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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Stanzvorrichtung für eine Buchbinde-Nähmaschine.
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Nähmaschinen
werden bei Buchbindesystemen zum Herstellen von gehefteten Büchern häufig verwendet.
Eine geheftetes Buch besteht aus einem Block von Druckbögen, die
unter Verwendung kontinuierlicher Fäden miteinander vernäht sind.
Typischerweise werden die Druckbögen
nacheinander zu einem beweglichen Sattel zugeführt, der dann in Richtung auf
eine feststehende Konstruktion geschlossen wird, die eine Reihe
von Nadeln sowie entsprechenden Hakennadeln (Häkelnadeln) trägt.
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Jeder
Druckbogen muss vor dem Nähvorgang
gestanzt werden, um die Nadeln und die Hakennadeln nicht zu beschädigen. Zu
diesem Zweck ist üblicherweise
eine Stanzvorrichtung im Inneren des beweglichen Sattels vorhanden.
Die Stanzvorrichtung besteht aus einer Stange, die eine Reihe von
Stanzelementen trägt, die
jeweils einer entsprechenden Nadel oder Hakennadel zugeordnet sind;
die Stange wird in einer hin- und hergehenden Bewegung in Richtung
auf den Druckbogen antriebsmäßig bewegt,
der rittlings auf dem beweglichen Sattel (und unter einem Halteelement
angeordnet) ist, um den Druckbogen auf diese Weise zu durchstoßen.
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Der
gleichen Nähmaschine
werden typischerweise Druckbögen
unterschiedlichen Formats zugeführt. In
diesem Fall ist es möglich,
dass einige der in den Druckbögen
ausgebildeten Öffnungen
während
des Nähvorgangs
nicht verwendet werden, da die entsprechenden Nadeln oder Hakennadeln
nicht paarweise vorhanden sind und daher ausgelassen werden müssen. Eine
jede resultierende freie Öffnung
ermöglicht
das Eindringen des für
die Fertigstellung des Buchs ver wendeten Klebstoffs zwischen einander
benachbarten Seiten, sodass diese aneinander kleben.
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Eine
im Stand der Technik bekannte Lösung
für dieses
Problem besteht darin, die nicht benötigten Stanzelemente herauszunehmen.
Dieser Vorgang erfolgt üblicherweise
unter Zerlegung des beweglichen Sattels sowie Lösen einer Schraube, die zum
Verriegeln eines beliebigen herauszunehmenden Stanzelements verwendet
wird. Das Stanzelement wird in eine Ruheposition abgesenkt und dann
wieder unter Festziehen der entsprechenden Schraube verriegelt.
Der vorstehend beschriebene Vorgang ist jedoch sehr zeitaufwändig; die daraus
resultierende Stillstandsperiode der Nähmaschine verursacht eine starke
Reduzierung der Ausbeute von dieser.
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Eine
andere Lösung
wird in der italienischen Patentanmeldung Nr. BG2000A000008 vorgeschlagen, die
am 17. Januar 2000 eingereicht wurde. Dieses Dokument offenbart
eine Stanzvorrichtung, die an einem entfernten Ort konfiguriert
werden kann. Insbesondere sind in der Stange eine oder mehrere pneumatische Kolben
für entsprechende
Stanzelemente untergebracht. Die Kolben werden durch jeweilige Ventile
gesteuert, um die Stanzelemente abzusenken und anzuheben; die Stanzelemente
werden dann mittels eines Läufers
in der gewünschten
Position verriegelt.
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Ein
Nachteil bei der vorstehend beschriebenen Lösung besteht darin, dass die
resultierende Stanzvorrichtung recht unzuverlässig ist. In der Tat bewegt
sich die Stange zusammen mit dem beweglichen Sattel zu den Nadeln
und den Häkelnadeln
hin und von diesen weg (wobei sie sich zusätzlich dazu innerhalb des beweglichen
Sattels nach oben und nach unten bewegt). Die sehr schnelle Bewegung
der Stange kann leicht zu einer Beschädigung der kleinen Schläuche führen, die
zum Zuführen
von Druckluft von den Ventilen zu den Kolben notwendig sind. Ferner
weist der spanend bearbeitete Bereich der Stange eine Reihe von
Schwachstellen auf, die zu Ermüdungsfehlern
in der Konstruktion führen
können. Die
zum Bewegen der Stanzelemente erforderlichen Kolben und Ventile
sind relativ aufwändig,
sodass ihre Montage an der Stange schwierig ist. Aus diesem Grund
wird bei der in der vorstehend genannten Patentanmeldung offenbarten
Lösung
ein einzelner Schlauch zum Steuern von zwei einander benachbarten
Kolben verwendet. Als Ergebnis hiervon müssen beide der entsprechenden
Stanzelemente gleichzeitig herausgenommen werden. Diese Einschränkung schließt jedoch
die Verwendung einer Flatterstich-Nähtechnik aus, bei der die Möglichkeit
gegeben sein muss, jedes Stanzelement einzeln herauszunehmen.
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Ferner
können
nur wenige Kolben und Ventile an der Stange angebracht werden; die
Kolben und die Ventile werden dann an gegenüber liegenden Enden der Stange
zum Steuern der entsprechenden Stanzelemente platziert. Diese Konstruktion
erlaubt somit nicht die Verwendung von mehreren Druckbögen, bei
denen zwei oder mehr Seiten auf jede Lage der Druckbögen gedruckt
sind. In der Tat machen die mehreren Druckbögen möglicherweise das Herausnehmen
von einem oder mehreren der weiter in der Mitte gelegenen Stanzelemente
erforderlich (die nicht paarweise vorgesehenen Nadeln oder Hakennadeln
zwischen einander benachbarten Seiten zugeordnet sind).
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Eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Überwindung
der vorstehend geschilderten Nachteile. Gelöst wird diese Aufgabe durch
eine Vorrichtung, wie sie im Anspruch 1 angegeben ist.
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Kurz
gesagt, schafft die vorliegende Erfindung eine Stanzvorrichtung
für eine
Buchbinde-Nähmaschine,
die Folgendes aufweist: Eine Tragstruktur, die eine Mehrzahl von
Stanzelementen trägt,
und eine Einrichtung zum Verriegeln eines jeden Stanzelements in
einer Arbeitsposition oder in einer Ruheposition, wobei jedes Stanzelement
einen Druckbogen stanzt, wenn es sich in der Arbeitsposition befindet
und nicht auf den Druckbogen einwirkt, wenn es sich in der Ruheposition
befindet, wenn die Tragstruktur während des Betriebs der Buchbinde-Näh maschine
zum Druckbogen hin bewegt wird, sowie eine erste Vorspanneinrichtung
und eine zweite Vorspanneinrichtung, die jedes Stanzelement während der
Konfiguration der Buchbinde-Nähmaschine
in die Arbeitsposition bzw. die Ruheposition vorspannen, wobei mindestens
eine der ersten und der zweiten Vorspanneinrichtung während des
Betriebs der Buchbinde-Nähmaschine
von der Tragstruktur abzukoppeln ist.
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Die
vorliegende Erfindung schafft ferner eine Buchbinde-Nähmaschine,
die die Stanzvorrichtung beinhaltet. Ferner schafft die Erfindung
ein Software-implementiertes Verfahren zum Steuern der Stanzvorrichtung, ein
Programm zum Ausführen
des Verfahrens sowie ein das Programm speicherndes Produkt.
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Weitere
Merkmale und Vorteile der erfindungsgemäßen Lösung erschließen sich
aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels
von dieser, das lediglich als nicht einschränkendes Beispiel unter Bezugnahme
auf die beigefügten
Zeichnungen erläutert
wird; darin zeigen:
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1 eine
Darstellung einer Nähmaschine,
bei der die erfindungsgemäße Stanzvorrichtung
verwendet werden kann;
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2 eine
teilweise weggeschnittene Darstellung eines beweglichen Sattels
der Nähmaschine;
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3a und 3b Darstellungen
von Details der Stanzvorrichtung in einer Perspektivansicht bzw.
einer Schnittdarstellung;
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4 ein
schematisches Blockdiagramm eines PLC-Steuervorgangs der Nähmaschine;
und
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5a bis 5c Darstellungen
eines Flussdiagramms zur Beschreibung der Logik eines Verfahrens,
das zum Steuern der Stanzvorrichtung verwendet wird.
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Unter
Bezugnahme insbesondere auf 1 ist eine
Nähmaschine 100 für Buchbindeanwendungen dargestellt.
Die Maschine 100 wird zum Zusammennähen von Blöcken von Druckbögen 105 verwendet,
um daraus entsprechende Bücher
herzustellen. Jeder Druckbogen 105 besteht aus einem großen bedruckten
Flächenkörper, der
einmal oder mehrmals gefaltet ist (um die Seiten des Buchs zu bilden).
Bei dem Druckbogen 105 kann es sich entweder um einen Einzeldruckbogen
handeln (bei dem nur eine Seite auf jede Lage bzw. Oberfläche von
diesem gedruckt ist) oder um einen Mehrfach-Druckbogen (bei dem
zwei oder mehr Seiten auf jede Oberflächenlage gedruckt sind); der
Mehrfach-Druckbogen wird üblicherweise
als Doppel-Druckbogen, Dreifach-Druckbogen usw. (je nach Anzahl
der auf die Oberflächenlage
gedruckten Seiten) bezeichnet.
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Die
Nähmaschine 100 beinhaltet
ein Trägergerüst 110.
Eine Trichtereinrichtung 115 wird zum Zuführen der
Druckbögen 105 nacheinander
zu einer Öffnungsstation 120 verwendet
(wobei diese zum Beispiel vier obere Öffnungsköpfe und vier untere Öffnungsköpfe entlang
einer Zuführrichtung
der Druckbögen
beinhaltet). Die Druckbögen 105 werden
in der Mitte geöffnet,
um rittlings auf einem feststehenden Sattel 125 angeordnet zu
werden, der die Druckbögen 105 zu
einer Nähstation 130 befördert.
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Die
Nähstation 130 beinhaltet
einen beweglichen Sattel 135, der im geöffneten Zustand (in einer abgesenkten
Position) mit dem feststehenden Sattel 125 ausgerichtet
ist. Jeder Druckbogen 105 wird beschleunigt, um von den
nachfolgenden Druckbögen
getrennt sowie auf den beweglichen Sattel 135 geworfen
zu werden. Der bewegliche Sattel 135 wird dann geschlossen
(in eine angehobene Position). Der auf dem beweglichen Sattel 135 geladene
Druckbogen 105 wird gestanzt, damit eine Reihe von Nadeln
und entsprechenden Hakennadeln (in der Zeichnung nicht dargestellt)
die Druckbögen 105 eines
Blocks mittels kontinuierlicher Fäden zusammennähen kann.
Die Nähmaschine 100 kann
entweder eine Normalstich-Nähtechnik
(bei der jede Nadel nur mit der benachbarten Hakennadel auf ihrer
rechten Seite zusammenwirkt) oder eine Flatterstich-Nähtechnik
verwenden (bei der jede Nadel abwechselnd mit der benachbarten Hakennadel
auf ihrer rechten Seite und ihrer linken Seite zusammenwirkt).
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Sobald
ein letzter Druckbogen 105 des Blocks vernäht worden
ist, werden die Fäden
abgeschnitten und der Block der Druckbögen 105 wird zu einem
Halter 140 befördert
(um weiteren Maschinen zugeführt
zu werden, die die Herstellung des Buchs abschließen). Der
Betrieb der Nähmaschine 100 wird
von einer entfernten Stelle aus mittels einer programmierbaren logischen
Steuerung (PLC) 145 gehandhabt.
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Ähnliche Überlegungen
gelten, wenn die Nähmaschine
eine andere Konstruktion hat oder andere Einheiten beinhaltet (zum
Beispiel eine Reihe von Auflagen zum vorab erfolgenden Laden der
Druckbögen
oder eine unterschiedliche Anzahl von Öffnungsköpfen), wenn jede Nadel mit
der benachbarten Hakennadel auf ihrer linken Seite in der Normalstich-Nähtechnik
zusammenarbeitet, wenn die PLC durch ein äquivalentes Datenverarbeitungssystem
(zum Beispiel einem Personal-Computer
bzw. PC) ersetzt wird und dergleichen.
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Unter
Bezugnahme auf 2 wird ein Paar Antriebsarme 205 (von
denen in der Zeichnung nur einer dargestellt ist) durch eine Steuerflächeneinrichtung
betätigt,
um den beweglichen Sattel 135 zu öffnen und zu schließen. Eine
Vierkant-Ausrichteinrichtung 210 stoppt jeden auf den beweglichen
Sattel 135 geworfenen Druckbogen, um den Druckbogen in
einer gewünschten
Position entlang einer Sattelplatte 215 anzuordnen. Die
Vierkant-Ausrichteinrichtung 210 ist an einer Führung 220 angebracht,
um entlang einer Längsachse
der Sattelplatte 215 nach Maßgabe der Abmessungen des Druckbogens
verlagert zu werden. Eine Fotozelle 225 prüft die Position
der Führung 220 entlang
der Sattelplatte 215.
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Eine
Stanzvorrichtung 230 wird zum Stanzen jedes Druckbogens
verwendet, der auf den beweglichen Sattel 135 (im geschlossenen
Zustand) geladen ist. Die Stanzvorrichtung 230 beinhaltet
eine Stange 235, die innerhalb des beweglichen Sattels 135 (unter
der Sattelplatte 215) angebracht ist. Die Stange 235 trägt eine Reihe
von Stanzelementen 240, die nach oben vorstehen; die geradzahligen
Stanzelemente 240 (ausgehend von 0) werden einer entsprechenden
Nadel zugeordnet, während
die ungeradzahligen Stanzelemente 240 einer entsprechenden
Hakennadel zugeordnet werden. Ein Verbindungsstangenmechanismus 245 wird
zum Anheben und Absenken der Stange 235 in Bezug auf die
Sattelplatte 215 verwendet.
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In
einem Kastengehäuse 250 ist
ein pneumatischer Kolben 255 für jedes Stanzelement 240 untergebracht;
der Kasten 250 ist an dem Trägergerüst 110 der Nähmaschine
festgelegt, sodass er der Stange 235 bei deren Bewegung
nicht folgt. Eine Druckreduziereinrichtung 260 sorgt für die Bereitstellung
von Luft unter niedrigem Druck (zum Beispiel mit 1 bar), die dazu
verwendet wird, alle der Kolben 255 in einer abgesenkten Position
zu halten. Ein Satz einfachwirkender Ventile 265 ist unter
dem Kasten 250 angebracht. Jedes Ventil 265 (im
geöffneten
Zustand) sorgt für
die Bereitstellung von Luft und hohem Druck (zum Beispiel mit 6
bar), um dadurch einen entsprechenden Kolben 255 in Richtung
auf die Stange 235 anzuheben; in der Führung 220 ist eine Öffnung ausgebildet,
durch die sich ein entsprechender Kolben 255 hindurchführen lässt. Ein
Paar Fotozellen 270 (Sender und Empfänger) überprüft, dass alle der Kolben 255 abgesenkt
sind.
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Ähnliche Überlegungen
sind gültig,
wenn der bewegliche Sattel eine andere Konstruktion hat, wenn die
die Stanzelemente tragende Stange durch eine äquivalente Tragstruktur ersetzt
wird, wenn die Kolben unter Verwendung anderer Druckwerte gesteuert
werden, wenn die Kolben an einer anderen Stelle angeordnet sind
(jedoch auf jeden Fall derart, dass sie während des Betriebs der Nähmaschine
von der die Stanzelemente tragenden Stange abgekoppelt werden können), wenn
die Vierkant-Ausrichteinrichtung und die Fotozellen durch äquivalente
Einrichtungen ersetzt werden, und so weiter.
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Unter
Bezugnahme auf 3a besteht die Stange 235 aus
einer Anordnung, die gebildet ist aus einem unteren Abschnitt 305,
einem Gleitstück 310,
einer Leiste 315 und einem oberen Abschnitt 320.
Diese Elemente sind durch ein Paar Klemmeinrichtungen 325 aneinander
befestigt (wobei nur eine in der Zeichnung dargestellt ist), die
mittels Schrauben an gegenüberliegenden
Enden sowohl des unteren Abschnitts 305 als auch des oberen
Abschnitts 320 angebracht sind. Die Klemmeinrichtungen 325 sind
mit dem Verbindungsstangenmechanismus gekoppelt, sodass sich die
vorstehend beschriebene Anordnung antriebsmäßig nach oben und nach unten
bewegen lässt.
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Jedes
Stanzelement 240 ist teilweise in zwei koaxialen Durchgangsöffnungen 330 und 335 aufgenommen,
die in dem unteren Abschnitt 305 bzw. dem oberen Abschnitt 320 ausgebildet
sind. Ein geschlitztes Durchgangsloch 340 ist in dem Gleitstück 310 für jedes
Stanzelement 240 ausgebildet; das geschlitzte Loch 340 hat
einen linken schmalen Abschnitt und einen rechten großen Abschnitt.
Ein Ventil 345 bewegt das Gleitstück 310 entlang von
dessen Längsachse.
Wenn das Gleitstück 310 nach
links (Freigabeposition) bewegt wird, kann jedes Stanzelement 240 eine
axiale Gleitbewegung entlang des großen Abschnitts des entsprechenden
geschlitzten Lochs 340 ausführen; wenn umgekehrt dazu das
Gleitstück 310 nach
rechts bewegt wird (Verriegelungsposition), wirkt der schmale Abschnitt
jedes geschlitzten Lochs 340 mit dem entsprechenden Stanzelement 240 zusammen.
Ein weiteres Durchgangsloch 350 ist in der Leiste 315 für jedes
Stanzelement 240 ausgebildet; das Loch 350 hat
eine derartige hemmende Wirkung auf das Stanzelement 240,
dass ein Herabfallen des Stanzelements 240 verhindert ist,
wenn dieses nicht durch das Gleitstück 310 verriegelt
ist.
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Wie
in 3b gezeigt ist, hat das Loch 335 einen
unteren großen
Bereich und einen oberen schmalen Bereich, der eine Schulter bildet.
Eine Kunststoffhülse 355 ist
in den schmalen Bereich des Lochs 335 gepasst; die Hülse 355 ist
mittels eines Zapfens 360 verriegelt, der in ein entsprechendes
horizontales Loch des oberen Abschnitts 320 eingesetzt
ist und mit einer komplementären
Nut in Eingriff steht, die um die Hülse 355 herum ausgebildet
ist.
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Das
Stanzelement 240 ist durch eine Nadel 365 gebildet,
die mit einer unteren Scheibe 370 endet (die quer zu einer
Längsachse
von dieser verläuft).
Die Scheibe 370 ist in eine nicht-lösbare Basis geschlossen, die
durch eine obere Hülse 375 und
eine untere Abdeckung 380 gebildet ist. Die Hülse 375 erstreckt
sich von dem Loch 335 bis zu dem Loch 330 und
ist mit einem Kragen 385 versehen, der in dem großen Bereich
des Lochs 335 aufgenommen ist; der Kragen 385 hat
einen größeren Durchmesser
als das Loch 330. Eine obere Nut 390h und eine
untere Nut 390l sind um die Hülse 375 herum ausgebildet;
die Hülse 375 hat
einen Durchmesser entsprechend dem Loch 330 und dem großen Abschnitt
des geschlitzten Lochs 340 (das in dem Gleitstück 310 ausgebildet
ist), während
jede Nut 390h, 390l einen Durchmesser entsprechend
dem schmalen Abschnitt des geschlitzten Lochs 340 aufweist.
Ein unteres Ende der Hülse 375 ist
mit einem Außengewinde
für ein
entsprechendes Innengewinde versehen, das in der Abdeckung 380 ausgebildet
ist. Die Abdeckung 380 ist in dem Loch 330 aufgenommen;
die Abdeckung 380 weist einen Sechskantkopf auf (für eine entsprechende Sechskant-
bzw. Allen-Schraube), der an ihrem von dem unteren Abschnitt 305 nach
unten ragenden Boden ausgebildet ist. Eine Feder 395 ist
(innerhalb des Lochs 335) zwischen der Hülse 355 und
dem Kragen 385 festgehalten.
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Die
vorstehend beschriebene Konstruktion wird montiert, indem die Hülse 355 angebracht
wird und anschließend
die Feder 395 von unten her in das Loch 335 eingeschoben
wird. Anschließend
wird die Hülse 375 hinzugefügt, und
die Leiste 315 wird an dem oberen Abschnitt 320 (mittels
einer Reihe von Schrauben) befestigt, um dadurch den Kragen 385 in
dem Loch 335 einzuschließen. Das Gleitstück 310 und
der untere Abschnitt 305 werden auf die Hülse 375 gepasst.
Der untere Abschnitt 305 und der obere Abschnitt 320 werden
dann aneinander befestigt. Die Nadel 365 wird durch die
Hülsen 375 und 355 hindurchgeschoben,
bis die Scheibe 370 an der Hülse 375 in Anlage
gelangt (wobei eine Spitze der Nadel 365 von dem oberen
Abschnitt 320 hervorsteht). Anschließend wird die Abdeckung 380 in
das Loch 330 eingesetzt und auf die Hülse 375 aufgeschraubt.
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Jede
Nadel 365 kann einzeln entfernt werden, indem einfach die
Abdeckung 380 abgeschraubt wird. Der von dem unteren Abschnitt 305 hervorstehende
Bereich der Abdeckung 380 wird gegriffen und abgezogen.
Die Nadel 365 kann dann von unten her aus der Stange 235 herausgeschoben
werden.
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Wenn
das Gleitstück 310 in
der Freigabeposition ist, wird die Hülse 375 entlang des
großen
Abschnitts des geschlitzten Lochs 340 verschoben, bis der
Kragen 385 unter dem von der Feder 395 ausgeübten Druck an
der Leiste 315 anliegt. Die Nadel 365 (die integral
mit der Basis 375, 380 ausgebildet ist) wird dann
abgesenkt und ins Innere der Stange 235 (in eine Ruheposition)
zurückgezogen.
Die den erforderlichen Stanzelementen 240 entsprechenden
Kolben werden angehoben (sodass die jeweiligen Ventile geöffnet werden).
Jeder angehobene Kolben 255 drückt die Basis 380 in
das Loch 330 hinein; der von dem Kragen 385 ausgeübte, resultierende
Druck veranlasst die Feder 395 zum elastischen Nachgeben,
bis der Kragen 385 an der durch den schmalen Bereich des
Lochs 335 definierten Schulter anliegt. Als Ergebnis hiervon
wird die Nadel 365 angehoben und aus der Stange 235 ausgefahren
(in eine Arbeitsposition). Das Gleitstück 310 wird dann in
die Verriegelungsposition bewegt, sodass der schmale Abschnitt jedes
geschlitzten Lochs 340 mit der oberen Nut 390h in
Eingriff gelangt (wenn das betreffende Stanzelement 240 abgesenkt
ist) oder mit der unteren Nut 390l in Eingriff gelangt
(wenn das betreffende Stanzelement 240 angehoben ist).
Auf diese Weise verriegelt das Gleitstück 310 alle Stanzelemente 240 in
der gewünschten
Position; die Kolben 255 werden dann abgesenkt (sodass
die betreffenden Ventile geschlossen werden).
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Jedes
Mal, wenn die Anordnung der Stanzelemente 240 geändert werden
muss, werden alle den Stanzelementen 240 zugeordneten Kolben 255 in
der Arbeitsposition angehoben. Jeder angehobene Kolben 255 drückt die
Basis 380 nach oben, um dadurch den auf das Gleitstück 310 ausgeübten Druck
zu verringern; das Gleitstück 310 wird
dann in die Freigabeposition bewegt, und die vorstehend beschriebenen
Vorgänge werden
wiederholt, um die neue gewünschte
Konfiguration der Stanzvorrichtung zu erzielen.
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Wenn
die Stange 235 in Richtung auf den Druckbogen bewegt wird
(rittlings auf dem beweglichen Sattel platziert wird), erreichen
die Stanzelemente 240 in der Arbeitsposition den Druckbogen;
der Druckbogen wird dann von einer betreffenden Nadel oder Hakennadel
durchstoßen.
Umgekehrt dazu erreichen die in der Ruheposition befindlichen Stanzelemente 240 den
Druckbogen nicht, sodass dieser nicht von der Bewegung der Stange 235 beeinflusst
wird.
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Ähnliche Überlegungen
gelten, wenn die Stange eine andere Konstruktion hat (zum Beispiel
ohne jegliche Kunststoffhülse
ausgebildet ist), wenn das Gleitstück in einer anderen Weise mit
den Stanzelementen in Eingriff tritt oder durch eine äquivalente
Verriegelungseinrichtung ersetzt wird, wenn das jeweilige Stanzelement
eine andere Konstruktion hat, wenn die lösbare Basis durch eine äquivalente
Halteeinrichtung ersetzt wird, wenn eine andere federnd nachgiebige
Einrichtung anstelle der Feder vorgesehen ist; alternativ hierzu wird
die Konstruktion unter Verwendung anderer Vorgänge zusammengebaut, und jede
Nadel wird in einer anderen Weise individuell entfernt oder die
Stanzelemente werden in einem anderen Vorgang verriegelt und freigegeben.
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Unter
Bezugnahme auf 4 besitzt die PLC 145 eine
Steuereinheit (CU) 405, die in einen Chip aus Halbleitermaterial
integriert ist. Ein Arbeitsspeicher 410 (typischerweise
ein RAM) und ein Festspeicher (typischerweise ein EEPROM) 415 sind
der Steuereinheit 405 zugeordnet. Ferner ist die Steuereinheit 405 in
herkömmlicher
Weise mit einer Tastatur (KP) 420 und einer Anzeige (DIS) 425 verbunden.
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Während des
Betriebs der PLC 145 wird in dem EEPROM 415 gespeicherte
Information (Programme und Daten) (zumindest teilweise) in den Arbeitsspeicher 410 geladen.
Im Spezielleren beinhaltet der Arbeitsspeicher 410 ein
Programm (PGM) 430 zum Steuern des Betriebs der Stanzvorrichtung.
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Das
Steuerprogramm 430 greift auf zwei vorgegebene Tabellen 435 und 437 zu,
in denen Konfigurationsinformation für die meisten der von der Nähmaschine
unterstützten
Formate der Druckbögen
gespeichert ist. Die Tabelle 435 ist gebildet durch eine
Reihe von Eintragungen bzw. Datensätzen für verschiedene Arten von Druckbögen, die
im Allgemeinen nach Maßgabe
der Anzahl der Faltungen sowie der gegenseitigen Richtung (parallel
oder quer) der Faltungen (wenn mehr als eine von diesen vorhanden
ist) definiert sind. Die Eintragungen beinhalten ein Flag (von Oh1 bis Oh4) für jeden
oberen Öffnungskopf
sowie ein Flag (von Ol1 bis Ol4) für jeden
unteren Öffnungskopf;
das Flag Oh1–Ol4 wird
gesetzt, um anzuzeigen, dass der entsprechende Öffnungskopf zum Öffnen der
Druckbögen
betätigt
werden muss.
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Die
Tabelle 437 ist durch eine Reihe von Datensätzen für unterschiedliche
Höhen der
Druckbögen
gebildet und zwar gemessen von einem oberen Rand, von dem das Lesen
der Seiten beginnt (Kopf) sowie einem gegenüberliegenden unteren Rand (Fuß). Die
Datensätze
beinhalten eine Mehrzahl von Feldern, von denen jedes eine bevorzugte
Position der Vierkant-Registereinrichtung und somit der Druckbögen auf
der Sattelplatte speichert (wobei die Position in einer mit DP bezeichneten
vorgegebenen Position, ausgehend von Null nach links für ein erstes
Stanzelement gemessen wird). Jedem Feld ist eine andere Kombination
(Anzahl von Seiten der Druckbögen)
(Nähtechnik
der Maschine) zugeordnet; zum Beispiel beinhalten die Datensätze zehn
Felder von POSn1 und POSs1 (für einzelne
Datenbögen,
die mit einer Normalstich-Nähtechnik
bzw. einer Flatterstich-Nähtechnik
verarbeitet werden) bis POSn5 und POSs5 (für
Fünffach-Druckbögen, die
mit einer Normalstich-Nähtechnik
bzw. einer Flatterstich-Nähtechnik
verarbeitet werden). Die bevorzugte Position ist derart definiert,
dass die Druckbögen
entlang der Stanzvorrichtung (und somit auch entlang der Nadeln
und der Hakennadeln) zentriert sind. Gleichzeitig stellt die bevorzugte
Position einen minimalen Rand (zum Beispiel 10 mm) zwischen den
auf die Druckbögen
einwirkenden Stanzelementen und den freien Enden von diesen sicher;
weiterhin sind die Druckbögen
derart positioniert, dass sie einer geraden Anzahl von Stanzelementen
zugeordnet sind (wenn die Normalstich-Nähtechnik verwendet wird) oder
einer ungeraden Anzahl von Stanzelementen zugeordnet sind (wenn
die Flatterstich-Nähtechnik
verwendet wird), und zwar in beiden Fällen ausgehend von einem einer
Nadel zugeordneten Stanzelement.
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Ferner
verwaltet das Steuerprogramm 430 einen Datenbereich (CONF) 440,
in dem eine aktuelle Konfiguration der Stanzvorrichtung gespeichert
ist. Im Spezielleren beinhaltet der Konfigurations-Datenbereich 440 ein
Flag für
jedes Stanzelement; das Flag wird gesetzt, wenn das Stanzelement
angehoben ist, während es
deaktiviert wird, wenn das Stanzelement abgesenkt wird. Eine Variable (CUR_POS)
wird zum Speichern einer aktuellen Position der Vierkant-Registereinrichtung
auf der Sattelplatte verwendet.
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Ähnliche Überlegungen
gelten, wenn das PLC eine andere Konstruktion aufweist oder andere
Einheiten beinhaltet (zum Beispiel wenn die Tastatur und die Anzeige
in einen Berührungsbildschirm
integriert sind), wenn die Programme und die Daten in einer anderen
Weise strukturiert sind, wenn andere Konfigurationsinformation für jedes
Format der Druckbögen
gespeichert ist, wenn die bevorzugte Position in einer anderen Weise
gesetzt wird (zum Beispiel ohne Berücksichtigung irgendeines minimalen
Rands), wenn die Konfigurationsanordnung durch äquivalente Information ersetzt
wird (die zum Beispiel aus einer Liste nur mit den Anzahlen der
angehobenen Stanzelemente besteht) und so weiter.
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Wie
in den 5a bis 5c gezeigt
ist, lädt
die PLC das Steuerprogramm aus ihrem EEPROM, wenn die Nähmaschine
eingeschaltet wird. Bei jedem Wechsel des Formats der Druckbögen führt das
Programm ein Verfahren 500 aus. Das Verfahren beginnt bei
einem Block 502 und fährt
dann mit einem Block 504 fort, bei dem eine Bedienungsperson
der Nähmaschine
eine Reihe von Konfigurationsparametern für die neue Aufgabe setzt; zum
Beispiel wählt
die Bedienungsperson die Betriebsart des Steuerprogramms (automatisch oder
manuell), die Anzahl der ein jeweiliges Buch bildenden Druckbögen, die
mögliche
Verwendung eines Blindstiches (zum Verbessern des Abschlusses des
Nähvorgangs)
und dergleichen aus. Beim Fortfahren mit einem Block 506 wählt die
Bedienungsperson die von der Maschine verwendete Nähtechnik
(Normalstich oder Flatterstich) aus. In einem Block 508 wird
dann von der Bedienungsperson die Eingabe der Anzahl von Seiten (von
1 bis 5) verlangt, die auf jede Lage der Druckbögen gedruckt sind.
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In
einem Entscheidungsblock 510 erfolgt dann ein Test zum
Bestimmen des Betriebsmodus des Steuerprogramms. Wenn das Steuerprogramm
auf den automatischen Betriebsmodus eingestellt ist, werden die Blöcke 512 bis 518 ausgeführt, während bei
Einstellung des Steuerprogramms auf den manuellen Betriebsmodus
die Blöcke 519 bis 520 ausgeführt werden;
in beiden Fällen
fährt das
Verfahren anschließend
mit einem Block 521 fort (im Folgenden beschrieben).
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Unter
Bezugnahme auf den Block 512 (automatischer Betriebsmodus)
zeigt die PLC eine grafische Darstellung der verschiedenen Typen
der von der Nähmaschine
unterstützten
Druckbögen
an, um der Bedienungsperson die Auswahl des gewünschten Typs zu ermöglichen.
Ein Druckbogen-Verarbeitungsprozess, der das Setzen einer Anzahl
von Betriebsparametern für
die Nähmaschine
beinhaltet, wird in einem Block 514 gestartet. Während dieses
Prozesses wird ein erster Druckbogen von der Zuführeinrichtung entnommen und dessen
Länge (quer
zu einem Rücken
des Druckbogens gemessen) wird festgestellt; der Druckbogen wird dann
geöffnet,
rittlings auf dem feststehenden Sattel angeordnet und in Richtung
auf die Nähstation
befördert (wobei
er vor Erreichen des beweglichen Sattels in der Nähe des Endes
des feststehenden Sattels gestoppt wird); während sich der Druckbogen den
feststehenden Sattel entlangbewegt, wird seine Höhe (H) an einem Block 560 festgestellt.
In einem anschließenden
Block 518 wird dann die bevorzugte Position der Vierkant-Ausrichteinrichtung
an der Sattelplatte aus dem Datensatz ausgelesen, der der Höhe des Druckbogens
zugeordnet ist (in Abhängigkeit
von der Anzahl der Seiten sowie der Nähtechnik); die auf diese Weise
ermittelte Position wird in der betreffenden Variablen (CUR_POS)
gespeichert.
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Unter
Bezugnahme auf einen Block 519 (manueller Betriebsmodus)
wählt die
Bedienungsperson die zu betätigenden
Köpfe zum Öffnen der
Druckbögen
aus. Die Bedienungsperson wird dann in einem Block 520 aufgefordert,
die Länge
und die Höhe
der Druckbögen
sowie die Position der Vierkant-Ausrichteinrichtung an der Sattelplatte
einzugeben.
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Danach
wird in einem Block 521 eine Schleife, die durch die Blöcke 521 bis 538 definiert
ist, mehrmals ausgeführt
und zwar entsprechend der Anzahl von Seiten PG, die auf jede Lage
der Druckbögen
gedruckt sind (dabei beträgt
PG = 1, wenn es sich um einfache Druckbögen handelt). Genauer gesagt,
beginnt die jth Schleife (wobei j = 1 ...
PG) die Berechnung der Nummer des ersten anzuhebenden Stanzelements
(Pfj); unter Bezeichnung der Distanz zwischen
zwei einander benachbarten Stanzelementen (zum Beispiel 19 mm) mit
PTH ergibt sich die Nummer des ersten Stanzelements Pfj durch
folgende Formel:
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Das
Verfahren verifiziert in einem Block 522, ob das erste
Stanzelement einer Nadel zugeordnet ist (das heißt, ob Pfj geradzahlig
ist). Wenn dies nicht der Fall ist, wird die Nummer des ersten Stanzelements
Pfj in einem Block 524 inkrementiert
(Pfj = Pfj + 1);
das Verfahren fährt
dann mit einem Block 526 fort. Wenn umgekehrt dazu das
erste Stanzelement korrekt ist, fährt das Verfahren direkt mit
einem Block 526 fort.
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Die
Nummer eines letzten Stanzelements (Plj),
das der aktuellen Seite zugeordnet ist, wird an dem Block 526 gleichermaßen unter
Anwendung der nachfolgenden Formel berechnet:
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Das
Verfahren verifiziert in einem Block 528, ob die Nummer
des letzten Stanzelements Plj ungeradzahlig
ist (für
die Normalstich-Nähtechnik)
oder geradzahlig ist (für
die Flatterstich-Nähtechnik).
Ist dies nicht der Fall, wird die Nummer des letzten Stanzelements
Plj an dem Block 530 verringert
(Plj = Plj – 1); das
Verfahren fährt
dann mit einem Block 532 fort. Wenn umgekehrt dazu das
letzte Stanzelement korrekt ist, fährt das Verfahren direkt mit
dem Block 532 fort.
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Unter
Bezugnahme auf den Block 532 wird der Konfigurations-Datenbereich
entsprechend aktualisiert (nach Erstellung einer Kopie); insbesondere
werden die Flags von dem einen Flag, das dem ersten Stanzelement
zugeordnet ist, bis zu dem einen Flag, das dem letzten Stanzelement
zugeordnet ist, gesetzt.
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In
einem Block
534 verifiziert das Verfahren, ob das erste
Stanzelement und das letzte Stanzelement einen minimalen Rand (zum
Beispiel 5 mm) von den jeweiligen freien Enden der Seite gewährleisten
(wobei sich dieser Rand anhand der Formeln
ergibt). Ist dies nicht der
Fall, werden die Flags in dem Konfigurations-Datenbereich, die den
ersten beiden Stanzelementen und/oder den letzten beiden Stanzelementen
zugeordnet sind, in einem Block
536 deaktiviert; das Verfahren
fährt dann
mit einem Block
538 fort. Im umgekehrten Fall fährt das
Verfahren direkt mit dem Block
538 fort.
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In
einem Entscheidungsblock 538 erfolgt dann ein Test zur
Bestimmung, ob die letzte Seite der Druckbögen verarbeitet worden ist.
Ist dies nicht der Fall, kehrt das Verfahren zu dem Block 521 zurück, um die
vorstehend beschriebenen Vorgänge
für eine
nachfolgende Seite auszuführen.
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Im
umgekehrten Fall fährt
das Verfahren mit einem Block 544 fort, in dem der bewegliche
Sattel geöffnet
wird. Die Vierkant-Ausrichteinrichtung wird in einem Block 546 in
eine Position bewegt, in der sich keinerlei Beeinträchtigung
hinsichtlich irgend eines Kolbens ergibt (falls erforderlich). Das
Verfahren fährt
dann mit einem Block 548 fort, in dem diejenigen Kolben
betätigt
werden, die den angehobenen Stanzelementen zugeordnet sind (entsprechend
den jeweiligen gesetzten Flags in der Kopie des Konfigurations-Datenbereichs). Das
Gleitstück
wird in einem Block 550 in die Freigabeposition bewegt.
In einem anschließenden
Block 552 werden die Kolben betätigt, die den anzuhebenden
Stanzelementen zugeordnet sind (entsprechend den jeweiligen gesetzten
Flags in dem Konfigurations-Datensatz). Das Gleitstück wird
in einem Block 554 in die Verriegelungsposition bewegt,
um auf diese Weise die gewünschte
Konfiguration der Stanzvorrichtung zu erzielen. In einem nachfolgenden
Block 556 werden alle der Kolben abgesenkt. Das Verfahren
tritt in einem Block 557 in eine Leerlaufschleife ein und
wartet auf den Abschluss der Bewegung der Kolben. Sobald die Kolben von
der Stange abgekoppelt sind, wird die Vierkant-Ausrichteinrichtung
an einem Block 558 wieder in der Position platziert, die
in der entsprechenden Variablen gespeichert ist.
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Unter
Bezugnahme auf einen Block 560 wird der erste Druckbogen
auf dem beweglichen Sattel platziert; der bewegliche Sattel wird
dann angehoben und nähert
sich der geschlossenen Position, wobei die Bedienungsperson die
Position des Druckbogens in Bezug auf die Nadeln und die Hakennadeln
prüfen
kann.
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In
einem nachfolgenden Block 574 erfolgt ein Test für die Feststellung,
ob die Bedienungsperson die Konfiguration der Stanzvorrichtung bestätigt. Ist
dies nicht der Fall, fährt
das Verfahren mit einem Block 576 fort, in dem die Bedienungsperson
die Position der Vierkant-Ausrichteinrichtung aktualisieren kann
und/oder eines oder mehrere der Stanzelemente auswählen kann,
die zu bewegen sind (anzuheben oder abzusenken). Zum Beispiel wird
die Konfiguration der Stanzvorrichtung geändert, um Druckreste auf den
Druckbögen
zu berücksichtigen;
alternativ hierzu wird die Position der Druckbögen auf der Sattelplatte in
Richtung auf den feststehenden Sattel bewegt, um das Aufbringen
von diesen auf den beweglichen Sattel zu vereinfachen (zum Beispiel
wenn die Druckbögen
eine große
Anzahl offener Lagen aufweisen oder aus sehr leichtem Papier hergestellt
sind). Die neue Konfiguration der Stanzvorrichtung wird in einem
Block 578 betätigt
(unter Wiederholung der unter Bezugnahme auf die Blöcke 544 bis 558 beschriebenen
Vorgänge).
Das Verfahren kehrt dann zu dem Block 574 zurück. Sobald
die Bedienungsperson die Konfiguration der Stanzvorrichtung (Block 574)
bestätigt,
endet das Verfahren an dem letzten Block 580.
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Ähnliche
Betrachtungen gelten, wenn ein äquivalentes
Verfahren durchgeführt
wird (zum Beispiel unter Verwendung von Fehlerroutinen, die aufgerufen
werden, wenn die Anzahl der jeder Seite der Druckbögen zugeordneten
Stanzelemente unter einen Schwellenwert abfällt), wenn die Konfiguration
der Stanzvorrichtung in einer anderen Weise hergestellt wird, wenn
das Steuerprogramm verschiedene Formate von Druckbögen unterstützt, wenn
die Nähmaschine
nur im automatischen Betriebsmodus arbeitet, wenn die Nähmaschine
verschiedene Nähtechni ken
verwendet, wenn die Konfiguration der Stanzvorrichtung nicht von
der Bedienungsperson aktualisiert werden kann, wenn das erste Stanzelement
und das letzte Stanzelement feststehend angebracht sind (und nicht
ausgeschlossen werden können).
Alternativ hierzu wird die Anzahl der auszuschließenden zwischengeordneten
Stanzelemente (für
Mehrfach-Druckbögen)
in einer weiteren Tabelle vorgegeben und gespeichert oder die Konfiguration
der Stanzvorrichtung wird unter Verwendung eines Algorithmus berechnet
und dergleichen.
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Im
Allgemeineren schafft die vorliegende Erfindung eine Stanzvorrichtung
für eine
Buchbinde-Nähmaschine.
Eine Tragstruktur wird zum Tragen einer Mehrzahl von Stanzelementen
verwendet. Die Stanzvorrichtung beinhaltet eine Einrichtung zum
Verriegeln jedes Stanzelements in einer Arbeitsposition oder in
einer Routineposition; jedes Stanzelement stanzt einen Druckbogen,
wenn es sich in der Arbeitsposition befindet, und wirkt nicht auf
den Druckbogen ein, wenn es sich in der Ruheposition befindet, wenn
die Tragstruktur während
des Betriebs der Buchbinde-Nähmaschine
zum Druckbogen hin bewegt wird. Eine erste Vorspanneinrichtung und
eine zweite Vorspanneinrichtung werden während der Konfiguration der
Buchbinde-Nähmaschine zum
Vorspannen jedes Stanzelements in die Arbeitsposition bzw. die Ruheposition
verwendet. Bei der erfindungsgemäßen Stanzvorrichtung
ist mindestens eine der ersten und der zweiten Vorspanneinrichtung
während
des Betriebs der Buchbinde-Nähmaschine
von der Tragstruktur abkoppelbar.
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Die
vorgeschlagene Stanzvorrichtung ist sehr zuverlässig, da die Anzahl der von
der Tragstruktur getragenen Elemente, die sich zusammen mit dem
beweglichen Sattel rasch zu den Nadeln und den Hakennadeln hin sowie
von diesen weg (sowie innerhalb des beweglichen Sattels nach oben
und nach unten) bewegen, stark vermindert ist.
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Ferner
ermöglicht
die erfindungsgemäße Lösung eine
Steuerung der Position von allen Stanzelementen in individueller
Weise (selbst wenn eine kombinierte Steuerung von Sätzen von
Stanzelementen oder die Steuerung einer reduzierten Anzahl von Stanzelementen
nicht ausgeschlossen ist). Auf diese Weise kann die Stanzvorrichtung
in einfacher Weise auch für
die Verwendung bei einer Flatterstich-Nähtechnik und/oder bei Mehrfach-Druckbögen konfiguriert
werden.
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Das
vorstehend beschriebene bevorzugte Ausführungsbeispiel der Erfindung
bietet weitere Vorteile.
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Insbesondere
ist eine weitere Tragstruktur für
die Vorspanneinrichtung, die von der Stange abgekoppelt ist (das
heißt,
der Kasten für
die Kolben), an dem Trägergerüst der Nähmaschine
befestigt.
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Diese
Konfiguration ist besonders einfach und robust.
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Bei
einer speziellen Ausführungsform
der Erfindung wird eine Reihe von Federn, die in der Stange untergebracht
sind, zum Zurückziehen
der Nadeln verwendet.
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Das
vorgeschlagene Merkmal führt
zu einer sehr kompakten Konstruktion der Stange, die die Stanzelemente
trägt.
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Vorteilhafterweise
wird eine Reihe von Kolben zum Anheben der Stanzelemente durch entsprechende,
in der Stange ausgebildete Löcher
hindurch verwendet.
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Diese
Lösung
ermöglicht
die Konfiguration der Stanzvorrichtung in sehr einfacher Weise.
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Ferner
werden die Kolben mithilfe von entsprechenden einfachwirkenden Ventilen
betätigt.
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Die
Verwendung dieser Ventile führt
zu einer starken Verringerung der Kosten der Stanzvorrichtung insgesamt.
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In
alternativer Weise ist der Kasten für die Kolben nicht an dem Trägergerüst angebracht,
und es werden andere Ventile für
die Kolben verwendet oder die Federn und/oder die Kolben werden
durch andere Vorspanneinrichtungen ersetzt (wobei sogar beide von
diesen während
des Betriebs der Nähmaschine
von der Stange abkoppelbar sind); zum Beispiel wird jedes Stanzelement
durch sein ei genes Gewicht in die Ruheposition vorgespannt, es handelt
sich bei den Kolben nicht um Luftkolben oder jeder Kolben endet
mit einem Magneten zum Absenken des jeweiligen Stanzelements.
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Vorzugsweise
lassen sich die Nadeln der Stanzelemente einzeln von der Unterseite
der Stange her entfernen.
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Auf
diese Weise können
Wartungsarbeiten an der Stanzvorrichtung (zum Beispiel zum Austauschen einer
fehlerhaften Nadel) durchgeführt
werden, ohne dass die Sattelplatte entfernt wird.
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Als
weitere Verbesserung weist jede Abdeckung (die eine Nadel hält) ein
nach unten hervorstehendes Greif-Ende auf.
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Dieses
Merkmal ermöglicht
einen leichteren Zugang sowie ein leichteres Entfernen der Abdeckung (zum
Austauschen der Nadel).
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Vorteilhafterweise
werden die Kolben zu der Stange hin angehoben, bevor das Gleitstück in die
Freigabeposition bewegt wird.
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Auf
diese Weise werden die jeweiligen Federn entlastet, sodass die Bewegung
des Gleitstücks
unterstützt
wird.
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Vorzugsweise
wird die Vierkant-Ausrichteinrichtung während der Konfiguration der
Nähmaschine
derart bewegt, dass es zu keiner Beeinträchtigung gegenüber den
Kolben kommt.
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Das
vorgeschlagene Merkmal verhindert jegliches Risiko einer Beschädigung der
Nähmaschine.
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Darüber hinaus
wird der Betrieb der Nähmaschine
deaktiviert, bis alle der Kolben abgesenkt sind.
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Dies
gewährleistet,
dass der bewegliche Sattel nur dann betätigt wird, wenn alle der Kolben
von der Stange abgekoppelt sind.
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Die
Stanzvorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung eignet sich jedoch auch für eine Ausführung, bei der die Nadeln in
einer anderen Weise gehalten werden (zum Beispiel mit jeweiligen
Schrauben), bei der die Nadeln nicht einzeln von der Stange zu entfernen
sind, bei der die Abdeckungen nicht von der Stange hervorstehen,
bei der kein Anheben der Kolben zur Stange hin erfolgt, bevor das
Gleitstück
in die Freigabeposition bewegt wird, bei der die Vierkant-Ausrichteinrichtung
erst nach Abschluss des Konfigurationsprozesses in ihre Position
bewegt wird oder selbst ohne eine Überprüfung dahingehend, ob die Kolben
abgesenkt sind.
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Vorteilhafterweise
wird die Stanzvorrichtung mittels eines Programms gesteuert, das
in dem EEPROM der PLC gespeichert ist.
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Alternativ
hierzu ist das Programm auf einer Diskette vorgesehen, auf einem
anderen von einen Datenverarbeitungssystem lesbaren Medium gespeichert
oder allgemeiner in einer beliebigen anderen Form vorgesehen, in
der es sich direkt in einen Arbeitsspeicher eines Datenverarbeitungssystems
laden lässt.
Das vorgeschlagene Verfahren zum Steuern der Stanzvorrichtung eignet
sich jedoch auch für
die Ausführung
mit einer Hardware-Konstruktion (zum Beispiel integriert in einen
Chip aus Halbleitermaterial).
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung wird die Konfiguration der Stanzvorrichtung automatisch
nach Maßgabe
des Formats der Druckbögen
definiert.
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Dieses
Merkmal vereinfacht den Betrieb der Nähmaschine, indem es das Eingreifen
der Bedienungsperson stark vermindert.
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Als
weitere Verbesserung wird die Konfiguration der Stanzvorrichtung
sowohl in Abhängigkeit
von den Abmessungen der Druckbögen
als auch in Abhängigkeit von
der Anzahl der Seiten definiert, die auf jede Lage der Druckbögen gedruckt
sind.
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Die
vorgeschlagene Lösung
ermöglicht
sowohl die Verwendung von Einfach-Druckbögen als auch von Mehrfach-Druckbögen in für die Bedienungsperson
transparenter Weise.
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Darüber hinaus
wird die Konfiguration der Stanzvorrichtung in Abhängigkeit
von der von der Maschine verwendeten Nähtechnik weiter aktualisiert.
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Auf
diese Weise können
verschiedene Nähtechniken
automatisch unterstützt
werden.
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Alternativ
hierzu erfolgt die Konfiguration der Stanzvorrichtung in manueller
Weise, die bei Mehrfach-Druckbögen
auszuschließenden
bzw. herauszunehmenden Stanzelemente werden von der Bedienungsperson
ausgewählt,
die Nähmaschine
unterstützt
nur Einfach-Druckbögen
oder Mehrfach-Druckbögen
(eines vorgegebenen Typs) oder es wird eine einzige Nähtechnik
verwendet und dergleichen.
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Zum
Erfüllen
von lokalen und speziellen Erfordernissen kann ein Fachmann jedoch
bei der vorstehend beschriebenen Lösung selbstverständlich viele
Modifikationen und Änderungen
vornehmen, die jedoch alle im Schutzumfang der Erfindung liegen,
wie dieser durch die nachfolgenden Ansprüche definiert ist.