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Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft das Gebiet der Telekommunikation
und konkret ein Verfahren zur Übertragung
von Wellenlängen-Multiplexsignalen über ein
optisches Transportnetz.
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Hintergrund der Erfindung
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Wellenlängen-Multiplexing
(Wavelength Division Multiplexing, WDM) ist ein Verfahren zur Kombination
verschiedener optischer Signale mit geringfügig unterschiedlichen Wellenlängen für die gemeinsame Übertragung über ein
optisches Transportnetz. Abhängig
von der Bitrate der optischen Signale ist ein Kanal-Mindestabstand erforderlich,
um sicherzustellen, dass alle Kanäle nach der Übertragung
korrekt demultiplext werden können.
Als allgemeine Regel gilt: Je höher
die Bitrate, desto größer der
erforderliche Abstand.
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Die
ITU-T hat in G.694.1 verschiedene Wellenlängenraster definiert mit einem
Kanalabstand von 12,5 GHz, 25 GHz, 50 GHz und 100 GHz. Die in heutigen
WDM-Transportnetzen verwendete Bitrate beträgt 10 GBit/s bei einem Kanalabstand
von 50 GHz. Zukünftige Übertragungsnetze
werden 40 GBits/s-Signale verwenden, die einen Kanalabstand von
100 GHz erfordern.
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WO 2004/109958 A1 verwendet
den gleichen regelmäßigen Kanalabstand
und zeigt außerdem
in einer schematischen Darstellung ein Wellenlängenband mit einer nicht-einheitlichen
Mischung aus Kanälen
mit hoher und niedriger Bandbreite, wodurch der Abstand zwischen
angrenzenden Wellenlängenkanälen ungleichmäßig wird.
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Netzwerkelemente
müssen
in der Lage sein, im Transportnetz einzelne Wellenlängenkanäle in WDM-Signale
einzufügen
bzw. daraus abzuleiten. Solche Netzwerkelemente werden auch als
rekonfigurierbare optische Add/Drop-Multiplexer (ROADMs) bezeichnet.
Im Prinzip verwendet ein ROADM Filter oder Wellenlängenraster
zum Extrahieren einzelner Kanäle
und Wellenlängenblocker,
um abgeleitete Kanäle
aus dem Übertragungssignal
auszuschalten, sodass neue Kanäle
entsprechend dem abgeleiteten Kanal in das Wellenlängenband
eingefügt
werden können.
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Solche
Netzwerkelemente sind heute für
10 GBit/s bei einem Kanalabstand von 50 GHz konzipiert. Mit der
Einführung
der 40-GBit/s-Übertragung müssten alle
derartigen Netzwerkelemente ausgetauscht oder auf einen Kanalabstand
von 100 GHz umgestellt werden, was hohe Kosten mit sich bringt und
ein Hindernis für
die Einführung
der 40 GBit/s-Übertragung
darstellt. Es wäre
ein deutlicher Vorteil, wenn ältere
Einrichtungen weiter verwendet und die 40 Gbit/s-Übertragung
allmählich
eingeführt werden
könnte.
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Der
Erfindung liegt daher unter anderem die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
bereitzustellen zur Übertragung
optischer Wellenlängenkanäle mit höherer Bitrate über ein
Transportnetz, das für
den Transport optischer Wellenlängenkanäle mit niedrigerer
Bitrate konzipiert wurde. Darüber
hinaus liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein
Netzwerkelement bereitzustellen, das einfach auf den Transport optischer
Kanäle
mit niedrigerer und höherer
Bitrate oder beiden abgestimmt werden kann.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Diese
und andere der nachfolgend aufgeführten Ziele werden erreicht
durch Verschieben der Frequenz der Wellenlängen mit WDM-Signalen einer höheren Bitrate
um mindestens 30% des Kanalabstands eines WDM-Signals einer niedrigeren
Bitrate in Bezug auf das ITU-Wellenlängenraster.
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Das
Verfahren ermöglicht
insbesondere die Übertragung
eines Wellenlängen-Multiplexsignals, das
Wellenlängenkanäle höherer Bitrate
mit einem ersten Kanalabstand über
ein optisches Netzwerk transportiert, das für den Transport von Wellenlängen-Multiplexsignalen
mit Wellenlängenkanälen niedrigerer
Bitrate mit einem zweiten Kanalabstand konzipiert wurde und das
einem vordefinierten Wellenlängenraster
entspricht. Das Verfahren umfasst die folgenden Schritte:
- – Erzeugen
optischer Signale an Wellenlängen, die
den Wellenlängenkanälen der
höheren
Bitraten entsprechen, wobei die Wellenlängen gegenüber den entsprechenden Wellenlängen des
vordefinierten Wellenlängenrasters
um mindestens 30% dieses zweiten Kanalabstands verschoben wurden,
und
- – Kombinieren
der optischen Signale zur Bildung des Wellenlängen-Multiplexsignals für die Übertragung.
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Hinsichtlich
des optischen Netzwerkelements wird das Ziel erreicht durch Bereitstellung
von Steuermitteln, die das optische Netzwerkelement so konfigurieren,
dass zwei angrenzende Wellenlängen vom
vordefinierten ITU-Wellenlängenraster
blockiert werden, um eines der im Wellenlängen-Multiplexsignal enthaltenen
optischen Signale zu extrahieren.
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Gemäß einem
anderen Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren bereitgestellt,
das die Übertragung eines
Wellenlängen-Multiplexsignals
ermöglicht,
das Wellenlängenkanäle mit engerem
Kanalabstand über ein
optisches Netzwerk transportiert, das für den Transport von Wellenlängen-Multiplexsignalen
mit Wellenlängenkanälen mit
einem breiteren Kanalabstand konzi giert wurde und das einem vordefinierten Wellenlängenraster
entspricht. Dieses Verfahren umfasst die folgenden Schritte:
- – Erzeugen
optischer Signale an Wellenlängen, die
diesem engeren Kanalabstand entsprechen, wobei diese Wellenlängen gegenüber den
entsprechenden Wellenlängen
dieses vordefinierten Wellenlängenrasters
um mindestens 30% dieses engeren Kanalabstands verschoben wurden,
und
- – Kombinieren
dieser optischen Signale zur Bildung dieses Wellenlängen-Multiplexsignals
für die Übertragung.
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In
diesem Szenario können
zwei beliebige angrenzende Wellenlängenkanäle durch konventionelle Netzwerkelemente
wie beispielsweise ROADMs blockiert werden.
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Kurzbeschreibung der Zeichnungen
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Bevorzugte
Ausführungsformen
der Erfindung sind nachfolgend beschrieben mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen,
wobei gilt:
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1a zeigt ein vordefiniertes Wellenlängenraster
für die
10 GBit/s-Übertragung;
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1b zeigt das Wellenlängenraster gemäß der Empfehlung
der ITU-T für
die 40 GBit/s-Übertragung;
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1c zeigt ein optimiertes Wellenlängenraster
gemäß der Erfindung;
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2 Zeigt
das Arbeitsprinzip eines rekonfigurierbaren optischen Add/Drop-Multiplexers;
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3a zeigt die von einem rekonfigurierbaren
optischen Add/Drop-Multiplexer durchgeführte Wellenlängenblockierung
im vordefinierten Wellenlängenraster
für die
10 GBit/s-Übertragung;
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3b zeigt die gleiche Wellenlängenblockierung,
jedoch mit einem 40 GBit/s-Kanal unter Verwendung des ITU-T-Wellenlängenrasters;
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3c zeigt die gleiche Wellenlängenblockierung
für einen
40 GBit/s-Kanal, jedoch unter Verwendung des optimierten Wellenlängenrasters
gemäß der Erfindung;
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4 zeigt
eine Messkurve eines Q-Faktors unter Verwendung der Erfindung;
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5 zeigt
die Auswirkung der Wellenlängenverschiebung
auf verschiedene Wellenlängen unter
Verwendung der Erfindung,
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6 zeigt
ein optisches Übertragungssystem
nach dem Stand der Technik mit Sender und Empfänger, und
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7 zeigt
einen zweiten Aspekt der Erfindung.
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Ausführliche Beschreibung der Erfindung
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1a zeigt ein Beispiel eines WDM-Signals
in einem 400-GHz-Teilband
SB, das 8 Wellenlängenkanäle A1–A8 mit
10 GBit/s optischen Signalen transportiert. Die einzelnen optischen
Signale haben wegen ihrer Modulation mit den 10 GBit/s-Daten eine
bestimmte Breite. Hierfür
muss ein 50-GHz-Abstand S2 angelegt werden, um die einzelnen Kanäle im WDM-Signal
klar zu trennen.
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1b zeigt die Situation, wenn 4 Wellenlängenkanäle B1–B4 mit
40 GBit/s optischen Signalen in Wellenlängen kombiniert werden, die
dem ITU-T-Wellenlängenraster
entsprechen. Da die einzelnen optischen Signale auf Grund ihrer
Bitratenmodulation breiter sind als im obigen Fall, muss der Wellenlängenabstand
S1 zwischen den Kanälen
größer sein,
d. h. 100 GHz. Eine weitere Folge ist, dass das resultierende WDM-Signal
nicht vollständig
im gleichen Teilband SB Platz hat. Wie zu sehen ist, reicht Kanal
B1 am linken Rand der Wellenlängenskala
aus dem Teilband SB heraus.
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Eine
Grundidee der Erfindung liegt daher für 40 GBit/s-Signale in der
Verwendung eines Wellenlängenrasters,
das hinsichtlich des ITU-T-Wellenlängenrasters verschoben ist.
Dies ist in 1c dargestellt. Das WDM-Signal
umfasst vier Wellenlängenkanäle C1–C4, die
hinsichtlich der Wellenlängen
der Kanäle
A1, A3, A5 und A7 um 25 GHz verschoben sind, d. h. um einen Betrag
X, der der Hälfte
des Kanalabstands des 10 GBit/s-Rasters
entspricht. Durch diese Frequenzverschiebung passen die vier optischen
Signale aus den vier Wellenlängenkanälen C1–C4 perfekt
in das 400-GHz-Teilband SB.
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2 zeigt
einen rekonfigurierbaren Add/Drop-Multiplexer (ROADM). Er umfasst
einen ersten Koppler CP1, der mit einer eingehenden Leitungsfaser
verbunden ist. Der Hauptausgang des Kopplers CP1, der als passiver
optischer Splitter agiert, ist mit einem Wellenlängenblocker WB verbunden, während der
Splitterausgang des Kopplers CP1 mit einem Wellenlängen-Demultiplexer
DMX verbunden ist. Der Ausgang des Wellenlängenblockers WB ist mit einem
ersten Ausgang eines zweiten optischen Kopplers CP2 verbunden; ein
zweiter Ausgang dieses Kopplers ist mit einem Wellenlängen-Multiplexer
MX verbunden. Der Ausgang des Kopplers CP2 ist mit einer ausgehenden
Leitungsfaser verbunden. Ein Controller CTR steuert die Konfiguration
des Wellenlängenblockers
WB.
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Der
vom Koppler CP1 abgeteilte Signalanteil wird in einen Demultiplexer
DMX eingespeist, der die darin enthaltenen einzelnen Wellenlängenkanäle trennt,
die zur Ableitung konfigurierten Kanäle auswählt und diese an den entsprechenden
Zubringer-Ports zur Verfügung
stellt. Das Transit-Signal, d. h. das Hauptsignal aus dem Koppler
CP1, umfasst noch immer diese abzuleitenden Kanäle. Dieses Signal wird in 2 als
Signal WM1 schematisch dargestellt. Zum Leeren dieser Wellenlängenkanäle, sodass
die neuen Signale darin eingefügt
werden können, wird
das Transit-Signal in den Wellenlängenblocker WB eingespeist.
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Ein
Wellenlängenblocker
ist ein Gerät,
das einzelne Kanäle
selektiv blockieren, durchlassen oder dämpfen und gleichzeitig Transit-Kanäle mit minimaler
Dämpfung
durchlassen kann. Ein Wellenlängenblocker
kann implementiert werden mithilfe einer Vielzahl von Verschlüssen, die
zwischen einem Demultiplexer und einem Multiplexer angeordnet sind; dies
ist beispielsweise in der Patentschrift
US 6,504,970 beschrieben. Da der ROADM
für die 10-GBit/s-Übertragung
konzipiert wurde, umfasst der Wellenlängenblocker W8 Verschlüsse oder "Gates" für jeden
50-GHz-Wellenlängenkanal.
In der vorliegenden Ausführungsform
sollen vier Wellenlängenkanäle abgeleitet
werden, und der Wellenlängenblocker
WB schließt
daher die entsprechenden vier Gates zum Blockieren dieser Wellenlängen. Das
resultierende Transit-Signal wird in
2 als Signal WM2
schematisch dargestellt. Der Multiplexer MX verbindet neue optische
Signale an Wellenlängen, die
diesen blockierten Wellenlängen
entsprechen, und fügt
diese über
den Koppler CP2 in das Transit-Signal
ein.
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Der
Zusammenhang zwischen dem Wellenlängenblocker und dem Wellenlängenraster
ist in 3a dargestellt. Ähnlich wie
in 1a umfasst ein WDM-Signal 8 Wellenlängenkanäle A1–A8 mit 10-GBit/s-Datenmodulation
bei einem Abstand von 50 GHz. Jedes Gate des Wellenlängenblockers
entspricht einem bestimmten Bandpassfilter. Als Beispiel sind die
drei Bandpässe
DR1, DR2 und DR5 dargestellt. Wenn diese drei Gates geschlossen
sind, werden die entsprechenden Wellenlängenkanäle A1, A2 und A5 aus dem WDM-Signal
entfernt, während alle
weiteren Kanäle,
d. h. A3, A4, A6, A7 und A8, durchgelassen werden.
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3b zeigt die Auswirkung des Wellenlängenblockers
auf die Wellenlängenkanäle B1–B4 mit 40-GBit/s-Datenmodulation
bei einem Kanalabstand von 100 GHz gemäß der Definition durch ITU-T. Die Kanäle B1–B4 entsprechen
in diesem Beispiel den Wellenlängen
der Kanäle
A2, A4, A6 und A8. Wegen der höheren
Bitratenmodulation sind die optischen Signale breiter als für die 10-GBit/s-Modulation.
Ein Bandpass des Wellenlängenblockers
dämpft
daher nicht einen vollständigen
Wellenlängenkanal.
Da das optische Signal von einem Wellenlängenkanal den entsprechenden
Bandpass des Wellenlängenblockers
an beiden Seiten überlappt,
müssen
drei angrenzende Gates geschlossen werden, um dieses Wellenlängensignal
zu löschen,
was sich jedoch auch auf die benachbarten Kanäle auswirken würde. Die
Verwendung des ITU-T-Wellenlängenrasters
erfordert daher den Austausch aller Wellenlängenblocker im Netzwerk.
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Umgekehrt
zeigt 3c die Auswirkung eines Wellenlängenblockers
auf ein WDM-Signal, das mit Bezug auf das ITU-T-Raster in der oben
beschriebenen Weise verschoben wurde. Die Wellenlängen C1–C4 werden
mit Bezug auf das ITU-T-Raster um 25 GHz verschoben. Wegen dieser
Verschiebung liegen die Wellenlängen
in der Mitte zwischen den beiden angrenzenden Bandpässen des
Wellenlängenblockers.
Durch das Schließen
beispielsweise der Gates DR1 und DR2 würde daher das gesamte Wellenlängensignal
C1 aus dem WDM-Signal gelöscht, ohne
das benachbarte Wellenlängensignal
C2 zu beeinträchtigen.
Das bedeutet, dass die vorhandenen für die 10 GBit/s-Übertragung
konzipierten Wellenlängenblocker
für die
40 GBit/s-Übertragung
wiederverwendet werden können,
indem einfach zwei Gates pro Wellenlängenkanal geschlossen werden statt
eines einzigen. Dies ermöglicht
einen reibungslosen Übergang
von 10 GBit/s nach 40 GBit/s, ohne dass die gesamten Einrichtungen
auf einmal ausgetauscht werden müssen.
Die Erfindung ermöglicht darüber hinaus
die Verwendung gemischter WDM-Signale, in denen Kanäle mit 10
GBit/s und 40 GBit/s parallel verwendet werden.
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4 zeigt
in einer Messkurve für
einen Kanal, welche Auswirkung die Verschiebung der Wellenlänge auf
die Leistung des Systems hat. Die Messungseinrichtung verwendet
10 Längen
einer Standard-LEAF-Faser und zwei 50-GHz-Wellenlängenblocker,
die von optischen Testsignalen passiert werden müssen.
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Die
untere Kurve zeigt ein optisches Testsignal, moduliert mit 40 GBit/s-Daten
mithilfe eines NRZ-Modulationsschemas (ohne Rückkehr zu Null). Eine Verschiebung
von 25 GHz entspricht 0,2 nm auf der Wellenlängenskala. Wie zu sehen ist,
weist der Q-Faktor, der für
die Systemleistung steht, bei einer Verschiebung von 0,2 nm, d.
h. wenn der Träger
zwischen den beiden Gates des Wellenlängenblockers liegt, eine deutliche
Verschlechterung auf. Eine Verschiebung von 0,15 nm (d. h. 30% des
50-MHz-Abstands) sollte in diesem Fall ausreichen, um mindestens
einen Teil der oben beschriebenen Vorteile zu erzielen.
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Die
obere Kurve ist eine Messung eines optischen Testsignals, moduliert
mit 40 GBit/s-Daten mithilfe einer CS-RZ-Modulation (Carrier-supressed, Return
to Zero, also Träger
unterdrückt,
Rückkehr
zu Null). Wie in 4 zu sehen ist, hat bei Verwendung der
CS-RZ-Modulation eine Verschiebung von 0,2 nm überhaupt keine Auswirkung auf
die Systemleistung. Die leichte Abhängigkeit des Q-Faktors von
der Wellenlänge
ist auf die Leistungsexkursion des Kanals in dem Experiment zurückzuführen, die
im Prinzip auch vermieden werden könnte.
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5 zeigt
die Auswirkung der Wellenlängenverschiebung
auf den Q-Faktor für
zehn Wellenlängenkanäle mithilfe
der CS-RZ-Modulation.
Die schwarzen Karos zeigen die nicht abgestimmten Wellenlängenkanäle, und
die offenen Kreise stehen für
die um 0,2 nm verschobenen Wellenlängenkanäle. Die Messung zeigt, dass
keine deutliche Leistungsverschlechterung zu beobachten ist.
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Wie
festgestellt wurde, sind für
die Erfindung die Modulationsschemata mit Trägerunterdrückung, z. B. CS-RZ, gegenüber der
NRZ-Modulation zu bevorzugen. Ein weiteres Modulationsschema, das
mit der Erfindung gut funktioniert, ist DPSK (Differential Phase
Shift Keying, Eingabe der Differentialphasenverschiebung) oder RZ-DPSK.
Es sollte klar sein, dass gemäß der Erfindung
die Modulationsschemas mit Trägerunterdrückung am
stärksten
von der Kanalverschiebung profitieren. Für Modulationsschemata ohne
Trägerunterdrückung kann
der zentrale Träger
in einer „Lücke" zwischen zwei „Pixels" des Wellenlängenblockers
angeordnet sein, was zu einem höheren
Einfügeverlust
führt.
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Gemäß der Erfindung
können
jetzt in einem Netzwerksystem optische 40-GBit/s-Sender verwendet
werden einschließlich
der Wellenlängenblocker, die
für die
10-GBit/s-Übertragung
konzipiert wurden, vorausgesetzt, dass ihre Ausgangswellenlänge wie oben
beschrieben verschoben wird. Um Netzwerkelemente wie beispielsweise
ROADs oder rekonfigurierbare optische Kreuzverbindungen, wozu auch Wellenlängenblocker
gehören,
mit der Erfindung kompatibel zu machen, muss der entsprechende Controller
des Netzwerkelements, der die einzelnen Gates des Wellenlängenblockers
steuert, so angepasst werden, dass er zwei angrenzende Gates schließt, um eines
der im Wellenlängen-Multiplexsignal enthaltenen
optischen 40-GBits/s-Signale zu blockieren. Bei dem Controller handelt
es sich normalerweise um ein programmierbares Gerät wie beispielsweise
eine Computer-Workstation, sodass die erforderlichen Änderungen
durch eine einfache Aktualisierung der Software vorgenommen werden können. Darüber hinaus
wirkt sich die Erfindung auch auf die Senderseite in einem Transportnetz
aus, da die Sender so angepasst werden müssen, dass sie optische Signale
auf den verschobenen Wellenlängen
emittieren, sowie auf die Empfängerseite,
die für
das Demultiplexing der verschobenen Wellenlängenkanäle angepasst werden muss.
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6 zeigt
ein WDM-System nach dem Stand der Technik mit Verwendung von Band-Mux und
-Demux. Ein Sender TX umfasst einen Band-Multiplexer MB, der 12
Teilbänder
mit einer Breite von 400 GHz kombiniert. Jedes Teilband umfasst
8 Wellenlängenkanäle mit einem
Kanalabstand von 50 GHz. Für
jedes Teilband wird ein Multiplexer M1, M2, ... bereitgestellt.
Das Multiplexing-Signal umfasst 12 × 8 Kanäle und wird in eine Übertragungsleitung
eingespeist, die eine Reihe optischer Verstärker AMP und Glasfaserlängen F umfasst.
Ein Empfänger
RX umfasst einen Band-Demultiplexer DMB, der das empfangene WDM-Signal
in 12 Teilbänder
von 400 GHz Breite aufsplittet. Jedes Teilband wird anschließend an
einen entsprechenden Demultiplexer DM1, DM2, ... übertragen,
der das Teilband in seine 8 einzelnen Wellenlängensignale bei einem Kanalabstand
von 50 GHz aufsplittet.
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Irgendwo
in der Übertragungsleitung
gibt es einen rekonfigurierbaren optischen Add/Drop-Multiplexer
des Typs entsprechend der Beschreibung zu 2. Es sollte
klar sein, dass der Sender TX und der Empfänger RX gemäß der Erfindung so geändert werden,
dass sie optische Signale bei einer Bitrate von 40 GBit/s und mit
einem Kanalabstand von 100 GHz unterstützen, jedoch mit einer Wellenlängenverschiebung
hinsichtlich des 50-GHz-Wellenlängenrasters
gemäß der obigen
Beschreibung.
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Ein
weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung ist in 7 dargestellt.
In 7a ist das 400-GHz-Teilband SB
durch 8 konventionelle 10-GBit/s-Wellenlängenkanäle bei einem Kanalabstand von
50 GHz belegt. 7b schlägt die Verwendung
von 16 Wellenlängenkanälen bei
einem Kanalabstand von nur 25 GHz vor, weist jedoch eine Wellenlängenverschiebung
von nur dem halben Kanalabstand auf, d. h. 12,5 GHz mit Bezug auf
das ITU-Wellenlängenraster.
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In
diesem Szenario werden pro "Pixel" des Wellenlängenblockers
zwei Kanäle
abgeleitet oder hinzugefügt.
Die Pixel DR1, DR2 und DR5 des Wellenlängenblockers sind in 7b dargestellt, die die Kanäle 1–4, 9 und
10 der 16 Kanäle
im Teilband SB abdeckt. In 7c werden
diese Kanäle
vom Wellenlängenblocker
aus dem Teilband SB entfernt. In diesem Aspekt der Erfindung wird
der gleiche Grundgedanke, d. h. die Wellenlängenverschiebung von ungefähr dem halben
Kanalabstand, daher in einem ähnlichen
Kontext und unter Erzielung der gleichen Vorteile implementiert,
d. h. Verwendung von ROADMs für
ein System mit einer höheren
Bandbreite (2 × 8
Kanäle
statt 1 × 8
pro Teilband).
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Statt
eines Wellenlängenblockers
kann in Verbindung mit der Erfindung auch ein Wellenlängen-Wahlschalter
(Wavelength Selective Switch, WSS) verwendet werden. Ein Wellenlängen-Wahlschalter (WSS)
ist eine 1 × N
Anordnung, die einen Eingang und N Ausgänge (meist 9) aufweist. Jede Eingangs-Wellenlänge kann
an jeden der N Ausgangs-Ports geleitet werden. Es können auch
verschiedene Wellenlängen
an die gleichen Ausgänge gesendet
werden. Ausgangs-Wellenlängen
können unabhängig voneinander
gedämpft
und blockiert werden.
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1
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- 400-GHz-Teilband
- 25-GHz-Verschiebung
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4
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- Q-Faktor (dB)
- 0,2 nm Verschiebung
- NRZ
- CS-RZ
- Position des 10-G-Kanals
- Wellenlänge
Kanalmitte (nm)
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5
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- Q-Faktor (dB)
- Lambda-Nominale
- Lambda – –0,2 nm
(25 GHz)
- Wellenlänge
(nm)
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6
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