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Diese
Erfindung bezieht sich auf substituierte Chinazolinon-Verbindungen
der Formel I:
oder ein pharmazeutisch akzeptables
Salz, Solvat oder Prodrug davon,
worin
Y C oder S ist;
m
1 ist, wenn Y C ist, und m 2 ist, wenn Y S ist;
n 1 oder 2
ist;
p 0 bis 3 ist;
q 1 bis 3 ist;
Z -(CR
aR
b)
r-
oder -SO
2- ist, worin r 0 bis 2 ist und
jeder von R
a und R
b unabhängig voneinander
Wasserstoff oder Alkyl ist;
X CH oder N ist;
jeder R
1 unabhängig
voneinander Halogen, Alkyl, Halogenalkyl, Heteroalkyl, Alkoxy, Cyano,
-S(O)
s-R
c, -C(=O)-NR
cR
d, -SO
2-NR
cR
d, -N(R
c)-C(=O)-R
d oder
-C(=O)R
c ist, wo s 0 bis 2 ist und jeder
von R
c und R
d unabhängig voneinander
Wasserstoff oder Alkyl ist;
R
2 gegebenenfalls
substituiertes Aryl oder gegebenenfalls substituiertes Heteroaryl
ist; R
2 vorzugsweise Aryl und stärker bevorzugt
Phenyl, gegebenenfalls substituiert durch eines oder mehrere von
Trifluormethyl, Halogen, Cyano, C
1-C
6-Alkyl oder C
1-C
6-Alkoxy, ist;
A -NR
3-
oder -O- ist, wobei R
3 Wasserstoff, Alkyl,
Acyl, Amidoalkyl, Hydroxyalkyl oder Alkoxyalkyl ist, vorzugsweise
Wasserstoff, Alkyl oder Amidoalkyl ist;
jeder von R
4 und R
5 unabhängig voneinander
Wasserstoff oder Alkyl ist, oder einer von R
4 und
R
5 zusammen mit R
3 und
den Atomen dazwischen einen Ring mit 3 bis 7 Gliedern bilden kann,
der gegebenenfalls ein Stickstoff- oder Sauerstoffheteroatom umfaßt; und
jeder
von R
6, R
7, R
8, R
9 und R
10 unabhängig
voneinander Wasserstoff oder Alkyl ist, oder einer von R
6 und R
7 zusammen
mit R
10 und den Atomen, an die sie gebunden
sind, einen Ring mit 3 bis 7 Gliedern bilden kann, oder einer von
R
6 und R
7 zusammen
mit den Atomen, an die sie gebunden sind, einen Ring mit 3 bis 7
Gliedern bilden kann, oder einer von R
6 und
R
7 zusammen mit einem von R
8 und
R
9 und den Atomen, an die sie gebunden sind,
einen Ring mit 3 bis 7 Gliedern bilden kann,
mit der Maßgabe, daß 7-(6-[1,4]Diazepan-1-yl-2,2-dioxo-3,4-dihydro-2H-2λ
6-benzo-[1,2,6]thiadiazin-1-ylmethyl)-naphthalin-2-carboxamidin
ausgeschlossen ist.
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Die
Erfindung bezieht sich auch auf Zusammensetzungen, die die Verbindungen
der Erfindung enthalten, deren Verwendung bei der Herstellung von
Medikamenten und Verfahren zu deren Herstellung.
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Die
Wirkungen von 5-Hydroxytryptamin (5-HT) als ein Hauptmodulationsneurotransmitter
im Gehirn werden durch eine Vielzahl von Rezeptorfamilien vermittelt,
die 5-HT1, 5-HT2, 5-HT3, 5-HT4, 5-HT5, 5-HT6 und 5-HT7 genannt werden.
Basierend auf einem hohen Niveau der 5-HT6-Rezeptor-mRNA im Gehirn
ist festgestellt worden, daß der
5-HT6-Rezeptor bei der Pathologie und Behandlung von Erkrankungen
des zentralen Nervensystems eine Rolle spielen kann. Insbesondere
sind die 5-HT2- und 5-HT6-selektiven Liganden bei der Behandlung
von bestimmten ZNS-Erkrankungen, wie Parkinson-Krankheit, Huntington-Krankheit,
Angst, Depression, manischer Depression, Psychosen, Epilepsie, obsessiv-kompulsiven
Störungen,
Migräne,
Alzheimer-Krankheit (Steigerung des Wahrnehmungsvermögens), Schlafstörungen,
Ernährungsstörungen,
wie Appetitlosigkeit und Bulimie, Panikattacken, Aufmerksamkeits-
und Hyperaktivitätsstörung (ADHD),
Aufmerksamkeitsschwäche
(ADD), Entzug nach Drogenmißbrauch,
wie Kokain, Ethanol, Nikotin und Benzodiazepine, Schizophrenie und
ebenso Störungen,
die mit Wirbelsäulentrauma
und/oder Kopfverletzungen in Verbindung stehen, wie Hydrozephalus,
als möglicherweise
nützlich
identifiziert worden. Es wird ebenso erwartet, daß diese
Verbindungen bei der Behandlung von bestimmten Magen-Darm-Störungen (GI-Störungen),
wie dem funktionellen Darmsyndrom, von Nutzen sind. Siehe beispielsweise
B. L. Roth et al., J. Pharmacol. Exp. Ther., 1994, 268, Seiten 1403–14120,
D. R. Sibley et al., Mol. Pharmacol., 1993, 43, 320–327, A.
J. Sleight et al., Neurotransmission, 1995, 11, 1–5 und A.
J. Sleight et al. Serotonin ID Research Alert, 1997, 2 (3), 115–8.
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Während einige
5-HT6- und 5-HT2A-Modulatoren offenbart worden sind, besteht noch
immer der Bedarf an Verbindungen, die zum Modulieren des 5-HT6-Rezeptors,
des 5-HT2A-Rezeptors
oder beiden verwendbar sind.
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Die
Erfindung liefert Verbindungen der Formel I:
oder ein pharmazeutisch akzeptables
Salz, Solvat oder Prodrug davon,
worin
Y C oder S ist;
m
1 ist, wenn Y C ist, und m 2 ist, wenn Y S ist;
n 1 oder 2
ist;
p 0 bis 3 ist;
q 1 bis 3 ist;
Z -(CR
aR
b)
r,
oder -SO
2- ist, worin r 0 bis 2 ist und
jeder von R
a und R
b unabhängig voneinander
Wasserstoff oder Alkyl ist;
X CH oder N ist;
jeder R
1 unabhängig
voneinander Halogen, Alkyl, Halogenalkyl, Heteroalkyl, Alkoxy, Cyano,
-S(O)
S-R
c, -C(=O)-NR
cR
d, -SO
2-NR
cR
d, -N(R
c)-C(=O)-R
d oder
-C(=O)R
c ist, wo s 0 bis 2 ist und jeder
von R
c und R
d unabhängig voneinander
Wasserstoff oder Alkyl ist;
R
2 gegebenenfalls
substituiertes Aryl oder gegebenenfalls substituiertes Heteroaryl
ist; R
2 vorzugsweise Aryl und stärker bevorzugt
Phenyl, gegebenenfalls substituiert durch eines oder mehrere von
Trifluormethyl, Halogen, Cyano, C
1-C
6-Alkyl oder C
1-C
6-Alkoxy, ist;
A -NR
3-
oder -O- ist, wobei R
3 Wasserstoff, Alkyl
oder Amidoalkyl ist;
jeder von R
4 und
R
5 unabhängig
voneinander Wasserstoff oder Alkyl ist, oder einer von R
4 und R
5 zusammen mit
R
3 und den Atomen dazwischen einen Ring
mit 3 bis 7 Gliedern bilden kann, der gegebenenfalls ein Stickstoff-
oder Sauerstoffheteroatom umfaßt;
und
jeder von R
6, R
7,
R
8, R
9 und R
10 unabhängig
voneinander Wasserstoff oder Alkyl ist, oder einer von R
6 und R
7 zusammen
mit R
10 und den Atomen, an die sie gebunden
sind, einen Ring mit 3 bis 7 Gliedern bilden kann, oder einer von
R
6 und R
7 zusammen
mit den Atomen, an die sie gebunden sind, einen Ring mit 3 bis 7
Gliedern bilden kann, oder einer von R
6 und
R
7 zusammen mit einem von R
8 und
R
9 und den Atomen, an die sie gebunden sind,
einen Ring mit 3 bis 7 Gliedern bilden kann,
mit der Maßgabe, daß 7-(6-[1,4]Diazepan-1-yl-2,2-dioxo-3,4-dihydro-2H-2λ
6-benzo- [1,2,6]thiadiazin-1-ylmethyl)-naphthalin-2-carboxamidin
ausgeschlossen ist.
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Die
Erfindung liefert ebenso Verfahren zur Herstellung der zuvor genannten
Verbindungen. Die betreffenden Verfahren können in bestimmten Ausführungsformen
das Umsetzen einer Verbindung der Formel:
worin Y, A, R
1,
R
4, R
5, R
11, R
a, R
b, m, n, p, r und s wie hierin definiert
sind;
mit einem heterocyclischen Amin der Formel:
worin R
6,
R
7, R
8, R
9 und R
10 wie hierin
definiert sind,
zum Erhalt der Verbindung der Formel (IV):
umfassen.
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Die
Erfindung liefert ferner Zusammensetzungen, die die Verbindungen
der Erfindung umfassen und deren Verwendung zur Herstellung von
Medikamenten.
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Die
Erfindung liefert substituierte Chinolinonverbindungen, damit verbundene
Zusammensetzungen, Verfahren zur Verwendung als Therapeutika und
Verfahren zu deren Herstellung. In speziellen Ausführungsformen
liefert die Erfindung Piperazinyl-substituierte Chinolinonverbindungen
und damit verbundene pharmazeutische Zusammensetzungen und Verfahren
zur Verwendung derselben bei der Behandlung von Erkrankungen des
zentralen Nervensystems (ZNS) und Krankheiten des Magen-Darm-Traktes.
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WO 99/37643 A offenbart
strukturell verwandte Verbindungen mit einer anderen Pharmakologie
und für
andere medizinische Verwendungen.
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WO 03/95434 A ,
WO 03/068772 A ,
WO 02/102774 A und
WO 01/32626 A offenbaren
strukturell nicht verwandte Verbindungen mit derselben Pharmakologie
und denselben medizinischen Verwendungen.
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Sofern
nicht anders angegeben, weisen die folgenden in dieser Anmeldung
verwendeten Ausdrücke, einschließlich der
Beschreibung und Ansprüche,
die nachstehend angegebenen Definitionen auf. Es ist anzumerken,
daß, wie
in der Beschreibung und den anhängenden
Ansprüchen
verwendet, die Einzahlformen „ein", „eine" und „der/die/das" Plurale umfassen,
wenn im Kontext nicht deutlich anderweitig angegeben.
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„Agonist” bezieht
sich auf eine Verbindung, die die Aktivität einer anderen Verbindung
oder Rezeptorstelle steigert.
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Unter „Alkyl" ist eine einwertige
lineare oder verzweigte gesättigte
Kohlenwasserstoffkomponente, die ausschließlich aus Kohlenstoff- und
Wasserstoffatomen besteht, mit ein bis zwölf Kohlenstoffatomen zu verstehen. „Niederalkyl" bezieht sich auf
eine Alkylgruppe mit ein bis sechs Kohlenstoffatomen (d. h., „C1-C6-Alkyl"). Beispiele für Alkylgruppen
umfassen, sind aber nicht beschränkt
auf Methyl, Ethyl, Propyl, Isopropyl, Isobutyl, sec-Butyl, tert-Butyl,
Pentyl, n-Hexyl, Octyl, Dodecyl und dergleichen.
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Unter „Alkylen" ist ein linearer,
gesättigter,
zweiwertiger Kohlenwasserstoffrest mit ein bis sechs Kohlenstoffatomen
oder ein verzweigter, gesättigter,
zweiwertiger Kohlenwasserstoffrest mit drei bis sechs Kohlenstoffatomen
zu verstehen, z. B. Methylen, Ethylen, 2,2-Dimethylethylen, Propylen,
2-Methylpropylen, Butylen, Pentylen und dergleichen.
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Unter „Alkenylen" ist ein linearer,
ungesättigter,
zweiwertiger Kohlenwasserstoffrest mit zwei mit sechs Kohlenstoffatomen
oder ein verzweigter, gesättigter,
zweiwertiger Kohlenwasserstoffrest mit drei bis sechs Kohlenstoffatomen
zu verstehen, z. B. Ethenylen (-CH=CH-), 2,2-Dimethylethenylen,
Propenylen, 2-Methylpropenylen, Butenylen, Pentenylen und dergleichen.
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Unter „Alkoxy" ist eine Komponente
der Formel -OR zu verstehen, worin R eine Alkylkomponente ist, wie
hierin definiert. Beispiele für
Alkoxykomponenten umfassen, sind aber nicht beschränkt auf
Methoxy, Ethoxy, Isopropoxy und dergleichen.
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„Antagonist" bezieht sich auf
eine Verbindung, die die Wirkung einer anderen Verbindung oder Rezeptorstelle
verringert oder verhindert.
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Unter „Aryl" ist eine einwertige,
cyclische, aromatische Kohlenwasserstoffkomponente zu verstehen, bestehend
aus einem mono-, bi- oder tricyclischen aromatischen Ring. Die Arylgruppe
kann gegebenenfalls substituiert sein, wie hierin definiert. Beispiele
von Arylkomponenten umfassen, sind aber nicht beschränkt auf Phenyl,
Naphthyl, Naphthalenyl, Phenanthryl, Fluorenyl, Indenyl, Pentalenyl,
Azulenyl, Oxydiphenyl, Biphenyl, Methylendiphenyl, Aminodiphenyl,
Diphenylsulfidyl, Diphenylsulfonyl, Diphenylisopropylidenyl, Benzodioxanyl,
Benzofuranyl, Benzodioxylyl, Benzopyranyl, Benzoxazinyl, Benzoxazinonyl,
Benzopiperadinyl, Benzopiperazinyl, Benzopyrrolidinyl, Benzomorpholinyl,
Methylendioxyphenyl, Ethylendioxyphenyl und dergleichen, einschließlich teilweise
hydrierte Derivate davon.
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Unter „Arylen" ist ein zweiwertiger
Arylrest zu verstehen, worin Aryl wie hierin definiert ist. „Arylen" umfaßt beispielsweise
ortho-, meta- und para-Phenylen (1,2-Phenylen, 1,3-Phenylen bzw.
1,4-Phenylen), die gegebenenfalls substituiert sein können, wie
hierin definiert.
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Unter „Arylalkyl" und „Aralkyl", die austauschbar
verwendet werden können,
ist ein Rest -RaRb zu
verstehen, wobei Ra eine Alkylengruppe ist
und Rb eine Arylgruppe ist, wie hierin definiert;
z. B. sind Benzyl, Phenylethyl, 3-(3-Chlorphenyl)-2-methylpentyl
und dergleichen Beispiele von Arylalkyl.
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Unter „Cycloalkyl" ist eine einwertige,
gesättigte,
carbocyclische Komponente, bestehend aus mono- oder bicyclischen
Ringen, zu verstehen. Cycloalkyl kann gegebenenfalls mit einem oder
mehreren Substituenten substituiert sein, wobei jeder Substituent
unabhängig
Hydroxy, Alkyl, Alkoxy, Halogen, Halogenalkyl, Amino, Monoalkylamino
oder Dialkylamino ist, wenn nicht speziell anders angegeben. Beispiele
von Cycloalkylkomponenten umfassen, sind aber nicht beschränkt auf
Cyclopropyl, Cyclobutyl, Cyclopentyl, Cyclohexyl, Cycloheptyl und
dergleichen, einschließlich
teilweise ungesättigte
Derivate davon, wie Cyclohexenyl, Cyclopentenyl und dergleichen.
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Unter „Cycloalkylalkyl" ist eine Komponente
der Formel -R'-R'' zu verstehen, wobei R' Alkylen ist und R'' Cycloalkyl ist, wie hierin definiert.
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Unter „Heteroalkyl" ist ein Alkylrest
zu verstehen, wie hierin definiert, wobei ein, zwei oder drei Wasserstoffatome
durch einen Substituenten, unabhängig
ausgewählt
aus der Gruppe, bestehend aus -ORa, -NRbRc und S(O)nRd (worin n eine
ganze Zahl von 0 bis 2 ist), ersetzt sind, unter der Voraussetzung,
daß der Anlagerungspunkt
des Heteroalkylrestes ein Kohlenstoffatom ist, wobei Ra Wasserstoff,
Acyl, Alkyl, Cycloalkyl oder Cycloalkylalkyl ist; Rb und
Rc unabhängig
voneinander Wasserstoff, Acyl, Alkyl, Cycloalkyl oder Cycloalkylalkyl
sind; und wenn n 0 ist, Rd Wasserstoff,
Alkyl, Cycloalkyl oder Cycloalkylalkyl ist, und wenn n 1 oder 2 ist,
Rd Alkyl, Cycloalkyl, Cycloalkylalkyl, Amino,
Acylamino, Monoalkylamino oder Dialkylamino ist. Repräsentative
Beispiele umfassen, sind aber nicht beschränkt auf 2-Hydroxyethyl, 3-Hydroxypropyl,
2-Hydroxy-1-hydroxymethylethyl, 2,3-Dihydroxypropyl, 1-Hydroxymethylethyl,
3-Hydroxybutyl, 2,3-Dihydroxybutyl, 2-Hydroxy-1-methylpropyl, 2-Aminoethyl,
3-Aminopropyl, 2-Methylsulfonylethyl, Aminosulfonylmethyl, Aminosulfonylethyl,
Aminosulfonylpropyl, Methylaminosulfonylmethyl, Methylaminosulfonylethyl,
Methylaminosulfonylpropyl und dergleichen.
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Unter „Heteroaryl" ist ein monocyclischer
oder bicyclischer einwertiger Rest mit 5 bis 12 Ringatomen mit mindestens
einem aromatischen Ring zu verstehen, der ein, zwei oder drei Ringheteroatome
enthält,
ausgewählt
aus N, O oder S, wobei die restlichen Ringatome C sind, unter der
Voraussetzung, daß der
Anlagerungspunkt des Heteroarylrestes an einem aromatischen Ring
sein wird. Der Heteroarylring kann gegebenenfalls substituiert sein,
wie hierin definiert. Beispiele von Heteroarylkomponenten umfassen,
sind aber nicht beschränkt
auf Imidazolyl, Oxazolyl, Isoxazolyl, Thiazolyl, Isothiazolyl, Oxadiazolyl,
Thiadiazolyl, Pyrazinyl, Thienyl, Benzothienyl, Thiophenyl, Furanyl,
Pyranyl, Pyridyl, Pyridinyl, Pyridazyl, Pyrrolyl, Pyrazolyl, Pyrimidyl,
Chinolinyl, Isochinolinyl, Benzofuryl, Benzothiophenyl, Benzothiopyranyl,
Benzimidazolyl, Benzooxazolyl, Benzooxadiazolyl, Benzothiazolyl,
Benzothiadiazolyl, Benzopyranyl, Indolyl, Isoindolyl, Triazolyl,
Triazinyl, Chinoxalinyl, Purinyl, Chinazolinyl, Chinolizinyl, Naphthyridinyl,
Pteridinyl, Carbazolyl, Azepinyl, Diazepinyl, Acridinyl und dergleichen,
einschließlich
teilweise hydrierte Derivate davon.
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Unter „Heteroarylen" ist ein zweiwertiger
Heteroarylrest zu verstehen, worin Heteroaryl wie hierin definiert
ist. „Heteroarylen" kann gegebenenfalls
substituiert sein, wie hierin definiert.
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„Heteroarylen" umfaßt beispielsweise
Indolylen, Pyrimidinylen und dergleichen.
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Die
Ausdrücke „Halo" und „Halogen", die austauschbar
verwendet werden können,
beziehen sich auf einen Substituenten Fluor, Chlor, Brom oder Iod.
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Unter „Halogenalkyl" ist Alkyl zu verstehen,
wie hierin definiert, bei dem ein oder mehrere Wasserstoffe durch
dieselben oder verschiedene Halogene ersetzt sind. Exemplarische
Halogenalkyle umfassen -CH2Cl, -CH2CF3, -CH2CCl3, Perfluoralkyl
(z. B. -CF3) und dergleichen.
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Unter „Heterocycloamino" ist ein gesättigter
Ring zu verstehen, wobei mindestens ein Ringatom N, NH oder N-Alkyl
ist, und die restlichen Ringatome eine Alkylengruppe bilden.
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Unter „Heterocyclyl" ist eine einwertige
gesättigte
Komponente zu verstehen, bestehend aus ein bis drei Ringen, die
ein, zwei oder drei oder vier Heteroatome (ausgewählt aus
Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel) enthalten. Der Heterocyclylring
kann gegebenenfalls substituiert sein, wie hierin definiert. Beispiele
von Heterocyclylkomponenten umfassen, sind aber nicht beschränkt auf
Piperidinyl, Piperazinyl, Homopiperazinyl, Azepinyl, Pyrrolidinyl,
Pyrazolidinyl, Imidazolinyl, Imidazolidinyl, Pyridinyl, Pyridazinyl,
Pyrimidinyl, Oxazolidinyl, Isoxazolidinyl, Morpholinyl, Thiazolidinyl,
Isothiazolidinyl, Chinuclidinyl, Chinolinyl, Isochinolinyl, Benzimidazolyl,
Thiadiazolylidinyl, Benzothiazolidinyl, Benzoazolylidinyl, Dihydrofuryl,
Tetrahydrofuryl, Dihydropyranyl, Tetrahydropyranyl, Thiamorpholinyl,
Thiamorpholinylsulfoxid, Thiamorpholinylsulfon, Dihydrochinolinyl,
Dihydroisochinolinyl, Tetrahydrochinolinyl, Tetrahydroisochinolinyl
und dergleichen, einschließlich
teilweise ungesättigte
Derivate davon.
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Unter „gegebenenfalls
substituiert", im
Zusammenhang mit „Aryl", „Arylen", „Phenyl", „Phenylen", „Heteroaryl", Heteroarylen oder „Heterocyclyl" verwendet, ist ein
Aryl, Arylen, Phenyl, Phenylen, Heteroaryl, Heteroarylen oder Heterocyclyl
zu verstehen, das gegebenenfalls unabhängig mit ein bis vier Substituenten,
bevorzugt einem oder zwei Substituenten, ausgewählt aus Alkyl, Cycloalkyl,
Cycloalkylalkyl, Heteroalkyl, Hydroxyalkyl, Halogen, Nitro, Cyano,
Hydroxy, Alkoxy, Amino, Acylamino, Monoalkylamino, Dialkylamino,
Halogenalkyl, Halogenalkoxy, Heteroalkyl, -COR (worin R Wasserstoff,
Alkyl, Phenyl oder Phenylalkyl ist), -(CR'R'')nCOOR
(worin n eine ganze Zahl von 0 bis 5 ist, R' und R'' unabhängig voneinander
Wasserstoff oder Alkyl sind, und R Wasserstoff, Alkyl, Cycloalkyl,
Cycloalkylalkyl, Phenyl oder Phenylalkyl ist) oder -(CR'R'')n-CONRaRb (worin
n eine ganze Zahl von 0 bis 5 ist, R' und R'' unabhängig voneinander
Wasserstoff oder Alkyl sind und Ra und Rb unabhängig
voneinander Wasserstoff, Alkyl, Cycloalkyl, Cycloalkylalkyl, Phenyl
oder Phenylalkyl sind), substituiert ist.
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Unter „Austrittsgruppe" ist die Gruppe mit
der Bedeutung zu verstehen, die konventionell in der organischen
Synthesechemie damit verbunden ist, d. h. ein Atom oder eine Gruppe, das/die
unter Substitutionsreaktionsbedingungen austauschbar ist. Beispiele
von Austrittsgruppen umfassen, sind aber nicht beschränkt auf
Halogen, Alkan- oder Arylensulfonyloxy, wie Methansulfonyloxy, Ethansulfonyloxy,
Thiomethyl, Benzolsulfonyloxy, Tosyloxy und Thienyloxy, Dihalogenphosphinoyloxy,
gegebenenfalls substituiertes Benzyloxy, Isopropyloxy, Acyloxy und
dergleichen.
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Unter „Modulator" ist ein Molekül zu verstehen,
das mit einem Target interagiert. Die Interaktionen umfassen, sind
aber nicht beschränkt
auf Agonist, Antagonist und dergleichen, wie hierin definiert.
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Unter „optional" oder „gegebenenfalls" ist zu verstehen,
daß der
anschließend
beschriebene Vorgang oder Umstand auftreten kann, aber nicht muß, und daß die Beschreibung
Fälle umfaßt, wo der
Vorgang oder Umstand auftritt und Fälle, in denen er es nicht tut.
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Unter „Krankheitszustand" ist irgendeine Krankheit,
irgendein Zustand, irgendein Symptom oder irgendeine Indikation
zu verstehen.
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Unter „inertem
organischem Lösungsmittel" oder „inertem
Lösungsmittel" ist zu verstehen,
daß das
Lösungsmittel
unter den Reaktionsbedingungen, die in Verbindung damit beschrieben
sind, inert ist, einschließlich
beispielsweise Benzol, Toluol, Acetonitril, Tetrahydrofuran, N,N-Dimethylformamid,
Chloroform, Methylenchlorid oder Dichlormethan, Dichlorethan, Diethylether,
Ethylacetat, Aceton, Methylethylketon, Methanol, Ethanol, Propanol,
Isopropanol, tert-Butanol, Dioxan, Pyridin und dergleichen. Wenn
nichts Gegenteiliges angegeben ist, sind die Lösungsmittel, die in den Reaktionen
der vorliegenden Erfindung verwendet werden, inerte Lösungsmittel.
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Unter „pharmazeutisch
akzeptabel" ist
das zu verstehen, das beim Herstellen einer pharmazeutischen Zusammensetzung,
die generell sicher, nicht toxisch und weder biologisch noch anderweitig
unerwünscht
ist, nützlich
ist, und umfaßt
das, das zur veterinären
sowie humanen pharmazeutischen Verwendung akzeptabel ist.
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Unter „pharmazeutisch
akzeptablen Salzen" einer
Verbindung sind Salze zu verstehen, die pharmazeutisch akzeptabel
sind, wie hierin definiert, und die die gewünschte pharmakologische Aktivität der Stammverbindung
besitzen. Diese Salze umfassen:
Säureadditionssalze, gebildet
mit anorganischen Säuren,
wie Salzsäure,
Bromwasserstoffsäure,
Schwefelsäure,
Salpetersäure,
Phosphorsäure
und dergleichen; oder gebildet mit organischen Säuren, wie Essigsäure, Benzolsulfonsäure, Benzoesäure, Camphersulfonsäure, Zitronensäure, Ethansulfonsäure, Fumarsäure, Glucoheptonsäure, Gluconsäure, Glutaminsäure, Glycolsäure, Hydroxynaphthoesäure, 2-Hydroxyethansulfonsäure, Milchsäure, Maleinsäure, Äpfelsäure, Malonsäure, Mandelsäure, Methansulfonsäure, Muconsäure, 2-Naphthalinsulfonsäure, Propionsäure, Salicylsäure, Bernsteinsäure, Weinsäure, p-Toluolsulfonsäure, Trimethylessigsäure und
dergleichen;
oder Salze, gebildet, wenn ein saures Proton,
das in der Stammverbindung vorliegt, entweder durch ein Metallion,
z. B. ein Alkalimetallion, ein Erdalkalimetallion oder ein Aluminiumion,
ersetzt ist; oder mit einer organischen oder anorganischen Base
koordiniert. Akzeptable organische Basen umfassen Diethanolamin,
Ethanolamin, N-Methylglucamin, Triethanolamin, Tromethamin und dergleichen.
Akzeptable anorganische Basen umfassen Aluminiumhydroxid, Calciumhydroxid,
Kaliumhydroxid, Natriumcarbonat und Natriumhydroxid.
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Die
bevorzugten pharmazeutisch akzeptablen Salze sind die Salze, gebildet
aus Essigsäure,
Salzsäure,
Schwefelsäure,
Methansulfonsäure,
Maleinsäure,
Phosphorsäure,
Weinsäure,
Zitronensäure,
Natrium, Kalium, Calcium, Zink und Magnesium.
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Es
sollte selbstverständlich
sein, daß alle
Verweise auf pharmazeutisch akzeptable Salze Lösungsmitteladditionsformen
(Solvate) oder Kristallformen (polymorphe Formen), wie hierin definiert,
desselben Säureadditionssalzes
umfassen.
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Die
Ausdrücke „Pro-drug" und „Prodrug", die hierin austauschbar
verwendet werden können,
beziehen sich auf eine Verbindung, die ein aktives Stammarzneimittel
der Formel I in vivo freisetzt, wenn dieses Prodrug einem Säugerpatienten
verabreicht wird. Prodrugs einer Verbindung der Formel I werden
durch Modifizieren einer oder mehrerer funktioneller Gruppe(n),
die in der Verbindung der Formel I vorliegt/vorliegen, in einer
Weise hergestellt, daß die
Modifikation(en) in vivo gespalten werden kann/können, um die Stammverbindung
frei zusetzen. Prodrugs umfassen Verbindungen der Formel I, worin
eine Hydroxy-, Amino- oder Sulfhydrylgruppe in einer Verbindung
der Formel I an irgendeine Gruppe gebunden ist, die in vivo gespalten
werden kann, um die freie Hydroxyl-, Amino- bzw. Sulfhydrylgruppe
zu regenerieren. Beispiele von Prodrugs umfassen, sind aber nicht
beschränkt
auf Ester (z. B. Acetat-, Formiat- und Benzoatderivate), Carbamate
(z. B. N,N-Dimethylaminocarbonyl) von Hydroxy-funktionellen Gruppen
in Verbindungen der Formel I, N-Acylderivate (z. B. N-Acetyl), N-Mannich-Basen,
Schiff'sche Basen
und Enaminone von Amino-funktionellen Gruppen, Oxime, Acetale, Ketale
und Enolester von Ketonen und Aldehyd-funktionelle Gruppen in Verbindungen
der Formel I und dergleichen, siehe Bundegaard, H. „Design
of Prodrugs" S.
1–92,
Elsevier, New York-Oxford (1985) und dergleichen.
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Unter „Schutzgruppe" oder „schützender
Gruppe" ist die
Gruppe zu verstehen, die selektiv eine reaktive Stelle in einer
multifunktionellen Verbindung blockiert, so daß eine chemische Reaktion selektiv
an einer anderen ungeschützten
reaktiven Stelle in der Bedeutung, die konventionell in der Synthesechemie
damit verbunden ist, durchgeführt
werden kann. Bestimmte Verfahren dieser Erfindung befassen sich
mit Schutzgruppen zum Blockieren reaktiver Stickstoff- und/oder
Sauerstoffatome, die in den Recktanten vorliegen. Beispielsweise
werden die Ausdrücke „Aminoschutzgruppe" und „Stickstoffschutzgruppe" hierin austauschbar
verwendet und beziehen sich auf die organischen Gruppen, die zum
Schutz des Stickstoffatoms gegen unerwünschte Reaktionen während der
Syntheseverfahren vorgesehen sind. Exemplarische Stickstoffschutzgruppen
umfassen, sind aber nicht beschränkt
auf Trifluoracetyl, Acetamido, Benzyl (Bn), Benzyloxycarbonyl (Carbobenzyloxy,
CBZ), p-Methoxybenzyloxycarbonyl, p-Nitrobenzyloxycarbonyl, tert-Butoxycarbonyl
(BOC) und dergleichen. Der Fachmann wird wissen, wie man eine Gruppe
hinsichtlich der leichten Entfernung und hinsichtlich der Fähigkeit,
den folgenden Reaktionen standzuhalten, auswählt.
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Unter „Solvaten" sind Lösungsmitteladditionsformen
zu verstehen, die entweder stöchiometrische oder
nicht stöchiometrische
Mengen an Lösungsmittel
enthalten. Einige Verbindungen weisen die Tendenz auf, ein festes
Molverhältnis
an Lösungsmittelmolekülen in dem
kristallinen festen Zustand einzufangen, wodurch ein Solvat gebildet
wird. Wenn das Lösungsmittel
Wasser ist, ist das gebildete Solvat ein Hydrat, wenn das Lösungsmittel
Alkohol ist, ist das gebildete Solvat ein Alkoholat. Hydrate werden
durch die Kombination eines oder mehrerer der Wassermoleküle mit einer
der Substanzen, in denen das Wasser seinen molekularen Zu stand als
H2O behält,
gebildet, wobei diese Kombination ein oder mehrerer Hydrate bilden
kann.
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Unter „Patient" sind Säuger und
Nicht-Säuger
zu verstehen. Säuger
bedeutet jedes Mitglied der Säugerklasse,
einschließlich,
aber nicht beschränkt
auf Menschen; nicht-menschliche Primaten, wie Schimpansen und andere
Affen und Affenarten; landwirtschaftliche Nutztiere, wie Rinder,
Pferde, Schafe, Ziegen und Schweine; Haustiere, wie Kaninchen, Hunde
und Katzen; Labortiere, einschließlich Nagetiere, wie Ratten, Mäuse und
Meerschweinchen; und dergleichen. Beispiele von Nicht-Säugern umfassen,
sind aber nicht beschränkt
auf Vögel
und dergleichen. Der Ausdruck „Patient" gibt kein spezielles
Alter oder Geschlecht an.
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Unter „therapeutisch
wirksamer Menge" ist
eine Menge einer Verbindung zu verstehen, die, wenn sie an einen
Patienten zur Behandlung eines Krankheitszustandes verabreicht wird,
ausreichend ist, um eine solche Behandlung für den Krankheitszustand zu
bewirken. Die „therapeutisch
wirksame Menge" wird
in Abhängigkeit
der Verbindung, dem zu behandelnden Krankheitszustand, der Schwere
oder der behandelten Krankheit, dem Alter und der relativen Gesundheit
des Patienten, der Verabreichungsweise und -form, der Beurteilung
des behandelnden Mediziners oder Tierarztes und anderen Faktoren
variieren.
-
Die
Ausdrücke „die oben
definierten" und „die hierin
definierten", wenn
sie sich auf eine Variable beziehen, umfassen durch Verweis die
breite Definition der Variable sowie bevorzugte, stärker bevorzugte
und am stärksten
bevorzugte Definitionen, wenn vorhanden.
-
„Behandeln" oder „Behandlung" eines Krankheitszustandes
umfaßt:
- (i) Vorbeugen des Krankheitszustandes, d. h.
dafür sorgen,
daß sich
die klinischen Symptome des Krankheitszustandes bei einem Patienten,
der dem Krankheitszustand ausgesetzt oder empfänglich dafür sein kann, aber noch keine
Symptome des Krankheitszustandes spürt oder zeigt, nicht entwickeln,
- (ii) Inhibieren des Krankheitszustandes, d. h. Hemmen der Entwicklung
des Krankheitszustandes oder seiner klinischen Symptome, oder
- (iii) Lindern des Krankheitszustandes, d. h. Hervorrufen vorübergehender
oder permanenter Regression des Krankheitszustandes oder seiner
klinischen Symptome.
-
Die
Ausdrücke „Behandeln", „Kontaktieren" und „Umsetzen" bedeuten, wenn sie
sich auf eine chemische Reaktion beziehen, das Zugeben oder Mischen
von zwei oder mehr Reagenzien unter entsprechenden Bedingungen zur
Herstellung des angegebenen und/oder des gewünschten Produktes. Es ist zu
verstehen, daß die
Reaktion, die das angegebene und/oder gewünschte Produkt erzeugt, nicht
notwendigerweise direkt aus der Kombination von zwei Reagenzien
resultiert, die anfangs zugegeben wurden, d. h. es kann ein oder mehrere
Zwischenprodukte geben, die in dem Gemisch hergestellt werden, was
schließlich
zur Bildung des angegebenen und/oder gewünschten Produktes führt.
-
Die
hierin gezeigten chemischen Strukturen wurden unter Verwendung von
ISIS® Version
2.2 hergestellt. Jede offene Wertigkeit, die hierin an einem Kohlenstoff-,
Sauerstoff- oder Stickstoffatom in den Strukturen erscheint, zeigt
die Gegenwart von Wasserstoff an.
-
Die
Erfindung liefert Verbindungen der Formel I:
oder ein pharmazeutisch akzeptables
Salz, Solvat oder Prodrug davon,
worin:
Y C oder S ist;
m
1 ist, wenn Y C ist, und m 2 ist, wenn Y S ist;
n 1 oder 2
ist, n vorzugsweise 1 ist;
p 0 bis 3 ist;
q 1 bis 3 ist,
q vorzugsweise 2 ist;
Z -(CR
aR
b)
r- oder -SO
2- ist, wo r 0 bis 2 ist und jeder von R
a und R
b unabhängig voneinander
Wasserstoff oder Alkyl ist, Z vorzugsweise -(CR
aR
b)
r- ist, r 1 ist
und R
a und R
b Wasserstoff
sind;
X CH oder N ist;
jeder R
1 unabhängig voneinander
Halogen, Alkyl, Halogenalkyl, Heteroalkyl, Alkoxy, Cyano, -S(O)
s-R
c, -C(=O)-NR
cR
d, -SO
2-NR
cR
d, -N(R
c)-C(=O)-R
d oder
-C(=O)R
c ist, wo s 0 bis 2 ist und jeder
von R
c und R
d unabhängig voneinander
Wasserstoff oder Alkyl ist, vorzugsweise jeder R
1 unabhängig voneinander
Halogen, Alkyl oder Alkoxy ist;
R
2 gegebenenfalls
substituiertes Aryl oder gegebenenfalls substituiertes Heteroaryl
ist, R
2 vorzugsweise Aryl und stärker bevorzugt
Phenyl, gegebenenfalls substituiert durch eines oder mehrere von
Trifluormethyl, Halogen, Cyano, C
1-C
6-Alkyl oder C
1-C
6-Alkoxy, ist;
A -NR
3-
oder -O- ist, wobei R
3 Wasserstoff, Alkyl,
Acyl, Amidoalkyl, Hydroxyalkyl oder Alkoxyalkyl ist, R
3 vorzugsweise
Wasserstoff, Alkyl oder Amidoalkyl ist;
jeder von R
4 und R
5 unabhängig voneinander
Wasserstoff oder Alkyl ist, oder einer von R
4 und
R
5 zusammen mit R
3 und
den Atomen dazwischen einen Ring mit 3 bis 7 Gliedern bilden kann,
der gegebenenfalls ein Stickstoff- oder Sauerstoffheteroatom umfaßt; und
jeder
von R
6, R
7, R
8, R
9 und R
10 unabhängig
voneinander Wasserstoff oder Alkyl ist, oder einer von R
6 und R
7 zusammen
mit R
10 und den Atomen, an die sie gebunden
sind, einen Ring mit 3 bis 7 Gliedern bilden kann, oder einer von
R
6 und R
7 zusammen
mit den Atomen, an die sie gebunden sind, einen Ring mit 3 bis 7
Gliedern bilden kann, oder einer von R
6 und
R
7 zusammen mit einem von R
8 und
R
9 und den Atomen, an die sie gebunden sind,
einen Ring mit 3 bis 7 Gliedern bilden kann,
mit der Maßgabe, daß 7-(6-[1‚4]Diazepan-1-yl-2,2-dioxo-3,4-dihydro-2H-2λ
6-benzo-[1,2,6]thiadiazin-1-ylmethyl)-naphthalin-2-carboxamidin
ausgeschlossen ist.
-
Die
Verbindungen der Formel I können
in bestimmten Ausführungsformen
genauer gesagt die Formel II aufweisen:
worin X, Y, Z, A, R
1, R
2, R
4,
R
5, R
6, R
7, R
8, R
9,
R
10, m, n und p wie hierin definiert sind.
In vielen Ausführungsformen
der Formel I und II kann n 1 sein. In solchen Ausführungsformen
kann Z -(CR
aR
b)
r- sein, und R
a und
R
b sind in solchen Ausführungsformen bevorzugt Was serstoff.
In vielen Ausführungsformen
der Formel I und II ist X N und q 2 und in bestimmten Fällen ist
r 1.
-
In
vielen Ausführungsformen
der Formel I und Formel II ist X an die 5-Stellung des Chinazolinonringsystems
gebunden.
-
In
bestimmten Ausführungsformen
der Formel I und Formel II ist R2 gegebenenfalls
substituiertes Phenyl oder gegebenenfalls substituiertes Naphthyl.
Bevorzugte R2 umfassen in solchen Ausführungsformen
Phenyl, 2-Halogenphenyl, 3-Halogenphenyl, 4-Halogenphenyl, 2-Cyanophenyl,
3-Cyanophenyl, 4-Cyanophenyl, 2-Methoxyphenyl, 3-Methoxyphenyl,
4-Methoxyphenyl, 2,3-Dihalogenphenyl, 2,4-Dihalogenphenyl, 2,5-Dihalogenphenyl,
2,6-Dihalogenphenyl, 3,4-Dihalogenphenyl, 3,5-Dihalogenphenyl, 2-Methylphenyl,
3-Methylphenyl und 2,2-Dimethyl-2,3-dihydro-benzofuranyl, worin
jedes Halogen unabhängig
Fluor oder Chlor ist. In anderen Ausführungsformen kann R2 Heteroaryl sein, das gegebenenfalls durch
eines oder mehrere von Trifluormethyl, Halogen, Cyano, C1-C6-Alkyl oder C1-C6-Alkoxy substituiert
ist.
-
In
bestimmten Ausführungsformen
der Formel I und Formel II ist p 0 oder 1 und ist R1 Halogen,
Alkyl, Halogenalkyl oder Alkoxy. Bevorzugt ist R1 Fluor,
Chlor, Methyl, Ethyl, Trifluormethyl oder Methoxy.
-
In
bestimmten Ausführungsformen
der Formel I und Formel II ist A -NR3-.
In solchen Ausführungsformen
sind R4 und R5 Wasserstoff.
R3 kann in solchen Ausführungsformen Wasserstoff sein,
oder R3 kann Alkyl sein. In vielen Ausführungsformen
sind R6, R7, R8 und R9 Wasserstoff.
-
In
bestimmten Ausführungsformen
der Formel I und Formel II ist A -O-.
-
In
bestimmten Ausführungsformen
der Formel I und Formel II ist Y C und m 1. In solchen Ausführungsformen
kann R2 gegebenenfalls substituiertes Phenyl
oder gegebenenfalls substituiertes Naphthyl sein. Bevorzugte R2 in solchen Ausführungsformen umfassen Phenyl,
2-Halogenphenyl, 3-Halogenphenyl, 4-Halogenphenyl, 2-Cyanophenyl,
3-Cyanophenyl, 4-Cyanophenyl, 2-Methoxyphenyl, 3-Methoxyphenyl,
4-Methoxyphenyl, 2,3-Dihalogenphenyl, 2,4-Dihalogenphenyl, 2,5-Dihalogenphenyl,
2,6-Dihalogenphenyl, 3,4-Dihalogenphenyl, 3,5-Dihalogenphenyl, 2-Methylphenyl,
3-Methylphenyl und 2,2-Dimethyl-2,3-dihydrobenzofuranyl, worin jedes
Halogen unabhängig
Fluor oder Chlor ist. In Ausführungsformen,
in denen Y C ist und m 1, kann p 0 oder 1 sein, während R1 Halogen, Alkyl, Halogenalkyl oder Alkoxy
ist. In solchen Ausführungsformen
können R4 und R5 Wasserstoff
sein. In vielen Ausführungsformen,
in denen Y C und m 1 ist, ist A -NR3- und
kann R3 Wasserstoff oder Alkyl sein. In
solchen Ausführungsformen
sind R6, R7, R8 und R9 bevorzugt
Wasserstoff.
-
In
bestimmten Ausführungsformen
der Formel I und Formel II ist Y S und m 2. In solchen Ausführungsformen
ist A -O-, während
in anderen Ausführungsformen
A -NR3- ist. R2 kann
in solchen Ausführungsformen gegebenenfalls
substituiertes Phenyl oder gegebenenfalls substituiertes Naphthyl
sein. Bevorzugte R2 umfassen Phenyl, 2-Halogenphenyl,
3-Halogenphenyl, 4-Halogenphenyl, 2-Cyanophenyl, 3-Cyanophenyl,
4-Cyanophenyl, 2-Methoxyphenyl, 3-Methoxyphenyl, 4-Methoxyphenyl,
2,3-Dihalogenphenyl, 2,4-Dihalogenphenyl, 2,5-Dihalogenphenyl, 2,6-Dihalogenphenyl,
3,4-Dihalogenphenyl, 3,5-Dihalogenphenyl, 2-Methylphenyl, 3-Methylphenyl
oder 2,2-Dimethyl-2,3-dihydro-benzofuranyl, wobei jedes Halogen
unabhängig
Fluor oder Chlor ist.
-
In
Ausführungsformen
der Formel I und Formel II, in denen Y S ist, m 2 ist und A -NR3- ist, ist p bevorzugt 0 oder 1 und ist
R1 Halogen, Methyl oder Methoxy. In solchen
Ausführungsformen
können
R4 und R5 Wasserstoff
sein. R6, R7, R8 und R9 können ebenso
Wasserstoff sein. R3 kann in einigen Ausführungsformen
Wasserstoff sein, während
in anderen Ausführungsformen
R3 Alkyl sein kann.
-
In
bestimmten Ausführungsformen
können
die betreffenden Verbindungen genauer gesagt die Formel III aufweisen:
worin
s 0 bis 4 ist;
jeder
R
11 unabhängig voneinander Alkyl, Alkoxy,
Halogen, Cyano oder Halogenalkyl ist; und
X, Y, A, R
1, R
2, R
4,
R
5, R
6, R
7, R
8, R
9,
R
10, R
a, R
b, m, n, p und r wie hierin definiert sind.
-
In
Ausführungsformen
der Formel III, in denen X N ist und an die 5-Stellung des Chinazolinonringsystems
gebunden ist, können
die betreffenden Verbindungen durch die Formel IV dargestellt werden:
worin Y, A, R
1,
R
2, R
4, R
5, R
6, R
7,
R
8, R
9, R
10, R
11, R
a, R
b, m, n, p, r
und s wie hierin definiert sind.
-
In
vielen Ausführungsformen
der Formel III und der Formel IV kann n 1 sein. In solchen Ausführungsformen
sind Ra und Rb bevorzugt
Wasserstoff. In vielen Ausführungsformen
der Formel III und der Formel IV ist r 1. In vielen Ausführungsformen
der Formel III und der Formel IV sind R4 und
R5 Wasserstoff.
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In
bestimmten Ausführungsformen
der Formel III und der Formel IV ist s 0, 1 oder 2 und ist R11 Halogen, Alkyl, Halogenalkyl oder Alkoxy.
Bevorzugt ist R11 Fluor, Chlor, Methyl,
Trifluormethyl oder Methoxy.
-
In
bestimmten Ausführungsformen
der Formel III und der Formel IV ist p 0 oder 1 und ist R1 Halogen, Alkyl, Halogenalkyl oder Alkoxy.
Bevorzugt ist R1 Fluor, Chlor, Methyl, Ethyl,
Trifluormethyl oder Methoxy.
-
In
bestimmten Ausführungsformen
der Formel III und der Formel IV ist A -NR3-.
In solchen Ausführungsformen
sind R4 und R5 Wasserstoff.
R3 kann in solchen Ausführungsformen Wasserstoff oder
Alkyl sein. In vielen Ausführungsformen
sind R6, R7, R8 und R9 Wasserstoff.
-
In
bestimmten Ausführungsformen
der Formel III und der Formel IV ist A -O-.
-
In
bestimmten Ausführungsformen
der Formel III und der Formel IV ist Y S und m 2. In einigen dieser Ausführungsformen
ist A -O-, während
in anderen Ausführungsformen
A -NR3- ist.
In vielen dieser Ausführungsformen
ist die Variable s 0, 1 oder 2 und ist R11 Halogen,
Alkyl, Halogenalkyl oder Alkoxy. Bevorzugt ist R11 Fluor,
Chlor, Methyl, Trifluormethyl oder Methoxy.
-
In
Ausführungsformen
der Formel III und der Formel IV, in denen Y S ist, m 2 ist und
A -NR3- ist, ist p bevorzugt 0 oder 1 und
ist R1 Halogen, Methyl oder Methoxy. In
solchen Ausführungsformen
können
R4 und R5 Wasserstoff
sein. R6, R7, R8 und R9 können auch
Wasserstoff sein. R3 kann in einigen Ausführungsformen Wasserstoff
sein, während
R3 in anderen Ausführungsformen Alkyl sein kann.
In solchen Ausführungsformen ist
s bevorzugt 0, 1 oder 2 und ist R11 Halogen,
Alkyl, Halogenalkyl oder Alkoxy. Bevorzugt ist R11 Fluor,
Chlor, Methyl, Trifluormethyl oder Methoxy.
-
In
bestimmten Ausführungsformen
können
die betreffenden Verbindungen genauer gesagt die Formel V aufweisen:
worin R
1,
R
2, R
3, R
6, R
7, R
8,
R
9, R
10, R
11, p und s wie hierin definiert sind.
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In
bestimmten Ausführungsformen
der Formel V ist s 0, 1 oder 2 und ist R11 Halogen,
Alkyl, Halogenalkyl oder Alkoxy. Bevorzugt ist R11 Fluor,
Chlor, Methyl, Trifluormethyl oder Methoxy.
-
In
bestimmten Ausführungsformen
der Formel V ist p 0 oder 1 und ist R1 Halogen,
Alkyl, Halogenalkyl oder Alkoxy. Bevorzugt ist R1 Fluor,
Chlor, Methyl, Ethyl, Trifluormethyl oder Methoxy.
-
In
bestimmten Ausführungsformen
der Formel V sind R4 und R5 Wasserstoff.
In solchen Ausführungsformen
kann R3 Wasserstoff oder Alkyl sein. In
bestimmten Ausführungsformen
kann R3 Acetamidyl sein.
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In
vielen Ausführungsformen
sind R6, R7, R8 und R9 Wasserstoff.
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In
bestimmten Ausführungsformen
können
die betreffenden Verbindungen genauer gesagt die Formel VI aufweisen:
worin R
1,
R
2, R
3, R
6, R
7, R
8,
R
9, R
10, R
11, p und s wie hierin definiert sind.
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In
bestimmten Ausführungsformen
der Formel VI ist s 0, 1 oder 2 und ist R11 Halogen,
Alkyl, Halogenalkyl oder Alkoxy. Bevorzugt ist R11 Fluor,
Chlor, Methyl, Trifluormethyl oder Methoxy.
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In
bestimmten Ausführungsformen
der Formel VI ist p 0 oder 1 und ist R1 Halogen,
Alkyl, Halogenalkyl oder Alkoxy. Bevorzugt ist R1 Fluor,
Chlor, Methyl, Ethyl, Trifluormethyl oder Methoxy.
-
In
bestimmten Ausführungsformen
der Formel VI sind R4 und R5 Wasserstoff.
In vielen Ausführungsformen
sind R6, R7, R8 und R9 Wasserstoff.
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In
Ausführungsformen
der Erfindung, in denen jeder von R1, R2, R3, R4,
R5, R6, R7, R8, R9,
R10, Ra, Rb, Rc und Rd Alkyl oder eine Alkylkomponente ist, ist
ein solches Alkyl bevorzugt Niederalkyl, d. h. C1-C6-Alkyl, und stärker bevorzugt C1-C4-Alkyl. In Ausführungsformen, in denen Y S
ist, ist A bevorzugt -NR3-.
-
Es
sollte selbstverständlich
sein, daß der
Umfang dieser Erfindung nicht nur die verschiedenen Isomere, die
existieren können,
sondern auch die verschiedenen Gemische von Isomeren, die gebildet
werden können,
umfaßt.
Ferner umfaßt
der Umfang der vorliegenden Erfindung auch Solvate und Salze von
Verbindungen der Formel I.
-
Repräsentative
Verbindungen gemäß der Erfindung
sind zusammen mit dem Schmelzpunkt oder dem Massenspektrum M+H und
den experimentellen Beispielen (nachstehend beschrieben), die mit
jeder Verbindung verbunden sind, in Tabelle 1 gezeigt. Die gezeigten
Schmelzpunkte sind, sofern nicht anders angegeben, die entsprechenden
Hydrochloridsalze. Tabelle
1
-
Ein
anderer Aspekt der Erfindung liefert eine Zusammensetzung, umfassend
eine therapeutisch wirksame Menge mindestens einer Verbindung der
Formel (I) und einen pharmazeutisch akzeptablen Träger.
-
Es
wird ein Verfahren zur Behandlung eines Krankheitszustandes des
zentralen Nervensystems (ZNS) bei einem Patienten, das die Verabreichung
einer therapeutisch wirksamen Menge einer Verbindung der Formel
I an den Patienten umfaßt,
beschrieben. Der Krankheitszustand kann beispielsweise Psychosen,
Schizophrenie, manische Depressionen, neurologische Störungen,
Gedächtnisstörungen,
Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, Parkinson-Krankheit, amyotrophe Lateralsklerose,
Alzheimer-Krankheit oder Huntington-Krankheit umfassen.
-
Es
wird ein Verfahren zur Behandlung einer Störung des Magendarmtraktes bei
einem Patienten, das die Verabreichung einer therapeutisch wirksamen
Menge einer Verbindung der Formel I an den Patienten umfaßt, beschrieben.
-
Ein
anderer Aspekt der vorliegenden Erfindung liefert ein Verfahren
zur Herstellung einer Verbindung der Formel I.
-
Die
Verbindungen der vorliegenden Erfindung können durch eine Vielzahl von
Verfahren hergestellt werden, die in den nachstehend gezeigten und
beschriebenen illustrativen Synthesereaktionsschemen angegeben sind.
-
Die
bei der Herstellung dieser Verbindungen verwendeten Ausgangsmaterialien
und Reagenzien sind entweder von kommerziellen Lieferanten wie Aldrich
Chemical Co. erhältlich
oder werden durch dem Fachmann bekannte Verfahren gemäß Verfahrensweisen,
dargestellt in den Dokumenten, wie Fieser and Fieser's Reagents for Organic
Synthesis; Wiley & Sons:
New York, 1991, Bände
1–15;
Rodd's Chemistry
of Carbon Compounds, Elsevier Science Publishers, 1989, Bande 1–5 and Supplementals;
und Organic Reactions, Wiley & Sons:
New York, 1991, Bände
1–40,
hergestellt. Die folgenden Synthesereaktionsschemen veranschaulichen
nur einige Verfahren, durch die die Verbindungen der vorliegenden
Erfindung synthetisiert werden können,
und verschiedene Modifikationen dieser Synthesereaktionsschemen
können
gemacht und dem Fachmann, der sich auf die in dieser Anmeldung enthaltene
Offenbarung bezieht, vorgeschlagen werden.
-
Die
Ausgangsmaterialien und die Zwischenprodukte der Synthesereaktionsschemen
können,
wenn erwünscht,
unter Verwendung konventioneller Techniken isoliert und gereinigt
werden, einschließlich,
aber nicht beschränkt
auf Filtration, Destillation, Kristallisation, Chromatographie und
dergleichen. Diese Materialien können
unter Verwendung konventioneller Mittel, einschließlich physikalischer
Konstanten und Spektraldaten, charakterisiert werden.
-
Sofern
nichts gegenteiliges angegeben, werden die hierin beschriebenen
Reaktionen bevorzugt unter einer inerten Atmosphäre bei Atmosphärendruck
bei einer Reaktionstemperatur im Bereich von etwa –78°C bis etwa
150°C, stärker bevorzugt
von etwa 0°C
bis etwa 125°C
und am stärksten
bevorzugt und günstigerweise
bei etwa Raumtemperatur (oder Umgebungstemperatur), z. B. etwa 20°C, durchgeführt.
-
Schema
A nachstehend veranschaulicht ein Syntheseverfahren, das zur Herstellung
der Verbindungen der Erfindung verwendbar ist, worin p, q, R1, R2, R6,
R7, R8, R9 und R10 wie hierin
definiert sind. Zahlreiche Synthesewege für Chinazolinone und die entsprechenden
Sulfonamide sind bekannt und können
bei der Herstellung der betreffenden Verbindungen verwendet werden,
und das Verfahren aus Schema A ist nur ein Beispiel. Spezielle Beispiele
für das
Verfahren aus Schema A werden im folgenden experimentellen Abschnitt
bereitgestellt.
-
-
In
Schritt 1 von Schema A wird Dinitrobenzonitril a mit dem heterocyclischen
Amin b unter Erhalt eines Aminonitrobenzonitrils c umgesetzt. Diese
Reaktion kann durch Erwärmen
unter Bedingungen eines polaren aprotischen Lösungsmittels herbeigeführt werden.
Ist Wasserstoff als der R10-Substituent
gewünscht,
kann eine BOC- oder eine andere entfernbare Schutzgruppe zum Schützen der
Stickstoffbindung an R10 verwendet werden.
-
Das
in Schritt 1 erzeugte Aminonitrobenzonitril c wird in Schritt 2
selektiv reduziert, um so eine Anilinverbindung d bereitzustellen.
Die Reduktion aus Schritt 2 kann beispielsweise unter Verwendung
von Wasserstoff in Gegenwart von Palladium auf Aktivkohle unter
Bedingungen von gemäßigtem Druck
und einem ethanolischen Lösungsmittel
durchgeführt
werden.
-
In
Schritt 3 wird eine Aryl-(oder Heteroaryl-)-amidverbindung f durch
das Umsetzen des Anilins d aus Schritt 2 mit einem Aryl-(oder Heteroaryl-)-säurehalogenid
e erhalten. Die Reaktion aus Schritt 3 kann in einem polaren aprotischen
Lösungsmittel
wie Tetrahydrofuran in Gegenwart von Triethylamin oder einem anderen Amin
erreicht werden.
-
In
Schritt 4 wird das Arylamid f einer zweiten, extremeren Reduktion
unterzogen, um so die Carbonylgruppe von Verbindung f in ein Methylen
umzuwandeln, die Nitrilgruppe von Verbindung f in ein Amin umzuwandeln
und so die Benzylaminverbindung g bereitzustellen. Die Reduktion
aus Schritt 4 kann beispielsweise unter Verwendung von Borhydrid
oder einem ähnlichen
Reduktionsmittel unter Bedingungen eines trockenen polaren aprotischen
Lösungsmittels
durchgeführt
werden.
-
In
Schritt 5 wird das Benzylamin g aus Schritt 4 mit Phosgen umgesetzt,
um so die cyclische Harnstoff- oder Chinazolinonverbindung h gemäß der Erfindung
bereitzustellen. Das Chinazolinon h ist eine Verbindung der Formel
(I), worin Y Kohlenstoff ist, X Stickstoff ist, Z -(CRaRb)r- ist, m, n und
r 1 sind und R3, R4,
R5, Ra und Rb Wasserstoff sind.
-
Als
eine Alternative zu Schritt 5 kann statt dessen Schritt 6 durchgeführt werden,
worin die Benzylaminverbindung g mit Sulfamid oder Sulfurylchlorid
unter Bildung der Sulfonamidverbindung i behandelt wird. Das Sulfonamid
i ist eine Verbindung der Formel (I), worin Y Schwefel ist, X Stickstoff
ist, Z -(CRaRb)r- ist, m 2 ist, n 1 ist, r 1 ist und R3, R4, R5,
Ra und Rb Wasserstoff
sind.
-
Für das Verfahren
von Schema A sind zahlreiche Variationen möglich und werden einem Fachmann offensichtlich
sein. Beispielsweise kann eine selektive N-Alkylierung unter Verwendung
allgemein bekannter Techniken nach Schritt 4 oder Schritt 5 durchgeführt werden,
um so einen anderen gewünschten
R3-Substituenten der Formel (I) als Wasserstoff
einzuführen.
Auch die selektive Alkylierung des benzylischen Kohlenstoffs von
Verbindung i kann unter Verwendung allgemein bekannter Techniken
durchgeführt
werden, um so einen R4- und/oder R5-Substituenten
einzuführen.
-
Die
Verwendung von Benzoylchlorid (R2 = gegebenenfalls
substituiertes Phenyl) oder eines anderen Benzoylhalogenids als
das Arylhalogenid e in Schritt 3 liefert Verbindungen der Formel
(I), worin Z -(CRaRb)r- ist, r 1 ist und Ra und
Rb Wasserstoff sind (d. h. Z Methylen ist).
Phenylacetylhalogenide oder Phenylpropionylhalogenide wie 2-Methyl-2-phenylpropio nylhalogenid
können
alternativ als das Arylhalogenid e verwendet werden, um so Verbindungen
der Formel (I) bereitzustellen, worin r 2 oder 3 ist und worin einer
oder mehrere von Ra und Rb Alkyl
sein können.
Als eine noch andere Alternative kann anstelle des Säurehalogenids
e ein Aryl-(oder Heteroaryl-)-sulfonylhalogenid verwendet werden,
um so Verbindungen der Formel (I) bereitzustellen, worin Z -SO2- ist.
-
In
bestimmten Ausführungsformen
kann das heterocyclische Amin b ein Piperazin der Formel i sein:
(d. h., q ist 2 in Formel
(I)). In Fällen,
in denen R
2 gegebenenfalls substituiertes
Phenyl ist, weist die Verbindung h genauer gesagt die oben beschriebene
Formel (V) auf. Dem ähnlich,
würde,
wenn R
2 gegebenenfalls substituiertes Phenyl
ist, die Verbindung i genauer gesagt die oben beschriebene Formel
(VI) aufweisen. Viele substituierte Piperazine dieser Art, einschließlich beispielsweise
N-Methylpiperazin und 3,5-Dimethylpiperazin, sind kommerziell erhältlich oder
können
durch allgemein bekannte Techniken hergestellt und in dem Verfahren von
Schema A verwendet werden.
-
Unter
bezug auf Schema B wird ein anderer Syntheseweg für die betreffenden
Verbindungen gezeigt, worin A eine Austrittsgruppe ist und bei jedem
Vorkommen dieselbe oder eine andere sein kann und p, q, R1, R2, R3,
R6, R7, R8, R9, R10,
Ra und Rb wie hierin
definiert sind.
-
-
In
Schritt 1 von Schema B wird die Bromnitrobenzylbromidverbindung
k mit dem geschützten
Amine 1 unter Erhalt eines geschützten
Nitrobenzylamins m umgesetzt. Diese Reaktion kann in Gegenwart von
Natriumhydrid oder eines anderen Metallhydrids unter Bedingungen
eines trockenen polaren aprotischen Lösungsmittels herbeigeführt werden.
Verbindung k kann durch die Behandlung des entsprechenden Toluols
mit N-Bromsuccinamid in Gegenwart von Benzoylperoxid unter Erhalt
des Benzylbromids hergestellt werden.
-
Das
so erzeugte geschützte
Nitrobenzylamin m wird in Schritt 2 unter Erhalt der Anilinverbindung
n reduziert. Die Reduktion aus Schritt 2 kann unter Verwendung von
Raney-Nickel und
Hydrazin unter Bedingungen eines polaren protischen Lösungsmittels
erreicht werden.
-
In
Schritt 3 wird die benzylische Aminfunktionalität der Anilinverbindung n durch
Entfernen der Boc-Gruppe entschützt,
um so das Aminobenzylamin o bereitzustellen. Bei der Boc-Entfernung
kann in diesem Schritt Salzsäure
in ethanolischem Lösungsmittel
genutzt werden.
-
Das
entschützte
Aminobenzylamin o kann dann mit Phosgen in Schritt 4 unter Erhalt
der cyclischen Harnstoff- oder Chinazolinonverbindung p reagieren.
Diese Reaktion kann in einem polaren aprotischen Lösungsmittel
unter Verwendung von Triphosgen oder einer anderen Phosgen-Quelle
herbeigeführt
werden.
-
In
Schritt 5 wird eine N-Alkylierung der cyclischen Harnstoffverbindung
p durch Behandlung der Verbindung p mit einer starken Base unter
trockenen, polaren, aprotischen Bedingungen durchgeführt, gefolgt
von der Umsetzung mit einer α-Halogenalkylarylverbindung
q unter Bereitstellung der N-Arylalkylchinazolinon-Verbindung r.
Die Halogenalkylarylverbindung q kann beispielsweise ein Benzylhalogenid
(worin r = 1 und Ra und Rb =
Wasserstoff), 3-Halogen-3-phenylpropan (worin r = 2 und Ra, Rb = Wasserstoff), α-Methylbenzylhalogenid (worin
r = 1, Ra = Wasserstoff und Rb =
Methyl) oder andere α-Halogenalkylphenylhalogenide
gemäß der gewünschten
Ra- und Rb-Substituentenkonfiguration
umfassen. Die Verbindung q kann natürlich auch Heteroaryl sein,
wie ein Halogenalkylpyridin, Halogenalkylthien, Halogenalkylfuran,
Halogenalkylchinolin oder dergleichen.
-
In
Schritt 6 wird eine Kreuzkopplungsaminierungsreaktion, worin das
heterocyclische Amin b die Bromgruppe von Verbindung r ersetzt,
unter Erhalt der Chinazolinonverbindung s durchgeführt. Diese
Reaktion wird unter Bedingungen eines Palladiumkatalysators und
eines nicht-polaren Lösungsmittels
erleichtert. Das Chinazolinon s ist eine Verbindung der Formel (I),
worin Y Kohlenstoff ist, X Stickstoff ist, Z -(CRaRb)r ist, m und n
1 sind und R4 und R5 Wasserstoff
sind.
-
Als
eine Alternative zu Schritt 4 kann Schritt 7 durchgeführt werden,
worin die Aminobenzylaminverbindung o mit Sulfamid oder Sulfurylchlorid
unter Bildung der Sulfonamidverbindung t behandelt wird. Das Sulfonamid
t kann in Schritt 8 durch die Behandlung mit einer starken Base
N-alkyliert werden, gefolgt von der Umsetzung mit einer α-Halogenalkylaryl-(oder -heteroaryl-)-Verbindung
q auf die oben für
Schritt 5 beschriebene Art und Weise, um so die N-Arylalkylsulfonamidverbindung
u bereitzustellen. Danach ergibt die Kreuzkopplungsaminierung der
N-Arylalkylsulfonamidverbindung u in Schritt 9 auf die oben für Schritt
6 beschriebene Art und Weise die Sulfonamidverbindung V.
-
Das
Sulfonamid v ist eine Verbindung der Formel (I), worin Y Schwefel
ist, X Stickstoff ist, Z -(CRaRb)r- ist, m 2 ist, n 1 ist und R4 und
R5 Wasserstoff sind.
-
Es
wird ohne weiteres ersichtlich sein, daß viele Variationen des Verfahrens
aus Schema B möglich sind.
Beispielsweise können
das benzylische Brom der Verbindung k in Schritt 1 durch eine andere
Austrittsgruppe und die Boc-Gruppe durch eine andere entfernbare
Schutzgruppe ersetzt werden.
-
In
Schema B wird die Kreuzkopplungsaminierung aus den Schritten 6 und
9 an der 5-Stellung des Chinazolinonsystems durchgeführt, wo
eine Brom-Austrittsgruppe durch die Verbindungen u und r bereitgestellt wird.
Diese Aminierungsreaktion ist auch an anderen Ringstellungen effektiv,
und so kann das heterocyclische Amin b auch an der 6-, 7- oder 8-Stellung
des Chinazolinringsystems eingeführt
werden. Die in den Schritten 6 und 9 aus Schema B verwendete Kreuzkopplungsaminierungsreaktion
wird in An Improved Catalyst System For Aromatic Carbon-Nitrogen
Bond Formation: The Possible Involvement Of Bis (Phosphine) Palladium
Complexes As Key Intermediates. Wolfe et al., J. Am. Chem. Soc.
(1996), 118 (30), 7215–7216
beschrieben.
-
Wie
im Falle von Schema A kann das in Schema B verwendete heterocyclische
Amin b ein Piperazin der Formel i sein. In Fällen, in denen R2 gegebenenfalls
substituiertes Phenyl ist, r 1 ist und Ra und
Rb Wasserstoff sind, weist die Verbindung
s genauer gesagt die oben beschriebene Formel (V) auf. Dem ähnlich,
würde,
wenn R2 gegebenenfalls substituiertes Phenyl
ist, r 1 ist und Ra und Rb Wasserstoff
sind, die Verbindung v genauer gesagt die oben beschriebene Formel
(VI) aufweisen.
-
Unter
Bezug auf Schema C wird ein anderes Verfahren gezeigt, das zur Herstellung
der Verbindungen der Erfindung verwendet werden kann, wobei p, q,
r, R2, R3, R6, R7, R8,
R9, R10, Ra und Rb wie hierin
beschrieben sind. Das Verfahren aus Schema C liefert Verbindungen
der Formel (I), worin X Kohlenstoff anstelle von Stickstoff ist.
-
-
In
Schritt 1 von Schema C wird das Chinazolinon w mit einem Alkyllithiumreagens
wie n-Butyllithium unter wasserfreien polaren aprotischen Bedingungen
und Trockeneis/Aceton-Temperatur
unter Erzeugung eines lithiierten Zwischenproduktes (nicht gezeigt)
behandelt, wobei die Bromgruppe durch Lithium ersetzt wird. Dieses
lithiierte Zwischenprodukt wird dann direkt in-situ mit dem heterocyclischen
Keton x umgesetzt, um so eine Alkylierung herbeizuführen und
ein Heterocyclyl-substituiertes Chinazolinon y bereitzustellen.
Das heterocyclische Keton x kann beispielsweise Pyrrolidon (q =
1) oder Piperidon (q = 2) oder Azepinon (q = 3) umfassen, von denen
alle kommerziell erhältlich
sind. Es sind auch viele substituierte Pyrrolidinone und Piperidinone
kommerziell erhältlich
oder ohne weiteres über
bekannte Synthesewege herzustellen und in diesem Schritt verwendbar.
Wo R10 Wasserstoff ist, können Boc-Schätzung oder
andere entfernbare Schätzungsstrategien
zum Schützen
des ausgesetzten Stickstoffes des heterocyclischen Ketons x und
des entsprechenden Stickstoffes an dem Heterocyclyl-substituierten
Chinazolinon x verwendet werden.
-
In
Schritt 2 wird das Heterocyclyl-substituierte Chinazolinon y durch
Behandlung mit milder Säure
unter Erhalt der Verbindung z, worin die Heterocyclylkomponente
teilweise ungesättigt
ist, dehydratisiert. In bestimmten Ausführungsformen kann diese Dehydratisierung
spontan auftreten, was den Schritt 2 unnötig macht.
-
In
Schritt 3 wird Verbindung z aus Schritt 3 hydriert, um so die Chinazolinonverbindung
aa bereitzustellen. Diese Reaktion kann mittels Hydrierung unter
Verwendung eines Platin- oder Palladiumkatalysators unter gemäßigten ethanolischen
Bedingungen erreicht werden. Das Chinazolinon aa ist eine Verbindung
der Formel (I), worin X Kohlenstoff ist, Z -(CRaRb)r ist, m und n
1 sind und R4 und R5 Wasserstoff
sind.
-
Noch
ein anderer Weg zu den Verbindungen der Erfindung wird in Schema
D veranschaulicht, worin p, q, R1, R2, R6, R7,
R8, R9, R10, Ra und Rb wie hierin definiert sind.
-
-
In
Schritt 1 von Schema D wird die Bromnitrobenzylbromidverbindung
k in die Nitrobenzylesterverbindung bb durch Behandlung mit Kaliumacetat
oder einem anderen Alkylacetatsalz unter Bedingungen eines polaren
Lösungsmittels
umgewandelt. Verbindung k kann durch Behandlung des entsprechenden
Toluols mit N-Bromsuccinamid in Gegenwart von Benzoylperoxid hergestellt
werden.
-
In
Schritt 2 wird der Bromnitrobenzylester bb unter Erhalt des Bromnitrobenzylalkohols
cc hydrolysiert. Diese Hydrolyse kann durch Behandlung mit KOH oder
dergleichen unter wässerigen
Bedingungen durchgeführt
werden.
-
Der
Bromnitrobenzylalkohol cc kann dann in Schritt 3 unter Erhalt des
Bromaminobenzylalkohols dd reduziert werden. Diese Reduktion kann
durch Behandlung mit Raney-Nickel in Gegenwart von Hydrazin oder durch
Behandlung mit einem anderen Reduktionsmittel erreicht werden.
-
In
Schritt 4 wird die Benzoxazinonverbindung ee durch die Umsetzung
des Bromaminobenzylalkohols dd mit Phosgen erzeugt. Diese Cyclisierung
kann unter trockenen, polaren, aprotischen Bedingungen durchgeführt werden.
-
In
Schritt 5 kann eine Kreuzkopplungsaminierungsreaktion durchgeführt werden,
worin das heterocyclische Amin b die Bromgruppe von Verbindung ee
ersetzt, um so das Heterocyclylsubstituierte Benzoxazinon ff zu
erhalten. Diese Reaktion kann in Gegenwart eines Palladiumkatalysators
unter Bedingungen eines nicht-polaren Lösungsmittels durchgeführt werden.
-
In
Schritt 6 wird eine N-Alkylierung des Heterocyclyl-substituierten
Benzoxazinons ff durch Behandlung der Verbindung ff mit einer starken
Base unter trockenen, polaren, aprotischen Bedingungen, gefolgt
von der Umsetzung mit einer α-Halogenalkylarylverbindung
zur Bereitstellung der N-Arylalkylbenzoxazinonverbindung gg durchgeführt. In
diesem Schritt kann eine Vielzahl von Halogenalkylverbindungen verwendet
werden, wie oben in Schema B beschrieben. Verbindung gg ist eine
Verbindung der Formel (I), worin A O ist, X N ist, Y C ist und m
1 ist.
-
Für das Verfahren
aus Schema D gibt es viele Variationen. In einer solchen Variation
kann die Benzoxazinonverbindung ee mit dem cyclischen Keton x auf
die in Schema C beschriebene Art und Weise behandelt werden. Das
resultierende Alkylierungsprodukt kann dann unter Erhalt einer Verbindung
der Formel (I), worin X CH und A O ist, wie in Schema C gezeigt,
dehydratisiert und reduziert werden.
-
Speziellere
Einzelheiten über
die Herstellung von Verbindungen der Formel I werden nachstehend
im Abschnitt Beispiele beschrieben.
-
Die
Verbindungen der Erfindung weisen selektive Affinität für 5-HT-Rezeptoren,
einschließlich
den 5-HT6-, den 5-HT2A-Rezeptor
oder beide, auf, und sind als solche erwartungsgemäß bei der
Behandlung von bestimmten Störungen
des zentralen Nervensystems (ZNS) nützlich, wie Parkinson-Krankheit,
Huntington-Krankheit, Angst, Depression, manische Depression, Psychosen,
Epilepsie, obsessiv-kompulsive Störungen, Gemütskrankheiten, Migräne, Alzheimer-Krankheit
(Steigerung des Wahrnehmungsvermögens),
Schlafstörungen,
Ernährungsstörungen,
wie Appetitlosigkeit, Bulimie und Fettleibigkeit, Panikattacken,
Akathisie, Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörung (ADHD), Aufmerksamkeitsschwäche (ADD),
Entzug nach Drogenmißbrauch,
wie Kokain, Ethanol, Nikotin und Benzodiazepine, Schizophrenie und
ebenso Störungen,
die mit Wirbelsäulentrauma
und/oder Kopfverletzungen in Verbindung stehen, wie Hydrozephalus.
Es wird ebenso erwartet, daß diese
Verbindungen bei der Behandlung von bestimmten Magen-Darm-Störungen (GI-Störungen),
wie funktionellem Darmsyndrom und Reizdarmsyndrom, verwendbar sind.
-
Die
Pharmakologie der Verbindungen dieser Erfindung wurde durch in der
Technik anerkannte Verfahren bestimmt. Die In-vitro-Techniken zur
Bestimmung der Affinitäten
von Testverbindungen an den 5-HT6-Rezeptor
und den 5-HT2A-Rezeptor in Radioligandenbindungs-,
FLIPR- und funktionellen Assays werden nachstehenden beschrieben.
-
Die
vorliegende Erfindung umfaßt
pharmazeutische Zusammensetzungen, umfassend mindestens eine Verbindung
der vorliegenden Erfindung oder ein einzelnes Isomer, ein racemisches
oder nicht-racemisches Gemisch aus Isomeren oder ein pharmazeutisch
akzeptables Salz oder Solvat davon, zusammen mit mindestens einem
pharmazeutisch akzeptablen Träger
und gegebenenfalls anderen therapeutischen und/oder prophylaktischen
Inhaltsstoffen.
-
Im
allgemeinen werden die Verbindungen der vorliegenden Erfindung in
einer therapeutisch wirksamen Menge durch irgendeine der anerkannten
Verabreichungsweisen für
Mittel, die ähnlichen
Nutzen dienen, verabreicht. Geeignete Dosierbereiche liegen typischerweise
im Bereich von 1 bis 500 mg täglich,
bevorzugt 1 bis 100 mg täglich
und am stärksten
bevorzugt 1 bis 30 mg täglich,
was von zahlreichen Faktoren wie der Schwere der zu behandelnden
Krankheit, dem Alter und der relativen Gesundheit des Patienten,
der Wirksamkeit der verwendeten Verbindung, der Verabreichungsweise
und -form, der Indikation, gegen die die Verabreichung gerichtet
ist, und den Präferenzen
und Erfahrungen des involvierten behandelnden Arztes, abhängt. Ein Fachmann
für die
Behandlung solcher Krankheiten wird ohne unnötige Experimente und im Vertrauen
auf sein persönliches
Wissen und die Offenbarung dieser Anmeldung fähig sein, eine therapeutisch
wirksame Menge der Verbindungen der vorliegenden Erfindung für eine gegebene
Krankheit zu ermitteln.
-
Im
allgemeinen werden die Verbindungen der vorliegenden Erfindung als
pharmazeutische Formulierungen verabreicht, einschließlich derer,
die zur oralen (einschließlich
bukkalen und sublingualen), rektalen, nasalen, topischen, pulmonalen,
vaginalen oder parenteralen (einschließlich intramuskulären, intraarteriellen, intrathekalen,
subkutanen und intravenösen)
Verabreichung geeignet sind, oder in einer Form, die zur Verabreichung
durch Inhalation oder Insufflation geeignet ist. Die bevorzugte
Verabreichungsweise ist im allgemeinen oral unter Verwendung eines
täglichen
Dosierungsregimes, das gemäß dem Grad
der Krankheit eingestellt werden kann.
-
Eine
Verbindung oder Verbindungen der vorliegenden Erfindung kann/können zusammen
mit einem oder mehreren herkömmlichen
Adjuvanzien, Trägern
oder Verdünnungsmitteln
in die Form von pharmazeutischen Zusammensetzungen und Einheitsdosierungen
gebracht werden. Die pharmazeutischen Zusammensetzungen und Einheitsdosierungsformen
können
aus konventionellen Inhaltsstoffen in konventionellen Anteilen mit
oder ohne zusätzlichen
aktiven Verbindungen oder Grundbestandteilen bestehen, und die Einheitsdosierungsformen
können
jede geeignete wirksame Menge des Wirkstoffes entsprechend der beabsichtigten täglichen
Dosis, die eingesetzt werden soll, enthalten. Die pharmazeutischen
Zusammensetzungen können als
Feststoffe, wie Tabletten oder gefüllte Kapseln, Halbfeststoffe,
Pulver, Formulierungen mit anhaltender Freisetzung, oder Flüssigkeiten,
wie Lösungen,
Suspensionen, Emulsionen, Elixiere oder gefüllte Kapseln zur oralen Verwendung;
oder in Form von Zäpfchen
zur rektalen oder vaginalen Verabreichung; oder in Form von sterilen
injizierbaren Lösungen
zur parenteralen Verwendung eingesetzt werden. Formulierungen, enthaltend etwa
ein (1) Milligramm Wirkstoff oder allgemeiner etwa 0,01 bis etwa
einhundert (100) Milligramm pro Tablette sind folglich geeignete
repräsentative
Einheitsdosierungsformen.
-
Die
Verbindungen der vorliegenden Erfindung können in einer breiten Vielzahl
von oralen Verabreichungsdosierungsformen formuliert werden. Die
pharmazeutischen Zusammensetzungen und Dosierungsformen können eine
Verbindung oder Verbindungen der vorliegenden Erfindung oder pharmazeutisch
akzeptable Salze davon als Wirkstoff umfassen. Die pharmazeutisch
akzeptablen Träger
können
entweder fest oder flüssig
sein. Feste Präparate
umfassen Pulver, Tabletten, Pillen, Kapseln, Cachets, Zäpfchen und
dispergierbare Körnchen.
Ein fester Träger
kann eine oder mehrere Substanzen sein, die ebenso als Verdünnungsmittel,
Aromastoffe, Lösungsvermittler,
Schmiermittel, Suspendiermittel, Bindemittel, Konservierungsmittel,
Tablettendesintegratoren oder ein Einkapselungsmaterial fungieren.
In Pulvern ist der Träger
im allgemeinen ein fein zerteilter Feststoff, der ein Gemisch mit
dem fein zerteilten Wirkstoff ist. In Tabletten wird der Wirkstoff
im allgemeinen mit dem Träger
mit der notwendigen Bindungskapazität in geeigneten Anteilen gemischt
und in der gewünschten
Form und Größe verdichtet.
Die Pulver und Tabletten enthalten bevorzugt etwa ein (1) bis etwa siebzig
(70) Prozent der aktiven Verbindung. Geeignete Träger umfassen,
sind aber nicht beschränkt
auf Magnesiumcarbonat, Magnesiumstearat, Talk, Zucker, Laktose,
Pektin, Dextrin, Stärke,
Gelatine, Tragant, Methylcellulose, Natriumcrboxymethylcellulose,
ein niedrigschmelzendes Wachs, Kakaobutter und dergleichen. Der
Ausdruck „Präparat" soll die Formulierung
des Wirkstoffes mit Einkapselungsmaterial als Träger umfassen, was eine Kapsel,
in der der Wirkstoff mit oder ohne Träger von einem Träger, der
damit in Verbindung steht, umgeben ist, bereitstellt. Ebenso sind
Cachets und Pastillen einbezogen. Tabletten, Pulver, Kapseln, Pillen,
Cachets und Pastillen können
als feste Formen zur oralen Verabreichung geeignet sein.
-
Andere
zur oralen Verabreichung geeignete Formen umfassen flüssige Präparate,
einschließlich Emulsionen,
Sirups, Elixiere, wässerige
Lösungen,
wässerige
Suspensionen oder feste Präparate,
die kurz vor der Verwendung in flüssige Präparate umgewandelt werden sollen.
Emulsionen können
in Lösungen,
beispielsweise in wässerigen
Propylenglycollösungen,
hergestellt werden oder können
Emulgatoren, wie beispielsweise Lecithin, Sorbitanmonooleat oder
Akazie, enthalten. Wässerige
Lösungen
können
durch Auflösen des
Wirkstoffes in Wasser und Zugeben geeigneter Farbmittel, Aromastoffe,
Stabilisatoren und Verdickungsmittel hergestellt werden. Wässerige
Suspensionen können
durch Dispergieren des fein zerteilten Wirkstoffes in Wasser mit
viskosem Material, wie natürlichen
oder synthetischen Gummis, Harzen, Methylcellulose, Natriumcarboxymethylcellulose
und anderen allgemein bekannten Suspendiermitteln, hergestellt werden.
Feste Präparate
umfassen Lösungen,
Suspensionen und Emulsionen und können zusätzlich zu dem Wirkstoff Farbmittel,
Aromastoffe, Stabilisatoren, Puffer, künstliche und natürliche Süßungsmittel,
Dispergiermittel, Verdickungsmittel, Löslichmacher und dergleichen
enthalten.
-
Die
Verbindungen der vorliegenden Erfindung können zur parenteralen Verabreichung
(z. B. durch Injektion, beispielsweise Bolusinjektion oder Dauerinfusion)
formuliert werden und können
in Einheitsdosierungsform in Ampullen, vorgefüllten Spritzen, kleinen Infusionen
oder Mehrfachdosierungsbehältern
mit zusätzlichem
Konservierungsmittel vorliegen. Die Zusammensetzungen können solche
Formen annehmen, wie Suspensionen, Lösungen oder Emulsionen in öligen oder
wässerigen
Vehikeln, beispielsweise Lösungen
in wässerigem
Polyethylenglycol. Beispiele von öligen oder nicht wässerigen
Trägern,
Verdünnungsmitteln,
Lösungsmitteln
oder Vehikeln umfassen Propylenglycol, Polyethylenglycol, pflanzliche Öle (z. B.
Olivenöl)
und injizierbare organische Ester (z. B. Ethyloleat), und können Formulie rungsmittel,
wie Konservierungs-, Benetzungs-, Emulgierungs- oder Suspendier-,
Stabilisier- und/oder
Dispergiermittel enthalten. Alternativ kann der Wirkstoff in Pulverform
vorliegen, erhalten durch aseptische Isolierung von sterilem Feststoff
oder durch Lyophilisierung aus Lösung
zur Konstitution vor der Verwendung mit einem geeigneten Vehikel,
z. B. sterilem, pyrogenfreiem Wasser.
-
Die
Verbindungen der vorliegenden Erfindung können zur topischen Verabreichung
an die Epidermis als Salben, Cremes oder Lotionen oder als ein transdermales
Pflaster formuliert werden. Salben und Cremes können beispielsweise mit einer
wässerigen
oder öligen
Grundlage unter Zugabe von geeigneten Verdickungs- und/oder Geliermitteln
formuliert werden. Lotionen können
mit einer wässerigen
oder öligen
Grundlage formuliert werden, und werden im allgemeinen ebenso ein
oder mehrere Emulgatoren, Stabilisatoren, Dispergiermittel, Suspendiermittel,
Verdickungsmittel oder Farbmittel enthalten. Formulierungen, die
zur topischen Verabreichung in den Mund geeignet sind, umfassen
Pastillen, umfassend Wirkstoffe in einer aromatisierten Grundlage,
normalerweise Saccharose und Akazie oder Tragant; Pastillen, umfassend
den Wirkstoff in einer inerten Grundlage, wie Gelatine und Glycerin
oder Saccharose und Akazie; und Mundwasser, umfassend den Wirkstoff
in einem geeigneten flüssigen
Träger.
-
Die
Verbindungen der vorliegenden Erfindung können zur Verabreichung als
Zäpfchen
formuliert werden. Ein niedrigschmelzendes Wachs, wie ein Gemisch
aus Fettsäureglyceriden
oder Kakaobutter, wird zunächst
geschmolzen, und der Wirkstoff wird beispielsweise durch Rühren homogen
dispergiert. Das geschmolzene homogene Gemisch wird dann in Formen
geeigneter Größe gegossen,
kann abkühlen
und sich verfestigen.
-
Die
Verbindungen der vorliegenden Erfindung können zur vaginalen Verabreichung
formuliert werden. Pessare, Tampons, Cremes, Gele, Pasten, Schäume oder
Sprays enthalten zusätzlich
zu dem Wirkstoff die Träger,
die in der Technik bekanntermaßen
dafür geeignet
sind.
-
Die
Verbindungen der vorliegenden Erfindung können zur nasalen Verabreichung
formuliert werden. Die Lösungen
oder Suspensionen werden direkt in die Nasenhöhle durch konventionelle Mittel,
beispielsweise mit einem Tropfer, einer Pipette oder einem Spray
aufgetragen. Die Formulierungen können in einer Einzel- oder
Mehrfachdosierungsform bereitgestellt werden. In dem letzteren Fall
eines Tropfers oder einer Pipette kann dies durch den Patienten
erreicht werden, der sich eine entsprechende, vorbestimmte Menge
der Lösung oder
Suspension verabreicht. In dem Fall eines Sprays kann dies beispielsweise
durch eine Dosier-Zerstäuber-Spraypumpe
erreicht werden.
-
Die
Verbindungen der vorliegenden Erfindung können zur Aerosolverabreichung,
insbesondere in die Atemwege und einschließlich intranasalen Verabreichung
formuliert werden. Die Verbindung wird im allgemeinen eine kleine
Teilchengröße aufweisen,
beispielsweise in der Größenordnung
von fünf
(5) Mikrometern oder weniger. Eine solche Teilchengröße kann
durch in der Technik bekannte Mittel erhalten werden, beispielsweise durch
Mikronisierung. Der Wirkstoff wird in einer unter Druck gesetzten
Packung mit einem geeigneten Treibmittel wie einem Chlorfluorkohlenstoff
(CFC), beispielsweise Dichlordifluormethan, Trichlorfluormethan
oder Dichlortetrafluorethan oder Kohlendioxid oder einem anderen
geeigneten Gas bereitgestellt. Das Aerosol kann günstigerweise
ebenso ein oberflächenaktives
Mittel wie Lecithin enthalten. Die Dosis an Arzneimittel kann durch
ein Dosierventil kontrolliert werden. Alternativ können die
Wirkstoffe in Form eines trockenen Pulvers, beispielsweise eines
Pulvergemisches der Verbindung in einer geeigneten Pulvergrundlage
wie Lactose, Stärke,
Stärkederivaten
wie Hydroxypropylmethylcellulose und Polyvinylpyrrolidin (PVP) bereitgestellt
werden. Der Pulverträger
wird ein Gel in der Nasenhöhle
bilden. Die Pulverzusammensetzung kann in Einheitsdosierungsform
beispielsweise in Kapseln oder Patronen aus z. B. Gelatine oder
Blisterpackungen, aus denen das Pulver mittels eines Inhalators
verabreicht wird, vorliegen.
-
Wenn
erwünscht,
können
Formulierungen mit enterischen Beschichtungen hergestellt werden,
die zur Verabreichung des Wirkstoffes mit anhaltender oder kontrollierter
Freisetzung angepaßt
sind. Beispielsweise können
die Verbindungen der vorliegenden Erfindung in transdermalen oder
subkutanen Arzneimittelabgabevorrichtungen formuliert werden. Diese
Abgabesysteme sind vorteilhaft, wenn die anhaltende Freisetzung
der Verbindung notwendig ist, und wenn die Patientenzusammenarbeit
mit einem Behandlungsregime entscheidend ist. Verbindungen in transdermalen
Abgabesystemen sind häufig
an einen hauthaftenden festen Träger gebunden.
Die Verbindung von Interesse kann ebenso mit einem Penetrationsenhancer,
z. B. Azone (1-Dodecylazacycloheptan-2-on), kombiniert werden. Abgabesysteme
mit anhaltender Freisetzung werden subkutan in die subdermale Schicht
durch Chirurgie oder Injektion eingeführt. Die subdermalen Implantate
kapseln die Verbindung in eine lipidlösliche Membran, z. B. Silikongummi,
oder ein biologisch abbaubares Polymer, z. B. Polymilchsäure, ein.
-
Die
pharmazeutischen Präparate
liegen bevorzugt in Einheitsdosierungsformen vor. In dieser Form wird
das Präparat
in Einheitsdosen unterteilt, die entsprechende Mengen des Wirkstoffes
enthalten. Die Einheitsdosierungsform kann ein verpacktes Präparat sein,
wobei die Pakkung diskrete Mengen an Präparat enthält, wie verpackte Tabletten,
Kapseln und Pulver in Phiolen oder Ampullen. Ebenso kann die Einheitsdosierungsform
eine Kapsel, Tablette, ein Cachet oder eine Pastille selbst sein,
oder kann die entsprechende Anzahl jeder dieser in verpackter Form
sein.
-
Andere
geeignete pharmazeutische Träger
und ihre Formulierungen sind in Remington: The Science and Practice
of Pharmacy 1995, herausgegeben von E. W. Martin, Mack Publishing
Company, 19. Auflage, Easton, Pennsylvania beschrieben. Repräsentative
pharmazeutische Formulierungen, enthaltend eine Verbindung der vorliegenden
Erfindung, sind in den Beispielen nachstehend beschrieben.
-
BEISPIELE
-
Die
folgenden Herstellungen und Beispiele werden angegeben, um dem Fachmann
die Praxis der vorliegenden Erfindung deutlicher verständlich zu
machen. Sie sollen den Umfang der Erfindung nicht einschränken, sondern
lediglich als illustrativ und repräsentativ dafür betrachtet
werden. Herstellung
1 Methyl-carbamidsäure-tert-butylester
-
Eine
Lösung
aus Di-tert-butyldicarbonat (29,314 g, 134,27 mmol) in THF (250
ml) wurde auf 0°C
abgekühlt,
und Methylamin (71 ml, 2 M in THF) wurde durch einen Trichter zugegeben.
Nach dem Rühren
bei 0°C
für 2 Stunden
konnte sich das Reaktionsgemisch auf Raumtemperatur erwärmen, und
das Lösungsmittel wurde
unter Verwendung eines Rotationsverdampfers entfernt. Der resultierende
Rückstand
wurde durch Flashchromatographie gereinigt, wodurch Methylcarbamidsäure-tert-butylester
als ein blasses Öl
erhalten wurde (11,518 g, 65%).
1H
NMR (CDCl
3, 300 MHz) δ: 2,73 (d, 3H, J = 4,93 Hz),
1,45 (s, 9H). Herstellung
2 1-Brom-2-brommethyl-3-nitro-benzol
-
Eine
Lösung
aus 1-Brom-2-methyl-3-nitro-benzol (16,095 g, 74,5 mmol), 1-Brom-pyrrolidin-2,5-dion (13,26 g,
74,5 mmol), Benzoylperoxid (180 mg, 0,74 mmol) in CCl4 (100
ml) wurde unter Rückfluß über Nacht erwärmt. Nach
der Entfernung des Lösungsmittels
unter Verwendung eines Rotationsverdampfers wurde der Rückstand
zwischen Wasser und Ethylacetat geteilt. Die organische Schicht
wurde mit Wasser und Salzlösung gewaschen.
Nach dem Trocknen über
MgSO4 wurde die organische Fraktion im Vakuum
konzentriert, und der resultierende braune Rückstand wurde durch Flashchromatographie
gereinigt, wodurch 1-Brom-2-brommethyl-3-nitro-benzol als ein gelber
Feststoff erhalten wurde (17,55 g, 80%).
1H
NMR (CDCl3, 300 MHz) δ: 4,89 (s, 2H), 7,35 (dd, 1H,
J1 = J2 = 8,1 Hz), 7,88 (dd, 2H, J1 = 1,6 Hz, J2 = 8,1 Hz).
-
Beispiel 1
-
1-(4-Fluor-benzyl)-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-chinazolin-2-on
-
Die
in diesen Beispielen beschriebenen Syntheseverfahren wurden gemäß dem in
Schema E gezeigten Verfahren durchgeführt.
SCHEMA
E Schritt
1: 4-(2-Cyano-3-nitro-phenyl)-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester
-
1-BOC-Piperizin
(Piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester,
20,0 g, 107,4 mmol) wurde zu einer Lösung aus 2,6-Dinitrobenzonitril
(10,277 g, 53,2 mmol) in trockenem DMF (200 ml) gegeben. Nach dem
Rühren
bei 50°C über Nacht
wurde das Reaktionsgemisch auf Raumtemperatur abgekühlt und
in ein Gemisch aus Wasser/Ethylacetat gegossen. Die organische Fraktion
wurde mit Wasser und Salzlösung
gewaschen. Nach dem Trocknen über
MgSO
4 wurde die organische Fraktion im Vakuum
konzentriert und der resultierende braune Rück stand durch Flashchromatographie
gereinigt, wodurch 4-(2-Cyano-3-nitro-phenyl)-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester
als ein orangefarbener Feststoff erhalten wurde (12,172 g, 69%).
MS: (M+H)
+ 277,1, Schritt
2: 4-(3-Amino-2-cyano-phenyl)-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester
-
Der
4-(2-Cyano-3-nitro-phenyl)-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester (12,172
g, 36,6 mmol) aus Schritt 1 wurde in Ethanol (300 ml) in einem Parr-Kolben
gelöst.
Der Kolben wurde mit N
2 gespült, und
Pd/C (1,3 g) wurde zugegeben. Die Lösung wurde mit H
2 auf
eifern Parr-Apparat bei 20,68·10
4 Pa (30 psi) über Nacht behandelt. Das Gemisch
wurde durch Celite filtriert, dann mit EtOAc gewaschen. Nach der
Konzentration wurde der Rückstand
durch Flashchromatographie gereinigt, wodurch 4-(3-Amino-2-cyano-phenyl)-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester
erhalten wurde (7,585 g, 69%) MS: (M+H)
+ 303,2. Schritt
3 4-[2-Aminomethyl-3-(4-f1uor-benzylamino)-phenyl]-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester
-
Zu
einer Lösung
aus 4-(3-Amino-2-cyano-phenyl)-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester
(0,976 g, 3,23 mmol) und NEt3 (0,9 ml, 6,48
mmol) in THF (40 ml) wurde 4-Fluor-benzoylchlorid (0,42 ml, 0,355
mmol) gegeben. Die Lösung
wurde mit einem Magnetrührer
bei Raumtemperatur über
Nacht gerührt,
und das Reaktionsgemisch wurde zwischen Wasser und Ethylacetat geteilt.
Die organische Schicht wurde mit Wasser (2 × 30 ml) und Salzlösung (30
ml) gewaschen. Nach dem Trocknen über MgSO4 wurde
die organische Fraktion im Vakuum konzentriert und der resultierende
Rückstand
durch Flashchromatographie gereinigt, wodurch 4-[2-Cyano-3-(4-fluor-benzoylamino)-phenyl]-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester
als ein gelber Feststoff erhalten wurde (1,189 g, 87%). MS: (M+H)+ 425,2.
-
Die
folgenden Verbindungen wurden auf ähnliche Art und Weise, ausgehend
von 4-(3-Amino-2-cyano-phenyl)-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester
und unter Verwendung verschiedener Benzoylchloride hergestellt:
4-(3-Benzoylamino-2-cyano-phenyl)-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester,
MS (M+H)
+: 407,2;
4-[2-Cyano-3-(2-fluor-benzoylamino)-phenyl]-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester,
MS (M+H)
+: 425,2;
4-[2-Cyano-3-(3-fluor-benzoylamino)-phenyl]-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester,
MS (M+H)
+: 425,2;
4-[2-Cyano-3-(3-chlor-benzoylamino)-phenyl]-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester,
MS (M+H)
+: 441,2;
4-[2-Cyano-3-(2-chlor-benzoylamino)-phenyl]-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester,
MS (M+H)
+: 441,2;
4-[2-Cyano-3-(4-chlor-benzoylamino)-phenyl]-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester,
MS (M+H)
+: 441,2;
4-[2-Cyano-3-(3,4-difluor-benzoylamino)-phenyl]-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester,
MS (M+H)
+: 443,1;
4-[2-Cyano-3-(3,4-chlor-benzoylamino)-phenyl]-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester,
MS (M+H)
+: 475,2;
4-[2-Cyano-3-(2,3-difluor-benzoylamino)-phenyl]-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester,
MS (M+H)
+: 443,1;
4-[2-Cyano-3-(2,3-chlor-benzoylamino)-phenyl]-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester,
MS (M-H)
–:
473,2;
4-[3-(3-Chlor-2-fluor-benzoylamino)-2-cyano-phenyl]-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester,
MS (M+H)
+: 459,2;
4-[2-Cyano-3-(2-methyl-benzoylamino)-phenyl]-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester,
MS (M+H)
+: 365,2; und
4-[2-Cyano-3-(3-methyl-benzoylamino)-phenyl]-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester. Schritt
4 4-[2-Aminomethyl-3-(2-fluor-benzylamino)-phenyl]-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester
-
Zu
einer Lösung
aus 4-[2-Cyano-3-(2-fluorbenzoylamino)-phenyl]-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester (1,282
g, 3,02 mmol) wurde BH3·DMS (10M in THF) gegeben.
Nach dem Erwärmen
bei 70°C
in einem offenen Kolben für
20 Minuten zum Entfernen des Dimethylsulfids wurde die Reaktion
dann unter Rückfluß 4 Stunden
erwärmt.
Zu der gekühlten
Lösung
wurde langsam MeOH gegeben und das resultierende Gemisch bei Raumtemperatur
für eine
Stunde gerührt.
Das Reaktionsgemisch wurde zwischen Wasser und Ethylacetat geteilt.
Die organische Schicht wurde mit Wasser und Salzlösung gewaschen.
Nach dem Trocknen über MgSO4 wurde die organische Fraktion im Vakuum
konzentriert und der resultierende braune Rückstand durch Flashchromatographie
gereinigt, wodurch 4-[2-Aminomethyl-3-(2-fluorbenzylamino)-phenyl]-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester
als ein gelber Feststoff erhalten wurde (858 mg, 67%). MS (M+H)+: 415,3.
-
Die
folgenden Verbindungen wurden auf ähnliche Art und Weise hergestellt:
4-(2-Aminomethyl-3-benzylamino-phenyl)-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester,
MS (M+H)
+: 397,3;
4-[2-Aminomethyl-3-(3-fluor-benzylamino)-phenyl]-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester,
MS (M+H)
+: 415,3;
4-[2-Aminomethyl-3-(4-fluor-benzylamino)-phenyl]-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester,
MS (M+H)
+: 415,3;
4-[2-Aminomethyl-3-(2-chlor-benzylamino)-phenyl]-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester,
MS (M+H)
+: 431,3;
4-[2-Aminomethyl-3-(3-chlor-benzylamino)-phenyl]-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester,
MS (M+H)
+: 431,3;
4-[2-Aminomethyl-3-(4-chlor-benzylamino)-phenyl]-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester,
MS (M+H)
+: 431,3;
4-[2-Aminomethyl-3-(2,3-difluor-benzylamino)-phenyl]-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester, MS (M+H)
+: 433,2;
4-[2-Aminomethyl-3-(3,4-difluor-benzylamino)-phenyl]-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester, MS (M+H)
+: 433,2;
4-[2-Aminomethyl-3-(2,3-dichlor-benzylamino)-phenyl]-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester, MS (M+H)
+: 465,2;
4-[2-Aminomethyl-3-(3,4-dichlor-benzylamino)-phenyl]-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester, MS (M+H)
+: 465,2;
4-[2-Aminomethyl-3-(3-chlor-2-fluor-benzylamino)-phenyl]-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester, MS (M+H)
+: 449,2;
4-[2-Aminomethyl-3-(2-methyl-benzylamino)-phenyl]-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester, MS (M+H)
+: 411,3; und
4-[2-Aminomethyl-3-(3-methyl-benzylamino)-phenyl]-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester. Schritt
5 1-(4-Fluor-benzyl)-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-chinazolin-2-on
-
Eine
Lösung
aus 4-[2-Aminomethyl-3-(4-fluor-benzylamino)-phenyl]-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester
(255 mg, 0,62 mmol) in CH2Cl2 (6
ml) wurde auf 0°C
abgekühlt,
und NEt3 (0,19 ml, 1,36 mmol) und Triphosgen
(64 mg, 0,22 mmol) wurden zugegeben. Nach dem Rühren bei 0°C für eine halbe Stunde konnte sich
das Reaktionsgemisch auf Raumtemperatur erwärmen, und wurde zwischen Wasser
und Ethylacetat geteilt. Die organische Schicht wurde mit Wasser
und Salzlösung
gewaschen. Nach dem Trocknen über
MgSO4 wurde die organische Fraktion im Vakuum
konzentriert und der resultierende braune Rückstand durch Flashchromatographie
gereinigt, wodurch 4-[1-(4-Fluor-benzyl)-2-oxo-1,2,3,4-tetrahydro-chinazolin-5-yl]-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester
als ein gelber Feststoff erhalten wurde (179 mg, 66%).
-
Der
4-[1-(4-Fluor-benzyl)-2-oxo-1,2,3,4-tetrahydro-chinazolin-5-yl]-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester
(179 mg, 0,41 mmol) wurde in 4 ml Ethanol gelöst. Zu dieser Lösung wurde
2M ethanolische Salzsäurelösung (3
ml) gegeben. Das Reaktionsgemisch wurde bei 100°C 20 Minuten erwärmt, wonach
sich ein kristalliner Feststoff bildete. Die Lösung konnte sich auf Raumtemperatur
abkühlen,
und 77 mg 1-(4-Fluor-benzyl)-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-chinazolin-2-on,
Hydrochloridsalz wurden als ein hellgelbes Pulver gesammelt. MS
(M+H)+: 341.
-
Die
folgenden Verbindungen wurden auf ähnliche Art und Weise hergestellt:
1-(2-Fluor-benzyl)-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-chinazolin-2-on,
Hydrochloridsalz MS (M+H)+: 341;
1-(3-Fluor-benzyl)-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-chinazolin-2-on,
Hydrochloridsalz MS (M+H)+: 341;
1-(2-Chlor-benzyl)-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-chinazolin-2-on,
Hydrochloridsalz MS (M+H)+: 357;
1-(3-Chlor-benzyl)-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-chinazolin-2-on,
Hydrochloridsalz MS (M+H)+: 357;
1-(4-Chlor-benzyl)-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-chinazolin-2-on,
Hydrochloridsalz MS (M+H)+: 357;
1-(3,4-Difluor-benzyl)-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-chinazolin-2-on,
Hydrochloridsalz MS (M+H)+: 359;
1-(2,3-Difluor-benzyl)-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-chinazolin-2-on,
Hydrochloridsalz MS (M+H)+: 359;
1-(2,3-Dichlor-benzyl)-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-chinazolin-2-on,
Hydrochloridsalz MS (M+H)+: 391;
1-(3,4-Dichlor-benzyl)-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-chinazolin-2-on,
Hydrochloridsalz MS (M+H)+: 391;
1-(3-Chlor-2-fluor-benzyl)-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-chinazolin-2-on,
Hydrochloridsalz MS (M+H)+: 375;
1-(2-Methyl-benzyl)-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-chinazolin-2-on,
Hydrochloridsalz MS (M+H)+: 337 und
1-(2-Methyl-benzyl)-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-chinazolin-2-on,
Hydrochloridsalz MS (M+H)+: 337.
-
Unter
Verwendung des Verfahrens aus Beispiel 1, jedoch unter Ersetzen
des 2,6-Dinitrobenzonitrils in Schritt 1 durch 4-Methyl-2,6-dinitro-benzonitril,
4-Ethyl-2,6-dinitro-benzonitril und 4-Trifluormethyl-2,6-dinitro-benzonitril,
wurden weitere Verbindungen hergestellt, und diese sind in Tabelle
1 gezeigt. Beispiel
2 1-Benzyl-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-benzo[1,2,6]thiadiazin-2,2-dioxid
-
Zu
einer Lösung
aus 4-(2-Aminomethyl-3-benzylamino-phenyl)-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester (245
mg, 0,62 mmol, aus Schritt 4 von Beispiel 1) in Pyridin (6 ml) wurde
Sulfamid (178 mg, 1,85 mmol) gegeben. Das Reaktionsgemisch wurde
dann unter Rückfloß über Nacht
erwärmt
und auf Raumtemperatur abgekühlt.
Dem Gemisch wurden 2N HCl-Lösung und
Ethylacetat zugegeben, und die organische Schicht wurde mit 2N HCl-Lösung, Wasser
und Salzlösung
gewaschen. Nach dem Trocknen über
MgSO4 wurde die organische Fraktion im Vakuum
konzentriert und der resultierende braune Rückstand durch Flashchromatographie gereinigt,
wodurch das boc-geschützte
Produkt als ein gelber Feststoff erhalten wurde (124 mg, 44%). Dieses Zwischenprodukt
wurde in 3 ml Ethanol gelöst,
dieser Lösung
wurde 2M ethanolische Salzsäurelösung (2
ml) zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde bei 100°C 20 Minuten
erwärmt,
wonach sich ein kristalliner Feststoff bildete. Die Lösung konnte
sich auf Raumtemperatur abkühlen,
und 90 mg 1-Benzyl-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-benzo[1,2,6]thiadiazin-2,2-dioxid,
Hydrochloridsalz wurden als ein grau-weißes Pulver gesammelt. MS (M+H)+: 359.
-
Die
folgenden Verbindungen wurden auf ähnliche Art und Weise hergestellt:
1-(2-Fluor-benzyl)-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-benzo[1,2,6]thiadiazin-2,2-dioxid,
Hydrochloridsalz. MS (M+H)+: 377.
1-(3-Fluor-benzyl)-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-benzo[1,2,6]thiadiazin-2,2-dioxid,
Hydrochloridsalz. MS (M+H)+: 377.
1-(4-Fluor-benzyl)-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-benzo[1,2,6]thiadiazin-2,2-dioxid,
Hydrochloridsalz. MS (M+H)+: 377.
1-(2-Chlor-benzyl)-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-benzo[1,2,6]thiadiazin-2,2-dioxid,
Hydrochloridsalz. MS (M+H)+: 393.
1-(3-Chlor-benzyl)-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-benzo[1,2,6]thiadiazin-2,2-dioxid,
Hydrochloridsalz. MS (M+H)+: 393.
1-(4-Chlor-benzyl)-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-benzo[1,2,6]thiadiazin-2,2-dioxid,
Hydrochloridsalz. MS (M+H)+: 393.
1-(2,3-Difluor-benzyl)-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-benzo[1,2,6]thiadiazin-2,2-dioxid,
Hydrochloridsalz. MS (M+H)+: 395.
1-(3,4-Difluor-benzyl)-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-benzo[1,2,6]thiadiazin-2,2-dioxid,
Hydrochloridsalz. MS (M+H)+: 395.
1-(2,3-Dichlor-benzyl)-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-benzo[1,2,6]thiadiazin-2,2-dioxid,
Hydrochloridsalz. MS (M+H)+: 427.
1-(3,4-Dichlor-benzyl)-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-benzo[1,2,6]thiadiazin-2,2-dioxid,
Hydrochloridsalz. MS (M+H)+: 427.
1-(3-Chlor-2-fluor-benzyl)-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-benzo[1,2,6]thiadiazin-2,2-dioxid,
Hydrochloridsalz. MS (M+H)+: 411; und
1-(2-Methyl-benzyl)-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-benzo[1,2,6]thiadiazin-2,2-dioxid,
Hydrochloridsalz. MS (M+H)+: 373.
-
Beispiel 3
-
1-(3-Fluor-benzyl)-3-methyl-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-chinazolin-2-on
-
Die
in diesem Beispiel beschriebenen Syntheseverfahren wurden gemäß dem in
Schema F gezeigten Verfahren durchgeführt.
SCHEMA
F Schritt
1 (2-Brom-6-nitro-benzyl)-methyl-carbamidsäure-tert-butylester
-
Zu
einer Lösung
aus Methyl-carbamidsäure-tert-butylester
aus Herstellung 1 (5,347 g, 40,76 mmol) in 200 ml wasserfreiem Dimethylformamid
wurde Natriumhydrid (2 g einer 60%igen Suspension in Mineralöl, 50 mmol)
portionsweise bei 0°C
gegeben. Die Lösung
wurde mit einem Magnetrührer
bei 0°C
30 Minuten gerührt, wonach
das anfängliche
Abgasen beendet war. 1-Brom-2-brommethyl-3-nitro-benzol (12 g, 40,7
mmol) wurde in einer Portion zugegeben, und das Reaktionsgemisch
wurde bei 0°C
eine Stunde gerührt.
Die Lösung
konnte sich auf Raumtemperatur erwärmen, und das Reaktionsgemisch
wurde zwischen Wasser und Ethylacetat geteilt. Die wässerige
Schicht wurde mit Ethylacetat extrahiert, und die vereinigten organischen
Fraktionen wurden mit Wasser und Salzlösung gewaschen. Nach dem Trocknen über MgSO
4 wurde die organische Fraktion im Vakuum
konzentriert und der resultierende braune Rückstand durch Flashchromatographie
gereinigt, wodurch (2-Brom-6-nitro-benzyl)-methyl-carbamidsäure-tert-butylester
als ein gelbes Öl
erhalten wurde (11,761 g, 84%). MS: (M+H)
+ 345,1. Schritt
2 (2-Amino-6-brom-benzyl)-methyl-carbamidsäure-tert-butylester
-
Zu
einer warmen Lösung
aus (2-Brom-6-nitro-benzyl)-methyl-carbamidsäure-tert-butylester aus Herstellung
2 (589 mg, 1,71 mmol) und einer kleinen (katalytischen) Menge Ra(Ni)
in THF/MeOH (8 ml/9 ml) wurde H
2NNH
2 (110 μl,
3,5 mmol) gegeben. Unter Rühren
wurde die Lösung
unter Rückfluß eine Stunde
erwärmt
und konnte sich auf Raumtemperatur abkühlen. Das Reaktionsgemisch
wurde durch Celite filtriert und mit Ethylacetat gewaschen. Das
konzentrierte Filtrat wurde durch Flashchromatographie gereinigt,
wodurch (2-Amino-6-brom-benzyl)-methyl-carbamidsäure-tert-butylester
erhalten wurde (371 mg, 69%).
1H NMR
(CDCl
3, 300 MHz) δ: 1,48 (s, 9H), 2,80 (s, 3H),
4,67 (s, 2H), 6,56 (m, 1H), 6,90 (m, 2H). Schritt
3 3-Brom-2-methylaminomethyl-phenylamin
-
(2-Amino-6-brom-benzyl)-methyl-carbamidsäure-tert-butylester
(371 mg) wurde in 50 ml Ethanol gelöst. Zu dieser Lösung wurde
2M ethanolische Salzsäurelösung (10
ml) gegeben. Das Reaktionsgemisch wurde bei 100°C 30 Minuten erwärmt, wonach
die Entschützung
beendet war. Die Lösung
konnte sich auf Raumtemperatur abkühlen und wurde in das Gemisch
aus gesättigter
NaHCO
3-Lösung
und Ethylacetat gegossen. Die wässerige
Schicht wurde dreimal mit EtOAc extrahiert und die organischen Fraktionen
konzentriert, wodurch 3-Brom-2-methylaminomethyl-phenylamin als
ein braunes Öl
erhalten wurde (1,938 g, 76%). MS: (M+H)
+ 217,1. Schritt
4 5-Brom-3-methyl-3A-dihydro-1H-chinazolin-2-on
-
Zu
einer Lösung
aus 3-Brom-2-methylaminomethyl-phenylamin (1,153 g, 5,36 mmol) in
CH
2Cl
2 (50 ml) wurden
NEt
3 (1,5 ml, 10,76 mmol), Triphosgen (555
mg, 1,87 mmol) bei 0°C
gegeben. Die Reaktion konnte sich auf Raumtemperatur erwärmen und
wurde über
Nacht gerührt.
Nachdem das Lösungsmittel
unter Verwendung eines Rotationsverdampfers entfernt worden war,
wurde der Rückstand
zwischen Wasser und Ethylacetat geteilt. Die organische Schicht
wurde mit H
2O und Salzlösung gewaschen. Nach dem Trocknen über MgSO
4 wurde die organische Fraktion im Vakuum
konzentriert und der resultierende braune Rückstand durch Flashchromatographie
gereinigt, wodurch 5-Brom-3-methyl-3,4-dihydro-1H-chinazolin-2-on als weißer Feststoff
erhalten wurde. (650 mg, 50%) MS: (M+H)
+ 241,1. Schritt
5 5-Brom-1-(3-fluor-benzyl)-3-methyl-3A-dihydro-1H-chinazolin-2-on
-
Zu
einer Lösung
aus 5-Brom-3-methyl-3,4-dihydro-1H-chinazolin-2-on (132 mg, 0,55
mmol) in 5 ml wasserfreiem Dimethylformamid wurde Natriumhydrid
(33 mg einer 60%igen Suspension in Mineralöl, 0,83 mmol) portionsweise
bei 0°C
gegeben. Die Lösung
wurde mit einem Magnetrührer
bei 0°C
20 Minuten gerührt, wonach
das anfängliche
Abgasen endete. 3-Fluorbenzylbromid (0,08 ml, 0,65 mmol) wurde in
einer Portion zugegeben und das Reaktionsgemisch bei 0°C eine Stunde
gerührt.
Die Lösung
konnte sich auf Raumtemperatur er wärmen, und das Reaktionsgemisch
wurde zwischen Wasser und Ethylacetat geteilt. Die wässerige Schicht
wurde mit Ethylacetat extrahiert, und die vereinigten organischen
Fraktionen wurden mit Wasser und Salzlösung gewaschen. Nach dem Trocknen über MgSO4 wurde die organische Fraktion im Vakuum
konzentriert und der resultierende Rückstand durch Flashchromatographie
gereinigt, wodurch 156 mg 5-Brom-1-(3-fluor-benzyl)-3-methyl-3,4-dihydro-1H-chinazolin-2-on
als ein gelber Feststoff erhalten wurden (81%). MS: 349,1 (M+H)+.
-
Die
folgenden Verbindungen wurden auf ähnliche Art und Weise hergestellt:
1-Benzyl-5-brom-3-methyl-3,4-dihydro-1H-chinazolin-2-on.
MS: 333,0 (M+H)
+.
5-Brom-1-(2-fluor-benzyl)-3-methyl-3,4-dihvdro-1H-chinazolin-2-on.
MS: 349,1 (M+H)
+.
5-Brom-1-(4-fluor-benzyl)-3-methyl-3,4-dihvdro-1H-chinazolin-2-on.
MS: 351,1 (M+H)
+ 3-(5-Brom-3-methyl-2-oxo-3,4-dihvdro-2H-chinazolin-1-ylmethyl)-benzonitril.
MS: 356,1 (M+H)
+ Schritt
6 1-(3-Fluor-benzyl)-3-methyl-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-chinazolin-2-on
-
Eine
Lösung
aus 5-Brom-1-(3-fluor-benzyl)-3-methyl-3,4-dihvdro-1H-chinazolin-2-on
(156 mg, 0,45 mmol) und 1-Boc-piperazin (100 mg, 0,54 mmol) in 1
ml Toluol wurde einem Gemisch aus Pd2(dba)3 (8 mg, 0,009 mmol), BINAP (2,2'-Bis(diphenylphosphino)-1,1'-binaphthyl) (14
mg, 0,022 mmol) und NaOt-Bu (65 mg, 0,67 mmol) zugegeben. Unter
Rühren
wurde die Lösung
bei 95°C–100°C 1 Stunde
erwärmt
und konnte sich auf Raumtemperatur abkühlen. Das Reaktionsgemisch
wurde durch Celite filtriert und mit Ethylacetat gewaschen. Das
Filtrat wurde mit Wasser und Salzlösung gewaschen. Nach dem Trocknen über MgSO4 wurde die organische Fraktion im Vakuum
konzentriert und der resultierende braune Rückstand wurde durch präp. DC gereinigt,
wodurch 72 mg 4-[1-(3-Fluor-benzyl)-3-methyl- 2-oxo-1,2,3,4-tetrahydro-chinazolin-5-yl]-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester
als gelber Feststoff erhalten wurden (75 mg, 35%).
-
Der
4-[1-(3-Fluor-benzyl)-3-methyl-2-oxo-1,2,3,4-tetrahydro-chinazolin-5-yl]-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester
(75 mg, 0,16 mmol) wurde in 4 ml Ethanol gelöst. Zu dieser Lösung wurde
2M ethanolische Salzsäurelösung (2
ml) gegeben. Das Reaktionsgemisch wurde bei 100°C 20 Minuten erwärmt, wonach
sich ein kristalliner Feststoff bildete. Die Lösung konnte sich auf Raumtemperatur
abkühlen,
und 45 mg 1-(3-Fluorbenzyl)-3-methyl-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-chinazolin-2-on,
Hydrochloridsalz wurden als ein hellgelbes Pulver gesammelt. MS:
355 (M+H)+.
-
Die
folgenden Verbindungen wurden auf ähnliche Art und Weise hergestellt:
1-Benzyl-3-methyl-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-chinazolin-2-on,
Hydrochloridsalz. MS: 337 (M+H)+;
1-(2-Fluor-benzyl)-3-methyl-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-chinazolin-2-on,
Hydrochloridsalz. MS: 355 (M+H)+;
1-(4-Fluor-benzyl)-3-methyl-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-chinazolin-2-on,
Hydrochloridsalz. MS: 355 (M+H)+; und
3-(3-Methyl-2-oxo-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-2H-chinazolin-1-ylmethyl)-benzonitril,
Hydrochloridsalz. MS: 362 (M+H)+.
-
Unter
Verwendung der geeigneten geschützten
Amine in Schritt 1 anstelle des Methylcarbamidsäure-tert-butylesters wurden
die folgenden Verbindungen hergestellt:
3-Ethyl-1-(4-fluor-benzyl)-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-chinazolin-2-on,
Hydrochloridsalz. MS: 368 (M+H)+;
2-(1-Benzyl-2-oxo-5-piperazin-1-yl-1,4-dihydro-2H-chinazolin-3-yl)-acetamid,
Hydrochloridsalz. MS: 379 (M+H)+;
1-Benzyl-3-ehyl-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-chinazolin-2-on,
Hydrochloridsalz. MS: 350 (M+H)+;
2-[1-(3-Fluor-benzyl)-2-oxo-5-piperazin-1-yl-1,4-dihydro-2H-chinazolin-3-yl]acetamid,
Hydrochloridsalz. MS: 398 (M+H)+;
1-Benzyl-3-isopropyl-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-chinazolin-2-on,
Hydrochloridsalz. MS: 364 (M+H)+;
1-(2-Fluor-benzyl)-3-isopropyl-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-chinazolin-2-on,
Hydrochloridsalz. MS: 382 (M+H)+;
1-(3-Chlor-benzyl)-3-isopropyl-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-chinazolin-2-on,
Hydrochloridsalz. MS: 398 (M+H)+;
1-(2,3-Difluor-benzyl)-3-isopropyl-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-chinazolin-2-on,
Hydrochloridsalz. MS: 400 (M+H)+;
1-(4-Fluor-benzyl)-3-isopropyl-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-chinazolin-2-on,
Hydrochloridsalz. MS: 382 (M+H)+; und
1-(3-Fluor-benzyl)-3-isopropyl-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-chinazolin-2-on,
Hydrochloridsalz. MS: 382 (M+H)+.
-
Beispiel 4
-
1-Benzyl-3-methyl-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-benzo[1,2,6]thiadiazin-2,2-dioxid,
Hydrochloridsalz. MS: 373 (M+H)+
-
Die
in diesem Beispiel beschriebenen Syntheseverfahren wurden gemäß dem in
Schema G gezeigten Verfahren durchgeführt.
SCHEMA
G Schritt
1 5-Brom-3-methyl-3,4-dihydro-1H-benzo[1,2,6]thiadiazin-2,2-dioxid
-
Zu
einer Lösung
aus 3-Brom-2-methylaminomethyl-phenylamin aus Schritt 3 von Beispiel
3 (2,615 g, 12,2 mmol) in Pyridin (50 ml) wurde Sulfamid (3,5 g,
36,4 mmol) gegeben. Die Lösung
wurde unter Rückfluß über Nacht
erwärmt,
und das abgekühlte
Reaktionsgemisch wurde zwischen 2N HCl-Wasser-Lösung und Ethylacetat geteilt.
Die organische Schicht wurde mit 2N HCl-Lösung, Wasser, Salzlösung gewaschen.
Nach dem Trocknen über
MgSO
4 wurde die organische Fraktion im Vakuum
konzentriert und der resultierende braune Rückstand durch Flashchromatographie
gereinigt, wodurch 5-Brom-3-methyl-3,4-dihydro-1H-benzo[1,2,6]thiadiazin-2,2-dioxid
als ein weißer
Feststoff erhalten wurde (2,32 g, 69%) MS: (M+H)
+ 277,1. Schritt
2 1-Benzyl-5-brom-3-methyl-3,4-dihydro-1H-benzo[1,2,6]thiadiazin-2,2-dioxid
-
Das
Benzylierungsverfahren aus Schritt 5 von Beispiel 3 wurde unter
Erhalt von 1-Benzyl-5-brom-3-methyl-3,4-dihydro-1H-benzo[1,2,6]thiadiazin-2,2-dioxid,
MS: 367,0 (M+H)
+, verwendet. Schritt
3 1-Benzyl-3-methyl-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-benzo[1,2,6]thiadiazin-2,2-dioxid
-
Das
Kreuzkopplungsaminierungsverfahren aus Schritt 6 von Beispiel 3
wurde unter Erhalt von 1-Benzyl-3-methyl-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-benzo[1,2,6]thiadiazin-2,2-dioxid,
MS: 373 (M+H)+, verwendet.
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Beispiel 5
-
1-Benzyl-5-piperazin-1-yl-1,4-dihydro-benzo[d][1‚3]oxazin-2-on
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Die
in diesem Beispiel beschriebenen Syntheseverfahren wurden gemäß dem in
Schema H gezeigten Verfahren durchgeführt.
SCHEMA
H Schritt
1 Essigsäure-2-brom-6-nitro-benzylester
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Zu
einer Lösung
aus 1-Brom-2-brommethyl-3-nitro-benzol (3,39 g, 11,53 mmol) in DMF
(50 ml) wurde KOAc (7,6 g, 77,4 mmol) zugegeben. Die Reaktion wurde
bei 70°C
eine Stunde erwärmt.
Nach dem Abkühlen auf
Raumtemperatur wurde das Gemisch zwischen Wasser und Ethylacetat
geteilt. Die organische Schicht wurde mit Wasser und Salzlösung gewaschen
und über
MgSO
4 getrocknet. Der Essigsäure-2-brom-6-nitro-benzylester
(3,1 g) wurde als ein braunes Öl
nach der Konzentration unter Vakuum (~ 100%) erhalten.
1H NMR
(CDCl
3, 300 MHz) δ: 2,06 (s, 3H), 5,46 (s, 2H),
7,377 (t, J = 8,1 Hz), 7,778 (dd, J = 1,23 Hz, 8,14 Hz), 7,856 (dd,
J = 1,23 Hz, 8,07 Hz). Schritt
2 2-Brom-6-nitro-phenylmethanol
-
Zu
einer Lösung
aus Essigsäure-2-brom-6-nitro-benzylester
(536 mg, 1,96 mmol) in Wasser (20 ml) wurde KOH-Lösung (10%,
1,5 ml) gegeben. Die Reaktion wurde unter Rückfluß über Nacht erwärmt. Nach dem
Abkühlen
auf Raumtemperatur wurde das Reaktionsgemisch mit Ethylacetat extrahiert.
Die vereinigten Extrakte wurden mit MgSO
4 behandelt
und unter Vakuum konzentriert, was (2-Brom-6-nitro-phenyl)-methanol (389
mg, 86%) als einen gelben Feststoff ergab.
1H
NMR (CDCl
3, 300 MHz) δ: 4,93 (d, J = 7,43 Hz), 7,354
(t, J = 8,10 Hz), 7,84 (dd, J = 1,23 Hz, 8,17 Hz), 7,89 (dd, J =
1,22 Hz, 8,03 Hz). Schritt
3 (2-Amino-6-brom-phenyl)-methanol
-
Zu
einer warmen Lösung
aus (2-Brom-6-nitro-phenyl)-methanol (751 mg, 3,24 mmol) und einer
katalytischen Menge Raney(Ni) in THF/MeOH (10 ml/10 ml) wurde H
2NNH
2 (0,2 ml, 6,37
mmol) gegeben. Unter Rühren
wurde die Lösung
unter Rückfluß eine Stunde
erwärmt
und konnte sich auf Raumtemperatur abkühlen. Das Reaktionsgemisch
wurde durch Celite filtriert und mit Ethylacetat gewaschen. Das
konzentrierte Filtrat wurde durch Flashchromatographie gereinigt,
was (2-Amino-6-brom-phenyl)-methanol ergab (549 mg, 84%). MS: 202,1
(M+H)
+. Schritt
4 5-Brom-1,4-dihydro-benzo[d][1,3]oxazin-2-on
-
Eine
Lösung
aus (2-Amino-6-brom-phenyl)-methanol (549 mg, 2,72 mmol) und Triphosgen
(282 mg, 0,95 mmol) in THF (20 ml) wurde bei 50°C eine Stunde erwärmt. Nach
dem Abkühlen
auf Raumtemperatur wurde das Reaktionsgemisch zwischen Wasser und
Ethylacetat geteilt. Die organische Schicht wurde mit Wasser und
Salzlösung
gewaschen. Nach dem Trocknen über
MgSO
4 wurde die Lösung unter Vakuum konzentriert,
was 5-Brom-1,4-dihydrobenzo[d][1,3]oxazin-2-on (582 mg, 94%) als
einen weißen
Feststoff ergab. MS: 226,1 (M-H)
–. Schritt
5 4-(2-Oxo-1,4-dihydro-2H-benzo[d][1,3]oxazin-5-yl)-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester
-
Eine
Lösung
aus 5-Brom-1,4-dihydro-benzo[d][1,3]oxazin-2-on (96 mg, 0,42 mmol)
und 1-Boc-piperazin (100 mg, 0,54 mmol) in 2 ml Toluol wurde einem
Gemisch aus Pd
2(dba)
3 (8
mg, 0,009 mmol), BINAP (13 mg, 0,022 mmol), NaOt-Bu (121 mg, 1,26
mmol) zugegeben. Unter Rühren
wurde die Lösung
bei 95 bis 100°C 4
Stunden erwärmt
und konnte sich auf Raumtemperatur abkühlen. Das Reaktionsgemisch
wurde durch Celite filtriert und mit Ethylacetat gewaschen. Das
Filtrat wurde mit Wasser und Salzlösung gewaschen. Nach dem Trocknen über MgSO
4 wurde die organische Fraktion im Vakuum
konzentriert, und der resultierende braune Rückstand wurde durch präp. DC gereinigt,
was 43 mg 4-(2-Oxo-1,4-dihydro-2H-benzo[d][1,3]oxazin-5-yl)-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester
als einen gelben Feststoff (31%) ergab. Schritt
6 1-Benzyl-5-piperazin-1-yl-1,4-dihydro-benzo[d][1,3]oxazin-2-on
-
Zu
einer Lösung
aus 4-(2-Oxo-1,4-dihydro-2H-benzo[d][1,3]oxazin-5-yl)-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester
(43 mg, 0,13 mmol) in 2 ml wasserfreiem Dimethylformamid wurde Natriumhydrid
(8 mg einer 60%igen Suspension in Mineralöl, 0,2 mmol) portionsweise
bei 0°C
gegeben. Die Lösung
wurde mit einem Magnetrührer
bei 0°C
für 20
Minuten gerührt,
wonach das anfängliche
Abgasen endete. Benzylbromid (0,02 ml, 0,17 mmol) wurde in einer
Portion zugegeben, und das Reaktionsgemisch wurde bei 0°C eine Stunde
gerührt. Die
Lö sung
konnte sich auf Raumtemperatur erwärmen, und das Reaktionsgemisch
wurde zwischen Wasser und Ethylacetat geteilt. Die wässerige
Schicht wurde mit Ethylacetat extrahiert und die vereinigten organischen Fraktionen
mit Wasser und Salzlösung
gewaschen. Nach dem Trocknen über
MgSO
4 wurde die organische Fraktion im Vakuum
konzentriert und der resultierende braune Rückstand durch präp. DC gereinigt,
was 33 mg 4-(1-Benzyl-2-oxo-1,4-dihydro-2H-benzo[d][1,3]oxazin-5-yl)-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester
als einen weißen
Feststoff (60%) ergab. MS: 424 (M+H)
+. Schritt
7 1-Benzyl-5-piperazin-1-yl-1,4-dihydro-benzo[d][1,3]oxazin-2-on
-
4-(1-Benzyl-2-oxo-1,4-dihydro-2H-benzo[d][1,3]oxazin-5-yl)-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester (33 mg,
0,08 mmol) wurde in 4 ml Ethanol gelöst. Dieser Lösung wurde
2M ethanolische Salzsäurelösung (1 ml)
zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde bei 100°C 20 Minuten erwärmt, wonach
sich ein kristalliner Feststoff bildete. Die Lösung konnte sich auf Raumtemperatur
abkühlen,
und 13 mg 1-Benzyl-5-piperazin-1-yl-1,4-dihydro-benzo-[d][1,3]oxazin-2-on,
Hydrochloridsalz wurden als ein hellgelbes Pulver gesammelt, MS:
324 (M+H)+.
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Die
folgenden Verbindungen wurden auf ähnliche Art und Weise hergestellt:
1-(2-Fluor-benzyl)-5-piperazin-1-yl-1,4-dihydro-benzo[d][1,3]oxazin-2on,
Hydrochloridsalz.
MS: 342 (M+H)+; und
1-(3-Fluor-benzyl)-5-piperazin-1-yl-1,4-dihydro-benzo[d][1,3]oxazin-2-on,
Hydrochloridsalz.
MS: 342 (M+H)+.
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Beispiel 6
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1-Benzyl-6-fluor-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-chinazolin-2-on
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Die
in diesem Beispiel beschriebenen Syntheseverfahren wurden gemäß dem in
Schema I gezeigten Verfahren durchgeführt.
SCHEMA
I Schritt
1 4-(2-Cyano-3,6-difluor-phenyl)-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester
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Zu
1,0 g (6,36 mmol) 2,3,6-Trifluorbenzonitril, gelöst in 10 ml DMF, wurden 1,05
g (1,2 Äqu.,
7,63 mmol) Kaliumcarbonat und 1,18 g (1 Äqu., 6,36 mmol) Piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester
gegeben. Das Gemisch wurde 30 Minuten bis zum Abschluß der Reaktion
gerührt,
zwischen Ethylacetat und Wasser geteilt, über Magnesiumsulfat getrocknet
und unter reduziertem Druck konzentriert. Säulenchromatographie unter Elution
mit Ethylace tat/Hexanen ergab 665 mg 4-(2-Cyano-3,6-difluor-phenyl)-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester. Schritt
2 4-(3-Benzylamino-2-cyano-6-fluor-phenyl)-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester
-
Zu
655 mg (2,03 mmol) 4-(2-Cyano-3,6-difluor-phenyl)-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester,
gelöst in
10 ml DMF, wurden 560 mg (2 Äqu.,
4,06 mmol) Kaliumcarbonat und 243 μl (1,1 Äqu., 2,22 mmol) Benzylamin
gegeben. Das Gemisch wurde für
5 Tage auf 100°C
erwärmt,
auf Raumtemperatur abgekühlt
und zwischen Ethylacetat und Wasser geteilt, über Magnesiumsulfat getrocknet
und konzentriert. Der 4-(3-Benzylamino-2-cyano-6-fluor-phenyl)-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester
(288 mg) wurde aus Dichlormethan/Hexanen ausgefällt. Schritt
3 4-(2-Aminomethyl-3-benzylamino-6-fluor-phenyl)-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester
-
Zu
288 mg (0,7 mmol) 4-(3-Benzylamino-2-cyano-6-fluor-phenyl)-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester,
gelöst
in 7 ml Tetrahydrofuran, wurden 1,4 ml (2 Äqu., 1,4 mmol, 1M in Tetrahydrofuran)
Boran gegeben. Das Gemisch wurde 10 Stunden unter Rückfluß erwärmt und
mit Methanol gequencht, zwischen Ethylacetat und Wasser geteilt, über Magnesiumsulfat
getrocknet und konzentriert, was einen rohen 4-(2-Aminomethyl-3-benzylamino-6-fluor-phenyl)-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester
ergab, der direkt im nächsten Schritt
verwendet wurde. Schritt
4 4-(1-Benzol-6-fluor-2-oxo-1,2,3,4-tetrahydro-chinazolin-5-yl)-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester

Der rohe 4-(2-Aminomethyl-3-benzylamino-6-fluor-phenyl)-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester aus Schritt
3 wurde in 10 ml Dichlormethan gelöst und auf 0°C abgekühlt. Triethylamin
(293 μl,
3 Äqu.,
2,1 mmol) und 69 mg (1 Äqu.,
0,233 mmol) Triphosgen wurden zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde
10 Minuten gerührt.
Das Gemisch wurde zwischen Ethylacetat und Wasser geteilt, über Magnesiumsulfat
getrocknet und konzentriert. Säulenchromatographie
unter Elution mit Aceton/Dichlormethan ergab 141 mg 4-(1-Benzyl-6-fluor-2-oxo-1,2,3,4-tetrahydro-chinazolin-5-yl)-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester. Schritt
5 1-Benzyl-6-fluor-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-chinazolin-2-on
-
Der
4-(1-Benzyl-6-fluor-2-oxo-1,2,3,4-tetrahydro-chinazolin-5-yl)-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester (141
mg) wurde in 4 ml 2N HCl/Ethanol gelöst und für 20 Minuten auf 80°C erwärmt, dann
auf Raumtemperatur abgekühlt.
Es wurde Diethylether zugegeben, wodurch 115 mg 1-Benzyl-6-fluor-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-chinazolin-2-on,
Hydrochlorid ausfielen. Smp.: 285,6–290,0°C. MS: 341 (M+H)+.
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Beispiel 7
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1-(3-Fluor-benzyl)-7-methoxy-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-chinazolin-2-on
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Die
in diesem Beispiel beschriebenen Syntheseverfahren wurden gemäß dem in
Schema J gezeigten Verfahren durchgeführt.
SCHEMA
J Schritt
1 2-Chlor-5-fluor-1,3-dinitro-benzol
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Zu
1,9 ml (24,74 mmol) Dimethylformamid, gelöst in 20 ml Benzol, wurden
2,7 ml (37,11 mmol) Thionylchlorid gegeben. Das Gemisch wurde 10
Minuten gerührt,
und 5,0 g (24,74 mmol) 4-Fluor-2,6-dinitrophenol wurden zugegeben.
Das Gemisch wurde 6 Stunden unter Rückfluß erwärmt, abgekühlt und unter reduziertem Druck
konzentriert. Der Rückstand
wurde aus Ethanol umkristallisiert, was 2-Chlor-5-fluor-1,3-dinitro-benzol (5,39
g) ergab. Schritt
2 4-Fluor-2,6-dinitrobenzonitril
-
Zu
5,39 g (24,44 mmol) 2-Chlor-5-fluor-1,3-dinitro-benzol, gelöst in 20
ml Dimethylformamid, wurden 2,63 g (1,2 Äqu., 29,27 mmol) Kupfercyanid
gegeben. Das Gemisch wurde bei 140°C 2 Stunden gerührt, abgekühlt und
zwischen Ethylacetat und Wasser geteilt, über Magnesiumsulfat getrocknet
und unter reduziertem Druck konzentriert. Säulenchromatographie unter Elution
mit Ethylacetat/Hexanen ergab 1,44 g 4-Fluor-2,6-dinitrobenzonitril. Schritt
3 4-Methoxy-2,6-dinitrobenzonitril
-
Zu
1,92 g (9,11 mmol) 4-Fluor-2,6-dinitrobenzonitril, gelöst in 20
ml Methanol und 3 ml Dimethylformamid, bei 0°C wurden 1,87 ml (1 Äqu., 4,87
M in Methanol) Natriummethoxid über
eine Stunde zugegeben. Das Gemisch wurde eine weitere Stunde bei
0°C gerührt, zwischen
Ethylacetat und Wasser geteilt, über
Magnesiumsulfat getrocknet und unter reduziertem Druck konzentriert.
Säulenchromatographie
unter Elution mit Ethylacetat/Hexanen ergab 1,32 g 4-Methoxy-2,6-dinitrobenzonitril. Schritt
4 4-(2-Cyano-5-methoxy-3-nitro-phenyl)-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester
-
Zu
1,32 g (5,92 mmol) 4-Methoxy-2,6-dinitrobenzonitril, gelöst in 8
ml Dimethylformamid, wurden 2,2 g (2 Äqu., 11,83 mmol) Piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester
gegeben. Das Gemisch wurde auf 50°C
erwärmt
und über
Nacht gerührt,
dann zwischen Ethylacetat und Wasser geteilt, über Magnesiumsulfat getrocknet
und unter reduziertem Druck konzentriert. Säulenchromatographie unter Elution
mit Ethylacetat/Hexanen ergab 1,48 g 4-(2-Cyano-5-methoxy-3-nitro-phenyl)-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester. Schritt
5 4-(3-Amino-2-cyano-5-methoxy-phenyl)-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester
-
Zu
370 mg (1,02 mmol) 4-(2-Cyano-5-methoxy-3-nitro-phenyl)-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester,
gelöst
in 5 ml Ethanol und 5 ml Ethylacetat, wurde eine Pipette einer Raney-Nickel-Aufschlämmung in
Wasser gegeben, gefolgt von 64 μl
(2 Äqu.,
2,04 mmol) Hydrazin. Das Gemisch wurde 30 Minuten bis zum Abschluß der Reaktion
gerührt,
durch Celite filtriert und unter reduziertem Druck konzentriert,
was 300 mg eines rohen 4-(3-Amino-2-cyano-5-methoxy-phenyl)-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylesters
ergab. Schritt
6 4-(3-Benzoylamino-2-cyano-5-methoxy-phenyl)-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester
-
Zu
300 mg (0,856 mmol) des Rohproduktes 11, gelöst in 10 ml Dichlormethan,
wurden 138 μl
(2 Äqu., 1,71
mmol) Pyridin gegeben, gefolgt von 104 μl (1 Äqu., 0,856 mmol) 3-Fluorbenzoylchlorid.
Das Gemisch wurde eine Stunde gerührt, zwischen Ethylacetat und
Wasser geteilt, über
Magnesiumsulfat getrocknet und konzentriert. Säulenchromatographie unter Elution
mit Ethylacetat/Hexanen ergab 186 mg 4-(3-Benzoylamino-2-cyano-5-methoxy-phenyl)-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester. Schritt
7 4-(2-Aminomethyl-3-benzylamino-5-methoxy-phenyl)-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester
-
Zu
186 mg (0,39 mmol) 4-(3-Benzoylamino-2-cyano-5-methoxy-phenyl)-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester,
gelöst
in 10 ml Tetrahydrofuran, wurden 1,57 mM (4 Äqu., 1,57 mmol) Boran (1M in
Tetrahydrofuran) gegeben. Das Gemisch wurde über Nacht unter Rückfluß erwärmt, abgekühlt und
mit Methanol gequencht, zwischen Ethylacetat und Wasser geteilt, über Magnesiumsulfat
getrocknet und unter reduziertem Druck konzentriert, was 153 mg
eines rohen 4-(2-Aminomethyl-3-benzylamino-5-methoxy-phenyl)-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylesters
ergab. Schritt
8 4-[1-(3-Fluor-benzyl)-7-methoxy-2-oxo-1,2,3,4-tetrahydro-chinazolin-5-yl]-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester
-
4-(2-Aminomethyl-3-benzylamino-5-methoxy-phenyl)-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester
(153 mg) wurde in 6 ml Dichlormethan gelöst und auf 0°C abgekühlt. Triethylamin
(138 μl,
3 Äqu.,
0,99 mmol) und 33 mg (1 Äqu.,
0,11 mmol) Triphosgen wurden zugegeben. Die Reaktion wurde 30 Minuten
gerührt.
Das Gemisch wurde zwischen Ethylacetat und Wasser geteilt, über Magnesiumsulfat
getrocknet und unter reduziertem Druck konzentriert. Säulenchromatographie
unter Elution mit Ethylacetat/Hexanen ergab 43 mg 4-[1-(3-Fluor-benzyl)-7-methoxy-2-oxo-1,2,3,4-tetrahydro-chinazolin-5-yl]-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester. Schritt
9 1-(3-Fluor-benzyl)-7-methoxy-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-chinazolin-2-on
-
4-[1-(3-Fluor-benzyl)-7-methoxy-2-oxo-1,2,3,4-tetrahydro-chinazolin-5-yl]-piperazin-1-carbonsäure-tert-butylester
(43 mg) wurde in 4 ml 2N HCl/Ethanol gelöst und 20 Minuten auf 80°C erwärmt. Das
Reaktionsgemisch wurde auf Raumtemperatur abgekühlt und Ether wurde zugegeben,
wodurch 18 mg 1-(3-Fluor-benzyl)-7-methoxy-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-chinazolin-2-on
ausfielen. MS: 371 (M+H)+.
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Beispiel 8
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Pharmazeutische
Präparate
zur Abgabe auf verschiedenen Wegen wurden wie in den folgenden Tabellen
gezeigt formuliert. Wie in den Tabellen verwendet, ist/sind unter „Wirkstoff" oder „aktive
Verbindung" eine
oder mehrere Verbindungen der Formel I zu verstehen. Zusammensetzung zur oralen Verabreichung
| Inhaltsstoff | Gew.-% |
| Wirkstoff | 20,0% |
| Lactose | 79,5% |
| Magnesiumstearat | 0,5% |
-
Die
Inhaltsstoffe wurden gemischt und in Kapseln, die jeweils etwa 100
mg enthielten, dispensiert; eine Kapsel ist ungefär die tägliche Gesamtdosis. Zusammensetzung zur oralen Verabreichung
| Inhaltsstoff | Gew.-% |
| Wirkstoff | 20,0% |
| Magnesiumstearat | 0,5% |
| Crosscarmellosenatrium | 2,0% |
| Lactose | 76,5% |
| PVP
(Polyvinylpyrrolidin) | 1,0% |
-
Die
Inhaltstoffe wurden vereinigt und unter Verwendung eines Lösungsmittels,
wie Methanol, granuliert. Die Formulierung wurde dann getrocknet
und mit einer geeigneten Tabletttiermaschine zu Tabletten (enthaltend
etwa 20 mg Wirkstoff) geformt. Zusammensetzung zur oralen Verabreichung
| Inhaltsstoff | Menge |
| Wirkstoff | 1,0
g |
| Fumarsäure | 0,5
g |
| Natriumchlorid | 2,0
g |
| Methylparaben | 0,15
g |
| Propylparaben | 0,05
g |
| Kristallzucker | 25,5
g |
| Sorbitol
(70%ige Lösung) | 12,85
g |
| Veegum
K (Vanderbilt Co.) | 1,0
g |
| Aroma | 0,035
ml |
| Farbstoffe | 0,5
mg |
| destilliertes
Wasser | q.
s. auf 100 ml |
-
Die
Inhaltsstoffe wurden gemischt, wodurch eine Suspension zur oralen
Verabreichung gebildet wurde. Parenterale Formulierung
| Inhaltsstoff | Gew.-% |
| Wirkstoff | 0,25
g |
| Natriumchlorid | q.
s. zum isotonisch machen |
| Wasser
zur Injektion | 100
ml |
-
Der
Wirkstoff wurde in einem Teil des Wassers zur Injektion gelöst. Eine
ausreichende Menge an Natriumchlorid wurde dann unter Rühren zugegeben,
um die Lösung
isotonisch zu machen. Die Lösung
wurde mit dem Rest des Wassers zur Injektion aufgefüllt, durch
einen 0,2-Mikrometer-Membranfilter filtriert und unter sterilen
Bedingungen verpackt. Zäpfchenformulierung
| Inhaltsstoff | Gew.-% |
| Wirkstoff | 1,0% |
| Polyethylenglycol
1000 | 74,5% |
| Polyethylenglycol
4000 | 24,5% |
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Die
Inhaltsstoffe wurden zusammen geschmolzen und auf einem Dampfbad
gemischt und in Formen gegossen, die 2,5 g Gesamtgewicht enthielten. Topische Formulierung
| Inhaltsstoffe | Gramm |
| Wirkstoff | 0,2–2 |
| Span
60 | 2 |
| Tween
60 | 2 |
| Mineralöl | 5 |
| Petrolatum | 10 |
| Methylparaben | 0,15 |
| Propylparaben | 0,05 |
| BHA
(butyliertes Hydroxyanisol) | 0,01 |
| Wasser | q.
s. 100 |
-
Alle
Inhaltsstoffe, außer
Wasser, wurden vereinigt und auf etwa 60°C unter Rühren erwärmt. Eine ausreichende Menge
Wasser wurde dann bei etwa 60°C
unter kräftigem
Rühren
zugegeben, um die Inhaltsstoffe zu emulgieren, und Wasser q. s.
etwa 100 g wurde dann zugegeben.
-
Nasensprayformulierungen
-
Mehrere
wässerige
Suspensionen, enthaltend etwa 0,025 bis 0,5 Prozent aktive Verbindung,
wurden als Nasensprayformulierungen hergestellt. Die Formulierungen
enthielten gegebenenfalls inaktive Inhaltsstoffe, wie beispielsweise
mikrokristalline Cellulose, Natriumcarboxymethylcellulose, Dextrose
und dergleichen. Salzsäure
kann zugegeben werden, um den pH einzustellen. Die Nasensprayformulierungen
können über eine Nasenspraydosierpumpe
abgegeben werden, die typischerweise etwa 50 bis 100 Mikroliter
der Formulierung pro Auslösung
abgibt. Ein typischer Dosierungsplan sind 2 bis 4 Sprühungen alle
4 bis 12 Stunden.
-
Beispiel 9
-
Radioligandenbindungsstudien
-
Dieses
Beispiel veranschaulicht In-vitro-Radioligandenbindungsstudien der
Verbindung der Formel I.
-
Die
Bindungsaktivität
der Verbindungen dieser Erfindung in vitro wurde wie folgt bestimmt.
Doppelte Bestimmungen der 5-HT6-Ligandenaffinität wurden
durch das Konkurrieren um die Bindung von [3H]LSD
in Zellmembranen, die aus HEK293-Zellen stammen, welche den rekombinanten
menschlichen 5-HT6-Rezeptor stabil exprimieren,
vorgenommen. Doppelte Bestimmungen der 5-HT2A-Ligandenaffinität wurden
durch das Konkurrieren um die Bindung von [3H]Ketanserin
(3-(2-(4-(4-Fluorbenzoyl)piperidinol)ethyl)-2,4(1H,3H)-chinazolindion)
in Zellmembranen, die aus CHO-K1-Zellen stammen, die den rekombinanten
menschlichen 5-HT2A-Rezeptor stabil exprimieren,
vorgenommen. Es wurden Membranen aus HEK293-Zellinien durch das von Monsma et. al.,
Molecular Pharmacology, Bd. 43, S. 320–327 (1993) beschriebene Verfahren,
und aus CHO-K1-Zellinien, wie von Bonhaus et. al., Br. J. Pharmacol.
Jun; 115 (4): 622–8
(1995) beschrieben, hergestellt.
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Zur
Festlegung der Affinität
für den
5-HT6-Rezeptor wurden alle Bestimmungen
in Assaypuffer, enthaltend 50 mM Tris-HCl, 10 mM MgSO4,
0,5 mM EDTA, 1 mM Ascorbinsäure, pH
7,4, bei 37°C
in einem Reaktionsvolumen von 250 Mikrolitern vorgenommen. Zur Festlegung
der Affinität
für den
5-HT2A-Rezeptor wurden alle Bestimmungen
in Assaypuffer, enthaltend 50 mM Tris-HCl, 5 mM Ascorbinsäure, 4 mM
CaCl2, pH 7,4, bei 32°C in einem Reaktionsvolumen
von 250 Mikrolitern vorgenommen.
-
Assayröhrchen,
enthaltend [3H]LSD oder [3H]Ketanserin
(5 nM), Konkurrenzligand und Membran wurden in einem Schüttelwasserbad
für 75
min bei 37°C
(für 5-HT6) oder 60 min bei 32°C (für 5-HT2A)
inkubiert, auf Packard GF-B-Platten (vorgetränkt mit 0,3% PEI) unter Verwendung
eines Packard-96-Loch-Zell-Harvesters filtriert und dreimal in eiskalter
50 mM Tris-HCl gewaschen. Das gebundene [3H]LSD
oder [3H]Ketanserin wurde als radioaktive
Zählungen
pro Minute unter Verwendung eines Packard TopCount bestimmt.
-
Die
Verdrängung
von [
3H]LSD oder [
3H]Ketanserin
von den Bindungsstellen wurde durch Anpassen der Konzentrations-Bindungs-Daten
an eine 4-Parameter-logistische-Gleichung quantitativ bestimmt:
worin Hill der Hill-Anstieg
ist, [Ligand] die Konzentration des konkurrierenden Radioliganden
ist und IC
50 die Konzentration des Radioliganden
ist, die die halbmaximale spezifische Bindung des Radioliganden
erzeugt. Das spezifische Bindungsfenster ist die Differenz zwischen
Bmax und den Basisparametern.
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Unter
Verwendung der Verfahrensweisen dieses Beispiels wurden die Verbindungen
der Formel I getestet und als 5-HT6- und/oder
5-HT2A-Antagonisten ermittelt. Beispielsweise
zeigte die Verbindung 1-(2,3-Difluor-benzyl)-7-ethyl-5-piperazin-1-yl-3,4-dihydro-1H-chinazolin-2-on einen pKi von
ungefähr
9,89 für den
5-HT6-Rezeptor, und 1-(3-Chlor-benzyl)-5-piperazin-1-yl-7-trifluormethyl-3,4-dihydro-1H-chinazolin-2-on zeigte
einen pKi von ungefähr
8,89 für
den 5-HT2A-Rezeptor.
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Beispiel 10
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Wahrnehmungssteigerung
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Die
wahrnehmungssteigernden Eigenschaften der Verbindungen der Erfindung
können
in einem Wahrnehmungstiermodell überprüft werden:
das Modell der Objekterkennungsaufga be. 4 Monate alte männliche
Wistar-Ratten (Charles River, Niederlande) wurden verwendet. Verbindungen
wurden täglich
hergestellt und in physiologischer Salzlösung gelöst und bei drei Dosen getestet.
Die Verabreichung erfolgte immer i. p. (Injektionsvolumen 1 ml/kg)
60 Minuten vor T1. Scopolaminhydrobromid wurde 30 Minuten nach der
Verbindungsinjektion injiziert. Zwei gleiche Testgruppen bestanden
aus 24 Ratten und wurden durch zwei Experimentatoren getestet. Die
Testreihenfolge der Dosen wurde zufällig bestimmt. Die Experimente
wurden unter Verwendung eines Doppelblindprotokolls durchgeführt. Alle
Ratten wurden einmal mit jeder Dosis behandelt. Der entsprechende
Wahrnehmungstest wurde durchgeführt,
wie von Ennaceur, A., Delacour, J., 1988, A new one-trial test for
neurobiological studies of memory in rats. 1: Behavioral data. Behau.
Brain Res. 31, 47–59 beschrieben.
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Während die
vorliegende Erfindung anhand ihrer speziellen Ausführungsformen
beschrieben worden ist, sollte einem Fachmann selbstverständlich sein,
daß verschiedene
Veränderungen
vorgenommen und Äquivalente
ersetzt werden können. Überdies
können
viele Modifikationen zur Anpassung einer besonderen Situation, eines
besonderen Materials, einer besonderen Zusammensetzung, eines besonderen
Verfahrens, eines besonderen Verfahrensschrittes oder von -schritten
an den tatsächlichen
Sinn und Umfang der vorliegenden Erfindung vorgenommen werden.