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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Gebiet der Erfindung
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Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung betreffen im Allgemeinen Verfahren und
Vorrichtungen zum Bereitstellen einer einheitlicheren Kiesfüllung in
einem Bohrloch. Im Besonderen betrifft die Erfindung Verfahren und
Vorrichtungen zum Bereitstellen einer verbesserten Düse für eine Abzweigleitung.
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Beschreibung des Standes der
Technik
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Kohlenwasserstoffbohrungen,
insbesondere solche mit horizontalen Bohrlöchern, umfassen typischerweise
Bohrlochsieb-Abschnitte, die eine perforierte innere Leitung, welche
von einem Siebabschnitt umgeben ist, besitzen. Der Zweck des Siebes ist
es, das Strömen
von unerwünschtem
Material in das Bohrloch hinein zu unterbinden. Trotz des Bohrlochsiebes
gelangen immer noch einige Verunreinigungen und andere unerwünschte Materialien
wie Sand in das Steigrohr hinein. Die Verunreinigungen kommen natürlich vor
und werden darüber
hinaus auch als Teil des Bohrprozesses ausgebildet. Wenn geförderte Fluida
gewonnen werden, werden auch die Verunreinigungen aus dem Bohrloch
herausgepumpt und an der Oberfläche
der Bohrung gesammelt. Durch Steuern und Verringern der Menge der Verunreinigungen,
die an die Oberfläche
gepumpt werden, werden die Produktionskosten und wertvolle Zeit
des Betreibens einer Kohlenwasserstoffbohrung gleichermaßen verringert.
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Ein
Verfahren zum Verringern des Einströmens unerwünschter Verunreinigungen besteht
in einer Kiesfüllung.
Normalerweise umfasst eine Kiesfüllung
das Einbringen von Kies in einen ringförmigen Bereich, der zwischen
dem Siebabschnitt des Bohrlochsiebes und dem Bohrloch ausgebildet
ist. Beim Betrieb mit einer Kiesfüllung wird ein Schlamm aus Flüssigkeit,
Sand und Kies („Schlamm") in das Bohrloch
hinuntergepumpt, wo er mit einem Überführungswerkzeug (cross-over
tool) in den ringförmigen Bereich
umgeleitet wird. In dem Maße,
wie der Kies den Ringraum ausfüllt,
wird er dicht eingefüllt
(„gepackt”) und wirkt
zusammen mit dem Bohrlochsieb als eine zusätzliche Filterschicht, um ein
Kollabieren des Bohrloches zu verhindern und um zu vermeiden, dass
Verunreinigungen in den an die Oberfläche gepumpten Strom der geförderten
Fluida hineingelangen. Idealerweise ist der Kies über die
gesamte Länge
des Bohrlochsiebes um dieses herum gleichmäßig dicht gepackt und füllt den
Ringraum vollständig aus.
Während
des Füllens
mit Kies kann jedoch der Schlamm an Viskosität verlieren, weil Fluid in
die umgebenden Formationen oder in das Bohrlochsieb hinein verloren
geht. Der Verlust von Fluid bewirkt, dass sich Sandbrücken bilden.
Sandbrücken
sind eine Wand, die den Ringraum überbrücken und den Strom des Schlammes
stören,
wodurch verhindert wird, dass sich der Ringraum vollständig mit
Kies füllt.
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Das
Problem der Sandbrücken
wird in 1 dargestellt, welche eine Teilschnitt-Seitenansicht eines
horizontalen Bohrloches mit einem Bohrlochsieb darin darstellt.
Das Bohrlochsieb 30 ist in dem Bohrloch 14 positioniert
und grenzt an eine darum herum befindliche Kohlenwasserstoff führende Formation an.
Ein Ringraum 16 ist zwischen dem Bohrlochsieb 30 und
dem Bohrloch 14 ausgebildet. In der Figur wird der Weg
von Kies 13 dargestellt, wie dieser in Schlammform das
Steigrohr 11 herunter und durch ein Überführungswerkzeug 33 in
den Ringraum 16 gepumpt wird.
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Darüber hinaus
ist in 1 eine Formation dargestellt, die einen Bereich
eines hoch durchlässigen
Materials 15 enthält.
Der hoch durchlässige
Bereich 15 kann Flüssigkeit
aus dem Schlamm ziehen und den Schlamm somit dehydrieren. Während der Schlamm
in dem durchlässigen
Bereich 15 der Formation dehydriert, bilden die verbleibenden
festen Teilchen eine Sandbrücke 20 und
verhindern ein weiteres Füllen
des Ringraumes 16 mit Kies. Als ein Ergebnis der Sandbrücke ist
es wahrscheinlicher, dass Teilchen, die aus der Formation in das
Bohrloch hineingelangt sind, in die Steigleitung und zu der Oberfläche der
Bohrung gelangen. Die Teilchen können sich
des Weiteren mit hoher Geschwindigkeit bewegen und es ist daher
wahrscheinlicher, dass sie die Komponenten des Bohrlochsiebes beschädigen und verschleißen.
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Als
Reaktion auf das Problem der Sandbrücken wurden Abzweigleitungen
entwickelt, die einen alternativen Weg für den Kies um eine Sandbrücke herum
erzeugen. Wenn gemäß dieser
herkömmlichen
Lösung
ein Sandschlamm auf eine Sandbrücke trifft,
dringt der Schlamm in eine Vorrichtung ein, bewegt sich in einer
Leitung fort, wodurch die Sandbrücke
umgangen wird, und dringt an einer stromabwärts hinter dieser liegenden
Stelle wieder in den Ringraum ein. Eine Lösung dieser Art wird beispielsweise
in dem Dokument
US-A-5
842 516 beschrieben.
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2 ist
eine Schnittdarstellung einer in einer Abzweigleitung 55 angeordneten
Düsenanordnung 50 nach
dem Stand der Technik. Die Konstruktion für einen Auslasspunkt aus der
Abzweigleitung 55 umfasst das Bohren eines Loches 80 in
die Seite der Leitung, typischerweise mit einem gewinkelten Aspekt,
in näherungsweiser
Ausrichtung mit der Strömungsstrecke
des Schlammes 75, um eine optimierte Strömung zu
erleichtern. Die Düsenanordnung 50 besitzt
eine röhrenförmige Außenummantelung 65 und
einen röhrenförmigen Karbideinsatz 60 und
wird in Ausrichtung mit dem gebohrten Loch 80 gehalten, und
die Außenummantelung
ist mit einer Schweißnaht 70 an
der Leitung befestigt, hierdurch wird der Karbideinsatz 60 an
der Leitung 55 in Ausrichtung mit dem gebohrten Loch 80 festgehalten.
Die Düsenanordnung 50 besitzt
des Weiteren einen winkligen Aspekt, der nach unten und außen, von
der Leitung 55 weg weist. Die Leitung 55 durch
die Düse 50 verlassender
Sandschlamm wird durch den Karbideinsatz 60 geleitet, dieser
ist widerstandsfähig
gegen Beschädigungen
durch den hoch abrasiven Schlamm.
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Sowohl
das Verfahren zum Herstellen der Düse 50 als auch die
Düse selbst
leiden unter signifikanten Nachteilen. Das Halten der Düsenanordnung 50 in
korrekter Ausrichtung während
des Schweißens
ist beschwerlich. Ein Stück
eines Stabes (nicht dargestellt) muss durch die Düsenanordnung 50 in
das gebohrte Loch 80 eingefügt werden, um die Ausrichtung
aufrecht zu erhalten. Hierfür
sind Zeit sowie ein gewisser Grad von Fertigkeiten und Erfahrung
erforderlich. Beim Schweißen
kann sich die Düsenanordnung 50 auf
Grund von Verschiebungs- oder Drehbewegungen aus der genauen Ausrichtung auf
das gebohrte Loch in der Leitung verschieben. Nach dem Schweißen ist
die genaue Ausrichtung zwischen der Düse 50 und dem gebohrten
Loch 80 nicht sichergestellt. Da sich der Karbideinsatz 60 in der
Tat an der Fläche
der Leitung 55 befindet, ist das Loch 80 in der
Leitungswand ein Teil der Ausgangs-Strömungsstrecke 75. Abrasiver
Schlamm, der durch das Loch gelangt, kann durch das relativ weiche
Material der Lei tung 55 hindurchschneiden und den Karbideinsatz 60 vollständig umgehen
und somit zu einem Ausfall der Leitung führen.
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Das
Dokument
WO 2004/018837 zeigt
eine Einspritzkette, die mit entfernbaren Düseneinsätzen bereitgestellt wird, welche
durchgehende Öffnungen umfassen
und radial in Bohrungen in dem Rohr der Wand der Einspritzkette
angeordnet sind. Die Bohrungen werden mit Innengewinden bereitgestellt,
die mit den Außengewinden
der Einsätze übereinstimmen.
Diese Arten von Düsen,
die eine Strömungs-Steuervorrichtung
für die
Einspritzkette bilden, sind jedoch für einen Kiesfüllungsbetrieb schlecht
geeignet.
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Daher
besteht ein Bedarf nach einer verbesserten Düsenanordnung für eine Abzweigleitung
und ein Verfahren zum Befestigen der Düse an der Abzweigleitung.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft im Allgemeinen Vorrichtungen und
Verfahren für
eine verbesserte Abzweigleitungsdüse, die Teil einer alternativen Bahn
ist, auf der ein Schlamm beim Kiesfüllen ein Hindernis wie beispielsweise
eine Sandbrücke
umgehen kann.
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In
einem Aspekt der Erfindung wird eine Düsenanordnung zur Verwendung
in einem Werkzeug bereitgestellt, das ein Loch durch eine Wand des Werkzeuges
besitzt, die Düsenanordnung
umfasst: einen Einsatz, der aufgebaut ist, um das Loch und den Sitz
an einer Fläche
der Wand nahe an dem Loch wenigstens teilweise auszukleiden, um
so eine Bewegung des Einsatzes in Bezug auf das Werkzeug einzuschränken.
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Vorzugsweise
umfasst der Einsatz einen ersten Abschnitt; sowie einen Schulterabschnitt
zwischen dem ersten Abschnitt und einem Lippenabschnitt, wobei der
Schulterabschnitt so aufgebaut ist, um an der Fläche der Wand nahe an dem Loch
zu sitzen. Ferner kann der Lippenabschnitt so aufgebaut sein, dass
er das Loch wenigstens teilweise auskleidet und einen konischen
Abschnitt umfasst, der so aufgebaut ist, dass er eine Presspassung
mit einer Fläche
der Wand bildet, die das Loch begrenzt. Die Düsenanordnung kann des Weiteren
eine Ummantelung umfassen, die eine Bohrung durch sie hindurch sowie
einen ausgesparten Abschnitt zum Aufnehmen des ersten Abschnittes
des Einsatzes besitzt. Die Düse
kann aus einem relativ harten Material wie beispielsweise einem
Karbidmaterial aufgebaut sein. Der Einsatz kann eine durch ihn hindurchführende Bohrung
besitzen und so aufgebaut sein, dass eine Mitte der Bohrung mit
einer Mitte des Loches im Wesentlichen fluchtend ist, wenn der Einsatz
an der Wand des Werkzeuges aufgenommen ist.
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In
einem anderen Aspekt der Erfindung wird eine Düsenanordnung zur Verwendung
in einem Werkzeug bereitgestellt, das ein Loch durch die Wand des
Werkzeuges besitzt, die umfasst: einen Einsatz, der eine durch ihn
hindurch führende
Bohrung aufweist, wobei der Einsatz aufgebaut ist, um mit dem Werkzeug übereinzustimmen,
so dass eine Mitte der Bohrung im Wesentlichen in einer Ausrichtung
mit einer Mitte des Loches gehalten wird.
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In
einem weiteren Aspekt wird ein Verfahren zum Befestigen einer Düsenanordnung
an einem Werkzeug bereitgestellt, das umfasst: das Einführen eines
Einsatzes in ein Loch in einer Wand des Werkzeuges, bis der Einsatz
an einer Fläche
der Wand nahe an dem Loch aufgenommen ist, wodurch wenigstens ein
Abschnitt des Loches mit dem Einsatz ausgekleidet und eine Bewegung
des Einsatzes in Bezug auf das Werkzeug eingeschränkt wird.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Zum
ausführlichen
Verständnis
der Weise der oben wiedergegebenen Merkmale der vorliegenden Erfindung
kann eine etwas eingehendere Beschreibung der Erfindung, die oben
kurz zusammengefasst wurde, als Referenz für Ausführungsformen betrachtet werden,
von denen einige in den angehängten
Zeichnungen dargestellt werden. Es ist jedoch darauf hinzuweisen,
dass die angehängten Zeichnungen
nur typische Ausführungsformen
dieser Erfindung sind und daher nicht als ihren Umfang beschränkend zu
betrachten sind, da die Erfindung auch andere, gleichermaßen effiziente
Ausführungsformen
zulässt.
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1 ist
eine Teilschnitt-Seitenansicht eines horizontalen Bohrloches mit
einem Bohrlochsieb darin.
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2 ist
eine Schnittdarstellung einer Strömungsdüsen-Konfiguration nach dem
Stand der Technik.
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3 ist
eine Draufsicht auf das Ende einer Kiesfüllungs-Vorrichtung gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, die in einem Bohrloch positioniert ist.
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3A ist
eine Schnittdarstellung entlang der Linie 3A-3A aus 3 der
in dem Bohrloch positionierten Kiesfüllungsvorrichtung, die an einen
hoch durchlässigen
Bereich einer Formation angrenzend ist. 3B ist
ein Schema einer der Abzweigleitungen, das die Platzierung der Düsen entlang
der Abzweigleitung darstellt.
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4 ist
eine Schnittdarstellung einer Düsenanordnung
gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, die auf einer der Abzweigleitungen angeordnet
ist.
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4A ist
eine Vergrößerung eines
Teils aus 4, die durch das Oval mit unterbrochener
Linie angezeigt wird, welches mit 4A gekennzeichnet ist.
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AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN
AUSFÜHRUNGSFORM
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3 ist
eine Draufsicht auf das Ende einer Kiesfüllungs-Vorrichtung 100 gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, die in dem Bohrloch 14 positioniert
ist. 3A ist eine Schnittdarstellung entlang der Linie
3A-3A aus 3 der in dem Bohrloch 14 positionierten
Kiesfüllungsvorrichtung 100,
die an den hoch durchlässigen
Bereich 15 einer Formation angrenzend ist. Obwohl die Vorrichtung 100 in
einem horizontalen Bohrloch dargestellt wird, kann sie in jedem
Bohrloch verwendet werden. Die Vorrichtung 100 kann an
ihrem oberen Ende ein „Überführungs"-Rohr (cross-over
sub) 33 besitzen (siehe 11),
das seinerseits von der Oberfläche an
einer Leitung oder einem Arbeitsseil (nicht dargestellt) aufgehängt ist.
Die Vorrichtung 100 kann aus einer durchgehenden Länge bestehen
oder sie kann aus Abschnitten (beispielsweise 6,1 m [Abschnitte von
20 Fuß])
bestehen, die durch untergeordnete Rohre (subs) oder Leerrohre (nicht
dargestellt) miteinander verbunden werden können. Vorzugsweise sind alle
Komponenten der Vorrichtung 100 aus einem Baustahl oder
einem Chromstahl herges tellt, wenn nicht anders spezifiziert, die
Materialauswahl ist jedoch für
die Erfindung nicht von Wichtigkeit.
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Die
Vorrichtung 100 umfasst eine Bohrlochsiebanordnung 105.
Wie dargestellt, umfasst die Bohrlochsiebanordnung 105 ein
Basisrohr (base pipe) 110, das Perforationen 120 durch
eine Wand davon besitzt. Um eine Außenseite des Basisrohrs 110 ist
eine Drahtumhüllung 125 gewickelt,
die so aufgebaut ist, dass sie den Fluidstrom hindurchlässt, den Strom
von Teilchen jedoch blockiert. Alternativ dazu kann die Bohrlochsiebanordnung 105 jedwede
Struktur sein, die gebräuchlicherweise
von der Industrie bei Kiesfüllungsoperationen
verwendet wird und die einen Fluidstrom hindurchlässt, den
Strom von Teilchen jedoch blockiert (beispielsweise im Handel erhältliche
Siebe, geschlitzte oder perforierte Einsätze oder Rohre, Siebrohre,
vorgefüllte
Siebe und/oder Einsätze
oder Kombinationen daraus).
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Ebenfalls
auf der Außenseite
des Basisrohrs 110 sind zwei Abzweigleitungen 145 angeordnet.
Die Anzahl und Konfiguration der Abzweigleitungen 145 ist
für die
Erfindung nicht von Wichtigkeit. Die Abzweigleitungen 145 können durch
Ringe (nicht dargestellt) an dem Basisrohr 110 befestigt
sein. An einem oberen Ende (nicht dargestellt) der Vorrichtung 100 ist
jede Abzweigleitung 145 offen zu dem Ringraum. Jede der
Abzweigleitungen 145 ist rechteckig und besitzt eine durch
sie hindurchgehende Strombohrung, die Form der Abzweigleitungen
ist jedoch für
die Erfindung nicht von Wichtigkeit. An einer Seitenwand jeder Abzweigleitung
ist eine Düse 150 angeordnet.
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3B ist
ein Schema einer der Abzweigleitungen 145, das die Platzierung
der Düsen 150 entlang
der Abzweigleitung 145 darstellt. Wie dargestellt, ist
eine Vielzahl von Düsen 150 axial
entlang jeder Abzweigleitung 145 angeordnet. Jede Düse 150 stellt
eine Schlamm-Fluidkommunikation zwischen einer der Abzweigleitungen 145 und
einem Ringraum 16 zwischen dem Bohrlochsieb 105 und
dem Bohrloch 14 bereit. Wie dargestellt, sind die Düsen 150 so ausgerichtet,
dass sie zu einem Ende des Bohrloches 14 hin gerichtet
sind, das von der Oberfläche (nicht
dargestellt) entfernt ist, um ein optimiertes Strömen des
Schlammes 13 durch sie hindurch zu erleichtern.
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Auf
der Außenseite
des Basisrohres 110 ist eine Vielzahl von Zentriervorrichtungen 130 angeordnet.
An den Zentriervorrichtungen 130 ist an einem Ende, das
von dem Basisrohr 110 entfernt ist, ein röhrenförmiger Schutzmantel 135 eingerichtet,
der Perforationen 140 durch die Wand davon besitzt. Der Schutzmantel
schützt
die Abzweigleitungen 145 und das Bohrlochsieb 105 vor
Beschädigungen
während des
Einführens
der Vorrichtung 100 in das Bohrloch. Die Perforationen 140 sind
so aufgebaut, dass das Strömen
des Schlammes 13 durch sie hindurch möglich ist.
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Während des
Betriebes wird die Vorrichtung 100 an einer Arbeitsleitung
in das Bohrloch 14 hinabgelassen und an eine Formation
angrenzend positioniert; Eine Füllvorrichtung 18 (siehe 1)
wird eingerichtet, wie für
einen Fachmann ersichtlich ist Anschließend wird Kiesschlamm 13 durch
die Arbeitsleitung herunter und durch die Auslassanschlüsse in dem Überführungsrohr
(cross-over sub) 33 herausgepumpt, um den Ringraum 16 zwischen
dem Bohrlochsieb 105 und dem Bohrloch 14 zu füllen. Da
die Abzweigleitungen 145 an ihren oberen Enden offen sind,
strömt
der Schlamm 13 sowohl in die Abzweigleitungen als auch
in den Ringraum 16. Während der
Schlamm 13 Flüssigkeit
an den hoch durchlässigen
Abschnitt 15 der Formation abgibt, wird der durch den Schlamm 13 transportierte
Kies abgelagert und sammelt sich in dem Ringraum 16, um
die Kiesfüllung
auszubilden. Wenn die Flüssigkeit
an eine durchlässige
Schicht (stratum) 15 in der Formation abgegeben wird, bevor
der Ringraum 16 gefüllt ist,
ist es wahrscheinlich, dass sich eine Sandbrücke 20 bildet, die
den Strom durch den Ringraum 16 blockiert und ein weiteres
Füllen
unterhalb der Brücke verhindert.
Wenn dies geschieht, fließt
der Kiesschlamm weiter durch die Abzweigleitungen 145, umgeht
somit die Sandbrücke 20 und
verlässt
die verschiedenen Düsen 150,
um das Füllen
des Ringraumes 16 zu beenden. Der Strom des Schlammes 13 durch
eine der Abzweigleitungen 145 wird durch den Pfeil 102 dargestellt.
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4 ist
eine Schnittdarstellung einer Düsenanordnung 150 gemäß einer
Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung, die auf einer der Abzweigleitungen 145 angeordnet
ist. 4A ist eine Vergrößerung eines Teils aus 4,
die durch das Oval mit unterbrochener Linie angezeigt wird, welches
mit 4A gekennzeichnet ist. Die Düsenanordnung 150 umfasst
einen Einsatz 160 mit einer Strombohrung durch diesen hindurch,
der eine Lippe 160a aufweist, welche sich in ein gebohrtes
Loch 170 in einer Wand der Abzweigleitung 145 erstreckt,
wodurch eine Fläche 145a der
Wand der Abzweigleitung, die das Loch 170 begrenzt, ausgekleidet
wird. Vorzugsweise ist der Einsatz in Bezug auf das Material der
Abzweigleitung 145 aus einem harten Material, beispielsweise Karbid,
hergestellt. Wie dargestellt, ist die Länge der Lippe 160a im
Wesentlichen dieselbe wie die Wanddicke der Abzweigleitung 145.
Die Lippe 160a kann jedoch im Wesentlichen länger oder
kürzer
sein als die Wanddicke der Abzweigleitung 145. Vorzugsweise
weist die Lippe 160a an einer Außenfläche 160c für einen
Sitz an der Fläche 145a der
Wand der Abzweigleitung eine leicht konische Form auf, wodurch eine
leichte Presspassung bereitgestellt wird, die konische Form ist
jedoch für
die Erfindung nicht von Wichtigkeit. Der Einsatz 160 weist
darüber
hinaus eine Schulter 160b auf, die mit einer Fläche 145b der Wand
der Abzweigleitung nahe an dem Loch 170 aufgenommen ist
und somit einen starren Anschlag bereitstellt, der die Tiefe begrenzt,
bis zu der die Lippe 160a in die Abzweigleitung 145 eindringen
kann. Eine Außenummantelung 155 mit
einer Strombohrung durch diese hindurch und einer Aussparung, die aufgebaut
ist, um einen Abschnitt des Einsatzes 160 aufzunehmen,
kann dann leicht auf die Abzweigleitung 145 geschoben und
mit einer Schweißnaht 165 an
dieser gesichert werden. Vorzugsweise sind die Außenummantelung 155 und
der Einsatz 160 röhrenförmige Elemente,
ihre Form ist jedoch für
die Erfindung nicht von Wichtigkeit. Vorzugsweise ist das Loch 170 nicht
senkrecht zu der Fläche 145b der
Abzweigleitung nahe an dem Loch, das Loch kann jedoch senkrecht
zu der Fläche
der Abzweigleitung nahe an dem Loch sein.
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Der
Zusammenbau der Düsenanordnung 150 erfolgt
wie folgt. Der Einsatz 160 wird in das Loch 170 eingefügt, bis
die konische Form 160c des harten Einsatzes 160 in
Presspassung mit der Fläche 145a der
Abzweigleitung tritt, die das Loch 170 begrenzt, und die
Schulter 160b von der Fläche 145b der Abzweigleitung
nahe an dem Loch 170 aufgenommen ist, so dass die Lippe 160a die
Fläche 145a auskleidet
und der Einsatz 160 an der Abzweigleitung 145 befestigt
ist. Die Außenummantelung 155 kann über einer
Außenfläche des
Einsatzes 160 angeordnet sein und sicher mit minimaler
Handhabung angeschweißt
werden. Die Zeit für
den Zusammenbau sowie die Stufe der erforderlichen Fähigkeiten der
zusammenbauenden Person werden erheblich verringert. Sobald die
Düsenanordnung 150 aufgenommen
ist, wird sie daran gehindert, sich in Bezug auf die Abzweigleitung 145 zu
verschieben oder zu drehen. Die Ausrichtung der Einsatzboh rung und
der Ummantelungsbohrung auf das gebohrte Loch 170 in der
Abzweigleitung 145 wird sichergestellt. Sandschlamm 13,
der die Leitung verlässt,
dargestellt durch die Pfeile 175, gelangt durch die Lippe 160a des
harten Einsatzes und nicht durch die Fläche 145a des Loches 170.
Die Möglichkeit,
dass die Strömung
in die Fläche 145a des
Loches 170 einschneidet, wird erheblich verringert.
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Wie
dargestellt, wird die Düsenanordnung 150 mit
einer Abzweigleitung 145 einer Kiesfüllungsvorrichtung 100 verwendet,
die Düsenanordnung 150 kann
jedoch auch mit verschiedenen anderen Vorrichtungen verwendet werden.
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Während die
vorstehenden Ausführungen auf
die Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung abzielen, können andere und weitere Ausführungsformen
der Erfindung erdacht werden, ohne von dem zugrunde liegenden Umfang
davon abzuweichen, und der Umfang wird durch die folgenden Ansprüche bestimmt.