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Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich im allgemeinen auf medizinische
Systeme und genauer auf ein medizinisches Instrument mit einer Elektrode für die medizinische
Behandlung.
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Hintergrund der Erfindung
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Ein
bekanntes medizinisches Instrument umfaßt einen Katheter mit einem
distalen Ende, das in eine Arbeitskanalöffnung eines flexiblen Endoskops einsetzbar
ist. Das distale Ende des Katheters hat zwei Elektroden für die medizinische
Behandlung, die als ein Hämostat
wirken, um Blutungen im Speiseröhrengewebe
eines Patienten zu beenden. Eine Injektionsnadel ist vorgesehen
und erstreckt sich, wenn nötig,
von einem Lumen in dem distalen Ende des Katheters, um ein gefäßverengendes
Mittel zu verabreichen, um dabei zu helfen, Blutungen zu kontrollieren,
bevor ein medizinischer Hochfrequenz (HF)-Generator verwendet wird,
um die Elektroden zu aktivieren.
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Immer
noch suchen Wissenschaftler und Ingenieure weiter nach verbesserten
medizinischen Instrumenten mit einer Elektrode für die medizinische Behandlung.
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Ein
medizinischer Katheter mit den Merkmalen des einleitenden Teils
der Ansprüche
1 und 4, die hieran angehängt
sind, ist in der
US-A-5 957 863 offenbart.
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Zusammenfassung
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Eine
erste Ausführungsform
eines medizinischen Instruments der Erfindung, wie es in Anspruch 1
definiert ist, umfaßt
einen medizinischen Katheter, ein drehbares Element, ein Injektionsnadel
und wenigstens eine Elektrode für
die medizinische Behandlung. Der medizinische Katheter hat ein distales
Ende. Das drehbare Element ist mit dem medizinischen Katheter nahe
dem distalen Ende des medizinischen Katheters verbunden und ist
in bezug auf den medizinischen Katheter zwischen einer ersten Drehposition
und einer zweiten Drehposition drehbar. Die Injektionsnadel ist
so bewegbar, daß sie
sich in wenigstens einer, der ersten oder der zweiten Drehposition des
drehbaren Elementes, von dem distalen Ende des medizinischen Katheters
erstreckt oder in ihn zurückzieht.
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Eine
zweite Ausführungsform
eines medizinischen Instrumentes der Erfindung, wie es in Anspruch
4 definiert ist, umfaßt
einen medizinischen Katheter, ein drehbares Element und wenigstens eine
Elektrode für
die medizinische Behandlung. Der medizinische Katheter hat ein distales
Ende und hat ein Lumen, das dazu ausgelegt ist, eine Injektionsnadel
aufzunehmen, welche in dem Lumen bewegbar ist, so daß sie sich
aus dem distalen Ende des medizinischen Katheters erstreckt oder
in dieses zurückzieht.
Das drehbare Element ist mit dem medizinischen Katheter nahe dem
distalen Ende des Katheters verbunden und ist in bezug auf den medizinischen
Katheter zwischen einer ersten Drehposition und einer zweiten Drehposition
drehbar. Die wenigstens eine Elektrode für die medizinische Behandlung wird
von dem drehbaren Element gehalten.
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Mehrere
Nutzen und Vorteile werden aus einer oder mehreren der Ausführungsformen
der Erfindung erhalten. Bei einer Anwendung, mit Halt durch das
drehbare Element, ermöglicht
es die wenigstens eine Elektrode für die medizinische Behandlung,
daß der
medizinische Katheter in die Speiseröhre (oder ein anderes Körperlumen)
eines Patienten eingeführt oder
aus dieser zurückgezogen
wird, wobei das drehbare Element gedreht wird, um sich gerade heraus oder
gerade zurück
(retroflexiert) von dem distalen Ende des medizinischen Katheters
zu erstrecken, und sie ermöglicht
es dem drehbaren Element, in eine vorteilhafte Drehposition zu drehen,
um für
die verbesserte Hämostase
innigeren Kontakt zwischen der wenigstens einen Elektrode für die medizinische Behandlung
und dem Speiseröhren-(oder
anderem)Gewebe des Patienten herzustellen.
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Kurzbeschreibung der Figuren
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1 ist
eine schematische perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform
eines medizinischen Instrumentes der Erfindung und einer Ausführungsform
eines flexiblen Endoskops und eines medizinischen Hochfrequenz(HF)-Generators,
die bei einer Einsatzform mit dem medizinischen Instrument verwendet
werden, wobei der distale Teil des Katheters des medizinischen Instrumentes
in eine Arbeitskanalöffnung
des Endoskops eingesetzt worden ist.
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2 ist
eine perspektivische Ansicht eines Zusammenbaus aus Injektionsnadel,
dem drehbaren Element und dem distalen Teil des Katheters des medizinischen
Instruments der 1, wobei das drehbare Element
in eine erste Drehposition gedreht worden ist.
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3 ist
eine Seitenaufrißansicht
des Zusammenbaus der 2.
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4 ist
eine perspektivische Ansicht des Zusammenbaus der 3,
wobei jedoch die Injektionsnadel in das distale Ende des Katheters
zurückgezogen
und das drehbare Element in eine zweite Drehposition gedreht ist.
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5 ist
eine Seitenaufrißansicht
des Zusammenbaus der 3, wobei jedoch das drehbare Element
in eine dritte Drehposition gedreht ist.
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6 ist
eine Draufsicht auf einen distalen Endbereich des drehbaren Elementes
der 2, welche zwei Elektroden für die medizinische Behandlung
zeigt, die von dem drehbaren Element gehalten werden.
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7 ist
eine distale Stirnansicht des Zusammenbaus der 2,
wobei jedoch die Injektionsnadel in das distale Ende des Katheters
zurückgezogen
ist, wobei das Lumen in dem Katheter freiliegt, das dazu ausgelegt
ist, die Injektionsnadel aufzunehmen.
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8 ist
eine schematische perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsform
eines medizinischen Instrumentes der Erfindung und eine medizinischen
Hochfrequenz (HF)-Generators,
der bei einer Einsatzform mit dem medizinischen Instrument verwendet
wird.
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Genaue Beschreibung
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Bevor
die verschiedenen Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung in Einzelheiten erläutert werden, sollte angemerkt
werden, daß jede Ausführungsform
in ihrer Anwendung oder im Einsatz nicht auf die Einzelheiten von
Aufbau und Anordnung von Teilen und Schritten, die in den beigefügten Zeichnungen
und in der Beschreibung erläutert
sind, beschränkt
ist. Die veranschaulichenden Ausführungsformen der Erfindung
können
bei anderen Ausführungsformen,
Variationen und Modifikationen implementiert oder eingebaut werden
und kön nen
in verschiedener Weise in die Praxis umgesetzt und ausgeführt werden.
Weiterhin, wenn nicht anders angegeben, sind die Wörter und
Ausdrücke,
die hierin benutzt werden, zum Zwecke des Beschreibens der veranschaulichten
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung für
die Bequemlichkeit des Lesers ausgewählt worden und dienen nicht
dem Zweck, die Erfindung zu beschränken.
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Es
wird weiter verstanden, daß irgendeine oder
mehrere der folgend beschriebenen Ausführungsformen, Beispiele usw.
mit irgendeiner oder anderen der weiteren, folgend beschriebenen
Ausführungsformen,
Beispiele usw. kombiniert werden können.
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Eine
erste Ausführungsform
eines medizinischen Instrumentes 10 der Erfindung ist in
den 1–7 gezeigt
und umfaßt
einen medizinischen Katheter 12, ein drehbares Element 14,
eine Injektionsnadel 16 und wenigstens eine Elektrode 18 und 20 für die medizinische
Behandlung. Der medizinische Katheter 12 hat ein distales
Ende 22. Das drehbare Element 14 ist mit dem medizinischen
Katheter 12 nahe dem distalen Ende 22 des medizinischen
Katheters 12 verbunden und ist in bezug auf den medizinischen
Katheters 12 zwischen einer ersten Drehposition und einer
zweiten Drehposition drehbar. Die Injektionsnadel 16 ist
so bewegbar, daß sie
sich von dem distalen Ende 22 des medizinischen Katheters 12 für wenigstens
eine, die erste oder die zweite Drehposition des drehbaren Elementes 14,
erstreckt oder in dieses zurückzieht.
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Bei
einer Ausgestaltung der Ausführungsform
der 1–7 ist
das distale Ende 22 des medizinischen Katheters in eine
Arbeitskanalöffnung 24 eines
Endoskops 26 einsetzbar. Bei einer weiteren Ausgestaltung
ist das distale Ende 22 des medizinischen Katheters 12 in
einen Kanal (nicht gezeigt) auf der Außenseite des flexiblen Schlauchs 32 des Endoskops 26 eingesetzt
oder ist an einem Ring (nicht gezeigt) auf der Außenseite
des distalen Endabschnittes 36 des flexiblen Schlauchs 32 des
Endoskops 26 befestigbar. Bei einer weiteren Ausgestaltung
ist das distale Ende 22 des medizinischen Katheters 12 in
einen Kanal einer lenkbaren medizinischen Vorrichtung (nicht gezeigt)
einsetzbar. Weitere Ausgestaltungen (einschließlich des Verwendens des medizinischen
Katheters 12 ohne die Unterstützung eines Kanals oder Rings)
werden dem Fachmann überlassen.
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Bei
einer Anwendung der Ausführungsform der 1–7 wird
in der ersten Drehposition das drehbare Element 14 im wesentlichen
mit dem distalen Ende 22 des medizinischen Kathe ters 12 ausgerichtet
und erstreckt sich distal vom distalen Ende 22 des medizinischen
Katheters 12 (wie in den 2 und 3 gezeigt).
Bei einer Abwandlung hat das drehbare Element 14 ein distales
Ende 28 und die Injektionsnadel 16 ist so bewegbar,
daß sie
sich von dem distalen Ende 22 des Katheters 12 und
von dem distalen Ende 26 des drehbaren Elementes 14 erstreckt,
wenn das drehbare Element 14 in der ersten Drehposition
(wie in den 2 und 3 gezeigt) ist.
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Bei
derselben oder einer unterschiedlichen Anwendung ist in der zweiten
Drehposition das drehbare Element 14 im wesentlichen mit
dem distalen Ende 22 des medizinischen Katheters 12 ausgerichtet
und erstreckt sich proximal vom distalen Ende 22 des medizinischen
Katheters 12. Bei einer Abwandlung ist die Injektionsnadel 16 so
bewegbar, daß sie sich
von dem distalen Ende 22 des medizinischen Katheters 12 erstreckt,
wenn das drehbare Element 14 in der zweiten Drehposition
ist (wie man sich aus 4 vergegenwärtigen kann).
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Bei
derselben oder einer unterschiedlichen Anwendung hat das drehbare
Element 14 eine dritte Drehposition im wesentlichen mittig
zwischen der ersten und der zweiten Drehposition. Bei einer Abwandlung
ist das drehbare Element 14 in der dritten Drehposition
(wie in 5 gezeigt) im wesentlichen senkrecht
zu dem medizinischen Katheter 12. Es wird angemerkt, daß das drehbare
Element 14 das volle Herausfahren der Injektionsnadel 16 für die meisten
Drehpositionen zwischen der Drehposition der 2 und 3 und
der Drehposition der 5 blockieren würde, wie
es sich der Fachmann vergegenwärtigen
kann.
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Bei
einer Anordnung der Ausführungsform der 1–7 umfaßt die wenigstens
eine Elektrode 18 und 20 für die medizinische Behandlung
eine erste und eine zweite beabstandete Elektrode 18 und 20 für die medizinische
Behandlung (wie in 6 zu sehen). Bei einer Einsatzform
werden die erste und die zweite Elektrode 18 und 20 für die medizinische Behandlung
für die
bipolare Anwendung medizinischer Hochfrequenz(HF)-Energie auf Gewebe
eines Patienten verwendet.
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Ein
Verfahren zum wesentlichen Beenden des Blutens in Gewebe eines Patienten,
bei der eine Ausgestaltung des medizinischen Instrumentes 10 der
Ausführungsform
nach den 1–7 verwendet
wird, umfaßt
die Schritte a) bis e). Der Schritt a) umfaßt das Einsetzen des distalen
Endes 22 des medizinischen Katheters 12 in die
Arbeitskanalöffnung 24 eines
Endoskops 26, wobei die Injektionsnadel 16 in
das distale Ende 22 des medizinischen Katheters 12 zu rückgezogen
ist und wobei das drehbare Element 14 in eine, die erste
oder die zweite Drehposition, gedreht worden ist. Der Schritt b)
umfaßt,
nach dem Schritt a), das Herausfahren der Injektionsnadel 16 und
das Verabreichen eines gefäßverengenden Arzneimittels
durch die Nadel 16 an das Gewebe des Patienten. Der Schritt
c) umfaßt,
nach dem Schritt b), das Zurückziehen
der Injektionsnadel 16. Der Schritt d) umfaßt, nach
dem Schritt c), das Drehen des drehbaren Elementes 14 in
eine Drehposition, die sich von einer, der ersten oder der zweiten,
Drehposition unterscheidet. Der Schritt e) umfaßt, nach dem Schritt d), das
medizinische Behandeln des Gewebes des Patienten, wobei die erste
und die zweite Elektrode 18 und 20 für die medizinische
Behandlung verwendet werden, um das Bluten im Gewebe des Patienten
im wesentlichen zu beenden.
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Bei
einem Beispiel des Verfahrens des voranstehenden Absatzes werden
die Schritte b) und c) durchgeführt,
wenn das drehbare Element 14 in eine, die erste oder die
zweite, Drehposition, gedreht worden ist. Bei einem weiteren Beispiel
werden die Schritte b) und c) durchgeführt, wenn das drehbare Element 14 in
die dritte Drehposition gedreht worden ist.
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Bei
einer Veranschaulichung der Ausführungsform
der 1–7 hat
das drehbare Element 14 ein distales Ende 28,
und, wie in 7 zu sehen ist, hat das drehbare
Element 14 eine Form eines ringförmigen kreisartigen Segmentes
mit einem inneren Radius, wenn auf das distale Ende 28 des drehbaren
Elementes 14 geschaut wird. Bei dieser Veranschaulichung
hat der medizinische Katheter 12 einen äußeren Radius, und der innere
Radius ist im wesentlichen gleich dem äußeren Radius. Bei einer Abänderung
ist das drehbare Element 14 im wesentlichen transparent.
Bei einer Modifikation ist das drehbare Element 14 etwas
flexibel, weil es aus sehr dünnem
Material hergestellt ist, erlangt jedoch etwas Starrheit aufgrund
seiner gebogenen Form.
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Bei
einem Aufbau der Ausführungsform
der 1–7 ist
das Endoskops 26 ein flexibles Endoskop und umfaßt ein Endoskophandstück 30 und einen
flexiblen Endoskopschlauch 32 mit einem proximalen Ende 34,
das an dem Endoskophandstück 30 befestigt
ist und das mit der Arbeitskanalöffnung 24 kommuniziert.
Der flexible Endoskopschlauch 32 hat einen distalen Endabschnitt 36,
der in einen Körperdurchlaß eines
Patienten einsetzbar ist. Bei einer Abänderung umfaßt das Endoskop 36 Stellräder 38, die
es dem Benutzer erlauben, den distalen Endbereich 36 des
flexiblen Endoskopschlauches 32 zu manipulieren, und umfaßt Taster 40,
die es dem Benutzer erlauben, Luft oder Wasser an den distalen Endbereich 36 zu
liefern, Saugkraft auf den distalen Endbereich 36 auszuüben, photographische Schnappschüsse von
dem distalen Endbereich 36 aufzunehmen usw. Bei einer Modifikation
umfaßt
das Endoskop 26 ein Monitorkabel 42, in 1 gezeigt, das
sich von dem Endoskophandstück 30 zu
einem Monitor (nicht gezeigt) erstreckt. Typischerweise überdeckt
eine „Linsenkappe" (nicht gezeigt)
die Arbeitskanalöffnung 24,
wenn die Öffnung
nicht verwendet wird. Beispiele für Endoskope umfassen ohne Beschränkung Gastroskope
und Colonoskope.
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Bei
demselben oder einem unterschiedlichen Aufbau sind der medizinische
Katheter 12 und das drehbare Element 14 flexibel
und weisen jeweils auf, bestehen im wesentlichen aus oder bestehen aus
Polyethylen, Polyurethan oder Polyester. Bei einer Variation ist
die wenigstens eine Elektrode 18 und 20 für die medizinische
Behandlung an ein transparentes Polyestersubstrat (nicht gezeigt)
gebunden, das mit dem drehbaren Element 14 verbunden ist, und
eine Leitung (nicht gezeigt) ist an die wenigstens eine Elektrode 18 und 20 für die medizinische
Behandlung gebunden. Bei einem Beispiel verbindet ein Kabel 44 betrieblich
einen medizinischen Hochfrequenz (HF)-Generator 45 mit
der Leitung für
die wenigstens eine Elektrode 18 und 20 für die medizinische
Behandlung in dem Griff 46 des medizinischen Instrumentes 10.
Ein erster Schlauch 48 ist betrieblich mit dem Griff 46 verbunden
und ist mit einer Quelle für
Salzlösung
(nicht gezeigt) verbindbar, und ein zweiter Schlauch 50 ist
betrieblich mit dem Griff 46 verbunden und führt zu einer
Quelle für
gefäßverengendes
Arzneimittel (nicht gezeigt). Steuerhebel, Druckknöpfe usw.
des medizinischen Instrumentes 10, um das drehbare Element 14 zu
drehen, um die Injektionsnadel 16 herauszufahren und zurückzuziehen,
um den Fluß von
Salzlösung
in einem Durchlaß (nicht
gezeigt) des medizinischen Katheters 12 zu steuern, um
Gewebe des Patienten herauszuspülen, und
um den Fluß der
gefäßverengenden
Arzneimittels durch die Injektionsnadel 16 zu steuern,
sind aus Gründen
der Klarheit weggelassen worden. Mechanismen, die in der Lage sind,
ein drehbares Element 14 zu drehen, und Mechanismen, die
in der Lage sind, eine Injektionsnadel 16 herauszufahren
und zurückzuziehen,
liegen innerhalb der üblichen
Fähigkeiten
von Fachleuten für
Endoskope und andere medizinische Instrumente.
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Eine
zweite Ausführungsform
eines medizinisches Instruments 110 der Erfindung ist in 8 gezeigt
und ist grundsätzlich
dieselbe wie das medizinische Instrument 10 der Ausführungsform
der 1–7,
mit der Ausnahme, daß,
anstatt das medizinische Instrument so zu beschreiben, daß es die
Injektionsnadel umfaßt,
das medizinische Instrument so beschrieben ist, daß es ein
Lumen hat, das dazu ausgelegt ist, eine Injektionsnadel aufzunehmen.
Dies er laubt es bei einem Beispiel, daß die Injektionsnadel Teil
einer medizinischen Vorrichtung ist, die eine von dem medizinischen
Instrument getrennte Vorrichtung ist, jedoch damit wechselwirkt und
durch das medizinische Instrument arbeitet.
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Genauer
umfaßt
das medizinische Instrument 110 der Ausführungsform
der 8 einen medizinischen Katheter 112, ein
drehbares Element 114 und wenigstens eine Elektrode 118 und 120 für die medizinische
Behandlung. Der medizinische Katheter 112 hat ein distales
Ende 122 und hat ein Lumen 152, das dazu ausgelegt
ist, eine Injektionsnadel 116 aufzunehmen, die in dem Lumen 152 bewegbar
ist, um sich aus dem distalen Ende 122 des medizinischen
Katheters 112 heraus zu erstrecken oder sich in dieses
hinein zurückzuziehen.
Das drehbare Element 114 ist mit dem medizinischen Katheter 12 nahe dem
distalen Ende 122 des medizinischen Katheters 112 verbunden
und ist in bezug auf den medizinischen Katheter 112 zwischen
einer ersten Drehposition und einer zweiten Drehposition drehbar.
Die wenigstens eine Elektrode 118 und 120 für die medizinische
Behandlung wird von dem drehbaren Element 114 gehalten.
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Bei
einer Ausgestaltung der Ausführungsform
nach 8 ist das distale Ende 122 des medizinischen
Katheters 112 in eine Arbeitskanalöffnung eines Endoskops (nicht
gezeigt) einsetzbar. Bei einer weiteren Ausgestaltung ist das distale
Ende 122 des medizinischen Katheters 112 in einen
Kanal (nicht gezeigt) auf der Außenseite des flexiblen Schlauches des
Endoskops einsetzbar oder ist an einem Ring (nicht gezeigt) auf
der Außenseite
des distalen Endbereiches des Endoskops befestigbar. Bei einer weiteren
Ausgestaltung ist das distale Ende 122 des medizinischen
Katheters 112 in einen Kanal einer lenkbaren medizinischen
Vorrichtung (nicht gezeigt) einsetzbar. Weitere Ausgestaltungen
(einschließlich
der Verwendung des medizinischen Katheters 112 ohne Unterstützung von
Kanal oder Ring) werden dem Fachmann überlassen.
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Bei
einer Anwendung der Ausführungsform der 8 ist
in der ersten Drehposition das drehbare Element 114 im
wesentlichen mit dem distalen Ende 122 des medizinischen
Katheters 112 ausgerichtet und erstreckt sich distal vom
distalen Ende 122 des medizinischen Katheters 112.
Bei einer Abänderung hat
das drehbare Element 114 ein distales Ende 128 und
die Injektionsnadel 116 ist Teil einer Injektionsnadelvorrichtung 154.
Bei dieser Abänderung
umfaßt das
medizinische Instrument 110 auch einen Griff 146 mit
einem Port 156 für
die Injektionsnadel in Verbindung mit dem Lumen 152, und
die Injektionsnadel 116 ist von Hand in den Port 156 für die Injektionsnadel
einsetzbar und von Hand in dem Lumen 152 bewegbar, so daß sie sich
von dem distalen Ende 122 des medizinischen Katheters 112 und
von dem distalen Ende 128 des drehbaren Elements 114 erstreckt, wenn
das drehbare Element 114 in der ersten Drehposition ist.
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Bei
derselben oder einer unterschiedlichen Anwendung ist in der zweiten
Drehposition das drehbare Element 114 im wesentlichen mit
dem distalen Ende 122 des medizinischen Katheters 112 ausgerichtet
und erstreckt sich proximal von dem distalen Ende 122 des
medizinischen Katheters 112. Bei einer Abänderung
ist die Injektionsnadel 116 ein Teil einer Vorrichtung 154 mit
Injektionsnadel. Bei dieser Abänderung
umfaßt
das medizinische Instrument 110 auch einen Griff 146 mit
einem Port 156 für
die Injektionsnadel in Verbindung mit dem Lumen 152, und die
Injektionsnadel 116 ist von Hand in den Port 156 für die Injektionsnadel
einsetzbar und von Hand in dem Lumen 152 bewegbar, so daß sie sich
von dem distalen Ende 122 des medizinischen Katheters 112 erstreckt,
wenn das drehbare Element 114 in der zweiten Drehposition
ist.
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Bei
derselben oder einer unterschiedlichen Anwendung hat das drehbare
Element 114 eine dritte Drehposition im wesentlichen mittig
zwischen der ersten und der zweiten Drehposition. Bei einer Abänderung
ist das drehbare Element 114 im wesentlichen senkrecht
zu dem medizinischen Katheter 112 in der dritten Drehposition
(wie in 8 gezeigt).
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Bei
einer Anordnung der Ausführungsform der 8 umfaßt die wenigstens
eine Elektrode 118 und 120 für die medizinische Behandlung
wenigstens eine erste und zweite beabstandete Elektrode 118 und 120 für die medizinische
Behandlung. Bei einer Einsatzform werden die erste und die zweite
Elektrode 118 und 120 für die medizinische Behandlung
für die
bipolare Anwendung medizinischer Hochfrequenz (HF)-Energie auf Gewebe
eines Patienten verwendet.
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Ein
Verfahren, das Bluten im Gewebe eines Patienten wesentlich zu stoppen,
wobei eine Ausgestaltung des medizinischen Instruments 110 der
Ausführungsform
nach 8 verwendet wird, umfaßt die Schritte a) bis e).
Der Schritt a) umfaßt
das Einsetzen des distalen Endes 122 des medizinischen
Katheters 112 in die Arbeitskanalöffnung eines Endoskops (so wie
der Arbeitskanalöffnung 24 des
Endoskops 26), wobei das drehbare Element 114 in
eine, die erste oder die zweite, Drehposition gedreht wird. Schritt
b) umfaßt,
nach dem Schritt a), das manuelle Einsetzen der Injektionsnadel 116 in
den Port 156 der Injektionsnadel des Griffes 146 des
medizinischen Instrumentes 110, das Bewegen der Injektionsnadel 116 von
Hand in dem Lumen 152 des medizinischen Katheters 112 und
das Zuführen
eines gefäßverengenden
Arzneimittels durch die Injektionsnadel 116 zu dem Gewebe
des Patienten. Der Schritt c) umfaßt, nach dem Schritt b), das
Zurückziehen
der Injektionsnadel 116 von Hand. Der Schritt d) umfaßt, nach
dem Schritt c), das Drehen des drehbaren Elementes 114 in
eine Drehposition, die von der einen, der ersten und der zweiten,
Drehposition unterschiedlich ist. Der Schritt e) umfaßt, nach
dem Schritt d), das medizinische Behandeln des Gewebes des Patienten,
wobei die wenigstens eine Elektrode 118 und 120 für die medizinische
Behandlung verwendet wird, um die Blutung in dem Gewebe des Patienten
im wesentlichen zu beenden.
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Bei
einem Beispiel des Verfahrens des voranstehenden Absatzes werden
die Schritte b) und c) ausgeführt,
wenn das drehbare Element 114 in eine, die erste oder die
zweite, Drehposition gedreht worden ist. Bei einem weiteren Beispiel
werden die Schritte b) und c) durchgeführt, wenn das drehbare Element 114 in
die dritte Drehposition gedreht worden ist.
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Bei
einer Veranschaulichung der Ausführungsform
der 8 hat das drehbare Element 114 ein distales
Ende 128 und das drehbare Element 114 hat eine
Form eines ringförmigen
kreisartigen Segmentes mit einem inneren Radius, wenn auf das distale
Ende 128 des drehbaren Elementes 114 geschaut
wird. Bei dieser Veranschaulichung hat der medizinische Katheter 112 einen äußeren Radius, und
der innere Radius ist im wesentlichen gleich dem äußeren Radius.
Bei einer Abänderung
ist das drehbare Element 114 im wesentlichen transparent.
Bei einer Modifikation ist das drehbare Element 114 etwas
flexibel, weil es aus sehr dünnem
Material hergestellt ist, erlangt jedoch etwas Steifigkeit aufgrund seiner
gebogenen Form.
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Bei
einer Anwendung der ersten und/oder der zweiten Ausführungsform
ist die wenigstens eine Elektrode für die medizinische Behandlung
flexibel, was noch innigeren Kontakt zwischen der Elektrode und
dem Gewebe des Patienten liefert, wodurch das Verkohlen des Gewebes
des Patienten verringert und das sichtfreie Überwachen der Gewebebehandlung
verbessert. Bei einer Abänderung,
bei der das drehbare Element transparent ist, wird eine Videokamera
(nicht gezeigt) des Endoskops verwendet, um die medizinische Behandlung
des Gewebes des Patienten zwischen der ersten und der zweiten Elektrode
für die
medizinische Behandlung visuell zu überwachen.
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Bei
einer Prozedur, bei der ein Beispiel der ersten und/oder der zweiten
Ausführungsform
verwendet wird, wird der flexible Schlauch des Endoskops in die
Speiseröhre
eines Patienten eingeführt, damit
wenige Zellschichten des Gewebes des Patienten medizinisch mit der
wenigstens einen Elektrode für
die medizinische Behandlung behandelt werden. Es wird angemerkt,
daß, wenn
die wenigstens eine Elektrode für
die medizinische Behandlung aus einer einzigen Elektrode besteht,
die einzelne Elektrode in einer monopolaren Weise betrieben würde, wie
es dem Fachmann bekannt ist. Wenn die wenigstens eine Elektrode
für die
medizinische Behandlung aus zwei oder mehr Elektroden besteht, können die Elektroden
in einer monopolaren oder einer bipolaren Weise betrieben werden,
wie es den Fachleuten bekannt ist.
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Mehrere
Nutzen und Vorteile werden aus einer oder mehreren der Ausführungsformen
der Erfindung erlangt. Bei einer Anwendung, mit dem drehbaren Element
als Halter, erlaubt es die wenigstens eine Elektrode für die medizinische
Behandlung, daß der
medizinische Katheter in die Speiseröhre (oder ein anderes Körperlumen)
eines Patienten eingeführt und
aus dieser herausgezogen wird, wobei das drehbare Element gedreht
wird, um sich gerade heraus oder gerade zurück (retroflexiert) von dem
distalen Ende des medizinischen Katheters zu bewegen, und sie erlaubt,
daß sich
das drehbare Element in eine vorteilhafte Drehposition dreht, um
für innigeren
Kontakt zwischen der wenigstens einen Elektrode für die medizinische
Behandlung und dem Speiseröhren-(oder
anderem)Gewebe des Patienten für
das verbesserte Blutstillen herzustellen.
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Obwohl
die vorliegenden Erfindung durch eine Beschreibung mehrerer Ausführungsformen und
Beispiele usw. veranschaulicht worden ist, ist es nicht die Absicht
der Anmelder, den Umfang der angefügten Ansprüche auf solche Einzelheiten
einzuschränken
oder zu begrenzen. Zahlreiche andere Variationen, Änderungen
und Ersetzungen werden den Fachleuten ins Auge fallen, ohne daß man sich
vom Umfang der Erfindung entfernt. Es wird verstanden werden, daß die voranstehende
Beschreibung beispielhaft gegeben wird und daß andere Modifikationen den
Fachleuten deutlich werden, ohne daß man sich vom Umfang der angefügten Ansprüche entfernt.