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TECHNISCHES GEBIET DER ERFINDUNG
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Die
Erfindung betrifft Zusammensetzungen und die Verwendung derartiger
Zusammensetzungen zur Herstellung moderner Materialien. Insbesondere
werden die Zusammensetzungen zur Herstellung von elektronischen
Bauelementstrukturen und in anderen elektronischen Anwendungen eingesetzt.
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TECHNISCHER HINTERGRUND DER
ERFINDUNG
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Elektronische
Schaltkreise erfordern eine Anzahl elektronischer Bauelemente, wie
z. B. Widerstände, Kondensatoren,
Induktivitäten,
elektrische Leiter, Wärmeleiter,
Klebstoffe und Vergußmassen.
Diese Bauelemente können
mittels Sieb- oder Schablonendruckverfahren zur Verarbeitung sogenannter
Polymerdickschichtpasten oder durch Schleuderbeschichten oder Gießen geeigneter
Zusammensetzungen aus Keramik- oder Polymermaterialien hergestellt
werden. Keramikpasten werden typischerweise auf Keramiksubstrate
aufgedruckt und anschließend
bei so hohen Temperaturen wie 900°C
oder darüber
in einem Ofen gebrannt, um Keramikelemente herzustellen. Das Bindemittel
für die
Keramikpasten ist Glas, das die in der Zusammensetzung verwendeten
funktionellen Füllstoffe
kapselt. Materialien auf Polymerbasis werden im allgemeinen auf
organische Substrate aufgedruckt, die entweder aus thermoplastischen
oder aus hitzehärtbaren
Polymerwerkstoffen bestehen. Diese Platinen auf Polymerbasis erfordern
im allgemeinen Verarbeitungstemperaturen unter 200°C bis 300°C, um ihre
thermooxidative und Formstabilität
zu bewahren. Die Bindemittel für
polymere elektronische Bauelemente sind im allgemeinen hitzehärtbare Epoxid-
und Phenolpolymere.
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Ein
neuerer Trend geht dahin, dass passive elektronische Bauelemente
(passive Bauelemente) in die Leiterplatte eingebettet oder integriert
werden, typischerweise in eine FR4-Platine. Eingebettete passive
Bauelemente haben die Fähigkeit,
Größe und Kosten
von Schaltkreisen zu reduzieren, Schichtenzahlen zu verringern,
das Hochfrequenzverhalten zu verbessern, die Zuverlässigkeit
durch Beseitigung von Lötverbindungen zu
verbessern und die Funktionstüchtigkeit
kleiner elektronischer Bauelemente zu erhöhen. Eingebettete passive Bauelemente
müssen
jedoch hohen Leistungsstandards genügen und müssen in hoher Ausbeute gefertigt
werden, da die Optionen zum Nacharbeiten von mehrlagigen Leiterplatten,
die unter Umständen
ein oder mehrere defekte eingebettete passive Bauelemente aufweisen,
beschränkt
sind. Folglich bleibt ein Übergang von
oberflächenmontierten
passiven Bauelementen, besonders Widerständen, Kondensatoren und Induktivitäten, zu
eingebetteten passiven Bauelementen eine größere technische und wirtschaftliche
Hürde.
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Polymerdickschicht-(PTF-)Widerstandszusammensetzimgen
sind siebdruckfähige
Flüssigkeiten
oder Pasten, die zum Formen von Widerstandelementen in elektronischen
Anwendungen verwendet werden. Eine PTF-Widerstandszusammensetzung
enthält
ein Bindemittelsystem, ein leitfähiges
Material (gewöhnlich
in feinkörniger
Pulverform) und ein geeignetes organisches Lösungsmittel. Gegenwärtig liegt
die Mehrzahl im Handel erhältlicher
PTF-Widerstandspasten in Form von hitzehärtbaren oder thermoplastischen
Harzpasten mit Kohlenstoff- oder Graphitpulvern als leitfähiger Phase
vor. Die kohlenstoffhaltige PTF-Widerstandspaste kann mittels Siebdruck,
Schablonendruck oder anderer Verfahren auf ein geeignetes Substrat
aufgebracht werden. Im Anschluss an den Trocknungsprozeß werden
die gedruckten Pasten bei relativ niedrigen Temperaturen gehärtet. Das
gehärtete
Polymerbindemittel schrumpft und presst die leitfähigen Teilchen
zusammen, wodurch elektrische Leitung zwischen Teilchen entsteht.
Der Widerstand des Systems ist vom Widerstand der in das Polymerbindemittel
eingelagerten Materialien sowie von ihrer Teilchengröße und der
Last abhängig.
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Der
Widerstand von PTF-Widerständen
ist sehr stark von den Abständen
zwischen leitfähigen
Teilchen abhängig.
Als Ergebnis benötigen
PTF-Widerstände
Stabilität
gegen hohe Temperaturen und Umgebungen mit hohem Feuchtegehalt ohne
merkliche Widerstandsänderung.
Die Stabilität
von PTF-Widerständen kann
durch verschiedene bekannte Testmessungen gemessen werden, zu denen
beschleunigte Alterung in Umgebungen von 85°C und 85% relativer Luftfeuchte,
das Verhalten unter Temperaturwechselbeanspruchung und die Beständigkeit
gegen Löteinwirkung
gehören.
Hochleistungs-PTF-Widerstände weisen
nach diesen Tests eine geringe, wenn überhaupt erhebliche Widerstandsänderung
auf.
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PTF-Materialien
können
beim Schwalllöten
und Aufschmelzlöten
auch mehreren Löteinwirkungen ausgesetzt
sein. Diese Temperaturausschläge
sind auch eine Instabilitätsquelle
für herkömmliche
PTF-Widerstände, besonders
wenn diese direkt auf Kupfer aufgedruckt werden.
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US-Patent Nr. 5980785 von
Xi et al. beschreibt PTF-Widerstandszusammensetzungen, die ein hochschmelzendes
Metall, ein niedrigschmelzendes Metall, ein Polymerbindemittelsystem
und ein Lösungsmittel enthalten.
Das bevorzugte Polymerbindemittelsystem ist ein System auf Epoxidbasis.
Wie angegeben, ist der Temperaturkoeffizient des Widerstands (TCR)
von der Wärmeausdehnung
des Bindemittels abhängig,
und für die
meisten Anwendungen ist ein niedriger TCR notwendig.
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WO 04/081079 offenbart
eine härtbare
dielektrische Polynorbornen-Zusammensetzung und daraus hergestellte
Leiterplatten.
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WO 04/041972 offenbart
ein Gasschichtbildungsmaterial, das Polynorbornen-Derivate aufweist.
Die gebildeten Gasschichten werden in Mikrochips und Mikrochipbausteinen
verwendet.
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EP 1331245 offenbart eine
schmelzformbare Thermoplast-Harzzusammensetzung und einen Formkörper und
eine optische Schicht, die beide den Thermoplast aufweisen.
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EP 0931816 offenbart eine
Harzzusammensetzung, die ein thermoplastisches Norbornen-Polymer und
ein hitzehärtbares
Harz aufweist.
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US 5399289 offenbart eine
Zusammensetzung zum Ausspülen
von Sauerstoff, die ein ethylenisch ungesättigtes Kohlenwasserstoffpolymer
und einen Übergangsmetallkatalysator
aufweist.
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WO 93/23488 offenbart Thermostat-Polymerzusammensetzungen,
die Norbornen-Derivate aufweisen.
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US 5359001 offenbart Polymergemische,
die ein Blockcopolymer mit von Norbornen abgeleiteten Monomereinheiten
aufweisen.
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EP 0559146 offenbart Polymerzusammensetzungen,
die ein thermoplastisches Norbornen-Polymer aufweisen. Die Zusammensetzungen
werden in medizinischen Geräten
eingesetzt.
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WO 93/06171 offenbart Polymergemische,
die ein durch ringöffnende
Metathesepolymerisation polymerisiertes ungesättigtes Polymer aus Norbornendicarboximid-Monomereinheiten
aufweisen.
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EP 0523392 offenbart die
Verwendung von chlorierten Polymeren zur Erhöhung der Wärmeformbeständigkeit und der Glasübergangstemperatur
von Dicyclopentadien-Polymeren.
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Viele
gängige
Widerstandszusammensetzungen weisen ein schlechtes Haftvermögen auf
Kupfer auf und erfordern daher eine Vorbehandlung der Kupferleiterbahnen
vor dem Siebdruck der Widerstandspaste. Gegenwärtig wird ein kostspieliges
Silbertauchverfahren zur Passivierung der Kupferoberfläche angewandt, wodurch
Oxidationsprobleme der Kupferoberfläche vermieden werden. Dieser
zusätzliche
Verfahrensschritt ist sowohl zeitraubend als auch teuer. Als Ergebnis
besteht weiterhin ein Bedarf für
die Entwicklung von Widerstandszusammensetzungen, die keine anfängliche
Passivierung der Kupferoberfläche
erfordern.
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Im
Grunde genommen besteht eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung
darin, eine oder mehrere Widerstandszusammensetzungen bereitzustellen,
die keine anfängliche
Passivierung der Kupferoberfläche
erfordern, an der Kupferoberfläche
haften und dennoch Stabilität
bei beschleunigten Alterungstests in Umgebungen von 85°C und 85%
relativer Luftfeuchte, Leistungsfähigkeit unter Temperaturwechselbeanspruchung
und Stabilität
unter Löteinwirkung
bieten. Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die
Bereitstellung einer leitfähigen
Phase, die so gestaltet ist, dass sie einen niedrigen Temperaturkoeffizient
des Widerstands aufweist.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die
Erfindung betrifft Zusammensetzungen, die aufweisen: ein Polymer
mit einer höheren
Glasübergangstemperatur
als 250°C
und einer Wasseraufnahme von höchstens
2%, bestimmt nach ASTM D-570; ein oder mehrere Metalle oder Metallverbindungen;
einen Metallhaftvermittler, der aus der Gruppe ausgewählt ist, die
aus einem Phenoxyharz, Polyhydroxyphenylether und 2-Mercaptobenzimidazol
besteht; und ein organisches Lösungsmittel,
wobei das Polymer ein Polynorbornen ist, das molekulare Einheiten
mit der Formel I aufweist,
wobei R
1 unter
Wasserstoff und einem (C
1-C
10)-Alkyl
ausgewählt
ist. Das Polymer kann wahlweise Reaktionsstellen enthalten, die
mit einem oder mehreren Vernetzungsmitteln vernetzen können.
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Die
Erfindung betrifft außerdem
eine Zusammensetzung, die aufweist: ein Polymer mit einer höheren Glasübergangstemperatur
als 250°C
und einer Wasseraufnahme von höchstens
2%, bestimmt nach ASTM D-570, einen Metallhaftvermittler, der aus
der Gruppe ausgewählt
ist, die aus einem Phenoxyharz, Polyhydroxyphenylether und 2-Mercaptobenzimidazol
besteht; und ein organisches Lösungsmittel,
wobei das Polymer ein Polynorbornen ist, das molekulare Einheiten
mit der Formel I aufweist,
wobei R
1 unter
Wasserstoff und einem (C
1-C
10)-Alkyl
ausgewählt
ist. Viele von den Zusammensetzungen weisen eine Härtungstemperatur
von weniger als 180°C
auf.
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Die
Erfindung betrifft außerdem
ein Verfahren zur Herstellung eines elektronischen Bauelements,
das aufweist: Vereinigen eines Polymers mit einer höheren Glasübergangstemperatur
als 250°C
und einer Wasseraufnahme von weniger als 2%, bestimmt nach ASTM
D-570, eines oder mehrerer Metalle oder Metallverbindungen, eines
Metallhaflvermittlers, der aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus einem Phenoxyharz,
Polyhydroxyphenylether und 2-Mercaptobenzimidazol besteht, und eines
organischen Lösungsmittels
zur Herstellung einer PTF-Widerstandszusammensetzung, wobei das
Polymer ein Polynorbornen ist, das molekulare Einheiten mit der
Formel I aufweist,
wobei R
1 unter
Wasserstoff und einem (C
1-C
10)-Alkyl
ausgewählt
ist; Aufbringen der PTF Widerstandszusammensetzung auf ein Substrat
und Härten
der aufgebrachten PTF-Widerstandszusammensetzung.
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Die
erfindungsgemäßen Zusammensetzungen,
welche die Polymere enthalten, können
zur Herstellung von elektronischen Bauelementen wie z. B. Widerstanden,
diskreten oder Planarkondensatoren, Induktivitäten und elektrischen und Wärmeleitern
verwendet werden. Die Zusammensetzungen können außerdem in einer Anzahl elektronischer
Anwendungen eingesetzt werden, wie z. B. als Vergußmasse,
leitfähiger
Klebstoff und als Gehäusematerial
für integrierte
Schaltkreise.
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AUSFÜHRLICHE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Die
Erfindung betrifft eine Zusammensetzung, die ein Polymer mit einer
höheren
Glasübergangstemperatur
als 250°C,
einer Wasseraufnahme von höchstens
2%, vorzugsweise einer Wärmeausdehnung
zwischen etwa 20 und 65 ppm/°C;
ein oder mehrere Metalle oder Metallverbindungen; einen Metallhaftvermittler und
ein organisches Lösungsmittel
aufweist. Die Wasseraufnahmemenge wird nach ASTM D-570 bestimmt, einem
Verfahren, das dem Fachmann bekannt ist. Der Begriff "Glasübergangstemperatur" ist für den Durchschnittsfachmann
der Polymerchemie verständlich
und wird durch bekannte Verfahren bestimmt.
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Die
Anmelder haben außerdem
beobachtet, dass Polymere mit einer höheren Glasübergangstemperatur als 290°C, vorzugsweise
von mehr als 310°C,
gewöhnlich
gehärtete
Zusammensetzungen, d. h. Materialien mit bevorzugten Eigenschaften
liefern.
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Die
Anmelder haben außerdem
beobachtet, dass Polymere, die in den Zusammensetzungen mit einer Wasseraufnahme
von höchstens
1,5%, vorzugsweise von höchstens
1% verwendet werden, gewöhnlich
gehärtete
Materialien mit bevorzugten Eigenschaften liefern.
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In
bestimmten Anwendungen kann die Verwendung eines vernetzbaren Polymers
in einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung
bedeutende Leistungsvorteile gegenüber den entsprechenden nicht
vernetzbaren Polymeren liefern. Die Fähigkeit des Polymers, bei einer
thermischen Aushärtung
mit Vernetzungsmitteln zu vernetzen, kann elektronische Beschichtungen
mit verbesserter Temperatur- und Feuchtigkeitsbeständigkeit
liefern. Das resultierende vernetzte Polymer kann die Bindemittelmatrix
stabilisieren, die Glasübergangstemperatur
(Tg) erhöhen,
die Chemikalienbeständigkeit
erhöhen
oder die Temperaturbeständigkeit
der gehärteten
Beschichtungszusammensetzungen erhöhen. Außerdem können im Vergleich zu Polymeren,
die keine Vernetzungsfunktionalität enthalten, ein etwas niedrigerer
Tg-Wert oder eine etwas höhere
Feuchtigkeitsaufnahme toleriert werden.
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Eine
exemplarische Liste von thermischen Vernetzungsmitteln, die bei
den vernetzbaren Polymeren verwendet werden können, schließt ein Hydroxyl-Abdeckmittel
ein, wie z. B. blockiertes Isocyanat und Polyhydroxystyrol, Novolakharze,
Bisphenole, Diamine und Cresolformaldehydharze. Bevorzugte Vernetzungsmittel sind
aus der Gruppe ausgewählt,
die aus Bisphenolepoxidharz, einem epoxidierten Copolymer aus Phenol
und aromatischem Kohlenwasserstoff, einem Polymer aus Epichlorhydrin
und Phenolformaldehyd und 1,1,1-Tris(p-hydroxyphenyl)ethantriglycidylether
besteht.
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Vorzugsweise
weist das in den Zusammensetzungen verwendete Polynorbornen-(PNB-)Polymer
eine Wasseraufnahme von höchstens
1% auf.
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In
einer anderen Ausführungsform
enthalten die Zusammensetzungen PNB-Polymer mit einer höheren Glasübergangstemperatur
als 290°C
und einer Wasseraufnahme von höchstens
1%.
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Die
erfindungsgemäße Zusammensetzung
enthält
ein PNB-Polymer ohne vernetzbare Stellen, wie durch die molekularen
Einheiten gemäß Formel
I dargestellt.
wobei R
1 unabhängig unter
Wasserstoff und einem (C
1-C
10)-Alkyl
ausgewählt
ist. Der Begriff "Alkyl" schließt diejenigen
Alkylgruppen mit einem bis zehn Kohlenstoffatomen ein, die eine
geradkettige, verzweigte oder zyklische Konfiguration aufweisen.
Eine exemplarische Liste von Alkylgruppen enthält Methyl, Ethyl, Propyl, Isopropyl
und Butyl.
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Die
erfindungsgemäße Zusammensetzung
kann auch ein PNB-Polymer mit vernetzbaren Stellen einschließen, wie
durch die molekularen Einheiten gemäß Formel II dargestellt.
wobei R
2 eine
Seitengruppe ist, die an einer Vernetzung oder einer Netzwerkbildungsreaktion
beteiligt sein kann. Beispiele sind unter anderem Epoxide, Alkohole,
Silylether, Carbonsäuren,
Ester, wie z. B. tert-Butylester,
und Anhydride. Das Molverhältnis
von molekularen Einheiten gemäß Formel
II zu molekularen Einheiten gemäß Formel
I in dem PNB-Polymer ist größer als
0 bis etwa 0,4, oder vorzugsweise größer als 0 bis etwa 0,2. Die
vernetzbare Epoxygruppe in dem PNB-Polymer bildet eine Bindungsstelle,
an der das Polymer mit einem oder mehreren Vernetzungsmitteln in
den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
vernetzen kann, wenn die Zusammensetzungen gehärtet werden. Um eine Verbesserung
in dem gehärteten
Material bereitzustellen, ist nur eine geringe Menge vernetzbarer
Bindungsstellen an dem PNB-Polymer notwendig. Zum Beispiel können die
Zusammensetzungen PNB-Polymere mit einem Molverhältnis gemäß der obigen Definition enthalten,
das größer als
0 bis etwa 0,1 ist.
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Die
Anmelder haben außerdem
beobachtet, dass die Verwendung eines vernetzbaren PNB-Polymers in einer
Zusammensetzung wichtige Leistungsvorteile gegenüber den entsprechenden nichtvernetzbaren PNB-Polymeren
bieten kann. Die Vernetzungsfähigkeit
des PNB-Polymers mit Vernetzungsmitteln während einer thermischen Härtung kann
elektronische Beschichtungen mit verbesserter Temperatur- und Feuchtigkeitsbeständigkeit
liefern. Das resultierende vernetzte Polymer kann die Bindemittelmatrix
stabilisieren, die Glasübergangstemperatur
(Tg) erhöhen,
die Chemikalienbeständigkeit
erhöhen
oder die Temperaturbeständigkeit der
gehärteten
Beschichtungszusammensetzungen erhöhen.
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Die
Zusammensetzungen enthalten ein organisches Lösungsmittel. Das organische
Lösungsmittel dient
zusammen mit dem Polymer dazu, die feinverteilten Feststoffe der
Zusammensetzung zu dispergieren. Daher sollte das organische Lösungsmittel
ein Lösungsmittel
sein, in dem die Feststoffe mit einem hinreichenden Stabilitätsgrad dispergierbar
sind. Außerdem
sollten die Lösungsmittel
einen ausreichen hohen Siedepunkt aufweisen, um der Dispersion gute
Siebdruckauftragseigenschaften zu verleihen.
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Die
Anmelder haben festgestellt, dass bestimmte organische Lösungsmittel
für die
erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
besonders gut geeignet sind. Zu diesen Lösungsmitteln gehören diejenigen,
die aus der Gruppe ausgewählt
sind, die aus Etheralkoholen, cyclischen Alkoholen, Etheracetaten,
Ethern, Acetaten, cyclischen Lactonen und aromatischen Ester besteht.
Die Auswahl des Lösungsmittels
ist zum Teil von dem in der Zusammensetzung verwendeten Polymer
abhängig.
Wenn das Polymer in der Zusammensetzung überwiegend PNB ist, dann ist
typischerweise Dowanol® PPH ein bevorzugtes Lösungsmittel,
während,
wenn das Polymer in der Zusammensetzung überwiegend PA ist, Methylbenzoat
ein bevorzugtes Lösungsmittel
ist. Natürlich
können
auch irgendwelche Gemische der Lösungsmittel
in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
verwendet werden.
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Die
meisten Dickschichtzusammensetzungen werden durch Siebdruck, Schablonendruck,
Verteilen, Rakelaufrag in lichtoptisch abgebildete oder auf andere
Weise vorgeformte Strukturen oder nach anderen, dem Fachmann bekannten
Verfahren aufgebracht. Diese Zusammensetzungen können auch nach irgendeinem
der anderen, in der Verbundstoffindustrie angewandten Verfahren
ausgebildet werden, einschließlich Pressen,
Laminieren, Extrusion, Formpressen und dergleichen. Die meisten
Dickschichtzusammensetzungen werden jedoch mittels Siebdruck auf
ein Substrat aufgebracht. Daher müssen sie eine geeignete Viskosität aufweisen,
so dass sie leicht durch das Sieb passiert werden können. Außerdem sollten
sie thixotrop sein, damit sie nach dem Siebdruck schnell erhärten und
dadurch eine gute Auflösung
ergeben. Das Fließverhalten
ist zwar von Bedeutung, aber das organische Lösungsmittel sollte außerdem eine
geeignete Benetzbarkeit der Feststoffe und des Substrats, gute Trocknungsgeschwindigkeit
und ausreichende Festigkeit der getrockneten Schicht bereitstellen,
um einer rauhen Handhabung zu widerstehen.
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Das
Härten
der Pasten- oder Flüssigkeitszusammensetzung
erfolgt durch irgendeine Anzahl von Standardhärtungsverfahren, zu denen Konvektionsheizung,
Konvektionsheizung mit Zwangsbelüftung,
Dampfphasenkondensationsheizung, Infrarotheizung, Induktionsheizung
oder andere, dem Fachmann bekannte Verfahren gehören.
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Ein
Vorteil, den die Polymere den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen vermitteln,
ist eine relativ niedrige Härtungstemperatur.
Viele von den Zusammensetzungen können bei einer Temperatur von
weniger als 180°C
innerhalb einer angemessenen Zeitspanne gehärtet werden.
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Es
versteht sich, dass die Temperatur von 180°C keine maximale Temperatur
ist, die in einem Härtungsprofil
erreicht werden kann. Zum Beispiel können die Zusammensetzungen
auch unter Verwendung einer Spitzentemperatur bis zu etwa 270°C mit einer
kurzen Infrarothärtung
gehärtet
werden. Der Begriff "kurze
Infrarothärtung" ist als Bereitstellung
eines Härtungsprofils
mit einer hohen Temperaturspitze über eine Zeitspanne von 5 Minuten
bis zu 30 Minuten definiert. Die Temperaturspitze ist um etwa 40°C bis etwa
120°C höher als die
in dem Härtungsprofil
verwendete mittlere Temperatur.
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Die
verschiedenen Beschichtungszusammensetzungen für elektronische Beschichtungsanwendungen
erfordern unterschiedliche funktionelle Füllstoffe, die es ermöglichen,
die erforderliche elektrische, thermische oder Isolatoreigenschaft
zu erzielen. Funktionelle Füllstoffe
für Widerstände und
Leiter schließen
ein, sind aber nicht beschränkt
auf ein oder mehrere Metalle oder Metallverbindungen, z. B. Rutheniumoxid
und die anderen, in
US-Patent
Nr. 4814107 beschriebenen Widerstandsmaterialien.
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Der
Begriff "Metallverbindung" ist als ein Gemisch
aus zwei oder mehreren Metallen oder als ein Gemisch aus einem oder
mehreren Metallen mit einem Element der Gruppen IIIA, IVA, VA, VIA
oder VIIA definiert. Insbesondere können in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
Metallverbindungen eingesetzt werden, die Metalloxide, Metallcarbide,
Metallnitride und Metallboride enthalten.
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Funktionelle
Füllstoffe
für Kondensatoren
schließen
ein, sind aber nicht beschränkt
auf Bariumtitanat, Bleimagnesiumniobat und Titanoxid. Funktionelle
Füllstoffe
für Vergußmassen
schließen
ein, sind aber nicht beschränkt
auf Quarzstaub, Aluminiumoxid und Titandioxid. Vergußmassen-Zusammensetzungen
können
ungefüllt
sein, wobei nur das organische Bindemittelsystem verwendet wird,
was den Vorteil hat, dass es lichtdurchlässige Beschichtungen zur besseren
Prüfung
der eingebetteten Komponente liefert. Funktionelle Füllstoffe
für wärmeleitfähige Beschichtungen
schließen
ein, sind aber nicht beschränkt
auf Bariumnitrid, Graphit, Berylliumoxid, Silber, Kupfer und Diamant.
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PTF-Materialien
haben weitverbreitete Akzeptanz in handelsüblichen Produkten gefunden,
besonders für
flexible Membranschalter, Folientastaturen, Kraftfahrzeugteile und
Telekommunikation. Diese Zusammensetzungen enthalten widerstandsbehaftetes
Füllstoffmaterial,
das in einem polymeren Bindemittel dispergiert ist. Die Zusammensetzungen
können
bei relativ niedrigen Temperaturen verarbeitet werden, nämlich den
Temperaturen, die zum Entfernen der Lösungsmittel in der Zusammensetzung
und zum Härten
des Polymerbindemittelsystems erforderlich sind. Der für die entstehenden
Widerstände
tatsächlich
erforderliche spezifische Widerstandswert/Leitfähigkeitswert variiert in Abhängigkeit
von der elektronischen Anwendung.
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Die
Widerstandselemente werden gewöhnlich
hergestellt, indem die PTF-Zusammensetzung oder Tinte in einer Struktur
auf eine Folie aufgedruckt wird. Wichtig ist ein gleichmäßiger Widerstand
quer über
die Folie, d. h. der Widerstand von Elementen auf einer Seite der
Folie sollte der gleiche sein wie derjenige von Elementen auf der
gegenüberliegenden
Seite. Eine Veränderlichkeit
des Widerstands kann die Ausbeute erheblich reduzieren.
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Außerdem sollte
das Widerstandselement sowohl in der Zusammensetzung als auch in
der Funktion stabil sein. Offensichtlich ist eine der wichtigsten
Eigenschaften für
einen Widerstand die Stabilität
des Widerstands im zeitlichen Verlauf und unter bestimmten Umgebungsbeanspruchungen.
Der Änderungsgrad
des Widerstandswerts des PTF-Widerstands im zeitlichen Verlauf und über die
Lebensdauer des elektronischen Bauelements kann für die Leistung
entscheidend sein. Da außerdem
PTF-Widerstände in einer
Leiterplatte einer Laminierung von inneren Schichten und mehrfachen
Löteinwirkungen
ausgesetzt sind, wird Wärmebeständigkeit
benötigt.
Eine gewisse Änderung
des Widerstandswerts kann zwar toleriert werden, aber im allgemeinen müssen Widerstandsänderungen
kleiner als 5% sein.
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Der
Widerstandswert kann sich wegen einer Abstandsänderung oder Volumenänderung
von funktionellen Füllstoffen,
d. h. der Widerstandsmaterialien, in dem gehärteten PTF-Widerstand ändern. Um
den Volumenänderungsgrad
zu minimieren, sollte das Polymer eine niedrige Wasseraufnahme aufweisen,
so dass das gehärtete
Polymerbindemittel nicht quillt, wenn es Umgebungen mit hohem Feuchtegehalt
ausgesetzt wird. Andernfalls ändert
sich der Abstand zwischen den Widerstandsteilchen, was zu einer Änderung
des Widerstandswerts führt.
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Widerstände müssen außerdem in
dem Temperaturbereich, dem das elektronische Bauelement wahrscheinlich
ausgesetzt ist, eine geringe Widerstandsänderung mit der Temperatur
aufweisen. Der Temperaturkoeffizient des Widerstands muß niedrig
sein, im allgemeinen kleiner als 200 ppm/°C.
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Die
erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
eignen sich besonders gut für
die Bereitstellung von Polymerdickschichtwiderständen (PTF-Widerständen). Die
aus den Zusammensetzungen hergestellten PTF-Widerstände weisen
außergewöhnliche
Widerstandseigenschaften auf und sind selbst in Umgebungen mit relativ
hoher Luftfeuchte temperaturstabil. Zum Beispiel überschreiten
viele von den PTF-Widerständen nicht
eine Widerstandsänderung
von etwa 10%. Die meisten PTF-Widerstände überschreiten nicht eine Widerstandsänderung
von etwa 5%. Um eine so kleine Widerstandsänderung infolge von Wärme und
Feuchtigkeit zu erzielen, sind die Polymere durch eine relativ hohe
Glasübergangstemperatur
(Tg) und eine relativ niedrige Feuchtigkeitsaufnahme charakterisiert.
Die Anmelder haben festgestellt, dass die stabilste Polymermatrix bei
Verwendung von vernetzbaren Polymeren mit hoher Glasübergangstemperatur
(Tg) erzielt wird, die außerdem
eine niedrige Feuchtigkeitsaufnahme von höchstens 2%, vorzugsweise von
höchstens
1,5%, stärker
bevorzugt von höchstens
1% aufweisen.
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Ein
weiteres, als nützlich
befundenes Herangehen ist die Behandlung des funktionellen Füllstoffs
mit einem Tensid vor dem Vereinigen des Füllstoffs mit der Polyimidlösung. Es
zeigte sich, dass das Silan-Mittel y-Aminopropyltrimethoxysilan
bei der Behandlung von funktionellen Metalloxid-Füllstoffen
besonders nützlich ist,
die in den erfindungsgemäßen PTF-Widerstandszusammensetzungen
verwendet werden. Es besteht die Ansicht, dass das Silan mit der
Oxidoberfläche
reagiert und eine kovalente Bindung bildet, und man glaubt, dass
die Amino-Seitengruppe mit dem Vernetzungsmittel reagiert. Das Silan-Agens
erhöht
wirksam die Vernetzung des Polymerbindemittels in dem gehärteten Material
und stabilisiert so die Teilchenkomponenten in dem PTF-Widerstand.
Das Ergebnis ist ein PTF-Widerstand mit verbesserter Leistung bei
Alterung und beschleunigter Prüfung
unter thermischer Beanspruchung und hohem Luftfeuchtegehalt. Oberflächenbehandlung
mit einem Silan-Mittel kann auch die Dispersion der funktionellen
Füllstoffe
in der Polyimidlösung
verbessern. Als Tensid kennen auch Titanate verwendet werden, um
die Eigenschaften eines PTF-Widerstands zu verbessern.
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Die
erfindungsgemäßen flüssigen oder
Pastenzusammensetzungen enthalten einen oder mehrere Metallhaftvermittler,
die aus der Gruppe ausgewählt
sind, die aus einem Phenoxyharz, Polyhydroxyphenylether und 2-Mercaptobenzimidazol
besteht.
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Für PTF-Widerstände wurde
unerwartet festgestellt, dass durch Zugabe von Phenoxyharz PKHH,
einem Polyhydroxyphenylether, das Haftvermögen an chemisch gereinigtem
Kupfer verbessert wird. Es zeigte sich, dass dadurch das Verhalten
von PTF-Widerständen
bei Löteinwirkung
und beschleunigter thermischer Alterung stark verbessert wird. Das
Verhalten sowohl bei Temperaturwechselbeanspruchung von –25°C bis 125°C als auch
bei Temperaturwechselbeanspruchung mit 85°C/85% relativer Luftfeuchte
wurde erheblich verbessert. Tatsächlich
wurden die Hafteigenschaften der PTF-Widerstände durch die Kombination der PNB-Polymere
mit dem Phenoxyharz erheblich in einem solchen Umfang verbessert,
dass die kostspielige mehrstufige Silbertauchbehandlung des Kupfers
nicht mehr notwendig war. Außerdem
zeigte sich, dass der Haftvermittler 2-Mercaptobenzimidazol (2-MB)
die Stabilität
von PTF-Widerständen
gegen Löteinwirkung
leicht verbesserte, besonders bei hohen Beladungen mit dem funktionellen
Füllstoff.
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Die
PNB-Polymere können
auch in einer Lösung
ohne die Metalle und Metallverbindungen bereitgestellt und als Vergußmassen
oder bei der Kapselung auf IC- oder Waferebene als Halbleiter-Spannungspuffer, Zwischenverbindungs-Dielektrika,
Schutzuberzüge
(z. B. Kratzschutz, Passivierung, Ätzmaske usw.), zur Umverteilung
von Bondinseln und als Füllmaterial
für Lotkontakthügel verwendet
werden. Ein durch die Zusammensetzungen gebotener Vorteil ist die
niedrige Härtungstemperatur
von weniger als 180°C
oder die kurze Dauer bei einer Spitzentemperatur von 270°C bei kurzer
IR-Aushärtung.
Gegenwärtige
Kapselungen erfordern eine Härtungstemperatur
von etwa 300°C ± 25°C.
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Die
Vorteile der vorliegenden Erfindung werden in den nachstehenden
Beispielen veranschaulicht. Die folgende Diskussion betrifft nur
die Auswahl von Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung, und nichts innerhalb der vorliegenden
Offenbarung soll den Gesamtumfang der vorliegenden Erfindung beschränken. Der Umfang
der vorliegenden Erfindung ist durch die Patentansprüche zu definieren.
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Verarbeitungs-
und Testverfahren, die bei der Herstellung und Prüfung der
erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
und der Zusammensetzungen der Vergleichsbeispiele angewandt werden,
werden im folgenden dargestellt.
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MAHLEN IN DER DREIWALZENMÜHLE
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Zum
Mahlen von Pasten auf eine Mahlfeinheit (FOG) von im allgemeinen < 5 μm wird eine
Dreiwalzenmühle
verwendet. Der Spalt wird vor Beginn auf 25 um (1 Mil) eingestellt.
Pasten werden typischerweise in drei Durchgängen bei 0, 0,35, 0,69, 1,0,
1,4, 1,7 MPa (0, 50, 100, 150, 200, 250 psi) in der Walzenmühle gemahlen,
bis die FOG < 5 μm ist. Die
Mahlfeinheit ist ein Maß für die Teilchengröße der Paste.
Eine kleine Probe der Paste wird am oberen Ende (25 μm-Marke)
des Mahlfeinheitsmessers aufgebracht. Die Paste wird mit einer Metallrakel
entlang dem Mahlfeinheitsmesser nach unten gedrückt. Die Mahlfeinheit (FOG)
wird als x/y angegeben, wobei x die Teilchengröße (μm) ist, wo vier oder mehr durchgehende
Striche am Mahlfeinheitsmesser beginnen, und y die mittlere Teilchengröße (μm) der Paste
ist.
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SIEBDRUCK
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Ein
Sieb von 230 oder 280 mesh (53 oder 50 μm) und eine Rakel mit der Durometerhärte 70 werden zum
Siebdruck verwendet. Der Drucker wird so eingestellt, dass die Abreißdistanz
zwischen Sieb und Substratoberfläche
typischerweise 0,89 mm (35 Mil) für ein Sieb von 20 cm × 25 cm
(8 Zoll × 10
Zoll) beträgt.
Der untere Anschlag (mechanische Begrenzung für Auf- und Abwärtsbewegung
der Rakel) wird auf 127 μm
(5 Mil) voreingestellt. Die verwendete Rakelgeschwindigkeit beträgt typischerweise
25 mm/s (1 Zoll/s), und es wird ein Druck-Druck-Modus angewandt
(zwei Rakeldurchläufe,
einer vorwärts
und einer rückwärts). Pro
Paste werden mindestens 20 Proben bedruckt. Nach dem Bedrucken aller
Substrate für
eine Paste werden diese mindestens 10 Minuten ungestört gelassen
(so dass Luftblasen entweichen können),
und dann in einem Gebläseofen
eine Stunde bei 170°C
gehärtet.
-
LÖTBAD
-
Proben
werden 3 × 10
Sekunden in 60/40 Zinn/Blei-Lötmetall
tauchgelötet,
wobei zwischen Löteinwirkungen
mindestens 3 Minuten eingefügt
werden, in denen die Proben nahezu auf Raumtemperatur abgekühlt werden.
-
TEST BEI 85°C/85% RELATIVER LUFTFEUCHTE
-
Mindestens
drei Proben, die nicht mit einer Deckschicht versehen worden sind,
werden in eine Kammer mit 85°C/85%
relativer Luftfeuchte eingebracht und 125, 250, 375 und 500 Stunden
bei 85°C/85%
relativer Luftfeuchte gealtert. Nach Erreichen der Exponierungsdauer
werden die Proben aus der Kammer entfernt, Oxidschichten werden
mit einer Drahtbürste
von den Kupferleitungen entfernt, und der Widerstandswert wird unverzüglich bestimmt.
-
TEMPERATURWECHSELBEANSPRUCHUNG
-
Proben
von gehärteten
Widerständen,
die nicht mit einer Deckschicht versehen worden sind, werden einer
Temperaturwechselbeanspruchung von –25°C bis +125°C über 150 bis 200 Zyklen mit
Erwärmungs-
und Abkühlungsgeschwindigkeiten
von 10°C/min
ausgesetzt, wobei die Proben 30 Minuten lang auf den Extremtemperaturen
gehalten werden.
-
ELEKTROSTATISCHE ENTLADUNG (ESD)
-
Nach
5 Impulsen bei 5000 Volt und 10 Impulsen bei 2000 Volt wird die
Widerstandsänderung
gemessen.
-
TCR
-
Der
Temperaturkoeffizient des Widerstands (TCR) wird gemessen und sowohl
für den
heißen
TCR (HTCR) bei 125°C
als auch für
den kalten TCR (CTCR) bei –40°C in ppm/°C angegeben.
-
Für jede Probe
werden mindestens drei Probekörper
verwendet, die jeweils acht Widerstände enthalten. Bei der automatisierten
TCR Prüfung
werden die Ergebnisse gemittelt.
-
FEUCHTIGKEITSAUFNAHMETEST
FÜR POLYMERFOLIEN
-
Dies
sind für
die Polymere angegebene Werte, die nach dem ASTM-Verfahren D570
ermittelt werden.
-
Die
unten aufgeführten
Zusammensetzungen werden in Gew.-% für jeden verwendeten Bestandteil beschrieben.
Das folgende Glossar enthält
eine Liste von Namen und Abkürzungen
für jeden
verwendeten Bestandteil:
- PNB-Lösung
- Polynorbornen Appear
3000B von Promerus mit 20% Feststoffgehalt in Dowanol® PPH
- Epoxy-PNB-Lösung
- epoxidhaltiges Polynorbornen
von Promerus mit 30% Feststoffgehalt in β-Terpineol
- Phenoxyharz in PKHH-Lösung
- Polyhydroxyphenylether
von InChem Corp., Lösung
mit 23,89 Feststoffgehalt in 70/30 Dowanol® DPM/Diethylenglycolethyletheracetat
- AryLiteTM A1000
- Polyarylat mit Tg
325°C und
0,3% Feuchtigkeitsaufnahme von Ferrania
- AppearTM-3000B
- Polynorbornen mit
Tg 330°C
und 0,03% Feuchtigkeitsaufnahme von Promerus
- Ultem® 1000
- Polyetherimid mit
Tg 215°C
und 1,25% Feuchtigkeitsaufnahme
- Udel®
- Polysulfon mit Tg
190°C und
1,3% Feuchtigkeitsaufnahme
- Radel® R-5000
- Polyphenylsulfon auf
der Basis von Bisphenol A und Dichlordiphenylsulfon; Polymer mit
Tg 220°C
und 1,1% Feuchtigkeitsaufnahme
- Torion®
- Polyamidimid aus Trimellithsäureanhydrid
und Benzidin als 20%-ige Lösung
in NMP (N-Methyl-2-pyrolidon); Polymer mit Tg 300°C und 2,5% Feuchtigkeitsaufnahme
- Lexan®
- Polycarbonat auf Bisphenol
A-Basis von GE
- Celazole® PBI
- Polybenzimidalzol
mit Tg 399°C
und 1,06% Feuchtigkeitsaufnahme
- PHS
- Polyhydroxystyrol
von DuPont Electronic Polymers
- 2-Ethyl-4-methylimidazol
- Katalysator für Epoxy-Reaktion
von Aldrich
- 2-Mercaptobenzimidazol
(2-MB)
- Haftvermittler von
Aldrich
- Rutheniumdioxid (P2456)
- Widerstandsmaterial,
hergestellt bei DuPont Microcircuit Materials; spezifische Oberfläche 12 m2/g
- Bismutruthenat (P2280)
- Widerstandsmaterial,
hergestellt bei DuPont Microcircuit Materials, spezifische Oberflache
9–10 m2/g
- Silber (P3023)
- Widerstandsmaterial,
hergestellt bei DuPont Microcircuit Materials; spezifische Oberfläche 2,2–2,8 m2/g
- Aluminiumoxid (R0127)
- elektrisch nichtleitender
Füllstoff;
spezifische Oberfläche
7,4 bis 10,5 m2/g
- Bariumtitanat (Z9500)
- Kondensatormaterial
von Ferro; spezifische Oberfläche
3,6 m2/g, mittlere Teilchengröße 1,2 μm
- Aluminiumnitrid
- wärmeleitendes Material von Alfa
Aesar; < 4 um mittlere
Teilchengröße
- Quarzstaub (R972)
- Viskositätsverbesserer
von Degussa; spezifische Oberfläche
90–130 m2/g
- Graphit (HPN-10)
- Naturgraphit von Dixon
Ticonderoga Co.; spezifische Oberfläche 0,5 m2/g
-
BEISPIELE
-
BEISPIELE 1 UND 2
-
PTF-Widerstände wurden
unter Verwendung der Zusammensetzungen von Beispiel 1 mit einem PNB-Polymer
hergestellt. Das PNB-Polymer weist eine niedrige Feuchtigkeitsaufnahme
und eine hohe Glasübergangstemperatur
(Tg) auf. Die resultierenden PTF-Widerstände weisen eine hervorragende
Tauchlötung bei
230°C und
hervorragende Testergebnisse bei 85°C/85% rel. Luftfeuchte auf.
| Polymer | Beispiel
1 |
| | |
| AppearTM 3000-B | 10 |
| Rutheniumdioxidpulver | 21,6 |
| Bismutruthenatpulver | 15,7 |
| Silberpulver | 5,0 |
| Aluminiumoxid | 4,5 |
| Dowanol
PPH | 56 |
| Beispiel | Tg
(°C) | %
H2O- | % Widerstandsänderung |
| | | Aufnahme | Tauchlötung (3 × 10 s) | 85°C/85% rel.
Luftf. |
| | | | 230°C | 260°C | 288°C | (500
Stunden) |
| 1 | 330 | 0,03 | –0,9 | 28,4 | 205 | +1,8 |
-
BEISPIEL 3 (BEZUGSBEISPIEL)
-
Ein
PNB-Polymer mit vernetzbaren Epoxy-Bindungsstellen wurde zur Herstellung
einer PTF-Widerstandszusammensetzung
verwendet. Die Zusammensetzung enthält außerdem PHS zur Reaktion mit
den Epoxy-Bindungsstellen an dem Polymer und ein haßtverstärkendes
Phenoxyharz. Die Widerstandspaste wurde d
irekt
auf chemisch gereinigtes Kupfer aufgedruckt, d. h. ohne die Silbertauchvorbehandlung
des Leiters. Die PTF-Widerstandszusammensetzung wurde aus den folgenden
Komponenten (Gramm) hergestellt.
| Bestandteil | Gew.-% |
| | |
| Rutheniumdioxidpulver | 27,46 |
| Bismutruthenatpulver | 19,89 |
| Silberpulver | 6,44 |
| Aluminiumoxidpulver | 5,76 |
| Epoxy-PNB | 5,76 |
| Phenoxyharz
PKHH | 4,75 |
| PHS | 3,28 |
| 2-Ethyl-4-methylimidazol | 0,11 |
| β-Terpineol | 26,55 |
-
Das
Gemisch wurde in einer Walzenmühle
mit einem Spalt von 25 μm
(1 Mil) in 3 Durchgängen
mit jeweils 0, 0,35, 0,69, 1,4, 1,7 und 2,1 MPa (0, 50, 100, 200,
250 und 300 psi) gemahlen, um eine Mahlfeinheit von 5/2 μm zu erzielen.
Die Paste wurde durch Siebdruck mit einem Sieb von 280 mesh (50
um) und einer Rakel mit der Durometerhärte 70 bei einem Rakeldruck
von 69 kPa (10 psi) ohne vorherige chemische Reinigung auf FR-4
Substrate mit einer Widerstandsstruktur von 1,0 und 1,5 mm (40 und
60 Mil) aufgebracht. Die Proben wurden 1 h bei 170°C in einem
Gebläseofen
gehärtet.
Die Eigenschaften der gehärteten
Widerstände sind
nachstehend angegeben. Es wurde eine Verbesserung der Tauchlöttestergebnisse
beobachtet.
| Widerstand
(Ohm/Square) | 198 |
| Dicke
(μm) | 8,1 |
| HTCR
(ppm/°C) | 149 |
| CTCR
(ppm/°C) | 241 |
| % Widerstandsänderung
von 1,0 mm-(40 Mit-)Widerständen
nach: | |
| Löten bei
288°C mit
drei Tauchlötungen à 10 s | 2,4 |
| 500
h bei 85°C/85%
rel. Luftfeuchte | –3,1 |
| Temperaturwechselbeanspruchung
(–25°C bis 125°C) | –2,2 |
| ESD
(5 Impulse bei 5000 V) | –0,12 |
-
BEISPIEL 4
-
Ein
nicht versetzbares PNB-Polymer wurde zur Herstellung einer PTF-Widerstandszusammensetzung verwendet.
Wieder wurde die Widerstandspaste ohne die Silbertauchvorbehandlung
der Leiterstruktur direkt auf chemisch gereinigtes Kupfer aufgedruckt.
Die Zusammensetzung lieferte hervorragende Widerstandseigenschaften.
Die PTF-Widerstandszusammensetzung
wurde aus den folgenden Bestandteilen (Gramm) hergestellt.
| Bestandteil | Gew.-% |
| | |
| Rutheniumdioxidpulver | 38,99 |
| Bismutruthenatpulver | 28,28 |
| Silberpulver | 9,07 |
| Aluminiumoxidpulver | 8,08 |
| PNB-Lösung | 11,63 |
| Phenoxyharz
PKHH-Lösung | 3,91 |
| 2-MB
(10% Feststoffe in NMP) | 0,04 |
-
Das
Gemisch wurde in einer Walzenmühe
mit einem Spalt von 25 um (1 Mil) in 3 Durchgängen mit jeweils 0, 0,35, 0,69,
1,4, 1,7 und 2,1 MPa (0, 50, 100, 200, 250 und 300 psi) gemahlen,
um eine Mahlfeinheit von 5/2 μm
zu erzielen. Die Paste wurde durch Siebdruck mit einem Sieb von
280 mesh (50 μm)
und einer Rakel mit der Durometerhärte 70 bei einem Rakeldruck
von 69 kPa (10 psi) auf chemisch gereinigte FR-4 Substrate mit einer
Widerstandsstruktur von 1,0 und 1,5 mm (40 und 60 Mil) aufgebracht.
-
Die
Proben wurden 1 h bei 170°C
in einem Gebläseofen
gehärtet.
Die Eigenschaften der gehärteten Widerstände sind
nachstehend angegeben. Proben für
die TCR-Messung wurden zunächst
stark erhitzt, um die Entfernung von etwaigen Lösungsmittelresten sicherzustellen.
| Widerstand
(Ohm/Square) | 90 |
| Dicke
(μm) | 11,5 |
| HTCR
(ppm/°C) | –156 |
| CTCR
(ppm/°C) | 172 |
| % Widerstandsänderung
von 1,0 mm-(40 Mil-)Widerständen
nach: | |
| Löten bei
288°C mit
drei Tauchlötungen à 10 s | 10,1 |
| 500
h bei 85°C/85%
rel. Luftfeuchte | 2,1 |
| Temperaturwechselbeanspruchung
(–25°C bis 125°C) | 2,1 |
| ESD
(5 Impulse bei 5000 V) | –0,02 |
-
BEISPIEL 5
-
Ein
PNB-Polymer wurde zur Herstellung einer graphithaltigen PTF-Widerstandszusammensetzung verwendet.
Die Widerstandspaste wurde ohne die Silbertauchvorbehandlung der
Leiterstruktur direkt auf chemisch gereinigtes Kupfer aufgedruckt.
Die PTF-Widerstandszusammensetzung wurde aus den folgenden Bestandteilen
(Gramm) hergestellt.
| Bestandteil | Gew.-% |
| Rutheniumdioxidpulver | 14,83 |
| Bismutruthenatpulver | 2,26 |
| Silberpulver | 15,48 |
| Graphitpulver | 16,13 |
| PNB-Lösung | 27,97 |
| Phenoxyharz
PKHH-Lösung | 14,03 |
| Dowanol® PPH | 9,30 |
-
Das
Gemisch wurde in einer Walzenmühle
mit einem Spalt von 25 μm
(1 Mil) in 3 Durchgängen
mit jeweils 0, 0,35, 0,69, 1,4, 1,7 und 2,1 MPa (0, 50, 100, 200,
250 und 300 psi) gemahlen, um eine Mahlfeinheit von 5/2 μm zu erzielen.
Die Paste wurde durch Siebdruck mit einem Sieb von 280 mesh (50 μm) und einer Rakel
mit der Durometerhärte
70 bei einem Rakeldruck von 69 kPa (10 psi) auf chemisch gereinigte
FR-4 Substrate mit einer Widerstandsstruktur von 1,0 und 1,5 mm
(40 und 60 Mit) aufgebracht.
-
Die
Proben wurden 1 h bei 170°C
in einem Gebläseofen
gehärtet.
Die Eigenschaften der gehärteten Widerstände waren:
| Widerstand
(Ohm/Square) | 25,4 |
| Dicke
(μm) | 15,3 |
-
VERGLEICHSBEISPIELE 1 BIS 4
-
Mehrere
handelsübliche
thermoplastische Polymersysteme wurden beurteilt, um das Verhalten
in PTF-Widerstandszusammensetzungen einzuschätzen. Diese Zusammensetzungen
enthielten keine thermischen Vernetzungsmittel oder Haftvermittlerharz.
Die Vergleichs-PTF-Widerstandszusammensetzungen
wurden aus den folgenden Bestandteilen (Gramm) hergestellt.
| Bestandteil | Vergleichsbeispiel |
| | 1 | 2 | 3 | 4 |
| Ultem® 1000 | 10 | | | |
| Radel® R-5000 | | 10 | | |
| Udel® | | | 10 | |
| Lexan® | | | | 10 |
| Rutheniumdioxidpulver | 21,6 | 21,6 | 21,6 | 21,6 |
| Bismutruthenatpulver | 15,7 | 15,7 | 15,7 | 15,7 |
| Silberpulver | 5,0 | 5,0 | 5,0 | 5,0 |
| Aluminiumoxidpulver | 4,5 | 4,5 | 4,5 | 4,5 |
| NMP | 40 | 40 | 40 | 40 |
-
Die
Zusammensetzungen wurden dann nach dem in Beispiel 1 angegebenen
Verfahren durch Siebdruck auf chemisch gereinigtes Kupfer aufgebracht,
1 Stunde bei 170°C
gehärtet
und wie in Beispiel 1 getestet. Das Verhalten der Zusammensetzungen
als PTF-Widerstandszusammensetzungen beim Tauchlöten und bei beschleunigter
Alterung bei 85°C/85%
rel. Luftfeuchte wurde beurteilt. Es wurden Gleichgewichts-Wasseraufnahmewerte
aus dem ASTM-Verfahren D570 verwendet. Die Testergebnisse sind nachstehend
angegeben und lassen auf eine große prozentuale Widerstandsänderung
schließen.
| Vergleichs- | Tg
(°C) | %
H2O- | % Widerstandsänderung |
| beispiel | | Aufnahme | Tauchlötung (3 × 10s) | 85°C/85% rel. Luftf. |
| | | | 230°C | (500
Stunden) |
| 1 | 220 | 0,8 | +30 | –5,5 |
| 2 | 220 | 1,1 | +36 | –15 |
| 3 | 190 | 1,3 | +42 | –12 |
| 4 | 145 | 0,4 | +47 | +3,1 |
-
Wie
die Daten erkennen lassen, ergeben die Vergleichs-Widerstandszusammensetzungen,
die mit Polymeren mit relativ niedriger Glasübergangstemperatur (Tg) hergestellt
wurden, eine schlechte Stabilität
des Widerstands unter Löteinwirkung.
-
VERGLEICHSBEISPIELE 5 UND 6
-
Mehrere
handelsübliche
thermoplastische Polymersysteme wurden beurteilt, um das Verhalten
in PTF-Widerstandszusammensetzungen einzuschätzen. Diese Zusammensetzungen
enthielten keine thermischen Vernetzungsmittel oder Haftvermittlerharz.
Die Vergleichs-PTF-Widerstandszusammensetzungen
wurden nach dem in den Vergleichsbeispielen 1 bis 4 dargestellten
Verfahren aus den folgenden Bestandteilen (Gramm) hergestellt.
| Bestandteil | Vergleichsbeispiel |
| | 5 | 6 |
| Celazole® PBI
(CM) | 10 | |
| Torlon® | | 10 |
| Rutheniumdioxidpulver | 21,6 | 21,6 |
| Bismutruthenatpulver | 15,7 | 15,7 |
| Silberpulver | 5,0 | 5,0 |
| Aluminiumoxid | 4,5 | 4,5 |
| NMP | 40 | 40 |
| Vergleichs- | Tg
(°C) | %
H2O- | % Widerstandsänderung |
| beispiel | | Aufnahme | Tauchlötung (3 × 10 s) | 85°C/85% rel. Luftf. |
| | | | 230°C | (500
Stunden) |
| 5 | 400 | 5,0 | –0,6 | –28,0 |
| 6 | 300 | 2,5 | –1,6 | –18 |
-
Wie
die Daten erkennen lassen, weisen die Vergleichs-Widerstandszusammensetzungen,
die mit Polymeren mit > 1%
Wasseraufnahme hergestellt wurden, eine schlechte Stabilität des Widerstands
beim Test mit 85°C/85%
rel. Luftfeuchte auf.
-
VERGLEICHSBEISPIEL 7
-
Im
Handel erhältliche
Asahi-Paste TU-100-8 wurde wie in Beispiel 2 durch Siebdruck auf
chemisch gereinigtes Kupfer aufgebracht und 1 Stunde bei 170°C gehärtet. Die
Eigenschaften des entstehenden gehärteten Widerstands waren:
| Widerstand
(Ohm/Square) | 50 |
| Dicke
(μm) | 30 |
| HTCR
(ppm/°C) | –359 |
| CTCR
(ppm/°C) | –172 |
| % Widerstandsänderung
von 1,0 mm-(40 Mil-)Widerständen
nach: | |
| Löten bei
288°C mit
drei Tauchlötungen à 10 s | –10,2 |
| 500
h bei 85°C/85%
rel. Luftfeuchte | 62 |
| Temperaturwechselbeanspruchung
(–25°C bis 125°C) | 4,0 |
| ESD
(5 Impulse bei 5000 V) | –2,6 |
-
BEISPIEL 6
-
Dieses
Beispiel veranschaulicht den Nutzen der Verwendung eines nicht vernetzbaren
PNB- Polymers mit
hoher Glasübergangstemperatur
(Tg) und niedriger Wasseraufnahme zur Herstellung einer PTF-Kondensatorzusammensetzung.
Die PTF-Kondensatorzusammensetzung wurde aus den folgenden Bestandteilen (Gramm)
hergestellt.
| Bestandteil | Gew.-% |
| Bariumtitanatpulver | 58,02 |
| PNB-Lösung | 23,07 |
| Phenoxyharz
PKHH-Lösung | 7,54 |
| Dowanol® PPH | 11,37 |
-
Das
Gemisch wurde in einer Walzenmühle
mit einem Spalt von 25 μm
(1,0 Mil) in mindestens einem Durchgang mit jeweils 0, 0,35, 0,69,
1,4, 1,7 MPa (0, 50, 100, 200, 250 psi) gemahlen, um eine Mahlfeinheit von
5/2 zu erzielen. Das Dielektrikum wurde dann mit einem AMI-Polymerdickschichtsiebdrucker
im Druck-Druck-Modus mit einer Rakel mit der Durometerhärte 70 geduckt.
Ein Sieb von 280 mesh (50 μm)
mit einer Emulsionsdicke von 25 μm
(0,4 Mil) wurde abgebildet, um sechzehn diskrete Kondensatoren auf
die behandelte Seite einer Kupferfolie aufzudrucken. Der Aufdruck
wurde dann 5 Minuten bei 80°C
gehärtet.
Unter Anwendung des gleichen Verfahrens wurde ein zweiter Aufdruck
erzeugt. Die Kondensatoren auf der Kupferfolie wurden dann 1 Stunde
bei 170°C
gehärtet.
Eine Leiterpaste auf Kupferbasis wurde auf das gehärtete Dielektrikum
aufgedruckt und 30 Minuten bei 150°C gehärtet, um die obere Elektrode
zu formen und Kondensatoren mit den folgenden Eigenschaften hervorzubringen.
Die Ergebnisse basierten auf Mittelwerten von 16 einzelnen Kondensatoren:
| mittlere
Kapazität | 1,5
nF/cm2 (9,8 nF/Zoll2) |
| mittlerer
Verlust | 1,2% |
| mittlere
Dicke | 28 μm (1,1 Mil) |
| scheinbarer
K-Wert | 48 |
-
BEISPIEL 7
-
Dieses
Beispiel veranschaulicht den Nutzen der Verwendung eines nicht vernetzbaren
PNB- Polymers mit
hoher Glasübergangstemperatur
(Tg) und niedriger Wasseraufnahme zur Herstellung einer auf Kupfer
aufgegossenen PTF-Kondensatorzusammensetzung. Die PTF-Kondensatorzusammensetzung
wurde aus den folgenden Bestandteilen (Gramm) hergestellt.
| Bestandteil | Gew.-% |
| Bariumtitanatpulver | 23,10 |
| PNB-Lösung | 40,72 |
| Phenoxyharz
PKHH-Lösung | 20,30 |
| Ethylacetat | 15,88 |
-
Für das auf
Kupfer aufgegossene (COC) Probenpräparat wurde die Dispersion
durch Foliengießen
mit einer Rakel von 25 μm
(1 Mil) aus doppelt behandeltem, 25 μm (1 Mil) dickem Kupfer aufgebracht.
-
Die
Beschichtung wurde 10 Minuten bei 100°C und 1 Stunde bei 170°C getrocknet.
Für die
Bestimmung der Kapazitätsdichte
(C/A) wurde eine Beschichtung von 25 mm × 25 mm (1 Zoll × 1 Zoll)
aus leitfähiger DuPont
CB 200-Kupferpaste auf die auf Kupfer aufgegossene (COC-)Probe aufgebracht
und anschließend
15 Minuten bei 170°C
gehärtet.
Die Kapazität
(obere Sonde auf der Kupferkontaktstelle, untere Sonde auf dem Kupferrand
des Schichtträgen)
wurde zu 0,46 nF/cm2 (3,0 nF/Zoll2) bei einem mittleren Verlust von 2% bestimmt.
Die Dicke wurde mit 24 μm
(0,95 Mil) ermittelt. Die Dielektrizitätskonstante wurde mit 12,5
bei 1 Hz ermittelt.
-
Für die Haftfestigkeitsprüfung der
COC-Beschichtung wurde eine Selbstklebefolie von 3M, Produkt-Nr. 8141,
auf eine Glasplatte von 76 mm × 127
mm (3 Zoll × 5
Zoll) auflaminiert. Mehrere 25,4 mm (1 Zoll) breite Streifen der
COC-Beschichtung, die 10 min bei 100°C getrocknet wurden, wurden
mit der Handrolle mit der Beschichtungsseite zum Haftklebstoff auflaminiert.
Die COC-Beschichtung wurde ausreichend von dem Kupfer abgezogen,
um einen Ablöseversuch
mit einem IMAS SP-2000-Ablösetestgerät unter
Verwendung einer Zellenkapazität
von 2 kg, einer Verzögerungszeit
von 2 Sekunden, einer Mittelungszeit von 20 Sekunden, einer Geschwindigkeit
von 30 cm/Minute (12 Zoll/Minute) und einem Winkel von 180° zu ermöglichen.
Die Ablösefestigkeit
wurde mit 0,588 kg/cm (3,3 lb/Zoll linear) bestimmt.
-
BEISPIEL 8
-
Dieses
Beispiel veranschaulicht die Verwendung eines nicht vernetzbaren
PNB-Polymers mit hoher Glasübergangstemperatur
(Tg) und niedriger Wasseraufnahme zusammen mit einem Phenoxyharz
zur Herstellung einer PTF-Leiterzusammensetzung. Die PTF-Leiterzusammensetzung
wurde am den folgenden Bestandteilen (Gramm) hergestellt.
| Bestandteil | Gew.-% |
| Silberpulver | 57,22 |
| PNB-Lösung | 23,32 |
| Phenoxyharz
PKHH-Lösung | 11,70 |
| Dowanol® PPH | 7,76 |
-
Das
Gemisch wurde in einer Walzenmühle
mit einem Spalt von 38 μm
(1,5 Mil) gemahlen, um eine Mahlfeinheit von 8/5 zu erzielen. Der
Druck wurde so eingestellt, dass er 1,4 MPa (200 psi) nicht überstieg.
Ein 1000 Square-Serpentinenmuster wurde in einem Sieb von 230 mesh
(63 μm)
mit einer Emulsionsdicke von 13 μm
(0,5 Mil) abgebildet. Der Leiter wurde dann unter Verwendung eines
AMI-Polymerdickschichtsiebdruckers im
Druck-Druck-Modus mit einer Rakel mit der Durometerhärte 70 gedruckt.
Die Leiterpaste wurde auf leere Keramikabschnitte gedruckt und 1
Stunde bei 170°C,
dann zwei Minuten bei 200°C
gehärtet.
Der Widerstand der Leiterbahn wurde mit 38 Milliohm/Square gemessen.
-
BEISPIEL 9
-
Dieses
Beispiel veranschaulicht die Verwendung eines nicht vernetzbaren
PNB-Polymers mit hoher Glasübergangstemperatur
(Tg) und niedriger Wasseraufnahme zusammen mit einem Phenoxyharz
zur Herstellung einer Vergußmassezusammensetzung.
Die Vergußmassezusammensetzung
wurde aus den folgenden Bestandteilen (Gramm) hergestellt.
| Bestandteil | Gew.-% |
| Quarzstaub | 3,20 |
| PNB-Lösung | 48,78 |
| Phenoxyharz
PKHH-Lösung | 31,77 |
| Dowanol® PPH | 16,25 |
-
Das
Gemisch wurde in einer Walzenmühle
mit einem Spalt von 25 μm
(1,0 Mal) in mindestens einem Durchgang mit jeweils 0, 0,35, 0,69,
1,4, 1,7 MPa (0, 50, 100, 200, 250 psi) gemahlen, um eine homogene Paste
mit einer Mahlfeinheit von weniger als 5 μm zu ergeben. Die Vergußmasse wurde
dann unter Verwendung eines AMI-Polymerdickschichtsiebdruckers im
Druck-Druck-Modus mit einer Rakel mit der Durometerhärte 70 gedruckt.
Ein Sieb von 120 mesh (125 μm)
mit einer Emulsionsdicke von 25 μm
(1 Mal) wurde abgebildet, um eine kontinuierliche Schicht über diskreten
Widerständen
von 1,0 und 1,5 mm (40 und 60 Mal) aufzudrucken, die aufgedruckt
und 1 Stunde bei 170°C
gehärtet
worden waren, um Drucklösungsmittel
zu entfernen und eine kontinuierliche verfestigte Polymerschicht
zu bilden, welche die Widerstände
abdeckte. Die Beschichtung hatte ein trübes Aussehen. Die Widerstände wiesen
nach 700 Stunden Test bei 85°C/85%
rel. Luftfeuchte eine mittlere Abweichung von 3,7% auf.
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BEISPIEL 10
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Dieses
Beispiel veranschaulicht die Verwendung der gleichen hohen Glasübergangstemperatur
(Tg) und niedrigen Wasseraufnahme mit einem Phenoxyharz, um eine
Vergußmassezusammensetzung
zu erhalten. Die Vergußmassezusammensetzung
wurde aus den folgenden Bestandteilen (Gramm) hergestellt.
| Bestandteil | Gew.-% |
| PNB-Lösung | 11,57 |
| Phenoxyharz
PKHH-Lösung | 9,72 |
| Dowanol® PPH | 78,72 |
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Es
wurde eine homogene Lösung
mit den obigen Bestandteilen gebildet. Im Gegensatz zu Beispiel
7 wurde die Lösung
nicht in der Walzenmühle
gemahlen. Die Vergußmasse
wurde dann unter Verwendung eines AMI-Polymerdickschichtsiebdruckers
im Druck-Druck-Modus mit einer Rakel mit der Durometerhärte 70 aufgedruckt.
Ein Sieb von 120 mesh (125 μm)
mit einer Emulsionsdicke von 25 μm
(1 Mil) wurde abgebildet, um eine kontinuierliche Schicht über diskreten
Widerständen
von 1,0 und 1,5 mm (40 und 60 Mil) aufzudrucken, die aufgedruckt
und 1 Stunde bei 170°C
gehärtet
worden waren, um Drucklösungsmittel
zu entfernen. Über den
Widerständen
bildete sich eine leicht trübe,
kontinuierliche verfestigte Polymerschicht. Die Widerstände wiesen
nach 700 Stunden Test bei 85°C/85%
rel. Luftfeuchte eine mittlere Abweichung von 4,4% auf.