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Die
Erfindung betrifft Kraftfahrzeuge und insbesondere Fahrzeuge wie
Großraumlimousinen
oder Kombis mit einer Heckklappe, die in der Nähe des Fahrzeugdaches entlang
einer horizontalen, im rechten Winkel zur Fahrachse des Fahrzeugs
verlaufenden Achse angelenkt ist, oder mit einer oder zwei Hecktüren. Sie
kann auch bei Pickup-Fahrzeugen zur Anwendung kommen.
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Diese
Fahrzeuge weisen einen Raum zur Aufnahme des Gepäcks auf (wobei natürlich hierunter
Gepäckstücke im eigentlichen
Sinne, aber auch alle Pakete, Gegenstände oder Lasten, die in einem Fahrzeug
transportiert werden können,
verstanden werden). Dieser Raum wird im Allgemeinen durch die Rückenlehne
der Fondsitzbank des Fahrzeugs, die Seitenwände des Fahrzeugs und die geschlossene Heckklappe
oder Hecktür
begrenzt.
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Seit
langem wird dieser Raum mit einem abnehmbaren Vorhang bedeckt, der
es insbesondere ermöglicht,
den Inhalt dieses Gepäckraums
abzudecken. Angeboten wurden auch Laderaumabdeckvorhänge, die
an einer Wickelwelle montiert sind und oberhalb dieses Raums ausgezogen
werden können.
US 2004/0119307 A1 beschreibt
eine Laderaumabdeckvorrichtung gemäß der Präambel von Anspruch 1 mit einem
Wickelrohr, das abnehmbar und im rechten Winkel dazu an einer Fahrzeugseitenwand
angebracht ist.
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Diese
Technik ist relativ effizient und ästhetisch. Sie weist allerdings
Nachteile auf.
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Denn
in der eingezogenen Position bleibt der Vorhang im Allgemeinen mit
der Rückenlehne
der Rücksitze
des Fahrzeugs verbunden.
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Infolgedessen
schränkt
das vorhandene Rollo selbst dann, wenn der Abdeckvorhang eingezogen und
auf das Wickelrohr aufgewickelt ist, den Nutzraum des Kofferraums
(der durch die Rückenlehne der
Fondsitzbank, die Seitenwände
des Fahrzeugs und die geschlossene Heckklappe begrenzt wird) ein und
verhindert eine optimale Nutzung beim Einladen von Gegenständen in
das Fahrzeug.
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Eine
erste Aufgabe der Erfindung ist es, diesen Nachteil des bisherigen
Standes der Technik zu überwinden.
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Im
Besonderen besteht eine Aufgabe der Erfindung darin, eine Laderaumabdeckvorrichtung
mit einem beweglichen Abdeckvorhang für Fahrzeuge bereitzustellen,
die den wie vor definierten Nutzraum des Kofferraums nicht einschränkt.
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Ein
weiterer besonderer Nachteil der Techniken nach dem Stand der Technik,
die einen auf Höhe der
Fondsitzbank angebrachten Abdeckvorhang vorsehen, besteht darin,
dass die Laderaumabdeckvorrichtung (oder das -rollo) hinderlich
ist, wenn der Vorhang eingezogen ist und der Fahrzeugnutzer den Nutzraum
durch Umklappen der Fondsitzbank vergrößern möchte, um sperrige Gegenstände einzuladen.
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Denn
das Gehäuse
des Vorhangs springt über
die Ladefläche
vor.
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Sein
Vorhandensein ist daher nicht nur zur Nutzung des Raums hinderlich,
sondern beispielsweise auch beim Einladen eines schweren Gegenstandes,
der die Vorrichtung beschädigen
könnte, wenn
er auf sie gestellt wird.
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Dieser
Nachteil ist verständlicherweise
umso hinderlicher, als die meisten Fahrzeuge es ermöglichen,
die Fondsitzbank teilweise oder vollständig umzuklappen und eine an
der Rückenlehne
befestigte Laderaumabdeckvorrichtung Probleme bei der Nutzung dieser
Funktion birgt.
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Eine
weitere Aufgabe der Erfindung besteht somit darin, eine Technik
bereitzustellen, bei der die Laderaumabdeckung den Laderaum nicht
einschränkt,
wenn die Fondsitzbank umgeklappt wird, und beim Laden nicht Gefahr
läuft,
beschädigt
zu werden.
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Die
Techniken nach dem Stand der Technik sahen auch die Möglichkeit
vor, das Laderaumabdeckrollo abnehmbar anzubringen, so dass es beim Beladen
des Gepäckraums
nicht beschädigt
wird und dessen Nutzraum nicht einschränkt.
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Die
Vorrichtung muss jedoch nach dem Abnehmen verstaut werden, was hinderlich
sein kann, zumal es dann möglich
ist, dass man sie beim Wegfahren zu Hause vergisst. Eine Aufgabe
der Erfindung ist es auch, diesen Nachteil zu überwinden.
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Ein
weiterer besonderer Nachteil der Techniken nach dem Stand der Technik
ist, dass sie es nicht ermöglichen,
wahlweise nur einen bestimmten Teil des Heckraums des Fahrzeugs
abzudecken. Denn der Vorhang ist auf die Positionen beschränkt, in
der er eingezogen, ausgezogen oder teilweise ausgezogen ist.
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Eine
weitere besondere Aufgabe der Erfindung, die bestimmte Ausführungsformen
erfüllen,
besteht darin, eine Laderaumabdeckvorrichtung bereitzustellen, die
eine variable Abdeckung des Gepäckraums
ermöglicht.
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Diese
Aufgaben und weitere, die im Folgenden deutlich werden, werden mit
Hilfe einer Laderaumabdeckvorrichtung für ein Kraftfahrzeug erfüllt, die
mindestens einen Hauptabdeckvorhang umfasst, der an einem Hauptwickelrohr
montiert ist.
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Erfindungsgemäß ist dieses
Hauptwickelrohr an eine feste Struktur des Kraftfahrzeugs angelenkt, so
dass es mindestens zwei Positionen einnehmen kann:
- – eine
Arbeitsposition, in der es sich annähernd parallel zu einer Fondsitzbank
des Fahrzeugs erstreckt, und
- – eine
Wegräumposition,
in der es sich annähernd parallel
zu einer ersten seitlichen Innenwand des Fahrzeugs erstreckt.
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Die
Erfindung beruht somit auf einem neuen und erfinderischen Ansatz,
der darin besteht, eine Laderaumabdeckvorrichtung (oder ein -rollo)
vorzusehen, bei der das Wickelrohr des Hauptabdeckvorhangs schwenken
kann, um eine Wegraum position einzunehmen, in der es sich entlang
einer seitlichen Innenwand des Fahrzeugs erstreckt.
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Wenn
der Benutzer das Nutzvolumen des Gepäckraums (der durch die Rückenlehne
der Fondsitzbank, die Seitenwände
des Fahrzeugs und das Heck des Fahrzeugs, das aus einer Heckklappe
oder einer oder mehreren Türen
bestehen kann, begrenzt wird), kann er die Vorrichtung wahlweise
in den Wegräumzustand
versetzen.
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In
der Arbeitsposition ist das Hauptwickelrohr des Hauptvorhangs quer
zum Fahrzeug montiert, im Allgemeinen so, dass es sich entlang einer Fondsitzbank
des Fahrzeugs erstreckt. Der Hauptabdeckvorhang kann dann vom Benutzer
aus- oder eingezogen werden.
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Das
Wickelrohr kann beispielsweise an einem seiner Enden an einer festen
Struktur einer Seitenwand in der Nähe der Fondsitzbank befestigt
werden. Die Befestigungsmittel sind dergestalt, dass sie ein Schwenken
des Hauptwickelrohrs um ungefähr 90° aus der
Arbeitsposition in die Wegräumposition und
umgekehrt ermöglichen.
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In
der Wegräumposition
ist der Hauptvorhang um das Hauptwickelrohr herum eingezogen, und
das Schwenken des Wickelrohrs entlang einer Seitenwand ermöglicht es,
die Rückenlehne
der Sitzbank freizugeben, beispielsweise, um einen schweren Gegenstand
auf die umgeklappte Sitzbank zu laden, ohne dass die Gefahr besteht,
die Laderaumabdeckvorrichtung zu beschädigen.
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Das
Wickelrohr kann auch in einem Gehäuse montiert werden, das einen
Schlitz zum Durchführen des
Vorhangs beim Ausziehen und Einziehen aufweist. In diesem Fall wird
das Gehäuse,
in dem das Wickelrohr montiert ist, an eine feste Struktur des Fahrzeugs
angelenkt.
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Dieser
Wechsel aus der Arbeits- in die Wegräumposition und umgekehrt aus
der Wegraum- in die Arbeitsposition kann vorteilhafterweise motorisiert
sein.
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Die
Laderaumabdeckvorrichtung umfasst vorzugsweise einen zusätzlichen
Abdeckvorhang, der an einem zusätzlichen
Wickelrohr montiert ist, das an eine feste Struktur des Kraftfahrzeugs
angelenkt ist, so dass es mindestens zwei Positionen einnehmen kann:
- – eine
Arbeitsposition, in der es sich annähernd koaxial zum Hauptwickelrohr
erstreckt, wenn dieses in seiner Arbeitsposition ist, und
- – eine
Wegräumposition,
in der es sich annähernd parallel
zu einer zweiten seitlichen Innenwand des Fahrzeugs erstreckt, wobei
die Motorisierungsmittel innerhalb des Wickelrohrs montiert sind.
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Die
Laderaumabdeckvorrichtung wird somit aus zwei Abdeckvorhängen gebildet,
einem Hauptvorhang und einem zusätzlichen
Vorhang, die an einem Hauptwickelrohr bzw. an einem zusätzlichen
Wickelrohr montiert sind. In der Arbeitsposition erstrecken sich
die beiden Wickelrohre vorzugsweise fluchtend entlang der Rückenlehne
der Fondsitzbank.
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Die
Summe der Längen
des Hauptwickelrohrs und des zusätzlichen
Wickelrohrs ist vorteilhafterweise annähernd gleich der Länge der
Fondsitzbank (d. h. der Breite des Fahrzeugs). Jeder der Vorhänge kann
dabei unabhängig
von der Position des anderen Vorhangs um eines der Wickelrohre aus- oder
eingezogen werden, so dass, wenn beide Vorhänge ausgezogen sind, der gesamte
Gepäckraum von
den Vorhängen
bedeckt und abgedeckt wird.
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Der
Benutzer verfügt
somit über
mehr Variabilität
beim Abdecken als bei den herkömmlichen
Laderaumabdeckungen nach dem Stand der Technik. Einer der Abdeckvorhänge kann
beispielsweise ausgezogen oder teilweise ausgezogen sein, während der
andere eingezogen ist.
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Wenn
das Hauptwickelrohr und das zusätzliche
Wickelrohr die Wegräumposition
einnehmen, können
zwei Ausführungsformen
in Betracht gezogen werden.
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Gemäß einer
ersten Ausführungsform schwenkt
das zusätzliche
Wickelrohr auf die gleiche Weise wie das Hauptwickelrohr in entgegengesetzter Richtung
dazu.
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So
erstreckt sich jedes der Wickelrohre entlang einer ersten und einer
zweiten seitlichen Innenwand des Fahrzeugs, die einander gegenüber liegen.
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Dadurch
kann die Rückenlehne
der Fondsitzbank freigegeben und der Platzbedarf in der Wegräumposition
aufgeteilt werden.
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Das
zusätzliche
Wickelrohr kann dabei genauso wie das Hauptwickelrohr auf der anderen
Seite des Fahrzeugs an eine feste Struktur angelenkt werden und
auf die gleiche Weise in einem zweiten Gehäuse untergebracht werden.
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Gemäß einer
zweiten vorteilhaften Ausführungsform
kann auch vorgesehen werden, dass sich das zusätzliche Wickelrohr in der Wegräumposition nicht
entlang der zweiten Wand erstreckt, obwohl es annähernd parallel
dazu verläuft,
sondern gegen das Hauptwickelrohr geführt wird, das sich selbst an
der ersten Innenwand des Fahrzeugs erstreckt.
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Gemäß dieser
Ausführungsform
kann vorgesehen werden, dass die beiden Wickelrohre zueinander gelenkig
montiert sind (eventuell über
die Gehäuse,
in denen sie untergebracht sind), so dass das zusätzliche
Wickelrohr beim Wegräumen
der Vorrichtung durch eine Drehung um ungefähr 180° gegen das Hauptwickelrohr geführt wird
und die beiden aneinander liegenden Wickelrohre anschließend um
einen Winkel von 90° entlang
einer der Seitenwände geschwenkt
werden, eventuell in einen Behälter,
der in der Seitenwand ausgebildet ist.
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In
der Wegräumposition
dringt vorzugsweise mindestens eines der Wickelrohre zumindest teilweise
in einen Behälter
ein, der zu diesem Zweck in der seitlichen Innenwand des Fahrzeugs
ausgebildet ist.
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Wenn
der Vorhang um das Wickelrohr eingezogen ist und dieses in die Wegräumposition
geschwenkt ist, ist es somit innerhalb der Seitenwand des Fahrzeugs
untergebracht.
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Dies
kann für
jedes der Wickelrohre in Betracht gezogen werden und ermöglicht es,
die Vorrichtung zu schützen,
wenn sie nicht benutzt wird. Darüber
hinaus kann der Laderaum des Fahrzeugs maximal freigegeben werden,
wenn dies gewünscht wird.
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Wenn
eines der Hauptwickelrohre wie oben erwähnt in einem Gehäuse untergebracht
ist, kann vorgesehen werden, dass das Gehäuse, in dem das Wickelrohr
untergebracht ist, beim Schwenken in einer Seitenwand des Fahrzeugs
versenkt wird.
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Der
in der Seitenwand ausgebildete Behälter wird vorteilhafterweise
mit mindestens einem Flügel verschlossen,
wenn das Wickelrohr in der Wegräumposition
ist (dies kann natürlich
für jeden
der Behälter in
Betracht gezogen werden).
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Der
Flügel
ermöglicht
es somit, den Behälter so
zu verschließen,
dass die Seitenwand ein ästhetisches
Erscheinungsbild aufweist und verhindert wird, dass unerwünschte Gegenstände eindringen
können.
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Der
Flügel
kann beispielsweise direkt an den in der seitlichen Innenwand ausgebildeten
Behälter angelenkt
sein. Er kann diesen dann verschließen, wenn sich eines der Wickelrohre
in der Wegräumposition
im Behälter
befindet, aber auch, wenn es sich in der Arbeitsposition befindet.
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Vorteilhafterweise
kann auch vorgesehen werden, dass der Flügel in Bezug auf ein Gehäuse, das
das Wickelrohr trägt,
gelenkig ist. In diesem Fall kann der Behälter mit dem Flügel verschlossen
werden, wenn sich das Wickelrohr in der Wegräumposition darin befindet.
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Vorteilhafterweise
kann auch vorgesehen werden, dass der Flügel eine Zugstrebe bildet,
die das Ausziehen des Vorhangs ermöglicht, wenn das Wickelrohr
in der Arbeitsposition ist. In diesem Fall verschließt die den
Flügel
bildende Zugstrebe am freien Ende des Vorhangs den Behälter, wenn
der Vorhang eingezogen ist und das Wickelrohr schwenkt.
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In
diesem Fall kann auch vorgesehen werden, dass der die Zugstrebe
bildende Flügel
es auch ermöglicht,
einen Schlitz zum Durchführen
des Vorhangs eines Gehäuses,
in dem das Wickelrohr untergebracht ist, zu verschließen, wenn
der Vorhang eingezogen ist.
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Das
Hauptwickelrohr und das zusätzliche Wickelrohr
haben vorzugsweise die gleichen Abmessungen.
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Vorgesehen
werden kann allerdings auch, dass sich das Hauptwickelrohr über annähernd zwei Drittel
der Breite der Fondsitzbank des Fahrzeugs und das zusätzliche
Wickelrohr über
ein Drittel der Freite der Fondsitzbank des Fahrzeugs erstreckt.
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Im
Besonderen können,
wenn die Fondsitzbank aus zwei unabhängig voneinander umklappbaren
Teilen besteht, die jeweiligen Abmessungen der beiden Wickelrohre
so gewählt
werden, dass sie an die Längen
jedes dieser umklappbaren Teile angepasst sind. So kann, wenn nur
ein Teil der Sitzbank umgeklappt wird, das Wickelrohr, das sich
entlang des nicht umgeklappten Teils erstreckt, in der Arbeitsposition
gelassen werden, so dass es weiterhin einen Teil des Gepäckraums
abdeckt.
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Die
Tatsache, dass die Laderaumabdeckvorrichtung aus zwei Wickelrohren
gebildet wird, deren Längen
in der Summe annähernd
der Länge
der Fondsitzbank entsprechen, ermöglicht mehr Flexibilität beim Einsatz
der Vorrichtung in Abhängigkeit
von der Länge
der seitlichen Innenwände,
an denen entlang die Wickelrohre geschwenkt werden. Die Wickelrohre,
die sich parallel dazu erstrecken, müssen kleiner als die Länge der
Seitenwände
sein.
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Die
beiden Wickelrohre und/oder ihre jeweiligen Gehäuse umfassen vorzugsweise Mittel
zur Befestigung aneinander in der Arbeitsposition.
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Dadurch,
dass die Wickelrohre oder die sie enthaltenden Gehäuse aneinander
befestigt werden, kann die Stabilität der Laderaumabdeckvorrichtung und
der Wickelrohre, wenn sie sich in der Arbeitsposition befinden,
erhöht
werden.
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Man
kann auch Mittel zur vorübergehenden Befestigung
des nicht angelenkten Endes der Wickelrohre an der Rückenlehne
der Fondsitzbank vorsehen, wenn sich diese in der Arbeitsposition
befinden, so dass jedem von ihnen in dieser Position mehr Stabilität verliehen
wird.
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Die
beiden Wickelrohre und/oder ihre jeweiligen Zugstreben umfassen
vorzugsweise Mittel zur Befestigung aneinander in der Arbeitsposition,
so dass die beiden Vorhänge
simultan ausgezogen werden.
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Das
Ausziehen aller Abdeckvorhänge
wird so für
den Benutzer vereinfacht, wenn er den Gepäckraum ganz abdecken möchte.
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Das
Einziehen des Hauptabdeckvorhangs und des zusätzlichen Abdeckvorhangs wird
vorzugsweise zumindest teilweise von Rückholmitteln gewährleistet,
die auf diese Wickelrohre einwirken.
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Die
dargelegte Erfindung betrifft auch ein Fahrzeug, das mit einer solchen
Laderaumabdeckvorrichtung ausgestattet ist, wobei die Innenwand des
Fahrzeugs eventuell mindestens einen Behälter zur Aufnahme mindestens
eines der Wickelrohre umfassen kann.
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Weitere
Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
beispielhaften und nicht abschließenden Beschreibung einer bevorzugten
Ausführungsform
und den beigefügten
Zeichnungen. In diesen zeigen:
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1 schematisch
das Heck eines mit einer erfindungsgemäßen Laderaumabdeckvorrichtung ausgestatteten
Kraftfahrzeugs, wobei sich das Hauptwickelrohr und das zusätzliche
Wickelrohr in der Arbeitsposition befinden;
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2 die
Vorrichtung aus 1, wobei der Hauptabdeckvorhang
und der zusätzliche
Abdeckvorhang eingezogen sind;
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3 eine
Laderaumabdeckvorrichtung, deren Hauptwickelrohr sich in der Wegräumposition
befindet.
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Das
Grundprinzip der Erfindung beruht auf einer Laderaumabdeckvorrichtung,
deren Hauptwickelrohr, an dem der Hauptabdeckvorhang angebracht
ist, so an das Fahrzeug angelenkt ist, dass es eine Wegräumposition
einnehmen kann, in der es sich parallel zu und entlang einer ersten
Seitenwand erstreckt.
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Gemäß einem
vorteilhaften Ansatz der Erfindung kann die Vorrichtung ein zweites
zusätzliches Wickelrohr
umfassen, an dem ein zusätzlicher
Abdeckvorhang montiert ist. Das zusätzliche Wickelrohr ist dabei
ebenfalls angelenkt, so dass es eine Wegräumposition entlang einer zweiten
Wand, die gegenüber
der ersten liegt, einnehmen kann.
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Gemäß diesem
Ansatz fluchten die Wickelrohre und ist die Länge jedes der Wickelrohre geringer
als die Länge,
die ein Wickelrohr aufweisen würde,
das sich über
die gesamte Breite des Fahrzeugs erstreckt, so dass sie einfacher
entlang der Seitenwände
geschwenkt werden können.
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Unter
Bezugnahme auf 1 wird das Heck einer Großraumlimousine
mit einer Heckklappe 11 vorgestellt, die entlang einer
Achse 12 angelenkt ist, die sich in der Nähe des Fahrzeugdachs 13 erstreckt. Die
Erfindung ist ganz allgemein auf jeden Fahrzeugtyp anwendbar, in
dem eine Laderaumabdeckvorrichtung eingesetzt werden kann, beispielsweise
Kombis.
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Wie
in 1 dargestellt, umfasst die Laderaumabdeckvorrichtung
ein Hauptwickelrohr 15a und ein zusätzliches Wickelrohr 15b,
wobei sich jedes der Rohre 15a, 15b in der Arbeitsposition
befindet, in der es sich annähernd
parallel zu einer Fondsitzbank 16 des Fahrzeugs erstreckt.
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Wie
dargestellt, haben das Hauptwickelrohr 15a und das zusätzliche
Wickelrohr 15b die gleichen Abmessungen und fluchten. Die
Summe der Längen jedes
der Wickelrohre 15a, 15b ist annähernd gleich der
Länge der
Fondsitzbank des Fahrzeugs 16.
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Die
benachbarten Enden 18a, 18b des Hauptwickelrohrs 15a und
des zusätzlichen
Wickelrohrs 15b können
aneinander befestigt werden, wenn sie sich in der Arbeitsposition
befinden, so dass sie in dieser Position stabiler sind.
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Ein
Hauptabdeckvorhang 14a und ein zusätzlicher Abdeckvorhang 14b sind
jeweils am Hauptwickelrohr 15a und am zusätzlichen
Wickelrohr 15b montiert. Das freie Ende jedes der Abdeckvorhänge 14a, 14b ist
mit einer Zugstrebe 17a bzw. 17b ausgestattet.
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Die
Abdeckvorhänge 14a, 14b erstrecken sich
annähernd
horizontal oberhalb des Gepäckraums 10.
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Gemäß der dargestellten
Ausführungsform kann
jeder der Vorhänge
unabhängig
vom anderen aus- und eingezogen werden. Es ist jedoch möglich, Befestigungsmittel
für ihr
Aus- und Einziehen vorzusehen, indem die benachbarten Seitenränder der Vorhänge 14a, 14b und/oder
ihre Zugstrebe 17a, 17b verbunden werden, wenn
dies wünschenswert
ist.
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Wie
dargestellt, ist der Hauptvorhang 14a ganz ausgezogen und
der zusätzliche
Vorhang 14b teilweise ausgezogen. Wenn die beiden Vorhänge 14a, 14b ganz
ausgezogen sind, ist der Gepäckraum 10 vollständig abgedeckt.
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2 zeigt
die Laderaumabdeckvorrichtung aus 1, wenn
der Hauptabdeckvorhang 14a und der zusätzliche Abdeckvorhang 14b ganz
um die Wickelrohre 15a bzw. 15b eingezogen sind.
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Identische
Bezugszeichen bezeichnen identische Elemente in den 1, 2, 3 und 4.
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Das
Hauptwickelrohr 15a bzw. das zusätzliche Wickelrohr 15b sind
an ihrem einen Ende 19a und 19b an eine feste
Struktur des Fahrzeugs angelenkt.
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Im
Besonderen können
die festen Strukturen, an denen die Enden 19a, 19b der
Rohre 15a und 15b montiert sind, Bestandteil der
seitlichen Innenwände 20a, 20b des
Fahrzeugs oder mit diesen verbunden sein.
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Die
Gelenke an den Enden 19a, 19b ermöglichen
so das Schwenken jedes der Wickelrohre 15a, 15b in
die mit den Pfeilen 21a bzw. 21b bezeichnete Richtung.
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Jedes
der Wickelrohre 15a, 15b kann somit eine Wegräumposition
einnehmen, in der es sich entlang der seitlichen Innenwände 20a, 20b erstreckt.
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Ein
Flügel 23a,
der an die seitliche Innenwand 20a angelenkt ist, verschließt einen
Behälter 22a,
in dem das Hauptwickelrohr 15a in der Wegräumposition
untergebracht werden kann.
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Der
Flügel 23a ist
in Richtung des Pfeils 24a nach oben geschwenkt, um das
Einführen
des Hauptwickelrohrs 15a zu ermöglichen.
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3 zeigt
die Laderaumabdeckvorrichtung gemäß 1 und 2,
wenn sich das zusätzliche Wickelrohr 15b in
der Arbeitsposition befindet, während
der zusätzliche
Abdeckvorhang 14b teilweise ausgezogen ist.
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Das
Hauptwickelrohr 15a ist in der mit dem Pfeil 21a bezeichneten
Richtung aus der Arbeitsposition (gepunktet) in die Wegräumposition
geschwenkt.
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In
der Wegräumposition
ist das zusätzliche Wickelrohr
in dem Behälter 22a unterbracht,
der in der Seitenwand 20a ausgebildet ist.
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Der
Flügel 23a kann
anschließend
unter der Wirkung seines Gewichts oder mit Rückholmitteln heruntergeklappt
werden, um den Behälter 22a zu
kaschieren und das Eindringen unerwünschter Gegenstände zu verhindern.
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Die
gegenüber
liegende seitliche Innenwand 20b kann ebenfalls einen Behälter aufweisen,
der es ermöglicht,
das zusätzliche
Wickelrohr 15b in die Wegräumposition zu schwenken, sowie
einen Flügel zum
Kaschieren des Behälters.
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Mittel
zur Befestigung der Wickelrohre (oder der sie enthaltenden Gehäuse) aneinander
können vorgesehen
werden, so dass sie vorübergehend
in der Arbeitsposition an der Rückenlehne
der Fondsitzbank und/oder in der Wegräumposition an den Seitenwänden gehalten
werden.