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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verschlusssystem für eine Tür einer
elektrischen Hülle, insbesondere
eines Kastens, einer Zelle oder eines Koffers, die dazu bestimmt
sind, elektrische Geräte aufzunehmen,
umfassend mindestens ein Verschlussgestänge, das von einem Betätigungselement
betätigt
wird, und mindestens eine Vorrichtung, um das Gestänge zur
führen
und zu halten. Die Erfindung betrifft auch eine Hülle, die
mit einem solchen Verschlusssystem versehen ist.
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Das
Dokument
EP 1245766 beschreibt
bereits eine Verschlussvorrichtung für elektrische Gerätekoffer.
In diesem Dokument wird ein Verschlussgestänge durch ein Drehbetätigungselement,
beispielsweise einen Griff oder eine Achse, betätigt, das den Körper der
Tür durchquert.
Ein oder mehrere Führungsstücke oder
Gestängeführungen
umfassen eine Lagerung, die das Gestänge aufnimmt, um das Gleiten
des Gestänges
parallel zur Ebene der Tür
zu führen.
Diese Führungsstücke sind
mit Stiften oder Klötzen
verbunden, die an der Innenwand der Tür befestigt sind. Jedes Führungsstück greift
in den entsprechenden Stift ein, nachdem es vorher in das Gestänge eingesetzt
wurde, da die für
das Gestänge vorgesehene
Lagerung auf der Seite der Wand der Tür geöffnet und auf der gegenüber liegenden
Seite geschlossen ist.
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Bei
der Verschlussbewegung unterliegt das Gestänge einer starken Kraft in
eine Richtung senkrecht zur Ebene der Tür, die dazu neigt, es von der Tür zu entfernen.
Bei der Vorrichtung aus dem Dokument
EP
1245766 wird diese Kraft von dem oder den Führungsstücken und
nicht direkt von den Stiften aufgenommen. Da nun diese Stücke aus
Kunststoffguss sind, besteht die Gefahr, dass sie nach einer großen Anzahl
von Betätigungen
schlechter werden. Ferner müssen
die Führungsstücke unbedingt
mit dem Gestänge
zusammengebaut werden, bevor die Einheit auf die verschiedenen Stifte
gesetzt wird, was zu Schwierigkeiten bei der Herstellung der Koffer
führt.
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Überdies
gibt es weitere Verschlusssysteme, die weniger vorteilhaft sind,
da sie eine größere Anzahl
von Elementen, wie einen Stift, eine Gestängeführung in zwei Teilen und eine
Schraube, oder wie einen Stift, eine Gestängeführung und eine Mutter, verwenden.
Sie sind somit schwieriger in der Herstellung.
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Deshalb
ist das Ziel der vorliegenden Erfindung, ein einfach einzusetzendes
und kostengünstiges
System vorzuschlagen, das ein Minimum an Elementen verwendet und
kein Werkzeug erfordert. Um die Kräfte, denen die Führungsstücke unterliegen,
zu verringern, sieht die Erfindung vor, dass die an der Tür befestigten
Stifte direkt die senkrechte Kraft des Gestänges aufnehmen. Um die Herstellung
zu vereinfachen, sieht die Erfindung auch die Möglichkeit vor, die Gestängeführungsteile
auf den Stiften zu befestigen, bevor das Gestänge montiert wird.
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Dazu
beschreibt die Erfindung ein Verschlusssystem für eine Tür einer elektrischen Hülle, umfassend
ein Verschlussgestänge,
das entlang einer Achse parallel zur Ebene der Tür gleitet und von einem Betätigungselement
betätigt
wird, mindestens einen Stift, der an der Tür befestigt ist, und mindestens
ein Führungsstück, das
am Stift befestigt ist und einen Hohlraum für die Aufnahme des Gestänges aufweist.
Der Stift wird in den Hohlraum des Führungsstücks eingeführt und umfasst Anschlagmittel, um
das Gestänge
entlang einer Richtung senkrecht auf die Ebene der Tür zu halten.
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Nach
einem Merkmal sind die Tür
und der Stift metallisch und der Stift ist auf die Tür geschweißt. Nach
einem weiteren Merkmal sind die Anschlagmittel von einem Kopf gebildet,
der an einem Ende des Stiftes angeordnet ist. Vorzugsweise ist der Kopf
von einem zylindrischen Kranz gebildet, dessen Durchmesser größer als
der Durchmesser des Stiftes ist.
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Nach
einem weiteren Merkmal ist das Führungsstück aus Kunststoff
und umfasst Rastmittel, die es ermöglichen, das Führungsstück auf dem
Stift durch eine im Wesentlichen zur Ebene der Tür parallele Bewegung zu befestigen.
Vorzugsweise umfasst das Führungsstück elastische
Mittel, die es ermöglichen,
das Gestänge
in den Hohlraum des Führungsstücks einzuführen und
darin zu halten. Das Gestänge
kann nun in den Hohlraum eingeführt
werden, wenn das Führungsstück bereits
auf dem Stift befestigt ist.
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Nach
einem weiteren Merkmal umfasst das Führungsstück Führungselemente, um das Gleiten des
Gestänges
zu führen,
wobei die Elemente einen oder mehrere Trennabschnitte zwischen dem
Gestänge
und der Tür
umfassen, um jede Reibung zwischen dem Gestänge und der Wand der Tür zu vermeiden.
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Vorzugsweise
umfasst das Verschlusssystem eine Vielzahl von Stiften, die entlang
der Tür
verteilt sind, und ein Führungsstück, das
an jedem Stift befestigt ist, um das Gestänge zu führen.
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Die
Erfindung betrifft auch eine elektrische Hülle, die mindestens eine Tür aufweist
und mindestens ein solches Verschlusssystem für diese Tür umfasst.
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Weitere
Merkmale und Vorteile gehen aus der nachfolgenden detaillierten
Beschreibung unter Bezugnahme auf eine als Beispiel angeführte Ausführungsart
hervor, die durch die beiliegenden Zeichnungen dargestellt ist,
wobei:
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1 ein
auseinander gezogener Perspektivschnitt der Verbindung eines Gestänges, eines Stiftes
und eines Führungsstücks gemäß der Erfindung
ist,
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die 2a, 2b, 2c verschiedene Ansichten
eines selben Führungsstücks von
der Seite, von oben und im Schnitt entlang der Achse RR gesehen
darstellen,
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3 auf
vereinfachte Weise schematisch ein Beispiel eines Verschlusssystems
einer Tür
einer Hülle
darstellt, das ein von zwei Führungsstücken geführtes Gestänge zeigt.
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Unter
Bezugnahme auf die 1 und 3 umfasst
ein Verschlusssystem einer metallischen Tür einer elektrischen Hülle mindestens
ein Verschlussgestänge 40,
das von einem oder mehreren Führungsstücken 30, 30' geführt wird,
wobei jedes Führungsstück 30, 30' mit einem Stift 20, 20' verbunden ist,
der auf der Innenwand 10 der Tür der Hülle befestigt ist. Ein solches
System ist besonders gut für
eine Tür
einer Hülle
des Typs Schrank, Zelle oder Koffer, die verschiedene elektrische
Geräte
aufnehmen, geeignet.
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Auf
herkömmliche
Weise wird ein solches Gestänge 40 entlang
einer Achse X im Wesentlichen parallel zur Ebene P der Wand 10 der
Tür beispielsweise
mit Hilfe eines beliebigen drehbaren Betätigungselements, das hier nicht
dargestellt ist, angetrieben, wie beispielsweise eines Griffes oder
einer Achse, die durch die Wand der Tür hindurchgeht, um die Tür der Hülle schließen und öffnen zu
können. Dank
dieser Bewegung kann ein Ende des Gestänges von entsprechender Form
im Inneren eines Randes der festen Hülle zur Anlage gelangen, wodurch es
möglich
ist, den Halt der geschlossenen Tür zu gewährleisten.
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Um
die Verschlusskraft der Tür
zu verbessern, können
natürlich
zwei Verschlusssysteme vorgesehen werden, die jeweils ein Gestänge umfassen,
insbesondere um die Tür
von oben nach unten gegen die Hülle
zu klemmen. Diese Gestänge
werden nun von demselben Betätigungselement
betätigt.
Ebenso kann die elektrische Hülle
mehrere Türen
umfassen, die jeweils mit einem oder mehreren Verschlusssystemen
versehen sind.
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Der
Stift 20 ist vorzugsweise metallisch und durch Schweißen an der
Innenwand 10 der Tür
befestigt. Bei der dargestellten Ausführungsart umfasst der Stift 20 einen
zylindrischen Körper 22,
dessen erstes Ende 21 an die Tür geschweißt ist und über dessen anderem Ende ein
Kopf 23 in Form eines zylindrischen Kranzes mit einem größeren Durchmesser
als der Durchmesser des Körpers 22 des
Stiftes montiert ist. Dieser Kopf 23 wird als Anschlagmittel für das Gestänge 40 in
eine Richtung Y im Wesentlichen senkrecht zur Ebene P der Tür 10 verwendet. Weitere
Formen eines Stiftes mit Anschlagmitteln wären auch möglich. Dennoch bietet die einfache
zylindrische Form des Stiftes 20 eine völlige Symmetrie zur Y-Achse,
wodurch es möglich
ist, die Herstellung der Tür
zu vereinfachen, wobei keine Positionierung des Stiftes um die Y-Achse
vor seiner Befestigung an der Innenwand der Tür notwendig ist.
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Unter
Bezugnahme auf 2 besteht das Führungsstück 30 aus
einem einzigen Stück,
das vorzugsweise aus Kunststoffguss hergestellt ist, um eine gewisse
Elastizität
aufzuweisen. Es weist einen Hohlraum 35, 36 auf,
der eine erste Lagerung 35, die dazu bestimmt ist, einen
Stift 20 aufzunehmen, und eine zweite Lagerung 36 umfasst,
die dazu bestimmt ist, ein Gestänge 40 aufzunehmen.
Erfindungsgemäß sind die
Lagerungen 35 und 36 aneinander grenzend und gehören somit
demselben Hohlraum 35, 36 des Führungsstücks 30 an.
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Das
Führungsstück 30 umfasst
Rastmittel 37, die mit dem Körper 22 zusammenwirken,
um es zu ermöglichen,
den Stift 20 in die erste Lagerung 35 einzuführen und
darin zu halten. Das Führungsstück 30 umfasst
auch elastische Mittel 31, die es ermöglichen, das Gestänge 40 in
die zweite Lagerung 36 einzuführen und darin zu halten.
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In
dem dargestellten Beispiel besitzt das Führungsstück 30 eine Basis in
U- oder V-Form, die von zwei Schenkeln 32 gebildet ist
und deren Zentrum die Rastmittel 37 umfasst. Diese verwenden
die Elastizität
des V (Variation des Öffnungswinkels
des V), um die Einführung
des Stiftes 20 in die erste Lagerung 35 des Hohlraums
zu ermöglichen.
Das Ende jedes Schenkels 32 ist durch eine um ungefähr 90° gebogene
Zunge verlängert,
um die elastischen Mittel 31 zu bilden. Diese verwenden
die Elastizität
der Biegung der beiden Zungen 31, um die Einführung des
Gestänges 40 in
die zweite Lagerung 36 des Hohlraums zu ermöglichen. 2a zeigt
schematisch punktiert die Positionierung des Stiftes 20 und des
Gestänges 40 im
Hohlraum 35, 36 des Führungsstücks 30, wenn das Verschlusssystem
montiert ist.
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Wenn
es eingeführt
ist, wird das Gestänge 40 in
der zweiten Lagerung 36 durch verschiedene Führungselemente
des Stücks 30 gehalten
und geführt,
die die Zungen 31, die Schenkel 32, einen oder mehrere
Buckel 34, die gegenüber
den Zungen 31 angeordnet sind, und zwei Absätze 33 umfassen,
die gegenüber
den Schenkeln 32 beiderseits des Stiftes 20 angeordnet
sind. Diese verschiedenen Führungselemente
gestatten das Gleiten des Gestänges 40 entlang
der X-Achse, wobei das Gestänge
in andere Richtungen gehalten wird. Der zylindrische Körper 22 des
Stiftes 20 kann auch zur Führung und zum Gleiten des Gestänges 40 beitragen.
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Da
ferner die Schenkel 32 zwischen dem Gestänge 40 und
der Tür 10 angeordnet
sind, ermöglichen
sie es, das Gestänge 40 von
der Wand 10 der Tür
zu trennen und somit vorzugsweise jede Reibung des Gestänges an
der Tür
bei seinem Gleiten zu vermeiden.
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Überdies
sind die Rastmittel 37 derart vorgesehen, dass sie eine
leichte Drehung des Führungsstücks 30 um
den Körper 22 des
Stiftes 20 gestatten, insbesondere um die Einführung und
die Positionierung des Gestänges 40 zu
erleichtern.
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Wenn
das Gestänge 40 durch
ein Betätigungselement
betätigt
wird, gleitet es entlang der X-Achse, aber es kann auch einer starken
Kraft entlang der Y-Achse senkrecht zur Ebene P der Tür ausgesetzt
sein, weshalb somit die Neigung besteht, es von der Tür zu entfernen
und aus seiner Lagerung 36 austreten zu lassen. Diese Kraft
entsteht insbesondere am Ende einer Verschlussbewegung, wenn das Ende
des Gestänges
auf dem Rand der Hülle
aufliegt. Da diese Kraft auf das Gestänge groß sein kann, ist sie schwer
dauerhaft von den Absätzen 33 auszuhalten,
ohne das Führungsstück 30 aus
Kunststoff zu beschädigen
oder Gefahr zu laufen, das Stück 30 vom
Stift 20 zu lösen.
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Deshalb
umfasst der metallische Stift 20 Anschlagmittel für das Gestänge 40 in
Y-Richtung. Diese Anschlagmittel sind vom Kopf 23 des Stiftes 20 gebildet.
Wenn somit das Gestänge 40 in
seiner Lagerung 36 montiert und einer Kraft in Y-Richtung
ausgesetzt ist, schlägt
es an der Innenseite 25 des Kopfes 23 an, und
dieser auf die Tür 10 geschweißte metallische
Stift 20 absorbiert somit direkt die Kraft des Gestänges 40,
wobei das Führungsstück 30 entlastet wird.
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Die
Montagefolge des Systems ist folgende: der Stift 20 wird
zuerst auf die Innenwand 10 der Tür bei der Herstellung der Tür auf einfache
Weise auf Grund seiner symmetrischen Form geschweißt. Dann
wird das Führungsstück 30 am
Stift 20 durch Einrasten befestigt, wobei eine Seitwärtsbewegung
A (siehe 1) ausgeführt wird, die im Wesentlichen parallel
zur Ebene P der Tür
ist. Dieser Vorgang kann auch leicht während der Herstellung der Tür und manuell
ohne besonderes Werkzeug durchgeführt werden.
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Dann
wird das Gestänge 40 in
das Führungsstück 30 durch
eine Bewegung von vorne B (siehe 1) eingeführt, die
im Wesentlichen senkrecht zur Ebene P der Tür aber eventuell leicht zu
Y versetzt ist. Es wird nun die Elastizität der Zungen 31 verwendet,
um das Gestänge 40 in
seine Lagerung 36 einzuführen, wobei der Kopf 23 des
Stiftes 20 ausgespart wird. Die Elastizität der Zungen 31 muss
derart sein, dass die Entfernung zwischen den Zungen 31 und
den Absätzen 33 ausreichend
ist, um das Gestänge 40 durchzulassen.
Die Zungen 31 können
geeignete Abrundungen umfassen, um die Einführung des Gestänges 40 zu
erleichtern, so dass die gesamte Montage des Systems manuell ohne
besonderes Werkzeug erfolgen kann.
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Wenn
das Gestänge 40 in
die Lagerung 36 des Hohlraums eingeführt ist, nehmen die Zungen 31 wieder
ihre Ausgangsposition ein, und das Gestänge 40 schlägt an der
Innenseite 25 des Kopfes 23 an, wenn es in Y-Richtung angetrieben
wird.
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Bei
der bevorzugten Ausführungsart
ist das Gestänge 40 von
einem metallischen Stab mit im Wesentlichen rechteckigem Querschnitt
gebildet. Wenn insbesondere die Form des Führungsstücks 30 angepasst wird,
könnten
auch weitere Formen des Querschnitts des Gestänges 40, wie beispielsweise
ein kreisförmiger
Querschnitt, vorgesehen werden.
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Es
versteht sich, dass, ohne über
den Rahmen der Erfindung hinauszugehen, weitere Varianten und Detailverbesserungen
und auch der Einsatz von gleichwertigen Mitteln vorgesehen werden
könnten.