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GEBIET DER
ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft allgemein das Gebiet optischer Kommunikationen
und spezieller optischer Kommunikationsvorrichtungen zum Erzeugen
phasenumgetasteter Signale mit alternierender Polarisation.
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ALLGEMEINER
STAND DER TECHNIK
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In
hochdispersen pseudolinearen Weitverkehrsübertragungssystemen mit hoher
Bitrate sind Intrakanal-Vierwellenmischung (Intra-Channel Four-Wave
Mixing, IFWM) und Intrakanal-Kreuzphasenmodulation (Intra-Channel
Cross-Phase Modulation, IXPM) die Hauptursachen für nichtlineare
Verzerrungen. Die Verwendung eines Modulationsformates "differenzielle Phasenumtastung" (Differential Phase-Shift
Keying, DPSK) kann diese Verzerrungen im Vergleich zu einer Ein-Aus-Umtastung (On-Off-Keying, OOK) verringern.
Mehrere Versuche mit einer DPSK Ultra-Weitverkehrs-DWDM-Übertragung
mit 40 Gb/s haben ausgezeichnete Kapazitäts- und Entfernungs-Eigenschaften gezeigt.
Die hohe Widerstandsfähigkeit
von DPSK gegen IXPM hat ihre Ursache in der gleichen Impulsenergie
in jedem Time-Slot. Außerdem
wurde nachgewiesen, dass die reduzierte Impulsenergie von Return-to-Zero (RZ)-DPSK
im Vergleich zu RZ-OOK und eine Korrelation zwischen den nichtlinearen
Phasenverschiebungen von zwei benachbarten Impulsen zu der höheren Robustheit
von RZ-DPSK gegen IFWM beitragen.
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Im
Prinzip bewirkt das Alternieren der Polarisation des Signals von
Bit zu Bit eine weitere Reduzierung der nichtlinearen Verzerrungen,
da wenig FWM (Vierwellenmischung) zwischen zwei orthogonal polarisierten
Signalen vorhanden ist und die Auswirkung von XPM zwischen den zwei
orthogonalen Polarisationen halb so groß ist wie zwischen den parallelen.
Simulationen nach dem Stand der Technik haben gezeigt, dass durch
Anwendung von DPSK mit alternierender Polarisation (APol-DPSK) eine Verbesserung
von mehr als 50 % bei der Übertragungsdistanz
im Vergleich zu DPSK mit einfacher Polarisation erreicht werden
kann. Die gleichzeitig Anwendung von DPSK und Alternieren der Polarisation
verbessert die Leistungsfähigkeit
in einem optischen Transportsystem, in welchem die optischen nichtlinearen
Intrakanal-Interaktionen
begrenzende Faktoren sind.
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Ein
Verfahren nach dem Stand der Technik zum Implementieren von DPSK
mit alternierender Polarisation verwendet optisches Zeitmultiplexing (Optical
Time Division Multiplexing, OTDM) und Polarisations-Multiplexing
im Sender. Das Verfahren erfordert eine Quelle von Kurzimpulsen,
die mit halber Bitrate arbeitet, OTDM-Demultiplexing oder Polarisations-Demultiplexing
am Empfänger
sowie komplizierte Sender und Empfänger. Ein solches Verfahren ist
in realen Systemanwendungen nicht brauchbar und ist für Non-Return-to-Zero
(NRZ) Formate nicht geeignet. Diese Vorgehensweise ist auch für optische
Netze unbrauchbar, da sie mehrere optische Sender für einen
einzigen Kanal erfordert.
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Außerdem sind
die Verfahren der Vorcodierung und Codierung von DPSK-Daten nach
dem Stand der Technik nicht für
ein effizientes Erzeugen von mit alternierender Polarisation formatierten
Signalen geeignet.
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Allgemein
offenbart die US-Patentschrift Nummer 5,247,382 eine Polarisationsumschaltungs-Lichtquelle,
die aufweist: einen Halbleiterlaser zum Abgeben von Laserausgangslicht,
eine Phasenmodulatorschaltung, um den Halbleiterlaser durch Zuführen eines
Impulsstromes zu ihm einer Phasenmodulation mit einem vorgegebenen
zyklischen Muster zu unterziehen, einen Strahlteiler zum Teilen
des Ausgangslichtes von dem Halbleiterlaser in Ausgangslicht-Komponenten
eines ersten und eines zweiten Zweiges, die im Wesentlichen dieselbe
Leistung haben, ein optisches Verzögerungselement zum Verzögern des
Ausgangslichtes des ersten Zweiges bezüglich des Ausgangslichtes des
zweiten Zweiges um einen vorgegebenen Betrag und ein Mischelement
zum Mischen der durch das optische Verzögerungselement verzögerten Ausgangslicht-Komponente
des ersten Zweiges mit der Ausgangslicht-Komponente des zweiten
Zweiges, wobei zugleich bewirkt wird, dass ihre Polarisationszustände orthogonal
sind. Eine Verzögerungszeit
der Ausgangslicht-Komponente
des ersten Zweiges bezüglich
der Ausgangslicht-Komponente des zweiten Zweiges wird so eingestellt,
dass sie gleich einem ganzzahligen Bruchteil der Periode der Phasenmodulation
ist. Allgemein offenbart die US-Patentschrift Nummer 5,008,958 eine
Vorgehensweise, bei der Einmodenfasern mit hoher Doppelbrechung
verwendet werden, um eine Polarisationsumschaltung zu implementieren.
Diese Verfahren erfordern nur einen einzigen Fotodetektor und liefern
ein festes Niveau der Detektionsleistung, mit einer Leistungseinbuße relativ
zum idealen Wert von 3 dB. Es wird ein spezielles Verfahren vorgestellt,
bei welchem eine polarisationsunempfindliche heterodyne Detektion
durch dateninduzierte Polarisationsumschaltung erreicht wird. Die
Polarisationsumschaltung wird herbeigeführt, indem eine passive, doppelbrechende
optische Einrichtung in den Pfad des gesendeten FSK-Signals eingefügt wird.
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KURZDARSTELLUNG
DER ERFINDUNG
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Ein
Verfahren und eine Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung
werden in den unabhängigen
Ansprüchen
dargelegt, auf welche der Leser nunmehr verwiesen wird. Bevorzugte
Merkmale sind in den abhängigen
Ansprüchen
dargelegt.
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Diese
und andere Unzulänglichkeiten
des Standes der Technik sollen durch Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung überwunden
werden, welche Verfahren und Vorrichtungen zum Erzeugen und/oder
Senden von DPSK optischen Signalen mit alternierender Polarisation
(APol-DPSK) optischen Signalen aufweisen, wobei Informationen zwischen
optischen Bits eines optischen Signals, die zeitweilig durch eine
gerade Anzahl von Bitperioden getrennt sind, optisch codiert werden.
Die vorliegende Erfindung kann auf DPSK und PSK Formate angewendet
werden, einschließlich
von, unter anderem, differenzieller Quadraturphasenumtastung (Differential
Quadrature Phase Shift Keying, DQPSK), differenzieller π/2-Phasenumtastung
(Differential π/2 Phase
Shift Keying, D-π/2-PSK)
und ähnlichem.
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Bei
einer Ausführungsform
wird ein Verfahren der APol-PSK Übertragung
bereitgestellt, welches umfasst: Modulieren des Ausgangs einer optischen
Quelle, um elektronische Daten unter Anwendung von Phasenumtastung
(PSK) optisch zu codieren, um ein optisches Signal zu erzeugen,
und Alternieren der Polarisation des phasenumgetasteten optischen
Signals unter Verwendung eines Modulators, derart, dass aufeinanderfolgende
optische Bits im Wesentlichen orthogonale Polarisationen aufweisen, um
ein APol-PSK Signal zu erzeugen.
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Bei
einer anderen Ausführungsform
wird ein Verfahren der APol-DPSK Übertragung bereitgestellt,
welches umfasst: Vorcodieren eines elektronischen Datensignals,
Modulieren des Ausgangs eines Lasers unter Verwendung des vorcodierten
elektronischen Datensignals und differenzielle Phasenumtastung zwischen
zwei optischen Bits, die durch eine gerade Anzahl von Bitperioden
getrennt sind, um ein optisches Signal zu erzeugen. Die Polarisation
des differenziell phasenumgetasteten optischen Signals wird unter
Verwendung eines Modulators alterniert, derart, dass aufeinanderfolgende
optische Bits im Wesentlichen orthogonale Polarisationen aufweisen, um
ein APol-DPSK Signal zu erzeugen.
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Bei
einer anderen Ausführungsform
wird ein optischer Sender für
APol-DPSK Übertragung
bereitgestellt, wel cher eine optische Quelle und eine Vorcodiereinrichtung
zum Vorcodieren eines elektronischen Datensignals aufweist. Ein
optischer Phasenumtastungs-Datenmodulator wird durch ein vorcodiertes
elektronisches Datensignal von der Vorcodiereinrichtung angesteuert,
um ein optisches DPSK Signal zu erzeugen, derart, dass das Signal als
Phasenumtastung zwischen zwei optischen Bits transportiert wird,
die durch eine gerade Anzahl von Bitperioden getrennt sind. Ein
Polarisationsalternator ist mit dem Datenmodulator optisch gekoppelt,
um eine Alternation der Polarisation des Ausgangs des Datenmodulators
sicherzustellen.
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Bei
einer anderen Ausführungsform
wird ein optischer Sender für
APol-DPSK Übertragung
bereitgestellt, welcher eine optische Quelle, eine Vorcodiereinrichtung
zum Vorcodieren eines elektronischen Datensignals und einen modifizierten Mach-Zehnder-(MZ)-Modulator
mit einer Polarisationsrotationseinrichtung in wenigstens einem
Arm aufweist. Es sind Ansteuerschaltungen für den MZ-Modulator vorgesehen,
um den Ausgang des Vorcodierers zu verarbeiten und um gleichzeitig
eine Alternation der Polarisation und ein Codieren optischer Daten
als Phasenumtastung zwischen den zwei optischen Bits, die durch
eine gerade Anzahl von Bitperioden getrennt sind, zu erreichen.
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KURZBESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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Die
obigen und weitere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der vorliegenden
Erfindung werden aus der nachfolgenden ausführlichen Beschreibung in Verbindung
mit den beigefügten
Zeichnungen besser ersichtlich.
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Es
ist jedoch anzumerken, dass die beigefügten Zeichnungen nur beispielhafte
Ausführungsformen
der Erfindung veranschaulichen und daher nicht als den Anwendungsbereich
der Erfindung einschränkend
betrachtet werden dürfen.
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1 ist
eine Darstellung eines RZ-APol-DPSK formatierten Datenstromes, der
mit '101101' codiert ist;
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2A ist
ein Schema, das einen 40 Gb/s APol-DPSK Vorcodierer zeigt, welcher
gemäß Ausführungsformen
der Erfindung verwendet werden kann;
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2B ist
ein Schema, das einen mit einem 10 Gb/s bis 40 Gb/s elektronischen
Zeitmultiplexer integrierten 40 Gb/s APol-DPSK Vorcodierer zeigt,
welcher gemäß Ausführungsformen
der Erfindung verwendet werden kann;
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3A zeigt
eine Ausführungsform
einer RZ-APol-DPSK Übertragungseinrichtung,
welche einen Laser mit verteilter Rückkopplung (Distributed Feedback
Laser, DFB), einen RZ Pulse-Carver (PC), einen Phasenmodulator (PM)
und einen Polarisationsalternator (PA) verwendet, gemäß Aspekten
der Erfindung;
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3B zeigt
eine Ausführungsform
einer APol-DPSK Übertragungseinrichtung,
welche einen einzigen Modulator zur gleichzeitigen Datenmodulation
und Alternation der Polarisation verwendet;
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4A–4C sind
Zeichnungen, welche alternative Ausführungsformen von die Polarisation alternierenden
Modulatoren zeigen, welche gemäß der vorliegenden
Erfindung verwendet werden können;
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5 ist
ein Diagramm, welches Orientierungen des elektrischen Feldes von
Licht, das von der in 4B dargestellten Einrichtung
abgegeben wird, als Funktion der Antriebsspannungen zeigt; und
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6 ist
eine Logiktabelle, welche die Relationen zwischen einem APol-DPSK
vorcodierten Bitstrom D für
die Daten '101101', einem 20G Taktgeber (CLK)
und einer Phasensektions-Antriebsspannung für die Einrichtung in 4B zeigt.
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AUSFÜHRLICHE
BESCHREIBUNG
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Obwohl
die vorliegende Erfindung im Folgenden unter Bezugnahme auf Implementierungen von
APol-DPSK mit zwei Bit Verzögerung
erörtert wird,
ist für
Fachleute klar, dass einfache Modifikationen es ermöglichen,
APol-DPSK für
andere Fälle
von Verzögerungen
um eine gerade Anzahl von Bits zu implementieren. Es ist außerdem klar,
dass die vorliegende Erfindung angewendet werden kann, um eine Alternation
der Polarisation mit anderen Formaten der Phasenumtastung zu realisieren,
darunter unter anderem DQPSK, PSK (nicht differenziell) und D-π/2-PSK.
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APol-DPSK
Datencodierung: Bei einer herkömmlichen
optischen DPSK-Übertragung
werden Informationen durch 0- oder π-Phasenverschiebung zwischen
aufeinanderfolgenden Bits codiert. Gemäß der vorliegenden Erfindung
wird diese Strategie so modifiziert, dass eine alternierende Polarisation
mit DPSK angewendet werden kann (da aufeinanderfolgende Bits orthogonale
Polarisationen aufweisen, tritt zwischen ihnen in einem herkömmlichen DPSK-Demodulator,
welcher ein Interferometer mit einer Ein-Bit-Verzögerungsstrecke
verwendet, keine Interferenz auf). Die Codierung für APol-DPSK
kann durch differenzielle Phasenumtastung zwischen beliebigen zwei
Bits realisiert werden, die durch eine gerade Anzahl von Bit-Slots
getrennt sind (dieselbe Polarisation aufweisen). Eine Zwei-Bit-Verzögerung ist
die kürzeste
mögliche
Verzögerung
und wird aufgrund der daraus folgenden Einfachheit der Implementierung
und der erhöhten
Polarisations- und Phasenkorrelation zwischen den zwei Bits bevorzugt.
Die Phasen- und Polarisationsinformationen einer APol-DPSK mit zwei
Bit Verzögerung
ist in 1 dargestellt. Die Demodulation des Signals kann
dann zum Beispiel unter Verwendung eines Interferometers mit einer
Verzögerungsstrecke
mit gerader Bitanzahl erfolgen.
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APol-DPSK
Vorcodierung: In Systemen zur Erzeugung von APol-DPSK optischen
Signalen gemäß der vorliegenden
Erfindung wird vorzugsweise ein Vorcodierer wie etwa diejenigen
verwendet, die in 2A–2B dargestellt
sind. Die Funktion des Vorcodierers besteht darin, die Eingangsdaten
auf eine solche Weise zu verarbeiten, dass der Ausgang des Vorcodierers
optisch als die Phasenumtastung zwischen zwei optischen Bits, die
durch eine gerade Anzahl von Bitperioden getrennt sind, codiert
werden kann.
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Die
in 2A–2B dargestellten
Vorcodierer nutzen die Tatsache, dass ein Strom von APol-DPSK formatierten
Daten logisch in zwei unabhängige
Mengen von Polarisationen aufgeteilt werden kann, wobei jede Menge
zum Beispiel eine herkömmliche
DPSK mit 20 Gb/s ist. Es ist anzumerken, dass die UND- und Trigger-Flipflop-
(T-FF) Elemente in 2A–2B nur
mit der halben Bitrate (z.B. 20 Gb/s) arbeiten müssen, im Gegensatz zu den vergleichbaren
Elementen in einem herkömmlichen DPSK
Vorcodierer (z.B. mit 40 Gb/s).
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In
der Praxis kann ein Datenstrom von 40 Gb/s elektronisch aus Zubringersignalen
mit niedrigerer Bitrate gemultiplext werden, und der Vorcodierer
kann in den Multiplexprozess integriert sein, wie in 2B für den Fall
eines elektronischen Zeitmultiplex (Electronic Time-Division Multiplexing,
ETDM) von vier Datenströmen
von 10 Gb/s dargestellt ist.
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APol-DPSK
optische Modulation: Die optische Modulation und Übertragung
der vorcodierten elektronischen Daten für APol-DPSK gemäß der Erfindung
kann zum Beispiel mittels der Implementierungen verwirklicht werden,
die in 3A–3B dargestellt
sind. 3A zeigt ein optisches Übertragungssystem 300 gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung, in dem ein Polarisationsalter nator (PA) 310 zum
Alternieren der Polarisationen eines modulierten optischen Signals
von einem Phasenumtastungs-Datenmodulator (PM) 320 verwendet
wird. Der Phasenumtastungs-Datenmodulator kann zum Beispiel entweder
ein Phasenmodulator oder ein Mach-Zehnder-Modulator sein.
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Es
sind verschiedene Konstruktionen von PAs 310 möglich. Ein
Beispiel eines solchen PA ist ein Phasenmodulator (in 4A dargestellt).
Das Funktionsprinzip des PA von 4A ist
dem eines elektrooptischen Polarisationsscramblers ähnlich. Wenn
ein optisches Signal in den Modulator eingespeist wird, wobei seine
Polarisation unter einem Winkel von 45 Grad bezüglich der Kristallachse ausgerichtet
ist, ist die Ausgangspolarisation x ^exp(jrV(t))+ ŷ, wobei r die Differenz zwischen
den elektrooptischen Koeffizienten von TE und TM ist und V(t) die
an den Phasenmodulator angelegte Spannung ist. Die Antriebsspannung
ist vorzugsweise eine Sinuswelle oder Rechteckwelle mit einer Wiederholungsgeschwindigkeit,
die gleich der halben Bitrate ist, und die Spitze-Spitze-Amplitude
der Spannung sollte eine Phasendifferenz π zwischen den Polarisationskomponenten
TE und TM erzeugen, wodurch eine Alternation der Polarisation von
Bit zu Bit bewirkt wird. Es ist anzumerken, dass der Datenmodulator
und der Polarisationsalternator leicht in eine einzige Einrichtung
integriert werden können,
wie durch das gestrichelte Kästchen
in 3A angegeben ist. In diesem Falle kann eine integrierte
Wellenplatte zwischen die zwei Modulatorabschnitte eingefügt werden,
um die Polarisation des Ausgangs des Datenmodulator-Abschnitts um
45 Grad zu drehen. Falls ein erheblicher Unterschied zwischen den
Ausbreitungsgeschwindigkeiten von TE- und TM-Mode in dem Polarisationsalternator
vorhanden ist, kann ein doppelbrechendes Element eingefügt werden, um
die Differenz zu kompensieren.
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4B zeigt
eine modifizierte Mach-Zehnder-Modulator einrichtung, bei der eine
Polarisationsrotationskomponente, zum Beispiel eine Halbwellenplatte,
in einen Arm integriert ist, um für eine Rotation der Polarisation
des Lichtes in dem Arm um 90 Grad zu sorgen. Die Lichtausgänge der
zwei Arme werden durch einen Polarisationskombinations- oder 3-dB Power-Combining-Kopplungsverbinder
kombiniert. Eine solche Vorrichtung kann auf eine ähnliche
Weise angetrieben werden wie die Vorrichtung in 4A,
um eine Alternation der Polarisation zu erzielen. Die Differenz
der Antriebsspannungen, die an die zwei Arme des Modulators angelegt
werden, ist vorzugsweise eine Sinuswelle oder Rechteckwelle mit
einer Wiederholungsgeschwindigkeit, die gleich der halben Bitrate
ist, und die Amplitude der Differenzspannung wird auf Vp des Modulators
eingestellt.
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4C zeigt
eine Mach-Zehnder-Modulatoreinrichtung mit zwei komplementären Ausgabeports. Außerdem ist
ein Polarisationsstrahlen-Combiner (Polarization Beam Combiner,
PBC) zum Kombinieren von Signalen von den zwei Ausgabeports vorgesehen.
Eine solche Einrichtung kann auf eine ähnliche Weise wie die Einrichtung
in 4B angetrieben werden, um eine Alternation der
Polarisation zu erzielen.
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3B zeigt
ein optisches Übertragungssystem 350 gemäß einer
anderen Ausführungsform der
Erfindung, in welchem die Alternation der Polarisation und die Datenmodulation
in einem einzigen optischen Modulator 360 ausgeführt werden,
wie in 4B dargestellt. Vorzugsweise
wird ein modifizierter Mach-Zehnder-Modulator verwendet, bei dem
die Polarisation des Feldes in einem Arm um 90 Grad gedreht ist.
Nimmt man an, dass das Eingangsfeld entlang x ^ polarisiert ist, so
ist das Feld im oberen Arm des Interferometers in 4B x ^exp(jπV1(t)/Vπ), während das Feld im unteren Arm ŷexp(jnV2(t)/Vπ) nach der Polarisationsrotation
ist. Für
Fachleute ist klar, dass diese Felder zum Beispiel mittels eines
Polarisationskombinations-Kopplungsverb inders oder eines 3-dB Power-Combining-Kopplungsverbinders
rekombiniert werden können.
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Für Fachleute
ist offensichtlich, dass auch andere Wege der Herbeiführung der
Polarisationsrotation in einem Arm des Interferometers sowie andere
Wege des Rekombinierens der zwei Arme im Wesentlichen zu derselben
Funktionsweise führen
würden.
Außerdem
dürfte
offensichtlich sein, dass auch andere Wege der Änderung des Polarisationszustands
der zwei Arme des Interferometers geeignet wären, solange sie im Wesentlichen
orthogonale Polarisationszustände
vor der Rekombination sicherstellen.
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Die
Orientierungen des Vektors des elektrischen Feldes für den Ausgang
des Modulators 360 können
als x ^exp(jπV1(t)/Vπ) + ŷexp(jπV2(t)/Vπ)
geschrieben werden und sind in
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5 für vier Kombinationen
der Spannungen dargestellt, die an die zwei Elektroden des Modulators 360 angelegt
werden. Aus 1 und 5 ist ersichtlich,
dass die Folge der Paare von Spannungen V1 und
V2 in der Tabelle von 6 den APol-DPSK
codierten Bitstrom für '101101' liefert, der in 1 dargestellt
ist. Außerdem
sind die Spannungen V1 und V2 auf
einfache Weise mit den vorcodierten Daten (D) und dem 20 G Takt
(CLK) verknüpft, nämlich V1/Vπ = D⊗CLK und V2/Vπ =
D, wobei ⊗ die XOR-Operation
bezeichnet.
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Um
Aspekte der vorliegenden Erfindung und die verbesserte Leistungsfähigkeit
von APol-DPSK gegenüber
DPSK nachzuweisen, wurde ein Versuch mit einer Einkanal-Übertragung mit 42,7 Gb/s durchgeführt, wobei
eine ähnliche
Implementierung wie die in 3A dargestellte
verwendet wurde. Ein 155l-nm-Laser und Pulse-Carver erzeugten optische Impulse von
8 ps, welche danach unter Verwendung eines Mach-Zehnder-Modulators
DPSK-moduliert wurden. Eine Datenvorcodierung war nicht erforderlich,
da eine pseudozufällige
Datenfrequenz (Länge 231 – 1,
elektronisch gemultiplext aus vier Kopien einer 10,7 Gb/s Sequenz
mit Verzögerungen,
die einem Viertel des Musters entsprachen) verwendet wurde. Die
Glasfaserstrecke von 330 km bestand aus vier Abschnitten von ca.
82 km Standard-Einmodenfaser (Standard Single-Mode Fiber, SSMF),
denen jeweils eine Dispersionskompensationsfaser (Dispersion-Compensating
Fiber, DCF) folgte. In jedem Abschnitt wurde ein Raman- und Erbium-Hybrid-Verstärkungsschema
verwendet. Die in jedem Abschnitt eingespeiste Leistung betrug +7
dBm. Das empfangene optische Signal-Rausch-Verhältnis wurde auf 22,2 dB eingestellt
(gemessen in einer Auflösungsbandbreite
von 1 nm und bezogen auf 0,1 nm). Als Demodulator wurde ein Interferometer
mit einer Verzögerung
von 4 Bit (93,7 ps) verwendet. Diesem folgten Detektion mit einer
einzigen Fotodiode, Taktrückgewinnung
und elektronisches Demultiplexing zu 10,7 Gb/s zur Prüfung der
Bitfehlerrate (Bit Error Rate, BER). Ohne Alternieren der Polarisation
betrug die BER 10–6. Danach wurde ein
mit einer Sinusspannung angetriebener Polarisationsalternator zu
dem Sender hinzugefügt,
und die BER verbesserte sich auf 10–9.
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Obwohl
die Erfindung unter Bezugnahme auf der Veranschaulichung dienende
Ausführungsformen
beschrieben wurde, darf diese Beschreibung nicht in einem einschränkenden
Sinne ausgelegt werden. Verschiedene Modifikationen der beschriebenen
Ausführungsformen
sowie andere Ausführungsformen
der Erfindung, welche für
Fachleute auf dem Gebiet, zu dem die Erfindung gehört, offensichtlich
sind, werden als dem Prinzip der Erfindung entsprechend und in ihrem
Schutzbereich enthalten betrachtet.
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Obwohl
die Schritte der verschiedenen Verfahren gemäß der Erfindung unter Bezugnahme
auf eine bestimmte Ablauffolge offenbart und erörtert wurden, ist die vorliegende
Erfindung nicht auf Verfahren beschränkt, die einige dieser oder
alle diese Schritte in diesen bestimmten Sequenzen implementieren.