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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Prozessaufbau für den Kurzumlauf
in einer Papiermaschine mit Vorrichtungen zum Verdünnen eines
Dickstoffs, Zentrifugalreinigungseinrichtungen, einen Stoffauflaufkasten
und einer Stoffauflaufkastenflügelpumpe
und auch einem Rohrsystem, das mit diesem verbunden ist (siehe beispielsweise
die Druckschrift WO-A-99 64 668).
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich außerdem auf ein Verfahren in
dem Kurzumlauf einer Papiermaschine, um den Druck an der Saugseite
einer Stoffauflaufkastenflügelpumpe
konstant zu halten, wobei bei dem Verfahren der Ganzstoff auf Stoffauflaufkastenkonsistenz
verdünnt
wird, durch Zentrifugalreinigungseinrichtungen gereinigt wird und durch
einen Stoffauflaufkasten zu einer Siebpartie der Papiermaschine
gepumpt wird.
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In
dem Kurzumlauf der Papiermaschine gehen dem Zuführen von dem Ganzstoff in den
Stoffauflaufkasten Stufen voran, bei denen der Stoff (der dicke
Ganzstoff oder Dickstoff) zu der Stoffauflaufkastenkonsistenz entweder
in einer Stufe oder in zwei Stufen verdünnt wird und verschiedene Sorten an
Fremdkörpern
entfernt werden in einem Zentrifugalreinigen, einem Entlüften und/oder
einer Siebstufe. Von dem Standpunkt der Stabilität des gesamten Papierherstellprozesses
und seiner Freiheit von Störungen
ist es von Bedeutung, dass der Druck an der Saugseite der Stoffauflaufkastenflügelpumpe
konstant gehalten werden kann. Wenn der Druck nicht konstant ist,
variiert die Strömungsmenge,
die durch die Flügelpumpe
erzeugt wird, was Druckänderungen
in dem Auslaufdüsenstrahl
des Stoffauflaufkastens bewirkt, die als Basisgewichtsschwankung
in der Bahn zu sehen sind.
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Der
Entlüftungstank
ist im Allgemeinen mit einem Überlauf
oder mit einer Flüssigkeitspegelsteuerung
versehen, wobei in diesem Zusammenhang seine Funktion nicht nur
das Entfernen von Luft aus dem System ist sondern auch das Sicherstellen,
dass der Druck an der Saugseite von der Stoffauflaufkastenflügelpumpe
gleichmäßig ist.
Aufbauarten sind außerdem
bekannt, bei denen kein Entlüftungstank in
der Hauptlinie vorhanden ist. Wenn beispielsweise in dem Kurzumlauf
einer Papiermaschine oder Kartonmaschine, die eine Zentrifugalreinigungsstufe
hat, es erwünscht
ist, einen Entlüftungstank
aus der Hauptlinie des Ganzstoffes wegzulassen, weist der Aufbau
im Allgemeinen ein Doppelverdünnungssystem
auf. In diesem Zusammenhang wird der dicke Glanzstoff (Dickstoff)
zuerst auf eine Konsistenz verdünnt,
die durch das Zentrifugalreinigen erforderlich ist, und das Endverdünnen auf
die Stoffauflaufkastenkonsistenz wird lediglich nach den Zentrifugalreinigern
ausgeführt.
Die Verdünnungen
werden verwirklicht, indem der Dickstoff in eine Siebwasserströmung tritt,
die bei einem Gegendruck ist, der konstant gestaltet worden ist.
Dadurch kann sichergestellt werden, dass gleichzeitig der Druck
an der Saugseite von der Stoffauflaufkastenflügelpumpe konstant bleibt. Jedoch
kann ein Doppelverdünnen
nicht dann angewendet werden, wenn Papiersorten, die eine hohe Stoffauflaufkastenkonsistenz
erforderlich machen, hergestellt werden, wie beispielsweise SC-Papier,
LWC-Papier und Zeitungsdruckpapier.
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Eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, in einer neuen Art und
Weise das Problem zu lösen,
bei dem der Druck an der Saugseite der Stoffauflaufkastenflügelpumpe
konstant gehalten wird. Es ist das Ziel, einen alternativen Aufbau
für die
Doppelverdünnung
des Ganzstoffs und für
den Entlüftungstank
der Hauptlinie zu finden, die herkömmlich für diesen Zweck angewendet worden
sind.
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Der
Prozessaufbau gemäß der vorliegenden Erfindung
ist durch die Offenbarung in dem kennzeichnenden Teil von Anspruch
1 gekennzeichnet. In ähnlicher
Weise ist das Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung durch die Offenbarung in dem kennzeichnenden Teil von
Anspruch 6 gekennzeichnet.
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In
dem Kurzumlauf gemäß der vorliegenden Erfindung
ist an der Akzeptseite von der Zentrifugalreinigungsstufe eine Rohrleitung
angeordnet, die direkt zu der Stoffauflaufkastenflügelpumpe
führt,
ohne das irgendwelche Entlüftungs-
und/oder Verdünnungsstufen
vorhanden sind, die üblicherweise
dazwischen vorgesehen sind. Eine Sekundärleitung ist mit dieser Rohrleitung
zwischen den Zentrifugalreinigungseinrichtungen und der Flügelpumpe
verbunden, damit durch diese ein Teil der Ganzstoffströmung, die
von der Akzeptseite der Zentrifugalreinigungseinrichtungen kommt,
als eine Rücklaufströmung zurück zu den
Verdünnungsvorrichtungen
des Dickstoffs derart tritt, dass die Rückströmung in die Saugseite einer
Mischpumpe zentral und parallel zu einer Verdünnungsströmung eintritt. Der Rückkehrort ist
so gewählt
worden, dass Störungen
vermieden werden. Der Zweck der Sekundärleitung ist es, die Strömungs- und
Druckschwankungen der Akzeptseite des Zentrifugalreinigens zu verringern.
Wenn es erwünscht ist,
den Druck an der Saugseite der Stoffauflaufkastenflügelpumpe
zu erhöhen,
kann ein Ventil in der Sekundärströmung angewendet
werden. Das Ventil ist jedoch nicht unbedingt erforderlich.
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Der
Prozessaufbau gemäß der vorliegenden Erfindung
ist einfach und die Anzahl an Tanks und Vorrichtungen, die bei ihm
benötigt
werden, ist geringer als bei den herkömmlichen Aufbauarten. Der Aufbau
verringert außerdem
in neutralen Prozessen die Fällung
von Kalziumverbindungen in dem Zugangsrohrsystem des Stoffauflaufkastens,
was sich aus dem Umstand ergibt, das dann, wenn Kalziumcarbonat,
das als ein Füllstoff
verwendet wird, in einen Entlüfter
tritt, ein Teil des Kohlendioxids, der in dem Carbonat enthalten
ist, freigegeben wird. Wenn Luft bereits aus dem Siebwasser entfernt
wird, ist der Abstand zu dem Zugangsrohrsystem länger und die Füllstoffströmung durch
den Entlüfter
ist kürzer.
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Nachstehend
ist die vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben,
jedoch soll die vorliegende Erfindung nicht allein auf die Einzelheiten
der Zeichnungen beschränkt
sein.
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1 zeigt
eine schematische Darstellung von einem Teil des herkömmlichen
Kurzumlaufs einer Papiermaschine.
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2 zeigt
eine schematische Ansicht von dem Prozessaufbau gemäß der vorliegenden
Erfindung.
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3 zeigt
eine Variante von dem Prozessaufbau von 2.
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1 zeigt
eine vereinfachte Darstellung für einen
Teil des Kurzumlaufs einer Papiermaschine und insbesondere ein herkömmliches
Stoffauflaufkastenzugangssystem. Frischer Dickstoff M tritt zu einem
Mischbereich 11 einer Siebgrube 10, wo er mit Siebwasser
auf eine Konsistenz verdünnt
wird, die durch das Zentrifugalreinigen erforderlich ist, wobei diese
Konsistenz in diesem Fall annähernd
die gleiche wie die Konsistenz des Ganzstoffs ist, der zu dem Stoffauflaufkasten
zugeführt
wird. Eine verdünnte
Ganzstoffströmung
F1 tritt durch eine Mischpumpe 12 zu
Zentrifugalreinigungseinrichtungen 14, in denen schwere
Fremdkörper
wie beispielsweise Sand aus dem Ganzstoff entfernt wird. Eine gereinigte Ganzstoffströmung F2 tritt zu einem Entlüftungstank 15, bei
dem ein Luftraum mit einem Unterdruck oberhalb der freien Oberfläche des
Ganzstoffs vorhanden ist. Eine Ganzstoffströmung F3 tritt
von dem unteren Teil des Entlüftungstanks 15 zu
der Saugseite einer Stoffauflaufkastenflügelpumpe 16 und von
dort weiter zu Maschinensieben 18. Eine Ganzstoffströmung F4 tritt von der Akzeptseite von den Maschinensieben 18 zu
einem Stoffauflaufkasten 20, der den Ganzstoff zu einer
Siebpartie der Papiermaschine (nicht dargestellt) liefert. Siebwasser
F10, das von der Siebpartie wiedergewonnen
wird, tritt zu der Siebgrube 10 für eine Verwendung bei der Verdünnung des
Dickstoffs M.
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Der
Flüssigkeitspegel
in dem Entlüftungstank 15 wird
mittels eines Überlaufs 15a konstant
gehalten, der als eine Rücklaufströmung F5 zu einer Verbindung mit der Siebgrube 10 tritt
für eine
Verwendung bei der Verdünnung
des Dickstoffs M. Die Siebgrube 10 hat außerdem einen Überlauf 10a.
Die Siebgrube 10, die mit der Flüssigkeitspegelsteuerung 10a versehen
ist, hält
den Druck an der Saugseite der Mischpumpe 12 konstant und
in ähnlicher
Weise hält
der Entlüftungstank 15,
der mit der Flüssigkeitspegelsteuerung 15a versehen
ist, den Druck an der Saugseite der Flügelpumpe 16 konstant.
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2 zeigt
den Kurzumlauf einer Papiermaschine gemäß der vorliegenden Erfindung,
wobei der Kurzumlauf mit einer Zentrifugalreinigung und einer Einzelverdünnung versehen
ist und keinerlei Entlüftungstank
an keinem Ort in der Hauptleitung aufweiset. Dickstoff M wird in
dem unteren Teil einer Siebgrube 10 verdünnt und
eine verdünnte
Ganzstoffströmung
F1 wird durch eine Mischpumpe 12 zu
Zentrifugalreinigungseinrichtungen 14 gepumpt. Die Masse von
dem Akzept von der ersten Stufe der Zentrifugalreinigungseinrichtungen 14 tritt
als eine Ganzstoffströmung
F6 entlang einer Rohrleitung 30 direkt
zu einer Stoffauflaufkastenflügelpumpe 16,
die ihn weiter zu Maschinensieben 18 pumpt. Eine Akzeptströmung F4 von der ersten Stufe der Maschinensiebe 18 tritt
danach zu einem Stoffauflaufkasten 20 und weiter zu einer
Siebpartie der Papiermaschine.
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Eine
Sekundärleitung 32 ist
in der Rohrleitung 30 angeordnet, die von der Akzeptseite
der Zentrifugalreinigungseinrichtungen 14 zu der Flügelpumpe 16 führt, wobei
durch die Sekundärleitung
ein Teil von dem Akzeptganzstoff als eine Rücklaufströmung F7 zu
einer Verbindung mit der Siebgrube 10 für eine Verwendung bei der Verdünnung des
Dickstoffs M tritt. Auf Grund der freien Bypasszirkulation (Umgehungszirkulation)
bleibt der Druck in der Rohrleitung 30 an der Saugseite
der Flügelpumpe 16 konstant. Es
ist außerdem
möglich,
andere Prozessströmungen,
die kleiner als diejenige der Hauptleitung sind, in die Sekundärleitung 32 einzuleiten
(dies ist in der Zeichnung nicht gezeigt).
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Der
Aufbau von 3 ist hauptsächlich demjenigen von 2 ähnlich,
wobei auch in ihm eine verdünnte
Ganzstoffströmung
F1 durch Zentrifugalreinigungseinrichtungen 14 zu
einer Flügelpumpe 16 gepumpt
wird, die eine Ganzstoffströmung
F6 weiter durch Maschinensiebe 18 zu
einem Stoffauflaufkasten 20 pumpt, und wobei ein Teil des
zentrifugalgereinigten Ganzstoffes als eine Rücklaufströmung F7 durch
eine Sekundärleitung 32 zurück für die Verdünnung des
Ganzstoffs tritt. Der Aufbau unterscheidet sich von demjenigen von 2 dahingehend,
dass der Dickstoff M ohne eine Siebgrube in einem geschlossenen
Mischvolumen 13 als eine sogenannte Rohrverdünnung verdünnt wird.
Der Dickstoff M, das Siebwasser F10 und
die Rücklaufströmung F7 von dem zentrifugalgereinigten Ganzstoff
treten zu dem Mischvolumen 13, das sich an der Saugseite
der Flügelpumpe 12 befindet,
als parallele Strömungen
derart, dass die hinein gelangende Dickstoffströmung M von der Rücklaufströmung F7 des verdünnten Ganzstoffs umgeben ist,
und die Siebwasserströmung
F10 am weitesten außen sich befindet. Die Anwendung der
Rohrverdünnung
verringert weiter das Tank- und Strömungsvolumen, das in dem Kurzumlauf
benötigt wird.
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Mittels
des in den 2 und 3 gezeigten Aufbaus
kann ein gleichmäßiger Druck
an der Saugseite der Flügelpumpe 16 sichergestellt
werden, wodurch die Stabilität
des Systems und seine Freiheit von Störungen verbessert sind. Die
Drucksteuerung des Stoffauflaufskastens 20 kann gleichzeitig
verbessert werden, indem eine gemeinsame Drucksteuerung das heißt eine
Vorwärtssteuerung
für die
Mischpumpe 12 und die Stoffauflaufkastenflügelpumpe 16 angeordnet
wird, um die Betriebsgeschwindigkeit zu steuern. In ihr werden beide
Teile des Prozesses gleichzeitig und in der gleichen Richtung gesteuert, was
es somit ermöglicht,
Situationen einer Änderung besser
als zuvor vorherzusagen.
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Der
Prozessaufbau gemäß der vorliegenden Erfindung
ist insbesondere für
Papiermaschinen oder Kartonmaschinen von der Art geeignet, bei der
ein Zentrifugalreinigen benötigt
wird, jedoch eine Doppelverdünnung
nicht angewendet werden kann aufgrund einer hohen Stoffauflaufkastenkonsistenz,
und aus Gründen
der Prozesstechnologie und Ökonomie, es
nicht erwünscht
ist, eine Entlüftung
des Ganzstoffes anzuwenden. Das Verfahren ist außerdem für eine Anwendung bei einem
Mehrlagenbahnausbilden geeignet, bei dem Ganzstoffsuspensionen,
die für
verschiedene Ganzstofflagen gedacht sind, separat vor dem Ausbilden
einer Mehrlagenbahn behandelt werden.
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Der
Prozessaufbau gemäß der vorliegenden Erfindung
ist erheblich einfacher als die Aufbauarten, die im Stand der Technik
bekannt sind, da er keinen Entlüftungstank
in der Hauptleitung erforderlich macht noch irgendeine Doppelverdünnung des Ganzstoffs,
die zuvor wesendlich gewesen sind, um einen gleichmäßigen Druck
an der Saugseite der Stoffauflaufkastenflügelpumpe sicherzustellen.