-
Feld der Erfindung
-
Die
Erfindung betrifft eine Zelle für
die Elektrogewinnung von Aluminium aus Aluminiumoxid, das in einem
krustenlosen, Fluorid enthaltenden geschmolzenen Elektrolyten bei
einer Temperatur von unterhalb 930°C gelöst ist, wie auch die Herstellung von
Aluminium in einer solchen Zelle.
-
Hintergrund
der Erfindung
-
Für die Produktion
von Aluminium werden heute Zellen für die Elektrolyse von Aluminiumoxid verwendet,
das in Kryolith mit einem Überschuss
von etwa 10 Gew.-% Aluminiumfluorid gelöst ist, wobei die Zellen bei
einer Temperatur von etwa 950°C
betrieben werden und Kohlenstoffanoden verwenden.
-
Viele
Patentanmeldungen wurden eingereicht und etliche erteilt, die Anoden-
und Kathodenmaterialien, die Form, die Zellengestaltung, Betriebsbedingungen
etc. betreffen, und viele Lösungen
für spezifische
Probleme wurden vorgeschlagen. Es ist jedoch bisher keine Gesamtgestaltung
vorgeschlagen worden, die alle praktischen Anforderungen für die industrielle
Herstellung von Aluminium mit niedriger Verunreinigung erfüllt.
-
Die
meisten bis jetzt vorgeschlagenen Metallanoden, außer Anoden,
die mit einer schützenden Beschichtung
auf Cerbasis beschichtet sind, sind in dem verwendeten Elektrolyten
hochgradig löslich, was
das hergestellte Aluminium verunreinigt, und haben andere Nachteile,
wie eine niedrige elektrische Leitfähigkeit, eine kurze Lebensdauer
und hohe Kosten.
-
US-Patente
4,614,569 (Duruz/Derivaz/Debely/Adorian), 4,966,674 (Bannochie/Sheriff), 4,683,037
und 4,680,094 (beide im Namen von Duruz) beschreiben Metallanoden
zur Elektrogewinnung von Aluminium, die mit einer Schutzbeschichtung
aus Ceroxyfluorid beschichtet sind, die in-situ in der Zelle gebildet
oder vorher aufgebracht ist, wobei diese Beschichtung durch Zugabe
von kleinen Mengen von Cer zu dem geschmolzenen Kryolith aufrechterhalten
wird.
-
Die
Europäische
Patentanmeldung
EP 0 306 100 und
die US-Patente 5,069,771,
4,960,494 und 4,956,068 (alle im Namen von Nguyen/Lazouni/Doan)
beschreiben Anoden zur Aluminiumherstellung, die ein Legierungssubstrat
beschichtet mit einer Sauerstoffsperrschicht aufweisen, die mit
einer Kupfer-Nickel-Schicht
zur Verankerung einer Arbeitsoberflächenbeschichtung aus Ceroxyfluorid
bedeckt ist.
-
Mehrere
Verbesserungen der Kathodenseite der Aluminiumproduktionszellen
sind in den folgenden Patenten beschrieben.
-
WO
01/42168 (de Nora/Duruz) und WO 01/42531 (Nguyen/Duruz/de Nora)
beschreiben eine Kohlenstoff enthaltende Komponente einer Zelle
für die
Produktion von Aluminium durch Elektrolyse von Aluminiumoxid, das
in einem geschmolzenen Elektrolyten auf Kryolithbasis gelöst ist,
wobei die Zellkomponente gegen Angriffe von flüssigen und/oder gasförmigen Komponenten
des Elektrolyten oder des Produktes, wie etwa Aluminium, die während des
Betriebes der Zelle erzeugt werden, durch eine aus einer Aufschlämmung aufgebrachte,
mit Aluminium benetzbare Beschichtung geschützt ist. PCT-Veröffentlichungen
WO 96/0773 (de Nora) und WO 98/53120 (Berclaz/de Nora) beschreiben
Zellen für
die Produktion von Aluminium mit einem horizontalen Kathodenboden,
der mit einer aus einer Aufschlemmung aufgebrachten aluminiumbenetzbaren
Beschichtung bedeckt ist.
-
Es
ist auch vorgeschlagen worden, das kathodische Aluminiumbad von
herkömmlichen
Aluminiumproduktionszellen zu stabilisieren, indem Körper auf
dem Kathodenboden platziert werden.
-
US-Patente
5,472,578 und 5,865,981 (beide im Namen von de Nora) beschreiben
eine Zelle für die
Herstellung von Aluminium, die Gitter enthält, die aus Seite an Seite
aufrecht oder geneigten Wänden hergestellt
sind, deren Bodenenden auf einem keramikbeschichteten Kohlenstoffzellenboden
stehen, der durch das Bad des geschmolzenen Aluminiums bedeckt ist.
Jedes Gitter hat im Allgemeinen vertikale hindurchgehenden Öffnungen,
die so bemessen sind, damit der geschmolzene Zelleninhalt den Innenraum
der durchgehenden Öffnungen
einnehmen kann.
-
US-Patent
4,600,481 (Sane(Wheeler/Gagescu/Debely/Adorian/ Derivaz) und 4,650,552
(de Nora/Gauger/Fresnel/Adorian/Duruz) beschreiben aluminiumbenetzbare
Kompositmaterialien zur Verwendung in Kontakt mit geschmolzenem
Aluminium in einer Aluminiumproduktionszelle. Die Kompositmaterialien
sind aus Aluminiumoxid und Aluminium insbesondere mit TiB2 hergestellt. Scheiben dieses Materials
können
verwendet werden, um einen Kohlenstoff-Kathodenboden einer herkömmlichen
Aluminiumproduktionszelle zu bedecken.
-
Aufgaben der
Erfindung
-
Eine
Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Aluminium durch Elektrogewinnung
produzierende Zelle zu schaffen, in der Anoden auf Metallbasis eingebaut
sind, die ohne übermäßige Verunreinigung
des produzierten Aluminiums betrieben werden können.
-
Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Aluminium
durch Elektrogewinnung produzierende Zelle zu schaffen, die eine hohe
Produktivität,
niedrige Verunreinigung des Aluminiumprodukts erreichen kann und
deren Komponenten Korrosion und Verschleiß widerstehen.
-
Noch
eine andere Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Aluminium
durch Elektrogewinnung produzierende Zelle zu schaffen, die Anoden
auf Metallbasis enthält,
welche unter den Zellbetriebsbedingungen im Wesentlichen unlöslich bleiben.
-
Eine übergeordnete
Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Zelle für die Elektrogewinnung von
Aluminium aus Aluminiumoxid, das in einem Fluorid enthaltendem geschmolzenen
Elektrolyten gelöst
ist, zu schaffen, die die verschiedenen Nachteile der vorhergehenden
Vorschläge überwindet.
-
Zusammenfassung
der Erfindung
-
Die
Erfindung schlägt
eine Zelle für
die Elektrogewinnung von Aluminium aus Aluminiumoxid vor, das in
einem Fluorid enthaltenden geschmolzenen Elektrolyten gelöst ist.
Diese Erfindung kann in einer herkömmlichen Zelle umgesetzt werden
oder kann auf Zellen mit einer neuen Konstruktion angewendet werden.
-
Die
Zelle der Erfindung umfasst einen horizontalen Kohlenstoff-Kathodenboden
mit einer durch Aluminium benetzbaren Oberflächenbeschichtung und eine Reihe
von Platten, die aus einem durch Aluminium benetzbaren netzartigen
porösen
Material hergestellt sind, typischerweise Schaumstoff, die mit Aluminium
gefüllt
sind und flach auf die durch Aluminium benetzbare Oberflächenbeschichtung
aufgelegt sind.
-
Während der
Benutzung benetzt eine dünne Bodenschicht
aus Aluminium die durch Aluminium benetzbare Oberflächenbeschichtung
oberhalb des Kathodenbodens, üblicherweise
die Oberflächenbeschichtung
insgesamt oder im Wesentlichen die gesamte Oberflä chenbeschichtung,
und einen unteren Teil der porösen,
aluminiumgefüllten
Platten.
-
Die
Anwendung einer durch Aluminium benetzbaren Beschichtung auf dem
Kohlenstoff-Kathodenboden unterhalb der durch Aluminium benetzbaren,
netzartigen porösen
Platten führt
zu einer einzigartigen Verbesserung gegenüber den Gestaltungen des Standes
der Technik.
-
Anders
als bei den in den oben erwähnten US-Patenten
4,600,481 und 4,650,552 beschriebenen Gestaltungen, bei denen die
durch Aluminium benetzten Keramikschäume direkt auf dem aluminiumabweisenden
Kohlenstoffboden von der Zelle liegen, liegen in der Zelle gemäß der vorliegenden
Erfindung die durch Aluminium benetzbaren porösen Platten auf einer durch
Aluminium benetzbaren Beschichtung, was während des Betriebs dazu führt, dass
sich eine Schicht aus Aluminium zwischen den aluminiumgefüllten porösen Platten
und der durch Aluminium benetzbaren Beschichtung bildet. Diese Aluminiumschicht
bedeckt und benetzt im Wesentlichen die gesamte Oberfläche der
durch Aluminium benetzbaren Beschichtung und benetzt auch den unteren
Teil der aluminiumgefüllten
porösen
Platten, wodurch ein kontinuierlicher und wesentlich verbesserter
Kontakt zwischen dem Kathodenboden und dem darüber liegenden kathodischen
Aluminium gebildet wird.
-
Während des
Betriebs schafft eine obere Aluminiumschicht, die über den
porösen
aluminiumgefüllten
Platten gebildet wird und die mit dem Elektrolyten bedeckt ist,
eine aktive Kathodenoberfläche, auf
der Aluminium kathodisch reduziert wird.
-
In
einer Hauptausführungsform
der Erfindung weist die Zelle eine Reihe von Anoden auf Metallbasis
auf, die oberhalb und parallel zu der Oberfläche der oberen Schicht aus
Aluminium angeordnet ist. Insbesondere für den Zellbetrieb oberhalb
von 910°C
bis 930°C
kann jede Anode ein Anodensubstrat auf Metallbasis haben, das mit
einer elektrochemisch aktiven Beschichtung geschützt ist, die aus einer oder
mehreren Cerverbindungen hergestellt ist und die durch die Anwesenheit
von Cermaterialien im Elektrolyten aufrechterhalten wird, wie in
US-Patenten 4, 614,
559, 4, 966, 674, 4, 683, 037, 4, 680, 094, 5,069,771, 4,60,494
und 4,956,068 wie oben erwähnt
beschrieben, und die eine unakzeptable Verunreinigung des Aluminiumproduktes
durch Anodenmaterialien verhindert.
-
Andere
geeignete Anodenmaterialien auf Metallbasis, optional beschichtet
mit der obigen Beschichtung auf Cerbasis, umfassen Legierungen auf Eisen-
und Nickelbasis, die in einer oxidierenden Atmosphäre wärmebehandelt
sein können,
wie in WO 00/06802, WO 00/06803 (beide im Namen von Duruz/de Nora/Crottaz),
WO 00/06804 (Crottaz/Duruz) und WO 01/42535 (Duruz/de Nora), WO
01/42534 (de Nora/Duruz) und WO 01/42536 (Duruz/Nguyen/de Nora)
beschrieben. Weitere sauerstoffentwickelnde Anodenmaterialien sind
in WO 99/36593, WO 99/36594, WO 00/06801, WO 00/06805, WO 00/40783
(alle im Namen von de Nora/Duruz), WO 00/06800 (Duruz/de Nora),
WO 99/36951 und WO 99/66592 (beide im Namen von de Nora) geschrieben.
-
Alternativ
können
die Anoden verbrauchbare Kohlenstoffanoden sein, auf denen während des
Betriebs CO2 gebildet wird.
-
Die
Anoden können über der
Oberfläche
der oberen Aluminiumschicht mit einem reduzierten Anoden-Katoden-Abstand
(ACD, anode-cathode-distance) im Bereich von 20 bis 40 mm auf Abstand
liegen. Ein solcher reduzierter ACD erlaubt den Zellbetrieb mit
einer höheren
Elektrolysestromdichte von etwa 0,6 bis 1,2 A/cm2 an
der Oberfläche
der Anoden. Die erhöhte
Stromdichte erzeugt genügend Wärme, um
die Zellenstabilität
aufrechtzuerhalten, während
mehr Aluminium produziert wird.
-
Üblicherweise
hat die untere Aluminiumschicht eine Dicke im Bereich von 0,5 bis
10 mm. Die obere Schicht aus Aluminium kann eine Dicke im Bereich
von 5 bis 100 mm haben und kann auch ein Bad bilden.
-
Vorzugsweise
haben die porösen,
aluminiumgefüllten
Platten eine Dicke im Bereich von 10 bis 100 mm.
-
Die
Platten können
aus den Materialien hergestellt sein, die in den oben erwähnten US-Patenten 4,600,481
und 4,650,552 beschrieben sind. Vorzugsweise sind die Platten aus
einem netzartigen Keramikmaterial hergestellt, das inert ist und
widerstandsfähig
gegenüber
geschmolzenem Aluminium und das an seiner Oberfläche ein Aluminiumbenetzungsmittel hat,
insbesondere ein Metalloxid, das mit geschmolzenem Aluminium reagieren
kann, wie unten beschrieben. Das inerte und widerstandsfähige Keramikmaterial
kann wenigstens ein Oxid ausgewählt aus
den Oxiden von Aluminium, Zirkon, Tantal, Titan, Silicium, Niob,
Magnesium und Calcium und Gemische daraus, als ein einfaches Oxid
und/oder in einem Mischoxid aufweisen, z.B. Zinkaluminat (ZnAlO4) oder Titanaluminat (TiAlO5).
Andere geeignete inerte und widerstandsfähige Keramikmaterialien können aus
den Nitriden, Karbiden, Boriden, Oxiverbindungen, wie etwa Aluminiumnitrid,
AlON, SiAlON, Bornitrid, Siliciumnitrid, Siliciumkarbid, Aluminiumborid,
Erdalkalimetallzirkonate und -aluminate, und deren Gemischen ausgewählt werden.
-
Die
porösen
aluminiumgefüllten
Platten haben vorzugsweise eine Oberflächenschicht, die Aluminiumoxid,
Aluminium und ein weiteres Metall, wie etwa Kupfer und/oder Nickel
enthält.
Diese Oberflächenschicht
ist erzeugbar, indem die Oberfläche
der aluminiumbenetzbaren Platten, die vor der Benutzung Metalloxide
wie etwa Kupfer-, Eisen-, und/oder Nickeloxide enthält, die
mit geschmolzenem Aluminium reaktionsfähig sind, geschmolzenem Aluminium ausgesetzt
wird. Andere geeignete Metalloxide, die für die Reaktion mit geschmolzenem
Aluminium geeignet sind, sind in WO 01/42168 (de Nora/Duruz) und
WO 01/42531 (Nguyen/Duruz/de Nora) beschrieben.
-
Ebenso
hat die durch Aluminium benetzbare Oberflächenbeschichtung auf der Kohlenstoffkathode
vorzugsweise eine Oberflächenschicht,
die Aluminiumoxid, Aluminium und ein weiteres Metall enthält, wie
etwa Kupfer, Eisen und/oder Nickel. Diese Oberflächenschicht kann erzeugt werden,
indem eine durch Aluminium benetzbare Oberflächenbeschichtung, die vor der
Benutzung Metalloxide, wie etwa Kupfer, Eisen, und/oder Nickeloxide
enthält,
geschmolzenem Aluminium ausgesetzt wird, die mit geschmolzenem Aluminium
reaktionsfähig
sind, wie in den oben erwähnten
Referenzen (WO 01/42168 und WO 01/42531) beschrieben. Diese Druckschriften lehren,
dass zur Vermeidung von Kontakt zwischen in die durch Aluminium
benetzte Beschichtung eingedrungenem Aluminium und dem Substrat
eine Unterschicht aus Borid, wie z.B. in US-Patenten 5,364,513 und
5,651,174 beschrieben, die gegenüber
geschmolzenem Aluminium inert und undurchdringlich ist, oder eine
aluminiumabweisende Schicht verwendet werden kann, um die Beschichtung
auf dem Substrat zu verankern.
-
In
einer Ausführungsform
hat die beschichtete Metallstruktur jeder Anode eine horizontale
Fläche und
ist mit einer Öffnung
versehen, um eine Elektrolytzirkulation dort hindurch und von und
zu der elektrochemisch aktiven Beschichtung zu führen. Geeignete Anoden-Gestaltungen
sind in Wo 00/40781 und WO 00/40782 beschrieben (beide im Namen
von de Nora).
-
Der
Elektrolyt kann auf einer Temperatur unterhalb von 960°C sein, typischerweise
im Bereich von 860°C
bis 930°C.
Der Elektrolyt kann Kryolith aufweisen und zusätzlich zu dem Kryolith einen Überschuss
von AlF3 in einer Menge von 15 bis 30 Gew.-%
des Kryolith aufweisen.
-
Der
Elektrolyt auf der elektrochemisch aktiven Beschichtung ist vorzugsweise
im Wesentlichen mit Aluminiumoxid gesättigt. Eine im Wesentlichen vollständige Sättigung
mit Aluminiumoxid kann erreicht werden, indem Mittel zum Verteilen
des Aluminiumoxids über
ein großes
Gebiet des Elektrolyten verwendet werden, z.B. eine Vielzahl von
Aluminiumoxid-Einspeisepunkten oder eine Einrichtung zum Sprühen von
Aluminiumoxid über
das geschmolzene Elektrolyt, wie in WO 00/06804 (de Nora/Berclaz)
beschrieben.
-
Der
Kathodenboden kann ein Reservoir aufweisen, das z.B. zentral in
der Zelle liegt, um das Aluminiumprodukt zu sammeln. Auch können die
porösen
aluminiumgefüllten
Platten so angeordnet sein, dass die oberste darauf befindliche
Aluminiumschicht in das Reservoir abläuft.
-
Die
Zelle, insbesondere wenn es eine nachgerüstete Zelle ist, kann einen
Seitenbelag aus gefrorenem Elektrolyt und/oder einer Kruste aus
gefrorenem Elektrolyt aufweisen. Die Zelle kann jedoch auch mit
einem krustenlosen und belaglosen geschmolzenem Elektrolyt, d.h.
in einem vollständig
geschmolzenem Zustand, betrieben werden.
-
Die
Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Erzeugung von Aluminium
in einer Zelle wie oben beschrieben. Das Verfahren umfasst das Zuführen von Aluminiumoxid
zu dem Elektrolyten und das Einleiten eines Elektrolysestroms zwischen
den elektrochemisch aktiven Anodenbeschichtungen und der oberen
Schicht aus Aluminium, um an den Anoden Gas zu entwickeln, insbesondere
Sauerstoff, und Aluminium kathodisch zu reduzieren.
-
In
einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung eine Zellenstruktur
einer Zelle zur Elektrogewinnung von Aluminium aus Aluminiumoxid,
das in einem Fluorid enthaltendem geschmolzenen Elektrolyten gelöst ist.
Die Struktur weist einen horizontalen Kohlenstoff-Kathodenboden
mit einer durch Aluminium benetzbaren Oberflächenbeschichtung und eine Reihe
von Platten auf, die aus einem mit Aluminium benetzbaren, netzartigen,
porösen
Material hergestellt sind und flach auf der mit Aluminium benetzbaren
Oberflächenbeschichtung
platziert sind.
-
In
einer bevorzugten Ausführungsform
weist die Zellenstruktur eine Reihe von Ano-densubstraten auf Metallbasis
auf, die oberhalb von und parallel zu dem horizontalen Kohlenstoffboden
angeordnet sind. Jedes Anodensubstrat ist mit einer elektrochemisch aktiven
Beschichtung geschützt,
die aus einer oder mehreren Cerverbindungen hergestellt ist. Andere Anoden
auf Metallbasis wie oben erwähnt
können ebenfalls
verwendet werden.
-
Es
ist auch möglich,
verbrauchbare Kohlenstoffanoden anstelle von Anoden auf Cerbasis
oder auf Metallbasis zu verwenden. Während des Betriebes von Zellen
mit Kohlenstoffanoden wird anstelle von O2 CO2 an der Anodenoberfläche gebildet.
-
Kurzbeschreibung
der Zeichnungen
-
Die
Erfindung wird weiter unter Bezugnahme auf die zugehörigen schematischen
Zeichnungen beschrieben, in denen:
-
1 einen
Querschnitt durch eine trockengelegte Zelle gemäß der Erfindung mit Anoden
auf Metallbasis zeigt, und
-
2 einen
Querschnitt durch eine andere trockengelegte Zelle der Erfindung
mit Kohlenstoffanoden zeigt.
-
Detaillierte Beschreibung
-
Die
in 1 gezeigte Zelle hat einen horizontalen Kohlenstoff-Kathodenboden 11,
dessen Oberfläche
mit einer durch Aluminium benetzbaren Oberflächenbeschichtung 25 geschützt ist.
Die durch Aluminium benetzbare Oberflächenbeschichtung 25 ist
mit einer Reihe von Platten 21 bedeckt, die aus mit Aluminium
benetzbarem, netzartigen, porösen
Material gefüllt
mit Aluminium hergestellt sind. Diese Platten 21 bilden
eine horizontale, mit Abfluss versehene Kathodenoberfläche 20,
auf der während
des Betriebes eine obere Schicht aus Aluminium 23 erzeugt wird.
Eine Bodenschicht aus geschmolzenem Aluminium 22 benetzt
im Wesentlichen die gesamte durch Aluminium benetzbare Oberflächenbeschichtung 25 und
einen unteren Teil der Platten 21.
-
Der
Kathodenboden 11 weist in der Mitte der Zelle einen Kanal
30 zum Sammeln des Aluminumprodukts 60 auf, das von den
angrenzenden durch Aluminium benetzbaren Kathodenoberflächen 20 abgeflossen
ist. Der Aluminiumsammelkanal 30 ist vorzugsweise mit einer
aus einer Aufschlemmung aufgebrachten feuerfesten Boridschicht,
wie oben beschrieben, beschichtet.
-
Die
Zelle ist mit Anoden 10 auf Metallbasis ausgerüstet, an
denen sich während
des Betriebes Sauerstoff entwickelt.
-
Die
Anoden 10 sind gegenüber
dem Elektrolyten 5 widerstandsfähig und gegenüber Sauerstoff und
anderen während
des Betriebes erzeugten Gasen, z.B. indem sie durch eine Beschichtung
auf Basis von Ceroxyfluorid geschützt sind, wie in US-Patenten
4, 614, 569, 4, 966, 674, 4, 683, 037, 4, 680, 094, 5, 069, 771,
4,960,494 und 4,956,068, wie oben erwähnt, beschrieben. Alternativ
können
die Anoden 10 aus anderen geeigneten Anodenmaterialien
auf Metallbasis wie oben erwähnt
hergestellt sein.
-
Die
Zelle hat Seitenwände 40,
bzw. aus Siliciumkarbid hergestellt, die mit einer aluminiumbenetzten
keilförmigen
Seitenwandbeschichtung 41' bedeckt
sind, die vom äußeren Rand
des Kathodenbodens 11 bis über die Oberfläche des
geschmolzenen Elektrolyten 5 hinaus verläuft, um
die Seitenwände 40 von
dem geschmolzenen Elektrolyten 5 abzuschirmen. Die Seitenwandbeschichtung 41' kann aus dem
gleichen Material wie die Platten 21 hergestellt sein und
kann vollständig
mit geschmolzenem Aluminium gefüllt
sein, das in den Poren des Materials durch Kapilareffekt zurückgehalten
wird.
-
Um
zu verhindern, dass der Elektrolyt 5 entlang der Seitenwandbeschichtung 41' und auf der Oberfläche des
Elektrolyten 5 gefriert, ist die Zelle thermisch gut isoliert.
Wie gezeigt, ist die Zelle mit einem isolierenden Deckel 45 über dem
geschmolzenen Elketrolyten 5 ausgestattet. Details geeigneter Deckel
sind in WO 01/31086 (de Nora/Duruz) beschrieben.
-
Um
die Auflösung
der Anoden 10 in dem Elektrolyten zu reduzieren, kann die
Zelle mit einem Elektrolyten 5 bei reduzierter Temperatur
betrieben werden, typischerweise von etwa 730°C bis 960°C, vorzugsweise von 860°C bis 930°C.
-
Der
Betrieb mit einem Elektrolyten bei reduzierter Temperatur reduziert
die Löslichkeit
von Oxiden, einschließlich
Aluminiumoxid. Daher ist es vorteilhaft, die Alu-minumoxidlösung in
dem Elektrolyten 5 zu verstärken.
-
Eine
erhöhte
Aluminiumoxidlösung
kann erreicht werden, indem eine Aluminiumoxideinspeiseeinreichtung
verwendet wird, die Aluminiumoxidteilchen versprüht und über ein großes Gebiet der Oberfläche des
geschmolzenen Elektrolyten 5 verteilt. Geeignete Aluminiumoxideinspeiseeinrichtungen
sind detaillierter in WO 00/63464 (de Nora/Berclaz) beschrieben.
Alternativ kann Aluminiumoxid durch mehrere herkömmliche Punkteinspeiser zugeführt werden,
die über
den geschmolzenen Elektrolyten 5 verteilt sind. Weiter
kann die Zelle Mittel (nicht gezeigt) aufweisen, um die Zirkulation
des Elektrolyten 5 von und zu der Anoden-Kathoden-Lücke zu unterstützen, um
die Lösung
von Aluminiumoxid in dem Elektrolyten 5 zu verstärken und
dauerhaft eine hohe Konzentration von gelöstem Aluminiumoxid nahe an den
aktiven Oberflächen
der Anoden 10 aufrechtzuerhalten, wie z.B. in WO 00/40781
(de Nora) beschrieben.
-
Wenn
die Anoden 10 mit einer Beschichtung auf Ceroxyfluorid-Basis geschützt sind,
wird eine Menge einer Cerverbindung in dem Elektrolyten gehalten,
um die Beschichtungen zu erhalten.
-
Während des
Betriebs der in 1 gezeigten Zellen wird in dem
Elektrolyten gelöstes
Aluminiumoxid elektrolysiert, um Sauerstoff an den Anoden und Aluminium
an den Kathoden zu erzeugen, das in die obere Aluminiumschicht 23 auf
der mit Abfluss versehenen Kathoden-Oberfläche 20 eingeht. Aluminium 60 aus
der oberen Schicht 23 läuft
in den Sammelkanal 30 ab, von wo aus es abgezogen werden kann.
-
2,
in der gleiche Bezugszeichen verwendet werden, um die gleichen Elemente
zu bezeichnen, illustriert eine nachgerüstete Zelle, die herkömmliche
verbrauchbare Kunststoffanoden 10' verwendet und die mit einer gefrorenen
Elektrolytkruste 70 und Seitenbelag 71 arbeitet,
die die Seitenwände 40,
die Beschichtung 41 und die Keile 51 bedeckt.
-
In
einer Variation können
durch Aluminium benetzbare Platten mit größeren Abmessungen als die in 1 und 2 gezeigten
verwendet werden, wobei jede größere Platte
sich über
einen erheblichen Teil des Kathodenblocks 11 erstreckt,
insbesondere über
die gesamte Länge
quer über
die Zelle des Kathodenblocks 11, vorzugsweise auch über einen Teil
des Kanals 30, wie in PCT/EP01/00953 (de Nora) beschrieben.
-
In
einer weiteren Variation kann eine nachgerüstete Zelle ohne Aluminiumsammelkanal
mit einer oberen Schicht aus Aluminum ar beiten, die ein flaches
kathodisches Aluminiumbecken bildet. Folglich kann auch der Zwischenelektrodenabstand
reduziert werden, was zu einer Reduktion der Zellspannung und zu
Energieersparnissen führt.
Ferner kann im Vergleich zu herkömmlichen
Zellen mit tiefen Becken mit einer geringeren Menge an geschmolzenem
Aluminium die Zelle betrieben werden, was die mit der Bevorratung
von großen
Aluminiumbeständen
in Aluminiumproduktionsanlagen verbundenen Kosten reduziert.
-
Die
Herstellung von aluminiumbenetzbarem, netzartigem porösen Material,
das zur Verwendung als Kathoden-Platte für eine Zelle der Erfindung
geeignet ist, wird in den folgenden Beispielen weiter beschrieben.
-
Beispiel 1
-
Eine
offene poröse
Aluminiumoxidstruktur (10 Poren pro Zoll, was etwa 4 Poren
pro cm entspricht), wurde aluminiumbenetzbar gemacht, indem sie
mit zwei aus Aufschlämmungen
aufgebrachten Schichten verschiedener Zusammensetzung beschichtet
wurde.
-
Die
erste Aufschlämmung
der ersten Schicht wurde aus 60 Gew.-% partikulärem nadelförmigen oberflächenoxidierten
TiB2 (–325
mesh), das ein Oberflächenoxidfilm
aus TiO2 aufweist, 3,3 Gew.-% Aluminiumbenetzungsmittel
in Form von partikulärem
Fe2O3 (–325 mesh)
und 3,3 Gew.-% TiO2-Pulver (–325 mesh)
in 33 Gew.-% kolloidalem Al2O3 (NYACOL® Al-20,
eine milchige Flüssigkeit
mit einer kolloidalen Teilchengröße von etwa
40 bis 60 nm) hergestellt. Wenn diese Aufschlämmung wärmebehandelt wird, reagiert
das kolloidale Aluminiumoxid mit einem Oberflächenoxid aus TiO2 und
dem TiO2-Pulver, um in der gesamten Beschichtung
eine gemischte Oxidmatrix aus Al2O3 und TiO2 zu bilden,
wobei diese Matrix die TiB2-Teilchen und
die Fe2O3-Teilchen enthält und bindet.
-
Die
zweite Aufschlämmung
wurde aus 33 Gew.-% teilweise oxidierter Kupferteilchen, 37 Gew.-%
kolloidalem Aluminiumoxid von erster Güte (NYACOL® Al-20)
und 30 Gew.-% kolloidalem Aluminiumoxid von zweiter Güte (CONDEA® 10/2
Sol, eine klare, schillernden Flüssigkeit
mit einer kolloidalen Teilchengröße von etwa
10 bis 30 nm) hergestellt.
-
Eine
aluminiumbenetzbare Beschichtung wurde auf die poröse Aluminiumoxid-Struktur
durch Eintauchen dieser Struktur in die erste Aufschlämmung gefolgt
von Trocknung für
4 Stunden bei 40°C und
Eintauchen in die zweite Aufschlämmung
gefolgt von Trocknung für
15 Stunden bei 40°C
aufgetragen. Die beschichtete Aluminiumstruktur wurde dann für 3 Stunden
in Luft bei 700°C
wärmebehandelt,
um die Beschichtung zu verfestigen.
-
Die
erhaltene Struktur ist durch Aluminium benetzbar und geeignet, um
vor der Verwendung durch Aluminium benetzt zu werden, oder sie kann in-situ
benetzt werden, wenn sie als Kathodenplatte für die erfindungsgemäße Zelle
verwendet wird.
-
Die
aluminiumbenetzbare poröse
Struktur wurde durch Eintauchen in geschmolzenes Aluminium bei 850°C mit Aluminium
benetzt. Nach 20 Stunden wurde die benetzte poröse Struktur aus dem geschmolzenen
Aluminium herausgezogen auf Raumtemperatur abkühlen gelassen.
-
Die
Untersuchung der aluminiumbenetzten porösen Struktur zeigte, dass sie
vollständig
mit Aluminium gefüllt
war, das durch die Benetzbarkeit der Struktur in den Poren und durch
den Kapillareffekt zurückgehalten
wurde, und sie über
die äußere Oberfläche mit
Aluminium bedeckt war.
-
Der
elektrische Widerstand der aluminiumbenetzten Struktur lag in der
Größenordnung
des Widerstandes des Aluminiummetalls (2,65 μΩ·cm), wobei die Struktur vor
der Benetzung einen Widerstand von 35 bis 45 kΩ·cm aufwies.
-
Beispiel 2
-
Eine
aluminiumbenetzbare keramische Struktur für die Verwendung als Kathodenplatte
in der erfindungsgemäßen Zelle
wurde aus einer Mischung von inertem und gegenüber geschmolzenem Aluminium
beständigem
Material, d.h. Aluminiumoxid und Titandioxid, und aluminiumbenetzbarem
Material, d.h. Kupferoxid, hergestellt. Die keramische Struktur wurde
durch Beschichtung von Polyurethanschaum mit einer Aufschlämmung aus
keramischen Teilchen gefolgt von einer Wärmebehandlung hergestellt.
-
Die
Aufschlämmung
des keramischen Materials bestand aus einer Suspension aus 40 g
partikulärem
Al2O3 mit einer
durchschnittlichen Teilchengröße von 10
bis 20 μm,
2,5 g von partikulärem
CuO mit einer Teilchengröße von weniger
als etwa 45 μm,
2,5 g von partikulärem
TiO2 mit einer Teilchengröße von weniger
als etwa 45 μm
in einem kolloidalen Aluminiumoxidträger bestehend aus 93 g deionisiertem Wasser
und 6,6 g kolloidalen Aluminiumoxidpartikeln mit einer kolloidalen
Teilchengröße von etwa
10 bis 30 nm.
-
Ein
10 bis 20 Poren pro Zoll (äquivalent
zu etwa 4 bis 8 Poren pro Zentimeter) aufweisender Polyurethanschaum
wurde in die Aufschlämmung
getaucht und in Luft bei 40 bis 50°C für 20 bis 30 Minuten getrocknet.
Das Eintauchen wurde dreimal wiederholt.
-
Der
Schaum wurde nach dem Eintauchen bei 50°C für 4 bis 5 Stunden in Luft getrocknet.
Der Schaum enthielt etwa 0,3 bis 0,5 g/cm3 der
getrockneten Aufschlämmung.
Die Trocknung wurde von einer Wärmebehandlung
bei etwa 850°C
bis 1000°C
in Luft für
4 bis 5 Stunden gefolgt, um den Polyurethanschaum zu beseitigen
und das aus der Aufschlämmung
geformte keramische Material in einen selbsterhaltenden Schaum zu
verfestigen. Diese Wärmebehandlung
wurde von einer Aluminisierungsbehandlung durch Eintauchen in geschmolzenes
Aluminium für
2 Stunden in geschmolzenem Aluminium bei 850°C gefolgt.
-
Der
aluminisierte Schaum wurde aus dem geschmolzenen Aluminium herausgezogen,
auf Raumtemperatur abkühlen
gelassen und senkrecht zur Oberfläche geschnitten.
-
Die
Untersuchung des aluminisierten Schaums zeigte, dass der Polyurethanschaum
verschwunden war. Das TiO2 hatte mit dem
Al2O3 in dem keramischen
Schaum reagiert, um eine gemischte Oxidmatrix aus Titan-Aluminium
zu bilden. Auf der Oberfläche
des keramischen Schaums vorhandenes CuO hatte mit dem geschmolzenen
Aluminium reagiert, um eine aluminiumbenetzte Oberflächenschicht
aus Al2O3 und eine
Legierung aus Kupfer und Aluminium zu erzeugen. Die Poren des keramischen Schaums
waren vollständig
mit geschmolzenem Aluminium gefüllt.
-
Der
Wärmebehandlungsschritt
und der Aluminisierungsschritt wurden in einer Abwandlung gleichzeitig
in einem einzigen Schritt durchgeführt. Das Kupferoxid der keramischen
Struktur ist in einer weiteren Abwandlung teilweise oder vollständig durch
Eisenoxid und/oder Nickeloxid ersetzt.
-
Beispiel 3
-
Eine
offenporige Siliciumkarbidstruktur (30 Poren pro Zoll, das mit etwa
12 Poren pro cm äquivalent
ist) wurde für
die Verwendung als Kathodenplatte in der erfindungsgemäßen Zelle
durch Beschichtung mit einer aus einer Aufschlämmung aufgebrachten Schicht
aluminiumbenetzbar gemacht.
-
Die
Aufschlämmung
bestand aus 75 g oberflächenoxidierten
Eisenteilchen (–325
mesh), 75 g Siliciumdioxidsol Nyacol 830 (eine milchige wässrige Flüssigkeit,
die 32 Gew.-% kolloidales Siliciumhydroxid enthält, das nach Wärmebehandlung
in Siliciumdioxid umgewandelt wird) und 0,35 g einer wässrigen Lösung, die
15 % PVA (Polyvinylalkohol), der verwendet wurde, um die Viskosität der Aufschlämmung einzustellen.
-
Die
offenporige Struktur wurde in die Aufschlämmung eingetaucht und dann
für 30
Minuten bei 60°C
getrocknet. Die imprägnierte
porige Struktur enthielt 0,278 g/cm3 der
getrockneten Aufschlämmung,
die 0,214 g/cm3 der oberfächenoxidierten
Eisenteilchen beinhaltet.
-
Die
erhaltene Struktur war aluminiumbenetzbar und geeignet, um vor der
Verwendung oder in-situ, wenn als Kathode verwendet, durch Aluminium benetzt
zu werden.
-
Die
aluminiumbenetzbare Porenstruktur wurde durch dessen Eintauchen
in geschmolzenes Aluminium bei 850°C mit Aluminium benetzt. Nach
15 Stunden wurde die benetzte Porenstruktur aus dem geschmolzenen
Aluminium herausgezogen und auf Raumtemperatur abkühlen gelassen.
-
Die
Untersuchung der aluminiumbenetzten Porenstruktur zeigte, dass es
mit Aluminium, das durch die Benetzbarkeit und durch den Kapillareffekt der
Struktur in den Poren zurückbehalten
wurde, gefüllt
war und dass es über
die gesamte äußere Oberfläche mit
Aluminium bedeckt war. Die Poren wiesen ein Aluminiumfüllgrad auf,
der größer als
90 Vol% war.
-
Das
aluminiumbenetzte Material der Beispiele 1 bis 3 kann auch verwendet
werden, um eine Seitenwandbeschichtung oder einen anderen Zellenbestandteil
herzustellen, der mindesten einem ausgewählt aus geschmolzenem Aluminium,
geschmolzenem Elektro lyt und oxidierendem oder korrosivem Gas, wie
anionisch hergestellter Sauerstoff, ausgesetzt ist.