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Hintergrund der Erfindung
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1. Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer
Verbundfolie durch Laminieren eines Faservlies und einer Polyolefinfolie,
die eine tuchartige Textur besitzt. Insbesondere betrifft die vorliegende
Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer Verbundfolie, welche
Luftdurchlässigkeit
und Flüssigkeitsundurchlässigkeit
zusätzlich
zu der tuchartigen Textur besitzt, oder eine tuchartige Folie mit
gutem Streckvermögen.
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2. Beschreibung des Hintergrunds
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Zweischichtige
Folien wurden durch Laminieren von thermoplastischer Polymerfolie
auf Faservlies hergestellt. Solche zweischichtigen Folien kamen
in einer großen
Vielzahl an industriellen Bereichen als Verpackungsmaterialien,
Produkte zur Körperpflege,
wie Windeln, Damenbinden und Konstruktions- und Baumaterialien wie
wasserdichte Folien zum Einsatz. Die physikalischen Eigenschaften
dieser Folien zogen die Aufmerksamkeit von daran Interessierten
auf sich.
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Die
EP-A-1 022125 beschreibt ein wasserdampfdurchlässiges Faservlies-Verbundmaterial,
welches eine Faservliesschicht (A) aus einem Olefinpolymer und eine
Elastomerschicht (B) mit Wasserdampfdurchlässigkeit umfasst, die durch
eine Schicht von Ethylenpolymer (C), welches eine polare Gruppe
enthält,
laminiert werden.
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Die
US-A-5 035 941, EP-A-0 982 431 und JP-A-01 299 017 erläutern alle
durch Coextrusionskaschierung hergestellte Verbundmaterialien.
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Die
WO-A-9 619 346 betrifft eine Mehrschichtfolie, die mit einer Trägerschicht,
wie einem Faservliesgewebe, verbunden werden kann.
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Die
WO-A-9 929 499, WO-A-9 420 298 und JP-A-60 143 933 sind ebenfalls
als der allgemeine Stand der Technik für die vorliegende Erfindung
von Bedeutung.
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Der
Grund für
die Verwendung der zweischichtigen Folie ist, sich die dem Faservlies
bzw. der Polymerfolie eigenen Eigenschaften zunutze zu machen. Die
Extrusionskaschierung wird in hohem Maße zur Herstellung der zweischichtigen
Folie angewandt aufgrund ihrer Herstellungsstabilität und guten
Wirtschaftlichkeit. Allerdings ist das Laminieren von thermoplastischem
Harz auf die Oberfläche
von Faservlies, welches zahllose Öffnungen besitzt, dazu geeignet,
das geschmolzene Harz tief in Zwischenräume zwischen den Fasern eindringen
zu lassen. Als Folge davon geht die dem Faservlies eigene tuchartige
Textur verloren, und das Strecken von Polymerfolie wird beeinträchtigt,
und es bilden sich leicht feine Löcher in der polymeren Folienschicht. Aus
besagtem Grund werden die Eigenschaften der betreffenden Schichten
nicht wirksam genutzt. Es besteht ein anerkannter Bedarf zur weiteren
Verbesserung der physikalischen Eigenschaften einer solchen Folie
durch Verbessern des Herstellungsverfahrens.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Folglich
ist es ein Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung
einer Verbundfolie bereitzustellen, welche wasserdampfdurchlässig, flüssigkeitsundurchlässig ist
und eine dem Faservlies eigene tuchartige Textur beibehält.
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Es
ist ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren
zur Herstellung einer Verbundfolie mit einer dem Faservlies eigenen
tuchartigen Textur bereitzustellen, welches weiterhin das der Polymerfolie eigene
Streckvermögen
besitzt.
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Andere
und weitere Ziele, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung
werden noch deutlicher anhand der folgenden Beschreibung ersichtlich.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer
Verbundfolie, welches einen ersten Schritt der Bildung eines zweischichtigen
Verbundmaterials durch Extrudieren von geschmolzenem Polyolefin
durch eine Breitschlitzdüse
bei einer Temperatur unterhalb der Düse von 200 bis 280°C auf eine
Oberfläche
eines Faservlieses und Führen
der zwei Schichten durch einen Spalt in einem Walzenpaar, bestehend aus
einer Abquetschwalze und einer Auflaufwalze unter einer solchen
Bedingung, dass der Abquetschwalzendruck auf 5 bis 20 kg/cm gesteuert
wird, um die Faservliesschicht und die Polyolefinschicht mit einer
flächenbezogenen
Masse von 5 bis 50 g/m2 zu einem zweischichtigen
Verbundmaterial zusammenzufügen,
und einen zweiten Schritt der Bildung eines dreischichtigen Verbundmaterials
durch Extrudieren des gleichen oder eines anderen Polyolefins auf
die Polyolefinschicht, sodass die Polyolefinschichten eine flächenbezogene
Gesamtmasse von 10 bis 60 g/m2 aufweisen,
umfasst.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der Verbundfolie wird das Laminat in mindestens eine Richtung gestreckt
und weist einen hydrostatischen Druck von 1000 mm H2O
oder mehr und eine Wasserdampfübertragungsrate
(WVTR) von 1000 bis 6000 g/m2/24 h auf.
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Es
lässt sich
eine weitere bevorzugte Ausführungsform
der besagten Verbundfolie anführen,
wobei das Verbundmaterial eine Reißdehnung von 200 bis 1000%
in Querrichtung und eine Zugfestigkeit von 5 bis 30 N/cm in Querrichtung
aufweist.
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Es
ist bevorzugt, dass die Faservliesschicht ein Spinnvlies oder ein
laminiertes Faservlies ist, zusammengesetzt aus einem Spinnvlies
und einem schmelzgeblasenen Faservlies, ein Flächengewicht (im Folgenden als "flächenbezogene
Masse" bezeichnet)
von 10 bis 60 g/m2 besitzt und jeweils aus
Polyolefin hergestellt ist.
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Die
Polyolefinschichten besitzen eine flächenbezogene Gesamtmasse von
10 bis 60 g/m2, während die flächenbezogene
Masse der in dem ersten Schritt gebildeten Polyolefinschicht, die
in den Polymerfolienschichten eingeschlossen ist, 5 bis 50 g/m2 beträgt.
Was die Polyolefinschichten angeht, kann mindestens eine ihrer Schichten
anorganischen Füllstoff
enthalten. In einem solchen Fall ist es bevorzugt, dass der Gehalt
an anorganischem Füllstoff
im Bereich von 20 bis 70 Gew.-% liegt. Es ist bevorzugt, dass das
geschmolzene Polyolefin des ersten Schritts ein Ethylen-α-Olefin-Copolymer
umfasst. Es ist bevorzugt, dass die im ersten Schritt gebildete
Polyolefinschicht aus ei nem Polyolefin mit einer Dichte von 0,870
bis 0,935 g/cm3, einer Schmelzflussrate
(MFR) von 1 bis 90 g/10 min und einer Schmelzspannung (MT) von 0,5
bis 10 g hergestellt wird.
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Es
ist bevorzugt, dass ein solches Laminat um das 1,1- bis 5-Fache
in mindestens einer Richtung gestreckt wird.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer
Verbundfolie, welches einen ersten Schritt, in welchem ein zweischichtiges
Verbundmaterial gebildet wird durch Extrudieren von geschmolzenem
Polyolefin durch eine Breitschlitzdüse bei einer Temperatur unterhalb
der Düse
von 200 bis 280°C
auf eine Oberfläche
eines Faservlies und Zusammenfügen
darauf der Faservliesschicht und der Polyolefinschicht mit einer
flächenbezogenen
Masse von 5 bis 50 g/m2 zu einem zweischichtigen
Verbundmaterial durch Führen
der zwei Schichten durch einen Spalt in einem Walzenpaar, bestehend
aus einer Abquetschwalze und einer Auflaufwalze unter einer solchen
Bedingung, dass der Abquetschwalzendruck auf 5 bis 20 kg/cm gesteuert
wird, und einen zweiten Schritt zum Bilden eines dreischichtigen
Verbundmaterials durch Extrudieren des gleichen oder eines anderen
Typs von Polyolefin auf die Polyolefinschicht, sodass die Polyolefinschichten
eine flächenbezogene
Gesamtmasse von 10 bis 60 g/m2 besitzen,
umfasst.
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Es
ist bevorzugt, dass das Faservlies mit einer Spannung von 0,1 bis
5 kg/m in Maschinenrichtung zugeführt wird. Die Polyolefinschichten
können
anorganischen Füllstoff
in mindestens einer ihrer Schichten enthalten, und es ist bevorzugt,
dass der Gehalt an anorganischem Füllstoff im Bereich von 20 bis
70 Gew.-% liegt. Obendrein zu dem vorgenannten Herstellungsverfahren
kann weiter ein Streckungsschritt des erhaltenen Verbundmaterials
in mindestens einer Richtung umfasst sein, in welchem Fall der Streckungsschritt
vorzugsweise durch Zuführen
des Verbundmaterials zu einer Getriebestreckvorrichtung durchgeführt wird.
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Als
Nächstes
werden bevorzugte Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung in zwei Teilen wie folgt erläutert.
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Die
erste Ausführungsform
betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Verbundfolie, welches
ein durch Zusammenfügen
von mindestens zwei Schichten Polyolefin gebildetes Verbundmaterial
zu einem Faservlies umfasst, wobei die Polyolefinschichten anorganischen
Füllstoff
enthalten und ein Teil der Polyolefinschicht, die mit der Faservliesschicht
in Berührung
steht, in Zwischenräume
zwischen den Fasern des Faservlieses eindringt.
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Es
ist bevorzugt, dass das vorgenannte Verbundmaterial in mindestens
einer Richtung gestreckt wird und einen hydrostatischen Druck von
1000 mm H2O und eine Wasserdampfübertragungsrate
(WVTR) von 1000 bis 6000 g/m2/24 h besitzt.
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Der
bevorzugte Aufbau der Gesamtdicke der Verbundfolie beträgt 10 bis
60 g/m2 für die Faservliesschicht und
10 bis 60 g/m2 für die Polyolefinschichten,
während
die Dicke der Polyolefinschicht, die mit der Faservliesschicht in
Kontakt steht, die in den Polyolefinschichten eingeschlossen ist,
5 bis 50 g/m2 beträgt.
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Bevorzugte
Typen von Faservlies sind Spinnvlies und laminiertes Faservlies,
die durch Laminieren eines schmelzgeblasenen Faservlies über ein
Spinnvlies erhalten werden. Es ist bevorzugt, dass das Faservlies aus
Polyolefin hergestellt wird. Insbesondere ist für die Polyolefinschicht, die
mit der Faservliesschicht in Kontakt steht, ein Polyolefin mit einer
Dichte von 0,870 bis 0,935 (g/cm3), einer
Schmelzflussrate (MFR) von 1 bis 90 (g/10 min) und einer Schmelzspannung
(MT) von 0,5 bis 10 (g) geeignet. Ein Beispiel für ein solches Polyolefin ist
ein Ethylen-α-Olefin-Copolymer
umfassendes Polyolefin. Es ist bevorzugt, dass die Polyolefinschicht anorganischen
Füllstoff
von 20 bis 70 Gew.-%
enthält.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung
einer Verbundfolie, welches einen ersten Schritt, in welchem ein
zweischichtiges Verbundmaterial durch Extrudieren von geschmolzenem Polyolefin,
welches einen anorganischen Füllstoff
einschließt,
durch eine Breitschlitzdüse
bei einer Temperatur unterhalb der Düse von 200 bis 280°C auf eine
Oberfläche
eines Faservlies und Zusammenfügen
darauf der Faservliesschicht und der Polyolefinschicht mit einer
flächenbezogenen
Masse von 5 bis 50 g/m2 zu einem zweischichtigen
Verbundmaterial durch Führen
der zwei Schichten durch einen Spalt in einem Walzenpaar, bestehend
aus einer Abquetschwalze und einer Auflaufwalze unter einer solchen
Bedingung gebildet wird, dass der Abquetschwalzendruck auf 5 bis
20 kg/cm gesteuert wird, und einen zweiten Schritt der Bildung eines
dreischichtigen Verbundmaterials durch Extrudieren eines einen anorganischen
Füllstoff
enthaltenden Polyolefins auf die Polyolefinschicht, sodass die Polyolefinschichten
eine flächenbezogene
Gesamtmasse von 10 bis 60 g/m2 aufweisen,
umfasst. Was den vorgenannten ersten Schritt angeht, ist es bevorzugt,
dass das Faservlies mit einer Spannung von 0,1 bis 5 (kg/m) in Maschinenrichtung
zugeführt
wird.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung ist es bevorzugt, dass eine Getriebestreckvorrichtung
für den Streckschritt
gemäß dem Verfahren
zur Herstellung von Verbundfolie zum Einsatz kommt, zu welchem ein
dritter Schritt, welcher weiter das Strecken des Verbundmaterials
in mindestens einer Richtung umfasst, hinzukommt.
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Die
zweite Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
einer Verbundfolie, welches ein durch Anfügen von mindestens zwei Schichten
von Polyolefin an ein Faservlies gebildetes Verbundmaterial umfasst,
wobei ein Teil seiner Polyolefinschicht, welche mit der Faservliesschicht
in Kontakt steht, in Zwischenräume
zwischen den Fasern des Faservlies eindringt, und welches eine Reißdehnung
von 200 bis 1000% in Querrichtung des Verbundmaterials und eine
Zugfestigkeit von 5 bis 30 N/cm in Querrichtung aufweist.
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Der
bevorzugte Aufbau der Gesamtdicke der Verbundfolie ist 10 bis 60
g/m2 für
die Faservliesschicht und 30 bis 60 g/m2 für die Polyolefinschichten,
während
die Dicke der Polyolefinschicht, die mit der in den Polyolefinschichten
eingeschlossenen Faservliesschicht in Kontakt steht, 5 bis 40 g/m2 beträgt.
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Bevorzugte
Typen von Faservlies sind Spinnvlies oder laminiertes Faservlies,
das durch Laminieren eines schmelzgeblasenen Faservlies über ein
Spinnvlies erhalten wird. Es ist bevorzugt, dass das Faservlies aus
Polyolefin hergestellt wird. Besonders bevorzugt für die Polyolefinschicht,
die mit der Faservliesschicht in Kontakt steht, ist ein Harz mit
einer Dichte von 0,870 bis 0,935 g/cm3,
einer Schmelzflussrate (MFR) von 1 bis 90 g/10 min und einer Schmelzspannung
(MT) von 0,1 bis 10 g. Ein Beispiel ist Polyolefin, wel ches ein
Ethylen-α-Olefin-Copolymer
umfasst. Es ist bevorzugt, dass mindestens eine unter allen Schichten
der Polyolefinschichten, ausgenommen die erste Schicht, aus einem
Polyolefin, das anorganischen Füllstoff
von 20 bis 70 Gew.-% enthält,
hergestellt ist.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung
einer Verbundfolie, deren Reißdehnung
200 bis 1000% in ihrer Querrichtung beträgt und deren Zugfestigkeit
5 bis 30 N/cm in ihrer Querrichtung beträgt, welches einen ersten Schritt,
in welchem ein zweischichtiges Verbundmaterial durch Extrudieren von
geschmolzenem Polyolefin durch eine Breitschlitzdüse bei einer
Temperatur unterhalb der Düse
von 200 bis 280°C
auf ein Faservlies und Zusammenfügen
darauf der Faservliesschicht und der Polyolefinschicht mit einer
flächenbezogenen
Masse von 5 bis 50 g/m2 zu einem zweischichtigen
Verbundmaterial durch Führen
der vorgenannten zwei Schichten durch einen Spalt in einem Walzenpaar,
bestehend aus einer Abquetschwalze und einer Auflaufwalze unter
einer solchen Bedingung gebildet wird, dass der |Abquetschdruck|
auf 5 bis 20 kg/cm gesteuert wird, und einen zweiten Schritt zum
Bilden eines dreischichtigen Verbundmaterials durch Extrudieren
einer weiteren Polyolefinschicht auf die vorgenannte Polyolefinschicht,
sodass die Polyolefinschichten eine flächenbezogene Gesamtmasse von
10 bis 60 g/m2 besitzen, umfasst.
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Was
den vorgenannten ersten Schritt angeht, ist es bevorzugt, dass das
Faservlies mit einer Spannung von 0,1 bis 5 (kg/m) in Maschinenrichtung
zugeführt
wird. Was den vorgenannten zweiten Schritt angeht, ist es bevorzugt,
dass die Extrusionskaschierung unter Verwendung des gleichen Typs
von Polyolefin, wie im ersten Schritt verwendet, durchgeführt wird.
Es ist außerdem
bevorzugt, dass mindestens eine Schicht unter den vorgenannten Polyolefinschichten
anorganischen Füllstoff
mit 20 bis 70 Gew.-% enthält.
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Ausführliche
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
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Die
vorliegende Erfindung wird ausführlich
in der Abfolge einer Struktur von Verbundmaterial und von Herstellungsschritten
wie folgt erläutert.
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Verbundfolie
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Die
durch das Verfahren der vorliegenden Erfindung hergestellte Verbundfolie
besitzt die Struktur eines Verbundmaterials, in welchem Faservlies
an ein Polyolefin, aufgebaut aus mindestens zwei Schichten, angefügt wird
und ein Teil der Polyolefinschicht, welche mit der Faservliesschicht
in Kontakt ist, in Zwischenräume
zwischen den Fasern des Faservlies eindringt, um die zwei Schichten
zu einem einheitlichen Körper
zu vereinen.
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Die
Dicke der jeweiligen Schichten, ausgedrückt als Flächengewicht, d. h. flächenbezogene
Masse, ist vorzugsweise 10 bis 60 g/m2,
und stärker
bevorzugt 15 bis 40 g/m2 für die Faservliesschicht
und 10 bis 60 g/m2 und weiter bevorzugt
15 bis 55 g/m2 für die Polyolefinschichten als
Ganzes. Insoweit als die Dicken der jeweiligen Schichten innerhalb
der vorgenannten Bereiche liegen, verleiht jede erhaltene Folie
eine ausreichende mechanische Festigkeit, die von einer Folie verlangt
wird, um für
normale Anwendungen zu dienen, zeigt eine tuchartige Textur in der
Form einer dünnen
und weichen Folie, verleiht einen guten hydrostatischen Druck und
Luftdurchlässigkeit
und verleiht einen angenehmen Sitz für einen anderen Zweck.
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Inzwischen
sind die Polyolefinschichten aus mindestens zwei Schichten aufgebaut,
von denen die mit der Faservliesschicht in Kontakt stehende Schicht
eine flächenbezogene
Masse von 5 bis 50 g/m2, und vorzugsweise
5 bis 35 g/m2, (und weiter vorzugsweise
von 10 bis 25 g/m2 und stärker bevorzugt
von 5 bis 25 g/m2 besitzt. Insoweit die
Gesamtdicke der Polyolefinschichten und der Aufbau aller Schichten
innerhalb der vorgenannten Bereiche liegen, verleiht die resultierende
Folie eine verbesserte Flexibilität und Streckvermögen als eine
Verbundfolie und eine verbesserte tuchartige Textur, die dem Faservlies
an sich eigen ist, wie ein weicher, flauschiger Griff.
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Es
ist eine wesentliche Überlegung
für die
Verbundfolie der vorliegenden Erfindung, dass die erforderliche
Dicke der Polyolefinschichten durch getrenntes Bilden von zwei oder
mehr Schichten erreicht wird. In diesem Zusammenhang ist es bevorzugt,
dass die erste Polyolefinschicht, die mit der Faservliesschicht
in Kontakt steht, so dünn
wie möglich
gemacht wird in dem Maße,
dass deren Dicke entweder gleich oder dünner als diejenige der zweiten
und jeglicher sich anschließender
Polyolefinschichten) ist. Solange die erforderliche Dicke der Polyolefinschicht
durch eine einzelne Schicht allein erfüllt ist, ist die erhaltene
Verbundfolie steif und kann kaum Flexibilität und eine tuchartige Textur
aufweisen.
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Als
Faservlies verwendbar ist jedwedes aus Kurzfaser, Langfaser oder
Endlosfaser hergestellte Faservlies. Verwendbare Typen von Rohmaterial
sind Polyolefin, wie Polyethylen und Polypropylen, Polyester, wie
Poly(ethylenterephthalat), Polyamid, wie Nylon-6 und Nylon-6,6,
und die Wahl der Materialien unterliegt keiner speziellen Beschränkung. Konjugierte
Fasern (Bikomponentenfasern) vom Umhüllungs- und Kerntyp oder vom
Seite-an-Seite-Typ, die aus Polyethylen oder Polypropylen hergestellt
sind, sind ebenfalls verwendbar. Eine Faser-an-Faser-Verbindung
kann entweder durch Verbinden unter Erwärmung oder durch Klebstoff erreicht
werden.
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Verwendbar
für den
vorgenannten Zweck sind Faservliese, die nach einem Trockenverfahren,
einem Nassverfahren, einem Spinnvliesverfahren oder einem Schmelzblasverfahren
hergestellt werden. Vor allem sind aus Polypropylen hergestellte
Faservliese gemäß dem Spinnvliesverfahren
oder laminierte Faservliese, die durch Laminieren des schmelzgeblasenen
Faservlies auf das Spinnvlies erhalten werden, für die Herstellung der für Verpackungsmaterialien
und Körperpflegeanwendungen
verwendeten Verbundfolie aufgrund ihrer Eigenschaften, d. h. hohen
Zugfestigkeit und einer hohen Wasserdampfübertragungsrate und ferner
ihrer hydrophoben Charakteristik geeignet.
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Die
Polyolefinschichten werden aus dem thermoplastischen synthetischen
Harz Polyolefin hergestellt. Das Polyolefin kann ein Olefinhomopolymer
oder ein Copolymer, hergestellt aus Olefin und einem Comonomer,
sein. Darüber
hinaus kann es eine Mischung der zwei besagten Materialien sein.
Die Auswahl der Materialien unterliegt keiner speziellen Beschränkung. Als
Beispiele für
verwendbare Polyolefine lassen sich Polyethylen, Polypropylen, Ethylen-Vinylacetat-Copolymer
und Ethylen-Methacrylsäure-Copolymer anführen. Unter
den angeführten
Materialien ist ein Polyolefin, das für gute Haftung mit Faservlies
anpassungsfähig
ist, bevorzugt.
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Es
ist bevorzugt, dass die Polyolefinschicht, die mit der Faservliesschicht
in Kontakt steht, aus einem Polyolefinharz hergerstellt wird, welches
die nachstehenden Bereiche für
die Dichte, Schmelzflussrate (MFR) bzw. Schmelzspannung (MT) fällt. Der
Dichtebereich ist vorzugsweise 0,870 bis 0,935 (g/cm3),
oder stärker bevorzugt
0,870 bis 0,920 (g/cm3), oder weiter bevorzugt
0,870 bis 0,910 (g/cm3). Der Bereich der
MFR, wie bei einer Temperatur von 190°C und unter einer Belastung
von 2,16 kg gemäß ASTM D-1238 gemessen, ist vorzugsweise
1 bis 90 (g/10 min), oder stärker
bevorzugt 3 bis 35 (g/10 min). Der MT-Bereich ist vorzugsweise 0,1
bis 10 (g), stärker
bevorzugt 0,5 bis 10 (g), oder weiter bevorzugt 0,5 bis 8 (g). Polyolefinharz,
das in die besagten Bereiche der physikalischen Eigenschaften fällt, zeigt
eine gute Extrusionskaschierungsverarbeitbarkeit durch seine ausreichende
Schmelzviskosität
und verleiht der erhaltenen Verbundfolie Flexibilität.
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Die
Schmelzspannung (MT), wie in diesem Zusammenhang erwähnt, entspricht
Werten, die unter Verwendung einer Schmelzspannungstestvorrichtung
(hergestellt von der Toyo Precision Machine Manufacturing Company)
unter Bedingungen eines Düsendurchmessers
von 2,09 mm, einer Düsenlänge von
8 mm, einer Harztemperatur von 190°C, einer Extrusionsgeschwindigkeit
von 15 m/min und einer Aufnahmegeschwindigkeit von 10 bis 20 m/min
ermittelt werden.
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Ein
Beispiel für
ein solches bevorzugtes Polyolefin ist ein Harz, welches die physikalischen
Eigenschaften erfüllt,
welches ein aus Ethylen und einem α-Olefin mit 3 bis 20 Kohlenstoffatomen
hergestelltes Copolymer ist, wobei letzteres mit 0,1 bis 10 Mol-%
enthalten ist. Als Beispiele für
solches α-Olefin
können
Propylen, 1-Buten, 4-Methyl-1-penten,
1-Hexen und 1-Octen genannt werden. Das Copolymer kann mit einem Hochdruckverfahren-Polyethylen
geringer Dichte oder Elastomeren vermischt werden. Insoweit als
Polyolefin verwendet wird, können
Verbundfolien mit einer hohen Reißdehnung und hohen Zugfestigkeit
leicht hergestellt werden.
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Es
ist eine notwendige Bedingung für
die vorliegende Erfindung, dass die Polyolefinschichten aus mindestens
zwei Schichten aufgebaut sind. Eine Art von Polyolefin für den Aufbau
der Schichten können
vom gleichen oder unterschiedlichen Typ sein. Es ist allerdings
bevorzugt, dass eine solche Kombination zur Anwendung kommt, welche
eine starke Haftung zwischen diesen bewerkstelligt. Die Polyolefinschicht,
die mit der Faservliesschicht in Kontakt steht, ist aus Polyethylen,
insbesondere dem Ethylen-α- Olefin-Copolymer
im Hinblick auf die Erreichung einer guten Haftung an der Faservliesschicht
und die Flexibilität,
die eine notwendige Bedingung für
die Verbundfolie ist, hergestellt. Es ist bevorzugt, dass die Polyolefinschicht,
welche eine zweite Schicht und die sich anschließende(n) Schicht(en) bildet
(falls es eine solche Schicht gibt), ebenfalls aus Polyethylen hergestellt
ist, da ein solches Polyethylen zu einer guten gegenseitigen Haftung
führt.
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Das
Polyolefin, das die Polyolefinschichten bildet, kann anorganischen
Füllstoff
enthalten oder nicht. Um Polyolefin mit guter Luftdurchlässigkeit
und einem hohen hydrostatischen Druck zu erhalten, ist es erwünscht, dass
alle Polyolefinschichten anorganischen Füllstoff enthalten, weil eine
hohe Luftdurchlässigkeit zusammen
mit dem Streckverfahren, welches später erwähnt wird, erzielt werden kann.
In Fällen,
wo Polyolefin mit einem guten Streckvermögen erhalten werden sollen,
ist anorganischer Füllstoff
nicht notwendigerweise enthalten.
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Als
verwendbarer anorganischer Füllstoff
kann eine solche anorganische Substanz, die herkömmlicherweise als Additiv in
der Kunststoffindustrie verwendet wird, wie Silica, Calciumcarbonat
und Magnesiumhydroxid, verwendet werden. Ein solcher anorganischer
Füllstoff
kann in dem Polyolefin mit vorzugsweise 20 bis 70 Gew.-%, und stärker bevorzugt
mit 50 bis 65 Gew.-% enthalten sein. Solange anorganischer Füllstoff
in einer in die genannten Bereiche fallenden Menge enthalten ist,
führt die
erhaltene Verbundfolie zu einem weichen Griff und das Raschelgeräusch, das
beim Hantieren mit der Verbundfolie entsteht, wird beseitigt.
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In
Fällen,
wo eine hohe Luftdurchlässigkeit
für die
Verbundfolie angestrebt wird, ist es bevorzugt, dass das Verbundmaterial
als Ganzes in mindestens einer Richtung und vorzugsweise in Querrichtung
gestreckt wird, zusätzlich
zu der Art der Schichtzusammensetzung, wie im Vorausgehenden erläutert. Das
Streckverhältnis
ist vorzugsweise das 1,1- bis 5-Fache, und stärker bevorzugt das 1,1- bis
3-Fache. Mittels einer solchen Streckbehandlung kann die Luftdurchlässigkeit
der Verbundfolie erhöht
werden und kann Flexibilität
erwerben. Das Verbundmaterial als Ganzes kann sowohl in Maschinen- als auch in Querrichtung
gestreckt werden. Es ist keine notwendige Bedingung, dass das Strecken
gleichmäßig in beiden
Richtungen durchgeführt
wird. Zum Beispiel kann es stärker
in Querrichtung und weniger stark in Maschinenrichtung gezogen werden.
Für den Zweck
der Bestimmung der Richtung, wie hierin erwähnt, wird die Richtung, in
welche das Inprozess-Verbundmaterial entlang dem Fabrikationsfluss
vorangeschoben wird, als "Maschinenrichtung" definiert und die
Richtung, die einen rechten Winkel zur Maschinenrichtung einnimmt,
ist als "Querrichtung" definiert.
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Die
Polymerphase und die Anorganische-Füllstoff-Phase werden innerhalb
der Polyolefinschicht, welche anorganischen Füllstoff enthält, durch
dieses Streckverfahren getrennt. Folglich bilden sich zahllose Mikrohohlräume. Daraus
schließt
man, dass die Verbindung dieser Hohlräume zu Luftdurchlässigkeit
der solche Hohlräume
enthaltenden Polyolefinschicht führt.
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Als
eine Ausführungsform
dieses Verfahrens zur Herstellung einer Verbundfolie kann eine Folie
mit einem hydrostatischen Druck von vorzugsweise 1000 mm H2O oder mehr und einer Wasserdampfübertragungsrate
von 1000 bis 6000 g/m2/24 h, und weiter
bevorzugt von 2500 bis 6000 g/m2/24 h angeführt werden.
Eine solche Verbundfolie besitzt Flüssigkeitsundurchlässigkeit
unter gleichzeitiger Beibehaltung von Luftdurchlässigkeit.
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Der
hydrostatische Druck, wie hierin angewandt, entspricht dem Wert,
der gemäß JIS-L1092 (Verfahren
A) ermittelt wird, und die Wasserdampfübertragungsrate (WVTR) entspricht
demjenigen von ASTM E-96. Typischerweise verschlechtert sich bei
einem Verbundmaterial, das aus Faservlies und einer Schicht aus
polymerer Folie aufgebaut ist, dessen hydrostatischer Druck bei
Bildung von kleinen Löchern.
Trotzdem können bei
der vorliegenden Erfindung die Flüssigkeitsundurchlässigkeit
und die Luftdurchlässigkeit,
die sich gegenseitig widersprechende Eigenschaften der Verbundfolie
sind, als eine Folge der Verwendung der Zweischichtstruktur für das Polyolefin
verbessert werden.
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Die
genannte Verbundfolie eignet sich für Anwendungen als Verpackungsmaterialien
und Körperpflegeprodukte,
weil sie sowohl Flüssigkeitsundurchlässigkeit
als auch Luftdurchlässigkeit
besitzt und, da sie, weil sie eine relativ dünne Folie ist, auch eine tuchartige
Textur und Flexibilität
besitzt, wie klar an der genannten Dicke des Verbundmateri als zu
sehen ist. Insbesondere ist die durch das Verfahren der vorliegenden
Erfindung hergestellte Verbundfolie typischerweise für den äußeren Überzug einer
Windel geeignet, die einen hohen hydrostatischen Druck und eine
hohe Wasserdampfübertragungsrate
erfordert.
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Als
eine weitere Ausführungsform
des Verfahrens zur Herstellung der Verbundfolie kann eine Folie
mit einer Reißdehnung
von vorzugsweise 200 bis 1000% in Querrichtung, wie durch einen
Zugversuch bestimmt, und stärker
bevorzugt von 300 bis 900%, und einer Zugfestigkeit von 5 bis 30
N/cm, und stärker
bevorzugt 8 bis 25 N/cm in Querrichtung genannt werden.
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Der
vorgenannte Zugversuch wurde mit 25 mm breiten Testexemplaren mit
Hilfe eines Zugtesters, Modell 1201, hergestellt von der INTESCO
Company, unter den Bedingungen einer Messlänge von 100 mm und einer Kreuzkopfgeschwindigkeit
von 100 mm/min durchgeführt.
Für den
Zweck der Bestimmung der Richtung wird die Fließrichtung bei der Herstellung
der Verbundfolie als "Maschinenrichtung" definiert und die
Richtung, die einen rechten Winkel zur Maschinenrichtung einnimmt,
ist als "Querrichtung" definiert.
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Insoweit
als die Reißdehnung
und die Zugfestigkeit innerhalb der genannten Bereiche verbleiben, bleibt
die tuchartige Textur, die dem Faservlies eigen ist, welches durch
solche Begriffe wie weicher Griff, Flauschigkeit, ausgedrückt wird,
in der Verbundfolie intakt, und das dem Polyolefin eigene Streckvermögen verbleibt
ebenfalls bei der Verbundfolie erhalten. In Fällen, wo eine Polyolefinschicht
mit nur einer Schicht gebildet wird, um die gleiche Dicke wie diejenige
der Polyolefinschichten der vorliegenden Erfindung zu erreichen,
welche mit mindestens zwei Schichten gebildet werden, fällt die
Reißdehnung
einer solchen Verbundfolie nicht in den besagten Bereich, und folglich
kann keine tuchartige Textur erhalten werden.
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Weil
eine solche Verbundfolie relativ dünn ist, wie anhand der erforderlichen
Dickebereiche klar zu sehen ist und eine tuchartige Textur und Flexibilität verleiht,
ist sie für
Anwendungen als Verpackungsmaterialien und Körperpflegeprodukte geeignet.
Sie eignet sich besonders für
die Streckmaterialien einer Windel, die eine hohe Reißdehnung
und eine hohe Zugfestigkeit erfordern.
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Verfahren
zur Herstellung von Verbundfolie
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Das
Verfahren zur Herstellung der Verbundfolie der vorliegenden Erfindung
umfasst einen ersten Schritt, in welchem ein Verbundmaterial durch
Extrudieren von geschmolzenem Polyolefin auf eine Faservliesschicht
und Führen
der zwei Schichten durch einen Spalt in einem Walzenpaar, bestehend
aus einer Abquetschwalze und einer Auflaufwalze, und einen zweiten
Schritt, in welchem eine weitere Polyolefinschicht auf die Polyolefinschicht
extrudiert wird, gebildet wird.
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Der
zur Herstellung des Verbundmaterials eingesetzte Kaschiermaschine
ist im Wesentlichen aus mindestens einem Extruder, ausgerüstet mit
einer Breitschlitzdüse
oder eine T-Düse
und einem Walzenpaar, bestehend aus einer Abquetschwalze und einer
Auflaufwalze, aufgebaut. Es ist bevorzugt, dass das Faservlies der
Kaschiermaschine im Wesentlichen frei von Spannung in Maschinenrichtung
zugeführt
wird, vorzugsweise unter einer Spannung von 0,1 bis 5 kg/m. Insoweit
als das Faservlies der Kaschiermaschine frei von Spannung als solches
zugeführt
wird, treten keine Knitter in der Faservliesschicht der Verbundfolie
auf und die erhaltene Verbundfolie zeigt ein gutes Aussehen.
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Die
Temperatur des geschmolzenen Polyolefins, das durch die Breitschlitzdüse extrudiert
wird, wird auf einen Bereich von 200 bis 280°C, und vorzugsweise 200 bis
250°C gesteuert,
wie in dem geschmolzenen Polyolefin unmittelbar außerhalb
der Düse
gemessen, das heisst, die Temperatur unterhalb der Düse. Die
Temperatur ist etwas niedriger als die Harztemperatur einzuregulieren,
die sich auf einen typischen Extrusionskaschierungsbetrieb bezieht.
Insoweit als die Temperatur unterhalb der Düse innerhalb der genannten
Bereiche bleibt, behält
die erhaltene Verbundfolie die dem Faservlies eigene tuchartige
Textur bei.
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Das
Faservlies und die Schicht aus geschmolzenen Polyolefin, die auf
die Oberfläche
der Faservliesschicht extrudiert wird, werden anschließend zu
dem Spalt in einem Walzenpaar, bestehend aus einer Abquetschwalze
und einer Auflaufwalze, weiterbefördert, und die zwei Schichten
werden unter einem Abquetschdruck zu einem einheitlichen Körper zusammengefügt und somit
zu einem gekühlten
Verbundmaterial geformt. Der Abquetschdruck wird auf ein Level gesteuert,
bei welchem das geschmolzene Polyolefin leicht in die Faservliesschicht
eindringt. Insbesondere wird der Abquetschdruck auf 5 bis 20 kg/cm,
und vorzugsweise auf 7 bis 18 kg/cm gesteuert. Obwohl der Abquetschdruck
auf einen solchen niedrigen Druck gesteuert wird, werden die Faservliesschicht
und die Polyolefinschicht zu einem einheitlichen Körper ohne
kleine Löcher
in der Polyolefinschicht zusammengefügt und das resultierende Verbundmaterial
behält
seine dem Faservlies eigene tuchartige Textur bei.
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Im
Anschluss geht der Herstellungsbetrieb zu einem zweiten Schritt über, in
welchem eine zweite Polyolefinschicht auf die Oberfläche der
ersten Polyolefinschicht extrudiert wird, welche auf der Oberfläche der Faservliesschicht
im vorhergehenden Schritt gebildet wurde. Die Polyolefinschicht,
welche einen zusätzlichen Überzug vorsehen
soll, kann eine Folie desselben Typs wie die erste Polyolefinschicht
sein oder kann aus einem unterschiedlichen Material bestehen. Dieser
zweite Schritt wird gemäß der Extrusionskaschierung
in der gleichen Weise wie im vorausgehenden Schritt durchgeführt. Im
Falle der Extrusionskaschierung, für welche das gleiche Polyolefin,
wie es für
die erste Polyolefinschicht verwendet wird, verwendet wird, können Verbundfolien
mit guten physikalischen Eigenschaften mit hohen Produktivitätsraten
hergestellt werden.
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Das
so erhaltene Verbundmaterial wird soweit erforderlich zu einem Zieh-
oder Streckverfahren weitergeleitet, in welchem das Verbundmaterial
in mindestens einer Richtung gezogen wird. Dieses Ziehverfahren verleiht
der Verbundfolie Luftdurchlässigkeit.
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Die
Streckvorrichtung kann der herkömmliche
Typ zum Ziehen oder Strecken des Verbundmaterials in Maschinen-
und/oder Querrichtung oder eine so genannte "Getriebestreckvorrichtung" sein. Das Ziehverhältnis ist
vorzugsweise das 1,1- bis 5-Fache, und stärker bevorzugt das 1,1- bis
3-Fache. Das Ziehen kann aufeinanderfolgend nach jedem Verfahren
bei der Verbundmaterialherstellung durchgeführt werden oder kann unabhängig nach
Beendigung der Verbundmaterialherstellung durchgeführt werden.
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Die
Getriebestreckvorrichtung ist aus einem Paar ineinandergreifender
Walzen zusammengesetzt, auf deren Oberflächen in gleichmäßigen Abständen große Zahlen
an Scheiben angeordnet und fixiert sind. Jede Walze rotiert in entgegengesetzten
Richtungen und die Scheiben sind so konstruiert, dass sie auf bestimmte Tiefen
eingestellt sind, die ausreichen, um den Kontakt mit den gegenüberliegenden
Scheiben während
der Bewegung zu verhindern. Wenn das Verbundmaterial in den Spalt
in den Walzen zugeführt
wird, wird das Verbundmaterial in den Mulden zwischen den Scheiben
auf einer Walze und den Scheiben auf der anderen festgehalten, während die
Scheiben auf den zwei Walzen in entgegengesetzten Richtungen rotieren.
Das Verbundmaterial wird, während
es zwischen den Walzen festgehalten wird, in Quer- und/oder Maschinenrichtung gezogen.
Wenn diese Getriebestreckvorrichtung in Betrieb ist, wird das Verbundmaterial
hauptsächlich
in Querrichtung gezogen. Allerdings kann durch Variieren der Bedingungen
der Vorrichtung, wie der Konfiguration, der Tiefe etc. des Getriebes
und der Betriebsbedingungen, wie der Verbundmaterial-Zuführgeschwindigkeit
und der Walzenrotationsgeschwindigkeit etc., das Ziehverhältnis für das Verbundmaterial
in den betreffenden Richtungen gesteuert werden.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird die erste Polyolefinschicht unter den vorgenannten
Extrusionskaschierungsbedingungen gebildet und die Polyolefinschichten
der zweiten und sich anschließenden Schichten)
werden über
die erste Polyolefinschicht beschichtet. Die Folge der Herstellungsschritte
ist, dass die erforderliche Dicke der Polyolefinschicht durch zwei
oder mehr Stufen der Folienbildung erreicht wird. Man kommt zu dem
Schluss, dass der genannte Herstellungsschritt zur Entwicklung der
Flüssigkeitsundurchlässigkeit
und der tuchartigen Textur beiträgt.
Mikroskopische Auswertungen des Querschnitts der Verbundfolie ergeben,
dass das die erste Polyolefinschicht bildende Polyolefin in die
Faservliesschicht nur bis zu einer flachen Tiefe eindringt. Aufgrund
eines derartigen leichten Eindringens kann die tuchartige Textur
der Faservliesschicht in der Verbundfolie beibehalten werden. Darüber hinaus
dienen die zweite und die sich anschließenden Polyolefinschichten
der Vermeidung der Bildung von kleinen Löchern. Alle diese Wirkungen
zusammen genommen, so wird angenommen, verbessern die Flüssigkeitsundurchlässigkeit
der Verbundfolie.
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Demgegenüber wurde
durch mikroskopische Auswertungen nachgewiesen, dass in Fällen, in
welchen die Polyolefinschicht mit der gleichen Dicke auf der Oberfläche des
Faservlies in einer Ein-Schritt-Extrusionskaschierung gebildet wird,
das geschmolzene Polyolefin in das Faservlies tief eindringt. Die
so erhaltene Verbundfolie wird steif und behält die tuchartige Textur nicht
bei und zeigt auch einen geringen hydrostatischen Druck.
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Beispiele
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Die
vorliegende Erfindung wird leichter unter Bezug auf die nachfolgenden
Beispiele verstanden; allerdings sollen diese Beispiele die vorliegende
Erfindung erläutern
und sind nicht als eine Einschränkung
des Umfangs der Erfindung auszulegen.
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Beispiel 1
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Für ein Faservlies
wurde ein Spinnvlies mit einer flächenbezogenen Masse von 20
g/m2 und einer Breite von 500 mm aus 2 Denier
Polypropylen-Endlosfasern, die durch Wärmepunktverbindung fixiert
wurden, gebildet.
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Damit
das Polyolefin die Polyolefinschicht bildet, wurde eine Polyolefinzusammensetzung,
bestehend aus 40 Gew.-% Ethylen-4-methylen-1-penten-Copolymer (Dichte:
0,915 g/cm3; MFR: 20 g/10 min; MT: 1,8 g) und
60 Gew.-% Calciumcarbonat hergestellt.
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Die
Polyolefinzusammensetzung wurde einem Extruder mit einer 800 mm
breiten Breitschlitzdüse
und einer Schnecke von 65 mm Durchmesser zugeführt und wurde bei einer Temperatur
unterhalb der Düse
von 250°C
extrudiert und das extrudierte Polyolefin wurde über die Oberfläche des
kontinuierlich zugeführten
Faservlies beschichtet. Während
des genannten Betriebs war die auf das Faservlies angewandte Spannung
3 kg/m.
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Als
Nächstes
wurde der zweischichtige Gegenstand in den Spalt in einem Walzenpaar
mit einer Breite von 900 mm, bestehend aus einer auf einer Temperatur
von 20°C
gehaltenen Auflaufwalze und einer Abquetschwalze, zugeführt und
verarbeitet mit einer Geschwindigkeit von 50 m/min, und auf diese
Weise wurde ein Verbundmaterial herge stellt. Während des Betriebs wurde der
Abquetschdruck auf 15 kg/cm eingestellt. Die flächenbezogene Masse der Polyolefinschicht
war 15 g/m2.
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Im
Anschluss wurde das Verbundmaterial einer Kaschiermaschine mit den
gleichen Spezifikationen wie oben genannt zugeführt, und die gleiche Polyolefinzusammensetzung
wurde durch Extrusion auf die Polyolefinschicht laminiert, um eine
zweite Polyolefinschicht mit einer auf 15 g/m2 gesteuerten
flächenbezogenen Masse
zu bilden.
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Als
Nächstes
wurde das Verbundmaterial durch eine Getriebestreckvorrichtung geführt, um
ein Ziehen um das 1,6-Fache in Querrichtung und das 1,1-Fache in
Maschinenrichtung zu bewerkstelligen. Die Getriebestreckvorrichtung
hatte eine Scheibendicke von 0,762 mm, einen Scheibenabstand von
0,537 mm, einen Getriebewalzendurchmesser von 152 mm, eine Getriebewalzenbreite
von 350 mm und eine Eingriffstiefe von 3 mm.
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Die
physikalischen Eigenschaften der erhaltenen Verbundfolie sind in
Tabelle 1 gezeigt.
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Die
Zahl der kleinen Löcher,
wie in Tabelle 1 angegeben, wurde wie folgt gezählt. Nachdem man nämlich gefärbtes Wasser
das Verbundmaterial von der Folienschichtseite unter einem Druck
von 50 mm H2O infiltrieren ließ, wurde
die Zahl der dadurch angefärbten
Punkte auf der Faservliesseite gezählt.
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Vergleichsbeispiel 1
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Es
wurde die gleiche Verfahrensweise wie in Beispiel 1 befolgt, mit
der Ausnahme, dass die Extrusionskaschierung so durchgeführt wurde,
um die erste Polyolefinschicht auf eine flächenbezogene Masse von 30 g/m2 zu steuern, und es wurde keine zweite Polyolefinschicht
wie in Beispiel 1 gebildet. Die physikalischen Eigenschaften der
erhaltenen Verbundfolie sind in Tabelle 1 daneben aufgeführt.
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Vergleichsbeispiele 2
und 3
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Eine
Verbundfolie wurde gemäß derselben
Verfahrensweise wie in Beispiel 1 gebildet, mit der Ausnahme, dass
die Temperatur unterhalb der Düse
und der Abquetschdruck, wie in Beispiel 1 angewandt, auf die in Tabelle
1 angegebenen Werte verändert
wur den. Die physikalischen Eigenschaften der erhaltenen Verbundfolie
sind in Tabelle 1 daneben aufgeführt. Tabelle
1
- * Im Bereich mit
kleinen Löchern
- ** Im Bereich ohne kleine Löcher
- *** konnte nicht bestimmt werden
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Beispiel 2
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Für ein Faservlies
wurde ein Spinnvlies mit einer flächenbezogenen Masse von 23
g/m2 und einer Breite von 500 mm aus 2 Denier
Polypropylen-Endlosfasern, die durch Wärmepunktverbindung fixiert
wurden, gebildet. Dieses Faservlies wies eine Reißdehnung
von 40% in Querrichtung und eine Zugfestigkeit von 3 N/cm im Querrichtung
auf.
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Damit
das Polyolefin die Polyolefinschicht bildet, wurde eine Polyolefinzusammensetzung,
bestehend aus Ethylen-1-hexen-Copolymer (Dichte: 0,900 g/cm3; MFR: 9 g/10 min; MT: 2 g) hergestellt.
Die Folie, die aus dem Polyolefin gebildet wurde, hatte eine Dicke
von 55 μm
und ihre Reißdehnung
war 700% in Querrichtung.
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Diese
Polyolefinzusammensetzung wurde zu einem Extruder mit einer 800
mm breiten Breitschlitzdüse
und einer Schnecke von 65 mm Durchmesser zugeführt und wurde bei einer Temperatur
unterhalb der Düse von
250°C extrudiert,
und das extrudierte Polyolefin wurde über die Oberfläche des
kontinuierlich zugeführten Faservlies
beschichtet. Während
des Betriebs war die auf das Faservlies angewandte Spannung 3 kg/m.
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Als
Nächstes
wurde der zweischichtige Gegenstand in den Spalt eines Walzenpaars
mit einer Breite von 900 mm, bestehend aus einer auf einer Temperatur
von 20°C
gehaltenen Auflaufwalze und einer Abquetschwalze, zugeführt und
verarbeitet mit einer Geschwindigkeit von 50 m/min, und auf diese
Weise wurde ein Verbundmaterial hergestellt. Während des Betriebs wurde der
Abquetschdruck auf 15 kg/cm eingestellt. Die flächenbezogene Masse der Polyolefinschicht
war 25 g/m2.
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Im
Anschluss wurde das Verbundmaterial einer Kaschiermaschine mit den
gleichen Spezifikationen wie oben genannt zugeführt, und die gleiche Polyolefinzusammensetzung
wurde durch Extrusion auf die Polyolefinschicht laminiert, um eine
zweite Polyolefinschicht mit einer flächenbezogenen Masse von 30
g/m2 zu bilden. Die physikalischen Eigenschaften
der erhaltenen Verbundfolie sind in Tabelle 1 daneben gezeigt.
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Vergleichsbeispiel 4
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Eine
Verbundfolie wurde gemäß derselben
Verfahrensweise wie in Beispiel 1 gebildet, mit der Ausnahme, dass
die Extrusionskaschierung durchgeführt wurde, um eine flächenbezogene
Masse der ersten Polyolefinschicht von 55 g/m2 zu
erhalten, und es wurde keine zweite Polyolefinschicht wie in Beispiel
1 gebildet. Die physikalischen Eigenschaften der erhaltenen Verbundfolie
sind in Tabelle 1 daneben aufgeführt.
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Vergleichsbeispiel 5
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Eine
Verbundfolie wurde gemäß derselben
Verfahrensweise wie in Beispiel 1 gebildet, mit der Ausnahme, dass
die Temperatur unterhalb der Düse
auf 285°C
geändert
wurde. Die physikalischen Eigenschaften der erhaltenen Verbundfolie
sind in Tabelle 1 daneben aufgeführt.
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Wirkung der Erfindung
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Die
durch das Verfahren der vorliegenden Erfindung hergestellte Verbundfolie
ist aus einer Faservliesschicht aufgebaut und die Polyolefinschichten
behalten eine tuchartige Textur bei. Diese Verbundfolie besitzt weiterhin
eine hohe Flüssigkeitsundurchlässigkeit
und gleichzeitig Luftdurchlässigkeit.
Die Verbundfolie eignet sich für
flüssigkeitsundurchlässige Anwendungen,
für welche
eine tuchartige Textur erforderlich ist, insbesondere für Anwendungen
als Verpackungsmaterialien und Körperpflegeprodukte.
Darüber
hinaus können
Verbundfolien mit einem derartigen hohen Streckvermögen, das dem
Polyolefin eigen ist, erhalten werden. Aufgrund der genannten Charakteristika
können
sie als Verpackungsmaterialien oder Körperpflegeprodukte genutzt
werden, für
welche eine hohe Zugfestigkeit und hohe Dehnung erforderlich sind.
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Gemäß dem Verfahren
der vorliegenden Erfindung zur Herstellung der Verbundfolie kann
die Verbundfolie mit den vorgenannten Eigenschaften mit hohen Produktivitätsraten
hergestellt werden.