalen Sequenz des
pgsC-Gens für
das Protein der äußeren Zellmembran
aus dem pgsBCA-Protein-Gen, das an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, und unter Verwendung eines Gram-negativen Bakteriums
als der Wirtszelle hergestellt.
Um das Hepatitis B-Virus-PreS1-Antigen-Gen
in den Oberflächenexpressionsvektor
pGNC zu inserieren, indem ein Gram-negatives Bakterium als die Wirtszelle
genutzt wird, wurden etwa 1,5 kb des Hepatitis-Virus-Gens, kloniert
im allgemeinen Klonierungsvektor pUC18, als die Matrize ausgewählt, und
Oligonucleotide mit den Nucleotidsequenzen von SEQ ID NO: 17 und
SEQ ID NO: 18 wurden als die Primer zur Amplifikation des S-Antigen-Gens
durch eine Polymerasekettenreaktion verwendet. An diesem Punkt wurde
die amplifizierte Genregion 356 bp groß. Die Primer mit den Nucleotidsequenzen
von SEQ ID NO: 17 und SEQ ID NO: 18 wurden auch so konstruiert,
dass sie die Erkennungsstellen der Restriktionsenzyme HindIII und BamHI,
die im Oberflächenexpressionsvektor
pGNC vorhanden sind, enthalten. Die amplifizierten Gene des Hepatitis
B-Virus-PreS1-Antigens wurden mit den Restriktionsenzymen HindIII
und BamHI verdaut und an die N-terminale Region des pgsC-Gens aus
dem Gen der äußeren Zellmembran,
das an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, im Oberflächenexpressionsvektor
pGNC, der bereits durch Anpassung der Translationskodons vorbereitet
worden war, ligiert. Der im Obenstehenden konstruierte rekombinante
Expressionsvektor pGNC-PreS1 ist in 7 dargestellt.
- (3) Die Expression einer Antigendeterminante, die einen neutralisierenden
Antikörper
gegen das Hepatitis B-Virus-S-Antigen bildet, unter Verwendung des
Oberflächenexpressionsvektors
pGNC-PreS1 wurde wie folgt untersucht:
Der Oberflächenexpressionsvektor
wurde in die E. coli-Wirtszelle transformiert, und Expression wurde
unter Verwendung des gleichen Verfahrens, das oben in Beispiel 3
beschrieben ist, induziert. Dann wurde die Identifizierung einer
Antigendeterminante, die einen neutralisierenden Antikörper gegen
das PreS1-Antigen bildet, fusioniert mit dem pgsC-Protein der äußeren Zellmembran,
die in der E. coli-Transformante exprimiert wurde, auf der Basis
von SDS-Polyacrylamid-Gelelektrophorese und Western-Blotting unter
Verwendung von Antikörpern
gegen das PreS1-Antigen durchgeführt
(siehe 8).
-
Wie
in 8 dargestellt, ist Bahn 1 die nicht-transformierte
Wirtszelle JM109, während
Bahnen 2 und 3 die Zelltransformante pGNC-PreS1/JM109 sind. Als
ein Ergebnis wurde das fusionierte Protein, das von dem rekombinanten
Expressionsvektor pGNC-Pre1 exprimiert wird, als eine Bande von
etwa 27 kDa identifiziert.
-
<Beispiel 8> Konstruktion der rekombinanten Oberflächenexpressionsvektoren
pHCE1LB:BCA und pHCE1LB:BCA-HB168 und Oberflächenexpression von Antigendeterminanten,
die einen neutralisierenden Antikörper gegen Hepatitis B-Virus-S-Antigen
bilden
-
- (1) Der rekombinante Expressionsvektor pHCE1LB:BCA,
der eine Antigendeterminante, die einen neutralisierenden Antikörper gegen
das Hepatitis B-Virus-S-Antigen bildet, auf einer Zelloberfläche exprimieren kann,
wurde unter Verwendung des C-terminalen pgsC-Gens aus dem pgsBCA-Gen
für das
Protein der äußeren Zellmembran,
das an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, das von einem Bacillus sp.-Stamm abgeleitet ist,
und eines Gram-negativen
Bakteriums als der Wirtszelle konstruiert.
Das Plasmid pHCE1LB
wurde als Klonierungsvektor ausgewählt, da es sich replizieren
bzw. vervielfältigen kann
und sowohl in Gram-negativen als auch Gram-positiven Bakterien selektiert
werden kann. Der Expressionsvektor pHCE1LB bestand aus einem konstitutiv
hoch exprimierenden HCE-Promotor plus den in der Klonierungsstelle
enthaltenen verschiedenen Restriktionsenzym-Erkennungsstellen, in
Gram-negativen Bakterien replizierbare Replikationsstartpunkte ("origins") und Antibiotika-Resistenzmarker
für Ampicillin.
Zusätzlich
bestand der Expressionsvektor pHCE1LB aus Replikationsstartpunkten,
die in Gram-positiven Bakterien replizierbar sind, die von Lactobacillus
sp. abgeleitet sind, und Antibiotika-Resistenzmarkern für Chloramphenicol.
Um
die N-terminalen und C-terminalen Gene, die für das pgsBCA-Protein kodieren,
aus den Proteinen der äußeren Zellmembran,
die an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt sind, zu erhalten, wurde das gesamte Chromosom als die
Matrize eingesetzt, und Oligonucleotide, die die Nucleotidsequenzen
von SEQ ID NO: 4 am N-Terminus und SEQ ID NO: 5 am C-Terminus enthalten,
wurden als die Primer zur Durchführung
einer Polymerasekettenreaktion verwendet. An diesem Punkt war die
amplifizierte Genregion von der N-terminalen Region des pgsB-Gens
für das
Protein der äußeren Membran,
das an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, bis zur C-terminalen Region von pgsA etwa 2,8 kb
groß.
Die durch die Polymerasekettenreaktion amplifizierten Gene wurden
mit den Restriktionsenzymen NcoI und BamHI verdaut und in den Expressionsvektor
pHCE1LB, der bereits mit BamHI und NcoI verdaut war, inseriert,
wodurch ein neuer Expressionsvektor, genannt pHCE1LB:BCA, etwa 8
kb groß,
mit neuen Restriktionsenzym-Erkennungsstellen, ohne Terminationskodon
am Ende des Gens für das
Protein der äußeren Zellmembran,
das an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist und das sowohl Gram-negative als auch Gram-positive
Bakterien als Wirtszelle verwendet, geschaffen wurde (siehe 9).
- (2) Der rekombinante Expressionsvektor pHCE1LB:BCA-HB168, der
eine Antigendeterminante, die einen neutralisierenden Antikörper gegen
das Hepatitis B-Virus-S-Oberflächenantigen
bildet, exprimieren kann, wurde ebenfalls konstruiert. Genauer gesagt
wurde der rekombinante Expressionsvektor unter Anwendung des gleichen
Verfahrens, wie es oben beschrieben ist, durch Ausnutzung des pgsBCA-Gens
für das
Protein der äußeren Zellmembran,
das an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, und unter Verwendung eines Gram-negativen Bakteriums als der Wirtszelle
hergestellt.
Der im Obenstehenden konstruierte rekombinante
Expressionsvektor pHCE1LB:BCA-HB168
ist in 9 dargestellt.
- (3) Die Expression einer Antigendeterminante, die einen neutralisierenden
Antikörper
gegen das Hepatitis B-Virus-S-Antigen bildet, unter Verwendung des
Oberflächenexpressionsvektors
pHCE1LB:BCA-HB168 und Salmonella typhi Ty21a als dem Gram-negativen
Wirt wurde wie folgt untersucht:
Der Oberflächenexpressionsvektor wurde
in die Salmonella typhi Ty21a-Wirtszelle transformiert, und Expression
wurde unter Anwendung des gleichen Verfahrens, wie es oben in Beispiel
3 beschrieben ist, induziert. Dann wurde die Identifizierung einer
Antigendeterminante, die auf der Zelloberfläche von Salmonella typhi Ty21a
exprimiert wurde, auf der Basis des Fraktionierungsverfahrens der äußeren Membran
durch Abtrennen der löslichen
Fraktion, der inneren Membran-Fraktion und der äußeren Membran-Fraktion und durch
Durchführung
von SDS-Polyacrylamid-Gelelektrophorese und Western-Blotting unter
Verwendung von Antikörpern
gegen das S-Antigen durchgeführt.
Als ein Ergebnis wurde bestätigt,
dass die Produktion einer Antigendeterminante, die einen neutralisierenden
Antikörper
gegen das S-Antigen bildet, die mit pgsA fusioniert ist und einer
48 kDa-Bande entspricht, in der äußeren Membran-Fraktion der Salmonella
typhi Ty21a-Fraktionen lokalisiert ist (siehe 10).
Wie in 10 dargestellt, ist Bahn 1 die
nicht-transformierte Wirtszelle, Bahn 2 ist die ganze Zelle der
Zelltransformante und die Bahnen 3, 4 und 5 sind die lösliche Fraktion,
die innere Membran-Fraktion
bzw. die äußere Membran-Fraktion
der Zelltransformante.
-
Zusätzlich wurde
die Oberflächenexpression
einer Antigendeterminante, die einen neutralisierenden Antikörper gegen
das S-Antigen bildet, durch Durchführung von fluoreszenzaktivierter
Zellsortierung (FACS)-Durchflusszytometrie verifiziert. Zu diesem
Zweck wurde das gleiche Verfahren, wie es oben in Beispiel 3 beschrieben
ist, verwendet, das ein Antigendeterminante-Protein auf der Oberfläche offenbarte,
was vom Ergebnis für
die nicht-transformierte
Salmonella typhi Ty21a verschieden war (siehe 10).
Wie in 10 dargestellt, stellt Schwarz
ohne einen Pfeil die nicht-transformierte Salmonella typhi Ty21a
dar, während
Schwarz mit einem Pfeil die transformierte Salmonella typhi Ty21a
darstellt. Als ein Er gebnis wies die mit dem Oberflächenexpressionsvektor
transformierte E. coli-Transformante eindeutig die Expression einer
Antigendeterminante, die einen neutralisierenden Antikörper gegen
das S-Antigen bildet, auf der Zelloberfläche auf.
-
<Beispiel 9> Untersuchung von Vakzinwirksamkeit in
Mikroben, die eine Antigendeterminante, die neutralisierende Antikörper gegen
Hepatitis B-Virus-S-Antigen bildet, auf der Zelloberfläche exprimieren
-
Der
rekombinante Vektor pHCE1LB:BCA-HB168, in Beispiel 8 für Oberflächenexpression
konstruiert, wurde in das Gram-negative Bakterium Salmonella typhi
Ty21a transformiert, und Expression auf der Zelloberfläche wurde
unter Anwendung des gleichen Verfahrens, wie es in Beispiel 3 beschrieben
ist, induziert. Danach wurde die Antigenität der Antigendeterminante,
die einen neutralisierenden Antikörper gegen das Hepatitis B-Virus-S-Antigen
bildet, fusioniert mit dem Protein der äußeren Zellmembran, das an der
Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, gemessen.
-
Im
Wesentlichen wurde der rekombinante Vektor pHCE1LB:BCA-HB168 zur
Oberflächenexpression in
Salmonella typhi Ty21a transformiert, und die Expression des oben
genannten Antigens wurde untersucht. Danach wurde einiges des Salmonella-Stammes
in die Nasenhöhle
von BALB/c-Mäusen
verabreicht bzw. appliziert, dann wurde(n) nach mehreren Tagen (1)
das Blutserum der Mäuse
gesammelt und das Vorhandensein von IgG-Antikörpern gegen das S-Antigen im
Serum untersucht und (2) die Organe der Mäuse gesammelt, dann das Vorhandensein
von IgA-Antikörpern
gegen das S-Antigen in der Suspensionslösung, die verwendet wurde,
um die Organe zu waschen, unter Verwendung einer enzymgekoppelten
Immunadsorptionsbestimmung (ELISA) untersucht.
-
An
diesem Punkt wurden die geernteten Zellen mehrere Male unter Verwendung
eines PBS-Puffers (pH 7,4) gewaschen und auf die gleiche Zellkonzentration
eingestellt, dann wurden 2 × 109 Salmonella typhi Ty21a, auf denen die Antigene
Oberflächen-exprimiert
worden waren, zweimal mit einem dreitägigen Intervall dazwischen
in der Nasenhöhle
von 4~6 Wochen alten BALB/c-Mäusen
verabreicht. Nach 4 Wochen wurden zwei weitere Injektionen mit einem
3-tägigen
Intervall dazwischen verabreicht, dann wurde 2 Wochen später das
Blutserum der Mäuse
und die Lösung,
die verwendet wurde, um die Organe zu waschen, gesammelt und auf
der Basis des ELISA-Verfahrens unter Verwendung des S-Antigens auf
ihre Antikörpertiter
gegen die Antigene gemessen (siehe 11).
-
Wie
in 11 dargestellt, zeigt Graph A die IgG-Antikörpertiter
gegen die S-Antigendeterminante
im Blutserum: d.h., die Titer der nicht-transformierten Salmonella,
Titer der mit dem Expressionsvektor pHCE1LB:BCA-HB168 transformierten
Salmonella und Titer der mit dem Expressionsvektor pHCE1LB:HB168 transformierten
Salmonella. In 11 zeigt Graph B die IgA-Antikörpertiter
gegen die S-Antigendeterminante in den Organen: d.h., die Titer
der nicht-transformierten Salmonella, Titer der mit dem Expressionsvektor pHCE1LB:HB168
transformierten Salmonella und Titer der mit dem Expressionsvektor
pHCE1LB:BCA-HB168 transformierten Salmonella.
-
Wie
in 11 gezeigt, wiesen das Blutserum und die Lösung, die
zum Waschen der Organe verwendet wurde, aus der BALB/c-Mäusegruppe,
der die mit dem Oberflächenexpressionsvektor
pHCE1LB:BCA168 transformierte Salmonella typhi Ty21a-Transformante
verabreicht worden war, viel höhere
Antikörpertiter
bezüglich
IgG und IgA auf, was von den Ergebnissen der anderen Gruppen verschieden
war.
-
Demnach
wurde bestätigt,
dass die Mikroben der vorliegenden Erfindung, die eine Antigendeterminante,
die einen neutralisierenden Antikörper gegen das Hepatitis B-Virus-S-Antigen bildet, auf
einer Zelloberfläche
exprimieren, als ein wirksamer Lebendimpfstoff funktionieren bzw.
wirken.
-
<Beispiel 10> Oberflächenexpression einer Antigendeterminante,
die einen neutralisierenden Antikörper gegen das Hepatitis B-Virus-S-Antigen
bildet, auf einem Gram-positiven
Bakterium, das mit dem Expressionsvektor pHCE1LB:BCA-HB168 transformiert
ist
-
Die
Oberflächenexpression
einer Antigendeterminante, die einen neutralisierenden Antikörper gegen das
Hepatitis B-Virus-S-Antigen bildet, auf dem Gram-positiven Bakterium
Lactobacillus casei, das mit dem rekombinanten Expressionsvektor
pHCE1LB:BCA-HB168, der, wie es in Beispiel 8 beschrieben ist, zur
Oberflächenexpression
konstruiert ist, transformiert ist, wurde untersucht.
-
Der
für die
Oberflächenexpression
verwendete rekombinante Expressionsvektor, wie obenstehend hergestellt,
wurde in Lactobacillus casei transformiert und (dieser) in einem
stationären
Zustand in einem 500 ml-Kolben kultiviert, der 200 ml eines MRS-Mediums
enthielt, plus 50 mg/l des Antibiotikums Chloramphenicol zum Induzieren
der Oberflächenexpression.
-
Um
die Antigendeterminante, die auf der Zelloberfläche von Lactobacillus casei
sitzt, zu lokalisieren, wurden die Zelltransformanten unter Anwendung
des Zellwand-Fraktionierungsverfahrens in Fraktionen, z.B. das Zell-Cytoplasma
und Zellwand etc., aufgetrennt und mittels Durchführung von
SDS-Polyacrylamid-Gelelektrophorese und Western-Blotting unter Verwendung
von Antikörpern
gegen das S-Antigen untersucht. Im Wesentlichen wurden die zum Exprimieren
der fusionierten Proteine auf der Zelloberfläche induzierte Lactobacillus-Transformante und
der nicht-transformierte Lactobacillus auf der Basis der gleichen
Zellkonzentration geerntet, mehrfach unter Verwendung eines TES-Puffers
(10 mM Tris-HCl, pH 8,0, 1 mM EDTA, 25% Saccharose) gewaschen, unter
Verwendung von destilliertem Wasser, enthaltend 5 mg/ml Lysozym,
1 mM PMSF und 1 mM EDTA, suspendiert, dann mehrmals gefroren und
aufgelöst
bei –60°C bzw. Raumtemperatur.
Die resultierenden Zellen wurden unter Verwendung einer Ultraschallsonde
durch Zusatz von 0,5 mg/ml DNase und 0,5 mg/ml RNase aufgebrochen.
Danach wurde die Ultraschall-behandelte Zelllösung bei 4°C für 20 Minuten bei 10.000 × g zur
Auftrennung in ein Ganz-Lactobacillus-Pellet ("whole Lactobacillus pellet") (Ganzzellfraktion), d.h.,
nicht Ultraschall-behandelt, und Zell-Debris (Überstand) zentrifugiert, dann
wieder bei 4°C
für eine
Stunde bei 21.000 × g
zentrifugiert, um einen Überstand,
enthaltend die cytoplasmatischen Proteine von Lactobacillus, und
ein Zellpellet zu sammeln. Das resultierende Zellpellet wurde in
einem TE-Puffer (10 mM Tris-HCl, pH 8,0, 1 mM EDTA, pH 7,4), enthaltend
1% SDS, suspendiert, um die Zellwandproteine (Zellwandfraktionen)
von Lactobacillus zu sammeln.
-
Jede
Fraktion wurde untersucht, um die Orte auf der Zellwand, an denen
eine Antigendeterminante einen neutralisierenden Antikörper gegen
das S-Antigen bildete, durch Durchführung von SDS-Polyacrylamid-Gelelektrophorese
und Western-Immunblotting unter Verwendung von Antikörpern gegen
das S-Antigen zu bestätigen
(siehe 12A). Wie in 12 dargestellt,
sind Bahnen 1, 3 und 5 der nicht-transformierte Lactobacillus casei,
Bahn 2 ist die ganze Zelle von Lactobacillus casei, der mit dem
Expressionsvektor pHCE1B:BCA-HB168 transformiert ist, und die Bahnen
4 und 6 sind die lösliche
Fraktion bzw. Zellwandfraktion der transformierten Zelle.
-
Zusätzlich wurde
die Oberflächenexpression
der Antigendeterminante, die einen neutralisierenden Antikörper gegen
das S-Antigen bildet, durch den C-Terminus des Poly-γ-glutamat-Synthetase-Proteins
durch Durchführung
von fluoreszenzaktivierter Zellsortierungs (FACS)-Durchflusszytometrie
verifiziert. Zu diesem Zweck wurde das gleiche Verfahren verwendet,
wie es für
Beispiel 3 beschrieben ist, welches ein Antigendeterminante-Protein
auf der Zelloberfläche
offenbarte bzw. zeigte, was vom Ergebnis für den nicht-transformierten
Lactobacillus verschieden ist (siehe 12B).
Wie in 12B dargestellt, ist die weiße Bande
der nicht-transformierte Lactobacillus, während die schwarze Bande von
dem Lactobacillus abgeleitet ist, der mit dem Expressionsvektor
pHCE1LB:BCA-HB168 transformiert ist. Als ein Ergebnis wies die mit
dem Oberflächenexpressionsvektor
transformierte Lactobacillus-Transformante
deutlich die Expression einer Antigendeterminante, die einen neutralisierenden
Antikörper
gegen das S-Antigen bildet, auf der Zelloberfläche auf.
-
<Beispiel 11> Untersuchung der Vakzinwirksamkeit 2
in Mikroben, die eine Antigendeterminante, die neutralisierende
Antikörper
gegen Hepatitis B-Virus-S-Antigen bildet, auf einer Zelloberfläche exprimieren
-
Der
in Beispiel 8 für
Oberflächenexpression
konstruierte rekombinante Vektor pHCE1LB:BCA-HB168 wurde in das
Gram-positive Bakterium Lactobacillus casei transformiert, und die
Expression auf der Zelloberfläche
wurde unter Anwendung des gleichen Verfahrens, wie es in Beispiel
3 beschrieben ist, induziert. Danach wurde die Antigenität der Antigendeterminante,
die einen neutralisierenden Antikörper gegen das Hepatitis B-Virus-S-Antigen
bildet, die mit dem Protein der äußeren Zellmembran,
das an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, gemessen.
-
Im
Wesentlichen wurde der für
Oberflächenexpression
geschaffene rekombinante Vektor pHCE1LB:BCA-HB168 in Lactobacillus
casei transformiert, (dieser wurde) geerntet, um die gleiche Zellkonzentration
zu erreichen, und mehrfach unter Verwendung eines PBS-Puffers (pH
7,4) gewaschen. Dann wurden der Mundhöhle von 4~6 Wochen alten BALB/c-Mäusen dreimal
mit einem Tag Abstand dazwischen 5 × 1010 Lactobacillus-Zellen,
auf denen die Antigene Oberflächen-exprimiert
worden waren, verabreicht, dann wurden nach 4 Wochen 3 weitere Injektionen
mit einem Tag Abstand gegeben. Zusätzlich wurden der Nasenhöhle von
BALB/c-Mäusen
1 × 1010 Lactobacillus-Zellen, auf denen die Antigene
Oberflächen-exprimiert
worden waren, zweimal mit einem 3-tägigen Abstand dazwischen und
nach 4 Wochen 2 weitere Injektionen mit einem 3-tägigen Abstand
dazwischen verabreicht. Zwei Wochen nach den oralen und nasalen
Verabreichungen wurde das (1) Blutserum der Mäuse gesammelt, und die IgG-Antikörpertiter
gegen das S-Antigen wurden untersucht, und (2) die Organe der Mäuse wurden
gesammelt und die IgA-Antikörpertiter
gegen das S-Antigen in der Suspensionslösung, die verwendet wurde,
um die Organe zu waschen, unter Verwendung einer enzymgekoppelten
Immunadsorptionsbestimmung (siehe 13).
-
Wie
in 13 dargestellt, zeigt Graph A die IgG-Antikörpertiter
gegen die S-Antigendeterminante
für das
Blutserum: d.h., die Titer des mit dem Expressionsvektor pHCE1LB:BCA-HB168
transformierten Lactobacillus in der Gruppe mit nasaler Verabreichung
("nasal administered
group"), Titer des
mit dem Expressionsvektor pHCE1LB:BCA-HB168 transformierten Lactobacillus
in der Gruppe mit oraler Verabreichung ("oral administered group"), Titer des mit
dem Expressionsvektor pHCE1LB:HB168 (in dem das pgsBCA-Gen deletiert ist
und von dem HB168 in den Zellen exprimiert werden kann) tranformierten
Lactobacillus in der Gruppe mit oraler Verabreichung und Titer des
nicht-transformierten Lactobacillus in der Gruppe mit oraler Verabreichung. In 13 zeigt
Graph B die IgA-Antikörpertiter
gegen die S-Antigendeterminante für die Organe: d.h., die Titer des
nicht-transformierten Lactobacillus, Titer des mit dem Expressionsvektor
pHCE1LB:HB168 transformierten Lactobacillus, Titer des mit dem Expressionsvektor
pHCE1LB:BCA-HB168 transformierten Lactobacillus. Die Experimente
wurden unter Verwendung getrennter Gruppen durchgeführt: Gruppe
mit nasaler Verabreichung und Gruppe mit oraler Verabreichung.
-
Wie
es in 11 gezeigt wurde, wies das Blutserum
und die zum Waschen der Organe verwendete Lösung aus der BALB/c-Mäuse-Gruppe,
der die mit dem Oberflächenexpressionsvektor pHCE1LB:BCA-HB168
transformierte Lactobacillus-Transformante verabreicht wurde, viel
höhere
Antikörpertiter
bei IgG und IgA auf, was von den Ergebnissen der Vergleichsgruppen
verschieden war.
-
Dementsprechend
wurde bestätigt,
dass die Mikroben der vorliegenden Erfindung, die eine Antigendeterminante,
die einen neutralisierenden Antikörper gegen das Hepatitis B-Virus-S-Antigen bildet,
auf einer Zelloberfläche
exprimieren, als ein wirksamer Lebendimpfstoff wirken.
-
<Beispiel 12> Konstruktion des Oberflächenexpressionsvektors
pHCE1LB:A
-
Ein
rekombinanter Expressionsvektor, der eine Antigendeterminante, die
einen neutralisierenden Antikörper
gegen das Hepatitis B-Virus-S-Antigen bildet, exprimieren kann,
wurde unter alleiniger Verwendung des pgsA-Gens für das Protein
der äußeren Zellmembran
aus dem pgsBCA-Gen, das an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, das von einem Bacillus sp.-Stamm abgeleitet ist,
konstruiert: d.h., der Oberflächenexpressionsvektor
pHCE1LB:A, der Gram-negative oder Gram-positive Bakterien als Wirtszelle
nutzen kann.
-
Um
die N-terminalen und C-terminalen Gene, die für das pgsA-Protein unter den
Proteinen der äußeren Zellmembran,
die an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt sind, kodieren, zu erhalten, wurde das gesamte Chromosom
als die Matrize eingesetzt, und Oligonucleotide, die die Nucleotidsequenzen
von SEQ ID NO: 10 am N-Terminus und von SEQ ID NO: 5 am C-Terminus
enthalten, wurden als die Primer zur Durchführung einer Polymerasekettenreaktion
verwendet.
-
An
diesem Punkt war die amplifizierte Genregion von der N-terminalen
Region des pgsA-Gens für
das Protein der äußeren Zellmembran,
das an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, bis zur C-terminalen Region etwa 1,1 kb. Die durch
die Polymerasekettenreaktion amplifizierten Gene wurden mit den
Restriktionsenzymen NdeI und BamHI verdaut und in den bereits mit
BamHI und NdeI verdauten Expressionsvektor pHCE1LB inseriert, wodurch
ein neuer Expressionsvektor, pGNCA genannt, etwa 6,3 kb groß, mit neuen
Restriktionsenzym-Erkennungsstellen,
ohne Terminationskodon am Ende des Gens des Proteins der äußeren Zellmembran
und mit der Fähigkeit,
sowohl Gram-negative als auch Gram-positive Bakterien als Wirtszelle
zu nutzen, geschaffen wurde (siehe 14).
-
<Beispiel 13> Konstruktion des rekombinanten Oberflächenexpressionsvektors
pHCE1LB:A-TGEN1 und Oberflächenexpression
von TGE N-Antigen
-
Der
rekombinante Expressionsvektor pHCE1LB:A-TGEN1, der ein Nucleoprotein
bzw. Kernprotein (N)-Antigen des Transmissible-Gastroenteritis-Virus
(TGE), der übertragbare
gastrische Erkrankungen bei Schweinen ("porcine transmissible gastric diseases") auslöst, auf
einer Zelloberfläche
exprimieren kann, wurde unter Verwendung des pgsA-Gens aus dem pgsBCA-Gen
für das
Protein der äußeren Zellmembran,
das an der Synthese von Poly-γ-glutamat beteiligt
ist, das von einem Bacillus sp.-Stamm abgeleitet ist, und Gram-negativer
oder Gram-positiver Bakterien als Wirtszelle konstruiert.
-
Um
die Antigendeterminante-Hauptregion ("major antigenic determinant region") der N-Antigen-Gene des
TGE-Virus in den Oberflächenexpressionsvektor
pHCE1LB:A, wie er in Beispiel 12 hergestellt wurde, einzuführen, wobei
Gram-negative oder Gram-positive Bakterien als Wirtszelle verwendet
wurden, wurden etwa 1,1 kb des TGE-Virus-Gens in den allgemeinen
Klonierungsvektor pUC8 kloniert und als die Matrize ausgewählt, und
Oligonucleotide mit den Nucleotidsequenzen von SEQ ID NO: 19 und
SEQ ID NO: 20 wurden als die Primer zur Durchführung einer Polymerasekettenreaktion
(PCR) eingesetzt, um das S-Antigen-Gen zu amplifizieren. Als ein
Ergebnis wurde ein 415 bp großes
amplifiziertes Genfragment erhalten. An diesem Punkt wurden die
Primer mit den Nucleotidsequenzen von SEQ ID NO: 19 und SEQ ID NO:
20 auch so konstruiert, dass sie die Erkennungsstellen der Restriktionsenzyme
BamHI und HindIII, die im Oberflächenexpressionsvektor
pHCE1LB:A vorhanden sind, enthalten.
-
Danach
wurde das amplifizierte N-Antigen-Gen des TGE-Virus mit den Restriktionsenzymen
BamHI und HindIII verdaut und mit der bereits vorbereiteten C-terminalen
Region des pgsA-Gens für
das Protein der äußeren Zellmembran
im Oberflächenexpressionsvektor
pHCE1LB:A durch Anpassen der Translationskodons ligiert. Der resultierende
rekombinante Expressionsvektor pHCE1LB:A-TGEN1 ist in 1 dargestellt.
-
Die
Oberflächenexpression
des TGE-Virus-N-Antigens wurde mit E. coli und Lactobacillus unter
Verwendung des rekombinanten Expressionsvektors pHCE1LB:A-TGEN1
untersucht. Zu diesem Zweck wurde der rekombinante Expressionsvektor
in E. coli und Lactobacillus transformiert, und die Expression durch
das gleiche Verfahren, wie es oben beschrieben ist, induziert. Die
Expression des TGE-N-Antigens, das mit dem Protein der äußeren Zellmembran
fusioniert ist, auf der Zelloberfläche wurde dann durch Durchführung von SDS-Polyacrylamid-Gelelektrophorese
und Western-Immunblotting unter Verwendung eines Antikörpers gegen
das TGE-N-Antigen bzw. das pgsA-Protein bestätigt (siehe 15).
-
Wie
in 15 dargestellt, ist in A Bahn 1 die nicht-transformierte
Wirtszelle JM109, und Bahnen 2 und 3 sind die Zelltransformante
pHCE1LB:A-TGEN1/JM109, während
in B Bahn 1 die nicht-transformierte Wirtszelle Lactobacillus casei
ist und Bahnen 2 und 3 die Lactobacillus casei-Transformante pHCE1LB:A-TGEN1 sind.
Als ein Ergebnis wurde festgestellt, dass die Bande, die dem fusionierten
Protein, das von dem Expressionsvektor pHCE1LB:A-TGEN1 produziert wird, entspricht, etwa
57 kDa groß ist.
-
<Beispiel 14> Konstruktion des rekombinanten Oberflächenexpressionsvektors
pHCE1LB:A-PEDN und Oberflächenexpression
von PED N-Antigen
-
- (1) Der rekombinante Expressionsvektor pHCE1LB:A-PEDN,
der ein Nucleoprotein (N)-Antigen des porcinen epidemischen Diarrhoe-Virus
(PED), der übertragbare
gastrische Erkrankungen bei Schweinen auslöst, auf einer Zelloberfläche exprimieren
kann, wurde unter Verwendung des pgsA-Gens aus dem pgsBCA-Gen für das Protein
der äußeren Zellmembran,
das an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, das von einem Bacillus sp.-Stamm abgeleitet ist,
und Gram-negativer oder Gram-positiver Bakterien als Wirtszelle,
konstruiert.
Um die Antigendeterminante-Region der N-Antigen-Gene
des PED-Virus in den Oberflächenexpressionsvektor
pHCE1LB:A, wie er in Beispiel 12 hergestellt wurde, einzuführen, wobei
Gram-negative oder Gram-positive Bakterien als Wirtszelle verwendet
wurden, wurden etwa 1,3 kb des PED-Virus-Gens in den allgemeinen
Klonierungsvektor pUC8 kloniert und als die Matrize ausgewählt, und
Oligonucleotide mit den Nucleotidsequenzen von SEQ ID NO: 21 und
SEQ ID NO: 22 wurden als die Primer zur Durchführung einer Polymerasekettenreaktion (PCR)
eingesetzt, um das S-Antigen-Gen zu amplifizieren. Als ein Ergebnis
wurde ein 1326 bp großes
amplifiziertes Genfragment erhalten. An diesem Punkt wurden die
Primer mit den Nucleotidsequenzen von SEQ ID NO: 21 und SEQ ID NO:
22 auch so konstruiert, dass sie die Erkennungsstellen der Restriktionsenzyme
BamHI und HindIII, die im Oberflächenexpressionsvektor
pHCE1LB:A vorhanden sind, enthalten.
Danach wurde das amplifizierte
N-Antigen-Gen des PED-Virus mit den Restriktionsenzymen BamHI und HindIII
verdaut und mit der durch Anpassung der Translationskodons bereits
vorbereiteten C-terminalen Region des pgsA-Gens für das Protein
der äußeren Zellmembran
im Oberflächenexpressionsvektor pHCE1LB:A
ligiert. Der resultierende rekombinante Expressionsvektor pHCE1LB:A-PEDN
ist in 14 dargestellt.
- (2) Die Oberflächenexpression
des PED-Virus-N-Antigens auf E. coli und Lactobacillus wurde unter
Verwendung des rekombinanten Expressionsvektors pHCE1LB:A-PEDN untersucht.
Zu diesem Zweck wurde der rekombinante Expressionsvektor in E. coli
und Lactobacillus transformiert, und die Expression durch das gleiche
Verfahren, wie es oben beschrieben ist, induziert. Dann wurde die
Expression des PED-N-Antigens, das mit dem pgsA-Protein der äußeren Zellmembran
fusioniert ist, auf der Zelloberfläche durch Durchführung von
SDS-Polyacrylamid-Gelelektrophorese
und Western-Immunblotting unter Verwendung eines Antikörpers gegen
das PED-N-Antigen bzw. das pgsA-Protein bestätigt (siehe 16).
-
Wie
in 16 dargestellt, ist in A Bahn 1 die nicht-transformierte
Wirtszelle JM109, und Bahnen 2 und 3 sind die Zelltransformante
pHCE1LB:A-TGEN1/JM109, während
in B Bahn 1 die nicht-transformierte Wirtszelle Lactobacillus casei
ist, Bahn 2 die Lactobacillus casei-Transformante pHCE1LB:A ist
und Bahn 3 die Lactobacillus casei-Transformante pHCE1LB:A-PEDN
ist.
-
Wie
es in den Figuren beschrieben ist, wurde festgestellt, dass die
Bande, die dem fusionierten Protein, das von dem Expressionsvektor
pHCE1LB:A-PEDN produziert wird, entspricht, etwa 90 kDa groß ist.
-
<Beispiel 15> Analyse der Vakzinwirksamkeit 2 in Lactobacillus,
der N-Antigen von TGE-Virus und von PED-Virus auf der Zelloberfläche exprimiert
-
Die
rekombinanten Vektoren pHCE1LB:A-TGEN1 und pHCE1LB:A-PEDN, die in
den Beispielen 13 bzw. 14 für
die Oberflächenexpression
konstruiert wurden, wurden in das Gram-positive Bakterium Lactobacillus casei
transformiert und Expression auf der Zelloberfläche wurde durch das gleiche
Verfahren, wie es in Beispiel 3 beschrieben ist, induziert. Danach
wurden die Antigenitäten
des TGE-Virus-N-Antigens und des PED-Virus-N-Antigens, die mit dem
pgsA-Protein der äußeren Zellmembran,
das an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, fusioniert sind, gemessen.
-
Im
Wesentlichen wurden die für
Oberflächenexpression
geschaffenen rekombinanten Vektoren pHCE1LB:A-TGEN1 und pHCE1LB:A-PEDN
in Lactobacillus casei transformiert, (dieser wurde) geerntet, um die
gleiche Zellkonzentration zu erreichen, und mehrfach unter Verwendung
eines PBS-Puffers (pH 7,4) gewaschen. Dann wurden 5 × 10 Zellen
des Lactobacillus-Stammes, auf dem die N-Antigene Oberflächen-exprimiert
worden waren, dreimal mit einem eintägigen Abstand dazwischen oral
und unabhängig
an 4~6 Wochen alte BALB/c-Mäuse verabreicht,
dann nach einer Woche dreimal mit einem eintägigen Abstand dazwischen injiziert.
Vier Wochen nach der ersten Verabreichung wurde (1) das Blutserum
der Mäuse
gesammelt und die Produktion von IgG-Antikörpern gegen die N-Antigene
durch Durchführung
von Western-Blotting mit den N-Antigenen untersucht (siehe 17).
-
Infolgedessen
wurde, wie es in 17 dargestellt ist, festgestellt,
dass das Blutserum der BALB/c-Mäuse-Gruppe,
der die Lactobacillus-Transformante transformiert, entweder mit
dem Oberflächenexpressionsvektor
pHCE1LB:A-TGN1 (A) oder pHCE1LB:A-PEDN (B), verabreicht worden war,
Antikörper
gegen die N-Antigene umfasste.
-
<Beispiel 16> Konstruktion des rekombinanten Expressionsvektors
pHCE1LB:A-PreS1
und Oberflächenexpression
von PreS1-Antigen
-
- (1) Ein rekombinanter Expressionsvektor, der
das PreS1-Antigen aus dem Hepatitis B-Virus-S-Antigen auf einer
Zelloberfläche
exprimieren kann, wurde konstruiert, wobei nur das pgsA-Gen für das Protein
der äußeren Zellmembran
aus dem pgsBCA-Gen, das an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, das von einem Bacillus sp.-Stamm abgeleitet ist,
d.h., der Oberflächenexpressionsvektor
pHCE1LB:A-PreS1, der sowohl Gram-negative als auch Gram-positive Bakterien
als Wirtszelle nutzen kann, verwendet wurde.
Um die PreS1-Antigendeterminante
aus den Hepatitis B-Virus-Oberflächenantigenen
in den Oberflächenexpressionsvektor
pHCE1LB:A, wie er in Beispiel 12 hergestellt wurde, einzuführen, wobei
Gram-positive oder Gram-negative Bakterien als die Wirtszelle verwendet
werden, wurden etwa 1,5 kb des Hepatitis B-Virus-Gens in den allgemeinen
Klonierungsvektor pUC8 kloniert und als die Matrize eingesetzt,
und Oligonucleotide, die die Nucleotidsequenz von SEQ ID NO: 17
und SEQ ID NO: 18 enthalten, wurden als die Primer zur Durchführung einer
Polymerasekettenreaktion verwendet.
An diesem Punkt wurde das
amplifizierte HBV-S-Antigen-Gen mit den Restriktionsenzymen BamHI
und HindIII verdaut und in den Expressionsvektor pHCE1LB:A, vorbereitet
durch Anpassung des Translationskodons, am C-Terminus des pgsA-Gens
für das
Protein der äußeren Zellmembran
ligiert, wodurch ein neuer rekombinanter Expressionsvektor, pHCE1LB:A-PreS1
genannt, geschaffen wurde, wie in 18 dargestellt.
- (2) Die Oberflächenexpression
des HBV-PreS1-Antigens wurde in E. coli unter Verwendung des rekombinanten
Expressionsvektors pHCE1LB:A-PreS1 untersucht. Zu diesem Zweck wurde
der rekombinante Expressionsvektor in E. coli transformiert, und
Expression wurde unter Anwendung des gleichen Verfahrens, wie es
in Beispiel 3 beschrieben ist, induziert. Dann wurde die Expression
des PreS1-Antigens, das mit dem pgsA-Protein der äußeren Zellmembran
fusioniert ist, auf der Zelloberfläche durch Durchführung von SDS-Polyacryl amid-Gelelektrophorese
und Western-Immunblotting unter Verwendung eines Antikörpers gegen
das PreS1-Antigen bestätigt
(siehe 20, in A).
-
Wie
es in 20 in A dargestellt ist, ist
Bahn 1 die nicht-transformierte Wirtszelle JM109, und Bahn 2 ist
die Zelltransformante pHCE1LB:A-PreS1/JM109.
-
Als
ein Ergebnis wurde festgestellt, dass die Bande, die dem fusionierten
Protein, das von dem Expressionsvektor pHCE1LB:A-TGEN1 produziert
wird, entspricht etwa 55 kDa groß ist.
-
<Beispiel 17> Konstruktion des rekombinanten Oberflächenexpressionsvektors
pHCE1LB:A-PreS2
-
Der
rekombinante Expressionsvektor pHCE1LB:A-PreS2, der das PreS2-Antigen
aus den Hepatitis B-Virus-Oberflächen-Antigenen
auf einer Zelloberfläche
exprimieren kann, wurde unter Verwendung des pgsA-Gens des pgsBCA-Gens
für das
Protein der äußeren Zellmembran,
das an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, das von einem Bacillus sp.-Stamm abgeleitet ist,
und Gram-negativer oder Gram-positiver Bakterien als Wirtszelle
konstruiert.
-
Um
die Antigendeterminante-Region der PreS2-Antigen-Gene des Hepatitis
B-Virus in den Oberflächenexpressionsvektor
pHCE1LB:A, wie er in Beispiel 12 hergestellt wurde, einzuführen, wobei
Gram-negative oder Gram-positive Bakterien als die Wirtszelle verwendet
werden, wurden etwa 1,3 kb des Hepatitis B-Virus-Gens in den allgemeinen
Klonierungsvektor pUC8 kloniert und als die Matrize ausgewählt, und
Oligonucleotide, die die Nucleotidsequenz von SEQ ID NO: 23 und
SEQ ID NO: 24 enthalten, wurden als die Primer zur Durchführung einer
PCR verwendet, um das PreS2-Antigen-Gen zu amplifizieren. An diesem
Punkt war die amplifizierte Genregion etwa 165 bp groß. Die Primer
mit SEQ ID NO: 23 und SEQ ID NO: 24 wurden auch so konstruiert,
dass sie die Erkennungsstellen der Restriktionsenzyme BamHI und
HindIII umfassen, die im Oberflächenexpressionsvektor
pHCE1LB:A vorhanden sind.
-
Das
PreS2-Antigen-Gen des HBV, das durch die Polymerasekettenreaktion
amplifiziert wurde, wurde mit den Restriktionsenzymen BamHI und
HindIII verdaut und in die C-terminale Region des pgsA-Gens für das Protein
der äußeren Zellmembran
im Oberflächenexpressionsvektor
pHCE1LB:A, der bereits verdaut worden war, um das Translationskodon
anzupassen, inseriert, wodurch der neue rekombinante Expressionsvektor pHCE1LB:A-PreS2
geschaffen wurde, wie er in 18 dargestellt
ist.
-
<Beispiel 18> Konstruktion des rekombinanten Expressionsvektors
pHCE1LB:A-PreS1:PreS2
und Oberflächenexpression
von PreS1-Antigen
-
- (1) Ein rekombinanter Expressionsvektor, der
eine fusionierte Form des PreS1-Antigens
und des PreS2-Antigens aus den Hepatitis B-Virus-Oberflächen-Antigenen
auf einer Zelloberfläche
exprimieren kann, wurde konstruiert, wobei nur das pgsA-Gen für das Protein
der äußeren Zellmembran
aus dem pgsBCA-Gen, das an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, das von einem Bacillus sp.-Stamm abgeleitet ist,
verwendet wurde: d.h., der Oberflä chenexpressionsvektor pHCE1LB:A-PreS1:PreS2,
der Gram-negative oder Gram-positive Bakterien als die Wirtszelle
verwenden kann.
Um die PreS1- und PreS2-Antigendeterminanten
aus den Hepatitis B-Virus-Oberflächen-Antigenen
in den Oberflächenexpressionsvektor
pHCE1LB:A, wie er in Beispiel 12 hergestellt wurde, einzuführen, wobei Gram-positive
oder Gram-negative Bakterien als Wirtszelle verwendet werden, wurden
etwa 1,5 kb des Hepatitis B-Virus-Gens in den allgemeinen Klonierungsvektor
pUC8 kloniert und als die Matrize eingesetzt, und Oligonucleotide,
die die Nucleotidsequenzen von SEQ ID NO: 17 und SEQ ID NO: 24 enthalten,
wurden als die Primer zur Durchführung
einer Polymerasekettenreaktion verwendet. An diesem Punkt war die amplifizierte
Region der Gene 522 bp groß.
Die
amplifizierten HBV-PreS1:PreS2-Antigen-Gene wurden mit den Restriktionsenzymen
BamHI und HindIII verdaut und in den Expressionsvektor pHCE1LB:A,
der durch Anpassen des Translationskodons am C-Terminus des pgsA-Gens
des Proteins der äußeren Zellmembran
vorbereitet wurde, ligiert, wodurch der neue rekombinante Expressionsvektor
pHCE1LB:A-PreS1:PreS2 geschaffen wurde, wie er in 19 dargestellt
ist.
- (2) Die Oberflächenexpression
der HBV-PreS1- und PreS2-Antigene wurde in E. coli unter Verwendung
des rekombinanten Expressionsvektors pHCE1LB:A-PreS1:PreS2 untersucht.
Zu diesem Zweck wurde der rekombinante Expressionsvektor in E. coli
transformiert, und Expression wurde unter Anwendung des gleichen
Verfahrens, wie es in Beispiel 3 beschrieben ist, induziert. Dann
wurde die Expression des PreS1:PreS2-Antigens, das mit dem pgsA-Protein
der äußeren Zellmembran
fusioniert ist, auf der Zelloberfläche durch Durchführung von
SDS-Polyacrylamid-Gelelektrophorese und Western-Immunblotting unter Verwendung
eines Antikörpers
gegen das PreS1-Antigen bestätigt
(siehe 20, in A).
-
Wie
es in 20 in A dargestellt ist, ist
in A Bahn 1 die nicht-transformierte Wirtszelle JM109 und Bahn 3
ist die Zelltransformante pHCE1LB:A-PreS1:PreS2/JM109.
-
Als
ein Ergebnis wurde festgestellt, dass die Bande, die dem fusionierten
Protein entspricht, das von dem Expressionsvektor pHCE1LB:A-TGEN1
produziert wird, etwa 60 kDa groß ist.
-
<Beispiel 19> Konstruktion des rekombinanten Oberflächenexpressionsvektors
pHCE1LB:A-L und Oberflächenexpression
von L-Antigen
-
- (1) Der rekombinante Expressionsvektor pHCE1LB:A-L,
der eine fusionierte Form bzw. Fusionsform der PreS1-, PreS2- und
S-Antigene aus den Hepatitis B-Virus-Oberflächen-Antigenen auf einer Zelloberfläche exprimieren
kann, wurde unter Verwendung des pgsA-Gens aus dem pgsBCA-Gen für das Protein
der äußeren Zellmembran,
das an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, das von einem Bacillus sp.-Stamm abgeleitet ist,
und Gram-positiver oder Gram-negativer Bakterien als Wirtszelle
konstruiert. Die Primer mit SEQ ID NO: 25 wurden auch so konstruiert,
dass sie die Erkennungsstellen der Restriktionsenzyme BamHI und
HindIII umfassen, die in dem Oberflächenexpressionsvektor pHCE1LB:A
vorhanden sind.
Das amplifizierte L-Gen des Hepatitis B-Virus
wurde mit den Restriktionsenzymen HindIII und BamHI verdaut und
an die durch Anpassung der Translationskodons vorbereitete C-terminale
Region des pgsA-Gens aus dem Gen der äußeren Zellmembran ligiert.
Der rekombinante Expressionsvektor pHCE1LB:A-L ist in 19 dargestellt.
- (3) Die Oberflächenexpression
des L-Antigens als ein fusioniertes Antigen bzw. Fusionsantigen,
zusammengesetzt aus den PreS1-, PreS2- und S-Antigenen, unter Verwendung
des Oberflächenexpressionsvektors
pHCE1LB:A-L wurde in E. coli untersucht. Zu diesem Zweck wurde der
Oberflächenexpressionsvektor in
E. coli-Wirtszellen transformiert, und Expression wurde unter Anwendung
des gleichen Verfahrens, wie es in Beispiel 3 beschrieben ist, induziert.
Dann wurde die Expression des L-Antigens, das mit dem pgsA-Protein
der äußeren Zellmembran
fusioniert ist, in der E. coli-Transformante durch Durchführung von SDS-Polyacrylamid-Gelelektrophorese
und Western-Blotting unter Verwendung von Anitkörpern gegen das PreS1-Antigen
bestätigt
(siehe 20, B). Wie in 20 dargestellt,
ist Bahn 1 die nicht-transformierte Wirtszelle JM109, und Bahnen
2 und 3 sind die Zelltransformante pHCE1LB:A/JM109.
-
Als
ein Ergebnis wurde das fusionierte Protein, das ausgehend von dem
rekombinanten Expressionsvektor pHCE1LB:A-L exprimiert wird, als
eine Bande von etwa 86 kDa identifiziert.
-
<Beispiel 20> Konstruktion des rekombinanten Oberflächenexpressionsvektors
pHCE1LB:A-TNF-α
-
Der
rekombinante Expressionsvektor pHCE1LB:A-TNF-α, der eine fusionierte Form
des Tumornekrosefaktors α (TNF-α), ein Protein
zur pharmazeutischen und klinischen Verwendung, auf einer Zelloberfläche exprimieren
kann, wurde unter Verwendung des pgsA-Gens aus dem pgsBCA-Gen für das Protein
der äußeren Zellmembran,
das an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, das von einem Bacillus sp.-Stamm abgeleitet ist,
und Gram-positiver oder Gram-negativer Bakterien als Wirtszelle
konstruiert.
-
Um
das TNF-α-Gen
in den Oberflächenexpressionsvektor
pHCE1LB:A, wie er in Beispiel 12 konstruiert wurde, einzuführen, wobei
Gram-positive oder Gram-negative Bakterien als die Wirtszelle verwendet
werden, wurden etwa 0,5 kb des TNF-α-Gens in den allgemeinen Klonierungsvektor
pUC8 kloniert und als die Matrize eingesetzt, und Oligonucleotide,
die die Nucleotidsequenzen von SEQ ID NO: 26 und SEQ ID NO: 27 enthalten,
wurden als die Primer zur Durchführung
einer Polymerasekettenreaktion verwendet. An diesem Punkt war der
amplifizierte Bereich der Gene 482 bp groß. Die Primer mit SEQ ID NO:
26 und SEQ ID NO: 27 wurden auch so konstruiert, dass sie die Erkennungsstellen
der Restriktionsenzyme BamHI und HindIII umfassen, die in dem Oberflächenexpressionsvektor
pHCE1LB:A vorhanden sind.
-
Das
amplifizierte L-Gen des Hepatitis B-Virus wurde mit den Restriktionsenzymen
HindIII und BamHI verdaut und durch Anpassen der Translationskodons
mit der C-terminalen Region des Gens der äußeren Zellmembran, das an der
Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, ligiert. Der im Obenstehenden konstruierte rekombinante
Expressionsvektor pHCE1LB:A-TNF-α ist in 21 dargestellt.
-
<Beispiel 21> Konstruktion des rekombinanten Oberflächenexpressionsvektors
pGNA-Lipase und Oberflächenexpression
von Lipase
-
Der
rekombinante Expressionsvektor pGNA-Lipase, der das Enzym Lipase
auf einer Zelloberfläche exprimieren
kann, wurde unter Verwendung des pgsA-Gens aus dem pgsBCA-Gen für das Protein
der äußeren Zellmembran,
das an der Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, das von einem Bacillus sp.-Stamm abgeleitet ist,
und eines Gram-negativen Bakteriums als der Wirtszelle konstruiert.
-
Um
das Lipase-Gen in den Oberflächenexpressionsvektor
pGNA einzuführen,
wobei ein Gram-negatives Bakterium als die Wirtszelle verwendet
wird, wurden etwa 0,5 kb des Lipase-Gens in den allgemeinen Klonierungsvektor
pUC8 kloniert und als die Matrize eingesetzt, und Oligonucleotide,
die die Nucleotidsequenzen von SEQ ID NO: 28 und SEQ ID NO: 29 enthalten,
wurden als die Primer zur Durchführung
einer Polymerasekettenreaktion verwendet. An diesem Punkt war die
amplifizierte Region der Gene 546 bp groß. Die Primer mit SEQ ID NO:
28 und SEQ ID NO: 29 wurden auch so konstruiert, dass sie die Erkennungsstellen
der Restriktionsenzyme BamHI und HindIII umfassen, die in dem Oberflächenexpressionsvektor
pGNA vorhanden sind.
-
Das
amplifizierte L-Gen des Hepatitis B-Virus wurde mit den Restriktionsenzymen
HindIII und BamHI verdaut und durch Anpassen der Translationskodons
mit der C-terminalen Region des Gens der äußeren Zellmembran, das an der
Synthese von Poly-γ-glutamat
beteiligt ist, ligiert. Der im Obenstehenden konstruierte rekombinante
Expressionsvektor pGNA-Lipase ist in 22 dargestellt.
- (2) Die Oberflächenexpression des Lipase-Gens
in E. coli wurde unter Verwendung des rekombinanten Expressionsvektors
pGNA-Lipase untersucht. Zu diesem Zweck wurde der Expressionsvektor
pGNA-Lipase in E. coli transformiert, und Expression wurde durch
das gleiche Verfahren, wie es in Beispiel 3 beschrieben ist, induziert.
Danach wurde die enzymatische Aktivität der Lipase, die auf der Zelloberfläche exprimiert wird,
auf einem Agarmedium (1% Trypton, 0,5% Hefeextrakt, 0,619% NaCl,
0,5% Gummi arabicum, 1 mM CaCl, 1% Tricaprylin), enthaltend 1% Tricaprylin
anhand Öl-Abbauaktivität, untersucht.
Die E. coli-Transformante wurde auf dem Agarmedium, enthaltend 1%
eines Ölsubstrats,
ausgestrichen, dann wurde sie in einem Dauerzustand ("sustained state") bei 37°C für 9 Stunden
kultiviert.
-
Als
ein Ergebnis veränderte
der Abbau des Ölsubstrats
(das Medium) der durchsichtigen Bereiche (siehe 22),
wodurch die Oberflächenexpression
der Lipase auf der Zelloberfläche
bestätigt
wurde.
-
<Beispiel 22> Konstruktion des rekombinanten Oberflächenexpressionsvektors
pGNA-Amidase und Oberflächenexpression
von Amidase
-
- (1) Der rekombinante Expressionsvektor pGNA-Amidase,
der das Enzym Amidase auf einer Zelloberfläche exprimieren kann, wurde
unter Verwendung des pgsA-Gens aus dem pgsBCA-Gen für das Protein
der äußeren Zellmembran,
das an der Synthese von Poly-γ-glutamat beteiligt
ist, das von einem Bacillus sp.-Stamm abgeleitet ist, und eines
Gram-negativen Bakteriums
als der Wirtszelle konstruiert.
Um das Amidase-Gen in den Oberflächenexpressionsvektor
pGNA einzuführen,
wobei ein Gram-negatives Bakterium als die Wirtszelle verwendet
wurde, wurden etwa 0,8 kb des Amidase-Gens in den E. coli-Expressionsvektor
pGNA kloniert und als die Matrize eingesetzt, und Oligonucleotide,
die die Nucleotidsequenzen von SEQ ID NO: 30 und SEQ ID NO: 31 enthalten,
wurden als Primer für
eine Polymerasekettenreaktion verwendet. An diesem Punkt war die
amplifizierte Region der Gene 792 bp groß. Die Primer mit SEQ ID NO:
30 und SEQ ID NO: 31 waren auch so konstruiert, dass sie die Erkennungsstellen
der Restriktionsenzyme BamHI und HindIII umfassen, die im Oberflächenexpressionsvektor
pGNA vorhanden sind.
Das amplifizierte L-Gen des Hepatitis
B-Virus wurde mit den Restriktionsenzymen HindIII und BamHI verdaut
und mit dem Oberflächenexpressionsvektor
pGNA in der C-terminalen
Region des Gens der äußeren Zellmembran,
das an der Synthese von Poly-γ-glutamat beteiligt
ist, durch Anpassung der Translationskodons ligiert. Der im Obenstehenden
konstruierte rekombinante Expressionsvektor pGNA-Amidase ist in 23 dargestellt.
- (2) Die Oberflächenexpression
des Amidase-Gens in E. coli wurde unter Verwendung des rekombinanten Expressionsvektors
pGNA-Amidase untersucht. Zu diesem Zweck wurde der Expressionsvektor
pGNA-Amidase in E. coli transformiert, und Expression wurde durch
das gleiche Verfahren, wie es für
Beispiel 3 beschrieben ist, induziert. Danach wurde die Enzymaktivität der auf
der Zelloberfläche
exprimierten Amidase durch Zugabe der E. coli zu 100 mM einer Tris-HCl-Pufferlösung (pH
8,0), enthaltend 10 mM D-AlaNH als ein Substrat und 0,5 mM CoCl
als einen Co-Faktor, untersucht. Genauer gesagt, wurden die E. coli,
auf der die Amidase exprimiert worden war, nach Umsetzung für einige
Stunden und nachdem der OD-Wert bei
600 nm für
Zellwachstum 1 als ein Einheitsvolumen ("unit volume") war, unter Verwendung von HPLC (Hypersil
ODS; 250 × 4,6
mm-Säule)
untersucht. An diesem Punkt wurden Wildtyp-E. coli und die Zelltransformante,
die den Oberflächenexpressionsvektor
pGNA enthielt, eingesetzt, um die Enzymaktivitäten der auf der Zelloberfläche exprimierten
Amidase zu vergleichen.
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Wie
in 23 dargestellt, wurde festgestellt, dass die E.
coli-Transformante der vorliegenden Erfindung 100 Mal mehr Amidase-Aktivität aufweist
als die Kontrollgruppe. Folglich wurde bestätigt, dass das Verfahren zur
Oberflächenexpression
in der vorliegenden Erfindung Amidase wirksam auf der Zelloberfläche exprimiert.
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GEWERBLICHE
ANWENDBARKEIT
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Wie
es im Obenstehenden gezeigt und bestätigt wurde, können die
neuartigen Expressionsvektoren der vorliegenden Erfindung ein exogenes
Protein auf einer mikrobiellen Oberflä che durch Nutzung des Proteins
der äußeren Zellmembran
(pgsBCA), das an der Synthese von Poly-γ-glutamat beteiligt ist, das
von einem Bacillus sp. abgeleitet ist, als einem Oberflächenexpressions-Träger wirksam
produzieren und kann sowohl auf ein Gram-negatives als auch ein
Gram-positives Bakterium stabil angewandt werden. Die mit dem Oberflächenexpressionsvektor
transformierte Zelltransformante umfasst eine Insertionsstelle für das targetierte
exogene Protein, dann wird die Ligation von Fremdgenen, die für das exogene
Protein kodieren, hergestellt, und es wird kultiviert, um die Zelloberflächenexpression
zu erleichtern bzw. zu ermöglichen.
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Die
Oberflächenexpressionsvektoren
der vorliegenden Erfindung können
wirksam zur stabilen und leicht detektierbaren Oberflächenexpression
von verschiedenen exogenen Proteinen auf einer Zelloberfläche, ungeachtet
des Zellzyklus, verwendet werden. Folglich kann das vorgeschlagene
mikrobielle Oberflächenexpressionssystem
eingesetzt werden, um verschiedene Antigene, rekombinante Antikörper, rekombinante
Enzyme und Anheftungs- oder Adsorptionsproteine zu produzieren,
zum Screening bzw. zur Durchmusterung verschiedener Antigene und
Antikörper
und zur Produktion von Enzymen zur biologischen Konversion. Im Wesentlichen
können
die Enzyme auf einer Zelloberfläche
exprimiert und ohne jegliche Verringerung der Katalysator-Aktivität verwendet
werden, was es erlaubt, die vorliegende Erfindung industriell bzw.
gewerblich zum Zweck der Biokonversion anzuwenden.
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Der
Fachmann auf dem Gebiet wird anerkennen, dass die Konzepte und spezifischen
Ausführungsformen,
die in der vorangehenden Beschreibung offenbart sind, leicht als
eine Grundlage für
die Modifikation oder den Entwurf anderer Ausführungsformen verwendet werden
können,
um die gleichen Zwecke wie die vorliegenden Erfindung auszuführen.
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