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DE602005005535T2 - Falzanordnung für Bleche - Google Patents

Falzanordnung für Bleche Download PDF

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DE602005005535T2
DE602005005535T2 DE602005005535T DE602005005535T DE602005005535T2 DE 602005005535 T2 DE602005005535 T2 DE 602005005535T2 DE 602005005535 T DE602005005535 T DE 602005005535T DE 602005005535 T DE602005005535 T DE 602005005535T DE 602005005535 T2 DE602005005535 T2 DE 602005005535T2
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Germany
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axis
folding blade
folding
rocker arm
arm
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DE602005005535T
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English (en)
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Marco Simioli
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KGR Srl
KGR Srl BRANDIZZO
Original Assignee
KGR Srl
KGR Srl BRANDIZZO
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D39/00Application of procedures in order to connect objects or parts, e.g. coating with sheet metal otherwise than by plating; Tube expanders
    • B21D39/02Application of procedures in order to connect objects or parts, e.g. coating with sheet metal otherwise than by plating; Tube expanders of sheet metal by folding, e.g. connecting edges of a sheet to form a cylinder
    • B21D39/021Application of procedures in order to connect objects or parts, e.g. coating with sheet metal otherwise than by plating; Tube expanders of sheet metal by folding, e.g. connecting edges of a sheet to form a cylinder for panels, e.g. vehicle doors

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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)
  • Wrappers (AREA)
  • Bending Of Plates, Rods, And Pipes (AREA)
  • Separation Using Semi-Permeable Membranes (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Falzeinheit von der Art wie sie verwendet wird, um Bleche zu falzen, insbesondere für das Verbinden zweier Bleche durch Ziehen eines Schenkels der Kante eines Blechs bis zur Kante des anderen Blechs.
  • Diese Arbeitsweise wird verbreitet auf dem Gebiet der Kraftfahrzeugherstellung verwendet, um bewegliche Teile eines Körpers wie Türen, Hecktüren, Kühlerhauben und Kotflügel zu falzen.
  • Die Falzeinheit gemäß der Erfindung wurde entworfen, um das bekannte Falzverfahren durchzuführen, gemäß dem eine zu falzende Kante, die bereits etwa um 90° in Bezug auf die Blechebene gefaltet ist, während eines ersten Schrittes des Vorfalzens teilweise in einem Winkel von der Größenordnung von 45° in die Richtung des anderen Blechs gefaltet wird; in einem zweiten Schritt zum Falzen wird die bereits teilweise gefaltete Kante vollständig gefaltet, bis sie an der Kante des anderen Bleches anliegt.
  • Eine Falzeinheit gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 ist aus der EP-A-0724922 bekannt, bei der die kinematische Kette, die die Rotationswelle des Antriebs jeweils mit der ersten Abkantklinge und der zweiten Abkantklinge mechanisch verbindet, von der Drehwelle getragene Nocken und entsprechende Abtastelemente enthält.
  • Diese Lösung ist mechanisch effektiv, aber ihr Hauptnachteil liegt in den relativ hohen Kosten, die zum Ausbilden der Nocken erforderlich sind.
  • Das Ziel der Erfindung ist die Herstellung einer Falzeinheit von der Art, wie sie oben beschrieben ist, deren kinematische Kette ökonomischer gemacht werden kann, die verlässlich ist und eine hohe Produktionsrate ermöglicht.
  • Gemäß der Erfindung wird dieses Ziel durch eine Falzeinheit für Bleche gemäß Anspruch 1 erreicht.
  • Durch das beanspruchte Lösungskonzept ist es möglich, eine Falzeinheit herzustellen, bei der die zyklischen Bewegungen des Vorfalzblattes und des Falzblattes von einem herkömmlichen Antrieb, wie einem elektrischen Getriebemotor, durch Steuermittel, welche Übersetzungselemente, insbesondere Zahnräder, Pleuelstangen und Hebel, die keine teuren Bearbeitungen zur Herstellung benötigen, mit einer perfekten Synchronisierung zwangsgesteuert werden.
  • Die Erfindung wird sich durch Lesen der folgenden detaillierten Beschreibung als klarer herausstellen, die als nicht beschränkendes Beispiel geschaffen wurde und mit Bezugnahme auf die anhängenden Zeichnungen, die eine bevorzugte Ausführungsform darstellen, angefertigt wurde, in welchen:
  • die 1 eine schematische Seitenschnittansicht ist, die die Falzeinheit der Erfindung in einem Zustand vor Begin eines Falzzyklus zeigt,
  • die 2 eine Ansicht ähnlich der 1 ist, die die Falzeinheit in einem Zustand, in welchem der Falzzyklus gestartet wird, zeigt,
  • die 3 bis 5 schematische Ansichten ähnlich den 1 und 2, aber in einem reduzierten Maßstab sind, in welchen die Falzeinheit in aufeinanderfolgenden Schritten des Falzzyklus gezeigt ist,
  • die 6 eine Ansicht von vorne geschnitten entlang der Linie VI-VI aus 5 ist,
  • die 7 eine Ansicht gemäß Pfeil VII aus 6 ist,
  • die 8 und 9 schematische Ansichten ähnlich den 3 bis 5 sind, welche die Falzeinheit während weiterer Schritte des Falzzyklus darstellen, und
  • die 10 eine Seitenansicht ist, die die Falzeinheit in einem Ruhezustand zeigt, in welchem eine Falzklinge davon einem Umrüsten oder einem Endeinstellungsvorgang unterzogen werden kann, bevor die Einheit betrieben wird.
  • Mit Bezugnahme auf die Figuren führt eine Falzeinheit 10 gemäß der Erfindung das Falzen zweier Bleche W1, W2, die auf einer oberen horizontalen Auflagefläche 11 eines Unterbaus 12 angeordnet sind, welcher mit der Falzeinheit verbunden ist oder verbunden sein kann, mit Hilfe einer ersten Abkantklinge 14 oder einem Vorfalzblatt und einer zweiten Abkantklinge 16 oder einem Falzblatt durch, die von oben einwirken. Diese Anordnung ist jedoch nicht beschränkend, und eine Falzeinheit gemäß der Erfindung könnte ein Blech bearbeiten, dessen Lage anders als horizontal sein kann.
  • Die Falzeinheit 10 enthält ein stabiles Gehäuse, das mit 18 in seiner Gesamtheit bezeichnet ist, welches ferner aus einer Basis 20 und einem Paar Seitenwänden 22 geformt ist, welche die meisten ihrer Komponenten umschließen und tragen.
  • Die Falzeinheit 10 umfasst vom Gehäuse 18 getragene Steuermittel, die geeignet sind, auf die erste Abkantklinge 14 und auf die zweite Abkantklinge 16 jeweils synchronisierte zyklische Bewegungen, wie folgt beschrieben, zwischen ihren Ruhe- und Arbeitspositionen aufzubringen.
  • Solche Steuermittel umfassen einen herkömmlichen Drehantrieb in Form eines elektrischen Getriebemotors 24 (6 und 7) und eine kinematische Doppelkette, die insgesamt mit 26 bezeichnet ist.
  • Die kinematische Doppelkette 26 verbindet mechanisch eine Ausgangswelle 28 des Getriebemotors 24 mit jeweils der ersten Abkantklinge 14 und der zweiten Abkantklinge 16.
  • Insbesondere umfassen die Steuermittel ein an der Welle 28 festsitzendes Antriebszahnrad 30, mit dem ein Abtriebszahnrad 32 in Eingriff steht, welches an einer Abtriebswelle 34 festgemacht ist.
  • Vorzugsweise steuert das Antriebszahnrad 30 das Abtriebszahnrad 32 in einem Verhältnis 11, so dass die Abtriebswelle 34 mit der gleichen Geschwindigkeit wie die Ausgangswelle 28 des Getriebemotors 24 rotiert.
  • Ein erstes Getriebe, das in seiner Gesamtheit mit 36 bezeichnet ist, welches die Bewegung von der Ausgangswelle 34 behält, ist mit der ersten Abkantklinge 14 verbunden.
  • Ein zweites Getriebe, das in seiner Gesamtheit mit 38 bezeichnet ist, welches die Bewegung direkt von der Ausgangswelle 34 des Getriebemotors 24 erhält, ist mit der zweiten Abkantklinge 16 verbunden.
  • Das erste Getriebe 36 umfasst aufeinanderfolgend eine erste Kurbel 40, die an der Abtriebswelle 34 festgemacht ist, eine erste Pleuelstange 42 und einen ersten Schwinghebel 44, der um eine erste Schwingungsachse A1 drehbar angelenkt ist.
  • Ein Arm 46 des Hebels 44 trägt die erste Abkantklinge 14 über einen Klingenträger 48 und die Pleuelstange 42 verbindet die erste Kurbel 40 und den anderen Arm 50 des Hebels 44.
  • Das zweite Getriebe 38 umfasst aufeinanderfolgend eine zweite Kurbel 52, die direkt an der Ausgangswelle 28 des Getriebemotors 24 festgemacht ist, und eine zweite Pleuelstange 54, deren der zweiten Kurbel 52 gegenüberliegendes Ende bei 53 an ein Stützelement 53a, das an einem Arm 60 eines zweiten Schwinghebels 56 fixiert ist, angelenkt ist. Das Stützelement 53a trägt ein bewegliches Schloss 55, das mit zwei gegenüberliegenden Flächen 55a und 55b mit einer bogenförmigen Oberfläche versehen ist. Die zweite Abkantklinge 16 ist am Ende eines anderen Arms des zweiten Schwinghebels 56, das mit dem Bezugszeichen 58 bezeichnet ist und gegenüber dem Arm 60 liegt, gelenkig gehalten.
  • Der zweite Schwinghebel 56 ist Teil einer Einheit, die in ihrer Gesamtheit mit 62 bezeichnet ist, welche einen Schwingkopf 64 umfasst, der um eine zweite Schwingachse A2 drehbar angelenkt ist, die feststehend und parallel zur ersten Achse A1 ist.
  • Der zweite Schwinghebel 56 ist auch am Schwingkopf 64 über eine dritte Achse A3 drehbar angelenkt, die parallel zur zweiten Achse A2 ist und von der zweiten Abkantklinge 16 um einen Wert kleiner als der Abstand der zweiten Abkantklinge 16 von der zweiten Achse A2 versetzt ist.
  • Der Schwingkopf 64 und das Gehäuse 18 sind mit Anschlägen, jeweils beweglich 66 und fest 68, versehen, die in frontaler Lage miteinander in Eingriff kommen können.
  • Wie im Folgenden klarer gemacht wird, kommt, wenn der zweite Schwinghebel 56 eine vorgegebene Winkelposition erreicht, welche der Konfiguration der 4 bis 8 entspricht, der bewegliche Anschlag 66, der durch den Schwingkopf 64 getragen wird, frontal mit den Anschlag 68 in Eingriff und verhindert eine weitere Drehung des Schwingkopfes 64 um die zweite Achse A2 während seiner Drehbewegung in die Arbeitsposition der zweiten Klinge 16.
  • Elastisch nachgebende Mittel sind zwischen dem zweiten Schwinghebel 56 und dem Schwingkopf 64 angeordnet, welche, was im Folgenden besser verstanden werden kann, geeignet sind, die zuvor genannte weitere Drehung des Hebels 56, aber diesmal um die dritte Achse A3 in die Arbeitsposition der zweiten Klinge 16, gezeigt in 5, zu erlauben, während der Schwingkopf 64 aufgrund des zuvor genannten Aufeinandertreffens der Anschläge 66, 68 gesperrt gehalten wird.
  • Vorzugsweise, wie dargestellt, bestehen diese elastisch nachgebenden Mittel aus einer stabilen Druckschraubenfeder 70, die schematisch durch gestrichelte Linien in den Figuren angedeutet ist.
  • Ein erstes Formstück 65 mit einer bogenförmigen Oberfläche 65a, die konzentrisch mit der dritten Achse A3 und komplementär zur bogenförmigen Oberfläche 55b des beweglichen Schlosses 55 ist, ist am Schwingkopf 64 befestigt, während ein zweites Formstück 67 mit einer bogenförmigen Oberfläche 67a, die ebenfalls konzentrisch zur Achse A3 und komplementär zur bogenförmigen Oberfläche 55a des beweglichen Schlosses 55 ist, mit dem Gehäuse 18 in einer Position gegenüber dem Schwingkopf 64 verbunden ist.
  • Die Einheit 62, zu der der zweite Schwinghebel 56 gehört, umfasst auch einen Körper 72, welcher die zweite Abkantklinge 16 über einen Klingenträger 74 trägt.
  • Der Trägerkörper 72 ist am Arm 58 des zweiten Schwinghebels 56 um eine vierte Achse A4 parallel zur dritten Achse A3 angelenkt.
  • Ein Abschnitt einer Pleuelstange 76, parallel zum Arm 58, ist am Schwinghebel 64 angelenkt, der andere Abschnitt davon ist am Trägerkörper 72 entsprechend um eine fünfte Achse A5 und um eine sechste Achse A6, beide parallel zur dritten Achse A3 und zur vierten Achse A4, angelenkt.
  • Der Schwingkopf 64, der Trägerkörper 72, der vorgenannte Arm 58 und die Pleuelstange 76 bilden daher ein Gelenkparallelogramm, das in seiner Gesamtheit mit 78 bezeichnet ist, welches so angeordnet ist, dass wenn der Schwingkopf 64 durch das Aufeinandertreffen der Anschläge 66, 68 gesperrt bleibt, eine Rotation des zweiten Schwinghebels 56 um die dritte Achse A3 zur Arbeitsposition der zweiten Abkantklinge 16 eine Bewegung der zweiten Abkantklinge 16 verursacht, die im Wesentlichen geradlinig und normal auf die Auflagefläche 11 der Bleche W1, W2 ist. Der Vorteil dieser Anordnung wird durch das Folgende klar.
  • In 1 wurde ein entfernbarer Bolzen, der die Achse 4 bildet und den Trägerkörper 72 mit dem Arm 58 des zweiten Schwinghebels 56 verbindet, mit 80 bezeichnet. Eine besondere Funktion des entfernbaren Bolzens 80 wird im Folgenden mit Bezugnahme auf 10, in welcher der Sitz, aus dem der Bolzen 80 entfernt wurde, mit 80a bezeichnet wurde, beschrieben.
  • Es wird nun nacheinander auf die 1 bis 9 Bezug genommen, um den Falzzyklus zu beschreiben.
  • 1 entspricht dem Anfangszustand, in welchem die zu falzenden Bleche W1, W2 korrekt auf der Auflagefläche 11 in Hinblick auf das Falzen angeordnet und positioniert wurden.
  • In dieser Figur hat das Blech W1 einen bereits rechtwinklig gefalteten Endschenkel L, welcher an der Seite, die der Falzeinheit 10 gegenüber liegt, angeordnet ist.
  • Sowohl das Vorfalzblatt 14 oder die erste Abkantklinge, als auch das Falzblatt 16 oder die zweite Abkantklinge, sind in entsprechende Ruhepositionen angehoben und zurückgezogen, in denen sie nicht das Legen der zu falzenden Bleche W1, W2 auf die Auflagefläche 11 und das Entfernen davon von der Auflagefläche 11 nach dem Falzen (von oben im Beispiel der Figuren) stören.
  • In den Figuren ist die Drehrichtung der Welle 28, die das zweite Getriebe 38 steuert, mit R bezeichnet, die Drehrichtung der Welle 34, die das erste Getriebe 36 steuert, ist aufgrund des Ineinandergreifens der Zahnräder 30 und 32 entgegengesetzt zu R.
  • Wie zuvor angegeben, dreht die Welle 34 mit der gleichen Geschwindigkeit wie die Welle 28, sodass das erste Getriebe 36, das mit der ersten Klinge 14 verbunden ist, eine Anzahl von Bewegungszyklen durchführt, die gleich jener des zweiten Getriebes 38 ist.
  • Die erste Abkantklinge 14 hat eine Arbeits- oder Pressfläche 14a, die geeignet ist, mit dem rechtwinkligen Schenkel L in Eingriff zu kommen, um ihn im Wesentlichen auf 45° zu falten.
  • In einem ersten Schritt (welcher dem Übergang vom Zustand der 1 zu jenem der 2 entspricht) bewegt sich die erste Abkantklinge 14 mit einer bogenförmigen Bewegung um die erste Achse A1 nach vorwärts und ihre Arbeitsfläche 14a nähert sich in ihrem Endabschnitt der Bewegung dem Schenkel L entlang einer Richtung von im Wesentlichen 45° in Bezug auf die Auflagefläche 11 des Unterbaus 12 (Pfeil F1, 2), um das Biegen des Schenkels L auf ungefähr 45° in Bezug auf die Fläche 11 durchzuführen.
  • In der Zwischenzeit hat das zweite Getriebe 38 die Vorwärtsbewegung der zweiten Abkantklinge 16 als ein Einzelstück mit der gesamten Einheit 62 entlang eines Abschnitts eines bogenförmigen Weges um die zweite Achse A2 (Pfeil F2) bewirkt, wobei es die zweite Klinge 16 an die Arbeitsposition annähert. In diesem Schritt gleitet aufgrund des Aufwärtsschubes, der durch die Pleuelstange 54 auf das Stützelement 53a und daher auf das Schloss 55 ausgeübt wird, die bogenförmige Fläche 55b des Schlosses 55 in gleitendem Eingriff mit der bogenförmigen Fläche 65a des Formstückes 65 entlang eines Abschnitts der Oberfläche 65a, wobei das Schloss 55 dazu gebracht wird, sich an das Formstück 67 anzunähern.
  • In einem zweiten Schritt (3) zieht sich die erste Abkantklinge 14 aus dem Bereich des Schenkels L, der auf 45° gefaltet wurde, zurück, um der zweiten Abkantklinge 16, die mit einer aktiven Vorderfläche 16a davon gemäß dem bogenförmigen Weg, der immer noch durch den Pfeil F2 angezeigt wird, nach unten zum Schenkel L geht, Platz zu machen. In diesem zweiten Schritt gleitet die bogenförmige Fläche 55b des Schlosses 55 weiterhin entlang der Oberfläche 65a und steigt in den Raum zwischen den beiden bogenförmigen Oberflächen 65a und 67a auf, die voneinander weggehen.
  • Am Beginn eines dritten Schritts (4) hat die zweite Abkantklinge 16, die immer noch dem bogenförmigen Weg um die Achse A2, angezeigt durch den Pfeil F2, folgt, eine Position erreicht, in welcher sie senkrecht über dem Schenkel L steht. In diesem Zustand liegt der bewegliche Anschlag 66, der vom Schwingkopf 64 getragen wird, am festen Anschlag 68 an, sodass die Bewegung des Kopfes 64 entsprechend dem Pfeil F2 nicht mehr fortgesetzt werden kann.
  • Aufgrund des Schubes der zweiten Pleuelstange 54 setzt der zweite Schwinghebel 56 statt seiner Drehung in Richtung des Pfeils F3 (5) seine Bewegung um die dritte Achse A3 fort, die nunmehr fixiert worden ist. Diese Drehung verursacht auch eine weitere Bewegung des Schlosses 55 bis es als Ergebnis des Gleitens seiner bogenförmigen Flächen 55a und 55b jeweils entlang der entsprechenden bogenförmigen Flächen 67a und 65a der Formstücke 67 und 65 in eine Position geführt ist, in welcher es vollständig den Raum zwischen den beiden Formstücken 65 und 67 einnimmt. In dieser Position verhindert das Schloss 55 effektiv den Druckaufwand, der durch die zweite Abkantklinge 16 auf den Schenkel L ausgeübt wird, um eine Gegendrehung des Schwingkopfes 64 um die Achse A2 zu bewirken.
  • Die Bewegung des Drehpunktes des zweiten Schwinghebels 56 von der zweiten Achse A2 auf die dritte Achse A3 entspricht einer Zunahme des mechanischen Vorsprungs des Hebels 56, d. h. einer Intensivierung der Biegekraft, die durch die zweite Abkantklinge auf den Schenkel L aufgebracht wird.
  • Die Drehung gemäß Pfeil F3 wird durch das elastische Nachgeben der Feder 70 erlaubt, die nun komprimiert ist, während die Feder 10 während der vorhergehenden Schritte von 1 bis 4 im Wesentlichen als starres Element gewirkt hat.
  • Durch die Gegenwart des Gelenkparallelogramms 78 ist die abschließende Arbeitsbewegung der zweiten Abkantklinge 16, d. h. die des Falzens, die in der Position der 5 dargestellt ist, im Wesentlichen geradlinig und normal auf die Auflagefläche 11, wie durch den Pfeil F4 in dieser Figur angezeigt.
  • In diesem abschließenden Falzschritt wirkt die zweite Abkantklinge 16 auf den Schenkel L, indem seine aktive Vorderfläche 16a den Schenkel L ganz drückt, d. h. vollständig auf die Kante des Bleches W2 faltet.
  • Die Merkmale der Zunahme des mechanischen Vorspungs des Hebels 56, verursacht durch den vorbeschriebenen Wechsel des Drehpunktes von A2 zu A3 und der geradlinigen Arbeitsbewegung der zweiten Abkantklinge 16, die durch das Gelenkparallelogramm 78 verursacht wird, stellt einen Vorteil in Bezug auf die Lösung, die aus EP-A-0 724 922 bekannt ist, dar, in welcher keine Mittel zur Intensivierung der Biegekraft, die durch die zweite Klinge auf den zu falzenden Schenkel ausgeübt wird, vorgesehen waren und bei welcher die zweite Klinge einen bogenförmigen Weg auch während des Arbeitsschrittes folgte, mit der Folge, dass eine Komponente an seitlicher Kraft, die der Präzision des Falzens abträglich war, auf den Schenkel aufgebracht wurde.
  • Nach dem Abschluss des Falzvorganges bringt, wie in 5 dargestellt, das zweite Getriebe 38 die gesamte Einheit 62 der zweiten Klinge 16 zurück in eine angehobene Position in Bezug auf die Bleche W1, W2, wobei sie die Positionen, die in den 8 und 9 gezeigt sind, durchläuft. Um das Erreichen einer solchen Position durch die Einheit 62 möglich zu machen, und damit die Drehung des Schwingkopfes 64 um die Achse A2, wird das Schloss 55 aus dem Raum zwischen den Formstücken 65 und 67 entfernt, indem seine bogenförmigen Oberflächen 55a und 55b auf den entsprechenden bogenförmigen Oberflächen 67a und 65a der Formstücke 67 und 65, aufgrund eines Zuges, der durch die zweite Pleuelstange 54 des Getriebes 38 auf das Stützelement 53a ausgeübt wird, gleiten.
  • In der Zwischenzeit hat das erste Getriebe 36 bewirkt, dass die erste Klinge 14 einen Bewegungszyklus durchgeführt hat, der sie zurück in eine Position entsprechend zu jener aus 1 gebracht hat, in welcher sie für einen neuen Arbeitszyklus bereit ist.
  • Mit Bezugnahme auf 10 erlaubt die Gelenkparallelogrammanordnung 78 Vorteil aus einer günstigen Möglichkeit zu ziehen. Wie bereits oben hingewiesen, kann der Bolzen 80, der die Achse A4 bildet, entfernt werden, um seinen Sitz, der mit 80a bezeichnet ist, freizugeben. Auf diese Weise kann der Trägerkörper 72 um die Achse A6 in Richtung des Pfeils F5 aus 10 gekippt werden, bis er die Position in durchgezogenen Linien der gleichen 10 erreicht. In dieser Position ist die aktive Vorderfläche 16a der Abkantklinge 16 nach oben gerichtet und daher einfach für eine Bedienungsperson zugänglich, die mit Hilfe eines Werkzeuges wie einem Schleifer einfach jede Korrektur oder Wartungsarbeit an der Fläche 16a der Klinge 16 durchführen kann, die notwendig ist, bevor die Falzeinheit betrieben wird.

Claims (10)

  1. Falzeinheit für Bleche, umfassend: – ein Gehäuse (18), dem eine Auflagefläche (11) für zu falzende Bleche (W1, W2) zugeordnet ist oder zugeordnet werden kann, – eine erste Abkantklinge (14) oder ein Vorfalzblatt, das so ausgebildet ist, dass es einen ersten Biegeschritt in der Größenordnung von 45° zu der Auflagefläche (11) an einem bereits abgewinkelten Schenkel (L) eines der Bleche (W1) durchführt, wobei die erste Abkantklinge (14) in dem Gehäuse (18) so gelagert ist, dass sie um eine erste Achse (A1) schwenkbar und zwischen einer Ruhestellung und einer Arbeitsstellung auf einer Bahn beweglich ist, die in der Nähe der Arbeitsstellung im Wesentlichen parallel zu der Auflagefläche (11) verläuft, – eine zweite Abkantklinge (16) oder ein Falzblatt, das so ausgebildet ist, das es einen zweiten Biegeschritt an dem bereits im wesentlichen um 45° abgewinkelten Schenkel (L) durchführt, derart, dass dieser parallel zu der Auflagefläche (11) verläuft und eine Kante des anderen Bleches (W2) der beiden Bleche übergreift, wobei die zweite Abkantklinge (16) so in dem Gehäuse (18) gelagert ist, dass sie um eine parallel zu der ersten Achse (A1) verlaufende zweite Achse (A2) schwenkbar und zwischen einer Ruhestellung und einer Arbeitsstellung auf einer Bahn beweglich ist, die in der Nähe der Arbeitsstellung im wesentlichen rechtwinklig zu der Auflagefläche (11) verläuft, – in dem Gehäuse (18) gelagerte Antriebsmittel für die synchronisierte, zyklische Bewegung der ersten Abkantklinge (14) und der zweiten Abkantklinge (16) zwischen ihren Ruhestellungen und Arbeitsstellungen, wobei diese Antriebsmittel ein gemeinsames Drehantriebsorgan (24) und eine kinematische Kette (26) aufweisen, die eine Ausgangswelle (28) des Drehantriebsorgans (24) mit der ersten Abkantklinge (14) bzw. der zweiten Abkantklinge (16) mechanisch verbindet, dadurch gekennzeichnet, dass: – die Antriebsmittel ein erstes Getriebe (36), das der ersten Abkantklinge (14) zugeordnet ist, und ein zweites Getriebe (38), das der zweiten Abkantklinge (16) zugeordnet ist, aufweisen, wobei beide Getriebe von der Ausgangswelle (28) des Drehantrieborgans (24) in Bewegung versetzt werden, – das erste Getriebe (36) zusammengesetzt ist aus einer ersten Kurbel (40), aus einem ersten Schwinghebel (44), der um die erste Achse (A1) schwenkbar ist und einen Arm (46) aufweist, der die erste Abkantklinge (14) trägt, sowie aus einer ersten Pleuelstange (42), die die erste Kurbel (40) und den anderen Arm (50) des ersten Schwinghebels (44) miteinander verbindet, – das zweite Getriebe (38) zusammengesetzt ist aus einem zweiten Schwinghebel (56), der um die zweite Achse (A2) schwenkbar ist und einen Arm (58) aufweist, der die zweite Abkantklinge (16) trägt, sowie aus einer zweiten Pleuelstange (54), die die zweite Kurbel (52) mit dem anderen Arm (60) des zweiten Schwinghebels (56) verbindet.
  2. Falzeinheit für Bleche nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale: – der zweite Schwinghebel (56) ist Teil einer Einheit (62), die einen Schwingkopf (64) aufweist, der um die zweite Achse (A2) schwenkbar ist und an dem der zweite Schwinghebel (56) um eine dritte Achse (A3) schwenkbar angelenkt ist, die parallel zur zweiten Achse (A2) verläuft und die von der zweiten Abkantklinge (16) einen Abstand hat, der kleiner als der Abstand der zweiten Abkantklinge (16) von der zweiten Achse (A2) ist, – der Schwingkopf (64) und das Gehäuse (18) sind mit entsprechenden Anschlägen (66, 68) ausgerüstet, die in gegenseitigen Eingriff kommen, um eine weitere Drehung des Schwingkopfes (64) um die zweite Achse (A2) zu unterbinden, wenn der zweite Schwinghebel (56) auf seiner Winkelbewegung in Richtung auf die Arbeitsstellung eine vorbestimmte Winkelposition erreicht hat, – zwischen dem zweiten Schwinghebel (56) und dem Schwingkopf (64) sind elastisch nachgiebige Mittel (70) eingesetzt, um eine weitere Drehung des zweiten Schwinghebels (56) um die dritte Achse (A3) in Richtung auf die Arbeitsstellung der zweiten Abkantklinge (16) zu ermöglichen, während der Schwingkopf (64) durch den gegenseitigen Eingriff der Anschläge (66, 68) festgehalten wird.
  3. Falzeinheit für Bleche nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem zweiten Schwinghebel (56) ein bewegliches Schloss (55) zugeordnet ist, das dazu dient, einen Raum zwischen dem Gehäuse (18) und dem Schwingkopf (64) während der weiteren Drehung des zweiten Schwinghebels (56) um die dritte Achse (A3) und in Richtung auf die Arbeitsstellung der zweiten Abkantklinge (16) zu besetzen, um eine Gegendrehung des Schwingkopfes (64) um die zweite Achse (A2) zu verhindern, die durch die auf den Schenkel (L) durch die zweite Abkantklinge (16) ausgeübte Druckkraft verursacht wird.
  4. Falzeinheit für Bleche nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das bewegliche Schloss (55) an einem Stützelement (53a) gehalten ist, das an dem anderen Arm (60) des zweiten Schwinghebels (56) befestigt ist, wobei die zweite Pleuelstange (54) des zweiten Getriebes (38) an dem Stützelement (53a) angelenkt ist.
  5. Falzeinheit für Bleche nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das bewegliche Schloss (55) zwei einander gegenüberliegende Flächen (55a, 55b) mit bogenförmiger Oberfläche hat, die so ausgebildet sind, dass sie in Gleiteingriff mit entsprechenden bogenförmigen Oberflächen (67a, 65a) kommen, welche an dem Gehäuse (18) bzw. an dem Schwingkopf (64) ausgebildet sind und beide konzentrisch zu der dritten Achse (A3) verlaufen.
  6. Falzeinheit für Bleche nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die bogenförmigen Oberflächen (67a, 65a) des Gehäuses (18) bzw. des Schwingkopfes (64) an Formstücken (65, 67) ausgebildet sind, die an dem Schwingkopf (64) bzw. an dem Gehäuse (18) befestigt sind.
  7. Falzeinheit für Bleche nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Abkantklinge (16) von einem Körper (72) getragen ist, der ab einem entsprechenden Arm (58) des zweiten Schwinghebels (56) um eine parallel zu der dritten Achse (A3) verlaufende vierte Achse (A4) schwenkbar angelenkt ist, wobei ein Nebenpleuel (76) vorgesehen ist, das parallel zu dem Arm (58) verläuft und auf einer Seite an dem Schwingkopf (64) und auf der anderen Seite an dem Körper (72) um eine fünfte Achse (A5) bzw. eine sechste Achse (A6) angelenkt ist, welche parallel zu der dritten Achse (A3) und der vierten Achse (A4) verlaufen, und dass der Schwingkopf (64), der Körper (72), der Arm (58) und das Nebenpleuel (76) ein Gelenkviereck (78) bilden, das so angeordnet ist, dass dann, wenn der Schwingkopf (64) durch den gegenseitigen Eingriff der Anschläge (66, 68) festgehalten wird, eine Drehung des zweiten Schwinghebels (56) um die dritte Achse (A3) in Richtung auf die Arbeitsstellung der zweiten Abkantklinge (16) eine Bewegung der zweiten Abkantklinge (16) erzeugt, die im wesentlichen geradlinig und rechtwinklig zur Auflageflächen (11) für die Bleche (W1, W2) verläuft.
  8. Falzeinheit für Bleche nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Kurbel (52) und ein Antriebszahnrad (30) auf die Ausgangswelle (28) des Drehantrieborgans (24) aufgezogen sind, und dass die erste Pleuelstange (42) auf eine Antriebswelle (34) aufgezogen ist, auf welche auch ein Abtriebszahnrad (32) aufgezogen ist, das mit dem Antriebszahnrad (30) kämmt.
  9. Falzeinheit für Bleche nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Übersetzungsverhältnis zwischen dem Antriebszahnrad (30) und dem Abtriebszahnrad (32) 1:1 beträgt, so dass die erste Abkantklinge (14) einen Bewegungszyklus bei jedem Bewegungszyklus der zweiten Abkantklinge (16) durchführt.
  10. Falzeinheit für Bleche nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Körper (72) über einen herausnehmbaren Bolzen (80) an dem entsprechenden Arm (58) des zweiten Schwinghebels (56) angelenkt ist, um eine Kippbewegung des Körpers (72) um die Anlenkachse (A6) des Körpers (72) an dem Nebenpleuel (76) des Gelenkvierecks (78) zu ermöglichen, wodurch der Körper (72) eine Stellung erreicht, in der eine aktive Vorderseite (16a) der Abkantklinge (16) nach oben gerichtet und leicht zugänglich ist, um Korrekturen an dieser aktiven Vorderseite (16a) mittels eines Werkzeuges durchführen zu können.
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