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GEBIET DER TECHNIK
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Die
Erfindung bezieht sich auf eine Schalldämpfungseinheit für ein Luftfahrzeugtriebwerk,
die an allen Strahltriebwerken installiert werden kann, welche ein
im Inneren einer das Triebwerk umgebenden Triebwerkverkleidung angeordnet
ist.
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Die
Schalldämpfungseinheit
umfasst eine Lufteintrittsstruktur und ein Ringteil, welches die
Verbindung der Lufteintrittsstruktur mit einem Gebläsegehäuse herstellt;
sie kann am Gebläsegehäuse befestigt
werden.
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STAND DER TECHNIK
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In 1 ist
grob schematisch ein Doppelströmungs-Strahltriebwerk herkömmlicher
Konzeption dargestellt, das ein zentrales Triebwerk 1 umfaßt, das
auf eine Longitudinalachse zentriert ist, und dessen Ende, das so
vorgesehen ist, dass es nach vorne ausgerichtet ist, sich auf der
linken Seite der Figur befindet. Übereinkunftsgemäß werden
die Begriffe "vorne" und "hinten" im gesamten vorliegenden
Text unter Bezugnahme auf die Vorderseite und Hinterseite des Triebwerks
verwendet.
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Von
seinem vorderen Ende aus umfasst das zentrale Triebwerk 1 bekannterweise
einen Kompressor, eine Hochdruckturbine, die den Kompressor antreibt,
eine Brennkammer sowie eine Niederdruckturbine, die ihrerseits ein
Gebläse
antreibt, das vor dem zentralen Triebwerk 1 angeordnet
ist. Die Schaufeln bzw. Flügel 2 des
Gebläses
befinden sich in einem ringförmigen
Kanal 3, der als "Gebläsekanal" bezeichnet wird
und zwischen der äußeren Umhüllung des
zentralen Triebwerks 1 und der inneren Umhüllung einer
Triebwerkverkleidung 4, die koaxial um das zentrale Triebwerk 1 herum
angeordnet ist, festgelegt ist. Übereinkunftsgemäß und bei
nicht vorhandener gegenteiliger Feststellung werden die Begriffe "innen" und "außen" dazu verwendet,
die Position oder Ausrichtung der Teile in bezug auf den Gebläsekanal 3 zu
bezeichnen.
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Der
vordere Abschnitt der Triebwerkverkleidung 4 bildet eine
Lufteintrittsstruktur 5, deren Vorderkante verkleidet ist
und deren hinteres Ende am vorderen Ende eines Gebläsegehäuses 6 befestigt ist,
das um das Gebläse
herum angeordnet ist. Das Gebläsegehäuse 6 ist
mechanisch und starr mit der Struktur des zentralen Triebwerks 1 über mindestens eine
Einheit von Armen 7 verbunden, die radial ausgerichtet
sind, um bestmöglich
das zwischen dem Gehäuse 6 und
den Enden der Schaufeln bzw. Flügel des
Gebläses 2 bestehende
Spiel zu bewältigen
bzw. auszugleichen.
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Die
Verbindungszone zwischen dem hinteren Ende der Innenwand 8 der
Lufteintrittsstruktur 5 und dem vorderen Ende des Gebläsegehäuses 6 ist in
näheren
Einzelheiten in 2a dargestellt.
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Die
Lärmminderung
stellt eine der Hauptzielsetzungen bei der Konzeption von Strahltriebwerken dar,
und zu diesem Zweck ist es gängige
Praxis, einen Teil der Innenwand der Triebwerkverkleidung 4 in Form
einer Zellstruktur zur Schalldämpfung
herzustellen: dies betrifft die Innenwand der Lufteintrittsstruktur 5 und
des Gebläsegehäuses 6 zumindest teilweise.
So weist bei herkömmlichen
Strahltriebwerken außer
der Zone, in der die Verbindung hergestellt ist, die Innenwand 8 der
Lufteintrittsstruktur 5 eine Zellstruktur zur Schalldämpfung vom
Sandwichtyp auf, die aus einer inneren Haut 9, die luftdurchlässig ist,
einer Außenhaut 10,
die luftundurchlässig
ist, und einem zwischen die Häute
eingefügten
Zellkern 11 zusammengesetzt ist.
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Die
Innenhaut 9 ist beispielsweise in Form eines durchlöcherten
Blechs oder eines porösen
Gewebes aus einem Material wie Kohlenstoff oder Metall hergestellt.
Die Außenhaut 10 ist
allgemein eine mehrschichtige Verbundstruktur, die als akustischer Reflektor
dient und die hauptsächlich
die Kräfteübertragung
bewerkstelligt. Schließlich
ist der Zellkern allgemein vom Bienenwabentyp und ist aus Zellen
großer
Dimensionen gebildet.
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Das
Gebläsegehäuse 6 ist
allgemein ein metallisches Teil, das vorzugsweise zumindest auf
einem Teil seiner Länge
hohl ist, damit eine Struktur 12 zur Schalldämpfung an
seiner Innenfläche
angeordnet wird. Die Struktur 12 ist hierbei hauptsächlich aus einer
Zellstruktur gebildet, die mit einer luftdurchlässigen Innenhaut 13 an
seiner zu dem Gebläsekanal 3 hin
gewandten Seite verkleidet ist.
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Um
den Zusammenbau der Lufteintrittsstruktur 5 und des Gebläsegehäuses 6 zu
ermöglichen,
ist letzteres an seinem vorderen Ende mit einem ringförmigen Außenbügel 14 versehen.
Der Zusammenbau wird durch ein ringförmiges Verbindungsteil 15 mit L-förmigem Querschnitt
bewerkstelligt, das um das hintere Ende der Innenwand 8 angebracht
ist und an dem Bügel 14 durch
umfangsmäßig verteilte
Bolzen 16 befestigt ist.
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Bei
den Strahltriebwerken nach dem Stand der Technik wird die Verbindung
zwischen dem ringförmigen
Verbindungsteil 15 und der Innenwand 8 der Lufteintrittsstruktur
durch Befestigungselemente hergestellt, wie z.B. gefräste Schrauben
oder Nieten (durch gemischte Striche in 2 schematisch
dargestellt), welche das hintere Ende der Innenwand 8 durchsetzen.
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Um
der Tatsache Rechnung zu tragen, dass der Hauptteil der zwischen
dem zentralen Triebwerk 1 und der Lufteintrittsstruktur 5 übertragenen
Kräfte über diese
Verbindung verläuft,
ist die Struktur des hinteren Abschnitts der Innenwand 8 in
dieser Zone so modifiziert, dass sie verstärkt ist. So weist der hintere
Abschnitt der Innenwand 8, an dem das ringförmige Verbindungsteil 15 befestigt
ist, eine verstärkte und
luftundurchlässige
Innenhaut 9' auf,
eine ebenfalls verstärkte
Außenhaut 10' sowie einen
verstärkten
Zellkern 11',
der allgemein aus Metall (Aluminium) besteht und sehr verdichtet
ist, und aus Zellen mit kleinen Abmessungen gebildet ist, die oft
mit Harz aufgefüllt
sind, um den Druck- bzw. Stauchungskräften der Befestigungselemente
zu widerstehen.
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Diese
Technik hat als erste Folge einen Gesamtverlust des Schalldämpfungseffekts
in der Verbindungszone. Sie ergibt auch eine Massezunahme in der
Verbindungszone durch Korrosionsrisiken des metallischen Zellkerns 11,
durch Herstellungsschwierigkeiten (Wölbung von Zellen kleiner Dimension,
Bearbeitung in Form eines Zellkerns), durch Schwierigkeiten der
Anbringung der Befestigungselemente über den Zellkern 11 und
durch Risiken der Senkung des hinteren Abschnitts der Wand 8 unter
der Ladung an der Stelle der Befestigungselemente.
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Schließlich sind
aufgrund der Tatsache, dass die Innenwand 8 allgemein durch
sukzessive Drapierungen auf einem Dorn, welcher die Innenform der Lufteintrittsstruktur 5 aufweist,
hergestellt wird, ihre Außendimensionen
ungenau. Vor der Befestigung des ringförmigen Verbindungsteils 15 an
dem hinteren Ende der Wand 8 ist es also notwendig, eine
Bearbeitung dieser Außenfläche zu wiederholen
und einen ringförmigen
Keil 17 einzufügen.
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Eine
Perfektionierung des bestehenden Elements ist im Dokument
FR-A-2 767 560 beschrieben worden
und ist in
2b dargestellt. Der hintere
Abschnitt der Innenwand
8, der zur Herstellung der Verbindung
mit dem Gebläsegehäuse
6 verwendet
wird, weist hier keinen Zellkern auf, wobei die Innenhaut
9 (direkt)
an der Außenhaut
10 anhaftet.
Auf diese Weise wird ein ringförmiger
Zwischenraum im Inneren des hinteren Abschnitts der Innenwand
8 freigelassen,
der dazu verwendet wird, eine Verlängerung nach vorne der Zellstruktur
12,
13 zur
Schalldämpfung
aufzunehmen, welche im Inneren des Gebläsegehäuses
6 vorgesehen
ist.
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Dieses
Element beseitigt jedoch nicht vollständig die oben erwähnten Nachteile.
Die Sandwichstruktur zur akustischen Behandlung (Innenhaut, Zellkern,
Außenhaut)
besitzt Eigenschaften, die spezifisch für die Dämpfung der Schallwelle sind.
Die Verringerung der Höhe
der Zellen des Zellkerns 12 an der Verlängerung nach vorne führt zu einer
Abweichung in bezug auf die zu dämpfende
Welle. Außerdem
wird eine akustische Diskontinuität durch das Vorhandensein der
Verbindungsbleche zwischen den beiden Schalldämpfungsstrukturen 9–11 und 12–13 geschaffen,
die einer schwachen Stoßverbindung gleicht
und einen Verlust an akustischer Leistung bzw. Schalldämpfungsleistung
hervorruft.
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ABRISS DER ERFINDUNG
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Aufgabe
der Erfindung ist es, die Nachteile hinsichtlich der Verbindung
der akustischen Zonen in den Strahltriebwerkverkleidungen zu beseitigen.
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Gegenstand
der Erfindung ist eine Schalldämpfungseinheit
mit einer Lufteinlassstruktur der Art, dass ihre Befestigung an
einem Gebläsegehäuse eines
Luftfahrzeug-Strahltriebwerks eine Schalldämpfung auch an der Verbindungsstelle
zwischen den beiden Elementen zulässt.
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Nach
einem ihrer Aspekte schlägt
die Erfindung eine Schalldämpfungseinheit
mit einem ringförmigen
Verbindungsteil vor, und eine Lufteinlassstruktur, deren Innenwand,
die akustisch behandelt ist, in bezug auf die Verbindungsebene dieses
Verbindungsteils hinter dem Triebwerk vorsteht. So kann die Innenwand
der Lufteinlassstruktur nicht weniger als die gesamte akustische
Zone der Strahltriebwerkverkleidung bilden. Mit anderen Worten ist
die Innenwand aus einer Schallwellen-Dämpfungsstruktur gebildet, die über die
Lufteinlassstruktur selbst bis zum Gebläse, ja sogar bis zu der üblichen
Stelle reicht, bei der die Schalldämpfung der Triebwerkverkleidung nicht
mehr nötig
ist, wobei auf diese Weise die ganze Diskontinuität der akustischen
Zone an der Innenwand der Triebwerkverkleidung unterdrückt wird.
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Unter
einem herkömmlichen
Aspekt kann die Schallwellen-Dämpfungsstruktur
der Innenwand mit einem schalldämpfenden
Zellkern versehen sein.
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Vorteilhafterweise
ist die Schalldämpfungseinheit
mit einem ringförmigen
Bügel versehen,
der an dem ringförmigen
Verbindungsteil befestigt ist.
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Das
ringförmige
Verbindungsteil umfasst einen ersten Abschnitt, der an dem Flansch
des Gehäuses
befestigt werden kann, und einen zweiten Abschnitt, der an der Innenwand
der Lufteinlassstruktur befestigt werden kann. Die Befestigung kann
entfernbar sein und erfolgt beispielsweise mittels Nieten, oder
der zweite Abschnitt kann in die Innenwand, die beispielsweise aus
Kohlenstoffriffelungen hergestellt ist, integriert sein. Vorzugsweise
bilden die beiden Abschnitte im Querschnitt ein L. Das ringförmige Verbindungsteil
kann mit Zentrierungsabschnitten auf Höhe der Lufteinlassstruktur
ausgestattet sein.
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In
einer Ausführungsform
ist das ringförmige Teil
auf gewöhnliche
Weise angebracht, d.h. dass der an dem Bügel bzw. Flansch des Gehäuses befestigte erste
Abschnitt sich weiter hinten befindet, und der zweite Abschnitt
nach oben gerichtet ist und zwischen der Vorderseite der Lufteinlassstruktur
und der Kontakt- oder Vorsprungszone des ersten Abschnitts an der
Innenwand befestigt ist.
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Es
ist auch möglich,
diese Geometrie umzukehren und den zweiten Abschnitt des ringförmigen Teils
an dem Abschnitt der Innenwand auszurichten und zu befestigen, der
sich nach hinten über
die Lufteinlassstruktur zum Gebläsegehäuse hin
fortsetzt. In diesem Fall ist die Innenwand vorteilhafterweise so
in der Form angepasst, dass die Befestigung zwischen der Wand und
dem zweiten Abschnitt des ringförmigen
Teils erleichtert wird. Zu diesem Zweck umfasst die Innenwand beispielsweise
eine Ausnehmung an ihrem hinteren Ende, damit die beiden Seiten
eines äußeren Abschnitts
der Innenwand zugänglich
sind.
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Vorteilhafterweise
ist das hintere Ende der Innenwand, das zum Gebläsegehäuse hin gerichtet ist, verstärkt, um
das Problem eines möglichen
Zerreißens
einer Gebläseschaufel
bzw. eines Gebläsebügels zu
berücksichtigen.
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Es
ist möglich,
die Struktur der Innenwand an ihrem hinteren Ende zu modifizieren,
d.h. an dem vorspringenden Abschnitt, und zwar durch eine Verstärkung der
Schallwellen-Dämpfungsstruktur,
insbesondere des Zellkerns, oder durch das Vorhandensein eines Verstärkungselements.
Die akustische Struktur kann auch verkürzt werden.
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KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Die
beigefügten
Figuren gestatten ein besseres Verständnis der Erfindung, dienen
aber nur zur Veranschaulichung und sind keineswegs einschränkend.
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Es
zeigen:
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1 die
bereits beschrieben wurde, eine schematische Darstellung im Längsschnitt
eines herkömmlichen
Doppelströmungs-Strahltriebwerks,
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2a und 2b,
die bereits beschrieben wurden, in vergrößertem Maßstab die Verbindungszone zwischen
der Lufteinlassstruktur und dem Gebläsegehäuse nach dem Stand der Technik,
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3 die
akustischen Zonen für
eine Triebwerkverkleidung gemäß dem Stand
der Technik,
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4a und 4b Ausführungsbeispiele des
Schalldämpfungselements
gemäß der Erfindung,
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5 eine
Ausführungsform
gemäß der Erfindung,
und
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6 eine
weitere Ausführungsform
gemäß der Erfindung.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Wie
schematisch in 3 dargestellt ist, ist in einer
Flugzeug-Triebwerkverkleidung 4 die Lufteinlassstruktur 5 mit
dem Gebläsegehäuse 6 durch
eine Befestigung, beispielsweise durch Bolzen, zwischen dem ringförmigen Verbindungsteil 15 und
dem ringförmigen
Flansch 14 verbunden: die auf diese Weise festgelegte Verbindungsebene
A trennt so in der Tat die beiden Einheiten "Lufteinlassstruktur" 5 und "Gebläsegehäuse" 6. Übrigens
ist es zur Hinterseite des Gebläsekanals 3 hin
nicht mehr nötig,
dass die Innenwand 18 der Triebwerkverkleidung 4 zur
Schalldämpfung
behandelt wird. Die Trennung zwischen den akustischen Zonen (vorne
am Gebläsekanal 3) und
nicht-akustischen Zonen 18 erfolgt an einer anderen Stelle
als der Verbindungsstelle A: die Grenze B zwischen diesen Zonen
befindet sich geringfügig vor
den strukturellen Armen 7, aber hinter der Verbindungsstelle
A in einem Abstand d.
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Unabhängig von
der vom Stand der Technik gebotenen Lösung für die Anbringung der Lufteinlassstruktur 5 und
des Gebläsegehäuses 6 an
der Zone, an der die akustische Behandlung erforderlich ist (vor
B) bestehen nämlich
Zonen 19, an denen die Innenwand nicht "akustisch" ist, d.h. nicht schalldämpfend,
insbesondere an allen Verbindungsstellen zwischen den verschiedenen
Zellkernen. Eine Aufeinanderfolge von akustischen Zonen 11, 12 und nicht-akustischen
Zonen 19 verringert nämlich
den Wirkungsgrad der gesamten akustischen Behandlung: unabhängig von
der guten Qualität
der akustischen Behandlung am Lufteinlaß 5 wird nämlich die Gesamtqualität der akustischen
Behandlung der Einheit Lufteinlassstruktur 5/Gebläsegehäuse 6 infolge der
abwechselnden Anordnung von akustischen Zonen und nicht-akustischen
Zonen beeinträchtigt.
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Gemäß der Erfindung
wird vorgeschlagen, den Schall in der Zwischenzone d zu dämpfen, und insbesondere
das Alternieren zwischen akustischen und nicht-akustischen Zonen
zu beseitigen. Zu diesem Zweck ist gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung der hintere Abschnitt der Innenwand 8 der
Lufteinlassstruktur 5, der zur Verbindung mit dem Gebläsegehäuse 6 verwendet
wird, zum Gebläsegehäuse 6 hin
bis zur Grenze B der akustischen Zone verlängert. Es ist klar, dass die Höhe bzw.
Anordnung der Verbindungsebene A zwischen der Lufteinlassstruktur 5 und
dem eigentlichen Gebläsegehäuse 6 von
mechanischen Parametern bestimmt wird und nicht modifiziert wird.
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Die 4 bis 6 stellen
verschiedene Ausführungsformen
der Erfindung dar.
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In 4a umfasst
das Gebläsegehäuse 20 einen
Verbindungsflansch 22 an seinem vorderen Ende. Die Innenwand 24 des
Gebläsegehäuses 20 ist
nach hinten in bezug auf den Verbindungsflansch 22 derart
zurückversetzt,
dass sie sich nach der Anbringung in einer "nicht-akustischen" Zone der Triebwerkverkleidung befindet
und in diesem Fall also keine akustische Behandlung erfährt. Diese
Ausführungsform
wird bevorzugt, es ist aber auch möglich, dass sich die Innenwand 24 des
Gehäuses
bis vor die Grenze B verlängert,
wobei sie in diesem Fall auf bekannte Weise einen schalldämpfenden
Einsatz aufweisen kann (2a). In
beiden Fällen
ist der Verbindungsflansch 22 mit dem vorderen Ende der Innenwand 24 durch
eine Zwinge 25 verbunden, die einstückig mit dem Flansch 22 und
der Innenwand 24 ausgebildet ist.
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Der
Verbindungsflansch 22 ist über irgendein bekanntes Mittel
wie Bolzen mit einem ringförmigen Verbindungsteil 26 auf
Höhe der
Verbindungsebene A verbunden. Vorteilhafter- und bekannterweise
umfasst das ringförmige
Verbindungsteil 26 einen ersten Verbindungsabschnitt 28,
der einen Flansch bildet und sich in einer radialen Richtung erstreckt,
sowie einen zweiten rohrförmigen
Verbindungsabschnitt 30 im wesentlichen zylindrischer Form,
der sich in der Longitudinalrichtung des Triebwerks 1 erstreckt,
so dass der Längsschnitt
des Verbindungsteils 26 L-Form aufweist. Diese Formen werden
bevorzugt und können
in Abhängigkeit
von Montage- und Herstellungszwängen
modifiziert werden.
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Der
erste Verbindungsabschnitt ist dazu vorgesehen, an dem Verbindungsflansch 22 beispielsweise
mittels Bolzen 31 befestigt zu werden.
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Der
zweite Verbindungsabschnitt 30 ist dazu vorgesehen, an
der Innenwand 32 der Lufteinlassstruktur befestigt zu werden.
Die Montage kann gemäß bekannten
Verfahren erfolgen, beispielsweise durch Blindnieten 34,
die nur einen Teil der Innenwand 32 durchsetzen können. Es
ist auch möglich
(s. 4b), dass der zweite Verbindungsabschnitt 30 integral
mit der Innenwand 32 ist. In diesem Zusammenhang kann das
ringförmige
Teil 26 beispielsweise aus Kohlenstoffriffelungen hergestellt
sein. Obwohl die Konzeption komplexer ist, hat dies den Vorteil,
die Befestigungen 34 wegfallen zu lassen, welche, wie später detailliert
beschrieben wird, die akustische Qualität der Struktur der Wand 32 beeinträchtigen.
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Die
Innenwand 32 wird auf herkömmliche Weise behandelt, um
eine akustische Struktur zur Dämpfung
der Schallwelle zu bilden. Sie kann eine luftdurchlässige Innenhaut 36,
eine luftundurchlässige
Außenhaut 38 und
einen Zellkern 40 umfassen; andere Lösungen können in Betracht gezogen werden,
wie das Ersetzen der Zellstruktur durch porösen Schaumstoff oder Mikrokugeln.
Die Innenwand 32 setzt sich zum hinteren Teil der Verbindungsebene
A fort, d.h. sie umfasst einen vorspringenden Abschnitt 32', der sich von
dem radialen Vorsprung des ersten Abschnitts 28 des Verbindungsteils 26 an
der Außenhaut 38 im
Inneren der Zwinge 25 erstreckt.
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Vorteilhafterweise
hat nach der Darstellung der vorspringende Abschnitt 32' der Innenwand 32 eine
ausreichende Länge,
damit die schalldämpfende
Struktur 36, 38, 40 ohne Unterbrechung
den Zwischenraum d abdeckt, der die Verbindungsebene A zwischen
der Lufteinlassstruktur und dem Gebläsegehäuse und die Grenze B zwischen
der akustischen Zone und der nicht-akustischen Zone des Gebläsekanals
trennt. Auf diese Weise wird das Alternieren zwischen akustischen
Zonen und nicht-akustischen Zonen an der Innenwand der Triebwerkverkleidung ausgeschaltet. Übrigens
wird vorteilhafterweise die Dicke des Zellkerns 40 (oder
der Dämpfungsstruktur der
Schallwelle, wie immer sie aussieht) nicht auf der gesamten Länge der
Innenwand 32 modifiziert, und damit auch nicht an dem vorspringenden
Abschnitt 32'.
Ebenso verhält
es sich bei der Größe der Zellen des
Zellkerns, so dass letztere für
die zu dämpfende Schallwelle
an der gesamten Oberfläche
optimiert ist.
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Ein
Endabschnitt 42 kann am unteren Ende der Innenwand 24 vorgesehen
sein, um die Innenwand 36 und Außenwand 38 zu profilieren;
sie stellt hierbei die Verbindung mit der Innenwand 24 des
Gebläsegehäuses 22 her.
Dieser Endabschnitt 42 kann verstärkt sein; er ist aber nicht
notwendig und kann wegfallen, wobei eine Modifikation des Profils
des Endes des Zellkerns 40 gemäß den Auflagen der Schalldämpfung gestaltet
werden kann (s. 4b).
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Um
das Problem des Zerbrechens einer Gebläseschaufel bzw. eines Gebläseflügels zu
berücksichtigen,
der sich in der akustischen Zone befindet (s. 1)
ist es möglich,
die Innenwand 32 an/in dem kritischen Bereich zu verstärken. Ein
Beispiel eines solchen Bereichs ist das hintere Ende der akustischen
Zone. Bekannte Verstärkungsmittel 44 können so
an dem Abschnitt des vorspringenden Teils 32' hinzugefügt werden, beispielsweise an
seinem hinteren Ende: s. 4b. Es
ist auch möglich,
den vorspringenden Abschnitt 32' der Innenwand 32 zu verkürzen.
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Wie
vorstehend beschrieben wurde, ist die Innenwand 32 der
Lufteinlassstruktur, wenn sie nicht integral ist, an dem ersten
Abschnitt 30 des Verbindungsteils 26 durch gewöhnliche
Mittel, meistens durch Blindnieten 34 befestigt. Wegen
des Vorhandenseins des vorspringenden Abschnitts 32, der
je nach der Größenordnung
des Triebwerks sehr groß sein
kann, und wegen der so geschaffenen Auskragung kann es erwünscht sein,
die Außenhaut
des vorspringenden Abschnitts 32' zumindest in Nähe seines Endes zu verstärken. Dies
kann dadurch erfolgen, dass an der Außenhaut 38 ein ringförmiges Verstärkungsteil 45 durch
Blindnieten 46, die eine geringere Größe und Festigkeit aufweisen
können
als die Nieten 34, befestigt wird.
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Das
Vorhandensein der Blindnieten 34 (und zusätzlich 46)
an der Innenwand 32 ändert
die Schalldämpfung.
Obwohl sich die Gesamtqualität wenig
verändert
und die Leistungen den aus dem Stand der Technik bekannten überlegen
sind, ist es möglich,
die Anordnung der Teile zu modifizieren, um die Beeinträchtigung
der Eigenschaften der schalldämpfenden
Struktur 36, 39, 40 noch zu mindern, wobei
nicht notwendigerweise die Struktur des Verbindungsteils 26 modifiziert
wird.
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In 5 ist
eine Ausführungsform
der Erfindung dargestellt, bei der das Verbindungsteil 26 zwischen
der Lufteinlassstruktur und dem Verbindungsflansch 22 "umgekehrt" ist. Bei diesem
dargestellten Beispiel umfasst das Verbindungsteil 26 nach
wie vor einen ersten Abschnitt 28, der zur Befestigung
an dem Flansch 22 bestimmt ist, und einen zweiten Abschnitt 30,
der zur Befestigung an der Innenwand 32 bestimmt ist. Die
Querschnittsform des Teils 26 ist auch hier noch die L-Form,
auch wenn wie schon vorher Varianten möglich sind.
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Der
zweite Abschnitt 30 des Verbindungsteils 26 ist
bei dieser Ausführungsform
aber nach hinten gerichtet und an der Innenwand 32 hinter
der Verbindungsebene A befestigt. Auf diese Weise wird die Auskragung
vermieden und es ist nicht mehr notwendig, manchmal zusätzliche
Verstärkungsmittel
wie z.B. das Verstärkungsteil 45 einzusetzen.
Außerdem und
vor allem ist es, wie dargestellt ist, möglich, wenn auch nicht notwendig,
die Länge
des ersten Abschnitts 30 des Verbindungsteils 26 und
des vorspringenden Abschnitts 32' derart zu vergrößern, dass
die Grenze B zwischen akustischer Zone und nicht-akustischer Zone überschritten
wird. Diese bevorzugte Ausführungsform
führt dazu,
dass zumindest ein Teil der Befestigungsmittel zwischen dem Verbindungsteil 26 und
der Innenwand 32 sich in einer nicht akustisch behandelten
Zone 48 des vorspringenden Abschnitts 32' befinden können. Der
Zellkern 40, oder allgemeiner gesagt die Schallwellen-Dämpfungsstruktur,
wird also nicht oder nur wenig und lediglich durch Nieten 34,
wenn diese verwendet werden, auf der gesamten Länge der akustischen Zone verändert.
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Vorteilhafterweise,
und wie in 5 dargestellt ist, ist es in
diesem Fall möglich,
eine ringförmige
Ausnehmung oder mehrere Ausnehmungen zu erzeugen, die am Umfang 50 am
hinteren Ende des vorspringenden Abschnitts 32' der Innenwand 32 verteilt
sind: eine solche Ausnehmung 50 ermöglicht es, dass zumindest ein
Teil der Befestigungsmittel zwischen dem Verbindungsteil 26 und
der Innenwand 32 von beiden Seiten her zugänglich ist,
was die Montage und Demontage erleichtert. So können am hinteren Ende der Innenwand 32,
an der die Ausnehmung 50 geschaffen wird, Bolzen 52 verwendet werden.
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Übrigens
ist es unabhängig
von der Ausführungsform
von Vorteil, das Verbindungsteil 26 mit mindestens einem
Zentrierungsabschnitt 54 zu versehen, wie er in 6 dargestellt
ist. Die Zentrierungsabschnitte erstrecken sich nach hinten bis
außerhalb
des ersten Abschnitts 28 über die Verbindungsebene A
hinaus. Die Zentrierungsabschnitte 54 sind um den Flansch 22 derart
angeordnet, dass sie die Zentrierung der Lufteinlassstruktur in
bezug auf das Gebläsegehäuse 20 sicherstellen.
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Selbstverständlich sind
Kombinationen zwischen den verschiedenen Elementen möglich, die sich
von den spezifisch in den Figuren dargestellten unterscheiden. Übrigens
sind die bekannten Alternativen hinsichtlich der Geometrie der verschiedenen Teile
in die Einheiten gemäß der Erfindung
aufgenommen. So ist es beispielsweise, wie in 6 veranschaulicht
ist, möglich,
den Endabschnitt 42 der Innenwand 32, der in 4a dargestellt
ist, durch eine verstärkte
akustische Struktur 56 zu ersetzen, die einen Zellkern
sowie eine Innenhaut und Außenhaut umfasst.
Diese Alternative ist auch hinter der Grenze B in Betracht zu ziehen,
welche die akustische Zone über
die gewöhnlichen
Anforderungen hinaus verlängert.
Desgleichen kann das Verbindungsteil 26 je nach Fall entweder
aus einem einzigen einstückigen ringförmigen Teil
oder aus mehreren Teilen in Kreisbogenform hergestellt sein, die
untereinander oder mit einem unabhängigen Abschnitt verbunden
sind.