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DE602005002069T2 - Kautschukzusammensetzung für Kernprofil und Reifen - Google Patents

Kautschukzusammensetzung für Kernprofil und Reifen Download PDF

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DE602005002069T2
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Kazuo Kobe-shi Hochi
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Sumitomo Rubber Industries Ltd
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Sumitomo Rubber Industries Ltd
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Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Gummizusammensetzung für einen Wulst und auf einen Luftreifen.
  • In den letzten Jahren sind die Anforderungen bezüglich der Treibstoffeffizienz angestiegen und es werden Reifen mit geringen Wärme erzeugenden Eigenschaften gewünscht.
  • Als ein Verfahren zum Verringern der Wärmeerzeugung gibt es ein Verfahren, bei dem die Menge an Ruß verringert wird, und ein Verfahren, bei dem Ruß mit einer großen Partikelgröße verwendet wird. Bei solchen Verfahren nimmt allerdings die Härte des Kautschuks ab und als ein Ergebnis hiervon besteht das Problem, dass sich die Steifigkeit des Reifens verschlechtert.
  • Die Steifigkeit des Wulstes ist insbesondere mit der Steuerungsleistung verbunden und extrem wichtig. Daher muss für den Wulst im Vergleich zu anderen Teilen des Reifens Gummi bzw. Kautschuk mit einer extrem hohen Härte eingesetzt werden. Folglich sind die zuvor genannten Verfahren für den Kautschuk des Wulstes ungeeignet und die Steuerungsstabilität ist beträchtlich verringert.
  • Um eine hohe Härte zu erhalten, kann andererseits die Verwendung von Öl unterbleiben, aber in solch einem Fall erhöht sich die Viskosität der Verbindung und wird in dem Verfahren zu einer Last. Eine hohe Härte kann auch durch die Zugabe eines duroplastischen Harzes erhalten werden, aber es besteht hier das Problem, dass die Wärmeerzeugung groß wird.
  • Es ist bereits ein Verfahren bekannt (siehe JP-A-2004-27003 ), bei dem ein Kautschuk, welcher Ruß und ein dünnes, plattenartiges natürliches Mineral, wie beispielsweise Sericit, enthält, in der Kautschukkomponente für die Reifenlauffläche verwendet wird, um die Ozonbeständigkeit und die Leistungsfähigkeit auf Eis zu verbessern, sowie in der Kautschukkomponente für die Seitenwand eines Reifens verwendet wird, um eine niedrige Luftdurchlässigkeit zu erreichen. Allerdings ist kein Verfahren bekannt, bei dem solch ein Kautschuk für den Wulst verwendet wird, um die Ausgewogenheit der Treibstoffeffizienz und der Steuerungsstabilität zu verbessern.
  • In der EP 1 195 402 A1 wird eine Kautschukzusammensetzung für einen Innerliner eines Luftreifens offenbart, welche eine Kautschukkomponente und ein geschichtetes oder plattenartiges Mineral mit einem Streckungsverhältnis von 3 oder mehr und weniger als 30 enthält.
  • Die EP 0 588 154 A2 offenbart eine vibrationsbeständige Kautschukzusammensetzung, welche ein elastisches Kautschukmaterial sowie einen Mikrofeststoff mit einer maximalen Ausdehnung zwischen 1 und 1000 μm, welcher in dem elastischen Kautschukmaterial dispergiert und eingetaucht ist, enthält.
  • Die WO 01/16221 A1 beschreibt eine verstärkte Kautschukzusammensetzung, welche einen hochviskosen Kernreiterkautschuk sowie große Partikel aus Ruß mit einer Iodzahl von ungefähr 40 oder weniger und einer DBP-Adsorption von ungefähr 65 oder weniger, enthält.
  • In der EP 0 875 532 A1 wird ein fein verteilter Kautschuk verstärkender Ton offenbart, welcher in Reifenkernreitern eingesetzt werden kann.
  • Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Kautschukzusammensetzung für einen Clinch-Kernreiter oder einen Wulstkernreiter bereitzustellen, welche eine exzellente Verarbeitbarkeit aufweist und welche die Wärmeerzeugung verringern kann, während diese eine gute Kautschukhärte beibehält, sowie einen Luftreifen mit einer verbesserten Ausgewogenheit bezüglich der Treibstoffeffizienz und der Steuerungsstabilität bereitzustellen.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft einen Luftreifen mit einem Clinch-Kernreiter oder mit einem Wulstkernreiter enthaltend eine Gummizusammensetzung für einen Reifenwulst, welche bezogen auf (A) 100 Gewichtsteile der Kautschukkomponente, (B) 10 bis 100 Gewichtsteile Ruß mit einer durch Stickstoffadsorption gemessenen spezifischen Oberfläche zwischen 30 und 100 m2/g und mit einer Dibutylphthalatadsorption zwischen 40 und 200 ml/100 g sowie (C) 5 bis 120 Gewichtsteile wenigstens eines Glimmers ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Kaolinit, Sericit, Phlogopit und Muskovit mit einem Streckungsverhältnis zwischen 3 und 30 und mit einer durchschnittlichen Partikelgröße zwischen 2 und 30 μm enthält.
  • Die Gummi- bzw. Kautschukzusammensetzung für den Wulst gemäß der vorliegenden Erfindung enthält eine Kautschukkomponente, Ruß und als dünnes plattenartiges natürliches Mineral wenigstens einen Glimmer ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Kaolinit, Sericit, Phlogopit und Muskovit.
  • Beispiele für die Kautschukkomponente sind Dienkautschuke, wie beispielsweise Naturkautschuk (NR), synthetischer Isoprenkautschuk (IR), Butadienkautschuk (BR), Styrolbutadienkautschuk (SBR), Acrylnitril- Butadien-Copolymer-Kautschuk (NBR), Chloroprenkautschuk (CR), Butylkautschuk (IIR) und Styrolisoprenbutadienkautschuk (SIBR). Diese Dienkautschuke können alleine eingesetzt werden oder zwei oder mehrere Arten können zusammen eingesetzt werden.
  • Im Hinblick auf das Aufweisen von niedrigen Wärme erzeugenden Eigenschaften sind Naturkautschuk (NR) und/oder Isoprenkautschuk (IR) für die Kautschukkomponente bevorzugt. Ferner beträgt die Gesamtmenge an NR und/oder an IR in der Kautschukkomponente vorzugsweise wenigstens 20 Gew.-% und besonders bevorzugt wenigstens 30 Gew.-%. Wenn die Gesamtmenge weniger als 20 Gew.-% beträgt, besteht eine dahingehende Tendenz, dass die Bruchdehnung schlecht ist.
  • Die durch Stickstoffadsorption gemessene spezifische Oberfläche (N2SA) des Rußes beträgt wenigstens 30 m2/g und vorzugsweise wenigstens 40 m2/g. Wenn die N2SA des Rußes weniger als 30 m2/g beträgt, sind die Verstärkungseigenschaften und die Abrasionsbeständigkeit unzureichend. Ferner beträgt die N2SA des Rußes maximal 100 m2/g und vorzugsweise maximal 90 m2/g. Wenn die N2SA des Rußes mehr als 100 m2/g beträgt, wird die Dispergierbarkeit schlecht und werden die Wärme erzeugenden Eigenschaften hoch. Beispiele für den Ruß sind HAF und FEF, diese sind jedoch nicht besonders beschränkt.
  • Die Dibutylphthalat (DBP)-Adsorption des Rußes beträgt wenigstens 40 ml/100 g, vorzugsweise wenigstens 50 ml/100 g und besonders bevorzugt wenigstens 80 ml/100 g. Ferner beträgt die DBP-Adsorption maximal 200 ml/100 g, vorzugsweise maximal 180 ml/100 g und besonders bevorzugt 160 ml/100 g. Wenn die DBP-Adsorption innerhalb dieses Bereiches liegt, sind die mechanischen Eigenschaften und die Abrasionsbeständigkeit exzellent.
  • Die Menge an Ruß beträgt, bezogen auf 100 Gewichtsteile der Kautschukkomponente, wenigstens 10 Gewichtsteile, vorzugsweise wenigstens 20 Gewichtsteile und besonders bevorzugt wenigstens 30 Gewichtsteile. Wenn die Menge an Ruß weniger als 10 Gewichtsteile beträgt, sind die Verstärkungseigenschaften unzureichend und ist die Kautschukfestigkeit unzureichend. Ferner beträgt die Menge an Ruß maximal 100 Gewichtsteile, vorzugsweise maximal 90 Gewichtsteile und besonders bevorzugt maximal 85 Gewichtsteile. Wenn die Menge an Ruß mehr als 100 Gewichtsteile beträgt, besteht eine dahingehende Tendenz, dass die Wärmeerzeugung groß wird.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung enthält die Kautschukzusammensetzung als dünnes plattenartiges natürliches Mineral wenigstens einen Glimmer, nämlich Kaolinit, Sericit, Phlogopit und/oder Muskovit. Von diesen ist im Hinblick auf eine exzellente Ausgewogenheit der Härte und der niedrigen Wärme erzeugenden Eigenschaften Sericit bevorzugt.
  • Das Streckungsverhältnis (Aspektverhältnis) (Verhältnis des maximalen Durchmessers zu der Dicke) des dünnen plattenartigen natürlichen Minerals beträgt wenigstens 3, vorzugsweise wenigstens 5 und besonders bevorzugt wenigstens 10. Wenn das Streckungsverhältnis des dünnen plattenartigen natürlichen Minerals weniger als 3 beträgt, kann eine ausreichende Härte nicht erreicht werden. Ferner beträgt das Streckungsverhältnis des dünnen plattenartigen natürlichen Minerals maximal 30 und vorzugsweise maximal 20. Wenn das Streckungsverhältnis größer als 30 ist, nehmen die Dispergierbarkeit in dem Kautschuk und die Bruchfestigkeit ab. Das Streckungsverhältnis wird durch Messen der Hauptachse und der kleineren Achse von 50 zufälligen, durch einen Elektronenmikroskop beobachteten Partikeln des dünnen plattenartigen natürlichen Mine rals und durch Berechnen von a/b aus der durchschnittlichen Hauptachse a und der durchschnittlichen kleineren Achse b erhalten.
  • Die durchschnittliche Partikelgröße des dünnen plattenartigen natürlichen Minerals beträgt wenigstens 2 μm, vorzugsweise wenigstens 5 μm und besonders bevorzugt wenigstens 10 μm. Wenn die durchschnittliche Partikelgröße weniger als 2 μm beträgt, sind die Kosten für die Pulverisierung hoch und es kann keine ausreichende Kautschukhärte erreicht werden. Ferner beträgt die durchschnittliche Partikelgröße des dünnen plattenartigen natürlichen Minerals maximal 30 μm und bevorzugt maximal 20 μm. Wenn die durchschnittliche Partikelgröße mehr als 30 μm beträgt, wird das dünne plattenartige natürliche Mineral eine Stelle für Zerstörung und die Biegeermüdungsbeständigkeit nimmt ab. In diesem Zusammenhang bezieht sich die durchschnittliche Partikelgröße auf den Durchschnittswert der Hauptachse des dünnen plattenartigen natürlichen Minerals.
  • Die Menge des dünnen plattenartigen natürlichen Minerals beträgt wenigstens 5 Gewichtsteile, bevorzugt wenigstens 10 Gewichtsteile und besonders bevorzugt wenigstens 15 Gewichtsteile bezogen auf 100 Gewichtsteile der Kautschukkomponente. Wenn die Menge weniger als 5 Gewichtsteile beträgt, können die Effekte der Zugabe des dünnen plattenartigen natürlichen Minerals nicht ausreichend erhalten werden. Ferner beträgt die Menge des dünnen plattenartigen natürlichen Minerals maximal 120 Gewichtsteile, vorzugsweise maximal 80 Gewichtsteile und besonders bevorzugt maximal 60 Gewichtsteile. Wenn die Menge des dünnen plattenartigen natürlichen Minerals mehr als 120 Gewichtsteile beträgt, wird die Dispergierung des dünnen plattenartigen natürlichen Minerals in dem Kautschuk schwierig und wird ebenfalls die Wärmeerzeugung groß.
  • Ferner kann in die Kautschukzusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung, falls erforderlich, ein Silankupplungsmittel eingemischt werden.
  • Das Silankupplungsmittel ist nicht besonders beschränkt und es werden Silankupplungsmittel vom Sulfid-Typ, vom Mercapto-Typ, vom Vinyl-Typ, vom Amin-Typ, vom Glycidoxy-Typ, vom Nitro-Typ und vom Chlor-Typ eingesetzt.
  • Spezifische Beispiele für Silankupplungsmittel vom Sulfid-Typ sind Bis(3-triethoxysilylpropyl)tetrasulfid, Bis(2-triethoxysilylethyl)tetrasulfid, Bis(3-trimethoxysilylpropyl)tetrasulfid, Bis(2-trimethoxysilylethyl)tetrasulfid, Bis(3-triethoxysilylpropyl)trisulfid, Bis(3-trimethoxysilylpropyl)trisulfid, Bis(3-triethoxysilylpropyl)disulfid, Bis(3-trimethoxysilylpropyl)disulfid, 3-Trimethoxysilylpropyl-N,N-dimethylthiocarbamoyltetrasulfid, 3-Triethoxysilylpropyl-N,N-dimethylthiocarbamoyltetrasulfid, 2-Triethoxysilylethyl-N,N-dimethylthiocarbamoyltetrasulfid, 2-Trimethoxysilylethyl-N,N-dimethylthiocarbamaoyltetrasulfid, 3-Trimethoxysilylpropylbenzothiazolyltetrasulfid, 3-Triethoxysilylpropylbenzothiazoltetrasulfid, 3-Triethoxysilylpropylmethacrylatmonosulfid und 3-Trimethoxysilylpropylmethacrylatmonosulfid.
  • Beispiele für Silankupplungsmittel vom Mercapto-Typ sind 3-Mercaptopropyltrimethoxysilan, 3-Mercaptopropyltriethoxysilan, 2-Mercaptoethyltrimethoxysilan und 2-Mercaptoethyltriethoxysilan.
  • Beispiele für Silankupplungsmittel vom Vinyl-Typ sind Vinyltriethoxysilan und Vinyltrimethoxysilan.
  • Beispiele für Silankupplungsmittel vom Amin-Typ sind 3-Aminopropyltriethoxysilan, 3-Aminopropyltrimethoxysilan, 3-(2-Aminoethyl)aminopropyltriethoxysilan und 3-(2-Aminoethyl)aminopropyltrimethoxysilan.
  • Beispiele für Silankupplungsmittel vom Glycidoxy-Typ sind γ-Glycidoxypropyltriethoxysilan, γ-Glycidoxypropyltrimethoxysilan, γ-Glycidoxypropylmethyldiethoxysilan und γ-Glycidoxypropylmethyldimethoxysilan.
  • Beispiele für Silankupplungsmittel vom Nitro-Typ sind 3-Nitropropyltrimethoxysilan und 3-Nitropropyltriethoxysilan.
  • Beispiele für Silankupplungsmittel vom Chlor-Typ sind 3-Chlorpropyltrimethoxysilan, 3-Chlorpropyltriethoxysilan, 2-Chlorethyltrimethoxysilan und 2-Chlorethyltriethoxysilan.
  • Diese Silankupplungsmittel können alleine eingesetzt werden oder zwei oder mehr Arten können zusammen eingesetzt werden.
  • Zu der Kautschukzusammensetzung für einen Reifenwulst gemäß der vorliegenden Erfindung können Öle, wie beispielsweise aromatisches Öl, Paraffinöl, Rizinusöl und Sojaöl, eingemischt werden.
  • Neben der Kautschukkomponente, dem Ruß, dem dünnen plattenartigen natürlichen Mineral, dem Silankupplungsmittel und dem Öl können ferner, falls erforderlich, Additive, welche üblicherweise für die Herstellung von Kautschukzusammensetzungen für Reifen eingesetzt werden, wie beispielsweise Silika, Stearinsäure, Zinkoxid, Antioxidantien, Vulkanisierungsmittel, wie beispielsweise Schwefel, sowie Vulkanisationsbeschleuni ger in der üblichen Menge in die Kautschukzusammensetzung für einen Reifenwulst gemäß der vorliegenden Erfindung eingemischt werden.
  • Als Verfahren zum Herstellen der Kautschukzusammensetzung für einen Reifenwulst gemäß der vorliegenden Erfindung kann das bekannte Verfahren eingesetzt werden und beispielsweise das Verfahren, bei dem die vorgenannten Komponenten unter Verwendung einer Kautschukknetmaschine, wie beispielsweise eines offenen Walzen- oder eines Banbury-Mischers, geknetet werden.
  • Die Kautschukzusammensetzung für einen Reifenwulst gemäß der vorliegenden Erfindung, welche auf die zuvor genannte Weise erhalten wird, weist vorzugsweise ein nach der Vulkanisation bei 25 °C gemessenes Komplexmodul (E*) von wenigstens 8 MPa und besonders bevorzugt von wenigstens 10 MPa auf. Wenn die Kautschukhärte weniger als 8 MPa beträgt, besteht eine dahingehende Tendenz, dass die Steuerungsstabilität schlecht wird.
  • Die Kautschukzusammensetzung für einen Reifenwulst gemäß der vorliegenden Erfindung wird für die Wulstteile eines Reifens eingesetzt. Wulstteile beziehen sich hier auf den Clinch-Kernreiter und auf den Wulstkernreiter.
  • Der Clinch-Kernreiter und der Wulstkernreiter können durch ein Verfahren hergestellt werden, bei dem ein aus der Kautschukzusammensetzung in einer speziellen Form hergestelltes Blatt laminiert wird, oder können durch ein Verfahren hergestellt werden, bei dem die Kautschukzusammensetzung mit einem Extruder extrudiert wird.
  • Der Luftreifen gemäß der vorliegenden Erfindung wird durch das herkömmliche Verfahren unter Verwenden des aus der Kautschukzusammensetzung für einen Reifenwulst gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellten Clinch-Kernreiters oder des aus der Kautschukzusammensetzung für einen Reifenwulst gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellten Wulstkernreiters hergestellt.
  • Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung im Detail anhand der Beispiele erläutert, aber die vorliegende Erfindung ist hierauf nicht beschränkt.
  • BEISPIELE 1 UND 2 UND VERGLEICHSBEISPIELE 1 BIS 3
  • (Materialien)
    • NR: RSS #3
    • BR: BR150B erhältlich von Ube Industries, Ltd
    • Ruß: Seast NH (HAF-Grad, N2SA: 74 m2/g, DBP-Adsorption: 127 ml/100 g), erhältlich von Tokai Carbon Co., Ltd.
    • Sericit: KM-8 (Streckungsverhältnis: 15, durchschnittliche Partikelgröße: 17 μm) erhältlich von Nippon Forum Co., Ltd.
    • Zinkoxid: Zinkoxid erhältlich von Mitsui Mining and Smelting Co., Ltd.
    • Stearinsäure: Tsubaki erhältlich von NOF Corporation
    • Aromatisches Öl: Diana Process AH24 erhältlich von Idemitsu Kosan Co., Ltd.
    • Anitoxidationsmittel: Antigen 6C (N-(1,3-Dimethylbutyl)-N'-phenyl-p-phenylendiamin) erhältlich von Sumitomo Chemical Co., Ltd.
    • Wachs: SUNNOC N erhältlich von Ohuchi Shinko Chemical Industrial Co., Ltd.
    • Schwefel: Pulverförmiger Schwefel erhältlich von Karuizawa Seirensho K.K.
    • Vulkanisationsbeschleuniger: Nocceler NS (TBBS: N-tert-butyl-2-benzothiazolylsulfenamid) erhältlich von Ouchi Shinko Chemical Industrial Co., Ltd.
  • (Herstellungsverfahren)
  • Die Materialien verschieden von Schwefel und dem Vulkanisationsbeschleuniger wurden gemäß der in der Tabelle 1 gezeigten Zusammensetzung unter Verwendung eines Banbury-Mischers für 3 Minuten bei 150 °C geknetet. Der Schwefel und der Vulkanisationsbeschleuniger wurden in die erhaltene Zusammensetzung unter Verwendung einer Wabe für 4 Minuten bei 80 °C eingeknetet, um eine Kautschukzusammensetzung zu erhalten.
  • Unter Verwendung der Kautschukzusammensetzung für den Clinch-Kernreiter und den Wulstkernreiter wurde ein Grünreifen geformt und dann vulkanisiert, um einen Testreifen (Größe: 195/65R15) herzustellen. Mit dem erhaltenen Reifen wurden die nachfolgenden Tests durchgeführt.
  • (Testverfahren)
  • <Mooney-Viskosität>
  • Die Mooney-Viskosität der unvulkanisierten Zusammensetzung wurde gemäß der JIS K6300 bei 130 °C gemessen. Die gemessenen Ergebnisse sind als ein Index bezogen auf das Vergleichsbeispiel 1 als 100 (Standard) dargestellt. Je größer der Index ist, desto besser ist die Verarbeitbarkeit.
  • <Komplexmodul (E*)>
  • Das E* (MPa) wurde bei einer Temperatur von 70 °C, bei einer anfänglichen Belastung von 10 %, bei einer dynamischen Belastung von 2 % und bei einer Frequenz von 10 Hz unter Verwendung eines von Iwamoto Corporation hergestellten Viskoelastometers gemessen.
  • <Rollwiderstand>
  • Unter Verwendung eines Rollwiderstandstestgeräts wurde der Rollwiderstand gemessen, wobei der Probenreifen unter den Bedingungen einer 15 × 6 JJ-Felge, einem inneren Druck von 230 kPa, einer Last von 3,43 kN und einer Geschwindigkeit von 80 km/Std. gefahren wurde. Die Testergebnisse sind als ein Index bezogen auf das Vergleichsbeispiel 1 als 100 (Standard) dargestellt. Je größer der Index ist, desto niedriger ist der Rollwiderstand und desto besser ist die Treibstoffeffizienz.
  • <Steuerungsstabilität>
  • Der Probenreifen wurde auf alle Räder eines Kraftfahrzeugs (japanisch FF 2000 cm3) montiert und die Steuerungsstabilität wurde durch sensorische Evaluierung durch den Fahrer bestimmt. Die Evaluierung wurde auf einer Skala von 1 bis 10 relativ zu dem Vergleichsbeispiel 1, welches als 6 (Standard) bewertet wurde, durchgeführt. Je größer der bewertete Wert, desto besser ist die Steuerungsstabilität.
  • (Testergebnisse)
  • Die Ergebnisse sind in der Tabelle 1 dargestellt. TABELLE 1
    Bsp. VBSp.
    1 2 1 2 3
    Zusammensetzung (Gewichtsteile)
    NR 80 80 80 80 80
    BR 20 20 20 20 20
    Ruß 60 55 70 80 60
    Sericit 20 35
    Stearinsäure 2 2 2 2 2
    Zinkoxid 4 4 4 4 4
    Antioxidationsmittel 2 2 2 2 2
    Aromatisches Öl 5 5 5 5 5
    Schwefel 1,5 1,5 1,5 1,5 1,5
    Vulkanisationsbeschleuniger 3 3 3 3 3
    Evaluierungsergebnisse
    Mooney-Viskosität 106 112 100 79 107
    E* (MPa) 10 16 7 14 6
    Rollwiderstand 101 103 100 95 104
    Steuerungsstabilität 6 6,5 6 6,5 5,5
  • Im Vergleich zu dem Vergleichsbeispiel 1 ist die Kautschukhärte in dem Vergleichsbeispiel 2, bei dem die Menge an Ruß erhöht war, erhöht und ist die Steuerungsstabilität verbessert, aber die Verarbeitbarkeit ist verringert und der Treibstoffverbrauch ist erhöht. In dem Vergleichsbeispiel 3, bei dem die Menge an Ruß verringert war, war die Verarbeitbarkeit verbessert und war die Treibstoffeffizienz exzellent, aber war die Steuerungsstabilität verringert, weil sich die Kautschukhärte verringerte.
  • Andererseits war die Kautschukhärte in den Beispielen 1 und 2, in denen Sericit zugefügt worden ist, erhöht, die Steuerungsstabilität verbessert und waren auch die Verarbeitbarkeit sowie die Treibstoffeffizienz exzellent.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung kann ein Luftreifen erhalten werden, welcher sich durch eine exzellente Verarbeitbarkeit sowie durch eine verbesserte Ausgewogenheit in seiner Treibstoffeffizienz und in seiner Steuerungsstabilität auszeichnet, während die Kautschukhärte beibehalten wird.

Claims (1)

  1. Luftreifen mit einem Clinch-Kernreiter oder mit einem Wulstkernreiter enthaltend eine Gummizusammensetzung für den Reifenwulst enthaltend, bezogen auf (A) 100 Gewichtsteile einer Kautschukkomponente, (B) 10 bis 100 Gewichtsteile Ruß mit einer durch Stickstoffadsorption gemessenen spezifischen Oberfläche zwischen 30 und 100 m2/g und mit einer Dibutylphthalatadsorption zwischen 40 und 200 ml/100 g sowie (C) 5 bis 120 Gewichtsteile wenigstens eines Glimmers ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Kaolinit, Sericit, Phlogopit und Muskovit mit einem Streckungsverhältnis zwischen 3 und 30 und mit einer durchschnittlichen Partikelgröße zwischen 2 und 30 μm.
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