[go: up one dir, main page]

DE60207201T2 - Kompensation von störbehaftete polarisierte Kanäle in einem optischen Übertragungssystem - Google Patents

Kompensation von störbehaftete polarisierte Kanäle in einem optischen Übertragungssystem Download PDF

Info

Publication number
DE60207201T2
DE60207201T2 DE2002607201 DE60207201T DE60207201T2 DE 60207201 T2 DE60207201 T2 DE 60207201T2 DE 2002607201 DE2002607201 DE 2002607201 DE 60207201 T DE60207201 T DE 60207201T DE 60207201 T2 DE60207201 T2 DE 60207201T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
signal
signals
attenuation
polarized
error
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Fee Related
Application number
DE2002607201
Other languages
English (en)
Other versions
DE60207201D1 (de
Inventor
Bernd Franz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Alcatel Lucent SAS
Original Assignee
Alcatel SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Alcatel SA filed Critical Alcatel SA
Publication of DE60207201D1 publication Critical patent/DE60207201D1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE60207201T2 publication Critical patent/DE60207201T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

Links

Landscapes

  • Optical Communication System (AREA)

Description

  • Feld der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung betrifft das Polarisations-Multiplex in optischen Übertragungssystemen und speziell eine Kompensation von nichtlinearen Störungen, die in Kanälen auftreten, die für Übertragungen mit Polarisations-Multiplex verwendet werden.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Ein bekanntes Verfahren zur Erhöhung der Übertragungskapazität von optischen Übertragungssystemen ist das Wellenlängen-Multiplex (Wavelength Division Multiplex, WDM). Für WDM-Übertragungen werden verschiedene Signale, die über dieselbe Übertragungsleitung übertragen werden (z.B. optische Fasern), mit unterschiedlichen Wellenlängen gesendet, wobei die Anzahl unterschiedlicher Frequenzen die Anzahl unterschiedlicher Signale bestimmt, die gleichzeitig über dieselbe Übertragungsleitung gesendet werden können.
  • Dense Wavelength Division Multiplexing (DWDM) ist eine Erweiterung von WDM und erhöht die Übertragungskapazität durch Kombination mehrerer optischer Signale, so dass sie als Gruppe verstärkt und übertragen werden können, und bietet einen höheren spektralen Wirkungsgrad.
  • Eine weitere Verbesserung der Übertragungskapazität in optischen Übertragungssystemen kann man durch Polarisations-Multiplex (Polarization Division Multiplexing, PolDM) erreichen, wobei unterschiedliche Signale, die über dieselbe Übertragungsleitung übertragen werden, voneinander durch verschiedene Polarisations-Modi getrennt sind. Normalerweise wird das Polarisations-Multiplex mit (D)WDM gekoppelt, wobei mindestens zwei Signale, die zueinander polarisiert sind, mit derselben Frequenz gesendet werden.
  • Ein Problem in optischen Übertragungssystemen, insbesondere bei optischen Übertragungsleitungen, wie optischen Fasern, ist das Phänomen der Polarisations-Moden-Dispersion (PMD). Über eine optische Übertragungsleitung übertragene Signale sind der Polarisations-Moden-Dispersion ausgesetzt, so dass der Polarisationszustand der Signale geändert wird.
  • Insbesondere im Fall von (D)WDM-Systemen, die Polarisations-Multiplex nutzen, stellen nichtlineare Signalstörungen auf optischen Übertragungsleitungen, die insbesondere durch Polarisations-Moden-Dispersion (PMD) hervorgerufen werden, ein Problem dar. Für das Polarisations-Multiplex werden die Polarisationszustände unterschiedlicher Signale genutzt, um sie für die Übertragung voneinander zu trennen. Auf der Empfangsseite einer optischen Übertragungsleitung werden die unterschiedlichen Polarisationen der Signale als Grundlage dafür benutzt, verschiedene Signale voneinander zu unterscheiden, um die entsprechenden ursprünglichen Signale zu erhalten. Polarisations-Moden-Dispersion entlang der optischen Übertragungsleitung stört die auf der Polarisation beruhende Codierung der Signale. Daher kann es am Ende der optischen Übertragungsleitung sein, dass eine korrekte Decodierung der verschiedenen Signale gestört oder sogar unmöglich ist.
  • Weiterhin kann die Polarisations-Moden-Dispersion, welche den Polarisationszustand der über dieselbe optische Übertragungsleitung übertragenen Signale stört, nichtlineare Störungen verursachen, wie z.B. Übersprechen zwischen den Kanälen. Dies kann auch dazu führen, dass Signale am Ende einer Übertragungsleitung vorliegen, aus denen die ursprünglichen Signale nicht erhalten werden können.
  • Ein Hauptgrund für die Polarisations-Moden-Dispersion sind Asymmetrien und Nichtlinearitäten der in den optischen Übertragungsleitungen verwendeten optischen Fasern. Die Faser-Asymmetrie kann durch den Herstellungsprozess verursacht werden oder sie kann im Betrieb auftreten, z.B. durch mechanische Belastung, Temperaturänderungen, Vibrationen usw.
  • Um solche Effekte zu kompensieren, ist die Verwendung von Vorrichtungen bekannt, die mechanisch auf die optischen Fasern wirken, um eine "Gegen-Belastung" der Fasern zu bewirken. Ein Nachteil solcher mechanischer Vorrichtungen ist, dass sie über lange Zeiten anfälliger für Fehler sind. Durch Kombinationen dieser Effekte und durch die zufällige Art, wie diese Effekte zusammenwirken können, wird die resultierende Polarisations-Moden-Dispersion für verschiedene Teile einer optischen Übertragungsleitung und für verschiedene Frequenzen variieren, und es wird schwierig sein, sie vorherzusagen. Somit ist es erforderlich, solche mechanischen Vorrichtungen auf flexible und schnelle Art und Weise an die tatsächliche Polarisations-Moden-Dispersion anzupassen, wozu komplizierte und teure mechanische Anordnungen erforderlich sind.
  • Eine weitere Lösung ist die Verwendung spezieller optischer Fasern, die dispersions-optimiert und besonders tolerant gegen Faser-Nichtlinearitäten sind. Trotzdem können solche Fasern Signalstörungen durch Polarisations-Moden-Dispersion nicht vollständig vermeiden.
  • Darüber hinaus ist die Polarisations-Moden-Dispersion auch eine Funktion der Länge einer optischen Übertragungsleitung, d.h. je länger die optische Übertragungsleitung, je größer ist das Ausmaß der Polarisations-Moden-Dispersion. Als Folge davon wird die Übertragungs-Entfernung, die tatsächlich erreicht werden kann, verringert. Um Probleme durch Polarisations-Moden-Dispersion in Zusammenhang mit der Übertragungslänge zu verringern, ist eine bekannte Lösung, einfach die optische Übertragungs-Länge zu verkürzen. Dies kann zum Beispiel durch Empfänger-/Sender-Einheiten erreicht werden, die entlang einer Übertragungsleitung verteilt sind und die optische Signale decodieren und neue entsprechende optische Signale senden. Solche Empfänger-/Sender-Einheiten dienen nur zur Regeneration von optischen Signalen und bieten im Allgemeinen keine weiteren Funktionen. Weiterhin ist diese Lösung nicht dazu geeignet, die Polarisations-Moden-Dispersion und damit verbundene Effekte zu vermeiden, sondern wird nur zu deren Minimierung führen.
  • Weiterhin werden spezielle Frequenz-Zuordnungs-Pläne und Verfahren benutzt, um die Polarisations-Moden-Dispersion und damit verbundene Effekte zu verringern.
  • Im Allgemeinen ist ein mit Lösungen zur Kompensation von Polarisations-Moden-Dispersion verbundenes Problem, dass die Polarisations-Moden-Dispersion nicht komplett oder wenigstens ausreichend vermieden wird. Somit werden die Polarisations-Moden-Dispersion und die damit verbundenen Effekte weiter auftreten. Insbesondere in Systemen, in denen die Polarisations-Moden-Dispersions-Kompensation auf der Empfangsseite einer Übertragungsleitung durchgeführt wird, wird dies ein ernstes Problem darstellen. Dort kann es möglich sein, die Störungen durch Polarisations-Moden-Dispersion mindestens ausreichend zu kompensieren, aber die Störungen entlang der Übertragungsleitung, die durch Polarisations-Moden-Dispersion bewirkt werden, wie z.B. Nebensprechen, sind immer noch vorhanden. Als Folge davon ist es möglich, dass die empfangenen Signale sogar im Fall einer perfekten Polarisations-Moden-Dispersions-Kompensation gestört sind, so dass die zugrunde liegenden ursprünglichen Signale bzw. ihre Informationen nicht erhalten werden können.
  • In der internationalen PCT-Patentanmeldung WO 01/84748 A1 wird ein Empfänger für optische Polarisations-Multiplex-Systeme offen gelegt, in denen ein empfangenes Signal polarisationsgedemultiplext und in verschiedene Zweige aufgeteilt wird. Durch Minimierung der Korrelations-Produkte zwischen gedemultiplexten Signalen verschiedener Zweige wird sichergestellt, dass die erkannten Polarisations-Komponenten frei von Nebensprechen sind. Es werden Rückkopplungs-Steuersignale erzeugt, um den Polarisations-Demultiplexer zu steuern.
  • In der europäischen Patentanmeldung EP 0564167 A2 wird ein Empfänger für optische Polarisations-Multiplex-Systeme offen gelegt, in denen ein empfangenes Signal polarisationsgedemultiplext und in verschiedene Zweige aufgeteilt wird. Durch geeignete Gewichtung der Polarisations-Komponenten der Signale in den verschiedenen Zweigen wird das Übersprechen zwischen benachbarten Übertragungskanälen durch Polarisations-Moden-Dispersion und/oder nichtlineare Effekte verringert oder unterdrückt.
  • Aufgabe der Erfindung
  • Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, Probleme in Zusammenhang mit der Polarisations-Moden-Dispersion bei der optischen Signalübertragung mit Polarisations-Multiplex zu beseitigen. Genauer gesagt ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung die Bereitstellung von Lösungen, die eine verbesserte Kompensation von Polarisations-Moden-Dispersions-Effekten erlauben, die Signale im Polarisations-Multiplex durch nichtlineare Störungen z.B. Nebensprechen, beeinträchtigen.
  • Kurzbeschreibung der Erfindung
  • Um das oben angegebene Ziel zu erreichen, stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Kompensation von Signalstörungen von Signalen bereit, die in einem optischen Übertragungssystem mit Wellenlängen-Multiplex zueinander polarisiert sind. Auf der Grundlage eines ersten Signals, das aus einem ersten polarisierten Signal erhalten wird, und eines zweiten Signals, das aus einem zweiten polarisierten Signal erhalten wird, wobei das erste und das zweite polarisierte Signal zueinander polarisiert sind, wird eine erste Signalqualität für das erste Signal bestimmt. Dann wird in Abhängigkeit von der ersten Signalqualität ein erstes Fehlersignal erzeugt, das vom ersten Signal subtrahiert wird, um dessen Signalstörungen zu kompensieren.
  • Für eine Kompensation von Signalstörungen des zweiten Signals ist es möglich, eine zweite Signalqualität für das zweite Signal zu bestimmen und die zweite Signalqualität zu verwenden, um als Reaktion darauf ein zweites Fehlersignal zu erzeugen. Indem das zweite Fehlersignal vom zweiten Signal subtrahiert wird, wird ein kompensiertes zweites Signal bereitgestellt.
  • In einer bevorzugten Ausführung wird das erste Fehlersignal aus dem zweiten Signal erzeugt, und/oder das zweite Fehlersignal wird aus dem ersten Signal erzeugt.
  • Im Allgemeinen, aber vorzugsweise in der zuletzt genannten Ausführung umfasst das Verfahren gemäß der Erfindung die Bestimmung einer ersten Dämpfung und/oder einer ersten Verzögerung in Abhängigkeit von der ersten Signalqualität und die Anwendung der ersten Dämpfung und/oder der ersten Verzögerung auf das zweite Signal, um das erste Fehlersignal zu erhalten, und/oder Bestimmung einer zweiten Dämpfung und/oder einer zweiten Verzögerung in Abhängigkeit von der zweiten Signalqualität und die Anwendung der zweiten Dämpfung und/oder der zweiten Verzögerung auf das erste Signal, um das zweite Fehlersignal zu erhalten.
  • Gemäß einer bevorzugten weiteren Ausführung wird das erste Fehlersignal aus mindestens einem des ersten polarisierten Signals und des zweiten polarisierten Signals erzeugt, und/oder das zweite Fehlersignal wird aus mindestens einem des ersten polarisierten Signals und des zweiten polarisierten Signals erzeugt.
  • Hier ist es beabsichtigt, eine erste Dämpfung in Anhängigkeit von der ersten Signalqualität zu bestimmen, um die erste Dämpfung mit einem ersten Nebensprech-Wert zu vergleichen, der Nebensprechen repräsentiert, das mindestens eines der ersten und zweiten Signale stört, und das erste Fehlersignal aus mindestens einem des ersten polarisierten Signals und des zweiten polarisierten Signals zu erzeugen, wenn der Vergleich eine vorher festgelegte Relation der ersten Dämpfung und des ersten Nebensprech-Wertes anzeigt.
  • Auf eine vergleichbare Weise ist es möglich, eine zweite Dämpfung in Anhängigkeit von der zweiten Signalqualität zu bestimmen, um die zweite Dämpfung mit einem zweiten Nebensprech-Wert zu vergleichen, der Nebensprechen repräsentiert, das mindestens eines der ersten und zweiten Signale stört, und das zweite Fehlersignal aus mindestens einem des ersten polarisierten Signals und des zweiten polarisierten Signals zu erzeugen, wenn der Vergleich eine vorher festgelegte Relation der zweiten Dämpfung und des zweiten Nebensprech-Wertes anzeigt.
  • Bezüglich einer Bewertung der Signalqualität ist es möglich, die erste Signalqualität zu bestimmen, indem die Signalqualität eines Signals bewertet wird, das durch Subtraktion des ersten Fehlersignals vom ersten Signal erhalten wird, und/oder die zweite Signalqualität zu bestimmen, indem die Signalqualität eines Signals bewertet wird, das durch Subtraktion des zweiten Fehlersignals vom zweiten Signal erhalten wird.
  • Um das erste Signal zu erhalten, wird beabsichtigt, das Polarisations-Demultiplex des ersten polarisierten Signals oder das Polarisations-Demultiplex und das Wellenlängen-Demultiplex des ersten polarisierten Signals aufzunehmen.
  • Auf ähnliche Weise kann das zweite Signal durch Polarisations-Demultiplex des zweiten polarisierten Signals oder durch Polarisations-Demultiplex und Wellenlängen-Demultiplex des zweiten polarisierten Signals erhalten werden.
  • Vorzugsweise wird das Polarisations-Demultiplex des ersten polarisierten und/oder des zweiten polarisierten Signals jeweils auf der Grundlage von Messwerten durchgeführt, die eine Polarisations-Signal-Qualität für das erste bzw. das zweite Signal anzeigen.
  • Weiterhin stellt die vorliegende Erfindung eine Vorrichtung gemäß Anspruch 9 zur Kompensation der Signalstörungen von Signalen bereit, die in einem optischen Übertragungssystem mit Wellenlängen-Multiplex zueinander polarisiert sind. Die Vorrichtung gemäß der Erfindung enthält eine erste Einheit zur Bestimmung einer ersten Signalqualität für ein erstes Signal, das aus einem polarisierten Signal erhalten wird, eine erste Fehlersignal-Erzeugungs-Einheit zur Erzeugung eines ersten Fehlersignals und eine erste Signalstörungs-Kompensations-Einheit zur Subtraktion des ersten Fehlersignals vom ersten Signal, das aus dem zweiten polarisierten Signal erhalten wird, worin das erste und das zweite polarisierte Signal zueinander polarisiert sind.
  • Vorzugsweise enthält die Vorrichtung gemäß der Erfindung weiterhin eine zweite Einheit zur Bestimmung einer zweiten Signalqualität für das zweite Signal, eine zweite Fehlersignal-Erzeugungs-Einheit zur Erzeugung eines zweiten Fehlersignals und eine zweite Signalstörungs-Kompensations-Einheit zur Subtraktion des zweiten Fehlersignals vom zweiten Signal.
  • Zum Erhalten von Signalen, was den Empfang, die Entnahme, die Erkennung von Signalen und ähnliches umfasst, wird beabsichtigt, eine erste Einheit zur Bereitstellung des ersten Signals und eine zweite Einheit zur Bereitstellung des zweiten Signals zu verwenden.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführung ist die erste Fehlersignal-Erzeugungs-Einheit so angepasst, dass aus dem ersten Signal das erste Fehlersignal erzeugt wird, während zusätzlich oder als Option die zweite Fehlersignal-Erzeugungs-Einheit so angepasst ist, aus dem ersten Signal das zweite Fehlersignal zu erzeugen.
  • Im Allgemeinen, aber vorzugsweise für die zuletzt erwähnte Ausführung ist die erste Fehlersignal-Erzeugungs-Einheit so angepasst, in Abhängigkeit von der ersten Signalqualität eine erste Dämpfung und/oder eine erste Verzögerung zu bestimmen, und die erste Dämpfung und/oder die erste Verzögerung auf das erste Signal anzuwenden, um das erste Fehlersignal zu erhalten, und/oder die zweite Fehlersignal-Erzeugungs-Einheit ist so angepasst, in Abhängigkeit von der zweiten Signalqualität eine zweite Dämpfung und/oder eine zweite Verzögerung zu bestimmen, und die zweite Dämpfung und/oder die zweite Verzögerung auf das zweite Signal anzuwenden, um das zweite Fehlersignal zu erhalten.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführung ist die erste Fehlersignal-Erzeugungs-Einheit so angepasst, in Abhängigkeit von der ersten Signalqualität eine erste Dämpfung zu bestimmen, die erste Dämpfung mit einem ersten Nebensprech-Wert zu vergleichen, der das Nebensprechen repräsentiert, das mindestens eines der ersten und zweiten Signale stört, und das erste Fehlersignal aus mindestens einem des ersten polarisierten Signals und des zweiten polarisierten Signals zu erzeugen, wenn ein vorher festgelegter Zusammenhang zwischen der ersten Dämpfung und dem ersten Nebensprech-Wert vorliegt.
  • Auf eine vergleichbare Weise ist es möglich, dass die zweite Fehlersignal-Erzeugungs-Einheit so angepasst ist, in Abhängigkeit von der zweiten Signalqualität eine zweite Dämpfung zu bestimmen, die zweite Dämpfung mit einem zweiten Nebensprech-Wert zu vergleichen, der das Nebensprechen repräsentiert, das mindestens eines der ersten und zweiten Signale stört, und das zweite Fehlersignal aus mindestens einem des ersten polarisierten Signals und des zweiten polarisierten Signals zu erzeugen, wenn ein vorher festgelegter Zusammenhang zwischen der zweiten Dämpfung und dem zweiten Nebensprech-Wert vorliegt.
  • Darüber hinaus kann die erste Einheit zur Bestimmung der ersten Signalqualität in Kommunikation mit der ersten Signalstörungs-Kompensations-Einheit stehen, um die erste Signalqualität für ein Signal von der ersten Signalstörungs-Kompensations-Einheit zu bestimmen, und/oder die zweite Einheit zur Bestimmung der zweiten Signalqualität kann in Kommunikation mit der zweiten Signalstörungs-Kompensations-Einheit stehen, um die zweite Signalqualität für ein Signal von der zweiten Signalstörungs-Kompensations-Einheit zu bestimmen.
  • Zusätzlich können Einheiten zum Polarisations-Demultiplex und/oder zum Wellenlängen-Demultiplex mindestens eines der ersten und zweiten polarisierten Signale enthalten sein.
  • Hier wird bevorzugt, dass eine erste Polarisations-Demultiplex-Einheit in Kommunikation mit der ersten Einheit zur Bestimmung der Signalqualität steht, um ein Polarisations-Demultiplex des ersten polarisierten Signals in Abhängigkeit von der ersten Signalqualität durchzuführen.
  • Kurzbeschreibung der Figuren
  • In der folgenden Beschreibung von bevorzugten Ausführungen der vorliegenden Erfindung wird auf die begleitenden Zeichnungen Bezug genommen, in denen:
  • 1 schematisch eine Empfänger-Anordnung zur Kompensation von quasi-orthogonal polarisierten und gestörten Signalen gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt.
  • Beschreibung der bevorzugten Ausführungen
  • In der folgenden Beschreibung wird ein (D)WDM-Übertragungssystem angenommen, in dem Signale mittels Polarisations-Multiplex über eine optische Übertragungsleitung übertragen werden. Die Signale werden über verschiedene Kanäle übertragen, wobei jeder Kanal dazu benutzt wird, mindestens zwei unterschiedliche Signale zu übertragen, die bei gleichen Wellenlängen unterschiedliche Polarisations-Zustände haben. Mit Bezug auf 1 wird eine Übertragung von zwei Signalen mit gleicher Wellenlänge beschrieben, wobei die Signale vorzugsweise orthogonal (am Sender) polarisiert sind.
  • 1 zeigt schematisch eine Empfangsanordnung zum Empfang polarisierter Signale eines gemeinsamen (D)WDM-Kanals. Für das oben angenommene Übertragungssystem werden zwei Signale a1(t) und a2(t) empfangen, wobei diese Signale bezogen aufeinander polarisiert sind.
  • Die Signale a1(t) und a2(t) werden durch einen Polarisations-Demultiplexer DMUX empfangen und durch Demultiplex unter Verwendung von Polarisationsfiltern getrennt. Weiterhin empfängt der Polarisations-Demultiplexer DMUX Rückkopplungs-Signale p1(t) und p2(t), die als Steuersignale für das Demultiplexen der empfangenen Signale a1(t) und a2(t) verwendet werden.
  • Der Betrieb des Polarisations-Demultiplexers DMUX wird bezüglich des Demultiplex der empfangenen Signale a1(t) und a2(t) mit Hilfe der Rückkopplungs-Signale p1(t) und p2(t) optimiert. Insbesondere werden die Rückkopplungs-Signale p1(t) und p2(t) dazu benutzt, den Polarisationszustand des Polarisations-Demultiplexers DMUX und speziell seiner Polarisationsfilter zu kontrollieren.
  • Um die Rückkopplungs-Signale p1(t) und p2(t) zu erhalten, können die Augen-Überwacher EM1 und EM2 oder jede andere geeignete Qualitätsmessungs-Einheit verwendet werden, die eine Bewertung einer Signalqualität ermöglichen.
  • Der Polarisations-Demultiplexer DMUX erzeugt zwei Ausgangssignale a'1(t) und a'2(t), von denen jedes an die Signal-Erkennungs-Einheiten SDU1 und SDU2 angelegt wird. Die Signal-Erkennungs-Einheiten SDU1 und SDU2 werden dazu benutzt, die optischen Ausgangssignale a'1(t) und a'2(t) des Polarisations-Demultiplexers DMUX in zwei entsprechende elektrische Signale b1(t) und b2(t) umzuwandeln.
  • Nichtlineare Störungen entlang der optischen Übertragungsleitung und insbesondere Polarisations-Moden-Dispersion und Nebensprech-Effekte stören den Polarisationszustand der Signale a1(t) und a2(t). Als Folge davon werden die Signale b1(t) und b2(t) ebenfalls nichtlinearen Signalstörungen ausgesetzt.
  • Die Polarisations-Moden-Dispersion (PMD) wird mittels der geschlossenen Regelschleifen behandelt, welche die Rückkopplungssignale p1(t) und p2(t) liefern, die den Demultiplex-Prozessen der empfangenen Signale a1(t) und a2(t) zugeordnet sind. Die Augen-Überwacher EM1 und EM2 bewerten die Qualität von Signalen, die auf der Grundlage von a1(t) und a2(t) abgeleitet und an die Augen-Überwacher EM1 und EM2 angelegt werden, bezüglich ihres Polarisationszustandes und liefern die Rückkopplungssignale p1(t) und p2(t) an den Polarisations-Demultiplexer DMUX, um das Polarisations-Demultiplex der Signale a1(t) und a2(t) zu kontrollieren.
  • Trotzdem ist es möglich, dass die resultierenden Signale a'1(t) und a'2(t) gestört sind, insbesondere durch Nebensprech-Effekte.
  • Wie in 1 gezeigt, werden Nebensprech-Beseitigungs-Einheiten XCU1 und XCU2 benutzt, um Nebensprech-Effekte zu kompensieren. Im Allgemeinen dienen die Nebensprech-Beseitigungs-Einheiten XCU1 und XCU2 als Einheiten, mit denen Fehlersignale an die Signale b1(t) bzw. b2(t) angelegt werden, so dass Signalstörungen mindestens teilweise kompensiert werden.
  • Die Nebensprech-Beseitigungs-Einheit XCU1 empfängt das Signal b1(t) und ein Fehlersignal b'1(t) von einer Fehlersignal-Erzeugungs-Einheit ESU1. Die Fehlersignal-Erzeugungs-Einheit ESU1 empfängt das Signal b2(t) und modifiziert das Signal b2(t) in Abhängigkeit mindestens eines der Parameter α1 und τ1, um das Fehlersignal b'2(t) zu erhalten. Als Ausgangssignal erzeugt die Nebensprech-Beseitigungs-Einheit XCU1 ein Signal c1(t), das mindestens als Approximation das ursprüngliche Signal darstellt, welches dem empfangenen Signal a1(t) zugrunde liegt. Detaillierter ausgedrückt ist das Signal c1(t) bezüglich Polarisations-Moden-Dispersion und Nebensprech-Effekten korrigiert.
  • Die Nebensprech-Beseitigungs-Einheit XCU2 empfängt das Signal b2(t) und ein Fehlersignal b'2(t) von einer Fehlersignal-Erzeugungs-Einheit ESU2. Die Fehlersignal-Erzeugungs-Einheit ESU2 empfängt das Signal b1(t) und modifiziert das Signal b1(t) in Abhängigkeit mindestens eines der Parameter α2 und τ2, um das Fehlersignal b'2(t) zu erhalten. Als Ausgangssignal erzeugt die Nebensprech-Beseitigungs-Einheit XCU2 ein Signal c2(t), das mindestens als Approximation das ursprüngliche Signal darstellt, welches dem empfangenen Signal a2(t) zugrunde liegt. Detaillierter ausgedrückt ist das Signal c2(t) bezüglich Polarisations-Moden-Dispersion und Nebensprech-Effekten korrigiert.
  • Die Parameter α1/τ1 und α2/τ2 werden von den Augen-Überwachern EM1 bzw. EM2 mit Hilfe von Rückkopplungs-Signalen f1(t) bzw. f2(t) geliefert, die an die Fehlersignal-Erzeugungs-Einheiten ESU1 und ESU2 angelegt werden. Die Parameter α1 und α2 geben Dämpfungen an, und die Parameter τ1 und τ2 geben Verzögerungen an, die auf die Signale b1(t) und b2(t) anzuwenden sind.
  • Um die Parameter α1 und τ1 zu erhalten, wird an den Augen-Überwacher EM1 das Signal c1(t) angelegt, und er berechnet die Qualität des Signals c1(t). Als Reaktion auf die erkannte Signalqualität für das Signal c1(t) steuert der Augen-Überwacher EM1 die Parameter α1 und τ1, insbesondere so, dass eine optimale Augenöffnung für das Signal c1(t) erreicht wird.
  • Auf eine vergleichbare Weise wird, um die Parameter α2 und τ2 zu erhalten, an den Augen-Überwacher EM2 das Signal c2(t) angelegt, und er berechnet die Qualität des Signals c2(t). Als Reaktion auf die erkannte Signalqualität für das Signal c2(t) steuert der Augen-Überwacher EM2 die Parameter α2 und τ2, insbesondere so, dass eine optimale Augenöffnung für das Signal c2(t) erreicht wird.
  • Die Signale c1(t) und c2(t), die von den Nebensprech-Beseitigungs-Einheiten XCU1 und XCU2 erzeugt werden, können wie folgt definiert werden: c1(t) = b1(t) – b'1(t) = b1(t) – α1·b2(t + τ1) (3)und c2(t) = b2(t) – b'2(t) = b2(t) – α2·b1(t + τ2). (4)
  • Hier können die Nebensprech-Beseitigungs-Einheiten XCU1 und XCU1 als Subtraktions-Einheiten für die Signale b1(t) und b2(t) bzw. die Fehlersignale b'1(t) und b'2(t) betrachtet werden. Für die oben beschriebene Empfangsanordnung für optische Übertragungen unter Benutzung von WDM und PolDM durchgeführte Simulationen haben gezeigt, dass das Nebensprechen um mehrere Dezibel verringert werden kann.
  • Für Übertragungssysteme, in denen die folgenden Annahmen erfüllt sind, z.B. wegen beliebiger anderer Mittel oder Maßnahmen, mit denen nichtlineare Effekte reduziert werden, die orthogonal polarisierte Signale stören, können weitere Ausführungen, die im Folgenden beschrieben werden, verwendet werden, um die Signale c1(t) und c2(t) zu erzeugen und um die zugrunde liegenden empfangenen Signale a1(t) und a2(t) zu erhalten.
  • Nimmt man zunächst an, dass keine Verzögerung oder Zeitverschiebung auf das Signal b2(t) anzuwenden ist, um das Fehlersignal b'1(t) zu erhalten, und nimmt man weiterhin an, dass der oben genannte Parameter α, der das Nebensprechen zwischen den Signalen a1(t) und a2(t) anzeigt, dem Parameter α1 entspricht, der die Dämpfung für das Signal b2(t) darstellt, kann das Signal c1(t) wie folgt definiert werden: c1(t) = b1(t) – α·b2(t) = (1 – α – α2)·α1(t) + α2·α2(t) = a1(t) – ((α + α2)·α1(t) – α2·α2(t)) (5)
  • Hierin kann die Signalkomponente "(α + α2)·a1(t) – α2·a2(t)" als Fehlersignal zur Kompensation von Signalstörungen des Signals a1(t) betrachtet werden.
  • Nimmt man auf vergleichbare Weise an, dass keine Verzögerung oder Zeitverschiebung auf das Signal b1(t) anzuwenden ist, um das Fehlersignal b'2(t) zu erhalten, und nimmt man weiterhin an, dass der oben genannte Parameter α, der das Nebensprechen zwischen den Signalen a1(t) und a2(t) anzeigt, dem Parameter α2 entspricht, der die Dämpfung für das Signal b1(t) darstellt, kann das Signal c2(t) wie folgt definiert werden: c2(t) = b2(t) – α·b1(t) = (1 – α – α2)·a2(t) + α2·a1(t) = a2(t) – ((α + α2)·a2(t) – α2·a1(t)) (6)
  • Hierin kann die Signalkomponente "(α + α2)·a2(t) – α2·a1(t)" als Fehlersignal zur Kompensation von Signalstörungen des Signals a2(t) betrachtet werden.
  • Die Nebensprech-Beseitigungs-Einheiten XCU1 und XCU2 können somit als Subtraktions-Einheiten für die Signale b1(t) und b2(t) und die entsprechenden Fehlersignale betrachtet werden.
  • Nimmt man zweitens an, dass keine Verzögerung oder Zeitverschiebung auf das Signal b2(t) anzuwenden ist, um das Fehlersignal b'1(t) zu erhalten, und nimmt man weiterhin an, dass der Parameter α1, der die Dämpfung für das Signal b2(t) darstellt, α/(1 – α) entspricht, wobei α der oben genannte Parameter ist, der das Nebensprechen zwischen den Signalen a1(t) und a2(t) anzeigt, kann das Signal c1(t) wie folgt definiert werden: c1(t) = b1(t) – α/(1 – α)·b2(t) = (1 – α – α2)/(1 – α)·a1(t) = a1(t) – (α + α2/(1 – α))·a1(t) (7)
  • Hierin kann die Signalkomponente "(α + α2/(1 – α))·a1(t)" als Fehlersignal zur Kompensation von Signalstörungen des Signals a1(t) betrachtet werden.
  • Nimmt man auf vergleichbare Weise an, dass keine Verzögerung oder Zeitverschiebung auf das Signal b1(t) anzuwenden ist, um das Fehlersignal b'2(t) zu erhalten, und nimmt man weiterhin an, dass der Parameter α2, der die Dampfung für das Signal b1(t) darstellt, α/(1 – α) entspricht, wobei α der oben genannte Parameter ist, der das Nebensprechen zwischen den Signalen a1(t) und a2(t) anzeigt, kann das Signal c2(t) wie folgt definiert werden: c2(t) = b2(t) – α/(1 – α)·b1(t) = (1 – α – α2)/(1 – α)·a2(t) = a2(t) – (α + α2/(1 – α))·a2(t) (8)
  • Hierin kann die Signalkomponente "(α + α2/(1 – α))·a2(t)" als Fehlersignal zur Kompensation von Signalstörungen des Signals a2(t) betrachtet werden.
  • Die Nebensprech-Beseitigungs-Einheiten XCU1 und XCU2 können wieder als Subtraktions-Einheiten für die Signale b1(t) und b2(t) und die entsprechenden Fehlersignale betrachtet werden.
  • Ausgehend von den obigen weiteren Ausführungen kann eine weitere Ausführung benutzt werden, wenn ein kleiner Wert für α vorliegt oder erwartet werden kann. Dann können die folgenden Approximationen für die Gleichungen (5) und (7) und die Gleichungen (6) und (8) verwendet werden, um die Signale c1(t) und c2(t) zu erhalten: c1(t) = (1 – α)·a1(t) (10)und c2(t) = (1 – α)·a2(t) (11)
  • Hierin können die Signalkomponenten "α·a1(t)" und "α·a2(t)" als Fehlersignal zur Kompensation von Signalstörungen der Signale a1(t) bzw. a2(t) betrachtet werden. Somit können in diesem Fall die Nebensprech-Beseitigungs-Einheiten XCU1 und XCU2 als Subtraktions-Einheiten für die Signale b1(t) und b2(t) und die entsprechenden Fehlersignale betrachtet werden.
  • Eine weitere Verbesserung des Verfahrens erhält man durch Verschiebung der optischen Phase zwischen den beiden orthogonal polarisierten Signalen auf eine Weise, dass das optimale Ergebnis (gemessen am Empfänger) erzielt wird.
  • Bevor die beiden orthogonal polarisierten Signale kombiniert werden, wird ein Signal an einen optischen Phasenschieber angelegt. Der Phasenschieber verschiebt das Signal in Bezug zu einem Rückkopplungs-Signal, das auf der Empfängerseite entnommen wird. Auf der Empfängerseite werden die beiden orthogonalen Signale durch Augen-Überwacher analysiert, und das Ergebnis der Analyse steuert die Phasenschieber auf der Senderseite.

Claims (10)

  1. Ein Verfahren zur Kompensation von Signalstörungen von zueinander polarisierten Signalen in einem optischen Übertragungssystem mit Wellenlängenmultiplex (WDM, DWDM), das folgende Schritte umfasst: • Demultiplexen eines empfangenen Signals, das zwei Signale liefert (b1(t), b2(t)), • Liefern jedes der gedemultiplexten Signale (b1(t), b2(t)) an entsprechende Fehlersignal-Erzeugungs-Einheiten (ESU2, ESU1) zur Erzeugung entsprechender Fehlersignale (b'2(t), b'1(t)), • Subtraktion der Signale (b1(t), b2(t)) von den Fehlersignalen b'1(t), b'2(t) in den Nebensprech-Beseitigungs-Einheiten XCU1 und XCU2 • Messung der Qualität der Ausgangssignale (c1(t), c2(t)) in Augen-Überwachern (EM1, EM2) • Erzeugung von Rückkopplungs-Signalen (p1(t), p2(t), f1(t), f2(t)) zur Steuerung des Polarisations-Demultiplexers und der Fehlersignal-Erzeugungs-Einheiten ESU1 und ESU2.
  2. Das Verfahren gemäß Anspruch 1, das folgende Schritte umfasst: – Bestimmung einer ersten Dämpfung (α1) und/oder einer ersten Verzögerung (τ1) in Abhängigkeit von der ersten Signalqualität (f1(t)) und Anwendung der ersten Dämpfung (α1) und/oder der ersten Verzögerung (τ1) auf das zweite Signal (b2(t)), um das erste Fehlersignal (b'1(t)) zu erhalten, und/oder – Bestimmung einer zweiten Dämpfung (α2) und/oder einer zweiten Verzögerung (τ2) in Abhängigkeit von der zweiten Signalqualität (f2(t)) und Anwendung der zweiten Dämpfung (α2) und/oder der zweiten Verzögerung (τ2) auf das erste Signal (b1(t)), um das zweite Fehlersignal (b'2(t)) zu erhalten.
  3. Das Verfahren gemäß Anspruch 1, das folgende Schritte umfasst: – Bestimmung einer ersten Dämpfung (α1) in Abhängigkeit von der ersten Signalqualität (f1(t)), Vergleich der ersten Dämpfung (α1) mit einem ersten Nebensprech-Wert (α), der Nebensprechen repräsentiert, das mindestens eines der ersten und zweiten Signale (b1(t), b2(t)) stört, und Erzeugung des ersten Fehlersignals (b'1(t)) aus mindestens einem des ersten polarisierten Signals (a1(t)) und des zweiten polarisierten Signals (a2(t)), wenn der Vergleich eine vorher festgelegte Relation der ersten Dämpfung (α1) und des ersten Nebensprech-Wertes (α) anzeigt, und/oder – Bestimmung einer zweiten Dämpfung (α2) in Abhängigkeit von der zweiten Signalqualität (f2(t)), Vergleich der zweiten Dämpfung (α2) mit einem zweiten Nebensprech-Wert (α), der Nebensprechen repräsentiert, das mindestens eines der ersten und zweiten Signale (b1(t), b2(t)) stört, und Erzeugung des zweiten Fehlersignals (b'2(t)) aus mindestens einem des ersten polarisierten Signals (a1(t)) und des zweiten polarisierten Signals (a2(t)), wenn der Vergleich eine vorher festgelegte Relation der zweiten Dämpfung (α2) und des zweiten Nebensprech-Wertes (α) anzeigt.
  4. Das Verfahren gemäß Anspruch 1, das folgende Schritte umfasst: – Bestimmung der ersten Signalqualität (f1(t)) durch Bestimmung einer Signalqualität eines Signals (c1(t)), das man erhält, indem das erste Fehlersignal (b'1(t)) vom ersten Signal (b1(t)) subtrahiert wird, und/oder – Bestimmung der zweiten Signalqualität (f2(t)) durch Bestimmung einer Signalqualität eines Signals (c2(t)), das man erhält, indem das zweite Fehlersignal (b'2(t)) vom zweiten Signal (b2(t)) subtrahiert wird.
  5. Das Verfahren gemäß Anspruch 1, das folgende Schritte umfasst: – Polarisations-Demultiplex des ersten polarisierten Signals (a1(t)) oder Polarisations-Demultiplex und Wellenlängen-Demultiplex des ersten polarisierten Signals (a1(t)), um das erste Signal (b1(t)) zu erhalten, und – Polarisations-Demultiplex des zweiten polarisierten Signals (a2(t)) oder Polarisations-Demultiplex und Wellenlängen-Demultiplex des zweiten polarisierten Signals (a2(t)), um das zweite Signal (b2(t)) zu erhalten.
  6. Das Verfahren gemäß Anspruch 1, das folgende Schritte umfasst: – Bestimmung einer ersten Polarisations-Signal-Qualität (p1(t)) für das erste Signal (b1(t)) und Polarisations-Demultiplex des ersten polarisierten Signals (a1(t)) in Abhängigkeit von der ersten Polarisations-Signal-Qualität (p1(t)), und/oder – Bestimmung einer zweiten Polarisations-Signal-Qualität (p2(t)) für das zweite Signal (b2(t)) und Polarisations-Demultiplex des zweiten polarisierten Signals (a2(t)) in Abhängigkeit von der zweiten Polarisations-Signal-Qualität (P2(t))
  7. Eine Vorrichtung zur Kompensation von Signalstörungen von zueinander polarisierten Signalen in einem optischen Übertragungssystem mit Wellenlängenmultiplex, die folgendes umfasst: • Einen Polarisations-Demultiplexer zum Demultiplexen eines empfangenen Signals, das zwei Signale bereitstellt (b1(t), b2(t)), • Fehlersignal-Erzeugungs-Einheiten ESU1 und ESU2 zur Erzeugung von Fehlersignalen (b'1(t), b'2(t)) aus den gedemultiplexten Signalen (b2(t), b1(t)) • Nebensprech-Beseitigungs-Einheiten XCU1 und XCU2 zur Subtraktion der Signale (b1(t), b2(t)) von den Fehlersignalen b'1(t), b'2(t) und zur Bereitstellung der Ausgangssignale (c1(t), c2(t)) • Augen-Überwacher (EM1, EM2) zur Messung der Qualität der Ausgangssignale (c1(t), c2(t)) • Rückkopplungs-Schleife zur Steuerung des Polarisations-Demultiplexers und der Fehlersignal-Erzeugungs-Einheiten ESU1 und ESU2 mit den Rückkopplungs-Signalen (p1(t), p2(t), f1(t), f2(t)).
  8. Die Vorrichtung gemäß Anspruch 7, worin: – Die erste Fehlersignal-Erzeugungs-Einheit (ESU1) so angepasst ist, dass sie eine erste Dämpfung und/oder eine erste Verzögerung in Abhängigkeit von der ersten Signalqualität bestimmt und die erste Dämpfung und/oder die erste Verzögerung auf das erste Signal anwendet, um das erste Fehlersignal zu erhalten, und/oder – Die zweite Fehlersignal-Erzeugungs-Einheit (ESU2) so angepasst ist, dass sie eine zweite Dämpfung und/oder eine zweite Verzögerung in Abhängigkeit von der zweiten Signalqualität bestimmt und die zweite Dämpfung und/oder die zweite Verzögerung auf das zweite Signal anwendet, um das zweite Fehlersignal zu erhalten.
  9. Die Vorrichtung gemäß Anspruch 7, worin: – Die erste Fehlersignal-Erzeugungs-Einheit (ESU1) so angepasst ist, dass sie eine erste Dämpfung in Abhängigkeit von der ersten Signalqualität bestimmt, die erste Dämpfung mit einem ersten Nebensprech-Wert vergleicht, der Nebensprechen repräsentiert, das mindestens eines der ersten und zweiten Signale stört, und das erste Fehlersignal aus mindestens einem des ersten polarisierten Signals und des zweiten polarisierten Signals erzeugt, wenn eine vorher festgelegte Relation der ersten Dämpfung und des ersten Nebensprech-Wertes vorliegt, und/oder – Die zweite Fehlersignal-Erzeugungs-Einheit (ESU2) so angepasst ist, dass sie eine zweite Dämpfung in Abhängigkeit von der zweiten Signalqualität bestimmt, die zweite Dämpfung mit einem zweiten Nebensprech-Wert vergleicht, der Nebensprechen repräsentiert, das mindestens eines der ersten und zweiten Signale stört, und das zweite Fehlersignal aus mindestens einem des ersten polarisierten Signals und des zweiten polarisierten Signals erzeugt, wenn eine vorher festgelegte Relation der zweiten Dämpfung und des zweiten Nebensprech-Wertes vorliegt.
  10. Die Vorrichtung gemäß Anspruch 10, worin: – Die erste Einheit (EM1) zur Bestimmung der ersten Signalqualität mit der ersten Signalstörungs-Kompensations-Einheit (XCU1) verbunden ist, um die erste Signalqualität für ein Signal von der ersten Signalstörungs-Kompensations-Einheit (XCU1) zu bestimmen, und/oder – Die zweite Einheit (EM2) zur Bestimmung der zweiten Signalqualität mit der zweiten Signalstörungs-Kompensations-Einheit (XCU2) verbunden ist, um die zweite Signalqualität für ein Signal von der zweiten Signalstörungs-Kompensations-Einheit (XCU2) zu bestimmen.
DE2002607201 2002-05-02 2002-06-18 Kompensation von störbehaftete polarisierte Kanäle in einem optischen Übertragungssystem Expired - Fee Related DE60207201T2 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
EP02360142 2002-05-02
EP02360142 2002-05-02

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE60207201D1 DE60207201D1 (de) 2005-12-15
DE60207201T2 true DE60207201T2 (de) 2006-06-22

Family

ID=35404629

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2002607201 Expired - Fee Related DE60207201T2 (de) 2002-05-02 2002-06-18 Kompensation von störbehaftete polarisierte Kanäle in einem optischen Übertragungssystem

Country Status (2)

Country Link
AT (1) ATE309646T1 (de)
DE (1) DE60207201T2 (de)

Also Published As

Publication number Publication date
DE60207201D1 (de) 2005-12-15
ATE309646T1 (de) 2005-11-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69736856T2 (de) Überwachung von nichtlinearen Effekten in einem optischen Übertragungssystem
DE10147871B4 (de) Verfahren zur Übertragung von mindestens einem ersten und zweiten Datensignal im Polarisationsmultiplex in einem optischen Übertragungssystem
DE60226190T2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Messung und Bestimmung des optischen Signal-Rauschverhältnis in optischen Netzwerken
DE69415400T2 (de) Wellenlängenauswahlsteuerungssystem eines optischen Netzes
DE10147892B4 (de) Verfahren zur Übertragung von mindestens einem ersten und zweiten Datensignal im Polarisationsmultiplex in einem optischen Übertragungssystem
DE60220668T2 (de) Verfahren zur adaptiven Rückkopplungssteuerung der Farbzerstreuungskompensation
EP1550247A1 (de) Verfahren und anordnung zur ermittlung von signaldegradationen in anwesenheit von signalverzerrungen
WO2000001097A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur optischen datenübertragung über lichtwellenleiter
EP2052476B1 (de) Verfahren und anordnungen zur verbesserung der signalqualität
EP1964298B1 (de) Verfahren und vorrichtung zur kanalangepassten signalübertragung in optischen netzen
DE60207201T2 (de) Kompensation von störbehaftete polarisierte Kanäle in einem optischen Übertragungssystem
EP1210785B1 (de) Anordnung und verfahren für eine optische informationsübertragung
DE69610431T2 (de) Verfahren und einrichtung zur abstandmessung in einem tdma-system, eines passiven optischen netzes
DE19930975C2 (de) Verfahren zur Ermittlung des individuellen Übersprechens in Wellenlängenmultiplex-Systemen und Wellenlängenmultiplex-System
DE60202721T2 (de) Vorrichtung zur Polarisationsdispersionskompensation in einem optischen Übertragungssystem
EP1063793B1 (de) Verfahren zum Messen der Signalqualität eines optischen Datensignals
DE69733398T2 (de) Anpassungsvorrichtung für optisches Kommunikationsnetzwerk
DE102008012982A1 (de) Dispersionsmessung von optischen Fasern im laufenden Betrieb
DE10132584B4 (de) Verfahren und Anordnung zur Ermittlung und Trennung von Einzelkanaleffekten bei der optischen Übertragung eines Wellenlängen-Multiplex(-WDM)-Signals
DE19940818B4 (de) Verfahren zur Steuerung der Leistung von WDM-Einzelsignalen
DE60205663T2 (de) Verfahren und vorrichtung zur wdm-signalübertragung über eine optische faser unter verwendung der ramanverstärkung
DE602004000164T2 (de) Vorrichtung und Verfahrung zur Verwaltung der Dispersion in einem optischen Add/Drop Modul
DE60226307T2 (de) Verfahren zur überwachende optischen Übertragung von Signalisierungsinformationen in optischen Verbindungen
DE69822036T2 (de) Entzerrung, Pulsformung und Regeneration von optischen Signalen
DE10360607B4 (de) Verfahren und Anordnung zum Einfügen von Füllsignalen

Legal Events

Date Code Title Description
8364 No opposition during term of opposition
8327 Change in the person/name/address of the patent owner

Owner name: ALCATEL LUCENT, PARIS, FR

8339 Ceased/non-payment of the annual fee