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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Luftreifen mit radialem Karkassgürtel, der
auf beiden Seiten an mindestens einem Draht des Laufdeckenwulsts verankert
ist und einen Laufflächenkronengürtel hat, der
aus mindestens zwei so genannten Arbeitslagen besteht, die übereinander
gelagert und aus parallelen Drähten
oder Kabeln in jeder Lage gebildet sind, und die von einer Lage
zur nächsten
gekreuzt sind, indem sie mit der Umfangsrichtung des Luftreifens Winkel
maximal gleich 45° in
Absolutwert bilden.
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Sie
betrifft insbesondere Luftreifen des Typs „Lkw", deren Verhältnis der Höhe auf der Felge H zu seiner
maximalen axialen Breite S maximal gleich 0,80 ist, und der dazu
bestimmt ist, ein Fahrzeug mit mittlerer oder hoher Tonnage auszustatten,
wie zum Beispiel einen Lkw, Autobus, Anhänger usw.
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Bestimmte
derzeitige Luftreifen, „Fernfahrreifen" genannt, sind dazu
bestimmt, mit großer
Geschwindigkeit und aufgrund der Verbesserung des Verkehrsnetzes
und des Wachstums des Autobahnnetzes weltweit auf immer länger werdenden
Strecken zu fahren. Alle Bedingungen, unter welchen ein solcher
Luftreifen zu fahren hat, erlauben zweifellos ein Steigern der Anzahl
gefahrener Kilometer, wobei der Verschleiß des Luftreifens geringer
ist; die Haltbarkeit dieses Letzteren und insbesondere des Gürtels der
Laufflächenkrone
werden jedoch beeinträchtigt.
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Der
Mangel an Haltbarkeit betrifft sowohl die Ermüdungsbeständigkeit der Laufflächenkronenlagen
und insbesondere die Trennfestigkeit zwischen Enden von Lagen, als
auch die Ermüdungsbeständigkeit
der Kabel des Karkassgürtelabschnitts
unter dem Laufflächenkronengürtel, wobei
die erste Unzulänglichkeit
stark von der Betriebstemperatur beeinflusst wird, die am Rand der
Arbeitslagen herrscht, sei dies nun beim Fahren auf gerader Linie
oder beim Fahren mit Drift.
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Eine
erste Lösung
wurde in der Patentanmeldung
WO-A-96/20095 beschrieben,
und sie schlägt vor,
einerseits zwischen dem Karkassgürtel
und der Arbeitslage des Laufflächenkronengürtels, die
radial der Drehachse am nächsten
liegt, eine kontinuierliche axiale Lage gebildet aus nicht dehnbaren
Metallkabeln anzuordnen, die mit der Umfangsrichtung einen Winkel
von mindestens gleich 60° bilden
und deren axiale Breite mindestens gleich der axialen Breite der
kürzesten
Laufflächenkronenarbeitslage
ist, und andererseits zwischen den zwei Laufflächenkronenarbeitslagen eine
zusätzliche
Lage, die aus metallischen Elementen gebildet ist, die im Wesentlichen parallel
zu der Umfangsrichtung ausgerichtet sind, wobei die axiale Breite
der Lage mindestens gleich 0,7 S0 ist.
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Die
Probleme, die das Trennen von Arbeitslagen und die Dauerfestigkeit
der Karkassgürtelkabel betreffen,
werden deutlich verringert, und die Betriebstemperaturen werden
gesenkt; hingegen treten bei längerem
Fahren der derart gebildeten Luftreifen Ermüdungsbrüche der Kabel der zusätzlichen
Lage auf und insbesondere der Ränder
der Lage, ob nun die so genannte Triangulationslage vorhanden ist
oder nicht.
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Um
diesen neuen Nachteilen, die oben erwähnt sind, abzuhelfen und die
Haltbarkeit des Laufflächenkronengürtels des
untersuchten Luftreifentyps zu verbessern, schlägt die Patentanmeldung
WO-A-99/24269 ,
bisher nicht veröffentlicht,
zu beiden Seiten der Äquatorialebene
und in der unmittelbaren axialen Verlängerung der zusätzlichen
Lage von Verstärkungselementen,
die im Wesentlichen parallel zu der Umfangsrichtung sind, vor, auf
einer bestimmten axialen Entfernung die zwei Laufflächenkronenarbeitslagen
aus von einer Lage zur nächsten gekreuzten
Verstärkungselementen
zu koppeln, um sie dann durch Kautschukgemischprofile zumindest auf
dem Rest der gemeinsamen Breite der zwei Arbeitslagen zu entkoppeln.
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Um
die Haltbarkeit des Laufflächenkronengürtels des
untersuchten Luftreifentyps zu verbessern, ohne mit Ermüdungsproblemen
der Verstärkungselemente
konfrontiert zu werden, modifiziert die Patentanmeldung
WO99/58350 radikal die
Ausrichtung der nicht dehnbaren Verstärkungselemente der zusätzlichen
Lage, die radial zwischen den Arbeitslagen angeordnet ist, wobei
die Elemente daher radial sind.
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Die
Scherbelastungen zwischen den zwei Laufflächenkronenarbeitslagen sind
sehr groß und insbesondere
in dem Fall des Koppelns der zwei Arbeitslagen, was mit der Ermüdung des
Luftreifens zu Delaminierungen zwischen den Lagen führt.
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Die
Patentanmeldung
WO-A-99/58351 schlägt daher
verbunden mit einer zusätzlichen
Lage, deren Ausrichtung der Verstärkungselemente radial ist,
ein Koppeln der zwei Laufflächenkronenarbeitslagen
in der unmittelbaren axialen Verlängerung der zusätzlichen
Lage vor, die dann durch Kautschukgemischprofile mindestens auf
dem Rest der gemeinsamen Breite der zwei Arbeitslagen entkoppelt
werden.
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Die
Patentanmeldung
WO-A-00/69659 schlägt zum Eliminieren
der oben genannten Nachteile und weiteren Verbessern der Haltbarkeit
des Laufflächenkronengürtels solcher
Luftreifen vor, die Vorteile der radialen Ausrichtung mit denen
der Umfangsausrichtung der Verstärkungselemente
der zusätzlichen
Lage zu kombinieren, die radial zwischen den zwei Laufflächenkronenarbeitslagen
liegt. Gemäß diesem
Dokument besteht ein zusätzlicher
Gürtel,
der aus mindestens einer Lage Verstärkungselemente gebildet wird,
die radial zwischen zwei Arbeitslagen angeordnet wird, axial aus
drei Teilen, einem zentralen Teil in Form einer aus nicht dehnbaren metallischen
Verstärkungselementen
gebildeten Lage, die im Wesentlichen radial sind, und aus zwei seitlichen
Teilen in Form von Bändern,
die jeweils aus elastischen Umfangsmetallverstärkungselementen ausgebildet
sind.
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Das
Patent
US-A-4 237 953 beschreibt
ferner Laufflächenkronenstrukturen,
die aus zwei Arbeitslagen bestehen, wobei die axialen Enden jeder von
ihnen umgedreht sind, um die axialen Enden der anderen Lage mit
dem Ziel, die Längsstarrheit
dieser Zonen zu erhöhen,
abzudecken.
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Das
Patent
US-A-5 277 239 beschreibt
einen Automobilluftreifen, der zwei Arbeitslagen aus Verstärkungselementen
mit hohem Elastizitätsmodul aufweist,
bei dem die Enden einer ersten Arbeitslage umgedreht sind, um sich über die
Enden der anderen Arbeitslage zu legen, wobei der Luftreifen noch Schulterlagen
aus Umfangsverstärkungselementen aufweist.
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Das
Dokument
US-A-4 237
953 beschreibt einen Luftreifen, der drei Arbeitslagen
aufweist, wobei die Enden der ersten Lage umgedreht sind, um die äußerste radiale
Lage abzudecken.
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Das
Dokument
FR-A-1 228
241 beschreibt einen Luftreifen, der drei Lagen aufweisen
kann, von welchen mindestens eine an ihren Enden umgefaltet ist,
um das Abkühlen
der Bestandteile des Gürtels
zu begünstigen.
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Das
Dokument
US-A-3 881
538 beschreibt einen Verstärkungsgürtel für Luftreifen, der aus einer Stapelung
von Lagen besteht, wobei die Enden der ersten die anderen Lagen
mit dem Ziel abdecken, dem Trennen von Lagen zu widerstehen.
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Kabel
werden als nicht dehnbar bezeichnet, wenn diese Kabel unter einer
Zugkraft gleich 10% der Bruchkraft eine relative Dehnung maximal
gleich 0,2% aufweisen.
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Kabel
werden elastisch genannt, wenn die Kabel unter einer Zugkraft gleich
der Bruchlast eine relative Dehnung von mindestens gleich 4% aufweisen.
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Die
Umfangsrichtung des Luftreifens oder Längsrichtung ist die Richtung,
die der Peripherie des Luftreifens entspricht und die von der Fahrrichtung des
Reifens definiert wird. Umfangsverstärkungselemente sind Elemente,
die mit dieser Richtung Winkel bilden, die im Bereich von +2,5°, –2,5° um 0° liegen.
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Die
Querrichtung oder axiale Richtung des Luftreifens ist parallel zu
der Drehachse des Luftreifens.
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Die
radiale Richtung ist eine Richtung, die die Drehachse des Luftreifens
schneidet und zu dieser senkrecht ist. Im Wesentlichen radiale Verstärkungselemente
sind Elemente, die mit der Mittenrichtung Winkel bilden, die in
einem Bereich von +5°, –5° um 0° liegen.
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Die
Drehachse des Luftreifens ist die Achse, um die er beim normalen
Gebrauch dreht.
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Eine
radiale oder Mittenebene ist eine Ebene, die die Drehachse des Luftreifens
enthält.
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Die
Umfangsmittenebene oder Äquatorialebene
ist eine Ebene senkrecht zu der Drehachse des Reifens, und teilt
den Luftreifen in zwei Hälften.
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Die
Erfinder haben sich die Aufgabe gestellt, Luftreifen für Lkws zu
liefern, deren Dauerleistungen im Vergleich zu den herkömmlichen
Luftreifen noch verbessert sind.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem
Luftreifen für
Fahrzeuge des Typs Lkw mit radialem Karkassgürtel erzielt, der einen Laufflächenkronengürtel aufweist, der
aus mindestens zwei Laufflächenkronenarbeitslagen
aus Verstärkungselementen besteht,
die von einer Lage zur anderen gekreuzt sind, indem sie zu der Umfangsrichtung
Winkel zwischen 10° und
45° bilden,
auf der wiederum radial eine Lauffläche sitzt, wobei die Lauffläche mit
zwei Wülsten über zwei
Flanken verbunden ist, wobei der Laufflächenkronengürtel zwischen zwei Laufflächenkronenarbeitslagen
mindestens eine zusätzliche Lage
aus Verstärkungselementen
aufweist, wobei die axialen Enden der Arbeitslage aus Verstärkungselementen,
die radial dem Karkassgürtel
am nächsten
liegt, umgedreht sind, um die axialen Enden einer Laufflächenkronenarbeitslage
radial außerhalb
der zusätzlichen
Lage abzudecken, wobei die Verstärkungselemente
der Lage aus Verstärkungselementen,
die radial dem Karkassgürtel
am nächsten
ist, elastisch sind.
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Ein
Luftreifen des Lkw-Typs, der so hergestellt wird, führt zu ganz
und gar zufriedenstellenden Verschleißeigenschaften und es scheint
außerdem, dass
die Haltbarkeit eines solchen Luftreifens noch verbessert wird;
das Umdrehen der radial inneren Arbeitslage trägt zur Verbesserung der Haltbarkeit
des Luftreifens bei, wobei der Einfluss der freien Enden der Arbeitslagen
wesentlich verringert wird.
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Die
Umsetzung der Erfindung, bei der die Verstärkungselemente der Verstärkungselementlage,
die radial dem Karkassgürtel
am nächsten
liegt, elastisch sind, führt
insbesondere zu einem einfachen Herstellungsverfahren des Luftreifens
und bietet weitere Vorteile, die unten besprochen werden, gemäß der Ausführungsform
des Laufflächenkronengürtels.
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Gemäß einer
vorteilhaften Ausführungsform der
Erfindung decken die axialen Enden der Verstärkungselementlage, die radial
dem Karkassgürtel
am nächsten
ist, die axialen Enden der Laufflächenkronenarbeitslage, die radial
am weitesten außen
ist, ab. Gemäß dieser
bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung und ungeachtet der Anzahl Arbeitslagen, wird kein
Ende der Lagen freigelassen.
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Vorteilhaft
und erfindungsgemäß besteht
die zusätzliche
Lage aus mindestens einem Teil der axialen Breite aus umfänglich ausgerichteten
Verstärkungselementen.
Die Gegenwart umfänglicher
Verstärkungselemente
gestattet insbesondere eine Verbesserung der Verschleißeigenschaften
des Luftreifens.
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Eine
vorteilhafte Ausführungsform
der Erfindung sieht vor, dass die axialen Enden der Verstärkungselementlage,
die radial dem Karkassgürtel
am nächsten
liegt, axial innerhalb der axialen Enden der zusätzlichen Verstärkungselementlage
liegen. Gemäß dieser
vorteilhaften Ausführungsform
der Erfindung decken die umgedrehten Enden der Verstärkungselementlage,
die radial dem Karkassgürtel
am nächsten
liegt, radial die Enden der zusätzlichen Lage
für eine
bessere Haltbarkeit des Laufflächenkronengürtels und
insbesondere der zusätzlichen Lage
ab.
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Gemäß einer
ersten Ausführungsvariante der
Erfindung ist die Schicht aus umfänglichen Verstärkungselementen
vorteilhafterweise eine auf ihrer ganzen axialen Breite ununterbrochene
Schicht.
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Die
Gegenwart in dem erfindungsgemäßen Luftreifen
einer Schicht aus umfänglichen
Verstärkungselementen,
deren Breite der oben genannten Beziehung entspricht, erlaubt insbesondere
eine Verringerung der Scherbelastungen zwischen den Arbeitsschichten
und verbessert daher noch die Haltbarkeitsleistungen des Luftreifens.
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Ferner
hat das Fahren, das mit derartigen Luftreifen, die die Kriterien
der Erfindung erfüllen,
gezeigt, dass die umfänglichen
Verstärkungselemente keinen
Bruch aufweisen, inklusive an den Enden der Schicht aus umfänglichen
Verstärkungselementen.
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Gemäß einer
zweiten Ausführungsvariante der
Erfindung besteht die zusätzliche
Lage aus mindestens zwei seitlichen Teilen in Form von Bändern, die
jeweils aus umfänglichen
Verstärkungselementen ausgebildet
sind.
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Vorzugsweise
weist die zusätzliche
Lage gemäß dieser
zweiten Variante ferner einen zentralen Teil auf, der aus einer
Lage gebildet ist, die aus im Wesentlichen radialen Verstärkungselementen
besteht. Eine solche Lage trägt
auch zum Verringern der Scherbelastungen zwischen den Arbeitsschichten
bei und verbessert daher noch die Haltbarkeitsleistungen des Luftreifens,
indem sie insbesondere die Temperaturerhöhungen der Kautschukmasse einschränkt.
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Gemäß der einen
oder anderen dieser Ausführungsvarianten
beobachtet man eine bessere Starrheit der Schultern des Luftreifens,
was für
eine Verringerung der Gefahren einer unregelmäßigen Abnutzung des Laufbands
günstig
ist, welche zunehmen, wenn das Formverhältnis der Luftreifen abnimmt.
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Das
Herstellen des Luftreifens, der ein Umdrehen der Enden der Arbeitslage,
die radial am weitesten innen liegt, aufweist, erlaubt es ferner,
zur Starrheit des Verstärkungsgürtels in
den axial äußeren Zonen
des Luftreifens beizutragen und daher die Dauerhaftigkeit der umfänglichen
Verstärkungselemente,
die in diesen Zonen insbesondere empfindlich sind, zu verbessern.
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Gemäß einer
ersten vorteilhaften Ausführungsform
der Erfindung sind die Verstärkungselemente
der Lage umfänglicher
Verstärkungselemente metallische
Verstärkungselemente,
die ein Sekantenmodul bei 0,7% Dehnung zwischen 10 und 120 GPa und
ein maximales Tangentenmodul kleiner als 150 GPa aufweisen.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform ist
das Sekantenmodul der Verstärkungselemente bei
0,7% Dehnung kleiner als 100 GPa, vorzugsweise größer als
50 GPa und vorzugsweise zwischen 60 und 90 GPa.
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Vorzugsweise
ist das maximale Tangentenmodul der Verstärkungselemente auch kleiner
als 130 GPa.
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Das
Sekantenmodul wird auf einer Zugspannungskurve in Abhängigkeit
von der Dehnung gemessen, die mit einer Vorlast kleiner als 5 kg
bestimmt wird.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform sind
die Verstärkungselemente
der Lage umfänglicher
Verstärkungselemente
metallische Verstärkungselemente,
die eine Zugspannungskurve in Abhängigkeit von der relativen
Dehnung aufweisen, die kleine Gefälle für kleine Dehnungen und ein
im Wesentlichen konstantes und starkes Gefälle für die höheren Dehnungen hat. Derartige
Verstärkungselemente
der Lage umfänglicher
Verstärkungselemente werden
gewöhnlich „Bi-Modulelemente" genannt.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung tritt das im Wesentlichen konstante und starke Gefälle ausgehend
von einer relativen Dehnung zwischen 0,2% und 0,8% auf.
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Die
unterschiedlichen Merkmale der oben genannten Verstärkungselemente
werden auf Verstärkungselementen
gemessen, die von Luftreifen entnommen werden.
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Besonders
zur Herstellung der Lage umfänglicher
Verstärkungselemente
geeignete Verstärkungselemente
gemäß der Erfindung
sind zum Beispiel Zusammensetzungen der Formel 21.23; dieses Litzenseil
besteht aus 21 Elementardrähten
mit Durchmesser 23/100 mm und Formel 3 × (1 + 6), mit 3 Litzen, bestehend
aus 7 Drähten,
von welchen einer eine zentrale Seele bildet, die gemeinsam verdreht
werden. Ebenso ist ein weiteres Beispiel für Verstärkungselemente eine Zusammensetzung
mit der Formel 21.28.
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Der
Gebrauch derartiger Verstärkungselemente
in mindestens einer Lage umfänglicher
Verstärkungselemente
erlaubt es insbesondere, zufriedenstellende Starrheiten der Lage
zu wahren, darunter nach den Formungs- und Brennschritten bei den herkömmlichen
Herstellungsverfahren.
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Gemäß einer
zweiten Ausführungsform
der Erfindung können
die umfänglichen
Verstärkungselemente
aus nicht dehnbaren Metallelementen gebildet werden, die derart
zugeschnitten werden, dass sie Abschnitte mit einer Länge bilden,
die viel kleiner ist als der Umfang der kürzesten Lage, aber vorzugsweise
um 0,1 Mal größer als
der Umfang, wobei die Schnitte zwischen Abschnitten axial voneinander versetzt
sind. Vorzugsweise ist das Zugelastizitätsmodul pro Breiteneinheit
der zusätzlichen
Lage auch kleiner als das Zugelastizitätsmodul, das unter den gleichen
Bedingungen für
die dehnbarste Laufflächenkronenarbeitslage
gemessen wird. Eine derartige Ausführungsform erlaubt es, der
Lage umfänglicher
Verstärkungselemente
auf einfache Art ein Modul zu verleihen, das man leicht anpassen
kann (durch die Auswahl der Intervalle zwischen den Abschnitten
einer gleichen Reihe), das aber auf jeden Fall kleiner ist als das
Modul der Lage, die aus den gleichen Metallelementen besteht, die
aber ununterbrochen sind, wobei das Modul der zusätzlichen Lage
auf einer vulkanisierten Lage geschnittener Elemente, die aus einem
Reifen entnommen wird, gemessen wird.
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Gemäß einer
dritten Ausführungsform
der Erfindung sind die umfänglichen
Verstärkungselemente
wellige metallische Elemente mit dem Verhältnis a/λ der Welligkeitsamplitude auf
der Wellenlänge, die
maximal gleich 0,09 ist. Vorzugsweise ist das Zugelastizitätsmodul
pro Breiteneinheit der zusätzlichen
Lage kleiner als das Zugelastizitätsmodul, das unter den gleichen
Bedingungen an der dehnbarsten Laufflächenkronenarbeitslage gemessen
wird.
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Die
Metallelemente sind vorzugsweise Stahlkabel.
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Vorteilhaft
sind die axialen Breiten der Laufflächenkronenarbeitslagen, die
radial neben einer zusätzlichen
Lage umfänglicher
Verstärkungselemente liegen,
größer als
die axiale Breite der zusätzlichen Lage
und vorzugsweise liegen die Laufflächenkronenarbeitslagen, die
mit der zusätzlichen
Lage benachbart sind, zu beiden Seiten der Äquatorialebene und in der unmittelbaren
axialen Verlängerung
der zusätzlichen
Lage auf einer axialen Breite gekoppelt, insbesondere wenn die an
ihren Enden umgedrehte Arbeitslage nicht neben der zusätzlichen
Lage liegt.
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Die
Gegenwart derartiger Kopplungen zwischen den Laufflächenkronenarbeitslagen,
die neben der Lage umfänglicher
Verstärkungselemente
liegen, erlaubt noch das Verringern der Zugspannungen, die auf die
Umfangselemente einwirken, die axial am weitesten außen liegen
und der Kopplung am nächsten.
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Unter
gekoppelten Lagen versteht man Lagen, deren jeweilige Verstärkungselemente
radial um maximal 1,5 mm getrennt sind, wobei die Kautschukstärke radial
zwischen den jeweiligen oberen und unteren Mantellinien der Verstärkungselemente
gemessen wird.
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Die
Erfindung sieht vorteilhafterweise zum Verringern der Zugspannungen,
die auf die axial am weitesten außen liegenden Umfangselemente
einwirken, auch vor, dass der Winkel, der mit der Umfangsrichtung
von den Verstärkungselementen
der Laufflächenkronenarbeitslagen
gebildet wird, kleiner ist als 30° und
vorzugsweise kleiner als 25°.
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Gemäß einer
weiteren vorteilhaften Variante der Erfindung weisen die Laufflächenkronenschichten
Verstärkungselemente
auf, die von einer Lage zur anderen gekreuzt werden, die mit der
Umfangsrichtung Winkel bilden, die entlang der axialen Richtung variabel
sind, wobei die Winkel an den axial äußeren Rändern der Verstärkungselementeschicht
im Vergleich zu den Winkeln der Elemente, die auf dem Niveau der
Umfangsmittenebene gemessen werden, größer sind. Eine derartige Ausführung der
Erfindung erlaubt das Steigern der umfänglichen Starrheit in bestimmten
Zonen und entgegengesetzt dazu ihr Verringern in anderen Zonen,
insbesondere, um das Zusammendrücken
des Karkassgürtels
zu verringern.
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Eine
bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung sieht auch vor, dass der Laufflächenkronengürtel radial außerhalb
durch mindestens eine zusätzliche
Schicht ergänzt
wird, die Schutzschicht genannt wird, aus elastisch genannten Verstärkungselementen,
die in Bezug auf die Umfangsrichtung mit einem Winkel zwischen 10° und 45° ausgerichtet
sind und mit der gleichen Richtung wie der Winkel, der von den nicht
dehnbaren Elementen der Arbeitslage, die radial benachbart liegen,
gebildet wird.
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Gemäß einer
ersten Ausführungsform
der Erfindung sitzt die Schutzlage auf den umgedrehten Enden der
radial inneren Arbeitslage, insbesondere wenn diese radial außerhalb
der radial äußersten
Arbeitslage liegen.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung ist die Schutzlage axial zwischen den umgedrehten
Enden der radial inneren Arbeitslage positioniert und vorteilhafterweise
sind ihre axialen Enden benachbart oder axial nebeneinander liegend
an den umgedrehten Enden der radial inneren Arbeitslage, insbesondere
wenn diese radial außerhalb
der radial äußersten
Arbeitslage liegen.
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Gemäß einer
letzten Ausführungsform
der Erfindung liegen die umgedrehten Enden der radial inneren Arbeitslage
radial außerhalb
der Schutzlage und decken vorzugsweise die Enden der Schutzlage ab.
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Eine
Ausführungsvariante
der Erfindung, gemäß welcher
die Verstärkungselemente
der radial inneren Arbeitslage elastisch sind, sieht vor, dass die umgedrehten
Teile der radial inneren Arbeitslage eine ähnliche Funktion haben wie
die einer Schutzlage, insbesondere wenn die umgedrehten Verstärkungselemente
nicht mit den Elementen der Verstärkungslage gekreuzt werden,
die mit ihnen radial benachbart ist. Vorzugsweise haben die Verstärkungselemente
der radial inneren Arbeitslage und die Elemente der radial äußeren Arbeitslage
entgegengesetzte Winkel mit gleichem Wert. Gemäß dieser Ausführungsvariante
ist eine ergänzende
Schutzschicht nicht nötig.
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Gemäß einer
beliebigen der oben genannten Ausführungsformen der Erfindung
kann der Laufflächenkronengürtel radial
innerhalb zwischen dem Karkassgürtel
und der radial inneren Arbeitslage, die radial dem Karkassgürtel am
nächsten
liegt, noch von einer Triangulationsschicht nicht dehnbarer metallischer
Verstärkungselemente
aus Stahl vervollständigt
werden, die mit der Umfangsrichtung einen Winkel größer als
50° in Absolutwert
bildet.
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Weitere
Details und vorteilhafte Merkmale der Erfindung ergeben sich aus
der folgenden Beschreibung von Ausführungsformen der Erfindung unter
Bezugnahme auf die 1 bis 5,
die Folgendes darstellen:
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1 eine
teilweise Mittenansicht einer Skizze eines Luftreifens gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung,
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2 eine
teilweise Mittenansicht einer Skizze eines Luftreifens gemäß einer
zweiten Ausführungsform
der Erfindung,
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3 eine
teilweise Mittenansicht einer Skizze eines Luftreifens gemäß einer
dritten Ausführungsform
der Erfindung,
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4 eine
teilweise Mittenansicht einer Skizze eines Luftreifens gemäß einer
vierten Ausführungsform
der Erfindung.
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Die
Figuren sind nicht maßstabgerecht
dargestellt, um ihr Verstehen zu vereinfachen. Die Figuren stellen
nur eine halbe Ansicht eines Luftreifens dar, der sich symmetrisch
in Bezug auf die Achse XX',
die die Umfangsmittenebene oder Äquatorialebene
eines Luftreifens darstellt, verlängert.
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Auf 1 hat
der Luftreifen 1 mit den Maßen 385/55 R 22.5 X ein Formverhältnis H/S
gleich 0,55, wobei H die Höhe
des Luftreifens 1 auf seiner Montagefelge ist, und S seine
maximale axiale Breite ist. Der Luftreifen 1 weist einen
radialen Karkassgürtel 2 auf,
der in zwei Wülsten,
die auf den Figuren nicht dargestellt sind, verankert ist. Der Karkassgürtel besteht
aus einer einzigen Schicht aus Metallkabeln. Dieser Karkassgürtel 2 wird
durch einen Laufflächenkronengürtel 4 umschnürt, der
radial von innen nach außen
gebildet ist aus:
- – einer ersten Arbeitslage 41,
die aus Metallkabeln aus Stahl 21 × 23 gebildet ist, des „Bi-Modultyps", ununterbrochen
auf der ganzen Breite der Lage, mit einem Winkel gleich 20° ausgerichtet.
- – einer
Lage umfänglicher
Verstärkungselemente 42,
die aus Metallkabeln aus Stahl 21 × 28 des „Bi-Modultyps" gebildet ist,
- – einer
zweiten Arbeitsschicht 43, die aus nicht dehnbaren Metallkabeln
11.35 gebildet ist, die nicht eingeschnürt sind, die auf der ganzen
Breite der Lage ununterbrochen sind, ausgerichtet mit einem Winkel
gleich 16° und
mit den Metallkabeln der Schicht 41 gekreuzt,
- – einer
Schutzlage 44, die aus elastischen metallischen Kabeln
18 × 23
gebildet ist.
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Auf
dem Laufflächenkronengürtel selbst
sitzt eine Lauffläche 5.
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Erfindungsgemäß ist die
Arbeitslage 41 umgedreht und ihre Enden 6 sind
radial außerhalb
der Arbeitslage 43 und radial neben dieser angeordnet. Die
umgedrehten Enden 6 der Arbeitslage 41 werden radial
von der Schutzlage 44 abgedeckt.
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Erfindungsgemäß erlaubt
das Umdrehen der Arbeitslage 41 das Eliminieren der freien
Enden der Arbeitslage und das Einschränken der Bewegungen dieser
Enden beim Fahren, während
gleichzeitig die Starrheiten an den Schultern des Luftreifens angehoben
werden. Die Lage 42 aus umfänglichen Verstärkungselementen
nimmt an der Verbesserung insbesondere der Verschleißbeständigkeit
des Luftreifens teil, verbunden mit dem Umdrehen der Arbeitsschicht 41,
aufgrund der Erhöhung
der Starrheiten. Sie erlaubt es, die Stabilität der Laufflächenkrone
des Luftreifens beim Aufblasen noch zu verbessern. Ferner decken
die Umdrehungen der Arbeitslage 41 die Enden der Lage 42 aus
umfänglichen
Verstärkungselementen über eine
Breite L ab und verbessern daher die Haltbarkeit dieser umfänglichen
Verstärkungselemente
insbesondere aufgrund der Tatsache der Teilnahme der umgedrehten
Teile der Arbeitslage 41 an der Starrheit des Gürtels, insbesondere
in den axialen Endteilen der Lage 42. Die Abdeckbreite
L ist vorteilhafterweise vier Mal größer als der Abstand der umfänglichen
Verstärkungselemente
der Lage 42.
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Die
Lage 42 ist in dem beschriebenen Beispiel eine ununterbrochene
Lage umfänglicher
Verstärkungselemente,
die aber auch erfindungsgemäß aus zwei
Lagen schmalerer umfänglicher
Verstärkungselemente
bestehen könnte,
die axial voneinander beabstandet sind, und die vorteilhafterweise
im Wesentlichen auf dem Niveau der Schultern des Luftreifens angebracht
werden. Diese zwei Lagen umfänglicher
Verstärkungselemente
können
axial noch von einer Lage radial ausgerichteter Verstärkungselemente
getrennt werden.
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Auf 2 unterscheidet
sich der Luftreifen 1 von dem auf 1 dargestellten
darin, dass die Schutzlage 44 axial zwischen die Enden 6 der
Umdrehungen der Arbeitslage 41 eingefügt ist. Eine derartige Ausführungsform
erlaubt es insbesondere, die Stärke
des Laufflächenkronengürtels im
Vergleich zu dem Fall der 1 einzuschränken.
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Auf 3 unterscheidet
sich der Luftreifen 1 von denen auf den vorhergehenden
Figuren dargestellten dadurch, dass er keine Schutzlage aufweist. Die
Umdrehungen der Arbeitslage 41 sind hingegen axial verlängert, und
die Enden 6 sind axial nebeneinander. Die Umdrehungen der
Arbeitslage 41 treten daher funktional an die Stelle der
Schutzlage. Vorteilhafterweise sind die Winkel der zwei Arbeitslagen 41, 43 im
Absolutwert identisch, so dass die Schutzfunktion, die von den Umdrehungen
der Arbeitslage 41 erfüllt
wird, optimal ist.
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Auf 4 ist
der Luftreifen 1 eine Ausführungsvariante dessen, der
auf 1 dargestellt ist, gemäß welcher der Laufflächenkronengürtel eine
Triangulationslage 7 aufweist, die radial zwischen den Karkassgürtel und
die Arbeitslage 41 eingefügt ist. Die Triangulationslage 7 besteht
aus nicht dehnbaren Metallkabeln 11 × 35, die nicht umschnürt sind,
die mit einem Winkel gleich 50° ausgerichtet
sind, wobei die Metallkabel mit den Verstärkungselementen der Lage 41 gekreuzt
werden.
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Tests
wurden mit dem erfindungsgemäß gemäß der Darstellung
der 2 hergestellten Luftreifen ausgeführt und
mit einem Vergleichsluftreifen mit gleichen Maßen verglichen, mit zwei Arbeitslagen und
einer Lage, die Verstärkungselemente
enthält, die
umfänglich
ausgerichtet sind, die radial zwischen die zwei Arbeitslagen eingefügt wird,
wobei die zwei Arbeitslagen entkoppelt sind.
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Dieser
Vergleichsluftreifen weist daher kein Umdrehen der Lage aus Arbeitsverstärkungselementen,
die radial dem Karkassgürtel
am nächsten
liegt, auf.
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Die
durchgeführten
Tests bestanden aus zerstörenden
Fahrtests auf Laufrad; diese Art von Test auf Laufrad simuliert
Bahntests entweder in gerader Linie oder mit starker Drift.
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Die
Last- und Druckbedingungen sind für die erfindungsgemäßen Reifen
gleich wie für
den Vergleichsreifen. Der Aufblasdruck der Luftreifen beträgt im warmen
Zustand 10 bar. Die Nennlast beträgt 4500 kg, und der Luftreifen
alle 5000 km erfährt
eine Erhöhung
von 150 daN.
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Zwei
zerstörende
Fahrtesttypen wurden derart ausgeführt:
- – der erste
Test besteht aus einem Fahrtest auf einem Laufrad, wobei der Luftreifen
in gerader Linie fährt.
Die gemäß diesem
Test erzielten Ergebnisse haben gezeigt, dass der erfindungsgemäße Luftreifen
eine größere Strecke
gestattet, bevor ein Bruch des Luftreifens festgestellt wird. Der
erfindungsgemäße Luftreifen
fuhr 40.500 km, während
der Vergleichsluftreifen nach 25.000 km komplett abgenutzt war.
- – der
zweite Test ähnelt
dem vorhergehenden, wobei der Luftreifen einem Driftzyklus unterworfen
wird. Wie beim vorhergehenden Test zeigt sich, dass der erfindungsgemäße Luftreifen
eine größere Strecke
zurücklegte,
die 15% mehr betrug als der Vergleichsluftreifen.