-
Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Bilddisplaysystem mit einer Bilddisplayeinrichtung
und wenigstens vor dem Betrachter angeordneten optischen Mitteln,
die eine reliefartige Struktur mit optischen pyramidenförmigen Elementen
aufweisen, zum Suggerieren von Tiefe der betrachteten Bilder durch
Unterscheiden zwischen in das linke Auge und in das rechte Auge
des Betrachters einfallendem Licht.
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft ferner eine Bilddisplayeinrichtung,
die zur Verwendung in dem Bilddisplaysystem gemäß der Erfindung geeignet ist.
-
Solch
ein System ist aus WO 96/17067 bekannt. Das darin offenbarte System
umfaßt
eine Bilddisplayeinrichtung oder einen Bilddisplayschirm, die/der
Bilder anzeigt, die durch Bildverarbeitungsprozesse nacheinander
in ihrer Position verschoben wurden. Nachdem sie auf dem Bildschirm
angezeigt wurden, werden die Bilder durch optische Mittel, die zwischen
dem Bildschirm und dem Betrachter angeordnet sind, umgewandelt.
Zu diesem Zweck weisen die optischen Mittel eine reliefartige Struktur
mit Elementen von im Wesentlichen pyramidenförmigem Querschnitt auf. Als
Ergebnis des Vorhandenseins der Pyramiden der Elemente, deren Spitzen
auf den Bildschirm gerichtet sind, wird eine Unterscheidung zwischen
in das linke Auge und in das rechte Auge eines Betrachters einfallendem
Licht erzeugt. Dies suggeriert Tiefe der vom Betrachter wahrgenommenen
Bilder.
-
In
der Praxis hat sich gezeigt, daß unter
bestimmten Umständen
die Unterschiede in der Klarheit zwischen dem linken und dem rechten
Auge, die von dem bekannten System erzeugt werden, nicht ausreichen,
um eine hinlängliche
Wahrnehmung von Tiefe in den betrachteten Bildern zu vermitteln.
-
Dementsprechend
besteht eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, ein Bilddisplaysystem zur
verbesserten Wiedergabe von Bildern mit Tiefenwert bereitzustellen.
-
Um
diese Aufgabe zu erfüllen,
ist das Bilddisplaysystem gemäß der Erfindung
dadurch gekennzeichnet, daß für jedes
der Pixel, aus denen sich die Bilder zusammensetzen, mehrere pyramidenförmige Elemente
in die reliefartige Struktur eingebaut sind.
-
Der
Vorteil des Bilddisplaysystems gemäß der Erfindung besteht darin,
daß die
abgegebene Lichtmenge der Bilder, die durch mehrere pyramidenförmige Elemente
gebildet werden, erhöht
wurde. Dies macht nicht nur das erzeugte Bild klarer und leichter
sichtbar, sondern es bewirkt offenbar auch eine Verbesserung hinsichtlich
der Wahrnehmung von Tiefe in den betrachteten Bildern.
-
Zudem
ist es bei der Verwendung der mehreren pyramidenförmige Elemente
vorteilhaft, daß die bisher
notwendige, zeitraubende Ausrichtung der Pyramiden an der Position,
an der jedes Pixel auf der Bilddisplayeinrichtung angezeigt wird,
nicht mehr entscheidend hinsichtlich der erzielten abgegebenen Lichtmenge
der Bilder und hinsichtlich der gewünschten Tiefenwirkung ist.
So wird eine beträchtliche
Einsparung von Zeit und Kosten bei der Herstellung der Bilddisplaysysteme
gemäß der Erfindung
erreicht.
-
Ein
weiterer Vorteil besteht darin, daß auf der Aufzeichnungs- oder Übertragungsseite
nur eine Kamera notwendig ist, um die erforderliche Wahrnehmung
von Tiefe auf der Empfängerseite
zu bewirken. Außerdem
ist die Wahrnehmung der suggerierten Tiefenwirkung nicht auf einen
begrenzten Bereich beschränkt,
da die gewünschte
Tiefenwirkung im Wesentlichen unabhängig von der Position des Betrachters
gegenüber
der Bilddisplayeinrichtung ist.
-
Eine
Ausführungsform
des Bilddisplaysystems gemäß der Erfindung
ist dadurch gekennzeichnet, daß die
pyramidenförmigen
Elemente in einer Matrix angeordnet sind. Im Ergebnis dessen wird eine
definierte Anordnung von Reihen und Spalten aufeinanderfolgender
Pyramiden gebildet, die beispielsweise mit Hilfe einer Lasertechnik
einfach hergestellt werden kann und die auch auf einfache Weise
auf eventuelle Fehler überprüft werden
kann.
-
Eine
Ausführungsform
des Bilddisplaysystems gemäß der Erfindung,
die auf einfache und schnelle Weise hergestellt werden kann, ist
dadurch gekennzeichnet, daß die
pyramidenförmigen
Elemente vier Ebenen aufweisen.
-
Eine
weitere Ausführungsform
des Bilddisplaysystems gemäß der Erfindung
ist dadurch gekennzeichnet, daß die
pyramidenförmigen
Elemente jeweils eine Basis haben, wobei jede Basis der Pyramiden
einer Reihe eine Position einnimmt und jede Basis der Pyramiden
einer benachbarten Reihe eine zur ersten Position komplementäre Position
einnimmt. Der Vorteil dieser Position der Basen, die bei jeder Reihe
anders ist, besteht darin, daß dies
zu verschiedenen Wahrnehmungen der aktiven optischen Oberfläche einer
Reihe gegenüber
der anderen Reihe durch das linke und das rechte Auge führt. Dies trägt zusätzlich zur
unterschiedlichen Klarheit der Wahrnehmung eines Auges gegenüber dem
anderen Auge bei. Im Ergebnis dessen wird die Wahrnehmung von Tiefe
verbessert.
-
Ein
Effekt, der die Wahrnehmung von Tiefe weiter verbessert, ist folgender.
Es ist eine bekannte Tatsache in der Physiologie, daß, wenn
ein Auge mehr Licht empfängt
als das andere, die Information im Zusammenhang mit dieser größeren Lichtmenge schneller über die
Nerven in das Gehirn gelangt, da sich die empfangene Lichtmenge
erhöht.
Dies führt zu
einem zusätzlichen
Unterschied in der Durchgangszeit oder einem Phasenunterschied bezüglich der
Informationen, die zum Gehirn wandern, und dieser zusätzliche
Unterschied wird vom Gehirn als zusätzliche Tiefe der betrachteten
Bilder interpretiert.
-
Eine
weitere Ausführungsform
des Bilddisplaysystems gemäß der Erfindung
ist dadurch gekennzeichnet, daß zueinander
benachbarte pyramidenförmige
Elemente unterschiedliche Abstände/Höhen von
der Spitze zu der Basis der Pyramide aufweisen.
-
Durch
die Variierung der Höhe
der Pyramiden über
der reliefartigen Struktur wird ein zusätzlicher Unterschied bei dem
erzielt wird, was die beiden Augen auf dem hinken Teil bzw. auf
dem rechten Teil des Bildes wahrnehmen. Dies ist insbesondere im Hinblick
auf die Wahrnehmung von Tiefe in bewegten Bildern von Bedeutung,
wobei die Bewegung des Bildes umgewandelt wird in einen zusätzlichen
Unterschied zwischen dem, was sozusagen das linke Auge und dem,
was das rechte Auge wahrnimmt, sodaß die Wahrnehmung von Tiefe
aufrechterhalten wird.
-
Im
Zusammenhang mit der weiteren Ausführungsform hat sich außerdem gezeigt,
daß die
einsetzbare Bildmanipulationstechnik weiterhin einfach und leicht
in Software unter Verwendung gewöhnlicher
Prozessoren umgesetzt werden kann.
-
Eine
weitere, spezifische Ausführungsform der
Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe der Pyramiden in einer Richtung
zunimmt, während
sie in der entgegengesetzten Richtung abnimmt.
-
Die
Folge davon ist, daß die
Bewegung eines Bildes in eine Richtung, die beispielsweise eine
horizontale Komponente umfaßt,
zu dem gewünschten Unterschied
zwischen der vom linken Auge wahrgenommenen Lichtmenge und der vom
rechten Auge wahrgenommenen Lichtmenge führt. Dies gilt sowohl für eine Bewegung
von links nach rechts als auch für eine
Bewegung von rechts nach links. In beiden Fällen führt dies zur gewünschten
Wahrnehmung von Tiefe.
-
Noch
eine weitere Ausführungsform
des Bilddisplaysystems gemäß der Erfindung
ist dadurch gekennzeichnet, daß die
Richtung einer Reihe von pyramidenförmigen Elementen, die eine
Matrix bilden, einen Winkel von etwa 15 Grad zur Horizontalen einnimmt.
-
Mit
dieser Ausführungsform
des Bilddisplaysystems gemäß der Erfindung
wird es möglich,
einen Unterschied zwischen den vom linken bzw. vom rechten Auge
wahrgenommenen Lichtmengen auch dann herbeizuführen, wenn eine Bewegung in
dem Bild eine vertikale Komponente umfaßt. Im Ergebnis dessen kann
Tiefe auch in den Fällen
wahrgenommen werden, in denen die Richtung der Bewegung eine vertikale
Komponente umfaßt.
Außerdem
reduziert diese Ausführungsform
das Ausmaß der
Moiré-Verzerrung,
der bekannte Effekt, der auftritt, wenn blockförmige Muster beispielsweise
auf einem Fernsehbildschirm angezeigt werden, in dessen Folge sich bewegte
Linien auf dem Bildschirm bilden. Der Winkel von 15 Grad hat sich
als ein optimaler Winkel erwiesen, besonders wenn gleichseitige
Pyramiden verwendet werden und die Winkel der Basis daher 60 Grad
betragen, während
eine Reihe mit einer Basisseite beginnt, die sich vertikal erstreckt.
-
Eine
Ausführungsform
der Displayeinrichtung, die für
die Verwendung in dem Bilddisplaysystem gemäß der Erfindung geeignet ist,
ist dadurch gekennzeichnet, daß die
optischen Mittel, die eine reliefartige Struktur mit optischen pyramidenförmigen Elementen
haben, in der Form einer auf die Displayeinrichtung aufzubringenden
Folie, wenn gewünscht einer
losen Folie, sind oder daß die
pyramidenförmigen
Elemente in die Frontplatte der Displayeinrichtung eingebaut sind.
-
Eine
weitere vorteilhafte Ausführungsform des
Bilddisplaysystems ist gemäß der Erfindung
dadurch gekennzeichnet, daß das
System Mittel zum Wiedergeben eines aus Vollbildern aufge bauten
Bildes und Mittel zur Bildmanipulation umfaßt, wobei die Mittel zur Bildmanipulation
zum Ändern
der Klarheit von Pixeln in einem Vollbild von links nach rechts
und zum Ändern
der Klarheit von Pixeln in einem anderen Vollbild von rechts nach
links angeordnet sind. Für das
menschliche Auge ist die Wirkung, die durch die in der Klarheit
manipulierbaren, nacheinander wiedergegebenen Vollbilder erzielt
wird, dieselbe wie die Wirkung, die durch die Verwendung benachbarter Pyramiden
verschiedener Höhe
erzielt wird. Die Mittel zur Bildmanipulation, die durch Software
umgesetzt werden sollen, bilden sozusagen eine elektronische Alternative
zu den Hardware-Pyramiden.
-
Diese
Ausführungsform
bietet eine elektronische Alternative zu der optischen Ausführungsform des
Systems, in dem die Höhe
der benachbarten Pyramiden variiert. Dies illustriert die Austauschbarkeit der
optischen Bildverarbeitung und der elektronischen Verarbeitung von
Bildsignalen hinsichtlich des gewünschten Unterschieds in der
abgegebenen Lichtmenge zwischen dem linken und dem rechten Auge.
-
Eine
weitere alternative Ausführungsform des
Bilddisplaysystems gemäß der Erfindung
ist dadurch gekennzeichnet, daß das
System Mittel umfaßt,
die es ermöglichen,
das Ausmaß,
in dem sich die Klarheit von links nach rechts und umgekehrt ändert, zu
steuern.
-
In
dieser alternativen Ausführungsform
ist es möglich,
das Ausmaß,
in dem eine Tiefenwirkung in den wiedergegebenen Bildern wahrgenommen
werden kann, durch Steuerung des Grades/Gradienten der Änderung
der Klarheit zu beeinflussen.
-
Eine
Ausführungsform
des Bilddisplaysystems, die ebenfalls recht gut für die Wahrnehmung von
Tiefe in angezeigten Bildern geeignet ist, ist gemäß der Erfindung
dadurch gekennzeichnet, daß das System
einen mit dem Displaymittel verbundenen Chopperkreis aufweist, wobei
der Chopperkreis das abwechselnde Ausschalten der Vollbildklarheit
für Pixel
von dem einen zu dem anderen Vollbild bewirkt.
-
Eine
optimierte Ausführungsform
des Bilddisplaysystems, die für
die Wiedergabe stehender Bilder geeignet ist, ist gemäß der Erfindung
ferner dadurch gekennzeichnet, daß der Chopperkreis ein Signal
mit einer Frequenz liefert, die einen Frequenzdurchlauf zeigt.
-
Eine
Ausführungsform
der Bilddisplayeinrichtung, die für die Verwendung in dem Bilddisplaysystem
geeignet ist, ist gemäß der Erfindung
dadurch gekennzeichnet, daß die
optischen Mittel, die eine reliefartige Struktur mit optischen pyramidenförmigen Elementen
haben, aus einer auf die Displayeinrichtung aufzubringenden Folie
bestehen oder in die Frontplatte der Displayeinrichtung eingebaut
sind.
-
Vor
dem Hintergrund, daß im
Hinblick auf die obenstehende Erläuterung die Position der Pyramiden
auf den Pixeln nicht mehr entscheidend ist, kann die Folie eine
leicht entfernbare Folie sein; wenn eine solche Folie nicht verwendet
wird, wird auf der Displayeinrichtung das bekannte Bild angezeigt,
wogegen Bilder, die eine Wahrnehmung von Tiefe vermitteln, angezeigt
werden, wenn eine Folie verwendet wird, die leicht an der Bilddisplayeinrichtung
angebracht werden kann.
-
Das
Bilddisplaysystem gemäß der vorliegenden
Erfindung wird im Folgenden mit Bezug auf die beigefügte Zeichnung
detailliert erklärt.
Es zeigen:
-
1 einen
Teil der reliefartigen Struktur mit optischen pyramidenförmigen Elementen
zur Verwendung in dem Bilddisplaysystem gemäß der Erfindung;
-
2A, 2B und 2C Diagramme bzw.
eine Darstellung einer Pyramide, die zur Erläuterung des Systems in 1 dienen.
-
1 zeigt
einen Teil der reliefartigen Struktur, die beispielsweise auf einem
sekundären
Bildschirm oder an einer Displayeinrichtung, im Folgenden als Bildschirm
bezeichnet, vorhanden oder darin eingebaut sein kann. Die reliefartige
Struktur kann auch auf einer Folie vorliegen, die, wenn gewünscht, von
dem Bildschirm entfernt werden kann oder auf einer Frontplatte eines
solchen Bildschirms. Beispiele einer Displayeinrichtung sind: ein
Bildschirm oder Monitor, beispielsweise für ein Fernsehgerät, ob mit einer
Katodenstrahlröhre
ausgestattet oder nicht, ein LCD-Bildschirm oder ähnliches.
Die reliefartige Struktur setzt sich aus vor dem Betrachter angeordneten
optischen Mitteln in Form von optischen, pyramidenförmigen Elementen 1 zusammen,
die beispielsweise mit Hilfe einer Feinlasertechnik in der Folie
gebildet werden. Die Pyramiden haben eine Spitze T, die von dem
auf den Bildschirm blickenden Betrachter weg gerichtet ist. Wird
der Bildschirm von einem vorbeiziehenden Leuchtpunkt erhellt, werden die
Pyramiden 1, die in einer Matrixformation der 1 angeordnet
sind, nacheinander auf der Seite ihrer Spitzen angestrahlt, wobei
das Licht an den Oberflächen
der Pyramide 1 gebrochen wird. In ihrer einfachsten Form
umfassen die Pyramiden 1 der dargestellten pyramidenförmigen Elemente
vier Ebenen, einschließlich
einer Basis, die zum Betrachter zeigt. Der Leuchtpunkt bildet ein
Pixel auf einer Bildlinie in einer Weise, die an sich bekannt ist,
und mehrere solcher Linien bilden ein Bild. In den Fällen, in
denen ein Bild aus zwei „verschachtelten" Vollbildern oder
Feldern besteht, werden die Vollbilder als Halbbilder auf dem Bildschirm
angezeigt. Ein Pixel besteht in dem Fall aus zwei Pixeln, eines
aus einem sogenannten ungeraden Vollbild und eines aus einem geraden Vollbild.
Die genaue Ausrichtung der verschiedenen Pixel auf das Relief mit
Pyramiden 1 solcherart, daß das linke und das rechte
Auge verschiedene Lichtmengen von den Pixeln empfangen, so daß der Betrachter
in dem Bild auf dem Bildschirm Tiefe wahrnehmen kann, ist problematisch.
Die Art und Weise, wie auf diese Weise Tiefe suggeriert werden kann,
ist schematisch in 1 gezeigt, wobei die schraffierten Teile
in den oberen beiden Pyramiden 1 die Lichtmenge zeigen,
die das linke Auge bei der Position der Pyramiden auf der linken
Seite von der reliefartigen Struktur empfängt, während die schraffierten Teile
in den unteren beiden Pyramiden 1 die Lichtmenge anzeigen,
die das rechte Auge von der reliefartigen Struktur von derselben
linken Seite empfängt.
Die Unterschiede in Licht und Klarheit, mit denen die beiden Augen
zurechtkommen müssen,
und die damit verbundenen Unterschiede zwischen der Zeit des Eintreffens
der Klarheitsinformation bei dem Gehirn und der Zeit ihrer Interpretation
vermitteln die Wahrnehmung von Tiefe in dem betrachteten Bild.
-
Unkorrekte
Ausrichtung des Reliefs auf die Pixel führt jedoch zu einer schlechten
Wahrnehmung von Tiefe und zu der bekannten Moiré-Verzerrung in dem betrachteten
Bild. Die beiden Probleme können zugleich
gelöst
werden, indem für
jedes der Pixel, aus denen die Bilder bestehen, mehrere pyramidenförmige Elemente 1 in
die reliefartige Struktur eingebaut werden. In diesem Zusammenhang
kann in Betracht kommen, eine Anzahl von Pyramiden zu verwenden,
die beispielsweise zwischen 3 × 3
Pyramiden und (vorzugsweise) 9 × 9
oder mehr Pyramiden pro Pixel liegt. Geeignete Techniken zur Realisierung der
Pyramiden umfassen: eine Lasertechnik, Röntgenlithographie, eine I-Balkentechnik
oder das mechanische superhochpräzise
Diamantschneiden, das gegenwärtig
in der Lage ist, bis zu 2 μm
zu realisieren.
-
Wie 1 ferner
zeigt, nimmt jede Basis der pyramidenförmigen Elemente derselben – ersten – Reihe,
die sich zur rechten unteren Ecke oder zur rechten oberen Ecke erstreckt,
eine Position ein, in der die rechte Spitze der Basis in allen Fällen nach rechts
zeigt. Ebenso nimmt jede Basis einer benachbarten – zweiten – Reihe,
die sich zur rechten unteren Ecke oder zur rechten oberen Ecke erstreckt,
eine zur ersten Position komplementäre Position ein, in der die
linke Spitze der Basis nach links zeigt. Auf diese Weise wird sozusagen
eine Wabenstruktur der Basen gebildet, die zu den Unterschieden
in der Klarheit führt,
auf denen die Wahrnehmung von Tiefe beruht.
-
Wenn
auch im Fall von beweglichen Bildern auf dem Bildschirm eine Wahrnehmung
von Tiefe aufrechterhalten werden soll, muß die Bewegung sozusagen in
Unterschiede in der Klarheit zwischen dem linken und dem rechten
Auge umgewandelt werden, um auf diese Weise die Wahrnehmung von
Tiefe herzustellen. Diese Idee ist in einer möglichen Ausführungsform
umgesetzt, in der die aufeinanderfolgenden Pyramiden 1 verschiedene
Abstände/Höhen aufweisen,
gemessen von der Spitze T bis zur Basis G der Pyramiden. Insbesondere
nimmt die Höhe
der Pyramiden 1 in 1 beispielsweise
von links nach rechts zu, während
die Höhe
der benachbarten Reihe von Pyramiden 1 von rechts nach
links abnimmt. Der graduelle Unterschied in der Höhe steigt
beispielsweise bei einer Pyramidenreihe von 0 auf 10 μm und sinkt
von 10 auf μm
bei der benachbarten Reihe. Wenn sich beispielsweise ein Bereich
einer vertikalen Linie des Bildes in horizontaler Richtung verschiebt,
vermitteln die Unterschiede in der Klarheit, die aus den Unterschieden
in der Höhe
der Pyramiden resultieren, eine Wahrnehmung von Tiefe.
-
Um
die Unterschiede in der Klarheit und die Wahrnehmung von Tiefe auch
in dem Fall zu erreichen, daß die
Richtung der Bewegung eine vertikale Komponente umfaßt, wird
die in 1 dargestellte reliefartige Struktur gedreht.
In der Praxis steht der optimale Winkel der Drehung im Zusammenhang
mit der Größe der Winkel,
die die Basis G der Pyramiden 1 bilden. Bei der gleichseitigen
Basis mit Winkeln von 60 Grad muß sich die Reihe der pyramidenförmigen Elemente,
die eine Matrix bilden, in einem Winkel von etwa 15 Grad zur Horizontalen
erstrecken, sodaß auch
vertikale Bewegungen die Wahrnehmung von Tiefe vermitteln und der
Moiré-Effekt weiter unterdrückt wird.
So kann auch die Bewegung eines Objekts im Bild von hinten nach
vorn oder umgekehrt immer noch als eine realistische Bewegung zum
Betrachter hin oder von ihm weg wahrgenommen werden.
-
Bilddisplaysysteme,
die an sich bekannt sind, wie z.B. Fernsehsysteme, sind zur Wiedergabe von
Bildern ausgelegt, die wie oben erwähnt aus geraden und ungeraden
Vollbildern zusammengesetzt sind. Außerdem kann das System mit
Bildmanipulationsmitteln ausgestattet sein, die zum Ändern der Klarheit
der Pixel in einem Vollbild von links nach rechts angeordnet sind
und die auch zum Ändern
der Klarheit der Pixel von links nach rechts in dem anderen Vollbild
angeordnet sind. Es versteht sich, daß es möglich ist, den Grad der wiederzugebenden
Tiefe durch das Beeinflussen der Gradienten der Klarheitslinien
in 2A und 2B anzupassen,
was durch Pfeile dargestellt ist. In der Praxis umfaßt das Bilddisplaysystem ähnliche
Mittel zur Steuerung des Grades, in dem sich die Klarheit von links
nach rechts und umgekehrt ändert.
Die Umkehrung der Gradienten der Klarheitslinien ermöglicht es
sogar, das Bild leicht vor dem Bildschirm wiederzugeben, wobei es den
Anschein hat, als ob die dargestellten Objekte teilweise aus dem
Bildschirm hervorträten.
-
Bisher
war es Bewegung in dem Bild, die zu einer Wahrnehmung von Tiefe
führte.
Um die Wahrnehmung von Tiefe bei beweglichen Bildern weiter zu verbessern,
kann die Wahrnehmung auch durch elektronische Mittel suggeriert
werden. Dies geschieht durch den Einbau eines Chopperkreises in das
Bilddisplaysystem, der mit den Displaymitteln verbunden ist, wobei
der Chopperkreis dafür
sorgt, daß die
Vollbildklarheit für
Pixel eines Vollbildes und des anderen Vollbildes abwechselnd ausgeschaltet wird.
Dies ist in 2A, 2B und 2C deutlicher
dargestellt. In diesem Fall gilt bei dem ungeraden Vollbild, daß Pixel,
die links auf einer ungeraden Linie liegen, dunkler wiedergegeben
werden als Pixel, die rechts auf der ungeraden Linie liegen (siehe 2A).
Umgekehrt gilt, daß Pixel,
die rechts auf den geraden Linien liegen, dunkler wiedergegeben werden
als Pixel, die links auf den geraden Linien liegen (siehe 2B).
Dieser Aspekt ermöglicht,
elektronisch und nicht optisch zur Wahrnehmung von Tiefe beizutragen,
und es wird in diesem Fall auch ein Zeitunterschied zwischen der
Aufnahme von Licht des linken und des rechten Auges erzeugt. 2C zeigt
schematisch, wie eine Matrix aus Pyramiden 1 anfangs Licht
nur von dem Pixel des geraden Vollbildes empfängt, das nach seiner Brechung
zu einem der Augen geleitet wird. Kurz darauf nimmt das andere Auge
den Pixel aus dem ungeraden Vollbild auf. Die entsprechenden Pixel
haben jedoch für
das linke und das rechte Auge eine unterschiedliche Lichtintensität, was die
Suggerierung von Wahrnehmung von Tiefe in den wiedergegebenen Bildern
verstärkt.
-
Im
Falle von Computermonitoren beispielsweise kann die Chopperfrequenz
10 MHz betragen, je nach der Anzahl der Pixel des Bildes. Insbesondere
im Falle stehender Bilder kann die Wahrnehmung von Tiefe verstärkt werden,
indem man das Ausgabesignal des Choppers einen Frequenzdurchlauf
zeigen läßt, der
in diesem Fall etwa 1 MHz betragen kann. Das Choppersignal mit einer
veränderlichen Frequenz
erzeugt in diesem Fall eine zusätzliche Änderung
der Klarheit, was wiederum zu einer zusätzlichen Tiefenwirkung führt, insbesondere
bei stehenden Bildern.
-
Das
Vorhergegangene gilt sowohl für „verschachtelte" Bildanzeige, bei
dem gerade und ungerade Vollbilder nacheinander wiedergegeben werden als
auch für „nicht
verschachtelte" Bildanzeige.
Im letzteren Fall ist die Abfolge von Vollbildern eine Abfolge voller
Vollbilder und nicht eine Abfolge gerader und ungerader Vollbilder,
wie es in der vorangegangenen Erläuterung der Fall war. Das Bilddisplaysystem
kann auch für
Monitore und Spielcomputer verwendet werden.