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Die
Erfindung bezieht sich allgemein auf das Gebiet von Entnahmenadeln,
die geeignet sind, durch eine elastische Wand gestochen zu werden, um
in einem von der Wand umschlossenen Behälter Flüssigkeit zu entnehmen.
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Die
Erfindung bezieht sich insbesondere auf eine Entnahmenadel, die
eine hohle Lanze aufweist, welche allgemein aus einem feinen Stahlrohr
gebildet ist, das an seinem distalen Ende mit einer scharfen Stechspitze
versehen ist. Diese hohle Lanze ist ferner an ihrem proximalen Ende
mit zwei Rohren verbunden, die jeweils mit einer Steckverbindung (spigot)
versehen sind, damit sie mit einem Rohrstück verbunden werden können.
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Die
Stechspitze ist geeignet, die elastische Wand zu durchsetzen und
das Strömen
der Flüssigkeit
in der hohlen Lanze zu den mit den Steckverbindungen verbundenen
beiden Röhren
und der Rohrleitung zu ermöglichen,
um Flüssigkeit
in den beiden Behältern
zu entnehmen.
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Die
Flüssigkeitsströmung in
der Lanze zu den beiden Röhren
ist so zweigeteilt, dass die Hälfte der
entnommenen Flüssigkeit
von jedem der Behälter über eine
Röhre gesammelt
wird.
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Solche
Nadeln werden beispielsweise zur Entnahme von Flüssigkeit aus einer von einem
Gummistopfen verschlossenen Flasche benutzt. Die zwei Steckverbindungen
werden dann jeweils vorab mit einer zu einem Behälter führenden Rohrleitung verbunden.
Als nächstes
wird die Nadel in den Stopfen gestochen, so dass ihr distales Ende
den Stopfen durchsetzt und das zu entnehmende Medium erreicht.
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Die
zu entnehmende Flüssigkeit
strömt
dann in die beiden Behälter,
wobei jeder der Behälter
somit die Hälfte
der entnommenen Flüssigkeit
beispielsweise durch Schwerkraft oder mit Hilfe einer peristaltischen
Pumpe oder aber durch die Druckbeaufschlagung der die Flüssigkeit
enthaltenden Flasche aufnimmt.
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Die
hohle Lanze und die beiden Röhren
sind allgemein in Y-Form angeordnet, um die Strömung von der hohlen Lanze zu
den Röhren
wirksam aufzuteilen. Diese Nadeln werden als "Doppelnadeln" bezeichnet.
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Diese
Doppelnadeln können
belüftet
sein, d.h. dass sie eine zweite hohle Lanze von kleinerem Durchmesser
als die hohle Hauptlanze aufweist, welche in die hohle Hauptlanze
eingeführt
wird. Diese zweite hohle Lanze ermöglicht das progressive Einleiten
von Luft in die die zu entnehmende Flüssigkeit enthaltende Flasche,
wenn die Flüssigkeit
in die hohle Hauptlanze strömt.
Eine solche belüftete
Nadel ermöglicht
es, Entnahmevorgänge
aus einer fluiddichten Flasche durchzuführen.
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Es
sind solche Doppelnadeln bekannt, welche eine hohle Lanze umfassen,
deren proximales Ende in einem Polymerkörper gehalten ist, welcher einen
internen Kanal festlegt, der sich von dem proximalen Ende der hohlen
Lanze erstreckt und zweigeteilt ist, um die beiden zu den zwei Steckverbindungen
führenden
Rohrstücke
zu bilden.
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Die
Unterteilung der aus der hohlen Lanze kommenden Strömung wird
so innerhalb des Polymerkörpers
durchgeführt.
Die Wirksamkeit dieser Unterteilung kann durch den Unterschied der
am Auslaß der
beiden Steckverbindungen gesammelten Volumen gemessen werden, wobei
die Volumen idealerweise gleich sind. Die Wirksamkeit der Unterteilung
hängt hier
von der hydrodynamischen Qualität der
Röhren
innerhalb des Polymerkörpers
ab, und insbesondere von der Fähigkeit
der Röhren,
die Strömung
aufzuteilen, ohne eine Störung
bzw. einen Wirbelstrom in der Strömung zu erzeugen.
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Die
Aufgabe der Erfindung besteht darin, diese Art von Doppelnadel zu
verbessern.
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Zu
diesem Zweck ist die Erfindung auf eine Entnahmenadel mit einer
hohlen Hauptlanze mit einem distalen Ende gerichtet, das einen Stechvorgang
durchführen
kann, wobei die hohle Lanze mit zwei Röhren verbunden ist, die jeweils
mit einer Steckverbindung versehen sind, damit sie mit einer Rohrleitung
verbunden werden können,
wobei die Nadel einen Körper
zum Halten der hohlen Hauptlanze umfasst, der Haltekörper zwei
innere zylindrische Oberflächen
festlegt, welche die Röhren 12 bilden, und
die hohle Hauptlanze an ihrem proximalen Ende an einer Hülse mit
einem inneren Kanal befestigt ist, dessen distales Ende mit dem
proximalen Ende der hohlen Hauptlanze verbunden ist, und dessen
proximales Ende in den Haltekörper
mündet,
wobei die Hülse
an ihrem proximalen Ende zwei sichel- bzw. halbmondförmige Oberflächen aufweist,
die zum Inneren des inneren Kanals und zu dem distalen Ende der
Hülse hin
geneigt sind, wobei jede der sichel- bzw. halbmondförmigen Oberflächen so
angeordnet ist, dass sie sich in einer Linie mit einer der inneren zylindrischen
Oberflächen
des Haltekörpers
erstrecken.
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Die
interne Geometrie einer solchen Nadel gewährleistet eine gleichmäßige Verteilung
der Strömung
zu jeder der beiden Röhren.
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Die
zu entnehmende Flüssigkeit
wird direkt von dem proximalen Ende der hohlen Lanze zu den beiden
Röhren
ohne Totraum geleitet, d.h. ohne eine Zone, in der das Produkt stagnieren
könnte.
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Somit
kann eine Schichtströmung
von Flüssigkeit
zwischen der hohlen Lanze und den zwei Röhren hergestellt werden.
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Die
Erstreckung der zylindrischen Oberflächen der Röhren in die Hülse der
hohlen Lanze ermöglicht
es, das Vorhandensein von Unregelmäßigkeiten in dem Flüssigkeitsweg
zu vermeiden. Die Strömung
der Flüssigkeit
wird infolgedessen nicht gestört,
indem sie entlang einer Rohrleitung ohne Unregelmäßigkeiten
strömt.
Da die Formen der Röhren und
der Hülse
komplementär
sind, wird außerdem die
Verwendung von Klebestoff oder irgendeiner anderen Oberflächenzubereitung
vermieden.
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Eine
solche Nadel kann konsequenterweise mit geringen Kosten in Massenfertigung
hergestellt werden.
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Gemäß einem
bevorzugten Merkmal erstreckt sich die Hülse über das proximale Ende der hohlen
Hauptlanze hinaus, wobei die halbmondförmigen Oberflächen vom
proximalen Ende der hohlen Hauptlanze entfernt angeordnet sind.
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Die
Hülse kann
ferner an dem Haltekörper befestigt
sein, um die Steifigkeit der Nadel zu verbessern.
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Gemäß einer
vorteilhaften Ausführungsform ist
die Hülse
an die hohle Hauptlanze angeformt. Die Hülse kann auch abgewinkelte
narrensichere Vorrichtungen aufweisen, die beispielsweise zu ihrer
Positionierung in einer Gießform
dienen.
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Gemäß einer
Ausführungsform
umfasst die Nadel ferner eine hohle Belüftungslanze, die in die hohle
Hauptlanze eingesetzt ist, wobei die hohle Belüftungslanze den inneren Kanal
der Hülse
durchläuft,
um eine belüftete
Nadel zu bilden.
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Was
die hohle Hauptlanze betrifft, so kann die hohle Belüftungslanze
eine Halterung an ihrem proximalen Ende aufweisen, wobei die Halterung
am Haltekörper
für eine
verbesserte Steifigkeit der Nadel befestigt ist. Die Halterung kann
auch an das proximale Ende der hohlen Belüftungslanze angeformt sein.
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Ferner
kann der Haltekörper
an die Hülse und
an die Halterung angeformt sein, um ihre starre Positionierung sicherzustellen.
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Gemäß einem
bevorzugten Merkmal umfasst der Haltekörper ein Gehäuse, in
dem die Hülse gehalten
ist, zwei mit dem Gehäuse
kommunizierende Röhren
und ein Gehäuse
für die
Halterung, wobei die Gehäuse
ausgerichtet sind. Der Haltekörper
kann ferner einen Verbindungskanal aufweisen, welcher die hohle
Belüftungslanze
aufnimmt und mit den beiden Röhren
kommuniziert.
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Für eine gute
Verbindung der beiden inneren Röhren
des Haltekörpers
mit den halbmondförmigen Oberflächen kann
die Hülse
elastisch verformbar sein.
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Gemäß anderen
vorteilhaften Merkmalen umfasst die hohle Hauptlanze einen zusammengedrückten Absatz
an ihrem distalen Ende; die Nadel weist ferner Greifmittel auf,
die am Haltekörper
angebracht sind.
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Die
Erfindung bezieht sich auch auf ein Verfahren zur Herstellung einer
Entnahmenadel, wie sie oben beschrieben wurde, wobei das Verfahren
die folgenden Schritte umfasst:
- – Anformen
der Hülse
an die hohle Hauptlanze mittels eines V-förmigen Kerns, durch den die halbmondförmigen Oberflächen an
der Hülse
geformt werden können,
- – Anformen
des Haltekörpers
an die Hülse
mittels zweier zylindrischer Kernzapfen, die ein V der gleichen
Form wie der Kern bilden.
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Dieses
Verfahren ermöglicht
es, eine Entnahmenadel mit den oben genannten Vorteilen zu erzeugen,
insbesondere der Vermeidung der Bildung von Unregelmäßigkeiten
in der Verbindungszone, die sich zwischen dem proximalen Ende der
hohlen Hauptlanze und den zwei Röhren
bzw. Rohrstücken erstreckt,
um die Strömung
der entnommenen Flüssigkeit
nicht zu stören.
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Weitere
Merkmale und Vorteile der Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung
einer bevorzugten Ausführungsform
hervor, die anhand eines nicht einschränkenden Beispiels gegeben wird
und unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen vorgenommen
wird, in denen zeigen:
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1 eine
perspektivische Ansicht einer Nadel gemäß der Erfindung, die zur Entnahme
von in einer abgedichteten Flasche enthaltener Flüssigkeit positioniert
ist,
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2 eine
Teilansicht im Querschnitt, welche das Zusammenwirken der Entnahmenadel
und des Stopfens der Flasche der Anordnung von 1 zeigt,
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3 eine
perspektivische Ansicht der Entnahmenadel der 1,
die ohne ihre Zusatzeinrichtungen gezeigt ist,
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4 eine
Längsschnittansicht
der in 3 dargestellten Entnahmenadel,
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5 eine
Ansicht der hohlen Hauptlanze, die mit ihrer Hülse versehen ist, welche bei
der Entnahmenadel der 1 bis 4 verwendet
wird,
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6 eine
perspektivische Ansicht der hohlen Belüftungslanze, die mit ihrer
Halterung versehen ist und die in der Entnahmenadel der 1 bis 4 benutzt
wird,
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7 eine
perspektivische Ansicht der hohlen Lanzen der 5 und 6,
die im Zusammenwirken mit den Zapfen in einer V-Form angeordnet sind,
wobei diese Anordnung das Anformen eines Haltekörpers ermöglicht, um die Entnahmenadel
der 3 zu bilden,
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8 eine
vergrößerte Ansicht
des von den Zapfen gemäß 7 gebildeten
Punktes des V,
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9 eine
Längsschnittansicht
der Anordnung von 7,
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10 eine
Detailansicht des Zusammenwirkens zwischen den Zapfen in V-Form
und der Hülse
der hohlen Hauptlanze,
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11 eine
Darstellung des erhaltenen Erzeugnisses, nachdem der Haltekörper an
die Anordnung der 7 angeformt werden ist, d.h.
der Entnahmenadel der 3,
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12 eine
Längsschnittansicht
der Entnahmenadel, wie sie in 11 dargestellt
ist,
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13 eine
perspektivische Ansicht im Längsschnitt
des Haltekörpers
allein, wie er an die Anordnung der 7 angeformt
ist,
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14 eine
perspektivische Ansicht im Längsschnitt
des Haltekörpers
der 13, wobei dieser Längsschnitt hier entlang einer
Ebene vorgenommen ist, die zu der Ebene des Längsschnitts der 13 senkrecht
ist, und
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15 und 16 Ansichten
der Stechspitze der hohlen Hauptlanze jeweils im Seitenschnitt und
in Vorderansicht.
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1 zeigt
eine übliche
Anwendungssituation einer Entnahmenadel 1 gemäß der Erfindung.
Die hohle Hauptlanze 2 der Nadel 11 wird auf den
Gummistopfen 3 einer eine zu entnehmende Flüssigkeit enthaltende
Flasche 4 gestochen.
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2 ist
eine Ansicht im Querschnitt, welche den Stopfen 3 in der
hohlen Hauptlanze 2, die ihn durchsetzt, zeigt. Die Nadel 1 ist
eine belüftete
Nadel insofern, als sie eine hohle Belüftungslanze 5 aufweist,
die koaxial in bezug auf und innerhalb der hohlen Hauptlanze 2 angeordnet
ist. Die Pfeile, die in 2 zu erkennen sind, zeigen innerhalb
der Flansche 4 den Weg der entnommenen Flüssigkeit
entlang der hohlen Hauptlanze 2, während Luftblasen aus der hohlen
Belüftungslanze 5 innerhalb
der Flasche 4 fortlaufend entweichen, wenn die in der Flasche 4 enthaltene
Flüssigkeit
entnommen wird.
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Das
Belüftungsfilter 6,
das in 1 hinter der Nadel 1 zu erkennen ist,
ist mit der hohlen Belüftungslanze 5 verbunden
und ermöglicht
das Einleiten steriler Luft in die Flasche 4.
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Die
Nadel 1 umfaßt
zwei Steckverbindungen 7, die lateral von einem Haltekörper 8 vorstehen.
Diese Steckverbindungen 7 sind mit zwei inneren Rohren
des Haltekörpers 8 verbunden,
welche mit der hohlen Hauptlanze 2 verbunden sind. Die
Steckverbindungen 7 müssen
jeweils konsequenterweise mit einem (nicht gezeigten) Entnahmerohr
verbunden sein, welches so das Sammeln der entnommenen Flüssigkeit
ermöglicht.
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Die
Strömung
der entnommenen Flüssigkeit, die
in der hohlen Hauptlanze 2 strömt, wird so in zwei gleiche
Strömungen
unterteilt, die jeweils zu einer der Steckverbindungen 7 hin
gerichtet sind, was den Erhalt zweier gleicher Volumen von entnommener
Flüssigkeit
durch einen einzigen Entnahmevorgang ermöglicht.
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Die
Nadel 1 umfaßt
ferner zwei Greifflansche 9, die für ihre manuelle Handhabung
durch den Benutzer geeignet sind.
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3 ist
eine perspektivische Darstellung der Entnahmenadel 1 nach
dem Entfernen der Greifflansche 9 und des Belüftungsfilters 6.
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Der
Querschnitt der 4 zeigt den inneren Aufbau der
Nadel 1. Die hohle Hauptlanze 2 ist in einer Hülse 10 über einem
Abschnitt ihrer Länge
befestigt. Auf gleiche Weise ist die hohle Belüftungslanze 5 in einer
Halterung 11 ebenfalls über
einem Abschnitt ihrer Länge
befestigt.
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Die
Rückseite
der Halterung 11 ist nach außen hin offen, um einen Kontakt
der hohlen Belüftungslanze 5 mit
der Luft entweder direkt oder über ein
Belüftungsfilter 6 (s. 1)
zu ermöglichen,
welches in ein für
diesen Zweck in der Halterung 11 vorgesehenes Gehäuse 13 eingesetzt
werden kann.
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Der
Haltekörper 8 bildet
eine starre Struktur, welche die Hülse 10 und die Halterung 11 in
bezug aufeinander hält,
wobei die hohle Belüftungslanze 5 in
die hohle Hauptlanze 2 so eingesetzt ist, dass die beiden
hohlen Lanzen 2, 5 koaxial sind.
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Der
Haltekörper 8 legt
zusätzlich
zwei Rohre 12 fest, die ein Y mit der hohlen Hauptlanze 2 bilden, um
eine Aufteilung der Strömung
in der hohlen Lanze 2 in zwei separate und gleiche Ströme zu ermöglichen.
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Die
Nadel 1 umfaßt
ferner an jeder Steckverbindung 7 einen Kragen 14,
der als Anschlag für
die Röhren
dient, die mit den Steckverbindungen 7 verbunden werden
können.
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Das
Verfahren zur Herstellung der Entnahmenadel 1 des vorliegenden
Beispiels wird nun unter Bezugnahme auf die 5 bis 12 beschrieben.
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Ein
erster Schritt besteht darin, eine hohle Hauptlanze 2 mit
einer Hülse 10 bereitzustellen,
um die in 5 dargestellte Anordnung zu
erhalten.
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Die
hohle Lanze 2 ist aus einer Röhre aus rostfreiem Stahl mit
einem Ende gebildet, das geeignet ist, das proximale Ende der hohlen
Lanze 2 zu bilden (dies ist das in 5 dargestellte
Ende). Die Hülse 10 wird
an dieses Ende in einer Gießform
von geeigneter Gestalt angeformt, damit die Hülse 10 eine allgemein
zylindrische Form aufweist, an der zwei Abflachungen 15, 16 unterschiedlicher
Länge (s. 4)
sowie drei Krägen 17 ausgebildet
sind.
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Beim
Anformen der Hülse 10 an
die hohle Hauptlanze 2 ermöglicht ein Kern geeigneter
Form, dass zusätzlich
ein innerer Kanal 18 in der Hülse 10 von zylindrischer
Form ausgebildet wird, der sich in einer Linie mit der hohlen Lanze 2 erstreckt
und am proximalen Ende der Hülse 10 zwei
sichel- bzw. halbmondförmige
Oberflächen 19 aufweist,
die zum Inneren des inneren Kanals 18 hin und zu dem distalen Ende
der Hülse 10 hin
geneigt sind. Dieser Kern, der das Ausbilden des inneren Kanals 18 und
der Oberflächen 19 ermöglicht,
weist die Form eines Y auf, das durch das Zusammenfügen von
drei Zylindern erhalten wird, welche den negativen Formen des inneren
Kanals 18 und der beiden Röhren 12 entspricht (s. 4).
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Gemäß 6 besteht
ein zweiter Schritt im Anformen einer weiteren Hülse, die hier als Halterung 11 bezeichnet
wird, an eine Röhre
aus rostfreiem Stahl von einem kleineren Durchmesser als der zur Bildung
der hohlen Hauptlanze 2, wobei diese Röhre geeignet ist, die hohle
Belüftungslanze 5 zu
bilden.
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Auf
gleiche Weise wird die Halterung 11 an die hohle Belüftungslanze 5 mittels
einer Gießform von
geeigneter Gestalt angeformt, um ihr die in 6 zu erkennende äußere Form
zu verleihen, während ein
geeigneter Kern eine Ausbildung des Belüftungs-Filtergehäuses 13 (s. 4)
innerhalb der Halterung 11 ermöglicht.
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Die
Halterung 11 ist derart, dass die hohle Belüftungslanze 5 in
das Belüftungsfiltergehäuse 13 mündet.
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Die
hohle Belüftungslanze 5,
die mit ihrer Halterung 11 versehen ist, wird dann in die
hohle Hauptlanze 2 von dem Ende mit der Hülse 10 eingesetzt,
um die hohle Belüftungslanze 5 in
der hohlen Hauptlanze 2 zu verschieben (s. 7).
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Gemäß den 7 bis 10 sind
die hohlen Lanzen 2, 5 in einer Gießform angeordnet,
in der ein Arbeitsgang des Angießens an den Haltekörper 8 durchgeführt wird.
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Diese
Gießform
(nicht gezeigt) ermöglicht die
präzise
Positionierung der Hülse 10 in
bezug auf die Halterung 11 in den jeweiligen Positionen,
die diese Teile in bezug aufeinander in der endbearbeiteten Nadel
einnehmen müssen
(s. 4). Die Abflachungen 15, 16 der
Hülse ermöglichen
ferner eine winkelige Ausrichtung der Hülse 10 um ihre Längsachse herum,
so dass die halbmondförmigen
Oberflächen 10 in
einer vorbestimmten Position positioniert sind.
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7 zeigt
das Ergebnis des Arbeitsgangs, der darin besteht, zwei zylindrische
Kernzapfen 20 an der Rückseite
der Hülse
zu umschließen.
Die zwei Kernzapfen 20 sind an ihrem Ende abgeschrägt, so dass
sie ein V bilden, wenn diese beiden abgeschrägten Enden an der hohlen Belüftungslanze 5 aufgenommen
werden.
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Das
abgeschrägte
Ende jedes Kernzapfens 20 umfaßt ferner einen Kanal, der
die Ausbildung eines Durchgangs 21 für die hohle Belüftungslanze 5 ermöglicht,
wenn die beiden Kernzapfen 20 geschlossen sind (s. 8).
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9 ist
eine Längsschnittansicht
der Anordnung der 7 und zeigt im Detail das Zusammenwirken
der Kernzapfen 20, sobald sie in die hohle Belüftungslanze 5 und
die Hülse 10 aufgenommen sind.
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Das
von den Kernzapfen 20 gebildete V reproduziert die Form
des Kerns, welcher die Herstellung der halbmondförmigen Oberflächen 19 ermöglicht.
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Die
Kernzapfen 20, wenn sie sich in der Position der 7 und 9 befinden,
passen somit perfekt mit der Form der Hülse 10 an den halbmondförmigen Oberflächen 19 zusammen
(s. 10, die eine Detailansicht der 9 ist,
wobei die hohle Belüftungslanze 5 in
dieser Figur aus Klarheitsgründen nicht
dargestellt ist).
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Vorzugsweise
ist die Hülse 10 aus
Polymermaterial hergestellt, und die Kernzapfen 20 sind
aus einem Metall, so dass der Metall-/Polymerkontakt fluiddicht
ist.
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Das
Anformen des Haltekörpers 8 wird
als nächstes
in der Gießform
durchgeführt,
die geeignet ist, um die Hülse 10,
die Halterung 11 und die Kernzapfen 20 herum einen
Haltekörper 8 aus
Polymer gemäß der Außenform
der 3 und 11 zu bilden.
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Die
Kernzapfen 20 werden dann entlang ihrer Längsachse
zurückgezogen,
nachdem sie die inneren zylindrischen Oberflächen des Haltekörpers 8 gebildet
haben, welche die Röhren 12 festlegen.
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12,
die eine Längsschnittansicht
der Nadel in 11 ist, zeigt eine Draufsicht
der Anordnung der Hülse 10 und
der Halterung 11, wie sie von dem angeformten Haltekörper 8 festgesetzt
wurde, wobei letzterer zusätzlich
die Röhren 12 festlegt.
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Dieses
Verfahren führt
demzufolge zur Herstellung von inneren zylindrischen Oberflächen (den Röhren 12),
die sich teilweise in die Hülse 10 hinein (die
halbmondförmigen
Oberflächen 19)
erstrecken.
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Die
Ansicht der 12 zeigt die halbmondförmigen Oberflächen 10 in
einer Position, die in einer Linie mit den Röhren 12 verläuft.
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Die 13 und 14 zeigen
die innere Form des Haltekörpers 8,
die infolge der oben beschriebenen Arbeitsgänge erhalten wird.
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Der
Querschnitt der 13 in einer horizontalen Ebene
zeigt die Verbindung zwischen den Röhren 12, einem die
Hülse 10 aufnehmenden
Gehäuse 22,
einem zur Aufnahme der hohlen Belüftungslanze 5 geeigneten
Verbindungskanal 23 und eines Gehäuses 24 für die Halterung 11.
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Die
Gehäuse 22, 24 und
der Verbindungskanal 23 werden für eine fluiddichte Aufnahme
des jeweiligen Elements, mit dem sie zusammenwirken sollen, ausgebildet.
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14 zeigt
die gleichen Elemente 22, 23, 24, wenn
ein Querschnitt des Haltekörpers 8 in
einer vertikalen Ebene vorgenommen wird.
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Ferner
kann bezüglich
der 15 und 16 das
zugespitzte distale Ende der hohlen Hauptlanze 2, d.h.
das Ende, das zur Durchführung eines
Stechvorgangs geeignet ist, mit einem zusammengedrückten Absatz 25 hergestellt
werden, was es ermöglicht,
den Durchmesser der Öffnung
des abgeschrägten
Punktes der hohlen Hauptlanze 2 zu begrenzen. Dieses Vorsehen
ermöglicht
es, ein sogenanntes "Coring" zu vermeiden, d.h.
es ermöglicht, ein
Ausschneiden eines Zylinders aus dem Stopfen 3 der Flasche 4 beim
Durchstechvorgang zu vermeiden, bei dem der Gummizylinder möglicherweise
die hohle Hauptlanze 2 blockiert.
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Der
zusammengedrückte
Absatz 25 kann vorteilhafterweise zur Zeit des Gießvorgangs
des Haltekörpers 8 hergestellt
werden, indem ein Stanzwerkzeug in die Gießform eingebracht wird, welche diesen
Anformvorgang ausführt.
Das Stanzwerkzeug kann so betätigt
werden, dass es die hohle Hauptlanze 2 trifft, wenn letztere
in die Gießform
eingebracht wird.
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Verschiedene
Ausführungsformen
der beschriebenen Entnahmenadel und ihres Herstellungsverfahrens
können
ins Auge gefasst werden, ohne vom Schutzumfang der Erfindung abzuweichen.
Insbesondere können
Verfahren der plastischen Verformung implementiert werden, um die
sichel- bzw. halbmondförmigen
Oberflächen 19 zu
bilden.