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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Übertragung
von Benutzerdaten zwischen einem mobilen Client und einem zellularen
Netz, wobei das zellulare Netz eine Luftschnittstelle umfasst und
wobei das Verfahren die Schritte umfasst:
- – des Aufbauens
einer ersten Verbindung zwischen dem mobilen Client und dem zellularen
Netz über
die Luftschnittstelle, wobei die erste Verbindung mindestens einen
Steuerkanal zum Austauschen von Signalisierungsdaten zwischen dem
mobilen Client und dem zellularen Netz umfasst;
- – des
Aufbauens einer zweiten Verbindung zwischen dem mobilen Client und
dem zellularen Netz entsprechend den ausgetauschten Signalisierungsdaten;
und
- – des
Aufrechterhaltens der zweiten Verbindung und des Übertragens
der Benutzerdaten zwischen dem mobilen Client und dem zellularen
Netz über
die zweite Verbindung.
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Die
Erfindung bezieht sich auch auf einen mobilen Client, der eine Luftschnittstelle
zur direkten Verbindung des mobilen Clients mit einem zellularen
Netz umfasst, um Signalisierungsdaten über eine erste Verbindung auszutauschen,
und der eine Ad-hoc-Netzschnittstelle umfasst, um den mobilen Client
mit einem Ad-hoc-Netz
zur Datenübertragung über eine
zweite Verbindung zu verbinden.
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Die
Erfindung bezieht sich darüber
hinaus auf ein Telekommunikationssystem, umfassend:
- – ein
zellulares Netz;
- – ein
Ad-hoc-Netz;
- – einen
mobilen Client, der mit dem zellularen Netz und dem Ad-hoc-Netz
verbunden ist;
- – eine
mobile Zwischenstation, die mit dem zellularen Netz und dem Ad-hoc-Netz verbunden ist;
- – eine
erste Verbindung, die zwischen dem mobilen Client und zellularen
Netz über
eine Luftschnittstelle aufgebaut wird, um Signalisierungsdaten zwischen
dem mobilen Client und dem zellularen Netz auszutauschen; und
- – eine
zweite Verbindung, die zwischen dem mobilen Client und dem zellularen
Netz über
das Ad-hoc-Netz und die mobile Zwischenstation für die Übertragung von Benutzerdaten
zwischen dem mobilen Client und dem zellularen Netz aufgebaut wird.
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Schließlich bezieht
sich die Erfindung auf ein Computerprogramm, dass dafür geeignet
ist, auf einer Datenverarbeitungseinheit ausgeführt zu werden, insbesondere
auf einem mobilen Client und/oder einer mobilen Zwischenstation.
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Ein
zellulares Netz besteht aus verschiedenen Netzelementen wie einem
Kernnetz (CN für „Core Network"), einem Funkzugangsnetz
(RAN für „Radio
Access Network")
und einem mobilen Endgerät
(auch als Benutzereinrichtung (UE für „User Equipment") bezeichnet, z.
B. einem Mobiltelefon. Beispiele für zellulare Netze sind GSM
(Global System for Mobile Communications) und UMTS (Universal Mobile
Telecommunications System). Im nachfolgenden Text wird bevorzugt
die Terminologie nach der UMTS-Norm verwendet. Es versteht sich
jedoch, dass die vorliegende Erfindung nicht auf die UMTB-Norm beschränkt ist,
sondern vielmehr in allen Arten von mobilen Telekommunikationssystemen
realisiert werden kann.
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Das
Funkzugangsnetz (RAN) besteht aus einer Sammlung von Funknetz-Subsystemen (RNS
für „Radio
Network Subsystems").
Jedes RNS umfasst einen Funknetz-Controller (RNC für „Radio
Network Controller")
und mehrere „Node
Bs" (UMTS-Basisstationen),
die dem RNC zugeordnet sind und von ihm gesteuert werden.
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Der
Node B ist eine physische Einheit zur Funkübertragung (und zum Empfang)
und ist einer oder mehreren Zellen zugeordnet. Die Hauptaufgabe
des Node B ist die Übertragung
und der Empfang von Daten zum und vom mobilen Endgerät. Darüber hinaus
misst der Node B die Qualität
und Stärke
der Verbindung zu dem mobilen Terminal.
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Der
RNC ist für
die Steuerung der ihm zugeordneten Node Bs verantwortlich. Somit
ist er für
die Ressourcenverwaltung in diesen Node Bs und in den Zellen zuständig, denen
diese Node Bs zugeordnet sind. Die verschiedenen Elemente des RAN
sind untereinander und in Richtung des CN mittels eines Übertragungsnetzes
verbunden, das üblicherweise
ein terrestrisches Netz ist. Infolgedessen wird das RAN als „UTRAN" (für „UMTS Terrestrial
Radio Access Network";
terrestrisches UMTS-Funkzugangsnetz) bezeichnet.
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Für die gegenseitige
Verbindung unterschiedlicher Netzelemente über das Übertragungsnetz sind mehrere
logische Schnittstellen definiert worden. Insbesondere die Kommunikation
zwischen einem RNC und jedem der Node Bs, die zum selben RNS gehören, findet über die
sogenannte Iub-Schnittstelle statt. Darüber hinaus können verschiedene
RNCs (die zu unterschiedlichen RNSs gehören) miteinander unter Nutzung
der sogenannten Iur-Schnittstelle kommunizieren. Schließlich findet
die Kommunikation zwischen einem RNC und dem Kernnetz (und daher
zwischen dem RAN und dem CN) über
eine sogenannte Iu-Schnittstelle statt).
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Im
UTRAN kann der RNC mehrere Rollen gegenüber den verschiedenen Node
Bs und mobilen Endgeräten übernehmen.
In jedem RNS gibt es einen einzigen RNC, der für die Steuerung aller Node
Bs in dem RNS und ihrer dazugehörigen
Ressourcen verantwortlich ist. In diesem Fall übernimmt der RNC die Rolle
des steuernden RNC (CRNC für „Controlling
RNC") für die Node
Bs im RNS. Zusätzlich
für die
Steuerung der Node Bs ist der RNC auch für die Steuerung der Verbindung
des mobilen Endgerätes
zum zellularen Netz verantwortlich. Der für eine bestimmte Benutzerverbindung
zuständige
RNC übernimmt
die Rolle eines dienenden RNC (SRNC für „Serving RNC") für den Teilnehmer.
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Ein
mobiles Endgerät
stellt den Zugang zum zellularen Netz über eine oder mehrere Funkverbindungen
her, die über
eine sogenannte Luftschnittstelle zugänglich sind. Von dem mobilen
Endgerät
aus übertragene
Daten werden über
die Luftschnittstelle zu einem oder mehreren Node Bs transportiert.
Jeder Node B überträgt die von
dem mobilen Endgerät
empfangenen Daten zusammen mit Messergebnissen an den dazugehörenden CRNC über die
Iub-Schnittstelle.
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Der
CRNC für
einen Node B, durch den das mobile Endgerät den Zugang zum Netz herstellt,
kann auch der SRNC für
das mobile Endgerät
oder ein anderer RNC sein. Im letztgenannten Fall übernimmt
der CRNC für
den Node B auch die Rolle eines Drift RNC gegenüber der Benutzerverbindung,
weil die Daten von diesem RNC an den für die Steuerung der Teilnehmerverbindung
verantwortlichen SRNC unter Nutzung der Iur-Schnittstelle weitergeleitet
(„gedriftet") werden müssen.
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Bei
UMTS besteht das CN aus einem leitungsvermittelten Teil (CS Domain)
und einem paketvermittelten Teil (PS Domain). Jeder von ihnen setzt
sich aus mehreren Elementen zusammen. Ein wesentliches Element der
CS Domain ist die Funkvermittlungsstelle (MSC für "Mobile Switching Center"), die z. B. für die Vermittlungs- und Signalisierungsfunktionen
für die
mobilen Endgeräte
verantwortlich ist, einschließlich
der Unterstützung
der Teilnehmermobilität
durch Übergabe-
und Standortaktualisierungsverfahren. Darüber hinaus wird der Zugang
zu externen leitungsvermittelten Netzen über eine sogenannte Gateway-Funkvermittlungsstelle bereitgestellt.
Das MSC kommuniziert mit einem Heimatregister (HLR für "Home Location Register") und einem Aufenthaltsregister
(VLR für "Visitor Location
Register"), bei
denen es sich um Datenbanken handelt, die Informationen über permanente
Teilnehmer beziehungsweise Informationen über vorübergehende Benutzer speichern.
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In
der PS Domain kann ein „Serving
GPRS Support Node" (SGSN)
als Gegenstück
zum MSC betrachtet werden. Der SGSN ist für die Verwaltung der zugehörigen paketvermittelten
Kommunikationen innerhalb des CN verantwortlich. Der SGSN kommuniziert
mit einem „Gateway
GPRS Support Node" (GGSN),
der den Zugang zu einem externen paketvermittelten Netz wie dem
Internet bereitstellt. Jedem mobilen Endgerät wird vom GGSN eine Netzadresse
zugewiesen. Diese Netzadresse ist in dem externen paketvermittelten
Netz gültig.
Dies ermöglicht
dem mobilen Endgerät,
mit anderen Endgeräten
oder Servern in dem externen Netz zu kommunizieren.
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Die
von dem mobilen Endgerät
ausgehenden Daten werden über
das CN an den Empfänger übertragen.
Dies ist zum Beispiel ein Endgerät,
das mit einem externen leitungsvermittelten Netz wie dem ISDN oder einem
externen paketvermittelten Netz wie dem Internet verbunden ist,
oder ein anderes mobiles Endgerät. Wenn
der Empfänger
ein anderes mobiles Endgerät
ist, werden die Daten vom CN an dieses mobile Endgerät über den
ihm zugeordneten SRNC und den Node B übertragen, der die Zelle steuert,
in der sich das andere mobile Endgerät befindet, oder über die
Node Bs, die für
jene Zellen verantwortlich sind, in denen das Endgerät im Fall
von Soft Handover über
eine aktive Funkverbindung verfügt.
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Die
bisher beschriebene Übertragung
von Daten bezieht sich hauptsächlich
auf Benutzerdaten, z. B. sprachbezogene Daten, die für einen
spezifischen Empfänger
bestimmt sind. Neben diesen Benutzerdaten müssen in einem zellularen Netz
mehrere Steuerungsinformationen übertragen
werden, um sicherzustellen, dass das zellulare Netz korrekt arbeitet.
Die Steuerungsinformationen werden als Signalisierung bezeichnet.
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Die
mit der Signalisierung verbundenen Daten betreffen Themen wie die Übergabesteuerung
(einschließlich
Makrodiversität),
Leistungsregelung, Austausch von Messdaten zwischen dem Netz und
den Endgeräten,
Mobilität
und Management des Aufenthaltsorts. Die Signalisierungsdaten können nur
einen Client (sogenannte dedizierte Signalisierungsdaten) oder mehrere
mobile Clients betreffen, die mit dem zellularen Netz verbunden
sind. Die Signalisierungsdaten können
auch alle mit dem zellularen Netz verbundenen mobilen Clients betreffen
(sogenannte gemeinsame Signalisierungsdaten).
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Ein
mobiles Endgerät
kann mit mehreren Zellen gleichzeitig verbunden sein. Diese Option
wird als Makrodiversität
bezeichnet. Die Gruppe von Zellen, mit denen das mobile Endgerät gleichzeitig
verbunden ist, wird als aktive Gruppe des mobilen Endgeräts bezeichnet.
Die Datenströme,
die über
die verschiedenen Zellen der aktiven Gruppe empfangen werden, werden
vom Node B (im Fall von Softer Handover, d.h., wenn mehrere Zellen
in der aktiven Gruppe zum selben Node B gehören) oder vom RNC (im Fall
von Soft Handover, d.h., wenn die Zellen in der aktiven Gruppe zu
verschiedenen Mode Bs gehören)
kombiniert. Das mobile Endgerät misst
die Signalpegel dieser Zellen und meldet die Messergebnisse über die
steuernden Node Bs an den RC. Der RNC wertet die gemeldeten Daten
aus und veranlasst das mobile Endgerät, nötigenfalls die Gruppe aktiver
Zellen zu wechseln.
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Zum
Soft Handover gehört
die Hinzufügung
einer neuen Funkverbindung über
einen anderen Node B im Fall einer Verschlechterung der Übertragungsqualität, um die Übertragungsqualität zu verbessern
(z.B. durch Verringern der Fehlerrahmenraten („Error Frame Rates").
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Da
in einer aktiven Zelle und in den angrenzenden Zellen dieselben
Frequenzen genutzt werden, besteht die Gefahr einer Interferenz.
Daher ist die Leistungsregelung eine wichtige Frage. Es gibt verschiedene Leistungsregelungstechniken
bei UMTS, z. B. die Leistungsregelung in einem offenen Regelkreis
(„Open Loop") und die Leistungsregelung
in einem geschlossenen Regelkreis („Closed Loop"). Gemäß der Open-Loop-Leistungsregelung überträgt der Node
B durch Rundsenden Informationen über die benötigte Mindestleistung, damit
ein mobiles Endgerät
Zugang zu dem zellularen Netz erlangen kann. Gemäß der Closed-Loop-Leistungsregelung überträgt der Node
B Informationen an das mobile Endgerät, um die Leistungsübertragung
beispielsweise entsprechend einem Störabstand einzustellen. Bei
der Closed-Loop-Leistungsregelung handelt es sich um eine Art von
dedizierter Signalisierung, da diese Informationen nicht an alle mobilen
Endgeräte
gesendet werden (durch Rundsenden), sondern nur für ein spezifisches
mobiles Endgerät bestimmt
sind.
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Die
innerhalb von UMTS übertragenen
Daten können
in zwei Gruppen unterteilt werden. Sie werden durch Steuerkanäle zur Übertragung
der signalisierungsbezogenen Daten und Verkehrskanäle zur Übertragung
der Benutzerdaten repräsentiert.
Beispiele für
Steuerkanäle
und Verkehrskanäle
sind:
- – der
Sende-Steuerkanal (BCCH für "Broadcast Control
Channel"): Rundsenden
von Systeminformationen, d.h., Informationen, die sich auf die Funkumgebung
beziehen, beispielsweise Codewerte in der Zelle und in angrenzenden
Zellen, Leistungspegel usw.;
- – der
Funkruf-Steuerkanal (PCH für „Paging
Control Channel"):
Der Funkruf wird durchgeführt,
um den tatsächlichen
Aufenthaltsort eines Benutzers zu finden und den Benutzer über das
Eintreffen eines ankommenden Anrufs zu benachrichtigen;
- – der
gemeinsame Steuerkanal (CCCH für „Common
Control Channel"):
Er wird für
Aufgaben genutzt, die alle sich in der Zelle aufhaltenden mobilen
Endgeräte
gemeinsam betreffen, zum Beispiel die anfänglichen Zugangsverfahren.
Da viele Benutzer den CCCH gleichzeitig nutzen können werden sie durch eine
eindeutige Identität
identifiziert (IMSI für „International
Mobile Subscriber Identifier" oder
U-RNTI für "UTRAN Radio Network
Temporary Identity").
- – der
dedizierte Steuerkanal (DCCH für „Dedicated
Control Channel"):
Steuerinformationen für
ganz bestimmte und aktive Verbindungen, die zum Beispiel für die Übergabesteuerung,
den Austausch von Messdaten, den Aufbau von Funkzugangskanälen und
Neukonfigurationen, die SRNS-(„Serving
Radio Network Subsystem")
Verlagerung (d.h., Wechsel der Steuerung vom SRNS zu einem anderen
RNS (Funknetz-Subsystem) und generell für die meisten Signalisierungsverfahren
zwischen dem Endgerät
und dem Netz genutzt werden;
- – der
dedizierte Verkehrskanal (DTCH für „Dedicated
Traffic Channel"):
Der wichtigste Kanal für
die Übertragung
des dedizierten Benutzerverkehrs (Benutzerdaten), d.h., von Sprach-
oder Paketdaten; und
- – der
gemeinsame Verkehrskanal (CTCH für „Common
Traffic Channel"):
Informationen, die an alle mobilen Endgeräte oder an eine spezifische
Gruppe von mobilen Endgeräten
in der Zelle gesendet werden sollen. Dieser Kanal wird hauptsächlich für die Zellenrundsendedienste
(„Cell
Broadcast Services")
genutzt, die in der Zustellung kurzer Textnachrichten an alle Benutzer
oder an die angemeldeten Benutzer in einer Zelle bestehen.
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Logische
Kanäle
werden Transportkanälen
innerhalb einer Schicht – der
sogenannten MAC-(„Medium Access
Control") Schicht – des UTRAN-Protokollstacks
zugeordnet. Die Zuordnung kann auch das Multiplexen mehrerer logischer
Kanäle
in denselben Transportkanal umfassen. Transportkanäle sind
Trägerdienste
(d.h., Übertragungsdienste),
die von der physikalischen Schicht der Luftschnittstelle angeboten
werden.
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Eine
weitere Schicht – die
sogenannte physikalische Schicht – ordnet Transportkanäle physikalischen Kanälen zu.
Physikalische Kanäle
entsprechen den tatsächlichen
Funkkanälen,
die für
die Kommunikation über
die Funkschnittstelle genutzt werden.
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Zur
Erweiterung eines zellularen Netzes kann ein Ad-hoc-Netz verwendet
werden. Mit einer Ad-hoc-Netzerweiterung kommuniziert ein mobiles
Endgerät
(hier: ein mobiler Client), das mit dem Ad-hoc-Netz verbunden ist,
mit dem zellularen Netz nicht direkt, sondern über ein anderes mobiles Endgerät (hier:
eine mobile Zwischenstation). Die mobile Zwischenstation ist mit
dem Ad-hoc-Netz und mit dem zellularen Netz verbunden. Die mobile
Zwischenstation kann direkt oder über andere mobile Zwischenstationen
mit dem zellularen Netz verbunden sein. Daten, die von dem mobilen
Client übertragen
werden und die für
das zellulare Netz bestimmt sind, werden zuerst von dem mobilen
Client unter Nutzung des Ad-hoc-Netzes an die mobile Zwischenstation überragen.
Daten, die von dem mobilen Client über das Ad-hoc-Netz an die mobile Zwischenstation
gesendet werden, können
entweder direkt oder über
dazwischen liegende Ad-hoc-Endgeräte gesendet werden. Die mobile
Zwischenstation überträgt diese
Daten dann direkt an das zellulare Netz. Daten, die von dem zellularen
Netz übertragen
werden und die für
den mobilen Client bestimmt sind, werden zuerst von dem zellularen
Netz unter Nutzung der Luftschnittstelle an die mobile Zwischenstation übertragen.
Die mobile Zwischenstation überträgt anschließend diese
Daten, indem sie sie entweder direkt oder über weitere mobile Zwischenstationen
(unter Nutzung der Luftschnittstelle oder eines Ad-hoc-Netzes) über das
Ad-hoc-Netz an den mobilen Client überträgt.
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Ein
Verfahren zur Übertragung
von Benutzerdaten zwischen einem mobilen Client und einem zellularen
Netz, einem mobilen Client und einem Telekommunikationssystem der
oben erwähnten
Art ist aus WO 00/54539 bekannt. Dieses Dokument beschreibt ein
Telekommunikationssystem, das eine Anzahl mobiler Clients umfasst,
die in unterschiedlichen Entfernungen zu einer Basisstation innerhalb
eines Versorgungsbereichs (einer sogenannten Zelle) angeordnet sind,
wobei die Basisstation mit einem zellularen Netz verbunden ist.
Statt die Benutzerdaten direkt zwischen einem mobilen Client und
der Basisstation zu übertragen,
werden sie über
einen oder mehrere mobile Clients als Zwischenstationen weitergeleitet,
bevor sie den mobilen Client beziehungsweise die Basisstation erreichen.
Daher beschreibt der bisherige Stand der Technik ein Telekommunikationssystem
mit einem oder mehreren mobilen Clients, die als mobile Zwischenstationen
fungieren und zu einem Ad-hoc-Netz gehören. Sobald das Ad-hoc Netz zwischen
dem mobilen Client und den mobilen Zwischenstationen aufgebaut ist,
empfangen die mobilen Zwischenstationen sämtliche Signalisierungs- und Benutzerdaten
und leiten sie weiter. Nur während
des Aufbaus des Ad-hoc-Netzes
und wenn sich ein mobiler Client aus dem Versorgungsbereich einer
Basisstation zu einer anderen bewegt, werden Signalisierungsdaten (Synchronisations-
und Rundsendeinformationen; Aktualisierung des Aufenthaltsorts)
von dem mobilen Client über
die Luftschnittstelle an die Basisstation übertragen. Allerdings werden
alle für
die Aufrechterhaltung der Verbindung zwischen dem mobilen Client
und den mobilen Zwischenstationen verwendeten Signalisierungsdaten
(Sondierungssignale oder Sondierungsnachrichten) innerhalb einer
Zelle über
das Ad-hoc-Netz übertragen.
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Der
Hauptgedanke des Dokuments nach dem bisherigen Stand der Technik
besteht darin, ein Telekommunikationssystem bereitzustellen, in
dem Daten unter Nutzung einer Reihe kleinerer Teilstrecken übertragen
werden können
statt über
eine einzige Strecke mit relativ hoher Leistung, wobei gleichzeitig
eine effiziente Leitweglenkung der Daten innerhalb eines solchen
Systems bereitgestellt wird. Das Telekommunikationssystem nutzt
dieselbe Luftschnittstelle, um eine direkte Verbindung von den mobilen
Clients zur Basisstation herzustellen, und ebenso für das Ad-hoc-Netz,
um eine Verbindung von den mobilen Clients über die mobilen Zwischenstationen
mit der Basisstation herzustellen. Die Nutzung der Luftschnittstelle
für das
Ad-hoc-Netz hat jedoch den Nachteil, dass für die Signalisierungs- und
Benutzerdaten, die in dem Ad-hoc-Netz übertragen werden, spezifische
Zeitschlitze und Frequenzen oder Anrufkanäle gefunden und von der Basisstation
bereitgestellt werden müssen,
damit sie von dem mobilen Client und den mobilen Zwischenstationen
für ihre
gegenseitige Interaktion genutzt werden können. Dies erfordert eine beträchtliche
Menge an Ressourcen an der Basisstation und innerhalb des zellularen
Netzes. Schließlich
führt dies
zu einer Verringerung der Anzahl an mobilen Clients, die von der
Basisstation innerhalb einer Zelle verwaltet und betrieben werden
können.
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Daher
ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine Möglichkeit bereitzustellen,
um die Anzahl von mobilen Clients zu erhöhen, die von einer Basisstation
innerhalb einer Zelle verwaltet und betrieben werden können, und
dadurch den Betreibern von zellularen Netzen eine Senkung der Kosten
anzubieten.
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Dieses
Ziel wird durch ein Verfahren der oben genannten Art gelöst, das
dadurch gekennzeichnet ist, dass
- – die Signalisierungsdaten
direkt über
einen Steuerkanal der ersten Verbindung ausgetauscht werden, und zwar
sowohl während
des Aufbaus der zweiten Verbindung als auch während des Aufrechterhaltens
der zweiten Verbindung;
- – eine
zur zweiten Verbindung gehörende
Verbindung zwischen dem mobilen Client und einer mobilen Zwischenstation über ein
Ad-hoc-Netz aufgebaut wird, wobei die mobile Zwischenstation mit
dem Ad-hoc-Netz und dem zellularen Netz verbunden ist; und
- – mindestens
ein Teil der Benutzerdaten, die zwischen dem mobilen Client und
dem zellularen Netz zu übertragen
sind, über
die zweite Verbindung übertragen
wird.
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Es
ist möglich,
dass die Kommunikation zwischen der mobilen Zwischenstation und
dem mobilen Client über
eine Anzahl von dazwischen liegenden, sogenannten Ad-hoc-Endgeräten erfolgt,
sodass die Daten, die von dem mobilen Endgerät übertragen werden und die für das zellulare
Netz bestimmt sind (oder umgekehrt), mehrere Male von dazwischen
liegenden Ad-hoc-Endgeräten
zwischen dem mobilen Client und der mobilen Zwischenstation weitergeleitet
werden. Dies wird als Ad-hoc-Verbindung
mit mehreren Teilstrecken bezeichnet.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung werden alle Signalisierungsdaten zwischen dem mobilen
Client und dem zellularen Netz über
die Luftschnittstelle und nicht über
das Ad-hoc-Netz übertragen.
Dies hat den Vorteil, dass selbst dann, wenn die Verbindung zwischen
dem mobilen Client und der mobilen Zwischenstation oder zwischen
einem oder mehreren aus einer Anzahl von Verbindungen zwischen verschiedenen
mobilen Zwischenstationen über
das Ad-hoc-Netz unterbrochen wird, eine neue Verbindung über das
Ad-hoc-Netz innerhalb einer sehr kurzen Zeitspanne aufgebaut werden
kann, weil die für
den Aufbau der Verbindung benötigten
Signalisierungsdaten noch verfügbar
sind, weil sie über
die Luftschnittstelle über
die erste Verbindung übertragen
werden.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung werden die Hauptverfahren wie der Aufbau von Datenträgerkanälen, die Übergabesteuerung,
der Austausch von Messdaten, die Neukonfiguration von Datenträgerkanälen usw.
alle mittels der Signalisierungs verbindung transportiert, die über die
direkte zellulare Verbindung aufgebaut ist. Im Gegensatz dazu werden
nach WO 00/54539 diese Verfahren alle über die Ad-hoc-Erweiterung aufgebaut.
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Ad-hoc-Netze
weisen normalerweise einen begrenzten Funkversorgungsbereich und/oder
eine begrenzte Kapazität
auf. Wenn zum Beispiel das Ad-hoc-Netz durch BlueTooth realisiert
wird, darf die Entfernung zwischen dem mobilen Client und der mobilen
Zwischenstation beziehungsweise zwischen verschiedenen mobilen Zwischenstationen
nur im Bereich von einigen Metern liegen. Wenn daher ein mobiler
Client mit dem zellularen Netz über
eine Ad-hoc-Schnittstelle und eine mobile Zwischenstation verbunden
ist, besteht die Wahrscheinlichkeit, dass der mobile Client das
Gebiet verlässt,
das innerhalb des Funkversorgungsbereichs des Ad-hoc-Netzes liegt. Dies
bedeutet, dass die Verbindung zwischen dem mobilen Client und der
mobilen Zwischenstation abgebrochen wird und dass eine andere Verbindung
aufgebaut werden muss. Dies kann mit der vorliegenden Erfindung
deutlich schneller und effektiver erreicht werden.
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Ein
Abbruch kann auch verursacht werden, wenn die mobile Zwischenstation
das Gebiet verlässt,
das innerhalb des Funkversorgungsbereichs des Ad-hoc-Netzes liegt,
oder wenn die mobile Zwischenstation die Weiterleitung der Daten
beendet, z.B. weil die mobile Zwischenstation abgeschaltet wird,
weil ein Hardwarefehler auftritt oder einfach weil die Batterie
zu schwach ist.
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Ein
Zusammenbruch des Ad-hoc-Netzes kann auch zu einem Abbruch der Verbindung
zwischen dem mobilen Client und dem zellularen Netz führen, da
das zellulare Netz von dem mobilen Client keine Antwort mehr bekommt
und es daher die Verbindung abbricht. In diesem Fall muss die Verbindung
zwischen dem mobilen Client und dem zellularen Netz entweder direkt
oder ober das Ad-hoc-Netz neu aufgebaut werden. Dies kann mit der
vorliegenden Erfindung deutlich schneller und effektiver erreicht
werden.
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Jeder
Abbruch verursacht eine gewisse Verzögerung, die einem zeitlichen
Steuerungsaufwand entspricht. Dies ist durch den Umstand begründet, dass
es Zeit in Anspruch nimmt, um den Abbruch zu erkennen, um eine andere
mobile Zwichenstation zu finden, um die Ad-hoc-Verbindung zu der
andern mobilen Zwischenstation herzustellen, um eine Verbindung
von der mobilen Zwischenstation zu dem zellularen Netz herzustellen,
um die über
Zwischenstationen verlaufende Verbindung zwischen dem mobilen Client
und dem zellularen Netz herzustellen und um die Datenübertragung
da wieder aufzunehmen, wo sie abgebrochen wurde. Dies kann mit der
vorliegenden Erfindung deutlich schneller und effektiver erreicht
werden.
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Darüber hinaus
besteht, wenn die Verbindung in einer oben beschriebenen Weise abgebrochen
wird, die Möglichkeit
des Datenverlusts. Selbst wenn ein Fehlererkennungsmechanismus einbezogen
ist und die Datenübertragung
vor Datenverlust schützen
kann, benötigt
es Zeit und Ressourcen, um festzustellen, welche Daten von einem
Verlust bedroht sind, und um die geeigneten Maßnahmen auszuführen, beispielsweise
eine erneute Übertragung
dieser Daten, nachdem eine neue Verbindung aufgebaut ist. Aufgrund
des Umstands, dass gemäß der Erfindung
der erneute Aufbau der Verbindung über das Ad-hoc-Netz schneller
erfolgen kann, wird die Möglichkeit
des Datenverlusts auf ein Minimum reduziert.
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Die
durch einen Zusammenbruch des Ad-hoc-Netzes bedingten negativen
Auswirkungen können noch
deutlich zunehmen, wenn sich der mobile Client im Randbereich des
Ad-hoc-Netzes befindet. im Randbereich ist die Signalqualität typischerweise
zeitlichen Schwankungen unterworfen. Daher ist es denkbar, dass die
Ad-hoc-Netzverbindung zwischen dem mobilen Client und der mobilen
Zwischenstation aufgrund einer schlechten Signalqualität abgebrochen
wird und dass kurz nach dem Abbruch die Signalqualität zunimmt,
sodass erneut eine Verbindung zwischen dem mobilen Client und derselben
mobilen Zwischenstation wie zuvor aufgebaut wird. Wenn die Signalqualität wieder
abnimmt, wird die Verbindung abgebrochen, und so weiter. Insbesondere
in diesen Fällen
bietet die vorliegende Erfindung einen beträchtlichen Vorteil gegenüber dem
bisherigen Stand der Technik.
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Ferner
nimmt die Wahrscheinlichkeit eines Abbruchs zu, wenn der mobile
Client mit der mobilen Zwischenstation über eine Verbindung mit mehreren
Teilstrecken verbunden ist. An einer Verbindung über mehrere Teilstrecken sind
neben dem mobilen Client und der mobilen Zwischenstation mehrere
andere mobile Endgeräte
beteiligt. Diese mobilen Endgaräte
sind miteinander und/oder mit dem mobilen Client und/oder der mobilen
Zwischenstation über
das Ad-hoc-Netz oder sogar über
verschiedene Ad-hoc-Netze verounden. Auf diese Weise kann sich die
Wahrscheinlichkeit eines Abbruchs einer Verbindung mit der Anzahl
der beteiligten mobilen Endgeräte
erhöhen.
Insbesondere in diesen Fällen
bietet die vorliegende Erfindung einen beträchtlichen Vorteil gegenüber dem
bisherigen Stand der Technik.
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Die
Signalisierungsdaten betreffen Themen wie die Übergabesteuerung (einschließlich der
Makrodiversität),
die Leistungsregelung, den Austausch von Messdaten zwischen dem
Netz und den Endgeräten,
die Mobilität
und das Management von Aufenthaltsorten. Insbesondere werden Signalisierungsdaten
zum Aufbau und zur Steuerung einer Verbindung zwischen dem mobilen
Client und dem zellularen Netz verwendet. Im Fall eines Abbruchs
der Ad-hoc-Netzverbindung kann der mobile Client das zellulare Netz
(z.B. den RNC) über
Signalisierungsdaten darüber
informieren, dass die Ad-hoc-Netzverbindung abgebrochen wurde und
eine neue Ad-hoc-Netzverbindung
aufgebaut werden muss, damit die Datenübertragung fortgesetzt werden
kann. Es ist auch denkbar, dass das zellulare Netz den mobilen Client über den
Zusammenbruch des Ad-hoc-Netzes informiert, z.B. für den Fall,
dass das zellulare Netz einen Ausfall in der mobilen Zwischenstation
feststellt.
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Dadurch,
dass die Übertragung
der Signalisierungsdaten von der Zuverlässigkeit der Ad-hoc-Netzverbindung
unabhängig
gemacht wird, wird der mobile Client im Fall eines Zusammenbruchs
des Ad-hoc-Netzes in die Lage versetzt, beispielsweise
- – das
zellulare Netz darüber
zu informieren, ob der mobile Client die Verbindung zwischen dem
mobilen Client und dem zellularen Netz überhaupt oder nicht abbrechen
möchte;
- – das
zellulare Netz aufzufordern, dass es wartet, bis die Ad-hoc-Netzverbindung wiederhergestellt
ist (eventuell über
eine andere mobile Zwischenstation); und/oder
- – vorzuschlagen
oder zu gestatten, dass auf einen direkten Übertragungsmodus umgeschaltet
wird, bei dem alle Daten so lange direkt über die Luftschnittstelle übertragen
werden, bis die Ad-hoc-Netzverbindung wiederhergestellt ist.
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Dadurch
wird das zellulare Netz auch in die Lage versetzt, beispielsweise
- – den
mobilen Client darüber
zu informieren, ob das zellulare Netz die Verbindung zu dem mobilen
Client überhaupt
oder nicht abbrechen möchte;
- – den
mobilen Client darüber
zu informieren, wie lange das zellulare Netz auf die Wiederherstellung
der Ad-hoc-Netzverbindung warten wird; und/oder
- – vorzuschlagen
oder zu gestatten, dass auf einen direkten Übertragungsmodus umgeschaltet
wird, bei dem alle Daten so lange direkt über die Luftschnittstelle übertragen
werden, bis die Ad-hoc-Netzverbindung wiederhergestellt ist.
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Da
der Abbruch einer Ad-hoc-Verbindung die Übertragung der Signalisierungsdaten
nicht beeinträchtigt,
führt der
Zusammenbruch des Ad-hoc-Netzes nicht notwendigerweise zu einem
vollständigen
Abbruch der Verbindung zwischen dem mobilen Client und dem zellularen
Netz. Statt dessen kann die Datenübertragungsverbindung zwischen
dem mobilen Client und dem zellularen Netz so lange auf einen sogenannten
Wartezustand umgeschaltet werden, bis die Ad-hoc-Netzverbindung
wiederhergestellt ist, oder sie kann für alle Daten so lange auf eine
direkte Datenübertragung über die
Luftschnittstelle umgeschaltet werden, bis die Ad-hoc-Netzverbindung wiederhergestellt
ist.
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Dies
reduziert deutlich den durch den Abbruch der Ad-hoc-Netzverbindung
verursachten Steuerungsaufwand, da gemäß der vorliegenden Erfindung
der Abbruch der Ad-hoc-Netzverbindung nicht notwendigerweise einen
vollständigen
Abbruch der Verbindung zwischen dem mobilen Client und dem zellularen
Netz verursacht. Dadurch ist kein Zeitaufwand erforderlich, um die
Verbindung zwischen dem mobilen Client und dem zellularen Netz wiederherzustellen.
Darüber
hinaus bringt diese Ausführungsform
die Möglichkeit
mit sich, alle Daten so lange direkt über die Luftschnittstelle zu übertragen,
bis das Ad-hoc-Netz wiederhergestellt ist.
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Ein
Beispiel der Arbeitsweise eines Ad-hoc-Netzes gemäß der vorliegenden
Erfindung wird in der europäischen
Patentanmeldung 04 291 664, "Luftchnittstellenprotokolle
für ein
Funkzugangsnetz mit Ad-hoc-Erweiterungen" beschrieben, die vor selben Anmelder
eingereicht wurde wie die vorliegende Erfindung.
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Die
Erweiterung eines zellularen Netzes durch ein Ad-hoc-Netz gemäß der vorliegenden
Erfindung führt
zu einer Verbesserung der Kapazität und der Funkversorgung der
Zellen. Die Kapazität
einer Basisstation hängt
in hohem Maße
von der Entfernung der mobilen Clients zu der Basisstation ab, und
infolgedessen von der Qualität
der Verbindung zwischen den mobilen Clients und der Basisstation.
Wenn zum Beispiel ein mobiles Endgerät weit entfernt (in bezug auf
die Empfangsstärke
und nicht notwendigerweise in bezug auf den physische Abstand) von
einem Node B angeordnet wird, der für eine oder mehrere der Zellen
in der aktiven Gruppe des mobilen Endgerätes zuständig ist, überträgt es Daten mit einer sehr
hohen Übertragungsleistung.
Dies wiederum kann andere Datenübertragungen
in derselben oder in angrenzenden Zellen stören. Durch die Nutzung einer
Ad-hoc-Erweiterung und wenn eine mobile Zwischenstation innerhalb
der Reichweite des mobilen Endgerätes zur Verfügung steht,
kann die mobile Zwischenstation eine Verbindung zu einem Node B
mit einer höheren
Qualität
und geringerer Übertragungsleistung
als der des mobilen Endgerätes
herstellen. Auf diese Weise kann die Funkversorgung erhöht werden,
und die Gefahr von gegenseitigen Behinderungen mit anderen Verbindungen
wird verringert.
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Indem
zumindest einige der Benutzerdaten über das Ad-hoc-Netz übertragen
werden, wird die für
die Datenübertragung über die
Luftschnittstelle erforderliche Datenrate verringert. Da jeder mobile
Client eine kleinere Datenrate benötigt, kann die von der Basisstation
zur Verfügung
gestellte Gesamtdatenrate unter einer größeren Zahl von mobilen Clients
aufgeteilt werden. Dadurch werden die Ressourcen der Basisstation
ohne jeden Verlust bei der Verbindungsqualität unter einer größeren Zahl
mobiler Clients aufgeteilt.
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Da
eine mobile Zwischenstation prinzipiell die von verschiedenen mobilen
Endgeräten
zu einem gegebenen Zeitpunkt übertragenen
Daten weiterleiten kann, kann die Funkversorgung noch weiter erhöht werden.
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Ein
wichtiger Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die Nutzung separater
Verbindungen für
die Benutzerdaten und für
die Signalisierungsdaten. Insbesondere werden separate Verbindungen
für Benutzerdaten auf
der einen Seite und dedizierte Signalisierungsdaten auf der anderen
Seite genutzt. Alle dedizierten Signalisierungsdaten werden direkt
zwischen dem mobilen Client und dem zellularen Netz (oder der Basistation) über die
Luftschnittstelle über
die erste Verbindung ausgetauscht. Zu diesem Zweck wird ein dedizierter
Steuerkanal (CDDH) über
die erste Verbindung aufgebaut. Sobald ein DCCH aufgebaut ist, wird
der DDCH für
den Austausch aller Arten von dedizierten Signalisierungsdaten zwischen
dem mobilen Client und dem zellularen Netz genutzt. Hierzu gehören viele
Arten von Signalisierungsverfahren wie beispielsweise der Aufbau
von Datenverbindungen, die Übergabesteuerung,
der Austausch von Messdaten usw.
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Die
vorliegende Erfindung ermöglicht
auch, allen in einer Richtung zu übertragenden Daten (entweder vom
mobilen Client zum zellularen Netz oder vom zellularen Netz zum
mobilen Client) zusammen entweder über die Luftschnittstelle oder über das
Ad-hoc-Netz und die mobile Zwischenstation zu übertragen, wobei die Daten,
die in die andere Richtung übertragen
werden, so in einen ersten Teil und einen zweiten Teil aufgeteilt werden,
dass der erste Teil direkt über
die Luftschnittstelle übertragen
wird und der zweite Teil über
die Ad-hoc-Schnittstelle übertragen
wird.
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Die
vorliegende Erfindung führt
daher eine maximale Flexibilität
ein, indem für
jede Richtung (mobiler Client zum zellularen Netz und umgekehrt)
entschieden wird, welche Art von Daten über das Ad-hoc-Netz übertragen
werden soll und welche Art von Daten direkt übertragen werden soll. Wenn
der mobile Client zum Beispiel batteriebetrieben ist, wobei die
Batterie fast entladen ist, und wobei angenommen wird, dass mehr
Energie dafür
benötigt
wird, um die Daten direkt zu senden, als dafür, diese Daten über das
Ad-hoc-Netz zu senden, wobei aber weniger Energie benötigt wird,
um Daten direkt zu empfangen als über das Ad-hoc-Netz, dann ist
es – um
Batterieleistung zu sparen – möglich, dass
ein größerer Teil
der Daten von dem mobilen Client zum zellularen Netz über das
Ad-hoc-Netz übertragen
wird und dass ein größerer Teil
der Daten vom zellularen Netz an den mobilen Client direkt über die
Luftschnittstelle übertragen
wird.
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Die
vorliegende Erfindung ermöglicht
ferner, dass die erste Verbindung einen dedizierten Steuerkanal (CDDH)
umfasst, um dedizierte Signalisierungsdaten zwischen dem mobilen
Client und dem zellularen Netz auszutauschen. Vorzugsweise werden
nur die dedizierten Signalisierungsdaten (was sich bei UMTS auf
alle über
den DCCH übertragenen
Signalisierungsdaten bezieht) über
die Luftschnittstelle übertragen,
während alle
anderen Signalisierungsdaten, wahlweise gemeinsame Signalisierungsdaten
(die über
die Kanäle
CCCH BCCH usw. übertragen
werden), über
das Ad-hoc-Netz übertragen
werden können.
Gemeinsame Signalisierungsdaten beziehen sich z.B. auf Systeminformationen,
d.h., Informationen, die sich auf die Funkumgebung beziehen, beispielsweise
Codewerte in der Zelle und in benachbarten Zellen, Leistungspegel
für die Open-Loop-Leistungsregelung
oder Aktualisierungen von Daten des Aufenthaltsortes, die vom zellularen
Netz per Rundsanden über
den BCCH überfragen
werden. Zellenrundsendedienste (CBS für "Cell Broadcast Services"), die in der Zustellung
von kurzen Textnachrichten an alle Benutzer oder an die angemeldeten
Benutzer in einer Zelle über
den CTCH bestehen, können
auf dieselbe Weise gehandhabt werden wie die gemeinsame Signalisierung.
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Vorzugsweise
wird zumindest ein Teil der zeitkritischen Benutzerdaten, die vom
mobilen Client übertragen
werden und die für
das zellulare Netz bestimmt sind, vom mobilen Client direkt über die
Luftschnittstelle an das zellulare Netz übertragen, und/oder zumindest
ein Teil der zeitkritischen Benutzerdaten, die vom zellularen Netz übertragen
werden und die für
den mobilen Client bestimmt sind, werden direkt vom zellularen Netz über die
Luftschnittstelle an den mobilen Client überfragen. Dies wahrt die Qualität der Datenübertragung
zwischen dem mobilen Client und dem zellularen Netz, da ein Zusammenbruch
des Ad-hoc-Netzes die Übertragung
der zeitkritischen Daten nicht beeinträchtigt. Dessen ungeachtet werden
Daten, die nicht zeitkritisch sind, über das Ad-hoc-Netz übertragen,
wodurch ein Beitrag zur Kapazitätserhöhung der
Luftschnittstelle des zellularen Netzes geleistet wird.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung wird zumindest ein Teil der paketvermittelten Benutzerdaten,
die vom mobilen Client übertragen
werden und die für
das zellulare Netz bestimmt sind, über das Ad-hoc-Netz und die
mobile Zwischenstation an das zellulare Netz übertragen, und/oder zumindest
ein Teil der paketvermittelten Benutzerdaten, die vom zellularen
Netz übertragen
werden und die für
den mobilen Client bestimmt sind, werden über die mobile Zwischenstation
und das Ad-hoc-Netz an den mobilen Client übertragen.
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Paketvermittelte
Daten werden paketweise übertragen.
Dies bedeutet, dass jedes Paket in gewissem Sinne unabhängig von
den anderen Paketen übertragen
wird. Zum Beispiel können
in einem paketvermittelten Netz verschiedene Pakete unterschiedliche
Wege von einem Sender zu einem Empfänger einschlagen. Der Empfänger sammelt
die Pakete, bringt sie in die richtige Reihenfolge und stellt die ursprüngliche
Information wieder her. Wenn ein Paket verloren geht, gibt es Mechanismen,
um eine erneute Übertragung
dieses spezifischen Pakets anzufordern, ohne dass dabei im Grunde
genommen die Notwendigkeit besteht, den gesamten Übertragungsvorgang
anzuhalten und alle nach dem verlorenen Paket gesendeten Pakete
noch einmal zu übertragen.
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Die Übertragung
paketvermittelter Daten über
die Ad-hoc-Schnitstelle bedeutet, dass im Fall eines Abbruchs die
Pakete über
ein anderes Ad-hoc-Netz erneut übertragen
werden können,
was nur einen geringen Steuerungsaufwand verursacht. Diese Ausführungsform
eröffnet
auch die Möglichkeit,
im Fall eines Zusammenbruchs des Ad-hoc-Netzes die Pakete so lange über die
Luftschnittstelle zu übertragen,
bis die Ad-hoc-Netzerweiterung wiederhergestellt ist oder eine andere
Ad-hoc-Netzerweiterung aufgebaut ist. Im Fall paketvermittelter
Daten kann die Umschaltung zwischen der Übertragung der Daten über die
Ad-hoc-Netzerweiterung oder der Übertragung
der Daten direkt über
die Luftschnittstelle sehr schnell durchgeführt werden. Dies wiederum verringert
die zeitaufwendigen Folgen eines Zusammenbruchs der Ad-hoc-Netzverbindung.
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Weiterhin
wird vorgeschlagen, dass die Ad-hoc-Netzverbindung zwischen dem
mobilen Client und der mobilen Zwischenstation und die erste Verbindung
zwischen dem mobilen Client und dem zellularen Netz mit Hilfe unterschiedlicher
Technologien aufgebaut werden. Vorzugsweise wird die erste Verbindung
mit Hilfe einer Technologie für
die Mobilfunkkommunikation, insbesondere nach einer GSM-(„Global System for Mobile
Communications")
oder einer UMTS-(„Universal
Standard for Telecommunications Services") Norm aufgebaut. Vorzugsweise wird
die Ad-hoc-Netzverbindung mit Hilfe einer Technologie für lokale
drahtlose Netze, insbesondere nach einer WLAN (Wireless Local Area
Network) oder einer BlueTooth-Norm aufgebaut.
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Das
Ziel der vorliegenden Erfindung wird auch durch einen mobilen Client
in der oben genannten Form nach einem der Ansprüche 9 bis 13 gelöst.
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Weiterhin
wird das Ziel der vorliegenden Erfindung durch ein Telekommunikationssystem
in den oben genannten Form nach Anspruch 14 oder 15 gelöst.
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Schließlich wird
das Ziel der vorliegenden Erfindung durch ein Computerprogramm nach
einem der Ansprüche
16 bis 18 gelöst.
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Weitere
Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden ausführlicher
weiter unten unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen erklärt. Die
Figuren zeigen:
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1 eine
allgemeine Ansicht eines durch ein Ad-hoc-Netz erweiterten zellularen
Netzes;
-
2 eine
allgemeine Ansicht eines durch ein Ad-hoc-Netz erweiterten zellularen
Netzes, bei dem der mobile Client und die mobile Zwischenstation
mit unterschiedlichen Node Bs verbunden sind;
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3 eine
allgemeine Ansicht des Datenflusses des ersten Teils und des zweiten
Teils der übertragenen
Daten.
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1 zeigt
einen mobilen Client 1, der über ein Ad-hoc-Netz 2 mit
einer mobilen Zwischenstation 3 unter Nutzung einer Ad-hoc-Netzschnittstelle 2a kommuniziert.
Die mobile Zwischenstation 3 ist mit einem zellularen Netz 4,
z.B. einem zellularen UMTS-Netz 4, über eine Funkverbindung verbunden,
auf die über
eine Luftschnittstelle (z.B. Uu bei UMTS) zugegriffen werden kann.
Das zellulare Netz 4 umfasst einen Node B 5, einen
Funknetz-Controller (RNC) 6, und ein Kernnetz 7.
Node B 5 ist eine physikalische Einheit zur Funkübertragung
(und zum Funkempfang), und er ist einer oder mehreren Zellen des
zellularen Netzes 4 zugeordnet. Typischerweise sind mehrere
Node Bs 5 einem RNC 6 zugeordnet und werden von
diesem RNC 6 gesteuert. Die Steuerung umfasst insbesondere
die Verwaltung der Ressourcen in den Node Bs 5.
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Der
mobile Client 1 kommuniziert direkt mit mindestens einem
Node B 5 über
eine Funkverbindung, auf die über
eine Luftschnittstelle 8 (z.B. Uu bei UMTS) zugegriffen
werden kann. Es ist auch möglich,
mit mehreren Node Bs parallel zu kommunizieren (im Fall von Soft
Handover). Die mobile Zwischenstation 3 kommuniziert mit
Node B 5 über
die Funkverbindung, auf die auch über die Luftschnittstelle 9 zugegriffen
werden kann. Node B 5 kommuniziert mit dem RNC 6 über die
sogenannte Iub-Schnittstelle 10, wobei ein zugrundeliegendes Übertragungsnetz
genutzt wird, bei dem es sich üblicherweise
um ein terrestrisches Netz handelt. Node B 5 wird vom RNC 6 gesteuert.
Beide sind Teil des Funkzugangsnetzes (RAN). Bei UTRAN (dem RAN des
zellularen UMTS-Netzes 4) kann das Übertragungsnetz auf dem ATM-
oder IP-Transport basieren. Schließlich findet die Kommunikation
zwischen einem RNC 6 und dem Kernnetz 7 (und somit
zwischen RAN und CN) über
eine sogenannte Iu-Schnittstelle 11 statt, die ein zugrundeliegendes
ATM-basiertes oder IP-basiertes Backbone-Netz nutzt.
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2 zeigt
eine Variante des zellularen Netzes 4, das durch ein Ad-hoc-Netz 2 erweitert
ist. Hier kommunizieren der mobile Client 1 und die mobile
Zwischenstation 3 mit unterschiedlichen Node Bs. Dies spiegelt den
Fall wieder, dass sich der mobile Client 1 und die mobile
Zwischenstation 3 in unterschiedlichen Zellen des zellularen
Netzes 4 aufhalten. In der in 2 dargestellten
Situation sind beide Node Bs über
das Übertragungsnetz 10 mit
demselben RNC verbinden. Es ist aber auch denkbar, dass die unterschiedlichen
Zellen, in denen sich der mobile Client 1 und die mobile
Zwischenstation 3 aufhalten, von verschiedenen RNCs 6 gesteuert
werden, sodass die Node Bs 5 über das Übertragungsnetz 10 mit
unterschiedlichen RNCs 6 verbunden sind. Falls die verschiedenen
RNCs 6 zu unterschiedlichen Funknetz-Subsystemen (RNS)
gehören,
kommunizieren sie miteinander unter Nutzung der Iur-Schnittstelle.
-
3 zeigt
ein Beispiel des Datenflusses zwischen dem mobilen Client 1 und
dem zellularen Netz 4. Der mobile Client 1 umfasst
einen ersten Protokollstack 11 und einen zweiten Protokollstack 12.
Die mobile Zwischenstation 3 umfasst einen ersten Protokollstack 14 und
einen zweiten Protokollstack 14.
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Der
mobile Client 1 kommuniziert direkt mit dem zellularen
Netz 4 – insbesondere
mit Node B 5 – über die
Luftschnittstelle 8. Signalisierungsdaten, insbesondere
dedizierte Signalisierungsdaten, die vom mobilen Client 1 über die
Luftschnittstelle 8 an das zellulare Netz 4 übertragen
werden, werden von einer höheren Schicht
des zweiten Protokollstacks 12 des mobilen Clients 1 erzeugt
und werden nach unten durch die Schichten des zweiten Protokollstacks 12 bis
zur physikalischen Schicht des zweiten Protokollstacks weitergegeben.
Die physikalische Schicht hat mit spezifischen physikalischen Merkmalen
der Luftschnittstelle 8 zu tun und veranlasst die Übertragung
der Daten vom mobilen Client 1 zum zellularen Netz, insbesondere
zu Node B 5.
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Fast
gleichzeitig kommuniziert der mobile Client 1 über das
Ad-hoc-Netz 2 mit der mobilen Zwischenstation 3.
Daten, insbesondere ein Teil der Benutzerdaten und wahlweise gemeinsame
Signalisierungsdaten, die vom mobilen Client 1 über das
Ad-hoc-Netz 2 und
die mobile Zwischenstation 3 an das zellulare Netz 4 übertragen
werden, werden von einer Anwendung oder einer höheren Schicht des ersten Protokollstacks 11 des
mobilen Clients 1 erzeugt.
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Daten,
die vom mobilen Client 1 über das Ad-hoc-Netz übertragen
werden, werden von der mobilen Zwischenstation 3 über einige
Schichten des ersten Protokollstacks 13 empfangen und zu
höheren
Schichten des ersten Protokollstacks weitergegeben und/oder an einige
vordefiniere Schichten des zweiten Protokollstacks 14 übertragen.
Die empfangen Daten werden auf diese Weise verarbeitet, abgeschlossen
und/oder weitergeleitet. Im letztgenannten Fall veranlasst der zweite
Protokollstack 14, dass ein zuvor definierter Teil der Daten über die
Luftschnittstelle 9 an das zellulare Netz 4 übertragen
wird.
-
Eine
ausführliche
Beschreibung eines Beispiels des Protokollstacks und des Datenflusses
zwischen dem mobilen Client 1 und der mobilen Zwischenstation 3 wird
in der europäischen
Patentanmeldung 04 291 664, „Luftschnittstellenprotokolle
für ein
Funkzugangsnetz mit Ad-hoc-Erweiterungen" beschrieben, die vom selben Anmelder
eingereicht wurde wie die vorliegende Erfindung. Es wird ausdrücklich festgestellt,
dass die in der oben genannten Patentanmeldung gegebene Beschreibung
als Teil dieser Beschreibung zu betrachten ist.
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Daten,
die zwischen dem mobilen Client 1 und dem zellularen Netz 4 direkt über die
Luftschnittstelle übertragen
werden, sind zum Beispiel zumindest dedizierte Signalisierungsdaten.
Bei UMTS werden dedizierte Signalisierungsdaten zum Beispiel über den
Kanal DCCH übertragen.
Der DCCH wird von der physikalischen Schicht einem Kanal zugeordnet,
der veranlasst, dass die dedizierten Signalisierungsdaten vom zellularen
Netz 4 zu den mobilen Endgeräten und insbesondere zum mobilen
Client 1 übertragen
werden.
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Der
mobile Client 1 benötigt
für seinen
korrekten Betrieb auch Informationen, die auf dem Funkruf-Steuerkanal
(PCCH) oder auf dem gemeinsamen Steuerkanal (CCCH) übertragen
werden. Für
die gemeinsame Signalisierung ist es möglich, entweder einen direkten
zellularen Zugang (über
eine erste Verbindung) oder eine über Zwischenstationen laufende
Verbindung (eine zweite Verbindung) zu den zugeordneten physikalischen
Kanälen
(P-CCPCH, S-CCPCH und PRACH) zu nutzen. Wenn Signalisierungsdaten
(z.B. dem mobilen Client 1 zugeordnete RRC-Nachrichten) über das
Ad-hoc-Netz 2 und die mobile Zwischenstation 3 übertragen
werden, sind diese Daten vorzugsweise in Signalisierungsnachrichten
des Signalisierungsprotokolls gekapselt, das sich auf die Verbindung
des Ad-hoc-Netzes 2 zwischen dem mobilen Client 1 und
der mobilen Zwischenstation 3 bezieht. Zwischenlösungen mit
direktem Zugang zu einigen dieser Kanäle (z.B. P-CCPCH) und eine über Zwischenstationen
laufende Verbindung für
andere (z.B. S-CCPCH und PRACH) sind ebenfalls möglich.
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Es
ist auch denkbar, beliebige Signalisierungsdaten, vorzugsweise die
dedizierten Signalisierungsdaten, direkt zwischen dem mobilen Client 1 und
dem zellularen Netz 4 zu übertragen. Dies kann vorteilhaft
sein, da diese Daten sogar im Fall eines Abbruchs der Verbindung über das
Ad-hoc-Netz 2 übertragen
werden können.
Dies versetzt den mobilen Client 1 in die Lage, das zellulare
Netz 4 über
einen Zusammenbruch des Ad-hoc-Netzes 2 zu informieren,
und das zellulare Netz (z.B. den RNC) aufzufordern, die Verbindung
zwischen dem mobilen Client 1 und dem zellularen Netz 4 überhaupt
nicht abzubrechen, sondern vielmehr so lange zu warten, bis eine
andere Verbindung über
das Ad-hoc-Netz 2 aufgebaut ist oder bis die Verbindung über das Ad-hoc-Netz 2 wiederhergestellt
ist.
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Darüber hinaus
ist es denkbar, dass der mobile Client 1 und das zellulare
Netz 4 aushandeln, alle Arten von Daten so lange direkt über die
Luftschnittstelle 8 zu übertragen,
bis die Verbindung über
das Ad-hoc-Netz 2 wiederhergestellt ist oder bis eine andere
Verbindung über
das Ad-hoc-Netz 2 aufgebaut ist.
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Zusätzlich dazu
zeigt 3 eine Ausführungsform
der Erfindung, in der auch die leitungsvermittelten Daten zwischen
dem mobilen Client 1 und dem zellularen Netz 4 direkt über die
Luftschnittstelle 8 übertragen werden.
Dies kann besonders dann vorteilhaft sein, wenn sich die leitungsvermittelten
Daten auf zeitkritische Daten beziehen, bei denen eine Verzögerung aufgrund
eines Zusammenbruchs des Ad-hoc-Netzes 2 nicht
tolerierbar wäre.
Im ungünstigsten
Fall kann sogar die kleine Verzögerung,
die durch den Weiterleitungsmechanismus über Zwischenstationen selbst
eingeführt
wird, nicht hinnehmbar sein. Daher würden in diesem Fall die paketvermittelten
Benutzerdaten, insbesondere die nicht zeitkritischen Benutzer daten, über eine
oder mehrere mobile Zwischenstationen 3 über das
Ad-hoc-Netz 2 übertragen.
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Zwischen
dem mobilen Client 1 und der mobilen Zwischenstation 3 über das
Ad-hoc-Netz 2 übertragene
Daten sind zumindest die Signalisierungsdaten, die sich auf das
Ad-hoc-Netz 2 selbst beziehen. Wie in 3 gezeigt,
werden zusätzlich
paketvermittelte Daten über
das Ad-hoc-Netz 2 und die mobile Zwischenstation 3 übertragen.
Paketvermittelte Daten sind vorwiegend nicht sehr empfindlich gegenüber Verzögerungen. Darüber hinaus
sind paketvermittelte Daten so konzipiert, dass sie über unterschiedliche
Leitwege und damit über
unterschiedliche Netzverbindungen übertragen werden können. Im
Fall eines Zusammenbruchs des Ad-hoc-Netzes 2 kann
die Übertragung
der paketvermittelten Daten so lange aufgeschoben werden, bis eine andere
Verbindung über
das Ad-hoc-Netz 2 hergestellt ist oder bis dasselbe Ad-hoc-Netz 2 wiederhergestellt ist.
In der Zwischenzeit können
der mobile Client 1 und das zellulare Netz 4 sich
dafür entscheiden,
die paketvermittelten Daten direkt über die Luftschnittstelle 8 zu übertragen.
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Es
ist jedoch möglich,
dass sogar paketvermittelte Daten zeitkritisch sind (z.B. Daten
von VoIP-Anwendungen). Das bedeutet, dass der mobile Client 1 und
das zellulare Netz 4 festlegen können, dass zumindest zeitkritische
paketvermittelte Daten direkt über
die Luftschnittstelle 8 übertragen werden, solange die
Verbindung über
das Ad-hoc-Netz 2 abgebrochen ist. Es ist auch denkbar,
zeitkritische paketvermittelte Daten immer direkt zwischen dem mobilen
Client 1 und dem zellularen Netz 4 zu übertragen
und nur paketvermittelte Daten, die nicht zeitkritisch sind, über das
Ad-hoc-Netz und die mobile Zwischenstation 3 zu übertragen.
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Es
ist weiterhin denkbar, alle zeitkritischen Daten – unabhängig davon,
ob diese Daten leitungsvermittelt oder paketvermittelt sind – direkt über die
Luftschnittstelle 8 zu übertragen,
und/oder alle Daten, die nicht zeitkritisch sind – unabhängig davon,
ob diese Daten leitungsvermittelt oder paketvermittelt sind –, über das Ad-hoc-Netz 2 zu übertragen.
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Der
Datenfluss zwischen dem mobilen Client 1 und dem zellularen
Netz 4 über
die Verbindung des Ad-hoc-Netzes 2 und direkt über die
Luftschnittstelle 8 wird exemplarisch durch eine Auswahl
unterschiedlichen Daten beschrieben:
Die Signalisierung zwischen
dem mobilen Client 1 und der mobilen Zwischenstation 3 gemäß dem Ad-hoc-Netz 2 wird
von den ersten Protokollstacks 11 und 13 des mobilen
Clients 1 und der mobilen Zwischenstation 13 erzeugt
und verarbeitet und über
das Ad-hoc-Netz 2 übertragen.
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Die
Signalisierung zwischen dem mobilen Client 1 und dem zellularen
Netz 4 wird vom zweiten Protokollstack 12 und
einem geeigneten Protokollstack von einer oder mehreren Komponenten
des zellularen Netzes 4, z.B. Node B 5 und dem
RNC 6, erzeugt und verarbeitet. Insbesondere ist es denkbar,
dass zumindest die dedizierten Signalisierungsdaten von dem zellularen
Netz 4 zum mobilen Client 1 direkt über die
Luftschnittstelle 8 übertragen
werden. Die gleichzeitige Nutzung der direkten zellularen Verbindung
(über die
Luftschnittstelle 8) und der Verbindung über das
Ad-hoc-Netz 2 und die mobile Zwischenstation ermöglichen
unterschiedliche Konfigurationen, je nachdem, ob sowohl dedizierte
als auch gemeinsame Signalisierung oder nur eine dedizierte Signalisierung über die
direkte zellulare Verbindung (z.B. die Luftschnittstelle 8)
gesendet werden. Da die dedizierte Signalisierung üblicherweise
kritischer ist, rechtfertigt sie die Nutzung einer direkten Verbindung.
Gemeinsame und gemeinsam genutzte Kanäle sind jedoch in einer Zelle
unabhängig
davon vorhanden, ob der mobile Client auf sie zugreift. Deshalb
erfordert die Übertragung
der gemeinsamen und gemeinsam genutzten Signalisierung keine zusätzliche
Leistung oder zusätzliche
Funkressourcen.
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Die
Signalisierung zwischen der mobilen Zwischenstation 3 und
dem zellularen Netz 4 wird vom zweiten Protokollstack 14 und
einem geeigneten Protokollstack von einer oder mehreren Komponenten
des zellularen Netzes 4, z.B. Node B 5 und dem
RNC 6, erzeugt und verarbeitet.
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Zeitkritische
Daten werden direkt zwischen dem mobilen Client 1 und dem
zellularen Netz 4 übertragen.
Es ist auch denkbar, zeitkritische Daten immer dann über das
Ad-hoc-Netz 2 zu übertragen,
wenn es verfügbar
ist, und im Fall eines Zusammenbruchs des Ad-hoc-Netzes 2 auf
eine direkte Übertragung über die
Luftschnittstelle 8 umzuschalten.
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Leitungsvermittelte
Daten werden direkt zwischen dem mobilen Client 1 und dem
zellularen Netz 4 übertragen.
Es ist denkbar, leitungsvermittelte Daten immer dann über das
Ad-hoc-Netz 2 zu übertragen,
wenn es vefügbar
ist, und im Fall eines Zusammenbruchs des Ad-hoc-Netzes 2 auf
eine direkte Übertragung über die
Luftschnittstelle 8 umzuschalten. Es ist auch denkbar,
zwischen zeitkritischen leitungsvermittelten Daten und leitungsvermittelten
Daten, die nicht zeitkritisch sind, zu unterscheiden. Dies könnte zum
Beispiel bedeuten, dass nur zeitkritische leitungsvermittelte Daten
direkt zwischen dem mobilen Client 1 und dem zellularen Netz 4 übertragen
werden, während
leitungsvermittelte Daten, die nicht zeitkritisch sind, über das
Ad-hoc-Netz 2 übertragen
werden. Dies könnte
auch bedeuten, dass dann, wenn sogar zeitkritische leitungsvermittelte
Daten über
das Ad-hoc-Netz 2 übertragen
werden, nur zeitkritische leitungsvermittelte Daten direkt übertragen werden,
wenn es zu einem Zusammenbruch des Ad-hoc-Netzes 2 kommt.
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Paketvermittelte
Daten werden über
das Ad-hoc-Netz 2 und die mobile Zwischenstation 3 übertragen. Es
ist denkbar, falls es zu einem Zusammenbruch des Ad-hoc-Netzes 2 kommt,
die Übertragung
aufzuschieben und die Übertragung
erneut in Gang zu setzen, wenn das Ad-hoc-Netz 2 wiederhergestellt
ist oder wenn ein anderes Ad-hoc-Netz 2 aufgebaut wurde.
Es ist auch denkbar, paketvermittelte Daten immer dann über das
Ad-hoc-Netz 2 zu übertragen,
wenn es verfügbar
ist, und im Fall eines Zusammenbruchs des Ad-hoc-Netzes 2 (möglichst
nach Ablauf einer zuvor definierten Zeitspanne) auf eine direkte Übertragung über die
Luftschnittstelle 8 umzuschalten. Es ist auch denkbar,
zwischen zeitkritischen paketvermittelten Daten und paketvermittelten
Daten, die nicht zeitkritisch sind, zu unterscheiden. Dies könnte zum
Beispiel bedeuten, dass nur zeitkritische paketvermittelte Daten
direkt zwischen dem mobilen Client 1 und dem zellularen
Netz 4 übertragen
werden, während
paketvermittelte Daten, die nicht zeitkritisch sind, über das
Ad-hoc-Netz 2 übertragen werden.
Dies könnte
auch bedeuten, dass dann, wenn sogar zeitkritische paketvermittelte
Daten über
das Ad-hoc-Netz 2 übertragen
werden, nur zeitkritische paketvermittelte Daten direkt übertragen
werden, wenn es zu einem Zusammenbruch des Ad-hoc-Netzes 2 kommt.
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Es
ist denkbar, dass nur in einer Richtung – entweder vom mobilen Client 1 zum
zellularen Netz 4 oder umgekehrt – ein erster Teil der Daten
direkt übertragen
wird und der zweite Teil über
die Erweiterung des Ad-hoc-Netzes 2 übertragen wird, während in
der anderen Richtung alle Daten direkt über die Luftschnittstelle 8 übertragen
werden oder alle Daten über
die Schnittstelle des Ad-hoc-Netzes 2 übertragen werden. Dies könnte dadurch
realisiert werden, dass nur die dedizierten Signalisierungsdaten,
die vom zellularen Netz 4 an den mobilen Client 1 übertragen
werden, direkt übertragen
werden, wohingegen alle anderen Daten in beiden Richtungen über das
Ad-hoc-Netz 2 und die mobile Zwischenstation 3 weitergeleitet
werden. Selbstverständlich
können
die zu übertragenden
Daten nach verschiedenen Erwägungen
in einen ersten Teil und in einen zweiten Teil unterteilt werden,
wobei diese Erwägungen
deutlich komplexer sein können
als die bisher beschriebenen Kriterien (bezogen auf die Signalisierung,
bezogen auf eine dedizierte Signalisierung, paketvermittelt, leitungsvermittelt,
zeitkritisch).
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Mehrere
verschiedene Kombinationen sind denkbar und können je nach besonderen Anforderungen des
zellularen Netzes, des Ad-hoc-Netzes 2, der zu übertragenden
Daten, der Anwendungen und/oder der Bedürfnisse des Benutzers vernünftig sein.
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Ein
wichtiger Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die Nutzung separater
Verbindungen für
die Benutzerdaten und für
die Signalisierungsdaten. Insbesondere werden separate Verbindungen
für Benutzerdaten auf
der einen Seite und dedizierte Signalisierungsdaten auf der anderen
Seite genutzt, wobei die gemeinsamen Signalisierungsdaten jede der
beiden Verbindungen nutzen. Die dedizierten Signalisierungsdaten
werden direkt zwischen dem mobilen Client und dem zellularen Netz
(oder der Basisstation) über
die Luftschnittstelle 8 über die erste Verbindung ausgetauscht.
Zu diesem Zweck wird ein dedizierter Steuerkanal (DCCH) über die erste
Verbindung aufgebaut. Sobald ein DCCH aufgebaut ist, wird der DCCH
für den
Austausch aller Arten von dedizierten Signalisierungsdaten zwischen
dem mobilen Client 1 und dem zellularen Netz 4 genutzt.
Hierzu gehören
viele Arten von Signalisierungsverfahren wie beispielsweise der
Aufbau von Datenverbindungen, die Übergabesteuerung, der Austausch
von Messdaten usw. Im Gegensatz dazu werden die gemeinsamen Signalisierungsdaten
und die Benutzerdaten zumindest teilweise über das Ad-hoc-Netz 2 übertragen
und von einer oder mehreren mobilen Zwischenstationen 3 weitergeleitet.
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Vorzugsweise
werden die Verbindung über
das Ad-hoc-Netz 2 (die zur zweiten Verbindung gehört) zwischen
dem mobilen Client 1 und der mobilen Zwischenstation 3 (oder
zwischen einer Anzahl mobiler Zwischenstationen 3) und
die erste Verbindung zwischen der mobilen Client 1 und
dem zellularen Netz 4 mit Hilfe unterschiedlichen Technologien
aufgebaut. Vorzugsweise wird die erste Verbindung mit Hilfe einer
Technologie für
die Mobilfunkkommunikation, insbesondere nach einer GSM-(„Global
System for Mobile Communications") oder
einer UMTS-(„Universal
Standard for Telecommunications Services") Norm aufgebaut. Vorzugsweise wird
die Verbindung über
das Ad-hoc-Netz mit Hilfe einer Technologie für lokale drahtlose Netze, insbesondere nach
einer WLAN-(„Wireless
Local Area Network")
oder einer BlueTooth-Norm aufgebaut.
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Legende
zu den Zeichnungen Figur
3: