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DE60207741T2 - Gerät und verfahren zur anzeige von dreidimensionalen bildern - Google Patents

Gerät und verfahren zur anzeige von dreidimensionalen bildern Download PDF

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    • G02B30/40Optical systems or apparatus for producing three-dimensional [3D] effects, e.g. stereoscopic images giving the observer of a single two-dimensional [2D] image a perception of depth
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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Bilddisplaysystem mit einer Bilddisplayeinrichtung und wenigstens vor dem Betrachter angeordneten optischen Mitteln, die eine reliefartige Struktur mit optischen pyramidenförmigen Elementen aufweisen, zum Suggerieren von Tiefe der betrachteten Bilder durch Unterscheiden zwischen in das linke Auge und in das rechte Auge des Betrachters einfallendem Licht.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ferner eine Bilddisplayeinrichtung, die zur Verwendung in dem Bilddisplaysystem gemäß der Erfindung geeignet ist.
  • Solch ein System ist aus WO 96/17067 bekannt. Das darin offenbarte System umfaßt eine Bilddisplayeinrichtung oder einen Bilddisplayschirm, die/der Bilder anzeigt, die durch Bildverarbeitungsprozesse nacheinander in ihrer Position verschoben wurden. Nachdem sie auf dem Bildschirm angezeigt wurden, werden die Bilder durch optische Mittel, die zwischen dem Bildschirm und dem Betrachter angeordnet sind, umgewandelt. Zu diesem Zweck weisen die optischen Mittel eine reliefartige Struktur mit Elementen von im Wesentlichen pyramidenförmigem Querschnitt auf. Als Ergebnis des Vorhandenseins der Pyramiden der Elemente, deren Spitzen auf den Bildschirm gerichtet sind, wird eine Unterscheidung zwischen in das linke Auge und in das rechte Auge eines Betrachters einfallendem Licht erzeugt. Dies suggeriert Tiefe der vom Betrachter wahrgenommenen Bilder.
  • In der Praxis hat sich gezeigt, daß unter bestimmten Umständen die Unterschiede in der Klarheit zwischen dem linken und dem rechten Auge, die von dem bekannten System erzeugt werden, nicht ausreichen, um eine hinlängliche Wahrnehmung von Tiefe in den betrachteten Bildern zu vermitteln.
  • Dementsprechend besteht eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, ein Bilddisplaysystem zur verbesserten Wiedergabe von Bildern mit Tiefenwert bereitzustellen.
  • Um diese Aufgabe zu erfüllen, ist das Bilddisplaysystem gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß für jedes der Pixel, aus denen sich die Bilder zusammensetzen, mehrere pyramidenförmige Elemente in die reliefartige Struktur eingebaut sind.
  • Der Vorteil des Bilddisplaysystems gemäß der Erfindung besteht darin, daß die abgegebene Lichtmenge der Bilder, die durch mehrere pyramidenförmige Elemente gebildet werden, erhöht wurde. Dies macht nicht nur das erzeugte Bild klarer und leichter sichtbar, sondern es bewirkt offenbar auch eine Verbesserung hinsichtlich der Wahrnehmung von Tiefe in den betrachteten Bildern.
  • Zudem ist es bei der Verwendung der mehreren pyramidenförmige Elemente vorteilhaft, daß die bisher notwendige, zeitraubende Ausrichtung der Pyramiden an der Position, an der jedes Pixel auf der Bilddisplayeinrichtung angezeigt wird, nicht mehr entscheidend hinsichtlich der erzielten abgegebenen Lichtmenge der Bilder und hinsichtlich der gewünschten Tiefenwirkung ist. So wird eine beträchtliche Einsparung von Zeit und Kosten bei der Herstellung der Bilddisplaysysteme gemäß der Erfindung erreicht.
  • Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß auf der Aufzeichnungs- oder Übertragungsseite nur eine Kamera notwendig ist, um die erforderliche Wahrnehmung von Tiefe auf der Empfängerseite zu bewirken. Außerdem ist die Wahrnehmung der suggerierten Tiefenwirkung nicht auf einen begrenzten Bereich beschränkt, da die gewünschte Tiefenwirkung im Wesentlichen unabhängig von der Position des Betrachters gegenüber der Bilddisplayeinrichtung ist.
  • Eine Ausführungsform des Bilddisplaysystems gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die pyramidenförmigen Elemente in einer Matrix angeordnet sind. Im Ergebnis dessen wird eine definierte Anordnung von Reihen und Spalten aufeinanderfolgender Pyramiden gebildet, die beispielsweise mit Hilfe einer Lasertechnik einfach hergestellt werden kann und die auch auf einfache Weise auf eventuelle Fehler überprüft werden kann.
  • Eine Ausführungsform des Bilddisplaysystems gemäß der Erfindung, die auf einfache und schnelle Weise hergestellt werden kann, ist dadurch gekennzeichnet, daß die pyramidenförmigen Elemente vier Ebenen aufweisen.
  • Eine weitere Ausführungsform des Bilddisplaysystems gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die pyramidenförmigen Elemente jeweils eine Basis haben, wobei jede Basis der Pyramiden einer Reihe eine Position einnimmt und jede Basis der Pyramiden einer benachbarten Reihe eine zur ersten Position komplementäre Position einnimmt. Der Vorteil dieser Position der Basen, die bei jeder Reihe anders ist, besteht darin, daß dies zu verschiedenen Wahrnehmungen der aktiven optischen Oberfläche einer Reihe gegenüber der anderen Reihe durch das linke und das rechte Auge führt. Dies trägt zusätzlich zur unterschiedlichen Klarheit der Wahrnehmung eines Auges gegenüber dem anderen Auge bei. Im Ergebnis dessen wird die Wahrnehmung von Tiefe verbessert.
  • Ein Effekt, der die Wahrnehmung von Tiefe weiter verbessert, ist folgender. Es ist eine bekannte Tatsache in der Physiologie, daß, wenn ein Auge mehr Licht empfängt als das andere, die Information im Zusammenhang mit dieser größeren Lichtmenge schneller über die Nerven in das Gehirn gelangt, da sich die empfangene Lichtmenge erhöht. Dies führt zu einem zusätzlichen Unterschied in der Durchgangszeit oder einem Phasenunterschied bezüglich der Informationen, die zum Gehirn wandern, und dieser zusätzliche Unterschied wird vom Gehirn als zusätzliche Tiefe der betrachteten Bilder interpretiert.
  • Eine weitere Ausführungsform des Bilddisplaysystems gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß zueinander benachbarte pyramidenförmige Elemente unterschiedliche Abstände/Höhen von der Spitze zu der Basis der Pyramide aufweisen.
  • Durch die Variierung der Höhe der Pyramiden über der reliefartigen Struktur wird ein zusätzlicher Unterschied bei dem erzielt wird, was die beiden Augen auf dem hinken Teil bzw. auf dem rechten Teil des Bildes wahrnehmen. Dies ist insbesondere im Hinblick auf die Wahrnehmung von Tiefe in bewegten Bildern von Bedeutung, wobei die Bewegung des Bildes umgewandelt wird in einen zusätzlichen Unterschied zwischen dem, was sozusagen das linke Auge und dem, was das rechte Auge wahrnimmt, sodaß die Wahrnehmung von Tiefe aufrechterhalten wird.
  • Im Zusammenhang mit der weiteren Ausführungsform hat sich außerdem gezeigt, daß die einsetzbare Bildmanipulationstechnik weiterhin einfach und leicht in Software unter Verwendung gewöhnlicher Prozessoren umgesetzt werden kann.
  • Eine weitere, spezifische Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe der Pyramiden in einer Richtung zunimmt, während sie in der entgegengesetzten Richtung abnimmt.
  • Die Folge davon ist, daß die Bewegung eines Bildes in eine Richtung, die beispielsweise eine horizontale Komponente umfaßt, zu dem gewünschten Unterschied zwischen der vom linken Auge wahrgenommenen Lichtmenge und der vom rechten Auge wahrgenommenen Lichtmenge führt. Dies gilt sowohl für eine Bewegung von links nach rechts als auch für eine Bewegung von rechts nach links. In beiden Fällen führt dies zur gewünschten Wahrnehmung von Tiefe.
  • Noch eine weitere Ausführungsform des Bilddisplaysystems gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Richtung einer Reihe von pyramidenförmigen Elementen, die eine Matrix bilden, einen Winkel von etwa 15 Grad zur Horizontalen einnimmt.
  • Mit dieser Ausführungsform des Bilddisplaysystems gemäß der Erfindung wird es möglich, einen Unterschied zwischen den vom linken bzw. vom rechten Auge wahrgenommenen Lichtmengen auch dann herbeizuführen, wenn eine Bewegung in dem Bild eine vertikale Komponente umfaßt. Im Ergebnis dessen kann Tiefe auch in den Fällen wahrgenommen werden, in denen die Richtung der Bewegung eine vertikale Komponente umfaßt. Außerdem reduziert diese Ausführungsform das Ausmaß der Moiré-Verzerrung, der bekannte Effekt, der auftritt, wenn blockförmige Muster beispielsweise auf einem Fernsehbildschirm angezeigt werden, in dessen Folge sich bewegte Linien auf dem Bildschirm bilden. Der Winkel von 15 Grad hat sich als ein optimaler Winkel erwiesen, besonders wenn gleichseitige Pyramiden verwendet werden und die Winkel der Basis daher 60 Grad betragen, während eine Reihe mit einer Basisseite beginnt, die sich vertikal erstreckt.
  • Eine Ausführungsform der Displayeinrichtung, die für die Verwendung in dem Bilddisplaysystem gemäß der Erfindung geeignet ist, ist dadurch gekennzeichnet, daß die optischen Mittel, die eine reliefartige Struktur mit optischen pyramidenförmigen Elementen haben, in der Form einer auf die Displayeinrichtung aufzubringenden Folie, wenn gewünscht einer losen Folie, sind oder daß die pyramidenförmigen Elemente in die Frontplatte der Displayeinrichtung eingebaut sind.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform des Bilddisplaysystems ist gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß das System Mittel zum Wiedergeben eines aus Vollbildern aufge bauten Bildes und Mittel zur Bildmanipulation umfaßt, wobei die Mittel zur Bildmanipulation zum Ändern der Klarheit von Pixeln in einem Vollbild von links nach rechts und zum Ändern der Klarheit von Pixeln in einem anderen Vollbild von rechts nach links angeordnet sind. Für das menschliche Auge ist die Wirkung, die durch die in der Klarheit manipulierbaren, nacheinander wiedergegebenen Vollbilder erzielt wird, dieselbe wie die Wirkung, die durch die Verwendung benachbarter Pyramiden verschiedener Höhe erzielt wird. Die Mittel zur Bildmanipulation, die durch Software umgesetzt werden sollen, bilden sozusagen eine elektronische Alternative zu den Hardware-Pyramiden.
  • Diese Ausführungsform bietet eine elektronische Alternative zu der optischen Ausführungsform des Systems, in dem die Höhe der benachbarten Pyramiden variiert. Dies illustriert die Austauschbarkeit der optischen Bildverarbeitung und der elektronischen Verarbeitung von Bildsignalen hinsichtlich des gewünschten Unterschieds in der abgegebenen Lichtmenge zwischen dem linken und dem rechten Auge.
  • Eine weitere alternative Ausführungsform des Bilddisplaysystems gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß das System Mittel umfaßt, die es ermöglichen, das Ausmaß, in dem sich die Klarheit von links nach rechts und umgekehrt ändert, zu steuern.
  • In dieser alternativen Ausführungsform ist es möglich, das Ausmaß, in dem eine Tiefenwirkung in den wiedergegebenen Bildern wahrgenommen werden kann, durch Steuerung des Grades/Gradienten der Änderung der Klarheit zu beeinflussen.
  • Eine Ausführungsform des Bilddisplaysystems, die ebenfalls recht gut für die Wahrnehmung von Tiefe in angezeigten Bildern geeignet ist, ist gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß das System einen mit dem Displaymittel verbundenen Chopperkreis aufweist, wobei der Chopperkreis das abwechselnde Ausschalten der Vollbildklarheit für Pixel von dem einen zu dem anderen Vollbild bewirkt.
  • Eine optimierte Ausführungsform des Bilddisplaysystems, die für die Wiedergabe stehender Bilder geeignet ist, ist gemäß der Erfindung ferner dadurch gekennzeichnet, daß der Chopperkreis ein Signal mit einer Frequenz liefert, die einen Frequenzdurchlauf zeigt.
  • Eine Ausführungsform der Bilddisplayeinrichtung, die für die Verwendung in dem Bilddisplaysystem geeignet ist, ist gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß die optischen Mittel, die eine reliefartige Struktur mit optischen pyramidenförmigen Elementen haben, aus einer auf die Displayeinrichtung aufzubringenden Folie bestehen oder in die Frontplatte der Displayeinrichtung eingebaut sind.
  • Vor dem Hintergrund, daß im Hinblick auf die obenstehende Erläuterung die Position der Pyramiden auf den Pixeln nicht mehr entscheidend ist, kann die Folie eine leicht entfernbare Folie sein; wenn eine solche Folie nicht verwendet wird, wird auf der Displayeinrichtung das bekannte Bild angezeigt, wogegen Bilder, die eine Wahrnehmung von Tiefe vermitteln, angezeigt werden, wenn eine Folie verwendet wird, die leicht an der Bilddisplayeinrichtung angebracht werden kann.
  • Das Bilddisplaysystem gemäß der vorliegenden Erfindung wird im Folgenden mit Bezug auf die beigefügte Zeichnung detailliert erklärt. Es zeigen:
  • 1 einen Teil der reliefartigen Struktur mit optischen pyramidenförmigen Elementen zur Verwendung in dem Bilddisplaysystem gemäß der Erfindung;
  • 2A, 2B und 2C Diagramme bzw. eine Darstellung einer Pyramide, die zur Erläuterung des Systems in 1 dienen.
  • 1 zeigt einen Teil der reliefartigen Struktur, die beispielsweise auf einem sekundären Bildschirm oder an einer Displayeinrichtung, im Folgenden als Bildschirm bezeichnet, vorhanden oder darin eingebaut sein kann. Die reliefartige Struktur kann auch auf einer Folie vorliegen, die, wenn gewünscht, von dem Bildschirm entfernt werden kann oder auf einer Frontplatte eines solchen Bildschirms. Beispiele einer Displayeinrichtung sind: ein Bildschirm oder Monitor, beispielsweise für ein Fernsehgerät, ob mit einer Katodenstrahlröhre ausgestattet oder nicht, ein LCD-Bildschirm oder ähnliches. Die reliefartige Struktur setzt sich aus vor dem Betrachter angeordneten optischen Mitteln in Form von optischen, pyramidenförmigen Elementen 1 zusammen, die beispielsweise mit Hilfe einer Feinlasertechnik in der Folie gebildet werden. Die Pyramiden haben eine Spitze T, die von dem auf den Bildschirm blickenden Betrachter weg gerichtet ist. Wird der Bildschirm von einem vorbeiziehenden Leuchtpunkt erhellt, werden die Pyramiden 1, die in einer Matrixformation der 1 angeordnet sind, nacheinander auf der Seite ihrer Spitzen angestrahlt, wobei das Licht an den Oberflächen der Pyramide 1 gebrochen wird. In ihrer einfachsten Form umfassen die Pyramiden 1 der dargestellten pyramidenförmigen Elemente vier Ebenen, einschließlich einer Basis, die zum Betrachter zeigt. Der Leuchtpunkt bildet ein Pixel auf einer Bildlinie in einer Weise, die an sich bekannt ist, und mehrere solcher Linien bilden ein Bild. In den Fällen, in denen ein Bild aus zwei „verschachtelten" Vollbildern oder Feldern besteht, werden die Vollbilder als Halbbilder auf dem Bildschirm angezeigt. Ein Pixel besteht in dem Fall aus zwei Pixeln, eines aus einem sogenannten ungeraden Vollbild und eines aus einem geraden Vollbild. Die genaue Ausrichtung der verschiedenen Pixel auf das Relief mit Pyramiden 1 solcherart, daß das linke und das rechte Auge verschiedene Lichtmengen von den Pixeln empfangen, so daß der Betrachter in dem Bild auf dem Bildschirm Tiefe wahrnehmen kann, ist problematisch. Die Art und Weise, wie auf diese Weise Tiefe suggeriert werden kann, ist schematisch in 1 gezeigt, wobei die schraffierten Teile in den oberen beiden Pyramiden 1 die Lichtmenge zeigen, die das linke Auge bei der Position der Pyramiden auf der linken Seite von der reliefartigen Struktur empfängt, während die schraffierten Teile in den unteren beiden Pyramiden 1 die Lichtmenge anzeigen, die das rechte Auge von der reliefartigen Struktur von derselben linken Seite empfängt. Die Unterschiede in Licht und Klarheit, mit denen die beiden Augen zurechtkommen müssen, und die damit verbundenen Unterschiede zwischen der Zeit des Eintreffens der Klarheitsinformation bei dem Gehirn und der Zeit ihrer Interpretation vermitteln die Wahrnehmung von Tiefe in dem betrachteten Bild.
  • Unkorrekte Ausrichtung des Reliefs auf die Pixel führt jedoch zu einer schlechten Wahrnehmung von Tiefe und zu der bekannten Moiré-Verzerrung in dem betrachteten Bild. Die beiden Probleme können zugleich gelöst werden, indem für jedes der Pixel, aus denen die Bilder bestehen, mehrere pyramidenförmige Elemente 1 in die reliefartige Struktur eingebaut werden. In diesem Zusammenhang kann in Betracht kommen, eine Anzahl von Pyramiden zu verwenden, die beispielsweise zwischen 3 × 3 Pyramiden und (vorzugsweise) 9 × 9 oder mehr Pyramiden pro Pixel liegt. Geeignete Techniken zur Realisierung der Pyramiden umfassen: eine Lasertechnik, Röntgenlithographie, eine I-Balkentechnik oder das mechanische superhochpräzise Diamantschneiden, das gegenwärtig in der Lage ist, bis zu 2 μm zu realisieren.
  • Wie 1 ferner zeigt, nimmt jede Basis der pyramidenförmigen Elemente derselben – ersten – Reihe, die sich zur rechten unteren Ecke oder zur rechten oberen Ecke erstreckt, eine Position ein, in der die rechte Spitze der Basis in allen Fällen nach rechts zeigt. Ebenso nimmt jede Basis einer benachbarten – zweiten – Reihe, die sich zur rechten unteren Ecke oder zur rechten oberen Ecke erstreckt, eine zur ersten Position komplementäre Position ein, in der die linke Spitze der Basis nach links zeigt. Auf diese Weise wird sozusagen eine Wabenstruktur der Basen gebildet, die zu den Unterschieden in der Klarheit führt, auf denen die Wahrnehmung von Tiefe beruht.
  • Wenn auch im Fall von beweglichen Bildern auf dem Bildschirm eine Wahrnehmung von Tiefe aufrechterhalten werden soll, muß die Bewegung sozusagen in Unterschiede in der Klarheit zwischen dem linken und dem rechten Auge umgewandelt werden, um auf diese Weise die Wahrnehmung von Tiefe herzustellen. Diese Idee ist in einer möglichen Ausführungsform umgesetzt, in der die aufeinanderfolgenden Pyramiden 1 verschiedene Abstände/Höhen aufweisen, gemessen von der Spitze T bis zur Basis G der Pyramiden. Insbesondere nimmt die Höhe der Pyramiden 1 in 1 beispielsweise von links nach rechts zu, während die Höhe der benachbarten Reihe von Pyramiden 1 von rechts nach links abnimmt. Der graduelle Unterschied in der Höhe steigt beispielsweise bei einer Pyramidenreihe von 0 auf 10 μm und sinkt von 10 auf μm bei der benachbarten Reihe. Wenn sich beispielsweise ein Bereich einer vertikalen Linie des Bildes in horizontaler Richtung verschiebt, vermitteln die Unterschiede in der Klarheit, die aus den Unterschieden in der Höhe der Pyramiden resultieren, eine Wahrnehmung von Tiefe.
  • Um die Unterschiede in der Klarheit und die Wahrnehmung von Tiefe auch in dem Fall zu erreichen, daß die Richtung der Bewegung eine vertikale Komponente umfaßt, wird die in 1 dargestellte reliefartige Struktur gedreht. In der Praxis steht der optimale Winkel der Drehung im Zusammenhang mit der Größe der Winkel, die die Basis G der Pyramiden 1 bilden. Bei der gleichseitigen Basis mit Winkeln von 60 Grad muß sich die Reihe der pyramidenförmigen Elemente, die eine Matrix bilden, in einem Winkel von etwa 15 Grad zur Horizontalen erstrecken, sodaß auch vertikale Bewegungen die Wahrnehmung von Tiefe vermitteln und der Moiré-Effekt weiter unterdrückt wird. So kann auch die Bewegung eines Objekts im Bild von hinten nach vorn oder umgekehrt immer noch als eine realistische Bewegung zum Betrachter hin oder von ihm weg wahrgenommen werden.
  • Bilddisplaysysteme, die an sich bekannt sind, wie z.B. Fernsehsysteme, sind zur Wiedergabe von Bildern ausgelegt, die wie oben erwähnt aus geraden und ungeraden Vollbildern zusammengesetzt sind. Außerdem kann das System mit Bildmanipulationsmitteln ausgestattet sein, die zum Ändern der Klarheit der Pixel in einem Vollbild von links nach rechts angeordnet sind und die auch zum Ändern der Klarheit der Pixel von links nach rechts in dem anderen Vollbild angeordnet sind. Es versteht sich, daß es möglich ist, den Grad der wiederzugebenden Tiefe durch das Beeinflussen der Gradienten der Klarheitslinien in 2A und 2B anzupassen, was durch Pfeile dargestellt ist. In der Praxis umfaßt das Bilddisplaysystem ähnliche Mittel zur Steuerung des Grades, in dem sich die Klarheit von links nach rechts und umgekehrt ändert. Die Umkehrung der Gradienten der Klarheitslinien ermöglicht es sogar, das Bild leicht vor dem Bildschirm wiederzugeben, wobei es den Anschein hat, als ob die dargestellten Objekte teilweise aus dem Bildschirm hervorträten.
  • Bisher war es Bewegung in dem Bild, die zu einer Wahrnehmung von Tiefe führte. Um die Wahrnehmung von Tiefe bei beweglichen Bildern weiter zu verbessern, kann die Wahrnehmung auch durch elektronische Mittel suggeriert werden. Dies geschieht durch den Einbau eines Chopperkreises in das Bilddisplaysystem, der mit den Displaymitteln verbunden ist, wobei der Chopperkreis dafür sorgt, daß die Vollbildklarheit für Pixel eines Vollbildes und des anderen Vollbildes abwechselnd ausgeschaltet wird. Dies ist in 2A, 2B und 2C deutlicher dargestellt. In diesem Fall gilt bei dem ungeraden Vollbild, daß Pixel, die links auf einer ungeraden Linie liegen, dunkler wiedergegeben werden als Pixel, die rechts auf der ungeraden Linie liegen (siehe 2A). Umgekehrt gilt, daß Pixel, die rechts auf den geraden Linien liegen, dunkler wiedergegeben werden als Pixel, die links auf den geraden Linien liegen (siehe 2B). Dieser Aspekt ermöglicht, elektronisch und nicht optisch zur Wahrnehmung von Tiefe beizutragen, und es wird in diesem Fall auch ein Zeitunterschied zwischen der Aufnahme von Licht des linken und des rechten Auges erzeugt. 2C zeigt schematisch, wie eine Matrix aus Pyramiden 1 anfangs Licht nur von dem Pixel des geraden Vollbildes empfängt, das nach seiner Brechung zu einem der Augen geleitet wird. Kurz darauf nimmt das andere Auge den Pixel aus dem ungeraden Vollbild auf. Die entsprechenden Pixel haben jedoch für das linke und das rechte Auge eine unterschiedliche Lichtintensität, was die Suggerierung von Wahrnehmung von Tiefe in den wiedergegebenen Bildern verstärkt.
  • Im Falle von Computermonitoren beispielsweise kann die Chopperfrequenz 10 MHz betragen, je nach der Anzahl der Pixel des Bildes. Insbesondere im Falle stehender Bilder kann die Wahrnehmung von Tiefe verstärkt werden, indem man das Ausgabesignal des Choppers einen Frequenzdurchlauf zeigen läßt, der in diesem Fall etwa 1 MHz betragen kann. Das Choppersignal mit einer veränderlichen Frequenz erzeugt in diesem Fall eine zusätzliche Änderung der Klarheit, was wiederum zu einer zusätzlichen Tiefenwirkung führt, insbesondere bei stehenden Bildern.
  • Das Vorhergegangene gilt sowohl für „verschachtelte" Bildanzeige, bei dem gerade und ungerade Vollbilder nacheinander wiedergegeben werden als auch für „nicht verschachtelte" Bildanzeige. Im letzteren Fall ist die Abfolge von Vollbildern eine Abfolge voller Vollbilder und nicht eine Abfolge gerader und ungerader Vollbilder, wie es in der vorangegangenen Erläuterung der Fall war. Das Bilddisplaysystem kann auch für Monitore und Spielcomputer verwendet werden.

Claims (12)

  1. Ein Bilddisplaysystem mit einer Bilddisplayeinrichtung und wenigstens vor dem Betrachter angeordneten optischen Mitteln, die eine reliefartige Struktur mit optischen pyramidenförmigen Elementen (1) zum Suggerieren von Tiefe der betrachteten Bilder durch Unterscheiden zwischen in das linke Auge und in das rechte Auge des Betrachters einfallendem Licht, dadurch gekennzeichnet, dass in der reliefartigen Struktur jeden Bildpunkts, aus dem die Bilder aufgebaut sind, mehrere pyramidenförmige Elemente (1) enthalten sind.
  2. Ein Bilddisplaysystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die pyramidenförmigen Elemente in einer Matrix angeordnet sind.
  3. Ein Bilddisplaysystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die pyramidenförmigen Elemente vier Ebenen aufweisen.
  4. Ein Bilddisplaysystem nach einem der Ansprüche 1–3, dadurch gekennzeichnet, dass die pyramidenförmigen Elemente einen Basis haben
  5. Ein Bilddisplaysystem nach einem der Ansprüche 1–4, dadurch gekennzeichnet, dass einander benachbarte pyramidenförmige Elemente unterschiedliche Abstände/Höhen von der Spitze zu der Basis der Pyramide haben.
  6. Ein Bilddisplaysystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe der Pyramide in einer Richtung zunimmt, während sie in der entgegengesetzten Richtung abnimmt.
  7. Ein Bilddisplaysystem nach einem der Ansprüche 1–6, dadurch gekennzeichnet, dass die Richtung einer Reihe von eine Matrix bildenden pyramidenförmigen Elementen einen Winkel von etwa 15 Grad zur Horizontalen einnimmt.
  8. Ein Bilddisplaysystem nach einem der Ansprüche 1–7, dadurch gekennzeichnet, dass das System Mittel zum Wiedergeben eines aus Vollbildern aufgebauten Bildes und Mittel zur Bildmanipulation, die zum Ändern der Klarheit in einem Vollbild von links nach rechts und in dem anderen Vollbild von rechts nach links aufweist.
  9. Ein Bilddisplaysystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das System Mittel aufweist, die es ermöglichen, das Ausmaß, in dem sich die Klarheit von links nach rechts und umgekehrt ändert, zu steuern.
  10. Ein Bilddisplaysystem nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das System einen mit dem Displaymittel verbundenen Chopperkreis aufweist, wobei der Chopperkreis das alternative Ausschalten der Vollbildklarheit der Pixel von dem einem zu dem anderen Vollbild bewirkt.
  11. Ein Bilddisplaysystem nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Chopperkreis ein Signal mit einer Frequenz liefert, die einen Frequenzdurchlauf darstellt.
  12. Eine Bilddisplayeinrichtung, die zur Verwendung in dem Bilddisplaysystem nach einem der Ansprüche 1–11 geeignet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die optischen Mittel, die die reliefartige Struktur haben, in der Form einer auf die Displayeinrichtung aufzubringenden Folie sind oder dass die optischen Mittel in die Frontplatte der Displayeinrichtung integriert sind.
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