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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Gummizusammensetzung
für einen
Wulst und auf einen Luftreifen.
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In
den letzten Jahren sind die Anforderungen bezüglich der Treibstoffeffizienz
angestiegen und es werden Reifen mit geringen Wärme erzeugenden Eigenschaften
gewünscht.
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Als
ein Verfahren zum Verringern der Wärmeerzeugung gibt es ein Verfahren,
bei dem die Menge an Ruß verringert
wird, und ein Verfahren, bei dem Ruß mit einer großen Partikelgröße verwendet
wird. Bei solchen Verfahren nimmt allerdings die Härte des
Kautschuks ab und als ein Ergebnis hiervon besteht das Problem,
dass sich die Steifigkeit des Reifens verschlechtert.
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Die
Steifigkeit des Wulstes ist insbesondere mit der Steuerungsleistung
verbunden und extrem wichtig. Daher muss für den Wulst im Vergleich zu
anderen Teilen des Reifens Gummi bzw. Kautschuk mit einer extrem hohen
Härte eingesetzt
werden. Folglich sind die zuvor genannten Verfahren für den Kautschuk
des Wulstes ungeeignet und die Steuerungsstabilität ist beträchtlich
verringert.
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Um
eine hohe Härte
zu erhalten, kann andererseits die Verwendung von Öl unterbleiben,
aber in solch einem Fall erhöht
sich die Viskosität
der Verbindung und wird in dem Verfahren zu einer Last. Eine hohe
Härte kann
auch durch die Zugabe eines duroplastischen Harzes erhalten werden,
aber es besteht hier das Problem, dass die Wärmeerzeugung groß wird.
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Es
ist bereits ein Verfahren bekannt (siehe
JP-A-2004-27003 ), bei dem
ein Kautschuk, welcher Ruß und
ein dünnes,
plattenartiges natürliches
Mineral, wie beispielsweise Sericit, enthält, in der Kautschukkomponente
für die
Reifenlauffläche
verwendet wird, um die Ozonbeständigkeit
und die Leistungsfähigkeit
auf Eis zu verbessern, sowie in der Kautschukkomponente für die Seitenwand
eines Reifens verwendet wird, um eine niedrige Luftdurchlässigkeit
zu erreichen. Allerdings ist kein Verfahren bekannt, bei dem solch
ein Kautschuk für
den Wulst verwendet wird, um die Ausgewogenheit der Treibstoffeffizienz
und der Steuerungsstabilität
zu verbessern.
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In
der
EP 1 195 402 A1 wird
eine Kautschukzusammensetzung für
einen Innerliner eines Luftreifens offenbart, welche eine Kautschukkomponente
und ein geschichtetes oder plattenartiges Mineral mit einem Streckungsverhältnis von
3 oder mehr und weniger als 30 enthält.
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Die
EP 0 588 154 A2 offenbart
eine vibrationsbeständige
Kautschukzusammensetzung, welche ein elastisches Kautschukmaterial
sowie einen Mikrofeststoff mit einer maximalen Ausdehnung zwischen
1 und 1000 μm,
welcher in dem elastischen Kautschukmaterial dispergiert und eingetaucht
ist, enthält.
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Die
WO 01/16221 A1 beschreibt
eine verstärkte
Kautschukzusammensetzung, welche einen hochviskosen Kernreiterkautschuk
sowie große
Partikel aus Ruß mit
einer Iodzahl von ungefähr
40 oder weniger und einer DBP-Adsorption von ungefähr 65 oder
weniger, enthält.
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In
der
EP 0 875 532 A1 wird
ein fein verteilter Kautschuk verstärkender Ton offenbart, welcher
in Reifenkernreitern eingesetzt werden kann.
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Kautschukzusammensetzung
für einen Clinch-Kernreiter
oder einen Wulstkernreiter bereitzustellen, welche eine exzellente
Verarbeitbarkeit aufweist und welche die Wärmeerzeugung verringern kann,
während
diese eine gute Kautschukhärte
beibehält,
sowie einen Luftreifen mit einer verbesserten Ausgewogenheit bezüglich der
Treibstoffeffizienz und der Steuerungsstabilität bereitzustellen.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Luftreifen mit einem Clinch-Kernreiter
oder mit einem Wulstkernreiter enthaltend eine Gummizusammensetzung
für einen
Reifenwulst, welche bezogen auf (A) 100 Gewichtsteile der Kautschukkomponente,
(B) 10 bis 100 Gewichtsteile Ruß mit
einer durch Stickstoffadsorption gemessenen spezifischen Oberfläche zwischen
30 und 100 m2/g und mit einer Dibutylphthalatadsorption
zwischen 40 und 200 ml/100 g sowie (C) 5 bis 120 Gewichtsteile wenigstens
eines Glimmers ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus Kaolinit, Sericit, Phlogopit und Muskovit
mit einem Streckungsverhältnis
zwischen 3 und 30 und mit einer durchschnittlichen Partikelgröße zwischen
2 und 30 μm
enthält.
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Die
Gummi- bzw. Kautschukzusammensetzung für den Wulst gemäß der vorliegenden
Erfindung enthält
eine Kautschukkomponente, Ruß und
als dünnes
plattenartiges natürliches
Mineral wenigstens einen Glimmer ausgewählt aus der Gruppe bestehend
aus Kaolinit, Sericit, Phlogopit und Muskovit.
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Beispiele
für die
Kautschukkomponente sind Dienkautschuke, wie beispielsweise Naturkautschuk (NR),
synthetischer Isoprenkautschuk (IR), Butadienkautschuk (BR), Styrolbutadienkautschuk
(SBR), Acrylnitril- Butadien-Copolymer-Kautschuk
(NBR), Chloroprenkautschuk (CR), Butylkautschuk (IIR) und Styrolisoprenbutadienkautschuk
(SIBR). Diese Dienkautschuke können
alleine eingesetzt werden oder zwei oder mehrere Arten können zusammen
eingesetzt werden.
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Im
Hinblick auf das Aufweisen von niedrigen Wärme erzeugenden Eigenschaften
sind Naturkautschuk (NR) und/oder Isoprenkautschuk (IR) für die Kautschukkomponente
bevorzugt. Ferner beträgt
die Gesamtmenge an NR und/oder an IR in der Kautschukkomponente
vorzugsweise wenigstens 20 Gew.-% und besonders bevorzugt wenigstens
30 Gew.-%. Wenn die Gesamtmenge weniger als 20 Gew.-% beträgt, besteht
eine dahingehende Tendenz, dass die Bruchdehnung schlecht ist.
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Die
durch Stickstoffadsorption gemessene spezifische Oberfläche (N2SA) des Rußes beträgt wenigstens 30 m2/g
und vorzugsweise wenigstens 40 m2/g. Wenn
die N2SA des Rußes weniger als 30 m2/g beträgt, sind
die Verstärkungseigenschaften
und die Abrasionsbeständigkeit
unzureichend. Ferner beträgt
die N2SA des Rußes maximal 100 m2/g
und vorzugsweise maximal 90 m2/g. Wenn die
N2SA des Rußes mehr als 100 m2/g
beträgt,
wird die Dispergierbarkeit schlecht und werden die Wärme erzeugenden
Eigenschaften hoch. Beispiele für
den Ruß sind
HAF und FEF, diese sind jedoch nicht besonders beschränkt.
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Die
Dibutylphthalat (DBP)-Adsorption des Rußes beträgt wenigstens 40 ml/100 g,
vorzugsweise wenigstens 50 ml/100 g und besonders bevorzugt wenigstens
80 ml/100 g. Ferner beträgt
die DBP-Adsorption maximal 200 ml/100 g, vorzugsweise maximal 180
ml/100 g und besonders bevorzugt 160 ml/100 g. Wenn die DBP-Adsorption
innerhalb dieses Bereiches liegt, sind die mechanischen Eigenschaften
und die Abrasionsbeständigkeit
exzellent.
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Die
Menge an Ruß beträgt, bezogen
auf 100 Gewichtsteile der Kautschukkomponente, wenigstens 10 Gewichtsteile,
vorzugsweise wenigstens 20 Gewichtsteile und besonders bevorzugt
wenigstens 30 Gewichtsteile. Wenn die Menge an Ruß weniger
als 10 Gewichtsteile beträgt,
sind die Verstärkungseigenschaften
unzureichend und ist die Kautschukfestigkeit unzureichend. Ferner
beträgt
die Menge an Ruß maximal
100 Gewichtsteile, vorzugsweise maximal 90 Gewichtsteile und besonders
bevorzugt maximal 85 Gewichtsteile. Wenn die Menge an Ruß mehr als
100 Gewichtsteile beträgt,
besteht eine dahingehende Tendenz, dass die Wärmeerzeugung groß wird.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung enthält
die Kautschukzusammensetzung als dünnes plattenartiges natürliches
Mineral wenigstens einen Glimmer, nämlich Kaolinit, Sericit, Phlogopit
und/oder Muskovit. Von diesen ist im Hinblick auf eine exzellente
Ausgewogenheit der Härte
und der niedrigen Wärme
erzeugenden Eigenschaften Sericit bevorzugt.
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Das
Streckungsverhältnis
(Aspektverhältnis)
(Verhältnis
des maximalen Durchmessers zu der Dicke) des dünnen plattenartigen natürlichen
Minerals beträgt
wenigstens 3, vorzugsweise wenigstens 5 und besonders bevorzugt
wenigstens 10. Wenn das Streckungsverhältnis des dünnen plattenartigen natürlichen
Minerals weniger als 3 beträgt,
kann eine ausreichende Härte
nicht erreicht werden. Ferner beträgt das Streckungsverhältnis des
dünnen
plattenartigen natürlichen
Minerals maximal 30 und vorzugsweise maximal 20. Wenn das Streckungsverhältnis größer als
30 ist, nehmen die Dispergierbarkeit in dem Kautschuk und die Bruchfestigkeit ab.
Das Streckungsverhältnis
wird durch Messen der Hauptachse und der kleineren Achse von 50
zufälligen, durch
einen Elektronenmikroskop beobachteten Partikeln des dünnen plattenartigen
natürlichen
Mine rals und durch Berechnen von a/b aus der durchschnittlichen
Hauptachse a und der durchschnittlichen kleineren Achse b erhalten.
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Die
durchschnittliche Partikelgröße des dünnen plattenartigen
natürlichen
Minerals beträgt
wenigstens 2 μm,
vorzugsweise wenigstens 5 μm
und besonders bevorzugt wenigstens 10 μm. Wenn die durchschnittliche Partikelgröße weniger
als 2 μm
beträgt,
sind die Kosten für
die Pulverisierung hoch und es kann keine ausreichende Kautschukhärte erreicht
werden. Ferner beträgt
die durchschnittliche Partikelgröße des dünnen plattenartigen
natürlichen
Minerals maximal 30 μm
und bevorzugt maximal 20 μm.
Wenn die durchschnittliche Partikelgröße mehr als 30 μm beträgt, wird
das dünne
plattenartige natürliche
Mineral eine Stelle für
Zerstörung und
die Biegeermüdungsbeständigkeit
nimmt ab. In diesem Zusammenhang bezieht sich die durchschnittliche Partikelgröße auf den
Durchschnittswert der Hauptachse des dünnen plattenartigen natürlichen
Minerals.
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Die
Menge des dünnen
plattenartigen natürlichen
Minerals beträgt
wenigstens 5 Gewichtsteile, bevorzugt wenigstens 10 Gewichtsteile
und besonders bevorzugt wenigstens 15 Gewichtsteile bezogen auf
100 Gewichtsteile der Kautschukkomponente. Wenn die Menge weniger
als 5 Gewichtsteile beträgt,
können
die Effekte der Zugabe des dünnen
plattenartigen natürlichen
Minerals nicht ausreichend erhalten werden. Ferner beträgt die Menge
des dünnen
plattenartigen natürlichen
Minerals maximal 120 Gewichtsteile, vorzugsweise maximal 80 Gewichtsteile
und besonders bevorzugt maximal 60 Gewichtsteile. Wenn die Menge
des dünnen plattenartigen
natürlichen
Minerals mehr als 120 Gewichtsteile beträgt, wird die Dispergierung
des dünnen plattenartigen
natürlichen
Minerals in dem Kautschuk schwierig und wird ebenfalls die Wärmeerzeugung
groß.
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Ferner
kann in die Kautschukzusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung,
falls erforderlich, ein Silankupplungsmittel eingemischt werden.
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Das
Silankupplungsmittel ist nicht besonders beschränkt und es werden Silankupplungsmittel
vom Sulfid-Typ, vom Mercapto-Typ, vom Vinyl-Typ, vom Amin-Typ, vom
Glycidoxy-Typ, vom Nitro-Typ und vom Chlor-Typ eingesetzt.
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Spezifische
Beispiele für
Silankupplungsmittel vom Sulfid-Typ sind Bis(3-triethoxysilylpropyl)tetrasulfid,
Bis(2-triethoxysilylethyl)tetrasulfid, Bis(3-trimethoxysilylpropyl)tetrasulfid,
Bis(2-trimethoxysilylethyl)tetrasulfid, Bis(3-triethoxysilylpropyl)trisulfid,
Bis(3-trimethoxysilylpropyl)trisulfid, Bis(3-triethoxysilylpropyl)disulfid, Bis(3-trimethoxysilylpropyl)disulfid,
3-Trimethoxysilylpropyl-N,N-dimethylthiocarbamoyltetrasulfid, 3-Triethoxysilylpropyl-N,N-dimethylthiocarbamoyltetrasulfid,
2-Triethoxysilylethyl-N,N-dimethylthiocarbamoyltetrasulfid, 2-Trimethoxysilylethyl-N,N-dimethylthiocarbamaoyltetrasulfid,
3-Trimethoxysilylpropylbenzothiazolyltetrasulfid, 3-Triethoxysilylpropylbenzothiazoltetrasulfid,
3-Triethoxysilylpropylmethacrylatmonosulfid und 3-Trimethoxysilylpropylmethacrylatmonosulfid.
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Beispiele
für Silankupplungsmittel
vom Mercapto-Typ sind 3-Mercaptopropyltrimethoxysilan, 3-Mercaptopropyltriethoxysilan,
2-Mercaptoethyltrimethoxysilan und 2-Mercaptoethyltriethoxysilan.
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Beispiele
für Silankupplungsmittel
vom Vinyl-Typ sind Vinyltriethoxysilan und Vinyltrimethoxysilan.
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Beispiele
für Silankupplungsmittel
vom Amin-Typ sind 3-Aminopropyltriethoxysilan, 3-Aminopropyltrimethoxysilan,
3-(2-Aminoethyl)aminopropyltriethoxysilan und 3-(2-Aminoethyl)aminopropyltrimethoxysilan.
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Beispiele
für Silankupplungsmittel
vom Glycidoxy-Typ sind γ-Glycidoxypropyltriethoxysilan, γ-Glycidoxypropyltrimethoxysilan, γ-Glycidoxypropylmethyldiethoxysilan
und γ-Glycidoxypropylmethyldimethoxysilan.
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Beispiele
für Silankupplungsmittel
vom Nitro-Typ sind 3-Nitropropyltrimethoxysilan und 3-Nitropropyltriethoxysilan.
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Beispiele
für Silankupplungsmittel
vom Chlor-Typ sind 3-Chlorpropyltrimethoxysilan, 3-Chlorpropyltriethoxysilan,
2-Chlorethyltrimethoxysilan und 2-Chlorethyltriethoxysilan.
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Diese
Silankupplungsmittel können
alleine eingesetzt werden oder zwei oder mehr Arten können zusammen
eingesetzt werden.
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Zu
der Kautschukzusammensetzung für
einen Reifenwulst gemäß der vorliegenden
Erfindung können Öle, wie
beispielsweise aromatisches Öl,
Paraffinöl,
Rizinusöl
und Sojaöl,
eingemischt werden.
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Neben
der Kautschukkomponente, dem Ruß,
dem dünnen
plattenartigen natürlichen
Mineral, dem Silankupplungsmittel und dem Öl können ferner, falls erforderlich,
Additive, welche üblicherweise
für die
Herstellung von Kautschukzusammensetzungen für Reifen eingesetzt werden,
wie beispielsweise Silika, Stearinsäure, Zinkoxid, Antioxidantien,
Vulkanisierungsmittel, wie beispielsweise Schwefel, sowie Vulkanisationsbeschleuni ger
in der üblichen
Menge in die Kautschukzusammensetzung für einen Reifenwulst gemäß der vorliegenden
Erfindung eingemischt werden.
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Als
Verfahren zum Herstellen der Kautschukzusammensetzung für einen
Reifenwulst gemäß der vorliegenden
Erfindung kann das bekannte Verfahren eingesetzt werden und beispielsweise
das Verfahren, bei dem die vorgenannten Komponenten unter Verwendung
einer Kautschukknetmaschine, wie beispielsweise eines offenen Walzen-
oder eines Banbury-Mischers,
geknetet werden.
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Die
Kautschukzusammensetzung für
einen Reifenwulst gemäß der vorliegenden
Erfindung, welche auf die zuvor genannte Weise erhalten wird, weist
vorzugsweise ein nach der Vulkanisation bei 25 °C gemessenes Komplexmodul (E*)
von wenigstens 8 MPa und besonders bevorzugt von wenigstens 10 MPa
auf. Wenn die Kautschukhärte
weniger als 8 MPa beträgt,
besteht eine dahingehende Tendenz, dass die Steuerungsstabilität schlecht
wird.
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Die
Kautschukzusammensetzung für
einen Reifenwulst gemäß der vorliegenden
Erfindung wird für
die Wulstteile eines Reifens eingesetzt. Wulstteile beziehen sich
hier auf den Clinch-Kernreiter und auf den Wulstkernreiter.
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Der
Clinch-Kernreiter und der Wulstkernreiter können durch ein Verfahren hergestellt
werden, bei dem ein aus der Kautschukzusammensetzung in einer speziellen
Form hergestelltes Blatt laminiert wird, oder können durch ein Verfahren hergestellt
werden, bei dem die Kautschukzusammensetzung mit einem Extruder
extrudiert wird.
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Der
Luftreifen gemäß der vorliegenden
Erfindung wird durch das herkömmliche
Verfahren unter Verwenden des aus der Kautschukzusammensetzung für einen
Reifenwulst gemäß der vorliegenden
Erfindung hergestellten Clinch-Kernreiters oder des aus der Kautschukzusammensetzung
für einen
Reifenwulst gemäß der vorliegenden
Erfindung hergestellten Wulstkernreiters hergestellt.
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Nachfolgend
wird die vorliegende Erfindung im Detail anhand der Beispiele erläutert, aber
die vorliegende Erfindung ist hierauf nicht beschränkt.
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BEISPIELE 1 UND 2 UND VERGLEICHSBEISPIELE
1 BIS 3
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(Materialien)
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- NR: RSS #3
- BR: BR150B erhältlich
von Ube Industries, Ltd
- Ruß:
Seast NH (HAF-Grad, N2SA: 74 m2/g,
DBP-Adsorption: 127 ml/100 g), erhältlich von Tokai Carbon Co., Ltd.
- Sericit: KM-8 (Streckungsverhältnis: 15, durchschnittliche
Partikelgröße: 17 μm) erhältlich von
Nippon Forum Co., Ltd.
- Zinkoxid: Zinkoxid erhältlich
von Mitsui Mining and Smelting Co., Ltd.
- Stearinsäure:
Tsubaki erhältlich
von NOF Corporation
- Aromatisches Öl:
Diana Process AH24 erhältlich
von Idemitsu Kosan Co., Ltd.
- Anitoxidationsmittel: Antigen 6C (N-(1,3-Dimethylbutyl)-N'-phenyl-p-phenylendiamin) erhältlich von
Sumitomo Chemical Co., Ltd.
- Wachs: SUNNOC N erhältlich
von Ohuchi Shinko Chemical Industrial Co., Ltd.
- Schwefel: Pulverförmiger
Schwefel erhältlich
von Karuizawa Seirensho K.K.
- Vulkanisationsbeschleuniger: Nocceler NS (TBBS: N-tert-butyl-2-benzothiazolylsulfenamid)
erhältlich
von Ouchi Shinko Chemical Industrial Co., Ltd.
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(Herstellungsverfahren)
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Die
Materialien verschieden von Schwefel und dem Vulkanisationsbeschleuniger
wurden gemäß der in
der Tabelle 1 gezeigten Zusammensetzung unter Verwendung eines Banbury-Mischers
für 3 Minuten
bei 150 °C
geknetet. Der Schwefel und der Vulkanisationsbeschleuniger wurden
in die erhaltene Zusammensetzung unter Verwendung einer Wabe für 4 Minuten
bei 80 °C
eingeknetet, um eine Kautschukzusammensetzung zu erhalten.
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Unter
Verwendung der Kautschukzusammensetzung für den Clinch-Kernreiter und den
Wulstkernreiter wurde ein Grünreifen
geformt und dann vulkanisiert, um einen Testreifen (Größe: 195/65R15)
herzustellen. Mit dem erhaltenen Reifen wurden die nachfolgenden
Tests durchgeführt.
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(Testverfahren)
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<Mooney-Viskosität>
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Die
Mooney-Viskosität
der unvulkanisierten Zusammensetzung wurde gemäß der JIS K6300 bei 130 °C gemessen.
Die gemessenen Ergebnisse sind als ein Index bezogen auf das Vergleichsbeispiel
1 als 100 (Standard) dargestellt. Je größer der Index ist, desto besser
ist die Verarbeitbarkeit.
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<Komplexmodul
(E*)>
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Das
E* (MPa) wurde bei einer Temperatur von 70 °C, bei einer anfänglichen
Belastung von 10 %, bei einer dynamischen Belastung von 2 % und
bei einer Frequenz von 10 Hz unter Verwendung eines von Iwamoto Corporation
hergestellten Viskoelastometers gemessen.
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<Rollwiderstand>
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Unter
Verwendung eines Rollwiderstandstestgeräts wurde der Rollwiderstand
gemessen, wobei der Probenreifen unter den Bedingungen einer 15 × 6 JJ-Felge,
einem inneren Druck von 230 kPa, einer Last von 3,43 kN und einer
Geschwindigkeit von 80 km/Std. gefahren wurde. Die Testergebnisse
sind als ein Index bezogen auf das Vergleichsbeispiel 1 als 100
(Standard) dargestellt. Je größer der
Index ist, desto niedriger ist der Rollwiderstand und desto besser
ist die Treibstoffeffizienz.
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<Steuerungsstabilität>
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Der
Probenreifen wurde auf alle Räder
eines Kraftfahrzeugs (japanisch FF 2000 cm3)
montiert und die Steuerungsstabilität wurde durch sensorische Evaluierung
durch den Fahrer bestimmt. Die Evaluierung wurde auf einer Skala
von 1 bis 10 relativ zu dem Vergleichsbeispiel 1, welches als 6
(Standard) bewertet wurde, durchgeführt. Je größer der bewertete Wert, desto
besser ist die Steuerungsstabilität.
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(Testergebnisse)
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Die
Ergebnisse sind in der Tabelle 1 dargestellt. TABELLE 1
| | Bsp. | VBSp. |
| 1 | 2 | 1 | 2 | 3 |
| Zusammensetzung
(Gewichtsteile) | | | | | |
| NR | 80 | 80 | 80 | 80 | 80 |
| BR | 20 | 20 | 20 | 20 | 20 |
| Ruß | 60 | 55 | 70 | 80 | 60 |
| Sericit | 20 | 35 | – | – | – |
| Stearinsäure | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 |
| Zinkoxid | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 |
| Antioxidationsmittel | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 |
| Aromatisches Öl | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 |
| Schwefel | 1,5 | 1,5 | 1,5 | 1,5 | 1,5 |
| Vulkanisationsbeschleuniger | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 |
| Evaluierungsergebnisse | | | | | |
| Mooney-Viskosität | 106 | 112 | 100 | 79 | 107 |
| E*
(MPa) | 10 | 16 | 7 | 14 | 6 |
| Rollwiderstand | 101 | 103 | 100 | 95 | 104 |
| Steuerungsstabilität | 6 | 6,5 | 6 | 6,5 | 5,5 |
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Im
Vergleich zu dem Vergleichsbeispiel 1 ist die Kautschukhärte in dem
Vergleichsbeispiel 2, bei dem die Menge an Ruß erhöht war, erhöht und ist die Steuerungsstabilität verbessert,
aber die Verarbeitbarkeit ist verringert und der Treibstoffverbrauch
ist erhöht.
In dem Vergleichsbeispiel 3, bei dem die Menge an Ruß verringert
war, war die Verarbeitbarkeit verbessert und war die Treibstoffeffizienz
exzellent, aber war die Steuerungsstabilität verringert, weil sich die
Kautschukhärte
verringerte.
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Andererseits
war die Kautschukhärte
in den Beispielen 1 und 2, in denen Sericit zugefügt worden
ist, erhöht,
die Steuerungsstabilität
verbessert und waren auch die Verarbeitbarkeit sowie die Treibstoffeffizienz exzellent.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung kann ein Luftreifen erhalten werden, welcher sich durch
eine exzellente Verarbeitbarkeit sowie durch eine verbesserte Ausgewogenheit
in seiner Treibstoffeffizienz und in seiner Steuerungsstabilität auszeichnet,
während
die Kautschukhärte
beibehalten wird.