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Die
Erfindung betrifft einen synthetischen Stopfen für Sektflaschen und dgl. mit
manueller Entkorkung der Art wie im Oberbegriff des ersten Anspruchs
beschrieben.
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Bekanntlich
werden Sektweine, Champagner und dgl. in Glasflaschen abgefüllt, die
mit Korken verschlossen sind.
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Die
zu diesem Zweck entworfenen Stopfen wirken der Schubkraft nach aussen
entgegen, die durch den hohen Innendruck ausgeübt wird, der sich in der Flasche
wegen der Präsenz
von Kohlensäure bildet,
die während
der Entwicklung der oben erwähnten
Getränke
entsteht.
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Im
Flascheninneren entwickelt sich ein Druck von ungefähr 3 Bar
(300 kiloPascal [kPa], der bis zu 6 Bar erreichen kann.
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Nach
der bekannten Technik wird der Stopfen gepresst und in die Flasche
eingesetzt, so dass die vom Stopfen ausgeübte elastische Rückstellkraft den
Korken selbst daran hindert, zu entweichen.
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Wiederum
nach der bekannten Technik werden Stopfen für Sektweine und dgl. mit der
Hand entkorkt und haben einen Abschnitt ausserhalb der Flasche,
der zuvor durch Drahtkörbchen
und dgl. gesichert wird, die am Aussenteil der Flasche anhaften.
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Das
Entkorken erfolgt durch manuelles Entfernen des Drahtkörbchens
und anschliessendes Drehen und Herausziehen, das manuell ausgeführt werden kann,
indem der Abschnitt ausserhalb der Flasche ergriffen wird.
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Das
manuelle Extraktionsvorgang ist besonders für Sektweine und dgl. typisch,
die sehr häufig bei
Festen, Eröffnungszeremonien
und verschiedenen anderen Anlässen
verwendet werden.
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Um
auf traditionelle Gewohnheiten nicht zu verzichten und auch aus
praktischen Gründen
ist die rasche und einfache manuelle Extraktion der besagten Stopfen
sinnvoll.
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Weitere
Eigenschaften der besagten Stopfen sind erforderlich, insbesondere:
bequemes Einsetzen während
der Abfüllungsphase,
Gas- und Flüssigkeitsdichtung,
niedrige Gas- und Flüssigkeitsdurchlässigkeit,
keine Änderung
der organoleptischen Eigenschaften des enthaltenen Getränks und
keine Geschmacksabsorption.
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Um
diese Anforderungen zu erfüllen,
werden die Korken vor der Verkorkung gewöhnlich in eine im Wesentlichen
zylindrische Form ausgebildet.
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Genannte
Korken haben einen Durchmesser von ungefähr 30-32 mm, eine Länge von
ungefähr 40-48
mm und bestehen gewöhnlich
aus zwei Teilen: einem oberen Teil aus Korkagglomerat und einem unteren
Teil aus zwei Naturkorkdichtungen mit einer Gesamtdicke von annähernd 10
mm.
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Der
Verkorkungsvorgang erfolgt durch eine starke radiale Kompression
des Korkens in einem Klemmschloss bis auf einen Durchmesser zwischen 14
mm und 16 mm (annähernd
die Hälfte
des anfänglichen
Durchmessers) und Einführung
des Korkens in die Flasche bis zur erforderlichen Tiefe, so dass
sich die Dichtungen im Flascheninneren befinden und sich annähernd die
Hälfte
des Korken ausserhalb des Flaschenhalses befindet.
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Die
klassische Pilzform dieser Korken wird durch die erwähnte radiale
Kompression erhalten, die lediglich am unteren Teil des Korkens
ausgeübt wird.
Die Haftung zwischen dem Korken und dem Inneren des Flaschenhalses
ist durch die hohe Elastizität
der Dichtungen sichergestellt, die für eine gute Abdichtung gegen
Gase und Flüssigkeit
sorgen und durch den notwendigen radialen Druck, der es ermöglicht,
dass der Korken der durch den Innendruck bedingten Schubkraft nach
aussen widersteht.
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Der
in die Flasche eingesetzte Korkagglomeratteil hat keine besondere
Dichtungsfunktion an der Grenzfläche
zwischen Korken und Flasche, da er eine sehr niedrige Elastizität aufweist,
bildet aber hauptsächlich
eine Verbindung zwischen den unteren Dichtungen und dem Teil, der
ausserhalb der Flasche bleibt.
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Tatsächlich ist
der Teil aus Korkagglomerat zwar steifer, hat aber eine geringere
Elastizität
und eine hohe Viskosität.
Folglich ist dieser obere Teil halbdauernder Verformung ausgesetzt,
die einen mässigen
elastischen Druck auf den Flaschenhals erzeugt.
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Als
Folge dieser mechanischen Eigenschaften gestattet genannter Teil
aus Korkagglomerat die manuelle Entnahme des Korkens, denn wäre dieser Teil
zu weich, würde
dies im Moment des Drehens zu einer übertriebenen Verformung des
Korkenkörpers mit
entsprechender Bruchgefahr desselben führen.
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Es
ist ferner von grundlegender Wichtigkeit für eine rasche und wirtschaftliche
Abfüllung,
dass der Verkorkungsvorgang in automatischen Anlagen auf industrieller
Ebene durchgeführt
werden kann.
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Dieser
Vorgang besteht aus mehreren Phasen, wie etwa das Positionieren
des Korkens durch optische oder mechanische Positionierer, das Einlegen
der Korken in ein Klemmschloss zur radialen Kompression, das Einsetzen
des Korkens in die Flasche und das Anbringen der Agraffe.
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Die
oben erwähnten
bekannten Techniken haben einige wichtige Nachteile.
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Einer
der Hauptnachteile im Zusammenhang mit dem Gebrauch dieser Korken
liegt in der möglichen
Geschmacksbeeinträchtigung
des Getränks besonders
wegen des im Kork enthaltenen Schimmels oder des Materials pflanzlicher
Herkunft, aus dem besagte Korken hergestellt sind.
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Traditionelle
Korken garantieren ferner keine konstanten mechanischen Eigenschaften
und können
sich daher unterschiedlich auf die Entwicklung des Weins je nach
Flasche wegen der unterschiedlichen radialen Dichtung auswirken.
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Dieser
Mangel an Gleichartigkeit der physikalisch-mechanischen Eigenschaften
der traditionellen Korken kann auch zu gelegentlichem Bruch der Korken
beim Herausziehen oder umgekehrt zu Schwierigkeiten bei der Extraktion
führen.
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Nicht
zuletzt besteht der Nachteil, dass genannte Korken hohe Herstellungskosten
haben und dass die Rohmaterialien wegen der wachsenden Schwierigkeit,
Korkzulieferer zu finden, teuer sind.
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Es
sind bereits Versuche gemacht worden, genannte Probleme durch steife
synthetische pilzförmige
Stopfen aus thermoplastischem Material zu lösen. Diese Stopfen haben allerdings
schwache Haftkraft und Dichtung und beträchtliche, auch visuelle Unterschiede
im Vergleich zum Naturkork.
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Tatsächlich werden
diese Stopfen nur für Sektweine
und dgl. geringer Qualität
verwendet.
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Darüber hinaus
können
synthetische Stopfen mit anderen Formen und Massen als die traditionellen
nicht in den traditionellen automatischen Abfüllungsmaschinen auf industrieller
Ebene eingesetzt werden.
US2634014 offenbart
einen synthetischen Stopfen gemäß dem Oberbegriff
von Anspruch 1.
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In
dieser Situation besteht die technische Funktion vorliegender Erfindung
darin, einen synthetischen Stopfen für Sektflaschen und dgl. mit
manueller Entkorkung herzustellen, der in der Lage ist, die erwähnten Nachteile
zu überwinden.
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Im
Zusammenhang mit genannter technischer Funktion ist es ein wichtiges
Ziel der Erfindung, einen insgesamt im wesentlichen den traditionellen Korken ähnlichen
synthetischen Stopfen herzustellen, der auf eine im wesentlichen
gleiche Art verwendet werden kann.
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Ein
anderes wichtiges Ziel der Erfindung liegt darin, einen synthetischen
Stopfen bereit zu stellen, der eine gute Dichtung der in der Flasche
enthaltenen Gase und Flüssigkeit
zusichert und dem in der Flasche während der Entwicklung des Sektweins
erzeugten Druck solange standzuhalten, bis genannter Stopfen herausgezogen
wird.
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Ein
weiteres Ziel der Erfindung ist es, einen synthetischen Stopfen
zu erhalten, der in der Lage ist, ein leichtes Herausziehen durch
manuelle Entkorkung sicher zu stellen und der dabei eine hohe physikalische
Strukturintegrität
während
genannter Extraktion aufweist.
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Nicht
zuletzt besteht ein weiteres Ziel der Erfindung darin, einen preiswerten
synthetischen Stopfen zu erzeugen, der leicht herzustellen ist und
der leicht in den traditionellen automatischen Abfüllungsmaschinen
ohne wesentliche Änderungen
an diesen eingesetzt werden kann.
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Die
technische Funktion und die dargelegten Ziele werden durch einen
synthetischen Stopfen für Sektflaschen
und dgl. mit manueller Entkorkung wie in Anspruch 1 beansprucht
erzielt.
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Bevorzugte
Ausführungsformen
sind in den dazugehörigen
Ansprüchen
herausgestellt.
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Weitere
Eigenschaften und Vorteile der Erfindung sind weiter unten durch
eine detaillierte Beschreibung des synthetischen Stopfens mit manueller
Entkorkung näher
dargestellt, wobei auf die beigelegten Zeichnungen Bezug genommen
wird. Es zeigen:
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1a einen
traditionellen Korken im Flaschenhals;
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1b eine
grafische Darstellung der radialen Kraft [σr] in
Megapascal [MPa], ausgeübt
von jedem einzelnen Querschnitt des Korkens in 1a;
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1c eine
grafische Darstellung, die auf der Y-Achse die notwendige Kraft
zum Bewegen von Korken laut 1a in
Extraktionsrichtung und auf der X-Achse die Gesamtlänge, um
die die Korken herausgezogen sind, zeigt;
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2 ein
axonometrisches Bild des synthetischen Stopfens laut Erfindung und
eines Teils eines Flaschenhalses;
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3 den
mittleren Querschnitt eines Flaschenverschlusses laut Erfindung;
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4 eine
Kurve, die auf der Y-Achse die notwendige Kraft zum Bewegen des
erfindungsgemäßen Stopfens
laut 2 und 3 in Extraktionsrichtung und
auf der X-Achse die Gesamtlänge, um
die genannter Stopfen herausgezogen ist, zeigt.
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Mit
Bezug auf die erwähnten
Abbildungen wird der synthetischen Stopfen erfindungsgemäss als Ganzes
mit der Nummer 1 bezeichnet und ist in 2 und 3 gezeigt.
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Er
weist einen unteren Abschnitt 2 auf, der so ausgebildet
ist, dass er in die Flasche 10 für Sektweine, Champagner oder
dgl. eingesetzt werden kann. Insbesondere der untere Abschnitt 2 versperrt,
wenn eingesetzt, die Mündung 11 der
Flasche 10. Von der Mündung 11 entwickelt
sich ein Zulauf 12, der den Hals der Flasche 10 bildet
und eine Entwicklungsachse 13 bestimmt.
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Bekanntlich
hat der Hals der Flasche 10 einen zur Achse 12 parallelen
kreisförmigen
Querschnitt. Dieser kreisförmige
Schnitt hat in der Nähe der
Mündung 11 einen
Mindestdurchmesser, der zunimmt je weiter er sich von dieser entfernt.
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Diese
Durchmesserzunahme ist sehr gering im Abschnitt in der Nähe der Mündung, der
aus dem Zulauf 12 besteht. Tatsächlich ist auf 10 mm von der Mündung der
Durchmesser des Zulaufs 12, der anfänglich ungefähr 18 mm
beträgt,
durchschnittlich nur um 0,3 mm grösser geworden und auf 20 mm
von der Mündung
ist der Durchmesser des Zulaufs nur um annähernd weitere 0,6 mm gewachsen.
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Folglich
kann der Zulauf 12 der Kalkulationsvereinfachung halber
mit einer zylindrischen Form verglichen werden.
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Nachstehend
wird der Zulauf als zylindrisch bezeichnet. Der untere Abschnitt 2 grenzt
an den oberen Abschnitt 3 an, der – wenn eingesetzt – ausserhalb
der Flasche 10 bleibt und mit der Hand ergriffen werden
kann, um den Stopfen 1 zu entfernen.
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Zweckmässigerweise
hat der synthetische Stopfen 1 im Wesentlichen die gleichen
Außenmaße der traditionellen
Korken 1a. Vor der Verkorkung sind diese zylindrisch und
haben eine Gesamtlänge
von annähernd
40-48 mm im Durchschnitt und einen durchschnittlichen Durchmesser
von ungefähr
30-32 mm.
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Nach
der Verkorkung haben traditionelle Korken 1a einen unteren
Abschnitt 1b, der im Flaschenhals oder im Zulauf 12 eingeschlossen
ist und einen oberen Abschnitt 1c ausserhalb der Flasche 10,
der mit der Hand ergriffen werden kann. Der obere Abschnitt 1c hat
eine durchschnittliche Entwicklung von ungefähr 20-25 mm.
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Da
die Masse der traditionellen Korken in den erfindungsgemäßen Stopfen
im wesentlichen erhalten sind, ist der Einsatz der automatischen
Abfüllungsmaschinen
der bekannten Art und die Beibehaltung der bekannten traditionellen äusseren
Form der Sektweinkorken möglich.
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Vom
gleichen Patentanmelder durchgeführte Untersuchungen
haben ferner wichtige physikalische Eigenschaften der traditionellen
Korken 1a herausgestellt, wie etwa deren radialer Druck
und die benötigte
Ausziehkraft zum Entkorken.
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Insbesondere
richten sich die Untersuchungen des Anmelders auf die in 1a beschriebenen Korken
der meistverbreiteten Art. Diese traditionellen Korken 1a haben
einen oberen Abschnitt 1c aus Korkagglomerat und einen
unteren Abschnitt 1b, der mit zwei Dichtungen 1d aus
Naturkork versehen ist.
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Bezüglich des
radialen Drucks, der auf den Flaschenhals oder Zulauf 12 ausgeübt wird,
sind die Abmessungen an einigen Dutzend Mustern unter Einsatz von
geeigneten Ladeelementen durchgeführt worden, in denen die Einführung des
Korkens 1a in den Zulauf 12 simuliert wurde und
die eine Bemessung des durch den Korken 1a ausgeübten radialen Drucks
ermöglichten,
der als über
die gesamte eingesetzte Länge
verteilter Durchschnittswert kalkuliert wurde.
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Genannte
Versuche erbrachten einen Durchschnittswert von 3,8 MPa mit einer
Standardabweichung von 1,2 MPa.
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Ähnliche
Abmessungen, die an Korken durchgeführt wurden, an denen die Dichtungen 1d entfernt
wurden, erbrachten einen durchschnittlichen radialen Druck von 1,5
MPa mit einer Standardabweichung von 0,6 MPa.
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Wenn
man nun annimmt, dass entlang der gesamten Dicke der Dichtungen 1d der
ausgeübte Druck
konstant ist und dass die gleiche Situation auch am Teil des Korkagglomerats
im Inneren der Flasche vorhanden ist, so kann festgesetzt werden, dass
der radiale Druck in der Nähe
der vom Vorhandensein der Dichtungen 1d betroffenen Zone
annähernd
8,5 MPa entspricht, also beträchtlich
höher als der
vom Agglomeratteil ausgeübte
Durchschnittsdruck, der ungefähr
1,5 MPa beträgt.
Die Situation wird ausführlich
in der grafischen Darstellung in 1b neben
der 1a beschrieben, in der ein in eine Flasche eingesetzter
traditioneller Korken 1a schematisiert ist.
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Die
grafische Darstellung in 1b zeigt ein
Diagramm, in dem die Tendenz der radialen Kraft σr in
MegaPascal [MPa], die jeder einzelne Querschnitt des Korkens ausübt, veranschaulicht
ist.
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Wie
aus der Druckkurve 1e ersichtlich, ist die durch einen
Korken ausgeübte
radiale Kraft tatsächlich
in der Zone konzentriert, in der die Dichtungen vorhanden sind.
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Bezüglich der
zum Entkorken notwendigen Ausziehkraft ist dies in 1c veranschaulicht,
wo auf der Y-Achse die notwendige Kraft zum Bewegen eines traditionellen
Korkens wie der der 1a in Extraktionsrichtung und
auf der X-Achse die Gesamtlänge,
durch die genannte Korken herausgezogen werden, veranschaulicht
sind.
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Wie
festgehalten, garantieren traditionelle Korken keine konstanten
Eigenschaften und aus diesem Grund sind drei Kraftkurven 1e, 1f und 1g herausgestellt,
die den drei durchschnittlich häufigsten Situationen
entsprechen.
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In
allen Fällen
wird ein anfänglicher
Höchstwert
von maximaler Kraft verzeichnet, die notwendig ist, um die anfängliche
oder statische Reibung zwischen 50 und 60 kgW (Kilogrammgewicht,
1 kgW = 9,81 N) zu überwinden,
gefolgt von einer Gleitreibung, die unterhalb der statischen Reibung
bleibt und einen relativ konstanten Verlauf und eine hohe Kraft hat,
bevor sie sehr rasch abnimmt.
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Die
angegebene Ausziehkraft ist durch Zugkraft und mechanische Zwangstranslation
der Korken in die Extraktionsrichtung, d.h. parallel zur Entwicklungsachse 13 des
Zulaufes 12 bestimmt worden.
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Die
manuell auferlegten Bewegungen während
des Entkorkens sind natürlich
komplexer: manuelles Entkorken umfasst nicht nur axiale Korkenbewegungen,
sondern auch rotatorisch-translatorische oder rotatorische Bewegungen.
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Daher
spielen nicht nur axiale Zugkräfte, sondern
auch Torsionskräfte
mit.
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Die
in 1c angegebenen Ausziehkräfte können allerdings als zulänglich bezeichnend
für die an
die Korken während
der Extraktion angewandten Kräfte
akzeptiert werden.
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Allgemeine
Erfahrung zeigt, dass traditionelle Korken diesen Kräften gut
standhalten aufgrund der Tatsache, dass ihr oberer Abschnitt 3a aus
einem Agglomeratmaterial mit niedriger Elastizität und hoher Viskosität gemacht
ist, das dazu neigt, sich nur sehr allmählich zu verformen.
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Die
am oberen Abschnitt 1c des Korkens manuell auferlegten
Kräfte
werden daher übertragen, ohne
auf den unteren Abschnitt 2a, der im Zulauf 12 eingebettet
ist und insbesondere auf die Dichtungen 1d überzugehen,
die den grössten
Abdichtungsdruck ausüben.
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Diese
Kräfte,
die für
eine maximale Extraktionskraft von im Wesentlichen zwischen 50 und
60 KgW sorgen, sind für
die Stärke
von jedem Benutzer geeignet.
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Allgemeine
Erfahrung zeigt ferner, dass der Verschluss traditioneller Korken
durch das Aufbringen eines durchschnittlichen Drucks von ungefähr 3,8 MPa
auf den Zulauf 12 gewöhnlich
ausreichend ist, um Leckstellen an den Korken zu vermeiden.
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Im
Unterschied zu genannten traditionellen Korken, die ein im wesentlichen
steifes Material mit einem elastischen Material kombinieren, ist
erfindungsgemäß der synthetische
Stopfen aus einem einzigen Polymermaterial, d.h. einem Elastomer-Kunststoff
gemacht.
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Der
Gebrauch eines einzigen Materials bringt wichtige Vorteile mit sich,
wie Kostenreduzierung und eine relativ einfache und schnelle Produktion,
zum Beispiel über
eine einzige Formgebungsphase.
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Ein
einziges Material ist die bevorzugte technische Lösung beim
Ersetzen eines traditionellen Korkens mit einem synthetischen Stopfen,
der billiger und in grösserem
Maße erhältlich ist
unter Beibehaltung von Eigenschaften, die denen des traditionellen Korken
so ähnlich
wie möglich
sind.
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Der
Gebrauch eines einzigen Materials für die gesamte Länge des
Stopfens 1, auch unter Beibehaltung der Masse eines traditionellen
Korkens 1a, so dass die üblichen Verkorkungsanlagen
eingesetzt werden können,
ist allerdings mit einigen Problemen verbunden.
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Es
muss möglich
sein, den Stopfen einzusetzen, bis er einen Schnittdurchmesser von
ungefähr der
Hälfte
des anfänglichen
Durchmessers hat, und unter diesen Bedingungen muss er eine geeignete elastische
Rückfederung
im Zulauf 12 der Flasche bewahren.
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Die
elastische Abdichtungsreaktion wird dann durch den gesamten unteren,
in der Flasche eingebetteten Abschnitt ausgeübt und nicht nur durch die
EndAbschnitte wie die Dichtungen der traditionellen Korken.
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In
dieser Situation kann es zu Unverträglichkeit und widersprüchlichen
Erfordernissen zwischen dem unteren Abschnitt 2 und dem
oberen Abschnitt 3 des synthetischen Stopfens 1 kommen.
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Tatsächlich muss
das Polymermaterial, das den synthetischen Stopfen bildet, als Hauptzweck
einen Gesamtdruck in der Flasche gewährleisten, der dem des traditionellen
Korken ähnelt.
Ein niedrigerer Druck würde
die Festigkeit des Stopfens beeinträchtigen und ein höherer Druck
würde den
Entkorkungsvorgang schwierig und unangenehm machen, da eine grössere manuelle
Ausziehkraft als gewohnt erforderlich wäre.
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Die
erforderliche hohe Verformbarkeit und die Tatsache, dass der gesamte
untere Abschnitt 2 des synthetischen Stopfens 1 einen
Druck auf den Zulauf 12 ausübt, bedeutet, dass ein ähnlicher
Gesamtdruck wie der der traditionellen Korken nur mit solchen Materialien
erhalten werden kann, die im wesentlichen weich und leicht verformbar
sind. Dies ist leicht verständlich
angesichts der Tatsache, dass traditionelle Korken ihren Verschlussdruck
hauptsächlich
durch die Enddichtungen aus stark verformbarem Kork ausüben.
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Ein
derartiges weiches Material ist nicht akzeptierbar für den oberen
Abschnitt 3, da es nicht leicht zum Ergreifen ist und vor
allem weil es sich erheblich verformt und auch mit den oben beschriebenen
normalen Entkorkungskräften
leicht beschädigt wird
oder zersplittert.
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Ein
ausreichend steifes Material, das am oberen Abschnitt 3 angenehm
zum Anfassen ist, hat im Gegenteil eine sehr starke elastische Rückfederung
im unteren Abschnitt 2 und daher sehr hohe Entkorkungskräfte, die
im Wesentlichen unverträglich mit
der traditionellen manuellen Entkorkung sind. Der Patentanmelder
hat diese widersprüchlichen
Anforderungen auf originelle Weise gelöst.
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Einerseits
wurde als geeignet für
den gesamten synthetischen Stopfen 1 ein ausreichend steifes Material
ermittelt, das ähnlichen
manuellen Kräften standhält wie jene,
die beim Entkorken traditioneller Korken ohne Nachgeben oder Bruch
beteiligt sind und das daher die Anforderungen des oberen Abschnitts 3 erfüllt. Dieses
Material besitzt teilweise die offensichtlichen Eigenschaften des
traditionellen Agglomeratmaterials mit niedriger Elastizität und hoher Viskosität, das dazu
neigt, sich nur sehr allmählich
zu verformen. Andererseits, um den vom unteren Abschnitt 2 ausgeübten Druck
auf den Hals oder Zulauf 12 auf die traditionellen Werte
zu bringen, wurde dieser untere Abschnitt von der Form her geeignet
geändert.
Ferner sind die Formänderungen
zweckmässigerweise
derart ausgebildet, dass zwischen dem oberen Abschnitt 3 und
dem unteren Abschnitt 2 eine Kontinuität erhalten bleibt, welche die
automatische Verkorkung mittels traditioneller Anlagen gestattet.
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Insbesondere
sind Experimente durchgeführt
worden, um das Elastizitätsmodul
des Materials, das den synthetischen Stopfen 1 bildet,
festzusetzen.
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Der
in den Zulauf 12 einzusetzende untere Abschnitt 2 wurde
dauerhaft zusammengepresst, und eine axiale Zugkraft zwischen 50
und 60 kgW, d.h. im wesentlichen ähnlich der notwendigen Ausziehkraft
zum Entkorken traditioneller Korken, wie in 1c gezeigt,
wurde am oberen Abschnitt 3 angewandt, der ausserhalb der
Flasche liegt. Wie schon gesagt, entspricht die axiale Zugkraft
traditioneller Korken in Richtung der Extraktion nicht exakt den mit der
Hand vollführten
Bewegungen beim Entkorken. Letztere sind komplexer und umfassen
auch rotatorisch-translatorische und rotatorische Bewegungen. Deshalb
spielen nicht nur axiale Zugkräfte,
sondern auch Torsionskräfte
mit einer Rolle. Allerdings können
die axialen Zugkräfte
als zulänglich
bezeichnend für
die Kräfte
akzeptiert werden, die an die Stopfen während der Extraktion angewandt
werden.
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Diese
Versuche haben herausgestellt, dass Elastomer-Kunststoffe ein Elastizitätsmodul
zwischen 5 und 20 MPa, am besten zwischen 5 und 8 MPa, haben können.
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Besitzt
der synthetische Stopfen 1 genannte mechanische Eigenschaften
und wird er genannter axialer Zugkraft ausgesetzt, so weist tatsächlich sein oberer
Abschnitt 3 ausreichend reduzierte Verformungen während der
Entkorkung aus.
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Ausserdem
tritt kein Bruch oder Zersplitterung des Materials ein.
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Bevorzugte
Polymerstoffe für
die Herstellung des synthetischen Stopfens 1 mit einem
Elastizitätsmodul
der genannten Art sind die hochverzweigten Polyolefine mit sehr
niedriger Dichte, wenn nötig
mit Zusatz von thermoplastischen Elastomeren auf der Grundlage von
Styrol, wie etwa SEES, SEPS, SEEPS in einem Anteil von nicht mehr
als 30%. Solche Materialien haben eine Dichte zwischen 0,75 und 0,92
kg/dm3 und werden ferner vorzugsweise durch Spritzguss
unter Einsatz von bekannten Treibmitteln sowohl chemischer als auch
physikalischer Art verarbeitet; die Dichte des Endproduktes beträgt daher zwischen
0,25 und 0,7 kg/dm3.
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Die
Herstellung eines zylindrischen synthetischen Stopfen 1 mit
Elastomeren eines Elastizitätsmoduls
zwischen 5 und 20 MPa führt
trotzdem zu einer übermässigen Haftkraft
des Stopfens an der Flasche, auch wenn das Elastizitätsmodul
durch Ermittlung der notwendigen Mindestwerte gewählt wurde.
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Diese
hohe Haftkraft gestattet keine manuelle Entkorkung des synthetischen
Stopfens. Denn im Unterschied zum traditionellen Korken, der an
der Flasche im wesentlichen nur durch die Dichtungen 2a anhaftet,
haftet ein aus einem einzigen Material gemachter synthetischer Stopfen 1 durch
seinen unteren Abschnitt 2 an der Flasche 10 an.
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Um
diesen schweren Nachteil aufzuheben, hat der synthetische Stopfen 1 erfindungsgemäss einen
unteren Abschnitt 2 mit zumindest überwiegend zweckmässig geändeter Form.
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Der
untere Abschnitt 2 hat vorzugsweise zumindest überwiegend
eine Kegelstumpfform, dessen Längsachse
durch Nummer 4 in 3 angezeigt
ist.
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Der
obere Boden 5 des unteren Abschnitts 2 grenzt
zweckmässigerweise
an den oberen Abschnitt 3 an und hat keine dimensionale
Diskontinuität,
d.h. Abstände,
Stufen, Einschnitte und dgl. hinsichtlich des gleichen oberen Abschnitts 3.
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Die
seitliche Oberfläche 6 des
unteren Kegelstumpfabschnitts 2 hat hinsichtlich der Längsachse 4 einen
Einfallswinkel α,
der die Grösse
des unteren Bodens 7 des Kegelstumpfabschnitts 2 bestimmt.
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Insbesondere
wurde herausgefunden, dass Einfallswinkel α zwischen 7° und 19° geeignet sind, weil sie einen
Gesamtdruck am Flaschenhals oder Zulauf 12 bestimmen, ähnlich dem
Gesamtdruck, der von den traditionellen Korken ausgeübt wird
und folglich eine maximale Ausziehkraft, die der für traditionelle
Korken erforderlichen ähnelt.
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Die
Wahl zwischen 7° und
19° hängt von
der erforderlichen maximalen Ausziehkraft ab, die zwischen 50 und
60 kgW variieren kann, je nach dem genauen Elastizitätsmodul
des Materials zwischen 5 und 8 MP und auch nach den exakten Aussenmassen
des Stopfens, die ebenfalls nach Bedarf geringfügig variieren können.
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Die
technische Lösung,
in der dem unteren Abschnitt 2 eine leichte Kegelstumpfform
gegeben wird, hat neben dem Vorteil der Kontinuität mit dem oberen
zylindrischen Abschnitt 3, wodurch die Bruchgefahr erheblich
eingeschränkt
wird, auch den Vorteil, dass der Extraktionsvorgang schnell und
leicht erfolgt.
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Denn
sobald der synthetische Stopfen herausgezogen ist, geht der Druck
auf den Zulauf 12 in dem Masse zurück, in dem der Durchmesser
des unteren noch eingesetzten Abschnitts 2 abnimmt.
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Dieser
Umstand ist deutlich in der grafischen Darstellung in 4 bestätigt.
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Diese
grafische Darstellung zeigt den Verlauf der Entkorkungskraft während der
Zunahme des Abschnittes des herausgezogenen Stopfens im Fall eines
synthetischen Stopfens, der aus einem Material mit einem Elastizitätsmodul
von ungefähr
5 MPa und einem Einfallswinkel von ungefähr 10° besteht.
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Die
Entkorkungskraft wird durch die gleichen Verfahren wie jene der
grafischen Darstellungen der 1c ermittelt
und die Kurve der Kräfte 8 hat
einen zum Überwinden
der statischen Reibung notwendigen anfänglichen maximalen Kraftwert
zwischen 50 und 60 kgW, gefolgt von einer bedeutend niedrigeren Gleitreibung,
die von ungefähr
30 kgW schrittweise und rasch abnimmt.
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Oben
genannte Angaben bezüglich
der Außenmaße des synthetischen
Stopfens 1 und des Einfallswinkels α können in niedrigere Bodenmaße umgesetzt
werden.
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Der
untere Abschnitt 2 kann eine Höhe zwischen annähernd 20
mm und 25 mm haben und einen Mindestdurchmesser, der dem unteren
Boden 7 entspricht, zwischen 24 mm und 29 mm.
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Ferner
ist die seitliche Fläche 6 vorzugsweise
mit einer Rändelung
parallel zur Längsachse
versehen, da genannte Rändelung
die manuelle Entkorkung erleichtert.
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Schliesslich
hat der untere Boden 7 vorzugsweise eine konkave Oberfläche.
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Genannte
Oberfläche
nimmt eine flache Form an, nachdem der untere Abschnitt 2 im
Anschluss an die Einsetzung in den zylindrischen Zulauf 12 verformt
wird. Dadurch wird unschönes
Anschwellen des unteren Bodens 7 in Richtung Aussenseite vermieden.
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Erfindungsgemäss wird
der Stopfen 1 an traditionellen Abfüllanlagen eingesetzt, die den
unteren Abschnitt 2 zusammenpressen und ihn in die Flasche 10 so
einsetzen, dass die Längsachse 4 mit
der Entwicklungsachse 13 übereinstimmt.
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Die
Erfindung bietet wichtige Vorteile.
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Die
verwendeten Polymerstoffe beseitigen die Probleme, die durch den
Gebrauch der traditionellen Korken entstehen, insbesondere sind
Weine, die mit genannten Stopfen verschlossen sind, keinen durch
das Vorhandensein von Schimmel und dgl. bedingten Änderungen
der organoleptischen Eigenschaften und des Geschmacks ausgesetzt.
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Ein
weiterer Vorteil liegt darin, dass die physikalisch-chemischen Eigenschaften
des Stopfens konstant sind und nicht je nach Stopfen variieren. Diese
Eigenschaft gestattet auch eine genaue Flaschenreife des Sektweins
oder dgl. und dadurch eine genau bestimmbare Qualität.
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Ein
weiterer Vorteil vorliegenden synthetischen Stopfens 1 besteht
darin, dass er eine gute Haftfähigkeit
und daher eine gute Dichte entlang des gesamten Profils des unteren
Kegelstumpf-Abschnitts 2 und damit eine bessere Gasdichte
zusichert.
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Der
synthetische Stopfen 1 hat ferner ein ähnliches äusseres Erscheinungsbild wie
das der traditionellen Korken 1a und gestattet die gleiche
Art von manueller Entkorkung mit der gleichen anfänglichen
Kraftintensität.
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Dadurch
ist eine traditionelle Entkorkung der Sektweine, Champagner und
dgl. möglich.
Wie in 4 veranschaulicht, ist darüber hinaus – nach einer identischen anfänglichen
Kraft – die
zum Ausstossen des synthetischen Stopfens 1 nötige Kraft
geringer als jene, die zum Bewegen des traditionellen Korkens erforderlich
ist. Dies garantiert eine schnellere und bequemere Entkorkung.
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Die
manuelle Entkorkung ist zudem weiter vereinfacht durch die Rändelung,
die einen festeren Handgriff am Stopfen 1 gewährleistet.
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Ein
weiterer Vorteil ergibt sich dadurch, dass der synthetische Stopfen 1 während der
manuellen Entkorkung keine Gefahr von Bruch oder übertriebener
Verformung läuft,
da er aus einem Material mit einem Elastizitätsmodul zwischen 5 und 20 MPa
gemacht ist und keine dimensionale Diskontinuitäten vorhanden sind, die Bruch
erzeugen können.
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Nicht
zuletzt besteht der Vorteil, dass der synthetische Stopfen 1 niedrigere
Produktionskosten hat und aus preiswerteren Rohstoffen gemacht ist.
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Des
Weiteren ermöglicht
die Formähnlichkeit zwischen
dem synthetischen Stopfen 1 und den traditionellen Korken
den Einsatz in den gleichen automatischen Abfüllanlagen.