DE602005001684T2 - Verfahren zur Wiederverwertung von nicht verarbeiteten Fasern in einer Karde und Karde ausgerüstet mit Mitteln zur Durchführung dieses Verfahrens - Google Patents
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Description
- Technisches Gebiet
- Die vorliegende Erfindung betrifft das Textilwesen und hat eine neuartige Lösung zur Wiederverwertung von nicht verarbeiteten Fasern in einer Karde zum Gegenstand. Die Erfindung findet bevorzugt bei der Wiederverwertung von nicht verarbeiteten Fasern in einer Karde Anwendung, die mit einer bzw. mehreren Rollenkardiergruppen ausgestattet ist.
- Stand der Technik
- Eine Karde enthält gewöhnlich zumindest eine drehbare Kardierwalze, geläufig auch als Hauptzylinder oder Haupttrommel bezeichnet, an deren Umfang Kardierglieder gelagert sind. Im Betrieb werden die am Umfang der Kardierwalze transportierten Fasern durch kombinierte Vorgänge der Kardierglieder und des Umfangsbeschlags der Kardierwalze verarbeitet (Kardieren der Fasern).
- Es bestehen verschiedene Arten von Kardiergliedern, von denen die wichtigsten sind: Rollenkardiergruppen, Kardierbänder, feste Kardierglieder vom Typ Kardierplatten.
- Eine Rollenkardiergruppe enthält im allgemeinen eine geläufig mit "Arbeitswalze" bezeichnete Walze, der eine "Abstreifwalze", zuweilen auch mit "Reinigungswalze" bezeichnet, zugeordnet ist. In der Praxis ist eine Kardierwalze an ihrem Umfang mit mehreren aufeinanderfolgenden Rollenkardiergruppen ausgestattet. Die Rollenkardiergruppen finden sehr verbreitet bei Karden Anwendung, welche die Herstellung von Nonwoven-Faservlies ermöglichen.
- Ein Kardierband enthält ein Förderband, das in der Nähe der Kardierwalze montiert ist und sich über einen Teil seiner Erstreckung an die Krümmung der Kardierwalze teilweise anschmiegt. Dieses Band ist mit Kardierbeschlägen ausgestattet, die mit dem Umfangsbeschlag der Kardierwalze zusammenwirken können. Diese Art von Kardierglied findet im Wesentlichen bei Karden für Baumwolle Anwendung.
- Die festen Kardierglieder liegen beispielsweise in Form einer festen Auskleidung (gewöhnlich auch "Kardierplatte" genannt) vor, die eine Mehrzahl von festen Kardierpunkten am Umfang der Kardierwalze enthält.
- In herkömmlicher Weise wird bei einem gewöhnlichen Kardenaufbau bei jeder Drehung der Kardierwalze ein mehr oder weniger geringer Teil von Fasern am Umfang der Kardierwalze an einem den Kardiergliedern nachgelagerten Punkt von einer oder mehreren dem Kardierzylinder nachgelagerten Walzen übernommen, während der restliche Teil der Fasern am Umfang der Kardierwalze von dieser Kardierwalze zu den Kardiergliedern hin wiederverwertet wird.
- Bei dem einfachsten Aufbau enthält die Karde eine einzige Kardierwalze. Bei aufwendigeren Aufbauformen kann die Karde mehrere aufeinanderfolgende Kardierwalzen enthalten, wobei jede Kardierwalze an ihrem Umfang mit Kardiergliedern zum Verarbeiten der Fasern ausgestattet ist.
- Bei mit einer oder mehreren Rollenkardiergruppen ausgestatteten Karden ist im Betrieb ein Auswerfen von Fasern an den Kardiergruppen zu beobachten. Diese herumfliegenden Fasern stauen sich in unkontrollierter Weise in Form von Fasernissen an, die nicht richtig verarbeitet werden und den Betrieb der Karde stören, insbesondere indem sie das Textilgut, beispielsweise das Faservlies, das am Kardenausgang erzeugt wird, verunreinigen. Dieser Faserauswurf und insbesondere die Menge an ausgeworfenen und nicht verarbeiteten herumfliegenden Fasern hängt mit mehreren Parametern zusammen, darunter: Verhakungsvermögen des Kardenbeschlags der Kardierwalze (wobei dieses Verhakungsvermögen ferner je nach Verschleiß des Beschlags zeitlich veränderlich ist), Kräuselung der Fasern, Reibkoeffizient Faser/Faser und Faser/Metall, Drehgeschwindigkeit der Rollen der Kardiergruppe.
- Somit liegt ein Interesse darin, eine technische Lösung zu finden, mit der die Nachteile eingegrenzt, vorzugsweise behoben werden können, die sich aus dem Auswurf von herumfliegenden Fasern an den Rollenkardiergruppen einer Karde ergeben.
- Bei den weiteren vorgenannten Arten von Kardiergliedern (Kardierbänder, Kardierplatten) sind auch im Laufe des Betriebs der Karde vorhandene herumfliegende Fasern zu beobachten. Das Erzeugen von herumfliegenden Fasern ist in diesem Fall deutlich geringer als bei Rollenkardiergruppen, kann jedoch gegebenenfalls ausreichen, um den ordnungsgemäßen Betrieb der Karde zu stören.
- Die
beschreibt eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Wiederverwerten von Textilmaterialien mittels Ansaugen, die von einer Seilereimaschine freigegeben werden.FR 2 300 828 - Aufgabe der Erfindung
- Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung liegt darin, eine neuartige technische Lösung vorzuschlagen, welche den Betrieb einer Karde dahingehend verbessert, dass mit ihr die Nachteile beseitigt werden können, die sich aus dem Vorhandensein von nicht verarbeiteten, herumfliegenden Fasern ergeben, sie aus den Kardiergliedern einer Karde austreten.
- Eine besondere Aufgabe der Erfindung liegt darin, eine neuartige technische Lösung vorzuschlagen, um den Betrieb einer Karde zu verbessern, die mit einer bzw. mehreren Rollenkardiergruppen ausgestattet ist.
- Die vorgenannte Hauptaufgabe wird mit der Erfindung gelöst, die ein Verfahren zum Wiederverwerten von Fasern in einer Karde zum Gegenstand hat, die zumindest eine Kardierwalze und am Umfang der Kardierwalze angebrachte Kardierglieder aufweist.
- Nach einem Merkmal der Erfindung weist die Karde eine Abdeckhaube auf, welche die Kardierglieder abdeckt, wobei ein Wiederverwertungs-Luftstrom erzeugt wird, der unter dieser Abdeckhaube, über den Kardiergliedern und nahe bei diesen so zirkuliert, dass die nicht verarbeiteten Fasern stromaufwärts der Kardierwalze zurückgeführt werden.
- Weiterhin ist Gegenstand der Erfindung eine Karde mit zumindest einer Kardierwalze und am Umfang der Kardierwalze angebrachten Kardiergliedern.
- Nach einem Merkmal der Erfindung enthält die Karde Mittel zur Wiederverwertung der nicht verarbeiteten Fasern, die eine die Kardierglieder abdeckende Abdeckhaube aufweisen und so ausgelegt sind, dass sie einen Luftstrom erzeugen, der unter dieser Abdeckhaube über den Kardiergliedern nahe bei diesen in Richtung stromaufwärts der Kardierwalze zirkuliert.
- Im vorliegenden Text sind die Ausdrücke "stromaufwärts" und "stromabwärts" bezüglich der Verlagerungsrichtung der Fasern in der Karde definiert, d.h. mit anderen Worten bezüglich der Drehrichtung der Kardierwalze bzw. Kardierwalzen der Karde.
- Vorzugsweise, jedoch nicht ausschließlich, findet die Erfindung bei einer Karde Anwendung, deren Kardierglieder eine bzw. mehrere Rollenkardiergruppen aufweisen.
- Kurzbeschreibung der Zeichnungen
- Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich deutlicher beim Lesen der nachfolgenden näheren Beschreibung zweier bevorzugter Ausführungsvarianten der Erfindung, die bei einer Karde für Faservlies Anwendung findet, die mit Rollenkardiergruppen ausgestattet ist, welche Beschreibung sich nur beispielhaft und nicht einschränkend und nicht erschöpfend versteht, und zwar anhand der beigefügten Zeichnungen, worin zeigt:
-
1 eine schematische Darstellung in Seitenansicht einer Vlieskarde gemäß einer ersten Ausführungsvariante, -
2 eine perspektivische Ansicht der Karde aus1 , -
3 eine Draufsicht auf die Karde aus1 , -
4 eine Seitenansicht der Karde in einer Ebene senkrecht zur Ebene aus1 ,
und -
5 eine schematische Darstellung in Seitenansicht einer Vlieskarde gemäß einer zweiten Ausführungsform. - Nähere Beschreibung
- In
1 ist eine Karde mit Doppelauslass zum Herstellen von Vliesstoffen, insbesondere von Vlies auf Basis von Synthetikfasern vom Typ Polypropylen, Polyethylen, usw. und/oder von Naturfasern vom Typ Baumwolle und/oder von Kunstfasern vom Typ Viskose, usw. dargestellt. - Die Karde aus
1 enthält einen Kardeneinlass E, der mit Faserzuführmitteln1 ausgestattet ist, die im dargestellten Beispiel aus einer Mulde1a , einer Zuführwalze1b und einer Reißwalze1c bestehen. In herkömmlicher Weise wird im Betrieb ein Faserflor kontinuierlich am Einlass E der Karde zwischen Mulde1a und Zuführwalze1b eingeführt (über nicht dargestellte Mittel). - Ausgehend von diesem Faserflor führt die Reißwalze
1c Fasern einer ersten drehbaren Kardierwalze2 zu, die geläufiger auch Vortrommel genannt wird und an ihrem Umfang mit einem Kardierbeschlag (in Form von Spitzen oder jeglichem gleichwertigen Mittel) ausgestattet ist, der es dieser ermöglicht, die Fasern vom Umfang der Reißwalze zu übernehmen. In gewöhnlicher Weise sind mehrere Kardiergruppen3 mit aufeinanderfolgenden Rollen am Umfang und am oberen Bereich der Vortrommel2 gelagert. Jede Kardiergruppe3 setzt sich aus einer Reinigungswalze3a und einer Arbeitswalze3b zusammen. Jede Kardiergruppe3 wirkt mit der Vortrommel2 zusammen und hat die Aufgabe, die im Beschlag der Vortrommel2 gefangenen Fasern so zu verarbeiten, dass sie vereinzelt und parallel ausgerichtet werden. Die Kardiergruppen3 könnten auch durch jegliches andere Mittel gleicher Art ersetzt werden, das die gleiche Aufgabe erfüllt. - Der Vortrommel
2 nachgelagert enthält die Karde eine Übertragungswalze4 , geläufig auch "Überführungswalze" genannt, die ermöglicht, sämtliche Fasern am Umfang der Vortrommel2 zu übernehmen und sie zu einer zweiten Kardierwalze5 , geläufig auch "Haupttrommel" genannt, zu überführen. In an sich bekannter Weise ist diese zweite Kardierwalze5 mit einem Kardierbeschlag überzogen und wirkt in vergleichbarer Weise wie die erste Kardierwalze2 mit den Rollenkardiergruppen3 zusammen. - Der zweiten Kardierwalze
5 nachgelagert enthält die Karde zwei Auslässe, einen unteren und einen oberen, wobei jeder Kardenauslass beispielsweise eine Abziehwalze6 , eine Abstreichwalze7 und ein Förderband8 enthält. - Die Einheit aus Walzen und Rollen der Karde wird am Boden von einem Traggestell
9 abgestützt. - Im Betrieb der Karde werden die Fasern verarbeitet und in der Karde am Umfang der Walzen
2 ,4 und5 bis zu den Auslasswalzen6 (Verlagerungsrichtung der verarbeiteten Fasern, mit Pfeil D in1 dargestellt) verlagert. - Bezugnehmend auf
1 und2 ist die Karde mit einem Abdeckmittel10 ausgestattet, das im dargestellten Beispiel eine gekrümmte obere Wand10a und zwei im Wesentlichen flache und senkrecht verlaufende Seitenwände10b enthält. Diese Abdeckung10 kann je nach Fall am Boden von dem Traggestell9 abgestützt werden oder am Boden von Tragmitteln abgestützt werden, die sich vom Traggestell9 unterscheiden. - Bezugnehmend auf
3 und4 ist die Karde auch mit im wesentlichen senkrecht verlaufenden Seitenflanschen12 ausgestattet, die von dem Gestell9 abgestützt werden und beiderseits der Walzen der Karde montiert sind. Diese Seitenflansche12 bilden mit der oberen Wand10a der Abdeckung10 eine obere Abdeckhaube13 , die im unteren Bereich die Kardierwalzen2 und5 der Karde überdeckt, wobei die Rollenkardiergruppen3 vollständig innerhalb dieser Abdeckhaube aufgenommen sind. Der Übersicht halber sind die Seitenflansche12 in1 und2 nicht dargestellt, sondern nur in3 und4 gezeigt. - Bei dem dargestellten Beispiel überdeckt die Abdeckhaube
13 die Karde von ihrem Einlass E (einschließlich der Faserzuführmittel1a ,1b und1c ) bis zu den Auslasswalzen6 . Bei einer weiteren Ausführungsvariante könnte die Abdeckhaube13 im Bereich der letzten Kardiergruppe3 der Karde enden, wobei das Wesentliche darin besteht, dass diese Abdeckhaube13 die Kardiergruppen3 überdeckt, die mit einem Wiederverwertungsluftstrom vor nicht verarbeiteten Fasern geschützt werden sollen. Die Abdeckhaube13 grenzt über den Kardiergruppen3 der Karde einen Schacht13a mit der Breite L (4 ) ein, der im wesentlichen der Länge der Kardierwalzen2 und5 entspricht. Dieser Schacht13a ermöglicht, den Wiederverwertungsluftstrom seitlich im Bereich der Kardierwalzen2 und5 in der Nähe der Kardiergruppen3 zu leiten. - Bezugnehmend auf
1 steht die hintere Seitenfläche10c der Abdeckung10 offen, so dass ein Lufteinlass A unter der Abdeckhaube13 hinter der letzten Kardiergruppe3 der Kardierwalze5 ausgebildet ist. Dieser Lufteinlass A erstreckt sich über die gesamte Breite (1 ) der Abdeckhaube13 (4 ). - Entgegengesetzt dazu ist das vordere Ende
10d der Abdeckung10 mit einem Sauggehäuse11 ausgestattet, das eine Innenluftleitung11a aufweist, die sich im wesentlichen über die gesamte Breite der Karde erstreckt und mit Lufteinlassöffnungen A verbunden ist, die in einer Vorderwand11b des Sauggehäuses11 ausgebildet sind. Die Lufteinlassöffnungen A' münden unter der Abdeckhaube13 aus und sind über die Breite (L) der Abdeckhaube13 verteilt. Bei einer weiteren Variante können sämtliche Einlassöffnungen A' oder ein Teil davon durch einen Längsschlitz oder dergleichen ersetzt sein. - An dem einen seiner beiden Enden enthält das Sauggehäuse
11 eine Abführöffnung A'', die mit der Innenleitung11a verbunden ist und an ein Gebläse (nicht dargestellt) angeschlossen ist. - Im Betrieb der Karde wird das vorgenannte Gebläse eingeschaltet und saugt kontinuierlich Luft unter die Abdeckhaube
13 an, die in das Innere der Innenleitung11a des Sauggehäuses11 über die Einlassöffnungen A' eintritt und über die Abführöffnung A'' in Richtung des Gebläseeinlasses abgeführt wird. Diese Luft wird kontinuierlich durch das Gebläse zur Außenluft außerhalb der Abdeckhaube13 verdrängt. Dieses Ansaugen ruft die Zirkulation eines Luftstroms zum Wiederverwerten der Fasern unter der Abdeckhaube13 und im wesentlichen über die gesamte Länge der Kardierwalzen [Breite (L)] hervor, welcher Luftstrom schematisch in den beigefügten Figuren mit den Pfeilen F dargestellt ist. Dieser Wiederverwertungsluftstrom F zirkuliert zwangsweise und kontinuierlich unter der Abdeckhaube13 in der Nähe der Kardiergruppen3 vom Einlass A der Abdeckhaube13 hinter die Hauptkardierwalze5 bis zum Sauggehäuse11 , das im Bereich des Kardeneinlasses E der Kardierwalze2 vorgelagert angeordnet ist. Dieser Wiederverwertungsluftstrom F ist somit in der Richtung entgegengesetzt zur Verlagerungsrichtung D der verarbeiteten Fasern am Umfang der Kardierwalzen gerichtet. - Im Betrieb der Karde werden nicht verarbeitete, herumfliegende Fasern, die aus den Walzen der Kardiergruppen
3 ausgeworfen werden, von dem Wiederverwertungsluftstrom F unter die Abdeckhaube13 bis zum Einlass E der Karde, der ersten Kardierwalze2 vorgelagert, mitgerissen. Diese Fasern werden dann von den Zuführmitteln1 am Einlass der Karde übernommen und am Umfang der ersten Kardierwalze2 von der Reißwalze1c mit weiteren Fasern aus dem Einlassflor wieder eingeführt. Diese Fasern werden somit vorteilhaft in der Karde wiederverwertet und stören nicht mehr den Betrieb der Karde, im Gegensatz zu einer Karde, die nicht über einen Wiederverwertungsluftstrom F verfügt. - Es obliegt dem Fachmann, die Leistung des Wiederverwertungsluftstroms F zweckmäßig einzustellen, so dass dieser einerseits wirksam genug ist, um nicht verarbeitete Fasern bis zum Kardeneinlass E mitzureißen, jedoch andererseits nicht zu leistungsstark ist, um nicht den Verlauf der mitgerissenen Fasern am Umfang der Kardierwalzen zu beeinträchtigen.
- Bei der besonderen Ausführungsvariante, die soeben beschrieben wurde, ist die Karde mit einem einzigen vorgelagerten Sauggehäuse
11 zum Erzeugen des Wiederverwertungsluftstroms F ausgestattet. Dies versteht sich jedoch nicht als einschränkend für die Erfindung. Bei einer weiteren Ausführungsvariante ist es möglich, mehrere Sauggehäuse vorzusehen und bei der Ausführung der beigefügten1 bis4 ist beispielsweise ein zusätzliches Zwischensauggehäuse der Kardierwalze vorgelagert5 und beispielsweise oberhalb der Kardierwalze2 positioniert. - In
5 ist eine weitere Ausführungsvariante der Erfindung dargestellt, in welcher zum Erzeugen des Wiederverwertungsluftstroms F die Karde neben dem Sauggehäuse11 mit zwei zusätzlichen Sauggehäusen11' und11'' versehen ist, die an der Abdeckhaube13 dem Gehäuse11 nachgelagert montiert sind. Insbesondere ist bei dieser Ausführungsvariante das Sauggehäuse11 in dem Bereich zwischen der Hauptkardierwalze5 und der Vortrommel2 positioniert, wobei das Sauggehäuse11'' der Hauptkardierwalze5 nachgelagert ist. In vergleichbarer Weise wie für das Sauggehäuse11 beschrieben wurde, erstrecken sich die Sauggehäuse11' und11'' in der Richtung senkrecht zur Ebene von5 , vorzugsweise im Wesentlichen über die gesamte Breite der Karde (d.h. die Länge der Walzen der Karde). - Die Ausführung eines Wiederverwertungsluftstroms F nach der Erfindung ist bei Karden besonders interessant, die mit einer bzw. mehreren Rollenkardiergruppen ausgestattet sind, wie etwa die Karde der beigefügten Figuren, da der Auswerfvorgang nicht verarbeiteter Fasern für diese Art von Karde bedeutend ist. Die Erfindung ist jedoch nicht auf diese einzige Art von Karde beschränkt, sondern kann auch bei Karden Anwendung finden, die mit weiteren Arten von Kardiergliedern (fest oder beweglich) ausgestattet sind, bei denen die Menge an nicht verarbeiteten herumfliegenden Fasern zwar geringer ist, jedoch nicht vernachlässigbar.
Claims (9)
- Verfahren zur Wiederverwertung von Fasern in einer Karde, die zumindest eine Kardierwalze (
2 ;5 ) und am Umfang der Kardierwalze angebrachte Kardierglieder (3 ) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Karde eine Abdeckhaube (13 ) aufweist, welche die Kardierglieder (3 ) der Karde abdeckt, und dass ein Wiederverwertungs-Luftstrom (F) erzeugt wird, der unter dieser Abdeckhaube (13 ), über den Kardiergliedern (3 ) und nahe bei diesen so zirkuliert, dass die nicht verarbeiteten Fasern stromaufwärts der Kardierwalze zurückgeführt werden. - Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Wiederverwertungs-Luftstrom (F) durch Ansaugen erzeugt wird.
- Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mittels des Wiederverwertungs-Luftstroms (F) die nicht verarbeiteten Fasern zum Einlass (E) der Karde zurückgeführt werden und diese Fasern am Umfang einer Kardierwalze (
2 ) der Karde wiedereingebracht werden. - Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Kardierglieder eine Rollenkardiergruppe (
3 ) ist. - Karde mit zumindest einer Kardierwalze und am Umfang der Kardierwalze angebrachten Kardiergliedern, dadurch gekennzeichnet, dass sie Mittel (
10 ,11 ,12 ,13 ) zur Wiederverwertung der nicht verarbeiteten Fasern enthält, die eine Abdeckhaube (13 ) aufweisen, welche die Kardierglieder (3 ) der Karde abdeckt, und die so ausgelegt sind, dass sie einen Luftstrom (F) erzeugen, der unter dieser Abdeckhaube (13 ) über den Kardiergliedern (3 ) nahe bei diesen in Richtung stromaufwärts der Kardierwalze zirkuliert. - Karde nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Kardierglieder eine Rollenkardiergruppe (
3 ) ist. - Karde nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Wiederverwertung der nicht verarbeiteten Fasern Ansaugmittel (
11 ) aufweisen. - Karde nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Ansaugmittel am Einlass (E) der Karde angeordnet sind.
- Karde nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass mit den Mitteln zur Wiederverwertung der nicht verarbeiteten Fasern ein Wiederverwertungs-Luftstrom (F) erzeugbar ist, der unter der Abdeckhaube (
13 ) von stromabwärts der letzten Kardierwalze (5 ) zum Einlass (E) der Karde zirkuliert.
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