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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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(1) Gebiet der Erfindung
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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verwendung derselben Spritzgussvorrichtung,
um wenigstens zwei und bis zu vier unterschiedliche Niveaus von
Autoverkleidungsstücken
bzw. Autoverkleidungsteilen herzustellen. Diese Beschreibung betrifft
außerdem
ein widerstandsfähiges
Verkleidungsstück
eines dritten Niveaus, das aus einer dünnen dekorativen Metalllage
und einer dünnen
Harzlage besteht. Die Beschreibung betrifft ferner Verkleidungsstücke unterschiedlicher
Niveaus, die aus einem stabilen Spritzgussharz hergestellt werden.
Ein weiterer Aspekt dieser Beschreibung betrifft geformte Kunststoff-
und Metallteile, die ein Durchgangsmerkmal auf ihrer Vorderseite
aufweisen, durch das ein transparenter, semi-transparenter oder
undurchsichtiger Kunststoff oder ein transparentes, semi-transparentes
oder undurchsichtiges Harz eingespritzt werden.
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(2) Beschreibung des Stands
der Technik
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Kraftfahrzeuge
bzw. Automobile oder Autos umfassen "Verkleidungsstücke unterschiedlicher Niveaus
(trim levels)",
was jeweils hauptsächlich
von den Kosten und dem Luxusgrad des Autos abhängt, in dem das Verkleidungsstück installiert
wird. Bei den Verkleidungsstücken
kann es sich um innere und äußere Verkleidungsmerkmale
handeln, die auf die Kraftfahrzeuge an unterschiedlichen Stellen
aufgebracht werden, wie beispielsweise Fahrerleiste, Türgriff-Verkleidungsstücke, Handschuhfach-Verkleidungsstücke, Konsolenverkleidungsstücke und
dergleichen. Bei dem ersten und untersten Niveau von Verkleidungsstücken handelt
es sich üblicherweise um
bemalte, geformte Harzverkleidungsstücke. Ein zweites Niveau von
Verkleidungsstücken
besteht aus einer vorgeformten Polymerverkleidung bzw. Polymerhaut
(polymer skin), auf die eine Harzunterschicht (resin backing) aufgebracht
ist, um der vordekorierten Verkleidung strukturelle Integrität zu verleihen.
Ein drittes Niveau von Verkleidungsstücken besteht aus dekorierten
Metallbahnen, die vorgeformt werden und sodann mit einer vorgeformten
Harzunterschicht vereint werden. Bei dem vierten und obersten Niveau
von Verkleidungsstücken
handelt es sich um echtes laminiertes Holz, auf das eine Metallunterschicht
oder eine vorgeformte Harzunterschicht aufgebracht ist.
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Jedes
Niveau von Verkleidungsstücken
umfasst Aufhänger,
Verbindungsstücke,
Haftmittel auf der Unterschicht oder irgendein äquivalentes Mittel, um jedes
Niveau von Verkleidungsstücken
an eine Automobilstruktur anzubringen.
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Herkömmlicherweise
wird jedes Niveau der Verkleidungsstücke unter Verwendung unterschiedlicher
Prozesse, Maschinen und Spritzgussvorrichtungen hergestellt. Dies
hat zur Folge, dass Werkzeuge, Abstanzmaschinen, Stanzmaschinen,
Spritzgusswerkzeuge und dergleichen unabhängig voneinander erworben werden
müssen,
um jedes Stück
für jedes Niveau
von Verkleidungsstücken
herzustellen. Ferner müssen
Angestellte angeworben werden, um die unterschiedlichen Niveaus
von Verkleidungsstücken herzustellen,
und jedes Niveau von Verkleidungsstücken muss separat entworfen
und konstruiert werden. Diese große Zahl an Ausrüstungsgegenständen und
die Arbeit, die hiermit verbunden ist, steigern die Kosten, um jedes
Niveau von Verkleidungsstücken herzustellen.
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Ferner
ist es bei einigen der Niveaus von Verkleidungsstücken notwendig,
dass Verarbeitungsschritte nach dem Spritzgießen durchgeführt werden. Beispielsweise
werden Verkleidungsstücke
eines dritten Niveaus hergestellt, indem eine vorgeformte Harzunterschicht
mit einem vorgestanzten dekorativen Metallstück verbunden wird. Nachdem
die Teile verbunden worden sind, sind weitere Stanz- und Biegeschritte
notwendig, um das dekorative Metallstück an die Harzunterschicht
zu befestigen. Diese Herstellungsschritte führen ebenso zu bedeutenden
Kosten hinsichtlich jedes hergestellten Verkleidungsstücks.
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Die
DE 24 44 267 beschreibt
ein Verfahren zum Herstellen eines Kunststoffgegenstands, wobei wenigstens
eine Oberfläche
des Gegenstands, der in einem Spritzgusswerkzeug spritzgegossen
wird, mit Metall bedeckt ist.
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Ein
Verfahren zum Herstellen von Tür- und/oder
Fenstergriffen und/oder Sanitärelementen wird
in der
EP 0 974 715 beschrieben,
wobei wenigstens zwei Filmabschnitte bzw. Folienabschnitte, die für unterschiedliche
sichtbare Oberflächenbereiche gedacht
sind, mit Kunststoff in einem einzigen Spritzgussvorgang spritzgegossen
werden.
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Diese
Druckschriften beschreiben jedoch kein Verfahren zum Herstellen
von wenigstens zwei Typen von Niveaus von Verkleidungsstücken unter Verwendung
desselben Spritzgusswerkzeugs.
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Ferner
beschreibt der Artikel "More
than just a moldmaker: New product development pays dividents", der in der Ausgabe
April 2001 von "Injection Molding
Metals and Ceramics" von
Clara Goldsberry veröffentlicht
worden ist, dass Clarion Technologies Kunststoffe auf unterschiedliche
Gegenstände
formt. Tom Boerema, der Direktor des Advanced Development Team (ADT)
bei Clarion Technologies wird folgendermaßen zitiert: "We are running fabrics,
foam backs, and TPUs all in the same conventional injection mold.
It is just a process change".
Dieser Artikel beschreibt jedoch nicht zwei unterschiedliche Typen von
Niveaus von Verkleidungsstücken,
die aus der Gruppe ausgewählt
sind, die in Anspruch 1 offenbart ist.
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Es
besteht somit ein Bedarf danach, die Kosten für das Entwerfen, das Entwickeln
und das Herstellen von Autoverkleidungsteilen bzw. Autoverkleidungsstücken unterschiedlicher
Niveaus zu vermindern.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Es
ist ein Ziel der Erfindung, ein Verfahren zum Herstellen von wenigstens
zwei unterschiedlichen und vorzugsweise drei oder vier Niveaus von Autoverkleidungsstücken herzustellen,
die aus der Gruppe ausgewählt
sind, die in Anspruch 1 beschrieben wird, und zwar unter Verwendung
derselben Spritzgussvorrichtung. Die Verfahren gemäß dieser Erfindung
vermindern bedeutend die Werkzeugkosten und die Arbeit, die mit
der Herstellung von Autoverkleidungsstücken unterschiedlicher Niveaus
im Zusammenhang stehen.
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Ein
Aspekt der Erfindung umfasst Verfahren zum Herstellen von wenigstens
zwei unterschiedlichen Typen von Niveaus von Verkleidungsstücken unter
Verwendung desselben Spritzgusswerkzeugs. Das Verfahren umfasst
die Schritte: (a) Bereitstellen eines Spritzgusswerkzeugs mit einem
ersten Element, das eine erste Oberfläche aufweist, einem zweiten
Element, das eine zweite Oberfläche aufweist,
sowie wenigstens einem Einspritzanschluss, der in dem zweiten Element
angeordnet ist, wobei der Einspritzanschluss einen Auslass aufweist,
der mit der zweiten Oberfläche
im Zusammenhang steht, wobei sich das erste Element und das zweite
Element des Spritzgusswerkzeugs vereinen, um eine interne Kavität auszubilden;
und (b) Herstellen von wenigstens zwei unterschiedlichen Niveaus
von Verkleidungsstücken
unter Verwendung dieses Spritzgusswerkzeugs. Die Verkleidungsstücke unterschiedlicher
Niveaus sind ausgewählt
aus der Gruppe, umfassend: (i) ein Verkleidungsstück eines
ersten Niveaus, das hergestellt wird, indem ein Harz in das Spritzgusswerkzeug
eingespritzt wird und anschließend
das ausgehärtete
Verkleidungsteil eines ersten Niveaus aus dem Spritzgusswerkzeug
entfernt wird und wenigstens eine Oberfläche des spritzgegossenen Verkleidungsstücks bemalt
wird; (ii) ein Verkleidungsstück
eines zweiten Niveaus, das durch die weiteren Schritte hergestellt
wird, umfassend: Herstellen einer vorgeformten Verkleidung, die
eine (dekorierte) erste Oberfläche
und eine zweite Oberfläche
aufweist, wobei die erste Oberfläche
der vorgeformten Verkleidung eine Form aufweist, die komplementär zu der
ersten Oberfläche
des Spritzgusswerkzeugs ist; Anordnen der vorgeformten Verkleidung
in dem Spritzgusswerkzeug, so dass die erste Oberfläche der
vorgeformten Verkleidung die erste Oberfläche des Spritzgusswerkzeugs
berührt; Schließen des
Spritzgusswerkzeugs und Einspritzen von Harz in das Spritzgusswerkzeug
durch den wenigstens einen Einspritzanschluss und in eine Berührung mit
der zweiten Oberfläche
des vorgeformten Stücks,
bis die interne Kavität
mit Harz gefüllt
ist, um ein Verkleidungsstück
eines zweiten Niveaus auszubilden; und Entfernen des Verkleidungsstücks eines zweiten
Niveaus aus dem Spritzgusswerkzeug; (iii) ein Verkleidungsstück eines
dritten Niveaus, das durch die weiteren Schritte hergestellt wird,
umfassend: Bereitstellen eines vordekorierten geformten Metallstücks aus
einem flachen Metallmaterial (metal stock), wobei das geformte Metallstück eine
erste Oberfläche
und eine zweite Oberfläche
aufweist und wobei die erste Oberfläche des geformten Metallstücks eine
Form aufweist, die komplementär
zu der Form der ersten Oberfläche
des Spritzgusswerkzeugs ist; Anordnen des geformten Metallstücks in dem
Spritzgusswerkzeug, so dass die erste Oberfläche des Metallbogens bzw. der
Metallbahn in Berührung
mit der ersten Oberfläche
des Spritzgusswerkzeugs ist; Verschließen des Spritzgusswerkzeugs und
Einspritzen von Harz in das Spritzgusswerkzeug durch den wenigstens
einen Einspritzanschluss, bis die Spritzgusswerkzeugkavität mit Harz
gefüllt
ist, um ein Verkleidungsstück
eines dritten Niveaus auszubilden; und Entfernen des Verkleidungsstücks eines dritten
Niveaus aus dem Spritzgusswerkzeug; und (iv) ein Verkleidungsstück eines
vierten Niveaus, das hergestellt wird durch die wei teren Schritte,
umfassend: Bereitstellen eines Holzverkleidungsstücks bzw.
eines hölzernen
Verkleidungsstücks
mit einer ersten Oberfläche
und einer zweiten Oberfläche,
wobei die erste Oberfläche
des Holzverkleidungsstücks eine
Form aufweist, die komplementär
zu der Form der ersten Oberfläche
des Spritzgusswerkzeugs ist; Anordnen des Holzverkleidungsstücks in dem
Spritzgusswerkzeug, so dass die erste Oberfläche des Holzverkleidungsstücks in Berührung mit
der ersten Oberfläche
des Spritzgusswerkzeugs ist; Verschließen des Spritzgusswerkzeugs
und Einspritzen eines Harzes in das Spritzgusswerkzeug durch den
wenigstens einen Einspritzanschluss und in eine Berührung mit
der zweiten Oberfläche
des Holzverkleidungsstücks,
bis die Spritzgusswerkzeugkavität
mit Harz gefüllt
ist, um ein Verkleidungsstück
eines vierten Niveaus auszubilden; und Entfernen des Verkleidungsstücks eines
vierten Niveaus aus dem Spritzgusswerkzeug.
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Ein
weiterer Aspekt dieser Beschreibung umfasst ein dekoratives Autoverkleidungsstück, umfassend:
eine geformte Metallbahn mit einer dekorierten ersten Oberfläche und
einer zweiten Oberfläche,
wobei die Metallbahn eine Dicke aufweist, die nicht größer als
etwa 0,64 mm (0,025 Zoll) ist, sowie eine Harzschicht bzw. Harzlage,
die auf die zweite Oberfläche
der ausgebildeten Metallbahn aufgebracht ist, wobei die Harzschicht
eine Dicke aufweist, die nicht größer als 2,5 mm ist.
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Ein
noch weiterer Aspekt dieser Erfindung betrifft ein Verkleidungsstück eines
zweiten Niveaus, das durch die weiteren Schritte hergestellt wird,
umfassend: das Laminieren von Stoff mittels eines Haftmittels bzw.
Klebstoffs auf eine Kunststoffverkleidung und sodann das Vorausbilden
der mit Stoff abgedeckten Kunststoffverkleidung, um eine vorgeformte Verkleidung
auszubilden, die eine mit Stoff abgedeckte erste Oberfläche aufweist,
wobei die erste Oberfläche
der vorgeformten Verkleidung eine Form aufweist, die komplementär zu einer
ersten Oberfläche
des Spritzgusswerkzeugs ist; Anordnen der vorgeformten Verkleidung
in einem Spritzgusswerkzeug, so dass die erste Oberfläche der
vorgeformten Verkleidung die erste Oberfläche des Spritzgusswerkzeugs
berührt;
Verschließen
des Spritzgusswerkzeugs und Einspritzen von Harz in das Spritzgusswerkzeug
durch wenigstens einen Einspritzanschluss und in eine Berührung mit
einer zweiten Oberfläche
der vorgeformten Verkleidung, bis die interne Kavität des Spritzgusswerkzeugs
mit Harz gefüllt
ist, um ein Verkleidungsstück
eines zweiten Niveaus auszubilden; und Entfernen des Verkleidungsstücks eines
zweiten Niveaus aus dem Spritzgusswerkzeug.
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Ein
noch weiterer Aspekt der Beschreibung betrifft ein Verkleidungsstück, das
einen Einsatz mit wenigstens einem Durchgangsloch umfasst und ferner
eine dekorative Oberfläche
und eine Unterschicht umfasst; eine Harzunterschicht, die mit der
Einsatzunterschicht im Zusammenhang steht; sowie wenigstens ein
Harzmerkmal, das auf der dekorativen Oberfläche des Einsatzes angeordnet
ist.
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BESCHREIBUNG
DER FIGUREN
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1 zeigt
einen Querschnitt eines Spritzgusswerkzeugs, das für die Verfahren
gemäß der Erfindung
geeignet ist, einschließlich
einer Spritzgusskavität
(14).
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2 zeigt
ein Verkleidungsstück
eines ersten Niveaus, das gemäß den Verfahren
dieser Erfindung hergestellt wird.
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3 zeigt
ein Verkleidungsstück
eines zweiten Niveaus, das gemäß den Verfahren
der Erfindung hergestellt wird.
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4A zeigt
ein Verkleidungsstück
eines dritten Niveaus, das gemäß den Verfahren
der Erfindung hergestellt wird.
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4B zeigt
eine vergrößerte Ansicht
eines Querschnitts des Verkleidungsstücks eines dritten Niveaus von 4A.
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5A zeigt
ein Verkleidungsstück
eines vierten Niveaus, das gemäß den Verfahren
der Erfindung hergestellt wird.
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5B zeigt
eine vergrößerte Ansicht
eines Querschnitts des Verkleidungsstücks eines vierten Niveaus gemäß 5A.
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Die 6, 7, 8 und 9 zeigen Querschnittsansichten
eines Spritzgusswerkzeugs gemäß der Erfindung,
das Verkleidungsstücke
eines ersten, zweiten, dritten und vierten Niveaus hält.
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Die 10A und 10B zeigen
teilweise weggeschnittene Vorder- und Seitenansichten eines Metallstücks, das
ein Durchgangsloch enthält,
in das Harz unter Verwendung der Verfahren dieser Erfindung eingespritzt
worden ist.
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11A zeigt einen Querschnitt eines Spritzgusswerkzeugs,
das für
die Herstellung eines Verkleidungsstücks gemäß dieser Erfindung geeignet
ist, und die 11B und 11C zeigen
Seiten- und Vorderansichten des Verkleidungsstücks, das unter Verwendung des
Spritzgusswerkzeugs von 11A hergestellt
wird.
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12A zeigt einen Querschnitt eines Spritzgusswerkzeugs,
das für
die Herstellung eines Verkleidungsstücks gemäß der Erfindung geeignet ist,
einschließlich
einer vorgeformten Verkleidung 22, und die 12B und 12C zeigen
Seiten- und Vorderansichten des Verkleidungsstücks, das unter Verwendung des
Spritzgusswerkzeugs von 12A hergestellt
wird.
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13A zeigt einen Querschnitt eines Spritzgusswerkzeugs,
das für
die Herstellung eines Verkleidungsstücks gemäß der Erfindung geeignet ist,
einschließlich
eines vorgeformten Metallstücks, und
die 13B und 13C zeigen
Seiten- und Vorderansichten eines Verkleidungsstücks, das unter Verwendung des
Spritzgusswerkzeugs von 13A hergestellt
wird.
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Die 14A und 14B zeigen
Seiten- und Vorderansichten eines Verkleidungsstücks 60(d), das eine
Metallverkleidung 80, eine Klebstoffschicht 36,
eine vorgeformte Verkleidungsschicht 22, eine zweite optionale
Klebstoffschicht 77 und eine Harzunterschicht 72 umfasst.
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BESCHREIBUNG
DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM
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Die
vorliegende Erfindung betrifft Verfahren zur Verwendung derselben
Harz-Spritzgussinjektionsausrüstung, um
Automobilverkleidungsstücke
unterschiedlicher Niveaus herzustellen. Ein weiterer Aspekt dieser
Beschreibung ist ein Verkleidungsstück eines dritten Niveaus, das
eine sehr dünne
Metallschicht und eine sehr dünne
Harzschicht aufweist sowie eine gute Festigkeit aufweist und sehr
stoßresistent
ist.
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Unter
dem Begriff "mehrere
bzw. unterschiedliche Niveaus von Automobilverkleidungsstücken" wird verstanden,
dass ein Spritzgusswerkzeug, das dieselben Kavitätsabmessungen aufweist, gemäß dem Prozess
dieser Erfindung dazu verwendet wird, um wenigstens zwei und vorzugsweise
drei und am meisten bevorzugt vier unterschiedliche Niveaus von
Automobilverkleidungsstücken
herzustellen. Dasselbe Spritzgusswerkzeug wird dazu verwendet, um
wenigstens zwei und vorzugsweise drei oder mehr Niveaus von Automobilverkleidungsstücken herzustellen.
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In
der Beschreibung und den Ansprüchen wird
erwähnt,
dass bestimmte Spritzgusswerkzeugeinsätze in "Berührung" mit der Oberfläche der
Spritzgusswerkzeugkavität
stehen. Der Begriff "Berührung bzw.
Kontakt" wird in
seiner breitesten Bedeutung verwendet, um zu verdeutlichen, dass
der Einsatz mit der Spritzgusswerkzeugoberfläche in einer Art und Weise
im Zusammenhang steht, die verhindert, dass Harz die Oberfläche des
Einsatzes berührt,
der mit der Spritzgusswerkzeugoberfläche im Zusammenhang steht,
bis auf Situationen, bei denen der Einsatz ein Durchgangsloch enthält, das
ausdrücklich
ermöglicht,
dass Harz zwischen dem Einsatz und der Spritzgusswerkzeugkavitätswand fließt.
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Die
vier Niveaus von Automobilverkleidungsstücken, die unter Verwendung
eines einzelnen Spritzgusswerkzeugs gemäß den Verfahren dieser Erfindung
hergestellt werden, werden nachstehend als "Verkleidungsstücke eines ersten Niveaus", "Verkleidungsstücke eines
zweiten Niveaus", "Verkleidungsstücke eines
dritten Niveaus" und "Verkleidungsstücke eines
vierten Niveaus" bezeichnet.
Jedes Verkleidungsstück
dieser unterschiedlichen Niveaus wird unter Verwendung eines Spritzgusswerkzeugs
hergestellt, wie beispielsweise das Spritzgusswerkzeug von 1.
Das Spritzgusswerkzeug 10 von 1 umfasst
ein erstes Element 13, das eine erste Oberfläche 12 enthält, die
mit der Kavität 14 im Zusammenhang
steht, sowie ein zweites Element 17, das eine zweite Oberfläche 16 enthält. Das
Spritzgusswerkzeug 10 umfasst ferner wenigstens einen Harzeinspritzanschluss 19 und
vorzugsweise eine Vielzahl davon. Wenn das erste Element 13 des Spritzgusswerkzeugs
mit dem zweiten Element 17 des Spritzgusswerkzeugs vereint
wird, dann wird eine Kavität 14 in
der Form eines erwünschten
Verkleidungsstücks
ausgebildet.
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Verkleidungsstücke eines
ersten Niveaus
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Das
Verkleidungsstück
eines ersten Niveaus 18, das in 2 dargestellt
ist, ist aus einem spritzgegossenen Harz hergestellt, der bemalt
oder nicht bemalt sein kann. Das Verkleidungsstück 18 eines ersten
Niveaus wird hergestellt, indem ein geschmolzenes Harz in die Kavität 14 des
Spritzgusswerkzeugs eingespritzt wird und anschließend das
spritzgegossene Teil aus dem Spritzgusswerkzeug 10 entfernt
wird, sobald das Teil ausreichend abgekühlt ist. Anschließend kann
das Verkleidungsstück 18 eines ersten
Niveaus bemalt werden oder unbemalt verbleiben, um ein Verkleidungsstück 18 eines
ersten Niveaus auszubilden. Das Verkleidungsstück 18 eines ersten
Niveaus wird im Allgemeinen vollständig aus Harz bestehen und
eine Dicke aufweisen, die im Bereich von etwa 1,02 bis etwa 3,16
mm (0,040 bis 0,156 Zoll) liegt.
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Verkleidungsstücke eines
zweiten Niveaus
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Ein
Verkleidungsstück 20 eines
zweiten Niveaus ist in 3 gezeigt. Das Verkleidungsstück 20 eines
zweiten Niveaus umfasst eine vorgeformte Verkleidung bzw. Haut 22,
die koloriert oder dekoriert ist oder bei der es sich um ein Laminat
handelt. Die vorgeformte Verkleidung 22 wird üblicherweise
durch einen thermischen Formprozess vorgeformt. In einer optionalen
Ausführungsform
handelt es sich bei der vorgeformten Verkleidung 22 um
ein Laminat einer Stoffschicht bzw. Stofflage und einer Kunststoffschicht
bzw. Kunststofflage. In dieser Ausführungsform wird ein Stück Stoff
anhaftend auf eine Kunststoffverkleidung laminiert und das laminierte
mit Stoff bedeckte Kunststoffstück
wird in eine vorgeformte Verkleidung 22 ausgebildet. In
dieser alternativen Ausführungsform
kann der Stoff auf der ersten Oberfläche 24 oder der zweiten
Oberfläche 26 der
vorgeformten Verkleidung angeordnet sein.
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Die
vorgeformte Verkleidung 22 weist eine erste Oberfläche 24 und
eine zweite Oberfläche 26 auf.
Die erste Oberfläche 24 der
Verkleidung ist komplementär
zu einer ersten Oberfläche 12 des
Spritzgusswerkzeugs 10. Das Verkleidungsstück 20 eines zweiten
Niveaus wird hergestellt, indem das vorgeformte Verkleidungsstück 22 in
der Spritzgusskavität 14 angeordnet
wird, so dass die erste Oberfläche 24 der
vorbeschichteten, vorgeformten Verkleidung an die erste Oberfläche 12 der
Spritzgusswerkzeugkavität 14 anstößt. Anschließend wird
ein Harz in das Spritzgusswerkzeug eingespritzt, so dass das Harz durch
die zweite Oberfläche 16 des
Spritzgusswerkzeugs in das Spritzgusswerkzeug eingebracht wird, die
Kavität 14 füllt und
an der zweiten Oberfläche 26 der
vorgeformten Verkleidung 22 anhaftet, um ein Verkleidungsstück 20 eines
zweiten Niveaus auszubilden. Nach dem Abkühlen wird das Verkleidungsstück 20 eines
zweiten Niveaus, einschließlich
der vorgeformten Verkleidung 22 und der Harzschicht 25, aus
dem Spritzgusswerkzeug 10 entfernt. Das Verkleidungsstück eines
zweiten Niveaus wird eine Gesamtdicke von etwa 1,02 bis etwa 3,96
mm (0,040 Zoll bis 0,156 Zoll) aufweisen, wobei die vorgeformte Kunststoffverkleidung 22 eine
Dicke von etwa 0,203 bis etwa 0,762 mm (0,008 bis 0,030 Zoll) aufweist.
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Verkleidungsstücke eines
dritten Niveaus
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Ein
Verkleidungsstück 30 eines
dritten Niveaus, das in den 4A und 4B dargestellt
ist, umfasst ein vorgeformtes Metallstück 32 und eine Harzunterschicht 34.
Eine vergrößerte Querschnittsansicht
des Verkleidungsstücks 30 eines
dritten Niveaus in 4B zeigt, dass das Verkleidungsstück 30 eines
dritten Niveaus ferner ein Haftmittel 36 umfasst, das zwischen
dem vorgeformten Metallstück 32 und
der Harzunterschicht 34 angeordnet ist. Das Verkleidungsstück 30 eines
dritten Niveaus wird hergestellt, indem zunächst ein Metallbogen bzw. eine Metallbahn,
der bzw. die eine Dicke von etwa 0,127 bis etwa 0,635 mm (0,005
bis 0,025 Zoll) aufweist, geformt wird, und zwar vorzugsweise ein
Aluminiumbogen, der auf einer Oberfläche mittels Stanz- und Abstanzprozessen
dekoriert ist, um ein vorgeformtes Metallstück 32 mit einer ersten
Oberfläche 37 und
einer zweiten Oberfläche 38 herzustellen.
Die erste Oberfläche 37 weist
eine Form auf, die komplementär
zu der Form der ersten Oberfläche 12 des
Spritzgusswerkzeugs 10 ist.
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Vor
dem Formen oder nach dem Formen des vorgeformten Metallstücks 32 wird
ein Haftmaterial in einer dünnen
Schicht auf die zweite Oberfläche 38 des
Metallbogens oder des vorgeformten Metallstücks 32 aufgebracht.
Die Haftmittelschicht weist eine Dicke auf, die ausreichend ist,
um das Harz an das vorgeformte Metallstück 32 zu binden. Der Zweck
dieses Haftmittels liegt darin, dabei behilflich zu sein, das Harz
an ein vorgeformtes Metallstück 32 zu
binden. Geeignete Haftmittel umfassen thermoplastische Haftmittel
und Thermoset-Haftmittel, wie beispielsweise Acrylstoffe, Polyurethane
und Kombinationen davon. Bei einem bevorzugten Haftmittel handelt
es sich um ein Heißschmelzhaftmittel
(hot melt adhesive), wie beispielsweise Ashland Prelam, das von
der Firma Ashland Chemical hergestellt wird.
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Das
geformte Metallstück 32 wird
sodann in der Spritzgusswerkzeugkavität 14 angeordnet, so dass
die erste Oberfläche 37 des
geformten Metallstücks
an die erste Oberfläche 12 der
Spritzgusswerkzeugkavität 14 anstößt. Das
Spritzgusswerkzeug wird geschlossen und Harz wird in das Spritzgusswerkzeug
eingespritzt, und zwar gegen die zweite Oberfläche 38 des geformten
Metallstücks 32. Während des
Einspritzens des Harzes erleichtert die Haftmittelschicht das Binden
des Harzes an die zweite Oberfläche 38 des
geformten Metallstücks 32,
um ein Verkleidungsstück 30 eines
dritten Niveaus auszubilden, einschließlich einer Harzunterschicht 34. Nach
dem Abkühlen
wird das Verkleidungsstück 30 eines dritten
Niveaus aus dem Spritzgusswerkzeug 10 entnommen. Das Verkleidungsstück 30 eines
dritten Niveaus wird eine Gesamtdicke von etwa 1,02 bis etwa 3,96
mm (0,040 bis 0,156 Zoll) aufweisen.
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Verkleidungsstücke eines
vierten Niveaus
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Ein
Verkleidungsstück 40 eines
vierten Niveaus ist in 5 dargestellt.
Das Verkleidungsstück 40 eines
vierten Niveaus umfasst ein dekoratives Holzstück 42 und eine Harzunterschicht 44.
Das Verkleidungsstück 40 eines
vierten Niveaus wird hergestellt, indem zunächst das dekorative Holzstück 42 hergestellt
wird, das eine erste Oberfläche 45 und eine
zweite Oberfläche 46 aufweist,
wie dies in 5B dargestellt ist. Die erste
Oberfläche 45 des dekorativen
Holzstücks
weist eine Form auf, die komplementär zu der Form der ersten Oberfläche 12 der Spritzgusswerkzeugkavität 14 ist.
Das dekorative Holzstück 42 besteht
typischerweise aus einer oder mehreren Holzlagen mit einer sehr
dünnen
Furnierschicht auf der freiliegenden ersten Oberfläche 45. Die
Furnieroberfläche
ist üblicherweise
mit einer oder mehreren Lagen einer Polymerschutzbeschichtung beschichtet,
wie beispielsweise Urethan, Polyester oder eine Acrylbeschichtung.
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Das
Verkleidungsstück 40 eines
vierten Niveaus wird hergestellt, indem das dekorative Holzstück 42 in
der Spritzgusswerkzeugkavität 14 angeordnet
wird, so dass die erste Oberfläche 45 des
dekorativen Holzstücks
komplementär
zu der ersten Oberfläche 12 der
Spritzgusswerkzeugkavität
ist und an diese anstößt. Das
Spritzgusswerkzeug 10 wird geschlossen und Harz wird in
das Spritzgusswerkzeug eingespritzt, woraufhin das Harz an der zweiten Oberfläche 46 des
dekorativen Holzstücks 42 anhaftet.
Die zweite Oberfläche 46 des
dekorativen Holzstücks 42 kann
ein Haftmittel oder eine mechanische Struktur umfassen, wie beispielsweise
einen Metallrahmen oder ein Metallfundament, um das Anhaften von
Harz an der zweiten Oberfläche 46 des
dekorativen Holzstücks 42 zu
erleichtern. Das Verkleidungsstück
eines vierten Niveaus wird aus dem Spritzgusswerkzeug 10 entnommen,
nachdem das Harz abgekühlt
ist. Das Verkleidungsstück 40 eines
vierten Niveaus weist eine Gesamtdicke von etwa 1,02 bis etwa 3,96
mm (0,040 bis 0,156 Zoll) auf, wobei der Furnierabschnitt eine Dicke
von etwa 0,203 bis etwa 2,54 (0,008 bis 0,100 Zoll) aufweist.
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Die
Verfahren gemäß der Erfindung
ermöglichen
die Herstellung von Verkleidungsstücken eines ersten, zweiten,
dritten und vierten Niveaus, die alle im We sentlichen dieselbe Gesamtdicke
aufweisen. Obgleich somit die Verkleidungsstücke Schichten aus dekorativem
Metall, Holz oder vorgeformte Kunststoffschichten mit unterschiedlichen
Dicken enthalten können,
sind die Gesamtdicken der Verkleidungsstücke uniform bzw. gleichförmig, da
die Menge von Harz, die zu dem Stück hinzugefügt werden kann, durch die Abmessungen
der Spritzgusswerkzeugkavität
beschränkt
ist, die für
alle Niveaus von Verkleidungsstücken
dieselben sind. Überdies ermöglichen
die Verfahren gemäß der Erfindung
die Herstellung einer Vielzahl von Verkleidungsstücken unterschiedlicher
Niveaus, die alle dieselben Installationsaufhänger und Konstruktion aufweisen,
wodurch der Zusammenbau von Kraftfahrzeugen mit Verkleidungsstücken unterschiedlicher
Niveaus unter Verwendung derselben Zusammenbautechniken erleichtert
wird.
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Ein
Vorteil der Herstellung von Verkleidungsstücken 30 eines dritten
Niveaus unter Verwendung der Verfahren gemäß der Erfindung liegt darin,
dass die resultierenden Verkleidungsstücke 30 eines dritten
Niveaus unerwarteterweise sehr stabil sind. Es ist daher möglich, die
Dicke des Harzes und/oder der Metallschichten in den Verkleidungsstücken eines dritten
Niveaus im Vergleich zu herkömmlichen
metallbeschichteten Verkleidungsstücken eines dritten Niveaus
zu vermindern, um somit die Herstellungskosten von Verkleidungsstücken 30 eines
dritten Niveaus zu reduzieren, wobei gleichzeitig deren Stabilität bzw. Festigkeit
und deren stoßresistente
Eigenschaften beibehalten werden. Bei dem Metall, das in dem Verkleidungsstück eines
dritten Niveaus verwendet wird, kann es sich um jedwedes Metall
handeln, das dazu verwendet wird, irgendeinen dünnen Metallbogen herzustellen,
der für
die Herstellung von Automobilverkleidungsstücken verwendet wird. Beispiele
für geeignete
Metalle umfassen Edelstahl, Kupfer, Bronze, Aluminium, Legierungen
daraus, Nickel und dergleichen. Ferner kann die freiliegende Metalloberfläche geschliffen
oder poliert werden, um eine dekorative Metalloberfläche auszubilden.
Bei Aluminium handelt es sich um ein bevorzugtes Metall. Die Metalldicke
und vorzugsweise die Aluminiumdicke beträgt weniger als 0,64 mm (0,025
Zoll) und weiter bevorzugt liegt diese im Bereich zwischen 0,3 und
0,46 mm (0,012 und 0,018 Zoll). Die Harzschicht kann bis zu 1,0
mm dick sein und liegt vorzugsweise im Bereich zwischen 1,0 und
2,5 mm hinsichtlich der Dicke.
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Die
Auswahl des Harzes ist wichtig, um die Festigkeit bzw. Stabilität der Verkleidungsstücke zu gewährleisten,
die gemäß der Erfindung
hergestellt werden. Es wird bevorzugt, dass das Harzmaterial einen
Ausdehnungskoeffizienten auf weist, der ähnlich, wenn nicht sogar gleich
dem Ausdehnungskoeffizienten des Materials ist, mit dem dieses verbunden
werden soll. Beispiele für
geeignete Harze umfassen, sind jedoch nicht beschränkt auf
thermoplastische Harze, wie beispielsweise Nylon, Polycarbonat,
ABS, PC/ABS und Kombination davon. Ein bevorzugtes Harz, das bei
der Herstellung von Verkleidungsstücken 30 eines dritten
Niveaus verwendet wird, ist ein mit Glas gefülltes Thermoplastharz, wie
beispielsweise mit Glas gefülltes
Nylon oder mit Glas gefülltes PC/ABS,
wobei das Harz etwa zwischen 10 und 30 Gew.-% Glasfasern und vorzugsweise
etwa 25 Gew.-% Glasfasern umfasst. Ein bevorzugtes thermoplastisches
Material ist ein Nylonharz, das von der Firma Bayer hergestellt
wird und unter dem Handelsnamen Durethan BKV-125 vertrieben wird.
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Die
Verfahren dieser Erfindung verwenden herkömmliche Spritzgussprozesse
und Spritzgusstechniken, um die Verkleidungsstücke unterschiedlicher Niveaus
gemäß der Erfindung
herzustellen. Die 6-10 zeigen
Querschnittsansichten eines Spritzgusswerkzeugs 10, das
dazu verwendet wird, ein Verkleidungsstück eines ersten Niveaus (6),
ein Verkleidungsstück
eines zweiten Niveaus (7), ein Verkleidungsstück eines
dritten Niveaus (8) und ein Verkleidungsstück eines
vierten Niveaus (9) herzustellen. In den 6–9 handelt
es sich bei dem Spritzgusswerkzeug 10 üblicherweise um ein zweiteiliges
Spritzgusswerkzeug, das ein erstes Element 30 mit einer
ersten Oberfläche 12 und ein
zweites Element 17 mit einer zweiten Oberfläche 16 umfasst.
Das Spritzgusswerkzeug 10 umfasst ferner wenigstens einen
Harzeinspritzanschluss 19 in dem zweiten Element 17,
und vorzugsweise eine Vielzahl davon, wodurch die Außenseite
des zweiten Elements 17 mit der zweiten Oberfläche 16 verbunden
wird.
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Zusätzlich zu
den Verkleidungsstücken
unterschiedlicher Niveaus, wie diese vorstehend beschrieben worden
sind, sind die Verfahren gemäß der Erfindung
dazu geeignet, Automobilknöpfe,
-schalter, -abdeckungen und dergleichen herzustellen, die optional
ein Durchgangsloch als ein Harzmerkmal aufweisen können, das
mit der freiliegenden Oberfläche des
Verkleidungsstücks
im Zusammenhang steht. Ein Beispiel für ein solches Verkleidungsstück wird
in einer Seiten- und Vorderansicht in den 10A und 10B gezeigt. Der Knopf 50, der in den 10A und 10B dargestellt
ist, umfasst einen Einsatz 51, der eine dekorative Oberfläche 52,
eine Unterschicht 54 und ein Durchgangsloch 62 aufweist. Wenn
der Einsatz in dem Spritzgusswerkzeug 10 angeordnet ist,
dann wird Harz 55 auf die Unterschicht 54 aufgebracht,
wobei jedoch ein Teil des Har zes durch das Durchgangsloch 62 hindurch
tritt und ein Merkmal in dem Spritzgusswerkzeug füllt, das
eine Form aufweist, die dem dekorativen Harzmerkmal 56 des
Knopfs 50 entspricht. Knöpfe und Verkleidungsteile,
die eine Vielzahl von dekorativen Harzmerkmalen aufweisen, können gemäß der Verfahren
dieser Erfindung hergestellt werden. Dekorative Harzmerkmale können Designs,
Worte, Embleme umfassen und diese können undurchsichtig, transparent
und semi-transparent ausgestaltet sein, und zwar in jeder Farbe.
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Ein
weiterer Aspekt dieser Beschreibung betrifft daher ein Harz, das
durch ein Durchgangsloch in ein Substrat eingespritzt wird, um ein
Design auf der Oberfläche
des Substrats oder ein Design auszubilden, das von der Rückseite
beleuchtet werden kann. In den 11A–11C, 12A–12C und 13A–13C sind Verkleidungsstücke 60(a), 60(b) und 60(c) dargestellt,
die aus irgendeinem Material hergestellt werden können, wie
beispielsweise Kunststoff, Holz oder Metall, auf das eine Harzunterschicht
aufgebracht werden kann. Die Verkleidungsstücke 60(b) und 60(c) umfassen
ein optionales Durchgangsloch 62.
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In
den 11A–11C ist
ein Spritzgusswerkzeug 10 dargestellt, das ein erstes Element 13 und
ein zweites Element 17 aufweist, die kombiniert werden,
um eine Spritzgusswerkzeugkavität 14 auszubilden.
Ein Harzinjektionsanschluss 19 stellt einen Pfad für das Einspritzen
von Harz in die Spritzgusswerkzeugkavität 14 von außerhalb
des Spritzgusswerkzeugs 10 bereit. Die Spritzgusswerkzeugkavität 14,
wie diese in 11A dargestellt, weist die Form eines
Knopfs (knob) auf, der als ein Automobilverkleidungsstück geeignet
ist. Die Spritzgusswerkzeugkavität 14 umfasst
ferner eine Vielzahl von Merkmalen bzw. Features 68. Das
Feature 68 kann eine Einbuchtung, einen Knopf, Knöpfe, Aufschriften,
Dekorationen und dergleichen aufweisen. 11B zeigt das
Verkleidungsstück 60(a),
das mittels des in 11A dargestellten Spritzgusswerkzeugs 10 hergestellt
wird. Das Verkleidungsstück 60(a) besteht vollständig aus
Harzmaterial 70. Das Verkleidungsstück 60(a) umfasst eine
freiliegende Oberfläche 67(a),
die eine Vielzahl von Features 68(a) aufweist. Die freiliegende
Oberfläche 67(a) und/oder
die Features 68(a) können
gemalt oder gedruckt sein, wie dies erwünscht ist, um ein dekoriertes
Verkleidungsstück 60(a) auszubilden. 11C zeigt eine Vorderansicht eines dekorierten
Verkleidungsstücks 60(a), einschließlich einer
Vielzahl von Features 68(a), wobei Ziffern auf die Features 68(a) aufgedruckt
sind. Das Verkleidungsstück 60(a) entspricht
den vorstehend beschriebenen Verkleidungsstücken eines ersten Niveaus.
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Die 12A–12C zeigen ein alternatives Verkleidungsstück 60(b),
das gemäß den Verfahren
der Erfindung hergestellt werden kann. Das Spritzgusswerkzeug 10,
das dazu verwendet wird, um das Verkleidungsstück 60(b) herzustellen,
umfasst eine Spritzgusswerkzeugkavität 14, die eine identische
Geometrie zu der Spritzgusswerkzeugkavität aufweist, die dazu verwendet
wird, das Verkleidungsstück 60(a) herzustellen.
In 12A wird jedoch eine vorgeformte Verkleidung 22 in
dem Spritzgusswerkzeug 10 angeordnet, so dass die erste Oberfläche 24 der
vorgeformten Verkleidung 22 mit der ersten Oberfläche 12 des
Spritzgusswerkzeugs 10 im Zusammenhang steht. Die vorgeformte
Verkleidung 22, wie diese in 12A dargestellt
ist, umfasst ein Durchgangsloch 62, das mit einem Feature 68 im
Zusammenhang steht. Die vorgeformte Verkleidung 22 verdeckt
die verbleibenden Features 68. Das Einspritzen von Harz
in das Spritzgusswerkzeug 10 von 12B erzeugt
das Verkleidungsstück 60(b),
das in den 12B und 12C dargestellt ist.
Das Verkleidungsstück 60(b) umfasst
eine vorgeformte Verkleidungslage 22 und eine Harzunterschicht 72.
Die erste Oberfläche 24 der
vorgeformten Verkleidung 22 kann mit Ziffern, Buchstaben,
Mustern dekoriert werden, diese kann aus einem kolorierten Material
bestehen oder diese kann jedweden bekannten Typ von Dekoration aufweisen,
der dazu verwendet wird, um das Verkleidungsstück 60(b) zu dekorieren.
Wenn Harz in das Spritzgusswerkzeug von 12A eingespritzt
wird, dann erwärmt
das warme Harz die vorgeformte Verkleidung 22 und zwingt
diese in die Features 68, um somit die vorgeformte Verkleidung
auszubilden, die mit Features 74 bedeckt ist. In Bereichen,
in denen ein Durchgangsloch 62 im Zusammenhang mit einem
Spritzgusswerkzeugfeature 68 steht, füllt das Harz das Feature, um
ein Harzfeature 76 auszubilden. Es kann wünschenswert sein,
das Harzfeature 76 aufgrund einer Vielzahl von Gründen auszubilden.
Bei dem Harz, das dazu verwendet wird, um das Harzfeature 76 herzustellen, kann
es sich um ein durchsichtiges oder semi-durchsichtiges Harz handeln,
was somit ermöglicht,
dass Licht von der Rückseite
des Verkleidungsstücks 60(b) übertragen
wird, um das Harzfeature 76 zu beleuchten. Alternativ kann
es sich bei dem Harzmaterial, das dazu verwendet wird, das Verkleidungsstück 60(b) herzustellen,
um ein farbiges Harz handeln, das eine Farbe aufweist, die anders
als die Farbe der vorgeformten Verkleidung 22 ist, um somit
kontrastierende Farben auf der Oberfläche des Verkleidungsstücks 60(b) bereitzustellen.
Das Verkleidungsstück 60(b) weist
im Wesentlichen eine identische Struktur zu den vorstehend beschriebenen
Verkleidungsstücken
eines zweiten Niveaus auf.
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13A zeigt ein Spritzgusswerzeug, das dazu geignet
ist, Verkleidungsstück 60(c) herzustellen,
während
die 13B und 13C Seiten-
und Vorderansichten der Verkleidungsstücke 60(c) darstellen,
die unter Verwendung des Spritzgusswerkzeugs von 13A hergestellt werden. Das in 13A dargestellte Spritzgusswerkzeug 10 ist
im Wesentlichen identisch mit dem in den 12A und 11A dargestellten Spritzgusswerkzeug. Überdies
weist die Spritzgusswerkzeugkavität 14 dieselben Abmessungen
wie die Spritzgusswerkzeugkavität 14 der 11A und 12A auf.
In 13A wird ein vorgeformtes Metallstück 32 in
der Spritzgusswerkzeugkavität 14 angeordnet,
so dass die erste Oberfläche 37 des
vorgeformten Metallstücks 32 an die
erste Oberfläche 12 des
Spritzgusswerkzeugs 10 anstößt. Die Form des vorgeformten
Metallstücks 32 muss
nicht identisch mit der Form der ersten Oberfläche 12 sein, die eine
Vielzahl von Merkmalen bzw. Features 68 aufweist. In 13A umfasst das vorgeformte Metallstück 32 eine
Einbuchtung 78, die der Form eines Features 68 entspricht. Überdies
umfasst das vorgeformte Metallstück 32 ein
Durchgangsloch 62, das angrenzend an einem Merkmal bzw.
Feature 68 angeordnet ist. Schließlich umfasst das vorgeformte
Metallstück 32 einen
Abschnitt, der ein Feature 68(c) abdeckt, diesem jedoch
nicht in der Form entspricht. Sobald das Spritzgusswerkzeug von 13A geschlossen wird, wird ein erwärmtes Harz durch
den Einspritzanschluss 19 in das Werkzeug 10 eingespritzt,
bis die Kavität 14 im
Wesentlichen mit Harz gefüllt
ist, um das in den 13B und 13C dargestellte
Verkleidungsstück 60(c) auszubilden. Das
Verkleidungsstück 60(c) umfasst
eine Metallverkleidung 80 und eine Harzverstärkung bzw.
eine Harzunterschicht 72. In den 13B und 13C sind zwei der Features ausgebildete Metallfeatures 82.
Die ausgebildeten Metallfeatures 82 können wie vorstehend beschrieben
ausgebildet werden, indem das vorgeformte Metallstück 32 geformt
wird, um den Spritzgusswerkzeugfeatures zu entsprechen, oder das
ausgebildete Metallfeature 82 kann ausgebildet werden,
wenn Druck durch die eingespritzten Harzkräfte auf das vorgeformte Metallstück 32 in
das Feature 68(c) von 13A aufgebracht
wird. Überdies umfasst
das Verkleidungsstück 60(c) ein
Harzmerkmal 76, das ausgebildet wird, wenn das eingespritzte Harz
durch das Durchgangsloch 62 in dem vorgeformten Metallstück 32 durchtritt,
um das Feature 68 in der ersten Oberfläche 12 des Spritzgusswerkzeugs
zu füllen.
Das Verkleidungsstück 60(c) ist
im Wesentlichen identisch mit den vorstehend beschriebenen Verkleidungsstücken eines
dritten Niveaus.
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Die 14A und 14B zeigen
Seiten- und Vorderansichten einer noch weiteren Ausführungsform
eines Verkleidungsstücks 60(d),
das gemäß den erfin dungsgemäßen Verfahren
hergestellt werden kann. Das Verkleidungsstück 60(d) wird unter
Verwendung desselben Spritzgusswerkzeugs hergestellt, das in den 11A, 12A und 13A dargestellt ist, indem ein vorgeformtes Metallstück 32,
das eine Haftmittelschicht 36 enthält, in der Spritzgusswerkzeugkavität 14 angeordnet
wird, so dass die erste Oberfläche 37 des
vorgeformten Metallstücks 32 an
die erste Oberfläche 12 des Spritzgusswerkzeugs 10 anstößt. Das
vorgeformte Metallstück 32 umfasst
eine Vielzahl von Durchgangslöchern 62,
die Features 68 in dem fertig gestellten Verkleidungsstück 60(d) entsprechen.
Nachdem das vorgeformte Metallstück 32 in
dem Spritzgusswerkzeug angeordnet worden ist, wird eine vorgeformte
und optional vordekorierte Verkleidung 22, die eine erste
Oberfläche 24 mit
einem oder mehreren Features 68 aufweist, in dem Spritzgusswerkzeug 10 angeordnet,
so dass Features 68 durch Durchgangslöcher 62 abstehen und
die erste Oberfläche 12 des
Spritzgusswerkzeugs 10 berühren. Die zweite Oberfläche 26 der
vorgeformten Verkleidung 22 kann eine Haftmittelschicht 77 aufweisen.
Das Spritzgusswerkzeug 10 wird geschlossen und erwärmtes Harz
wird durch den Harzeinspritzanschluss 19 in das Spritzgusswerkzeug 10 eingespritzt,
bis die Kavität 14 im
Wesentlichen mit Harz gefüllt
ist, um das in den 14A und 14B dargestellte
Verkleidungsstück 60(b) auszubilden.
Das Verkleidungsstück 60(d) umfasst
eine Metallschicht 32, eine Haftmittelschicht 36,
eine vorgeformte Verkleidungsschicht 22, eine zweite optionale
Haftmittelschicht 77 und eine Harzverstärkung bzw. eine Harzunterschicht 72.
In den 14A und 14B ist
jedes der Features 68 ein Teil der vorgeformten Verkleidungsschicht
bzw. Verkleidungslage 22. Ferner, wie dies in 14B dargestellt ist, ist die Verkleidungslage 22 vordekoriert,
so dass die fertig gestellten Features 68(d) des Verkleidungsstücks mit
Ziffern bedruckt sind.
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Die
vier Niveaus von Verkleidungsstücken, die
vorstehend beschrieben worden sind, und die Verkleidungsstücke 60(a), 60(b), 60(c) und 60(d) können alle
unter Verwendung eines einzelnen Spritzgusswerkzeugs hergestellt
werden, das eine Spritzgusswerkzeugkavität 14 mit identischen
Abmessungen aufweist. Einer der Hauptunterschiede zwischen den Verkleidungsstücken der
vier unterschiedlichen Niveaus, die vorstehend beschrieben worden
sind, und den Verkleidungsstücken 60(a), 60(b), 60(c) und 60(d) ist
das Vorhandensein von Features auf der freiliegenden Oberfläche des
Verkleidungsstücks
und insbesondere eines Features, das teilweise oder vollständig aus
Harzmaterial besteht.
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Die
vorstehende Beschreibung dieser Erfindung ist dazu gedacht, lediglich
illustrativer Natur zu sein, und sollte nicht derart ausgelegt werden,
dass diese den Schutzumfang der Erfindung beschränkt.