DE602005003354T2 - Antriebseinheit für Gegenstände, die auf ein Rohr auf- und abgewickelt werden - Google Patents
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- E06B9/56—Operating, guiding or securing devices or arrangements for roll-type closures; Spring drums; Tape drums; Counterweighting arrangements therefor
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Description
- Die Erfindung betrifft gemäß der Präambel von Anspruch 1 eine Antriebseinheit für Gegenstände, die auf ein Rohr auf- und abgewickelt werden.
- Antriebseinheiten, die eine Kombination aus einer Welle, einer Bremse, einem Motor und einem Getriebe umfassen, wobei die Kombination in ein Rohr eingeführt werden kann, werden normalerweise als Rohrantriebe bezeichnet. Solche Antriebe dienen dem Antreiben von Gegenständen, die auf dieses Rohr auf- oder davon abgewickelt werden, beispielsweise Jalousien, Rollläden oder Filmleinwände. Es ist außerdem bekannt, dass solche Antriebseinheiten mit einer manuellen Übersteuerung kombiniert werden, wobei eine Antriebseinheit oder ein Rohrantrieb zusammen mit dem Rohr von Hand gedreht werden. Hierzu müssen die Ströme für den Motor und die Bremse über Schleifringe von einer fixierten, normalerweise fest an der Wand montierten Komponente zugeführt werden.
- Ein solcher Rohrantrieb ist beispielsweise aus
DE 298 18 023 U1 bekannt. - Solche Rohrantriebe sind normalerweise mit Endschaltern kombiniert, um Beschädigungen zu vermeiden. Häufig ist es jedoch wünschenswert, nicht nur die Endpositionen zu erkennen, sondern auch beliebige Positionen dazwischen.
- Aufgabe der Erfindung ist es daher, die Antriebseinheit so zu konstruieren, dass im normalen Betrieb auch Positionen zwischen den Endpositionen erkannt werden können und dass sie durch eine manuelle Übersteuerung nicht beschädigt wird.
- Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung erreicht durch eine Antriebseinheit gemäß den Beschreibungen von Anspruch 1.
- Die Grundidee dabei ist die Verwendung eines inkrementellen Codierers, dessen (elektronischer) Sensor an der fixierten Komponente der Antriebseinheit montiert ist und bei dem das Gegenstück des Sensors, bei dem es sich nicht um eine aktive Komponente handelt, an dem beweglichen Teil montiert ist.
- Die Verwendung inkrementeller Codierer in Verbindung mit fixierten magnetischen Feldsensoren und beweglichen Magneten sowie die Verwendung konzentrischer Schleifringe, die auf einer zur Welle senkrechten Fläche angeordnet sind, ist als solche aus
DE 100 38 285 A1 bekannt. - Weitere Ausführungsformen der Erfindung finden sich in dem Teilanspruch und in der folgenden Beschreibung.
- Die Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben:
-
1 zeigt eine erste Ausführungsform einer Antriebseinheit gemäß der Erfindung. -
2 zeigt eine zweite Ausführungsform einer Antriebseinheit gemäß der Erfindung. -
1 zeigt eine Kombination aus einer Bremse Br, einem Motor Mo und einem Getriebe Ge an einer gemeinsamen Welle Sh. Sie zeigt des Weiteren einen Magneten Mg, zwei Schleifringe CR1 und CR2, zwei Hall-Sensoren HA und HB und Anschlüsse +Mo/Br, –Mo/Br, +E1, –E1, A und B. - Die Kombination aus der Bremse Br, dem Motor Mo und dem Getriebe Ge ist als konzentrisch zur Welle Sh dargestellt, was für solche Rohrantriebe der Normalfall ist. Auf der rechten Seite ist die Welle Sh vorgesehen für den Antrieb des Rohrs zum Auf- bzw. Abwickeln des jeweiligen Gegenstands.
- In diesem Beispiel sind der Motor Mo und die Bremse Br parallel angeschlossen. Sie sind zwischen den Anschlüssen +Mo/Br und –Mo/Br über die Schleifringe CR1 und CR2 angeschlossen. Durch Kurzschließen dieser Anschlüsse wird die Bremse Bk aktiviert, durch Anlegen einer Gleichspannung daran wird der Motor Mo aktiviert.
- Bei Verwendung eines Gleichstrommotors werden nur zwei Schleifringe benötigt; ansonsten wären mindestens drei Schleifringe erforderlich.
- In diesem Beispiel sind die beiden Schleifringe CR1 und CR2 als auf einer Fläche liegend dargestellt, z. B. auf einer Leiterplatte, senkrecht zur Welle Sh und konzentrisch dazu. Eine andere Möglichkeit wäre die Verwendung von Zylindern, die konzentrisch zu der Welle liegen.
- Der Magnet Mg bildet in Verbindung mit den beiden Hall-Sensoren HA und HB einen inkrementellen Codierer. Eine weitere Möglichkeit eines inkrementellen Codierers wäre ein Fotosensor in Verbindung mit einem Raster. In jedem Fall haben wir einen aktiven Sensor und ein passives Gegenstück dazu. Es gibt genügend bekannte Beispiele solcher Codierer und geeignete Auswertungsschaltungen. Diese können ein einzelnes Sensorteil oder mehrere Sensorteile sowie ein einzelnes Gegenstück oder mehrere Gegenstücke umfassen.
- Bei Verwendung solcher inkrementeller Codierer in Verbindung mit einem Elektromotor wird normalerweise der gesamte Codierer im Motorgehäuse montiert, und nur die Anschlüsse dazu sind von außen zugänglich. Hier wird vorgeschlagen, den Sensor an der fixierten Komponente der Antriebseinheit anzubringen. Das passive Gegenstück sollte an der beweglichen Komponente angebracht werden, hier an der Welle Sh.
- Der aktive Sensor wird hier über die Anschlüsse +E1 und –E1 mit Strom versorgt, der normalerweise von der Elektronik abgenommen wird, die die Ausgangssignale auswertet; die Ausgangssignale sind über die Anschlüsse A und B zugänglich.
- Da die aktive Komponente des Codierers unbeweglich ist, während die passive Komponente drehbar ist, muss die Fläche, die die Schleifringe trägt, durchquert werden.
- Im Beispiel von
1 durchquert die Welle Sh diese Fläche, im Beispiel von2 durchqueren die Anschlüsse +E1, –E1, A und B, zusammen mit einer Stütze für den Sensor, diese Fläche. Die Auswahl zwischen diesen beiden Varianten kann vor dem Hintergrund der einfacheren Montage getroffen werden. Da die Fläche, auf der die Schleifringe angebracht sind, normalerweise nicht magnetisch ist, könnte der Sensor auch auf einer Seite und der Magnet auf der anderen Seite dieser Fläche angebracht sein.
Claims (2)
- Antriebseinheit für Gegenstände, die auf ein Rohr auf- oder davon abgewickelt werden sollen, wie beispielsweise Jalousien, Rollläden oder Filmleinwände, die eine Welle (Sh), eine Bremse (Br), einen Motor (Mo) und ein Getriebe (Ge) umfassen, wobei diese Kombination in ein Rohr eingesetzt werden kann, um einerseits das Rohr anzutreiben und andererseits für den Antrieb von Hand im Notfall, zusammen mit dem Rohr als eine beweglichen Komponente, angetrieben zu werden, wozu die Bremse und der Motor über Schleifringe (CR1, CR2) mit einer fixierten Komponente verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass ein inkrementeller Codierer (Mg, HA, HB) verwendet wird, der einen aktiven Sensor (HA, HB) und ein passives Gegenstücks (Mg) dazu aufweist, dass der Sensor (HA, HB) an der fixierten Komponente befestigt ist, dass das Gegenstück (Mg) an der beweglichen Komponente befestigt ist, dass der Sensor mindestens einen Sensor für Magnetfelder (HA, HB) umfasst und dass das passive Gegenstück dazu mindestens einen Magneten (Mg) umfasst, dass die Schleifringe (CR1, CR2) konzentrisch zur Welle (Sh) und in einer dazu senkrecht angeordneten Ebene angeordnet sind und dass die Welle (Sh) mit dem mindestens einen Magneten (Mg) oder dem mindestens einen Magnetfeldsensor (HA, HB) durch die Ebene mit den Schleifringen (CR1, CR2) geführt wird.
- Antriebseinheit gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (Mo) ein Gleichstrommotor ist.
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