DE60212317T2 - Statische Dichtung für einer Gasturbine - Google Patents
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Description
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Dichtungen in einer Gasturbine zur Ergänzung der Sehnenscharnierdichtungen zwischen Turbinendüsen und einem Turbinendüsenträgerring und insbesondere auf zusätzliche Dichtungen, um die Leckageverluste an den Sehnenscharnierdichtungen vorbei im Wesentlichen zu minimieren oder zu beseitigen.
- In einer Gasturbine strömen heiße Verbrennungsgase von Brennkammern durch die Düsen und Schaufeln der ersten Stufe und durch die Düsen und Schaufeln der folgenden Turbinenstufen. Die Düsen der ersten Stufe enthalten typischerweise eine ringförmige Reihe oder Anordnung von gegossenen Düsensegmenten, von denen jedes eine oder mehrere Düsenstatorleitschaufeln pro Segment enthält. Jedes Düsensegment der ersten Stufe enthält auch einen inneren und einen äußeren Bandabschnitt, die voneinander radial beabstandet sind. Nach der Montage der Düsensegmente sind die Statorleitschaufeln in Umfangsrichtung voneinander beabstandet, um aus ihnen eine ringförmige Reihe zwischen dem ringförmigen inneren und äußeren Band zu bilden. Ein Düsenhaltering, der mit dem äußeren Band der Düsen der ersten Stufe verbunden ist, trägt die Düsen der ersten Stufe in dem Gasströmungspfad der Turbine. Ein ringförmiger Düsenträgerring, der vorzugsweise an einer horizontalen Mittellinie unterteilt ist, steht im Eingriff mit dem inneren Band und haltert die Düsen der ersten Stufe gegen eine axiale Bewegung.
- In einer beispielhaften Anordnung werden 18 gegossene Segmente mit zwei Leitschaufeln pro Segment geschaffen. Die ringförmige Reihe der Segmente ist untereinander entlang der aneinander angrenzenden Umfangsrichtungskanten durch Seitendichtungen abgedichtet. Die Seitendichtungen dichten zwischen einem Hochdruckbereich radial innerhalb des inneren Bandes, d.h. Kompressoraustrittsluft unter einem hohen Druck, und den heißen Verbrennungsgasen in dem Heißgasströmungspfad ab, die unter einem niedrigeren Druck stehen.
- Um die Leckage aus Hochdruckbereichen in der Turbine zu vermindern, sind verschiedene Typen von Dichtungselementen entwickelt worden. Man betrachte z.B. EP-A-0 731 254, die eine Befestigungsstruktur offenbart, die einen Befestigungsabschnitt enthält, an dem ein mit Haken versehenes Ende der Düsen- und Deckbandanordnung befestigt ist, und EP-A-0 903 519, die eine Dichtungsanordnung aus flexibler Maschenware offenbart.
- Sehnenscharnierdichtungen werden verwendet, um zwischen dem inneren Band der Düsen der ersten Stufe und einer axial gegenüberliegenden Oberfläche des Düsenträgerrings eine Abdichtung herzustellen. Jede Sehnenscharnierdichtung enthält einen axialen Vorsprung, der sich geradlinig entlang einer Sehnenlinie des inneren Bandabschnitts jedes Düsensegmentes erstreckt. Insbesondere erstreckt sich die Sehnenscharnierdichtung entlang einer inneren Schiene jedes Segmentes, wobei sich die Schiene von dem inneren Bandabschnitt radial nach innen erstreckt. Der Vorsprung der Sehnenscharnierdichtung steht in einem abdichtenden Kontakt mit der axial gegenüberliegenden Dichtungsfläche des Düsenträgerrings.
- Während des Betriebs und/oder der Reparatur der Düse der ersten Stufe ist herausgefunden worden, dass ein Verziehen Spalten zwischen den Sehnenscharnierdichtungen und der Dichtungsfläche des Düsenträgerrings verursachen kann. Diese Spalten ermöglichen eine Leckage von dem Hochdruckbereich radial innerhlb des ringförmigen inneren Bandes an den Sehnenscharnierdichtungen vorbei in den Heißgasströmungspfad hinein. Das bedeutet, dass die Sehnenscharnierdichtungen zum Verhindern einer Leckströmung unzureichend sind, wenn die Vorsprünge der Sehnenscharnierdichtungen den Kontakt mit der Dichtungsfläche des Düsenträgerrings verlieren. Daher besteht Bedarf an einer zusätzlichen Dichtung zwischen den Düsensegmenten der ersten Stufe und dem Düsenträgerring, um die Leckströmung an den Sehnenscharnierdichtungen vorbei zu minimieren oder zu beseitigen.
- Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird eine Zusatzdichtung zwischen den Düsensegmenten der ersten Stufe und dem Düsenträgerring geschaffen, die eine Leckage an den Sehnenscharnierdichtungen vorbei verhindert oder minimiert und die schnell und einfach eingebaut wird. In einer bevorzugten Ausführungsform enthält die zusätzliche Dichtung mehrere bogenförmige Dichtungssegmente, die jeweils wenigstens eine und vorzugsweise zwei Rücken an Rücken angeordnete Blechplatten bzw. -blätter aufweisen, die in eine metallische Maschenware eingehüllt und durch eine Klammer an dem Düsenträgerring befestigt sind. Die Zusatzdichtung erstreckt sich von dem Trägerring im Wesentlichen radial nach außen, um an einer Oberfläche des Düsensegments anzuliegen, die von den Sehnenscharnierdichtungen entfernt ist. Die Hochdruckkompressoraustrittsluft in dem Hochdruckbereich der Turbine spannt die Maschenwarendichtung gegen die entfernte Dich tungsoberfläche, z.B. die inneren Schienen der Düsensegmente vor.
- Insbesondere sind die Maschenwarendichtung und die Platten entlang einer inneren bogenförmigen Kante an einer bogenförmigen Halteklammer befestigt, wobei eine bogenförmige innere Kante der Klammer an dem Düsenträgerring befestigt ist. Jedes Segment erstreckt sich bezogen auf die Turbinenachse bogenförmig in Umfangsrichtung und weist eine Länge auf, die wenigstens der Umfangsrichtungsausdehnung jeder einzelnen inneren Schiene und vorzugsweise Bogenlängen von 90° oder 180° entspricht. Die Zusatzdichtungssegmente liegen demnach über den Spalten zwischen den Segmenten.
- Die Maschenware und die Platten jeder Dichtung sind so geformt, dass sie bezogen auf den Düsenträgerring im Wesentlichen radial nach außen hervorstehen. Die Plattenabschnitte in dem bogenförmigen entfernten Schenkel jedes Dichtungssegments sind von ihren entfernten Kanten aus nach hinten geschlitzt, um mehrere Finger zu bilden. Die Finger eines Plattenschenkels überdecken die Schlitze zwischen den Fingern des anderen Plattenschenkels. Das bedeutet, dass die Schlitze der Platten relativ zueinander in Umfangsrichtung versetzt angeordnet sind, so dass die Schlitze jedes Plattenschenkels durch die Finger des gegenüberliegenden Plattenschenkels wirksam abgedichtet werden. Die Schlitze verleihen der Dichtungsoberfläche des Schenkels der Zusatzdichtung Biegsamkeit.
- In einer bevorzugten Ausführungsform gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine Turbine geschaffen, die einen Turbinendüsenträgerring, der eine im Wesentlichen in axialer Richtung weisende erste Oberfläche, ein Turbinendüsensegment, das wenigstens eine Statorleitschaufel und eine sich radial nach innen erstreckende innere Schiene mit einer zweiten Oberfläche in einer axialen Gegenüberstellung zu der ersten Oberfläche aufweist, und eine Dichtung enthält, die sich zum abdichtenden Anliegen entlang einer Seitenoberfläche der inneren Schiene von der zweiten Oberfläche entfernt von dem Turbinendüsenträgerring aus erstreckt, um zwischen dem Trägerring und dem Düsensegment eine Abdichtung herzustellen, wobei die Dichtung ein Dichtungssegment mit wenigstens einer ersten Platte, einem Überzug aus einer metallischen Maschenware und einem von der Maschenware bedeckten entfernten Rand aufweist und an der entfernten Seitenoberfläche anliegt.
- In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine Turbine geschaffen, die einen Turbinendüsenträgerring mit einer im Wesentlichen in Axialrichtung weisenden ersten Oberfläche, mehrere Düsensegmente mit jeweils wenigstens einer Statorleitschaufel und einer sich radial nach innen erstreckenden inneren Schiene, die eine zweite Oberfläche in einer axialen Gegenüberstellung zu der ersten Oberfläche aufweist, und eine Dichtung enthält, die aus mehreren Dichtungssegmenten besteht, die sich von dem Düsenträgerring aus zum abdichtenden Anliegen entlang einer von der zweiten Oberfläche entfernten Seitenfläche der inneren Schiene erstrecken, wobei jedes Dichtungssegment eine erste Platte, einen Überzug aus einer metallischen Maschenware und einen von der Maschenware bedeckten und an der entfernten Seitenfläche anliegenden entfernten Rand aufweist.
- Die Erfindung wird nun im Wege eines Beispiels unter Bezug auf die Zeichnungen genauer beschrieben:
-
1 zeigt eine bruchstückhafte, schematische seitliche Aufrissansicht eines Abschnitts einer Gasturbine, -
2 zeigt eine vergrößerte bruchstückhafte Querschnittsansicht, die ein konventionelles Sehnendichtungscharnier darstellt, -
3 zeigt eine bruchstückhafte perspektivische Ansicht, die einen Abschnitt einer konventionellen Sehnescharnierdichtung entlang einer inneren Schiene eines Düsensegments darstellt, -
4 zeigt eine bruchstückhafte perspektivische Ansicht mit Teilen im Querschnitt, die die konventionelle Sehnenscharnierdichtung in einem abdichtenden Kontakt mit einem Düsenträgerring der Gasturbine darstellt, -
5 zeigt eine vergrößerte bruchstückhafte perspektivische Ansicht, die eine Zusatzdichtung gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung darstellt, -
6 zeigt eine perspektivische Ansicht der Klammer und der Dichtung daraus, -
7 zeigt eine seitliche Aufrissansicht der Zusatzdichtung aus5 , die in Verbindung mit der Sehnenscharnierdichtung eingebaut ist, -
8 zeigt eine bruchstückhafte perspektivische Ansicht der Dichtung, die den inneren Aufbau des Dichtungsrandes darstellt, und -
9 zeigt eine perspektivische Ansicht einer metallischen Maschenware für die Zusatzdichtung davon. - Mit Bezug nun auf
1 : Es ist ein repräsentatives Beispiel für einen Turbinenabschnitt einer Gasturbine dargestellt, die allgemein mit10 bezeichnet ist. Die Turbine10 nimmt die heißen Gase der Verbrennung aus einer ringförmigen Reihe von nicht gezeigten Brennkammern auf, die die heißen Gase zur Führung entlang eines ringförmigen Heißgaspfades14 durch ein Übergangselement12 hindurch leiten. Entlang des Heißgaspfades14 sind Turbinestufen angeordnet. Jede Stufe weist mehrere in Umfangsrichtung beabstandete Laufschaufeln, die an dem Turbinenrotor befestigt sind und einen Teil desselben bilden, und mehrere in Umfangsrichtung beabstandete Statorleitschaufeln auf, die eine ringförmige Reihe von Düsen bilden. Die erste Stufe enthält z.B. mehrere in Umfangsrichtung beabstandete Laufsschaufeln16 , die an einem Rotorrad18 der ersten Stufe angebracht sind, und mehrere in Umfangsrichtung bebastandete Statorleitschaufeln20 . In ähnlicher Weise enthält die zweite Stufe mehrere Laufschaufeln22 , die an einem Rotorrad24 angebracht sind, und mehrere in Umfangsrichtung beabstandete Statorleitschaufeln26 . Es können weitere Stufen vorhanden sein, z.B. eine dritte Stufe, die aus mehreren in Umfangsrichtung beabstandeten Laufschaufeln28 , die an einem Rotorrad30 der dritten Stufe befestigt sind, und mehreren in Umfangsrichtung beabstandeten Statorleitschaufeln32 besteht. Es wird erkannt, dass die Statorleitschaufel20 ,26 und32 an einem Turbinengehäuse angebracht und befestigt sind, während die Laufschaufeln16 ,22 und28 und die Räder18 ,24 und30 jeweils einen Teil des Turbinenrotors bilden. Zwischen den Rotorrädern sind Abstandhalter34 und36 angeordnet, die ebenfalls einen Teil des Turbinenrotors bilden. Es wird erkannt, dass sich die Kompressoraustrittsluft in einem Bereich37 befindet, der radial innerhalb der ersten Stufe angeordnet ist, und dass die Luft in dem Bereich37 unter einem höheren Druck als dem Druck der heißen Gase steht, die entlang des Heißgaspfads14 strömen. - Unter Bezug auf die erste Stufe der Turbine sind die Statorleitschaufeln
20 , die die Düsen der ersten Stufe bilden, jeweilis zwischen einem inneren und einem äußeren Band38 und40 angeordnet, die von dem Turbinengehäuse getragen werden. Wie oben angemerkt sind die Düsen der ersten Stufe aus mehreren Düsensegmenten41 (1 und3 ) gebildet, von denen jedes eine oder vorzugsweise zwei Statorleitschaufeln trägt, die sich zwischen einem inneren und einem äußern Bandabschnitt erstrecken und in einer ringförmigen Reihe von Segmenten angeordnet sind. Ein Düsenhaltering42 , der mit dem Turbinengehäuse verbunden ist, ist mit dem äußeren Band verbunden und haltert die Düse der ersten Stufe. Ein Düsenträgerring44 radial innerhalb des inneren Bandes38 der Düsen der ersten Stufe steht mit dem inneren Band38 in Kontakt bzw. Eingriff. Speziell enthält der Grenzbereich zwischen dem inneren Band38 und dem Düsenträgerring44 eine innere Schiene52 . Die innere Schiene52 weist einen sich in Sehnenrichtung geradlinig erstreckenden, axialen Vorsprung48 auf, der hierin anschließend allgemein und zusammenfassend als eine Sehnenscharnierdichtung46 (3 und4 ) bezeichnet wird. Der Vorsprung48 erstreckt sich entlang einer in Axialrichtung weisenden Oberfläche50 der inneren Schiene52 , die einen integralen Teil jedes Düsensegmentes und speziell des inneren Bandes38 bildet. Der Vorsprung48 liegt an einer ersten ringförmigen Fläche54 des Düsenträgerrings44 an. Es wird erkannt, dass sich die Hochdruckkompressoraustrittsluft in dem Bereich37 befindet und die heißen Gase unter niedrigerem Druck, die in dem Heißgaspfad14 strömen, sich auf der gegenüberliegenden Seite der Dichtung48 befinden. Die Sehnenscharnierdichtung46 ist folglich dazu vorgesehen, eine Abdichtung gegen eine Le ckage aus dem Hochdruckbereich37 in den Niederdruckbereich des Heißgaspfades14 hinein zu schaffen. - Wie zuvor angemerkt neigen die Komponenten der Düsen und des Düsenträgerrings während des Betriebs der Turbine jedoch dazu, zwischen den Vorsprüngen
48 und der Oberfläche54 des Düsenträgerrings44 Leckspalten zu bilden, durch die hindurch eine Leckströmung von dem Hochdruckbereich in den Niederdruckbereich auftreten kann. Um eine Leckströmung in den Heißgaspfad14 hinein zu minimieren oder zu verhindern und gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird eine Zusatzdichtung zur Abdichtung zwischen den Düsensegmenten41 der ersten Stufe, insbesondere den inneren Schienen52 , und dem Düsensträgerring44 geschaffen. Die Allgemein mit70 (5 ) bezeichnete Zusatzdichtung wird in sich in Umfangsrichtung erstreckenden Dichtungssegmenten73 geschaffen. Jedes Segment73 enthält eine sich bogenförmig erstreckende Maschenwarendichtung71 , die durch sich bogenförmig erstreckende, Rücken an Rücken angeordnete Metallblechplatten gebildet wird, die mit vorzugsweise einer metallischen Maschenware umhüllt und an der Düse der ersten Stufe befestigt sind. Insbesondere enthält die sich in Umfangsrichtung erstreckende Zusatzdichtung70 eine und vorzugsweise ein Paar von Blechplatten oder Blechblättern72 und74 (8 ), die auf beiden Seiten von einer metallischen Maschenware76 überzogen sind. Die Dichtung70 enthält auch eine tragende, sich in Umfangsrichtung erstreckende Halteklammer80 , die sich von dem Düsenträgerring44 aus radial nach außen erstreckt und eine steife Halterung für die Dichtung schafft. Die Klammer80 kann aus Umfangssegmenten81 gebildet sein, die in der Länge vorzugsweise der Länge der Dichtungssegmente73 entsprechen. Die metallische Maschenware und die Platten sind einstückig, z.B. durch Schweißen, entlang des radial äußeren Randes der Klammer80 an der Klammer80 befestigt. Der die radial innere80 an der Klammer80 befestigt. Der die radial innere Kante jedes Klammersegmentes81 weist einen sich axial erstreckenden Flansch84 auf. Die äußere Oberfläche des Trägerrings44 weist eine komplementär geformte Nut86 zur Aufnahme des Klammersegmentes81 auf. - Die Zusatzdichtung
70 wird von der Klammer80 getragen und stellt von der Sehnenscharnierdichtung46 entfernt eine Abdichtung gegenüber einer Oberfläche88 der inneren Schiene52 her. Die Maschenwarendichtung71 ist in Umfangsrichtung geformt und ist in einer axialen Richtung bogenförmig, um eine Abdichtung gegen die entfernte Oberfläche88 zu bewirken. - Insbesondere biegt sich der entfernte Rand der Dichtung
70 in Axialrichtung, um einen Schenkelabschnitt90 zu bilden, der eine Abdichtung gegen die entfernte Oberfläche88 bewirkt. Das bedeutet, dass der Schenkelabschnitt90 der Maschenwarendichtung in axialer Richtung bogenförmig zu der entfernten Oberfläche88 hin gekrümmt und vorgespannt oder vorbelastet ist, um eine sich im Wesentlichen in Umfangsrichtung erstreckende Dichtung92 (7 ) entlang der Oberfläche88 zu bilden. Der Dichtungsschenkelabschnitt90 drückt gegen die entfernte Oberfläche88 , wobei die metallische Maschenware mit der Oberfläche88 in Kontakt steht, wodurch die zusätzliche Dichtung hieraus gebildet wird. Es wird erkannt, dass die Platten72 und74 (8 ) ebenfalls vorgespannt sind, um den Dichtungsschenkelabschnitt90 in einem abdichtenden Anliegen an der Oberfläche88 festzuhalten. - Wie am Besten in
8 dargestellt ist, sind die Platten72 und74 entlang des Schenkelabschnitts90 an seitlich beabstandeten Stellen entlang der Dichtung70 jeweils geschlitzt, um Finger102 und106 zu bilden. Die Platte72 ist z.B. bei104 an in Umfangsrichtung beabstandeten Stellen an ihr entlang geschlitzt, um diskrete Finger102 zu bilden. Die Platte74 ist in gleicher Weise bei108 an in Umfangsrichtung beabstandeten Stellen an ihr entlang geschlitzt, um diskrete Finger106 zu bilden. Die Schlitze104 und108 sind relativ zueinander in Umfangsrichtung versetzt, so dass die durch die Schlitze104 der Platte72 gebildeten Finger102 über den Schlitzen106 zwischen den Fingern108 der Platte74 liegen. Dementsprechend liegen die Finger106 der Platte74 unter den. Schlitzen104 der Platte72 . Die Finger102 und106 lassen demnach den Schenkelabschnitt90 der Zusatzdichtung70 biegsam werden, wodurch mit der entfernten Oberfläche88 eine wirksame Abdichtung erreicht wird. Die Überlappung der Schlitze durch die Finger stellt ebenfalls eine Dichtungswirkung her, die eine Strömung zwischen den Schlitzen verhindert. - Mit Bezug auf
9 : Es ist ein Abschnitt einer bevorzugten metallischen Maschenware76 dargestellt, die eine Platte, z.B. die Platte74 überdeckt. Der Maschenwarenüberzug ist von der Form einer Köpertresse bzw. Dutch Twill Weave. Mit der aus L605- oder Haynes 188-Material gebildeten Maschenware und mit dem relativ dichten Gewebe werden wirksame Dichtungs- und Verschleißoberflächen geschaffen. - Die Zusatzdichtungssegmente werden vorzugsweise in einer Umfangsrichtungslänge geschaffen, die über die Umfangsrichtungslänge der Düsensegmente hinaus geht. Dementsprechend liegen die Zusatzdichtungssegmente über den Fugen zwischen den Düsensegmenten
41 und können an den Enden aneinander stoßen oder einander überlappen, wodurch die Leckage zwischen den Düsensegmenten ebenso wie die Leckage an den Sehnenscharnierdichtungen vorbei reduziert wird. Es wird erkannt, dass die Zusatzdichtungen70 dem hohen Druck des Bereiches37 ausgesetzt sind. Die Dichtungen70 sind demnach durch die Druckdifferenz auf ihren einander gegenüberliegenden Seiten zu einem abdichtenden Anliegen an der Oberfläche88 der inneren Schiene52 hin vorgespannt.
Claims (8)
- Turbine (
10 ), die enthält: einen Turbinendüsenträgerring (44 ), der eine im Wesentlichen in axiale Richtung weisende erste Oberfläche (54 ) aufweist, ein Turbinendüsensegment (91 ), das wenigstens eine Statorleitschaufel (20 ) und eine sich radial einwärts erstreckende innere Schiene (52 ) aufweist, die eine zweite Oberfläche (50 ) in axialer Gegenüberstellung zu der ersten Oberfläche aufweist, wobei die innere Schiene (52 ) einen Vorsprung (48 ) aufweist, der sich von dieser zum abdichtenden Anliegen an der ersten Oberfläche axial erstreckt und mit dieser eine erste Dichtung bildet, eine zweite Dichtung (70 ), die sich von dem Turbinendüsenträgerring aus zum abdichtenden Anliegen entlang einer von der zweiten Oberfläche entfernten Seitenfläche (88 ) der inneren Schiene zur Abdichtung zwischen dem Trägerring und dem Düsensegment erstreckt, und wobei die Dichtung ein Dichtungssegment (73 ) enthält, das wenigstens eine erste Platte (72 ), einen Überzug aus einer metallischen Maschenware (76 ) und einen entfernten Rand aufweist, der von der Maschenware bedeckt ist und an der entfernten Seitenfläche anliegt. - Turbine nach Anspruch 1, bei der das Dichtungssegment eine zweite Platte (
74 ) enthält, wobei die Platten Rücken an Rücken zueinander liegen und sich die Maschenware als ein Überzug entlang der Gegenseiten der ersten und zweiten Platte erstreckt. - Turbine nach einem der Ansprüche 1 oder 2, die eine Halteklammer (
80 ) enthält, die sich von dem Trägerring im Wesentlichen radial auswärts erstreckt, um das Dichtungssegment auf der von der inneren Schiene entfernten Seite desselben zu tragen, wobei der Rand der Dichtungssegmentes biegsam und vorgespannt ist, um an der entfernten Seitenfläche eine Abdichtung zu bewirken. - Turbine nach Anspruch 1, bei der das Düsensegment (
41 ) eines aus einer Mehrzahl von Düsensegmenten (41 ) ist, die jeweils wenigstens eine Statorleitschaufel (20 ) und eine sich radial einwärts erstreckende innere Schiene (52 ) aufweisen, die eine zweite Oberfläche (50 ) in axialer Gegenüberstellung zu der ersten Oberfläche aufweist, wobei die zweite Dichtung (70 ) eine Mehrzahl von Dichtungssegmenten (73 ) aufweist, die sich jeweils von dem Düsenträgerring aus zumm abdichtenden Anliegen entlang einer von der zweiten Oberfläche entfernten Seitenfläche (88 ) der inneren Schiene erstrecken, und wobei jedes Dichtungssegment eine erste Platte (72 ), einen Überzug aus einer metallischen Maschenware (76 ) und einen entfernten Rand aufweist, der von der Maschenware bedeckt ist und an der entfernten Seitenfläche anliegt. - Turbine nach Anspruch 4, bei der jedes Dichtungssegment eine zweite Platte (
74 ) enthält, wobei die erste und die zweite Platte jedes Dichtungssegmentes Rücken an Rücken zueinander liegen und sich die Maschenware als ein Überzug entlang der Gegenseiten der ersten und zweiten Platte erstreckt. - Turbine nach Anspruch 4, bei der sich jedes der Dichtungssegmente in einer bogenförmigen Richtung um die Achse der Turbine herum und über einen Segmentspalt zwischen den Düsensegmenten hinweg erstreckt.
- Turbine nach Anspruch 4, bei der jedes Dichtungssegment eine zweite Platte (
74 ) enthält, wobei die erste und die zweite Platte jedes Dichtungssegmentes Rücken an Rücken zueinander liegen und sich die Maschenware als ein Überzug entlang der Gegenseiten der ersten und zweiten Platte erstreckt, wobei sich jedes Dichtungssegment bogenförmig um die Achse der Turbine herum erstreckt und die Platten Schlitze (104 ,108 ) aufweisen, die sich von den Kanten der Platten und entlang des Randes erstrecken, um der Dichtung Biegsamkeit zu verleihen. - Turbine nach einem der Ansprüche 4 bis 7, die eine Mehrzahl von Halteklammern (
80 ) enthält, die sich von dem Trägerring im Wesentlichen radial auswärts erstrecken, um die Dichtungssegmente an dem Trägerring zu tragen, wobei die Ränder der Dichtungssegmente biegsam und vorgespannt sind, um an der entfernten Oberfläche eine Abdichtung zu bewirken.
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