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Die
Erfindung betrifft ein System zum Zuführen eines Fluids für mindestens
einen Mechanismus mit hydraulischer Steuerung, insbesondere ein
Getriebe mit Feuchtkupplung.
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Das
Hydrauliksystem eines Getriebes, insbesondere mit doppelter Feuchtkupplung,
muss verschiedene Funktionen erfüllen,
insbesondere:
- – Regelung des Leitungsdrucks
des Hydrauliksystems;
- – Versorgung
der Betätigungskammern
der Zylinder der Kupplungen;
- – Sicherstellung
der Druckschmierung der Gesamtheit des Mechanismus, insbesondere
der verschiedenen Elemente des Getriebes, wie Rollenlager, Gabeln,
Schiebewellen, ...
- – Versorgung
der Druckausgleichskammern der doppelten Kupplung und Sicherstellung
der Schmierung der Scheiben derselben.
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Ferner
muss im Falle eines Getriebes mit hydraulischer Betätigung der
Elemente, die den Gangwechsel steuern, wie beispielsweise Gabeln
und Schiebewellen, das Hydrauliksystem auch diese Funktion erfüllen und
derart gesichert sein, dass es nicht möglich ist, gleichzeitig zwei
mit derselben Kupplung verbundene Gänge einzulegen.
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Das
Hydrauliksystem kann überdies
vereinfacht werden, wenn die Betätigung
des Gangwechsels durch eine elektromechanische Vorrichtung gewährleistet
ist, die von dem Hydrauliksystem unabhängig ist.
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Um
diese verschiedenen Funktionen zu sichern, sind Systeme des Typs
Automatikgetriebe bekannt, mit einer zur Gänze hydraulischen Betätigung, die
keine Steuerung der Schmiermenge erfordert.
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Im
Falle eines Getriebes, insbesondere mit doppelter Kupplung, hingegen,
umfassend eine hydraulische Betätigung
der Gangwechsel, muss die Schmiermenge variabel sein und nach den
Funktionspunkten gesteuert werden. Ferner erfordert ein solches
System verschiedene Druckniveaus, um gleichzeitig die unterschiedlichen
und unabhängigen Betätigungsbedürfnisse
für die
Kupplung und den Gangwechsel zu befriedigen.
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Bei
den bisher bekannten Lösungen
ist es mit einer hydraulischen Betätigung des Gangwechsels somit
notwendig, die Sicherung des Einlegens der Gänge und die Steuerung der Betriebsstufen durch
das Hydrauliksystem zu gewährleisten.
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Ferner
ist es notwendig, das Öl
zu kühlen, wobei
mindestens ein Teil desselben in einen Wärmetauscher geleitet wird,
und die Schmiermenge muss normalerweise von der Kühlmenge
im Wärmetauscher
getrennt werden. Daraus ergibt sich, dass der Wärmetauscher und die Ölzirkulationsmittel
in der Lage sein müssen,
die Schaltung in Situationen der maximalen Energieabgabe bei der Übersetzung zu
kühlen.
Eine solche Vorrichtung ist somit für die üblichen Funktionsfälle überdimensioniert,
was für die
Leistung der Gesamtheit der Übersetzung
schädlich
ist.
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Überdies
werden bei den bisher bekannten Anordnungen die eingesetzten Mittel,
wie Magnetventile, zur Steuerung der Regelung des Drucks und der
Fluidmenge mit einem Nebenleitungsdruck, der sich vom Leitungsdruck
des Hydrauliksystems unterscheidet, versorgt. Ferner muss dieser
Nebenleitungsdruck durch spezifische Mittel geregelt werden, und
es ist möglich,
dass die Pumpmenge für
die Versorgung aller Schaltungen nicht ausreichend ist.
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Alle
diese Anforderungen führen
zu relativ komplexen und kostspieligen Versorgungssystemen mit manchmal schwierigen
Regelungen.
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Das
Dokument
US-A-4 751
858 beschreibt beispielsweise eine Vorrichtung zur Kontrolle
der Schmiermittelversorgung eines Automatikgetriebes eines Fahrzeugs,
umfassend einen Momentwandler und Gangwechselmechanismen in Abhängigkeit
von den von einem Rechner gegebenen Anweisungen.
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Dieser
kontrolliert die Ölversorgung
der verschiedenen Elemente mit Hilfe einer relativ komplexen Hydraulikschaltung,
umfassend insbesondere ein primäres
Regelventil für
den Leitungsdruck und ein sekundäres
Regelventil für
die Schmiermenge der verschiedenen Elemente, an die ein Kontrolldruck
angelegt wird, der durch ein elektromagnetisches Proportionalventil
in Abhängigkeit
von der Geschwindigkeit des Fahrzeugs bestimmt wird.
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Dieses
Nebenschmierventil ist abzweigend an die Versorgungsschaltung des
Momentwandlers angeschlossen, wobei es ein manuelles Ventil ermöglicht,
die Versorgung der Gangschaltungen zu regeln.
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Die
Erfindung betrifft ein hydraulisches Versorgungssystem, das weniger
komplex als die bekannten Systeme ist und es ermöglicht, alle notwendigen Funktionen
durch besonders einfache und wirtschaftliche Mittel sicherzustellen,
die auf eine geringere Anzahl von Schaltungen und Regelventilen
zurückgreifen
und ferner eine Feinregelung der Schmiermenge ermöglichen.
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Ein
solches Versorgungssystem ist vom Typ, umfassend eine Hauptleitung,
die unter einem Leitungsdruck von mindestens einer Pumpe versorgt wird,
ein erstes Ventil zur Regelung des Leitungsdrucks, das mindestens
einen Eingang, der abzweigend an die Hauptleitung angeschlossen
ist, und mindestens einen Ausgang aufweist, der in eine Nebenschmierleitung
mündet,
ein erstes Steuermittel, das mit Fluid von der Hauptleitung ver sorgt
wird und einen einstellbaren Steuerdruck für das erste Druckregeventil
erzeugt, mindestens ein zweites Ventil zur Regelung einer Schmiermenge,
das mindestens einen Eingang, der an die Nebenleitung angeschlossen
ist, und mindestens einen Ausgang aufwiest, der in mindestens eine
Schmierschaltung des Mechanismus mündet, ein zweites Steuermittel
(7), das mit Fluid von der Hauptleitung versorgt wird und
einen einstellbaren Steuerdruck des zweiten Schmierregelventils
erzeugt, und mindestens eine Betätigungsschaltung
des von der Hauptleitung mit Fluid versorgten Mechanismus mit Hilfe
eines einstellbaren Mittels zur Steuerung des Mechanismus.
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Erfindungsgemäß ist das
zweite Ventil zur Regelung der Schmiermenge ein Ventil mit Schiebern,
deren Position in Abhängigkeit
von einem Steuerdruck, der von dem zweiten Steuermittel (7)
geliefert wird, zwischen einer völligen
Verschlussposition der Schmierschaltung (6) und einer völligen Öffnungsposition
des Ventils (5) mit einer maximalen Schmiermenge geregelt
wird.
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Vorzugsweise
ist jedes Steuermittel ein Magnetventil, das einen variablen Druckteiler
mit einem Zuführeingang,
der an die Hauptleitung mit Hilfe einer geeichten Öffnung angeschlossen
ist, und mit einem Steuerausgang für das entsprechende Regelventil bildet.
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Auf
besonders vorteilhafte Weise ist das erste Ventil zur Regelung des
Leitungsdrucks ein Ventil mit Schiebern, deren Position durch das
erste Steuermittel zwischen einer völligen Verschlussposition mit
einem maximalen Leitungsdruck in der Hauptleitung und einer völligen Öffnungsdruck
des Ventils mit einem minimalen Leitungsdruck geregelt wird.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsart
ist das erste Ventil zur Druckregelung ein Ventil mit Schiebern
mit zwei Ausgängen,
einem vorrangigen Ausgang, der mit mindestens einem Eingang des
zweiten Schmierventils durch eine Nebenzuführleitung der Schmierschaltung
verbunden ist, und einem zweiten Ausgang zur Rückleitung eines Teils des Ölüberschusses
zum Behälter
durch eine zweite Nebenleitung, und verschiebt es sich in Abhängigkeit
von einem Steuerdruck zwischen zwei Positionen, einer Position des
völligen
Verschlusses und einer der völligen Öffnung der
beiden Ausgänge,
wobei eine Mittelposition der Öffnung
des ersten prioritären
Ausgangs, der mit dem Schmierventil verbunden ist, bei Verschluss
des zweiten Ausgangs zur Rückleitung an
den Behälter
passiert wird.
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Ebenso
umfasst das zweite Schmierventil erste und zweite Ausgänge, die
jeweils in eine Schmierschaltung des Mechanismus münden, eine erste
Schaltung, die nach und nach vom ersten Ausgang durch Verschieben
des Ventils zwischen einer äußersten
Position des völligen
Verschlusses und einer Mittelposition versorgt wird, und ein zweite
Schaltung, die nach und nach vom zweiten Ausgang durch Verschieben
des Ventils zwischen der Mittelposition und einer äußersten
Position der völligen Öffnung versorgt
wird.
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Auf
besonders vorteilhafte Weise umfasst das System ein Mittel zum Kühlen mindestens
eines Teils des Schmierfluids, das von einem Wärmetauscher gebildet ist. Im
Falle von zwei Schmierschaltungen ist der Wärmetauscher vorzugsweise zwischen
den beiden Schaltungen montiert, mit einem Eingang, der abzweigend
an die erste Schmierschaltung angeschlossen ist, und einem Ausgang,
der an die zweite Schaltung zur Versorgung dieser letztgenannten
mit gekühltem
Fluid angeschlossen ist.
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Nach
einem weiteren vorteilhaften Merkmal ist jedes Steuermittel eines
Regelventils ein Magnetventil, das abzweigend an eine Steuerschaltung,
die von der Hauptleitung versorgt wird, angeschlossen, um den an
einen Steuereingang des Ventils angelegten Druck in Abhängigkeit
von einem elektrischen Sollwertsignal zu regeln.
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Weitere
vorteilhafte Merkmale der Erfindung gehen aus der nachstehenden
Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsart hervor, die als nicht
einschränkendes
Beispiel dient und sich auf die beiliegenden Zeichnungen bezieht.
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1 ist
ein Schema der Gesamtheit eines erfindungsgemäßen Fluidzuführsystems.
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2 ist
ein Diagramm, das für
verschiedene Leitungsdruckniveaus die Variation der Schmiermenge
in Abhängigkeit
vom Steuerstrom des Steuermagnetventils angibt.
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3 ist
eine Detailansicht eines Ventils mit Schiebern mit V-förmigen Kerben.
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4 zeigt
eine Variante des Ventils mit V-förmigen Kerben.
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In 1 ist
schematisch die Gesamtheit des Hydrauliksystems zur Versorgung eines
Mechanismus M, wie beispielsweise eines Getriebes mit doppelter
Feuchtkupplung, dargestellt, umfassen im Wesentlichen zwei Betätigungsschaltungen 11, 11', die von einer
Hauptleitung 1 jeweils über
ein Magnetventil 8, 8' versorgt werden, das in Abhängigkeit
vom elektrischen Steuerstrom den Druck in der Leitung 11, 11', die an die
Betätigungskammer
der entsprechenden Kupplung angeschlossen ist, regelt.
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Die
Hauptleitung 1 wird selbst von einer Ölpumpe 10 versorgt,
deren Ausgangsdruck, Leitungsdruck genannt, durch ein erstes Druckregelventil 2, das
durch eine Sicherheitsklappe 12 gesichert ist, geregelt
wird.
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Das
erste Druckregelventil 2 ist abzweigend durch eine Leitung 15 an
die Hauptzuführleitung 1 angeschlossen
und versorgt eine Nebenleitung 3 zur Ableitung des Ölüberschusses
zu einer Schmierschaltung 6 des Mechanismus, deren Menge
durch ein zweites Regelventil 5 geregelt wird.
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Bei
der in 1 dargestellten bevorzugten Ausführungsart
ist das erste Druckregelventil 2 ein Ventil mit Schiebern,
umfassend zwei Eingänge 21, 21', die von der
Abzweigungsleitung 15 versorgt werden, und zwei Ausgänge 22, 22', die je nach
der Position des Ventils mit Schiebern 2 jeweils mit einem der
beiden Eingänge 21, 21' bzw. einem
ersten Ausgang 22, der den Ölüberschuss vorrangig zu der
Nebenversorgungsleitung 3 der Schmierschaltung 6 ableitet,
und einem zweiten Ausgang 22' verbunden werden
können,
der in zweiter Vorrangigkeit einen Teil des Ölüberschusses zu einer Rückleitung 23 zur Pumpenansaugung
leitet, die auf die Ölansaugleitung 13 in
den Behälter
stromaufwärts
zur Pumpe 10 und stromabwärts zu einem Filter 14 trifft.
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In 1 ist
das Regelventil 2 in seiner Verschlussposition dargestellt,
wobei die Schieber durch ein elastisches Rückstellelement 20 nach
rechts geschoben sind.
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Der
Leitungsdruck wird auf der rechten Seite an einen Eingang 25 angelegt,
der abzweigend von der Hauptleitung 1 versorgt wird, wobei
die Menge durch eine geeichte Öffnung
O1 reguliert wird. Dieser Druck wird vom
Rückstellelement 20 ausgeglichen, das
auf die linke Seite in dieselbe Richtung wie ein Steuerdruck wirkt,
der an einen Steuereingang 24 angelegt wird, der von einer
Leitung 31 versorgt wird, die abzweigend an die Hauptleitung 1 angeschlossen ist,
mit einem Druck, der von einem Steuermagnetventil 4 geregelt
wird, das einen Druckteiler mit einer geeichten Öffnung O2,
die stromaufwärts
an die Leitung 31 angeschlossen ist, bildet.
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Das
Steuermagnetventil 4 ermöglicht es, in Abhängigkeit
vom Sollstrom, den an den Eingang 24 angelegten Steuerdruck
zu regeln, um den Druck in der Hauptleitung 1 auf einem
Sollwert zu halten.
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Im
Falle eines Überdrucks
in der Hauptleitung 1 und folglich am Eingang 25 des
Ventils 2 verschieben sich die Schieber nach links und öffnen nach
und nach den zweiten Ausgang 22', um einen Ölüberschuss wieder an den Behälter durch
die Rückleitung 23 zurückzuleiten.
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Eine
geeichte Öffnung
O4, die auf der Nebenschmierleitung 3 angeordnet
ist, ermöglicht
es, den Druck stromaufwärts
zum Schmierventil 5 zu begrenzen.
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Es
ist anzumerken, dass der Steuerdruck des Regelventils 2,
der durch den Druckteiler, der vom Steuermagnetventil 4 gebildet
ist, erzeugt wird, nicht von einem Akkumulator gefiltert werden
muss, wenn das Ventil 2 auf bekannte Weise eine V-förmige Kerbe
auf die beispielsweise in 3 dargestellte Weise
umfasst, was einen progressiveren Öffnungsquerschnitt der Schieber
in Abhängigkeit
von der Axialverschiebung gewährleistet.
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Das
Schmierventil 5, das ebenfalls vom Typ mit Schiebern ist,
umfasst vorzugsweise zwei Eingänge 51, 51', die durch
im Schieber vorgesehene Leitungen mit zwei Ausgängen 52 bzw. 52' in Verbindung
gebracht werden können.
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Das
Ventil 5 ist in 1 in offener Position dargestellt,
wobei die Schieber durch ein elastisches Rückstellelement 50 nach
rechts geschoben sind, gegen die entgegen gesetzte Wirkung eines
Steuerdrucks, der auf der rechten Seite an einen Steuereingang 54 angelegt
wird, der von einer abzweigend an die Hauptleitung 1 angeschlossenen
Schaltung 53 versorgt wird. Dieser Steuerdruck wird mit
Hilfe eines Steuermagnetventils 7 erzeugt, der einen variablen Druckteiler
mit einer geeichten Öffnung
O5 bildet, der stromaufwärts angeordnet ist. Vorzugsweise
umfasst die Schaltung 53 einen Akkumulator 56,
der dazu bestimmt ist, die möglichen
Druckschwankungen zu filtern.
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Ein
Gegendruck wird in entgegen gesetzte Richtung auf einen Eingang 55 ausgeübt, der
auf der linken Seite in 1 angeordnet ist und abzweigend an
eine erste Schmierschaltung 6 angeschlossen ist, die mit
einem ersten Ausgang 52 des Schmierventils 5 verbunden
ist.
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In
der zentralen Ausgleichsposition der Schieber, in der der Steuerdruck,
der vom Magnetventil 7 geregelt wird, durch die Wirkung
des elastischen Rückstellelements 50 und
des an den Eingang 55 angelegten Gegendrucks ausgeglichen
ist, wird nur die erste Schaltung 6 durch den Ausgang 52 versorgt.
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Die
gesamte Menge, die durch die Nebenleitung 3 strömt und durch
die geeichte Öffnung
O4 geregelt wird, strömt nun durch diesen vorrangigen Ausgang 52.
Allerdings wird nur ein Teil dieser Menge durch die erste Schaltung 6 abgeleitet,
und ein weiterer Teil wird in einem Wärmetauscher 62 gekühlt, der
abzweigend von einer Leitung 61 versorgt wird, die an die
zweite Schmierschaltung 6' anschließt, die
mit dem zweiten Ausgang 52' des
Regelventils 5 verbunden ist. Geeichte Öffnungen O6 und O7, die auf der ersten Schaltung 6 bzw.
der Leitung 61 stromaufwärts zum Wärmetauscher 62 angeordnet
sind, ermöglichen
es, die Teilung der Mengen zu regeln.
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In
Abhängigkeit
vom Steuerstrom des Steuermagnetventils 7 kann sich der
Schieber des Regelventils 5 somit zwischen zwei äußersten
Positionen verschieben, nämlich
einer des völligen
Verschlusses und einer der völligen Öffnung der
beiden Ausgänge 52, 52', wobei die
zentrale Position passiert wird, in der nur der erste Ausgang 52 offen
ist, wobei der Eingang 51' geschlossen
bleibt.
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Ferner
wird in der Verschlussposition des Ventils 5 die Nebenleitung 6' mit dem Behälter für die Ölrückleitung
in diesen in Verbindung gebracht.
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Stromabwärts zur
Steuerschaltung 53 des Schmierventils 5 versorgt
die Hauptleitung 1 in dem in 1 dargestellten
Fall zwei Betätigungsschaltungen 11, 11' der beiden
Kupplungen. Zwei Steuermagnetventile 8, 8', die auf den
Schaltungen 11 bzw. 11' montiert sind, ermöglichen
es, in Abhängigkeit
von ihrem Steuerstrom, den jeweiligen Druck in den Betätigungskammern
jeder der Kupplungen zu regulieren.
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Ein
solches Hydrauliksystem ist besonders einfach, da es nur zwei Ventile
mit Regelschiebern 2, 5 umfasst, die direkt auf
Basis des Leitungsdrucks durch die beiden Steuermagnetventile 4, 7 gesteuert werden,
und es hat zahlreiche Vorteile.
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Das
Druckregelventil 2, das abzweigend an die Hauptleitung 1 angeschlossen
ist, ermöglicht
es, in Abhängigkeit
von dem an das Steuermagnetventil 4 angelegten Steuerstrom
vorrangig die Schmierschaltung(en) durch die Nebenleitung 3 zu
versorgen, wobei der mögliche Ölüberschluss
zur Pumpansaugung durch die Leitung 23 zurückkehrt.
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Das
Schmierventil 5 ermöglicht
es, in Abhängigkeit
von dem an das Steuermagnetventil 7 angelegten Steuerstrom
die Schmiermenge völlig
zu unterbrechen, in der rechten Position der Schieber in 1,
nach und nach den ersten Ausgang 52 in der zentralen Position
zu öffnen,
um den Druck in den Schaltungen 6 und 61 und somit
die Menge im Wärmetauscher 62 und
der Schaltung 6 fein einzustellen, oder auch die maximale
Zuführung
der Schmierung der Kupplung sicherzustellen, wobei die beiden Schaltungen 6, 6' in der linken
Position geöffnet
werden.
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Die
geeichte Öffnung
O4, die auf der Versorgungsleitung 3 des
Schmierventils 5 stromabwärts zum Ventil 2 zur
Regelung des Leitungsdrucks angeordnet ist, sichert im Falle eines
hohen Leitungsdrucks und einer großen Schmiermenge, dass der Druck
stromaufwärts
zum Schmierventil 5 nicht zu hoch ist, wodurch es möglich ist,
eine zu starke Erhöhung
des Gegenreaktionsdrucks, der an den Eingang 55 des Ventils 5 angelegt
wird, zu vermeiden, was die völlige
Umschaltung der Schieber verhindern würde, beispielsweise falls es
das Steuermagnetventil 7 nicht ermöglichen sollte, einen ausreichenden Steuerdruck
des Ventils 5 trotz der entsprechenden Stromsteuerung zu
erzeugen.
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Es
ist anzumerken, dass es das Vorhandensein einer V-förmigen Kerbe auf dem ersten
Eingang 51 des Schmierventils 5 auf die in 4 dargestellte
Weise eventuell ermöglicht,
die Verwendung eines Akkumulators 56 zu vermeiden, wobei
ein progressiverer Öffnungsquerschnitt
der Schieber gewährleistet
wird, was das System stabilisiert.
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In
einem solchen System erfolgt die Betätigung der Kupplungen hydraulisch
vorrangig auf der Versorgung der Schmierung. Im Falle einer unzureichenden
Menge der Pumpe 10 wird nämlich die verfügbare Menge
vorrangig verwendet, um die Kupplungsbetätigungskammern durch die Schaltungen 11, 11' zu versorgen,
wobei hier der notwendige Druck aufrecht erhalten wird, gegebenenfalls
zum Nachteil der Schmierung, deren Versorgung durch die Schaltungen 6, 6' punktuell verringert
werden kann, wenn auf Betätigungsseite
eine Menge angefordert wird, wobei die Steuervorrichtungen 4, 7 der beiden
Ventile mit Schiebern 2, 5 direkt durch den Leitungsdruck
in der Hauptleitung 1 zur Versorgung der Betätigungsschaltungen 11, 11' versorgt werden.
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Die
Verwendung eines Schmierventils 5, das zwei Ausgänge 52, 52' umfasst, ist
besonders vorteilhaft. Der erste Ausgang 52 kann nämlich die
kleinen Schmiermengen für
die üblichen
Nutzungen des Getriebes, wie beispielsweise normales Fahren, gesteuertes
Gleiten, wenig Energie abgebende Gangwechsel, zuführen. Die
Menge dieses ersten Ausgangs 52 wird zum Teil zum Wärmetauscher 62 zum
Kühlen des Öls geleitet
und kann in Abhängigkeit
von der Position des Ventils 5 reguliert werden. In den
stark Wärme
abgebenden Phasen, die eine größere Menge
erfordern, ist dieser erste Ausgang 52 völlig offen, und
der zweite 52' öffnet sich
ebenfalls. Die Schmiermenge ist nun die Summe der beiden Mengen
in den Leitungen 6 und 6'. Allerdings nur die Menge des
ersten Ausgangs 52 wird fein reguliert, da an diesen die Gegenreaktion
des Ventils, das an seinem Eingang 55 vorhanden ist, angeschlossen
ist. Das Öffnen
des zweiten Ausgangs 52' kann
nach und nach in offener Schleife durch eine Veränderung des Steuerdrucks in einem
derartigen Variationsbereich gesteuert werden, dass der erste Ausgang 52 perfekt
offen ist.
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Ferner
können
die Gleichgewichte der Schieber der Ventile 2 und 5 und
die Wahl der Steuermagnetventile 4 und 7 derart
sein, dass das System den maximalen Leitungsdruck und die maximale Schmiermenge
bei fehlender elektrischer Versorgung der Magnetventile 4 und 7 liefert.
Ferner kann die Fett- und Schmiermenge der doppelten Kupplung bei
Bedarf völlig
unterbrochen werden, vor allem bei den niedrigen Temperaturen.
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Beispielsweise
bei der Ausführungsart
der 1 sind die Magnetventile 4 und 7 vom
offenen Typ in Ruhestellung, wobei der Steuerdruck, der an den Eingang
des entsprechenden Regelventils geliefert wird, nun minimal ist.
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Wenn
somit das Magnetventil 7 offen ist, ist der an den Eingang 54 des
Ventils 5 gelieferte Steuerdruck sehr gering, und der Schieber
kippt völlig, wobei
er den Ausgang 52' freilegt,
der die zweite Schmierschaltung 6' mit einer Menge versorgt, die
zu der durch den Wärmetauscher 62 strömenden hinzukommt.
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Zum
Beispiel zeigt 2 in der Ordinate die Veränderung
der Schmiermenge in der Schaltung 6' in Abhängigkeit von dem Steuerstrom
des Magnetventils 7, der in der Abszisse angeführt ist,
und für verschiedene
Leitungsdruckniveaus von 1 bar (Kurve A1),
5 bar (A2), 15 bar (A3)
bzw. 20 bar (A4). Es ist zu sehen, dass
bei einem bestimmten Leitungsdruck die Menge auf einem konstanten
Wert durch das Regelventil 5 bis zu einem Sollwert (C1, C2, ...) des Steuerstroms
des Magnetventils 9 gehalten wird, bei dem die Menge plötzlich abfällt und
nach und nach bis zum völligen
Verschluss des Ventils geringer wird, der bei einem selben Wert
Co des Sollstroms unabhängig
vom Leitungsdruck erfolgt.
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Natürlich ist
die Erfindung nicht auf die einzige soeben als Beispiel beschriebene
Ausführungsart beschränkt, sondern
könnte
Gegenstand von Varianten sein, die in demselben Schutzrahmen bleiben.
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Wie
bereits angeführt,
könnte
der Akkumulator 56, der auf der Steuerschaltung 53 des
Schmierventils 5 angeordnet ist, weggelassen werden, wenn das
Ventil eine V-förmige Kerbe
umfasst, die eine progressivere Variation des Öffnungsquerschnitts der Schieber
in Abhängigkeit
von der Axialverschiebung gewährleistet.
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Die
Trennung zwischen der Fettmenge unter Druck der Elemente des Getriebes,
das von der Leitung 6 versorgt wird, und der Schmiermenge
der doppelten Kupplung, die durch den Wärmetauscher 62 verläuft, könnte stromabwärts zum
Wärmetauscher erfolgen.
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Andererseits
ist die Eichung der Öffnung
O4 dazu be stimmt, den Versorgungsdruck des
Fettventils im Falle eines Leitungsdrucks und einer Schmiermengenanforderung,
die zu hoch sind, um das völlige Kippen
des Ventils in dieser Situation zu gewährleisten, zu verringern. Es
ist möglich,
dass die Schieber nicht völlig
kippen, aber dass die Schmiermenge in allen Fällen ausreichend bleibt. Das
völlige
Kippen der Schieber kann für
alle Nutzwerte des gesteuerten Leitungsdrucks garantiert werden,
ohne allerdings bei fehlender Steuerung des Leitungsdrucks, der
nun auf einem zufälligen
Wert ist, stattzufinden. Der Wert des Leitungsdrucks, ab dem das
völlige
Kippen des Ventils 5 und das Öffnen des Weges 52' nicht mehr gewährleistet
sind, muss nun ausreichend hoch sein, um eine ausreichende Menge
nur durch den Weg 52 zuzuführen.