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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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UV-härtbare Beschichtungen
stellen einen der am schnellsten wachsenden Sektoren der Beschichtungsindustrie
dar. In den letzten Jahren hat die UV-Technologie eine Reihe von
Marktsegmenten erobert, wie z. B. Faseroptik, optische und druckempfindliche
Haftmittel, Anwendungen im Automobilbereich, wie z. B. UV-gehärtete Decklacke
und UV-härtbare
Pulverbeschichtungen. Die treibende Kraft hinter dieser Entwicklung ist
hauptsächlich
das Streben nach einer Produktivitätssteigerung von Beschichtungs-
und Härtungsverfahren. Bei
Anwendungen im Bereich von Automobilreparaturlacken, in dem kleine
Reparaturen schnell und bei Raumtemperatur durchgeführt werden
müssen,
verspricht die UV-Technologie eine deutliche Steigerung des Durchgangs
bearbeiteter Fahrzeuge in einer Werkstatt. Die Entwicklung von Reparaturlackanwendungen
erschließt
neue Bereiche für
die UV-Technologie. Bedenken in Zusammenhang mit der Sicherheit
bei der Verwendung von UV-Lampen in Werkstätten sowie wirtschaftliche
Einschränkungen
werden die Verwendung hochintensiver Lichtquellen wahrscheinlich
verhindern. Ihren Platz nehmen relativ kostengünstige Lampen mit geringer
Intensität
ein, die nur Strahlen im UV-A-Bereich des elektromagnetischen Spektrums
abgeben, wodurch sich neue Herausforderungen für Harzentwickler und -formulierer
ergeben.
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UV-härtbare Beschichtungszusammensetzungen
sind auf dem Gebiet der Erfindung bekannt.
US-Patent Nr. 5.684.081 beschreibt
eine strahlungshärtbare,
wässrige
Dispersion, wenngleich nicht auf die Wellenlänge der einzusetzenden Strahlung
eingegangen wird. Zusammensetzungen, die unter Einsatz von UV-Strahlung
mit geringem UV-B-Gehalt und im Wesentlichen ohne UV-C-Gehalt härtbar sind,
sind ebenfalls bekannt (siehe z. B. US-Patentanmeldungsveröffentlichung
Nr. 2003/0059555 und
US-Patent
Nr. 6.538.044 ). Bei den im '044-Patent beschriebenen Zusammensetzungen
handelt es sich um mit Duft versehene Lackbeschichtungen, die nichtwässrig sind
und nicht auf Urethan-Chemikalien basieren. Die '555-Veröffentlichtung be schreibt Zusammensetzungen
auf Lösungsmittelbasis,
die als Primer nützlich
sind. Die Zusammensetzungen darin sind nichtwässrig, und es ist erforderlich,
die Beschichtungen nach der Belichtung mit UV-Strahlen und vor dem Polieren
des beschichteten Teils mit einem organischen Lösungsmittel zu wischen.
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US-Patent Nr. 6.559.225 beschreibt
eine wässrige
Polyurethan-Dispersion zur Verwendung in Lacken und Beschichtungen.
Das '225-Patent
beschreibt keine UV-Härtung
und deutet an, dass die darin beschriebenen Dispersionen mit strahlungshärtbaren
Bindemitteln kombiniert werden können
(Spalte 5, Zeilen 17–20).
US-Patent Nr. 6.579.932 beschreibt
eine wässrige
Beschichtungszusammensetzung, die ein Gemisch aus einer Polyurethan/Acrylat-Hybriddispersion
und einen Polyurethanharz mit oxidativ trocknenden Gruppen ist. Das '932-Patent beschreibt
keine UV-Härtung.
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Nichtwässrige,
strahlungshärtbare
Zusammensetzungen sind ebenfalls bekannt.
WO 01/74499 beschreibt eine Primerzusammensetzung,
die eine oder mehrere Verbindungen enthält, die zwei oder mehr ethylenisch
ungesättigte,
polymerisierbare Gruppen pro Molekül enthalten. Zu den beschriebenen
Verbindungen gehören
Epoxyacrylate, Urethanacrylate und ungesättigte Polyester. Die darin
beschriebenen Zusammensetzungen erfordern auch beträchtliche
Mengen relativ niedermolekularer Materialien (wie z. B. Ethylhexylacrylat und
Isobornylmethacrylat). Die '499-Veröffentlichung
gibt an, dass die darin Beschriebenen Zusammensetzungen durch UV-Strahlung
unter Einsatz von UV-Lampen mit einem UV-B:UV-A-Verhältnis von
1:1 oder weniger und im Wesentlichen ohne UV-C-Gehalt gehärtet werden
können.
Wie in der oben angeführten '555-Veröffentlichung
ist es erforderlich, dass die Zusammensetzungen nach der Belichtung
mit UV-Strahlen und vor dem Polieren des beschichteten Teils mit
einem organischen Lösungsmittel
gewischt werden. Ähnliche
Zusammensetzungen sind in den veröffentlichten US-Patentanmeldungen
US 2003/0045598 und
US 2003/045596 sowie den
US-Patenten Nr. 4.937.173 ,
5.013.631 ,
5.213.875 und
6.509.389 beschrieben.
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Nun
wurden Zusammensetzungen entdeckt, die durch Strahlung mit einer
Wellenlänge
von zumindest 300 nm und vorzugsweise von 320 nm bis 450 nm gehärtet werden
können.
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BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Genauer
gesagt betrifft die Erfindung eine Zusammensetzung, die durch Strahlung
mit einer Wellenlänge
von 300 nm oder mehr, vorzugsweise durch Strahlung mit einer Wellenlänge von
etwa 320 nm bis etwa 450 nm, härtbar
ist. Es ist nicht erforderlich, die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
mit einem Lösungsmittel
zu wischen, sondern diese können
unmittelbar nach der Bestrahlung poliert werden. Weiters können die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
als Primer, Porenschließer,
Füllmassen,
Kitte und Deckschichten auf zahlreichen verschiedenen Substraten,
wie z. B. Metall-, Holz-, Kork-, Kunststoff-, Leder-, Textil-, Filz-, Glas-,
Papier-, Mineral- oder Verbundsubstraten, eingesetzt werden.
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Die
Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung sind nichtwässrige Zusammensetzungen,
die kein ethylenisch ungesättigtes
Monomer enthalten und Folgendes umfassen:
- A)
1 bis 99 Gew.-%, vorzugsweise etwa 10 bis etwa 90 Gew.-% und besonders
bevorzugt etwa 25 bis etwa 75 Gew.-%, eines ungesättigten
(Meth)acrylat-Polymers oder -Oligomers, das aus der aus Folgendem
bestehenden Gruppe ausgewählt
ist:
a) ungesättigtem
Urethan(meth)acrylat-Polymer oder -Oligomer, das einen Isocyanatgruppen-Gehalt
von 1 Gew.-% oder weniger aufweist und durch Umsetzung von:
ai)
einem oder mehreren organischen Polyisocyanaten und
aii) einem
ungesättigten
(Meth)acrylat, das aus der aus Folgendem bestehenden Gruppe ausgewählt ist:
1)
0 bis 100 Gew.-% eines ungesättigten
Polyether(meth)acrylatpolyols mit einer OH-Zahl von 30 bis 500 (vorzugsweise
von etwa 100 bis etwa 400 und besonders bevorzugt von etwa 200 bis
etwa 300), das durch Umsetzen eines Polyetherdiols oder -polyols
mit Acryl- und/oder Methacrylsäure
hergestellt ist, und
2) 0 bis 100 Gew.-% eines Mono-, Di-,
Tri- oder Polyhydroxyl-C1-10-alkyl- oder -C8-10-aryl(meth)acrylats,
wobei
die Gewichtsprozent der Komponenten aii)1) und aii)2) auf das Gesamtgewicht
der Komponenten aii)1) und aii)2) bezogen sind und insgesamt 100%
ausmachen,
bei einem Äquivalentverhältnis von
Isocyanat zu Hydroxy von 0,95:1 bis 1:0,95 (und vorzugsweise von
etwa 1:1) hergestellt ist,
b) einem ungesättigten Polyether(meth)acrylatpolyol
mit einer OH-Zahl von 30 bis 100 (vorzugsweise von etwa 30 bis etwa
70 und besonders bevorzugt von etwa 35 bis etwa 65), das durch Umsetzen
eines Polyetherdiols oder -polyols mit Acryl- und/oder Methacrylsäure hergestellt ist, und
c)
Gemischen davon,
- B) 1 bis 99 Gew.-%, vorzugsweise etwa 10 bis etwa 90 Gew.-%
und besonders bevorzugt etwa 25 bis etwa 75 Gew.-%, eines ungesättigten
Epoxy(meth)acrylats, das im Wesentlichen frei von Epoxidgruppen
ist und durch Umsetzung von:
bi) einer oder mehrerer organischer
Verbindungen, die zumindest eine Epoxidgruppe enthalten und ein
zahlenmittleres Molekulargewicht von 130 bis 1000 aufweisen,
bii)
1,3 bis 3,0 Carboxyäquivalenten
an organischer Dicarbonsäure
oder deren Anhydrid mit einem zahlenmittleren Molekulargewicht von
98 bis 166,
biii) 1 Hydroxyäquivalent
eines hydroxylgruppenhältigen
Reaktionsprodukts, das bei einem Äquivalentverhältnis von
Carboxy zu Hydroxy von 0,6:1 bis 0,95:1 aus
1) (Meth)acrylsäure und
2)
Tri- oder Tetrahydroxyetheralkoholen mit einem zahlenmittleren Molekulargewicht
von 180 bis 1000, die zumindest zwei Ethylen- und/oder Propylenoxideinheiten
als Teil einer Etherstruktur enthalten,
hergestellt ist,
bei
einem Verhältnis
der reaktiven Äquivalente
der Komponenten bii) bis biii) zu den Epoxidäquivalenten von Komponente
bi) von zumindest 1:1 hergestellt ist,
- C) 0,1 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise etwa 0,5 bis etwa 6 Gew.-%
und besonders bevorzugt etwa 1 bis etwa 4 Gew.-%, eines oder mehrerer
Photoinitiatoren, worin die Gewichtsprozent der Komponente C) auf
das Gewicht der Komponenten A) und B) zusammen bezogen sind und
die Gewichtsprozent der Komponenten A) und B) insgesamt 100% ausmachen,
und
- D) 0 bis 90% eines Lösungsmittels
oder eines Lösungsmittelgemischs,
wobei die Gewichtsprozent der Komponente D) auf die kombinierte
Gesamtmenge der Komponenten A) und B) bezogen sind.
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Bei
Komponente A handelt es sich um ein ungesättigtes (Meth)acrylatpolymer
oder -oligomer, das aus der aus Urethan(meth)acrylaten, Polyether(meth)acrylaten
und Gemischen davon bestehenden Gruppe ausgewählt ist. Nützliche Urethan(meth)acrylate
werden in den
US-Patenten Nr.
4.380.604 und
6.753.394 beschrieben.
Nützliche
Epoxyacrylate werden in den
US-Patenten
Nr. 5.726.255 und
RE 37.448 beschrieben.
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Die
Bezeichnung "ethylenisch
ungesättigtes
Monomer" bezieht
sich, wie hierin verwendet, auf eine relativ niedermolekulare Verbindung
mit einem zahlenmittleren Molekulargewicht von weniger als 250.
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Komponente A)
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Komponente
A) ist ein ungesättigtes
(Meth)acrylatpolymer oder -oligomer, das aus der aus Folgendem bestehenden
Gruppe ausgewählt
ist:
- a) ungesättigtem Urethan(meth)acrylat-Polymer
oder -Oligomer, das einen Isocyanatgruppen-Gehalt von 1 Gew.-% oder
weniger aufweist und durch Umsetzung von:
ai) einem oder mehreren
organischen Polyisocyanaten und
aii) einem ungesättigten
(Meth)acrylat, das aus der aus Folgendem bestehenden Gruppe ausgewählt ist:
1)
0 bis 100 Gew.-% eines ungesättigten
Polyether(meth)acrylatpolyols mit einer OH-Zahl von 30 bis 500 (vorzugsweise
von etwa 100 bis etwa 400 und besonders bevorzugt von etwa 200 bis
etwa 300), das durch Umsetzen eines Polyetherdiols oder -polyols
mit Acryl- und/oder Methacrylsäure
hergestellt ist, und
2) 0 bis 100 Gew.-% eines Mono-, Di-,
Tri- oder Polyhydroxyl-C1-10-alkyl- oder -C8-10-aryl(meth)acrylats,
wobei
die Gewichtsprozent der Komponenten aii)1) und aii)2) auf das Gesamtgewicht
der Komponenten aii)1) und aii)2) bezogen sind und insgesamt 100%
ausmachen,
bei einem Äquivalentverhältnis von
Isocyanat zu Hydroxy von 0,95:1 bis 1:0,95 hergestellt ist,
- b) einem ungesättigten
Polyether(meth)acrylatpolyol mit einer OH-Zahl von 30 bis 100 (vorzugsweise
von etwa 30 bis etwa 70 und besonders bevorzugt von etwa 35 bis
etwa 65), das durch Umsetzen eines Polyetherdiols oder -polyols
mit Acryl- und/oder
Methacrylsäure
hergestellt ist, und
- c) Gemischen davon.
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Wie
obenstehend angemerkt werden nützliche
Urethan(meth)acrylate (A)a)) in den
US-Patenten
Nr. 4.380.604 und
6.753.394 beschrieben.
Solche Urethan(meth)acrylate werden im Allgemeinen durch das Umsetzen
eines oder mehrerer Polyisocyanate mit einem hydroxylgruppenhältigen,
ungesättigten
(Meth)acrylat hergestellt.
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Geeignete
Polyisocyanate umfassen organische Polyisocyanate mit aliphatisch,
cycloaliphatisch und/oder aromatisch gebundenen Isocyanatgruppen
und im Allgemeinen mit einem Molekulargewicht von etwa 144 bis etwa
1000, noch bevorzugter von etwa 168 bis etwa 300. Geeignete Beispiele
umfassen Butylendiisocyanat, Hexamethylendiisocyanat (HTI), Isophorondiisocyanat
(IPDI), 3(4)-Isocyanatomethylmethylcyclohexylisocyanat (IMCI), Trimethylhexamethylendiisocyanat
(2,2,4- und/oder
2,4,4-Trimethylhexamethylendiisocyanat), Bis(4,4'-isocyanatocyclohexyl)methan-Isomere
(H
12MDI), Bis(isocyanatomethyl)methylcyclohexan-Isomere,
Isocyanatomethyl-1,8-octandiisocyanat, 1,4-Cyclohexylendiisocyanat,
1,4-Phenylendiisocyanat, 2,4- und/oder 2,6-Toluylendiisocyanat (TDI),
1,5-Naphthylendiisocyanat, 2,4'- und/oder 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat
(MDI), Triphenylmethan-4,4',
4''-triisocyanat oder
deren Derivate mit Urethan-, Isocyanurat-, Allophanat-, Biuret-,
Uretdion-, Iminooxadiazindionstruktur und/oder Gemische davon sowie
Gemische von aliphatischen und aromatischen Diisocyanaten und/oder
Polyisocyanaten. Die Herstellung solcher Derivate ist bekannt und
beispielsweise in den
US-Patenten
Nr. 3.124.605 ,
3.183.112 ,
3.919.218 und
4.324.879 und in dem
Europäischen
Patent 798.299 beschrieben.
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Vorzugsweise
werden HDI, IPDI, TDI, H12MDI und/oder isocyanuratgruppenhältige Polyisocyanate, die
durch die Trimerisierung von HDI, TDI oder IPDI erhalten werden,
eingesetzt. HDI und IPDI und Gemische davon sind besonders zu bevorzugen.
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Bei
der Herstellung des ungesättigten
Urethan(meth)acrylats wird das Polyisocyanat in einem Äquivalentverhältnis von
Isocyanat zu OH von 0,95:1 bis 1:0,95 (und noch bevorzugter von
etwa 1:1) mit i) einem ungesättigten
Polyether(meth)acrylat mit einer OH-Zahl von etwa 30 bis etwa 300,
ii) einem Mono-, Di-, Tri- oder Polyhydroxyl-C1-10-alkyl- oder -C6-10-aryl(meth)acrylat oder iii) einem Gemisch
davon umgesetzt. Das resultierende ungesättigte Urethan(meth)acrylat
hat einen Isocyanatgruppen-Gehalt von weniger als 1 Gew.-%.
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Nützliche
ungesättigte
Polyether(meth)acrylate werden durch Umsetzen eines Polyetherpolyols
(mit einer Hydroxylfunktionalität
von 2 bis 6) mit Acryl- und/oder Meth acrylsäure hergestellt. Geeignete
Polyetherpolyole gehören
zu jenen, die auf dem Gebiet der Polyurethane bekannt sind, und
werden im Allgemeinen durch Umsetzen eines geeigneten Ausgangsmoleküls (wie
z. B. Ethylenglykol, Propylenglykol, Butanol, Glycerin, Trimethylol,
Propen, Hexandiol, Pentaerythrit und dergleichen) mit Ethylenoxid,
Propylenoxid oder einem Gemisch davon hergestellt. Der Polyether
wird dann mit Acryl- und/oder Methacrylsäure umgesetzt. Wenn das ungesättigte (Meth)acrylat
zur Herstellung des ungesättigten
Urethan(meth)acrylats eingesetzt werden soll, wird der Polyether
so gewählt,
dass ein (Meth)acrylat mit der erforderlichen OH-Zahl hergestellt wird, und die Komponenten
werden in solchen Mengen umgesetzt, dass das resultierende ungesättigte Polyether(meth)acrylat
eine OH-Zahl von 30 bis 500, vorzugsweise von etwa 100 bis etwa
400 und besonders bevorzugt von etwa 200 bis etwa 300, aufweist.
Wenn das ungesättigte
(Meth)acrylat als Teil von Komponente A) oder als gesamte Komponente
A) eingesetzt werden soll, wird der Polyether so gewählt, das
ein (Meth)acrylat mit der erforderlichen OH-Zahl hergestellt wird
und Acrylsäure
(und/oder Methacrylsäure)
werden in solchen Mengen umgesetzt, dass das resultierende ungesättigte Polyether(meth)acrylat
eine OH-Zahl von etwa 30 bis etwa 100, vorzugsweise von etwa 100
bis etwa 400 und besonders bevorzugt von etwa 200 bis etwa 300,
aufweist.
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Nützliche
Mono-, Di-, Tri- oder Polyhydroxyl-C1-10-alkyl-
oder -C6-10-aryl(meth)acrylate sind ebenfalls auf
dem Gebiet der Polyurethane bekannt. Solche Materialien werden durch
Umsetzen relativ niedermolekularer Diole, Triole und Polyole (wie
z. B. Ethylenglykol, Propylenglykol, Butanol, Glycerin, Trimethylolpropan, Hexandiol,
Pentaerythrit und dergleichen) mit Acryl- und/oder Methacrylsäure in einer
solchen Menge hergestellt, dass das resultierende Produkt eine oder
mehrere Hydroxylgruppen enthält.
Spezifische Beispiele umfassen Hydroxyethylacrylat, Hydroxypropylacrylat,
Hydroxybutylacrylat, Hydroxypropylacrylat, Hydroxyhexylacrylat,
Triglycerindiacrylat, Dipentaerythritpentaacrylat und die entsprechenden
Methacrylate.
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Komponente B)
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Komponente
B) ist ein ungesättigtes
Epoxy(meth)acrylat, das im Wesentlichen frei von Epoxidgruppen ist
und durch Umsetzen von
- bi) einer oder mehrerer
organischer Verbindungen, die zumindest eine Epoxidgruppe enthalten
und ein zahlenmittleres Molekulargewicht von 130 bis 1000 aufweisen,
- bii) 1,3 bis 3,0 (vorzugsweise 1,8 bis 2,2 und besonders bevorzugt
von 1,9 bis 2,1) Carboxyäquivalenten an
organischer Dicarbonsäure
oder deren Anhydrid mit einem zahlenmittleren Molekulargewicht von
98 bis 166,
- biii) 1 Hydroxyäquivalent
eines hydroxylgruppenhältigen
Reaktionsprodukts, das bei einem Äquivalentverhältnis von
Carboxy zu Hydroxy von 0,6:1 bis 0,95:1 aus
1) (Meth)acrylsäure und
2)
Tri- oder Tetrahydroxyetheralkoholen mit einem zahlenmittleren Molekulargewicht
von 180 bis 1000, die zumindest zwei Ethylen- und/oder Propylenoxideinheiten
als Teil einer Etherstruktur enthalten,
hergestellt ist,
bei
einem Verhältnis
der reaktiven Äquivalente
der Komponenten bii) bis biii) zu den Epoxidäquivalenten von Komponente
bi) von zumindest 1:1 hergestellt wird.
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Das
in der vorliegenden Erfindung eingesetzte Epoxy(meth)acrylat wird
durch Umsetzen einer oder mehrerer organischer Verbindungen, die
Epoxidgruppen aufweisen, mit bii) 1,3 bis 3,0 Carboxyäquivalenten einer
organischen Dicarbonsäure
oder deren Anhydrid mit einem Molekulargewicht von etwa 98 bis etwa
166 und biii) 1 Hydroxyäquivalent
OH-Gruppen-hältiger
Reaktionsprodukte von 1) (Meth)acrylsäure und 2) Tri- oder Tetrahydroxyetheralkoholen
mit einem zahlenmittleren Molekulargewicht von 180 bis 1000, die
zumindest zwei Ethylen- und/oder Propylenoxideinheiten als Teil
einer Etherstruktur enthalten, die bei einem COOH/OH-Äquivalentverhältnis von
0,6:1 bis 0,95:1 hergestellt werden.
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Im
Kontext der vorliegenden Erfindung bezeichnen "Verbindungen mit Epoxidgruppen" organische Verbindungen,
die ein zahlenmittleres Molekulargewicht (Mn)
von etwa 130 bis etwa 1000 aufweisen und durchschnittlich zumindest
eine (vorzugsweise 1,5 bis 6 und noch bevorzugter 1,5 bis 2) Epoxidgruppe
pro Molekül
enthalten. Ein "Epoxidäquivalent" bezeichnet die Menge
an Epoxidverbindungen in Gramm, die ein Mol Epoxidgruppen enthält.
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Bevorzugte
Verbindungen mit Epoxidgruppen sind jene mit einem Epoxidäquivalentgewicht
von 100 bis 500. Beispiele umfassen Polyglycidylether von mehrwertigen
Phenolen, wie z. B. Pyrocatechol, Resorcin, Hydrochinon, 4,4'-Dihydroxydiphenylmethan,
2,2-Bis-(4-hydroxyphenyl)propan (Bisphenol A), 4,4'-Dihydroxydiphenylcyclohexan,
4,4'-Dihydroxydiphenylsulfon,
Tris(4-hydroxyphenyl)methan und Novolake (d. h. Reaktionsprodukte
von ein- oder mehrwertigen Phenolen mit Aldehyden, insbesondere
Formaldehyd, in Gegenwart eines Säurekatalysators). Polyglycidylether
von Bisphenol A sind zu bevorzugen.
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Glycidylether
von Monoalkoholen, wie z. B. n-Butanol oder 2-Ethylhexanol; Glycidylether
von mehrwertigen Alkoholen, wie z. B. Butan-1,4-diol, Buten-1,4-Diol,
Hexan-1,6-diol,
Glycerin, Trimethylolpropan, Pentaerythrit und Polyethylenglykolen;
Triglycidylisocyanurat; Polygylcidylthioether von mehrwertigen Thiolen,
wie z. B. Bismercaptomethylbenzol; Glycidylester von Monocarbonsäuren, wie
z. B. Versaticsäuren;
und Glycidylester von mehrwertigen, aromatischen, aliphatischen
und cycloaliphatischen Carbonsäuren,
wie z. B. Phthalsäurediglycidylester,
Isophthalsäurediglycidylester,
Terephthalsäurediglycidylester,
Tetrahydrophthalsäurediglycidylester,
Adipinsäurediglycidylester
und Hexahydrophthalsäurediglycidylester,
sind ebenfalls geeignet.
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Dicarbonsäuren oder
Dicarbonsäureanhydride
(bii)) werden aus folgenden ausgewählt: gesättigten oder ungesättigten
aliphatischen Dicarbonsäuren
mit 4 bis 10 Kohlenstoffatomen, wie z. B. Fumarsäure, Maleinsäure, Bernsteinsäure, Adipinsäure, Se bacinsäure, Itaconsäure und/oder
die entsprechenden Anhydride; cycloaliphatischen Dicarbonsäuren oder
Dicarbonsäureanhydriden
mit 8 bis 10 Kohlenstoffatomen, wie z. B. Tetrahydrophthalsäure, Hexahydrophthalsäure, Norbornendicarbonsäure und/oder
Anhydriden davon; und aromatischen Dicarbonsäuren mit 8 Kohlenstoffatomen
oder Anhydride davon, wie z. B. Phthalsäure, Pthalsäureanhydrid, Isophthalsäure und
Terephthalsäure.
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Dicarbonsäureanhydride
(bii)) werden aus folgenden ausgewählt: gesättigten, aromatischen oder
ungesättigten
(cyclo)aliphatischen Dicarbonsäureanhydriden
mit 4 bis 9 Kohlenstoffatomen, wie z. B. Maleinsäure-, Bernsteinsäure-, Phthalsäure-, Tetrahydrophthalsäure-, Hexahydrophthalsäure- oder
Norbomendicarbonsäureanhydrid.
Bei der Berechung des Verhältnisses
von Carboxyäquivalenten
(Komponente biii) zu Hydroxyäquivalenten
(Komponente bii) entspricht eine Carbonsäureanhydridgruppe zwei Carboxylgruppen.
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Komponente
biii) wird aus den OH-Gruppen-hältigen
Reaktionsprodukten (Meth)acrylsäure
mit Tri- oder Tetrahydroxyetheralkoholen mit einem zahlenmittleren
Molekulargewicht (bestimmt durch Endgruppenanalyse) von 180 bis
1000 und zumindest zwei Ethylen- und/oder Propylenoxideinheiten
als Teil einer Etherstruktur. Diese Reaktionsprodukte werden in
einem COOH/OH-Äquivalentverhältnis von
0,6:1 bis 0,95:1, vorzugsweise 0,65:1 bis 0,90:1, hergestellt. Die
Etheralkohole werden durch Alkoxylierung von geeigneten Ausgangsmolekülen auf
bekannte Weise erhalten. Bevorzugte Ausgangsmoleküle sind
ethergruppenfreie Tri- oder Tetrahydroxyalkohole, die den Etheralkoholen
entsprechen. Beispiele umfassen Glycerin, Trimethylolpropan, Trimethylolethan,
Pentaerythrit und Gemische davon. Die Etheralkohole weisen vorzugsweise
einen Alkoxylierungsgrad von 2 bis 20, noch bevorzugter von 2 bis
15, auf. Der Alkoxylierungsgrad bezieht sich auf die mittlere Molanzahl
an Ethylenoxid und/oder Propylenoxid, die an 1 Mol eines Alkohols
als Ausgangsmolekül addiert
wurde.
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Die
Reaktion zwischen den Komponente 1) und 2) erfolgt gemäß bekannten
Verfahren, z. B. durch azeotrope Veresterung von (Meth)acrylsäure mit
den Etheralkoholen.
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Die
Reaktion der Epoxide mit den Verbindungen bii) und biii) kann auch
in einer Stufe erfolgen, beispielsweise gemäß den Verfahren aus
DE-OS 2.429.527 und
DE-A 2.534.012 (die
den
US-Patenten Nr. 4.253.198 bzw.
4.081.492 entsprechen),
gegebenenfalls in Gegenwart eines Lösungsmittels. Geeignete Lösungsmittel
umfassen inerte Lösungsmittel,
wie z. B. Butylacetat, Toluol, Cyclohexan und Gemische davon. Falls
gewünscht
können
die Komponenten bii) und biii) vor der Umsetzung mit der epoxidgruppenhältigen Verbindung
umgesetzt werden (siehe
US-Patent
Nr. 5.726.255 und
US-Reissue-Patent
Nr. 37.448 ). Die Reaktion erfolgt im Allgemeinen in Gegenwart
von etwa 0,01 bis 3 Gew.-%, bezogen auf das Epoxid, an Katalysatoren, wie
z. B. tertiären
Aminen, quaternären
Ammoniumsalzen, Alkalihydroxiden, Alkalisalzen organischer Carbonsäuren, Merpatanen,
Dialkylsulfiden, Sulfonium- oder Phosphoniumverbindungen und Phosphinen.
Die Verwendung von quaternären
Ammoniumsalzen, wie z. B. Triethylbenzylammoniumchlorid, ist besonders
zu bevorzugen. Die Reaktion erfolgt bei 20 bis 120°C, vorzugsweise
bei 40 bis 90°C.
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Die
Epoxy(meth)acrylate können
gegebenenfalls mit basischen Stickstoffverbindungen in einer Menge modifiziert
werden, die ausreicht, um bis zu 0,3 NH-Äquivalente pro Epoxidäquivalent
bereitzustellen. Die Modifikationsreaktion kann vor oder nach der
Epoxidreaktion mit den Komponenten bii) und biii) erfolgen. Geeignete
basische Stickstoffverbindungen umfassen Ammoniak, (cyclo)aliphatische
primäre
oder sekundäre
Mono- oder Polyamine, vorzugsweise mit einem Molekulargewicht von
31 bis 300. Beispiele für
primäre
Amine umfassen Mono- und Diamine, wie z. B. Methylamin, n-Butylamin,
n-Hexylamin, 2-Ethylhexylamin, Cyclohexylamin, Ethanolamin, Benzylamin,
Ethylendiamin, Diaminobutan-Isomere, Diaminohexan-Isomere und 1,4-Diaminocyclohexan.
Beispiele für
sekundäre
Amine umfassen Dimethylamin, Diethylamin, Diethanolamin, Diisopropanolamin,
N-Methylethanolamin und N-Cyclohexylisopropylamin.
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Die
Reaktion der Epoxidgruppen mit den Stickstoffverbindungen kann gegebenenfalls
in Gegenwart von Lösungsmitteln,
wie z. B. den zuvor angeführten,
erfolgen. Die Reaktion erfolgt vorzugsweise ohne Lösungsmittel.
Die Reaktionstemperatur beträgt
20 bis 120°C,
vorzugsweise 40 bis 90°C.
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Die
Mengen der Ausgangsverbindungen werden so gewählt, dass die Reaktion zu im
Wesentlichen vollständigem
Umsatz der ursprünglich
vorhandenen Epoxidgruppen führt.
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Um
die polymerisierbaren erfindungsgemäßen Reaktionsprodukte vor unerwünschter
vorzeitiger Polymerisation zu schützen, ist es ratsam, während des
Herstellungsverfahrens 0,001 bis 0,2 Gew.-%, bezogen auf das gesamte
Reaktionsgemisch, einschließlich
von Hilfsstoffen und Additiven, an Polymerisationshemmern oder Antioxidationsmitteln
zuzusetzen, wie z. B. Phenolen und Phenolderivaten, vorzugsweise
sterisch gehinderten Phenolen. Weitere geeignete Stabilisatoren
werden in Houben-Weyl, "Methoden der organischen Chemie" (4. Aufl.), Band
XIV/1, 433–452,
756, Georg Thieme Verlag, Stuttgart (1961) beschrieben und umfassen
2,6-Di-tert-butyl-p-kresol,
Hydrochinonmonomethylether und/oder Phenothiazin.
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Komponente C)
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Komponente
C), der Photoinitiator, kann im Wesentlichen ein beliebiger Photoinitiator
sein. Verschiedene Photoinitiatoren können in den strahlungshärtenden
Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung eingesetzt werden.
Die herkömmlichen
Photoinitiatoren sind jene, die freie Radikale erzeugen, wenn sie
Strahlungsenergie ausgesetzt werden. Geeignete Photoinitiatoren
umfassen beispielsweise aromatische Ketonverbindungen, wie z. B.
Benzophenone, Alkylbenzophenone, Michlers Keton, Anthron und halogenierte
Benzophenone. Weitere geeignete Verbindungen umfassen beispielsweise
2,4,6-Trimethylbenzoyldiphenylphosphinoxid, Phenylglyoxalsäureester,
Anthrachinon und dessen Derivate, Benzylketale und Hydroxyalkylphenone.
Veranschaulichende zusätzliche
geeignete Photoinitiatoren umfassen 2,2-Diethoxyacetophenon; 2-
oder 3- oder 4-Bromacetophenon; 3- oder 4-Allylacetophenon; 2-Acetonaphthon;
Benzaldehyd; Benzoin, die Alkylbenzoinether; Benzophenon; Benzochinon;
1-Chloranthrachinon; p-Diacetylbenzol; 9,10-Dibromanthracen-9,10-dichloranthracen;
4,4-Dichlorbenzophenon; Thioxanthon; Isopropylthioxanthon; Methylthioxanthon; α,α,α-Trichlor-para-t-butylacetophenon;
4-Methoxybenzophenon; 3-Chlor-8-nonylxanthon;
3-Iod-7-methoxyxanthon; Carbazol; 4-Chlor-4'-benzylbenzo phenon; Fluoren; Fluorenon;
1,4-Napththylphenylketon; 1,3-Pentandion; 2,2-Di-secbutoxyacetophenon;
Dimethoxyphenylacetophenon; Propiophenon; Isopropylthioxanthon;
Chlorthioxanthon; Xanthon; Maleinimide und deren Derivate sowie
Gemische davon. Es gibt mehrere geeignete Photoinitiatoren, die
im Handel von Ciba erhältlich
sind, einschließlich
Irgacure 184 (1-Hydroxycyclohexylphenylketon), Irgacure 819 (Bis(2,4,6-trimethylbenzoyl)phenylphosphinoxid),
Irgacure 1850 (ein 50:50-Gemisch aus Bis(2,6-dimethoxybenzoyl)-2,4,4-trimethylpentylphosphinoxid
und 1-Hydroxycyclohexylphenylketon), Irgacure 1700 (ein 25:75-Gemisch
aus Bis(2,6-dimethoxybenzoyl)-2,4,4-trimethylpentylphosphinoxid
und 2-Hydroxy-2-methyl-1-phenylpropan-1-on), Darocur MBF (ein Phenylglyoxalsäuremethylester), Irgacure
2020 Photoinitiatorgemisch (20 Gew.-% Phenylbis(2,3,6-trimethylbenzoyl)phosphinoxid
und 80 Gew.-% 2-Hydroxy-2-methyl-1-phenyl-1-propan) und Darocur
4265 (ein 50:50-Gemisch aus Bis(2,4,6-trimethylbenzoyl)phenylphosphinoxid
und 2-Hydroxy-2-methyl-1-phenylpropan-1-on).
Die zuvor angeführten
Listen dienen ausschließlich
der Veranschaulichung und sollen keine geeigneten Photoinitiatoren
ausschließen. Fachleute
auf dem Gebiet der Erfindung kennen die Konzentrationen, in denen
Photoinitiatoren wirksam eingesetzt werden und im Allgemeinen beträgt die Konzentration
nicht mehr als 10 Gew.-% der strahlungshärtbaren Beschichtungszusammensetzung.
-
Fachleuten
auf dem Gebiet der Photochemie ist bewusst, dass Photoaktivatoren
in Kombination mit den zuvor angeführten Photoinitiatoren eingesetzt
werden können
und dass manchmal Synergieeffekte erzielt werden können, wenn
solche Kombinationen zum Einsatz kommen. Photoaktivatoren sind auf
dem Gebiet der Erfindung bekannt und erfordern keine weitere Beschreibung,
um zu erläutern,
worum es sich dabei handelt und in welchen Konzentrationen diese
wirksam sind. Dennoch können
folgende zur Veranschaulichung geeigneter Photoaktivatoren angeführt werden:
Methylamin, Tributylamin, Methyldiethanolamin, 2-Aminoethylethanolamin,
Allylamin, Cyclohexylamin, Cyclopentadienylamin, Diphenylamin, Ditolylamin,
Trixylylamin, Tribenzylamin, n-Cyclohexylethylenimin, Piperidin,
N-Methylpiperazin, 2,2-Dimethyl-1,3-bis(3-N-morpholinyl)propionyloxypropan
und Gemische davon.
-
Die
Härtung
kann auch in Gegenwart von Verbindungen erfolgen, die freie Radikale
erzeugen, wie z. B. (Hydro)peroxide, gegebenenfalls in Gegenwart
von Beschleunigern und kationisch in Gegenwart von Supersäuren, wie
z. B. Phenylsulfoniummetallsalzen.
-
Komponente D)
-
Die
Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung können auch ein oder mehrere
Lösungsmittel
in einer Menge von 0 bis etwa 90 Gew.-% enthalten, wobei sich die
Gewichtsprozent auf die kombinierte Gesamtmenge der Komponenten
A) und B) bezieht. Das Lösungsmittel
muss in Bezug auf alle anderen Komponenten inert sein. Geeignete
Lösungsmittel
umfassen aliphatische und cycloaliphatische C5-C8-Verbindungen, fluorierte und/oder chlorierte
Kohlenwasserstoffe, aliphatische Ester, aliphatische Ether und Ketone
und bekannte aromatische Lösungsmittel.
Spezifische Beispiele für
geeignete Lösungsmittel
umfassen Ethylacetat, Butylacetat, Toluol, Hexan, Heptan, Cyclohexan,
Aceton, Methylethylketon, Methylisobutylketon, Methyl-n-amylketon,
Isopropanol, Ethylenglykolmonobutylether, Diethylenglykolmonobutylether
und Solventnaphtha. Die Formulierungen mit oder ohne Lösungsmittel
können
in Aerosolbehälter
gefüllt
werden.
-
Weitere Additive
-
Wie
auf dem Gebiet der Erfindung bekannt ist, sowie in Abhängigkeit
von der Anwendung der Beschichtung können zusätzliche Additive eingesetzt
werden. Solche Additive umfassen Dispergiermittel, Fließverbesserer,
Verdickungsmittel, Entschäumungsmittel,
Entlüftungsmittel,
Farbstoffe, Füllstoffe,
Mattierungsmittel und Netzmittel. Zusätzlich dazu ist es möglich, wenn
der zu beschichtende Gegenstand eine Form aufweist, bei der Teile
der Beschichtung möglicherweise
nicht der Strahlung ausgesetzt werden, Materialien zuzusetzen, die
durch Carboxyl-, Hydroxyl- oder Aminogruppen oder Feuchtigkeit vernetzen.
Solche Materialien umfassen Carbodiimide, Aziridine, mehrwertige
Kationen, Melamin/Formaldehyd, Epoxyharze und Isocyanate.
-
Bei
Verwendung sollten solche Vernetzer in einer Menge von 0,1 bis 35
Gew.-%, bezogen auf das kombinierte Gewicht der Komponente A) und
B), eingesetzt werden.
-
Auftrag und Härtung
-
Im
Allgemeinen werden die Komponenten A) und B) zunächst vermischt, und dann werden
Komponente C) und etwaige weitere Additive zugesetzt. Die Zusammensetzung
der vorliegenden Erfindung kann auf die verschiedensten Substrate
durch Aufsprühen,
Walzen, Rakelbeschichtung, Gießen,
Streichen, Eintauchen, mittels Spachtel oder einer Quetschwalze
aufgebracht werden. Ein etwaiges vorhandenes Lösungsmittel kann durch Backen
in einem herkömmlichen
Ofen bei einer Temperatur von etwa 20 bis etwa 110°C, vorzugsweise
von etwa 35 bis etwa 60°C,
für einen
Zeitraum von etwa 1 bis etwa 10 min, vorzugsweise von etwa 4 bis 8
min, abgedampft werden. Das Lösungsmittel
kann auch unter Einsatz von Strahlungsquellen, wie z. B. Infrarot
oder Mikrowellen, abgedampft werden.
-
Wenn
das Lösungsmittel
abgebacken wurde, wird das beschichtete Substrat UV-Strahlung mit einer Wellenlänge von
etwa 320 bis etwa 450 nm ausgesetzt. Der Abstand zwischen der Oberfläche und
der Strahlungsquelle hängt
von der Intensität
der Lichtquelle ab und sollte im Allgemeinen nicht mehr als 4 ft
(~1,2 m) betragen. Die Dauer der Bestrahlung des beschichteten Substrats
hängt von
der Intensität
und Wellenlänge der
Strahlung, dem Abstand von den Strahlungsquellen, dem Lösungsmittelgehalt
in der Formulierung, der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit der
Umgebung ab, beträgt
aber im Allgemeinen weniger als 15 min und kann auch nur 0,1 s betragen.
-
Die
gehärteten
Beschichtungen zeichnen sich durch ihre Polierbarkeit aus.
-
Wie
obenstehend angemerkt sind die Zusammensetzungen unter Einsatz von
Strahlungsquellen mit Wellenlängen
von zumindest 300 nm und vorzugsweise von etwa 320 bis etwa 450
nm härtbar.
Die Strahlung kann durch eine beliebige geeignete Quelle bereitgestellt
werden, wie z. B. UV-Lampen mit Infrarotemission oder reduzier ter
Infrarotemission oder mit Filtern ausgestatteten UV-Lampen zur Eliminierung
der Infrarotemissionen oder so genannten LEDs (lichtemittierenden
Dioden), die Strahlung in der angegebenen Wellenlänge emittieren.
Besonders nützliche
im Handel erhältliche
Vorrichtungen umfassen Folgende: Panacol UV-H254-Lampe (von Panacol-Elosol GmbH), eine
ozonfreie, eisendotierte 250-W-Metallhalogenidlampe mit einem Wellenlängenspektrum
von 320 bis 450 nm; Panacol UVF-450 (320 nm bis 450 nm, in Abhängigkeit
davon, ob der schwarze, blaue oder klare Filter verwendet wird);
Honle UVA HAND 250 CUL (von Honle UV America Inc.) mit einem maximalen
UVA-Intensitätsbereich
von ~320 bis 390 nm; PMP, 250-W-Metallhalogenidlampe (von Pro Motor
Car Products Inc.); Cure-Tek UVA-400 (von H&S Autoshot), mit einer 400-W-Metallhalogenidbirne,
wobei die Lampenanordnung zur Steuerung/Eliminierung der von der
Lampenquelle ausgehenden Infrarotstrahlung mit verschiedenen Filtern
ausgestattet werden kann, wie z. B. blau, hellblau oder klar; Con-Trol-Cure
Scarab-250 UV-A Autoshop Lampensystem (von UV Process Supply Inc. – eisendotierte 250-W-Metallhalogenidlampe
mit einem Wellenlängenspektrumsausgang
von 320 bis 450 nm); Con-Trol-Cure – UV LED Cure-All 415 (von
UV Process Supply Inc. – Wellenlängenspektrum
von 415 nm mit einem Wattleistungsbetriebsbereich von 2,5 bis 7,95
W); Con-Trol-Cure – UV
LED Cure-All 390 (von UV Process Supply Inc. – Spektralwellenlänge von
390 nm mit einem Wattleistungsbetriebsbereich von 2,76 bis 9,28
W); UV H253 UV-Lampe (von UV-Light Technologies – die Einheit enthielt eine
eisendotierte 250-W-Metallhalogenidlampe mit einem schwarzen Glasfilter,
um ein Wellenlängenspektrum
zwischen 300 und 400 nm zu erzeugen); Radion RX10 Modul – Härtung unter
Einsatz einer Lichtquelle mit hochintensivem UV-Licht in festem
Zustand von Phoseon Technology; Mikrowellen-UV-System mit niedriger
Intensität – Modell
QUANT-18/36 (von Quantum Technologies – UV-Intensitätsbereich:
3–30 mW/cm2; UV-Spektralbereich: 330–390 nm);
WorkLED (von Inretech Technologies unter Verwendung von 400-nm-LED-Anordungen);
Flashlight MC mit 20fachem LED-Adapter
(von Inretech Technologies unter Einsatz von 400-nm-LED) und die
Philips TL03-Lampe mit einem Strahlungsausgang von mehr als 280
nm.
-
Die
folgenden Beispiele dienen der Veranschaulichung der Erfindung,
ohne ihren Umfang einzuschränken.
Sofern nicht anders angegeben, erfolgen alle Prozentangaben in Gewichtsprozent
und entsprechen Teile Gewichtsteilen.
-
In
den Beispielen wurden folgende Materialien eingesetzt:
- TIC:
- TiO2 R-960
von DuPont
- Tronox-A:
- Unbehandelter Anatas-Farbstoff
von Kerr-McGee Pigments GmbH & Co
- Epon 828:
- Aromatisches Epoxyharz
auf Eisphenol-A- und Epichlorhydrin-Basis mit einem Epoxyäquivalentgewicht
von 190, von Resolution Performance Products
- Desmodur N3600:
- Niederviskoses Hexamethylendiisocyanat-Trimer,
von Bayer Material Science LLC
- Barytes1:
- Sparmite No. 1 Barytes – Verschnittpigment-Bariumsulfat
von Elementis Pigments, Inc.
- CC:
- Calciumcarbonat, Vicron
15–15,
von Whittaker, Clark & Daniels,
Inc.
- T399:
- Talk 399, von Whittaker,
Clark & Daniels,
Inc.
- B318:
- Eisenoxidfarbstoff,
unter dem Namen Bayferrox 318 M von der Bayer Chemical Corporation
erhältlich
- CD9052:
- Trifunktioneller Säureester-Haftungsverbesserer
von Sartomer Inc.
- IRG2020:
- Photoinitiatorgemisch
{20 Gew.-% Phenylbis(2,4,6-trimethylbenzoyl)phosphinoxid (1819)
und 80 Gew.-% 2-Hydroxy-2-methyl-1-phenyl-1-propanon (D1173)} von Ciba Specialty
Chemicals
- IRG819:
- Irgacure 819 Photoinitiator
(Phenylbis(2,4,6-trimethylbenzoyl)phosphinoxid) von Ciba Specialty
Chemicals
-
Ungesättigtes
Acrvlatpolymer A1:
-
Stufe
1: 86 Teile eines Polyetherpolyols mit einer Hydroxylzahl von 250
(12fach ethoxyliertes Trimethylolpropan), 18,7 Teile Acrylsäure, 1,5
Teile p-Toluolsulfonsäure,
0,3 Teile p-Methoxyphenol und 0,02 Teile 2,5-Di-tert-butylhydrochinon
wurden zur Bildung einer 70%igen Lösung in Cyclohexan gelöst und unter
Rühren und
Hindurch leiten von Luft auf Rückflusstemperatur
erhitzt. Das Gemisch wurde unter starkem Rückfluss gehalten, bis eine
Säurezahl
von weniger als 5 mg KOH/g Feststoffe erhalten war. Nachdem das
Gemisch auf 50°C
abgekühlt
war, wurde ein Vakuum angelegt, und das Cyclohexan wurde gemeinsam
mit dem Wasser, das sich gebildet hatte, abdestilliert. Das gebildete
ungesättigte
Polyetheracrylatpolyol (OH-Zahl von etwa 70) wird in der nächsten Stufe
zur Herstellung des Urethanacrylats eingesetzt.
-
Stufe
2: 70 Teile des in Stufe 1 hergestellten ungesättigten Polyetheracrylatpolyols,
10,5 Teile Hydroxyethylacrylat, 20 Teile Isophorondiisocyanat wurden
miteinander und mit 0,01 Teilen Dibutylzinndilaurat und 0,01 Teilen
p-Methoxyphenol (Polymerisationsinhibitor) vermischt. Das Reaktionsgemisch
wurde bei 80°C
unter Beobachtung der NCO-Gruppen mittels IR-Spektroskopie gerührt. Nach
vollständigem
Verbrauch der Isocyanatgruppen wies das resultierende ungesättigte Urethanacrylatharz
eine Viskosität
von etwa 7.000 mPa·s, gemessen
bei 23°C,
und einen C=C-Gehalt von 2,7 mol/kg auf.
-
Ungesättigtes
Acrylatpolymer A2:
-
1
mol Polyetherpolyol mit einer Hydroxylzahl von 550 (4fach ethoxyliertes
Trimethylolpropan) wird mit 2,6 mol Acrylsäure in Gegenwart von 1,5 Teilen
p-Toluolsulfonsäure,
0,3 Teilen p-Methoxyphenol und 0,02 Teilen 2,5-Di-tert-butylhydrochinon in einer 70%igen
Cyclohexanlösung
umgesetzt und unter Rühren
und Hindurchleiten von Luft auf Rückflusstemperatur erhitzt.
Das Gemisch wurde etwa 4 h lang unter starkem Rückfluss gehalten, bis eine
Säurezahl
von weniger als 5 mg KOH/g Feststoffe erhalten war. Nach dem Abkühlen des
Gemischs auf 50°C
wurde ein Vakuum angelegt, und das Cyclohexan wurde gemeinsam mit
dem Wasser, das sich gebildet hatte, abdestilliert. Das resultierende
Polyetheracrylatpolyol wies eine Hydroxylzahl von 50 auf.
-
Ungesättigtes
Acrylatpolymer A3:
-
90,4
Teile eines ungesättigten
Polyetheracrylatpolyols mit einer Hydroxylzahl von 50 und 9,6 Teile
Isophorondiisocyanat wurden miteinander und mit 0,01 Teilen Dibutylzinndilaurat
und 0,01 Teilen p-Methoxyphenol (Polymerisationsinhibitor) vermischt.
Das Reaktionsgemisch wurde bei 80°C
unter Beobachtung der NCO-Gruppen mittels IR-Spektroskopie gerührt. Nach
vollständi gem
Verbrauch der Isocyanatgruppen wies das resultierende ungesättigte Urethanacrylatharz
eine Viskosität
von etwa 800 mPa·s,
gemessen bei 23°C, und
einen C=C-Gehalt von 5,3 mol/kg auf.
-
Ungesättigtes
Acrylatpolymer A4:
-
62,1
Teile Desmodur N3600, 22,9 Teile Hydroxyethylacrylat, 11 Teile Hydroxypropylacrylat
und 4,1 Teile 2-Ethyl-1,3-hexandiol wurden miteinander und mit 0,05
Teilen Dibutylzinndilaurat und 0,1 Teilen p-Methoxyphenol (Polymerisationsinhibitor)
und 25 Teilen Butylacetat vermischt. Das Reaktionsgemisch wurde
bei 80°C unter
Beobachtung der NCO-Gruppen mittels IR-Spektroskopie gerührt. Nach vollständigem Verbrauch
der Isocyanatgruppen wies das resultierende ungesättigte Urethanacrylatharz
eine Viskosität
von etwa 6.800 mPa·s,
gemessen bei 23°C,
auf.
-
Ungesättigtes
Epoxyacrylat B:
-
74
Teile ungesättigtes
Acrylatpolymer A2, 7,1 Teile Maleinsäureanhydrid, 16,6 Teile Epon
828 mit einem Epoxyäquivalentgewicht
von 190, 2,5 Teile Diethanolamin wurden miteinander und 0,5% Triethylbenzylammoniumchlorid
(Epoxysäurekatalysator)
und 0,01 Teilen p-Methoxyphenol (Polymerisationsinhibitor) vermischt.
Das Gemisch wurde unter Rühren
und Hindurchleiten von Luft auf 80°C erhitzt. Das Gemisch wurde auf
dieser Temperatur gehalten, bis eine Säurezahl von <5 mg KOH/g Feststoffe
erhalten war. Das gebildete ungesättigte Epoxyacrylatharz mit
100% Fetstoffanteil wies bei 23°C
eine Viskosität
von ~8.000 mPa·s
und einen C=C-Gehalt von 5 mol/kg auf.
-
Beispiel 1:
-
50
Gewichtsteile ungesättigtes
Acrylatpolymer A1, 50 Gewichtsteile ungesättigtes Epoxyacrylat B und 7,8
Gewichtsteile IRG819 wurden gut miteinander vermischt. Dann wurden
3,4 Gewichtsteile TiO2, 41,1 Gewichtsteile
CC, 59 Gewichtsteile Verschnittpigment T399 und 0,58 Gewichtsteile
B318M langsam unter kontinuierlichem Rühren zum Harzgemisch zugesetzt.
Die auf diese Weise hergestellte lösungsmittelfreie Formulierung
wurde über
Nacht zum Entlüften
gelagert. Die Formulierung wurde dann unter Einsatz einer Quetschwalze,
einer Beschichtungsrakel oder einer Spach tel in einer Feuchtfilmdicke
von 3 mil (76,2 μm)
auf ein kaltgewalztes Stahlsubstrat aufgebracht.
-
Die
Platte wurde unter einer UV-A-Lichtquelle mit geringer Intensität (Cure-Tek
UVA-400 von H&S Autoshot) 2
min lang in einer Entfernung von 10 Zoll (25,4 cm) gehärtet, wodurch
eine klebefreie Oberfläche
mit einer Trockenfilmdicke von 1,6 bis 2,0 mil (40,6–50,8 μm) erhalten
wurde. Die Formulierung wies ausgezeichnete Haftung an kaltgewalztem
Stahl auf, wie mittels Gitterschnittprüfung ermittelt wurde (ASTM
D3359-95 und General Motors GM 9071 P Tape Adhesion Test). Die Beschichtung
konnte unmittelbar nach dem Härten
mit Nr. 320-Poliersandpapier poliert und grundiert werden. Sie wies
ausgezeichnetes Deckvermögen
auf.
-
Beispiel 2:
-
50
Gewichtsteile ungesättigtes
Acrylatpolymer A1, 50 Gewichtsteile ungesättigtes Epoxyacrylat B und 7,8
Gewichtsteile IRG819 wurden gut miteinander vermischt. Dann wurden
3,4 Gewichtsteile TiO2, 41,1 Gewichtsteile
CC, 59 Gewichtsteile Verschnittpigment T399, 0,58 Gewichtsteile
B318M, 30 Gewichtsteile Haftungsverbesserer CD9052 langsam unter
kontinuierlichem Rühren
zum Harzgemisch zugesetzt. Die auf diese Weise hergestellte lösungsmittelfreie
Formulierung (Pigment/Bindemittel-Verhältnis
= 0,8) wurde über
Nacht zum Entlüften
gelagert. Die Formulierung wurde dann unter Einsatz einer Quetschwalze,
einer Beschichtungsrakel oder einer Spachtel in einer Feuchtfilmdicke
von 3 mil (76,2 μm)
auf ein kaltgewalztes Stahlsubstrat aufgebracht.
-
Die
Platte wurde unter einer UV-A-Lichtquelle mit geringer Intensität (Panacol
UV H-254 Lampe – ozonfreie,
eisendotierte 250-W-Metallhalogenidlampe mit einem Wellenlängenspektrum
von 320–450
nm) 2 min lang in einer Entfernung von 3 Zoll (76,2 cm) gehärtet, wodurch
eine klebefreie Oberfläche
mit einer Trockenfilmdicke von 1,6 bis 2,0 mil (40,6–50,8 μm) erhalten
wurde. Als dieselbe Formulierung auf ähnliche Weise auf Substrate
aufgebracht wurde und einer UV-A-Lichtquelle mit geringer In tensität (Cure-Tek
UVA-400 von H&S
Autoshot) 2 min lang in einem Abstand von 10 Zoll (25,4 cm) ausgesetzt
wurde, wurde eine klebefreie Oberfläche erhalten. Die Formulierung
wies ausgezeichnete Haftung an kaltgewalztem Stahl auf, wie mittels Gitterschnittprüfung ermittelt
wurde (ASTM D3359-95 und General Motors GM 9071 P Tape Adhesion
Test). Die Beschichtung konnte unmittelbar nach dem Härten mit
Nr. 320-Poliersandpapier poliert und grundiert werden. Sie wies
ausgezeichnetes Deckvermögen
auf.
-
Beispiel 3:
-
Dieselbe
Formulierung wie in Beispiel 2 wurde auf dieselbe Weise auf Substrate
aus kaltgewalztem Stahl aufgebracht. Die feuchte Beschichtung wurde
dann Strahlung aus einer LED-Quelle im Abstand von ¼ Zoll
(0,64 cm) unter Einsatz der Vorrichtung Con-Trol-Cure – UV LED
Cure-All 415 oder einer Con-Trol-Cure – UV LED Cure-All
TM 100-Anordnung
(Spektralwellenlänge
390 nm) ausgesetzt. Es wurde eine klebefreie Oberfläche mit
guter Lösungsmittelbeständigkeit
erhalten. Details sind in Tabelle 1 angeführt. Der Primer wies ausgezeichnete
Haftung an kaltgewalztem Stahl auf, wie mittels Gitterschnittprüfung ermittelt
wurde (ASTM D3359-95 und General Motors GM 9071 P Tape Adhesion
Test). Die Beschichtung konnte unmittelbar nach dem Härten mit
Nr. 320-Poliersandpapier poliert und grundiert werden. Sie wies
ausgezeichnetes Deckvermögen
auf. Tabelle 1: Durch LED-Strahlung härtbarer
pigmentierter Primer
| Testergebnisse | Formulierung
aus Beispiel 1 | MEK-Doppelreibung |
| Strahlungsquelle | Zeit/Abstand | |
| 415
C-T-C | 1
s/¼ Zoll | >100 |
| | | |
| C-T-C
390 Anordnung | 2
min/6 Zoll | 1 |
| " | 2
min/5 Zoll | 17 |
| " | 2
min/4 Zoll | >100 |
-
Beispiel 4:
-
Dieselbe
Formulierung wie in Beispiel 2 wurde unter Einsatz von 60 Teilen
Butylacetat als Lösungsmittel
verdünnt.
Die Formulierung wurde dann durch Aufsprühen mit einer Luft-Siphonspritzpistole
von Binks, Modell Nr. 2001 (Luftdruck 38–40 psi = 0,26–0,28 N/mm2) in einer Feuchtfilmdicke von 4 mil (101,6 μm) auf Substrate
aus kaltgewalztem Stahl aufgetragen. Die besprühten Platten wurden bei Raumtemperatur
4 min lang luftgetrocknet und dann unter einer UV-A-Lichtquelle
mit geringer Intensität
(Panacol UV H-254 Lampe – ozonfreie,
eisendotierte 250-W-Metallhalogenidlampe mit einem Wellenlängenspektrum
von 320–450
nm) 2 min lang in einer Entfernung von 3 Zoll (76,2 cm) gehärtet, wodurch
eine klebefreie Oberfläche
mit einer Trockenfilmdicke von 1,2 bis 1,5 mil (30,5–38,1 μm) erhalten
wurde. Die besprühten
Platten wurden auch unter einer UV-A-Lichtquelle mit geringer Intensität (Cure-Tek
UVA-400 von H&S
Autoshot) 2 min lang in einem Abstand von 10 Zoll (25,4 cm) gehärtet, wodurch
eine Trockenfilmdicke von 1,2 bis 1,5 mil (30,5–38,1 μm) erhalten wurde. Die Formulierung
wies ausgezeichnete Haftung an kaltgewalztem Stahl auf, wie mittels
Gitterschnittprüfung
ermittelt wurde (ASTM D3359-95 und General Motors GM 9071 P Tape
Adhesion Test). Die Beschichtung konnte unmittelbar nach dem Härten mit
Nr. 320-Poliersandpapier poliert und grundiert werden. Sie wies
ausgezeichnetes Deckvermögen
auf.
-
Die
besprühten
Platten wurden in einem herkömmlichen
Heißluftofen
8 min lang bei 50°C
vorgebacken und dann Strahlung aus einer LED-Quelle im Abstand von
% Zoll (0,64 cm) unter Einsatz der Vorrichtung Con-Trol-Cure – UV LED
Cure-All 415 ausgesetzt. In weniger als 1 min wurde eine klebefreie
Oberfläche
mit guter Lösungsmittelbeständigkeit
erhalten. Der Primer wies ausgezeichnete Haftung an kaltgewalztem
Stahl auf, wie mittels Gitterschnittprüfung ermittelt wurde (ASTM
D3359-95 und General Motors GM 9071 P Tape Adhesion Test). Die Beschichtung
konnte unmittelbar nach dem Härten
mit Nr. 320-Poliersandpapier poliert und grundiert werden. Sie wies
ausgezeichnetes Deckvermögen
auf.
-
Beispiel 5:
-
50
Gewichtsteile des ungesättigten
Acrylatpolymers A1 und 50 Gewichtsteile des ungesättigten
Epoxyacrylats B wurden vermischt, und 5 Gewichtsteile T-TiO2, 25 Gewichtsteile des Verschnittpigments
T399, 132 Gewichtsteile Barytest Nr. 1, 1,0 Gewichtsteile B318M,
10 Gewichtsteile des Haftungsverbesserers CD9052 wurden langsam
unter kontinuierlichem Rühren
zum Harzgemisch zugesetzt. 4,4 Gewichtsteile IRG819 wurden getrennt
davon in 58,45 Gewichtsteilen Butylacetat gelöst, zum Dispersionsgemisch
zugesetzt und gut verrührt.
Die auf diese Weise hergestellte Formulierung auf Lösungsmittelbasis
(Pigment/Bindemittel-Verhältnis
= 1,5) wurde über
Nacht zum Entlüften
gelagert. Die Formulierung wurde dann durch Aufsprühen mit
einer Luft-Siphonspritzpistole von Binks, Modell Nr. 2001 (Luftdruck
38–40
psi = 0,26–0,28
N/mm2) in einer Feuchtfilmdicke von 3 mil
(76,2 μm)
auf Substrate aus kaltgewalztem Stahl aufgetragen.
-
Die
Formulierung wurde unter einer UV-A-Lichtquelle mit geringer Intensität (Panacol
UV H-254 Lampe – ozonfreie,
eisendotierte 250-W-Metallhalogenidlampe mit einem Wellenlängenspektrum
von 320–450
nm) 2 mm lang in einer Entfernung von 3 Zoll (76,2 cm) gehärtet, wodurch
eine klebefreie Oberfläche
mit einer Trockenfilmdicke von 1,2 bis 1,5 mil (30,5–38,1 μm) erhalten
wurde. Die Beschichtung wies ausgezeichnete Haftung in Bezug auf
kaltgewalzten Stahl auf, wie mittels Gitterschnittprüfung ermittelt
wurde (ASTM D3359-95 und General Motors GM 9071 P Tape Adhesion
Test). Die Beschichtung konnte unmittelbar nach dem Härten mit
Nr. 320-Poliersandpapier poliert und grundiert werden. Sie wies
ausgezeichnetes Deckvermögen
auf.
-
Beispiel 6:
-
50
Gewichtsteile des ungesättigten
Acrylatpolymers A1 und 50 Gewichtsteile des ungesättigten
Epoxyacrylats B wurden vermischt. 6 Gewichtsteile IRG819 wurden
unter kontinuierlichem Rühren
langsam zum Harzgemisch zugesetzt. Die auf diese Weise hergestellte
Formulierung wurde über
Nacht zum Entlüften
gelagert. Diese klare Formulierung wurde dann durch Aufsprühen mit
einer Luft-Siphonspritzpistole von Binks, Modell Nr. 2001 (Luftdruck
38–40
psi = 0,26–0,28
N/mm2) in einer Feuchtfilmdicke von 2 mil
(51 μm)
auf ein Holzsubstrat aufgetragen.
-
Durch
8-minütiges
Härten
der Beschichtung unter einer Panacol UVA 400 Lampe mit geringer
Intensität
in einer Entfernung von 10 Zoll wurde eine Beschichtung mit hoher
Pendelhärte
erhalten (Trockenfilmdicke 0,9 bis 1,2 mil = 22,9 bis 30,5 μm). Diese
wies ausgezeichnete Haftung am Holzsubstrat auf, wie mittels Gitterschnittprüfung ermittelt
wurde (ASTM D3359-95 und General Motors GM 9071 P Tape Adhesion
Test). Die Beschichtung konnte unmittelbar nach dem Härten mit
Nr. 320-Poliersandpapier poliert und grundiert werden. Sie wies
gute Lösungsmittelbeständigkeit
und hervorragende Blockbeständigkeit
auf.
-
Der
Test in Bezug auf die Blockbeständigkeit
wurde wie folgt durchgeführt:
Der Test erfolgte 1 h nach dem Härten
der Beschichtung. Ein 1'' × 1'' großes Quadrat
Mull wurde auf die Oberfläche
der Beschichtung aufgelegt. Dann wurde ein Druck von 2 psi (1,38 × 10–2 N/mm2) auf den Mull ausgeübt, indem ein Gewicht aufgelegt
wurde. Nach 24 h wurden das Gewicht und der Mull entfernt, und die
Beschichtungsoberfläche
wurde in Bezug auf Schäden/Veränderungen
untersucht.
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Beispiel 7:
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50
Gewichtsteile des ungesättigten
Acrylatpolymers A1 und 50 Gewichtsteile des ungesättigten
Epoxyacrylats B wurden vermischt. 30 Gewichtsteile des Haftungsverbesserers
CD9052 und 7,8 Gewichtsteile IRG819 wurden unter kontinuierlichem
Rühren
langsam zum Harzgemisch zugesetzt. Die auf diese Weise hergestellte
Formulierung wurde über
Nacht zum Entlüften
gelagert. Diese klare Formulierung wurde dann durch Aufsprühen mit
einer Luft-Siphonspritzpistole von Binks, Modell Nr. 2001 (Luftdruck
38–40
psi = 0,26–0,28 N/mm2) in einer Feuchtfilmdicke von 2 mil (51 μm) auf ein
Holzsubstrat aufgetragen.
-
Durch
8-minütiges
Härten
der Beschichtung unter einer Panacol UVA 400 Lampe mit geringer
Intensität
in einer Entfernung von 10 Zoll (25,4 cm) wurde eine Beschichtung
mit hoher Pendelhärte
erhalten (Trockenfilmdicke 0,9 bis 1,2 mil = 22,9 bis 30,5 μm). Diese
wies ausgezeichnete Haftung am Holzsubstrat auf, wie mittels Gitterschnittprüfung ermittelt
wurde (ASTM D3359-95 und General Motors GM 9071 P Tape Adhesion Test).
Die Beschichtung konnte unmittelbar nach dem Härten mit Nr. 320-Poliersandpapier
poliert und grundiert werden. Sie wies gute Lösungsmittelbeständigkeit
und eine hervorragende Blockbeständigkeit
auf.
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Beispiel 8:
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Dieselbe
Formulierung wie in Beispiel 7 wurde auf dieselbe Weise wie in Beispiel
7 auf ein Substrat aus kaltgewalztem Stahl aufgebracht, wonach sie
Strahlung aus einer LED-Quelle im Abstand von % Zoll (0,64 cm) unter
Einsatz der Vorrichtung Con-Trol-Cure – UV LED
Cure-All
TM 415 ausgesetzt wurde. Die Details
in Bezug auf die Bestrahlungsdauer sind in Tabelle 2 angeführt. Es
wurde eine klebefreie Oberfläche
mit guter Lösungsmittelbeständigkeit
erhalten. Die Beschichtung konnte unmittelbar nach dem Härten mit
Nr. 320-Poliersandpapier poliert und grundiert werden. Tabelle 2: Durch LED-Strahlung härtbares
klares Versiegelungsmittel
| Testergebnisse | Formulierung
aus Beispiel 1 | MEK-Doppelreibung |
| Strahlungsquelle | Zeit/Abstand | |
| 415
C-T-C | 1
s/¼ Zoll | 37 |
| " | 3
s/¼ Zoll | 80 |
| " | 4
s/¼ Zoll | 100 |
| " | 5
s/¼ Zoll | 100 |
-
Beispiel 9:
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50
Gewichtsteile ungesättigtes
Acrylatpolymer A2, 50 Gewichtsteile ungesättigtes Epoxyacrylat B und 7,8
Gewichtsteile IRG819 wurden gut miteinander vermischt. Dann wurden
3,4 Gewichtsteile TiO2, 41,1 Gewichtsteile
CC, 59 Gewichtsteile Verschnittpigment T399, 0,58 Gewichtsteile
B318M langsam unter kontinuierlichem Rühren zum Harzgemisch zugesetzt.
Die auf diese Weise hergestellte lösungsmittelfreie Formulierung wurde über Nacht
zum Entlüften
gelagert. Die Formulierung wurde dann unter Einsatz einer Quetschwalze, einer
Beschichtungsrakel oder einer Spachtel in einer Feuchtfilmdicke
von 6 mil (152,4 μm)
auf ein kaltgewalztes Stahlsubstrat aufgebracht.
-
Die
Formulierung wurde unter einer UV-A-Lichtquelle mit geringer Intensität (H&S Autoshot UVA
400 Lampe mit einem Wellenlängenspektrum
von 320 bis 450 nm) 2 min lang in einer Entfernung von 3 Zoll (7,62 cm)
gehärtet,
wodurch eine klebefreie Oberfläche
mit einer Trockenfilmdicke von 1,6 bis 2,0 mil (40,6–50,8 μm) erhalten
wurde. Die Formulierung wies ausgezeichnete Haftung an kaltgewalztem
Stahl auf, wie mittels Gitterschnittprüfung ermittelt wurde (ASTM
D3359-95 und General Motors GM 9071 P Tape Adhesion Test). Die Beschichtung
konnte unmittelbar nach dem Härten
mit Nr. 320-Poliersandpapier poliert und grundiert werden. Sie wies
ausgezeichnetes Deckvermögen
auf.
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Beispiel 10:
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50
Gewichtsteile ungesättigtes
Acrylatpolymer A3, 50 Gewichtsteile ungesättigtes Epoxyacrylat B und 7,8
Gewichtsteile IRG819 wurden gut miteinander vermischt. Dann wurden
3,4 Gewichtsteile TiO2, 41,1 Gewichtsteile
CC, 59 Gewichtsteile Verschnittpigment T399, 0,58 Gewichtsteile
B318M langsam unter kontinuierlichem Rühren zum Harzgemisch zugesetzt.
Die auf diese Weise hergestellte lösungsmittelfreie Formulierung wurde über Nacht
zum Entlüften
gelagert. Die Formulierung wurde dann unter Einsatz einer Quetschwalze, einer
Beschichtungsrakel oder einer Spach tel in einer Feuchtfilmdicke
von 3 mil (76,2 μm)
auf ein kaltgewalztes Stahlsubstrat aufgebracht.
-
Die
Formulierung wurde unter einer UV-A-Lichtquelle mit geringer Intensität (H&S Autoshot UVA
400 Lampe mit einem Wellenlängenspektrum
von 320 bis 450 nm) 2 min lang in einer Entfernung von 3 Zoll (7,62 cm)
gehärtet,
wodurch eine klebefreie Oberfläche
mit einer Trockenfilmdicke von 1,6 bis 2,0 mil (40,6–50,8 μm) erhalten
wurde. Die Formulierung wies ausgezeichnete Haftung an kaltgewalztem
Stahl auf, wie mittels Gitterschnittprüfung ermittelt wurde (ASTM
D3359-95 und General Motors GM 9071 P Tape Adhesion Test). Die Beschichtung
konnte unmittelbar nach dem Härten
mit Nr. 320-Poliersandpapier poliert und grundiert werden. Sie wies
ausgezeichnetes Deckvermögen
auf.
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Beispiel 11:
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50
Gewichtsteile ungesättigtes
Acrylatpolymer A4, 50 Gewichtsteile ungesättigtes Epoxyacrylat B und 7,8
Gewichtsteile IRG819 wurden gut miteinander vermischt. Dann wurden
3,4 Gewichtsteile TiO2, 41,1 Gewichtsteile
CC, 59 Gewichtsteile Verschnittpigment T399, 0,58 Gewichtsteile
B318M langsam unter kontinuierlichem Rühren zum Harzgemisch zugesetzt.
Die auf diese Weise hergestellte lösungsmittelfreie Formulierung wurde über Nacht
zum Entlüften
gelagert. Die Formulierung wurde dann unter Einsatz einer Quetschwalze, einer
Beschichtungsrakel oder einer Spachtel in einer Feuchtfilmdicke
von 3 mil (76,2 μm)
auf ein kaltgewalztes Stahlsubstrat aufgebracht.
-
Die
Formulierung wurde unter einer UV-A-Lichtquelle mit geringer Intensität (H&S Autoshot UVA
400 Lampe mit einer spektralen Wellenlänge von 320 bis 450 nm) 2 min
lang in einer Entfernung von 3 Zoll (7,62 cm) gehärtet, wodurch
eine klebefreie Oberfläche
mit einer Trockenfilmdicke von 1,6 bis 2,0 mil (40,6–50,8 μm) erhalten
wurde. Die Formulierung wies ausgezeichnete Haftung an kaltgewalztem
Stahl auf, wie mittels Gitterschnittprüfung ermittelt wurde (ASTM
D3359-95 und General Motors GM 9071 P Tape Adhesion Test). Die Beschichtung
konnte unmittelbar nach dem Härten
mit Nr. 320-Poliersandpapier poliert und grundiert werden. Sie wies
ausgezeichnetes Deckvermögen
auf.