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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Leitungs-Steuervorrichtung.
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Es
tauchen neue Typen von elektronischen Vorrichtungen auf, bei welchen
ein Trägertransport wenigstens
teilweise durch einen Ladungsträgerspin gesteuert
wird. Wohlbekannte Beispiele für
diese sogenannten "Spintronic"-Vorrichtungen enthalten Spin-Ventile,
die auf dem Effekt eines magnetfeldempfindlichen Widerstands, der
aus sehr vielen extremen dünnen
Plattenschichten magnetischen Materials besteht, (GMR = giant magnetoresistor)
basieren, und Vorrichtungen mit magnetischem Tunnelübergang
(MTJ = magnetic tunnel junction). Allgemein weisen diese Vorrichtungen
abwechselnde Schichten aus ferromagnetischem und nicht ferromagnetischem
Material auf, wobei das nicht ferromagnetische Material metallisch
(im Fall eines Spin-Ventils) oder isolierend (im Fall einer MTJ-Vorrichtung) ist. Spintronic-Vorrichtungen
haben mehrere Anwendungen, einschließlich von Magnetfeldsensoren
und magnetischen Direktzugriffsspeichern (MRAM). Eine Übersicht über eine
auf Spin basierende Elektronik und über Anwendungen ist gegeben
in "Spintronics: A
Spin-based Electronics Vision for the Future" von S. A. Wolf et al., Science, Volume
294, S. 1488 bis 1495 (2001).
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Bei
frühen
Spintronic-Vorrichtungen wies das ferromagnetische Material für gewöhnlich ein Metall,
wie beispielsweise Eisen (Fe), Kobalt (Co) oder Nickel (Ni) oder
eine Legierung davon auf. Jedoch verwenden einige neuere Spintronic-Vorrichtungen einen
ferromagnetischen Halbleiter, wie beispielsweise Galliummanganarsenid
(Ga,Mn)As, was in "Making
Nonmagnetic Semiconductors Ferromagnetic" von H. Ohno, Science, Volume 281, S.
951 bis 956 (1998) beschrieben ist.
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Vorrichtungen,
die auf ferromagnetischen Halbleitern basieren, haben starke Magnetowiderstandseffekte
gezeigt.
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Beispielsweise
beschreibt "Very
Large Magnetoresistance in Lateral Ferromagnetic (Ga,Mn)As Wires
with Nanoconstrictions" von
C. Ruster et al., Physical Review Letters, Volume 91, S. 216602 (2003)
eine Struktur, die einen Magnetowiderstand mit Tunnel (TMR) zeigt.
Die Struktur ist hergestellt aus einer 19 nm dicken Schicht von
Ga0.976Mn0.024As, das
auf semiisolierendem GaAs aufgewachsen ist, welches in lateraler
Richtung durch Ätzen
definiert ist, um eine Insel auszubilden, die mit Drähten auf
jeder Seite durch enge Einengungen verbunden ist.
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"Tunneling Anisotropic
Magnetoresistance: A sein-value like tunnel magnetoresistance using
a single magnetic layer" von
Gould et al., Physical Review Letters, Volume 94, S. 117023 (2004)
beschreibt eine Vorrichtung, die Spin-ventilartige Effekte zeigt. Die
Vorrichtung weist einen Kontakthöcker
auf, der aus einem Titan/Gold-(Ti/Au-)Metallkontakt auf einer Aluminiumoxid-(AlOx)-Tunnelbarriere besteht, die auf einer
70 nm dicken Schicht aus Ga0.94Mn0.06As angeordnet ist, die auf semiisolierendem
GaAs aufgewachsen ist. Der starke anisotrope Hystereseeffekt bei
dieser experimentellen Vorrichtung kann einem anisotropen Magnetowiderstand
mit Tunneleffekt (TAMR) zugeschrieben werden, welcher aus einer starken
Spin-Umlaufbahnkopplung in einer einzigen ferromagnetischen Schicht
resultiert.
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Die
vorliegende Erfindung sucht danach, eine Leitungs-Steuervorrichtung
beispielsweise zur Verwendung in einem Speicher und/oder einer Logik oder
zur Verwendung als Magnetsensor zur Verfügung zu stellen.
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Gemäß einem
ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Leitungs-Steuervorrichtung zur
Verfügung
gestellt, die einen ersten ferromagnetischen Bereich mit einer relativ
hohen Koerzitivkraft aufweist, einen zweiten ferromagnetischen Bereich mit
einer relativ niedrigen Koerzitivkraft, einen Übergangsbereich, der zwischen
dem ersten und dem zweiten ferromagnetischen Bereich angeordnet
ist, zum magnetischen Entkoppeln des ersten und des zweiten ferromagnetischen
Bereichs, und ein Gate zum Anlegen eines elektrischen Felds an den Übergangsbereich,
um eine Ladungsträgerdichte
innerhalb des Übergangsbereichs
zu steuern.
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Somit
kann das Gate zum Abreichern oder Akkumulieren von Ladungsträgern im Übergangsbereich
verwendet werden, um eine Tunnel-Barriere oder einen leitenden Kanal
auszubilden und somit jeweils Lese- und Schreibzustände zur
Verfügung
zu stellen.
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Die
Vorrichtung kann einen dritten ferromagnetischen Bereich mit einer
höheren
Koerzitivkraft als der zweite ferromagnetische Bereich aufweisen,
einen weiteren Übergangsbereich,
der zwischen dem zweiten und dem dritten ferromagnetischen Bereich angeordnet
ist und ein weiteres Gate zum Anlegen eines Felds an den anderen Übergangsbereich,
um eine Ladungsträgerdichte
innerhalb des Übergangsbereichs
zu ändern.
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Die
Vorrichtung kann ein weiteres Gate zum Anlegen eines Felds an den
zweiten ferromagnetischen Bereich aufweisen. Das weitere Gate kann zum
Erhöhen
oder zum Erniedrigen einer Ladungsträgerdichte im zweiten ferromagnetischen
Bereich und somit zum Ändern
seiner magnetischen Eigenschaften, wie beispielsweise der Koerzitivkraft,
verwendet werden.
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Der
erste und der zweite ferromagnetische Bereich können dasselbe Material aufweisen,
welches ein ferromagnetischer Halbleiter, wie beispielsweise (Ga,Mn)As
sein kann. Der Übergangsbereich kann
auch dasselbe Material aufweisen. Der erste und der zweite ferromagnetische
Bereich und der Übergangsbereich
können
in einer Schicht ausgebildet sein.
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Der
erste ferromagnetische Bereich kann lang und dünn sein und eine Längsachse
haben. Die Längsachse
kann in einer Richtung entlang einer magnetischen leichten Achse
ausgerichtet sein.
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Die
Vorrichtung kann derart konfiguriert sein, dass sie einen Tunnel-Anisotropie-Magnetowiderstands-(TAMR-)Effekt
und/oder einen Tunnel-Magnetowiderstands(TMR-)Effekt zeigt.
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Der
zweite ferromagnetische Bereich kann durch eine Schicht oder einen
Teilabschnitt einer Schicht vorgesehen sein, die oder der im Wesentlichen
in einer Ebene angeordnet ist. Die Schicht oder der Teilabschnitt
der Schicht kann eine Dicke haben, die kleiner als oder gleich 10
nm ist. Der zweite ferromagnetische Bereich kann eine magnetische
leichte Achse haben, die von der Ebene der Schicht oder des Teilabschnitts
der Schicht nach außen
gerichtet ist und/oder eine magnetische leichte Achse, die in der
Ebene der Schicht oder des Teilabschnitts der Schicht ausgerichtet
ist. Der erste ferromagnetische Bereich kann durch eine andere Schicht
oder einen anderen Teilabschnitt der Schicht zur Verfügung gestellt
sein, die oder der im Wesentlichen in der oder einer anderen Ebene
angeordnet ist. Der erste ferromagnetische Bereich kann eine magnetische
leichte Achse haben, die in der Ebene der anderen Schicht oder des
anderen Teilabschnitts der Schicht ausgerichtet ist.
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Gemäß einem
zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Vorrichtung
zur Verfügung gestellt,
die einen leitenden Bereich aufweist, einen ferromagnetischen Bereich,
einen Übergangsbereich zum
Verbinden des leitenden Bereichs und des ferromagnetischen Bereichs
und ein Gate zum Anlegen eines elektrischen Felds an den leitenden
Bereich, um eine Ladungsträgerdichte
innerhalb des Übergangsbereichs
zu steuern.
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Der
leitende Bereich kann nicht ferromagnetisches Material oder halbleitendes
Material oder nicht ferromagnetisches halbleitendes Material aufweisen.
Der Übergangsbereich
kann Halbleitermaterial aufweisen. Der leitende Bereich, der Übergangsbereich
und/oder der ferromagnetische Bereich können dasselbe Material aufweisen.
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Gemäß einem
zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Speicherfeld
von Leitungs-Steuervorrichtungen zur Verfügung gestellt.
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Gemäß einem
dritten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum
Herstellen einer Leitungs-Steuervorrichtung zur Verfügung gestellt,
wobei das Verfahren Folgendes aufweist: Vorsehen eines ersten ferromagnetischen
Bereichs mit einer relativ hohen Koerzitivkraft, Vorsehen eines zweiten
ferromagnetischen Bereichs mit einer relativ niedrigen Koerzitivkraft,
Vorsehen eines Übergangsbereichs,
der zwischen dem ersten und dem zweiten ferromagnetischen Bereich
angeordnet ist, zum magnetischen Entkoppeln des ersten und des zweiten ferromagnetischen
Bereichs; und Vorsehen eines Gates zum Anlegen eines Felds an den Übergangsbereich,
um eine Ladungsträgerdichte
innerhalb des Übergangsbereichs
zu steuern.
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Ein
Vorsehen des Übergangsbereichs
kann ein Definieren einer Einengung zwischen dem ersten und dem
zweiten Übergangsbereich
aufweisen.
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Gemäß einem
vierten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum
Betreiben einer Leitungs-Steuervorrichtung zur Verfügung gestellt,
die einen Kanal hat, der einen ersten ferromagnetischen Bereich
mit einer relativ hohen Koerzitivkraft aufweist, einen zweiten ferromagnetischen
Bereich mit einer relativ niedrigen Koerzitivkraft, einen Übergangsbereich,
der zwischen dem ersten und dem zweiten ferromagnetischen Bereich
angeordnet ist, zum magnetischen Entkoppeln des ersten und des zweiten
ferromagnetischen Bereichs; und ein Gate zum Anlegen eines elektrischen
Felds an den Übergangsbereich,
um eine Ladungsträgerdichte
innerhalb des Übergangsbereichs
zu steuern, wobei das Verfahren ein Anlegen einer ersten Vorspannung an
das Gate zum Erhöhen
einer Ladungsträgerdichte im Übergangsbereich
und zum Treiben eines ersten Strompulses durch den Kanal aufweist,
wobei der Strompuls eine erste Stromamplitude hat, die größer als
ein kritischer Wert zum Umkehren einer Magnetisierung des zweiten
ferromagnetischen Bereichs ist.
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Dies
kann den Vorteil haben, dass die Magnetisierung des zweiten ferromagnetischen
Bereichs selektiv umgekehrt werden kann, ohne die Magnetisierung
des ersten ferromagnetischen Bereichs umzukehren.
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Das
Verfahren kann ein Anlegen einer zweiten Vorspannung an das Gate
zum Erniedrigen einer Ladungsträgerdichte
im Übergangsbereich
und zum Treiben eines zweiten Strompulses durch den Kanal aufweisen,
wobei der zweite Strompuls eine zweite Stromamplitude hat, die niedriger
als der kritische Wert ist.
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Gemäß einem
fünften
Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum Betreiben
einer Leitungs-Steuervorrichtung zur Verfügung gestellt, die einen Kanal
hat, der einen ersten ferromagnetischen Bereich mit einer relativen
hohen Koerzitivkraft aufweist, einen zweiten ferromagnetischen Bereich
mit einer relativ niedrigen Koerzitivkraft, einen Übergangsbereich,
der zwischen dem ersten und dem zweiten ferromagnetischen Bereich
angeordnet ist, zum magnetischen Entkoppeln des ersten und des zweiten
ferromagnetischen Bereichs; und ein Gate zum Anlegen eines Felds
an den Übergangsbereich,
um eine Ladungsträgerdichte
innerhalb des Übergangsbereichs
zu steuern, wobei das Verfahren ein Anlegen eines magnetischen Felds
an den ersten und den zweiten ferromagnetischen Bereich zum Umkehren
einer Magnetisierung des zweiten ferromagnetischen Bereichs aufweist,
wobei das magnetische Feld größer als
ein kritisches Feld des zweiten ferromagnetischen Bereichs ist,
aber kleiner als ein kritisches Feld des ersten ferromagnetischen Bereichs.
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Dies
kann den Vorteil haben dass die Magnetisierung des zweiten ferromagnetischen
Bereiches selektiv umgekehrt werden kann, ohne die Magnetisierung
des ersten ferromagnetischen Bereichs umzukehren.
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Ausführungsbeispiele
der vorliegenden Erfindung werden nun anhand eines Beispiels unter
Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen beschrieben werden, wobei:
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1 eine
perspektivische Ansicht einer Leitungs-Steuervorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung ist;
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2 eine
Draufsicht auf die in 1 gezeigte Vorrichtung ist;
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3 ein
Querschnitt der in 2 gezeigten Vorrichtung entlang
einer Linie A-A' ist;
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4 eine schematische Darstellung einer Magnetisierung
ferromagnetischer Bereiche in der in 1 gezeigten
Vorrichtung ist;
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5 ein
schematisches Diagramm einer Vorrichtung zum Betreiben der in 1 gezeigten Vorrichtung
ist;
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6 Gate-Vorspannungen,
Strompulse und ein Magnetfeld darstellt, die während eines Schreibzyklus an
die Vorrichtung der 1 angelegt werden können;
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7 Gate-Vorspannungen
und einen Strompuls darstellt, die während eines Lesezyklus an die
Vorrichtung der 1 angelegt werden können;
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8A bis 8D ein
Verfahren zum Herstellen der in 1 gezeigten
Vorrichtung zeigen;
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9 eine
Draufsicht auf eine weitere Leitungs-Steuervorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung ist;
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10 ein
Querschnitt der in 9 gezeigten Vorrichtung entlang
der Linie B-B' ist;
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11 die
in 1 gezeigte Vorrichtung darstellt, die als Logikgatter
verwendet wird;
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12 Gate-Vorspannungen,
Strompulse und ein Magnetfeld darstellt, die während eines Schreibzyklus an
die Vorrichtung der 1 angelegt werden können;
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13 Gate-Vorspannungen
und einen Strompuls darstellt, die während eines Lesezyklus an die
Vorrichtung der 1 angelegt werden können;
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14 eine
Wahrheitstabelle für
die in 11 gezeigte Vorrichtung ist;
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15 eine
schematische Ansicht einer Speicherzelle gemäß der vorliegenden Erfindung
ist;
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16 einen
Teil eines Speicherfelds mit der in 15 gezeigten
Speicherzelle darstellt;
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17A und 17B Querschnitte
einer in 15 gezeigten Speicherzelle jeweils
entlang den Linien C-C' und
D-D' sind;
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18 ein
schematisches Diagramm eines Speicherfelds mit einer Treiberschaltung
ist;
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19 ein
Schreiben zu einer Speicherzelle in dem in 18 gezeigten
Speicherfeld darstellt; und
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20 ein
Lesen einer Speicherzelle in dem in 18 gezeigten
Speicherfeld darstellt.
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Vorrichtungsstruktur
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Nimmt
man Bezug auf die 1, 2 und 3,
weist eine Leitungs-Steuervorrichtung 1 gemäß der vorliegenden
Erfindung einen langen und dünnen
Leitungskanal 2 und ein erstes, ein zweites und ein drittes
Gate 3, 4, 5 auf.
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Der
Kanal 2 weist einen ersten und einen zweiten ferromagnetischen
Bereich 6, 7 mit einer relativ hohen Koerzitivkraft
und einen dritten ferromagnetischen Bereich 8 mit einer
relativ niedrigen Koerzitivkraft auf. Der dritte ferromagnetische
Bereich 8 ist allgemein zwischen dem ersten und dem zweiten ferromagnetischen
Bereich 6, 7 angeordnet, so dass eine Leitung
zwischen dem ersten und dem zweiten ferromagnetischen Bereich 6, 7 durch
den dritten ferromagnetischen Bereich 8 erfolgt. Somit
dienen der erste und der zweite feste Bereich 6, 7 auch
als ein Source- und ein Drainbereich.
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Der
erste, der zweite und der dritte ferromagnetische Bereich 6, 7, 8 sind
aus demselben ferromagnetischen Material ausgebildet. Jedoch können der
erste, der zweite und der dritte ferromagnetische Bereich 6, 7, 8 aus
unterschiedlichen ferromagnetischen Materialien ausgebildet sein,
wie beispielsweise ferromagnetischen Metallen und ferromagnetischen
Halbleitern. Der ferromagnetische Halbleiter kann einen Halbleiter
aufweisen, der mit einem magnetischen Dotierungsmittel dotiert ist,
um ferromagnetisch zu werden, und die Konzentration des magnetischen
Dotierungsmittels kann variiert werden. Weiterhin kann der ferromagnetische
Halbleiter mit zusätzlichem
nicht magnetischem Dotierungsmittel dotiert werden. Alternativ dazu
kann der ferromagnetische Halbleiter einen Halbleiter aufweisen,
der einen Ferromagnetismus ohne ein Dotieren zeigt, und kann mit
einem magnetischen oder einem nicht magnetischen Dotierungsmittel
dotiert sein.
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Der
Kanal 2 enthält
einen ersten und einen zweiten Übergangsbereich 9, 10.
Der erste Übergangsbereich 9 entkoppelt
den ersten ferromagnetischen Bereich 6 und den dritten
ferromagnetischen Bereich 8 in dem Sinn magnetisch, dass
die Magnetisierungsumkehr in dem ersten und dem dritten Bereich 6, 8 bei
unterschiedlichen Magnetfeldern auftreten kann. Gleichermaßen entkoppelt
der zweite Übergangsbereich 10 den
zweiten ferromagnetischen Bereich 7 und den dritten ferromagnetischen Bereich 8 magnetisch.
Der erste und der zweite Übergangsbereich 9, 10 weisen
Halbleitermaterial auf. Der erste und der zweite Übergangsbereich 9, 10 können aus
demselben Material ausgebildet sein und können aus demselben Material
wie einer oder mehrere der ferromagnetischen Bereiche 6, 7, 8 ausgebildet
sein.
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Die
ferromagnetischen und die Übergangsbereiche 6, 7, 8, 9, 10 sind
in einer gemusterten ferromagnetischen Schicht 11 vorgesehen,
die einen ferromagnetischen Halbleiter aufweist, der bei diesem
Beispiel eine Galliummanganarsenidlegierung (Ga1-xMnxAs) mit einer Mangankonzentration x von 0,02,
anders ausgedrückt
Ga0 , 98Mn0 , 02As,
ist. Jedoch können
Galliummanganarsenidlegierungen mit anderen Mangankonzentrationen,
wie beispielsweise x = 0.06, verwendet werden. Weiterhin können andere ferromagnetische
Halbleiter, wie beispielsweise (In,Mn)As, (Ga,Mn)P, (GaMn)N oder
Ge1-yMny, verwendet
werden. Bei diesem Beispiel hat die gemusterte ferromagnetische
Schicht 11 eine Dicke von 10 nm. Jedoch kann die ferromagnetische
Schicht 11 dünner
sein, wie beispielsweise 3 nm oder 5 nm, oder dicker.
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Ein
Verwenden eines ferromagnetischen Halbleiters anstelle eines ferromagnetischen
Metalls oder einer Legierung kann den Vorteil haben, dass ein Gate
zum Anlegen eines elektrischen Felds an das ferromagnetische Material
und zum Ändern
der Dichte und/oder der Verteilung von Ladungsträgern verwendet werden kann,
die in der Mitte einer magnetischen Ordnung sind, und somit zum Ändern der magnetischen
Eigenschaften des ferromagnetischen Materials. Es kann auch den
Vorteil haben, dass ein Energieverbrauch reduziert wird, weil die
kritische Stromdichte für
eine Spinmoment-Magnetisierungsumkehr in einem ferromagnetischen
Halbleiter für
gewöhnlich
zwei bis drei Größenordnungen
niedriger als in einem ferromagnetischen Material ist.
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Die
gemusterte ferromagnetische Schicht 11 liegt über einer
zusammen mit ihr ausgedehnten Isolierschicht 12, die einen
Isolator aufweist, welcher bei diesem Beispiel Aluminiumarsenid
(AlAs) ist. Andere Isolatoren können
verwendet werden. Der Isolator kann kristallin sein. Der Isolator
kann eine Gitteranpassung an den ferromagnetischen Halbleiter aufweisen
oder kann eine Fehlanpassung an den ferromagnetischen Halbleiter
aufweisen, um eine Spannung zu erreichen, die dabei hilft, eine
magnetische Anisotropie zu verursachen. Die ferromagnetische Schicht 11 und
die Isolierschicht 12 müssen
nicht gemeinsam ausgedehnt sein. Beispielsweise kann die Isolierschicht 12 größer sein.
Die Isolierschicht 12 liegt über einem teilweise geätzten Substrat 13,
das bei diesem Beispiel halbleitendes Galliumarsenid (GaAs) aufweist.
Andere Substrate, wie beispielsweise Silizium, können verwendet werden. Eine
Abdeckschicht 14 (in 1 der Klarheit
halber teilweise entfernt gezeigt) liegt zusammen ausgedehnt mit
der gemusterten ferromagnetischen Schicht 11 über dieser. Bei
diesem Beispiel weist die Abdeckschicht 14 AlAs auf. Die
Abdeckschicht 14 und die ferromagnetische Schicht 11 müssen nicht
gemeinsam ausgedehnt sein.
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Nimmt
man insbesondere Bezug auf die 2 und 3,
sind der dritte ferromagnetische Bereich 8 und der erste
und der zweite Sperrschicht 9, 10 durch Einengungen 15, 16 definiert.
Die Einengungen 15, 16 sind zwischen einer ersten
Seitenwand 17 und einem ersten und einem zweiten Teilabschnitt 181 , 182 einer
zweiten gegenüberliegenden Seitenwand 18 definiert.
In einer Draufsicht stellt jeder Teilabschnitt 181 , 182 der Seitenwand eine nach innen gerichtete
Kerbe in Richtung zu der ersten Seitenwand 17 zur Verfügung. Die
Einengungen 15, 16 können unter Verwendung von einer
anderen Seitenwandanordnung definiert sein, wie beispielsweise unter
Verwendung von anderen geformten Biegungen und/oder unter Verwendung
eines Paars von gegenüberliegenden
Biegungen. Die Einengungen 15, 16 können lan
und dünn
sein, wie beispielsweise durch einen engen Leitungskanalteilabschnitt
vorgesehen.
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Die Übergangsbereiche 9, 10 können auf
andere Arten definiert sein und müssen keine Einengung verwenden.
Beispielsweise können
die Übergangsbereiche 9, 10 ein
anderes Material oder ein Material mit einer anderen Dotierungskonzentration aufweisen.
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Der
erste und der zweite ferromagnetische Bereich 6, 7 sind
allgemein lang und dünn
und haben eine Breite W und eine Länge L, so dass W < L gilt. Die Breite
W kann kleiner als oder gleich 100 nm sein und kann kleiner als
oder gleich 50 nm sein. Bei diesem Beispiel ist W 50 nm und ist
L 200 nm.
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Der
dritte ferromagnetische Bereich 8 kann lang und dünn sein
und hat eine Breite w und eine Länge
l. Die Breite w kann kleiner als W sein. Bei diesem Beispiel ist
w 40 nm und ist 160 nm.
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Eine
magnetische Formanisotropie kann zum Erniedrigen der Koerzitivkraft
des dritten ferromagnetischen Bereichs 8 relativ zu der
Koerzitivkraft des ersten und des zweiten ferromagnetischen Bereichs 6, 7 verwendet
werden, und zwar insbesondere dann, wenn die ferromagnetischen Bereiche 6, 7, 8 dasselbe
Material aufweisen. Somit kann der dritte ferromagnetische Bereich 8 derart
konfiguriert sein, dass er eine niedrigere Koerzitivkraft hat, indem
er derart angeordnet ist, dass er im Vergleich mit den anderen ferromagnetischen
Bereichen 6, 7 ein anderes Seitenverhältnis hat.
Das Seitenverhältnis
kann als das Verhältnis
der Breite zur Länge,
d. h. w/l und W/L, definiert sein. Somit kann der dritte ferromagnetische
Bereich 8 ein größeres Seitenverhältnis als
der erste und der zweite ferromagnetische Bereich 6, 7 haben.
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Die
Einengungen 15, 16 haben jeweils eine Breite c,
die kleiner als w ist. Die Einengungsbreite c kann kleiner als 20
nm sein. Bei diesem Beispiel ist die Einengungsbreite c 10 nm.
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Die
Einengungen 15, 16 können andere Breiten haben.
Beispielsweise kann die erste Einengung 15 eng genug dafür sein,
dass eine Tunnel-Barriere für
die Vorrichtung 1 zur Verfügung gestellt wird, um einen
Tunnel-Anisotropie-Magnetowiderstand (TAMR)
zu zeigen, wohingegen die zweite Einengung 16 breiter sein
kann, und zwar breit genug dafür,
dass keine Tunnel-Barriere zur Verfügung gestellt wird, oder umgekehrt.
Somit kann ein dritter magnetischer Bereich 8 definiert
werden, aber nur eine Einengung 15, 16 stellt
eine Tunnel-Barriere
zur Verfügung.
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Das
erste und das zweite Gate 3, 4 steuern eine Ladungsträgerdichte
jeweils in dem ersten und dem zweiten Übergangsbereich 9, 10 zum
Schalten der Übergangsbereiche 9, 10 zwischen
jeweils leitenden und isolierenden Zuständen, vorzugsweise ohmschen
und Tunnelzuständen.
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Bei
diesem Beispiel sind das erste und das zweite Gate 3, 4 allgemein
in einer Ebene mit und lateral beabstandet von den Übergangsbereichen 9, 10 und
benachbart zur ersten Seitenwand 17 angeordnet, um eine
Seitengateanordnung zur Verfügung
zu stellen. Somit legen das erste und das zweite Gate 3, 4 jeweilige
elektrische Felder 19, 20 über die erste Seitenwand 17 in
den ersten und den zweiten Übergangsbereich 9, 10 an.
Jedoch können
andere Gateanordnungen verwendet werden. Beispielsweise kann jedes
seitliche Gate 3, 4 ein Paar von gegenüberliegenden
seitlichen Gates aufweisen, was manchmal "geteiltes Gate" genannt wird. Jedes Gate 3, 4 kann
zusätzlich
oder alternativ ein oberstes Gate aufweisen, das über dem Übergangsbereich 9, 10 liegt,
und/oder ein Rückseitengate,
das unter dem Übergangsbereich 9, 10 liegt.
Die Gates 3, 4 können von den Übergangsbereichen 9, 10 durch
eine dielektrische Schicht (nicht gezeigt) getrennt sein.
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Bei
der Seitengateanordnung sind das erste und das zweite Gate 3, 4 jeweils
von dem ersten und dem zweiten Übergangsbereich 9, 10 durch
eine Trennlinie s beabstandet. Die Trennlinie s kann kleiner als
20 nm, kleiner als 10 nm oder kleiner als 5 nm sein. Bei diesem
Beispiel ist die Trennlinie s 10 nm.
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Bei
einer Anordnung mit oberstem Gate und/oder mit Seitengate kann die
Trennlinie zwischen dem Gate 3, 4 und der Sperrschicht 9, 10 durch
die Dicke eines dazwischen liegenden Isolators (nicht gezeigt) definiert
sein, der beispielsweise ein amorphes Isoliermaterial, wie beispielsweise
Siliziumdioxid (SiO2), Siliziumnitrid (Si3N4), oder ein isolierendes
kristallines Material, wie beispielsweise AlAs für (Ga,Mn)As, aufweist. Der
dazwischen liegende Isolator sollte vorzugsweise dick genug sein, um
einen Tunneleffekt oder einen Durchbruch wenigstens bei typischen
Gatespannungen zu verhindern. Die Dicke des Isolators kann geringer
als 20 nm sein und kann geringer als 10 nm sein. Die Dicke des Isolators
kann geringer als 6 oder 5 nm sein, aber größer als 2 oder 3 nm.
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Eine
Trennlinie kann basierend auf der Größe eines angelegten elektrischen
Felds 19, 20 und des Durchbruchfelds des Spalts
zwischen dem Gate 3, 4 und der Sperrschicht 9, 10 oder
dem Trennisolator (nicht gezeigt) ausgewählt werden.
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Das
dritte Gate 5 ist als Seitengate zum dritten ferromagnetischen
Bereich 8 angeordnet, um eine Ladungsträgerdichte im dritten ferromagnetischen
Bereich 8 zu steuern und somit die Koerzitivkraft zu ändern. Dies
kann den Vorteil haben, dass es den Strom und/oder das magnetische
Feld erniedrigen kann, der oder das für eine Magnetisierungsumkehr
nötig ist,
und somit einen Energieverbrauch reduzieren kann. Es kann auch den
Vorteil haben, dass es zum Erhöhen
oder zum Erniedrigen einer Empfindlichkeit der Vorrichtung verwendet
werden kann, wenn die Vorrichtung als Magnetfeldsensor verwendet
wird.
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Das
dritte Gate 5 ist allgemein in einer Ebene mit und lateral
beabstandet von dem dritten ferromagnetischen Bereich 8 und
benachbart zur zweiten Seitenwand 18 angeordnet, um eine
Seitengateanordnung zur Verfügung
zu stellen. Somit legt das dritte Gate 5 ein elektrisches
Feld 21 über
die zweite Seitenwand 18 in den dritten ferromagnetischen
Bereich 8 an. Jedoch können
andere Gateanordnungen verwendet werden. Beispielsweise kann das
dritte Gate 5 ein Paar von gegenüberliegenden Seitengates aufweisen.
Das dritte Gate 5 kann zusätzlich oder alternativ ein
oberstes Gate aufweisen, das über
dem freien Bereich 8 liegt, und/oder ein Rückseitengate, das
unter dem dritten ferromagnetischen Bereich 8 liegt. Eine
Anordnung mit einem obersten oder einem untersten Gate kann einen
derartigen Vorteil haben, dass es möglich sein kann, einen größeren Bereich oder
ein größeres Ausmaß des dritten
ferromagnetischen Bereichs 8 einem elektrischen Feld auszusetzen,
und somit eine stärkere
Steuerung über
die magnetischen Eigen schaften des ferromagnetischen Bereichs 8,
wie beispielsweise die Koerzitivkraft, zur Verfügung zu stellen. Eine Anordnung
mit oberstem Gate wird später
detaillierter beschrieben.
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Bei
der Seitengateanordnung ist das dritte Gate 5 vom dritten
ferromagnetischen Bereich 8 durch eine Trennlinie s' beabstandet. Die
Trennlinie s' kann
kleiner als 20 nm sein, kleiner als 10 nm oder kleiner als 5 nm.
Bei diesem Beispiel ist die Trennlinie s' 10 nm.
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Bei
einer Anordnung mit oberstem Gate und/oder mit Seitengate kann die
Trennlinie zwischen dem Gate 5 und dem dritten ferromagnetischen
Bereich 8 durch die Dicke eines dazwischen liegenden Isolators
(nicht gezeigt) definiert sein, der beispielsweise amorphes oder
kristallines Isoliermaterial aufweist, wie es früher angegeben ist. Die Dicke des
Isolators kann geringer als 20 nm sein und kann geringer als 10
nm sein. Die Dicke des Isolators kann geringer als 6 oder 5 nm sein,
aber größer als
2 oder 3 nm.
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Die
Trennlinie kann basierend auf der Größe eines angelegten elektrischen
Felds 21 und des Durchbruchfelds des Spalts zwischen dem
Gate 5 und dem dritten ferromagnetischen Bereich 8 oder dem
Trennisolator (nicht gezeigt) ausgewählt werden.
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Die
Gates 3, 4, 5 sind in der gemusterten
ferromagnetischen Schicht 8 vorgesehen und liegen über der
Isolierschicht 12 und dem Substrat 13 und liegen
unter der Abdeckschicht 14.
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Anstelle
des ersten ferromagnetischen Bereichs 6 kann ein nicht
ferromagnetischer Bereich verwendet werden, wie beispielsweise ein
nicht ferromagnetischer, halbleitender Bereich. Der zweite ferromagnetische
Bereich 7 kann weggelassen werden, oder ein nicht ferromagnetischer
Bereich kann an seiner Stelle verwendet werden. Vorrichtungen mit
einem leitenden Bereich, einem ferromagnetischen Bereich, einem Übergangsbereich
zum elektrischen Koppeln des leitenden Bereichs und des ferromagnetischen
Bereichs und einem Gate zum Steuern einer Ladungsträgerdichte
innerhalb des Übergangsbereichs
kann als Magnetsensor verwendet werden.
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Magnetisierung
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Bei
diesem Beispiel sind der erste, der zweite und der dritte ferromagnetische
Bereich 6, 7, 8 aus (Ga,Mn)As ausgebildet.
Ein Ferromagnetismus in (Ga,Mn)As entsteht als Ergebnis einer Austauschinteraktion
zwischen umherziehenden Löchern
und lokalisierten Mn-Ionen. Somit kann ein Ändern der Dichte von Ladungsträgern die
magnetischen Eigenschaften der Vorrichtung 1 ändern und
kann sogar eine magnetische Ordnung unterdrücken.
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Die
ferromagnetischen Bereiche 6, 7, 8 können jeweils
eine jeweilige einzige magnetische Domäne aufweisen. Ein Bereich 6, 7, 8 kann
derart angeordnet sein, dass er eine einzige magnetische Domäne hat,
indem der Bereich 6, 7, 8 derart konfiguriert
ist, dass er eine Dimension hat, die kleiner als eine gegebene Größe ist,
wie typischerweise in der Größenordnung
von 1 bis 10 μm.
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Nimmt
man Bezug auf 4, ist ein schematisches
Diagramm des ersten, des zweiten und des dritten ferromagnetischen
Bereichs 6, 7, 8 und ihrer jeweiligen
Magnetisierungen 22, 23, 24 gezeigt.
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Der
erste, der zweite und der dritte ferromagnetische Bereich 6, 7, 8 sind
in der Ebene der Schicht 11 magnetisiert und haben jeweilige
Magnetisierungen 22, 23, 24. Jedoch kann
oder können
einer oder mehrere der ferromagnetischen Bereiche 6, 7, 8 außerhalb
der Ebene der Schicht 11 magnetisiert sein, wie beispielsweise
senkrecht zur Ebene der Schicht 11. Beispielsweise können der
erste und der zweite ferromagnetische Bereich 6, 7 in
der Ebene der Schicht 11 magnetisiert sein, während der
dritte ferromagnetische Bereich 8 aus der Ebene der Schicht 11 heraus
magnetisiert sein kann, oder umgekehrt.
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Ein
dünner
Film von (Ga,Mn)As, der auf GaAs aufgewachsen ist, erfährt eine
Kompressionsspannung aufgrund einer Gitterfehlanpassung und zeigt
bei niedrigen Temperaturen (in diesem Fall unterhalb von etwa 4,2°K) eine biaxiale
Anisotropie mit leichten Achsen entlang den [100]- und [010]-Kristallographierichtungen.
Somit haben Magnetisierungen, die entlang den [100]-, [010]-, [-100]- oder [-010]-Kristallographierichtungen
ausgerichtet sind, dieselbe Anisotropieenergie.
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Jedoch
können
weitere Anisotropien eingeführt
werden, wie beispielsweise durch die Form oder die Spannung, was
veranlassen kann, dass sich die leichten Achsen bewegen und/oder
die 4-fache Degeneration zerstören,
und so veranlassen, dass eine Ausrichtung entlang einer leichten
Achse energetisch bevorzugt gegenüber einer anderen leichten
Achse ist.
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Der
dritte ferromagnetische Bereich 8 ist entlang einer Längsachse 25 lang
und dünn
bzw. ausgedehnt, um eine Formanisotropie einzuführen. Der erste und der zweite
ferromagnetische Bereich 6, 7 können auch
entlang einer Achse 25 ausgedehnt sein. Bei diesem Beispiel
ist die Längsachse 25 entlang
einer [100]-Kristallographierichtung 26 ausgerichtet.
Jedoch kann die Längsachse 25 entlang
einer [010]-Kristallographierichtung 27 ausgerichtet sein.
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Bei
höheren
Temperaturen, nämlich
nahe der Curietemperatur, zeigt auf GaAs aufgewachsenes (Ga,As)Mn
auch eine einachsige Anisotropie mit einer leichten Achse entlang
der [110]-Kristallographierichtung. Somit kann die Längsachse 25 entlang einer
[110]-Kristallographierichtung 28 ausgerichtet sein.
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Die
leichten Achsen können
derart konfiguriert sein, dass sie in einer Richtung außerhalb
der Ebene sind. Eine Anisotropie außerhalb der Ebene bei GaMnAs
kann durch Einführen
einer Zugspannung in einen Film von GaMnAs beispielsweise durch Aufwachsen
des GaMnAs-Films auf InGaAs oder durch Erniedrigen der Dichte von
Löchern
im auf GaAs aufgewachsenen GaMnAs-Film erreicht werden. Somit kann
durch Anlegen eines elektrischen Felds an den dritten ferromagnetischen
Bereich 8 unter Verwendung des dritten Gates 5 der
dritte ferromagnetische Bereich 8 selektiv eine magnetische Anisotropie
außerhalb
der Ebene zeigen, während der
erste und der zweite ferromagnetische Bereich 6, 7 noch
eine magnetische Anisotropie innerhalb der Ebene zeigen. Dies kann
in größeren TAMR-Effekten resultieren.
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Wenn
ein anderes ferromagnetisches Material verwendet wird, dann können die
magnetischen leichten Achsen anders sein.
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Bei
diesem Beispiel sind die leichten Achsen in der Ebene der Schicht 11.
Wenn kein externes magnetisches Feld oder kein externer Strom angelegt wird,
sind die Magnetisierungen 22, 23, 24 entlang
einer der magnetischen leichten Achsen 26, 27 ausgerichtet.
Wenn jedoch ein externes magnetisches Feld in einer Richtung angelegt
ist, die unterschiedlich von der Richtung der Magnetisierung ist,
dann kann die Richtung der Magnetisierung 22, 23, 24 von
einer leichten Achse 26, 27 zu einer anderen 26, 27 umschalten.
Weiterhin kann dann, wenn ein Strom angelegt wird, der stark genug
ist, um ein Spinmoment auszuüben,
die Richtung der Magnetisierung 24 von einer leichten Achse 26, 27 zu
einer anderen 26, 27 umschalten.
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Wie
es in 4 gezeigt ist, tritt ein Zustand eines
höheren
Widerstands auf, wenn die Magnetisierung 24 mit einer der
magnetischen leichten Achsen 26, 27 ausgerichtet
ist. Bei diesem Beispiel tritt ein Zustand eines relativ niedrigen
Widerstands auf, wenn die Magnetisierung 24 entlang der
ersten leichten Achse 26 liegt, d. h. entlang der [100]-Kristallographierichtung,
und entsteht ein Zustand eines relativ hohen Widerstands, wenn die
Magnetisierung 24 entlang der zweiten leichten Achse 27 liegt,
d. h. entlang der [010]-Kristallographierichtung.
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Bei
diesem Beispiel ist die Längsachse 25 der
Vorrichtung in der [100]-Kristallographieachse 26 ausgerichtet.
Wenn die Magnetisierung 24 des dritten ferromagnetischen
Bereichs 8 entlang der [100]-Richtung parallel zum Stromfluss
ausgerichtet ist, ist die Vorrichtung in einem Zustand eines niedrigen
Widerstands. Wenn die Magnetisierung entlang der [010]-Richtung,
senkrecht zum Stromfluss, ausgerichtet ist, ist die Vorrichtung 1 in
einem Zustand eines hohen Widerstands.
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Obwohl
die Vorrichtung 1 einen Vorteil aus dem TAMR-Effekt ziehen
kann, muss sie dies nicht tun. Stattdessen kann die Vorrichtung 1 andere
Effekte verwenden, wie beispielsweise den Tunnel-Magnetowiderstandseffet
(TMR), bei welchem ein Vorrichtungswiderstand von der Richtung der
Magnetisierung 24 des dritten ferromagnetischen Bereichs 8 relativ
zu der Richtung der Magnetisierung 22, 23 des ersten
und des zweiten ferromagnetischen Bereichs 6, 7 abhängt.
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Selbst
wenn die ferromagnetischen Bereiche 6, 7, 8 aus
demselben Material ausgebildet sind, kann der dritte ferromagnetische
Bereich 8 derart konfiguriert sein, dass er eine niedrigere
Koerzitivkraft hat, wie beispielsweise durch selektives Formen des
dritten ferromagnetischen Bereichs 8 derart, dass er eine
gegebene Geometrie hat, und zwar in diesem Fall dadurch, dass er
weniger ausgedehnt ist. Zusätzlich
oder alternativ können
andere Techniken zum Erniedrigen der Koerzitivkraft verwendet werden,
wie beispielsweise ein Verdünnen
des Bereichs 8 durch Ätzen
oder durch Einfügen
einer Beschädigung
im freien Bereich 8 durch eine Ionenimplantation oder eine
Kombination davon.
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Weil
der dritte ferromagnetische Bereich 8 eine niedrigere Koerzitivkraft
als der erste und der zweite Bereich 6, 7 hat,
tritt eine Umkehr seiner Magnetisierung 24 bei einem niedrigeren
kritischen magnetischen Feld auf als eine Umkehr der Magnetisierungen 22, 23 der
anderen zwei ferromagnetischen Bereiche 6, 7.
Somit kann ein magnetisches Feld angelegt werden, das über dem
kritischen Feld des dritten ferromagnetischen Bereichs 8 ist,
das aber unter das kritische Feld des ersten und des zweiten ferromagnetischen
Bereichs 6, 7 abfällt. Wenn ein solches Feld
angelegt wird, kann die Magnetisierung 24 des dritten ferromagnetischen
Bereichs 8 umgeschaltet werden, während die Magnetisierungen 22, 23 des ersten
und des zweiten ferromagnetischen Bereichs 6, 7 in
denselben jeweiligen Richtungen ausgerichtet bleiben. Dieses Verhalten
kann so ausgenutzt werden, dass während eines normalen Betriebs
der erste und der zweite ferromagnetische Bereich 6, 7 Bereiche
mit einer Magnetisierung fester Richtung 22, 23 zur
Verfügung
stellen, während
der dritte ferromagnetische Bereich 8 einen Bereich mit
einer Magnetisierung 24 einer umkehrbaren Richtung zur
Verfügung
stellt. Somit können
der erste und der zweite ferromagnetische Bereich 6, 7 jeweils "fester" oder "befestigter" Bereich genannt
werden und kann der dritte ferromagnetische Bereich 8 als "freier" Bereich bekannt
sein. Der Bequemlichkeit halber werden der erste und der zweite
ferromagnetische Bereich 6, 7 hierin nachfolgend
der erste und der zweite feste Bereich 6, 7 genannt
und wird der dritte Bereich 8 hierin nachfolgend freier
Bereich 8 genannt.
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Wie
es früher
angegeben ist, kann dann, wenn ein Strom angelegt wird, der stark
genug ist, die Richtung der Magnetisierung 24 von einer
leichten Achse 26, 27 zu einer anderen 26, 27 umschalten. Dies
kann aufgrund einer Spinmomentaktion an einer magnetischen Domänenwand
erfolgen, was veranlasst, dass sich die Wand durch den freien Bereich 8 bewegt.
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Die
Magnetisierungen 22, 23 des ersten und des zweiten
festen Bereichs 6, 7 sind in derselben Richtung
ausgerichtet. Dies kann durch Anregen eines magnetischen Felds oberhalb
des kritischen Felds des ersten und des zweiten festen Bereichs 6, 7 erreicht
werden.
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Die
Vorrichtung 1 kann einige Vorteile gegenüber herkömmlichen
Spintronic-Vorrichtungen
haben.
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Beispielsweise
nehmen herkömmliche
Spintronic-Vorrichtungen normalerweise die Form von vertikalen Stapeln
an, die komplexe mehrschichtige Anordnungen aufweisen, bei welchen
Schichten feste Funktionen haben. Jedoch kann die Vorrichtung 1 derart
angesehen werden, dass sie eine einfachere Anordnung ist, bei welcher
unterschiedliche Teile der Vorrichtung 1 unterschiedliche
Funktionen haben und abgestimmt werden können. Beispielsweise können die Übergangsbereiche 9, 10 als
Tunnel-Barrieren funktionieren, ein Befestigen einer Domänenwand
zur Verfügung
stellen und/oder als Kernbildungsbereiche für Domänenwände dienen. Die magnetischen
Eigenschaften des dritten ferromagnetischen Bereichs 8,
wie beispielsweise eine magnetische Anisotropie und eine Koerzitivkraft,
können
variiert werden.
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Vorrichtungsbetrieb
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Nimmt
man Bezug auf 5, enthält eine Vorrichtung 29 zum
Betreiben der Leitungs-Steuervorrichtung 1 eine Stromquelle 30 zum
Treiben eines Strompulses I durch den Kanal 2 und einen
optionalen seriellen Widerstand 31, eine erste, eine zweite und
eine dritte Spannungsquelle 32, 33, 34 zum
Anlegen einer ersten, einer zweiten und einer dritten Gatespannung
VG1, VG2, VG3 an jeweils das erste, das zweite und das
dritte Seitengate 3, 4, 5 und ein Voltmeter 35 zum
Messen des Spannungsabfalls VSD zwischen
dem ersten und dem zweiten festen Bereich 6, 7,
und somit zum Bestimmen, ob die Vorrichtung 1 in einem
Zustand eines hohen oder eines niedrigen Widerstands ist.
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Eine
Quelle 36 zum Erzeugen eines magnetischen Felds Bext kann auch vorgesehen sein. Die Quelle 36 kann
einen Induktor (nicht gezeigt) aufweisen, wie beispielsweise einen
Draht, eine Schleife oder eine Spule, und eine Quelle (nicht gezeigt)
zum Treiben eines Stroms durch den Induktor. Der Induktor (nicht
gezeigt) kann auf dem Substrat 13 (1) nahe
zu der Vorrichtung 1 (1) angeordnet
sein.
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Die
Vorrichtung 1 kann zum Speichern von Daten und/oder zum
Erfassen eines Magnetfelds verwendet werden.
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Nun
wird ein Prozess zum Schreiben und Lesen von Daten zu und von der
Vorrichtung 1 unter Bezugnahme auf die 5 bis 7 beschrieben
werden.
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Die
Vorrichtung 1 wird auf unter die Curietemperatur Tc des ferromagnetischen Materials gekühlt. Bei
diesem Beispiel ist die Curietemperatur von Ga0.98Mn0.02As etwa 48°K und wird die Vorrichtung auf
4,2°K gekühlt. Andere
ferromagnetische Materialien können
eine höhere
Curietemperatur haben, und somit können Vorrichtungen, die auf
diesen Materialien basieren, bei einer höheren Temperatur betrieben
werden.
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Nimmt
man insbesondere Bezug auf 6, können bei
einem Schreibprozess die erste und die zweite Spannungsquelle 32, 33 jeweils
eine Vorspannung 37, 38 an das erste und das zweite
Gate 3, 4 anlegen, d. h. VG1 =
VG2 = –V1, um eine Ladungsträgerdichte in den Übergangsbereichen 9, 10 zu
erhöhen,
um dadurch den Widerstand der Übergangsbereiche 9, 10 zu
reduzieren, so dass sie leiten, und zwar vorzugsweise als ohmsche
Leiter. Die Sperrschichten 9, 10 sind ausreichend
leitend, um eine strominduzierte Magnetisierungsumkehr zu zeigen.
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Bei
diesem Beispiel sind |VG1| und |VG2| in der Größenordnung von 1 V. Jedoch
können
diese durch routinemäßiges Experimentieren
gefunden werden.
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Bei
(Ga,Mn)As ist ein Ladungsträgertransport
durch Löcher
dominiert. Somit wird eine negative Vorspannung an das erste und
das zweite Gate 3, 4 angelegt, um eine Ladungsträgerdichte
in den Übergangsbereichen 9, 10 zu
erhöhen.
Wenn jedoch ein ferromagnetischer Halbleiter verwendet wird, bei
welchem ein Ladungsträgertransport
durch Elektronen dominiert ist, dann wird eine positive Vorspannung
an die Gates 3, 4 angelegt.
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Die
dritte Spannungsquelle 34 kann eine Vorspannung 39 an
das dritte Gate 5 anlegen, d. h. VG3 =
V2, um eine Ladungsträgerdichte auf der ferromagnetischen
Insel 8 zu erniedrigen und somit eine Koerzitivkraft zu
reduzieren.
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Bei
diesem Beispiel ist |VG3| in der Größenordnung
von 1 V. Jedoch kann dies durch routinemäßige Experimente gefunden werden.
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Die
Stromquelle 30 treibt einen Strompuls 40 mit einer
Größe Ic, d. h. ISD = Ic, was höher
als der kritische Strom der ferromagnetischen Insel 8 ist.
Der Strompuls verstärkt
entweder die existierende Magnetisierung 24 (4) oder kehrt die Magnetisierung 24 um
(4), wie beispielsweise durch Umschalten der
Magnetisierung um 90°.
Eine gegebene Richtung der Magnetisierung 24 kann durch
Auswählen
der Polarität
des Strompulses erreicht werden. Der Strompuls 40 hat eine
Dauer Δt1. Die Dauer Δt1 kann kleiner
als oder gleich 100 ns, 10 ns oder 1 ns sein. Bei diesem Beispiel
ist die Dauer Δt1 100 ps.
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Für ferromagnetisches
Material ist eine typische kritische Stromdichte in der Größenordnung von
107 Acm–2 und
für einen
ferromagnetischen Halbleiter ist eine typische kritische Stromdichte
in der Größenordnung
von 104 oder 105 Acm–2.
Jedoch kann die Größe und die
minimale Dauer des Strompulses 40, die zum Umkehren einer
Magnetisierung nötig
sind, durch routinemäßige Experimente
gefunden werden, wie beispielsweise durch Treiben von Strompulsen
mit größer werdenden
höheren
Stromdichten und/oder kürzeren
Dauern und durch Messen des Widerstands.
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Die
Magnetfeldquelle 36 kann einen Magnetfeldpuls 41 anlegen,
um den Strompuls 40 zu unterstützen. Jedoch kann die Magnetfeldquelle 36 ein konstantes
Magnetfeld anlegen, um den freien Bereich 8 vorzuspannen.
Somit kann ein Strompuls 40 mit einer geringeren Größe verwendet
werden, um die Magnetisierung umzukehren. Die Magnetfeldquelle 36 kann
eine induktive Quelle sein oder kann ein Permanentmagnet sein.
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Nimmt
man insbesondere Bezug auf 7, können in
einem Leseprozess die erste und die zweite Spannungsquelle 32, 33 jeweils
eine Vorspannung 42, 43 an das erste und das zweite
Gate 3, 4 anlegen, d. h. VG1 =
VG2 = V3, um Ladungsträger von
den Übergangsbereichen 9, 10 abzureichern,
um vorzugsweise Tunnel-Barrieren auszubilden. Ein Ausbilden von wenigstens
einer Tunnel-Barriere hat einen derartigen Vorteil, dass die Vorrichtung 1 den
TAMR-Effekt verwenden kann, der einen hohen Magnetowiderstand hat.
Bei diesem Beispiel wird aufgrund dessen, dass der Transport durch
Löcher
dominiert wird, eine positive Vorspannung angelegt, um eine Ladungsträgerdichte
in den Übergangsbereichen 9, 10 zu
erniedrigen.
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Bei
diesem Beispiel ist V3 in der Größenordnung
von 1 V. Jedoch kann die Vorspannung, die zum Abreichern von Ladungsträgern aus
den Übergangsbereichen 9, 10 nötig ist,
durch routinemäßige Experimente
gefunden werden, wie beispiels weise durch Erhöhen der Gate-Vorspannungen
und durch Messen von Source-Drain-Kennlinien.
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Die
dritte Spannungsquelle 34 legt entweder eine Vorspannung 44 von
Null an das dritte Gate 5 an, d. h. VG3 =
0, oder lässt
das dritte Gate 5 schwebend.
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Die
Stromquelle 30 treibt einen Mess- oder Sonden-Strompuls 45 mit
einer Größe Ip, d. h. ISD = Ip < Ic, welche niedriger als der kritische Strom
der ferromagnetischen Insel 8 ist. Der Strompuls 40 hat
eine Dauer von Δt2. Der Sondenpuls kann länger als der Schreibpuls sein,
anders ausgedrückt Δt2 > Δt1,
kann etwa dieselbe Dauer haben, d. h. Δt2 ≈ Δt1,
oder kann kürzer
als der Schreibpuls sein, d. h. Δt2 < Δt1.
Die Dauer kann von dem RC-Wert der Vorrichtung 1 und/oder
der Empfindlichkeit des Voltmeters 36 abhängen. Die
Dauer Δt2 kann kürzer
als oder gleich 100 ns, 10 ns oder 1 ns sein. Bei diesem Beispiel
ist die Dauer Δt2 1 ns.
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Die
Größe von Ip kann so niedrig wie möglich gemacht werden, während noch
eine Spannungsmessung möglich
gemacht wird. Ein Wert von Ip kann durch
ein routinemäßiges Experiment
bestimmt werden.
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Da
der Sondenstrompuls 45 durch die Vorrichtung 1 getrieben
wird, entwickelt sich ein Spannungsabfall über der Vorrichtung 1,
welcher durch das Voltmeter 35 gemessen wird.
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Wenn
die Vorrichtung 1 in einem Zustand hohen Widerstands ist,
dann wird ein relativ großer
Puls 46H entsprechend einem relativ
hohen Spannungsabfall gemessen werden. Wenn die Vorrichtung in einem
Zustand niedrigen Widerstands ist, dann wird ein relativ kleiner
Puls 46L entsprechend einem relativ
niedrigen Spannungsabfall gemessen werden.
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Vorrichtungsherstellung
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Unter
Bezugnahme auf die 8A bis 8D wird
nun ein Verfahren zum Herstellen der Vorrichtung 1 beschrieben
werden.
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Nimmt
man Bezug auf 8A, wird ein Wafer aus halbisolierendem
(001)-orientiertem
GaAs als Substrat 13' verwendet
und wird in ein Molekularstrahlepitaxie-(MBE-)System (nicht gezeigt)
geladen.
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Eine
Schicht 12' von
nicht dotiertem AlAs wird auf dem Substrat 13' durch MBE auf
herkömmliche
Weise aufgewachsen. Die AlAs-Schicht 12' hat eine Dicke von 10 nm. Jedoch
kann die AlAs-Schicht 12' dünner sein,
wie beispielsweise 5 nm, oder sie kann dicker sein, wie beispielsweise
zwischen 20 und 50 nm.
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Eine
Schicht 11' aus
Ga0.98Mn0.02As wird
auf der AlAs-Schicht 12' durch
eine MBE niedriger Temperatur aufgewachsen, und zwar beispielsweise
so, wie es von R. Campion, Journal of Crystal Growth, Volume 247,
S. 42 (1303) beschrieben ist. Die Ga0.98Mn0.02As-Schicht 11' hat eine Dicke von 10 nm. Jedoch
kann die Ga0.98Mn0.02As-Schicht 11' dünner sein,
wie beispielsweise 5 nm, oder kann dicker sein. Die Ga0.98Mn0.02As-Schicht 11' kann dotiert sein, wie beispielsweise
mit einem Dotierungsmittel vom p-Typ, wie beispielsweise Beryllium
(Be).
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Wie
es früher
erklärt
ist, können
andere ferromagnetische Materialien verwendet werden. Insbesondere
können
andere ferromagnetische Halbleiter verwendet werden.
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Die
AlAs-Schicht 12' hilft,
die Ga0.98Mn0.02As-Schicht 11' von dem Substrat 13' elektrisch
zu isolieren und eine scharfe untere Schnittstelle 47 zur
Ga0.98Mn0.02As-Schicht 11' zur Verfügung zu stellen.
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Eine
Schicht 14' aus
AlAs wird auf der Ga0.98Mn0.02As-Schicht 11' durch MBE aufgewachsen.
Die Dicke der Abdeckschicht beträgt
5 nm. Die Abdeckschicht 14' hilft,
eine Oxidation der Ga0.98Mn0.02As-Schicht 11' zu begrenzen
und auch eine scharfe obere Schnittstelle 48 zu der Ga0.98Mn0.02As-Schicht 11' zur Verfügung zu
stellen.
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Eine
Trägerkonzentration
innerhalb der Ga0.98Mn0.02As-Schicht 11' kann unter
Verwendung einer Modulationsdotierung erhöht werden. Beispielsweise kann
die isolierende AlAs-Schicht 12' oder die Abdeckschicht 14' dotiert werden,
und zwar beispielsweise mit einem Dotierungsmittel vom p-Typ, wie
beispielsweise Be. Zusätzlich
oder alternativ kann eine zusätzliche
Schicht (nicht gezeigt), die beispielsweise GaAs, AlGaAs oder AlAs
aufweist, direkt unter oder über
dem ferromagnetischen Halbleiter vorgesehen sein, der zum Erhöhen einer
Ladungsträgerdichte
dotiert ist.
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Der
Wafer, der das Substrat 13' aufweist
und darüber
liegende abgelagerte Schichten 11', 12', 14' hat, wird von dem Reaktor (nicht
gezeigt) entfernt und verarbeitet. Dies kann ein Aufteilen des Wafers
in kleinere Chips enthalten.
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Messstrukturen
(nicht gezeigt) zum elektrischen Isolieren unterschiedlicher Bereiche
des Wafers (oder des Chips) und von Leitungen (nicht gezeigt) zum
elektrischen Kontaktieren der Vorrichtung 1 an Bondierungsanschlussfleckenbereichen
(nicht gezeigt) können
unter Verwendung einer optischen Lithographie und durch Nassätzen auf
eine wohlbekannte Weise definiert werden. Eine Vorrichtung kann
in einem isolierten Bereich hergestellt werden, wie es nun beschrieben
werden wird.
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Nimmt
man nun Bezug auf 8B, wird eine Schicht (nicht
gezeigt) aus einer Elektronenstrahl-Schutzschicht in der Form von
Polymethylmetacrylat (PMMA) auf eine obere Oberfläche 49 der Abdeckschicht 14' aufgetragen.
Der Wafer (oder der Chip) wird in ein Elektronenstrahllithographiesystem (nicht
gezeigt) zur Belichtung eingelegt. Das Muster weist ein negatives
Bild des in 2 gezeigten Musters auf.
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Der
Wafer (oder Chip) wird aus dem Elektronenstrahllithographiesystem
(nicht gezeigt) entfernt und unter Verwendung eines auf Wasser und
auf Isopropanol (IPA) basierenden Entwicklers entwickelt, um belichtete
Bereiche der Schutzschicht (nicht gezeigt) zu entfernen und eine
gemusterte Schutzschicht 50 als Ätzmaske zurückzulassen.
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Nimmt
man Bezug auf 8C, wird der Wafer (oder Chip)
in einem System für
ein reaktiven Ionenätzen
(RIE) (nicht gezeigt) platziert. Nicht maskierte Teilabschnitte 51, 52 der
Schichten 11', 13', 14' werden unter
Verwendung eines anisotropen Siliziumtetrachlorid-(SiCo4-)Ätzens 51 einem
Trockenätzen
unterzogen. Bei diesem Beispiel erstreckt sich das Ätzen 51 in
das Substrat 13'.
Ein anderes RIE-Ätzen,
wie beispielsweise mit Cl2, kann verwendet
werden. Andere Trockenätzverfahren,
wie beispielsweise ein Ionenstrahlfräsen, können verwendet werden. Zusätzlich oder
alternativ können
Nassätzmittel
verwendet werden.
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Der
Wafer (oder Chip) wird aus dem RIE-System (nicht gezeigt) entfernt
und die gemusterte Schutzschichtschicht 50 kann unter Verwendung
von Aceton entfernt werden. Die entsprechende Struktur ist in 8D gezeigt.
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Zusätzliche
Prozessschritte können
ein Einführen
einer Beschädigung
in dem freien Bereich 8 enthalten (2). Dies
kann ein öffnen
eines Fensters (nicht gezeigt) über
dem freien Bereich 8 (2) in einer
Elektronenstrahlschutzschicht-Schicht
(nicht gezeigt) oder ein globales Abtasten eines Ionenstrahls über der
Vorrichtung 1 (1) aufweisen. Alternativ kann
der Prozess ein selektives Scannen bzw. Abtasten eines Ionenstrahls
(nicht gezeigt) über dem
freien Bereich 8 (2) aufweisen.
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Die
Curietemperatur des ferromagnetischen Materials kann durch Aushärten erhöht werden,
und zwar beispielsweise so, wie es von Edmonds et al., Physical
Review Letters, 92, S. 037201 (2004) beschrieben ist.
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Wie
es früher
angegeben ist, kann bei einigen Ausführungsbeispielen ein nicht
ferromagnetischer Bereich anstelle des ersten ferromagnetischen Bereichs 6 verwendet
werden.
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Eine
Vorrichtung, die einen leitenden Bereich und einen ferromagnetischen
Bereich aufweist, kann durch Ablagern einer ersten Schicht von Material,
wie beispielsweise einem ferromagnetischen halbleitenden Material,
durch Mustern der ersten Schicht, wie beispielsweise zum Ausbilden
des dritten ferromagnetischen Bereichs, durch darauf Folgendes Ablagern
einer zweiten Schicht von Material, wie beispielsweise eines nicht
ferromagnetischen halbleitenden Materials, welches die gemusterte
erste Schicht überlagern
kann, und durch Mustern der zweiten Schicht, wie beispielsweise
zum Ausbilden des nicht ferromagnetischen Bereichs, hergestellt werden.
Der Übergangsbereich
wird durch wenigstens einen Schnittstellenbereich zwischen dem ersten
und dem zweiten Material zur Verfügung gestellt.
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Eine
Vorrichtung, die einen leitenden Bereich und einen ferromagnetischen
Bereich aufweist, kann durch Ablagern einer Schicht von Material
und durch selektives Implantieren von Störstellen zum Ausbilden von
Bereichen eines gegebenen Typs hergestellt werden. Beispielsweise
kann ein Verfahren einer Herstellung ein Ablagern einer Schicht
aus nicht ferromagnetischen Material, wie beispielsweise GaAs, und
durch selektives Implantieren eines magnetischen Dotierungsmittels,
wie beispielsweise Mn, zum Ausbilden des dritten ferromagnetischen
Bereichs aufweisen. Alternativ kann ein Verfahren zur Herstellung
ein Ablagern einer Schicht aus ferromagnetischen Material wie beispielsweise
(Ga,Mn)As, und durch selektives Implantieren eines Dotierungsmittels,
wie beispielsweise Si, zum Beschädigen
des ferromagnetischen Bereichs und/oder zum Bereitstellen eines
kompensierten Halbleiters und somit zum Ausbilden eines nicht ferromagnetischen
Bereichs an der Stelle des ersten ferromagnetischen Bereichs aufweisen.
Der Übergangsbereich
wird durch wenigstens einen Schnittstellenbereich zwischen dem implantierten
und dem nicht implantierten Bereich zur Verfügung gestellt.
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Alternative Gatebildungs- bzw. Gatestrukturen
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Nimmt
man Bezug auf die 9 und 10, ist
eine modifizierte Vorrichtung 1' gleich der Vorrichtung 1 (1),
die früher
beschrieben ist, außer
dass das Seitengate 5 (1) durch
ein oberstes Gate 5' ersetzt
ist, das über
der Abdeckschicht 14 in einem Bereich über dem freien Bereich 8 liegt.
Das oberste Gate 5' weist
einen nicht ferromagnetischen Leiter, wie beispielsweise ein Metall
oder einen Halbleiter, auf.
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Bei
diesem Beispiel läuft
das oberste Gate 5' von
dem geätzten
Substrat 13 weiter bis zu der Abdeckschicht 14.
Eine zusätzliche
Isolierschicht 54 ist abgelagert, bevor der nicht ferromagnetische
Leiter 5' abgelagert
ist, um den ferromagnetischen Bereich 8 von dem Leiter 5' zu isolieren,
wenn er nach oben zu einem Seitenwandteilabschnitt 183 läuft.
Jedoch kann eine separate Seitenisolierschicht (nicht gezeigt) nach
oben zu dem Seitenwandteilabschnitt 183 vorgesehen
sein. Somit kann die zusätzliche
Isolierschicht 54 weggelassen werden.
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Andere
Gateanordnungen können
verwendet werden. Beispielsweise kann ein darunter liegendes unterstes
Gate verwendet werden.
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Logikgatter
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Bei
herkömmlichen
Mikroprozessoren speichern Logikgatter normalerweise keine Daten,
die sie ausgegeben haben. Somit wird dann, wenn ein Logikgatter
oder eine Gruppe von Logikgattern einmal eine logische Operation
durchgeführt
und eine Ausgabe geliefert hat, die Ausgabe normalerweise in einem
separaten Speicher gespeichert. Der zusätzliche Schritt zum Speichern
der Ausgabe behindert eine Rechenleistung.
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Gegensätzlich dazu
kann die Vorrichtung 1 nicht nur als Logikgatter arbeiten,
sondern kann auch die Ausgabe der Operation speichern, ohne die
Notwendigkeit zum Speichern der Ausgabe in einem separaten Speicher.
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Nimmt
man Bezug auf 11, ist die in 4 gezeigte
Vorrichtung 1 in Bezug auf ein Logikgatter mit Eingängen A,
B und T und einem Ausgang VR präsentiert.
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Der
Eingang A ist betriebsmäßig mit
dem dritten Gate 5 verbunden und steuert eine Magnetisierungsumkehr.
Der Eingang B ist betriebsmäßig mit dem
Widerstand 31 zum Antreiben von Schreib- oder Lese-Strompulsen
durch den Widerstand 31 und die Vorrichtung 1 verbunden.
Der Eingang P ist betriebsmäßig mit
dem ersten und dem zweiten Gate 3, 4 zum Einstellen
der Vorrichtung 1 für
ein Schreiben oder ein Lesen verbunden. Ein Ausgang VR ist
zwischen der Vorrichtung 1 und dem Widerstand 31 angenommen.
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Bei
diesem Beispiel sind die Eingänge
A, B, T durch Sourceanschlüsse 30, 32, 33, 34 (5)
vorgesehen. Jedoch können
die Eingänge
durch andere Logikgatter (nicht gezeigt) oder Steuerelemente (nicht
gezeigt) vorgesehen sein.
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Nimmt
man Bezug auf 12, wird zum Umschalten der
Vorrichtung 1 in einen "Schreib"-Zustand eine Eingabe
T = 0 angelegt. Dies wird durch Zuführen von VG1 =
VG2 = –V1 zu dem ersten und dem zweiten Gate 3, 4 erreicht,
wie es früher
beschrieben ist.
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Eine
Eingabe A = 0 oder A = 1 wird durch Zuführen von jeweils VG3 =
V2 oder VG2 = –V2 zu dem dritten Gate 5 angelegt.
-
Eine
Eingabe B = 0 oder B = 1 wird durch Anlegen keines Strompulses oder
durch Anlegen eines Doppelpulses mit einer Größe Ic durch
die Vorrichtung 1 auf gleiche Weise zu derjenigen, die
früher
beschrieben ist, angelegt.
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Nimmt
man Bezug auf 13 wird zum Umschalten der Vorrichtung 1 in
einen "Lese"-Zustand eine Eingabe
T = 1 angelegt. Dies wird durch Zuführen von VG1 =
VG2 = V1 zu dem
ersten und dem zweiten Gate 2, 3 erreicht, wie
es früher
beschrieben ist.
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Eine
Ausgabe VR wird durch Anlegen eines Strompulses
mit einer Größe Ip durch die Vorrichtung 1u und durch
Messen der Vorspannung VR über der Vorrichtung
ausgelesen, wie es früher
beschrieben ist.
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Nimmt
man Bezug auf 14, ist eine Wahrheitstabelle
für die
Vorrichtung 1 gezeigt.
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Eine
logische "UND"-Verknüpfung kann durch
Rücksetzen
von VR auf "0" vor
einem Schreiben von A und B und durch Messen von VR realisiert werden.
Eine logische "NAND"-Verknüpfung kann durch
Rücksetzen
von VR auf "1" vor
einem Schreiben von A und B und durch Messen von VR erreicht werden.
Eine logische "CNOT"-Verknüpfung kann durch
Schreiben von A = 1 und B = 1 realisiert werden.
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Magnetisches Direktzugriffsspeicherfeld
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Nimmt
man Bezug auf 15, weist eine magnetische Direktzugriffsspeicher(MRAM-)Zelle 55 gemäß der vorliegenden
Erfindung einen ausgedehnten Leitungskanal 56 und ein Gate 57 auf.
Die Speicherzelle 55 ist gleich der Leitungs-Steuervorrichtung 1,
die früher
beschrieben ist, außer
dass die Speicherzelle 55 als ein Aufbaublock keinen zweiten festen
Bereich 7, keinen zweiten Übergangsbereich 10,
kein entsprechendes Sperrschicht-Gate 4 und kein "Koerzitivkraftabstimm"-Gate 5 haben
muss. Jedoch können,
wie es detaillierter später
beschrieben werden wird, die Speicherzellen 55 in einer
Zeile in einer abwechselnden Reihe von festen und freien Bereichen
mit benachbarten ferromagnetischen Bereichen angeordnet sein, die
durch einen dazwischen liegenden Übergangsbereich entkoppelt
sind.
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Der
Kanal 56 weist ferromagnetische Bereiche 58, 59 mit
relativ hoher und relativ niedriger Koerzitivkraft auf. Die ferromagnetischen
Bereiche 58, 59 sind aus demselben ferromagnetischen
Material in einer gemusterten Schicht 67 (17A) ausgebildet. Jedoch können die ferromagnetischen
Bereiche 58, 59 aus anderen ferromagnetischen
Materialien ausgebildet sein, wie beispielsweise ferromagnetischen
Metallen und ferromagnetischen Halbleitern.
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Der
Kanal 56 enthält
einen Übergangsbereich 60,
der die ferromagnetischen Bereiche 58, 59 magnetisch
entkoppelt.
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Der Übergangsbereich 60 ist
durch eine Einengung 61 zwischen einer ersten Seitenwand 62 und einem
Teilabschnitt 631 einer zweiten,
gegenüberliegenden
Seitenwand 63 definiert. In einer Draufsicht stellt der
zweite Seitenwandteilabschnitt 631 eine nach
innen gerichtete Kerbe in Richtung zu der ersten Seitenwand 24 zur
Verfügung.
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Nimmt
man Bezug auf 16, ist ein Teilabschnitt 64' eines Speicherfelds 64 (17) gezeigt.
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Das
Speicherfeld 64' enthält ein Feld
von Speicherzellen 55. Jede Speicherzelle 55 hat
eine Einheitszellengröße von 6F2, wobei F eine Eigenschaftsgröße ist.
Jede Zelle 55 kann durch Gateleitungen 65 und
Stromleitungen 66 adressiert werden.
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Nimmt
man Bezug auf 17A, sind die ferromagnetischen
und Übergangsbereiche 58, 59, 60 in
einer gemusterten ferromagnetischen Schicht 67 vorgesehen,
die einen ferromagnetischen Halbleiter aufweist, der bei diesem
Beispiel eine Galliummanganarsenidlegierung (Ga1-x,MnxAs) mit einer Mangankonzentration x von
0.02, in anderen Worten Ga0.98Mn0.02As, ist.
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Die
gemusterte ferromagnetische Schicht 67 liegt über einer
zusammen mit dieser ausgedehnten Isolierschicht 68 mit
einem Isolator, der bei diesem Beispiel Aluminiumarsenid (AlAs)
ist, obwohl andere Isolatoren verwendet werden können. Der Isolator kann eine
Gitteranpassung oder eine Gitter-Fehlanpassung mit dem ferromagnetischen
Halbleiter aufweisen. Die Isolierschicht 68 liegt über einem
teilweise geätzten
Substrat 69 mit semiisolierendem Galliumarsenid (GaAs).
Eine Abdeckschicht 70 mit AlAs liegt über der gemusterten ferromagnetischen Schicht 67.
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Die
Stromleitung 66 weist einen Leiter auf, wie beispielsweise
Metall oder einen stark dotiertem Halbleiter. Die Stromleitung 66 kann
nicht ferromagnetisch sein. Die Stromleitung 66 kann, wenn
sie Metall aufweist, und wenn das ferromagnetische Material ein
Halbleiter ist, auch als ohmscher Kontakt dienen. Eine Verarbeitung
kann ein Aushärten
zum Ausbilden eines ohmschen Kontakts enthalten. Bei diesem Beispiel
weist die Stromleitung 66 eine Gold/Zink-(Au/Zn-)Legierung
auf, die als ohmscher Kontakt zu Ga0.98Mn0.02As dient, und eine darüber liegende
Goldschicht (Au). Die Gold/Zink-Schicht hat eine Dicke von 50 nm
und das Gold hat eine Dicke von 200 nm. Jedoch können andere Schichtdicken verwendet
werden.
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Nimmt
man Bezug auf 17B, sind die Gate- und Stromleitungen 65, 66 mittels
einer dazwischen liegenden Isolierschicht 71 elektrisch
isoliert. Die dazwischen liegende Isolierschicht 71 kann
kristallin oder amorph sein. Bei diesem Beispiel weist die Isolierschicht 71 Siliziumdioxid
(SiO2) auf. Jedoch können andere Isoliermaterialien
verwendet werden, wie beispielsweise Siliziumnitrid (Si3N4). Die Isolierschicht 71 wird vor
der Gate-Leitung 65 abgelagert.
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Die
Gate-Leitung 65 weist einen Leiter auf, wie beispielsweise
Metall oder einen stark dotierten Halbleiter. Die Gate-Leitung 65 kann
nicht ferromagnetisch sein. Bei diesem Beispiel weist das Gate 65 eine
Schicht mit anhaftendem Titan (Ti) und eine darüber liegende Goldschicht (Au)
auf. Das Titan hat eine Dicke von 20 nm und das Gold hat eine Dicke von
200 nm. Jedoch können
andere Schichtdicken verwendet werden.
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Das
Speicherfeld 64 kann anders als dasjenige konfiguriert
sein, das in den 16, 17A und 17B gezeigt ist. Beispielsweise kann die Gate-Leitung 65 in
einer Ebene mit der gemusterten ferromagnetischen Schicht 67 ausgebildet
sein, und beispielsweise aus demselben ferromagnetischen Material
wie die gemusterte ferromagnetische Schicht 67 ausgebildet
sein, und zwar auf dieselbe Weise wie bei der Vorrichtung 1 (1),
die früher beschrieben
ist. Die Stromleitung 66 kann über der Gate-Leitung 65 ausgebildet
sein, und zwar insbesondere dann, wenn die Gate-Leitung 65 in
einer Ebene mit der gemusterten ferromagnetischen Schicht 67 ausgebildet
ist. Wie es früher
beschrieben ist, kann eine Konfiguration eines Oberflächen-Gates oder
eines darunter liegenden Gates anstelle einer Seitengatekonfiguration
verwendet werden.
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Alternativ
kann die Stromleitung 66 unter der ferromagnetischen Schicht 67 ausgebildet
sein, und zwar beispielsweise durch Ablagern einer leitenden Schicht
(nicht gezeigt) auf der Isolierschicht 68, durch Mustern
der Schicht (nicht gezeigt) in Streifen (nicht gezeigt) und durch
Ablagern einer ferromagnetischen Schicht über den Streifen (nicht gezeigt)
auf leitendem und isolierendem Material. Die ferromagnetische Schicht
wird dann gemustert, um eine gemusterte Schicht 67 auszubilden,
und die Gate-Leitungen 66 werden definiert. Ein Mustern
der ferromagnetischen Schicht und ein Definieren der Gate-Leitungen
kann bei denselben oder bei anderen Verarbeitungsschritten erfolgen.
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Nimmt
man Bezug auf 18 wird das Speicherfeld 64 durch
einen Zeilendecodierer 72 und einen Spaltendecodierer 73 gesteuert.
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Der
Zeilendecodierer 72 kann eine Gate-Leitung aus Gate-Leitungen 651 , 65i-1, 65i , 65i+1 , 65n auswählen, um
eine Zeile von Sp1n aus Speicherzellen 551,1 , 551,j-2 , 551,j-1 , 551,j+1 , 551,j+2 , 551,m , 55i-1,1 , 55i-1,1 55i-1,j-2 , 55i-1,j-1 , 55i-1,j , 55i-1,j+1' 55i-1,j+2' 55i-1,m , 55i,1 , 55i,j-2 , 55i,j-1 , 55i,j , 55i,j+1 , 55i,j+2 , 55i,m , 55i+j,1' 55i,j+2 , 55i,m , 55i+1,1 , 55i+1,j-2 , 55i+1,j-1 , 55i+1,j , 55i+1,j+1 , 55i+1,j+2 , 55i+1,m , 55n,1 , 55n,j-2 , 55n,j-1 , 55n,j , 55n,j+1 , 55n,j+2 , 55,n,m zu
adressieren und ein Auswahlsignal mit einer Vorspannung VL, VM oder VH zum Auswählen von drei unterschiedlichen
Kanalleitungsregimes anzulegen.
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Ein
Auswahlsignal mit einer Vorspannung VL erhöht eine
Ladungsträgerdichte
in den Übergangsbereichen 60,
um dadurch den Widerstand der Übergangsbereiche 60 so
zu reduzieren, dass sie leiten, und zwar vorzugsweise als ohmsche
Leiter. Ein Auswahlsignal mit einer Vorspannung VM erniedrigt
eine Ladungsträgerdichte
in den Übergangsbereichen 60 so,
dass die Übergangsbereiche 60 abgereichert werden.
Ein Auswahlsignal mit einer Vorspannung VH erniedrigt
eine Ladungsträgerdichte
in den Übergangsbereichen 60 so,
dass die Übergangsbereiche 60 stark
abgereichert werden, d. h. dass der Abreicherungsbereich ist dann,
wenn die Vorspannung VH angelegt wird, größer als
der Abreicherungsbereich dann, wenn VM angelegt
wird. VM und VH sind
von entgegengesetzter Polarität
zu VL. Wie es früher erklärt ist, können Werte durch routinemäßiges Experimentieren
gefunden werden.
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Der
Spaltendecodierer 73 kann ein Paar von benachbarten Stromleitungen
aus Stromleitungen 661 , 662 , 66j-2 , 66j-1 , 66j , 66j+1 , 66j+2 , 66j+3 , 66m , 66m+1 zum Treiben eines Schreib-Strompulses
mit einer Größe |IH| auswählen,
welcher höher
als der kritische Strom für
den ferromagnetischen Bereich 59 niedrigerer Koerzitivkraft
ist, aber unter dem kritischen Strom für den ferromagnetischen Bereich 58 höherer Koerzitivkraft,
oder eines Lese-Strompulses mit einer Größe |IM|,
welche unter dem kritischen Strom für den ferromagnetischen Bereich 59 niedrigerer
Koerzitivkraft ist. "0" oder "1" wird gemäß der Polarität des Schreib-Strompulses
geschrieben.
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Nimmt
man Bezug auf 19 ist der Teilabschnitt 64' des Speicherfelds 64 während eines Schreibprozesses
dargestellt.
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Ein
Schreibauswahlsignal 74 mit einer Vorspannung VL wird an eine Zeile i, nämlich eine Gate-Leitung 65i angelegt, während Haltesignale 75 mit
einer Vorspannung VH an andere Zeilen angelegt wird,
einschließlich
der Gate-Leitungen 65i-1 , 65i+1 . Somit haben Sperrschichten 60 von
Speicherzellen 55i,j-1 , 55i,j , 551,j+1 in
der Zeile i einen niedrigeren Widerstand, während Sperrschichten 60 von
Speicherzellen 55i-1,j-1 , 55i-1,j , 55i-1,j+1 , 55i+1,j-1 , 55i+1,j , 55i+1,j+1 , in anderen Zeilen i-1, i+1
einen höheren
Widerstand haben.
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Ein
Schreib-Strompuls 76 wird durch die Spalten j und j+1,
nämlich
die Stromleitungen 66j , 66j+1 , getrieben. Ein Strompuls 76 verläuft durch
die Speicherzelle 55i,j mit einer
ausreichend hohen Stromdichte zum Einstellen einer Magnetisierung. Andere
Speicherzellen 55i-1,j , 55i+1,j in derselben Spalte j werden nicht
eingestellt, da die Sperrschichten 60 in diesen Vorrichtungen
in einem Zustand hohen Widerstands sind. Wie es früher erklärt ist,
kann der Schreib-Strompuls 76 eine Dauer von kürzer als
100 ns, 10 ns oder 1 ns haben. Bei diesem Beispiel ist die Dauer
etwa 1 ns.
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Nimmt
man Bezug auf 20, ist der Teilabschnitt 64' des Speicherfelds 64 während eines
Leseprozesses dargestellt.
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Ein
Leseauswahlsignal 77 mit einer Vorspannung VM wird
an eine Zeile i, nämlich
die Gate-Leitung 65, angelegt, während Haltesignale 75 mit
einer Vorspannung VH noch an andere Zeilen
angelegt sind, die die Gate-Leitungen 65i-1 , 65i+1 enthalten. Somit haben Sperrschichten 60 von
Speicherzellen 55i,j-1 , 55i,j , 55i,j+1 in
der Zeile i einen niedrigeren Widerstand, während Sperrschichten 60 von
Speicherzellen 55i-1,j-1 , 55i-j,j , 55i-j,j+1 , 55i+1,j-1 , 55i+1,j , 55i+1,j+1 in anderen Zeilen i-1, i+1 einen
höheren
Widerstand haben.
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Ein
Lese-Strompuls 78 wird durch die Spalten j und j+1, nämlich die
Stromleitungen 66j , 66j+1 , getrieben. Der Strompuls 74 verläuft durch
die Speicherzelle 55 mit mit einer ausreichend hohen Stromdichte
zum Einstellen einer Magnetisierung. Andere Speicherzellen 55i-1,j , 55i+1,j in
derselben Spalte j werden nicht eingestellt, da die Sperrschichten 60 in
diesen Vorrichtungen in einem Zustand hohen Widerstands sind.
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Die
Spannung Vs, die über den Stromleitungen 66j , 66j+1 entwickelt
ist, wird durch den Spaltendecodierer 73 (18)
gemessen, um zu bestimmen, ob die Zelle in einem Zustand hohen Widerstands
ist, beispielsweise entsprechend "0",
oder einem Zustand niedrigen Widerstands, entsprechend "1".
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Es
wird erkannt werden, dass viele Modifikationen an den hierin zuvor
beschriebenen Ausführungsbeispielen
durchgeführt
werden können.
Die Vorrichtung muss keine laterale Vorrichtung sein, wie es früher beschrieben
ist, sondern kann eine vertikale Vorrichtung sein, wie beispielsweise
eine Säule.